Rigoletto

Rigoletto

Libretto

Francesco Maria Piave after Victor Hugo's tragedy "Le roi s'amuse"

Premiere

11 March 1851, Venice (La Fenice)

Cast

DUKE OF MANTUA (tenor)
RIGOLETTO (baritone)
GILDA (soprano)
SPARAFUCILE (bass)
MADDALENA (contralto)
GIOVANNA (mezzo-soprano)
COUNT MONTERONE (baritone)
MARULLO (baritone)
MATTEO BORSA (tenor)
COUNT CEPRANO (bass)
COUNTESS CEPRANO (mezzo-soprano)
COURT USHER (tenor)
DUCHESS's page (mezzo-soprano)

CHORUS
gentlemen of the court, ladies, pages, halberdiers

Place

Time

16th century

Verdi, Giuseppe

Verdi, Giuseppe (Fortunino Francesco)
10.10.1813 Le Roncole, (Busseto) - 27.1.1901 Milano


Works for stage
with date/place of first performance:

Oberto Conte di San Bonifacio (17.11.1839 Milano)
Un giorno di regno [Il finto Stanislao] (5.9.1840 Milano)
Nabucodonosor [Nabucco] (9.3.1842 Milano)
I lombardi alla prima crociata (11.2.1843 Milano)
Ernani (9.3.1844 Venezia)
I due Foscari (3.11.1844 Roma)
Giovanna d'Arco (15.2.1845 Milano)
Alzira (12.8.1845 Napoli)
Attila (17.3.1846 Venezia)
Macbeth (14.3.1847 Firenze)
I masnadieri (22.7.1847 London)
Jérusalem [rev. I lombardi] (26.11.1847 Paris)
Il corsaro (25.10.1848 Trieste)
La battaglia di Legnano (27.1.1849 Roma)
Luisa Miller (8.12.1849 Napoli)
Stiffelio (16.11.1850 Trieste)
Rigoletto (11.3.1851 Venezia)
Il trovatore (19.1.1853 Roma )
La traviata (6.3.1853 Venezia)
Les Vêpres siciliennes (13.6.1855 Paris)
Giovanna de Guzman [I vespri siciliani] [rev. Les vêpres siciliennes] (26.12.1855 Parma)
Simon Boccanegra (12.3.1857 Venezia)
Aroldo [rev. Stiffelio] (16.8.1857 Rimini)
Un ballo in maschera (17.2.1859 Roma)
La forza del destino (10.11.1862 St. Peterburg)
Macbeth [rev] (19.4.1865 Paris)
Don Carlos (11.3.1867 Paris)
La forza del destino [rev] (27.2.1869 Milano)
Aida (24.12.1871 Cairo)
Don Carlo [rev. Don Carlos] (1872 Napoli)
Simon Boccanegra [rev] (24.3.1881 Milano)
La Force du destin [rev La forza del destino] (14.3.1883 Antwerpen)
Don Carlo [rev. 2 Don Carlos] (10.1.1884 Milano)
Don Carlo [rev. 3 Don Carlos] (29.12.1886 Modena)
Otello (5.2.1887 Milano)
Falstaff (9.2.1893 Milano)
rev = revised



ERSTER AKT
Erstes Bild: Der junge Herzog von Mantua, ein unbekümmerter Genussmensch, erzählt während eines Festes dem Höfling Borsa, dass er in der Kirche eine unbekannte Schöne gesehen hat, die er bald zu erobern hofft. Er kennt sie nicht, weiss aber, wo sie wohnt, und dass sie jeden Abend von einem Unbekannten besucht wird. Heute abend hat er es jedoch auf eine andere abgesehen, die Gräfin Ceprano, denn er ist, wie er unbekümmert bekennt, ein Verehrer aller schönen Frauen und will sich nicht an eine einzige binden (Questa o quella). Graf Ceprano beobachtet eifersüchtig, wie der Herzog seiner Frau den Hof macht, und wird von dem zynischen, buckligen Hofnarren Rigoletto verspottet. Der Höfling Marullo erscheint und bringt seinen Freunden eine verblüffende Neuigkeit: Rigoletto hat offenbar eine Geliebte, die er jeden Abend besucht. Der Herzog ist verstimmt, weil Ceprano allzu sorgsam über seine Gemahlin wacht; Rigoletto rät ihm, den lästigen Gatten einfach zu beseitigen. Ceprano hat die Unterhaltung mit angehört und plant mit den Höflingen seine Rache an dem allseits verhassten und gefürchteten Hofnarren. Plötzlich dringt der alte Graf Monterone in den Festsaal und wirft dem Herzog die Verführung seiner Tochter vor. Auch er wird von Rigoletto verhöhnt. Als der Herzog den lästigen Mahner festnehmen lässt, verflucht Monterone ihn und seinen Narren.
Zweites Bild: Spät in der Nacht kehrt Rigoletto zu seinem Haus zurück, das in einer Gasse hinter dem Palast des Grafen Ceprano liegt. Der Gedanke an Monterones Fluch beunruhigt ihn. Auf der Strasse spricht ihn der Bandit Sparafucile an, der ihm seine Dienste als gedungener Mörder anbietet; Rigoletto weist ihn ab, merkt sich aber seinen Namen. Er vergleicht sein Leben mit dem des Mörders: Sie beide töten, der eine mit dem Schwert, der andere mit der Zunge (Pari siamo). Der Narr klagt die Natur an, die ihn missgestaltet hat, und die Menschen, die ihn zum Bösewicht gemacht haben; doch hier in seinem Haus findet er seinen Seelenfrieden wieder.
Er verscheucht die wiederkehrende Erinnerung an den Fluch und betritt das Haus, wo ihm seine Tochter Gilda entgegenkommt, die er hier vor aller Welt verborgen hält (Figlia! Mio padre!). Sie liebt ihren Vater, leidet aber auch unter ihrem zurückgezogenen Dasein, das ihr nur gelegentliche Kirchenbesuche in Begleitung ihrer Gesellschafterin Glovanna erlaubt. Rigoletto erzählt Gilda von ihrer früh verstorbenen Mutter, die den Narren trotz seiner Hässlichkeit liebte, dann fordert er Glovanna zu erhöhter Wachsamkeit auf, da er die Höflinge und den Herzog fürchtet, die ihm die Tochter rauben würden, wenn sie von ihr erführen. Als er draussen ein Geräusch hört, eilt er hinaus; diesen Augenblick benutzt der verkleidete Herzog, der zum Haus seiner unbekannten Schönen gekommen ist, um heimlich hineinzuschlüpfen und sich Giovannas Stillschweigen mit einer Börse zu erkaufen. In seinem Versteck erfährt er, dass seine Angebetete die Tochter seines Hofnarren ist.
Rigoletto geht fort. Gilda bekennt Giovanna, dass der junge Mann, den sie in der Kirche gesehen hat, sie beeindruckt hat; als der Unbekannte nun plötzlich vor ihr steht und ihr seine Liebe beteuert, gibt sie ihm schnell nach (T'amo, t'amo). Giovanna kommt und warnt die Liebenden, da sie draussen Stimmen gehört hat. Der Herzog, der sich Gilda als mittelloser Student vorstellt, nimmt rasch Abschied. Gilda bleibt allein zurück, in träumerische Betrachtungen über den Geliebten verloren ( Gualtier Maldè… Caro nome). Sie wird von den Höflingen beobachtet, die mit Graf Ceprano maskiert hergekommen sind, um die vermeintliche Geliebte des Hofnarren zu entführen.
Von einer unerklärlichen Unruhe getrieben, kommt Rigoletto zurück. Marullo gibt sich ihm zu erkennen und behauptet, er sei mit seinen Kumpanen gekommen, um die Gräfin Ceprano zu rauben. Er gibt Rigoletto eine Maske, wobei er ihm die Augen verbindet, so dass der Narr nicht merkt, dass er die Leiter an die Gartenmauer seines eigenen Hauses hält. Die Höflinge schleppen Gilda aus dem Haus und führen sie fort; Rigoletto bleibt zurück und entdeckt zu spät, dass er betrogen wurde. Als er Gilda nicht mehr findet, glaubt er die Wirkung von Monterones Fluch zu erkennen.

ZWEITER AKT
Am folgenden Morgen irrt der Herzog voller Unruhe durch den Palast: Als er in der vorigen Nacht noch einmal spät zu Gildas Haus zurückkehrte, fand er es leer, nun beklagt er den Verlust der Geraubten (Ella mi fu rapita). Da erscheinen die Höflinge und erklären, dass sie die junge Schöne, die sie immer noch für Rigolettos Geliebte halten, entführt und in den Palast gebracht haben. Voller Freude eilt der Herzog zu ihr (Possente amor mi chiama).
Rigoletto kommt und stellt sich unbekümmert, um in Erfahrung zu bringen, wo Gilda festgehalten wird. Als ein Page der Herzogin nach dem Herzog fragt und von den Höflingen mit zweideutigen Erklärungen abgewiesen wird, sieht Rigoletto seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und fordert zunächst drohend, dann flehend die Freigabe seiner Tochter ( Cortigiani, vil razza dannata). Gilda stürzt herein und sinkt ihrem Vater in die Arme. Sie beschreibt, wie sie sich in den unbekannten jungen Mann in der Kirche verliebte (Tutte le feste). Rigoletto, der fern von der Verderbtheit des Hofes seine Tochter als Hort der Unschuld und Reinheit erhalten wollte, sieht sein Ideal zerstört und tröstet die weinende Gilda. Als er seine Tochter nach Hause bringen will, trifft er auf Monterone, der in den Kerker geführt wird ; Rigoletto beschliesst, den gekränkten Vater und sich selbst zu rächen (Sì, vendetta).

DRITTER AKT
Rigoletto hat seiner Tochter einen Monat Zeit gelassen, um den Herzog zu vergessen, aber sie liebt ihren Verführer noch immer. Nun führt ihr Vater sie zur Schenke des Banditen Sparafucile, wo sie den wahren Charakter des Herzogs erkennen soll. Durch das Fenster beobachten Rigoletto und Gilda, wie der Herzog, als Soldat verkleidet, in der Kneipe erscheint, in einem unbekümmerten Lied die Unbeständigkeit der Frauen beklagt (La donna è mobile), um gleich darauf Sparafuciles Schwester Maddalena, die ihn in diese Mörderhöhle gelockt hat, heftig den Hof zu machen. Entsetzt hört Gilda die gleichen Liebesbeteuerungen, die er einst auch ihr vortrug, während ihr Vater mit grimmiger Genugtuung zuschaut. ( Un dì, se ben rammentomi… Bella figlia del amore). Er schickt Gilda nach Hause und befiehlt ihr, in Männerkleidung nach Verona zu reisen, wo er sie morgen einholen will. Dann zahlt er Sparafucile die erste Hälfte des abgemachten Lohns und geht ebenfalls ab; um Mitternacht will er wiederkommen und die Leiche des Herzogs in Empfang nehmen.
Maddalena hat sich inzwischen in den hübschen jungen Soldaten verliebt und will ihn zum Aufbruch überreden. Da ein Gewitter im Anzug ist, bittet der Herzog um ein Obdach, und Sparafucile weist ihm eine Dachkammer an. Maddalena fleht ihren Bruder an, anstelle des jungen Mannes einen anderen zu töten und dem Buckligen zu übergeben; Gilda, die, als Mann verkleidet, heimlich zurückgekehrt ist, belauscht das Gespräch und erfährt von dem Mordplan. Da sie den Herzog trotz allem noch immer liebt, beschliesst sie, sich für ihn zu opfern. Als das Gewitter zum Ausbruch kommt, geht sie in das Haus, wo Sparafucile sie mit gezücktem Dolch erwartet.
Zur verabredeten Stunde kommt Rigoletto zurück. Sparafucile erhält die zweite Hälfte seines Lohns und liefert seinem Auftraggeber einen verhüllten menschlichen Körper aus, den Rigoletto im Fluss versenken will, als er plötzlich von ferne die Stimme des Herzogs vernimmt.
Entsetzt enthüllt er den Körper und erkennt seine Tochter, die mit letzter Kraft seine Verzeihung erbittet und in seinen Armen stirbt (V'ho ingannato… Lassù in cielo). Rigoletto erinnert sich an Monterones Fluch und bricht verzweifelt zusammen.

ACT I
Scene 1: The grand hall of the palace of the Duke of Mantua
A ball is in progress. The duke tells Borsa about a beautiful girl who has caught his eye in church, but to whom he has not spoken. His attention is caught by the appearance of the Countess Ceprano and he expounds his philosophy that all women are alike; he can give his heart to one as readily as another and constancy is a bore. His approaches to the countess are frustrated by her nervousness of her jealous husband, until the hunchbacked jester Rigoletto distracts the count and allows the duke to slip off with the countess.
In Rigoletto's temporary absence Marullo has a bit of scandal to tell: he has discovered that Rigoletto has a mistress. Rigoletto enrages Ceprano by his lack of subtlety in suggesting to the duke that he dispose of the jealous husband by cutting off his head. The courtiers are tired of Rigoletto's tricks and gibes and plan to be revenged on him.
Monterone bursts in demanding to be heard. Taunted by Rigoletto for his concern about his daughter's lost honor, he curses the duke and Rigoletto - to the superstitious horror of the latter.

