Das Nusch-Nuschi

Das Nusch-Nuschi

Spiel für burmanische Marionetten n einem Akt

Libretto

Franz Bley

Uraufführung

4. Juni 1921, Stuttgart (Württembergisches Landestheater)

Besetzung

MUNG THA BYA, Kaiser von Burma (Bass)
RAGWENG, der Kronprinz (Sprechrolle)
FELDGENERAL KYCE WAING (Bass)
DER ZEREMONIENMEISTER (Bass)
DER HENKER (Bass)
EIN BETTLER (Bass)
SUSULÜ, der Eunuch des Kaisers (Tenor)
DER SCHÖNE ZATWAI (stumme Rolle)
TUM-TUM, sein Diener (Tenor)
KAMALEWA (Tenor)
ZWEI HEROLDE (Bass und Tenor)
BANGSA, OSASA, TWAISE, RATASATA, Frauen des Kaisers (3 Sopran, 1 Alt)
ZWEI BAJADEREN (Sopran und Alt)
ZWEI DRESSIERTE AFFEN (Tenöre)
ZWEI DICHTER (Tenor und Bass)
DREI MÄDCHEN (Sopran, Alt, Sopran)
DAS NUSCH-NUSCHI, ein Ungeheuer (stumme Rolle)

Ort

Burma, im Haus von Zatwai und auf einer Strasse

Zeit

Märchenzeit, nachts

Hindemith, Paul

Hindemith, Paul
16.11.1895 Hanau (Frankfurt am Main) - 28.12.1963 Frankfurt am Main


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Mörder, Hoffnung der Frauen (1919; 4.6.1921 Stuttgart)
Das Nusch-Nuschi (4.6.1921 Stuttgart)
Sancta Susanna (26.3.1922 Frankfurt)
Cardillac (9.11.1926 Dresden)
Hin und zurück (15.7.1927 Baden-Baden)
Neues vom Tage (8.6.1929 Berlin)
Lehrstück (1929)
Sabinchen (1930)
Mathis der Maler (1935; 28.5.1938 Zürich)
Cardillac [rev] (20.6.1952 Zürich)
Neues vom Tage [rev] (7.4.1954 Napoli)
Die Harmonie der Welt (11.8.1957 München
Das lange Weihnachtsmahl (17.12.1961 Mannheim)
rev = Bearbeitung

EINZIGER AKT
Zatwai befiehlt seinem Diener Tum-Tum, eine der schönen Frauen des Kaisers Mung Tha Bya in sein Haus zu bringen. Da der Diener nicht weiss, welche der Frauen sein Gebieter mag, nimmt er alle vier mit, sucht sich aber dann, um der Strafe zu entgehen, schnell einen neuen Herrn. Es gelingt ihm, den Feldgeneral Kyce Waing vor dem schrecklichen Ungeheuer Nusch-Nuschi zu erretten, und er wird von dem dankbaren Offizier zu seinem Schwertträger ernannt. Inzwischen vergnügt sich der schöne Herr Zatwai, von seinen Bajaderen unterhalten, mit den vier Frauen des Kaisers. Als dieser Frevel am nächsten Tag offenbar wird, fragt man den überführten Tum-Tum, wer ihm diese Schandtat befohlen habe. Der Diener lässt Zatwai aus dem Spiel und behauptet, sein Herr, der General, sei dafür verantwortlich. Dieser soll nun streng zur Rechenschaft gezogen werden, doch die Strafe bleibt aus, da der Henker, der in seiner Ehre verletzt wird, den Angeklagten verschont. Lachen und Ausgelassenheit sind die Folge.

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