Il Trovatore

Il Trovatore

Libretto

Salvatore Cammarano and Leone Emanuele Bardare after the play "El trovador" by Antonio Garcia Gutierrez

Premiere

19 January 1853, Rome (Teatro Apollo)

Cast

IL CONTE DI LUNA (baritone)
LEONORA (soprano)
AZUCENA (mezzo-soprano)
MANRICO (tenor)
FERRANDO (bass)
INES (soprano)
RUIZ (tenor)
OLD GYPSY (bass)
MESSENGER (tenor)

CHORUS
companions of Leonora, nuns, members of the counts's household, men-at-arms, gypsies

Place

Time

15th century

Verdi, Giuseppe

Verdi, Giuseppe (Fortunino Francesco)
10.10.1813 Le Roncole, (Busseto) - 27.1.1901 Milano


Works for stage
with date/place of first performance:

Oberto Conte di San Bonifacio (17.11.1839 Milano)
Un giorno di regno [Il finto Stanislao] (5.9.1840 Milano)
Nabucodonosor [Nabucco] (9.3.1842 Milano)
I lombardi alla prima crociata (11.2.1843 Milano)
Ernani (9.3.1844 Venezia)
I due Foscari (3.11.1844 Roma)
Giovanna d'Arco (15.2.1845 Milano)
Alzira (12.8.1845 Napoli)
Attila (17.3.1846 Venezia)
Macbeth (14.3.1847 Firenze)
I masnadieri (22.7.1847 London)
Jérusalem [rev. I lombardi] (26.11.1847 Paris)
Il corsaro (25.10.1848 Trieste)
La battaglia di Legnano (27.1.1849 Roma)
Luisa Miller (8.12.1849 Napoli)
Stiffelio (16.11.1850 Trieste)
Rigoletto (11.3.1851 Venezia)
Il trovatore (19.1.1853 Roma )
La traviata (6.3.1853 Venezia)
Les Vêpres siciliennes (13.6.1855 Paris)
Giovanna de Guzman [I vespri siciliani] [rev. Les vêpres siciliennes] (26.12.1855 Parma)
Simon Boccanegra (12.3.1857 Venezia)
Aroldo [rev. Stiffelio] (16.8.1857 Rimini)
Un ballo in maschera (17.2.1859 Roma)
La forza del destino (10.11.1862 St. Peterburg)
Macbeth [rev] (19.4.1865 Paris)
Don Carlos (11.3.1867 Paris)
La forza del destino [rev] (27.2.1869 Milano)
Aida (24.12.1871 Cairo)
Don Carlo [rev. Don Carlos] (1872 Napoli)
Simon Boccanegra [rev] (24.3.1881 Milano)
La Force du destin [rev La forza del destino] (14.3.1883 Antwerpen)
Don Carlo [rev. 2 Don Carlos] (10.1.1884 Milano)
Don Carlo [rev. 3 Don Carlos] (29.12.1886 Modena)
Otello (5.2.1887 Milano)
Falstaff (9.2.1893 Milano)
rev = revised



Der Troubadour


ERSTER TEIL
Das Duell: In Spanien ist ein Thronfolge-Streit zwischen dem Infanten Ferdinand und dem mächtigen Herzog von Urgel entbrannt. Graf Luna, ein Parteigänger des Infanten, liebt Leonora und ist eifersüchtig auf einen fremden Troubadour, der seit einiger Zeit jeden Abend der Gräfin ein Ständchen bringt. In Schloss Aliafera, das Graf Luna gehört, warten Soldaten und Knechte auf die Rückkehr ihres Herrn, der dem Troubadour wieder einmal nachgeht. Um die müden Soldaten munter zu halten, erzählt Ferrando aus der Geschichte des Hauses Luna (Di due figli … / Abbietta zingara): Der alte Graf hatte zwei Söhne, von denen einer angeblich von einer Zigeunerin verzaubert wurde, die deswegen auf dem Scheiterhaufen endete. Die Tochter der Zigeunerin habe aus Rache das andere Kind des Grafen entführt und verbrannt. Der jetzige Graf, das angeblich damals verzauberte Kind, habe seinem Vater schwören müssen, stets nach der verbrecherischen Zigeunerin, die seinen Bruder getötet hat, zu suchen.
Leonora gesteht Inez, dass sie Manrico im Garten von Sargasto erwarten will. Sie habe sich in den jungen Mann verliebt, als er in einem Turnier von ihr den Siegespreis erhielt, ihn aber dann aus den Augen verloren (Tacea la notte). Jetzt sei Manrico aus dem Krieg zurückgekommen, und schon können die beiden Frauen den Troubadour hören, der Leonora ein Ständchen bringt (Deserto sulla terra). Freudig eilt diese Manrico entgegen, stürzt aber in der Dunkelheit in Lunas Arme, der die Gräfin auf Schritt und Tritt eifersüchtig bewacht. Der Graf erkennt in Manrico nicht nur seinen Nebenbuhler, sondern auch den für den Herzog von Urgel kämpfenden politischen Feind. Beide Männer fechten miteinander, vergeblich versucht Leonora, sie zu trennen. Als Manrico den Grafen überwältigt hat, ihn aber am Leben lässt, wird er von den Begleitern des Grafen niedergemacht und bleibt scheinbar tot liegen.

ZWEITER TEIL
Die Zigeunerin: Am Abhang eines Berges in der Biscaya lagert eine Zigeunerschar (Vedi! Le fosche notturne spoglie). Azucena, die den schwer verwundeten Manrico gefunden und gesund gepflegt hat, sitzt nachdenklich am Feuer. Der Flammerntod ihrer Mutter tritt in ihre Erinnerung (Stride la vampa). Sie erzählt Manrico, der seit langem bei den Zigeunern lebt und dort aufgewachsen ist, dass sie, wohl durch den Tod der Mutter verwirrt, ihr eigenes Kind ins Feuer geworfen hat (Condotta ell'era). Daraus entnimmt Manrico bestürzt, dass er nicht der Sohn der Zigeunerin sein kann, wie diese behauptet hat. Azucena versteht es, den jungen Mann mit Ausflüchten hinzuhalten.
Ein Bote berichtet, dass Manrico auf Befehl seines Gebieters die Verteidigung der Festung Castellor übernehmen soll und Leonora in ein Kloster eintreten wird, weil sie ihren Geliebten für tot hält. Manrico und seine Getreuen eilen fort und treffen vor dem Kloster auf Graf Luna, der mit seinem Anhang Leonora entführen wollte (Il balen del suo sorriso). Beide Parteien kämpfen miteinander. Manrico gelingt es, Leonora mit nach Castellor zu nehmen.

DRITTER TEIL
Der Sohn der Zigeunerin: Luna belagert mit seinen Truppen die Festung, die von Manrico und seinen Soldaten verteidigt wird. Azucena wird im Lager des Grafen aufgegriffen, der Spionage verdächtigt und vor Luna geführt. Dieser und Ferrando erkennen in der Zigeunerin die Frau, die damals den kleinen Grafen entführt und verbrannt haben soll. Azucena wird zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Manrico und Leonora schwören sich ewige Liebe und Treue (Ah! Si, ben mio), als die Kunde von Azucenas Verurteilung kommt. Manrico beschliesst, seine Mutter zu retten (Di quella pira).

VIERTER TEIL
Die Hinrichtung: Der Ausfall ist missglückt und Manrico mit zahlreichen seiner Getreuen im Turm von Aliaferia eingekerkert worden. Leonora, die mit Ruiz entkommen konnte, hofft, ihn befreien zu können (D'amor sull'ali rosee). Sie bittet den Grafen, Manrico zu begnadigen. Da sie sich selbst als Preis für sein Leben anbietet, gibt Luna nach und meint, am Ziel seiner Wünsche zu sein. Leonora nimmt Gift, um der Verbindung mit dem Grafen zu entgehen.
Im Gefängnis wird Azucena von düsteren Tosesvisionen gequält. Manrico gelingt es, sie zu beruhigen; beide träumen von ihrer Heimat (Ai nostri monti). Vom Tode gezeichnet , betritt Leonora den Kerker und teilt dem Geliebten mit, dass er frei ist. Dieser glaubt sich, als Leonora nicht mit ihm fortgehen will, verraten und erkennt zu spät, dass die Geliebte, die ihn immer wieder drängt zu fliehen, ihm das Leben retten wollte. Leonora stirbt in Manricos Armen. Luna, der die Szene beobachtet hat, lässt seinen Nebenbuhler zur Hinrichtung führen. Als das Beil gefallen ist, ruft Azucena triumphierend dem Grafen zu, dass er gerade seinen Bruder getötet hat. Die Zigeunerin bricht mit dem Schrei, »Du bist gerächt, o Mutter«, zusammen.
--> Highlights
The Troubadour

ACT I - THE DUEL
Scene 1: Aragon: a hall in the palace of Aliaferia, in Saragossa

The followers of the Count di Luna keep watch as he makes his nightly vigil under the windows of Leonora, one of the queen's ladies in waiting, whom he loves.

Ferrando, the captain of the guard, keeps his men awake by narrating a terrible happening of 15 years ago: an old woman, accused of casting the evil eye over the count's brother, was burnt at the stake. The subsequent disappearance of the boy, followed by the discovery of a child's skeleton in the ashes, led to the conclusion that the woman's daughter, who was present at the burning, had thrown him into the flames to avenge her mother. She was never found, but Ferrando swears that he would recognise her. As he relates how the witch has continued to haunt the castle, the soldiers are seized with superstitious terror.

Scene 2: The palace gardens
Leonora loves not the count, but the troubador Manrico. As she waits for him she tells her companion Ines how she first saw him at a tourney and loved him. She rejects Ines' warning of the dangers of her infatuation with the stranger. They retire and the count appears, his love-lorn musings interrupted by the sounds of Manrico's lute and serenade. In the dark Leonora mistakenly embraces the count, Manrico reproaches her and she explains the error.

The count confronts Manrico, not only as his rival, but as a follower of the rebellious Count of Urgel; and they rush off to fight a duel.

ACT II - THE GIPSY
Scene 1: A gipsy encampment in Biscay

As the gipsies sing and work at their anvils, Azucena broods on the fate of her mother, burned as a witch.

She explains the circumstances to Manrico (who had left her at an early age to pursue his ambitions and was thus ignorant of the story), going on to tell him how she had intended to avenge her mother by burning the count's son, but had become confused and killed her own child instead. In answer to Manrico's puzzled question about his identity, she assures him that he is indeed her own son - the horrible memory caused her mind to wander and she did not know what she was saying. She reminds him that she has always loved him and has just nursed him back to health after he was wounded in a battle against the count's forces. The battle had taken place just after the duel in which Manrico had spared the count's life, as a voice from heaven seemed to command him. Azucena urges him to strike without hesitation if the occasion arises again.

A message is brought that Leonora, believing Manrico dead, is about to enter a convent. Brushing aside Azucena's pleas that he is too weak to travel, he rushes off to prevent Leonora from taking the veil.

Scene 2: Outside the convent
The count has come to abduct Leonora, but Manrico's followers defeat his and rescue her.

ACT III - THE GIPSY'S SON
Scene 1: Outside the fortress of Castellor

As the count lays siege to the fortress, which is under Manrico's command, Azucena is found wandering near the camp and brought to the count, accused of spying. Ferrando recognises her as the woman responsible for the death of the count's brother and in terror she cries to Manrico to save her. Realising that she is Manrico's mother, in addition to her crime, the count prepares to execute her.

Scene 2: Inside the fortress
Manrico and Leonora are preparing for their wedding when Ruiz brings the news that Azucena is about to be burnt at the stake. Manrico rushes off to rescue her, explaining to Leonora that his mother's claims outweigh hers.

ACT IV - THE EXECUTION
Scene 1: The Aliaferia palace

Ruiz brings Leonora to the tower where Manrico is imprisoned, having been captured in his vain attempt to save Azucena. Monks intone the miserere as Manrico laments that death is slow in coming. Leonora pleads with the count for Manrico's life, offering herself in exchange. As he joyfully accepts her bargain, she takes poison, intending to leave him only her dead body.

Scene 2: Inside the dungeon
Manrico soothes Azucena, who is terrified at the idea of fire, and she falls asleep comforted by the idea that they will soon return to their mountain home.

When Leonora tells Manrico that he is free, he suspects the price she has paid and upbraids her, realising only as she collapses at his feet, that she is dying to save him. The count appears as she breathes her last, and realising that he has been deceived, orders Manrico's immediate execution. Azucena wakes too late to prevent this, but is able to avenge her mother by telling the horrified count with her dying breath that he has just killed his brother.
--> Highlights
Le Trouvère
PREMIÈRE PARTIE: Le Duel

Au XVe siècle, à Saragosse, le vieux capitaine Ferrando (basse), au service du comte De Luna, narre aux soldats comment le frère du comte fut jadis, par représailles, enlevé et sans doute jeté dans les flammes par une gitane dont la mère avait été conduite au bûcher comme sorcière (Di due figli... Abbietta zingara).
Leonora (soprano), dame d'honneur de la princesse d'Aragon, explique à sa confidente Ines (soprano) son amour pour le troubadour Manrico, qu'elle couronna lors d'un tournoi, et qui revient chanter sous ses fenêtres la nuit (Tacea la notte placida... Di tale amor).
Dans l'ombre s'avance le comte De Luna (baryton), passionnément épris de Leonora, cependant que retentit au loin le chant de Manrico (ténor) (Deserto sulla terra). Un instant abusée par l'obscurité, Leonora se jette dans les bras de Manrico, et tous deux bravent De Luna, dont la fureur redouble lorsqu'il reconnaît en Manrico un chef de rebelles (trio: Di geloso amor). Les deux rivaux dégainent, Leonora s'évanouit.

DEUXIÈME PARTIE: La Bohémienne

Dans un camp, les gitans frappent l'enclume (Vedi! le fosse) La mère de Manrico, Azucena (mezzo-soprano), revoit sans cesse l'image du bûcher où périt sa mère (Stride la vampa), et conte à Manrico (Condotta ell'era) comment la condamnée implora vengeance, et comment elle-même, Azucena, ravit le fils du vieux De Luna, mais, dans son égarement, jeta son propre fils dans les flammes.
Manrico lui demande qui il est vraiment, et Azucena, se reprenant, lui affirme qu'il est bien son fils; pourtant, Manrico se rappelle qu'ayant eu récemment à sa merci son rival De Luna, il l'épargna, retenu par une force mystérieuse (Mal reggendo).
Apprenant que Leonora, qui le croit mort, va prendre le voile, Manrico s'élance pour la rejoindre. Devant le couvent, De Luna est là avec ses hommes, redit son amour (Il balen del suo sorriso) et assure que même Dieu ne saurait lui ravir celle qu'il aime (Per me, ora fatale), mais Manrico surgit avec les siens et, dans la mêlée, s'enfuit avec Leonora (E deggio e posso crederlo?).

TROISIÈME PARTIE: Le Fils de la Bohémienne

Les soldats du comte s'apprêtent à donner l'assaut contre les rebelles (ici se situait le ballet ajouté par Verdi pour l'Opéra de Paris). On arrête Azucena qui rôdait près du camp et Ferrando l'identifie comme celle qui, jadis, enleva l'enfant. Azucena, qui, en outre, avoue être la mère de Manrico, est condamnée â périr.
Cependant, dans la place forte assiégée, Manrico presse ses noces avant le combat (Alto è il periglio... Ah si, ben moi), mais, apprenant que l'on dresse le bûcher pour le supplice de sa mère, il décide de tenter une sortie désespérée (Di quella pira).

QUATRIÈME PARTIE: Le Supplice

Manrico a été fait prisonnier. Au pied du donjon où il est enfermé, Leonora espère encore (D'amor sull'ali rosée), puis ajoute son contrepoint au chant lointain du troubadour et à un choeur funèbre (Miserere), et redit la force invincible de son amour (Tu verrai). En échange de la grâce de Manrico, elle feint d'offrir son corps au comte, mais avale un poison. Le comte promet de faire grâce (duo Mira d'acerbe lagrime).
Dans le cachot qu'il partage avec sa mère, Manrico tente de consoler celle-ci, â demi inconsciente (Alcuno ti rassicura... Ai nostri monti). Leonora paraît et presse Manrico de fuir; Manrico, soupçonnant le prix de sa liberté, la maudit, puis comprend son sacrifice lorsqu'elle s'écroule, victime du poison.
Le comte, frustré de ses espoirs par la mort de celle qu'il convoitait, ordonne l'exécution immédiate de Manrico. Azucena lui révèle alors qu'il vient de tuer son propre frère: Elle a ainsi, enfin, vengé sa mère.
ATTO PRIMO
‘Il duello’. Ferrando narra agli armigeri del conte di Luna la storia di un zingara, condannata al rogo per stregoneria, la cui figlia, per vendicarsi, aveva rapito uno dei due figli del conte – un bambino ancora in culla – e l’aveva bruciato. Nella scena successiva una nobile dama, Leonora, narra a Ines, sua cameriera e confidente, di amare uno sconosciuto cavaliere, incontrato in un torneo, il quale viene nottetempo a trovarla, accompagnando con il liuto i canti con i quali si annuncia. Nella terza scena compare il conte di Luna, figlio dell’omonimo conte al quale era stato rapito il bambino; ama Leonora ed è quindi rivale dello sconosciuto trovatore. Quando questi giunge, il conte di Luna lo sfida a rivelare il proprio nome e l’altro (tenore) dichiara d’ essere Manrico, seguace dell’eretico Urgel. I due si allontanano per battersi.

ATTO SECONDO
‘La gitana’. Su un monte della Biscaglia alcuni zingari, intenti al lavoro, cantano battendo ritmicamente i martelli sulle incudini. Azucena si tiene in disparte con Manrico, al quale narra che una zingara, bruciata perché accusata di stregoneria, le aveva chiesto, prima di morire, di vendicarla. Quella zingara era sua madre e Azucena aveva rapito un bambino, figlio del conte di Luna, con l’intento di bruciarlo. Ma, frastornata, aveva gettato tra le fiamme il proprio figlioletto e non il bambino rapito. Manrico è sorpreso e turbato, ma Azucena lo rassicura: se non fosse sua madre non avrebbe curato amorosamente le ferite da lui riportate in una vittoriosa battaglia. Ma perché, quando il conte di Luna era piombato su di lui con i suoi, non l’aveva ucciso? E perché, quando si erano battuti in duello, lo aveva risparmiato? Manrico non sa spiegarselo. Gli era parso che una misteriosa voce giungesse dal cielo, imponendogli di non colpire. Azucena gli fa allora giurare che, se in futuro dovesse ancora battersi con il conte, non avrà pietà. Giunge poi un messo e narra che Leonora, credendo morto Manrico, sta per farsi suora. Manrico, ignorando le preghiere di Azucena, che gli ricorda le ferite dalle quali non è ancora guarito, balza a cavallo e piomba sul conte di Luna, che si accingeva a rapire Leonora: l’arrivo di Manrico sventa il suo piano.

ATTO TERZO
‘Il figlio della zingara’. Sfilano gli armigeri del conte di Luna, il quale assedia Castellor, difesa da Manrico e dai suoi; subito dopo è catturata una zingara sorpresa in attitudine sospetta. In lei Fernando riconosce chi che aveva rapito e dato alle fiamme il fratellino del conte. Torturata, Azucena invoca l’aiuto del figlio Manrico, ciò che rende ancor più feroce Luna. La successiva scena si svolge in Castellor. Manrico e Leonor sono sul punto di sposarsi allorché Ruiz avverte Manrico che il conte di Luna ha già fatto accendere le pira sulla quale Azucena sarà bruciata. Manrico, disperato, decide una sortita per salvare la madre.

ATTO QUARTO
‘Il supplizio’. Leonora si aggira nottetempo nei pressi del palazzo dove il conte ha imprigionato Manrico, da lui catturato in battaglia. Al suo orecchio giunge la voce di Manrico, che, invocando la morte, le invia l’estremo saluto e il Miserere di un coro di prigionieri. Leonora promette allora al conte il proprio corpo in cambio della salvezza di Manrico. Il finale dell’opera è ambientato nella prigione che rinchiude Manrico e Azucena, che alterna momenti di delirio ad altri di sopore. Sopraggiunge Leonora e annuncia a Manrico che è libero; ma quando Manrico apprende a quali condizioni, inveisce contro di lui, ravvedendosi tuttavia quando Leonora, che continua a esortarlo alla fuga, gli rivela d’essersi avvelenata. Il conte di Luna trova Leonora morente e ordina che Manrico sia giustiziato. A esecuzione avvenuta, Azucena, morente, gli rivela che Manrico era suo fratello, da lei rapito bambino.
--> Highlights


Der Troubadour


Personen:
GRAF VON LUNA (Bariton)
LEONORA, Hofdame (Sopran)
INEZ, ihre Vertraute (Sopran)
AZUCENA, eine Zigeunerin (Mezzosopran)
MANRICO, der Troubadour (Tenor)
FERRANDO, Hauptmann (Bass)
RUIZ, Soldat im Gefolge Manricos (Tenor)
EIN ALTER ZIGEUNER (Bass)
EIN BOTE (Tenor)

CHOR
Vertraute Leonoras und Nonnen; Gefolgsleute des Grafen;
Männer in Waffen; Zigeuner und Zigeunerinnen

ERSTER TEIL - Das Duell

Nr. 1 - Introduktion

Der Vorhang hebt sich nach dem siebzehnten Takte

Vorhalle im Palaste Aliaferia mit einer Seitentür, welche über Stufen zu den Gemächern des Grafen Luna führt.
Es ist Nacht. Eine brennende Ampel von der Decke erhellt matt den Raum.


ERSTER AUFTRITT
Ferrando. Krieger als Wachen. Diener

Krieger und Diener stehen, sitzen und liegen schlaftrunken und schlafend umher.
Einige Bewaffnete gehen im Hintergrunde Wache haltend auf und ab.


FERRANDO
tritt von links ein, beobachtet eine Weile; dann:
Nur munter! Nur munter!

Krieger und Diener erheben sich, dehnen sich, reiben sich den Schlaf aus den Augen.

FERRANDO
Die Pflicht heischt, den Grafen wachend zu erwarten!
Er irrt noch umher vor den Fenstern
Seiner Geliebten, und kann den Schlummer
Nicht finden.

DIENER
Wilder Eifersucht Schlangen
Nährt er in seinem Herzen.

FERRANDO
Im Troubadour, der hier im Garten
Stets Minnelieder singet,
Ach! Erkennt er den Nebenbuhler.

KRIEGER UND DIENER
Um den Schlummer zu bannen,
Der mächtig sich uns naht,
Erzähle uns, was in frührer Zeit geschah
Mit dem Bruder unsers Grafen.

FERRANDO
Nun wohlan! versammelt euch um mich.

KRIEGER
sich nähernd
Lasst hören!

DIENER
ebenso
Vernehmet! Vernehmet!

FERRANDO
Glücklich lebt' einst ein Vater von zwei Söhnen,
Graf von Luna war er genannt;
Treu lauschte ihrer Lust und ihren Tränen
Eine Wärterin Tag und Nacht.
Doch eines Morgens bei des Jüngern Wiege,
Als noch graute der Tag,
Wen erblickte man an dem stillen Lager?

KRIEGER UND DIENER
gesteigerte Aufmerksamkeit und Aufregung bis zum Schluss der Verwandlung.
Wen? O rede! Wen? O sag'!

Nr. 2 - Kavatine

FERRANDO
geheimnisvoll
Eine Zigeunerin, furchtbar zu schauen,
Aus ihrem Angesicht blitzt heimlich Grauen.
Über das Kind schlug sie Zauberzeichen,
Schleuderte Blitze aus ihren Augen.
Vor Schreck erzitternd, rief
Um Hilfe schnell die Wärterin,
Blickte mit Schaudern
Auf das Bett des armen Kindes hin.
Doch kaum noch ertönet
Der Armen Angstgeschrei,
So eilt auch der treuen Diener Schar,
So eilt der treuen Diener Schar herbei!
Und heulend und drohend und unter Flüchen,
Heulend und drohend und unter Flüchen
Entflieht sie schnell,
Die frech sich eingeschlichen.
Unter Drohn und Flüchen eilt sie schnell hinweg,
Die frech sich eingeschlichen,
Eilt nun schnell hinweg!

KRIEGER UND DIENER
Ha, welch ein Grauen füllt unsre Seele,
Es bebt das Auge vor diesem Bild.

FERRANDO
Wie man sagt, wollt
Dem Kind sie prophezeien,
In die Zukunft ihm schauen!
O Lüge! Nein, dem Unglück nur es weihen,
Es umgeben mit Grauen.
Von Blässe, ach, bedeckt, schwinden seine Kräfte,
Ach und schreckliche Schmerzen erpressten ihm Tränen
In bangen Leidensstunden.
Das Kind, es war verzaubert! -

Krieger und Diener Bewegung des Schauders und Entsetzens.

FERRANDO
Die alte Hexe ward eingefangen,
Musste am Holzstoss den Lohn empfangen;
Doch eine Tochter blieb ihr am Leben,
Der sie die Rache hat übergeben.
Schrecklich erfüllte die,
Was der Mutter sie versprochen,
Hat ihren Feuertod auf dieselbe Art gerochen,
Denn an dem Ort,
Wo man einst sie verbrannte,
Da fand man, o Schauder!
Das Auge bebend es nur erkannte,
Fand halb verbrannt man, o Gott,
Die Gebeine des armen Kindes,
Fand halb verbrannt man des Kindes Leiche,
Noch stieg der Rauch vom Feuer auf zum Himmel,
Ach, wie des armen Kindes Seele
Stieg auch zu Gott empor!