Scene 2: A street with Rigoletto's house on one side and Ceprano's palace on the other
Brooding on the curse, Rigoletto is accosted by Sparafucile, a killer for hire, offering his services and (like the courtiers, thinking that Rigoletto keeps a mistress) pointing out that Rigoletto has a rival. Rigoletto dismisses him, but takes note of where he may be found if needed. He reflects that he is no better than Sparafucile, who kills with the sword, as he does with his tongue. A deformed man, forced to amuse others for his existence, he blames the duke and the court for his own wickedness.
Only in his home is he another, better man. He tenderly embraces his daughter Gilda. He evades her questions about his life and family, remembring the dead wife who had loved him despite his deformity. He tells Gilda that she is everything to him and is terrfiied when she begs to be allowed to leave the house. He summons her duenna Giovanna and instructs her to look to his daughter's safety
He goes outside to investigate a noise and the duke slips in and hides, throwing a purse to Giovanna to ensure her silence. Having found no one, Rigoletto bids his daugther farewell - to the surprise of the duke, who had been unaware that Gilda was his jester's daughter. Gilda confesses to Giovanna that she feels guilty that she has not told her father of the handsome young man she has seen at church. She muses about her love for the stranger, but is alarmed when he suddenly emerges and professes his love. He calms her fears and she admits to her love. He tells her he is a poor student called Gualtier MaldË. Hearing sounds outside he leaves and she reflects on the name of her beloved as she prepares to go to bed.
In the street the courtiers are planning her abduction. Rigoletto, unaccountably nervous, reappears and they pretend they are carrying off Countess Ceprano, enlisting his help to hold the ladder, after blindfolding him. It is only when they have broken into his house and carried off Gilda that he tears off the bandage and realises what has happened, blaming Monterone's curse for his misfortune.

ACT II
A room in the duke's palace
Like Rigoletto, the duke had gone back to the house to find Gilda gone. His concern for her convinces him that this time he is really in love. The courtiers describe their exploit to him and he soon realises it is Gilda they have carried off, and rushes to comfort her with the revelation of his true identity.
When Rigoletto comes in search of Gilda, the courtiers feign indifference. Realising that she is with the duke he first abuses the courtiers, then begs them to restore his daughter. As she emerges in a state of disarray from the duke's bedroom, he orders the courtiers to leave. Gilda tells him about the young man at church and about how she had been abducted, though making no reference to what has occurred just now. Rigoletto comforts her and promises they will leave Mantua. Monterone, led by on his way to prison, laments that the duke is still untouched by his curse. Rigoletto swears that Monterone will be avenged by him, as Gilda pleads in vain for mercy.

ACT III
A tumbledown inn in a deserted spot on the banks of the River Mincio
Rigoletto has brought Gilda to Sparafucile's dwelling in an effort to convince her that the duke, whom she still loves, is faithless. They watch as, after proclaiming his belief in the fickleness of women, he makes advances to Sparafucile's sister Maddalena, who, while pretending disbelief in his extravagant protestations, is not indifferent to him. Rigoletto sends Gilda home to change into men's clothes and set off for Verona, where he will follow her the next day. Sparafucile collects half his fee - the rest is to be paid when he hands over the duke's body at midnight.
Gilda returns as a storm begins, and listens as Maddalena pleads with her brother to spare the duke - even insulting his professional pride by suggesting he murder his client, Rigoletto, instead. He agrees that if anyone arrives before midnight he will kill him instead, and Gilda determines to sacrifice herself for the duke. She knocks on the door, is killed and her body thrust into a sack and handed to Rigoletto when he returns.
Refusing Sparafucile's offer of help, Rigoletto exults in his revenge, only to hear the duke singing in the distance as he leaves. Tearing open the sack, he discovers Gilda on the point of death. She begs his forgiveness for disobeying him, explaining that she is dying to save the duke. Promising to pray for him in heaven with her mother, she dies, leaving Rigoletto to the realisation that the curse has been fulfilled.
ACTE I
Bien que nouvellement amoureux, le duc de Mantoue (ténor) vante l'infidélité (Questa o quella). Le bouffon de sa cour, Rigoletto (baryton), raille le vieux Monterone (basse), venu réclamer sa fille séduite par le duc. Monterone lance sa malédiction sur Rigoletto. Le spadassin Sparafucile (basse) propose ses services au bouffon, car un homme rôde autour de la jeune fille qu'il protège. Rigoletto médite sur sa double condition de bouffon et de père torturé (Pari siamo), car cette jeune fille qu'il semble cacher - une liaison amoureuse, pensent les courtisans - est en réalité sa propre fille Gilda, qu'il tente de préserver de tout contact avec un monde dont il connaît trop la vilenie.
Rigoletto retrouve Gilda (soprano) (duo: Figlia! Moi padre) et recommande la prudence à la duègne Giovanna. Mais Gilda est rejointe par l'inconnu qu'elle aime (duo: E il sol dell'anima), qui se présente comme l'étudiant Gualtier Maldé, mais qui est en fait le duc. Restée seule, elle chante son amour (Caro nome), mais elle est enlevée par les courtisans, qui veulent ainsi se venger des railleries du bouffon.

ACTE II
En son palais, le duc se désespère de la disparition de Gilda (Ella me fu rapita… Parmi veder le lagrime). Les courtisans lui révèlent que la jeune fille, enlevée, est là, au palais. Le duc se promet de consoler ses pleurs et de la convaincre de son amour sincère (Possente amor). Rigoletto invective les courtisans (Corteggiani, vil razza dannata). Gilda est rendue a son père et lui avoue l'amour qui est né peu a peu entre elle et "l'étudiant" (Tutte le feste al tempio). Monterone, pour avoir bavé le duc, est mené en forteresse. Rigoletto jure d'être son vengeur
(duo Rigoletto-Gilda: (Si, vendetta).

ACTE III
Une auberge sur les bords du fleuve. Payé pour ce faire par Rigoletto, Sparafucile a attiré en ces lieux le duc grâce aux attraits de sa soeur Maddalena (mezzo-soprano). Le duc chante des couplets sur l'inconstance (La donna è mobile) et lutine Maddalena, sans se savoir epié par Gilda et Rigoletto (quatuor: Bella figlia dell'amore). Gilda, comprenant que son père a décidé la mort de celui qu'elle aime, s'offre à sa place en victimes aux coups de Sparafucile. Dans le sac que lui remet le spadassin, Rigoletto découvre sa fille mourante (duo: Lassù in cielo) et s'effondre en songeant à la malédiction de Monterone.
ATTO PRIMO
Il duca corteggia la contessa di Ceprano, ma l’attira anche una fanciulla che vede ogni domenica quando si reca, in incognito, in chiesa. Comunque le donne sono, per lui, tutte da conquistare, purché avvenenti (ballata “Questa o quella”). Il gobbo Rigoletto, buffone di corte, provoca il conte di Ceprano, e i cortigiani meditano di punire la sua insolenza. Sopravviene il conte di Monterone, al quale il duca ha sedotto la figlia; Rigoletto lo sberteggia e Monterone lo maledice. La successiva scena presenta la casa, molto appartata, di Rigoletto. È notte e Rigoletto è avvicinato da Sparafucile, un sicario disposto a servirlo in caso di bisogno. Rigoletto, rimasto solo, confronta la propria arma (la lingua beffarda) con l’arma di Sparafucile, che è la spada (“Pari siamo”), ma la maledizione di Monterone l’ha turbato. Nella sua casa vive la figlia Gilda, custodita dalla domestica Giovanna. L’incontro tra Gilda e Rigoletto è tenerissimo, ma la giovane vorrebbe sapere chi è stata sua madre. Una donna simile a un angelo, risponde Rigoletto, prematuramente morta (“Deh, non parlare al misero”, che diviene duetto con la replica di Gilda “Oh, quanto dolor”). Rigoletto raccomanda poi a Giovanna di vegliare su Gilda (“Ah, veglia o donna questo fior”), ma proprio Giovanna, non appena Rigoletto s’allontana, consente al duca, che si è travestito, di entrare in casa e di presentarsi a Gilda come Gualtier Maldé, il misero studente che la segue in chiesa ogni domenica e di cui la fanciulla, pur senza sapere chi sia, si è innamorata. Un duetto iniziato dal duca (“È il sol dell’anima”) è interrotto dai passi di un gruppo di cortigiani, ma poi concluso dal Vivacissimo “Addio, addio, speranza ed anima”. Rimasta sola, Gilda esprime il proprio amore per colui che crede essere uno studente (“Caro nome”). Il gruppo dei cortigiani, che si propongono di rapirla ritenendola amante di Rigoletto, è sorpreso dall’arrivo del buffone, che rincasa senza egli stesso sapere perché. Nel buio, Borsa fa credere a Rigoletto che egli e i suoi compagni intendono rapire la moglie del conte di Ceprano, il cui palazzo si trova nelle vicinanze. Rigoletto viene bendato giacché tutti – gli si dice – sono mascherati, e i cortigiani rapiscono Gilda (“Zitti, zitti, moviamo a vendetta”). Rigoletto, rimasto solo, si avvede della beffa: gli torna alla mente la maledizione di Monterone e perde i sensi.

ATTO SECONDO
In una sala del palazzo ducale. Il duca è turbato perché, tornato di notte nella casa di Rigoletto, non ha più trovato Gilda (“Ella mi fu rapita”); medita di vendicarsi, ma pensa soprattutto al dolore e al terrore di Gilda (“Parmi veder le lacrime”). Entrano i cortigiani, e gli annunciano d’aver rapito l’amante di Rigoletto (“Scorrendo uniti remota via”). Appreso che Gilda è stata condotta nel suo palazzo, il duca corre esultante a raggiungerla (“Possente amor mi chiama”). Sopravviene Rigoletto: simula dapprima indifferenza, poi inveisce contro i cortigiani (“Cortigiani, vil razza dannata”); invoca infine la loro pietà, e li scaccia quando è raggiunto da Gilda, che gli narra come abbia conosciuto il duca (“Tutte le feste al tempio”) e come da lui sia stata ingannata e ora oltraggiata. Rigoletto cerca di confortarla ma, alla vista di Monterone che è condotto in carcere, decide di vendicare il vecchio conte e se stesso (“Sì, vendetta, tremenda vendetta”), mentre Gilda invoca pietà per colui che le ha fatto del male.

ATTO TERZO
In riva al Mincio, nottetempo, nella locanda di Sparafucile, dove Maddalena, sorella del sicario, ha attirato il duca, che in incognito la corteggia. Lì giunge anche Rigoletto con Gilda, che indossa abiti maschili e che verrà fatta partire per Verona; prima dovrà però constatare come il duca le sia infedele. Il duca, che si è travestito da ufficiale di cavalleria, canta un’aria sulla volubilità delle donne (“La donna è mobile”); quindi dà inizio a un quartetto con Gilda, Maddalena e Rigoletto, che culmina nell’Andante “Bella figlia dell’amore”. Mentre Maddalena si beffa delle profferte del suo corteggiatore, Gilda ricorda con amarezza le parole lusingatrici che il duca le aveva rivolto; Rigoletto la esorta a dimenticare. Gilda parte, e Rigoletto anticipa a Sparafucile dieci scudi, promettendone altrettanti quando gli sarà consegnato, chiuso in un sacco, il cadavere del corteggiatore di Maddalena. Maddalena, tuttavia (mentre inizia un uragano, alla cui descrizione partecipano vocalizzando a bocca chiusa le voci maschili del coro), chiede a Spararucile di non uccidere l’avvenente giovane (ossia il duca), che nel frattempo si è disteso su un letto trovato nel granaio e che, prima di addormentarsi, accenna qualche frase di “La donna è mobile”; nel frattempo, Maddalena ha convinto il fratello a risparmiare il giovane ufficiale. Sparafucile ucciderà, invece, il primo viandante che chiederà ospitalità nella locanda e ne consegnerà il corpo, chiuso in un sacco, a Rigoletto. Ma il primo viandante è Gilda che, spinta dall’amore per il duca, è tornata alla locanda e decide di morire per lui, dopo aver ascoltato quanto Sparafucile e Maddalena hanno convenuto. Viene infatti pugnalata, e quando Rigoletto aprirà, fuori dell’osteria, il sacco consegnatogli da Sparafucile, troverà il corpo dell’agonizzante figlia. Mentre il duca si allontana cantando la beffarda melodia di “La donna è mobile”, Gilda muore, dopo aver chiesto al disperato Rigoletto il perdono per sé e per il suo seduttore.


Personen:
DER HERZOG VON MANTUA (Tenor)
RIGOLETTO, sein Hofnarr (Bariton)
GILDA, dessen Tochter (Sopran)
SPARAFUCILE, ein Bravo (Bass)
MADDALENA, seine Schwester (Alt)
GIOVANNA, Gildas Gouvernante (Mezzosopran)
DER GRAF VON MONTERONE (Bariton)
MARULLO, Kavalier (Bariton)
BORSA MATTEO, Höfling (Tenor)
DER GRAF VON CEPRANO (Bass)
DIE GRÄFIN, seine Gemahlin (Mezzosopran)
EIN GERICHTSDIENER (Tenor)
EIN PAGE der Herzogin (Mezzosopran)

Kavaliere und Hofdamen, Pagen, Soldaten



ERSTER AKT

Nr. 1 - Orchestervorspiel

Prächtiger Saal im herzoglichen Palast. Im Hintergrund Türen zu anderen Sälen, die prunkvoll hell erleuchtet sind.
Viele Kavaliere und Hofdamen in prächtigen Kostümen im Hintergrund. Pagen kommen und gehen. Das Fest ist im vollen Gange. Aus der Ferne Musik und ab und zu schallendes Gelächter


ERSTE SZENE
Der Herzog und Borsa, die durch eine Tür im Hintergrund eintreten.

Nr. 2 - Introduktion

HERZOG
Mit meinem schönen unbekannten Bürgermädchen
will ich das Abenteuer zu Ende bringen.

BORSA
Mit einem Mädchen, das Ihr in der Kirche seht?

HERZOG
Seit drei Monaten an jedem Feiertag.

BORSA.
Wo ist sie Zuhause?

HERZOG
In einer abgelegenen Gasse;
ein geheimnisvoller Mann geht jede Nacht dort hinein.

