La Straniera

La Straniera

Libretto

Felice Romani

Uraufführung

1829

Besetzung

ALAIDE, die Fremde (Sopran)
HERR VON MONTOLIN (Bass)
ISOLETTA, seine Tochter (Mezzosopran)
ARTUR, Graf von Ravenstel (Tenor)
BARON VON VALDEBURG, Alaides Bruder (Bariton)
OSBURG, Vertrauter von Artur (Tenor)
PRIOR der Temp/er (Bass)
CHOR:
Damen und Kavaliere, Mönche, Jäger, Wachen, Volk

Ort

Frankreich (Bretagne)

Zeit

um 1300

Bellini, Vincenzo

Bellini, Vincenzo (Salvatore Carmelo Francesco)
3.11.1801 Catania - 23.9.1835 Puteaux (Paris)


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Adelson e Salvini (12.2.1825 Napoli)
Bianca e Gernando (30.5.1826 Napoli)
Il pirata (27.10.1827 Milano)
Bianca e Fernando [rev. Bianca e Gernando] (7.4.1828 Genova)
La straniera (14.2.1829 Milano)
Zaira (16.5.1829 Parma)
I Capuleti e i Montecchi (11.3.1830 Venezia)
La sonnambula (6.3.1831 Milano)
Norma (26.12.1831 Milano)
Beatrice di Tenda (16.3.1833 Venezia)
I puritani di Scozia (24.1.1835 Paris)
rev = Bearbeitung

ERSTER AKT
Agnes von Meran, Gattin König Philipp Augusts von Frankreich, lebt, nachdem die Kirche ihre Ehe als unrechtmässig erklärt hatte, unter dem Namen Alaide nicht in dem ihr angewiesenen Schloss, sondern in einer Klause am See. Dort lernt sie Artur kennen, der mit Isoletta verlobt ist, aber Alaide umwirbt. Montolin und Isoletta erfahren dies und versuchen durch Osburg den Grafen wieder für sich zu gewinnen.
Artur kommt wie magisch angezogen in die Behausung der Fremden, die jedoch seine Werbung zurückweist, obwohl sie seine Liebe erwidert.
Während einer Jagd treffen Osburg und sein Gefolge Artur und bitten ihn, zu Isoletta, die ihn sehnsüchtig erwarte, zurückzukehren. Artur weigert sich und bittet Baron von Valdeburg, Alaides Bruder, der ihr incognito gefolgt ist, ihn zu der fremden Frau zu begleiten. Vergebens versucht Valdeburg, den Grafen von dieser Liebe abzubringen.
Artur ist krank vor Eifersucht, als Osburg ihm von Alaides Fluchtversuch zusammen mit Valdeburg berichtet. Er duelliert sich mit dem Baron, der beim Kampf in den See stürzt. Alaide erklärt dem Grafen zu spät, dass der Baron ihr Bruder ist. Artur stürzt sich in den See, um den Ertrinkenden zu retten. Inzwischen wird Alaide, die von der Bevölkerung als Hexe angesehen wird, mit einem blutigen Schwert in der Hand angetroffen und, des Mordes verdächtig, abgeführt.

ZWEITER AKT
Alaide muss sich vor einem geistlichen Gericht verantworten, schweigt jedoch zu allen Anklagen. Die Aussagen von Artur und Valdeburg, der sieh aus dem See retten konnte, reinigen sie von jedem Verdacht, zumal auch der Prior ihre Stimme zu kennen glaubt. Alaide offenbart sich ihm allein.
Valdeburg bringt seine Schwester in ihre Klause zurück und erklärt Artur noch einmal, dass seine Liebe aussichtslos sei. Er verlangt, zu entsagen und Isoletta zu heiraten. Der Graf willigt ein, wenn Alaide zu seiner Hochzeit komme.
Während der Hochzeit sagt Valdeburg dem Grafen, dass Alaide anwesend ist. Noch während der Trauungsfeierlichkeiten stürzt Artur aus der Kirche und trifft Alaide, die unfähig ist, ihre Gefühle zu verbergen und ihm entgegeneilt. Der Prior lüftet endlich das Geheimnis der Fremden. Artur, der jede Hoffnung verloren sieht, stürzt sich zum Entsetzen der zusammenbrechenden Königin in sein Schwert.