Béatrice et Bénédict

Béatrice et Bénédict

Opéra-comique in zwei Akten

Libretto

Hector Berlioz
nach William Shakespeare's Much Ado about Nothing

Uraufführung

9. August 1862, Baden-Baden (Neues Theater)

Besetzung

DON PEDRO (Bass)
HERO, seine Tochter (Sopran)
BEATRICE, seine Nichte (Sopran)
CLAUDIO, Offizier Don Pedros (Bariton)
BENEDIKT, Offizier Don Pedros (Tenor)
URSULA, Gesellschafterin Heros (Alt)
SOMARONA, ein Kapellmeister (Bass)

Offiziere, Soldaten, Volk

Ort

Messina

Zeit

16. Jahrhundert

Berlioz, Hector

Berlioz, (Louis-)Hector
11.12.1803 La Côte-Saint-André, Isère - 8.3.1869 Paris


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Estelle et Némorin (1823 np)
Les Francs-juges (1826 np)
Benvenuto Cellini (10.9.1838 Paris)
La Nonne sanglante (1847 inc)
Les Troyens (1860; 26-27.12.1906 Bruxelles; 3.5.1969 Glasgow)
- La Prise de Troie (6.12.1890 Karlsruhe)
- Les Troyens à Carthage (4.11.1863 Paris)
Béatrice et Bénédict (9.8.1862 Baden-Baden)
inc = Fragment / np = keine Aufführung



ERSTER AKT
Park vor dem Palast Leonatos, des Gouverneurs von Messina. Das Volk will den siegreich heimkehrenden Feldherrn Don Pedro und seine Offiziere empfangen. Leonato tritt mit seinem Gefolge aus dem Palast. Hero und Beatrice gesellen sich hinzu. Hero freut sich auf das Wiedersehen mit ihrem geliebten Claudio; Beatrice hegt dem streitsüchtigen Benedikt gegenüber weniger angenehme Gefühle, da es zwischen ihnen beiden dauernd zum Zank kommt. Unter Jubelgeschrei erscheint Pedro. Freudig begrüsst wird auch Claudio, zankend und streitend dagegen Benedikt. Pedro verkündet, dass noch in dieser Nacht Claudio und Hero getraut werden sollen, und dass nun auch bald die Reihe an Benedikt sei. Der aber will nichts vom Ehejoch wissen. Pedro, Leonato und Claudio wollen gemeinsam den Weiberfeind bekehren und treiben ihren Spass mit ihm: Während Spielleute und Sänger die Festmusik probieren, verbirgt sich Benedikt, der von der ganzen Hochzeit nichts hören und sehen will, hinter Gebüschen. Pedro, Leonato und Claudio haben dies bemerkt und erzählen sich nun, so dass er es hören muss, von Beatrices närrischer Liebe zu Benedikt. Bestürzt verlässt er sein Versteck, denn auch er spürt Zuneigung. Dasselbe Spiel hat Ursula mit Beatrice getrieben, und auch diese hat aus ihrer Liebe kein Hehl gemacht.

ZWEITER AKT
Saal im Palast. Grosses Festgelage. Beatrice hat sich abgesondert und gesteht sich im geheimen ihre Liebe zu Benedikt, erklärt aber gleich darauf Hero und Ursula, lieber ins Kloster gehen zu wollen, als Sklavin eines Mannes zu werden. Brautjungfern schmücken Hero mit Kranz und Schleier, und der Hochzeitszug setzt sich in Bewegung. Zu der ihm traurig nachschauenden Beatrice tritt Benedikt, und beide einigen sich dahin, es einmal miteinander zu versuchen. - Die Hochzeitsgesellschaft kehrt zurück, Hero und Claudio unterzeichnen den Ehevertrag, und einen zweiten, den der Notar schon fertig hat, unterschreiben nach kurzem Zaudern Benedikt und Beatrice, ohne sich um den Spott der Freunde zu kümmern.


ACT I
In the garden of Leonato
The Sicilians welcome home their army, under the generalship of Don Pedro, victorious against the Moors. Hero, daughter of Leonato, Governor of Sicily, hears with pleasure of the success of her beloved Claudio, while her cousin, Beatrice, asks scornfully after the fate of Claudio's best friend Benedick, with whom she wages a constant battle of wits. Hero looks forward to Claudio's return and Beatrice and Benedick trade insults.
When Don Pedro and Claudio ask Benedick if he is ready to follow Claudio's example, he waxes derisive about the charms of marriage, declaring that if they find him taking so foolish a step, they can out a placard on him: "Here you may see Benedick the married man." They resolve to try and make a match between him and Beatrice.
Somarone rehearses his choir in an epithalamium and Benedick continues to reflect on what he considers Claudio's fallen state, from bachelorhood to marriage. Making sure that Benedick is within earshot, Leonato, Don Pedro and Claudio discuss Beatrice's supposed infatuation with him. He determines that he will be in love with Beatrice. Hero and Ursula reflect on the coming of night and the joys of love.

ACT II
A grand apartment in the Governor's palace
The wedding banquet is in progress. Somarone sings a drunken song in praise of Sicilian wine. Beatrice, who has overheard Hero and Ursula discussing Benedick's supposed love for her, is moved and prepared to admit to herself that she loves him, but when the two meet, they are awkward and tongue-tied.
The wedding of Hero and Claudio is celebrated and the notary reveals the existence of a second contract. After some hesitation Beatrice and Benedick are persuaded to admit their love. Benedick happpily accepts his placard, declaring him Benedick the married man. They sign the contract, though promising that hostilities will resume tomorrow.
ATTO PRIMO
Messina, verso il 1860, davanti al palazzo del governatore. I siciliani festeggiano il ritorno della loro armata guidata dal generale Don Pedro, che ha inflitto ai Mori una sanguinosa sconfitta. Gli ufficiali Claudio e Bénédict si sono coperti di gloria in battaglia, ma in pace li attende un diverso destino: Claudio ama, riamato, Héro, la figlia del governatore, che gli è promessa in sposa (Héro “Je vais le voir”); Bénédict, invece, ha da tempo ingaggiato con Béatrice, nipote del governatore, un’aspra schermaglia polemica, fondata sulla ripulsa non solo dell’aborrito matrimonio ma anche dell’amore come tale (duetto “Comment le dédain pourrait-il mourir?”). Don Pedro è convinto che questa reciproca avversione sia solo apparente, e con l’aiuto di Claudio decide di ordire un intrigo per smascherare i due giovani. Dopo che il maestro di musica Somarone ha fatto provare ai suoi musicisti un epitalamio grottesco sulle imminenti nozze di Claudio e Héro, i ‘congiurati’ Don Pedro e Claudio fanno in modo che Bénédict assista di nascosto in giardino a una loro conversazione, dalla quale egli apprenderà con sua grande meraviglia che Béatrice è follemente innamorata di lui; e lo stesso, su istigazione di Pedro, faranno Héro e la sua confidente Ursule, appartandosi in modo che Béatrice le ascolti parlare della irresistibile attrazione che Bénédict ha per lei. Dopo l’astuto inganno, che pure turba i riottosi accendendone inopinatamente la passione (rondò di Bénédict “Ah! Je vais laimer”), la dolce Héro effonde la sua felicità al chiaro di luna in seno alla confidente Ursule (duetto-notturno “Vous soupirez, madame?” e aria di Héro “Nuit paisable et sereine!”).

ATTO SECONDO
Prima che la festa di nozze abbia inizio. Somarone improvvisa un canto di lode in onore del vino (‘Improvisation et choeur à boire’: “Le vin de Syracuse”). Irrompe in grande agitazione Béatrice. Ormai l’amore per Bénédict l’ha vinta, e ne ricorda i sintomi (“Il m’en souvient”): ella chiede a Héro e Ursule, ironicamente complici e tuttavia felici del buon esito dell’impresa, ulteriore conferma di essere corrisposta (“Je vais d’un coeur aimant”). Ha inizio la festa, introdotta dalla marcia nuziale e dal coro. Dopo che Claudio e Héro sono stati uniti in matrimonio, il notaio informa esitante che un’altra coppia attende di sottoscrivere un analogo contratto. Tra la sorpresa dei più, ma non di color che sanno, Béatrice e Bénédict si fanno timidamente avanti e, dopo un’ultima schermaglia, si dichiarano apertamente il loro amore e si uniscono in matrimonio, inneggiando, tra il giubilo generale euforicamente scherzoso, alla forza trionfante dell’amore (“L’amour est un flambeau”).


Beatrice und Benedikt
Opéra-comique in zwei Akten
nach Shakespeares "Much Ado About Nothing"



Personen:
DON PEDRO (Bass)
LEONATO (Bass
HERO, seine Tochter (Sopran)
BEATRICE, seine Nichte (Sopran)
CLAUDIO und BENEDICT, Offiziere Don Pedros (Bariton, Tenor)
URSULA, Gesellschafterin Heros (Alt)
SOMARONO, ein Kapellmeister (Bass)
Ein Bote, Ein Notar, Zwei Domestiken (Sprechrollen)
CHOR:
Offiziere, Soldaten, Frauen und Männer Messinas

Ort und Zeit: Messina in Sizilien, um 1700

ERSTER AKT
Ein prächtiger Park vor dem Palast Leonato's rechts, zu welchem Stufen führen.
Im Vordergrunde links ein kleines Bosket, davor ein Ruhesitz. Rechts gegenüber eine Statue, zu deren Füssen Blumen. Im Hintergrunde Ausblick auf Messina und auf das Meer.


SZENE 1
Volk von Messina strömt freudig erregt vom Hintergrunde her ein.


Nr. 1 - Chor

ALLGEMEINER CHOR
Der Feind ist geschlagen,
Victoria!
Die tapferen Helden sind uns schon nah!
Don Pedro kehrt wieder,
Singt Sieges-Lieder!
Triumph lasst erschallen!
Durch Strassen und Hallen
Verkündet die glorreiche That:
Der Retter Sicilien's naht!

DIE FRAUEN
Dem siegreichen Führer
Lasst Rosen uns pflücken,
Den Pfad seines Ruhmes
Ihm blühend zu schmücken!

DIE MÄNNER
Seiner muthigen Schaar
Flechtet Lorbeer in's Haar!

ALLGEMEINER CHOR
Der Feind ist geschlagen,
Victoria!
Die tapferen Helden sind uns schon nah!
Don Pedro kehrt wieder,
Singt Sieges-Lieder!
Triumph lasst erschallen!
Durch Strassen und Hallen
Verkündet die glorreiche That:
Der Retter Siciliens naht!
Heil seiner That!
Heil, Heil! Er naht!

Lebhafte Bewegung im Volke. Leonato mit Gefolge aus dem Hintergrund. Das Volk tritt nach beiden Seiten zurück. Hero und Beatrice treten aus dem Palast.

SZENE 2
Volk. Leonato. Hero. Beatrice. Später Tänzer.

LEONATO
sehr lebhaft
Er kommt, der Held, der uns den Sieg errang!
Des Volkes Jubel nur hält ihn zurück.
Gleich ist er hier.

HERO
schwärmerisch, sehr warm
Und mit ihm Claudio!

LEONATO
Der Feldherr nennt ihn seine rechte Hand
Und theilt mit ihm den Ruhm.

HERO
Dem Himmel Dank!

BEATRICE
Und kam mit ihm auch Signor Eisenfresser?

LEONATO
lachend
Der Name ist mir fremd, wen meint die Nichte?

HERO
So nennt die Muhme Signor Benedict.

LEONATO
Man lobt an ihm den Muth und heit're Laune!
Er haute tüchtig d'rein

BEATRICE
Ja! Bei der Tafel!

HERO
Misskennt die Muhme nicht, 's ist Uebermuth!
Sie kämpfen stets mit Witz und scharfen Worten

BEATRICE
Sein Witz ist lahm, sein Wort ist ohne Sinn!

LEONATO
Und doch ist's Claudio's Freund!

BEATRICE
Den tröste Gott!
Das Fieber wär' mir lieber als die Freundschaft!
Das lässt uns frei doch immer Tag um Tag.

Trommelwirbel aus der Ferne.

LEONATO
Der Feldherr kommt! Stimmt an das Siegeslied.

Leonato nach dem Hintergrunde, dem Don Pedro entgegeneilend, ab.


Nr. 2 - Chor

CHOR
Der Feind ist geschlagen!
Victoria!

BEATRICE
den Chor heftig unterbrechend
Genug! Genug!
Habt Ihr das Lied noch nicht zum Ueberdruss gesungen?
Und welche Reime! Lieder wieder, schallen hallen
heftig.
Ich halt' es nicht mehr aus!
Ab in den Palast.

HERO
zum Volk
Hört nicht auf sie!
Fahrt, Freunde, fort! Mein Herz theilt Euren Jubel!

CHOR
Der Feind ist geschlagen,
Victoria!
Die tapferen Helden sind uns schon nah!
Don Pedro kehrt wieder,
Singt Sieges-Lieder!
Triumph lasst erschallen!
Verkündet die glorreiche That:
Der Retter Siciliens naht!
Heil seiner That!
Heil, Heil! Er naht!

Während dieses Chores geht Hero nach der Seite zu ab, nachdem sie vorher auf den Stufen des Palastes mit ungeduldiger Sehnsucht nach der Stadt geblickt hat. Das Volk hat sich ganz nach dem Hintergrund gedrängt Tänzer treten auf.


Nr. 2 bis - National-Tanz: Sicilienne
Volk und Tänzer verschwinden dem Hintergrunde zu.


SZENE 3
Hero tritt wieder, aus dem Parke kommend, auf.

Nr. 3 - Arie

HERO
Er ist mir nah! Er kehrt mir wieder!
Sein edles Auge wird mir strahlen,
Jetzt noch verklärt vom Heldenruhm!
Bald soll ich ihn umfassen,
Bald nie mehr ihn verlassen,
Ach, unaussprechlich süsses Glück,
Der Himmel führt ihn mir zurück!

Noch glaub' ich's kaum,
Ist's nicht ein Traum?
Lass, theurer Mann,
Den Kranz auf's Haupt Dir drücken:
Komm' an mein Herz,
Die Liebe soll Dich schmücken!

O, Liebe ohne Schranken!
O, Treue ohne Wanken!
Vergessen sind die Thränen,
Die ich um ihn geweint,
Ruh' kann mein Herz erst finden,
Wenn er mit mir vereint.

Ich baue fest
Auf meines Helden Lieben!
Er blieb mir treu,
Wie ich ihm treu geblieben!
O, Liebe ohne Schranken!
O, Treue ohne Wanken!
Mein Claudio ist mir nah,
Schon ist er da!

Leonato ist mit Don Pedro und seinem Gefolge eingetreten. Don Pedro begrüsst die, inzwischen wieder aus dem Palast gekommene Beatrice. Aus dem Gefolge tritt Claudio zu Hero vor.


SZENE 4
Don Pedro. Leonato. Hero. Beatrice. Claudio. Benedict.

CLAUDIO
Geliebte Hero!

HERO
Claudio, theurer Freund!

Sie ziehen sich zurück. Don Pedro begrüsst das Paar. Benedict tritt vor. Alle, ausser Beatrice und Benedict, gehen im Gespräch in den Garten, wo sie ab und zu sichtbar werden.

BEATRICE
Ihr seid auch wieder da?

BENEDICT
Und Ihr seid noch am Leben?

BEATRICE
Wie vielen Feinden habt Ihr denn den Tod gegeben?