KRIEGER UND DIENER
Ha, welch ein Grauen füllt unsre Seele,
Und kaum vertraut man dem eignen Ohr! -

Nr. 3 - Schluss der Introduktion

EINIGE
Und der Vater?

FERRANDO
Lebte nur noch wenig Jahre;
Eine Stimme doch sprach in seinem Innern,
Dass sein Kind damals nicht sei dem Tod verfallen;
Und auf dem Sterbebette
Beschwor er unsern Herren,
Dass er die Spur der Verbrech'rin
Stets verfolgen sollt'! Ach, vergeblich!

KRIEGER
Hörte von ihr man nichts mehr
In spätrer Zeit?

FERRANDO
Alles vergebens!
O könnte nur einmal, einmal ich sie sehn!

DIENER
Und würdest du sie erkennen?

FERRANDO
Wohl berechnend die Zeit, die vergangen -
Ja! ich könnt' es!

KRIEGER
O welche Lust, zur Rabenmutter
In die Hölle sie zu senden!

FERRANDO
Zu der Mutter? - O man sagt,
Dass sie noch wandle auf der Erde
Und nicht Ruh kann finden,
Die böse Zaubrin.
Wenn schwarz bedeckt der Himmel,
Erscheinet sie in verschiednen Gestalten.

TENÖRE DER DIENER
mit Schrecken
So ist es! -

TENÖRE DER KRIEGER
ebenso
So ist es! -

BÄSSE DER DIENER
ebenso
So ist es! -

BÄSSE DER KRIEGER
ebenso
's ist wahr!

KRIEGER
Man sieht in den Nächten
Hoch auf Dachesspitzen
Als Eule die furchtbare Hexe oft sitzen.

DIENER
Sie blickt mit den gläsernen Augen herunter,
Und flieht, wenn's am Morgen auf Erden wird munter.

FERRANDO
Ein Diener des Grafen hat einst sie gesehen,
Es fasste ihn Schrecken, sie verhöhnte sein Flehn!
Er starb!

KRIEGER
bejammernd
Ah!

FERRANDO
Er starb!

KRIEGER
wie vorher
Ah!

FERRANDO
Er starb!

KRIEGER
wie vorher
Er starb!

FERRANDO
Schrecken tötete ihn!

KRIEGER
bejammernd
Ah!

FERRANDO
Er starb!

KRIEGER
wie vorher
Ah!

FERRANDO
Er starb -
Ja, vor Angst!

KRIEGER
wie vorher
Er starb!

FERRANDO
Sie erschien ihm in nächtlicher Weile
Als Eule!
Geheul war zu hören, so furchtbar und schrecklich!

KRIEGER UND DIENER
Als Eule! Als Eule!

FERRANDO
Sie sah mit den gläsernen Augen ihn an,
Um den Armen, den Armen, ach, war es getan!

KRIEGER UND DIENER
Tenöre:
O Schrecken!
Bässe:
O Schrecken!

FERRANDO
Da tönte vom Turm die Mitternachtsstunde -
Es schlägt Mitternacht.
Trommeln werden gerührt.


ALLE
entsetzt beim Klang der Glocke aufschreiend.
Ah! - Ah! -
Ja, verflucht sei die Hexe,
Die Unheil und Schrecken nur bringt! - Ah!
Sie eilen entsetzt nach allen Seiten hin davon.


Verwandlung

Nr. 4 - Szene und Kavatine


Der Vorhang hebt sich nach dem ersten Takte.
Garten des Palastes Sargasto.
Rechts eine Marmortreppe, die in den Palast führt; ein Fenster im Palast ist erleuchtet.
Trübe Mondnacht.


ZWEITER AUFTRITT
Leonore, Inez zu ihrer Linken.

Leonore kommt von rechts hinten.


INEZ
begleitet sie, besorgt
Warum verweilst du?
Finstre Nacht umgibt uns;
Die Fürstin wünscht dich zu sprechen -
Du zauderst?

LEONORE
aufatmend
Und wieder eine Nacht, ohne ihn zu sehen!

INEZ
zuredend
Deiner Liebe Glut bringt dir Unheil;
O sag' mir, rede!
Wie entbrannte die Lieb' in deinem Herzen?

LEONORE
begeistert
Beim Turniere! Ich sah ihn,
Trauergewand und dunkler Helm
Zierte den Jüngling. Niemand kannte ihn,
Den mutigen Helden, der auf dem Kampfplatz
Besiegte die Gegner.
Ich schmückte ihn dann mit der Blumenkrone!
In den Krieg doch mu&Mac223;t' er ziehen,
Ich sah ihn nimmer; doch seine holden Züge
Mir im Traum erschienen.
Und so entschwand mir trübe die Zeit!
Doch einst -

INEZ
drängend
O sprich doch!

LEONORE
nachgebend
So höre! -
Es glänzte schon das Sternenheer,
Der Zephir säuselt' leise,
Der Mond strahlte ein Silbermeer
In sanfter Elfenweise.
Ach, da ertönt' im Abendwind,
Wie alles still und leise,
Aus dem Gebüsche zauberisch
Die wundervolle Weise,
Ein trüber, ach! und sehnsuchtsvoller Klang,
Ach, des Troubadour Gesang! -
Auf zu dem Himmel stieg sein Gesang,
Er flehte zu den Sternen;
Ich hörte meines Namens Klang
Ertönen in weiter Fernen.
Schnell eilte ich zum Fenster hin,
Er war es, er, der Geliebte,
Und Himmelslust durchströmt' mein Herz,
Selig blickt' ich himmelwärts;
Mir galt der wundervolle Klang,
Ja, mir des Troubadour Gesang.
Mir galt der wundervolle Klang,
Ja, mir der zauberische Klang!

INEZ
in Angst
Ach! deine Worte machen mich beben,
Und meine Seele erzittert.

LEONORE
abwehrend
Vergebens!

INEZ
gesteigert
Zweifelndes Bangen füllt meine Seele
Vor dem geheimnisvollen Fremden!
Du sollst ihn vergessen.

LEONORE
erschreckt
Was sagst du? O schweige!

INEZ
zuredend
Vertrau' der Freundin warnendem Rat,
Hör mich!

LEONORE
ausser sich
Ihn vergessen?
Ach! dieses Schreckenswort
Kann nicht fassen mein liebend Herz. -
Ein unnennbares Sehnen
Durchbebet meine Seele,
Ich lächle unter Tränen,
Nur er, nur er, nur er liegt mir im Sinn!
Ist fruchtlos auch mein Streben,
Bleibt ungestillt dies Sehnen,
Kann ich für ihn nicht leben,
Will sterben, will sterben ich für ihn!

INEZ
für sich
Der Liebe bittre Leiden
Durchwogen ihre Brust,
Der Liebe bittre Leiden
Die treue Brust!

LEONORE
Ein unnennbares Sehnen
Durchbebet meine Seele,
Ich lächle unter Tränen,
Nur er, nur er, nur er liegt mir im Sinn!
Ist fruchtlos auch mein Streben,
Bleibt ungestillt dies Sehnen,
Kann ich für ihn nicht leben,
Will sterben, will sterben ich für ihn!
Für ihn zu sterben, welche Seligkeit!
O welche Lust, für ihn zu sterben!
Welche Seligkeit, o welche Lust, welche Lust!

INEZ
für sich
Der Liebe bittre Leiden
Ziehn durch ihre treue Brust!
Ja, ziehn durch ihre treue Brust!

Beide gehen ab nach rechts über die Marmortreppe.

Graf von Luna kommt in einen Mantel gehüllt von links hinten.



DRITTER AUFTRITT
Graf allein. Dann die Stimme des Troubadour Manrico.

Nr. 5 - Szene und Romanze

GRAF
Rings tiefes Schweigen!
Erquickender Schlaf umfängt
Wohl jetzt schon lang die Fürstin;
Doch sie, die Teure, wacht noch!
Er sieht nach dem erleuchteten Fenster im Palast.
O Leonore! ja, du wachst noch,
Es schimmert aus deinem Fenster
Noch ein Schein des Lichtes
Und mir ein Strahl der Hoffnung.
Ach! heisser Liebe Sehnen
Erfüllt die treue Brust.
Ja, ich muss dich sehen,
Du musst mich hören! Teure!
Mit einigen Schritten zur Treppe rechts.
Mit Allgewalt zieht mich mein Herz zu dir!
Links in der Nähe erklingt die Laute des Troubadour.
Nach links gewandt.

Der Troubadour! - O Himmel!

DIE STIMME DES TROUBADOUR
Einsam steh' ich, verlassen,
Kann meine Qual nicht fassen,
Und eine Hoffnung nur
Lächelt dem Troubadour -
Winkt ihm der Liebe Lust
An treuen Liebchens Brust.

GRAF
halblaut
Was hör' ich?
Mit einigen Schritten nach links vorn
Ich bebe!.

DIE STIMME DES TROUBADOUR
Schlägt mir dein Herz entgegen,
Schützt mich des Himmels Segen!

GRAF
halblaut
Himmel!

DIE STIMME DES TROUBADOUR
Ach, und das grösste Glück -

GRAF
wie vorher
Ha, welche Qualen!

DIE STIMME DES TROUBADOUR
Strahlt mir aus deinem Blick!
Wonne belebet nur
Den treuen Troubadour.

Leonore eilt von rechts über die Marmortreppe herbei.


VIERTER AUFTRITT
Leonore, Graf zu ihrer Linken.

Nr. 6 - Szene und Terzett

GRAF
für sich
Gott, was seh' ich! Ja, sie nahet!
Er wendet sich ab und hüllt sich dichter in seinen Mantel.

LEONORE
eilt herzu und umarmt den Grafen, in dem Wahne, es sei Manrico.
O mein Geliebter!

GRAF
für sich
O Gott!

LEONORE
Ach! wo verweilst du denn so lange?
Ich zählte schon die Stunden
Mit bangen Herzensschlägen!

Manrico kommt von links hinten, im Helm, das Gesicht mit dem Visier, seine Gestalt mit einem Mantel bedeckt.
Der Mond tritt hell und klar aus den Wolken hervor und überflutet den Garten taghell mit seinem Lichte.



FÜNFTER AUFTRITT
Manrico auf der rechten Seite. Leonore, den Grafen umarmt haltend, links vorn.

LEONORE
ohne Pause fortfahrend
Doch jetzt entfliehn alle Qualen,
Denn du bist an meiner treuen Brust.

MANRICO
Ha, Falsche!

LEONORE
fährt blitzschnell herum
Welche Stimme!
Ihr Blick irrt unsicher von dem einen zum andern; Manrico rasch erkennend, wirft sie sich ihm zu Füssen.
Ach! in der Dunkelheit
Konnt' ich dich nicht erkennen!
Zu dir, du meine Seligkeit,
Zieht mich mein heisses Sehnen.
Nur du bist all mein Glück, ja,
Mein Sein und all mein Leben,
Dich lieb' ich, dich allein nur!
Mein süsser Troubadour!

GRAF
stark
Du wagst es?

MANRICO
Leonore entzückt aufrichtend
O welche Wonne!

GRAF
Mein Herz erbebt in Wut! Mein Herz erbebt in Wut!

LEONORE
in voller Empfindung
Dich lieb' ich! - Mein alles!

MANRICO
ausser sich
O welche Wonne!

GRAF
zu Manrico
Du Feiger, zeig' dein Angesicht!

LEONORE
bebend, leise zu Manrico.
O Gott!

GRAF
Nenn' deinen Namen!

LEONORE
wie vorher
O welche Angst!

MANRICO
sein Visier aufschlagend
Erblicke mich! Manrico bin ich!

GRAF
Was? Du bist's? O Himmel!
Unvorsicht'ger! wie kannst du's wagen,
Noch hier zu erscheinen?
Dein harrt das Todesbeil,
Dein Leben ist verloren!

MANRICO
nimmt die Mitte
Was säumst du? Ruf' schnell
Nur deine Wachen, und überliefre
Den Nebenbuhler schnell dem Henkerbeile.

GRAF
ergrimmt
Dein Tod ist dir viel näher, ja,
Von meiner Hand musst du sterben!
Er zieht sein Schwert und zeigt nach hinten.
Folg' mir!

LEONORE
mit aufgehobenen Händen.
Hört mich!

GRAF
wie vorher
Meiner Rache Opfer,
Fällst du jetzt von meinen Händen!

LEONORE
O hört mein Flehen!

GRAF
wie vorher
Folge mir!

MANRICO
edel
Wohlan!
Er zieht sein Schwert.

LEONORE
für sich
Was soll ich tun?

GRAF
wie vorher
Folge mir!

MANRICO
edel
Wohlan!

LEONORE
für sich
Ein einz'ger Laut nur kann ihn ja verraten!
Laut, flehend zu beiden.
Hört mich!

GRAF
stark, abwehrend
Nein!
Wilde Eifersucht im Herzen,
Leid' ich wahre Höllenqualen!
Schrecklich sind verschmähter Liebe Schmerzen,
Mit dem Leben muss er's zahlen.
Zu Leonore
Liebe hast du ihm geschworen,
Er war deine Seligkeit!
Aber nun ist er verloren,
Ja, dem Tod sei er geweiht.

LEONORE
zum Grafen
Ach! bezähm' doch, bezähm' doch dein Wüten,
Ja, du mehrest noch deine Qualen!
Sie nimmt die Mitte und sinkt vor dem Grafen in die Kniee.
Sieh' im Staube, im Staube mich bitten,
Gnädig lasse Hoffnung ihm strahlen.
Sei der Tod, sei der Tod mir geschworen,
Für ihn sterben, o Seligkeit!
Doch nur er sei, er sei nicht verloren,
Er, dem ich mein Herz geweiht!

MANRICO
nach dem Grafen hin
Mag er toben, ja, mag er auch wüten,
Ihn erwarten nur Höllenqualen!
Nein, er weiss nicht, was ich schon gelitten,
Mit dem Leben muss er's zahlen.
Ja, du bist nun, du bist nun verloren,
Ha, dein Tod ist mir Seligkeit!
Zu Leonore
Treue Liebe sei dir nun geschworen,
Treue Liebe in Ewigkeit!

GRAF
zu Manrico, nach hinten zeigend
Folg' mir! -
Zu Leonore
Ha, du liebst ihn! -
Du kannst es wagen! - Du kannst es wagen!
Stark, abwehrend
Schrecklich sind verschmähter Liebe Schmerzen,
Mit dem Leben muss er's zahlen.
Zu Leonore.
Ihn zu lieben hast du gewagt,
Ja, er war deine Seligkeit!
Er sei dem Tode nun geweiht.

MANRICO
wie vorher zum Grafen
Ja, du bist nun, du bist nun verloren,
Und dein Tod ist mir Seligkeit!
Zu Leonore.
Treue Liebe sei dir nun geschworen,
Treue Liebe in Ewigkeit -

LEONORE
Sei der Tod, sei der Tod mir geschworen,
Für ihn sterben, o Seligkeit!
Doch nur er sei, er sei nicht verloren,
Er, dem ich mein Herz geweiht -

GRAF
Ja, wilde Eifersucht im Herzen,
Wilde Eifersucht im liebevollen Herzen,
Leid' ich wahre Höllenqualen!
Zu Leonore
Liebe hast du ihm geschworen,
Mit dem Leben muss er's zahlen,
Ja, er sei dem Tod geweiht -

MANRICO
In Ewigkeit, in Ewigkeit!
Ja, treue Lieb' in Ewigkeit!

LEONORE
Dem ich, dem ich mein treues Herz,
Dem ich mein treues Herz geweiht -

GRAF
Dem Tod geweiht, er sei dem Tod geweiht!
Dem Tod geweiht, dem Tod geweiht!
Er sei dem Tod, dem Tod geweiht, dem Tod geweiht!

MANRICO
Treue Lieb' in Ewigkeit!

LEONORE
Dem ich mein Herz geweiht!

GRAF
Ja, er sei dem Tod geweiht!
Er sei dem Tod, dem Tod geweiht, dem Tod geweiht!

MANRICO
Treue Lieb' in Ewigkeit!
Ja, geschworen sei treue Liebe
Dir in Ewigkeit!

LEONORE
Dem ich mein Herz geweiht!
Ja, dem ich, ja, mein Herz geweiht!

GRAF
Ja, er sei dem Tod geweiht!
Ja, er sterbe, er sei dem Tod geweiht!

Manrico und Luna eilen mit gezückten Schwertern nach hinten und kreuzen die Klingen.
Leonore erhebt sich, eilt zwischen die Kämpfer und wehrt ihnen mit hoch erhobenen Armen.


ZWEITER TEIL - Die Zigeunerin

Nr. 7 - Zigeunerchor


Der Vorhang hebt sich nach dem sechzehnten Takte.
Verfallenes Gemäuer eines früheren Schlosses in einer romantischen Gegend am Fusse eines Berges zu Biscaya.
In der Mitte ein grosses Feuer, an dem Harnische, Waffen, Ketten u.s.w. bearbeitet werden; Ambosse stehen umher. Kleinere Feuer mit Kesseln zur Speisenbereitung rechts und links hinten. Zur Rechten ein Steinsitz. Werkzeug, Zangen, Hämmer, Weinkannen und Becher auf Felsstücken. Einige Wagen stehen umher.
Der Morgen dämmert.


ERSTER AUFTRITT
Die Zigeunerin Azucena. Manrico. Zigeuner: Männer, Weiber, Kinder.

Azucena sitzt vor sich hinbrütend rechts auf dem Steinsitz.
Manrico steht in Nachdenken versunken an ihrer Seite, in seinen Mantel gehüllt, ein Horn umgehängt; sein Helm und sein Schwert liegen auf einem Felsstück hinter ihm.
Die Zigeuner lagern und stehen umher, bereiten am Mittelfeuer und an den Ambossen Arbeit vor, kochen an den kleineren Kesseln, schüren die Feuer, arbeiten an Kleidungsstücken.


DIE MÄNNER
Seht, wie die Wolken am Himmel ziehen,
Bald lacht uns freundlicher Sonnenschimmer;
Seht, wie die Schatten zur Ferne schon fliehen,
Wie alles strahlet in goldenem Flimmer! -
Frisch auf, zum Tagwerk! - Munter! Zum Tagwerk!

Einzelne ergreifen ihre Hämmer und schlagen damit gleichmässig auf ihre Ambosse.

DIE MÄNNER
Was wohl, was ist des Zigeuners Gewinn?

DIE MÄNNER UND WEIBER
Was wohl, was ist des Zigeuners Gewinn, o sagt?
Was, ja, was ist sein Gewinn?

DIE MÄNNER
Was des Zigeuners, was sein Gewinn, sagt?

DIE MÄNNER UND WEIBER
Ein Weib mit treuem Sinn!

DIE MÄNNER
von der Arbeit ausruhend, zu den Weibern
Füllet die Becher! - Lasst froh uns trinken,
Neue Kraft durchströmt dann alle Glieder! -

Die Weiber ergreifen die Weinkannen, schenken ein und reichen den Wein in hölzernen Bechern.

DIE MÄNNER UND WEIBER
Seht, wie der Sonne Strahlen schon blinken,
Lasset ertönen die fröhlichen Lieder! -

DIE MÄNNER
wie vorher
Frisch auf, zum Tagwerk! -
Was wohl, was ist des Zigeuners Gewinn?

DIE MÄNNER UND WEIBER
Was wohl, was ist des Zigeuners Gewinn, o sagt?
Was, ja, was ist sein Gewinn?

DIE MÄNNER
Was des Zigeuners, was sein Gewinn, sagt?

DIE MÄNNER UND WEIBER
Ein Weib mit treuem Sinn!

Sie beginnen einzupacken und sich zur Wanderung vorzubereiten, dabei Azucenas Erzählung ihre Aufmerksamkeit schenkend.
Azucena erwacht aus ihrem dumpfen Hinbrüten.


Nr. 8 - Kanzone

AZUCENA
Lodernde Flammen
Schlagen zum Himmel auf;
Von allen Seiten drängt sich die Menge,
Frohes Gejauchze tönt von allen Seiten her;
Und eine Söldnerschar
Führt ein Weib in der Mitte.
Sie steht auf.
Schrecklich strahlt des Feuers Glut
Von ihrem Antlitz wider,
Starr und verzweifelnd
Blickt sie zum Himmel empor,
Blickt sie empor!
Hell lodern Flammen,
Schon naht das Opfer
Im schwarzen Gewande,
Fliegend die Haare!
Angstruf des Todes tönt von den Lippen ihr,
Hallt furchtbar wider von Berg und vom Tale!
Schrecklich strahlt des Feuers Glut
Von ihrem Antlitz wider!
Starr und verzweifelnd
Blickt sie zum Himmel empor,
Blickt sie empor!

Sie sinkt auf ihren Sitz zurück.
Manrico tritt ihr näher.


Nr. 9 - Zigeunerchor und Solo

DIE MÄNNER UND WEIBER
Traurig ist dein Gesang.

AZUCENA
Ach, traurig war auch,
Furchtbar traurig und schrecklich,
Was ich jetzt euch erzählte!
Sie blickt zu Manrico empor, ihm zuflüsternd.
O räche mich! O räche mich!

MANRICO
für sich
Und immer dasselbe Wort!

EIN ALTER ZIGEUNER
tritt in die Mitte
Frisch auf nun, ihr Gefährten!
Lass froh uns weiter ziehn,
Der neue Tag
Bringt uns neuen Gewinn! -
Frisch auf denn!

DIE MÄNNER UND WEIBER
Frisch auf denn!

Sie haben das Lager vollständig abgebrochen und entfernen sich mit den Wagen, Geräten, ihren Bündeln und sonstigem Eigentum nach links hinten.

DIE MÄNNER
sich entfernend
Was wohl, was ist des Zigeuners Gewinn?

DIE WEIBER
ebenso
Was wohl, was ist des Zigeuners Gewinn, sagt?

DIE MÄNNER
O sagt?

DIE WEIBER
Was ist wohl sein Gewinn?

DIE MÄNNER
Was sein Gewinn?
Was des Zigeuners, was sein Gewinn, sagt?

DIE MÄNNER UND WEIBER
schon aus der Entfernung
Ein Weib mit treuem Sinn! -
Nach einer Pause ganz in der Ferne.
Ein Weib mit treuem Sinn!
Die Worte verhallen.


ZWEITER AUFTRITT
Azucena, Manrico zu ihrer Linken.

Nr. 10 - Szene und Erzählung

MANRICO
Wir sind allein nun!
Erkläre mir die traurige Kunde.

AZUCENA
aufstehend
Dir ist sie noch unbekannt.
Doch deiner Jugend goldne Tage
Hast du gewidmet stets nur dem Ehrgeiz.
Es war dies meiner Mutter furchtbar Ende.
Angeklagt, dass sie durch frevelnde Höllenkünste
Habe das Kind des Grafen Luna verzaubert,
Starb sie auf dem Scheiterhaufen,
Wo vorhin das Feuer!
Sie zeigt nach der Stelle, wo vorhin das Mittelfeuer brannte.

MANRICO
schaudernd dorthin blickend
Himmel, was hör' ich?

AZUCENA
Die Hände in schweren Ketten,
Sah ich sie beim letzten Gange;
Mein Söhnlein in den Armen,
Folgt' ich ihr stumm und bange.
Ich flehte mit heissen Tränen:
Lasst einmal sie mich noch sehen!
Ach, ohne mich zu segnen,
Musste sie von dieser Erde gehn.
Wild fluchte ihr die Menge,
Und schrie im tollen Reigen;
Und sah mit wahrer Höllenlust
Sie auf den Holzstoss steigen.
Sie rief in Todesqualen:
"O räche mich!" mir zu.
Dies Wort, ich hör' es immer,
Und nimmer lässt es mir Rast noch Ruh'.

MANRICO
Und nahmst du Rache?

AZUCENA
Des Grafen Sohn wusste ich zu rauben,
So wollte ich mich rächen:
Es brannte schon hell die Flamme -

MANRICO
Die Flamme! O Gott!
schaudernd
Was tatst du?

AZUCENA
Ach, seine Tränen, sie drangen
Mir in die Tiefe der Seele,
Und mein Geist war befangen. -
Doch plötzlich vor meinen Augen
Seh' ich ein Bild erscheinen,
Seh' die arme Mutter
Im Todeskampfe weinen.
Ich höre die letzten Seufzer,
Ich seh' ihr Auge brechen;
Schauder, Erbeben ergreift mich,
Ich höre, wie sie mir zuruft:
"Meine Tochter! O räche mich!"
Es zucket die Hand mir krampfhaft,
Und meiner nicht bewusst,
Ins prasselnde Feuer
Schleudre ich das Opfer.
Wild lechzend nach der Beute
Schlagen die Flammen zusammen:
Was ich im Wahn begangen,
Wer kann es je verdammen?
Doch wie ich um mich schaue,
Wer steht an meiner Seite?
Es war der Sohn des Grafen!

MANRICO
Gott! was sagst du?

AZUCENA
Und meinen Sohn -

MANRICO
in banger Erwartung
Ach!

AZUCENA
Hatt' ich dem Tod geweihet!

MANRICO
entsetzt
Schreckenswort!

AZUCENA
erschöpft
Ah!

MANRICO
wie vorher
Schreckenswort!

AZUCENA
wie vorher
Mein Kind! Mein Kind -

MANRICO
wie vorher
O Schreckenswort!

AZUCENA
wie vorher mit letzter Kraft
Mein einzig Kind!
Ach! hatt' ich dem Tod
Geweiht!

MANRICO
wie vorher
O Gott! -
In dumpfer Betäubung
Schreckenswort! - Schreckenswort!

AZUCENA
ebenso
Noch bebt vor Schrecken mir das Herz!
Sie wiederholt diese Worte.
Mir bebt das Herz, mir bebt das Herz!
Sie fällt erschöpft auf ihren Sitz.
Manrico verstummt vor Schreck und Überraschung.


