Cardillac

Cardillac

Oper in drei Akten (vier Bildern)

Libretto

Ferdinand Lion (nach E. Th .A. Hoffmann)

Uraufführung

1. Fassung: 9. November 1926, Dresden (Staatsoper) - 2. Fassung: 20. Juni 1952, Zürich (Stadttheater)

Besetzung

CARDILLAC, ein berühmter Goldschmied (Bariton)
SEINE TOCHTER (Sopran)
CARDILLACS GEHILFE (Tenor)
DIE PRIMADONNA (Sopran)
DER OFFIZIER (Bass)
DER JUNGE KAVALIER (Tenor)
DER REICHE MARQUIS (stumme Rolle)

In Lullys Oper "Phaeton"
APOLLO (Bass)
PHAETON (Tenor)
KLYMENE (Alt)

Tänzer, Wachen, Volk

Ort

Paris

Zeit

Ende 17. Jahrhundert

Hindemith, Paul

Hindemith, Paul
16.11.1895 Hanau (Frankfurt am Main) - 28.12.1963 Frankfurt am Main


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Mörder, Hoffnung der Frauen (1919; 4.6.1921 Stuttgart)
Das Nusch-Nuschi (4.6.1921 Stuttgart)
Sancta Susanna (26.3.1922 Frankfurt)
Cardillac (9.11.1926 Dresden)
Hin und zurück (15.7.1927 Baden-Baden)
Neues vom Tage (8.6.1929 Berlin)
Lehrstück (1929)
Sabinchen (1930)
Mathis der Maler (1935; 28.5.1938 Zürich)
Cardillac [rev] (20.6.1952 Zürich)
Neues vom Tage [rev] (7.4.1954 Napoli)
Die Harmonie der Welt (11.8.1957 München
Das lange Weihnachtsmahl (17.12.1961 Mannheim)
rev = Bearbeitung



ERSTER AKT
Eine Reihe unaufgeklärter Morde beunruhigt das Volk von Paris. Die Angst wächst, als im Morgengrauen vor Cardillacs Haus ein Mann erstochen wird und der Täter unerkannt entkommt. Ein Polizeioffizier versucht, die Menge zu beruhigen und verspricht, alles zu tun, um den Mörder zu finden. Ein junger Kavalier begleitet die erste Sängerin der Oper, die ihn erhören will, wenn er ihr als Zeichen seiner Liebe ein von Cardillac gefertigtes Diadem schenke. Der Kavalier kauft bei dem Goldschmied das verlangte Kunstwerk, doch Cardillac kann sich von dem Schmuck kaum trennen. Der Kavalier nimmt das Diadem gewaltsam weg und eilt seiner Geliebten hinterher. Die Primadonna verbringt den Abend mit dem reichen Marquis, als plötzlich der Kavalier mit dem begehrten Schmuck erscheint. Die Sängerin gibt sich dem jungen Mann hin. Da steigt ein Maskierter durchs Fenster, erdolcht den Kavalier, nimmt das Diadem an sich und flieht.

ZWEITER AKT
Cardillacs Geselle wirbt bei dem Meister um dessen Tochter, wird jedoch schroff abgewiesen. Ein Polizeioffizier erscheint, berichtet vom gestrigen Mord und nimmt den verdächtigen Gehilfen fest, obwohl die Tochter und der Goldschmied für ihn bürgen. Die Primadonna, von Sängern und dem Marquis begleitet, betritt den Laden und möchte ein Schmuckstück kaufen. Entsetzt erkennt sie das Diadem wieder, das ihr am vergangenen Tag geraubt worden war, lässt sich jedoch nichts anmerken und bittet den Marquis, den Schmuck zu kaufen. Der Geselle ist aus dem Gefängnis geflohen und beobachtet die Szene. Er stellt Cardillac, an dessen Schuld er nicht mehr zweifelt, zur Rede, wird aber aus dem Haus gewiesen. Cardillac will das Diadem wieder an sich bringen, holt Maske und Dolch und stürzt dem Marquis nach.

