König Hirsch

König Hirsch

Oper in drei Akten

Libretto

Heinz von Cramer (nach Carlo Gozzi)

Uraufführung

23. September 1956, Berlin (Städtische Oper)

Besetzung

DER KÖNIG (Tenor)
DAS MÄDCHEN (Sopran)
DER STATTHALTER (Bassbariton)
SCOLATELLA, eine teilbare Frauensperson (Sopran)
SCOLATELLA II (Sopran)
SCOLATELLA III (Alt)
SCOLATELLA IV (Mezzosopran)
CHECCO, ein verträumter Bursche (Tenor)
COLTELLINO, ein schüchterner Mörder (Tenor)
EINE DAME IN SCHWARZ (Alt)
DIE ERFINDER (Clowns)
CLOWNS mit Gesang ad lib.
DIE BEIDEN STATUEN (Sopran)
STIMMEN DES WALDES (Sopran, Mezzosopran und Alt)
DER PAPAGEI (Tanzrolle)
DER HIRSCH (stumme Rolle)

Menschenstimmen, Jäger, Soldaten, Wachen, Volk, Tiere

Ort

Im Süden (ein Venedig zwischen Wald und Meer)

Zeit

Märchenzeit

Henze, Hans Werner

Henze, Hans Werner
1.7.1926 Gütersloh, Westfalen


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Das Wundertheater (7.5.1949 Heidelberg)
Ein Landarzt (19.11.1951 Hamburg)
Boulevard Solitude (17.2.1952 Hannover)
Das Ende einer Welt (4.12.1953 Hamburg)
König Hirsch (23.9.1956 Berlin)
Der Prinz von Homburg (22.5.1960 Hamburg)
Elegy for Young Lovers (20.5.1961 Schwetzingen)
Il re cervo, or The Errantries of Truth [rev. König Hirsch] (10.3.1963 Kassel)
Ein Landarzt [rev] (12.10.1965 Berlin)
Das Wundertheater [rev] (30.11.1965 Frankfurt)
Ein Landarzt [rev 2] (30.11.1965 Frankfurt)
Das Ende einer Welt [rev] (30.11.1965 Frankfurt)
Der junge Lord (7.4.1965 Berlin)
The Bassarids (6.8.1966 Salzburg)
Moralities (18.5.1968 Cincinnati)
Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer (17.5.1971 Roma*)
La cubana, oder Ein Leben für die Kunst (4.3.1974 New York*; 28.5.1975 München)
We Come to the River (12.7.1976 London)
Don Chisciotte (1.8.1976 Montepulciano)
Pollicino (2.8.1980 Montepulciano)
The English Cat (2.6.1983 Schwetzingen)
Ödipus der Tyrann oder Der Vater vertriebt seinem Sohn und Schickt die Tochter in die Küche (30.10.1983 Kindberg)
Das verratene Meer (5.5.1990 Berlin)
rev = Bearbeitung / * = konzertant (Radio)



ERSTER AKT
Der König, der als Kind von dem Statthalter im Wald ausgesetzt worden war, ist zurückgekehrt und wird zum Herrscher gekrönt. Alle Mädchen müssen sich am Hof zur Brautschau einfinden, um dem Land eine Königin zu geben. Zwei Statuen an der Seite des Königs entlarven jede heuchlerische Bewerberin, so auch die Dame in Schwarz und die kokette Scolatella, die sich vervierfachen kann. Der König wählt schliesslich ein Mädchen, das nur mit Gewalt vorgeführt werden konnte und bei der die Statuen schwiegen. Der Statthalter, der auf das Verderben des Königs sinnt, steckt der Erwählten heimlich ein Messer zu und beschuldigt sie, den König ermorden zu wollen. Enttäuscht verzichtet der König auf sein Reich, übergibt es dem Statthalter und geht, nur von Checco und seinem Papagei begleitet, in den Wald zurück. Coltellino, ein von dem Statthalter gedungener Mörder, folgt ihnen. Als sich die Erfinder beim Statthalter melden, erfahren sie, dass der Herrscher fortgegangen ist.

ZWEITER AKT
Der Wald belebt sich geheimnisvoll, Stimmen sind zu hören, Scolatella wird verwandelt. Da Coltellino den befohlenen Mord nicht ausführen kann, schleicht der Statthalter, der dem König gefolgt war, heran und schleudert den Dolch selbst. Die Waffe bleibt in den Federn des Papageis stecken, der König zieht sie heraus. Dafür verrät ihm der Papagei ein Zauberwort, mit dem sich der König in einen Hirsch verwandeln kann. Der Statthalter erfährt vom Papagei ebenfalls das Zauberwort. Er verwandelt sich in den König und gibt den Jägern den Befehl, alle Hirsche zu töten. König Hirsch muss deshalb den Wald verlassen und Zuflucht bei den Menschen suchen.

DRITTER AKT
Die Stadt, über die nun der Statthalter herrscht, ist scheinbar verlassen und menschenleer, weil der falsche König das Volk gnadenlos unterdrückt. Der Tyrann versucht, das Mädchen, das der König für sich erwählte, zu gewinnen, doch dieses spürt, dass nicht der richtige König vor ihr steht. Da erscheint König Hirsch in der Stadt; der Statthalter versucht, ihn töten zu lassen. Plötzlich löst sich aus der Pistole Coltellinos ein Schuss, der den Bösewicht trifft. Der König kann sich durch das Zauberwort zurückverwandeln und herrscht an der Seite des Mädchens über sein Land.

Il re, che vive a lungo tra gli animali della foresta, impara a vivere secondo un equilibrio di altruismo e correttezza con il mondo e con chi gli è vicino. Quando decide di tornare e rivendicare il suo trono, viene ingannato dal luogotenente sulle presunte intenzioni dell’amata Costanza. Torna nella foresta, disperato, pensando che ella lo voglia uccidere; ma è in realtà il luogotenente che vorrebbe eliminarlo. Il musico Checco gli insegna però una formula magica per trasferire il suo spirito nel corpo di un cervo appena morto. Il luogotenente, che ha carpito la formula magica, la sfrutta a sua volta per entrare nel corpo del re, ma non riesce a ingannare Costanza. I cittadini, terrorizzati dalla sua ferocia, aspettano, secondo la profezia di un’antica leggenda, che un cervo venga a liberarli. Coltellino, al servizio del luogotenente, lo uccide inavvertitamente mirando al cervo. Lo spirito di Leandro può ritornare nel proprio corpo, riconquistare il regno e sposare Costanza.

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