BENEDICT
Ja, rathet nur, es kann

BEATRICE
Vielleicht die Hälfte sein.

BENEDICT
Zählt Ihr Euch nicht dazu, Fräulein Verachtung?

BEATRICE
Nein!


Nr. 4 - Duett

BEATRICE
Wie sollte »Verachtung« wohl sterben,
So lange Ihr noch lebt?
Ihr sorgt, dass sie nie kann verderben,
Weil Ihr die Nahrung ihr gebt!
Selbst Höflichkeit, vor Euch
Würde Verachtung sogleich!
Da Ihr, Verweg'ner, wagt,
Vor Augen ihr zu treten,
Und keck sie anzureden,
Macht sie nun lachend auf Euch Jagd!

BENEDICT
Mein Fräulein, Ihr fordert zum Kampf mich auf's Neue
Mit altem Uebermuth?
Nur zu! Ich bewies, dass ich Zungen nicht scheue,
Auch damit fecht' ich gut!
Ich sehnte oft so sehr
Nach Euch mich wieder her!
Wenn er uns erscheint
Mit Schönheit geschmückt,
Die Jeden entzückt:
Vermeidet man nimmer den Feind!

BEATRICE
Feig sucht Ihr
Mit Schmeichelei zu siegen?

BENEDICT
Schmeicheln? Ich?
Dann müsst' ich unterliegen!
Doch sei es bekannt
Ich war zu galant;
Ich bin unempfindlich,
Bleib' unüberwindlich!
In mich zwar sind alle Frauen verliebt,
Doch Alle lasse vergeblich ich schmachten:
Ich lernte die Liebe gründlich verachten,
Ein Glück, dass Ihr nicht auch mich liebt!

BEATRICE
So hört: dass ich hierin
Ganz Eurer Meinung bin!

BENEDICT
Ich will ja nur vor Allen
Recht gründlich Euch missfallen.
Ach! zu schmerzlich wär' es mir,
Wenn in mich verliebt auch Ihr!

BEATRICE
Und ich schwöre Euch zum Lohn:
Unausstehlich seid Ihr schon!
für sich
Ha! seltenes Vergnügen,
Verlegen ihn zu seh'n!
Ich muss ihn noch besiegen;
Der Bösewicht
Soll noch um Gnade fleh'n.

BENEDICT
gleichzeitig; für sich
Welch' reizendes Vergnügen,
Im Zorne sie zu seh'n!
Sie muss mir unterliegen,
Eh' weich' ich nicht!
Sie soll um Gnade fleh'n.

BEATRICE
ebenso
Unsre Frauen-Ehre
Räch' an ihm ich sogleich;
Sein Widerstand vermehre
Nur den Triumph zugleich.

BENEDICT
ebenso
Aller Männer-Ehre
Vertret' ich heldenreich:
Ihr Widerstand vermehre
Mir den Triumph zugleich.
laut
Müsst' ich einst finden
Für all' meine Sünden
Durch eine Frau mein Strafgericht:
Blond nur sei sie nicht!

BEATRICE
Das darf ich nie verzeih'n.

BENEDICT
Denn die wär' mir doch
Zu grosse Pein.

BEATRICE
Sollt' ich noch finden
Für all' meine Sünden
Durch einen Mann mein Strafgericht:
Nur ohne Bart!

BENEDICT
Ha! Das verzeih' ich nicht.

BEATRICE
O Himmel, höre mich!
Die Strafe wär' zu hart!
für sich
Ha, seltenes Vergnügen,
Verlegen ihn zu seh'n!
Ich muss ihn noch besiegen;
Der Bösewicht
Soll noch um Gnade fleh'n!

BENEDICT
ebenso
Welch' reizendes Vergnügen,
Im Zorne sie zu seh'n!
Sie muss mir unterliegen,
Eh' ruh' ich nicht:
Sie soll um Gnade fleh'n!

Don Pedro kommt mit Leonato, Claudio und Hero wieder zurück. Leonato führt Hero in den Palast. Beatrice folgt ihnen mit einer spöttischen Geberde gegen Benedict, der diese lachend erwiedert. Benedict besinnt sich dann einen Augenblick, will Beatrice folgen, wird aber von Don Pedro zurückgehalten, der ihn anruft.


SZENE 5
Don Pedro. Claudio. Benedict.

DON PEDRO
He, Signor Benedict!

BENEDICT
Mein Feldherr! zu Befehl!

DON PEDRO
Ihr seid durch mich zum Hochzeitsfest geladen,
Der Gouverneur vermählt die Tochter.

BENEDICT
Wann?

DON PEDRO
Heut Nacht!

BENEDICT
An wen?

DON PEDRO
An Euren Freund!

BENEDICT
Dann hab' ich keinen mehr; wer freit, ist mir verloren.
Bist Du's, mein Claudio, so leb' auf ewig wohl!

DON PEDRO
Dir schlägt wohl auch die Stunde!

BENEDICT
Mir?
Er schüttelt sich.


Nr. 5 - Terzett

BENEDICT
Ich Ehemann? Gott soll mich bewahren!
Nein, lieber will in ein Kloster ich geh'n,
Eher noch sollt' dort Ihr büssen mich seh'n,
Ja lieber möchte zur Hölle ich fahren!

CLAUDIO UND DON PEDRO
Welch' Schreckensschwur! Gott mög' ihn verzeihen!
Frevelnd verhöhnt er das zärtlichste Band!
Sein Hochmuth will lieber ein Büssergewand,
Als je der Liebe das Leben weihen.

BENEDICT
Zwar einer Frau es ist wahr
Verdanke ich mein Leben;
Dass mich ein Weib gebar,
Muss ich ihr wohl vergeben:
Aber als Dank dafür
Mich krönen zu lassen
Mit der bekannten Ehemann-Zier
Will meiner Stirne nicht passen!

Leicht könnt' als Eh'gemahl
Der besten aller Frauen
Ich ungerecht misstrauen;
So bleibe mir denn freie Wahl:
Keiner von Allen
Je zu gefallen.
Und das Ende vom Lied:
Besser, dass Alle man mied!
Ich Ehemann? Gott soll mich bewahren!
Lieber noch möcht' in ein Kloster ich geh'n,
Eher noch sollt' Ihr dort büssen mich seh'n,
Ja lieber möchte zur Hölle ich fahren!

CLAUDIO UND DON PEDRO
Welch' Schreckensschwur! Gott mög' ihn verzeihen!
Frevelnd verhöhnt er das zärtlichste Band;
Sein Hochmuth will lieber ein Büssergewand,
Als je der Liebe das Leben weihen!

CLAUDIO
Der Hohn,

DON PEDRO
Der Trotz

CLAUDIO
Geht doch zu weit!

BENEDICT
Weil selbst zu sehr verliebt Ihr seid!

CLAUDIO
So verachtet Ihr alle Frauen?

BENEDICT
Nein Keiner will ich nur trauen!

DON PEDRO
Das süsseste Liebesglück?

BENEDICT
Nein nur das Ehe-Geschick.

CLAUDIO
Den Trost in all' unsern Leiden!

BENEDICT
Die sie erst selbst uns bereiten!

DON PEDRO
Unseres Lebens Gefährte!

BENEDICT
Unserer Freiheit Beschwerde.

CLAUDIO
Mit Schönheit geziert!

BENEDICT
Die gar bald sich verliert!

DON PEDRO
Das häusliche Glück!

BENEDICT
Ein klägliches Stück!

CLAUDIO
Die Quelle von Freuden

BENEDICT
Die Viele bereuten!

DON PEDRO
Die Sympathie

BENEDICT
Und Disharmonie

CLAUDIO
Der Treue

BENEDICT
Und Reue

DON PEDRO
Verein

BENEDICT
Und Pein!

CLAUDIO UND DON PEDRO
Die heilige

BENEDICT
Langweile

CLAUDIO UND DON PEDRO
Ehe!

BENEDICT
Wehe!
Ich Ehemann? Gott soll mich bewahren!
Lieber noch möcht' in ein Kloster ich geh'n,
Eher noch sollt' Ihr dort büssen mich seh'n,
Ja lieber möchte zur Hölle ich fahren!

CLAUDIO DON PEDRO
Welch' Schreckensschwur! Gott mög' ihn verzeihen!
Frevelnd verhöhnt er das zärtlichste Band;
Sein Hochmuth will lieber ein Büssergewand,
Als je der Liebe das Leben weihen!

BENEDICT
Sollte je Benedict
Dem Ehe-Joche sich beugen,
Straft ihn, wie Ihr wollt,
Mit den tollesten Streichen.
An seinem Haus schreibt dann
Die Worte an:
»Hier ist zu seh'n Benedict Als Ehemann.«

CLAUDIO DON PEDRO
Wir merken's gut, nehmt Euch in Acht!
Ihr werdet noch von uns verlacht!

BENEDICT
Leicht konnt' ich das versprechen,
Nie sollt Ihr an mir rächen,
Was an den Frauen ich verbrach!
Nie fleh' ich um Barmherzigkeit,
Zur Busse bin ich stets bereit!
Könnt' Ihr verliebt mich seh'n,
Mag, was Ihr wollt, gescheh'n.

CLAUDIO DON PEDRO
Denkt nur an das Versprechen!
Wir werden einst schon rächen,
Was an den Frauen Ihr verbracht!
Wir strafen ohne Barmherzigkeit,
Denn Eure Frechheit geht zu weit!
Wenn wir verliebt Euch seh'n,
Dann soll's Euch schlimm ergeh'n!

Benedict lachend ab, in den Palast.

DON PEDRO
Ein Ehefeind ist Benedict geblieben;
Doch wett' ich d'rauf, er ist es nur zum Schein,
Drum muss er heut noch rasend sich verlieben
Und morgen schon um Beatrice frei'n!

CLAUDIO
Um Beatrice, wie? In wenig Tagen
Hätt' sich dies Paar im Wortgefecht erschlagen!

DON PEDRO
Auf Euren Beistand bau' ich meinen Plan.
Claudio verneigt sich zustimmend
Doch still! Ich seh' die Musikanten nah'n,
Die heute Nacht hier ihre Kunst beweisen!
Wär' sie von Eis und Benedict von Eisen:
Der Zauberklang von echt' und falschen Tönen
Lockt ihn in's Ehenetz sammt seiner Schönen!

Beide ab in den Palast.


SZENE 6
Somarone. Musiker. Sänger und Sängerinnen.
Somarone, Musiker, welche Instrumente haben, Sänger und Sängerinnen treten auf.


SOMARONE
Jetzt hab' ich's satt!
Was steckt die Nasen Ihr in's Notenblatt?
Kennt Ihr noch nicht die Noten, lernt Ihr's nimmer!
Ich fürchte fast, Ihr habt noch keinen Schimmer!
Die Musiker stimmen.
Halt! Wozu bin ich da? Erst stimmt den reinen Ton!

CHOR DER MUSIKER
Maëstro, hört Ihr nicht? Wir stimmen schon!
Sie stimmen.

SOMARONE
schreiend
Halt! Halt' ein mit Deinem Lärm, Gesell!
Du sprengst mir ja das Trommelfell!
Setz' ein jetzt: A!
zum anderen
Nun Du!
Beide blasen A und As
Was? Der bläst nun As! Intrigue scheint mir das!
Ihr wollt den Ruhm des Meisterwerk's mir rauben,
Zur Pein der Hörer schmeichelt Ihr den Tauben.
Die Musiker blasen.
So geht's! Seid Ihr jetzt fertig?

CHOR DER MUSIKER
frisch
Ja!

SOMARONE
Ihr Sänger, tretet an! Nun kommt Eu'r Theil!
Was steht Ihr da und habt Maulaffen feil!
Könnt Ihr's noch nicht?

CHOR DER SÄNGER
ängstlich
Nein!

SOMARONE
unwillig
Nun, so nehmt die Noten!

Die Musiker haben inzwischen von Dienern herbeigebrachte Pulte aufstellen lassen. Die Sänger stellen sich in Ordnung. Somarone dirigiert.

Nr. 6 - Chor
Die Choristen singen diesen Chor aus ihren Stimmen und mit etwas übertriebenem Ausdruck.

CHOR
O stirb, Du holdes Paar, von Liebesglück berauscht!
Dies wär' der schönste Tod, den Ihr mit keinem tauscht.

Das Leben ist ein Traum, die Welt ein Jammerthal;
Wenn Ihr im Glücke sterbt, entgeht Ihr spät'rer Qual!

Wir preisen Euch im Chor, mit feierlichem Klang,
Gleichgut zum Hochzeitslied, als wie zum Grabgesang.

SOMARONE
zornig
Was soll das Schrei'n? Ihr weckt mit dem Spektakel ja die Todten,
Und sollt den Lebenden Entzückung zeigen!
Wie Weihrauch soll das Lied zum Fenster steigen!
zu einem Oboebläser auf der Bühne
Und Du, mein Söhnchen, blase die Figur hier!
Oboist bläst.
Recht brav, mein Sohn!
zu allen
Nun noch einmal zusammen!
Er giebt sein Zeichen zum Anfang. Während des folgenden Chores ruft Somarone.
Mit Salbung! Meine Herren, mit Salbung!
Au, Au! Der Rhythmus! Zusammen! Zusammen!
Nicht schleppen! Jetzt in Extase! Nun zart und süss!
Leicht! Leicht! Vorwärts, vorwärts! Zart! Zart!
Ausdrucksvoll! Zart! Leicht! Salbungsvoll!
So, so, so, so, so ist's recht!


Nr. 6bis - Chor
Mit Oboesolo. Sanfter und besser gesungen, wie das erste Mal.

CHOR
O stirb, Du holdes Paar, von Liebesglück berauscht!
Dies wär' der schönste Tod, den Ihr mit keinem tauscht.

Das Leben ist ein Traum, die Welt ein Jammerthal;
Wenn Ihr im Glücke sterbt, entgeht Ihr spät'rer Qual.

Wir preisen Euch im Chor, mit feierlichem Klang,
Gleich gut zum Hochzeitslied, als wie zum Grabgesang.

Somarone, die Musiker und die Sänger nach dem Hintergrunde zu, links ab. Diener nehmen die Pulte weg.


SZENE 7
Benedict. Später Leonato. Pedro. Claudio.

BENEDICT
tritt heftig aus dem Palast. Sonnen-Untergang.
Nein! Das ertrag' ich nicht! Ein Mann wie der,
Ein Held, den nur die Kriegsdrommete freute,
Zum Narr'n geworden durch die Thorheit Liebe,
Der dem Gesäusel einer Flöte lauscht!
Man kommt! Ich will's nicht seh'n!

Er verbirgt sich hinter dem Bosket. Don Pedro mit Leonato und Claudio aus dem Palast.

DON PEDRO
Was bringt Ihr uns für wunderliche Mähr?
Die holde Beatrice sei verliebt?

LEONATO
Ja, auf mein Wort! Und über beide Ohren!

CLAUDIO
leise zu Don Pedro, mit Seitenblick auf Benedict
Der Vogel sitzt im Netz!

LEONATO
Noch mehr; ihr Abgott

DON PEDRO
Nun?

LEONATO
Ist Benedict!

BENEDICT
Wie? Weht daher der Wind?

LEONATO
Sie schien ihn zu verachten. Keinen Spott,
Schlagfertig wie sie ist mit ihrer Zunge,
Hat sie gespart. Er gab's ihr tüchtig wieder,
Doch immer hatte sie das letzte Wort!

DON PEDRO
Und Alles, ihre Liebe zu verbergen?

