Die wundersame Schustersfrau

Die wundersame Schustersfrau

Oper in drei Akten

Libretto

Udo Zimmermann und Eberhard Schmidt
nach Federico Garcia Lorca

Uraufführung

27. April 1982, Schwetzingen (Schlosstheater)

Besetzung

DIE SCHUSTERSFRAU (Sopran)
DER SCHUSTER (Bariton)
DIE ROTE, GELBE, GRÜNE, VIOLETTE und
SCHWARZE NACHBARIN (Alt, Mezzosopran und Sopran)
DER BÜRGERMEISTER (Bass)
DON AMSEL (Tenor)
DER BURSCHE MIT DER SCHÄRPE (Bariton)
DER BURSCHE MIT DEM HUT (Bass)
EIN KNABE (Knabenstimme)

Töchter der roten Nachbarin, Küstersfrau,
Nachbarn und Nachbarinnen, Dorfbewohner

Ort

in einem spanischen Dorf

Zeit

20. Jahrhundert

Zimmermann, Udo

Zimmermann, Udo
6.10.1943 Dresden


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Die weisse Rose (1967 Dresden)
Die zweite Entscheidung (1970 Magdeburg)
Levins Mühle (27.3.1973 Dresden)
Der Schuhu und die fliegende Prinzessin (1975)
Die wundersame Schustersfrau (1982)
Die weisse Rose (27.2.1986 Hamburg)
Die Sündflut (1988 Köln)

ERSTER AKT
Der alte Schuster hat eine jüngere Frau geheiratet, die er als armes Mädchen zu sich genommen hatte. Obwohl die Ehe noch keine drei Monate alt ist, gibt es zwischen beiden schon heftige Auseinandersetzungen, weil ihre Lebenseinstellungen grundverschieden sind. Der Schuster lebt nach überlieferten Regeln, seine Frau will ungezwungene Lebensanschauungen durchsetzen. Ihre ständigen Streitigkeiten bleiben den schadenfrohen Nachbarn nicht verborgen. Zwar bezaubert die schöne Frau alle durch ihr wundersames Wesen, wird aber trotzdem als Fremde betrachtet. So baut sie sich ihre eigene Welt auf, die in Träumen besteht, und zu der niemand ausser einem kleinen Buben Zutritt hat. Der Schuster bereut, geheiratet zu haben. Als die Männer des Dorfes, vor allem aber der Bürgermeister, Don Amsel und einjunger Bursche, die sich um die attraktive Frau, die gerne kokettiert, bemühen, verlässt der Schuster Frau und Haus. Die Nachbarn geben vor, sie trösten zu wollen, sie denkt aber nur an ihren geliebten Mann.

ZWEITER AKT
Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, hat die Schustersfrau aus ihrem Haus eine Schenke gemacht. Wieder kommen ihre Verehrer, doch die Frau weist alle ab. Da kommt eines Tages unerkannt der Schuster als Puppenspieler verkleidet. Er spielt den Leuten ein Stück vor, das seiner Ehe gleicht. Die Schustersfrau sieht gerührt zu, klagt dem Mann ihr Leben und erzählt, dass ihr Gatte, den sie liebe, von ihr fortgegangen sei. Der kleine Junge berichtet, dass sich zwei Burschen wegen der Schusterin geschlagen hätten und die Dorfbewohner beschlossen haben, sie fortzujagen. Als die randalierenden Bauern in das Haus eindringen, gibt sich der Schuster zu erkennen. Die erstaunte Menge eilt davon. Die Eheleute fallen sich in die Arme und gestehen sich ihre Liebe. Trotzdem scheint ihr weiteres Schicksal ungewiss, weil die Dorfbewohner die gleichen bleiben und die Frau schon wieder klagt, ausgerechnet diesen Mann geheiratet zu haben.

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