BORSA
Und weiss sie, wer ihr Liebhaber ist?

HERZOG
Sie weiss es nicht.

Eine Gruppe von Hofdamen und Kavalieren durchquert den Saal.

BORSA
Wie viele schöne Frauen! ... Seht nur.

HERZOG
Cepranos Frau übertrifft sie alle.

BORSA
Möge der Graf Euch nicht hören, Herzog ...
Leise.

HERZOG
Was geht mich das an?

BORSA
Er könnte es einer anderen sagen

HERZOG
Für mich wäre das gewiss kein Unglück.

Nr. 3 - Arie

HERZOG
Ob diese oder jene, sie alle sind für mich gleich
so vielen anderen, die ich um mich sehe.
Die Herrschaft über mein Herz vergebe ich
weder an die eine noch an die andere Schönheit.

Ihre Anmut ist wie eine Gabe,
mit der das Schicksal ihr Leben schmückt.
Wenn mir heute diese gefällig ist,
wird es vielleicht morgen eine andere sein.

Die Treue, Tyrannin des Herzens,
verabscheuen wir wie eine grausame Krankheit,
nur wer will, soll treu bleiben;
es gibt keine Liebe ohne Freiheit.

Über die eifersüchtige Raserei der Ehemänner,
über das Toben der Liebhaber lache ich,
auch trotze ich den hundert Augen des Argos,
wenn mich irgendeine Schönheit reizt.


ZWEITE SZENE
Die Vorigen. Von weitem folgt der Graf von Ceprano seiner Frau, um die sich ein Kavalier bemüht. Damen und Herren treten von verschiedenen Seiten auf

Nr. 4 - Menuett

HERZOG
zu Cepranos Frau, der er sehr galant entgegengeht
Geht Ihr? ... Grausame!

GRÄFIN
Ich muss meinem Mann nach Ceprano folgen.

HERZOG
Am Hof muss aber
solch ein Stern wie eine Sonne glänzen.
Für Euch soll jeder hier beben.
Durch Euch berauscht, erobert, zerstört die starke Flamme
der Liebe schon mein Herz.
Küsst mit Leidenschaft ihre Hand.

GRÄFIN
Beruhigt Euch.

HERZOG
Nein.
Gibt ihr den Arm und geht mit ihr ab.


DRITTE SZENE
Die Vorigen. Rigoletto geht zum Herrn von Ceprano; dann Höflinge.

RIGOLETTO
Woran denken Sie,
Herr von Ceprano?

CEPRANO
macht eine ungeduldige Geste und folgt dem Herzog.

RIGOLETTO
zu den Höflingen
Er prustet, seht ihr?

CHOR
Welch ein Fest!

RIGOLETTO
Oh, ja ...

BORSA
Auch der Herzog amüsiert sich hier! ...
Ist es nicht immer so? Was für neue Entdeckungen!
Das Spiel und der Wein, die Feste, der Tanz,
Schlachten, Festmähler, alles gefällt ihm.
Nun macht er sich an die Belagerung der Gräfin,
und unterdessen geht ihr Mann bebend fort.
Ab.


VIERTE SZENE
Die Vorigen; Marullo eilt herbei.

Nr. 5 - Perigourdine
(alter französischer Rundtanz, hier im 6/8-Takt.)

MARULLO
Eine grosse Neuigkeit! Eine grosse Neuigkeit!

CHOR
Was gibt es? Sprecht!

MARULLO
Darüber werdet Ihr staunen ...

CHOR
Erzählt, erzählt

MARULLO
Haha! Rigoletto

CHOR
Nun also?

MARULLO
Ein ungeheures Ereignis!

CHOR
Hat er seinen Buckel verloren? Ist er nicht mehr verwachsen?

MARULLO
Noch seltsamer ist die Sache!
Der Verrückte hat…

CHOR
Nun, was denn?

MARULLO
Eine Geliebte .

CHOR
Eine Geliebte! Wer's glaubt?

MARULLO
Der Bucklige hat sich nun in Cupido verwandelt!

CHOR
Dieses Monster als Cupido! ... Seliger Cupido!


FÜNFTE SZENE
Die Vorigen und der Herzog in Begleitung von Rigoletto und später Ceprano.

HERZOG
zu Rigoletto
Ach, so lästig wie Ceprano ist mir kein anderer ... Seine liebe Frau ist ein Engel für mich!

RIGOLETTO
Entführt sie.

HERZOG
Leicht gesagt; aber wie es in die Tat umsetzen?

RIGOLETTO
Heute abend noch.

HERZOG
Vergisst du nicht den Grafen?

RIGOLETTO
Gibt es nicht das Gefängnis?

HERZOG
Ach nein.

RIGOLETTO
Nun denn ... man verbannt ihn.

HERZOG
Auch nicht, du Narr.

RIGOLETTO
Also den Kopf ...
Macht die Geste des Kopfabschlagens.

CEPRANO
für sich
Oh, diese schwarze Seele!

HERZOG.
Was sagt dieser Kopf? ...
Klopft dem Grafen auf die Schulter

RIGOLETTO
Es ist nur natürlich.
Was soll man mit solch einem Kopf machen? ... Was ist er wert?

CEPRANO.
Schurke!
Greift wütend zum Schwert.

HERZOG
zu Ceprano
Haltet ein ...

RIGOLETTO
Er bringt mich zum Lachen.

CHOR
untereinander
Er ist in Zorn geraten!

HERZOG
zu Rigoletto
Narr, komm her.
Ach, immer treibst du den Scherz zum Äussersten,
der Zorn, den du herausforderst, könnte dich treffen.

RIGOLETTO
Was soll mich treffen? Ich fürchte mich nicht,
einen Schützling des Herzogs wird niemand anrühren.

CEPRANO
beiseite zu den Höflingen
Die Rache des Verrückten ...

CHOR
Wer von uns hegt
wegen seines üblen Treibens keinen Groll gegen ihn?

CEPRANO
Rache!

CHOR
Aber wie?

CEPRANO
Wer Mut hat,
soll morgen bewaffnet zu mir kommen.

ALLE
Ja.

CEPRANO
Bei Nacht.

ALLE
So wird es sein.
Die Tänzer dringen in den Saal ein.

ALLE
Alles ist Lust, alles ist ein Fest
Alles lädt uns ein zum Genuss!
Oh, schaut, scheint dies jetzt nicht
der Palast der Freude selbst zu sein?


SECHSTE SZENE
Die Vorigen und Graf Monterone.

Nr. 6 - Stretta

MONTERONE
hinter der Bühne
Ich möchte ihn sprechen.

HERZOG
Nein.

MONTERONE
tritt auf
Ich verlange es.

ALLE
Monterone!

MONTERONE
richtet den Blick mit edlem Stolz auf den Herzog
Ja, Monterone ... gleich einem Donner wird meine Stimme
Euch überall erschüttern ...

RIGOLETTO
zum Herzog
Ich möchte ihn sprechen.
Er tritt gravitätisch-komisch vor
Ihr habt Euch gegen uns verschworen, Herr,
und wir, wahrhaft milde, haben Euch verziehen…
Was für eine Raserei ergreift Euch jetzt, zu jeder Stunde
nach der Ehre Eurer Tochter zu rufen?

MONTERONE
schaut Rigoletto mit verächtlichem Zorn an
Eine neue Beleidigung! ... Ja, Eure Orgien werde ich stören.
zum Herzog
Ich werde kommen, um zu schreien,
solange ich sehe, dass die entsetzliche Beleidigung
meiner Familie ungerächt bleibt.
Und wenn Ihr mich dem Henker ausliefert,
werdet Ihr mich als ein fürchterliches Gespenst wiedersehen,
das in der Hand seinen Schädel trägt
und Rache von Gott und der Welt verlangt.

HERZOG
Nicht weiter, verhaftet ihn.

RIGOLETTO
Er ist verrückt!

CHOR
Was für Reden!

MONTERONE
zum Herzog und Rigoletto
Oh, seid beide verflucht.
Den Hund gegen den sterbenden Löwen zu hetzen
ist feige, o Herzog ... und du Schlange
zu Rigoletto
der du über den Schmerz eines Vaters lachst,
du seist verflucht!

RIGOLETTO
beiseite, betroffen
Was höre ich! Wie grässlich!

ALLE
ausser Rigoletto
O du Vermessener, der du das Fest gestört hast,
von einem Dämon der Hölle wurdest du hierher geführt;
vergeblich ist jedes Wort, entferne dich von hier,
geh, zittere, o Greis, vor dem Zorn des Herrschers.
Du hast ihn hervorgerufen, es gibt keine Hoffnung mehr,
diese Stunde war verhängnisvoll für dich.

Monterone geht zwischen zwei Soldaten ab: alle anderen folgen dem Herzog in ein anderes Zimmer.

Der Vorhang fällt für einen Augenblick, um den Szenenwechsel zu ermöglichen.



SIEBENTE SZENE

Das öde Ende einer Sackgasse. Links ein hübsches Haus mit einem kleinen, von Mauern umgebenen Hof.
Im Hof ein grosser hoher Baum und eine Bank aus Marmor; in der Mauer eine Tür, die zur Strasse führt, oberhalb der Mauer ein begehbarer Balkon auf Arkaden.
Die Tür im ersten Stock führt auf den Balkon.
Rechts der Gasse ist die sehr hohe Mauer des Gartens und ein Flügel des Palastes von Ceprano. Es ist Nacht.
Rigoletto, in seinen Mantel gehüllt. Sparafucile, der ein langes Schwert unter dem Mantel trägt, folgt ihm.


Nr. 7 - Duett

RIGOLETTO
beiseite
Jener Greis hat mich verflucht!

SPARFUCILE
Mein Herr? ...

RIGOLETTO
Geh, ich habe nichts.

SPARAFUCILE
Und ich habe nichts verlangt ... vor Euch
steht ein Mann des Schwertes.

RIGOLETTO
Ein Räuber?

SPARAFUCILE
Ein Mann, der einen für wenig Geld
von einem Rivalen befreit,
und Ihr habt deren einige ...

RIGOLETTO
Welcher Art?

SPARAFUCILE.
Eure Frau ist dort.

RIGOLETTO
beiseite
Was höre ich!
Laut.
Und wieviel müsste ich für einen Edelmann ausgeben?

SPARAFUCILE
Einen höheren Preis möchte ich ...

RIGOLETTO
Wie bezahlt man gewöhnlich?

SPARAFUCILE
Eine Hälfte im voraus,
den Rest gibt man hinterher.

RIGOLETTO
beiseite
Teufel!
laut
Wie kannst du so sicher arbeiten?

SPARAFUCILE
Ich pflege in der Stadt zu morden
oder unter meinem eigenen Dach.
Abends warte ich auf den Mann ...
Ein Stoss,.und er stirbt.

RIGOLETTO
Und wie im Hause?

SPARAFUCILE
Das ist leicht ...
Meine Schwester hilft mir . ..
sie tanzt auf den Strassen ... sie ist schön ...
sie lockt an, wen ich will ... und dann ...

RIGOLETTO
Ich verstehe ...

SPARAFUCILE
Ohne Lärm ...
Dies ist mein Werkzeug.
Zeigt sein Schwert.
Braucht Ihr es?

RIGOLETTO
Im Augenblick ... nein . . .

SPARAFUCILE
Um so schlimmer für Euch...

RIGOLETTO
Wer weiss?

SPARAFUCILE.
Ich nenne mich Sparafucile ...

RIGOLETTO
Ein Fremder? ...

SPARAFUCILE
Burgunder ...
will abgehen

RIGOLETTO
Und wo bei Bedarf?

SPARAFUCILE.
Abends immer hier.

RIGOLETTO
Geh!
Sparafucile geht ab.


ACHTE SZENE
Rigoletto schaut Sparafucile nach.

Rezitativ

RIGOLETTO
Wir sind uns ähnlich! Ich habe die Zunge, er hat den Dolch;
Ich bin der Mann, der lacht, er jener, der auslöscht!
Jener Greis hat mich verflucht!
O Menschen! O Natur!
Zum feigen Verbrecher habt Ihr mich gemacht.
O Wut! Missgestaltet zu sein! . . . Narr zu sein!
Nichts anderes müssen, nichts anderes können als lachen!
Das Erbe jedes Menschen ist mir genommen das Weinen!
Mein Herr da,jung, heiter, so mächtig, schön,
sagt, wenn er döst, zu mir:
bring mich zum Lachen, Narr
ich muss mich dazu zwingen und es tun! … Oh, verdammt!
Hass über Euch, höhnische Höflinge!
Wieviel Freude bereitet es mir, Euch zu verspotten!
Wenn ich schändlich bin, ist es nur Euretwegen
aber ich verwandle mich hier in einen anderen Mann!
Jener Greis hat mich verflucht! Warum beunruhigt
dieser Gedanke mich unaufhörlich?
Wird mich ein Unglück treffen? Ach nein, das ist Unsinn.

Schliesst auf und tritt in den Hof


NEUNTE SZENE
Der Vorige; Gilda kommt aus dem Haus und wirft sich ihm in die Arme.

Nr. 8 - Duett

RIGOLETTO
Tochter

GILDA
Mein Vater!

RIGOLETTO
Nur bei dir
findet mein bedrücktes Herz Freude.

GILDA
Oh, wieviel Liebe!

RIGOLETTO
Du bist mein Leben!
Was bliebe mir auf der Erde ohne Dich!
Seufzt.

GILDA
Ihr seufzt! ... Was bedrückt Euch so sehr?
Sagt es Eurer armen Tochter ...
Wenn es ein Geheimnis gibt ... ihr sei es enthüllt ...
Sie soll ihre Familie kennen.

RIGOLETTO
Du hast keine ...

GILDA
Wie heisst ihr?

RIGOLETTO
Was liegt Dir daran?

