La dame blanche

La dame blanche

Opéra-comique in drei Akten

Libretto

Eugène Scribe

Uraufführung

10. Dezember 1825, Paris (Opéra Comique)

Besetzung

GAVESTON, ein Schlossverwalter (Bass)
ANNA, sein Mündel (Sopran)
GEORGE BROWN, ein englischer Offizier (Tenor)
DICKSON, Pächter (Tenor)
JENNY, seine Frau (Sopran)
MARGARETHE, eine alte Dienerin im Schloss Avenel (Sopran)
MacIRTON, Friedensrichter (Bass)
GABRIEL, Knecht des Pächters (Bass)

Landleute

Ort

Schottland (auf dem Gut und Schloss des Grafen von Avenel)

Zeit

1759

Boïeldieu, François Adrien

Boïeldieu, (François-) Adrien
16.12.1775 Rouen - 8.10.1834 Jarcy (Grosbois)


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

La Fille coupable (2.11.1793 Rouen)
Rosalie et Myrza (28.10.1975 Rouen)
La Famille suisse (11.2.1797 Paris)
L'Heureuse nouvelle (7.11.1797 Paris)
Le Pari ou Mombreuil et Mervilic (15.12.1797 Paris)
Zoraïme et Zulnar (10.5.1798 Paris)
La Dot de Suzette (5.9.1798 Paris)
Les Méprises espagnoles (18.4.1799 Paris)
Emma ou La Prisonnière (12.9.1799 Paris) [+ Cherubini]
Béniowski ou Les Exilés du Kamtchatka (8.6.1800 Paris)
Le Calife de Bagdad (16.9.1800 Paris)
Ma Tante Aurore ou Le Roman impromptu (13.1.1803 Paris)
Le Baiser et la quittance, ou Une Aventure de garnison (18.6.1803 Paris) [+ Kreutzer, Méhul, Nicole]
Aline, reine de Golconde (17.3.1804 St Peterburg)
Abderkan (7.8.1804 St Peterburg)
La Jeune femme en colère (30.4.1805 St Peterburg)
Un Tour de soubrette (28.4.1806, St Peterburg)
Télémaque (28.12.1806 St Peterburg)
Amour et Mystère, ou Lequel est mon cousin? (1807 St Peterburg)
Les Voitures versées (16.4.1808 St Peterburg)
La Dame invisible (1808 St Peterburg)
Rien de trop ou Les Deux paravents (6.1.1811 St Peterburg)
Jean de Paris (4.4.1812 Paris)
Le Nouveau seigneur de village (29.6.1813 Paris)
Bayard à Mézières (12.2.1814 Paris) [+ Catel, Cherubini, Nicole]
Le Béarnais ou Henri IV en voyage (21.5.1814 Paris) [+ Kreutzer]
Angéla ou L'Atelier de Jean Cousin (13.6.1814 Paris) [+ S. Gait]
La Fête du village voisin (5.3.1816 Paris)
Charles de France ou Amour et Gloire (18.6.1816 Paris) [+ Hérold]
Le Petit chaperon rouge (30.6.1818 Paris)
Les Voitures versées [rev] (29.4.1820 Paris)
Les Arts rivaux (2.5.1821 Paris) [+ Berton]
Blanche de Provence, ou La Cour des fées (3.5.1821 Paris) [+ Berton, Cherubini, Kreutzer, Paër]
La France et l'Espagne (15.12.1823 Paris)
Les Trois genres (27.4.1824 Paris) [+ Auber]
Béniowski ou Les Exilés du Kamtchatka [rev] (20.7.1824 Paris)
Pharamond (10.6.1825 Paris) [+ Berton, Kreutzer]
La Dame blanche (10.12.1825 Paris)
Les Deux nuits (20.5.1829 Paris)
Marguerite (1830 inc; 18.6.1838 Paris) [+ L. Boieldieu]
La Marquise de Brinvilliers (31.10.1831 Paris) [+ Auber et al.]
rev = Bearbeitung / inc = Fragment



Erster Akt

Vor dem Pachthof Dicksons. Beim Pächter Dickson ist alles zur Kindtaufe hergerichtet; die Bauern sind vollständig erschienen, nur der Pate fehlt. Der Friedensrichter, der dazu bestimmt war, ist erkrankt. Da kommt ein fremder Offizier, Georg Brown, der für ein Nachtquartier die Patenschaft übernimmt und dem Pächter seinen seltsamen Lebenslauf erzählt. Die Pächtersfrau fenny singt beim Festmahl die Ballade von der weissen Frau, die im Schlosse spuken soll, und die Brown an manche Vorgänge seiner Jugend erinnert. Trotzdem erklärt er alles für Aberglauben. Der Pächter dagegen behauptet, die weisse Frau nicht nur gesehen, sondern sogar einen Beutel voll Gold von ihr erhalten zu haben. Er hat dafür gelobt, allzeit ihrem Rufe zu gehorchen, gerät aber in arge Verlegenheit, als ihm jetzt auf geheimnisvolle Weise ein Brief von ihr in die Hände gelangt, der ihn an sein Gelübde mahnt und auf das Schloss ruft. Diese abenteuerliche Aufforderung lockt den Offizier, der sich bereit erklärt, an Stelle des ängstlichen Pächters dem Ruf der weissen Dame zu folgen.