Nr. 11 - Szene und Duett

MANRICO
nach einer Pause
Ich bin dein Sohn nicht?
O sprich, wer bin ich? O rede!

AZUCENA
scheinbar, als wolle sie einen zufällig begangenen Irrtum wieder verbessern
Du bist mein Sohn.

MANRICO
Und doch - du sagtest -

AZUCENA
O nicht doch, ach, glaub' mir.
Wenn ich gedenke noch jener Schreckensstunde,
Verwirret sich mein Geist,
Und meinen Lippen
Entschlüpfen irre Worte.
Stand als Mutter
Ich liebend dir nicht stets zur Seite?

MANRICO
Wie könnt' ich's leugnen?

AZUCENA
O nein, du darfst mich nimmer verleugnen.
Aufstehend
Als mir die Schreckenskunde ward
Von deinem Tode,
Eilte ich aufs rauchende Schlachtfeld;
Ich wollte dich im stillen begraben.
Doch noch Leben fand ich in des Sohnes Brust.
Mit liebender Angst wacht' ich an deinem Lager,
Ach, meine Tränen, sie flossen,
Sie waren Balsam auf deine Wunden -

MANRICO
mit edlem Stolze
Die mir jener Tag beschieden.
Auf seine Brust zeigend
Hier trafen mich die Schwerter.
Ach, ganz verlassen von den Meinen,
Sah dem Feind ich voll Kampfbegier ins Antlitz.
Der freche Luna stürzt über mich
Mit seinen Scharen:
Ich falle, von Übermacht bezwungen.

AZUCENA
Das war der Lohn,
Dass du ihn geschont im Zweikampf;
Warum hast du, mein Sohn,
Ihm das Leben nicht geraubt?
O welches Mitleid hat damals dich ergriffen?

MANRICO
O Mutter,
Nicht kann ich mir es erklären!

AZUCENA
vorwurfsvoll
Mitleid mit ihm! Mitleid mit ihm!

MANRICO
glühend
Dass noch einmal, noch einmal sie erschiene,
Jene Stunde, wo Rache ihm drohte,
Und ich, stolz, mit des Siegers Miene
Grossmutsvoll nicht weihte ihn dem Tode!
Damals sprach zu mir eine innre Stimme,
Und ich wehrte gewaltsam meinem Grimme!
Schon gezückt das Schwert auf ihn,
Wollt' ich üben streng Gericht!
Doch von dem Himmel rief eine Stimme:
"Schone deines Feindes Leben,
Schon' sein Leben, töt' ihn nicht!"

AZUCENA
empört klagend
Doch in seinem harten Herzen
Regt sich keine solche Stimme,
Sie wiederholt diese Worte
Und zum Raub der bittern Schmerzen
Bist verfallen seinem Grimme,
Sie wiederholt diese Worte
Wenn dir noch einmal winkt die Rache,
Opfre ihn dann der guten Sache;
Schone nicht sein ruchlos Leben,
Stoss' das Schwert ihm in das Herz -
O denke an der Mutter Schmerz.
Winkt noch einmal dir die Rache,
Schon' ihn nimmer,
Stoss das Schwert ihm in das Herz!
O denke deiner Mutter Schmerz!
Sie wiederholt diese Worte.

MANRICO
Ja, ich schwör' es bei den Göttern,
Ich will rächen
Meiner armen Mutter Schmerz!
Der Mutter Schmerz!

Er wiederholt diese Worte.
Azucena sinkt wieder auf ihren Sitz.
Der Klang eines Hornes links in der Nähe.


MANRICO
mit einigen Schritten nach links
Es naht der Bote, den Ruiz mir sendet;
Was bringt er?
Er antwortet mit seinem Horne.

AZUCENA
ohne an dem teilzunehmen, was vorgeht.
O räche mich!

Ein Bote, Anhänger Manricos in Kleidung, Schärpe und Waffen, kommt eilig, das Horn umgehängt, mit einem Briefe von links.


DRITTER AUFTRITT
Azucena rechts. Manrico in der Mitte. Bote links.

MANRICO
zum Boten
Tritt näher her!
Es geschieht
Bringst von dem Kriege du neue Kunde?

BOTE
übergibt den Brief
Auf dieses Schreiben gib Antwort mir.

MANRICO
liest
"In unsrer Macht ist Castellor.
Auf Befehl des Fürsten
Sollst du die Verteid'gung übernehmen;
Und eil' so schnell als es dir möglich her.
Noch heute Abend wird Leonore,
Der man deinen Tod berichtet,
Im nahgelegnen Kloster mit dem heil'gen Schleier
Sich umhüllen."
Schmerzlich aufschreiend.
O ew'ge Götter!

AZUCENA
erschrocken auffahrend
Was ist dir?

MANRICO
zum Boten
O eile, fort, schnell von hinnen!
Und lass' ein Pferd mir eiligst zäumen.

BOTE
Ich eile!
Er wendet sich zum Gehen.

AZUCENA
will Manrico mit einer Gebärde zurückhalten
Manrico!

MANRICO
O Mutter, lass mich,
Lass mich schnell eilen!
Zum Boten
Du warte dann meiner.

Bote verbeugt sich zustimmend und eilt ab nach links.


VIERTER AUFTRITT
Azucena, Manrico zu ihrer Linken.

AZUCENA
Was willst du, was hoffst du?

MANRICO
für sich
Soll ich sie verlieren! Ach, sie verlieren!

AZUCENA
Er ist von Sinnen!

MANRICO
nimmt Helm und Schwert von dem Felsstück und bekleidet sich damit.
Lebwohl denn!

AZUCENA
Nein! bleibe, hör' mich!

MANRICO
O lass mich!

AZUCENA
Bleibe!
Gebieterisch
Die Mutter spricht mit dir! -
Nicht darfst du von meiner Seite,
Bis du innre Ruh' gefunden.
Wie, du willst fort in die Weite?
Und noch bluten deine Wunden!
Sieh wie meine Tränen fliessen,
Denn du bist mein höchstes Gut;
Ach, nicht darfst du dein Blut vergiessen,
's ist mein eignes Herzensblut.
Sie wiederholt diese Worte.

MANRICO
Ach, der Mutter Tränen fliessen,
Und sie ist des Grames Beute;
Doch ich will mein Blut vergiessen,
Muss hinaus ins Weite.

AZUCENA
ausser sich
O Himmel!

MANRICO
Hemme nimmer meine Schritte,
Höre meine heisse Bitte!
Ohne sie kann ich nicht leben,
Sie nur ist mein höchstes Gut!

AZUCENA
Sieh, wie meine Tränen fliessen!

MANRICO
Ach, der Mutter Tränen fliessen, ja!

AZUCENA
Sieh, wie meine Tränen fliessen,
Denn du bist mein höchstes Gut;
Nicht darfst du dein Blut vergiessen.
's ist mein eignes Herzensblut.

MANRICO
Hemme nimmer meine Schritte,
Höre meine heisse Bitte!
Ohne sie kann ich nicht leben,
Sie nur ist mein höchstes Gut!

AZUCENA
Bleibe, ach, bleibe!

MANRICO
O lass mich von hinnen!

AZUCENA
Höre mein Flehen!
Ah! O hör' doch die Mutter,
Die zu dir bittend spricht!
O bleib', o bleib', o bleib', o bleib'!

MANRICO
für sich
Sie nimmer sehn, welche Qual,
Welcher Schmerz für mein liebend Herz!
O lass mich fort! o lass mich fort!

AZUCENA
O bleib', o bleib', o bleib' bei mir! -
O bleibe, bleib' bei mir!
O höre mich, o bleib' bei mir!

MANRICO
O lass mich fort, o lass mich fort!
O lasse mich fort, o teure Mutter,
Lass mich fort!

Er eilt ab nach links.
Azucena sucht ihn vergeblich zurückzuhalten.



Verwandlung

Nr. 12 - Szene und Arie


Der Vorhang hebt sich nach dem vierten Takte.
Klosterkreuzgang, im Hintergrunde und auf der linken Seite Bäume.
Trübe Mondnacht.


FÜNFTER AUFTRTT
Graf Luna, Ferrando zu seiner Linken. Lunas Anhänger in seinen Farben und Abzeichen zu seiner Linken zurückstehend. Dann die Stimmen der Nonnen.
Alle kommen, in ihre Mäntel gehüllt, vorsichtig und leise von links.


GRAF
immer mit zurückhaltender Stimme
Alles ist stille!
Noch tönt nicht das fromme Lied
Durch die kühlen Lüfte;
Die Zeit ist günstig.

FERRANDO
ebenso
Gewagt, o Herr, ist dein Unternehmen!

GRAF
Was sagst du? Gewagt nennst du, was Liebe,
Was tiefgekränkter Ehrgeiz fordert
Von mir? Kein Hindernis glaubt'
Ich meinen Wünschen entgegen,
Tod den Nebenbuhler. Da nahn
Sich meiner Liebe neue Gefahren.
Was hört' ich? O Gott!
Dem Altar will sie sich weihen!
Mein doch muss sie werden. -

Mit zurückhaltender Stimme, halblaut.

Ihres Auges himmlisch Strahlen
Leuchtet schöner wie die Sonne,
Und in ihrem Antlitz malen
Sich der Liebe, der Liebe Lust und Wonne.
All mein Sehnen, all mein Streben
Geht nach ihr, nach ihr allein;
Freudig geb' ich hin mein Leben,
Wird die Teure endlich mein.
Er wiederholt diese Worte.

Glockengeläute rechts in der Nähe.

GRAF
Was hör' ich! - O Gott!

FERRANDO
zeigt nach rechts, leise
Die Glocke verkündet die heil'ge Feier.

GRAF
Eh' sie noch naht dem Altar,
Muss ich sie rauben.

FERRANDO
warnend
Bedenke!

GRAF
zurückweisend
Schweige! Nicht hör' ich!
Zu seinen Anhängern
Entfernt euch!
In der Bäume Schatten verberget euch!
Für sich
O Leonore, bald bist du mein!
Mich verzehren der Liebe Flammen!

Er beobachtet ängstlich und vorsichtig nach rechts, woher Leonore erscheinen muss.

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
zurückhaltend, leise
Nur still, nur still, verberget euch
Im stillen dunklen Hain!
Nur still, nur still, macht kein Geräusch
Und lasset ihn allein!

GRAF
immer zurückhaltend
O dürfte ich es glauben,
Dass mir der Liebe reiner Frieden
An ihrer Brust beschieden,
Dass liebend strahlte, strahlte mir ihr Blick,
Strahlte mir ihr Blick!
Kein Gott kann sie mir rauben,
Und froh lacht mir das Leben.
Dein ist mein ganzes Streben,
All meine Lust, ja, all meine Lust,
All mein Glück!

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
zurückhaltend, leise
Nur still, nur still, verberget euch
Im stillen dunklen Hain!
Nur still, nur still, macht kein Geräusch
Und lasset ihn allein!

GRAF
immer wie vorher
O dürfte ich es glauben,
Dass mir der Liebe reiner Frieden
An ihrer Brust beschieden,
Dass liebend strahlte, strahlte mir ihr Blick,
Strahlte mir ihr Blick!
Kein Gott kann sie mir rauben,
Und froh lacht mir das Leben, ach!
Dein ist mein ganzes Streben,
All meine Lust, all mein Glück!

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
zurückhaltend, leise
Nur still! nur still! nur still! nur still!

GRAF
immer wie vorher
Kein Gott kann sie mir rauben!

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
Nur still! nur still! nur still! nur still!

GRAF
wie vorher
Nur sie allein ist all mein Glück!
Nur sie, nur sie ist all mein Glück! -
Meine Liebe werd' ich ihr bewahren,
Nur sie ist all mein Glück!
Kein Gott kann sie mir rauben!
Ja, sie allein ist all mein Glück,
Nur sie ist all mein Glück! -
Meine Liebe werd' ich ihr bewahren,
Nur sie ist all mein Glück!
Still, still, kein Geräusch!
Verbergen wir uns in dem Schatten stiller Nacht!

Er wiederholt diese Worte.

Macht kein Geräusch, nur stille!
Haltet Wacht, macht kein Geräusch, nur stille!
Haltet Wacht, nur still! nur still! nur still! nur still!

Er entfernt sich nach links.

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
wie vorher
Stille, still, nur still, macht kein Geräusch!
Sie wiederholen diese Worte.
Still, still, still, still, verbergen wir uns jetzt!
Sie wiederholen diese Worte.
Macht kein Geräusch, nur stille!
Haltet Wacht, macht kein Geräusch, nur stille!
Haltet Wacht! nur still! nur still! nur still! nur still!

Sie verschwinden nach links.
Der Raum bleibt leer.


Nr. 13 - Chor der Nonnen und Chor der Grafenanhänger

NONNEN
rechts unsichtbar in der Nähe
Ach, alle Qual des Lebens
Schwindet so wie die Tage,
Darum dein Leid ertrage,
Bald ist der Traum vorbei.
Denke nicht mehr vergebens
An seine Lieb' und Treu'.

Graf und seine Anhänger links unsichtbar in der Nähe, zwischen den Bäumen.

GRAF
immer leise
Es kann kein Gott -

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
immer leise
Nur still, nur still!

GRAF
Sie rauben mir -

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
Macht kein Geräusch!

GRAF
Es kann kein Gott -

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
Macht kein Geräusch!

GRAF
Sie rauben mir!

NONNEN
wie vorher
Mit diesem heil'gen Schleier
Schwinden die ird'schen Triebe;
Nimmer denk' seiner Liebe,
Alles sei tot für dich;
Und mit der heil'gen Feier
Öffnet der Himmel sich.

GRAF
immer leise
Es kann kein Gott sie rauben mir!
Er wiederholt diese Worte
Ja, sie allein ist all mein Glück,
Mit ihr kehrt alle Lust zurück!
Es kann kein Gott sie rauben mir!
Er wiederholt diese Worte.
Nein, nein, nein, nein!
Es kann kein Gott sie rauben mir,
Sie rauben mir!

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER
immer leise
Macht kein Geräusch, verberget euch!
Nur still, nur still! Nur still, nur still!
Sie wiederholen diese Worte.

NONNEN
wie vorher
Nimmer denk' der Liebe!
Alles, alles sei nun tot für dich!
Der Himmel öffnet strahlend sich!

Leonore, einfach weiss gekleidet und ihre weinende Begleiterin Inez ebenso, zwölf Nonnen, die lange brennende Lichter tragen kommen von rechts aus einem Seitengang.
Eine Nonne trägt das für Leonore bestimmte Novizengewand: ein schwarzes Kleid, ein Skapulier, einen Rosenkranz, die Kopfbedeckung.



SECHSTER AUFTRITT
Leonore, Inez und die zwölf Nonnen nehmen auf der rechten Seite Aufstellung.

Nr. 14 - Szene und Chor der Nonnen

LEONORE
zu der weinenden Inez
Warum in Tränen?

INEZ
Für immer müssen wir dich verlieren!

LEONORE
bewegt
Ach, meine Teuern!
Nicht lächelt mir mehr die Freude;
Kein Hoffnungsschimmer erstrahlt für mich.
Zu Gott erheb' ich mein Herz -
Ja, er allein kann Trost mir verleihen;
Und wenn dann meine Tage enden,
Ach! Werd' ich im Himmel mit ihm vereinet sein,
Der mir mein Alles einst war.
Stillt eure Tränen, und führt mich zum Altare.

Sie wendet sich zum Gehen.
Graf Luna erscheint mit Ferrando und seinen Anhängern plötzlich von links.



SIEBENTER AUFTRITT
Die Vorigen auf der rechten Seite. Graf mit seinen Anhängern auf der linken Seite.

GRAF
Leonore entgegentretend, stark
Nimmermehr!

INEZ UND CHOR DER FRAUEN
entsetzt
Der Graf hier?

LEONORE
aufs äusserste erschrocken
Grosser Gott!

GRAF
stark, gesteigert
Ja, am Altare sollst
Du dich mit mir vereinen!

INEZ UND CHOR DER FRAUEN
empört
Ha, welche Kühnheit!

LEONORE
ebenso
Unsel'ger, dein Begehren?

GRAF
will sie umfassen, um sich ihrer zu bemächtigen
Dich mein zu nennen.

ALLE ANDERN
noch dem Ausdruck ihrer Empfindung für den Grafen; stark
Ah!

Manrico von links herbei eilend, steht plötzlich zwischen Leonore und dem Grafen.


ACHTER AUFTRITT
Die Frauen auf der rechten Seite. Graf mit seinen Anhängern auf der linken Seite. Manrico in der Mitte, zwischen Leonore und dem Grafen. Allgemeines Erstaunen.
Die Anhänger des Grafen ziehen die Schwerter.


Nr. 15 - Sextett

LEONORE
vor dem totgeglaubten Manrico, ihren Sinnen nicht trauend, mit vorgehaltenen Händen zurückweichend und ihrer Empfindung nur stossweise Ausdruck gebend.
O Gott, ist's nur ein schöner Traum?
Du liegst an meinem Herzen;
Ich traue meinen Sinnen kaum,
Entschwunden sind die Schmerzen.
In höchster Freude.
Ich kann die Lust nicht fassen, ach!
Das Herz bebt vor Seligkeit!
Von dir, von dir nicht lassen
Will ich in Ewigkeit!
Sie wiederholt die letzten Worte und eilt in Manricos Arme.

GRAF
starr
Stehn aus den Gräbern
Tote wieder auf zu neuem Leben?

MANRICO
Nah' schon dem Tode war ich,
Doch Gott schenkte mir das Leben -

GRAF
Soll fruchtlos sein mein heisses,
Mein glühend heisses Streben?

MANRICO
Hat mir mein höchstes Gut,
Hat dich mir wieder jetzt gegeben!

GRAF
Kann nie erkalten denn dein Blut -
So lebe fern von hier,
Ja, fern von hier!
Raube mir nicht meine Lust,
Meines Lebens Seligkeit,
Ja, meine höchste Seligkeit!

MANRICO
Schon drohte mir der Feinde Wut,
Doch Gott beschützte mich
Und mir winkt jetzt höchste Lust!
Ja, an deiner treuen Brust
Lacht mir der Liebe Seligkeit!

LEONORE
wie vorher
Ach, mir lacht bei dir
Die höchste Seligkeit!
Ich traue meinen Sinnen kaum,
Ist dies ein schöner, schöner Traum?
Sie wiederholt diese Worte.
Entschwunden sind schon die bittern Schmerzen
Und du liegst an meinem Herzen!
Ach, das Glück, ich fass' es kaum,
Das hohe Glück, ich fass' es kaum!
Sie wiederholt diese Worte.

INEZ
freudig zu Leonore
Der Himmel schenkt Erbarmen dir!
Sie wiederholt diese Worte.
Es ist kein Traum, es ist kein leerer Traum!
Sie wiederholt diese Worte.

GRAF
zu Manrico
Kannst du vom Leben nimmer lassen,
Fliehe weit, fliehe weit, ja, weit von hier!
Vor innrer Wut möcht' ich erblassen,
Denn er raubt meines Lebens Wonne mir!
O wär dies alles doch nur ein Traum!
Wär dies alles doch ein schnell entschwundner,
Ein flücht'ger Traum!
Er wiederholt diese Worte.

FERRANDO
zum Grafen
Du hast das Schicksal selbst beschworen,
Und es rächt, ja, es rächt sich jetzt an dir!
Dein höchstes Gut, es ist verloren,
Ja, er raubt, ja, er raubt es sicher dir!
Es ist kein Traum, es ist kein leerer Traum!
Er wiederholt diese Worte.

MANRICO
freudig zu Leonore
Dich seh' ich wieder, dich, mein Alles!
Es lacht dein treuer Blick zu mir!
O schwinde nicht, du schöner Traum!
Er wiederholt diese Worte.

NONNENCHOR
zu Leonore
Der Himmel schenkt Erbarmen dir!
Es ist kein Traum, es ist kein leerer Traum!
Er wiederholt diese Worte.

CHOR DER ANHÄNGER DES GRAFEN
zum Grafen
Du hast das Schicksal dir selbst beschworen,
Und es rächt sich nun an dir!
Es ist kein Traum, es ist kein leerer Traum!
Sie wiederholen.

Ruiz eilt von links herbei, Manrico zu Hilfe kommend.
Die Anhänger Manricos in dessen Abzeichen und Farben folgen ihm mit gezückten Schwertern und nehmen Aufstellung auf der rechten Seite vor den Nonnen.



NEUNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Ruiz und die Anhänger Manricos.

RUIZ.
Urgel lebe!

MANRICO
Ha, meine Getreuen!

RUIZ
zu Manrico
Folg' uns!

MANRICO
zu Leonore
Du musst mir folgen!

GRAF
sich widersetzend
Kannst du's wagen?

LEONORE
in Angst
Ach!

MANRICO
zum Grafen
Zurück!

GRAF
das Schwert ziehend, zu Manrico
Rauben willst du sie mir? Nein!

Die Anhänger Manricos entwaffnen den Grafen.

RUIZ UND SEINE ANHÄNGER
O Wahnwitz!

FERRANDO UND SEINE ANHÄNGER
zum Grafen
Was tust du - o Herr!

GRAF
Nicht bezähmen kann ich meine Wut.

INEZ
zu Leonore
Ah! - Ja! - Der Himmel hat Mitleid mit dir!

LEONORE
in Angst
Ach, es zittert mir die Seele, ja, meine Seele!

MANRICO
auf den Grafen zeigend
Sterben soll er! Sterben soll er!
Sterben soll er! Ja, der Tod sei sein Los!

RUIZ UND DIE ANHÄNGER MANRICOS
zu Manrico
Folg' uns! Folg' uns!
Dir lacht das Leben in Wonne und Lust!

GRAF
in grösster Steigerung
Alle treff' euch mein Fluch!
Er wiederholt.

FERRANDO UND DIE ANHÄNGER DES GRAFEN
zum Grafen
Mut nur! Mut nur!
Fass' dich und weiche der starken Gewalt!

NONNEN
nach Leonore hin
Ah! - Ja! -
Der Himmel hat Mitleid mit dir!
Pause.

LEONORE UND MANRICO
in tiefster Empfindung
Von dir, von dir nicht lassen
Will ich in Ewigkeit!
Sie wiederholen.
Du bist meine Seligkeit!

INEZ UND DIE NONNEN
Ja, Gott erbarmet sich!

MANRICO
zu Leonore
Teure, komm, folge mir!

RUIZ
zu Manrico
Dir winkt des Lebens Glück!

GRAF
wie vorher
Alle treffe euch mein Fluch!

FERRANDO
zum Grafen
Herr, o verzage nicht!

DIE ANHÄNGER MANRICOS
zu Manrico
Dir winkt des Lebens Glück!

DIE ANHÄNGER DES GRAFEN
zum Grafen
Herr, o verzage nicht!

Manrico eilt mit Leonore nach der Mitte hin davon.
Inez folgt beiden.
Die Nonnen entfliehen nach rechts hin, woher sie gekommen.
Ruiz und die beiderseitigen Anhänger eilen mit erhobenen Waffen aufeinander los.
Ferrando hält den wutentflammten Grafen zurück und nimmt, Frieden gebietend, mit erhobenen Armen die Mitte.


DRITTER TEIL - Der Sohn der Zigeunerin

Nr. 16 - Introduktion und Soldatenchor


Der Vorhang hebt sich nach dem siebzehnten Takte.
Lager, rechts und links Zelte.
Zur Rechten das Zelt des Grafen Luna, von welchem die Fahne als Zeichen des Oberbefehlshabers weht. Rechts in der Ferne erhebt sich die Feste Kastellor. Ein Weinfass. Ein umgestürztes Weinfass. Helme, Panzer, Kannen, Becher, Würfel liegen auf einigen Tischen und Bänken umher. Fahnen in Fahnenhaltern rechts und links vorn.
Es ist Tag.


ERSTER AUFTRITT
Soldaten unter dem Oberbefehl des Grafen Luna spielen, putzen ihre Waffen, gehen umher, marschieren rechts vor dem Zelte des Grafen und im Hintergrunde als Schildwachen auf und ab. Dann bewaffnete Armbrustschützen.
Bewegtes Lagerleben.


EINIGE SOLDATEN
In dem bunten Kampfgewühle
Spielen wir bald andre Spiele!

ANDERE SOLDATEN
Und die Schwerter, glänzend helle,
Färbt bald Feindesblutes Welle!

Kriegerische Klänge von links in der Nähe.
Die Soldaten wenden sich nach dieser Seite hin. Eine Anzahl Armbrustschützen ziehen bewaffnet hinten von links nach rechts vorüber.


DIE SOLDATEN
Seht, schon naht die Schar der Freunde! -
Wie so kampfesmutig schön!
Nimmer werden nun die Feinde
Unserm Mute widerstehn.
Sie wiederholen.
Nicht lang widerstehn!
Sie wiederholen.

Ferrando kommt von rechts aus dem Zelte des Grafen.


ZWEITER AUFTRITT
Soldaten. Ferrando in ihrer Mitte.

FERRANDO
Ja, teure Freunde, mit Tagesanbruch,
So will es unser Herr,
Sei mutig die Feste belagert.
Er zeigt nach rechts hinten auf Kastellor.
Es winkt uns reiche Beute,
Das gute alte Recht
Steht euch zur Seite!
Wir siegen! Wir siegen!

DIE SOLDATEN
kampfesmutig
Siegen oder sterben! -

Die Fahnenträger ergreifen die Fahnen rechts und links vorn aus den Fahnenhaltern und halten sie während des folgenden Chores hoch empor.