GILDA
Wenn Ihr mir nicht
von Euch erzählen wollt ...

RIGOLETTO
unterbricht sie
Geh niemals aus dem Haus.

GILDA
Ich gehe nur zur Kirche.

RIGOLETTO
Daran tust du gut.

GILDA
Wenn schon nicht Euren Namen, dann lasst mich
wenigstens erfahren, wer meine Mutter ist.

RIGOLETTO
Ach, sprich zu einem Unglücklichen nicht
von seinem verlorenen Gut ...
Jener Engel ... sie hatte
Erbarmen mit meinen Leiden ...
Ich war allein, verwachsen, arm
sie liebte mich aus Mitleid.

Sie starb ... die Erde mag
jenes geliebte Haupt sanft bedecken ..
Du allein bleibst jetzt dem Armen ...
Oh, Gott sei gedankt! ...
Schluchzend.

GILDA
Wieviel Schmerz! ... Was kann
solch ein bitteres Weinen erregen?

Vater, hört auf, beruhigt Euch ...
Dieser Anblick quält mich ...
sagt mir Euren Namen,
den Schmerz, der Euch so traurig macht ...

RIGOLETTO
Wozu meinen Namen nennen? ... Es ist nicht notwendig
Ich bin dein Vater, das genügt ...
Man fürchtet mich vielleicht auf der Welt,
vielleicht grollt mir jemand,
andere verfluchen mich ...

GILDA
Habt Ihr denn keine
Heimat, Verwandte, Freunde?

RIGOLETTO
Heimat! ... Verwandte! ... Sagst Du?
Glaube, Familie, Heimat
mit grosser Herzlichkeit
mein Weltall ist in Dir!

GILDA
Ach, wenn Euch das glücklich machen kann,
ist das Leben eine Freude für mich!
Schon vor drei Monaten bin ich hierher gekommen,
und habe noch nichts von der Stadt gesehen;
wenn Ihr es erlaubt, könnte ich das jetzt tun ...

RIGOLETTO
Niemals! ... Niemals! ... Sag mir, bist Du je ausgegangen?

GILDA
Nein.

RIGOLETTO
Wehe!

GILDA
beiseite
Was sagte ich!

RIGOLETTO
Hüte Dich davor!
beiseite
Man könnte ihr folgen, sie sogar entführen!
Hier entehrt man die Tochter
eines Narren und lacht darüber ... wie schrecklich!
Laut; zum Haus hin.
Heda!


ZEHNTE SZENE
Die Vorigen und Giovanna vom Haus her

Nr. 9 - Szene und Duett

GIOVANNA
Herr?

RIGOLETTO
Wenn ich komme, beobachtet mich da jemand?
Gib acht, sag die Wahrheit ...

GIOVANNA
Ach nein, niemand.

RIGOLETTO
Gut ... die Tür, die zur Bastion führt, ist immer geschlossen?

GIOVANNA
Sie war's und wird es bleiben.

RIGOLETTO
Wache, o Frau, über diese Blume,
zu Giovanna
die ich Dir unschuldig anvertraute
Wache, aufmerksam, und möge es nie geschehen,
dass sich ihre Reinheit trübt.

Du sollst sie vor dem Wüten der Winde,
die andere Blumen geknickt haben,
beschützen und sie unbefleckt
dem Vater wiedergeben.

GILDA
Wieviel Liebe! ... Was für Sorgen!
Mein Vater, was fürchtet Ihr?
Dort oben im Himmel, bei Gott
wacht ein schützender Engel.

Das heilige Gebet meiner Mutter
wendet das Unglück von uns ab.
Sie wird niemals ausgerissen oder abgebrochen werden,
diese Blume, die Euch lieb ist.


ELFTE SZENE
Die Vorigen und der Herzog in bürgerlicher Kleidung von der Strasse her

RIGOLETTO
Jemand ist draussen ...
Er öffnet die Hoftür; während er hinausgeht, um auf die Strasse zu schauen, schleicht sich der Herzog heimlich in den Hof und versteckt sich hinter dem Baum. Indem er Giovanna eine Geldbörse zuwirft, bringt er sie zum Schweigen.

GILDA
Himmel!
Immer neue Verdächtigungen ...

RIGOLETTO
kommt zu Giovanna zurück
Ist Euch einmal irgend jemand zur Kirche gefolgt?

GIOVANNA
Niemals.

HERZOG
beiseite
Rigoletto!

RIGOLETTO
Wenn hier am Tor geklopft wird,
hütet Euch, aufzumachen ...

GIOVANNA
Nicht einmal dem Herzog ...

RIGOLETTO
Ihm noch weniger als allen anderen ... Meine Tochter, leb wohl.

HERZOG
beiseite
Seine Tochter!

GILDA
Leb wohl, mein Vater.
Sie umarmen sich. Rigoletto geht und schliesst die Tür hinter sich ab.


ZWÖLFTE SZENE
Gilda, Giovanna, der Herzog im Hof, dann Ceprano und Borsa zu gegebener Zeit auf der Gasse.

Nr. 10 - Szene und Duett

GILDA
Giovanna, ich habe Gewissensbisse ...

GIOVANNA
Warum denn?

GILDA
Ich habe verschwiegen, dass ein junger Mann uns zur Kirche gefolgt ist.

GIOVANNA
Wozu es ihm sagen? ... Hasst Ihr denn
diesen jungen Mann?

GILDA
Nein, nein, er ist zu schön und liebenswürdig…

GIOVANNA
Und er scheint grosszügig und ein vornehmer Herr zu sein.

GILDA
Ich möchte ihn weder als Edelmann noch als Fürsten;
ich fühle, dass ich ihn arm noch mehr lieben würde.
Träumend oder wach, immer wieder rufe ich ihn
und die Seele im Taumel der Leidenschaft sagt ihm, ich lie...

HERZOG
tritt plötzlich vor, macht Giovanna ein Zeichen, zu gehen, kniet vor Gilda nieder und beendet den Satz
Ich liebe dich!
Ich liebe dich, wiederhole solch ein liebes Wort,
und öffne mir einen reinen Himmel des Glücks!

GILDA
Giovanna? ... Ach, ich Arme! Ist keiner mehr da,
der mir hier antwortet? ... O Gott ... Niemand! ...

HERZOG
Ich bin es mit meiner Seele, der dir antwortet ...
Ach, zwei, die sich lieben, sind eine ganze Welt! ...

GILDA
Wer denn, wer hat Euch zu mir geschickt?

HERZOG
Ob ein Engel oder ein Dämon, was liegt dir daran? Ich liebe dich ...

GILDA
Geht weg!

HERZOG
Weggehen! ... Jetzt! ...
Jetzt, wo ein Feuer die Liebe entzündet ...
Ach, unzertrennlich hat der Gott der Liebe
dein Schicksal, o Jungfrau, an meines geknüpft!

Die Sonne der Seele, das Leben ist die Liebe,
ihre Stimme ist unser Herzschlag ...
und Ruhm und Ehre, Macht und Thron
sind hier irdische, eitle Dinge.

Nur eines ist einzig und göttlich:
die Liebe, die uns an die Engel heranreichen lässt!
Also lieben wir uns, himmlische Frau,
alle Männer werden mich deinetwegen beneiden.

GILDA
beiseite
Ach, das sind die zärtlichen Stimmen aus meinen
jungfräulichen Träumen, die mir so lieb sind!

HERZOG
Ach, sag mir noch einmal, dass du mich liebst

GILDA
Ihr habt es gehört.

HERZOG
Oh, ich Glücklicher!

GILDA
Sagt mir Euren Namen ...
ist es mir nicht erlaubt, ihn zu kennen?

CEPRANO
zu Borsa von der Strasse
Hier ist der Ort ...

HERZOG
denkt nach
Ich heisse…

BORSA
zu Ceprano, sie gehen ab
Gut ...

HERZOG
Gualtier Maldé ...
ich bin Student ... und arm ...

GIOVANNA
kommt erschrocken zurück
Man hört draussen Schritte ...

GILDA
Vielleicht mein Vater ...

HERZOG
beiseite
Ach, wenn ich den Verräter,
packen könnte
der mich so stört!

GILDA
zu Giovanna
Führe ihn von hier zur Bastion ... geht ...

HERZOG
Sag, wirst Du mich lieben?

GILDA
Und Ihr?

HERZOG
Das ganze Leben ... dann ...

GILDA
Nicht weiter , nicht weiter - geht!

BEIDE
Leb wohl Hoffnung und Seele
sollst Du allein für mich sein.
Leb wohl ... unveränderlich soll
meine Liebe zu Dir lebendig bleiben.

Der Herzog, von Giovanna begleitet, tritt ins Haus. Gilda bleibt stehen, den Blick auf die Tür gerichtet, durch die er fortgegangen ist.


DREIZEHNTE SZENE
Gilda.

Nr. 11 - Arie

GILDA
Gualtier Maldè ... sein so sehr geliebter Name,
präge dich ein in das verliebte Herz!

Teurer Name, der du mein Herz
als erster zum Pochen brachtest,
an die Wonnen der Liebe
sollst du mich stets erinnern!
In Gedanken soll mein Begehren
jederzeit zu Dir fliegen,
und auch mein letzter Seufzer,
teurer Name, soll dir gelten.

Sie geht ins Haus und erscheint mit einer Öllampe auf dem Balkon, um den vermeintlichen Gualtier - von dort aus noch einmal zu sehen, der, wie anzunehmen ist, auf der anderen Seite abgegangen ist.


VIERZEHNTE SZENE
Marullo, Ceprano, Borsa, bewaffnete und maskierte Höflinge von der Gasse her. Gilda auf dem Balkon, die sofort hineingeht.

BORSA
zeigt dem Chor Gilda
Sie ist dort.

CEPRANO
Schaut sie an ...

CHOR
Oh, wie schön sie ist!

MARULLO
Sie gleicht einer Fee oder einem Engel.

CHOR
Das ist die Geliebte von Rigoletto!


FÜNFZEHNTE SZENE
Die Vorigen und Rigoletto, ganz in Gedanken versunken.

Nr. 12 - Erstes Finale

RIGOLETTO
beiseite
Ich komme zurück! ... Warum?

BORSA
Ruhe ... an die Arbeit ... achtet auf mich.

RIGOLETTO
beiseite
Ach, von jenem Greis wurde ich verflucht!
Stösst mit Borsa zusammen; laut.
Wer ist da?

BORSA
zu seinen Gefährten
Schweigt ... es ist Rigoletto.

CEPRANO
Doppelter Erfolg! Wir werden ihn umbringen

BORSA
Nein, damit wir morgen mehr zu lachen haben

MARULLO
Jetzt bringe ich alles in Ordnung ...

RIGOLETTO
beiseite
Wer spricht hier?

MARULLO
He, Rigoletto? ... Sag?

RIGOLETTO
mit furchtbarer Stimme
Wer ist da?

MARULLO.
Friss uns nicht! ... Ich bin ...

RIGOLETTO
Wer?

MARULLO
Marullo.

RIGOLETTO
In solch einer Dunkelheit sieht man nichts.

MARULLO
Eine lustige Sache hat uns hierher geführt
wir wollen Cepranos Frau entführen.

RIGOLETTO
beiseite
Oh! Ich atme auf
laut
Aber wie sich Eintritt verschaffen?

MARULLO
leise zu Ceprano
Euer Schlüssel?
zu Rigoletto
Sei unbesorgt,
es wird uns ein Trick einfallen.
Gibt ihm den Schlüssel, den er von Ceprano bekommen hat.
Hier ist der Schlüssel

RIGOLETTO
betastet ihn
Ich fühle sein Wappen.
Atmet auf; beiseite.
Ach, mein Schrecken war also unbegründet!
Laut
Dort ist der Palast ... ich bin dabei.

MARULLO
Wir sind alle maskiert ...

RIGOLETTO
Ich will mich auch maskieren;
gebt mir eine Maske!

MARULLO
Ja, sie ist schon bereit.
Du hältst die Leiter ...
Setzt ihm eine Maske auf und verbindet ihm gleichzeitig die Augen mit einem Tuch; lässt ihn eine Leiter halten, die die anderen an den Balkon gelehnt haben.

RIGOLETTO
Tief ist das Dunkel ...

MARULLO
zu den Gefährten
Die Binde macht ihn blind und taub.

ALLE
Still, still schreiten wir zur Rache
sie soll ihn treffen, wenn er es am wenigsten erwartet.
Ein so dreister beständiger Spötter
wird jetzt selbst verlacht! ...
Leise, leise, entführen wir seine Geliebte,
und der Hof wird morgen darüber lachen.

Einige steigen auf den Balkon, brechen die Tür im ersten Stock auf, gehen nach unten und öffnen sie den anderen, die von der Strasse her eintreten. Sie kommen wieder heraus und schleppen Gilda, die mit einem Tuch geknebelt ist, mit sich. Beim Überqueren der Bühne verliert sie ihr Tuch.

GILDA
von weitem
Hilfe, mein Vater ...

CHOR
von weitem
Triumph ...

GILDA
noch weiter entfernt
Hilfe!

RIGOLETTO
Sie sind noch nicht fertig! ... Was für ein Spass!
Tastet nach seinen Augen.
Meine Augen sind verbunden!
Er reisst sich stürmisch Binde und Maske ab. Im Schimmer einer vergessenen Laterne erkennt er das Tuch, sieht die offene Tür, geht hinein und holt die erschrockene Giovanna heraus; erstaunt starrt er sie an und rauft sich die Haare, ohne schreien zu können; schliesslich stösst er mit grosser Anstrengung hervor.
Ach! ... Der Fluch!!
Wird ohnmächtig.

