Die Königin von Saba

Die Königin von Saba

Oper in vier Akten

Libretto

Salomon Hermann Mosenthal

Uraufführung

10. März 1875, Wien (Hofoper)

Besetzung

KÖNIG SALOMON (Bariton)
DIE KÖNIGIN VON SABA (Mezzosopran)
ASSAD, Salomons Liebling (Tenor)
DER HOHEPRIESTER (Bass)
SULAMITH, seine Tochter (Sopran)
BAAL-HANAN, Palastaufseher (Bariton)
ASTAROTH, Sklavin der Königin (Sopran)
DER TEMPELWÄCHTER (Bass)

Gefolge des Königs und der Königin, Wachen, Krieger
Priester, Leviten, Tänzerinnen, Volk, Sklaven

Ort

Jerusalem und die syrische Wüste

Zeit

um 950 v. Chr.

Goldmark, Karl

Goldmark, Karl [Károly, Carl]
18.5.1830 Keszthely - 2.1.1915 Wien


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Die Königin von Saba (10.3.1875 Wien)
Merlin (19.11.1886 Wien)
Das Heimchen am Herd (21.3.1896 Wien)
Die Kriegsgefangene (17.1.1889 Wien)
Götz von Berlichingen (16.12.1902 Budapest)
Ein Wintermärchen (2.1.1908 Wien)



ERSTER AKT
König Salomon erwartet den Besuch der Königin von Saba und hat seinen Liebling Assad beauftragt, sie herzubegleiten. Dieser ist mit Sulamith verlobt, die hofft, dass er bald zusammen mit ihrem Vater kommt, aber über sein abweisendes Verhalten enttäuscht ist. Der König fragt Assad, nachdem er alle anderen weggeschickt hat, nach dem Grund seines Betragens, und der Jüngling erzählt, dass er sich während seiner Reise durch den Libanon in eine fremde Frau verliebt hat, die er nachts beim Mondschein an einer Quelle umarmt hat. Salomon rät dem jungen Mann, Adonai zu vertrauen, und sein Zuspruch richtet Assads unruhiges Gemüt wieder auf. Nachdem die Königin mit märchenhafter Pracht eingezogen ist und sich vor Salomon entschleiert, erkennt Assad bestürzt und erregt seine unbekannte Geliebte, die vorgibt, den jungen Mann noch nie gesehen zu haben. König Salomon ruft Assad zur Besinnung, erinnert ihn an seine Braut und gibt das Zeichen zum Beginn des Gelages.

ZWEITER AKT
Die Königin hat sich vom Fest in die nächtliche Einsamkeit zurückgezogen und denkt in dem vom Mondschein beleuchteten Garten an ihren Freund vom Libanon, doch sie will das Geheimnis ihrer Liebe niemandem mitteilen. Astaroth, ihre Sklavin und Vertraute, berichtet, dass Assad in der Nähe ist und lockt den Jüngling herbei. Schnell zieht die Königin ihn wieder in ihren Bann; beide gestehen sich ihre Liebe. Da jedoch der neue Tag anbricht, eilt die Königin fort. Assad bleibt entrückt liegen. Baal-Hanan und die Tempelwächter finden den verwirrten Assad und führen ihn mit sich fort.
Assads Hochzeit mit Sulamith soll gefeiert werden; der Hohepriester will die heilige Handlung im Tempel beginnen. Da erscheint die Königin, und Assad fällt ihr zu Füssen. Doch wiederum versichert sie, den jungen Mann nicht zu kennen, der enttäuscht und halb wahnsinnig das Allerheiligste lästert und von den Priestern zum Tode verdammt wird. König Salomon, der die Zusammenhänge zu verstehen beginnt, nimmt Assad mit sich fort.

DRITTER AKT
Salomon wird von der Königin beschworen, Assad freizulassen. Als der König dies mit der Begründung verweigert, der junge Mann sei ihr unbekannt, widerspricht die Königin nicht und verleugnet ihren Geliebten zum dritten Mal. Auch Drohungen beeindrucken den König nicht. Die Königin verlässt den Raum und verkündet ihre unverzügliche Heimreise. Sulamith kommt, um für ihren Geliebten um Gnade zu bitten. Salomon tröstet sie, Assad werde wieder zu sich kommen, und sagt ihr den Ort, wo sie ihn finden werde.

VIERTER AKT
Der König hat Assad begnadigt und in einen einsamen Palmenhain in der syrischen Wüste verbannt, wo ihn die heimziehende Königin trifft. Sie versucht ihren Geliebten zum Mitkommen zu überreden, doch Assad bleibt dieses Mal standhaft und lässt die Königin ziehen. Ein Wüstensturm überrascht den erschöpften jungen Mann, dessen ganzes Sehnen und Fühlen zu Sulamith zurückgekehrt ist. Dem Sterbenden zeigt sich eine Fata Morgana der nach Hause kehrenden Königin. Sulamith mit ihren Gefährtinnen erscheint. In ihren Armen stirbt der vom bösen Zauber Erlöste.

A Gerusalemme, presso il palazzo di Salomone, la corte attende il ritorno di Assad, futuro sposo di Sulamith, inviato dal re a incontrare la regina di Saba, in viaggio per visitare la città. Giunge Assad, che rivela a Salomone di essersi innamorato durante la sua missione di una creatura meravigliosa, incontrata di notte presso una fonte. Enorme è lo stupore del giovane quando, all’arrivo della regina di Saba, riconosce in lei – dopo che si è tolta i veli che la celavano – la donna amata. Assad si slancia verso la regina, ma costei finge di non conoscerlo; Salomone rammenta gelidamente al giovane che il suo matrimonio con Sulamith è fissato per l’indomani. La regina, turbata da questo annuncio, desidera parlare ad Assad e, con l’aiuto di Astaroth, ottiene di incontrarlo nottetempo nei giardini del palazzo: l’amore tra i due divampa irrefrenabile. Il giorno successivo, durante la cerimonia nuziale, appare inattesa la regina; Assad, accecato dalla passione, getta a terra l’anello e dichiara il suo amore per la sovrana, che nuovamente ostenta di non conoscerlo. I presenti, scandalizzati, reclamano a gran voce la morte per il blasfemo; Salomone si riserva il diritto di giudicarlo. Durante una festa in suo onore la regina chiede a Salomone la grazia per Assad, tradendo agli occhi dell’irato sovrano la propria falsità; solo le suppliche strazianti di Sulamith commuovono il re: Assad avrà salva la vita, ma sarà esiliato nel deserto. Il giovane, allo stremo delle forze, viene raggiunto presso un palmizio dalla regina. A nulla valgono questa volta le seduzioni della donna; egli la scaccia, per morire poi tra le braccia della fedele Sulamith giunta a soccorrerlo.

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