LEONATO
So sagt mir Hero, die ihr Zimmer theilt!
Bei Tage spottet sie, doch sinkt der Abend,
Schickt sie verliebte Seufzer nach den Sternen,
Und flüstert leis' im Traume: »Benedict«!

DON PEDRO
Unglaublich scheint's! Ihn, den Weiberfeind!
Und hat sie nie ihm ihre Lieb' gezeigt?

LEONATO
Im Gegentheil! Sie schwört, dass sie ihn hasse,
Lässt ihm kein gutes Haar, neckt ihn beständig.
Kurz: Wenn die Liebe Wahn hier ist sie Tollheit,
Die eh'r sich selbst vernichtet als gesteht!

BENEDICT
leise, für sich
Ich hielt's für Scherz, für eitel Fopperei,
Wenn nicht der Greis, der Oheim, es berichtet'!

CLAUDIO
zu Don Pedro
Jetzt zündet schon der Funke in dem Zunder!

LEONATO
Sie wird sich nie vor Benedict verrathen.

DON PEDRO
So müsst's ein And'rer thun

LEONATO
Verhüt' es Gott!
Er triebe nur mit ihrer Neigung Spott!
Sie ist verständig immerdar geblieben,
Und toll nur darin, Benedict zu lieben.

Sie lachen. Don Pedro ab mit Leonato, Claudio folgt Benedict kommt rasch hervor.

BENEDICT
Warum denn toll? Das seh' ich doch nicht ein!
Es überrascht mich zwar, doch weshalb sollt's nicht sein?
Die Liebe geht absonderliche Pfade,
Und Amor's Pfeil trifft Herzen ohne Gnade.
Ich bin nicht schlecht gebaut, nicht fad ist mein Gesicht:
Dass sie mich liebt, ist neu; unmöglich ist es nicht.
Er kommt nach vorn. Nachdenklich.
Gesetzt, die Kund' sei wahr und alle Zweifel schwinden,
Nun, so ist's mein Geschick, darin muss man sich finden.
Schön ist sie, das ist wahr, ein sittsam munt'res Kind.
Wenn ich's bis jetzt nicht sah, war's, weil ich toll und blind.
Und wenn sie gar mich liebt, ich sag' es mit Entzücken,
Die Arme öffne ich, sie an mein Herz zu drücken.


Nr. 7 - Rondo

BENEDICT
Ich liebe sie schon!
Mein Herz hat gesprochen!
Jetzt darf ich's gesteh'n,
Der Bann ist gebrochen.

Ihr will ich verzeihen
All' meine Pein;
Ihr will ich mich weihen,
Und ihr nur allein!

Wie wagt' ich zu glauben,
Dass lieben sie kann?
Dass je könnte rauben
Ihr Herz auch ein Mann?

Sie ist zum Entzücken!
So klug, so gewandt
Noch Keine ich fand!
O, dürft' ich erst küssen
Den reizenden Mund
Zum ewigen Bund!

Ich liebe sie schon,
Mein Herz hat gesprochen!
Jetzt darf ich's gesteh'n,
Der Bann ist gebrochen.

Theure Beatrice!
Ich vergött're Dich,
Und Du liebest mich?
O Jubel, o Wonne!
Doch schweige mein Mund,
Bis durch sie es mir kund.

Ach, darf ich's denn glauben!
Kann nichts mir sie rauben?
Sollt' Täuschung es sein?
Nein, nein, nein, nein!

Sie liebt auch mich,
Ihr Herz hat gesprochen!
Ich darf mir's gesteh'n,
Der Bann ist gebrochen!

Ab in den Hintergrund nach links.
Es ist Dämmerung eingetreten und wird langsam Nacht. Beim Eintritt der Dunkelheit wird der Palast erleuchtet.



SZENE 8
Hero und Ursula lebhaft aus dem Palast.

URSULA
Erzählt, wie ging es aus?

HERO
Ich denke, gut!
Ich that, ganz wie mein Vater mir befohlen.
Geheimnissvoll beugt ich mich zur der Muhme,
Als ich die Rosen in das Haar ihr steckte
Und flüsterte: »Ich wüsste Einen wohl,
Der mich um diesen Liebesdienst beneidet.«
Sie lachte erst, dann fiel sie in Gedanken,
Dann rieth sie hin und her, beschwor mich endlich,
Neugierig, wie sie ist!

URSULA
Das wäre Jede
In solchem Fall!

HERO
Den Namen zu verrathen.
Erst sträubt' ich mich; dann, wie von ungefähr,
Nannt' ich den Namen: Benedict! Sie stutzte!
Erst ward sie roth bis in das Haar hinein
Und warf das Köpfchen zürnend in den Nacken,
Dann ward sie blass und sah mich zweifelnd an.
Ich aber sprach, wie mich der Vater lehrte;
Ihr Zürnen schwand. Sie horchte schweigend zu.
So kämpft' sie zwischen Weinen, zwischen Lachen!
Und wie unglaublich ich sein Werben malte,
Sie glaubte mir und sah so vor sich hin!
Da lief ich fort der Vogel ist im Garn!

URSULA
So bringt der Zufall Amor'n oft Gelingen,
Den trifft sein Pfeil, der fängt sich in den Schlingen.

HERO
Mich reut es fast, dass, selbst den Pfeil im Herzen,
Ich keck gewagt, mit And'rer Glück zu scherzen.

Sie seufzt. Hier ist es ganz Nacht geworden. Beide setzen sich auf die Bank im Bosket.


Nr. 8 - Duett Recitativ

URSULA
Warum der tiefe Seufzer?

HERO
Auch vor dem Glücke kann uns bangen,
Wenn die Stunde nun da,
Die so heiss wir ersehnt.
Claudio! Claudio!
Bald schon, bald bin ich Dein!

Mondschein beleuchtet die Bühne und spiegelt sich auf dem Wasser.

Notturno

BEIDE
O Nacht von Zauber erfüllt!
Der Mond lächelt hernieder,
Die Welt ruht glanzumhüllt!
Nur dort die einsame Grille
Lockt mit klagender Stimme
Durch die friedliche Stille
Aus den Blumen hervor.

Und die Nachtigallen jubeln
Ihren Liebes-Gesang
Zu den Sternen empor;
Aus flüsternden Platanen
Schwebt der wonnige Klang
Zu dem lauschenden Ohr.

Heller schimmert die Welle,
Leiser rauschet die Quelle,
Sanfter der Wipfel dunkeles Meer
Stiller und stiller wird Alles umher.

Harmonie im Welten-All!
Nur die liebessel'ge Brust
In unnennbarer Lust
Giebt dir vollen Wiederhall!

Sie erheben sich von der Bank.

Recitativ

URSULA
Wie? Thränen im Auge?

HERO
Es sind ja nur Thränen der Wonne!
Sie erleichtern das Herz
Im Glückes-Uebermass.
Auch Du lernst sie einst kennen,
Mit der Liebe Gewalt!

BEIDE
Nur Liebe kann verstehen
Das unsichtbare Wehen,
Die Sprache der Natur:
Und ihrem verklärenden Walten
Erscheinen die Traumgestalten
Mit nie geahnter Pracht
Im süssen Zauber der Nacht.

Natur von Wonne erfüllt!
Der Mond lächelt hernieder,
Die Welt ruht glanzumhüllt.
Nur dort die einsame Grille
Lockt mit klagender Stimme
Durch die friedliche Stille
Aus den Blumen hervor.

Und die Nachtigallen jubeln
Ihren Liebesgesang
Zu den Sternen empor;
Aus flüsternden Platanen
Schwebt der wonnige Klang
Zu dem lauschenden Ohr.
Heller schimmert die Welle,
Leiser rauschet die Quelle,
Sanfter der Wipfel dunkeles Meer,
Stiller und stiller wird's rings umher.

Harmonie im Welten-All!
Nur die liebessel'ge Brust
In unnennbarer Lust
Giebt dir vollen Wiederhall!
Harmonie im Welten-All!

Beide wandeln, mit verschlungenen Armen, langsam quer über den vorderen Theil der Bühne. Hero lehnt ihr Antlitz auf Ursula's Schulter, um ihre Thränen zur verbergen. Ursula trocknet Hero's Thränen und sucht sie zu beruhigen, bis Hero wieder lächelt. Ursula pflückt einen Rosenstrauss, während Hero in Träumen versunken bleibt. Ursula reicht Hero die Rosen. Hero, den Arm auf Ursula's Schulter gelehnt, entblättert die Rosen träumerisch, während Beide langsam nach dem Hintergrunde gehen. Beide verschwinden in den Park.

ZWEITER AKT
Im Palaste des Gouverneurs. Grosser Saal, durch dessen Säulen man in einen zweiten, kleineren sieht, in welchem Somarone mit seinen Sängern und Musikern, bei einem Trinkgelage sitzend, sichtbar ist. Glänzende Beleuchtung. Im Vordergrunde, also im grossen Saale, Tanz.

SZENE 1
Tänzer. Tänzerinnen. Somarone. Musiker. Sänger. Sängerinnen. Diener.
Nach dem Ballet.


CHOR DER MUSIKER
aus dem kleinen rückwärtigen Saale, mit den Gläsern auf die Tische klopfend.
He! Holla! Per Bacco! Wein! Mehr Wein!
Marsala! Syracuser! Wein, Wein, Wein!

Diener bringen Wein.

EINZELNE
Und Ihr, Herr Somarone,
Improvisirt uns einen Rundgesang!

SOMARONE
Recht gern! Doch Ihr begleitet mich!
Trompeter, blast! Guitarren in die Hand!
Des Mars und Bachus Zauberklänge
Begleitet Ihr mein Lied!

Die Sängerinnen, Sänger und Musiker bilden eine malerische Gruppe; Guitarren in den Händen der Frauen, Blasinstrumente von Musikern gespielt u.s.w. Andere heben die Gläser.

Nr. 9 - Trinklied

SOMARONE
das Glas in der Hand
Der Wein von Syrakus
Ist Kenner-Genuss!
Dem Lavastrome gleich
Durchglühet er Euch.
Ob am Aetna-Rand
Seine Wiege stand?
Trinkt Syrakuser Wein,
Schenkt ein!

CHOR
Trinkt Syrakuser Wein,
Schenkt ein!

SOMARONE
Doch ein edler Getränke
Ist Marsala!

CHOR
Marsala!

SOMARONE
Keiner kommt ihm nah'!
Der beseelt, inspirirt,
Wie bei mir man verspürt.
Aechtes Landes-Kind,
Wie wir Alle sind,
Trinkt Sicilianer Wein
Allein!

Einige schlagen mit den Gläsern auf den Tisch.

CHOR
Ein prächtig Lied!
Genial improvisirt.
Nun singt
Und trinkt
Ihm nach,
Wenn Ihr's versteht.
Hoch lebe, hoch
Unser Meister-Poet!

SOMARONE UND CHOR
Der Wein von Syrakus
Ist Götter-Genuss;
Dem Lavastrome gleich
Durchglühet er Euch.
Ob am Aetna-Rand
Seine Wiege stand?
Trinkt Syrakuser Wein,
Schenkt ein!

Doch ein edler Getränke
Ist Marsala,
Keiner kommt ihm nah'!
Der begeistert zum Lied,
Wie man hier ersieht!
Aechtes Landes-Kind,
Wie wir Alle sind,
Trinkt Sicilianer Wein
Allein!

CHOR
sich erhebend
Bravo! Bravo! Noch einen Vers!

SOMARONE
Noch einen? O, noch ein Dutzend, wenn Ihr wollt!

Alle sind, mit Gläsern oder Instrumenten in der Hand, nach vorne gekommen.

SOMARONE
im Vordergrunde. Mit sichtlichen Zeichen der Betrunkenheit.
Der Wein der Wein, (Hm!)
Nun der Wein von Syrakus
Macht leicht confus.

CHOR
lachend
O, grosser Poet,
Du wirst verdreht!
Trink mehr noch
Vom Marsala-Wein,
Dann fällt Dir was ein.
Wir singen Dir's vor
Im Chor:

SOMARONE UND CHOR
Der Wein von Syrakus
Macht leicht confus;
Einer Tromba gleich
Umwirbelt er Euch;
An der Scylla Strand
Wohl die Wiege stand?
Trinkt Syrakuser Nass
Vom Fass!

Doch ein edler Getränke
Ist Marsala,
So wie dieser da!
Der beseelt, inspirirt,
Wie bei uns man verspürt.
Aechtes Landes-Kind,
Feurig und geschwind,
Trinkt Sicilianer Wein
Allein!

Ein Diener mit einem ungeheuren Flaschenkorb tritt ein.

CHOR
Hoch! Hoch! Hurrah!

Die Flaschen werden dem Diener abgenommen.

SOMARONE
Nun in den Park! Im Mondschein trinkt sich's kühler!
Doch bleibt mir nüchtern, wenn Ihr's könnt!
Wir haben heut' noch viel zu schaffen.

CHOR
In den Park! In den Park!
Im Abgehen singend.
's giebt kein edler Getränke
Als Marsala!
Hoch der Wein von Marsala!
La, la!

Attacca


SZENE 2
Beatrice allein

Nr. 10 - Recitativ und Arie

BEATRICE
Während des Vorspiels erregt auftretend; sie ist in festlichem Anzuge.

Recitativ
Gott! Was hab' ich vernommen!
Mein Herz jauchzt empor,
Meine Brust will zerspringen:
Benedict ist's ein Traum?
Benedict liebte mich?

Arie
Ich ahnt' es längst,
Er liebt nur mich!
Doch wollt' ich nimmer
Mir's gestehen.
Als zum Kampf er gezogen,
Da fühlt' ich allzusehr,
Wie er mir sei gewogen,
Wie der Abschied ihm so schwer!
Und auch meine Brust
Schlug für ihn
Unbewusst.

Er zog von dannen
Kehrt er wohl wieder?
Hat er den Sieg,
Den Tod gefunden?
Fragt' ich mich bang'
In trüben Stunden.

Dann sah ich oft im Traum
Ihn von Gefahr umgeben:
Der Feind stürmt' wild herbei
Ich vernahm sein Geschrei,
In Strömen floss das Blut,
Den Unsern sank der Muth,
Ich sah, wie er noch stand,
Wie er focht, wuthentbrannt,
Dann sah ein Schwert ich blinken,
Seine Brust traf der Stahl! ....
Ich sah ihn sinken,
Sah seine Todesqual ....

Ich schreie laut,
Ruf' um Hilfe,
Flieg' herbei
Schon war's zu spät,
Er verschied
In meinem Arm.
Entsetzt fahr' ich empor,

Sein Tod war nur ein Traum,
Ich lache über mich
Und ihn,
Spotte seiner Gefahren,
Und doch,
Mein Herz erbebt',
So oft ich sein gedachte.
Er liebt ja mich,
Ich wusst' es längst,
Doch wollt' ich nimmer
Mir's gestehen.

Als zum Kampf er gezogen,
Da fühlt' ich allzusehr,
Wie er mir sei gewogen,
Wie der Abschied ihm so schwer.
Und auch meine Brust
Schlug für ihn
Unbewusst
Er liebt nur mich,
Ich wusst' es längst!

Lieb' ich auch ihn?
Ja, Benedict, ich liebe Dich!

Dir will ich angehören,
Nur Dir will Treu' ich schwören;
Du hast gesiegt,
Mein Stolz erliegt!
O komm'!
Ich lieb' Dich treu und wahr!
Lebwohl
Du Uebermuth, auf immerdar!

