Il prigioniero

Il prigioniero

Oper in einem Prolog und einem Akt

Libretto

Luigi Dallapiccola (nach Villiers de l’Isle-Adam und Charles de Coster)

Uraufführung

1. Dezember 1949, Turin (RAI)

Besetzung

DER GEFANGENE (Bariton)
DIE MUTTER (Sopran)
DER KERKERMEISTER (Tenor)
DER GROSSINQUISITOR (Tenor)
Zwei PRIESTER (Tenor und Bass)

Ort

Ein Gefängnis der Inquisition in Saragossa

Zeit

um 1550

Dallapiccola, Luigi

Dallapiccola, Luigi
3.2.1904 Pisino d'Istria - 19.2.1975 Firenze


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Volo di notte (18.5.1940 Firenze)
Il prigioniero (4.12.1949 Torino RAI*; 20.5.1950 Firenze)
Ulisse [Odysseus] (29.9.1968 Berlin)
* = Radio



PROLOG
Vor einem schwarzen Zwischenvorhang. Eine Mutter erwartet ihren von der Inquisition eingekerkerten Sohn. Sie ahnt sein baldiges Ende, denn in einem Traum schaute sie, wie sich der für das Wüten der Inquisition verantwortliche König Philipp II. in den Tod verwandelte.

EINZIGER AKT
1. Bild: Unterirdische Zelle mit Strohlager und Folterbank. Hier tritt der Gefangene mit seiner Mutter zusammen, diesmal von Hoffnung beflügelt, denn der Kerkermeister nannte ihn "Bruder". Er deutet dies als Versprechen seiner baldigen Freillassung.
2. Bild: Dieselbe Zelle nach dem Abschied des Gefangenen von seiner Mutter. Der Kerkermeister sucht den Gefangenen erneut auf und berichtet ihm von einem Aufstand in Flandern, der die Macht Philipps. II. geschwächt habe. Wie zur Bestätigung seiner Worte lässt der Kerkermeister beim Weggehen die Zellentüre offen, und der Gefangene läuft hinaus.
3. Bild: Unterirdische Gewölbe. Der Gefangene durchquert unterirdische Gänge, muss sich mehrmals verstecken, wird aber nicht entdeckt.
4. Bild: Grosser Garten. Als er endlich in einen Garten gelangt und nach langer Zeit wieder den Sternenhimmel erblickt, wird er mit dem Wort "Bruder" empfangen - vom Kerkermeister, in Wahrheit dem Grossinquisitor. Die Hoffnung auf Freiheit war die letzte der ihm zugedachten Qualen. Er wird zum Scheiterhaufen geführt.

PROLOGO
Nel prologo la madre rievoca un sogno terribile, nel quale Filippo II gli si era presentato con le fattezze della morte.

ATTO UNICO
La vicende dell’atto unico si svolge nella seconda metà del XVI secolo, a Saragozza, in una cella del palazzo dell’Inquisizione di Spagna. Nella prima scena, la madre incontra per l’ultima volta il figlio prigioniero, e assiste al racconto del sollievo dalle torture, ricevuto dall’appellativo del carceriere, «fratello». Nella seconda scena il carceriere riferisce al prigioniero del successo dell’insurrezione dei pezzenti nelle Fiandre, infondendogli speranze di libertà. Nella terza scena il prigioniero, rimasto solo e con la porta della cella aperta, tenta la via della fuga attraverso i lunghissimi sotterranei dell’Official, dove si imbatte in Fra Redemptor e nei sacerdoti. Allorché ha scoperto l’uscita e crede di essere libero (quarta scena), trova il grande Inquisitore che lo attende per condurlo al rogo.

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