ZWEITER AKT

Salon im herzoglichen Palast. Zwei Seitentüren, eine grössere im Hintergrund, die gerade zufällt. Zu beiden Seiten hängen die Porträts der Herzogin und des Herzogs in Lebensgrösse. Ein Sessel steht neben einem Tisch mit einer Samtdecke.

ERSTE SZENE
Der Herzog kommt aufgeregt von der Mitte der Bühne.

Rezitativ

HERZOG.
Sie wurde mir entführt!
Und wann, o Himmel! In den kurzen Augenblicken,
bevor eine innere Stimme
mich noch einmal zurücktrieb
Die Tür war offen!…Das Haus verlassen!…
Und wo wird jetzt der liebe Engel sein?…
Sie, die als erste in diesem Herz
die Flamme beständiger Liebe entzünden konnte?…
Sie, so rein, bei deren sittsamen Worten
ich mich manchmal beinahe zur Tugend bewegt fühle!…
Sie wurde mir entführt!
Und wer hat es gewagt?… Aber ich werde mich rächen:
Das Weinen meiner Geliebten verlangt es.

Nr. 13 - Arie

HERZOG
Mir scheint es, ich sehe die Tränen,
die aus ihren Augen flossen,
als sie zwischen Schmerz und Angst
wegen der erlebten Gefahr
eingedenk unserer Liebe
ihren Gualtier rief.

Und er konnte dir nicht zu Hilfe kommen,
teures, geliebtes Mädchen;
er, der dich von ganzem Herzen
auf Erden glückselig machen wollte;
er, der deinetwegen die Engel nicht
um die Himmelssphäre beneidet.


ZWEITE SZENE
Marullo, Ceprano, Borsa und andere Höflinge von der Mitte der Bühne.

ALLE
Herzog, Herzog?

HERZOG
Nun?

ALLE
Rigolettos
Geliebte wurde entführt!

HERZOG
Schön! Und von wo?

ALLE
Aus ihrem Haus.

HERZOG
Ha ha! Sagt, wie ist das geschehen?
Setzt sich.

Nr. 14 - Chor

ALLE
Als wir kurz nach Sonnenuntergang
auf einer entlegenen Strasse liefen;
bemerkten wir, wie schon vorher vermutet,
eine seltene Schönheit.
Es war die Geliebte von Rigoletto,
die sich zurückzog, sobald wir sie gesehen hatten.
Wir planten schon, sie zu entführen,
als der Narr auftauchte;
dass wir die Gräfin von Ceprano
entführen wollten, glaubte der Dumme.
Die Leiter dann, die wir zu diesem Zweck hingestellt hatten,
hielt er selbst mit verbundenen Augen fest.
Wir stiegen hinauf und konnten rasch
das Mädchen von da fortbringen.
Als er die Rache bemerkte,
blieb er beschämt zurück und fluchte.

HERZOG
beiseite
Was höre ich! Es ist meine Geliebte!
Der Himmel hat mir nicht alles genommen!
Zum Chor
Aber wo befindet sich die Ärmste jetzt?

ALLE
Wir selbst haben sie hergebracht.

HERZOG
erhebt sich freudig; beiseite
Mächtig ruft mich die Liebe,
fliegen muss ich zu ihr;
Meine Krone würde ich geben,
um ihr Herz zu trösten.

Ach, endlich soll sie wissen, wer sie liebt,
soll genau erfahren, wer ich bin,
soll wissen, dass die Liebe auch
auf dem Thron Sklaven hat.
Geht durch die Mitte eilig ab.

ALLE
untereinander
Welch ein Gedanke erregt ihn jetzt;
Wie hat sich seine Laune verändert!


DRITTE SZENE
Marullo, Ceprano, Borsa, andere Höflinge, dann Rigoletto von rechts.

Nr. 15 - Szene mit Chor

MARULLO
Armer Rigoletto!

CHOR
Er kommt ... still.

ALLE
Guten Tag, Rigoletto ...

RIGOLETTO
beiseite
Alle zusammen haben den Streich verübt!

CEPRANO
Was gibt's Neues?
Du Narr?

RIGOLETTO
Dass Ihr lästiger seid
als gewöhnlich.

ALLE
Ha! Ha! Ha!

RIGOLETTO
späht unruhig überall umher; beiseite
Wo könnten sie sie versteckt haben? ...

ALLE
untereinander
Schaut, wie unruhig er ist!

RIGOLETTO
Ich bin froh,
dass die Luft heute nacht
Euch nicht geschadet hat ...

MARULLO
Heute nacht!

RIGOLETTO
Ja… Ach, es war ein schöner Streich! . . .

MARULLO
Ich habe die ganze Nacht geschlafen!

RIGOLETTO.
Ach, Ihr habt geschlafen! ... Dann werde ich also geträumt haben.
Er entfernt sich, sieht ein Taschentuch auf dem Tisch und betrachtet aufgeregt das Monogramm.

ALLE
untereinander
Seht, wie er alles anschaut.

RIGOLETTO
beiseite
Es ist nicht das ihre.
Lässt es fallen.)
Schläft der Herzog noch?

ALLE
Ja, er schläft noch.


VIERTE SZENE
Die Vorigen und ein Page der Herzogin.

PAGE
Die Herzogin will ihren Mann sprechen.

CEPRANO
Er schläft.

PAGE
War er nicht gerade hier bei Euch?

BORSA
Er ist auf der Jagd.

PAGE
Ohne Pagen! ... Unbewaffnet! ...

ALLE
Verstehst du nicht,
dass er jetzt niemanden sehen kann? ...

RIGOLETTO
der seitlich stehend dem Gespräch äusserst aufmerksam zugehört hat, stürzt sich zwischen sie und schreit
Ach, also ist sie hier! Sie ist beim Herzog!

ALLE
Wer?

RIGOLETTO
Das Mädchen, das ihr heute Nacht
aus meinem Haus entführt habt ...

ALLE
Du redest Unsinn!

RIGOLETTO
Aber ich werde sie zurückholen… Sie ist hier…

ALLE
Wenn du deine Geliebte verloren hast, dann suche sie woanders.

RIGOLETTO
Ich will meine Tochter…

ALLE
Seine Tochter…

RIGOLETTO
Ja meine Tochter ... Über solch einen Sieg ...
Was? ... Lacht ihr jetzt nicht mehr? ...
Sie ist dort ... ich will sie ... Ihr werdet sie mir zurückgeben.

Er läuft zur mittleren Tür, aber die Höflinge stellen sich ihm in den Weg.


Nr. 16 - Arie

RIGOLETTO
Höflinge, verdammte, niederträchtige Sippe,
um welchen Preis habt Ihr mein liebstes Gut verkauft?
Ihr würdet für Gold alles tun,
aber meine Tochter ist ein unbezahlbarer Schatz.

Gebt sie mir zurück ... oder, diese Hand,
wenn auch unbewaffnet, wird sich von Eurem Blut röten;
nichts auf Erden schreckt einen Mann,
wenn er die Ehre seiner Kinder verteidigt.

Öffnet mir diese Tür, Mörder!
Er stürzt noch einmal zur Tür, die ihm erneut von den Edelmännern versperrt wird; er kämpft eine Zeitlang, dann kommt er erschöpft nach vorne auf die Bühne zurück.
Ach! Ihr alle seid gegen mich! ...
Weint.

Nun weine ich ... Marullo ... Herr,
Du, dessen Seele so edel ist wie sein Herz,
sag mir jetzt, wo haben sie sie versteckt?
Ist sie da? ... Ist das wahr? ... Du schweigst! ... Warum?

Meine Herren ... Ach Verzeihung, Erbarmen ...
gebt dem Greis die Tochter zurück . . .
Es kostet Euch nichts, sie zurückzugeben,
meine Tochter ist für mich die ganze Welt.


FÜNFTE SZENE
Die Vorigen und Gilda, sie kommt aus dem Zimmer links und stürzt sich in die Arme des Vaters.

Nr. 17 - Szene mit Chor

GILDA
Mein Vater!

RIGOLETTO
Mein Gott! Meine Gilda! ...
Ihr Herren, sie ist
meine ganze Familie ... Fürchte nichts mehr,
mein Engel ... es war ein Scherz, nicht wahr? ...
zu den Höflingen
Ich habe eher geweint, jetzt lache ich ... Und du, warum weinst du?

GILDA
Der Raub …die Schande, o Vater!…

RIGOLETTO
Himmel, was sagst Du?

GILDA
Erröten will ich nur vor Euch . . .

RIGOLETTO
gebieterisch zu den Höflingen
Geht alle weg von hier ...
Wenn Euer Herzog es wagen sollte, sich zu nähern,
sagt ihm, dass er nicht eintreten darf und dass ich hier bin.
Lässt sich in den Armsessel fallen.

ALLE
untereinander
Bei Kindern und bei Verrückten
hilft es oft, sich zu verstellen.
Wir gehen, aber was er vorhat,
werden wir weiter beobachten.

Sie gehen durch die Mitte ab und schliessen die Tür.


SECHSTE SZENE
Rigoletto und Gilda.

RIGOLETTO
Sprich ... wir sind allein.

GILDA
beiseite
Himmel, gib mir Mut!


Nr. 18 - Duett

GILDA
An jedem Feiertag in der Kirche,
während ich zu Gott betete,
bot sich schön und verhängnisvoll
ein junger Mann meinem Blick dar ...
Wenn unsere Lippen auch schwiegen,
sprach doch das Herz durch die Augen.

Heimlich in der Finsternis
kam er gestern allein zu mir ...
Ich bin ein Student und arm,
sagte er mir gerührt,
und mit feuriger Erregung
beteuerte er mir seine Liebe.

Er ging ... mein Herz öffnete sich
einer willkommenen Hoffnung,
als plötzlich diejenigen erschienen,
die mich raubten
und mich mit Gewalt
in schrecklicher Angst hierher brachten.

RIGOLETTO
Sag nichts ... nicht weiter, mein Engel ...
beiseite
Ich verstehe dich, grausamer Himmel!

Um Schande nur für mich habe ich
dich gebeten, Gott ...
dass sie so hoch hätte aufsteigen können
wie ich gefallen war . . .

Ach, nahe beim Schafott
muss der Altar stehen! ...
Aber jetzt verschwindet alles,
der Altar ist umgestürzt.
laut
Weine, Mädchen, und lass
die Tränen auf mein Herz fliessen.

GILDA
Vater, durch Euch spricht ein Engel,
der mir Trost spendet.

RIGOLETTO
Wenn ich ausgeführt habe, was mir noch zu tun bleibt,
können wir diese unheilvolle Gegend verlassen.

GILDA
Ja.

RIGOLETTO
beiseite
Und ein einziger Tag konnte alles ändern!


SIEBENTE SZENE
Die Vorigen, ein Diener und Graf Monterone, der von der rechten Seite her zwischen den Soldaten den Hintergrund des Saals durchquert.

DIENER
zu den Wachen
Schliesst auf ... Castiglion muss in den Kerker gehen.

MONTERONE
bleibt vor dem Porträt stehen
Da ich dich vergeblich verflucht habe,
da weder ein Blitz noch ein Stahl deine Brust trafen,
sollst du, Herzog, also weiter glücklich leben ...
Geht zwischen den Wachen durch die Mitte ab.

RIGOLETTO
Nein, Greis, du täuschst dich-. . . du wirst einen Rächer haben.


ACHTE SZENE
Rigoletto und Gilda.

Nr. 19 - Duett

RIGOLETTO
heftig, zum Porträt gewandt
Ja, Rache, fürchterliche Rache,
ist das einzige, was meine Seele verlangt ...
schon nähert sich die Stunde deiner Strafe,
die dir verhängnisvoll schlagen wird.

Wie der Blitzstrahl Gottes
wird der Narr dich zu treffen wissen.

GILDA
für sich
O mein Vater, welch grimmige Freude
sehe ich in Euren Augen aufblitzen! ...
Verzeiht ... auch für uns wird eine Stimme
der Vergebung vom Himmel kommen.
leise
Er hat mich verraten, dennoch liebe ich ihn, grosser Gott,
für den Undankbaren bitte ich dich um Erbarmen!

Beide gehen durch die Mitte ab.

DRITTER AKT

Das öde Ufer des Mincio. Links ein zweistöckiges, halb verfallenes Haus, dessen Front, die dem Zuschauer zugewandt ist, durch einen grossen Bogen das Innere eines ländlichen Wirtshauses im Erdgeschoss sehen lässt sowie eine grob gezimmerte Treppe, die auf den Dachboden führt, wo ein Balkon ohne Fensterläden den Blick auf ein Feldbett freigibt.
In der Fassade, die der Strasse zugewandt ist, eine Tür, die sich nach innen öffnet; in der Mauer sind so viele Risse, dass man von draussen leicht sehen kann, was im Haus vor sich geht.
Der Rest der Bühne zeigt die öde Seite des Mincio, der im Hintergrund hinter einem halb eingestürzten Damm fliesst; jenseits des Flusses liegt Mantua. Es ist Nacht.



ERSTE SZENE
Gilda und der unruhige Rigoletto sind auf der Strasse. Sparafucile im Inneren des Wirtshauses sitzt an einem Tisch und putzt seinen Gurt, ohne etwas von dem zu hören, was draussen vor sich geht.

Rezitativ

RIGOLETTO
Und du liebst ihn?

GILDA
Für immer.

RIGOLETTO
Dabei
habe ich dir Zeit gelassen, um dein Leiden zu überwinden.

GILDA
Ich liebe ihn.

RIGOLETTO
Armes Frauenherz! ... Ach, der niederträchtige Schandkerl! ...
Du sollst aber gerächt werden, o Gilda ...

GILDA
Erbarmen, Vater ...

RIGOLETTO
Und wenn du sicher wärst,
dass er dich betrügt, würdest Du ihn immer noch lieben?

GILDA
Ich weiss es nicht, aber er liebt nur mich.