DRITTER AKT
In der königlichen Akademie wird Lullys »Phaeton« uraufgeführt, die Primadonna spielt die Hauptrolle. Cardillacs Geselle warnt die Künstlerin, doch diese hat keine Angst, obwohl sie den Goldschmied hinter der Bühne lauern sieht. Die Sängerin gibt dem Cardillac das Diadem zurück, dieser und die Künstlerin fühlen sich voneinander seltsam angezogen. Von beiden unbemerkt, nimmt der Polizeloffizier, der dem Gesellen in das Theater gefolgt war, das Schmuckstück an sich. Als Cardillac dies bemerkt, stürzt er ihm nach.

VIERTER AKT
Cardillac überfällt am Theaterplatz den Offizier. Der Geselle tritt dazwischen, der Offizier wird nur leicht verletzt, Cardillac entkommt. Dolch und Diadem hat der junge Mann, der von der Menge als Mörder verdächtigt wird. Der Offizier schützt ihn, und Cardillac, der scheinbar ruhig zurückkommt, entlastet den Gesellen. Die Primadonna erhält das Diadem, während der Geselle alles erzählt, was er weiss. Ausser sich stürzt Cardillac auf die Primadonna zu und will ihr das Schmuckstück entreissen, entlarvt so sich selbst und wird von dem wütenden Volk erschlagen.

ATTO PRIMO
Parigi, all’epoca di Luigi XIV. Il nucleo narrativo risiede nella maniacale riluttanza dell’orafo Cardillac a separarsi dalle sue opere di perfetta fattura, fino al punto di riprendersi i gioielli venduti assassinando i clienti che li hanno comprati. I misteriosi delitti agitano la folla parigina, in astiosa ricerca del mostro, ma non impediscono a un cavaliere di corte di sfidare il pericolo, a cui lo induce una dama con la promessa di una notte d’amore in cambio di una cintura d’oro. Nella lunga Pantomime che chiude l’atto assistiamo, nella camera da letto della dama, al delitto di Cardillac, che pugnala a morte il cavaliere e porta via il monile.

ATTO SECONDO
Nella bottega dell’artigiano. Cardillac vive con una figlia, combattuta tra l’amore per il padre e quello per un giovane ufficiale, con cui si è già fidanzata a sua insaputa. Il conflitto, in realtà, lo vive lei sola, perché l’orafo ama il frutto delle sue mani assai più che quello dei suoi lombi, come le confida apertamente: «Solo il piacere doloroso della potenza creatrice mi trattiene su questa terra». Tutto ormai separa Cardillac, isolato nella sua ossessione, dalla vita. Subisce la visita di re Luigi XIV con la corte, alla cui potenza sociale non può opporsi nemmeno con il delitto; quindi viene affrontato dall’ufficiale, il quale comprende che per far sua la figlia deve lottare e vincere contro la forte personalità del padre. Il giovane compra dunque una catena d’oro, sfidando le oscure minacce di Cardillac, che lo segue di nascosto, nella notte di plenilunio, per riprendersi ciò che gli appartiene.

ATTO TERZO
Nei vicoli della città. Cardillac tenta senza successo di uccidere l’ufficiale, che porta al collo la catena. Denunciato alla folla dal commerciante, che a sua volta lo stava spiando, Cardillac viene salvato a sorpresa dallo stesso giovane, impressionato dalla profonda passione che lo anima. Il popolino vuole farsi giustizia e minaccia di assaltare il laboratorio dei gioielli maledetti di Cardillac, il quale, piuttosto che vedere profanato il proprio lavoro, preferisce confessarsi colpevole. Con coraggio e senza pentirsi, l’orafo si lascia linciare dalla folla, prima che l’ufficiale, impietosito dalla sua tempra eroica, possa fermarla.

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