ALLE
kriegsmutig, feurig
Freudig ertönen die Kriegesgesänge,
Wer kann unserm kühnen Mute widerstehen?
Morgen erblickt schon die siegstrunkne Menge
Von der Feste unser Siegesbanner wehen!
Sie zeigen und blicken nach rechts hinten.
Schönrer Sieg hat noch nie uns gelacht,
Die Feinde zittern vor unserer Macht!
Lasset blitzen die Schwerter
In der Morgensonne Gold,
Denn das Glück, es ist uns hold!
Lasst die Schwerter blitzen,
Das Glück, es ist uns hold!

Sie wiederholen und marschieren dann mit geschwungenen Fahnen ab nach links hinten.
Ferrando marschiert ihnen voran.
Die Schildwachen nur bleiben und gehen auf und ab.
Graf Luna kommt missgestimmt von rechts aus seinem Zelte.



DRITTER AUFTRITT
Graf allein. Dann Stimmen.

Nr. 17 - Szene und Terzett

GRAF
mit einem düstern Blick nach rechts hinten auf Kastellor
Sie ist in seiner Macht! Dieser Gedanke,
Er verfolget mich mit Höllenqual
Und lässt mich nicht ruhen,
Sie ist in seiner Macht!
Doch morgen mit den ersten Sonnenstrahlen
Winkt mir die süsse Rache. -
O Leonore!

Lärm und Stimmen links in der Nähe.
Ferrando eilt von links hinten herbei.



VIERTER AUFTRITT
Graf, Ferrando zu seiner Linken.

GRAF
zu Ferrando
Was gibt's?

FERRANDO.
Durchs Lager irren
Sah man eine Zigeunerin.
Entdeckt aber durch die treuen Wachen
Wollt' schnell sie entfliehen.
Mit gutem Grund besorgend,
Dass sie Kundschaft wollt' erspähen,
Ward sie verfolgt -

GRAF
Und gefangen?

FERRANDO
So ist es.

GRAF
Sahst du sie selbst?

FERRANDO
Nein! von dem Führer der Wache
Hörte ich dieses!

Der Lärm nähert sich.

GRAF
Da kommt sie.

Die Zigeunerin Azucena wird mit gebundenen Händen von den Soldaten von links herbei geschleppt.


FÜNFTER AUFTRITT
Graf rechts. Azucena in der Mitte. Ferrando links. Die Soldaten um Azucena herum, sie an dem Strick fest haltend.

DIE SOLDATEN
im Herbeikommen, noch zurückstehend.
Nur vorwärts, Hexe, nur vorwärts!

AZUCENA
in gellem Aufschrei
Zu Hilfe!

SOLDATEN
Nur vorwärts!

AZUCENA
Lasst, o lasst mich!
Ach! seid ihr wütend!

SOLDATEN
Nur vorwärts!

AZUCENA
So sprecht! was tat ich?

GRAF
zu Azucena
Tritt näher!

Die Soldaten führen sie vor den Grafen.

GRAF
Gib jetzt mir Antwort,
Nur Wahrheit sprech' dein Mund!

AZUCENA
Was verlangst du?

GRAF
Wohin willst du?

AZUCENA
Ich weiss nicht.

GRAF
Was?

AZUCENA
Wir Zigeuner wissen nimmer,
Wo die Schritte hinlenken;
Im frühen Morgenschimmer
Ziehn fröhlich wir hinaus,
Sind üb'rall zu Haus.

GRAF
Woher kommst du?

AZUCENA
Aus Biscaya,
Wo in den Bergen ich mich verborgen hatte
Bis zu der Stunde.

GRAF
Aus Biscaya?

FERRANDO
der schon von Anbeginn die Gesichtszüge Azucenas prüfend betrachtet hat
Was hör' ich? O welche Ahnung!

AZUCENA
Dort verlebt' ich trübe Stunden,
War doch heiter und zufrieden;
Nur ein Glück war mir beschieden,
Ja, mein Sohn! doch er ist verschwunden!
Ach, wo ist er, der Geliebte?
Kann ich ihn nimmermehr finden,
Der mein Herz so sehr betrübte,
Ihn, der Mutter einz'ge Lust?
Lass der Mutter Leiden schwinden,
Sie wiederholt.
Komm, teurer Sohn, an ihre Brust!

FERRANDO
Diese Züge -?

GRAF
Sprich, wie lange
Weilst du schon in diesen Bergen?

AZUCENA
Lange, Herr!

GRAF
Und weisst du nicht mehr, dass
Ein Kind des Grafen Luna
Aus seiner Burg ihm ward geraubet?
Fünfzehn Jahre sind schon verstrichen.

AZUCENA
in banger Erwartung
Und du? Rede! Du bist -?

GRAF
Der Bruder des Geraubten.

AZUCENA
in schlecht verhehltem Schrecken
Ah!

FERRANDO
in gesteigerter Erwartung
Ja!

GRAF
Hast du denn nichts vernommen?

AZUCENA
Ich? Nein! doch lasst
Der Spur des Sohnes
Mich jetzt folgen!
Sie will sich zum Abgang nach hinten wenden.

FERRANDO
Bleib', Verruchte!
Er ergreift sie und verhindert sie daran.

AZUCENA
O Gott!

FERRANDO
mit starkem Ausdruck zum Grafen
Sie ist es, die
Das schreckliche Verbrechen hat begangen!

GRAF
O rede!

FERRANDO
bestimmt
Sie ist es!

AZUCENA
leise und gepresst zu Ferrando
Schweige!

FERRANDO
in stärkster Betonung
Die fühllos warf das Kind in die Flammen!

GRAF
entrüstet
Ha! Schändliche!

SOLDATENCHOR
Diese ist es!

AZUCENA
Es ist Lüge!

GRAF
wie vorher
Der Strafe kannst du nicht entgehen!

AZUCENA
in Angst
Ah!

GRAF
Bindet sie noch fester!
Es geschieht.

AZUCENA
flehend
O Himmel, o Himmel!

SOLDATENCHOR
drohend
Heule nur!

AZUCENA
verzweiflungsvoll
Und du, mein Sohn, o mein Manrico,
Hörst du nicht mein Angstgeschrei,
Stehst nicht der armen Mutter bei?

GRAF
Sie, die Mutter meines Feindes -

FERRANDO
drohend zu Azucena
Zittre!

GRAF
frohlockend
Ist nun in meiner Macht!

FERRANDO
wie vorher
Zittre! Bebe!

GRAF
freudig
O Wonne!

AZUCENA
aufschreiend
Ah!
Um Erbarmen jammernd
Erhört der Armen Flehen doch,
O lasset euch erweichen!
Ertragen diese Höllenqual
Ist mehr, als schnell erbleichen.
Zu dem Grafen
Und du, des Vaters Rächer!
Und noch grössrer Verbrecher!
Zittre, noch lebt im Himmel dort
Ein Gott, der dich bestraft!
Zittre, noch lebt ein Gott,
Der dich, o Frevler, hart bestraft!

GRAF
O schändlich Weib, es ist dein Sohn,
Der mir mein Glück entrissen!
Mit einem Todesstreich möcht' ich
Euch schmettern beide hin zu meinen Füssen!
In meiner Brust erglühen,
Und in heissen Flammen sprühen,
Fühl' ich die Lust,
Den Bruder zu rächen.
Dein Verbrechen sei hart bestraft!
Er wiederholt.

FERRANDO UND DIE SOLDATEN
Dein harret schon der Feuertod,
Bald fühlest du die Todesqualen,
Bald fühlest du die Qualen!
Wenn dein Verbrechen wird bestraft,
Die Flammen hell erstrahlen!
In schreckensvollen Gluten
Wirst du nun bald verbluten!
Durch Martern und durch Höllenqual
Wirst du bestraft.

Graf gibt Ferrando und den Soldaten einen Wink.
Die Soldaten führen auf diesen Wink Azucena lärmend mit sich fort nach links hinten.
Graf und Ferrando ziehen sich gleichzeitig nach rechts in das Zelt zurück.



Verwandlung

Nr. 18 - Szene und Arie


Der Vorhang hebt sich im zweiten Takte.

Saal auf der Feste Kastellor.
Mitteltür. Rechts zu Leonore. Links hinten nach der Schlo&Mac223;kapelle. Links vorn ein Fenster. Tische und Armstühle vorn rechts und links; auf den Tischen Armleuchter, deren Lichter brennen.
Es ist in der Nacht.


SECHSTER AUFTRITT
Leonore rechts, Manrico zu ihrer Linken. Ruiz zwischen beiden zurückstehend.
Alle drei kommen durch die Mitte.


LEONORE
zu Manrico
Hört' ich nicht vorhin fernes Waffenklirren?

MANRICO
Ja, die Gefahr naht, warum
Länger es noch verhehlen?
Eh' noch der Morgen graut,
Sind vom Feind wir umzingelt.

LEONORE
erschreckt
O Gott! was sagst du?

MANRICO
Unserm Mut aber wird er bald erliegen,
Hoher Geist beseelt auch mich
Und meine Scharen!
Zu Ruiz
Und du,
Sei du ihr Führer, während
Ich nicht zugegen; ja, dir vertrau ich
Und deinem Mute.

Ruiz geht mit zustimmender Gebärde ab durch die Mitte.


SIEBENTER AUFTRITT
Leonore, Manrico zu ihrer Linken.

LEONORE
Welche trübe Ahnung
Macht meine Seele beben?

MANRICO
sie in seine Arme fassend
Lass die Sorgen entschwinden,
Denk' unsrer Liebe!

LEONORE
Und kann ich's?

MANRICO
Nur dir weih' ich mein Streben,
Für dich, o Teure, geb' ich willig mein Leben. -
Dass nur für mich dein Herz erbebt,
Lässt meinen Mut nie sinken!
In mir nur heisse Rache lebt,
Schon seh' den Sieg ich winken.
Doch fall' ich von des Feindes Hand,
Dann weih' mir stille Tränen,
Mir lacht ein schönres bessres Land,
Wo keine Qual, kein Sehnen
Das arme Herz mit Leiden füllt,
Der Kummer ist gestillt. Ach!
Mein letzter Hauch noch sage dir,
Du warst die höchste Wonne mir!
Im ew'gen Strahlenmeer,
Dort trennt, dort trennt kein Tod uns mehr.
Er wiederholt.

Orgeltöne von links aus der Schlosskapelle.


BEIDE
Wie tönet fromm der heil'ge Klang!
Er dringet in die Seele mir,
Ja, ew'ge Lieb' und Treue schwör' ich dir.
Sie wiederholen.

Ruiz kommt eilig durch die Mitte zurück.



ACHTER AUFTRITT
Die Vorigen. Ruiz zwischen beiden zurückstehend.

Schwacher roter Feuerschein durch die Fensterscheiben links vorn.


RUIZ
Manrico!

MANRICO
erwartungsvoll
Nun?

RUIZ
Mit Ketten schwer beladen
Führt man zum Holzstoss die Zigeunrin!

MANRICO
erschrocken
O Himmel!

RUIZ
zeigt nach dem Fenster links vorn
Schon lodert hell
Die Flamme, die sie soll verzehren.

MANRICO
O Gott, das Herz erstarrt in mir!
Er nähert sich dem Fenster.
Ein Schleier bedeckt das Aug' mir!

LEONORE
Du zitterst?

MANRICO
erbebend
Ich muss es!
Wisse denn - ich bin -!

LEONORE
in banger Erwartung
O sprich!

MANRICO
im schrillen Ausruf
Ihr Sohn!

LEONORE
Ah!

MANRICO
O schrecklich! Ich kann es fassen kaum!
Ist's Wahrheit oder nur ein Traum?
Zu Ruiz
Ruf' meine Tapfern zur Hilfe schnell herbei!
Fort! - Fort! - Eile! - Fliege!

Ruiz eilt ab durch die Mitte.


NEUNTER AUFTRITT
Leonore, Manrico zu ihrer Linken.

MANRICO
Lodern zum Himmel seh' ich die Flammen,
Schauder ergreift mich, starr bleibt der Blick;
Soll nicht des Himmels Macht all' euch verdammen,
So gebt mir wieder mein höchstes Glück!
Ach, teure Mutter, du sollst nicht sterben!
Du meine Wonne! bleibe bei mir!
Bald soll die Erde Feindesblut färben,
Doch flieht dein Leben, sterb' ich mit dir!
Er wiederholt.

LEONORE
Mein armes Herz fühle ich erbeben,
Und Angst erfüllt meine Seele mir!
Sie wiederholt.

Manrico führt zuerst Leonore, sie beruhigend ab nach rechts.


ZEHNTER AUFTRITT
Manrico allein.

MANRICO
Lodern zum Himmel seh' ich die Flammen,
Schauder ergreift mich, starr bleibt der Blick;
Soll nicht des Himmels Macht all' euch verdammen,
So gebt mir wieder mein höchstes Glück!
Ach, teure Mutter, du sollst nicht sterben!
Du meine Wonne! bleibe bei mir!
Bald soll die Erde Feindesblut färben,
Doch flieht dein Leben, sterb' ich mit dir!
Er wiederholt.

Ruiz kommt mit Manricos Anhängern, die gezückten Schwerter in der Hand durch die Mitte zurück.


ELFTER AUFTRITT
Manrico. Ruiz und die Anhänger zurückstehend.

RUIZ UND DIE ANHÄNGER
Zum Kampfe! Zum Kampfe!
Zum Kampfe! Auf, zum Kampf!
Sie wiederholen.
Führ' uns zum Kampf!
Siegen wollen wir oder sterben mit dir!
Sie wiederholen.
Zum Kampfe! Zum Kampfe! Zum Kampfe!
Führe uns zum Kampfe!

MANRICO
schmerzbewegt
O meine Mutter! -
Ach, flieht dein Leben,
Dann sterb' ich mit dir!
Er wiederholt.
Zum Kampfe! Zum Kampfe! Zum Kampfe!

Ruiz und die Anhänger eilen mit erhobenen Schwertern durch die Mitte hinaus.
Manrico eilt ab durch die Mitte.
Waffengeklirr.


VIERTER TEIL - Die Hinrichtung

Nr. 19 - Szene und Arie


Der Vorhang hebt sich nach dem vierten Takte.

Ein Seitenflügel mit Tor am Palaste Aliaferia auf der rechten Seite, darüber ein Turm, dessen Fenster mit Eisengittern versehen sind. Ein Mauerstück auf der linken Seite. Im Hintergrunde Bäume und Strauchwerk.
Es ist finstere Nacht.


ERSTER AUFTRITT
Ruiz, Leonore zu seiner Linken.

Ruiz und Leonore kommen in schwarze Mäntel gehüllt von links hinten.


RUIZ
Hier sind wir.
Er zeigt nach rechts.
Dort ist der Kerker,
Wo tief in Nacht verhüllt
Die Gefangnen schmachten.
Hier seufzt Manrico in schweren Ketten.

LEONORE
Fort jetzt, lasse mich;
Denn für mich darfst du nichts fürchten.
Vielleicht kann ich ihn retten!

Ruiz geht ab nach links hinten.


ZWEITER AUFTRITT
Leonore allein. Dann Stimmen.

LEONORE
heftet ihre Augen auf einen Ring an ihrer rechten Hand
Nicht kenn' ich Furcht, denn dieses
Schützt mich vor allem Unheil. -
Du kannst es wohl nicht ahnen,
Dass ich in deiner lieben Nähe,
O mein Manrico!
O Zephyr, eile,
Bring' ihm die Kunde,
Dass ich so nahe! Da&Mac223; ich so nahe
Dem teuren Freunde weile. -
In deines Kerkers tiefe Nacht
Soll meine Klage dringen,
Die mich dem Tode nah' gebracht, ja!
Mich dem Tode nah' gebracht!
Ein Trost ist dir geblieben:
Mein heisses treues Lieben!
O denke einmal noch zurück,
Wie hold uns gelacht der Liebe Glück!
Und fleh' ich vergebens, vergebens himmelwärts,
Teurer Freund, dir bleibt mein Herz.
Sie wiederholt.

Totenglocke: Drei Schläge.

STIMMEN
zugleich von links Innen: Miserere.
Hab' Erbarmen, o Herr, mit einer Seele,
Die deinem ew'gen Throne naht mit Beben;
Dass sie bittere Reue nimmer quäle,
Schenke ihr gnadenvoll das ew'ge Leben.

LEONORE
O Himmel, was hör' ich!
Welch schaurige Klänge?
Sie machen erbeben mir
Das Herz in der Brust.
Es flehen zum Himmel
Die Todesgesänge,
Ich bin, nein, ich bin meiner kaum mehr bewusst,
Ach, ich bin meiner kaum mehr bewusst.

MANRICO
im Innern des Turmes rechts
Schon naht die Todesstunde,
Ewige Ruh winkt mir;
O Leonore, du all mein Glück,
Meine Lust! gedenke mein!

LEONORE
erbebend
O Gott!

MANRICO
Denn meine Seele bleibt bei dir.

LEONORE
wie vorher
Ach! ich vergehe!

STIMMEN
von links innen wie vorher
Hab' Erbarmen, o Herr, mit einer Seele,
Totenglocke wie vorher.
Die deinem ew'gen Throne naht mit Beben;
Dass sie bittere Reue nimmer quäle,
Schenke ihr gnadenvoll das ew'ge Leben.

LEONORE
nach dem Turme rechts gewendet
Mein Alles verschliessen -

STIMMEN
wie vorher
Hab' Erbarmen!

LEONORE
wie vorher
Die finsteren Mauern!

STIMMEN
wie vorher
Hab' Erbarmen!

LEONORE
wie vorher
O könnte ich Gnade doch -

STIMMEN
wie vorher
Hab' Erbarmen -

LEONORE
wie vorher
Für ihn noch erflehn!

STIMMEN
wie vorher
Mit dem Armen!

LEONORE
wie vorher
Und wenn sie sich öffnen -

STIMMEN
wie vorher
Ew'ger Vater!

LEONORE
wie vorher
Mit schrecklichen Schauern,
Ach, werde als Leiche
Ich ihn vielleicht sehn,
Ach, werde als Leiche
Ich ihn vielleicht sehn!

STIMMEN
wie vorher
Hab' Erbarmen!

MANRICO
im Innern des Turmes
Ja, bis zum letzten Hauche
Bist du mein Alles mir!
O Leonore, du all mein Glück,
Meine Lust! gedenke mein!
Denn meine Seele bleibt bei dir!

LEONORE
Ich sollte dein nicht denken?
O du mein Alles! Du meine Wonne!
Sie wankt.
Die Kräfte schwinden mir!
Sie wiederholt.
Ich denke ewig nur dein!
Sie wiederholt und wendet sich mit einigen Schritten ganz nach links vorn.

MANRICO
wie vorher
Ja, bis zum letzten Hauche
Bist du mein Alles mir!
O du mein Glück, du meine höchste Lust!
Gedenke mein! Gedenke mein!
Er wiederholt.

STIMMEN
wie vorher
Hab' Erbarmen! Hab' Erbarmen!
Mit dem Armen hab' Erbarmen!
Ew'ger Vater, mit dem Armen,
Ew'ger Vater, hab' Erbarmen!
Hab' Erbarmen mit dem Armen!

LEONORE
Du all mein Glück, ich denke nur dein! -
Nie ist noch in meinem Herzen
Wahre Lieb' so heiss entbrannt,
Dass sie trotzte allen Schmerzen,
Nur Entbehrung hat gekannt!
Mit dem Mut, der Helden schmücket,
Will ich ihn dem Tod entziehn;
Ist es mir auch nicht geglücket,
Sterb' ich freudig dann mit ihm!
Sie wiederholt.

Graf Luna kommt mit sechs Bewaffneten in seinen Abzeichen und Farben aus dem Tor rechts.


DRITTER AUFTRITT
Graf rechts. Leonore links ganz vorn. Die Bewaffneten zurückstehend.

Nr. 20 - Szene und Duett

GRAF
Vernahmt ihr? Wenn es tagt,
Sei dem Beil er verfallen
Und seine Mutter dem Holzsto&Mac223;!
Er gibt einen Wink.
Die Bewaffneten gehen ab woher sie kamen.



VIERTER AUFTRITT
Graf, Leonore zu seiner Linken. Dann die Bewaffneten.

GRAF
Und sollt' ich auch die Vollmacht überschreiten,
Die mir der Fürst verliehen,
Es fällt die Schuld nur
Auf die so heiss Geliebte!
Wo mag sie weilen?
Die Festung ward erstürmt,
Und doch von ihr keine Kunde.
Sie zu entdecken, konnte
Mir nicht gelingen.
Wo mag die Teure weilen?

LEONORE
hat sich dem Grafen genähert
In deiner Nähe!

GRAF
Die Stimme!
Überrascht
Himmel! Du bist es?

LEONORE
Du siehst es!

GRAF
Was dein Verlangen?

LEONORE
Dem Tode nah' schon ist der Teure,
Und du kannst fragen?

GRAF
Du könntest wagen?

LEONORE
Für ihn will Gnade ich erflehen!

GRAF
Ha, welcher Wahnwitz!

LEONORE
Erbarmen!

GRAF
Welcher Wahnwitz!

LEONORE
Erbarmen!

GRAF
ergrimmt
Erbarmen mit ihm,
Der mein Glück mir stahl!

LEONORE
Des Himmels Segen wird dich lohnen!
Sie wiederholen.

GRAF
In meiner Brust erglüht nur Rache, ja!
Fürchterliche Rache hab' ich ihm zugeschworen!

LEONORE
O hör' mein Flehn! Erbarmen mit ihm!
Sie wiederholt

GRAF
Fort! - Fort, fort! - Fort! - Fort, fort!

LEONORE
wirft sich dem Grafen verzweiflungsvoll zu Füssen
Sieh' meiner heissen Tränen Flut
Strömen zu deinen Füssen,
Gern will mit meinem Herzensblut
Ich all seine Frevel büssen!
Morde mich! Morde mich!
Für ihn will ich freudig büssen!
Sterben für ihn ist Seligkeit,
Ist er nur vom Tod befreit.

GRAF
Ach! wär' mit tausend Martern doch
Sein liebend Herz erfüllet,
Wär' meine heisse Rache noch,
Wär' sie noch nicht gestillet!

LEONORE.
Morde mich!

GRAF
Nur du! du bist meine Seligkeit,
Und er sei dem Tod geweiht!
Er wiederholt.

LEONORE
Sterben für ihn ist Seligkeit,
Ist er nur vom Tod befreit!

GRAF
Nur du, du bist meine Seligkeit,
Und er sei dem Tod geweiht!
Er wiederholt.

LEONORE
Ich sterbe mit Freuden,
Kann ich ihn erretten;
O höre mein Flehen!
Er, der Geliebte, sei vom Tod befreit. -
O höre mein Flehen! O höre mein Flehen!
Ja, sterben für ihn ist Seligkeit,
Ist er nur vom Tod befreit! -
Graf will sich entfernen.

LEONORE
umschlingt ihn
Hör' mich!

GRAF
hart abweisend
Vergebens!

LEONORE
Gnade!

GRAF
steigernd
Nein, keine Macht der Welt
Kann sie erlangen. Fort von hier!

LEONORE
Hör' mich! Um einen Preis doch,
Den ich dir nun biete.

GRAF
Der wäre? Erkläre, sprich!

LEONORE
die Rechte nach ihm ausstreckend
Ich selbst!

GRAF
freudig betroffen
Himmel, was sagst du?

LEONORE
Und halten werd' ich treulich
Mein Versprechen.

GRAF
fassungslos
O Gott! ist's Traum nur?

LEONORE
Des finstern Kerkers Pforten lass
Erschliessen; und ist er deiner Rache
Entflohen - bin ich die Deine!

GRAF
Du schwörst es?

LEONORE
Ich schwör's bei Gott,
Der die Tiefen der Seele erforschet!

GRAF
geht nach rechts zum Tor und stösst die Tür auf
Herbei!
Die Bewaffneten von vorher werden sichtbar.
Graf spricht leise mit ihnen und erteilt einen Befehl.


LEONORE
trinkt das Gift aus ihrem Ringe; für sich.
Die Seine werde ich,
Doch als Leiche!

Graf kehrt zu Leonore zurück.
Die Bewaffneten schliessen das Tor.


GRAF
Er ist befreit!

LEONORE
im höchsten Jubel, für sich
Befreit, o welche Seligkeit!
Mein Herz kann sie nicht fassen,
Nun schwindet all die Qual, das Leid,
Für ihn will ich gern erblassen.
Der Tod ist mir die grösste Lust,
Denk', Teurer, ich an dich!
Fühl' ich's doch in der treuen Brust,
Gerettet bist du durch mich.

GRAF
Noch einmal wiederhole mir,
Dass mein dein liebend Herz!
Fern' sei der Kummer dir,
Auf Gott vertrauend blick' ich himmelwärts! Ja!

LEONORE
wie vorher
Befreit!

GRAF
Du mein, o welche Seligkeit!
Mein Herz kann sie nicht fassen,
Nie will ich von dir lassen,
Es schwindet alles Leid!
O! welche Seligkeit!
Es schwindet alles bittre Leid!

LEONORE
für sich
Der Tod ist mir die grösste Lust,
Denk', Teurer, ich an dich!
Fühl' ich's doch in der treuen Brust,
Gerettet bist du durch mich!
Du bist befreit, o Seligkeit!
Sie wiederholt.
Zum Grafen.

Nur fort! Nur fort! Ich halte meinen Eid!
Für sich.
Der Tod ist mir die grösste Lust,
Denk', Teurer, ich an dich!
Fühl' ich's doch in der treuen Brust,
Gerettet bist du durch mich!

GRAF
Du bist nun mein! O welche Seligkeit!
Er wiederholt.
Mit erhobener Hand.

