Kleider machen Leute

Kleider machen Leute

Oper in einem Prolog und drei Akten

Libretto

Leo Feld
nach Gottfried Keller

Uraufführung

2. Oktober 1910, Wien (Volksoper)

Besetzung

WENZEL STRAPINSKI, ein Schneider aus Seldwyla (Tenor)
WENZELS MEISTER und ZWEI SCHNEIDERGESELLEN (Sprechrolle, Tenor, Bariton)
DER KUTSCHER (Bassbariton)
DER AMTSRAT (Bariton)
NETTCHEN, seine Tochter (Sopran)
MELCHIOR BÖHNI, Prokurist aus Goldach (Bariton)
ADAM LITUMLEI, Notar (Bass)
SEINE FRAU (Alt)
POLYCARPUS FEDERSPIEL, Stadtschreiber (Tenor)
FRAU HÄBERLEIN (Sopran)
IHR ÄLTESTER SOHN (Tenor)
DER JÜNGERE SOHN DES HAUSES PÜTSCHLI (Bariton)
DIE WIRTIN ZUR "WAAGE" (Alt)
DER KELLNER (Tenor)
EIN PROLOGUS (Sprechrolle)

Köchin, Hausknecht, Kellnerbub, Schneidergesellen, Musikanten,
Bedienstete, Bürger aus Seldwyla und Goldach, Gäste

Ort

Schweiz

Zeit

19. Jahrhundert

Zemlinsky, Alexander von

Zemlinsky, Alexander (von)
14.10.1871 Wien - 15.3.1942 Larchmont, N.Y.


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Sarema (10.10.1897 München)
Es war einmal (22.1.1900 Wien)
Der Traumgörge (1906; 11.10.1980 Nürnberg)
Kleider machen Leute (2.10.1910 Wien)
Malwa (1913 inc)
Eine florentinische Tragödie (30.1.1917 Stuttgart)
Herrn Arnes Schatz (1917 inc)
Raphael (1918 inc)
Kleider machen Leute [rev] (1921)
Der Zwerg (28.5.1922 Köln)
Vitalis (1926 inc)
Der Kreiderkreis (14.10.1933 Zürich)
Der König Kandaules (c.1935 inc)
Circe (1941 inc)
rev = Bearbeitung / inc = Fragment



PROLOG
Der Schneidergeselle Wenzel Strapinski, der einige Zeit in Seldwyia gearbeitet hat, sucht eine neue Stelle und verabschiedet sich an der Grenze des kleinen Ländchens von seinen Kameraden. In seiner selbst angefertigten vornehmen Kleidung sitzt er nachdenklich am Strassenrand, als plötzlich eine Ieere gräfliche Equipage vorbeifährt, deren gutmütiger Kutscher ihn einsteigen lässt. Sein Weg führt nach Goldach.

ERSTER AKT
Als Nettchen, die eigenwillige Tochter des Amtsrates, im Goldacher Gasthof »Zur Waage« ihrem Verehrer, dem Prokuristen Böhni, einen Korb gibt, fährt die Kutsche mit Strapinski vor. Der Schneider steigt aus und wird wegen seiner Kleidung und der Kutsche für einen aus Polen geflüchteten Grafen gehalten, zumal der Kutscher, der sich einen Spass machen will, entsprechende Bemerkungen fallen lässt. Strapinski lässt Huldigungen, ein feudales Mahl und Geldangebote über sich ergehen mit dem Vorsatz, in einem günstigen Augenblick das Weite zu suchen. Zunächst wird er von dem Amtsrat und dem schönen Nettchen, das von dem Neuankömmling beeindruckt ist, eingeladen. Der eifersüchtige Böhni will Nachforschungen anstellen, zumal er die zerstochenen Finger Wenzels nicht übersehen hat.

ZWEITER AKT
Strapinski hat sich in Nettchen verliebt. Trotzdem will er sich heimlich fortschleichen, doch das Mädchen stellt Wenzel kurzentschlossen dem Vater und den Gästen als ihren Verlobten vor. Inzwischen hat Böhni, der auch zum Mahl geladen ist, erfahren, wer Strapinski ist, lässt Andeutungen hören und fährt nach Seldwyla, um die Bürger zur Verlobungsfeier zu laden.

DRITTER AKT
Diese findet im »Waldhaus«, einem Gasthof zwischen Seldwyla und Goldach, statt. Viele Goldacher und Seldwyler sind anwesend. Böhni hat veranlasst, dass Strapinskis ehemaliger Meister und die Gesellen den Grafen in einer Pantomime des Betrugs überführen. Den ihn verspottenden Bürgern erklärt der Entlarvte, dass sie sich selbst zum Narren gemacht hätten, nur Nettchen gegenüber fühle er sich verantwortlich. Das Mädchen hält auch in seiner Not zu ihm und entschliesst sich, als künftige Frau Meisterin sein Leben zu teilen, wenn sie schon nicht Gräfin sein soll.

Insoddisfatto del proprio mestiere, il sarto Strapinski lascia la nativa Seldwyla e parte per cercare fortuna altrove. Giunto a Goldach viene scambiato per un gentiluomo in grazia della bella stoffa che indossa; nel tentativo di sottrarsi a questo equivoco, Strapinski cerca più volte di fuggire, ma sempre invano. La giovane Nettchen, intanto, da sempre desiderosa di un corteggiatore altolocato, ha respinto definitivamente il pretendente Böhni per legarsi al nobile forestiero. Quando la verità viene a galla e il falso aristocratico è smascherato, Nettchen prende inaspettatamente le sue parti e dichiara di essere intenzionata a sposarlo anche senza blasone.

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Klavierauszug

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