Hamlet

Hamlet

Oper in fünf Akten

Libretto

Michel Carré und Jules Barbier (nach William Shakespeare)

Uraufführung

9. März 1868, Paris (Opéra)

Besetzung

CLAUDIUS, König von Dänemark (Bariton)
GERTRUD, seine Gemahlin (Sopran)
HAMLET, ihr Sohn aus erster Ehe (Bariton)
DER GEIST VON HAMLETS VATER (Bass)
POLONIUS, Oberkämmerer am Hof (Bariton)
LAERTES, sein Sohn (Tenor)
OPHELIA, seine Tochter (Sopran)
MARCELLUS und HORATIO, Hamlets Freunde (Tenor und Bariton)
ZWEI TOTENGRÄBER (Tenor und Bariton)

Hofstaat, Offiziere, Soldaten, Wachen, Volk

Ort

Helsingör

Zeit

10. Jahrhundert

Thomas, Ambroise

Thomas, (Charles Louis) Ambroise
5.8.1811 Metz - 12.2.1896 Paris


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

La Double échelle (23.8.1837 Paris)
Le Perruquier de la régence (30.3.1838 Paris)
Le Panier fleuri (6.5.1839 Paris)
Carline (24.2.1840 Paris)
Le Comte de Carmagnola (19.4.1841 Paris)
Le Guerillero (22.6.1842 Paris)
Angélique et Médor (10.5.1843 Paris)
Mina, ou Le Ménage à trois (10.10.1843 Paris)
Le Caïd (3.1.1849 Paris)
Le Songe d'une nuit d'été (20.4.1850 Paris)
Raymond, ou Le Secret de la reine (5.6.1851 Paris)
La Tonelli (30.3.1853 Paris)
La Cour de Célimène (11.4.1855 Paris)
Psyché (26.1.1857 Paris)
Le Carnaval de Venise (9.12.1857 Paris)
Gillotin et son père (1859; np)
Le Roman d'Elvire (4.2.1860 Paris)
Mignon (17.11.1866 Paris)
Hamlet (9.3.1868 Paris)
Gille et Gillotin [rev. Gillotin et son père] (22.4.1874 Paris)
Psyché [rev] (21.5.1878 Paris?)
Françoise de Rimini (14.4.1882 Paris)
rev = Bearbeitung



ERSTER AKT
Claudius, der Bruder des toten Königs, feiert mit Gertrud Hochzeit, obwohl ihr erster Gemahl, Hamlets Vater, erst vor zwei Monaten gestorben ist. Hamlet ist über diese eilige Verbindung ungehalten und will sich von jetzt an nur noch Ophelia, die er liebt, widmen. Während Ophelias Bruder Laertes auf Befehl des Königs nach Norwegen reist, berichten Hamlets Freunde Marcellus und Horatio, dass sie Hamlets Vater um Mitternacht auf den Wällen der Festung Helsingör gesehen haben. Tatsächlich erscheint dieser auch seinem Sohn und erzählt, wie ihn Claudius und Gertrud ermordet haben. Der Geist fordert den Prinzen auf, Rache zu nehmen, sich jedoch nicht an seiner Mutter zu vergreifen.

ZWEITER AKT
Ophelia beklagt sich bei der Königin, dass Hamlet sie meidet und offensichtlich nicht mehr liebt. Gertrud redet ihr ein, dass Hamlet wegen des Todes seines Vaters schwermütig geworden ist. Auch der König glaubt, dass Hamlet, der sich nur verrückt stellt, um ungehindert Vergeltung üben zu können, krank ist. Vergebens wirbt Claudius um die Freundschaft des Prinzen, der schliesslich erklärt, dass er zur allgemeinen Aufheiterung Schauspieler an den königlichen Hof geladen hat. Diese führen nach Hamlets Plan ein Stück auf, in dem Gonzaga wie Hamlets Vater vergiftet wurde. Der König verrät sich bei dem Spiel und Hamlet, immer noch den Wahnsinnigen spielend, beschuldigt ihn des Mordes.

DRITTER AKT
Der Prinz erfährt, dass auch Polonius, Ophelias Vater, Mitwisser des Verbrechens war. Er stösst deshalb Ophelia, die ihm den Ring zurückgibt, von sich und rät ihr, in ein Kloster zu gehen. Als er seiner Mutter die mit ihrem jetzigen Gatten begangene Tat vorhält, erscheint ihm der Geist aufs neue und fordert ihn auf, seine Mutter zu schonen. Weil sie die Erscheinung nicht sehen kann, hält sie Hamlet für verrückt.

VIERTER AKT
Ophelia, die durch Hamlets grausame Behandlung in tiefste Verzweiflung gestürzt worden ist, ertränkt sich in einem See.

FÜNFTER AKT
Inzwischen hat der König begriffen, dass Hamlet die Wahrheit weiss und versucht, ihn zu töten. Es gelingt ihm, Laertes für diesen Plan zu gewinnen. Bei Ophelias Bestattung beschimpfen sich Laertes und Hamlet, können aber auseinandergebracht werden. Hamlet will sich, während sich der Geist seines Vaters wieder zeigt, töten. Als ihn der Vater auffordert, den Mörder zu bestrafen, ersticht Hamlet den König. Nachdem die Tat vollbracht ist, befiehlt ihm der Geist, für das jubelnde Volk zu leben.

Claudio, salito al trono di Danimarca dopo la morte del fratello, sposa la sua vedova Gertrude. Laerte, partendo per la corte norvegese, affida la sorella Ofelia ad Amleto, di lei innamorato. Recatosi sugli spalti del castello di Elsinore, Amleto vede apparire lo spettro del padre, il defunto re, che chiede si vendichi l’omicidio compiuto da Claudio e il complice adulterio di Gertrude (“Je suis l’âme de ton père”). Ofelia, dubitando dell’amore di Amleto, incostante ed evasivo, vuole lasciare la corte; confida il suo progetto a Gertrude, che la convince a restare. Amleto invita un gruppo di comici alla reggia e brinda con loro (“O vin, dissipe la tristesse”); i comici, su suggerimento del principe, rappresentano la pantomima La morte di Gonzaga, che mette in scena le circostanze dell’assassinio del re. Claudio tradisce con il turbamento la propria colpevolezza e Amleto, fingendo un attacco di pazzia, lo offende strappandogli la corona. Tormentato da sentimenti contrastanti, Amleto scopre in Polonio un complice dell’omicidio paterno: respinge allora Ofelia, rinnegando il proprio amore; affronta poi, con violenza crescente, la madre, quando gli appare lo spettro che lo esorta a risparmiare Gertrude dalla vendetta. Frattanto Ofelia, impazzita per le ripulse di Amleto, si annega in un lago (“A vos yeux”). Giunto al cimitero di Elsinore, Amleto è preda dei rimorsi: sa di essere la causa della pazzia di Ofelia (“Comme une pâle fleur”). Sopraggiunge Laerte furente, che gli rivela la morte della ragazza e lo sfida a duello, mentre è in arrivo il corteo funebre; Amleto, ferito a morte, trova la forza di colpire Claudio, uccidendolo e compiendo, infine, la vendetta.

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