Dein Ziel, Du hast es erreicht,
Dein Herz hat das meine erweicht!
Mein Hohn verstummt,
Mein Spott versiegt,
Mein Mädchenstolz, er unterliegt!

Unsre Geister sind verwandt!
Nimm als Preis denn meine Hand!
Du bist aller Opfer werth:
Du hast lieben mich gelehrt!

Beatrice wendet sich zum Abgehen, wird aber von der, mit Ursula eintretenden Hero zurückgehalten.


SZENE 3
Beatrice. Hero, als Braut gekleidet, ohne Schleier und Kranz. Ursula, gleichfalls im Festschmucke. Später 4 Brautjungfern, dann Herren und Damen.

HERO
Was fehlt Dir, Beatrice? So allein,
Dem Festesjubel fern?

BEATRICE
Mir ist nicht wohl,
Verstimmt, zerstreut. Hero, ich möchte weinen,
Und wenn ich lache, so versteh's als Thränen.

URSULA
Seid Ihr verliebt?

BEATRICE
Was meint die Närrin?

URSULA
Nichts!
Gott schenke Jedem, was sein Herz begehrt!

BEATRICE
Ich bin recht krank, mir steigt das Blut zu Kopf!

URSULA
Legt Benedictenkraut Euch auf das Herz,
Das ist probat!

BEATRICE
heftig
Was, Benedict? Ihr lacht?
Was meint Ihr mit der plumpen Anspielung?

URSULA
Ich meint' Signore Benedict. Nun, der
Schwur einst die Liebe ab, und jetzt, beim Himmel,
Ist er verliebt wie and're Menschenkinder!

BEATRICE
zu Hero, sehr erregt
Sie treibt mich fort mit albernem Geschwätz!

HERO
Dein Zustand ängstigt mich,
schwärmerisch
die ich so glücklich bin!

Nr. 11 - Terzett

HERO
Den Mann, den so hoch ich verehrt,
Soll durch meine Hand ich beglücken;
Mein Leben erhält
Durch ihn erst Werth,
Ich preise das Loos,
Das durch ihn mir bescheert!

URSULA
Den Mann, den so hoch sie verehrt,
Will durch ihre Hand sie beglücken;
Ihr Leben erhält
Durch ihn erst Werth,
O, seliges Loos,
Das die Liebe bescheert!

BEATRICE
träumerisch
Den Mann, den so hoch Du verehrt,
Darfst mit Deiner Hand Du beglücken!
Dein Leben erhält
Einen neuen Werth!
Glücklich Dein Loos,
Das die Liebe bescheert!

HERO UND URSULA
bei Seite, Beatrice beobachtend
Welch' sanfter Ton?
Sie scheint bewegt,
Das Mittel wirkt!

URSULA
Doch wie?
Mir scheint das Herz Euch schwer?
Ist's etwa Neid,
Der unsre Freundin quält?
Nein, nein!
Ihr liebt die Freiheit viel zu sehr,
Ihr thut mir leid,
Ihr bleibt ja unvermählt!

BEATRICE
Ich voll Neid? Ich vermählt?
Nein, nie!
Folgsam gehorchen dem Ehe-Tyrann?
Er mein Herr?
Nimmermehr!
Lieber will ich in Klostermauern
Mein Leben vertrauern,
Eh' ich mich beuge je einem Mann!

HERO
O, Himmel! Verhüte das Loos:
Dass je ihr kaltes Herz
Empfände Liebes-Schmerz!
Das Unglück wäre zu gross!
Wenn Deine Schönheit einst,
Dein hoher Geist,
Der so stolz sich erweist,
Das Herz des edelsten Mannes besiegen,
Du schmachtend siehst ihn vor Dir liegen.

HERO UND URSULA
Komme nie der Tag,
Wo Du musst gestehen,
Dass der Liebe Flehen
Auch Dein Herz erlag!

BEATRICE
Nimmer traue ich Männerschwüren,
Lasse durch Seufzer mich niemals rühren,
Nie erweicht mich der zärtlichste Ton!
Könnt' auch den stolzesten Mann ich besiegen,
Schmachtend liesse den Armen ich liegen,
Seine Thränen verlacht' ich,
Seine Schwäche veracht' ich,
Mein Hohn nur wär' sein Lohn!

URSULA
Oft im besten Ehestand
Muss man erfahren,
Dass mit den Jahren
Die Liebe schwand.
Dann kommt zu spät die Reu'!
Ach! schwerer ist Nichts zu wahren,
Als Männer-Treu!

HERO
Dann schleicht sich herein
Die Eifersucht!
Sie kommt über Nacht
Mit furchtbarer Macht

HERO UND URSULA
Sie quält in dämonischer Lust
Die liebende Brust
Mit höllischer Pein!

HERO
Ha! Wenn mein Gemahl ....
Gott! Welcher Gedanke!
Wenn er kalt mich verliess,
Wenn mein Herz er verstiess,
Wenn er bräche die Treue, ....
Welche Qual!

BEATRICE
sich vergessend
Ha! Könnt' er mich verschmähen!
Rasend würd' ich vor Wuth:
Sühnen müsst' es sein Blut!

HERO
lachend
Was hat so in Wuth Dich gebracht?
Hat Eifersucht denn auch noch Macht
Im kältesten Herzen?
Doch ist's nicht Frevel, zu scherzen?
Mich liebt ja Claudio allein,
Bald ist er mein!

HERO
Den Mann, den so hoch ich verehrt,
Soll durch meine Hand ich beglücken;
Mein Leben erhält
Durch ihn erst Werth,
Ich preise das Loos,
Das die Liebe bescheert.

BEATRICE
Den Mann, den so hoch Du verehrt,
Darfst durch Deine Hand Du beglücken!
Dein Leben erhält
Einen neuen Werth,
Glücklich Dein Loos,
Das die Liebe bescheert!

URSULA
Den Mann, den so hoch sie verehrt,
Will durch ihre Hand sie beglücken,
Ihr Leben erhält
Durch ihn erst Werth,
O seliges Loos,
Das die Liebe bescheert!

Vier Brautjungfern, weiss gekleidet, treten mit Schleier und Kranz ein.

URSULA
Wir müssen fort, der Trauung Stunde schlug
Und man erwartet Euch!

HERO
In Gottes Namen!
Komm'! Beatrice!

BEATRICE
Ja! Ich folg' Euch gleich.

Damen und Herren sind eingetreten. Hero wird von den Mädchen mit Schleier und Kranz bekleidet und geht dann an der Spitze des den nachfolgenden Chor singenden Brautzuges mit Ursula ab. Beatrice sieht ihnen träumerisch nach.

Nr. 12 - Brautlied

CHOR
Komm', komm'! die Stunde nahet!
Komm', hochbeglückte Braut!
Reine, zarte Mädchenblüthe,
Die in holder Scham erglühte:
Flicht den Brautkranz Dir in's Haar,
Lass Dich führen zum Altar!
Der Geliebte harret Dein,
Dir der Treue Schwur zu weih'n.
Komm', hochbeglückte Braut,
Der Gatte harret Dein!

Beatrice hat während des Gesanges schon ihr Angesicht verhüllt, als wenn sie Thränen zurückhalten wollte.


SZENE 4
Beatrice. Benedict.
Benedict tritt, vorsichtig sich umblickend, auf; Beatrice sieht ihn erst, als sie sich umwendet. Beide erschrecken.


BEATRICE
Ach!

BENEDICT
verlegen
Ach! Schöne Beatrice,
Man sucht Euch.

BEATRICE
erschrocken
Mich? Ihr sucht mich, Benedict?

BENEDICT
sich fassend
Wie? Sagt ich das? Nicht achtet d'rauf. Seit Kurzem
Sprech' ich, was früher nimmer ich gedacht.

BEATRICE
gefasst
Und denkt, was Ihr nicht spracht?

BENEDICT
Vielleicht auch das!

BEATRICE
So könnt Ihr, was Ihr spracht, auch nicht vertreten.
Was denkt Ihr jetzt?

BENEDICT
Ich denk', dass ich Euch liebe!

BEATRICE
Das klingt so seltsam, fast, als wär' es wahr!

BENEDICT
Es ist so wahr, als es Euch seltsam scheint!
Bei meinem Schwert: Du liebst mich, Beatrice!
Und zwingen will ich den, mein Schwert zu essen,
Der sagt: Ich lieb' Dich nicht.

BEATRICE
Verzeih' mir's Gott!
Ich war bereit zu einer argen Sünde!
Fast hätt' ich Euch gesagt, dass ich Euch liebe.

BENEDICT
Thut's denn und schwört bei Eurem ganzen Herzen!

BEATRICE
Das wäre Meineid, denn, wenn ich Euch liebte,
Wär' Euer ja mein Herz und nicht mehr mein!

BENEDICT
Besiegelt's durch 'nen Kuss!

BEATRICE
ausweichend
Nicht Lohn noch Strafe
Will ich für meine Liebe.

BENEDICT
Dann sprich, für welche meiner Fehler Du mich liebst?

BEATRICE
Für alle, denn sie stehen so zusammen,
Dass keine Tugend zwischen sie sich drängt.
Sag' lieber, weshalb liebst Du meine Tugend?

BENEDICT
Weil Deine Fehler selbst mir Reize scheinen.
Und ich so keinen missen wollte! Komm'! Zu Deinem
Oheim!

BEATRICE
Das ist zu spät, da kommt er selbst!


SZENE 5
Don Pedro. Leonato. Hero mit Schleier und Kranz. Clandio. Beatrice. Benedict. Notar. Ursula. Hochzeitsgäste. Gefolge. Diener.
Alle treten in feierlichem Zuge ein.


Nr. 13 - Grosses Ensemble
Um den Festzug einzuführen und auf der Bühne zu ordnen, bedarf das Ensemble einer Instrumental-Einleitung. Deshalb sollen, nach Anordnung des Componisten, die ersten 13 Takte im Orchester erst allein gespielt und dann mit Chor repetirt werden.
Beatrice. Hero. Ursula. Benedict. Claudio. Don Pedro und Chor.


ALLE
Herr! der die Kraft uns gab,
Dass wir den Feind bezwungen,
Blick' gnädig jetzt auf uns herab!

HERO UND CLAUDIO
Du, dem die Herzen kund,
Den preisen alle Zungen:
O, seg'ne unsern Liebesbund!
Erhöre unser heisses Fleh'n,
Vernimm den Schwur der ew'gen Treue!
Lass stets uns Deine Pfade geh'n,
Gieb unserm Bund die rechte Weihe!

ALLE UEBRIGEN
Du, dem die Herzen kund,
Den preisen alle Zungen:
O, seg'ne diesen Ehe-Bund!
Erhöre, Herr, ihr heisses Flehn,
Hör' ihren Schwur der ew'gen Treue!
Dies Paar lass Deine Pfade geh'n,
Gieb ihrem Bund die rechte Weihe!

ALLE
Herr, der die Kraft uns gab,
Dass wir den Feind bezwungen:
Blick' gnädig jetzt auf uns herab!

Ein Tisch mit Schreibzeug ist gebracht worden, zu welchem der Notar jetzt tritt und seine Papiere dort ausbreitet.

LEONATO
Ist Alles bereit?

NOTAR
Die Kontrakte sind fertig;
Noch fehlt die Unterschrift.

LEONATO
zu Claudio
So zeichne denn zuerst, mein theurer Sohn!

Claudio unterschreibt.

DON PEDRO
Nun, holde Braut!

Hero unterzeichnet.

NOTAR
Die Zeugen später! Nun erst den Kontrakt!

DON PEDRO
Es ist gescheh'n!

NOTAR
Der erste, ja! Allein
Der zweite noch!

DON PEDRO
Und wer will noch hier frei'n?

NOTAR
Ein zweites Paar, so wurde ich entbeten,
Das auch gewillt, heut' in die Eh' zu treten!

Benedict tritt zagend vor.

LEONATO
Ihr, Ehefeind, Ihr seid's doch sicher nicht?

BENEDICT
leise und hastig zu Beatrice
Liebt Ihr mich, Fräulein?

BEATRICE
Nein! Nicht mehr als billig!

BENEDICT
So ist es Trug, was Euer Oheim spricht?

BEATRICE
Liebt Ihr mich denn?

BENEDICT
Das Herz ist leidlich willig,
Allein die Lippe ist's noch immer nicht!

BEATRICE
So hat die Muhme mich und Ursula
Schelmisch getäuscht. Sie schwuren mir, Ihr liebtet!

BENEDICT
Und nehmen will ich Dich, weil der Kontrakt
Doch einmal fertig!

BEATRICE
Und ich schlage ein,
Um Gotteswillen, weil kein Schlimm'rer da!

Benedict und Beatrice unterzeichnen rasch den Kontrakt.

LEONATO
Herbei! Herbei! Und stimmet an!

Somarone ist mit Musikern und Sängern aufgetreten, stellt Alle auf und giebt mit dem Taktstock ein Zeichen. Zugleich kommen 4 Diener, welche Stangen mit Inschriften tragen, die noch nicht zu sehen sind, weil die Schrift nach rückwärts gekehrt ist. Andere Diener tragen den Tisch schnell fort. Die 4 Diener stehen in der Mitte in einer Linie; rechts und links die Musiker. Alle Uebrigen weichen nach beiden Seiten zurück. Beatrice und Benedict allein, verwundert im Vordergrunde.

Nr. 14

ERSTER DIENER
dreht beim zweiten Schlag der grossen Trommel rasch seine Stange um, so dass die Inschrift zu lesen ist:
»Hier ist«.

ALLE, ausser BENEDICT UND BEATRICE
auf Benedict mit Fingern weisend, und von der Inschrift ablesend:
»Hier ist.«

ZWEITER DIENER
dreht beim dritten Schlag rasch seine Stange, auf der zu lesen ist:
»Zu seh'n«.

ALLE
wie oben
»Zu seh'n.«.

DRITTER DIENER
ebenso beim vierten Schlag

ALLE
»Benedict.«.

VIERTER DIENER
ebenso beim fünften Schlag

ALLE
»Als Ehemann.«.

Alle lachen.

BENEDICT
Lacht immer zu! Der Ehemann weiss sich zu trösten!
Das war ein schwerer Sieg, den Ihr errungen!
Ihr habt ein liebend Paar zur Eh' gezwungen!


Nr. 15 - Scherzo-Duettino

Gegenseitige Beglückwünschungen und Begrüssungen. Das Vorspiel muss unterstützt werden von sehr vornehmen Manieren auf der Bühne.
Benedict und Beatrice sind nach dem Vordergrund gekommen.


BENEDICT
Die Liebe lodert empor,

BEATRICE
Sie flackert hin und her,

BENEDICT
Ein Irrlicht bricht sie hervor,
Wer weiss woher?

BEATRICE
Blitzt auf und huscht vorbei,
Und schliesst die tollsten Ehen!

BENEDICT
Was hilft's, dass klug man sei?
Schon ist's geschehen!

BEATRICE
Mich rührte das stumme
Schmachten des Armen!

BENEDICT
Mich jammert' die heisse
Liebe der Armen!

BEATRICE
Ich war allzu weich.

BENEDICT
Ich erhörte Euch.

BEIDE
Nur aus Erbarmen!
Unser letzter Streich
Sei der tollste zugleich:
Ich liebe Euch!
Das Unglück ist nun da,
Wer weiss denn, wie's geschah?
Bei verlorenem Spiel
Hilft die Reue nicht viel!