Bedenke deinen Eid!
Du mein, o welche Seligkeit,
Mein Herz kann sie nicht fassen!
Du bist nun mein, welche hohe Seligkeit!

LEONORE
Ja, du bist durch mich befreit,
Welche hohe Seligkeit!
O Seligkeit, o Seligkeit!

GRAF
Ja, nun schwindet alles Leid!
Er wiederholt.
O Seligkeit, o Seligkeit!
Beide gehen ab nach rechts durch das Tor.


Verwandlung

Nr. 21 - Finale und Duett


Der Vorhang hebt sich nach dem siebenten Takte.

Kerker.
Rechts Mitte eine Tür. Links Mitte ein Fenster mit Eisengittern. Zur Rechten vorn ein Steinsitz. Zur Linken ein Strohlager.
Es ist noch Nacht.
Von der Decke eine erlöschende Lampe.


FÜNFTER AUFTRITT
Azucena auf dem Strohlager links. Manrico zu ihrer Rechten.

MANRICO
Schläfst du, o Mutter?

AZUCENA
Meine müden Augen
Fliehet noch immer der sanfte Schlummer
Ich bete.

MANRICO
Ach, der Frost macht erstarren
Deine Glieder.

AZUCENA
Nein.
Wie gestörten Geistes
Doch diesem Grab der Lebend'gen
Möcht' ich bald entfliehen.
Ach, der Atem beginnet mir zu stocken.

MANRICO
die Hände ringend
Entfliehn?

AZUCENA
aufstehend
Nein, keine Sorge!
Nicht macht mich zittern
Dieser Mörder Wüten.

MANRICO
O rede!

AZUCENA
Sieh nur,
Wie in meine Züge
Des Todes Hand gegraben
Schon hat die düstern Zeichen.

MANRICO
Ah!

AZUCENA
Ja, sie finden eine Leiche nur,
Schweigsam, eisig kalt,
Nur ein Gerippe mehr.

MANRICO
Mutter!

AZUCENA
nach aussen hin horchend
Vernimmst du? Dieses Lärmen?
Ja, die Henker, sie nahn!
Schleppen mich fort zum Holzstoss,
O schütze deine Mutter!

MANRICO
O Mutter, geliebte Mutter!

AZUCENA
mit Schrecken
Der Holzstoss!

MANRICO
Ach, niemand stört deine Ruhe.

AZUCENA
Der Holzstoss - das Feuer - die Flamme,
Welch Todesgrauen!

MANRICO
O Mutter! O Mutter!

AZUCENA
Einst schleppte ein wilder Haufe
Meine Mutter, die Arme,
Zum Holzstoss!
Siehst du dieses dunkle Glühen?
Zitternd schon naht ihr Fuss,
Die Glut ergreift sie;
Zum Himmel Funken sprühen,
Wild rollen ihre Augen,
Todesschrecken ergreift sie!
Ach! wer bannt mir
Das schreckensvolle Bild, das Schreckensbild!

Sie fällt Manrico ohnmächtig und krampfhaft in die Arme.

MANRICO
hält sie auf und führt sie auf ihr Strohlager zurück
Wenn du mich liebst,
So hör' meine Stimme,
O höre deines Sohnes Stimme!
Lass die Bilder entschwinden!
Er steht hinter ihr.
Im sanften Schlummer
Wirst Ruhe du wieder finden.

AZUCENA
Gern will ich schliessen das Aug' zum Schlummer,
Dann schwindet mir auch der bittre Kummer.
Doch siehst du wieder Flammen erglühen,
Sohn, teurer Sohn, ja, dann wecke mich!

MANRICO
Ein schöner Traum möge hold dich umziehen,
Der ew'ge Vater, er schütze dich!

AZUCENA
zwischen Schlaf und Wachen
In unsre Heimat kehren wir wieder,
Wieder ertönen fröhliche Lieder;
Lass deine Laute wieder erklingen,
In sanften Schlummer wiegt mich dein Gesang.

MANRICO
Auf zu dem Himmel soll mein Lied dringen,
Und Gott erhört den flehenden Klang.

AZUCENA
Lass deine Laute wieder erklingen,
In sanften Schlummer wiegt mich dein Gesang.

MANRICO
Der Himmel erhört den flehenden Klang!
Sie wiederholen.

AZUCENA
In sanften Schlaf -

MANRICO
Für dich, teure Mutter -

AZUCENA
Wiegt mich dein Lied
In sanften Schlaf -

MANRICO
Für dich, teure Mutter,
Flehet mein Lied, flehet mein Lied!
Er kniet bei Azucena nieder.

AZUCENA
Wiegt mich dein Lied!
Sie wiederholt.

Leonore tritt von rechts Mitte ein.



SECHSTER AUFTRITT
Leonore, Manrico zu ihrer Linken. Azucena auf ihrem Strohlager links.

Nr. 22 - Szene und Terzett

MANRICO
fährt freudig empor
Gott, wen erblickt mein entzücktes Auge?

LEONORE
Ich bin's, Manrico!
Mein Manrico!

MANRICO
O Leonore!
Lass mich jetzt von der Erde scheiden,
Ew'ger Vater im Himmel!
O lasse jetzt mich sterben!

LEONORE
Du wirst nicht sterben,
Ich bringe Rettung.

MANRICO
Rettung! Gott, was sagst du? Ist's Wahrheit?

LEONORE
Lebwohl jetzt - und ohne Zögern,
Schnell fort jetzt! Eile!

MANRICO
Du wirst mir folgen!

LEONORE
Nein, ich muss bleiben!

MANRICO
Bleiben, du?

LEONORE
sucht Manrico mit Ungestüm zur Flucht und Rettung zu bewegen
Fort, eile!

MANRICO
Nein!

LEONORE
Wenn du zögerst -

MANRICO
Nein!

LEONORE
Ist dein Leben -

MANRICO
Ich veracht' es!

LEONORE
Fort von hinnen!
Sie eilt nach der Tür links Mitte.

MANRICO
Nein!

LEONORE
Ach, dein Leben -
Sie kommt wieder vor.

MANRICO
Ich veracht' es! Doch -
Sieh', Leonore, mir ins Auge!
Um welchen Preis hast
Mein Leben du erkauft? -
O Gott, du schweigst! die Pulse beben.
Ja, meinem Feinde verdank' ich mein Leben! -
Sich von ihr wendend.
Ha, dieses liebende Herz ist verraten!

LEONORE
Wie bist du grausam!

MANRICO
Verraten von ihr, die mein Alles mir war!

LEONORE
Wie kannst du denken,
Dass ich dich verraten könnte?
Nur du allein, du allein bist all mein Leben!

MANRICO
Ha, Falsche!

LEONORE
O hör' mein Flehn, du bist verloren,
Der Himmel selbst nicht kann retten dich!

MANRICO
Ha, dieses liebende Herz ist verraten!

LEONORE
Wie kannst du denken,
Dass ich dich verraten könnte!

MANRICO
Verraten von ihr, die mein Alles mir war!

LEONORE
Wie kannst du denken,
Dass ich dich verraten könnte!

MANRICO
Ha, Falsche!

LEONORE
Nur du allein, du allein bist all mein Leben!

MANRICO
Verraten bin ich!
Du hast getäuscht mein armes Herz! -
Nein! - Ich bin verraten!
Nein! - Mein Herz, es ist getäuscht! -
Von ihr verraten, die mir mein Alles war! -
Er wiederholt.
Ich bin getäuscht, ich bin getäuscht!
Von ihr getäuscht, die meine Lust,
Die all mein Glück, mein Alles war!

LEONORE
O hör' mein Flehn, du bist verloren,
Der Himmel selbst nicht kann retten dich,
O hör' mein Flehn, der Himmel selbst
Kann retten dich dann nimmermehr!
O hör' mein Flehen, du bist verloren,
Du bist verloren, erhöre mich!
Sie wiederholt.
O fliehe schnell, du bist verloren,
Dich lieb' ich treu, dich lieb' ich wahr!
Sie wiederholt.
O höre mich, dich lieb' ich treu,
O höre mich, dich lieb' ich wahr!
Sie fällt ihm zu Füssen.

AZUCENA
ist erwacht; wie schlaftrunken
Ah! -
In unsre Heimat kehren wir wieder,
Wieder ertönen fröhliche Lieder;
Lass deine Laute wieder erklingen,
In sanften Schlummer wiegt mich dein Gesang.
Es tönt dein Lied so rein und so klar!
Sie wiederholt.
Ja, dein Lied tönet rein, tönet klar!

Nr. 23 - Szene

MANRICO
Entferne dich!

LEONORE
Ach! Verstoss mich nicht!
Sie erhebt sich mühsam.
Siehst du, schon fühl' ich
Die Kraft mir schwinden!

MANRICO
stark
Fort, ich hasse dich!
Gesteigert.
Ich fluche dir!

LEONORE
Manrico, hör' mich!
Jetzt ist nicht Zeit,
Den Fluch auf mich zu schleudern,
Lass zum Himmel fromm uns beten.

MANRICO
plötzlich bewegt
Ein Schauder ergreift mich,
Durchzuckt die Glieder.

LEONORE
bei der das Gift zu wirken beginnt, umsinkend.
Manrico!

MANRICO
zu ihr eilend, um sie aufzurichten
Himmel! erkläre mir! Rede!

LEONORE
Ich trag' den Tod
Im Herzen!

MANRICO
Was sagst du?

LEONORE
schwächer werdend, ihre Hand in der seinen
Ach! diese Qualen!
Nicht glaubt' ich, dass so schnell
Das Gift mich verzehre!

MANRICO
O Höllenqual!

LEONORE
Fühlst du die Hand wie eisig -
Auf ihre Brust weisend.
Doch hier das Feuer,
Das mich verzehret.

MANRICO
O Gott, was tatst du?

Graf Luna kommt unauffällig durch die Tür rechts Mitte.
Die Bewaffneten hinter ihm.



SIEBENTER AUFTRITT
Die Vorigen. Graf. Bewaffnete.

Graf mit den Bewaffneten noch an der Tür.
Azucena ist wieder eingeschlafen.


LEONORE
Eh' dieses Herz einem andern ich weihe,
Lieber weih' dem Tod ich mich.

MANRICO
O Himmel! und diesem Engel
Konnte fluchen ich!

LEONORE
Nicht mehr ertragen -

MANRICO
O höre mich!

LEONORE
- kann ich die Schmerzen!
Ich sterbe!
Manrico!

MANRICO
Gott!

GRAF
Ah!

LEONORE
Vater im Himmel,
Wirst du mir wohl verzeihen!

GRAF
für sich
So war es Täuschung nur,
Für ihn weiht sie dem Tode sich!

LEONORE
in hinsterbendem Schmerz
Eh' dieses Herz einem andern ich weihe,
Lieber weih' dem Tod ich mich.

MANRICO
in Reue und Schmerz
O Himmel und diesem Engel
Konnte fluchen ich!

GRAF
ergrimmt, für sich
Ha, Täuschung war es nur!
Für ihn weiht sie dem Tode sich!

LEONORE
wie vorher
Eh' dieses Herz dir treu nicht schlägt,
Ja, lieber weih' dem Tod ich mich.
Sie wiederholt.

MANRICO
wie vorher
Die Qualen erfassen sie fürchterlich, ach!
Und diesem reinen Engel konnte fluchen ich!
Er wiederholt.

GRAF
wie vorher
Es war ja Täuschung nur,
Für ihn weiht sie dem Tode sich,
Sie weiht dem Tode sich!

LEONORE
zusammenbrechend
Manrico!

MANRICO
ausser sich
Leonore!

LEONORE
schwach
Lebwohl! ich sterbe!
Sie stirbt.

MANRICO
wie vorher
Ach! Sie stirbt, o Gott!

GRAF
wie vorher
Ach! Sie stirbt!
Zu seinen Bewaffneten, auf Manrico zeigend.
Schleppt ihn zum Tode!
Die Bewaffneten treten vor und ergreifen Manrico.

MANRICO
im letzten Schmerzensausruf
Mutter, lebwohl, o Mutter!

Die Bewaffneten schleppen Manrico nach rechts Mitte hinaus.


ACHTER AUFTRITT
Graf rechts. Leonore in der Mitte vorn tot am Boden. Azucena auf ihrem Strohlager links.
Fackelbeleuchtung dringt durch das Fenster links Mitte.


AZUCENA
von dem Geräusch erwachend
Manrico!
Sie erhebt sich schnell.
Wo ist mein Sohn?

GRAF
zeigt nach der Tür rechts Mitte
Er geht zum Tode!

AZUCENA
eilt nach der Tür
O haltet! hört mich!

GRAF
vertritt ihr den Weg und schleppt sie nach dem vergitterten Fenster links Mitte.
Sieh dort!

AZUCENA
Himmel!

GRAF
frohlockend
Er ist tot!

AZUCENA
entsetzt, in schwerer Betonung
Er war dein Bruder!

GRAF
schmerzdurchzuckt
Gott! Schreckenswort!

AZUCENA
in wildem Wehe
Du bist nun gerächt, o Mutter!
Sie bricht zusammen.

GRAF
in starrer Verzweiflung, mit den Blicken nach dem Fenster und auf Leonore.
Und ich lebe noch!

The Troubadour


Cast:
COUNT DI LUNA (Baritone)
LEONORA (Soprano)
AZUCENA (Mezzo Soprano)
MANRICO (Tenor)
FERRANDO (Bass)
INES (Soprano)
RUIZ (Tenor)
OLD GYPSY (Bass)
MESSENGER (Tenor)

CHORUS
companions of Leonora, nuns,
members of the count's household, men-at-arms, gypsies

PART ONE - The Duel

SCENE ONE
A hall in the Aliaferia palace; a door on one side leads into the Count di Luna's apartments. Ferrando and a number of the Count's retainers are resting near the door; some soldiers are pacing back and forth in the background.

FERRANDO
Look sharp there! The Count
must be served with vigilance;
sometimes, near the house of his beloved
he spends whole nights.

MEN
Jealousy's fierce serpents
are writhing in his breast.

FERRANDO
In the Troubadour, whose song
rises at night from the gardens,
he rightly fears a rival.

MEN
To drive off the sleep
that hangs heavy on our eyelids,
tell us the real story of Garzia,
our Count's brother.

FERRANDO
I'll tell you; gather around me.

OTHERS
We, too... Listen then.

FERRANDO
There lived a happy father of two sons,
the good Count di Luna.
The second boy's faithful nurse
slept next to his cradle.
As dawn was breaking one fine morning,
she opened her eyes and whom did she find
next to that baby?

MEN
Who? Speak ... Who was it?

FERRANDO
A dark, despicable gypsy crone!
Wearing the symbols of a sorceress!
And with a sullen face, over the boy
she cast her bloody, baleful eye!
The nurse is seized with horror;
she utters a sharp cry in the still air;
and, in less time than it takes to tell,
the servants hasten into the room;
and with shouts, blows, threats,
they expel the wretch who dared enter.

MEN
Their hearts were moved by righteous scorn;
the crazy crone provoked it!

FERRANDO
She claimed that she wanted to cast
the boy's horoscope. The liar!
A slow fever began to destroy
the poor child's health!
Weak, covered with a strange pallor,
broken, he trembled at night,
and moaned piteously all day long;
he was bewitched!
The witch was pursued,
seized and condemned to the stake;
but her cursed daughter was left,
to administer a horrible revenge!
This criminal committed an unspeakable act!
The child disappeared,
and they found still glowing embers,
on the very same spot
where the witch had once been burned!
And, alas, a child's skeleton,
half?burnt, still smoking!

MEN
Ah! the wicked, unspeakable woman!
It fills me with both rage and horror!
What about the father?

FERRANDO
His remaining days were few and sad;
yet an undefined presentiment
at heart told him that his son
was not dead; and when he lay dying,
he desired that our master
should swear to him not to stop
his search. Ah! It was in vain!

MEN
And was no news ever had of her?

FERRANDO
No news!
Oh! were it granted me
to track her down some day!

MEN
But, could you recognise her?

FERRANDO
Considering the years that have passed,
I could.

MEN
It would be time to send her
to her mother, in hell.

FERRANDO
In hell?
It's common belief that
the wicked witch's damned soul
still lives in the world, and when the sky
is black she shows herself in various shapes.

ALL
It's true! It's true!
On the edge of the rooftops
some people have seen her!
Sometimes she changes into a hoopoe or an owl!
Other times, a raven; more often, a civet-owl,
flying through the dawn like an arrow!

FERRANDO
One of the Count's men died of fear
because he had struck the gypsy's forehead!
He died, died of fear! He died, died of fear!

MEN
Ah! Ah! He died! Ah! Ah! He died!

FERRANDO
She appeared to him in the form of an owl,
in the deep calm of a silent room!

MEN
Of an owl!

FERRANDO
She looked with gleaming eye,
looked at the sky, sorrowing,
with a bestial cry!

MEN
She looked! She looked!

FERRANDO
Midnight was just striking! Ah!

MEN
Ah!

Midnight strikes.

ALL
Ah! A curse on her, the infernal witch! Ah!

A drum is heard. The soldiers run to the back. The servants gather at the door.


SCENE TWO
The garden of the palace. At the right, a marble stair leads up to the private apartments. Thick clouds conceal the moon. Leonora and Ines are strolling.

INES
Why stay here any longer?
It's late; come;
the queen asked about you
you heard her.

LEONORA
Yet another night without seeing him!

INES
You're nursing a dangerous flame!
Oh, how, where did its first spark
strike you?

LEONORA
At the tourney. There appeared,
in black armour and black helmet,
with black shield and without crest,
an unknown warrior,
who won the honours of the arena.
On the victor's head I placed the crown.
Then civil war raged - I saw him no more!
Like the fleeting image
of a golden dream! And a long
time passed, but then...

INES
What happened?

LEONORA
Listen!
The serene night was silent
and, lovely in the calm sky,
the moon happily revealed
its silvery and full face!
When, resounding in the air
which till then had been so quiet,
sweet and sad were heard
the sounds of a lute,
and a troubadour
sang some melancholy verses.
Verses, beseeching and humble,
like a man praying to God:
and in them was repeated a name,
my name!
I ran eagerly to the balcony...
There he was; it was he!
I felt a joy that only the angels
are allowed to feel!
To my heart, my ecstatic eyes,
the earth seemed like heaven!
To my heart, etc.

INES
What you've told me has filled
my soul with anguish! I fear...

LEONORA
Needlessly...

INES
A sad, but vague presentiment
is stirred in me by this mysterious man!
Try to forget him.

LEONORA
What are you saying? Enough!

INES
Give way to a friend's advice,
do give way!

LEONORA
Forget him! Ah, you've spoken a word
that my soul cannot understand.
With such love that words
can scarcely tell,
of a love that only I know,
my heart is intoxicated.
My fate can be fulfilled
only at his side.
If I can't live for him,
then for him I'll die! etc.

INES
May one who has loved so much
never have cause to regret it.

LEONORA
With such love, etc.

INES
May one who has loved so much, etc.

They go up to their rooms. Then the Count di Luna comes in.

COUNT
The night is still!
The queen is surely
immersed in sleep;
but her lady is wakeful –
Oh! Leonora, you're awake;
I'm told, from that balcony,
by the quivering ray
of your night lamp.
Ah, the flame of love
burns my every fibre!
I must see you,
you must hear me. I'm coming.
This is our supreme moment.
He starts to go up the steps, but stops, hearing a lute.
The Troubadour! I tremble with rage!

MANRICO
out of sight
All alone on the earth,
at war with his evil fate,
his only hope is in one heart,
a heart for the Troubadour.

COUNT
These words! I tremble with rage!

MANRICO
But if he possesses that heart,
lovely with its chaste promise, …

COUNT
These words!

MANRICO
... he's greater than any king...

COUNT
What jealousy!

MANRICO
He's greater than any king,
greater is the Troubadour.

COUNT
I'm not mistaken... She's coming down!

Leonora comes down into the garden and runs towards the Count.

LEONORA
My dearest!

COUNT
(What shall I do?)

LEONORA
The hour is later than usual:
I counted its instants
by the beating of my heart!
At last, merciful love leads you
to my arms.

MANRICO
still among the trees
Faithless!

The moon comes out from the clouds and reveals a man whose face is hidden by his visor.

LEONORA
That voice!
Recognising both of them, Leonora throws herself at Manrico's feet.
Ah, the darkness deceived me!
I thought that I was speaking
to you, not him...
To you, that my soul
only wants, desires.
I love you, I swear it, love you
with eternal, immense love!

COUNT
You dare!

MANRICO
Ah, I ask no more!

COUNT
I'm burning with fury!

LEONORA
I love you! I love you!

MANRICO
Ah, I ask no more!

COUNT
If you're not a coward, reveal yourself!

LEONORA
(Alas!)

COUNT
Tell me your name!

LEONORA
(Ah, have mercy!)

MANRICO
Know me then: I'm Manrico!

COUNT
You! What? Mad, foolhardy man!
A follower of Urgel,
sentenced to death, you dare
approach these royal gates?

MANRICO
Why are you delaying?
Come, call the guards,
and hand your rival over
to the executioner's blade!

COUNT
Your last moment
is much nearer,
insane man! Come...

LEONORA
Count!

COUNT
I must have your blood,
victim of my contempt.

LEONORA
Oh heaven, stop!

COUNT
Follow me!

MANRICO
Let's go!

LEONORA
(What shall I do?)

COUNT
Follow me!

MANRICO
Let's go!

LEONORA
(One cry from me could undo him!)
Hear me out!

COUNT
No!
My spurned and jealous love
burns in me with a terrible flame!
Your blood, wretch, would be
hardly enough to put it out!
Foolish girl, you dared
to tell him, “I love you”.
He can live no longer.
You uttered a word
that condemned him to die!
You uttered a word, etc.

LEONORA
At least for a moment, let your scorn
make room for reasoning:
I, and only I, am unfortunately
the cause of all your fire!
So let your fury fall
on the evil girl who offended you;
plunge your sword into this heart
that cannot, will not love you.

MANRICO
The haughty man's wrath is in vain;
he'll fall, run through by me;
the man who can inspire your love
is made by love invincible.
to the Count
Your fate is already sealed;
your hour has struck now!
Destiny has given to me
her heart and your life!

COUNT
Foolish girl, you dared, etc.
Your blood, wretch, would be
hardly enough to put it out!
Foolish girl, you dared
to tell him “I love you”.
He can live no longer, etc.

LEONORA
So let your fury fall, fall
on the evil girl who offended you;
plunge your sword into this heart
that cannot, will not love you! etc.

MANRICO
Your fate is already sealed,
your hour has struck now!
Destiny has given to me
her heart and your life, etc.

COUNT
Ah! my spurned and jealous love
burns in me with a terrible flame!
You uttered a word
that condemned him to die! etc.

The two men go off, swords in hand. Leonora falls senseless.

PART TWO - The Gypsy

SCENE ONE
The slopes of a mountain in Biscay. It is dawn. A great fire is burning. Azucena is sitting by the fire. Manrico is stretched out at her side, wrapped up in his cloak. His helmet lies at his feet, his sword is in his hands, and he is staring at it motionlessly. A band of gypsies is scattered around them.

GYPSIES
See! the heaven's great vault
removes its gloomy, night?time tatters!
It seems like a widow who takes off at last
the dark clothes that enfolded her.
To work! To work! At it! Hammer!
Who brightens the gypsy man's days?
The gypsy maid.
to the women, pausing in their work
Pour me a draught: strength and courage
the body and soul draw from drinking.

Oh, look, look! A ray of the sun
sparkles brighter in my/your glass!
To work! To work!
Who brightens the gypsy man's days?
The gypsy maid!

As Azucena is singing, the gypsies gather around her.

AZUCENA
The flame crackles! The unrestrained mob
runs to that fire, their faces all happy!
Shouts of joy re?echo around;
surrounded by killers, a woman comes forward!
Sinister, shining on the horrible faces,
the ghastly flame rises, rises towards heaven!
The flame crackles! The victim arrives,
dressed in black, dishevelled, barefoot!
A fierce shout of death is raised,
its echo repeated from hill to hill!
Sinister, shining, etc.

GYPSIES
Your song's a sad one!

AZUCENA
Equally sad
as the terrible story
that inspired it!
Avenge me! Avenge me!

MANRICO
(That mysterious phrase again!)

AN OLD GYPSY
Companions, day is approaching;
to forage for our daily bread,
come, come, let's go down
to the nearby villages.

GYPSIES
Let's go! Let's go!
Who brightens the gypsy man's days? etc.

They go off, singing.

MANRICO
We're alone now. Ah, tell me
that terrible story.

AZUCENA
You? Even you don't know it?
But, as a boy, the spur of ambition
drove your steps far from here!
This is the story
of your grandmother's bitter end.
A haughty
Count accused her
of witchcraft, and said that a child, his son,
had been bewitched; she was burned
where that fire gleams!

MANRICO
Ah, poor woman

AZUCENA
She was led in irons
to her terrible fate;
with my baby in my arms
I followed her, weeping;
I tried to make my way
to her, but in vain;
and in vain the poor woman
tried to stop and bless me!
Then, amid obscene curses,
pricking her with their swords,
they forced her to the stake,
those horrible killers! –
Then, in a broken voice,
"Avenge me", she cried.
Those words left in my heart
an eternal echo.

MANRICO
Did you avenge her?

AZUCENA
I managed to steal the Count's son;
I dragged him here with me –
the flames were ready, burning.

MANRICO
The flames? Oh, heaven! Did you ... ?

AZUCENA
He was racked with sobs;
I felt my heart torn, broken!
When, lo, to my weak spirits,
as in a dream, appeared
the bestial vision of frightful forms!
The killers! And the torture!
My mother with blanched face,
dishevelled barefoot!
Her cry! Her cry!
I hear the familiar cry!
"Avenge me!"
I stretch out my shaking hand...
seize the victim,
drag him to the fire, and push him in!
The fatal madness ends,
the horrible scene disappears;
only the flame rages,
and destroys its prey!
And yet, I look around
and before me I see
the wicked Count's son!

