Faust

Faust

Oper in drei Akten

Libretto

Joseph Carl Bernhard

Uraufführung

1. September 1816, Prag

Besetzung

FAUST (Bariton)
MEPHISTO (Bass)
GRAF HUGO (Tenor)
KUNIGUNDE, seine Verlobte (Sopran)
GULF, ein Ritter (Bass)
FRANZ, ein Goldschmiedgeselle (Tenor)
RÖSCHEN, ein Bürgermädchen (Sopran)
KAYLINGER (Bass)
WOHLHALDT(Tenor)
WAGNER (TENOR)
MOOR (Bass)
SYCORAX, eine Hexe (Alt)

Gefolge des Grafen, Ritter, Bürger, Diener, Knappen, Hexen

Ort

Deutschland (Sagenwelt)

Zeit

1460

Spohr, Louis

Spohr, Louis [Ludewig]
5.4.1784 Braunschweig - 22.10.1859 Kassel


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Die Prüfung (1806 Gotha)
Alruna, die Eulenkönigin (1808 np)
Der Zweikampf mit der Geliebten (15.11.1811 Hamburg)
Faust (1.9.1816 Praha)
Zemire und Azor (4.4.1819 Frankfurt am Main)
Jessonda (28.7.1823 Kassel)
Der Berggeist (24.3.1825 Kassel)
Pietro von Abano (13.10.1827 Kassel)
Der Alchymist (28.7.1830 Kassel)
Die Kreuzfahrer (1.1.1845 Kassel)
np = keine Aufführung



ERSTER AKT
Faust, durch Mephisto wieder jung und reich geworden, hat die Liebe des Strassburger Bürgermädchens Röschen gewonnen. Franz, der Röschen ebenfalls liebt, beobachtet die beiden eifersüchtig. Faust bittet die Geliebte, mit auf sein Schloss zu kommen. Dort haben inzwischen Fausts Freunde gezecht, bis sie müde wurden. Als Faust eintrifft, findet er nur noch den schlafenden Wagner vor. Fast gelingt es ihm, das Mädchen zu erobern, da stürzt Mephisto herein und bringt die Kunde, dass das Volk unter Franz' Führung herbeieile, um sich an dem verhassten Nebenbuhler zu rächen. Nachdem Faust Mephisto noch einmal Treue gelobt hat, bringt dieser Röschen fort. Faust kann sich vor den eindringenden Leuten in Sicherheit bringen, die erstaunt sind, Röschen nicht anzutreffen.
Faust hat unterdessen die schöne Kunigunde kennengelernt, die von dem wilden Ritter Gulf gefangengehalten und mit Liebesanträgen verfolgt wird. Mit Hilfe des Grafen Hugo, des Bräutigams von Kunigunde, und Mephisto wird Gulfs Burg erobert, er selbst getötet und Kundigunde befreit.

ZWEITER AKT
Auf dem Blocksberg findet ein Hexensabbat statt. Mephisto hat Faust dorthin gebracht. Er lässt ihm durch die Hexe Sycorax den erbetenen Liebestrank, der ihm Kunigunde zuführen soll, überreichen.
Kurz darauf wird im Dom von Aachen Kunigundes Hochzeit mit Hugo gefeiert. Unter den Gästen befinden sich Faust, Mephisto und Franz mit Röschen, die immer noch ihrem Geliebten nachtrauert. Es gelingt Faust, Kunigunde unter einem Vorwand dazu zu bringen, den Liebestrank zu sich zu nehmen, worauf sie sich liebevoll ihm zuwendet. Beide fliehen. Mephisto verrät, was vorgefallen ist, worauf alle den Flüchtigen nacheilen und einholen. Hugo stürzt sich mit dem Degen auf den Verführer, wird aber von Faust getötet, der Kunigunde, die geflohen ist, folgt.

DRITTER AKT
Mephisto und Faust sind ihres bisher geführten Lebens müde. Faust möchte mit Röschen in ein anderes Land flüchten und ein neues Leben beginnen. Mephisto will in die Hölle zurück. Kunigunde, die mit Faust schöne Stunden verlebt hat, weiss noch nicht, dass Hugo tot ist. Als der von ihr erwartete Liebhaber plötzlich mit Röschen erscheint, versucht sie, sich mit dem Dolch an dem Treulosen zu rächen. Röschen stürzt sich ins Wasser, als sie hört, dass ihr Geliebter auch Kunigunde die Treue geschworen hat. Diesen ereilt sein Schicksal: Mephisto packt ihn und fährt mit ihm zur Hölle.

Annoiato dalla vita e dimentico della fedele Röschen, Faust ha stretto un patto con Mephistofeles, sperando di poter assaporare finalmente il calice del piacere. Affascinato da Kunigunde, già fidanzata a Hugo, Faust aiuta quest’ultimo a liberare la giovinetta dalle grinfie del rapitore Gulf, ma tenta a sua volta di sedurla proprio durante gli sponsali, dopo aver assunto una pozione distillata dalle streghe e capace di rendere irresistibile colui che ne faccia uso. La vendetta non si farà attendere e Faust, per sfuggire agli inseguitori, dovrà rinnovare per la terza volta il patto fatale con il diavolo, divenendone preda per sempre, mentre Röschen, respinta per l’ennesima volta, si uccide.