L'Étoile

L'Étoile

Der Stern / Sein Stern / Das Horoskop des Königs


Opéra-bouffe in drei Akten

Libretto

Eugène Leterrier und Albert Guillaume Florent Vanloo (und Verlaine)

Uraufführung

28. November 1877, Paris (Théâtre des Bouffes-Parisiens)

Besetzung

KÖNIG OUF I. (Tenor)
LAZULI (Sopran oder Tenor)
PRINZESSIN LAOULA (Sopran)
SIROCO, Astrologe Oufs (Bass)
FÜRST HÉRISSON DE PORC-EPIC (Tenor)
ALOÈS, seine Frau (Mezzosopran)
TAPIOCA, Sekretär des Fürsten (Tenor)
PATACHA, Bürger (Tenor)
ZALZAL, Bürger (Bariton)
ASPHODÈLE, Hofdame (Sopran)
YOUKA, Hofdame (Sopran)
ADZA, Hofdame (Sopran)
ZINNIA, Hofdame (Alt)
KOUKOULI, Hofdame (Alt)
BÜRGERMEISTER (Sprechrolle)
POLIZEICHEF (Sprechrolle)
ein PAGE (stumme Rolle)

Ort

Im Orient, Hauptstadt des Königreichs der 36 Königreiche

Zeit

Märchenzeit

Chabrier, Emmanuel

Chabrier, (Alexis-)Emmanuel
18.1.1841 Ambert, Puy de Dôme - 13.9.1894 Paris


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Fisch-Ton-Kan (1864 inc; 22.4.1941 Paris)
Vaucochard et fils Ier (1864 inc; 22.4.1941 Paris)
Jean Hunyade (1867 inc)
L'Étoile (28.11.1877 Paris)
Le Sabbat (1877 inc)
Une Éducation manquée (1.5.1879 Paris)
Les Muscadins (1880 inc)
Gwendoline (10.4.1886 Bruxelles)
Le Roi malgré lui (18.5.1887 Paris)
Briséis, ou Les Amants de Corinthe (1891; 31.1.1897 Paris*; 14.1.1899 Berlin)
inc = Fragment / * = konzertant



Der Stern / Sein Stern / Das Horoskop des Königs



ERSTER AKT
Das Volk ist unruhig, weil der König wegen einer mysteriösen Angelegenheit unerkannt lm Land umherreist. Tatsächiich will Ouf I. an seinem Geburtstag den Leuten neben anderen Belustigungen die Hinrichtung eines Übeltäters bieten. Aber in diesem Jahr gibt es keinen, und Ouf hat vergeblich gesucht. Bevor er sich zur Ruhe begibt, ruft er seinen Hofastrologen Siroco zu sich und will wissen, wie er seine Verbindung mit der ihm noch unbekannten Verlobten, der Prinzessin Laoula, deute. Um sich Sirocos Aufrichtigkeit zu versichern, eröffnet er ihm, dass er in seinem Testament verfügt habe, der Astrologe solle lm Falle seines Todes eine Viertelstunde später ebenfalls sterben. Da erscheinen vier ungewöhnliche Personen, die sich als Handlungsreisende ausgeben, in Wirklichkeit jedoch der Botschafter Herisson, seine Frau Aloes, Sekretär Tapioca und die Prinzessin Laoula sind. Der junge Hausierer Lazuli errichtet vor dem Gästehaus, in das die Fremden gehen, seine Bude, an deren Spitze ein Glücksstern befestigt ist. Müde von der Arbeit und glücklich über das Horoskop, das ihm Siroco gesteilt hat, schläft der junge Mann ein. Inzwischen gehen Herisson und Tapioca in die Botschaft, Laoula und Aloes wecken den jungen Mann. Dieser sieht Laoula, von der er bereits geträumt hat, und verliebt sich in sie. Der zurückkommende Herisson spielt den Eifersüchtigen und entfernt sich; Lazuli bleibt wütend zurück. Da kommt Ouf, der den Zornigen reizt, so dass er von ihm einige Ohrfeigen erhält. Der König frohlockt: endlich hat er seinen Übeltäter. Siroco dämpft seine Freude: Wenn Lazuli sterbe, folge ihm der König in vierundzwanzig Stunden nach, so stehe es im Horoskop. Der König begnadigt den Hausierer und lässt ihn in seinen Palast bringen, um besser über sein Leben wachen zu können.

