Königskinder

Königskinder

Musikmärchen in drei Bildern

Libretto

Ernst Rosmer (Pseudonym für Elsa Agnes Bernstein-Porges)

Uraufführung

Melodram: 23. Januar 1897, München (Hoftheater) - Oper: 28. Dezember 1910, New York (Metropolitan Opera)

Besetzung

(Märchenmenschen)
DER KÖNIGSSOHN (Tenor)
DIE GÄNSEMAGD (Sopran)
DER SPIELMANN (Bariton)
DIE HEXE (Alt)
DER HOLZHACKER (Bass)
DER BESENBINDER (Tenor)
SEIN TÖCHTERCHEN (Sopran)
DER RATSÄLTESTE (Bariton)
DER WIRT (Bass)
DIE WIRTSTOCHTER (Mezzosopran)
DER SCHNEIDER (Tenor)
DIE STALLMAGD (Alt)
DIE SCHENKMAGD
Zwei TORWÄCHTER (Bariton)

CHOR
Ratsherren und Ratsfrauen, Bürger und Bürgerfrauen,
Handwerker, Spielleute, Bursche, Mädchen, Kinder, Volk.

Ort

Erster und dritter Akt vor der Hexenhütte im Hellawald. Der zweite auf dem Stadtanger von Hellabrunn.

Zeit

Märchenzeit (Mittelalter)

Humperdinck, Engelbert

Humperdinck, Engelbert
1.9.1854 Siegburg (Bonn) - 27.9.1921 Neustrelitz


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Hänsel und Gretel (23.12.1893 Weimar)
Dornröschen (12.11.1902 Frankfurt am Main)
Die Heirat wider Willen (14.4.1905 Berlin)
Bübchens Weihnachtstraum (30.12.1906 Berlin)
Königskinder (28.12.1910 New York)
Die Marketenderin (10.5.1914 Köln
Gaudeamus: Szenen aus dem deutschen Studentenleben (18.3.1919 Darmstadt)



ERSTER AKT
Die junge hübsche Gänsemagd wächst im Wald bei einer Hexe auf, die das Kind einst auf der Strasse gefunden hat. Die Alte will das Mädchen zu einer Zauberin erziehen und lässt sie daher ein Zauberbrot kneten, das dem, der es isst, den Tod bringt. Ein fremder Königssohn, der ausgezogen ist, um Frau und Land zu gewinnen, tritt ein. Er verliebt sich in das schöne Mädchen und will es mit sich nehmen, doch ein Zauber der Hexe verhindert ihr Fortgehen. Der Königssohn hält das Mädchen für ängstlich und zieht allein weiter. Bürger der Stadt und ein Spielmann erscheinen, die von der Hexe wissen wollen, wer König von Hellabrunn wird. »Der werde König« antwortet die Hexe, »der beim Mittagsläuten am Hellafesttag durch das Stadttor einziehe.« Vom Himmel fällt ein Stern, und die Wunderblume erblüht, so wie es der Königssohn vorhergesagt hat. Die Gänsemagd, die der Spielmann als Königstochter erkannt hat, geht, nachdem der Zauberbann gebrochen ist, davon.

ZWEITER AKT
Der Königssohn ist verarmt und hat eine Unterkunft bei einem Wirt gefunden. Er muss sich der Liebe der Wirtstochter erwehren und denkt wehmütig an seine Gänsemagd zurück. Auch er ist unter den Bürgern von Hellabrunn, die voller Spannung auf ihren neuen König warten, der an diesem Tag einziehen soll. Es schlägt zwölf Uhr, das Tor öffnet sich, und davor stehen der Spielmann und die Gänsemagd, die ein Krönchen auf dem Kopf trägt. Der Königssohn eilt zu ihr und sinkt dem Mädchen zu Füssen, doch das Volk heisst sie Bettler und Schwindler. Beide werden davongejagt, der Spielmann muss in den Kerker. Nur ein Kind sagt: »Das waren der König und die Königin.«