MANRICO
Ah! what are you saying?

AZUCENA
I had burned my own, my own son!

MANRICO
Ah! How horrible!

AZUCENA
Ah! My son! My son!
I had burned my own son!

MANRICO
How terrible! Ah! how horrible!

AZUCENA
I can still feel the hair
stand up on my head!

MANRICO
I'm not your son!
Who am I? Who, then?

AZUCENA
You are my son!

MANRICO
Yet you said...

AZUCENA
Perhaps I did. You know how it is...
When the ghastly event
comes into my mind
my clouded spirit sets
foolish words on my lips.
Haven't I always been a mother,
a tender mother to you?

MANRICO
Can I deny it?

AZUCENA
If you're still alive,
don't you owe it to me?
At night, over the battlefields
of Pelilla, where the report went
that you were dead, didn't I come
to give you burial?
Didn't I discover your fleeting
breath of life? And didn't maternal
love hold it in your breast?
And what care I showed
to heal all those wounds!

MANRICO
That I bore on that fatal day!
But all of them, here, in my chest!
Only I, among the retreating thousand,
turned my face still towards the foe!
The evil Di Luna fell upon me
with his escort: I fell!
But I fell like a strong man!

AZUCENA
That was the thanks for his life,
which in that duel,
the monster was given, by you!
Ah, what strange pity for him blinded you?

MANRICO
Oh mother, I can't explain it to myself!

AZUCENA
A strange pity! Strange pity!

MANRICO
Fighting off poorly my fierce attack,
he had already fallen to the ground:
the thrust that was to pierce him
already flashed in the air,
when a mysterious feeling
stopped my hand, as it descended!
Suddenly a sharp chill
ran shuddering through my being
as a cry came down from heaven,
that said to me: "Don't strike!"

AZUCENA
But to that ingrate's spirit
heaven said not a word!
Ah, if fate should drive you
to fight with that wretch again,
then follow, my son, like a God,
follow then what I tell you to do:
strike, plunge up to its hilt
that blade in the wicked man's heart!
Strike, plunge up to its hilt, etc.

MANRICO
Yes, I swear it, this blade
will plunge into that wicked heart! etc.
A horn is heard.
Ruiz sends the usual messenger!
Perhaps …

He replies with the horn that he carries.

AZUCENA
"Avenge me!"

The messenger enters.

MANRICO
Come in. Tell me:
did more fighting follow?

MESSENGER
Let this letter I bear you give the answer.

MANRICO
He reads.
"Castellor is in our hands;
the Prince's orders are that you
shall supervise its defence.
When you receive this, hurry here.
This evening, deceived by the reports
of your death,
in the nearby Holy Cross Convent,
Leonora will take the veil."
Oh, merciful heaven!

AZUCENA
What is it?

MANRICO
to the messenger
Hurry down the hill,
and prepare a horse for me.

MESSENGER
I'll run.

AZUCENA
Manrico!

MANRICO
to the messenger
Time presses!
Fly! Wait for me at the foot of the hill.

The messenger hurries off.

AZUCENA
What do you want or hope to do?

MANRICO
(To lose her! Oh, woe!
To lose that angel!)

AZUCENA
(He's beside himself.)

MANRICO
takes his helmet and cloak
Farewell!

AZUCENA
No, stop, hear me...

MANRICO
Let me go!

AZUCENA
Stop! I'm the one who's speaking to you!
To risk yourself, still sickly,
over a wild and steep road!
Mad boy, you mean to re?open
the wounds in your unhealed breast!
No, I cannot bear it:
your blood is my blood!
Every drop you shed of it,
you're pressing from my heart!

MANRICO
A moment can steal from me
my love, my hope!
No, heaven and earth haven't
the strength to stop me.

AZUCENA
Madman!

MANRICO
Ah, mother, get out of my way!
Woe to you, should I remain here!
You would see, at your feet,
your son, dead of grief!

AZUCENA
No, I cannot bear it...

MANRICO
Woe to you, should I remain here!

AZUCENA
No, I cannot bear it,
your blood is my blood!
Every drop you shed of it
you're pressing from my heart!

MANRICO
You would see, at your feet,
your son, dead of grief!
You would see, at your feet,
your son, dead of grief!

AZUCENA
Stop! Stop!

MANRICO
Let me go! Let me go!

AZUCENA
Hear me, ah! hear me!

MANRICO
To lose that angel!
Let me go! Let me go, farewell! etc.

AZUCENA
Ah! Stop, hear me,
I'm the one who's speaking to you! etc.

He leaves.


SCENE TWO
The cloister of a convent in the neighbourhood of Castellor. Night. The Count, Ferrando, and a few retainers enter cautiously, wrapped in their cloaks.

COUNT
All is deserted;
nor has the usual hymn
resounded yet on the air.
I've come in time!

FERRANDO
O master, you are undertaking
a bold errand.

COUNT
Bold, yes, it's what furious love
and provoked pride demand of me.
My rival killed, every obstacl
to my wishes seemed to have fallen;
now she prepares a new
and more powerful one; the altar!
Ah no, Leonora shall not belong to others!
Leonora is mine!

The flashing of her smile
is brighter than a star's ray!
The splendour of her fair face
instils new courage in me.
Ah, let the love that inflames me
speak to her in my favour!
Let the sun of her glance
dispel the storm in my heart.
Ah, let the love that inflames me, etc.
A bell is heard.
That sound! Oh heaven!

FERRANDO
Its tolling announces the approaching rite.

COUNT
Ah, before she reaches the altar,
she shall be seized!

FERRANDO
Take care!

COUNT
Silence! I hear nothing!
Go,
and in the shade of those beeches,
conceal yourselves.
Ah, soon she'll become mine;
a fire rages through me!

FERRANDO and RETAINERS
Courage! let's go, and hide in the shadows,
in mystery! Courage! Let's go!
Silence! His bidding be done!

COUNT
Hour, fatal for me,
speed, speed
on your moments;
the joy that awaits me is not mortal joy,
is not mortal joy, no!
In vain a rival God
opposes my love,
not even a God is able,
O woman, to steal you from me,
is able to steal you from me!

FERRANDO and RETAINERS
Courage! Let's go, etc.

COUNT
Hour, fatal for me, etc.

RETAINERS
Courage! Let's go, etc.

COUNT
Not even a God is able,
O woman, to steal you from me, etc.

The Count hides with the others. Voices of nuns are heard from within.

NUNS
Ah, daughter of Eve,
if error blinds your eyes,
as death nears you'll see
that it was a shadow, a dream:
nay, but the shadow of a dream
is our yearning here below!

COUNT
No, no, not even a God is able, etc.

FERRANDO and RETAINERS
Courage! etc.

NUNS
Come, let the veil hide you
from every human eye,
no worldly air or thought
can live in here any more!
Turn to heaven, and heaven
will be disclosed to you.

COUNT
No, no, not even a God is able, etc.

FERRANDO and RETAINERS
Courage, etc.

NUNS
Turn to heaven, and heaven
will be disclosed to you, etc.

Leonora and Ines enter with a train of women.

LEONORA
Why are you weeping?

INES
Ah, then you are leaving us forever!

LEONORA
O sweet friends, earth
no longer has for me
laughter, hope, or flowers!
I must turn now to Him,
who is the only
support of the grieving,
who, after my days of penance,
can join me
to my lost love
one day, among the blessed!
Dry your eyes,
and lead me to the altar!

COUNT
bursting in
No, never!

INES and WOMEN
The Count!

LEONORA
Merciful heaven!

COUNT
The only altar for you is the nuptial altar.

INES and WOMEN
He dared go so far!

LEONORA
Madman! You've come here?

COUNT
To make you mine!

The Troubadour appears.

ALL
Ah!

LEONORA
Must I, can I believe it?
I see you at my side!
This is a dream, an ecstasy,
a supernatural enchantment!
My heart surprised, transported,
cannot bear such joy!
Have you come down from heaven,
or am I in heaven with you?
Have you come down from heaven, etc.

COUNT
So the dead can leave
death's eternal realm!

MANRICO
Heaven did not hold me, nor did
the horrid path of hell.

COUNT
Hell gives up its prey
in order to do me harm.

MANRICO
Your foul killers struck
mortal blows, it's true!

COUNT
But if it never broke,
the thread of your days,
if you live and want to live,
flee from her, and from me.

MANRICO
The waves of the rivers
have an irresistible force!
But a God confounds the wicked!
And the God succoured me!

LEONORA
Or am I in heaven with you?
This is a dream, an ecstasy!
Have you come down from heaven
or am I in heaven with you? etc.

INES and NUNS
The heaven that you trusted
had mercy on you, etc.

MANRICO
But a God confounds the wicked!
And that God succoured me! etc.

COUNT
If you live and want to live,
flee from her, and from me, etc.

FERRANDO and THE COUNT'S MEN
to the Count
You're fighting against fate,
which is defending her, etc.

Ruiz enters with armed men.

RUIZ and MANRICO'S RETAINERS
Long live Urgel!

MANRICO
My brave fighters!

RUIZ
Come!

MANRICO
My lady, follow me.

COUNT
You dare hope?

LEONORA
Ah!

MANRICO
Stand back!

COUNT
To steal her from me? No!

The Count draws his sword, but is disarmed by Ruiz and his men.

RUIZ and MEN
He's raving!

FERRANDO and RETAINERS
What are you attempting, Sir?

COUNT
I lost my reason! My heart is raging! etc.

LEONORA
He terrifies me!

INES and WOMEN
Ah yes, heaven had mercy on you! ?

MANRICO
May your life be a torment! etc.

RUIZ and MANRICO'S RETAINERS
Come; Fate smiles on you, etc.

FERRANDO and THE COUNT'S RETAINERS
Surrender; to surrender now
is not cowardice! etc.

LEONORA
Have you come down from heaven,
or am I in heaven with you?
With you, in heaven with you?

INES and WOMEN
? had mercy upon you!

MANRICO and RETAINERS
Come! ah, come, come, come!

COUNT
My heart is raging!

THE COUNT'S RETAINERS
Surrender, ah, surrender, surrender!

Manrico goes off with Leonora. The Count is held back. The women take refuge in the convent.

PART THREE - The Gypsy's son

SCENE ONE
A military camp. On the right, the Count di Luna's tent, over which flies the commander's pennon. Squads of soldiers are everywhere. Some are gambling, others cleaning their weapons or strolling about. Then Ferrando comes out of the Count's tent.

SOME SOLDIERS
Now we're dicing, but ere long
we'll play a quite different game;
this sword, now wiped clean of blood,
will soon be bathed in blood again!
Other soldiers arrive.
The reinforcements asked for!
They look brave enough!
May the attack on Castellor
no longer be put off.
May the attack, etc.

FERRANDO
Yes, brave friends, at dawn
the captain plans to attack
the fort on every side.
There rich booty
we'll surely find, beyond our hopes.
Conquer then, and it's ours.

SOLDIERS
You're inviting us to a party.

ALL
Let the warlike trumpet sound and echo,
call to arms, to the fray, the attack;
may our flag be planted tomorrow
on the highest of those towers.
No, victory has never smiled
on happier hopes than ours!
There glory awaits us ? and the needful.
There wait spoil, booty and honour.
Let the warlike trumpet, etc.
No, victory has never smiled, etc.

They disperse. The Count comes out of his tent.

COUNT
In my rival's arms!
This thought pursues me everywhere
like a persecuting demon.
In my rival's arms!
But as soon as dawn breaks, I'll run,
I'll run to separate you.
Oh Leonora!
Ferrando enters.
What is it?

FERRANDO
Near the camp
a gypsy was wandering:
surprised by our scouts,
she started to flee; rightfully
fearing the wretch was a spy,
they followed her.

COUNT
Did they overtake her?

FERRANDO
She's been taken.

COUNT
Have you seen her?

FERRANDO
No. The commander of the patrol
gave me the news.

Noises are heard.

COUNT
Here she is.

Azucena is dragged before the Count.

SOLDIERS
Forward, you witch, forward!
Forward! Forward!

AZUCENA
Help! let me go! Ah, you raving men!
What have I done wrong?

COUNT
Approach.
Answer me,
and don't dare lie to me!

AZUCENA
Question me.

COUNT
Where are you going?

AZUCENA
I don't know.

COUNT
What?

AZUCENA
It's the gypsy's custom
to move her wandering steps
without any plan;
the sky is her roof,
and the world is her country.

COUNT
Where have you come from?

AZUCENA
From Biscay, whose barren mountains
received me until now.

COUNT
(From Biscay!)

FERRANDO
(What do I hear! Oh, what a suspicion!)

AZUCENA
I lived days of poverty,
yet happy in my condition,
my only hope was my son.
The ingrate left and forgot me!
Abandoned, I wander about,
hunting for that son,
for that son who cost my heart
horrible pangs!
The love I feel for him
no other mother on earth has felt!

FERRANDO
(Her face!)

COUNT
Tell me: did you stay a long time
in those mountains?

AZUCENA
Yes, a long time.

COUNT
Can you remember a child,
a Count's son, stolen from his castle
fifteen years ago, and brought thither?

AZUCENA
You... speak... who are you?

COUNT
The stolen boy's brother!

AZUCENA
(Ah!)

FERRANDO
(Yes!)

COUNT
Did you ever hear the story?

AZUCENA
Not l! Let me
go on looking for my son.

FERRANDO
Wait, foul wretch!

AZUCENA
(Alas!)

FERRANDO
to the Count
You see who committed
the horrible, ghastly deed.

COUNT
Go on.

FERRANDO
She's the one!

AZUCENA
Be silent!

FERRANDO
She's the one who burned the child!

COUNT
Ah, monster!

SOLDIERS
She's the one!

AZUCENA
He's lying!

COUNT
Now you won't escape your fate!

AZUCENA
I beg you!

COUNT
Tie those knots tighter!

AZUCENA
Oh God! Oh God!

SOLDIERS
Go ahead and shout!

AZUCENA
Why don't you come, Manrico,
O my son?
Won't you aid
your wretched mother?

COUNT
Manrico's mother!

FERRANDO
Quake!

COUNT
Oh luck! She's in my power!

FERRANDO
Quake! Quake!

COUNT
Oh, luck!

AZUCENA
Ah!
Pray, loosen, barbarians,
the chains that bite me so.
This cruel torture
is like a drawn?out death!
Oh wicked son, worse
than your wicked father,
beware! God protects the helpless,
and God will punish you!

COUNT
Your brood, foul gypsy,
he? That seducer?
With your torture then
I can wound his heart!
Joy floods my breast,
which words cannot express!
Ah, through me, my brother's ashes
will have complete vengeance!

FERRANDO and SOLDIERS
Wretch, you'll see a pyre
rise here in a little while.
Nor will the earthly fire
be your only punishment!
The flames of hell for you
will be an eternal stake!
There your soul will have
to suffer and to burn!

AZUCENA
Pray loosen, barbarians,
the chains that bite me so.
This cruel torture
is like a drawn?out death!
O wicked son, worse
than your wicked father,
beware! God protects the helpless,
God protects the helpless,
beware! There is a God,
and God will punish you, ah yes, ah yes, etc.

COUNT
Your brood, foul gypsy,
he? That seducer?
Through me, my brother's ashes
will have complete vengeance! etc.

FERRANDO and SOLDIERS
The flames of hell for you
will be an eternal stake!
There your soul will have
to suffer and to burn! etc.

At a sign from the Count, the soldiers drag Azucena away.


SCENE TWO
A hall at Castellor, with a balcony at the back. Manrico, Leonora and Ruiz.

LEONORA
What was that sound of arms I heard a moment ago?

MANRICO
The danger is great:
no use to disguise it!
At dawn tomorrow
we'll be attacked.

LEONORA
Alas! What are you saying?

MANRICO
But we will vanquish
our enemies. Our daring,
our arms, and our courage
are equal to theirs.
to Ruiz
Go. During my short absence,
I commit to your care
the warlike work.
Let nothing be missing.

Ruiz leaves.

LEONORA
What a grim light
shines on our wedding!

MANRICO
Ah, my dear, rid yourself
of any gloomy forebodings!

LEONORA
How can I?

MANRICO
Let love, sublime love, at this moment
speak to your heart.

Ah yes, my love, when I am
yours, and you are my wife,
my spirit will be more fearless,
my arm will be stronger.
And yet, if on the page
of my destiny it's written
that I must be among the victims,
pierced by the foe's steel,
as I draw my last breath,
my thoughts will come to you,
and death will seem to me
only preceding you to heaven.
And death will seem to me, etc.

The chapel organ is heard.

LEONORA and MANRICO
The wave of holy sounds
descends, pure, into our hearts!
Come, the altar opens to us
the joys of unspoiled love!
Ah! the joys of unspoiled love, etc.

Ruiz runs in.

RUIZ
Manrico?

MANRICO
What is it?

RUIZ
The gypsy... come... in irons... look

MANRICO
Oh God!

RUIZ
Those barbarians' hands
have already lighted the pyre...

MANRICO
approaching the balcony
Heaven! My legs fail me,
my eyes are clouding over!

LEONORA
You're raging!

MANRICO
I should!
Learn then: I am ?

LEONORA
Who?

MANRICO
Her son!

LEONORA
Ah!

MANRICO
Ah, cowards! This wicked sight
almost takes away my breath!
Get our men together! Hurry
Ruiz! Go, go... And fly back!

Ruiz leaves.

The horrible blaze of that pyre
burns, enflames all of my being!
Monsters, put it out; or very quickly
I'll put it out with your blood!
Before I loved you, I was yet her son;
your suffering cannot restrain me...
Unhappy mother, I hasten to save you,
or at least hasten to die with you!

LEONORA
I cannot bear such deadly blows.
Oh, how much better to die!

MANRICO
The horrible blaze of that pyre, etc.

Ruiz comes back with the soldiers.

RUIZ and SOLDIERS
To Arms! To arms!
Here we are, ready to fight with you,
or die with you!
To arms, etc.

MANRICO
Unhappy mother, I hasten to save you,
or at least hasten to die with you! etc.
To arms! To arms! To arms!

They leave.

PART FOUR - The Execution

SCENE ONE
A wing of the Aliaferia palace; at one corner a tower with windows. Very dark night. Two people come in, muffled in cloaks: Ruiz and Leonora.

RUIZ
We've arrived; there's the tower,
where the State's prisoners languish.
Ah, the hapless man was brought here!

LEONORA
Go ... leave me,
and don't fear for me.
I can save him, perhaps.
Ruiz retires.
Fear for me? ... Sure
and ready is my protection.
She looks at a ring on her right hand.
Shrouded in this dark night,
I'm near you, and you don't know it!
Moaning wind, you who blow here,
ah, mercifully take my sighs to him.

On the rosy wings of love
go, oh mournful sigh;
comfort the flagging spirits
of the wretched prisoner.
Like a breath of hope
flutter in that room;
waken in him the memories,
the dreams, the dreams of love.
But, pray, don't imprudently tell him
the pangs, the pangs that rack my heart! etc.

MONKS
from within
Have mercy on a spirit approaching
the departure which has no return.
Have mercy on him, divine Goodness.
Keep him from being the prey of hell.

LEONORA
That sound, those prayers,
so solemn and dire,
fill the air
with baleful terror!
The distress
that fills me almost deprives
my lips of their breath,
my heart of its beating!

MANRICO
from the tower
Ah! how slow Death
is in its coming,
to him who longs to die!
Farewell, Leonora, farewell!

LEONORA
Oh heaven!
I feel faint!

MONKS
Have mercy, etc.

LEONORA
Over the horrid tower,
ah, Death seems
with wings of darkness
to be poised!
Ah, perhaps these doors
will be opened for him
only when his corpse
is already cold!

MONKS
Have mercy.. have mercy.. have mercy...

MANRICO
I'm paying with my blood
for the love I bore you!
Don't forget, don't forget me,
Leonora, farewell, Leonora, farewell!

LEONORA
Forget you! Forget you!
I feel faint! etc.

MANRICO
I'm paying with my blood, etc.

MONKS
Have mercy.. have mercy... have mercy

LEONORA
How could I ever forget you!
You will see that never on earth
was there a stronger love than mine;
it defeated Fate in violent strife,
it will defeat death itself.
Either at the cost of my life
I shall save your life,
or, forever united to you
I shall descend into the grave!
You will see that never on earth, etc.

Leonora retires. The Count comes out of the palace with some guards.

COUNT
Did you hear?
As dawn breaks, the son to the block,
and the mother to the stake.
The guards go into the tower.
Perhaps I'm abusing the power
that the Prince freely gave me!
That's what you drive me to,
O fatal woman!
Where can she be?
When Castellor was retaken,
I had no word of her,
and all our searching was in vain!
Ah, where are you, cruel one?

Leonora reveals herself.

LEONORA
Before you.

COUNT
That voice! What? You, woman?

LEONORA
As you see.

COUNT
Why have you come?

LEONORA
His last hour is approaching,
and you ask me?

COUNT
You dared?

LEONORA
Ah yes, I ask mercy for him!

COUNT
What? You're raving!

LEONORA
Mercy!

COUNT
You're raving!

LEONORA
Mercy!

COUNT
I? Show mercy to my rival?

LEONORA
A clement God inspire you!

COUNT
I? Show mercy to my rival?

LEONORA
A clement God inspire you!

COUNT
Vengeance is my only god, etc.

LEONORA
Pity! Pity! I ask pity!

COUNT
Go! Go! Go!

LEONORA
Look, at your feet I shed
a river of bitter tears;
Isn't my weeping enough?
Then stab me and drink my blood.
Trample upon my corpse,
but save the Troubadour!

COUNT
Ah! I would like to make worse
the unworthy man's fate,
make him die a hundred deaths
in a thousand horrible spasms.

LEONORA
Then kill me...

COUNT
The more you love him, the worse
my fury flames up!

LEONORA
Trample upon my corpse,
but save the Troubadour!

COUNT
The more you love him, the worse
my fury flames up! etc.

LEONORA
Stab me, stab me, trample upon my corpse,
but save the Troubadour! etc.

LEONORA
Count!

COUNT
Won't you stop?

LEONORA
Spare him!

COUNT
At no price could you gain that.
Move away!

LEONORA
There is one price, just one;
and I'll give it to you!

COUNT
Explain yourself. Tell me: what is this price?

LEONORA
Myself!

COUNT
Heaven! What did you say?

LEONORA
And I will keep my promise.

COUNT
Am I dreaming?

LEONORA
Make way for me within those walls;
let him hear me, let the victim flee,
and I am yours.

COUNT
Swear it.

LEONORA
I swear before God,
who can see my whole soul.

COUNT
Ho there!

A guard appears. While the Count is whispering to him, Leonora sucks the poison concealed in her ring.

LEONORA
(You'll have me… but as a cold and lifeless corpse.)

COUNT
He shall live.

LEONORA
(He'll live! My joy strips me
of words, O Lord,
but with its hurried beating
my heart renders thanks!
Now, fearless, filled with joy
I can await the end,
dying I can tell him:
I have saved you!)

COUNT
What are you whispering? Turn,
turn your words to me again,
or it will seem a dream,
all that I heard before!

LEONORA
He'll live!

COUNT
You're mine! Mine! Repeat it,
reassure my doubting heart;
ah, I can scarcely believe it,
when I hear it from you!

LEONORA
He'll live! My joy strips me
of words, O Lord.
Dying I can tell him:
I have saved you!
I have saved you! Ah! etc.

COUNT
You're mine, mine, ah!
I can scarcely believe it! etc.

LEONORA
Let us go!

COUNT
You've sworn -

LEONORA
Let us go!

COUNT
- Remember!

LEONORA
My word is sacred!

LEONORA
He'll Iive! My joy strips me, etc.

COUNT
You’re mine! You're mine! Repeat it, etc.

They go into the tower.


SCENE TWO
A horrible dungeon; in one corner a barred window. Azucena lies on a kind of rough coverlet. Manrico is sitting beside her.

MANRICO
Mother, can't you sleep?

AZUCENA
I've invoked sleep time and again,
but it flees from my eyes!
I'm praying.

MANRICO
Perhaps the chilly air
is painful for your limbs?

AZUCENA
No, only I would like
to flee from this tomb of the living
because I feel that my breath is choking me.

MANRICO
Flee!

AZUCENA
Don't be sad;
the barbarians
won't be able to torture me!

MANRICO
What?

AZUCENA
You see, the finger of Death
has already set on my forehead
its dark prints!

MANRICO
Ah!

AZUCENA
They'll find a corpse, mute and cold!
No, a skeleton!

MANRICO
Stop!

AZUCENA
Don't you hear?
People are coming...
The executioners...
They want to drag me to the stake!
Defend your mother!

MANRICO
Nobody, rest assured.

AZUCENA
The stake ?

MANRICO
Nobody's coming here.

AZUCENA
The stake! The stake! The stake!
That horrible word!

MANRICO
Oh Mother! Oh Mother!

AZUCENA
One day a ferocious mob
led your grandmother to the stake!
Look at the terrible flames!
They're touching her already!
Her burning hair already
sends sparks up to heaven!
Look at her eyes,
hanging out of their sockets!
Ah! who will save me
from this horrible sight!

MANRICO
If you love me still, if a son's voice
has power in a mother's breast,
seek oblivion in sleep
from the spirit's terrors,
and rest and calm.

AZUCENA
Yes, weariness overcomes me, my son...
I'll close my eyes in peace,
but if you see burning
the stake's horrid flames, then waken me.

MANRICO
Rest now, mother, and may God
grant less grievous images to your sleep.