BEATRICE
Scheint er mir doch werth,
Dass man sich bekehrt,
Hat sich brav gewehrt!

BENEDICT
Scheint sie mir doch werth,
Dass man sich bekehrt,
Hat sich brav gewehrt!

BEIDE
Heute bleibe der Liebe Sieg;
Morgen beginne auf's Neue der Krieg!

ALLE
Der Krieg!

Benedict umarmt Beatrice, Claudio Hero.

Personnages:
DON PEDRO, général de l’armée sicilienne (basse)
CLAUDIO, aide de campe du général (baryton)
BÉNÉDICT, officier sicilien, ami de Claudio (ténor)
LÉONATO, gouverneur de Messine (acteur)
HÉRO, fille de Léonato (soprano)
BÉATRICE, nièce de Léonato (soprano)
URSULE, dame d’honneur d’Héro (mezzo-soprano)
SOMARONE, Maître de chapelle (basse)
Un MESSAGER
Un TABELLION
Deux DOMESTIQUES

Musiciens, choristes, peuple sicilien, seigneurs et dames de la cour du gouverneur

La scène est à Messine



Ouverture

PREMIER ACTE

Dans le parc du gouverneur de Messine. Au premier plan, à gauche, un petit bosquet, derrière lequel on peut, des deux côtés, se cacher, et d’où l’on peut se montrer; tout auprès, un siège de repos. A droite, en face, une statue; à ses pieds, des fleurs, dont quelques-unes peuvent être cueillies. Dans le fond, une terrasse, élevée de quelques degrés, ouverte et accessible des quatre côtés, courant en travers de la scène. Du côté des spectateurs, et vers le fond de la scène, elle débouche sur un escalier. A gauche, la terrasse conduit vers les parties les plus sombres du parc; à l’entrée se voit une fontaine. A droite, la terrasse conduit au palais du gouverneur. Dans la profondeur de la scène, la ville de Messine, en contrebas. En perspective, à droite, le palais du gouverneur, sur une colline; à ses pieds une partie de la ville; à gauche, la mer

L’action commence en plein jour, et se poursuit jusqu’à l’arrivée de la nuit



SCÈNE I
Le peuple sicilien

Le peuple sicilien entre. Tous arrivent de la ville par le fond, et se pressent avec joie sur la terrasse. Ensuite sort de son palais et vient à leur rencontre, le gouverneur accompagné de Héro et de Béatrice

N° 1 – Chœur

LE PEUPLE
Le More est en fuite! Victoire!
Don Pedro s’est couvert de gloire.
A ses braves, honneur!
Vive la Sicile! Vive la Sicile!
Que les monts et la plaine et la cour et la ville
Répètent le nom du vainqueur!

LES FEMMES
Pour ce vaillant cueillons des roses
A l’ombre des myrtes écloses.

LES HOMMES
Pour ses nobles guerriers
Tressons des lauriers.

A ce moment paraît le gouverneur Léonato, accompagné de Héro et de Béatrice ; il s’avance du côté du palais sur la terrasse, écoute les chants, puis descend lentement les marches en saluant le peuple qui se range avec déférence pour lui faire place

LE PEUPLE
Le More est en fuite! Victoire, etc.


SCÈNE II
Léonato, Héro, Béatrice

LÉONATO
à l’avant-scène et tourné vers le peuple qui se presse autour de lui
Enfin, cette guerre est terminée! Les Mores ont été taillés en pièces, et les survivants ont été trop heureux de pouvoir remonter sur leurs vaisseaux et regagner l’Afrique, d’où ils ne seront pas tentés de revenir. Don Pedro, notre illustre général, arrive aujourd’hui même.

HÉRO
Ah! mon père, quel bonheur! Et... Claudio le suit, sans doute?

LÉONATO
Assurément! Claudio n’est-il pas le bras droit du général?

BÉATRICE
Il est vrai, le général est si fort engoué de lui...

LÉONATO
Au reste, nous allons avoir des détails, on m’annonce un message.


SCÈNE III
Les mêmes, un messager

LE MESSAGER
remettant une lettre à Léonato
Monseigneur, je vous annonce l’arrivée du général. Quand je l’ai quitté, il n’était qu’à trois lieues de Messine.

LÉONATO
sans interrompre la lecture de sa lettre
Combien d’hommes avez-vous perdus dans cette action?

LE MESSAGER
Très peu, et aucun officier de marque.

LÉONATO
Le prix d’une victoire est doublé, quand le vainqueur ramène tout son monde.
Avec un sourire à l’adresse de Héro
Je vois, par cette lettre, que Don Pedro a conféré d’éclatants témoignages de satisfaction au jeune Claudio.

HÉRO
à part, avec joie
Dieu!

LE MESSAGER
Il les a mérités par une conduite à laquelle Don Pedro a rendu justice, et il a été au-delà de ce que promettait son âge. C’est un agneau qui s’est conduit comme un lion.

BÉATRICE
au messager
Veuillez me dire, je vous prie, si le seigneur Matamore est de retour, ou non, de la guerre.

LE MESSAGER
Je ne connais dans l’armée personne de ce nom, madame.

HÉRO
au messager
Ma cousine veut parler du seigneur Bénédict de Padoue.

LE MESSAGER
Oh! il est de retour, et aussi agréable que jamais. Voilà encore un vaillant.

BÉATRICE
Vaillant auprès d’une dame; mais qu’est-il en face d’un guerrier?

LE MESSAGER
Brave devant un brave, et homme en face d’un homme. Lui aussi a, dans cette guerre, rendu d’importants services.

BÉATRICE
Vous aviez des vives avariés, et il vous a aidés à les consommer. C’est un intrépide gastronome, il a un excellent estomac.

LÉONATO
au messager
Veuillez, Monsieur, ne pas mal juger de ma nièce! Il y a entre elle et le seigneur Bénédict une guerre d’épigrammes, et ils ne se rencontrent jamais qu’il ne s’engage entre eux une escarmouche d’esprit.

BÉATRICE
à Léonato
Hélas! il a perdu beaucoup de son esprit dans notre dernière rencontre. au messager Quel est maintenant son frère d’armes? Car il en prend un nouveau tous les mois.

LES MESSAGER
Est-il possible?

BÉATRICE
Très possible. Ses affections changent, comme la forme de sa toque, à chaque mode nouvelle.

LE MESSAGER
Je vois, Madame, que ce gentilhomme n’est pas dans vos papiers.

BÉATRICE
Non! s’il y était, je les brûlerais tous. Mais quel est, je vous prie, son frère d’armes?

LE MESSAGER
Il est habituellement dans la compagnie du noble Claudio.

BÉATRICE
Mon Dieu! il s’attachera à lui comme la fièvre! On le gagne plus facilement que la peste, et à l’instant même on devient fou.
à Héro
Dieu soit en aide au noble Claudio! S’il a attrapé le Bénédict, il lui en coûtera plus de six mille ducats avant d’être guéri.

LE MESSAGER
Je tâcherai, Madame, d’être de vos amis.

BÉATRICE
Je vous le conseille.

LÉONATO
Ma nièce, vous ne deviendrez jamais folle.

BÉATRICE
Non, tant que la canicule ne viendra pas en janvier.

On entend au loin quelques roulements de tambour

LE MESSAGER
Je vais au devant du général. Il salue et s’éloigne; le peuple se précipite vers le fond


SCÈNE IV
Les mêmes, moins le messager


N° 2 – Chœur

LE PEUPLE
Le More est en fuite! Victoire!

BÉATRICE
interrompant le chœur Assez! assez! aurez-vous bientôt fini de nous chanter "gloire et victoire, guerriers et lauriers"? Quelles rimes! Voilà les suites de la guerre! Je me sauve. Elle sort, Léonato la suit bientôt après


SCÈNE V
Héro, le chœur

HÉRO
Ne l’écoutez pas, mes amis ! Continuez, je suis heureuse, moi, de vous entendre et de partager votre joie.

Pendant le chœur qui suit, Héro parcourt les groupes en ayant l’air de se réjouir avec eux du retour de l’armée. Puis, elle monte sur la terrasse, et regarde d’un air impatient vers la ville

LE PEUPLE
Le More est en fuite! Victoire!
Don Pedro s’est couvert de gloire.
A ses braves, honneur!
Vive la Sicile! Vive la Sicile!
Que les monts et la plaine et la cour et la ville
Répètent le nom du vainqueur!


N° 2 bis – Sicilienne

Orchestre seul.

Après la danse, le peuple franchit la terrasse, au son des tambourins, et se dirige vers la ville à la rencontre de l’armée.


SCÈNE VI
Héro

N° 3 – Air

HÉRO
seule
Je vais le voir, je vais le voir!
Son noble front rayonne
De l’auréole du vainqueur.
Cher Claudio! que n’ai-je une couronne!
Je te la donnerais, je t’ai donné mon cœur.
Il me revient fidèle.
Plus d’angoisse mortelle!
Nos tourments sont finis,
Nous allons être unis.
De sa constance,
De sa vaillance
Ma main sera le prix.

Pendant la dernière ritournelle de l’orchestre, Héro se dirige vers la terrasse, sans y monter. A ce moment se rejoignent sur cette terrasse Léonato, Béatrice avec leur suite, sortant du palais, et Don Pedro, Claudio, Bénédict avec deux officiers venant de la ville


SCÈNE VII
Don Pedro, accompagné de sa suite; Claudio, Bénédict, Léonato, Héro, Béatrice

LÉONATO
venant du fond et causant avec Don Pedro
Recevez mes félicitations, général! La Sicile est délivrée par vous. Notre île entière tressaille de joie et de reconnaissance.

DON PEDRO
Épargnez-moi, mon cher Gouverneur! Je n’aime pas à entendre parler de ce que j’ai fait. Grâce à Dieu et à la valeur de ces jeunes braves (montrant Claudio et Bénédict), l’ennemi a pris la fuite, après des pertes énormes. J’en suis heureux autant que vous. Mais, n’en parlons plus! Nous avons, si je ne me trompe, un sujet plus doux d’entretien. Saluant Héro C’est demain, n’est-ce pas, que...
Léonato lui fait signe de se taire, et l’emmène dans le fond en parlant bas

BÉNÉDICT
Eh! mais, pourtant, ce que nous avons fait n’est pas trop mal: cinq mille morts restés sur le champ de bataille...

CLAUDIO
courant à Héro
Chère Héro!

HÉRO
Cher Claudio!
Ils s’éloignent vers le fond du jardin en causant

BÉATRICE
Oh! sans doute, les héros de l’Iliade, Alexandre et César, ne sont rien auprès de vous, et ce serait pitié de parler, le même jour, de leurs exploits et des vôtres.

BÉNÉDICT
Eh! quoi, signora Dédain. Vous vivez encore?


N° 4 – Duo

BÉATRICE
Comment le Dédain pourrait-il mourir?
Vous êtes vivant!
On le verrait naître
S’il n’existait pas;
Et tant qu’ici bas
Vous oserez paraître,
Pour son bon plaisir
Il ne voudra pas en sortir.

BÉNÉDICT
Aimable Dédain! on est trop heureux
D’endurer vos coups!
Aimable Dédain!
Que ne suis-je maître
De suivre vos pas!
Oui, tant qu’ici-bas
Vous daignerez paraître
Pour charmer nos yeux,
Qui donc voudrait aller aux cieux?

BÉATRICE
J’ai pitié de votre ironie.

BÉNÉDICT
Moi, railler! certes, je le nie.
Mais franchement, non,
Vous avez raison.
Je suis insensible,
D’humeur inflexible,
Et c’est un vrai bonheur pour nous
Qu’adoré de toutes les femmes,
Enflammant, malgré moi, tant d’âmes,
Je ne sois point aimé de vous.

BÉATRICE
N’ayez à ce sujet aucune inquiétude!

BÉNÉDICT
Je suis insensible, etc.

BÉATRICE
N’ayez à ce sujet aucune inquiétude!

BÉNÉDICT
De vous déplaire en tout je ferai mon étude.
J’aurais trop de chagrin de vous désespérer!

BÉATRICE
Vous pouvez sans effort, seigneur, vous rassurer.

BÉATRICE et BÉNÉDICT
Mais quel plaisir étrange
Trouvé-je à l’irriter!
Comme un cœur qui se venge
Je sens le mien bondir et palpiter.
Un frisson de colère
Me prend quand je le (la) vois.
Son rire m’exaspère
Et je tremble à sa voix.

BÉNÉDICT
Dieu du ciel! Faites-moi la grâce
De ne pas femme m’octroyer,
montrant Béatrice
Blonde surtout!

BÉATRICE
Quelle menace!

BÉNÉDICT
Mieux vaut en enfer m’envoyer.

BÉATRICE
Dieu du ciel! Faites-moi la grâce
De ne pas m’imposer d’époux,
montrant Béatrice
Barbu surtout!

BÉNÉDICT
Quelle menace!

BÉATRICE
Je le demande à deux genoux.

BÉATRICE ET BÉNÉDICT
Mais quel plaisir étrange, etc. Béatrice sort


SCÈNE VIII
Bénédict, Don Pedro, se rapprochant avec Léonato, et suivi, à quelque distance, de Claudio et d’Héro

LÉONATO
à Héro
Ma fille, suivez-moi! Il l’emmène


SCÈNE IX
Don Pedro, Claudio, Bénédict

Don Pedro et Claudio se rapprochent. Bénédict fait un mouvement pour sortir

DON PEDRO
Bénédict, ne partez pas! Le gouverneur me charge de vous inviter à une fête qu’il donne ce soir dans son palais, et dont un de vos amis sera le héros.
à Claudio
Vous y viendrez aussi, Claudio? Devinez-vous quel peut-être cet ami de Bénédict?

CLAUDIO
troublé
Mon général... je ne sais... je n’ose croire...

BÉNÉDICT
Oh, c’est lui. Voilà le héros! Je le vois trembler.

DON PEDRO
riant
En effet, c’est Claudio qui sera dès ce soir l’heureux époux de sa belle fiancée.
à Claudio
La mission que vous m’aviez confiée a pleinement réussi. Léonato consent à ne plus retarder votre mariage.

CLAUDIO
Se peut-il?

DON PEDRO
Oui, et dans l’espoir de cette réunion, instruit d’ailleurs, dès longtemps, de votre belle conduite à l’armée, il avait tout préparé pour la cérémonie. A ce soir, donc! L’exemple ne vous tente-t-il pas, Bénédict?

BÉNÉDICT
Moi?


N° 5 – Trio

BÉNÉDICT
Me marier? Dieu me pardonne!
Ah! j’aime mieux dans un couvent
Mourir sous le froc tristement,
Et que l’univers m’abandonne.

CLAUDIO et DON PEDRO
Quelle fureur! Dieu vous pardonne
De maudire un lien charmant
Et de préférer le couvent
Au bonheur que l’hymen nous donne!

BÉNÉDICT
Oui, oui, plutôt mourir dans un couvent!

CLAUDIO ET DON PEDRO
Dieu vous pardonne!

BÉNÉDICT
D’une femme il est vrai que je reçus la vie!
Elle m’éleva, je l’en remercie;
Mais si malgré tout je ne me soucie
Que fort peu de porter de hauts bois sur le front,
Les femmes me pardonneront.
Par ma défiance,
De toutes les blesser je n’ai pas le vouloir;
Je ne saurais pourtant avoir
En l’une d’elles confiance,
Et ma conclusion,
C’est que je veux mourir garçon!