RIGOLETTO
Er! ...

GILDA
Ja.

RIGOLETTO
Nun, dann schau.
Führt sie an eine Mauerritze, sie schaut hindurch.

GILDA
Einen Mann sehe ich.

RIGOLETTO
Warte ein bisschen.


ZWEITE SZENE
Die Vorigen und der Herzog, der in der Uniform eines einfachen Kavallerieoffiziers durch eine Tür auf der Linken in den Saal im Erdgeschoss eintritt.

GILDA
fährt zusammen
Ach, mein Vater!

HERZOG
zu Sparafucile
Zwei Dinge und zwar sofort

SPARAFUCILE
Welche?

HERZOG
Ein Zimmer und Wein ...

RIGOLETTO
beiseite
Das sind seine Sitten!

SPARAFUCILE
beiseite
Oh, der junge galante Mann.
Geht in das Zimmer nebenan.

Nr. 20 - Kanzone

HERZOG
Frauen sind unbeständig
gleich einer Feder im Wind,
sie ändern ihre Worte und Gedanken.

Immer wieder lugt ein anmutiges
liebliches Gesicht,
ob es weint oder lacht.

Der ist immer unglücklich,
der sich auf sie verlässt,
und ihnen sein Herz unbedacht anvertraut.

Dennoch fühlt man sich nie
ganz glücklich,
wenn man nicht von der Liebe kostet!

SPARAFUCILE
kommt mit einer Flasche Wein und zwei Gläsern zurück, die er auf den Tisch stellt; dann klopft er zweimal mit dem Griff seines Schwertes an die Decke. Auf dieses Zeichen kommt ein junges Mädchen lachend in Zigeunerkleidern die Treppe heruntergesprungen. Der Herzog läuft auf sie zu, um sie zu umarmen, aber sie entzieht sich ihm. Inzwischen ist Sparafucile draussen auf der Strasse und spricht leise zu Rigoletto.
Er ist da, Euer Mann ... soll er leben oder sterben?

RIGOLETTO
Ich werde später zurückkommen und das Werk vollenden.
Sparafucile entfernt sich längs des Flusses hinter dem Haus.


DRITTE SZENE
Gilda und Rigoletto in der Gasse, der Herzog und Maddalena im Erdgeschoss.

Nr. 21 - Quartett

HERZOG
Einst, wenn ich mich recht erinnere,
habe ich dich, du Schöne, getroffen ...
Es gefiel mir, nach dir zu fragen,
und ich erfuhr, dass du hier wohnst.
Nun höre, dass ich
seit damals nur dich von Herzen liebe.

MADDALENA
Ha ha! ... Und zwanzig andere danach
vergessen Sie jetzt wohl? ...
Der junge Herr sieht aus wie
ein richtiger Freigeist ...

HERZOG
Ja? ... Ich bin ein Ungeheuer ...
Versucht sie zu umarmen.

MADDALENA
Lasst mich.
Unbesonnener.

HERZOG
Ih, was für ein Geschrei!

MADDALENA
Seid artig.

HERZOG
Und du sei gefügig,
mach mir nicht solchen Lärm.
Alle Besonnenheit vergeht
im Vergnügen und in der Liebe ...
nimmt ihre Hand
Die schöne weisse Hand! ...

MADDALENA
Ihr scherzt, mein Herr.

HERZOG
Nein, nein.

MADDALENA
Ich bin hässlich.

HERZOG
Umarme mich.

MADDALENA
Trunken ...

HERZOG
acht
Von feuriger Liebe.

MADDALENA
Herr Gleichgültiger.
Gefällt es Euch, mich zu foppen? ...

HERZOG
Nein, nein, ich will dich heiraten.

MADDALENA
Gebt mir Euer Wort darauf ...

HERZOG
ironisch
Liebliches Mädchen!

RIGOLETTO
zu Gilda, die alles beobachtet und zugehört hat
Nun? ... genügt Dir das? ...

GILDA
Schändlicher Betrüger!

HERZOG
Schöne Tochter der Liebe
Ich bin der Sklave deiner Reize,
mit einem Wort allein kannst du
meine Leiden mildern.

Komm und höre meines Herzens
heftiges Klopfen.

MADDALENA
Ha! Ha! Ich lache ganz herzlich,
denn solche Spässe kosten nicht viel;
Was Eure Spielerei wert ist,
glaubt mir, das kann ich einschätzen.

Ich bin, schöner Herr, an solche
Scherze gewöhnt.

GILDA
Ach, so habe ich den Betrüger
auch zu mir von Liebe reden hören!
Unglückliches, betrogenes Herz,
zerspringe nicht vor Beklemmung.

Warum, o leichtgläubiges Herz,
musstest Du solch einen Mann lieben?

RIGOLETTO
zu Gilda
Schweig, das Weinen nützt nichts;
jetzt bist du sicher, dass er gelogen hat ...
Schweig, es soll meine Sorge sein
die Rache schnell zu vollziehen.

Gleich soll es geschehen, sie wird schicksalhaft sein,
ich werde ihn zu zerschmettern wissen.

RIGOLETTO
zu Gilda
Höre zu, geh nach Hause ...
nimm Gold, ein Pferd,
den Männeranzug, den ich dir machen liess,
und reite nach Verona ...
morgen werde ich auch dort sein ...

GILDA
Kommt jetzt

RIGOLETTO
Unmöglich.

GILDA
Ich zittere.

RIGOLETTO
Geh.

Gilda ab.

Während dieser und der folgenden Szene unterhalten sich der Herzog und Maddalena, lachen und trinken.
Nachdem Gilda abgegangen ist, geht Rigoletto hinter das Haus; als er zurückkommt, spricht er mit Sparafucile und zählt das Geld.



VIERTE SZENE
Sparafucile, Rigoletto, der Herzog und Maddalena.

Rezitativ

RIGOLETTO
Zwanzig Scudi, hast du gesagt? ... Hier sind zehn;
und nach der Arbeit den Rest. Bleibt er hier?

SPARAFUCILE
Ja.

RIGOLETTO
Um Mitternacht
komme ich zurück.

SPARAFUCILE
Das ist nicht nötig.
Ich kann ihn allein in den Fluss werfen.

RIGOLETTO
Nein, nein, ich will es selbst tun.

SPARAFUCILE
Gut ... Sein Name?

RIGOLETTO
Willst du auch den meinen erfahren?
Er heisst Verbrechen, Strafe heisse ich.

Er geht ab; der Himmel verdunkelt sich; es donnert.


FÜNFTE SZENE
Die Vorigen ohne Rigoletto.

SPARAFUCILE
Der Sturm ist nah! ...
Die Nacht wird noch dunkler.

HERZOG
Maddalena? ...
Will sie packen.

MADDALENA
entflieht ihm
Wartet ... mein Bruder kommt ...

HERZOG
Was macht das?
Man hört den Donner

MADDALENA
Donnert es?

SPARAFUCILE
tritt ein
Bald wird es regnen.

HERZOG
Um so besser.
Ich bleibe hier ... du schläfst
zu Sparafucile
im Stall ... in der Hölle ... wo du willst.

SPARAFUCILE
Danke.

MADDALENA
leise zum Herzog
Ach nein ... geht.

HERZOG
leise zu Maddalena
Bei diesem Wetter?

SPARAFUCILE
leise zu Maddalena
Es bringt zwanzig goldene Scudi.
laut zum Herzog
Ich freue mich sehr
Euch mein Zimmer anzubieten ... Wenn es Euch gefällt,
gehen wir es gleich anschauen.
Nimmt eine Lampe und geht die Treppe hinauf.

HERZOG
Gut, ich komme mit dir ... schnell, schauen wir es uns an.
Flüstert Maddalena ein Wort ins Ohr und folgt Sparafucile.

MADDALENA
beiseite
Armer Junge! ... Er ist so hübsch!
Es donnert.
Gott! ... Was ist das für eine Nacht!

HERZOG
im Dachboden angekommen, sieht er den Balkon ohne Fensterläden
Man schläft im Freien? Gut, gut ...
Gute Nacht.

SPARAFUCILE
Mein Herr, Gott beschütze Euch ...

HERZOG
Wir schlafen nicht lange ... ich bin müde
Legt Hut und Schwert ab und streckt sich auf dem Bett aus, wo er bald einschläft. Inzwischen sitzt Maddalena am Tisch. Sparafucile trinkt aus der Flasche, die der Herzog stehengelassen hat. Beide bleiben einige Augenblicke still, in ernste Gedanken versunken.

MADDALENA
Der junge Mann ist wirklich liebenswürdig.

SPARAFUCILE
Oh ja ... er bringt uns zwanzig Scudi ein.

MADDALENA
Nur zwanzig! ... Das ist wenig! ... Er war mehr wert.

SPARAFUCILE
Wenn er schläft, geh, bring mir sein Schwert herunter.

MADDALENA
steigt zum Dachboden hinauf und betrachtet den Schlafenden.
Schade! ... Er ist auch so schön!
Sie schliesst den Balkon, so gut es geht, und geht wieder hinunter.


SECHSTE SZENE
Die Vorigen und Gilda, die in Männerkleidern, gestiefelt und gespornt, von hinten aus der Gasse kommt und sich langsam dem Wirtshaus nähert, während Sparafucile weitertrinkt. Häufig Blitz und Donner.

GILDA
Ach, ich bin ausser mir! ...
Die Liebe treibt mich! ... Vater, Verzeihung ...
Es donnert.
Welche Nacht des Schreckens! ... Grosser Gott, was wird geschehen?

MADDALENA
nachdem sie heruntergekommen ist und das Schwert des Herzogs auf den Tisch gelegt hat
Bruder?

GILDA
schaut durch den Mauerriss
Wer spricht?

SPARAFUCILE
in einem Schrank suchend
Scher dich zum Teufel.

Nr. 22 - Terzett und Gewittermusik

MADDALENA
Dieser junge Mann gleicht Apoll ... ich liebe ihn ...
Er liebt mich ... er soll sich ausruhen …und wir
werden ihn nicht mehr umbringen.

GILDA
hört zu
O Himmel! …

SPARAFUCILE
wirft ihr einen Sack zu
Flick diesen Sack ...

MADDALENA
Warum?

SPARAFUCILE
Darin wird dein Apoll, mit durchschnittener Kehle,
von mir in den Fluss geworfen ...

GILDA
Das ist die Hölle hier!

MADDALENA
Ich wette, dass ich dir das Geld auch verschaffen kann,
wenn du ihn leben lässt.

SPARAFUCILE
Das glaube ich kaum.

MADDALENA
Hör mir zu ... ich verrate dir einen einfachen Plan.
Zehn von den Scudi hast du schon von dem Buckligen bekommen.
Nachher wirst du ihn sehen, wie er mit den anderen kommt ...
bring ihn um, dann hast du zwanzig,
so können wir uns über den vollen Preis freuen.

SPARAFUCILE
Den Buckligen umbringen! ... Was zum Teufel redest du!
Bin ich vielleicht ein Dieb? Bin ich vielleicht ein Räuber? ...
Welchen Kunden habe ich je verraten? ...
Dieser Mann bezahlt mich…ich bin zuverlässig.

GILDA
Was höre ich!… Mein Vater!…

MADDALENA
Ach, Gnade für ihn.

SPARAFUCILE
Er muss sterben ...

MADDALENA
will hinaufsteigen
Jetzt lasse ich ihn fliehen ...

GILDA
O gutes Mädchen!

SPARAFUCILE
hält sie zurück
Wir verlieren die Scudi.

MADDALENA
Das ist wahr! ...

SPARAFUCILE
Lass mich machen ...

MADDALENA
Wir müssen ihn retten.

SPARAFUCILE
Wenn, ehe es Mitternacht schlägt,
irgend jemand anderes hierher kommt, wird der für ihn sterben.

MADDALENA
Die Nacht ist finster, der Himmel tobt,
um diese Zeit wird niemand vorbeikommen.

GILDA
Oh, welche Versuchung! ... Für den Undankbaren sterben! ...
Sterben! ... Und mein Vater! ... O Himmel, Erbarmen!
Es schlägt halb zwölf.

SPARAFUCILE
Noch eine halbe Stunde.

MADDALENA
weinend
Warte, Bruder ...

GILDA
Was! Diese Frau weint! ... Sollte ich ihm nicht helfen! ...
Ach, wenn er auch meine Liebe nicht mehr will,
will ich für sein Leben meines dahingeben ...
Klopft an die Tür.

MADDALENA
Klopft es?

SPARAFUCILE
Es war der Wind ...
Gilda klopft noch einmal.

MADDALENA
Es klopft, sage ich dir.

SPARAFUCILE
Seltsam!

MADDALENA
Wer ist es>

GILDA
Erbarmen für einen Bettler,
gewährt ihm Unterkunft für die Nacht.

MADDALENA
Diese Nacht wird lang sein!

SPARAFUCILE
Wartet einen Augenblick.
Sucht nach etwas im Schrank.

GILDA
Ach, ich bin so jung und dem Tode nah!
O Himmel, für die Ruchlosen bitte ich dich um Vergebung ...
Verzeih Du, o Vater, mir Unglücklicher! ...
Möge der Mann glücklich sein, den ich nun retten werde.

MADDALENA
Auf, beeile dich, schnell, vollzieh die Tat:
es verlangt mich, ein Leben durch ein anderes zu retten.

SPARAFUCILE
Gut ... ich bin bereit; öffne die Tür;
vor allem die Scudi will ich retten.
Er stellt sich mit einem Dolch hinter die Tür; Maddalena macht auf und eilt, das Haupttor zu schliessen, während Gilda eintritt, hinter ihr schliesst Sparafucile die Tür Alles versinkt in Dunkelheit und Stille.