AZUCENA
We'll go back to our mountains,
and there enjoy our former peace!
You'll sing with your lute,
and I'll sleep serenely.

MANRICO
Rest, mother. Silent and alert,
I'll turn my thoughts to Heaven.

AZUCENA
You'll sing, etc.

MANRICO
I'll turn my thoughts to heaven,
Rest, mother, etc.

She falls asleep. The door opens and Leonora comes in.

MANRICO
What! Does that feeble
light not deceive me?

LEONORA
It's I, Manrico, my Manrico!

MANRICO
O, my Leonora!
Ah! piteous Heaven, do you grant me
such a great joy before I die?

LEONORA
You won't die; I've come to save you!

MANRICO
What? To save me? Can it be true?

LEONORA
Farewell! Don't delay!
Hurry! Leave!

MANRICO
And you're not coming?

LEONORA
I must stay.

MANRICO
Stay?

LEONORA
Ah, flee!

MANRICO
No!

LEONORA
Woe if you delay!

MANRICO
No!

LEONORA
Your life!

MANRICO
I scorn it!

LEONORA
Leave! Leave!

MANRICO
No!

LEONORA
Your life!

MANRICO
I scorn it!
Still ? woman,
look into my eyes!
Who gave it to you?
And at what price?
You won't speak?
A terrible thought!
From my rival! I understand!
This wretch sold her love...

LEONORA
Oh, how unjust!

MANRICO
Sold a heart sworn to me!

LEONORA
Oh, how your wrath blinds you!
Oh, how unjust and cruel you are…

MANRICO
Wretch!

LEONORA
... to me! Believe me! Flee!
Or you're lost!
Heaven itself can't save you!

MANRICO
This wretch sold her love.

LEONORA
Oh, how your wrath blinds you!

MANRICO
Sold a heart sworn to me!

LEONORA
Oh, how your wrath blinds you!

MANRICO
Wretch!

LEONORA
Oh, how unjust and cruel you are
to me! Believe me! Flee!
Or you're lost!
Heaven itself can't save you!

MANRICO
This wretch sold a love
sworn to me!

AZUCENA
Ah! We'll go back to our mountains, etc.

LEONORA
Ah! flee, flee! Or you're lost!
Heaven itself can't save you! etc.

MANRlCO
No! This wretch sold her love,
sold a heart sworn to me, etc.

Leonora sinks at Manrico's feet.

MANRICO
Go away!

LEONORA
Don't drive me off!
You see? My strength fails,
I'm overcome, weak.

MANRICO
Go! I detest you! My curse upon you!

LEONORA
Ah stop, stop!
Don't curse me;
the time has come
to pray to God for me!

MANRICO
A shudder runs through my breast!

LEONORA
Manrico!

MANRICO
Woman! Reveal... tell me...

LEONORA
I have death in my breast!

MANRICO
Death!

LEONORA
Ah, the poison's strength
was more rapid than I thought.

MANRICO
Oh, horror!

LEONORA
Feel; my hand is icy,
but here, here a terrible fire is burning!

She touches her chest.

MANRICO
Heaven, what have you done!

LEONORA
Rather than live as another's,
I wanted to die yours!

MANRICO
And I, a madman, dared curse this angel!

LEONORA
I can't go on!

MANRICO
Ah, hapless girl!

LEONORA
The moment has come...
I'm dying, Manrico.
Father in Heaven, now
I beg your forgiveness!

MANRICO
Heavens!

The Count appears, stopping at the entrance.

COUNT
(Ah, she wanted to deceive me
and die for him!)

LEONORA
Rather than live as another's,
I wanted to die yours!

MANRICO
And I, like a madman,
dared curse this angel, etc.

LEONORA
Rather than live as another's,
I wanted to die yours! etc.

COUNT
(Ah! she wanted to deceive me
and die for him! etc.)

LEONORA
Manrico!

MANRICO
Leonora!

LEONORA
Farewell, I'm dying...

MANRICO
Ah! Alas, wretched one!

COUNT
to the soldiers
Take him to the block!

MANRICO
as he is dragged off
Mother! Ah, Mother, farewell!

AZUCENA
Manrico!
Where is my son?

COUNT
Hastening to his death.

AZUCENA
Ah, stop! Hear me!

COUNT
draws her to the window
See!

AZUCENA
Heaven!

COUNT
He's dead.

AZUCENA
He was your brother!

COUNT
He! What horror!

AZUCENA
Mother, you are avenged!

COUNT
And I still live!

Personaggi:
IL CONTE DI LUNA (Baritono)
LEONORA (Soprano)
AZUCENA (Mezzosoprano)
MANRICO (Tenore)
FERRANDO (Basso profondo)
INES (Soprano)
RUIZ (Tenore)
UN VECCHIO ZINGARO (Basso)
UN MESSO (Tenore)

CORO
Compagne di Leonora e Religiose, Familiari del Conte,
Uomini d'arme, Zingari e Zingare



PARTE PRIMA - Il Duello

SCENA I
Atrio nel palazzo dell'Aliaferia.
Da un lato, porta che mette agli appartamenti del Conte di Luna Ferrando e molti Familiari del Conte giacciono presso la porta; alcuni Uomini d'arme passeggiano in fondo.


FERRANDO
ai Familiari vicini ad assopirsi
All'erta, all'erta! Il Conte
N'è d'uopo attender vigilando; ed egli
Talor presso i veroni
Della sua cara, intere
Passa le notti.

FAMILIARI
Gelosia le fiere
Serpi gli avventa in petto!

FERRANDO
Nel Trovator, che dai giardini move
Notturno il canto, d'un rivale a dritto
Ei teme.

FAMILIARI
Dalle gravi
Palpebre il sonno a discacciar, la vera
Storia ci narra di Garzia, germano
Al nostro Conte.

FERRANDO
La dirò: venite intorno a me.

I Familiari eseguiscono

ARMIGERI
accostandosi pur essi
Noi pure...

FAMILIARI
Udite, udite.

Tutti accerchiano Ferrando

FERRANDO
Di due figli vivea padre beato
Il buon Conte di Luna:
Fida nutrice del secondo nato
Dormia presso la cuna.
Sul romper dell'aurora un bel mattino
Ella dischiude i rai;
E chi trova d'accanto a quel bambino?

CORO
Chi?... Favella... Chi mai?

FERRANDO
Abbietta zingara, fosca vegliarda!
Cingeva i simboli di una maliarda!
E sul fanciullo, con viso arcigno,
L'occhio affiggeva torvo, sanguigno!...
D'orror compresa è la nutrice...
Acuto un grido all'aura scioglie;
Ed ecco, in meno che il labbro il dice,
I servi accorrono in quelle soglie;
E fra minacce, urli e percosse
La rea discacciano ch'entrarvi osò.

CORO
Giusto quei petti sdegno commosse;
L'insana vecchia lo provocò.

FERRANDO
Asserì che tirar del fanciullino
L'oroscopo volea...
Bugiarda! Lenta febbre del meschino
La salute struggea!
Coverto di pallor, languido, affranto
Ei tremava la sera.
Il dì traeva in lamentevol pianto...
Ammaliato egli era!

Il Coro inorridisce

La fatucchiera perseguitata
Fu presa, e al rogo fu condannata;
Ma rimaneva la maledetta
Figlia, ministra di ria vendetta!...
Compì quest'empia nefando eccesso!...
Sparve il fanciullo e si rinvenne
Mal spenta brace nel sito istesso
Ov'arsa un giorno la strega venne!...
E d'un bambino... ahimè!... l'ossame
Bruciato a mezzo, fumante ancor!

CORO
Ah scellerata!... oh donna infame!
Del par m'investe odio ed orror!

ALCUNI
E il padre?

FERRANDO
Brevi e tristi giorni visse:
Pure ignoto del cor presentimento
Gli diceva che spento
Non era il figlio; ed, a morir vicino,
Bramò che il signor nostro a lui giurasse
Di non cessar le indagini... ah! fûr vane!...

ARMIGERI
E di colei non s'ebbe
Contezza mai?

FERRANDO
Nulla contezza...
Oh, dato mi fosse
Rintracciarla un dì!...

FAMILIARI
Ma ravvisarla potresti?

FERRANDO
Calcolando gli anni trascorsi... lo potrei.

ARMIGERI
Sarebbe tempo presso la madre
All'inferno spedirla.

FERRANDO
All'inferno? È credenza che dimori
Ancor nel mondo l'anima perduta
Dell'empia strega, e quando il cielo è nero
In varie forme altrui si mostri.

CORO
con terrore
E vero!

ALCUNI
Su l'orlo dei tetti alcun l'ha veduta!

ALTRI
In upupa o strige talora si muta!

ALTRI
In corvo tal'altra; più spesso in civetta!
Sull'alba fuggente al par di saetta.

FERRANDO
Morì di paura un servo del conte,
Che avea della zingara percossa la fronte!
Tutti si pingono di superstizioso terrore
Apparve a costui d'un gufo in sembianza
Nell'alta quiete di tacita stanza!...
Con l'occhio lucente guardava... guardava,
Il cielo attristando d'un urlo feral!
Allor mezzanotte appunto suonava...

Una campana suona improvvisamente a distesa mezzanotte

TUTTI
Ah! sia maledetta la strega infernal!

Gli uomini d'arme accorrono in fondo; i Familiari corrono verso la porta


SCENA II
Giardini del palazzo.
Sulla destra marmorea scalinata che mette agli appartamenti. La notte è inoltrata; dense nubi coprono la luna.
Leonora ed Ines


INES
Che più t'arresti?... l'ora è tarda: vieni.
Di te la regal donna
Chiese, l'udisti.

LEONORA
Un'altra notte ancora
Senza vederlo...

INES
Perigliosa fiamma
Tu nutri!... Oh come, dove
La primiera favilla
In te s'apprese?

LEONORA
Ne' tornei. V'apparve
Bruno le vesti ed il cimier, lo scudo
Bruno e di stemma ignudo,
Sconosciuto guerrier, che dell'agone
Gli onori ottenne... Al vincitor sul crine
Il serto io posi... Civil guerra intanto
Arse... Nol vidi più! come d'aurato
Sogno fuggente imago! ed era volta
Lunga stagion... ma poi...

INES
Che avvenne?

LEONORA
Ascolta.
Tacea la notte placida
e bella in ciel sereno
La luna il viso argenteo
Mostrava lieto e pieno...
Quando suonar per l'aere,
Infino allor sì muto,
Dolci s'udiro e flebili
Gli accordi d'un liuto,
E versi melanconici
Un Trovator cantò.
Versi di prece ed umile
Qual d'uom che prega Iddio
In quella ripeteasi
Un nome... il nome mio!...
Corsi al veron sollecita...
Egli era! egli era desso!...
Gioia provai che agli angeli
Solo è provar concesso!...
Al core, al guardo estatico
La terra un ciel sembrò.

INES
Quanto narrasti di turbamento
M'ha piena l'alma!... Io temo...

LEONORA
Invano!

INES
Dubbio, ma triste presentimento
In me risveglia quest'uomo arcano!
Tenta obliarlo...

LEONORA
Che dici!... oh basti!...

INES
Cedi al consiglio dell'amistà...
Cedi...

LEONORA
Obliarlo! Ah, tu parlasti
Detto, che intendere l'alma non sa.
Di tale amor che dirsi
Mal può dalla parola,
D'amor che intendo io sola,
Il cor s'inebriò! Il mio destino compiersi
Non può che a lui dappresso...
S'io non vivrò per esso,
Per esso io morirò!

INES
(Non debba mai pentirsi
Chi tanto un giomo amò!)

Ascendono agli appartamenti


SCENA III
Conte

CONTE
Tace la notte! immersa
Nel sonno, è certo, la regal Signora;
Ma veglia la sua dama...
Oh! Leonora,
Tu desta sei; mel dice,
Da quel verone, tremolante un raggio
Della notturna lampa...
Ah! l'amorosa fiamma
M'arde ogni fibra!...
Ch'io ti vegga è d'uopo,
Che tu m'intenda...
Vengo... A noi supremo
È tal momento...
Cieco d'amore avviasi verso la gradinata. Odonsi gli accordi d'un liuto: egli s'arresta
Il Trovator! Io fremo!

LA VOCE DEL TROVATORE
fra le piante
Deserto sulla terra,
Col rio destino in guerra
E sola spese un cor
Al Trovator!
Ma s'ei quel cor possiede,
Bello di casta fede,
E d'ogni re maggior
Il Trovator!

CONTE
Oh detti!... Oh gelosia!...
Non m'inganno...

Ella scende!

S'avvolge nel suo mantello


SCENA IV
Leonora e il Conte

LEONORA
correndo verso il Conte
Anima mia!

CONTE
(Che far?)

LEONORA
Più dell'usato
È tarda l'ora; io ne contai gl'istanti
Co' palpiti del core!...
Alfin ti guida
Pietoso amor tra queste braccia...
La voce del Trovatore
Infida!...

La luna mostrasi dai nugoli, e lascia scorgere una persona, di cui la visiera nasconde il volto


SCENA V
Manrico e detti

LEONORA
Qual voce!... Ah, dalle tenebre
Tratta in errore io fui!
riconoscendo entrambi, e gettandosi ai piedi di Manrico, agitatissima
A te credei rivolgere
L'accento e non a lui...
A te, che l'alma mia
Sol chiede, sol desìa...
Io t'amo, il giuro, io t'amo
D'immenso, eterno amor!

CONTE
Ed osi?

MANRICO
sollevando Leonora
(Ah, più non bramo!)

CONTE
Avvampo di furor!
Se un vil non sei discovriti.

LEONORA
(Ohimè!)

CONTE
Palesa il nome...

LEONORA
sommessamente a Manrico
Deh, per pietà!...

MANRICO
sollevando la visiera dell'elmo
Ravvisami, Manrico io son.

CONTE
Tu!... Come!
Insano temerario!
D'Urgel seguace, a morte
Proscritto, ardisci volgerti
A queste regie porte?

MANRICO
Che tardi?... or via, le guardie
Appella, ed il rivale
Al ferro del carnefice
Consegna.

CONTE
Il tuo fatale istante
Assai più prossimo
È, dissennato! Vieni...

LEONORA
Conte!

CONTE
Al mio sdegno vittima
È d'uopo ch'io ti sveni...

LEONORA
Oh ciel! t'arresta...

CONTE
Seguimi...

MANRICO
Andiam...

LEONORA
(Che mai farò?
Un sol mio grido perdere
Lo puote..) M'odi...

CONTE
No!
Di geloso amor sprezzato
Arde in me tremendo il foco!
Il tuo sangue, o sciagurato,
Ad estinguerlo fia poco!
a Leonora
Dirgli, o folle, - Io t'amo - ardisti!...
Ei più vivere non può...
Un accento proferisti
Che a morir lo condannò!

LEONORA
Un istante almen dia loco
Il tuo sdegno alla ragione...
Io, sol io, di tanto foco
Son, pur troppo, la cagione!
Piombi, ah! piombi il tuo furore
Sulla rea che t'oltraggiò...
Vibra il ferro in questo core,
Che te amar non vuol, né può.

MANRICO
Del superbo vana è l'ira;
Ei cadrà da me trafitto.
Il mortal che amor t'ispira,
Dall'amor fu reso invitto.
al Conte
La tua sorte è già compita...
L'ora ormai per te suonò!
Il suo core e la tua vita
Il destino a me serbò!

I due rivali si allontanano con le spade sguainate; Leonora cade, priva di sentimenti

PARTE SECONDA - La Gitana

SCENA I
Un diruto abituro sulle falde di un monte della Biscaglia.

Nel fondo, quasi tutto aperto, arde un gran fuoco. I primi albori. Azucena siede presso il fuoco. Manrico le sta disteso accanto sopra una coltrice ed avviluppato nel suo mantello; ha l'elmo ai piedi e fra le mani la spada, su cui figge immobilmente lo sguardo. Una banda di Zingari è sparsa all'interno


ZINGARI
Vedi! Le fosche notturne spoglie
De' cieli sveste l'immensa volta;
Sembra una vedova che alfin si toglie
I bruni panni ond'era involta.
All'opra! all'opra!
Dàgli, martella.

Dànno di piglio ai loro ferri del mestiere; al misurato tempestar dei martelli cadenti sulle incudini, or uomini, or donne, e tutti in un tempo infine intonano la cantilena seguente:

Chi del gitano i giorni abbella?
La zingarella!

UOMINI
alle donne, sostando un poco dal lavoro
Versami un tratto; lena e coraggio
Il corpo e l'anima traggon dal bere.

Le donne mescono ad essi in rozze coppe

TUTTI
Oh guarda, guarda! del sole un raggio
Brilla più vivido nel mio/tuo bicchiere!
All'opra, all'opra...
Dàgli, martella...
Chi del gitano i giorni abbella?
La zingarella!

AZUCENA
Canta: gli Zingari le si fanno allato

Stride la vampa! - la folla indomita
Corre a quel fuoco - lieta in sembianza;
Urli di gioia - intorno echeggiano:
Cinta di sgherri - donna s'avanza!
Sinistra splende - sui volti orribili
La tetra fiamma - che s'alza al ciel!

Stride la vampa! - giunge la vittima
Nerovestita, - discinta e scalza!
Grido feroce - di morte levasi;
L'eco il ripete - di balza in balza!
Sinistra splende - sui volti orribili
La tetra fiamma - che s'alza al ciel!

ZINGARI
Mesta è la tua canzon!

AZUCENA
Del pari mesta
Che la storia funesta
Da cui tragge argomento!
Rivolge il capo dalla parte di Manrico e mormora sommessamente:
Mi vendica... Mi vendica!

MANRICO
(L'arcana parola ognor!)

VECCHIO ZINGARO
Compagni, avanza il giorno
A procacciarci un pan, su, su!... scendiamo
Per le propinque ville.

UOMINI
Andiamo.

Ripongono sollecitamente nel sacco i loro arnesi

DONNE
Andiamo.
Tutti scendono alla rinfusa giù per la china; tratto tratto e sempre a maggior distanza odesi il loro canto

ZINGARI
Chi del gitano i giorni abbella?
La zingarella!

MANRICO
sorgendo
Soli or siamo; deh, narra
Questa storia funesta.

AZUCENA
E tu la ignori,
Tu pur!... Ma, giovinetto, i passi tuoi
D'ambizion lo sprone
Lungi traea!... Dell'ava il fine acerbo
E quest'istoria... La incolpò superbo
Conte di malefizio, onde asserìa
Colto un bambin suo figlio... Essa bruciata
Venne ov'arde quel foco!

MANRICO
rifuggendo con raccapriccio dalla fiamma
Ahi! Sciagurata!

AZUCENA
Condotta ell'era in ceppi al suo destin tremendo!
Col figlio sulle braccia, io la seguìa piangendo.
Infino ad essa un varco tentai, ma invano, aprirmi...
Invan tentò la misera fermarsi e benedirmi!
Ché, fra bestemmie oscene, pungendola coi ferri,
Al rogo la cacciavano gli scellerati sgherri!
Allor, con tronco accento: Mi vendica! esclamò.
Quel detto un'eco eterna in questo cor lasciò.

MANRICO
La vendicasti?

AZUCENA
Il figlio giunsi a rapir del Conte:
Lo trascinai qui meco...
Le fiamme ardean già pronte.

MANRICO
con raccapriccio
Le fiamme!... oh ciel!... tu forse?...

AZUCENA
Ei distruggeasi in pianto...
Io mi sentiva il core dilaniato, infranto!...
Quand'ecco agli egri spirti, come in un sogno, apparve
La vision ferale di spaventose larve!
Gli sgherri ed il supplizio!... La madre smorta in volto...
Scalza, discinta!... il grido, il noto grido ascolto...
Mi vendica!... La mano convulsa tendo... stringo
La vittima... nel foco la traggo, la sospingo...
Cessa il fatal delirio... L'orrida scena fugge...
La fiamma sol divampa, e la sua preda strugge!
Pur volgo intorno il guardo e innanzi a me vegg'io
Dell'empio Conte il figlio...

MANRICO
Ah! come?

AZUCENA
Il figlio mio,
Mio figlio avea bruciato!

MANRICO
Che dici! quale orror!

AZUCENA
Sul capo mio le chiome
Sento rizzarsi ancor!

Azucena ricade trambasciata sul proprio seggio, Manrico ammutolisce colpito d'orrore e di sorpresa. Momenti di silenzio

MANRICO
Non son tuo figlio?
E chi son io, chi dunque?

AZUCENA
con la sollecitudine di chi cerca emendare il proprio fallo
Tu sei mio figlio!

MANRICO
Eppur dicesti...

AZUCENA
Ah!... forse...
Che vuoi! quando al pensier s'affaccia il truce
Caso, lo spirto intenebrato pone
Stolte parole sul mio labbro... Madre,
Tenera madre non m'avesti ognora?

MANRICO
Potrei negarlo?

AZUCENA
A me, se vivi ancora,
Nol dêi? Notturna, nei pugnati campi
Di Pelilla, ove spento
Fama ti disse, a darti
Sepoltura non mossi?
La fuggente aura vital
Non iscovrì, nel seno
Non t'arrestò materno affetto?...
E quante cure non spesi
A risanar le tante ferite! ...

MANRICO
con nobile orgoglio
Che portai nel dì fatale...
Ma tutte qui, nel petto!... Io sol, fra mille
Già sbandati, al nemico
Volgendo ancor la faccia!... Il rio De Luna
Su me piombò col suo drappello; io caddi,
Però da forte io caddi!

AZUCENA
Ecco mercede
Ai giorni, che l'infame
Nel singolar certame
Ebbe salvi da te!... Qual t'acciecava
Strana pietà per esso?

MANRICO
Oh madre!... Non saprei dirlo a me stesso!
Mal reggendo all'aspro assalto,
Ei già tocco il suolo avea:
Balenava il colpo in alto
Che trafiggerlo dovea...
Quando arresta un moto arcano,
Nel discender, questa mano...
Le mie fibre acuto gelo
Fa repente abbrividir!
Mentre un grido vien dal cielo,
Che mi dice: Non ferir!

AZUCENA
Ma nell'alma dell'ingrato
Non parlò del cielo un detto!
Oh! se ancor ti spinge il fato
A pugnar col maledetto,
Compi, o figlio, qual d'un Dio,
Compi allora il cenno mio!
Sino all'elsa questa lama
Vibra, immergi all'empio in cor.

MANRICO
Sì, lo giuro, questa lama
Scenderà dell'empio in cor.
Odesi un prolungato suono di corno
L'usato messo Ruiz invia!
Forse...

Dà fiato anch'esso al corno che tiene ad armacollo

AZUCENA
Mi vendica!

Resta concentrata quasi inconsapevole di ciò che succede


SCENA II
Messo e detti

MANRICO
al Messo
Inoltra il piè.
Guerresco evento, dimmi, seguìa?

MESSO
porgendo il foglio che Manrico legge
Risponda il foglio che reco a te.

MANRICO
"In nostra possa è Castellor; ne dêi
Tu, per cenno del prence,
Vigilar le difese. Ove ti è dato,
Affrettati a venir...
Giunta la sera,
Tratta in inganno di tua morte al grido,
Nel vicin Chiostro della croce il velo
Cingerà Leonora".
con dolorosa esclamazione
Oh giusto cielo!

AZUCENA
scuotendosi
(Che fia!)

MANRICO
al Messo
Veloce scendi la balza,
E d'un cavallo a me provvedi...

MESSO
Corro...

AZUCENA
frapponendosi
Manrico!

MANRICO
Il tempo incalza...
Vola, m'aspetta del colle a' piedi.

Il Messo parte frettolosamente

AZUCENA
E speri, e vuoi?...

MANRICO
(Perderla?... Oh ambascia!...
Perder quell'angelo?..)

AZUCENA
(È fuor di sé!)

MANRICO
postosi l'elmo sul capo ed afferrando il mantello
Addio...

AZUCENA
No... ferma... odi...

MANRICO
Mi lascia...

AZUCENA
autorevole
Ferma... Son io che parlo a te!
Perigliarti ancor languente
Per cammin selvaggio ed ermo!
Le ferite vuoi, demente,
Riaprir del petto infermo?
No, soffrirlo non poss'io...
Il tuo sangue è sangue mio!...
Ogni stilla che ne versi
Tu la spremi dal mio cor!

MANRICO
Un momento può involarmi
Il mio ben, la mia speranza!...
No, che basti ad arrestarmi
Terra e ciel non han possanza...
Ah!... mi sgombra, o madre, i passi...
Guai per te s'io qui restassi! ...
Tu vedresti ai piedi tuoi
Spento il figlio dal dolor!

S'allontana, indarno trattenuto da Azucena


SCENA III
Atrio interno di un luogo di ritiro in vicinanza di Castellor. Alberi nel fondo. È notte.
Il Conte, Ferrando ed alcuni Seguaci inoltrandosi cautamente avviluppati nei loro mantelli


CONTE
Tutto è deserto, né per l'aura ancora
Suona l'usato carme...
In tempo io giungo!

FERRANDO
Ardita opra, o Signore,
Imprendi.

CONTE
Ardita, e qual furente amore
Ed irritato orgoglio
Chiesero a me. Spento il rival, caduto
Ogni ostacol sembrava a' miei desiri;
Novello e più possente ella ne appresta...
L'altare! Ah no, non fia
D'altri Leonora!...
Leonora è mia!

Il balen del suo sorriso
D'una stella vince il raggio!
Il fulgor del suo bel viso
Novo infonde in me coraggio!...
Ah! l'amor, l'amore ond'ardo
Le favelli in mio favor!
Sperda il sole d'un suo sguardo
La tempesta del mio cor.

Odesi il rintocco de' sacri bronzi

Qual suono!... oh ciel...