Zweiter Akt

Saal im Schloss des Grafen Avenel. Die alte Haushälterin der gräflichen Familie, Margarete, sitzt am Spinnrad; in ihrer Gesellschaft Anna, das Mündel des Kastellans Gaveston. Dieser will das alte Schloss unter den Hammer bringen und fordert von Anna Schriftstücke, die ihr die letzte Herrin von Avenel auf dem Totenbette in Verwahrsam gegeben hat. Anna verweigert sie ihm aber. An Stelle des Pächters Dickson meldet sich jetzt Georg Brown zu Gast. Der alten Margarete fällt seine Ähnlichkeit mit den Avenels auf. Gaveston gewährt ihm nur widerwillig Gastfreundschaft. Georg ist am Kamin eingeschlummert. In der Nacht erscheint ihm das Gespenst der weissen Dame. Es ist Gavestons Mündel Anna. Sie bittet ihn, sich bei der Versteigerung des Schlosses einzufinden und dabei alles zu tun, was ihm geheissen werde. Er verspricht es, denn die Gestalt erzählt ihm von seiner Verwundung auf dem Schlachtfeld, und dass ihn ein fremdes Mädchen dort gepflegt habe. Anna selbst ist diese Pflegerin, und Brown hat sich damals schon in sie verliebt. Am anderen Morgen finden sich alle Pächter der Umgebung ein, um zu verhindern, dass das alte Stammschloss in Gavestons Hände gelangt. Dieser behält jedoch gegen Dickson das letzte Gebot; da überbietet ihn auf geheimnisvollen Befehl der weissen Dame Georg Brown, so dass er noch in letzter Stunde um das Schloss kommt, das er schon so sicher zu besitzen glaubte. Es wird dem Fremdling aber seltsam zumute, denn er hat wohl die hohe Summe geboten, besitzt aber keinen Heller. Er hofft jedoch auf die weisse Dame, die ihn ja dazu bestimmt hat, Gaveston zu überbieten.

Dritter Akt

Ahnensaal des Schlosses. Georg ist nun Besitzer des Spukschlosses. Die Pächter begrüssen ihren neuen Schlossherrn. Lieder aus ihrem Munde erinnern ihn abermals an seine Jugend; er erkennt jetzt auch in Margarete seine Kinderfrau wieder. Nun erscheint Gaveston, uni die Kaufsumme zu fordern. Mit Schuldhaft bedroht, verzweifelt Brown an einer glücklichen Lösung. Im letzten Augenblick kommt die weisse Dame mit dem Familienschatz der Avenels zu Hilfe. Gaveston reisst ihr ergrimmt den Schleier vom Gesicht und erkennt sein Mündel Anna. Diese legitimiert durch den Alinenschatz der Avenels und die ihr anvertrauten Sdiriftstücke Georg Brown als den echten Sprössling des letzten Sclilossherrn. Während Gaveston als entlarvter Erbsdileicher Schloss und Gegend wütend verlässt, reicht Georg Brown der wiedergefundenen Pflegerin die Hand zum Ehebunde.

ATTO PRIMO
Scozia, 1759. Ospite di Dikson e di sua moglie Jenny, il giovane George Brown viene informato sulle vicende del castello di Avenel e sul fantasma che lo abita: la misteriosa Dama bianca. La tenuta, morti gli antichi proprietari, è ora sotto la tutela dell’avido Gaveston e deve essere messa all’asta. Brown, che in seguito a una ferita di guerra ha perduto la memoria, racconta a sua volta di essere alla ricerca della sconosciuta fanciulla che l’ha curato durante la sua convalescenza. Frattanto Gaveston trama per impossessarsi della tenuta, contrastato dagli altri possidenti del paese, che intendono allearsi per porterla riscattare.

ATTO SECONDO
Giunge al castello Anna, un’orfanella che i conti avevano preso sotto la loro protezione; è lei la misteriosa salvatrice di George, ed è sempre lei (sotto le sembianze della Dama bianca) ad aver finora protetto il castello dalle mire di Gaveston. Sarà ancora merito di Anna se George potrà partecipare all’asta e riuscirà a vincere la gara; un tesoro, nascosto dai vecchi proprietari in un luogo che solo la ragazza conosce, servirà allo scopo.

ATTO TERZO
Le trame di Gaveston vengono così sventate, e George (che nel frattempo ha scoperto di essere il figlio smarrito del conte) sposerà Anna fra la soddisfazione generale.

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Klavierauszug

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