Der Revisor

Der Revisor

Oper in fünf Akten

Libretto

Werner Egk (nach Nikolai Gogol)

Uraufführung

9. Mai 1957, Schwetzingen (Schlosstheater)

Besetzung

DER STADTHAUPTMANN (Bass-Bariton)
ANNA, seine Frau (Alt)
MARJA, ihre Tochter (Sopran)
DER RICHTER ( Bass)
DER KURATOR (Bass)
DER POSTMEISTER (Tenor)
MISCHKA, der Diener des Stadthauptmanns (Tenor)
CHLESTAKOW, ein Beamter (Tenor)
OSSIP, sein Diener (Bass)
BOBTSCHINSKIJ (Tenor)
DOBTSCHINSKIJ (Bariton)
EINE JUNGE WITWE (Sopran)
DIE FRAU DES SCHLOSSERS (Mezzosopran)
EIN KELLNER (stumme Rolle)

Ort

Russische Kleinstadt

Zeit

um 1840

Egk, Werner

Egk [Mayer], Werner
(17.5.1901 Auchsesheim, bei Donauwörth - 10.7.1983 Inning, bei München)


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Columbus (13.7.1933 München*; 13.1.1942 Frankfurt)
Die Zaubergeige (19.5.1935 Frankfurt)
Peer Gynt (1938 Berlin)
Circe (18.12.1948 Berlin)
Die Zaubergeige [rev] (2.5.1954 Stuttgart)
Irische Legende (17.8.1955 Salzburg)
Der Revisor (9.5.1957 Schwetzingen)
Die Verlobung in San Domingo (27.11.1963 München)
17 Tage und 4 Minuten [rev. Circle] (2.6.1966 Stuttgart)
Irische Legende [rev] (1970)
rev = Bearbeitung / * = Radio



ERSTER AKT
Der Stadthauptmann einer kleinen russischen Provinzstadt hat vertraulich erfahren, dass ein Revisor aus Petersburg unterwegs sei, um incognito nach dem Rechten zu sehen. Da einiges in der Stadt nicht bekannt werden darf, beraten sich die Honoratioren, darunter auch Richter, Postmeister und Kurator, was zu tun sei. Da kommen die stadtbekannten Bobtschinskij und Dobtschinskij mit der Nachricht, dass in einem Gasthof ein Beamter aus Petersburg mit seinem Diener abgestiegen sei, der sehr wohl der Erwartete sein könnte. Der Stadthauptmann gibt Befehl, die ärgsten Schlampereien zu beseitigen und die Strassen einigermassen zu fegen, dann eilt er mit seinen Getreuen in das Wirtshaus, um den Revisor zu begrüssen und für sich einzunehmen.


ZWEITER AKT
Der junge Chlestakow aus St. Petersburg, zu dem die Herren jetzt eilen, ist in Wirklichkeit ein Nichtstuer, der mit seinem Diener Ossip herumreist und in den letzten Wochen sein Geld verspielt hat. Weil er bis jetzt vergeblich auf Geld von seinem Vater gewartet hat, kann er nicht einmal mehr sein Essen bezahlen und steckt beim Wirt tief in der Kreide. Da treten der Stadthauptmann und die anderen ein, und Chlestakow, der zuerst glaubt, man wolle ihn verhaften, merkt, dass die Herren ihn für eine bedeutende Persönlichkeit halten. Er leiht sich Geld, lässt sich die Zeche bezahlen und mit seinem Diener in das Haus des Bürgermeisters einladen.

DRITTER AKT
Chlestakow wird dort freundlich empfangen, auch die Damen, Frau Stadthauptmann und ihre Tochter Marja, freuen sich über die Abwechslung. Chlestakow, durch den Alkohol animiert, gibt Anekdoten aus der Hauptstadt zum besten und übertreibt masslos. »Exzellenz« wird schliesslich angeheitert ins Bett gebracht. Ossip, dem es auch nicht schlecht im Haus geht, wird über seinen Herrn ausgefragt und weiss geschickt zu berichten.

VIERTER AKT
Am nächsten Morgen erscheinen die Honoratioren der Stadt und verstehen es mehr oder weniger auffällig, den «Revisor» zu bestechen. Dieser nimmt gnädig die Gelder entgegen. Klagen und Beschwerden, die an ihn unter anderem von der Schlossersfrau oder einer Witwe herangetragen werden, ignoriert er. Schliesslich macht er zum Entzücken des Stadthauptmanns Anna und Marja, um deren Hand er anhält, den Hof. Nachdem Chlestakow einem Freund die Verhältnisse in der Stadt mitgeteilt hat, wird er unruhig und reist schleunigst unter dem Vorwand ab, seinen alten Erbonkel besuchen zu müssen.

FÜNFTER AKT
Die Freude der Stadthauptmanns-Familie währt nur kurz. Der Postmeister erscheint mit einem Brief des angeblichen Revisors, den er heimlich geöffnet hat. Es steht fest, dass der Revisor keiner war und sich über die Dummheit und Leichtgläubigkeit der Kleinstädter lustig gemacht hat. Man fällt über Bobtschinskij und Dobtschinskij, die alles in Gang gebracht haben, her. Als der Tumult seinen Höhepunkt erreicht hat, meldet Mischka, dass der richtige Revisor aus Petersburg eingetroffen ist und unverzüglich alle Beamten der Stadt zu sehen wünscht.


Una cittadina della provincia russa viene messa in subbuglio dalla notizia dell’arrivo imminente di un ispettore generale, mandato a controllare l’onestà dell’amministrazione locale. Mentre si elaborano le strategie per neutralizzare il malaugurato visitatore, occultando alla sua indagine gli innumerevoli abusi d’ufficio perpetrati, sopraggiunge uno sconosciuto che, nella confusione, viene scambiato per l’ispettore. Si tratta in realtà di un avventuriero squattrinato, certo Chlestakow, che approfitta dell’equivoco per farsi servire e riverire, accettando con generosa condiscendenza tutte le prebende con cui si tenta di corromperlo. Quando poi si rende conto di non poter più proseguire il gioco senza rischi (essendosi addirittura impegnato a sposare la giovane Marja), Chlestakow fugge con un pretesto. Una sua lettera resta però all’ufficio postale, e dal contenuto i cittadini capiscono di essere stati beffati; mentre sono incerti se ridere o piangere, viene annunciato l’arrivo del vero ispettore.

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