CLAUDIO ET DON PEDRO
Quelle fureur ! Dieu vous pardonne, etc.

BÉNÉDICT
Me marier? Dieu me pardonne, etc.

CLAUDIO
Impie!

DON PEDRO
Ingrat!

CLAUDIO
Blasphémateur!

BÉNÉDICT
J’admire votre noble ardeur...

CLAUDIO
Une douce compagne...

BÉNÉDICT
...Que la ruse accompagne...

DON PEDRO
...Qui berce vos ennuis...

BÉNÉDICT
...Et qui trouble vos nuits...

CLAUDIO
Une constante amie...

BÉNÉDICT
...Une intime ennemie...

DON PEDRO
...Qui vieillit avec nous...

BÉNÉDICT
...Qui vieillit avant nous...

CLAUDIO
Un charme, une grâce...

BÉNÉDICT
...Qu’un hiver efface...

DON PEDRO
Un trésor d’amour...

BÉNÉDICT
...Qu’épuise un seul jour...

CLAUDIO
Source de vie...

BÉNÉDICT
...Caquet de pie...

DON PEDRO
Fidélité...

BÉNÉDICT
...Fragilité...

CLAUDIO
Tendresse...

BÉNEDICT
...Faiblesse...

DON PEDRO
Cœur pur...

BÉNÉDICT
...Peu sûr.

CLAUDIO ET DON PEDRO
Maître...

BÉNÉDICT
...Traître.

CLAUDIO ET DON PEDRO
Doux...

BÉNÉDICT
...Houx!
Me marier?
Dieu me pardonne, etc.

CLAUDIO ET DON PEDRO
Dieu vous pardonne, etc.

BÉNEDICT
Si jamais Bénédict au joug peut se soumettre,
Il consent, ou le diable m’emporte, à voir mettre
Comme une enseigne, sur son toit, ces mots écrits:
"Ici l’on voit Bénédict, l’homme marié!"

CLAUDIO ET DON PEDRO
Comme nous rirons tous, ce jour
Qu’on le verra pâle d’amour!

CLAUDIO, DON PEDRO, BÉNÉDICT
ensemble

CLAUDIO et DON PEDRO
Ah! l’étrange folie!
Non, jamais de ma vie
De matrimoniophobie
Je ne vis un exemple égal!
Rions de sa prudence
Et de sa persistance
A craindre l’accident fatal!

BÉNÉDICT
Ah! l’étrange folie!
Non, jamais de ma vie
De matrimoniomanie
Je ne vis un exemple égal!
Je ris de leur instance
Et de leur persistance
A prôner le destin banal.

BÉNÉDICT
ironiquement
Je vous quitte, messieurs, vous me convertiriez.
Il sort à droite


SCÈNE X
Don Pedro, Claudio

DON PEDRO
Par le ciel! Il faut que nous en venions à bout. La seule femme qui convienne à cet étourdi, c’est Béatrice.

CLAUDIO
Comme aussi le seul homme qui convienne à cette folle, c’est Bénédict.

DON PEDRO
Eh bien ! laissez-moi faire et, si votre aimable fiancée veut me venir en aide, nous parviendrons à réaliser le projet de ce mariage invraisemblable, dont le Gouverneur vient aussi de m’entretenir, et nous verrons, avant qu’il soit peu, Bénédict l’homme marié. Je vais communiquer mon plan à Héro; suivez-moi chez elle, vous connaîtrez la comédie et le rôle que je prétends vous y faire jouer.
Bruit et voix derrière la scène
Voici venir les musiciens que le seigneur Léonato veut, ce soir, faire entendre à la fête; ils viennent répéter leur épithalame.

CLAUDIO
Laissons-les à leur discordante étude!
Ils sortent à droite


SCÈNE XI
Entre Somarone, suivi de chanteurs et de musiciens portant des hautbois et des bassons

SOMARONE
venant de gauche
Allons! chacun de vous doit maintenant savoir sa partie, ou il ne la saura jamais; voyons l’ensemble. Ah! c’est un bel ouvrage, et que j’ai mis plus de huit jours à composer. Placez-vous, placez-vous! Ici... Ici donc!... là, en me regardant. Bon! il me tourne le dos. Mais, malheureux, comment verras-tu la mesure ?... Il faudra donc que je te la batte sur la tête ou sur les épaules?... Ah! j’oubliais... êtes-vous d’accord, vous autres?

UN MUSICIEN
Oui, oui, parfaitement!

SOMARONE
Voyons.
Au premier hautbois
Donne ton la.
Le premier hautbois donne le la à l’autre
Et toi?
Le second hautbois donne le la bémol qu’il tient en même temps que le la naturel du premier

SOMARONE
portant la main à ses oreilles
Ah! aïe! Holà! Pouah! misérable! Veux-tu bien t’accorder tout de suite!... Il y a de quoi déchirer des oreilles d’âne. Voilà comment vous avez osé l’autre soir exécuter ma sérénade! Vous avez juré de m’assassiner!
Ils s’accordent

SOMARONE
à peu près satisfait
Enfin!... Y êtes-vous?...

TOUS
Oui, oui!

SOMARONE
Je n’ai plus à vous donner qu’une dernière instruction, mais la plus importante. Je ne ferai pas de longs discours sur ma musique.
Il lève son bâton de conducteur en l’air, comme pour marquer la première mesure et, parcourant d’un regard superbe les rangs des exécutants
Mesdames et Messieurs... le morceau que vous allez avoir l’honneur d’exécuter est un chef-d’œuvre!... Commençons!...
Il bat la mesure


N° 6 – Épithalame grotesque

LES CHORISTES
Les choristes doivent chanter ce chœur, leur musique à la main et en chargeant un peu
Mourez, tendres époux
Que le bonheur enivre!
Mourez, pourquoi survivre
A des instants si doux?
Qu’une mort bien heureuse
Descende paisible sur vous
Comme la nuit calme et rêveuse!

SOMARONE
aux choristes
Ah! mon Dieu! vous me beuglez cet épithalame comme un De profundis! Vous ne comprenez donc pas... ce... ce chef-d’œuvre?.. Un chant de bonheur! un chant d’amour! qui doit ravir en extase les mariés... la nuit... qui doit s’envoler... s’exhaler... comme un parfum d’harmonie vers leur chambre nuptiale!


SCÈNE XII
Les précédents, Bénédict venant de droite

BÉNÉDICT
à part, dans le fond
Je ne conçois pas qu’un homme, qui voit combien est insensé celui qui se soumet à l’empire de l’amour, puisse, en devenant amoureux, tomber dans l’insigne folie qu’il a ridiculisée dans autrui et s’offrir en butte à ses propres sarcasmes.

Somarone, pendant le monologue de Bénédict, examine attentivement un passage de sa partition

SOMARONE
Un instant! je veux changer quelque chose à la seconde ritournelle.
Il écrit quelques notes au crayon sur son manuscrit

BÉNÉDICT
continuant son monologue
Et cependant, tel est Claudio. J’ai vu un temps où l’harmonie la plus délicieuse à son oreille, c’était le son du fifre et du tambour, et maintenant il leur préfère de langoureuses mélodies! J’ai vu un temps où il eût fait dix lieues à pied pour voir une bonne armure; à présent, il passera dix nuits à combiner la coupe d’un nouveau pourpoint. Du diable si l’amour fait jamais de moi un sot de ce calibre!
Il disparaît

SOMARONE
Après avoir écrit, il va montrer le passage modifié au premier hautbois
Essaie-moi cela!
Le hautbois joue quelques mesures

BÉNÉDICT
pendant le solo de hautbois
Ah! des musiciens!... Une répétition!... Écoutons!

SOMARONE
Très bien! Peste! A première vue! Oh! tu es un gaillard! J’écrirai pour toi un joli saltarello dans ma nouvelle messe.


SCÈNE XIII
Don Pedro, Claudio, Somarone, Bénédict

BÉNÉDICT
reparaissant dans un coin du jardin
Ah! voici le général et notre amoureux chevalier.

DON PEDRO
à Somarone
Eh bien ! nous ferez-vous entendre la musique en question?

SOMARONE
Oui, Excellence!... oui, Altesse!... Monseigneur... et avec de nouveaux agréments que je viens d’y ajouter.
Il tend son bâton de chef d’orchestre à un domestique
Emportez ceci! et apporte-moi le bâton n° 37, le bâton ducal!..
Le domestique sort.
C’est le bâton, Monseigneur, dont je me sers devant les personnes... les personnes de qualité, dans les circonstances... solennelles...

DON PEDRO
Certainement, mon cher Maestro, je suis très flatté... mais...

SOMARONE
Monseigneur, je connais mes devoirs. Le domestique revient et lui tend respectueusement sur un plat d’argent un bâton en ivoire et ébène. Prenant délicatement sur le plat le nouveau bâton Ivoire et ébène, Monseigneur; noir et blanc! Cela imprime à l’exécution un caractère à la fois riant et sombre.

DON PEDRO
Très bien!

SOMARONE
Et c’est précisément le double caractère du morceau que je suis fier de vous faire entendre.
aux musiciens
Riant et sombre, vous entendez; c’est la vie et la mort, tout est là... Allons!... à nous. Il bat la mesure avec toutes sortes de gestes exagérés. Don Pedro et Claudio sont assis sur un des côtés du théâtre. Sur l’autre côté sont le pupitre et l’estrade de Somarone. A sa droite et à l’entrée d’une des coulisses, on voit deux faux joueurs de hautbois devant leurs pupitres


N° 6 bis – Épithalame grotesque

LES CHORISTES
Mourez, tendres époux
Que le bonheur en ivre!
Mourez, pourquoi survivre
A des instants si doux?
Oublieux de la vie,
Au ciel, ensemble, envolez-vous,
Perdus sans l’extase infinie!

SOMARON
intervenant pendant le chant
De l’onction, messieurs, de l’onction!
Mais, mais! le rythme! Ensemble! Mourez, donc!
Oui, l’extase! adoucissez pour l’extase!
De la légèreté! Envolez-vous! léger! léger!
Ha! Ha! suave! N’oubliez pas l’expression!
Et de l’onction encore! Observez bien toutes les nuances!
Ah! léger! léger! onctueux!
C’est... ça! léger! léger!

DON PEDRO
Comment? "mourez ". Il ne fait pas que les époux meurent! Quelles diables de paroles est-ce là?

SOMARONE
Monseigneur, cela se dit en haute poésie.

DON PEDRO
Ah! en haute poésie... en haute... très bien!

SOMARONE
à part
Il est un peu... bourgeois, le général.

DON PEDRO
Après tout, les époux ne s’en porteront pas plus mal. D’ailleurs vos chanteurs prononcent les vers de telle sorte qu’on ne les entendra pas. Quant à la musique... elle est excellente... savante..
à part
Je n’y ai rien compris.

CLAUDIO
Ni moi non plus.

SOMARONE
bas à Don Pedro
Mais les chanteurs son pitoyables.

BÉNÉDICT
bas, en se montrant à travers la charmille
Dis donc plutôt: impitoyables!

SOMARONE
C’est une fugue, monseigneur.

DON PEDRO
Ah! diable! Et pourquoi une fugue?

SOMARONE
Le mot fugue veut dire fuite, et j’ai fait une fugue à deux sujets, à deux thèmes, pour faire songer les deux époux à la fuite du temps.

DON PEDRO
Bravo! c’est admirable. Musique symbolique!

SOMARONE
Philosophique!

CLAUDIO
Cabalistique!

BÉNÉDICT
bas
Et sudorifique, car il est en nage.

SOMARONE
Ah! si vous entendiez cela bien exécuté!...

DON PEDRO
Vous êtes trop sévère, vos choristes ont chanté d’une façon fort passable.
Il parle bas à Claudio

BÉNÉDICT
bas
Si mes chiens avaient hurlé de la sorte, je les aurais pendus sans miséricorde. Pourvu que ces voix discordantes ne me présagent pas quelque malheur!

DON PEDRO
à Claudio
C’est convenu.
à Somarone
Entendez-vous, maestro? Procurez-vous encore quelques chanteurs de choix, car ce morceau nous plaît, et nous voulons qu’il produise tout son effet, cette nuit, sous les fenêtres de la charmante Héro. Venez me trouver ensuite, j’aurai peut-être d’autres ordres à vous donner.

SOMARONE
Ah!... Ah!... Monseigneur, Excellence!... Altesse!... Général!... Vous prenez les grands moyens!... Ce sera superbe!...
Il sort avec les musiciens.


SCÈNE XIV
Don Pedro, Claudio, Léonato, Bénédict (caché)

Entrent Léonato et Claudio. La conversation est à l’adresse de Bénédict

DON PEDRO
Eh bien, Léonato, avez-vous fait de nouvelles observations, et croyez-vous toujours Béatrice amoureuse de Bénédict?

LÉONATO
Plus que jamais, je venais pour vous en parler.

CLAUDIO
bas à Don Pedro
Avancez toujours, il nous écoute.
haut
Pour moi, je n’aurais jamais cru qu’elle pût se prendre d’affection pour un homme.

LÉONATO
Ni moi; mais le merveilleux de l’affaire, c’est de la voir aimer Bénédict, l’homme qu’elle paraissait abhorrer le plus.

BÉNÉDICT
à part
Serait-il possible? Et le vent soufflerait-il dans cette direction?

LÉONATO
Je vous avoue, général, que je ne sais qu’en penser. Mais vous ne pouvez concevoir jusqu’où va la violence de son amour pour lui.

DON PEDRO
C’est peut-être une feinte.

CLAUDIO
Je serais porté à le croire.

LÉONATO
Une feinte, dites-vous? Alors il faut convenir que jamais passion feinte ne contrefit à ce point l’énergie d’un passion véritable.

DON PEDRO
Par quels signes sa passion se manifeste-t-elle?

CLAUDIO
bas
Garnissez bien l’hameçon, le poison va mordre.

LÉONATO
Par quels signes? On la voit assise, immobile...
à Claudio
Ma fille vous a dit en quel état...

CLAUDIO
Elle me l’a dit, en effet.

DON PEDRO
En quel état? Parlez! Vous me surprenez. J’aurais cru son cœur à l’épreuve de toutes les attaques de l’amour.

LÉONATO
Je l’aurais juré, surtout en ce qui concerne Bénédict.

DON PEDRO
Lui a-t-elle fait connaître ses sentiments?

LÉONATO
Non, elle jure de ne jamais les lui révéler.

CLAUDIO
Il est vrai, Héro l’assure. "Eh quoi, dit-elle, lui écrirais-je que je l’aime, après toutes les marques de dédain je lui ai prodiguées?"

LÉONATO
C’est ce qu’elle disait tout à l’heure en prenant la plume pour lui écrire. Elle a commencé une lettre qu’elle a presqu’aussitôt déchirée en mille morceaux, se reprochant d’être assez immodeste pour écrire à un homme qui ne fera que rire de ses avances. "Je juge de lui par moi, a-t-elle dit; s’il m’écrivait, je me moquerais de lui."

CLAUDIO
Puis, elle est tombée à genoux, pleurant, sanglotant, s’arrachant les cheveux, se frappant la poitrine, exhalant à la fois des prières et des imprécations.

LÉONATO
Son exaltation, au dire de ma fille, a atteint maintenant un degré de violence à faire craindre qu’elle n’attente à ses jours.

BÉNÉDICT
à part Je prendrais tout cela pour un piège, dans la bouche de tout autre que cette barbe grise: je ne puis croire que l’imposture se cache sous des dehors si vénérables.

