Król Roger

Król Roger

König Roger
Oper in drei Akten

Libretto

Jaroslaw Iwaszkiewicz

Uraufführung

19. Juni 1926, Warschau (Wielki Theater)

Besetzung

ROGER II., König von Sizilien (Bariton)
ROXANE, seine Gemahlin (Sopran)
EDRISI, ein arabischer Gelehrter (Tenor)
DER HIRTE (Tenor)
DER ERZBISCHOF (Bass)
EINE ÄBTISSIN (Alt)

Priester, Mönche, Nonnen, Leibwache des Königs, Ritter, Soldaten

Ort

Sizilien

Zeit

12. Jahrhundert

Szymanowski, Karol

Szymanowski, Karol (Maciej)
6.10.1882 Timoshovka - 29.3.1937 Lausanne


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Loteria na mezów (1909; np)
Hagith (13.5.1922 Warszawa)
Król Roger (19.6.1926 Warszawa)
np = keine Aufführung



ERSTER AKT
Priester und Volk sind in einer byzantinischen Kathedrale versammelt, auch König Roger mit seinen Kriegern erscheint zum Gebet. Der Erzbischof und die Äbtissin beschwören den König, die Kirche von ihren Feinden zu befreien und bitten um Hilfe gegen einen geheimnisvollen, fremden Hirten, der durch Sizilien zieht und das Volk mit einer anderen Religion zu sich lockt. Die Geistlichen fordern, dass der Fremde verhaftet wird, doch die schöne und kluge Roxane bittet für den Hirten. Auch der arabische Gelehrte Edrisi rät dem König, den Hirten zu empfangen und zu verhören. Der Fremde wird herbeigebracht und gibt zu, die Lehre eines neuen, friedvollen Gottes zu verkünden; wer sich nach Liebe sehne, möge ihm folgen. Roxane ist erschüttert durch die Rede des Hirten und erweckt die Eifersucht des Königs, der schliesslich den Hirten, durch dessen Ruhe entwaffnet, entlässt und empfiehlt, sich an diesem Abend auf dem Schloss einzufinden.

ZWEITER AKT
In tiefer Nacht erwartet der König mit den Seinen die Ankunft des Hirten. Er ist beunruhigt über den Zauber, den der Fremde auf Roxane und ihn selbst ausübt. Der Hirte mit seinen Genossen kommt herbei und begrüsst den König im Namen der ewigen Liebe. Er erzählt, dass er als Gottgesandter aus Indien kommt, worauf der König ihn der Zauberei beschuldigt. Nun fordert der Hirte seine Gefährten auf, ihre sonderbaren Instrumente zu spielen. Eine merkwürdige Musik erklingt. Alle, die sich hier um den Hirten versammelt haben, auch Roxane, tanzen. Als der König den Hirten verhaften und fesseln lassen will, zerreisst dieser mit Leichtigkeit seine Bande und entschwindet ins Gebirge. Roxane und die anderen folgen ihm wie im Traum. Der König bleibt allein auf seinem Thron zurück, reisst sich die Krone vom Kopf, den Mantel vom Leib und geht wie ein Pilger den anderen nach.

DRITTER AKT
Nach langem Umherirren kommt der König, geführt von Edrisi, zu den Ruinen eines griechischen Tempels. Er ruft, durch die Einsamkeit bedrückt, nach seiner Gattin, Roxane antwortet ihm. Sie heisst ihn willkommen, weil er in Demut und ohne Waffen ins Königreich der Liebe eingetreten ist. Auf dem Altar erscheint der Hirte als Gott Dionysos. Alle verwandeln sich in Bacchanten, Dryaden und Satyre. Als die Nacht zu Ende ist und es dämmert, steigt der König zum Altar empor und bietet sein Herz der Sonne dar.

ATTO PRIMO
In una chiesa si sta celebrando una messa solenne. L’arcivescovo e la badessa si interrogano sulle ragioni dell’allontanamento del popolo dalla chiesa; il saggio Edrisi interviene, fornendo una descrizione del pastore responsabile della diffusione di una nuova religione. L’arcivescovo pronuncia dure parole di condanna, ma la regina Roxana intercede, affinché venga fornita al pastore la possibilità di spiegarsi. L’arrivo di quest’ultimo muta completamente l’atmosfera: egli proclama il suo credo e si abbandona all’elogio dell’amore e della bellezza; Roxana ne è attratta e si unisce a lui nel canto. Il richiamo di Ruggero al silenzio infrange improvvisamente il clima estatico; il re lascia partire il pastore e gli dà appuntamento per la sera stessa a palazzo.

ATTO SECONDO
Nella profonda notte stellata, nel cortile interno del palazzo, Ruggero ed Edrisi attendono. Il pastore giunge con i suoi, annunciato da lontano dal suono di tamburello e cetra, e saluta il re in nome dell’amore eterno: parla della nuova religione, delle sue origini, invita alla musica e alla danza; a questa si abbandonano tutti i discepoli del pastore, e anche Roxana. Ancora una volta è la voce del re a porre fine al clima d’estasi; un tentativo di incatenare il pastore non ha successo, ed egli può lasciare il luogo seguito dai suoi e da Roxana, come in sogno. Il re, rimasto solo, depone corona e mantello e si appresta a seguire gli altri.

ATTO TERZO
Guidato da Edrisi, il re giunge fra le rovine di un anfiteatro greco; chiama Roxana ed ella gli risponde: gli dà il benvenuto, perché è entrato nel regno dell’amore in umiltà e senz’armi. Sull’altare posto al centro dell’anfiteatro appare il pastore, nelle vesti del dio Dioniso; tutti si trasformano in baccanti, driadi e satiri. Quando la notte giunge al termine, il re saluta Apollo nel sole nascente: sono partiti tutti ed egli è rimasto solo, rinato e arricchito dal credo dionisiaco senza esserne divenuto adepto.