SIEBENTE SZENE
In seinen Mantel gehüllt kommt Rigoletto allein aus dem Hintergrund der Bühne. Der Sturm hat allmählich nach- gelassen, man sieht und hort nur noch einige Blitze und Donner.

Rezitativ

RIGOLETTO
Endlich soll der Augenblick der Rache kommen!
Seit dreissig Tagen erwarte ich ihn
und weine Tränen von Blut
unter der Maske des Narren ... diese Tür ...
Er betrachtet das Haus.
Sie ist geschlossen! ... Ach, es ist noch nicht so weit! ... Ich muss warten.
Welche geheimnisvolle Nacht!
Ein Sturm am Himmel! ...
Auf Erden ein Mord! ...
oh, wahrhaftig, wie gross ich mich hier fühle! ...
Es schlägt Mitternacht.
Mitternacht!


ACHTE SZENE
Der Vorige, Sparafucile kommt aus dem Haus.

SPARAFUCILE
Wer ist da?

RIGOLETTO
will eintreten
Ich bin es.

SPARAFUCILE
Wartet.
Geht zurück und kommt mit einem Sack wieder heraus.
Hier ist Euer Mann, tot ...

RIGOLETTO
gibt ihm eine Börse
Welche Freude! ... Eine Lampe! ...

SPARAFUCILE.
Werfen wir ihn rasch ins Wasser ...

RIGOLETTO
Nein ... das kann ich allein.

SPARAFUCILE
Wie Ihr wollt . . . Hier ist der Platz weniger geeignet
Weiter unten ist der Fluss noch tiefer ... Schnell,
dass euch niemand überrascht ... Gute Nacht.
Geht wieder ins Haus.


NEUNTE SZENE
Rigoletto, dann der Herzog zu gegebener Zeit.

RIGOLETTO
Er ist da!…Tot!…Oh, ja!… Ich möchte ihn sehen!
Aber wozu! …Er ist es!…Hier sind seine Sporen!
Jetzt schau mich an, Welt
Das ist ein Narr und das da ein Mächtiger.
Er liegt unter meinen Füssen!…Er ist es! Er ist es!…
Endlich ist die Rache für Dich gekommen, mein Schmerz…
Die Flut sei sein Grab,
Ein Sack sein Leichentuch!

Will den Sack ans Ufer schleppen, als er von weitem die Stimme des Herzogs hört, der im Hintergrund die Bühne überquert.

Diese Stimme! …Es ist eine nächtliche Täuschung!…
Nein!…Nein!… Er ist es!…Er ist es!
Zuckt zusammen.
Fluch! Heda… Teufel von einem Banditen?
zum Haus hin
Wer denn, wer ist hier an seiner Stelle!
Schneidet den Sack auf
Ich zittere…es ist ein menschlicher Körper!…
Es blitzt.


LETZTE SZENE
Rigoletto und Gilda.

Nr. 23 - Schlussduett

RIGOLETTO
Meine Tochter! ... Gott! ... Meine Tochter! ...
Ach nein ... es ist unmöglich! ... Sie ist unterwegs nach Verona! ...
Es war ein Wahnbild! ... Sie ist es!
fällt auf die Knie
Oh, meine Gilda! . . . Mädchen ... antworte mir! ...
Verrate mir den Mörder ... Heda? ... Niemand da! ...
Klopft verzweifelt an die Tür.
Niemand da! ... Meine Tochter? ... ruft mich?

RIGOLETTO
Sie spricht! ... Sie bewegt sich ... Sie lebt! ... O Gott!
Ach, mein einziges Gut auf Erden ...
Schau mich an ... Erkenne mich ...

GILDA
Ach ... mein Vater ...

RIGOLETTO
Was für ein Rätsel! ... Was ist geschehen? ... Bist du verletzt? ...

GILDA
Hier traf mich der Stahl ...
Zeigt auf ihr Herz.

RIGOLETTO
Wer hat dir den Stoss zugefügt?

GILDA
Ich habe Euch getäuscht ... ich war schuldig ...
ich habe ihn zu sehr geliebt ... jetzt sterbe ich für ihn! ...

RIGOLETTO
beiseite
Furchtbarer Gott! ... Sie selbst wurde
vom Pfeil meiner gerechten Rache getroffen! ...
laut
Teurer Engel ... Sieh mich an, hör mich ...
Sprich ... sprich zu mir, geliebte Tochter?

GILDA
Ach, ich muss schweigen! ... Vergebt mir ... und ihm ...
Segnet Eure Tochter, o mein Vater ...
Dort oben ... im Himmel ... bei meiner Mutter ...
werde ich auf ewig für Euch ... beten.

RIGOLETTO
Stirb nicht ... mein Schatz ... Erbarmen ...
meine Taube ... du darfst mich nicht verlassen ...
Wenn du fortfliegst ... bleibe ich hier allein ...
stirb nicht ... oder ich sterbe mit dir! ...

GILDA
Nicht weiter ... ihm ver ... gebt ...
Mein Vater ... Lebt . . . wohl.
Sie stirbt.

RIGOLETTO
Gilda! Meine Gilda! ... Sie ist tot! ...
Ach, der Fluch!

Rauft sich die Haare und fällt auf die Leiche der Tochter.

Cast:
The DUKE OF MANTUA (Tenor)
RIGOLETTO, his court jester (Baritone)
GILDA, his daughter (Soprano)
SPARAFUCILE, a villain (Bass)
MADDALENA, his sister (Contralto)
GIOVANNA, Gilda's duenna (Mezzosoprano)
The COUNT OF MONTERONE (Baritone)
MARULLO, a nobleman (Baritone)
MATTEO BORSA, a courtier (Tenor)
The COUNT OF CEPRANO (Bass)
The COUNTESS, his wife (Mezzosoprano)
COURT USHER (Tenor)
PAGE of the Duchess (Mezzosoprano)

CHORUS
Gentlemen of the court, ladies, pages, halberdiers



ACT ONE

No. 1 - Prelude

SCENE ONE
A magnificent hall in the Ducal Palace, Mantua.
Doors at the far end lead to other rooms; all are splendidly illuminated and thronged with a courtly company of knights and ladies in rich attire. Pages pass to and fro. The merrymaking is at its height. From within, the sound of music.
The Duke and Borsa emerge from a door at the far end.


No. 2 - Introduction

DUKE
I intend to clinch my affair
with that nameless beauty of the bourgeoisie.

BORSA
The girl you've seen in church?

DUKE
Every feast?day for the past three months.

BORSA
Where does she live?

DUKE
In a quiet back?alley;
a mysterious man goes there every night.

BORSA
And does she know
who her admirer is?

DUKE
No, she doesn't.

A group of ladies with their cavaliers cross the room.

BORSA
What a bunch of beauties! Look at them!

DUKE
But Ceprano's wife beats them all.

BORSA
Don't let the Count hear you, my lord!

DUKE
What do I care?

BORSA
He might tell another woman.

DUKE
That wouldn't worry me at all.

Neither is any different
from the rest I see around me;
I never yield my heart
to one beauty more than another.
Feminine charm is a gift bestowed
by fate to brighten our lives.
And if one woman pleases me today,
tomorrow, like as not, another will.
Fidelity ? that tyrant of the heart –
we shun like pestilence.
Only those who want to should be faithful;
without freedom there is no love.
I find the ravings of jealous husbands
and the frenzy of lovers ridiculous;
once smitten by a pretty face
I'd not let Argus' hundred eyes deter me!

Count Ceprano enters and, from a distance, watches his wife who is on the arm of another man; more ladies and gentlemen enter.

DUKE
to Ceprano's wife, greeting her with great gallantry
You are leaving us? How cruel!

COUNTESS CEPRANO
I must go with my husband
to Ceprano.

DUKE
So bright a star should be shedding
its brilliance on my court.
You would make every heart beat faster here.
The fires of passion already flare
headily, conquering, consuming my heart.

COUNTESS
Calm yourself!

The Duke gives her his arm and leads her out.
Rigoletto meets Ceprano, then the courtiers.


RIGOLETTO
What have you on your head,
my lord of Ceprano?
Ceprano reacts with an angry gesture, then follows his wife and the Duke. Rigoletto says to the courtiers.
He's fuming, did you see?

BORSA, CHORUS
What sport!

RIGOLETTO
Oh, yes!

BORSA, CHORUS
The Duke is enjoying himself!

RIGOLETTO
Doesn't he always? That's nothing new.

Gaming and wine, parties, dancing,
battles and banquets ? anything goes.
Now he's laying siege to the Countess
while her husband goes off in a rage.

He leaves the room. Marullo enters excitedly.

MARULLO
Great news! Great news!

CHORUS
What has happened? Tell us!

MARULLO
This will amaze you!

BORSA, CHORUS
Tell us, tell us.

MARULLO
Ah! Ah! Rigoletto...

BORSA, CHORUS
Well?

MARULLO
Against all the odds...

BORSA, CHORUS
He's lost his hump?
He's no longer a monster?

MARULLO
Even more extraordinary! The fool has …

BORSA, CHORUS
Has what?

MARULLO
A mistress!

BORSA, CHORUS
A mistress! Who'd ever believe it?

MARULLO
The hunchback has changed into Cupid.

BORSA, CHORUS
That monster? Cupid?...
Some Cupid!

MARULLO
Some Cupid!

The Duke returns followed by Rigoletto, then Ceprano.

DUKE
to Rigoletto
Ah, no one is such a bore as Ceprano!
And his dear wife is an angel!

RIGOLETTO
Carry her off.

DUKE
Easy to say; but how?

RIGOLETTO
Tonight.

DUKE
Have you forgotten the Count?

RIGOLETTO
What about prison?

DUKE
Ah, no.

RIGOLETTO
Well, banish him, then.

DUKE
Not that either, fool.

RIGOLETTO
Well then, his head...

making gestures of cutting it off

CEPRANO
(The black?hearted villain!)

DUKE
clapping the Count on the shoulder
What, this head?

RIGOLETTO
Naturally.
What else can you do with such a head?...
What's it good for?

CEPRANO
furiously, drawing his sword
Scoundrel!

DUKE
to Ceprano
That's enough!

RIGOLETTO
He makes me laugh.

BORSA, MARULLO, CHORUS
(He's furious!)

DUKE
to Rigoletto
Fool, come here.
You always take a joke too far.
The wrath you provoke could rebound upon you.

CEPRANO
to the courtiers
Revenge on the fool! Which of us nurses
no grudge against him? Revenge!

RIGOLETTO
Who could harm me? I'm not afraid of them.
No one dare touch a favourite of the Duke.

BORSA, MARULLO, CHORUS
to Ceprano
But how?

CEPRANO
Let those with spirit come armed
to my house tomorrow. After dark.

BORSA, MARULLO, CHORUS
Yes! Agreed.

RIGOLETTO
Who could harm me? etc.

DUKE
Ah, you always take a joke, etc.

BORSA, CEPRANO, MARULLO, CHORUS
Revenge on the fool! Which of us nurses
no grudge against him for his cruel ways?
Yes, revenge! etc.

DUKE, RIGOLETTO
What gaiety! What a party spirit!

The dancers swirl into the room.

ALL
What gaiety! What party spirit!
What splendid entertainment!
Oh, just look, would you not say
that this was the realm of pleasure?

Enter Count Monterone.

MONTERONE
Let me speak to him.

DUKE
No!

MONTERONE
coming forward
I shall!

BORSA, RIGOLETTO, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Monterone!

MONTERONE
fixing the Duke with a look of fearless pride
Yes, Monterone. My voice, like thunder,
shall make you quake wherever you go...

RIGOLETTO
to the Duke, imitating Monterone
Let me speak to him.
advancing with mock?solemnity
You did conspire against us, my lord,
and we, with royal clemency, forgave you.
What mad impulse is this, that night and day
you make complaint about your daughter's honour?

MONTERONE
regarding Rigoletto with angry contempt
One more insult!
to the Duke
Ah yes! I shall disrupt
your orgies; I shall come here to complain
so long as the atrocious insult
to my family remains unpunished.
And if you give me over to your hangman,
I shall haunt you as a terrifying spectre,
carrying my skull in my hands,
crying to God and man for vengeance!

DUKE
Enough! Arrest him.

RIGOLETTO
He's mad.

CHORUS
What audacity!

MONTERONE
to the Duke and Rigoletto
May both of you be damned!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Ah!

MONTERONE
To unleash your hounds on a dying lion
is cowardly, o Duke.
to Rigoletto
and you, you serpent,
you who ridicule a father's grief,
my curse upon you!

RIGOLETTO
horror?struck
(What has he said! Horror!)

DUKE, BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
to Monterone
O you who so daringly disrupt our revels,
some demon from hell must have guided you here;
no words will avail you, begone from this place,
go, greybeard, beware of your sovereign's wrath, etc.
You have provoked it, all hope is lost,
this was a fatal mistake on your part.

RIGOLETTO
(Horror! What horror! etc.)

MONTERONE
My curse upon you! And you, you serpent! etc.

Monterone goes out between two Halberdiers.
The others all follow the Duke into an adjoining room.



SCENE TWO
The end of a cul?de?sac. Left, a modest house with a small courtyard enclosed by walls. In the courtyard, a large tree with a marble bench beside it; a door in the wall opens on to the street. Above the wall, a terrace over a loggia. From the second storey a door opens on to the terrace, which is reached by a flight of steps in front. To the right of the road, a much higher wall surrounding the garden and one side of the Ceprano palace. It is night.
Rigoletto enters, wrapped in a cloak. Sparafucile, a long sword beneath his cloak, follows him.


No. 3 - Duet

RIGOLETTO
(The old man cursed me!)

SPARAFUCILE
Signor? ...

RIGOLETTO
Go ? I have nothing.

SPARAFUCILE
And I asked for nothing. You see before you
a swordsman.

RIGOLETTO
A robber?