ZWEITER AKT
Lazuli ist in einen jungen Prinzen verwandelt worden. Ehrenjungfrauen umgeben ihn. Er wird eingeschlossen und will fliehen, aber Ouf und Siroco sind wachsam. Der König lässt seine Hochzeit mit Laoula richten, denn er glaubt, dass Lazulis Geliebte Aloes ist. Herisson lässt Lazuli und Laoula fliehen. Da kommt die Nachricht, dass die beiden Schiffbruch erlitten haben, den nur Laoula überlebt hat. Ouf und Siroco sind verzweifelt.

DRITTER AKT
Beide zählen die Stunden, da Lazuli nicht wieder aufgetaucht ist; man hat nur seinen Hut auf dem See gefunden. Herisson kommt mit der untröstlichen Prinzessin zurück, die wieder ans Wasser eilt, um nach dem Verschwundenen zu suchen. Ihre Treue wird belohnt: Lazuli steigt aus den Wellen und verspricht eine bessere Entführung, versteckt sich aber vorläufig.
Ouf hat sich betrunken und will Laoula die Hochzeit mit ihm schmackhaft machen, die ohnehin nicht lange dauern werde. Während seiner Überlegungen erinnert die Glocke den König daran, dass sein letztes Stündlein geschlagen hat. Das Läuten hört auf und Ouf merkt, dass er noch lebt. Der erleichterte König ist jetzt so gnädig gestimmt, dass er dem falschen Wahrsager Siroco verzeiht und nun den mittlerweile festgenommenen Lazuli begnadigt und mit Laoula verbindet.
ACTE I
En Orient, dans la capitale des 36 royaumes, Ouf Ier (t) a coutume de fêter son anniversaire en présentant à ses sujets un pal encore faut-il une victime, qui se présente en la personne du colporteur Lazuli (rôle travesti) qui, faisant confiance à la chance, gifle le roi sans le connaître. Au moment de le livrer au supplice le roi apprend par son astrologue Sirocco que les étoiles l'ont condamné à mourir 24 heures après Lazuli (et l'astrologue un quart d'heure après le roi) : le colporteur, au lieu du pal, sera choyé sur un palanquin.

ACTE II
Lazuli vit, mais les attentions dont il est l'objet en font un captif. A la suite d'un quiproquo, il file le parfait amour avec la princesse Laoula que doit épouser Ouf, mais que personne ne connaît encore, et s'enfuit avec elle. On ramène Laoula seule, et un coup de feu fait croire à la mort de Lazuli.

ACTE III
Persuadés de leur fin prochaine, Ouf Ier et Siroco se consolent en buvant. Le roi, à sa surprise, ne meurt pas. On retrouve en effet Lazuli, qui menace de se suicider si Ouf épouse Laoula, qu'il lui cède bien volontiers.
ATTO PRIMO
Per festeggiare il proprio compleanno, il re Ouf I intende allestire una pubblica impiccagione e, al levarsi del sipario, si sta aggirando tra la folla alla ricerca di un capro espiatorio; crede di averlo trovato nel giovane Lazuli, che gli ha risposto con malagrazia, ma cambia idea quando l’astrologo di corte gli rivela che il condannato prescelto è in realtà il suo gemello astrale, e che le loro vite sono quindi legate.

ATTO SECONDO
La reazione sgarbata di Lazuli nei confronti del re nasceva da una delusione amorosa; per rasserenarlo, Ouf stesso propizia la fuga del ‘gemello’ con l’oggetto dei suoi desideri, Laoula, ignorando che costei è la propria fidanzata sotto mentite spoglie.

ATTO TERZO
Dopo grottesche peripezie, Ouf si vede costretto a capitolare, cedendo Laoula a Lazuli per trattenerlo dal suicidio; rimasto senza eredi, il re designa Lazuli come successore.

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