FERRANDO
La squilla
Vicino il rito annunzia!

CONTE
Ah! pria che giunga
All'altar... si rapisca!...

FERRANDO
Ah bada!

CONTE
Taci!...
Non odo... andate... di quei faggi all'ombra
Celatevi...
Ferrando e gli altri Seguaci si allontanano
Ah! fra poco
Mia diverrà... Tutto m'investe un foco!

Ansioso, guardingo osserva dalla parte donde deve giungere Leonora, mentre Ferrando e i Seguaci dicono sottovoce:

FERRANDO, SEGUACI
Ardire!... Andiam... celiamoci
Fra l'ombre... nel mister!
Ardire!... Andiam!... silenzio!
Si compia il suo voler.

CONTE
nell'eccesso del furore
Per me, ora fatale,
I tuoi momenti affretta:
La gioia che m'aspetta
Gioia mortal non è!...
Invano un Dio rivale
S'oppone nemmeno un Dio,
Donna, rapirti a me!

S'allontana a poco a poco e si nasconde col Coro fra gli alberi

CORO INTERNO DI RELIGIOSE
Ah!... se l'error t'ingombra,
O figlia d'Eva, i rai,
Presso a morir, vedrai
Che un'ombra, un sogno fu,
Anzi del sogno un'ombra
La speme di quaggiù!
Vieni e t'asconda il velo
Ad ogni sguardo umano!
Aura o pensier mondano
Qui vivo più non è.
Al ciel ti volgi e il cielo
Si schiuderà per te.


SCENA IV
Leonora con seguito muliebre. Ines, poi il Conte, Ferrando, Seguaci, indi Manrico.

LEONORA
Perchè piangete?

DONNE
Ah!... dunque
Tu per sempre ne lasci!

LEONORA
O dolci amiche,
Un riso, una speranza, un fior la terra
Non ha per me! Degg'io
Volgermi a Quei che degli afflitti è solo
Sostegno e dopo i penitenti giorni
Può fra gli eletti al mio perduto bene
Ricongiungermi un dì!... Tergete i rai
E guidatemi all'ara!
incamminandosi

CONTE
irrompendo ad un tratto
No, giammai!...

DONNE
Il Conte!

LEONORA
Giusto ciel!

CONTE
Per te non havvi
Che l'ara d'imeneo.

DONNE
Cotanto ardìa!...

LEONORA
Insano!... E qui venisti?...

CONTE
A farti mia.

E sì dicendo scagliasi verso Leonora, onde impadronirsi di lei, ma fra esso e la preda trovasi, qual fantasma sorto di sotterra, Manrico. Un grido universale irrompe

LEONORA
E deggio... e posso crederlo?
Ti veggo a me d'accanto!
È questo un sogno, un'estasi,
Un sovrumano incanto!
Non regge a tanto giubilo
Rapito, il cor sospeso!
Sei tu dal ciel disceso,
O in ciel son io cor te?

CONTE
Dunque gli estinti lasciano
Di morte il regno eterno;
A danno mio rinunzia
Le prede sue l'inferno!
Ma se non mai si fransero
De' giorni tuoi gli stami,
Se vivi e viver brami,
Fuggi da lei, da me. Manrico
Né m'ebbe il ciel, né l'orrido
Varco infernal sentiero...
Infami sgherri vibrano
Mortali colpi, è vero!
Potenza irresistibile
Hanno de' fiumi l'onde!
Ma gli empi un Dio confonde!
Quel Dio soccorse a me.

DONNE
a Leonora
Il cielo in cui fidasti
Pietade avea di te.

FERRANDO, SEGUACI
al Conte
Tu col destin contrasti:
Suo difensore egli è.


SCENA V
Ruiz seguito da una lunga tratta di Armati, e detti

RUIZ
Urgel viva!

MANRICO
Miei prodi guerrieri!

RUIZ
Vieni...

MANRICO
a Leonora
Donna, mi segui.

CONTE
opponendosi
E tu speri?

LEONORA
Ah!

MANRICO
al Conte
T'arresta...

CONTE
sguainando la spada
Involarmi costei! No!

RUIZ, ARMATI
accerchiando il Conte
Vaneggi!

FERRANDO, SEGUACI
Che tenti, Signor?
Il Conte è disarmato da quei di Ruiz

CONTE
con gesti ed accenti di maniaco furore
Di ragione ogni lume perdei!

LEONORA
(M'atterrisce..)

CONTE
Ho le furie nel cor!

RUIZ, ARMATI
a Manrico
Vien: la sorte sorride per te.

FERRANDO, SEGUACI
al Conte
Cedi; or ceder viltade non è.

Manrico tragge seco Leonora, il Conte è respinto; le donne rifuggono al cenobio.
Scende subito la tela


PARTE TERZA - Il figlio della Zingara

SCENA I
Accampamento. A destra il padiglione del Conte di Luna, su cui sventola la bandiera in segno di supremo comando; da lungi torreggia Castellor. Scolte di Uomini d'arme dappertutto; alcuni giuocano, altri puliscono le armi, altri passeggiano, poi Ferrando dal padiglione del Conte

ALCUNI ARMIGERI
Or co' dadi, ma fra poco
Giocherem ben altro gioco.

ALTRI
Quest'acciar, dal sangue or terso,
Fia di sangue in breve asperso!

Un grosso drappello di balestrieri attraversa il campo

ALCUNI
Il soccorso dimandato!

ALTRI
Han l'aspetto del valor!

TUTTI
Più l'assalto ritardato
Or non fia di Castellor.

FERRANDO
Sì, prodi amici; al dì novello è mente
Del capitan la rocca
Investir d'ogni parte.
Colà pingue bottino
Certezza è rinvenir più che speranza.
Si vinca; è nostro.

TUTTI
Tu c'inviti a danza!
Squilli, echeggi la tromba guerriera,
Chiami all'armi,
alla pugna, all'assalto;
Fia domani la nostra bandiera
Di quei merli piantata sull'alto.
No, giammai non sorrise vittoria
Di più liete speranze finor!...
Ivi l'util ci aspetta e la gloria,
Ivi opimi la preda e l'onor.

Si disperdono


SCENA II
Il Conte
Uscito dalla tenda volge uno sguardo bieco a Castellor


CONTE
In braccio al mio rival! Questo pensiero
Come persecutor demone ovunque
M'insegue!... In braccio al mio rival!... Ma corro,
Surta appena l'aurora,
Io corro a separarvi... Oh Leonora!

Odesi tumulto


SCENA III
Ferrando e detto

CONTE
Che fu?

FERRANDO
Dappresso il campo
S'aggirava una zingara: sorpresa
Da' nostri esploratori,
Si volse in fuga; essi, a ragion temendo
Una spia nella trista,
L'inseguir...

CONTE
Fu raggiunta?

FERRANDO
È presa.

CONTE
Vista
L'hai tu?

FERRANDO
No; della scorta
Il condottier m'apprese
L'evento.

CONTE
Eccola.

Tumulto più vicino


SCENA IV
Detti, Azucena, con le mani avvinte, trascinata dagli Esploratori, un codazzo d'altri soldati

ESPLORATORI
Innanzi, o strega, innanzi...

AZUCENA
Aita!... Mi lasciate... O furibondi,
Che mal fec'io?

CONTE
S'appressi.
Azucena è tratta innanzi al Conte
A me rispondi
E trema dal mentir!

AZUCENA
Chiedi!

CONTE
Ove vai?

AZUCENA
Nol so.

CONTE
Che?

AZUCENA
D'una zingara è costume
Mover senza disegno
Il passo vagabondo,
Ed è suo tetto il ciel,
Sua patria il mondo.

CONTE
E vieni?

AZUCENA
Da Biscaglia, ove finora
Le sterili montagne ebbi a ricetto!

CONTE
(Da Biscaglia!)

FERRANDO
(Che intesi!... O qual sospetto!)

AZUCENA
Giorni poveri vivea,
Pur contenta del mio stato;
Sola speme un figlio avea...
Mi lasciò!... m'oblìa, l'ingrato!
Io deserta, vado errando
Di quel figlio ricercando,
Di quel figlio che al mio core
Pene orribili costò!...
Qual per esso provo amore
Madre in terra non provò!

FERRANDO
(Il Suo volto!)

CONTE
Di', traesti
Lunga etade tra quei monti?

AZUCENA
Lunga, sì.

CONTE
Rammenteresti
Un fanciul, prole di conti,
Involato al suo castello,
Son tre lustri, e tratto quivi?

AZUCENA
E tu, parla... sei?...

CONTE
Fratello del rapito.

AZUCENA
(Ah!)

FERRANDO
notando il mal nascosto terrore di Azucena
(Sì!)

CONTE
Ne udivi
Mai novella?

AZUCENA
Io?... No... Concedi
Che del figlio l'orme io scopra.

FERRANDO
Resta, iniqua...

AZUCENA
(Ohimè!..)

FERRANDO
Tu vedi
Chi l'infame, orribil opra
Commettea...

CONTE
Finisci.

FERRANDO
È dessa.

AZUCENA
piano a Ferrando
(Taci)

FERRANDO
È dessa che il bambino
Arse!

CONTE
Ah! perfida!

CORO
Ella stessa!

AZUCENA
Ei mentisce...

CONTE
Al tuo destino
Or non fuggi.

AZUCENA
Deh!...

CONTE
Quei nodi
Più stringete.

I soldati eseguiscono

AZUCENA
Oh! Dio!... Oh Dio!...

CORO
Urla pure.

AZUCENA
con disperazione
E tu non m'odi,
O Manrico, o figlio mio?...
Non soccorri all'infelice
Madre tua?

CONTE
Sarebbe ver?
Di Manrico genitrice?

FERRANDO
Trema!...

CONTE
Oh sorte!... in mio poter!

AZUCENA
Deh, rallentate, o barbari,
Le acerbe mie ritorte...
Questo crudel supplizio
È prolungata morte...
D'iniquo genitore
Empio figliuol peggiore,
Trema... V'è Dio pe' miseri,
E Dio ti punirà!

CONTE
Tua prole, o turpe zingara,
Colui, quel traditore?...
Potrò col tuo supplizio
Ferirlo in mezzo al core!
Gioia m'innonda il petto,
Cui non esprime il detto!...
Meco il fraterno cenere
Piena vendetta avrà!

FERRANDO, CORO
Infame pira sorgere,
Ah, sì, vedrai tra poco...
Né solo tuo supplizio
Sarà terreno foco!...
Le vampe dell'inferno
A te fina rogo eterno;
Ivi penare ed ardere
L'anima tua dovrà!

Al cenno del Conte i Soldati traggon seco Azucena. Egli entra nella sua tenda, seguito da Ferrando


SCENA V
Sala adiacente alla Cappella in Castellor, con il verone nel fondo.
Manrico, Leonora e Ruiz


LEONORA
Quale d'armi fragor poc'anzi intesi?

MANRICO
Alto è il periglio! vano
Dissimularlo fora!
Alla novella aurora
Assaliti saremo!...

LEONORA
Ahimè!... che dici!...

MANRICO
Ma de' nostri nemici
Avrem vittoria... Pari
Abbiam al loro ardir, brando e coraggio!...
a Ruiz
Tu va'; le belliche opre,
Nell'assenza mia breve, a te commetto.
Che nulla manchi!...

Ruiz parte


SCENA VI
Manrico e Leonora

LEONORA
Di qual tetra luce
Il nostro imen risplende!

MANRICO
Il presagio funesto,
Deh, sperdi, o cara!...

LEONORA
E il posso?

MANRICO
Amor... sublime amore,
In tale istante ti favelli al core.
Ah! sì, ben mio, coll'essere
Io tuo, tu mia consorte,
Avrò più l'alma intrepida,
Il braccio avrò più forte;
Ma pur se nella pagina
De' miei destini è scritto
Ch'io resti fra le vittime
Dal ferro ostil trafitto,
Fra quegli estremi aneliti
A te il pensier verrà
E solo in ciel precederti
La morte a me parrà!

Odesi il suono dell'organo della vicina cappella

A DUE
L'onda de' suoni mistici
Pura discende al cor!
Vieni; ci schiude il tempio
Gioie di casto amor.

Mentre s'avviano giubilanti al tempio, Ruiz sopraggiunge frettoloso

RUIZ
Manrico?

MANRICO
Che?

RUIZ
La zingara,
Vieni, tra ceppi mira...

MANRICO
Oh Dio!

RUIZ
Per man de' barbari
Accesa è già la pira...

MANRICO
accostandosi al verone
Oh ciel! mie membra oscillano...
Nube mi copre il ciglio!

LEONORA
Tu fremi!

MANRICO
E il deggio!... Sappilo. Io son...

LEONORA
Chi mai?

MANRICO
Suo figlio!...
Ah! vili!... il rio spettacolo
Quasi il respir m'invola...
Raduna i nostri, affrettati...
Ruiz... va... torna... vola...

Ruiz parte

Di quella pira l'orrendo foco
Tutte le fibre m'arse. avvampò!...
Empi, spegnetela, o ch'io fra poco
Col sangue vostro la spegnerò...
Era già figlio prima d'amarti,
Non può frenarmi il tuo martir.
Madre infelice, corro a salvarti,
O teco almeno corro a morir!

LEONORA
Non reggo a colpi tanto funesti...
Oh, quanto meglio sarìa morir!

Ruiz torna con Armati

RUIZ, ARMATI
All'armi, all'armi! eccone presti
A pugnar teco, teco a morir.

Manrico parte frettoloso seguito da Ruiz e dagli Armati, mentre odesi dall'interno fragor d'armi e di bellici strumenti

PARTE QUARTA - Il supplizio

SCENA I
Un'ala del palazzo dell'Aliaferia. All'angolo una torre con finestre assicurate da spranghe di ferro. Notte oscurissima.
Si avanzano due persone ammantellate: sono Ruiz e Leonora


RUIZ
sommessamente
Siam giunti; ecco la torre, ove di Stato
Gemono i prigionieri... ah, l'infelice
Ivi fu tratto!

LEONORA
Vanne,
Lasciami, né timor di me ti prenda...
Salvarlo io potrò forse.

Ruiz si allontana

Timor di me?... sicura,
Presta è la mia difesa.
I suoi occhi figgonsi ad una gemma che le fregia la mano destra
In quest'oscura
Notte ravvolta, presso a te son io,
E tu nol sai... Gemente
Aura che intorno spiri,
Deh, pietosa gli arreca i miei sospiri...
D'amor sull'ali rosee
Vanne, sospir dolente:
Del prigioniero misero
Conforta l'egra mente...
Com'aura di speranza
Aleggia in quella stanza:
Lo desta alle memorie,
Ai sogni dell'amor!
Ma deh! non dirgli, improvvido,
Le pene del mio cor!

Suona la campana dei morti

VOCI INTERNE
Miserere d'un'alma già vicina
Alla partenza che non ha ritomo!
Miserere di lei, bontà divina,
Preda non sia dell'infernal soggiorno!

LEONORA
Quel suon, quelle preci solenni, funeste,
Empiron quest'aere di cupo terror!...
Contende l'ambascia, che tutta m'investe,
Al labbro il respiro, i palpiti al cor!

Rimane assorta; dopo qualche momento scuotesi, ed è in procinto di partire, allorché viene dalla torre un gemito e quindi un mesto suono: ella si ferma

MANRICO
dalla torre
Ah, che la morte ognora
È tarda nel venir
A chi desia morir!...
Addio, Leonora!

LEONORA
Oh ciel!... sento mancarmi!

VOCI INTERNE
Miserere d'un'alma già vicina
Alla partenza che non ha ritorno!
Miserere di lei, bontà divina
Preda non sia dell'infernal soggiorno!

LEONORA
Sull'orrida torre, ah! par che la morte
Con ali di tenebre librando si va!
Ahi! forse dischiuse gli fian queste porte
Sol quando cadaver già freddo sarà!

MANRICO
dalla torre
Sconto col sangue mio
L'amor che posi in te!...
Non ti scordar di me!
Leonora, addio!

LEONORA
Di te, di te scordarmi!!...
Tu vedrai che amore in terra
Mai del mio non fu più forte;
Vinse il fato in aspra guerra,
Vincerà la stessa morte.
O col prezzo di mia vita
La tua vita io salverò,
O con te per sempre unita
Nella tomba io scenderò.


SCENA II
S'apre una porta; n'escono il Conte ed alcuni Seguaci. Leonora si pone in disparte

CONTE
Udite? Come albeggi,
La scure al figlio ed alla madre il rogo.

I Seguaci entrano nella torre

Abuso io forse del poter che pieno
In me trasmise il prence! A tal mi traggi,
Donna per me funesta!... Ov'ella è mai?
Ripreso Castellor, di lei contezza
Non ebbi, e furo ondarne
Tante ricerche e tante!
Ah! dove sei, crudele?

LEONORA
avanzandosi
A te davante.

CONTE
Qual voce!... come!... tu, donna?

LEONORA
Il vedi.

CONTE
A che venisti?

LEONORA
Egli è già presso
All'ora estrema; e tu lo chiedi?

CONTE
Osar potresti?...

LEONORA
Ah sì, per esso
Pietà dimando...

CONTE
Che! tu deliri!
Io del rival sentir pietà?

LEONORA
Clemente Nume a te l'ispiri...

CONTE
È sol vendetta mio Nume... Va.

LEONORA
Si getta disperatamente a' suoi piedi
Mira, di acerbe lagrime
Spargo al tuo piede un rio:
Non basta il pianto? svenami,
Ti bevi il sangue mio...
Calpesta il mio cadavere,
Ma salva il Trovator!

CONTE
Ah! dell'indegno rendere
Vorrei peggior la sorte:
Fra mille atroci spasimi
Centuplicar sua morte;
Più l'ami, e più terribile
Divampa il mio furor!

Vuol partire, Leonora si avviticchia ad esso

LEONORA
Conte...

CONTE
Né cessi?

LEONORA
Grazia!...

CONTE
Prezzo non havvi alcuno
Ad ottenerla... scostati...

LEONORA
Uno ve n'ha... sol uno!...
Ed io te l'offro.

CONTE
Spiegati, Qual prezzo, di'.

LEONORA
stendendo la destra con dolore
Me stessa!

CONTE
Ciel!... tu dicesti?...

LEONORA
E compiere
Saprò la mia promessa.

CONTE
È sogno il mio?

LEONORA
Dischiudimi
La via fra quelle mura...
Ch'ei m'oda... Che la vittima
Fugga, e son tua.

CONTE
Lo giura.

LEONORA
Lo giuro a Dio che l'anima
Tutta mi vede!

CONTE
Olà!
correndo all'uscio della torre. Si presenta un custode; mentre il Conte gli parla all'orecchio, Leonora sugge il veleno chiuso nell'anello

LEONORA
(M'avrai, ma fredda esanime spoglia)

CONTE
a Leonora
Colui vivrà.

LEONORA
alzando gli occhi, cui fanno velo lagrime di gioia
(Vivrà!... contende il giubilo
I detti a me, Signore...
Ma coi frequenti palpiti
Merce' ti rende il core!
Ora il mio fine impavida,
Piena di gioia attendo...
Potrò dirgli morendo:
Salvo tu sei per me!)

CONTE
Fra te che parli?... volgimi,
Volgimi il detto ancora,
O mi parrà delirio
Quanto ascoltai finora...
Tu mia!... tu mia!... ripetilo.
Il dubbio cor serena...
Ah!... ch'io lo credo appena
Udendolo da te!

LEONORA
Andiam...

CONTE
Giurasti... pensaci!

LEONORA
È sacra la mia fe'!

Entrano nella torre


SCENA III
Orrido carcere. In un canto finestra con inferriata. Porta nel fondo. Smorto fanale pendente dalla volta.
Azucena giacente sopra una specie di rozza coltre, Manrico seduto a lei dappresso


MANRICO
Madre?... non dormi?

AZUCENA
L'invocai più volte,
Ma fugge il sonno a queste luci... Prego...

MANRICO
L'aura fredda è molesta
Alle tue membra forse?

AZUCENA
No; da questa
Tomba di vivi sol fuggir vorrei,
Perché sento il respiro soffocarmi!...

MANRICO
torcendosi le mani
Fuggir!

AZUCENA
sorgendo
Non attristarti:
Far di me strazio non potranno i crudi!

MANRICO
Ah! come?

AZUCENA
Vedi?... Le sue fosche impronte
M'ha già stampato in fronte
Il dito della morte!

MANRICO
Ahi!

AZUCENA
Troveranno
Un cadavere muto, gelido!... anzi
Uno scheletro!

MANRICO
Cessa!

AZUCENA
Non odi?... gente appressa...
I carnefici son... vogliono al rogo
Trarmi!... Difendi la tua madre!

MANRICO
Alcuno,
Ti rassicura, qui non volge...

AZUCENA
senza badare a Manrico, con ispavento
Il rogo!
Parola orrenda!

MANRICO
Oh madre!... oh madre!

AZUCENA
Un giorno, turba feroce l'ava tua condusse
Al rogo... Mira la terribil vampa!
Ella n'è tocca già! già l'arso crine
Al ciel manda faville!...
Osserva le pupille
Fuor dell'orbita lor!... ahi... chi mi toglie
A spettacol sì atroce?

cadendo tutta convulsa fra le braccia di Manrico

MANRICO
Se m'ami ancor, se voce
Di figlio ha possa d'una madre in seno,
Ai terrori dell'alma
Oblìo cerca nel sonno, e posa e calma.

La conduce presso alla coltre

AZUCENA
Sì, la stanchezza m'opprime, o figlio...
Alla quîete io chiudo il ciglio...
Ma se del rogo arder si veda
L'orrida fiamma, destami allor.

MANRICO
Riposa, o madre: Iddio conceda
Men tristi immagini al tuo sopor.

AZUCENA
tra il sonno e la veglia
Ai nostri monti... ritorneremo...
L'antica pace... ivi godremo..
Tu canterai... sul tuo lîuto...
In sonno placido... io dormirò!

MANRICO
Riposa, o madre: io prono e muto
La mente al cielo rivolgerò.

Azucena si addormenta. Manrico resta genuflesso accanto a lei


SCENA ULTIMA
Si apre la porta, entra Leonora: gli anzidetti, in ultimo il Conte con seguito di Armati

MANRICO
Ciel!.. non m'inganna quel fioco lume?...

LEONORA
Son io, Manrico...

MANRICO
Oh, mia Leonora!
Ah, mi concedi, pietoso Nume,
Gioia sì grande, anzi ch'io mora?

LEONORA
Tu non morrai... vengo a salvarti...

MANRICO
Come!... a salvarmi?, fia vero!

LEONORA
Addio...
tronca ogni indugio... t'affretta... parti...

accennandogli la porta

MANRICO
E tu non vieni?

LEONORA
Restar degg'io!...

MANRICO
Restar!...

LEONORA
Deh! fuggi!...

MANRICO
No.

LEONORA
cercando di trarlo verso l'uscio
Guai se tardi!

MANRICO
No...

LEONORA
La tua vita!...

MANRICO
Io la disprezzo...
Pur figgi, o donna, in me gli sguardi!...
Da chi l'avesti?... ed a qual prezzo?...
Parlar non vuoi?... Balen tremendo!...
Dal mio rivale!... intendo... intendo!...
Ha quest'infame l'amor venduto...
Venduto un core che mi giurò!

LEONORA
Oh, come l'ira ti rende cieco!
Oh, quanto ingiusto, crudel sei meco!
T'arrendi... fuggi, o sei perduto!
Nemmeno il cielo salvar ti può!

Leonora si getta ai piedi di Manrico

AZUCENA
dormendo
Ai nostri monti... ritorneremo...
L'antica pace... ivi godremo...
Tu canterai... sul tuo liuto...
In sonno placido... io dormirò...

MANRICO
Ti scosta...

LEONORA
Non respingermi...
Vedi?... languente, oppressa, io manco...

MANRICO
Va'... ti abbomino...
Ti maledico...

LEONORA
Ah, cessa!
Non d'imprecar, di volgere
Per me la prece a Dio
È questa l'ora!

MANRICO
Un brivido
Corse nel petto mio!

LEONORA
Cade bocconi
Manrico!

MANRICO
accorrendo a sollevarla
Donna, svelami...
Narra.

LEONORA
Ho la morte in seno...

MANRICO
La morte!...

LEONORA
Ah, fu più rapida
La forza del veleno
Ch'io non pensava!...

MANRICO
Oh fulmine!

LEONORA
Senti! la mano è gelo...
toccandosi il petto
Ma qui... qui foco orribile
Arde...

MANRICO
Che festi!... o cielo!

LEONORA
Prima che d'altri vivere...
Io volli tua morir!...

MANRICO
Insano!... ed io quest'angelo
Osava maledir!

LEONORA
Più non resisto!

MANRICO
Ahi misera!...

Entra il Conte, arrestandosi sulla soglia

LEONORA
Ecco l'istante... io moro...
stringendogli la destra in segno d'addio
Manrico! Or la tua grazia...
Padre del cielo... imploro...
Prima... che... d'altri vivere...
Io volli... tua morir!

Spira

CONTE
(Ah! volle me deludere,
E per costui morir!)
additando agli armati Manrico
Sia tratto al ceppo!

MANRICO
partendo tra gli armati
Madre... oh madre, addio!

AZUCENA
destandosi
Manrico!... Ov'è mio figlio?

CONTE
A morte corre!...

AZUCENA
Ah ferma!... m'odi...

CONTE
trascinando Azucena verso la finestra
Vedi?...

AZUCENA
Cielo!

CONTE
È spento!

AZUCENA
Egli era tuo fratello!..

CONTE
Ei!... quale orror!...

AZUCENA
Sei vendicata, o madre!

CONTE
inorridito
E vivo ancor!

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