DRITTER AKT
Die Hexe ist verbrannt worden, der Spielmann aus der Stadt geflohen; er wohnt in der alten Hexenhütte. Die Königskinder sind verschollen; eine Abordnung aus der Stadt, unter ihnen der Holzhacker und der Besenbinder, sowie eine Schar Kinder kommen, um den Spielmann in die Stadt zurückzuholen. Der Spielmann weigert sich, bricht aber mit den Kindern auf, um die verschwundenen Königskinder zu suchen. Als alle fort sind, wanken die Königskinder hungrig und erschöpft herein. Sie bitten den Besenbinder und den Holzhacker um Brot. Der Königssohn bietet seine Krone und erhält dafür das von der Hexe verzauberte Brot, das beiden den Tod bringt. Der Schnee hüllt die Sterbenden, die von nichts wissen und sich noch einmal küssen, ein. Der Spielmann kehrt mit den Kindern zurück und findet die Toten. Er spielt für sie ein letztes Lied »Verdorben, gestorben«.

ATTO PRIMO
C’era una volta una fanciulla che viveva isolata dal mondo, in compagnia solo delle sue oche. Una strega l’aveva rapita in fasce, per istruirla nell’arte di procurare danno e fastidio all’odiato genere umano, e la teneva con sé a vivere nel bosco. Un giorno le ordinò di cuocere un pane fatato, che avrebbe ucciso chi lo avesse mangiato. La fanciulla però, di buona indole, aggiunse al sortilegio che lo sventurato, prima di morire, potesse vedere ciò che di più bello avesse desiderato. Passò una volta nel bosco il giovane figlio di un re, che incontrò la ragazza e la fece innamorare; voleva portarla via con sé, ma il bosco era fatato ed ella non poteva uscirne. Irato, le gettò ai piedi una corona d’oro, chiamandola regina delle oche, e se ne andò verso la città vicina, Hellastadt, sotto le spoglie di un cavaliere errante. Proprio da lì, in quel mentre, arrivava – accompagnata dal canto di un menestrello – una delegazione di cittadini; i quali, rimasti senza re, non avevano trovato miglior consiglio che chiedere alla strega di vaticinare che cosa sarebbe accaduto. Ella rispose che chi avesse varcato la porta della città l’indomani a mezzogiorno, uomo o donna che fosse, sarebbe stato re. Nel frattempo, con l’aiuto del trovatore, la giovane riuscì a fuggire, sottraendosi al potere della strega.

ATTO SECONDO
Proprio come aveva predetto la strega, la porta della città si aprì a mezzogiorno, e davanti alla folla dei cittadini, radunati per conoscere il nuovo sovrano, apparve la pastorella con la corona del principe sul capo. Questi si inginocchiò immediatamente dinanzi a lei in segno di obbedienza, ma il popolo, infuriato per essere stato preso in giro, cacciò a pedate la coppia dalla città, e sfogò la rabbia prima sul trovatore e poi sulla vecchia strega, che venne presa e bruciata.

ATTO TERZO
Scacciati in pieno inverno, i due giovani, stanchi e affamati, si rifugiarono nella casupola della strega, ora abitata dal malconcio menestrello, che nel frattempo si era messo alla ricerca dei due poveretti, assieme ai bambini della città: nella loro innocenza, essi avevano riconosciuto dietro le apparenze i veri principi. C’erano invece a frugare in casa due loschi figuri che, anziché i tesori nascosti della vecchia, avevano trovato solo il pane fatato. Per non morire di fame, il principe scambia la corona d’oro con il pezzo di pane; per un tragico destino, dunque, la pastorella aveva preparato per sé la propria morte, che li coglie addormentati l’uno nelle braccia dell’altro. Di fronte a questa scena il trovatore, insieme ai bambini, non poté che seppellirli pietosamente e far rivivere la loro triste storia nelle proprie canzoni.

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Klavierauszug

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