DON PEDRO
Si elle s’obstine à cacher ses sentiments à Bénédict, il serait convenable que quelque autre se chargeât de l’en instruire.

CLAUDIO
A quoi bon? Il s’en ferait un jeu, et ce serait pour lui un prétexte à de nouveaux sarcasmes contre cette infortunée.

DON PEDRO
S’il en était capable, on ferait, en le pendant, une œuvre méritoire. Une femme aussi accomplie, vertueuse, à n’en point douter!

CLAUDIO
Et charmante!

DON PEDRO
Et d’une raison supérieure en tout, excepté dans son amour pour Bénédict.

LÉONATO
Oh! général, quand la raison est aux prises avec la passion, il y a dix à parier contre un que c’est la passion qui l’emportera. Je le déplore à juste titre, et comme son oncle et comme son tuteur.

DON PEDRO
Plût à Dieu qu’elle m’eût pris pour l’objet de sa folle tendresse! Mettant à l’écart toute haute considération, je l’eusse épousée. J’ai envie d’en parler à Bénédict pour voir ce qu’il dira.

CLAUDIO
N’en faites rien, mon général! que plutôt Béatrice, cédant aux conseils d’Héro, étouffe son amour!

LÉONATO
Cela est impossible; son cœur périrait à la tâche.
Les personnages qui se sont peu à peu éloignés en causant disparaissent

BÉNÉDICT
sortant de sa cachette
Ce n’est pas une plaisanterie; leur conversation est sérieuse. Ils plaignent Béatrice; il paraît que sa passion est au comble. Elle m’aime! Je dois la payer de retour. J’ai entendu le blâme dont je suis l’objet..
Il se cache

DON PEDRO
revenant avec Claudio et Léonato
Eh bien! nous reparlerons de cela avec votre fille; en attendant, laissons les choses comme elles sont! J’aime Bénédict et je souhaiterais que, je tant sur lui-même un regard modeste, il s’avouât en toute humilité combien il est indigne d’une telle femme.

LÉONATO
Voulez-vous venir, général le dîner est prêt.

CLAUDIO
bas
Si après cela, il n’en est pas amoureux fou, je ne veux plus compter sur rien.
Ils sortent à gauche


SCÈNE XV
Bénédict

BÉNÉDICT
se montrant tout à fait
Non, il faut que le monde soit peuplé. Quand je disais que je mourrais garçon, je ne pensais pas devoir vivre jusqu’à ce que je fusse marié. Ils disent que Béatrice est belle, c’est une vérité que je puis certifier moi-même; qu’elle est vertueuse, je n’en disconviens pas; qu’elle montre une raison supérieure en tout, hormis dans l’amour qu’elle a pour moi. En effet, ce n’est pas une grande preuve de raison qu’elle donne là; ce n’est pas non plus une preuve de folie, car je vais être effroyablement amoureux d’elle.


N° 7 – Rondo

BÉNÉDICT
Ah! je vais l’aimer, mon cœur me l’annonce!
A son vain orgueil je sens qu’il renonce.
Je vais l’admirer,
Je vais l’adorer,
L’aimer, l’adorer, l’idolâtrer!
Fille ravissante,
Béatrice, ô dieux!
Le feu de ses yeux,
Sa grâce agaçante,
Son esprit si fin,
Son charme divin,
Tout séduit en elle,
Et sa lèvre appelle
Un baiser sans fin.

Ah! je vais l’aimer, etc.

Chère Béatrice!
Ciel! il se pourrait...
Elle m’aimerait!
Ô joie! ô supplice!
Un pareil bonheur
Est-il pour mon cœur?
Si c’était un songe,
Un cruel mensonge!
Ô rage! ô fureur!
Non, non.

Je vais l’aimer, etc.

Voici la belle Héro et son amie, je ne me sens pas d’humeur en ce moment à faire de l’esprit avec elles. Je suis mal à mon aise. Allons rêver ailleurs
Il sort


SCÈNE XVI
Héro, Ursule

HÉRO
Je sais bien bon gré à mon père de m’avoir dispensée d’assister à ce banquet. Je suis si fatiguée de tous ces préparatifs... Nous signons le contrat ce soir... Mon cœur est plein de joie; mais le bruit et la foule me sont insupportables.

URSULE
Voilà votre mélancolie qui vous reprend. Vous étiez si gaie tout à l’heure.

HÉRO
Oui, j’étais entrée dans l’esprit du rôle que mon père a voulu me faire jouer. C’était si plaisant de savoir ma cousine aux écoutes dans la chambre voisine de la mienne, pendant que nous faisions l’éloge de Bénédict, et que nous parlions de son violent amour pour elle! Amour qu’il est si loin d’éprouver et qu’il n’éprouvera jamais!

URSULE
Ah! non, certes! pas plus qu’elle n’aimera Bénédict. Ce sont deux êtres incapables d’un tendre sentiment, et surtout d’un tendre sentiment l’un pour l’autre.

HÉRO
Pourtant, la porte étant ouverte, je la voyais dans une glace sans qu’elle s’en doutât, et, au moment où tu as dit : «Le malheureux en mourra !», elle a fait un mouvement si brusque que j’ai failli partir d’un éclat de rire qui eût tout compromis.

URSULE
N’importe! j’ai peine à croire que la ruse ait chance de succès.

HÉRO
Je ne le crois guère non plus. C’est pourquoi il ne faut pas pousser trop loin cette plaisanterie. Béatrice nous en voudrait à la mort, si elle se doutait que nous avons voulu nous moquer d’elle.
soupirant
Ah!..
Elles vont s’asseoir sur un banc de gazon


N° 8 – Duo – Nocturne

URSULE
Vous soupirez, madame!

HÉRO
Le bonheur oppresse mon âme!
Je ne puis y songer sans trembler malgré moi.
Claudio! Claudio! je vais donc être à toi!

La lune se lève et éclaire la scène de ses rayons qui se reflètent dans l’eau

URSULE et HÉRO
Nuit paisible et sereine!
La lune, douce reine,
Qui plane en souriant;
L’insecte des prairies,
Dans les herbes fleuries
En secret bruissant;
Philomèle
Qui mêle
Aux murmures du bois
Les splendeurs de sa voix;
L’hirondelle
Fidèle,
Caressant sous nos toits
Sa nichée en émoi;
Dans sa coupe de marbre
Ce jet d’eau retombant,
Écumant;
L’ombre de ce grand arbre,
En spectre se mouvant
Sous le vent;
Harmonies
Infinies,
Que vous avez d’attraits
Et de charmes secrets
Pour les âmes attendries!

Héro et Ursule s’assoient sur le banc du parc

URSULE
Quoi? vous pleurez, madame!

HÉRO
Ces larmes soulagent mon âme;
Tu sentiras couler les tiennes à ton tour,
Le jour où tu verras couronner ton amour!

URSULE ET HÉRO
Respirons en silence
Ces roses que balance
Le souffle du zéphyr!
A sa fraîche caresse
Livrons nos fronts!
Il cesse... il cesse...
Et meurt dans un soupir.
Nuit paisible et sereine, etc.

Les deux jeunes filles passent, les bras enlacés, sur le devant de la scène. Héro pleurant d’attendrissement, cache son visage en l’appuyant sur l’épaule d’Ursule. Ursule essuie doucement les yeux d’Héro qui sourit et semble devenir plus calme. Ursule va cueillir un bouquet de roses pendant qu’Héro reste plongée dans sa rêverie. Ursule présente le bouquet à Héro, qui, le bras droit appuyé sur l’épaule d’Ursule effeuille lentement ses roses en marchant avec elle vers le fond du théâtre. Les deux personnages disparaissent. Le toile s’abaisse lentement


Entracte – Sicilienne

DEUXIÈME ACTE

La scène représente un grand salon du palais du gouverneur. Une porte à droite et une autre à gauche. On entend dans la salle voisine, par la porte de gauche, toute grande ouverte, un bruit de verres, d’assiettes et de voix confuses. Un domestique sort à la course de la salle du festin, traverse la scène et ressort par la porte opposée. Un autre paraît, exécutant l’évolution contraire, et entre dans la salle du festin. Le premier reparaît, portant une grande fiasque de vin

SCÈNE I
Domestiques

VOIX DE LA SALLE DU FESTIN
Du vin! du vin!

PREMIER DOMESTIQUE
Oui! Oui! On y va. Après le festin des maîtres, le festin des valets. Parce que c’est jour de noces, il faut que tout le monde ici fasse ripailles, jusqu’aux soldats du général, jusqu’à ces chanteuses, jusqu’à cette canaille de musiciens que Monseigneur a voulu festoyer aussi!

DEUXIÈME DOMESTIQUE
sortant de la salle du festin
Va donc leur porter la dame-jeanne! Ils sont altérés comme les cendres de l’Etna. Et cela ne suffira pas encore.

PREMIER DOMESTIQUE
Je n’ai pas besoin de me presser. N’est-ce pas une honte qu’il nous faille servir de tels misérables?

DEUXIÈME DOMESTIQUE
Des soûlards!

PREMIER DOMESTIQUE
Des bohémiens!

DEUXIÈME DOMESTIQUE
Des gourgandines!

PREMIER DOMESTIQUE
Des joueurs de flûte!

DEUXIÈME DOMESTIQUE
Oui, mais le Somarone a le pied leste, et ce gros âne, le bien nommé, vient de me le faire sentir... en un certain endroit...

PREMIER DOMESTIQUE
riant Il a rué!

DEUXIÈME DOMESTIQUE
Ah! et de quelle force!...

SOMARONE
de la salle du festin
Holà! valets! du vin donc! per Bacco!

PREMIER DOMESTIQUE
Le voilà qui brait maintenant! Allons, je vais le faire taire.

VOIX DE LA SALLE
Du vin! de par tous les diables, du vin! La cave est donc vide?

PREMIER DOMESTIQUE
se précipitant avec sa fiasque vers la salle du festin
Voilà, messeigneurs
à l’autre
Reviens vite!
Il entre, le deuxième domestique sort à la course

DES VOIX DE LA SALLE
Te moques-tu, maraud! une bouteille! Il en faut dix!
autres voix
Vingt!
autres voix
Cent! Alerte? Décampe!

Le premier domestique sort à la course de la salle du banquet; au moment où le deuxième entre sur la scène par la porte opposée, portant une fiasque énorme sur chaque bras|

PREMIER DOMESTIQUE
tournant la tête du côté de la salle du festin
J’y vole, messeigneurs! J’y vole!

DEUXIÈME DOMESTIQUE
tournant la tête du côté de la porte par laquelle il entre, et ayant l’air de répondre à quelque interlocuteur éloigné
Impossible! on ne peut pas se passer de moi.
Les deux domestiques se heurtent l’un contre l’autre et tombent sur le théâtre

PREMIER DOMESTIQUE
Butor!

DEUXIÈME DOMESTIQUE
Animal! Tu as failli me faire casser mes bouteilles. Au diable les gens serviles! Quel besoin as-tu de te presser ainsi?

PREMIER DOMESTIQUE
Eh! pardieu! ils ont le diable au corps, ils boivent à faire frémir, ils crient, ils chantent, ils vont faire improviser le Somarone.

DEUXIÈME DOMESTIQUE
Je veux entendre cela. Il entre. L’autre sort du côté opposé. Chants dans la salle voisine. Préludes de trompettes et de guitares, rumeurs de table

SOMARONE
Je veux bien vous improviser quelque chose, mais accompagnez-moi tous: vous, les chanteuses, avec vos guitares, vous les soldats, avec vos trompettes, avec les tambourins, avec tous les instruments favoris de Mars et de Bacchus!


N° 9 – Improvisation et Chœur à boire
derrière la scène

SOMARONE
Le vin de Syracuse
Accuse
Une grande chaleur
Au cœur
De notre île
De Sicile.
Vive ce fameux vin
Si fin!

LES CHORISTES
Vive ce fameux vin si fin!

SOMARONE
Mais la plus noble flamme...

LES CHORISTES
Ha!

SOMARONE
Douce à l’âme
Comme au cœur
Du buveur,
C’est la liqueur vermeille
De la treille
Des coteaux de Marsala
Qui l’a!

LES CHORISTE
Il a raison, et sa rare éloquence
S’unit à la science
Du vrai buveur.
Honneur à l’improvisateur!

SOMARONE ET LES CHORISTES
Le vin de Syracuse, etc.

VOIX DIVERSES
Bravo! bravo! voyons le second couplet!

SOMARONE
entrant en scène, suivi d’une partie du chœur
Le second! Ah! le second, je ne suis pas plus embarrassé pour le second... Je vous en improviserais trente!

VOIX DIVERSES
Non, non, c’est assez de deux. Allez, maestro! Silence, donc!
Les guitares et les trompettes restent dans la coulisse

SOMARONE
Le vin... le vin... (hum !) le vin fin de Syracuse...
Le vin de Syracuse
Accuse...
Oui, certes... le vin de Syracuse...
Le vin de Syracuse!

LES CHORISTES
Poète divin,
Ta muse abuse,
Tu le vois,
De notre patience.
Assez d’éloquence!
Rimeur aux abois,
Bois!

SOMARONE ET LES CHORISTES
Le vin de Syracuse, etc.

Le domestique entre avec son panier plein d’énormes bouteilles

SOMARONE
Silence! je le tiens... mon second couplet... Écoutez-moi donc !

A la fin de ce chœur, le premier domestiques reparaît portant un panier plein de fiasques et de bouteilles d’énormes dimensions. Cris de joie à son entrée dans la salle du festin

VOIX DIVERSES
Viva! viva! à la bonne heure! Voilà un garçon intelligent!

SOMARONE
Bon, j’ai compris! Portons le panier dans le jardin, nous y boirons au clair de lune.

VOIX DIVERSES
Oui, oui, c’est une idée... nous danserons le Saltarello.

SOMARONE
Mais dansons et buvons vite, car l’heure de la cérémonie approche et nous devons tous nous y présenter... dans un état... décent, s’il est possible.

VOIX DIVERSES
Au jardin! au jardin!
Ils sortent et traversent le théâtre en chantant

SOMARONE ET LES CHORISTES
en s’éloignant
Mais la plus noble flamme,
C’est le vin de Marsala
Qui l’a!


SCÈNE II
Béatrice

N° 10 – Air

BÉATRICE
entrant très agitée
Dieu! que viens-je d’entendre?
Je sens un feu secret
Dans mon sein se répandre!
Bénédict... se peut-il?
Bénédict m’aimerait?
Il m’en souvient, le jour du départ de l’armée,
Je ne pus m’expliquer
L’étrange sentiment de tristesse alarmée
Qui de mon cœur vint s’emparer.
Il part, disais-je, il part, je reste!
Est-ce la gloire, est-ce la mort
Que réserve le sort
A ce railleur que je déteste?
Des plus noires terreurs
La nuit suivante fut remplie...
Les Mores triomphaient, j’entendais leurs clameurs;
Des flots du sang chrétien la terre était rougie.
En rêve je voyais Bénédict haletant,
Sous un monceau de morts sans secours expirant.
Je m’agitais sur ma brûlante couche;
Des cris d’effroi s’échappaient de ma bouche.
En m’éveillant enfin, je ris de mon émoi.
Je ris de Bénédict, de moi,
De mes sottes alarmes...
Hélas! hélas! ce rire était baigné de larmes.

Il m’en souvient, etc.

