Carmina Burana

Carmina Burana

Libretto

Mittelalterliche Handschriften, um 1250 (Mittellatein / Mittelhochdeutsch / Altfranzösisch) aus der Abtei Benediktbeuren

Uraufführung

8. Juni 1937, Frankfurt am Main (Städtische Bühnen)

Besetzung

SOPRAN
TENOR
BARITON

SING- und TANZCHOR

Ort

Zeit

Orff, Carl

Orff, Carl
10.7.1895 München - 29.3.1982 München


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Klage der Ariadne (1925 Karlsruhe)
Orpheus (17.4.1925 Mannheim)
Tanz der Spröden (1925 Karlsruhe)
Orpheus [rev] (13.10.1929 München)
Carmina burana (8.6.1937 Frankfurt)
Der Mond (5.2.1939 München)
Klage der Ariadne [rev] (1940 Gera)
Orpheus [rev] (4.10.1940 Dresden)
Tanz der Spröden [rev] (1940 Gera)
Die Kluge (20.2.1943 Frankfurt)
Catulli carmina (6.11.1943 Leipzig)
Die Bernauerin (15.6.1947 Stuttgart)
Antigonae (9.8.1949 Salzburg)
Der Mond [rev] (26.11.1950 München)
Astutuli (20.10.1953 München)
Trionfo di Afrodite (13.2.1953 Milano )
Comoedia de Christi resurrectione (31.3.1956 München)
Oedipus der Tyrann (11.12.1959 Stuttgart)
Ludus de nato infante mirificus (11.12.1960 Stuttgart)
Ein Sommernachtstraum (1964 Stuttgart)
Prometheus (24.3.1968 Stuttgart)
De temporum fine comoedia (1973 Salzburg)
rev = Bearbeitung

Benediktbeurer Lieder


Rahmen
In einem grossflächigen Einleitungschor (O Fortuna) wird über wuchtigen Ostinati die launenhafte Schicksalsgöttin Fortuna besungen. Durch seine Wiederholung am Schluss schafft dieser Chor einen Rahmen für logisch aufeinanderfolgende Situationen.
In einem weiterer Chor (Fortune plango vulnera) meldet sich ein Opfer der unberechenbaren Göttin zu Wort.
Der Gesamtanlage entsprechend, gibt es keine das gesamte Stück hindurch agierende Figuren, sondern Prototypen, wie den Abenteurer, die Mädchen und ihre Gesellen, die Spieler oder auch das Liebespaar.

ERSTER TEIL
Zu Beginn der Gesänge steht die Lobpreisung des Frühlings (»Primo vere«) [Veris leta facies / Omnia sol temperat / Ecce gratum], sowie der Natur und der Daseinsfreude (»Uf dem Anger«) [Tanz / Floret silva nobilis / Chramer, gip die varwe mir / Reie / Were diu werlt alle min].

ZWEITER TEIL
Der zweite Teil (»In Taberna«) erzählt von irdischen Genüssen aus der Sicht des Abts von Cucanien (= Schlaraffenland) [Ego sum abbas / In taberna quando sumus], gefasst in groteske Sologesänge, wie der Vaganten-Gesang [Estuans interius] oder das Lied »vom gebratenen Schwan« [Olim lacus colueram].

DRITTER TEIL
Der letzte Teil ist der Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen gewidmet. Die beiden Unterabteilungen sind übertitelt mit »Cour d'amours« [Amor volat undique / Dies, nox et omnia / Stetit puella / Circa mea pectora / Si puer cum puellula / Veni, veni, venias / In truitina / Tempus est iocundum / Dulcissime] und »Blanziflor et Helena« [Ave formosissima].

Benediktbeurer Lieder


Aus den rund 250 Texten der mittelalterlichen Handschrift aus der Abtei Benediktbeuren traf Carl Orff eine kleine Auswahl und stellte diese in einen eigenen Zusammenhang. Der Verlag beansprucht für diesen schöpferischen Akt den Schutz des Copyrights.

Die Lieder können deshalb hier nicht gesamthaft im Ablauf der Orff'schen Komposition wiedergegeben werden. Im Bereich HIGHLIGHTS finden Sie die Texte einzeln, in einem literarischen Kontext, mit Hinweisen auf deren Herkunft.