The Greek Passion

The Greek Passion

Oper in vier Akten

Libretto

Bohuslav Martinu (nach Nikos Kazantzakis)

Uraufführung

Originalversion: 20. Juli 1999, Bregenz (Festspielhaus) - Zweite Version: 9. Juni 1961, Zürich (Stadttheater)

Besetzung

PRIESTER GRIGORIS (Bassbariton)
PATRIARCHEAS, Dorfältester (Bassbariton)
LADAS, Dorfältester (Sprechrolle)
MICHELIS, Sohn des Patriarcheas (Tenor)
KOSTANDIS, Wirt (Bariton)
YANNAKOS, Händler (Tenor)
MANOLIOS, Schafhirt (Tenor)
PANAIT, Schmied (Tenor)
NIKOLIO, Hirtenjunge (Sopran)
ANDONIS, Dorfbarbier (Tenor)
DIE WITWE KATERINA (Sopran)
LENIO, Manolios Verlobte (Sopran)
PRIESTER FOTIS (Bassbariton)
DESPINIO (Sopran)
EIN ALTER MANN (Bass)
EINE ALTE FRAU (Alt)

Flüchtlinge, Bewohner des Dorfes

Ort

Lycovrissi, griechisches Dorf an den Hängen des Sarakina

Zeit

Zeit der türkischen Herrschaft, anfangs 20. Jahrhundert

Martinu, Bohuslav

Martinu, Bohuslav (Jan)
8.12.1890 Policka - 28.8.1959 Liestal, (Basel)


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Voják a tanecnice (5.5.1928 Brno)
Les Larmes du couteau (1928; 1968 Brno)
Tri prani [Trois souhaits, ou Les vicissitudes de la vie] (1929; 16.6.1971 Brno)
Den milosrdenstvi [La semaine de bonté] (1929 inc)
Hry o Marii (23.2.1935 Brno)
Hlas lesa (6.10.1935 Czech radio*)
Divadlo za branou (20.9.1936 Brno)
Veselohra na moste (19.3.1937 Czech radio*)
Alexandre bis (1937; 18.2.1964 Manheim)
Julietta, or The Key to Dreams (16.3.1938 Praha)
Veselohra na moste [rev] (1950)
Zenitba [The Marriage] (7.2.1953 New York NBC-TV*)
Zaloba proti neznámému [La plainte contre inconnu] (1953 inc)
Mirandolina [La locandiera] (1954; 17.5.1959 Praha)
Cim clovek zije [What Men Live By] (20.5.1955 New York)
Ariadne (2.3.1961 Gelsenkirchen)
Recké pasije [Griechische Passion] (9.6.1961 Zürich)
rev = Bearbeitung / inc = Fragment / * = konzertant

ERSTER AKT
Am Ostersonntag nach der Messe verteilt der Priester des griechischen Dorfes Lycovrissi dem wartenden Volk die Rollen für das österliche Passionsspiel des nächsten Jahres. Es sind der Wirt als Jakob, Yannakos als Petrus und Michelis als Johannes ausersehen, während Manolios Jesus und Katerina Maria Magdalena spielen werden.Panait, der den Judas verkörpern soll, läuft wütend weg. Die Lage der griechischen Bevölkerung ist schwierig, weil die Türken die Minderheiten verfolgen und aus ihren Siedlungen vertreiben. Da kommen griechische Flüchtlinge, geführt von ihrem Priester Fotis, und bitten um Aufnahme, doch Grigoris und die Dorfbewohner weisen sie unter Vorwänden ab. Nur Manolios, der immer mehr in seiner Berufung als Christus aufgeht und sogar seine Braut Lenio nicht mehr beachtet, nimmt sich der Vertriebenen an und führt sie zum Sarakina-Berg, wo sie Nahrung und Wasser finden können.

ZWEITER AKT
Die Flüchtlinge versuchen, von Manolios kräftig unterstützt, sich eine neue Heimat zu schaffen. Katerina, eine junge Witwe, sucht den Hirten für sich zu gewinnen, erkennt jedoch seine Lauterkeit und bereut wie Maria Magdalena. Yannakos, der von Ladas bestochen war, den Flüchtlingen ihre letzte Habe abzunehmen, gibt Ladas das von ihm erhaltene Geld zurück.

DRITTER AKT
Während Nikolio auf der Flöte vorspielt, hat Manolios Visionen und steigert sich immer mehr in die Christusgestalt hinein. Lenio wendet sich von ihm und will Nikolio heiraten. Katerina geht beglückt von Manolios und bereut ihr sündiges Leben. Als sie darüber Grigoris berichtet, fürchtet dieser um seine Autorität und hetzt die Dorfbewohner gegen Manolio auf.

VIERTER AKT
Nikolios Hochzeit mit Lenio wird gefeiert, doch Grigoris verflucht öffentlich Manolios und stösst ihn aus der Gemeinde aus, weil er ein Aufrührer sei. Als Manolios herbeikommt und leidenschaftlich seine Dorfgenossen ermahnt, den notleidenden Brüdern zu helfen, dringen sie, von Grigoris aufgestachelt, auf ihn ein. Manolios wird von Panait erschlagen. Die Flüchtlinge mit Fotis betreten den Dorfplatz, sehen den toten Manolios und ziehen besorgt ihren Passionsweg weiter. Sie flehen Gott um Erbarmen an.


Aus Gründen des Copyrights darf dieses Libretto leider noch nicht veröffentlicht werden.