Je l’aime donc? je l’aime donc?
Oui, Bénédict, je t’aime!
Je ne m’appartiens plus, je ne suis plus moi-même.
Sois mon vainqueur,
Dompte mon cœur!
Viens! déjà ce cœur sauvage
Vole au-devant de l’esclavage!

Oui Bénédict, je t’aime, etc.

Adieu, ma frivole gaîté!
Adieu, ma liberté!
Adieu, dédains, adieu, folies!
Adieu, mordantes railleries!
Béatrice à son tour,
Tombe victime de l’amour!


SCÈNE III
Héro, Béatrice, Ursule

HÉRO
entrant de gauche
Qu’as-tu donc, Béatrice? Quelle agitation! Je ne te vis jamais ainsi.

BÉATRICE
Moi ?... je... rien!

HÉRO
Allons! tu auras vu Bénédict, je gage. Tu ne peux le rencontrer sans te laisser aller à des accès de colère qui, pardonne à ma franchise! semblent peu dignes de toi.

URSULE
Et qu’il est si loin de mériter!

HÉRO
Ursule a raison. Le caractère de Bénédict est bien changé. Il ne parle maintenant de toi qu’avec des expressions qui t’étonneraient fort... Mais tu le hais à un point...

BÉATRICE
Assez, cousine!

HÉRO
C’est pourtant un brave et charmant gentilhomme.

URSULE
Plus à plaindre qu’a blâmer.

BÉATRICE
Si vous continuez, je vous quitte.

HÉRO
Allons! taisons-nous! Mais je te voudrais voir devenir plus humaine. Je suis si heureuse...


N° 11 – Trio

HÉRO avec URSULE
Je vais d’un cœur aimant
Être la joie et le bonheur suprême:
Mon cher Claudio m’aime,
Et mon époux restera mon amant.

URSULE avec HÉRO
Héro, d’un cœur aimant
Sera la joie et le bonheur suprême:
Son cher Claudio l’aime,
Et son époux restera son amant.

BÉATRICE
Tu vas d’un cœur aimant
Être la joie et le bonheur suprême:
Ton cher Claudio t’aime
Et ton époux restera ton amant.

HÉRO ET URSULE
à part et regardant Béatrice
Quelle douceur!
Quel changement!

URSULE
Et quoi! Madame, un seul moment
A ces deux cœurs porteriez vous envie?
Et cette liberté, charme de votre vie,
Pourriez-vous la donner pour un époux amant?

BÉATRICE
Un amant! un époux! à moi? de l’esclavage,
Traîner la chaîne en frémissant?
Ah! j’aime mieux dans un couvent
Voir se flétrir la fleur de mon bel âge
Sous le cilice et le noir vêtement.

HÉRO
Certes, belle cousine,
A ton cœur fier l’hymen serait fatal!
Et si d’un cavalier que ta taille divine,
Tes traits si beaux, ton esprit sans égal,
Auraient forcé de te rendre les armes,
Les yeux pour toi fondraient en larmes.

HÉRO et URSULE
Ne va N’allez pas un jour
D’un tendre retour
Payer son amour!

BÉATRICE
Je me moque, chère cousine,
De tous ces paladins à la mine assassine.
Ne crains pas que pour eux je faiblisse à mon tour!
Non, non, le plus vaillant m’eût-il rendu les armes,
Je rirais de ses larmes,
Et d’un tendre retour
On ne me verrait pas
Payer son fol amour.

URSULE
Dans le mariage, hélas! l’habitude,
Spectre à l’œil éteint,
Où l’ennui se peint,
Amène trop souvent dégoûts et lassitude,
Et tardifs remords!

HÉRO
Et bientôt après, c’est la jalousie,
Ce monstre aux yeux verts,
Vomi des enfers...

HÉRO et URSULE
...Qui vient empoisonner une innocente vie
Par d’affreux transports!

HÉRO
Ah! si Claudio...
– Ciel! un tel outrage! -
Devait pour moi se refroidir!

BÉATRICE
égarée
Ah! j’en mourrais de rage!

HÉRO
Pour une autre me fuir!

BÉATRICE
J’en perdrais la raison.

HÉRO
Etre par lui trompée...

BÉATRICE
Ah!

HÉRO
Délaissée!

BÉATRICE
Ah! le fer, le poison!

HÉRO et URSULE
éclatant de rire
Ah! ah! ah! ah! ah! ah!

HÉRO
Ha! ha! ha! Lionne en furie!
Quoi! la jalousie
Aurait sur tes sens
Un pareil empire?
Mais, j’ai voulu rire.
Non, je le sens...

HÉRO avec URSULE et BÉATRICE
Je vais, d’un cœur aimant.
Être la joie et le bonheur suprême:
Mon cher Claudio m’aime,
Et mon époux restera mon amant

URSULE
Héro, d’un cœur aimant,
Sera la joie et le bonheur suprême:
Son cher Claudio l’aime
Et son époux restera son amant

BÉATRICE
Tu vas d’un cœur aimant
Être la joie et le bonheur suprême:
Ton cher Claudio t’aime
Et ton époux restera ton amant.

HÉRO
On nous attend, chère Ursule! Nous avons à peine le temps d’achever ma parure. Viens-tu, Béatrice?

BÉATRICE
Je vous suis dans un instant. Elle tombe sur un banc, absorbée par ses pensées. Elle écoute le chœur suivant avec une émotion croissante


N° 12 – Chœur lointain
derrière la scène

LE CHŒUR
Viens! Viens, de l’hyménée
Victime fortunée!
Viens charmer tous les yeux,
Viens parer tes cheveux
De la fleur virginale!
La pompe nuptiale
Se prépare, l’époux attend.
Le sourire des cieux descend.
Viens! Viens! L’heureux époux attend.

A la fin du chœur, Béatrice, qui avait le visage caché dans ses mains, se lève par un mouvement brusque et, se dirigeant vivement vers une des coulisses de gauche, y rencontre Bénédict qui en sort


SCÈNE IV
Béatrice, Bénédict

BÉATRICE
apercevant Bénédict
Ciel!

BÉNÉDICT
apercevant Béatrice
Ah!
Ils restent un instant interdits
Madame!

BÉATRICE
Seigneur!

BÉNÉDICT
On vous cherche...

BÉATRICE
Vous me cherchiez?...

BÉNÉDICT
Je n’ai pas dit cela... les convives du gouverneur s’étonnent de votre absence.

BÉATRICE
Je pense bien qu’ils s’étonnent peu de la vôtre. On sait que vous êtes toujours où vous ne devriez pas être.

BÉNÉDICT
Où je ne devrais pas être?... Mais pourquoi ne serais-je pas ici?

BÉATRICE
Pourquoi y êtes-vous? Que me voulez-vous? Je ne puis faire un pas sans vous rencontrer. Vous êtes mon ombre. Vous me poursuivez. Vous m’obsédez!

BÉNÉDICT
Que ne puis-je être plus que votre ombre, et ne pas vous quitter davantage!... je vous jure...

BÉATRICE
Je vous jure, votre raillerie est tout à fait déplacée et fort inutile, car je comprends, je devine le vrai sens de toutes vos paroles... Vous croyez... me rendre ridicule, et faire croire... aux gens... que je vous crois... mais n’en croyez rien . à part Ah! mon Dieu! je ne sais plus ce que je dis. haut Le ridicule est à moi, oui, je m’en sers pour fustiger les gens qui me déplaisent.

BÉNÉDICT
à part
Qu’elle est belle!

BÉATRICE
Et vous êtes de ceux-là.
à part
Je suis brutale.

BÉNÉDICT
Madame?

BÉATRICE
Je vous déteste.
à part
Pauvre malheureux!

BÉNÉDICT
Calmez-vous, madame!

BÉATRICE
Je vous exècre.

BÉNÉDICT
Je ne puis dire...

BÉATRICE
éclatant en sanglots
Mais que me voulez-vous?

BÉNÉDICT
très ému
Je... ne... puis... dire que... je vous aie jamais aimée...

BÉATRICE
riant aux éclats
Ah! ah! ah! Je l’espère bien.

BÉNÉDICT
Mais si...

BÉATRICE
Quoi?

BÉNÉDICT
Si... je pouvais trouver en vous quelque indulgence... jamais un cœur...

BÉATRICE
Allez!... Allez donc! La rime est: constance. Décochez-moi un madrigal! Vous en êtes capable, vous êtes poète! Ah! ah! ah!

BÉNÉDICT
attendri
Si je ne suis pas poète, je veux tâcher de le devenir pour mériter au moins vos railleries; je souffre trop de vous voir injuste.

BÉATRICE
à part
Comme il m’aime haut A la bonne heure! Mais, par grâce, laissez-moi enfin! Je... je...

BÉNÉDICT
Je me retire... pardonnez si j’ai troublé votre solitude. à part Quel amour! Son âme est bouleversée! Adorable femme!

BÉATRICE
contenant à peine un nouvel accès de larmes Mais, partez donc! Allons! voici les fiancés maintenant! Le gouverneur, le général, tous les invités! Où me cacher?

Elle s’essuie les yeux et veut se sauver vers le fond. Léonato l’arrête


SCÈNE V
Léonato, Don Pedro, Claudio, Bénédict, un tabellion, Héro, Béatrice, Ursule, seigneurs et dames de la cour du gouverneur.

LÉONATO
ramenant Béatrice
Restez, ma chère nièce! et vous, Bénédict, pouvez-vous quitter ma fille en un pareil moment?


N° 13 – Marche nuptiale

TOUS
Dieu qui guidas nos bras pour chasser l’infidèle,
Préside à cet heureux moment!
Ange du chaste hymen, viens prendre sous ton aile
Ce couple amoureux et charmant!

Il réunit beauté, jeunesse,
Gloire, fidélité, tendresse.
Comble de tes faveurs
Ces deux nobles cœurs.
Dieu qui guidas nos bras, etc.

LÉONATO
au tabellion
Tout est-il prêt?

LE TABELLION
Oui, monseigneur. Cet acte est en bonne forme, il n’y manque plus que les signatures.

DON PEDRO
Approchez, Claudio!
Claudio signe
A vous, charmante Héro!

HERO
signe à son tour, prenant la plume et la passant ensuite aux seigneurs siciliens
A nous maintenant, à nous les joyeux témoins!

LE TABELLION
tirant un autre papier de son portefeuille
Voici le second contrat. Où sont les fiancés?

LÉONATO
avec une feinte surprise
Le second?

DON PEDRO
de même
Qui encore se marie donc ici?

LE TABELLION
Oui. J’ai été requis pour préparer un deuxième contrat; le voici.

LÉONATO
Ah çà! il faut pourtant trouver les fiancés!
à l’assistance
Qui se sentirait ici la fantaisie de se marier?
Bénédict fait un mouvement, Léonato l’arrête
Oh! je ne parle pas pour vous, on sait bien...

BÉNÉDICT
s’élançant vers Béatrice
M’aimez-vous?

BÉATRICE
Non, pas plus que de raison.

BÉNÉDICT
Il faut alors que votre oncle, le général et Claudio aient été induits en erreur, car ils m’ont juré que vous m’aimiez.

BÉATRICE
M’aimez-vous?

BÉNÉDICT
Non, pas plus que de raison.

BÉATRICE
Il faut alors que ma cousine et Ursule se soient étrangement trompées, car elles m’ont juré que vous m’aimiez.

BÉNÉDICT
Ils juraient que vous m’aimiez à en perdre la tête.

BÉATRICE
Elles juraient que vous mouriez d’amour pour moi.

BÉNÉDICT
Il n’en était rien. Vous ne m’aimez donc pas?

BÉATRICE
Non, vraiment, je ne vous aime que d’amitié.

LÉONATO
Allons, ma nièce, j’ai la certitude que vous l’aimez.

CLAUDIO
tirant un papier de sa poche
Et moi, je ferais le serment qu’il est amoureux d’elle, car voici un papier écrit au crayon de sa main; je l’ai trouvé tout à l’heure sur un banc du jardin. C’est le commencement d’un sonnet sorti de son cerveau et destiné à Béatrice.

HÉRO
en tirant un autre
Et en voici un autre tombé, ce matin, de la poche de ma cousine; il est de son écriture et contient des réflexions sur Bénédict, qui prouvent qu’elle était au moins fort préoccupée de ce gentilhomme.

BÉNÉDICT
Miracle! Voilà nos mains qui déposent contre nos cœurs! à Béatrice Allons, je veux bien que vous soyez ma femme; mais je vous jure que, si je vous prends, c’est par compassion.

BÉATRICE
tendant la main à Bénédict
Je ne veux pas vous refuser; mais je vous jure que c’est bien malgré moi. Ce que j’en fais n’est que pour vous sauver la vie, car on m’a dit que vous étiez sur le point de mourir de consomption.

BÉNÉDICT
Silence! je vous coupe la parole.

Il l’embrasse

DON PEDRO
Eh bien, Bénédict?

BÉNÉDICT
l’interrompant
Voulez-vous que je vous dise?... Un collège tout entier de faiseurs d’épigrammes ne me ferait pas changer d’idée; croyez-vous que je me soucie d’une satire ou d’un sarcasme? Non, celui qui s’inquiète des propos d’autrui n’osera jamais rien faire qui ait le sens commun; bref, j’ai résolu de me marier, et tout ce qu’on peut dire à l’encontre m’est parfaitement indifférent; vous auriez donc tort de rétorquer contre moi mon propre langage, car l’homme est une créature changeante, et c’est par là que je conclus.

Il va signer le contrat. Béatrice et les témoins signent ensuite

DON PEDRO
Bravo, l’orateur!

LÉONATO et L’ASSISTANCE
Bravo! Bravo!

CLAUDIO
à la cantonade
Entrez, vous autres!


SCÈNE VI
Les mêmes, Somarone

Somarone entre, suivi de ses musiciens et de quatre choristes portant chacun au bout d’un bâton un écriteau retourné. Les quatre porteurs d’écriteaux se rangent à côté les uns des autres, vers le milieu du théâtre. Somarone fait signe aux musiciens de commencer


N° 14 – Enseigne

Le premier porteur avance d’un pas et fait faire un demi-tour à son écriteau, qui présente alors son côté écrit, où se lit en grosses lettres le mot: ICI. Les porteurs des deuxième, troisième et quatrième écriteaux imitent le premier, l’un après l’autre

HÉRO, URSULE, CLAUDIO, DON PEDRO, LE CHŒUR
Ici l’on voit Bénédict, l’homme marié!

BÉNÉDICT
Oui, oui, oui, oui, l’homme marié, et très heureux de l’être.


N° 15 – Scherzo – Duettino

BÉNÉDICT
L’amour est un flambeau...

BÉATRICE
L’amour est une flamme...

BÉNÉDICT
Un feu follet qui vient on ne sait d’où...

BÉATRICE
Qui brille et disparaît...

BÉNÉDICT
Qui brille et disparaît...

BÉATRICE
...Pour égarer notre âme...

BÉNÉDICT
...Attire à lui le sot et le rend fou.

BÉATRICE
Folie, après tout, vaut mieux que sottise.

BÉNÉDICT
Folie, après tout, vaut mieux que sottise.

BÉATRICE et BÉNÉDICT
Adorons-nous donc, et quoi qu’on en dise,
Un instant soyons fous!
Aimons-nous!
Je sens à ce malheur ma fierté résignée;
Sûrs de nous haïr, donnons-nous la main!
Oui, pour aujourd’hui la trêve est signée;
Nous redeviendrons ennemis demain!

HÉRO, URSULE, CLAUDIO, DON PEDRO, LE CHŒUR
Demain, demain!

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