SPARAFUCILE
One who can rid you,
for a small fee, of a rival,
which you have.

RIGOLETTO
Who?

SPARAFUCILE
Your woman lives there.

RIGOLETTO
(What's this I) And how much
would you charge me for a nobleman?

SPARAFUCILE
I'd demand a higher price.

RIGOLETTO
How are you usually paid?

SPARAFUCILE
Half in advance,
the rest on completion.

RIGOLETTO
(The demon!) And how is it
that you can work so safely?

SPARAFUCILE
I either kill in the town
or under my own roof.
I wait for my man at night;
one thrust and he dies.

RIGOLETTO
(The demon!) And how do you work at home?

SPARAFUCILE
It's simple.
My sister helps me.
She dances in the streets... she's pretty …
she entices the victim, and then...

RIGOLETTO
I understand.

SPARAFUCILE
Without a sound...
This is my instrument.
indicating his sword
Can it serve you?

RIGOLETTO
No... not just now.

SPARAFUCILE
You'll regret it.

RIGOLETTO
Who knows?

SPARAFUCILE
My name is Sparafucile.

RIGOLETTO
A foreigner?

SPARAFUCILE
as he leaves
Burgundian.

RIGOLETTO
And where, if the need should arise?

SPARAFUCILE
Here, each night.

RIGOLETTO
Go!

SPARAFUCILE
Sparafucile.

He leaves.

No. 4 - Scena and Duet

RIGOLETTO
his gaze following Sparafucile
We are two of a kind:
my weapon is my tongue, his is a dagger;
I am a man of laughter, he strikes the fatal blow!
The old man cursed me …
O mankind! O nature!
It was you who made me evil and corrupt!
I rage at my monstrous form, my cap and bells!
To be permitted nothing but to laugh!
I'm denied that common human right, to weep …
My master,
young, carefree, so powerful, so handsome,
half?dozing, says:
"Fool, make me laugh!"
And I must contrive to do it! Oh, damnation!
My hate upon you, sneering courtiers!
How I enjoy snapping at your heels!
If I am wicked, the fault is yours alone.
But here I become another person!
The old man cursed me!... Why should this
thought still prey so on my mind?
Will some disaster befall me? Ah no, this is folly!
He opens the gate with a key and enters the courtyard.
Gilda runs from the house and into his arms.

My daughter!

GILDA
Father!

RIGOLETTO
Only with you
does my heavy heart find joy.

GILDA
Oh, how loving you are, father!

RIGOLETTO
You are my life!
Without you, what would I have on earth?
Ah, my daughter!

GILDA
You sigh! What makes you so sad?
Tell your poor daughter.
If you have secrets, share them with her:
let her know about her family.

RIGOLETTO
You have no family.

GILDA
What is your name?

RIGOLETTO
What does it matter?

GILDA
If you are unwilling
to tell me about yourself...

RIGOLETTO
interrupting
Never leave this house.

GILDA
I only go out to church.

RIGOLETTO
Oh, that is good.

GILDA
If you will tell me nothing of yourself,
let me know at least who my mother was.

RIGOLETTO
Oh, do not speak to your wretched
father of his lost love.
She felt, that angel,
pity for my sorrows.
I was alone, deformed, poor,
and she loved me out of compassion.
She died... may the earth rest lightly
upon that beloved head.
Only you are left to this wretch...
O God, I thank thee for that!

GILDA
sobbing
What sorrow! What can have caused
such bitter tears?
Father, no more, calm down.
This sight tortures me.
Tell me your name, tell me
what sorrow so afflicts you.

RIGOLETTO
What good would it do? None at all!
I am your father, let that suffice.
Perhaps some people fear me,
and some may even hate me.
Others curse me …

GILDA
Country, family, friends,
have you none of these?

RIGOLETTO
Country! family! friends!
My faith, my family, my country,
my whole world is in you!

GILDA
Ah, if I can make you happy,
then I shall be content!

I have been here for three months now,
yet I have never seen the town:
if you would let me, now I could...

RIGOLETTO
Never! Never! Tell me, have you been out?

GILDA
No.

RIGOLETTO
Woe betide you!

GILDA
(What have I said?)

RIGOLETTO
Make sure you never do!
(They could follow her, carry her off!
Here, the dishonouring of a jester's daughter
would be cause for laughter.. Oh, horror!)
towards the house
Hola?

Giovanna comes out of the house.

GIOVANNA
Signor?

RIGOLETTO
Does anyone see me come in?
Mind you tell me the truth.

GIOVANNA
Ah no, no one.

RIGOLETTO
Good. Is the gate to the street
always kept locked?

GIOVANNA
Yes, always.

RIGOLETTO
Mind you tell me the truth.
O woman, watch over this flower
entrusted, pure, to your keeping;
be vigilant, that nothing may ever
sully its purity.
From the fury of the winds
that have broken other flowers,
protect her, and unstained
restore her to her father.

GILDA
What affection! What concern!
What do you fear, my father?
In heaven above, at God's right hand,
an angel watches over us.
We are shielded from all harm
by my mother's blessed prayers.
No hand will ever pluck or crush
this flower so dear to you.

The Duke, dressed as a commoner, appears in the street.

RIGOLETTO
O woman, watch over this flower,
entrusted pure, to your..
There is someone outside!

He opens the gate and, as he goes out into the street, the Duke slips into the courtyard and hides behind the tree, throwing a purse to Giovanna to ensure her silence.

GILDA
Dear God!
Always some new suspicion!

RIGOLETTO
returning, to Giovanna
Has anyone ever followed you to church?

GIOVANNA
Never.

DUKE
(Rigoletto!)

RIGOLETTO
If anyone ever knocks,
mind you don't open the gate.

GIOVANNA
Not even for the Duke?

RIGOLETTO
Especially not for him.
My daughter, good night.

DUKE
(His daughter!)

GILDA
Good night, father.

RIGOLETTO
O woman, watch over this flower, etc.
My daughter, good night!

GILDA
What affection, etc.
Good night, father.

They embrace and Rigoletto departs closing the gate behind him;
Gilda, Giovanna and the Duke remain in the courtyard.


No. 5 - Scena and Duet

GILDA
Giovanna, I am ashamed...

GIOVANNA
Whatever for?

GILDA
I said nothing of the youth
who followed us to church.

GIOVANNA
Why tell him? Do you dislike
this young man, then?

GILDA
No, no, be is too handsome
and I could be tempted to love him.

GIOVANNA
And he seems generous, a fine gentleman.

GILDA
I hope he's not a gentleman or a prince;
I think I should love him more if he were poor.
Sleeping and waking, I call to him,
and my soul in ecstasy cries: I lo…

DUKE
Rushing out and waving Giovanna away, he kneels before Gilda and finishes the sentence for her.
I love you!
I love you! Speak those dear words once more
and a heaven of joy will open before me!

GILDA
Giovanna? Alas! There is no one here
to answer me! Oh, God! No one?

DUKE
I am here, and my very soul answers you.
Ah, two who love are a world in themselves!

GILDA
Who, whoever brought you here to me?

DUKE
Whether angel or devil, what does it matter?
I love you!

GILDA
Leave me.

DUKE
Leave you?… Now?…
Now that both of us burn with a single fire!
Ah, the god of love has bound
our destinies together, inseparably!

Love is the sunshine of the soul, 'tis life itself!
Its voice is the beating of our hearts.
Fame and glory, power and thrones,
are but fragile, earthbound things beside it.
One thing alone is unique, divine:
'tis love that bears us heavenwards!
So let us love, my angel?woman;
you would make me the envy of all mankind.

GILDA
(Ah, these are the tender, Ionged?for words
I have heard in my maiden dreams!)

DUKE
You love me, say it once again.

GILDA
You eavesdropped...

DUKE
How happy you've made me!

GILDA
Tell me your name...
Am I permitted to know it?

Ceprano and Borsa appear in the street below.

CEPRANO
to Borsa
This is the place.

DUKE
racking his brains
My name is …

BORSA
to Ceprano
Good.

He and Ceprano leave.

DUKE
Walter Maldè.
I am a student, and poor…

GIOVANNA
returning in a state of alarm
I can hear footsteps outside!

GILDA
My father, perhaps...

DUKE
(Ah, if I should catch
the traitor
who cost me such a chance!)

GILDA
to Giovanna
Show him out
through the garden gate... Go now

DUKE
Tell Me, will you love me?

GILDA
And you?

DUKE
For the rest of my life... then...

GILDA
No more, no more … you must go.

TOGETHER
Farewell... my heart and soul
are set on you alone.
Farewell … my love for you
will last for ever.

He leaves, escorted by Giovanna.
Gilda stands watching the gate through which be disappeared.


No. 6 - Aria

GILDA
Walter Maldè… name of the man I love,
be thou engraved upon my lovesick heart!

Beloved name, the first to move
the pulse of love within my heart,
thou shalt remind me ever
of the delights of love!
In my thoughts, my desire
will ever fly to thee,
and my last breath of life
shall be, beloved name, of thee.
Taking a lantern, she walks up the steps to the terrace.
Walter Maldè!

Meanwhile, Marullo, Ceprano, Borsa and other courtiers have appeared in the road, armed and masked, they watch Gilda as she enters the house.

Beloved name, etc.

BORSA
There she is.

CEPRANO
Look at her!

CHORUS
Oh, isn't she lovely!

MARULLO
She looks like a fairy or an angel.

CHORUS
So that's Rigoletto's
mistress!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Oh, isn't she lovely!

Rigoletto enters with a preoccupied air.

No. 7 - First Finale

RIGOLETTO
(I've come back!... Why?)

BORSA
Silence. To work, now …do as I say.

RIGOLETTO
(Ah, I was cursed by that man!)
brushing against Borsa
Who's there?

BORSA
to his companions
Quiet... It's Rigoletto.

CEPRANO
A double victory! We'll kill him.

BORSA
No, tomorrow the jest will be even better.

MARULLO
Leave this to me...

RIGOLETTO
Who is that speaking?

MARULLO
Eh, Rigoletto?... Is that you?

RIGOLETTO
Who is that?

MARULLO
Eh, don't snap our heads off! This is...

RIGOLETTO
Who?

MARULLO
Marullo.

RIGOLETTO
It's so dark I can't see a thing.

MARULLO
We're here for a prank...
We’re going to carry off Ceprano's wife.

RIGOLETTO
(Ah, I can breathe again!)
How can you get in?

MARULLO
to Ceprano
Your key!
to Rigoletto
Don't worry.
We've got it all arranged...
giving him Ceprano's key
Here is the key.

RIGOLETTO
feeling it
I can feel its crest.
(Ah, my terror was unfounded!)
This is his place. I'm with you.

MARULLO
We're masked...

RIGOLETTO
Then I should be too.
Give me a mask.

MARULLO
Fine, it's right here.
He puts a mask on Rigoletto, at the same time blindfolding him with a handkerchief, then positions him by a ladder which the others have leant against the terrace.
You shall hold the ladder.

RIGOLETTO
It’s dark as pitch.

MARULLO
The cloth has stopped his eyes and ears.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Softly, softly, the trap is closing;
now we shall catch him, all unsuspecting.
The mocker so insolent, so unremitting,
will soon be a butt of derision himself!
Stealthily, stealthily we'll kidnap his mistress,
and in the morning the whole Court will laugh!
Stealthily, stealthily, etc.
The mocker so insolent, etc.
Softly… stealthily …to work.

Some of the men climb up to the terrace, force the door, open the gate from the inside to admit the others, then emerge dragging Gilda, gagged with a handkerchief. As she is carried off she drops a scarf.

GILDA
from afar
Help, father!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
in the distance
Victory!

GILDA
from further away
Help!

RIGOLETTO
They haven't finished yet! …A good joke this!
touching his eyes
I'm blindfolded!... Gilda!

He tears off the mask and the blindfold. By the light of a lantern left by Marullo's men, he sees Gilda's scarf, then the open gate. Rushing into the courtyard, he drags out the terrified Giovanna and stares at her, stupefied, speechless, he tears his hair. Finally, after a great struggle, he cries out.

Ah, the curse!

He faints.

ACT TWO

A room in the ducal palace. There is a door on each side and a larger one at the far end flanked by full?length portraits of the Duke and his wife. A high?backed chair stands near a velvet covered table and other furniture.

No. 8 - Scena and Aria

DUKE
entering, agitated
She has been stolen from me!
When, O heaven? In those few moments,
before some inner voice
made me hastily retrace my steps!
The gate was open, the house deserted!
And where is she now, that dear angel?
She who first kindled my heart
with the flame of a constant affection?

So pure that her modest demeanour
almost convinced me to lead a virtuous life!
She has been stolen from me!
And who dared do this? ... But I shall be avenged.
The tears of my beloved demand it.

I seem to see the tears
coursing from her eyes
as, bewildered and afraid
at the surprise attack,
remembering our love,
she called her Walter's name.
But could not defend you,
sweet, beloved maid;
he who would pledge his very soul
to bring you happiness;
he who, in loving you, envied
not even the angels.

Marullo, Ceprano, Borsa and other courtiers enter.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
My lord, my lord!

DUKE
What is it?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Rigoletto's mistress
has been carried off.

DUKE
What? From where?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
From his house.

DUKE
Ah! ah! Tell me, how was it done?

He sits down.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Together we went at nightfall,
to a street on the edge of the town;
there, as we had foreseen,
we found a most beautiful girl.
It was Rigoletto's paramour,
but as soon as we saw her, she vanished.
Our plans to abduct her were ready,
when along came the jester himself,
whom we convinced, the simpleton,
that we were after Ceprano's countess.
So once we had set up the ladder,
he, blindfolded, held it secure.
We climbed up and in less than no time
had carried the young girl away.
When he realized how we'd paid him out,
you should have heard him curse!

DUKE
(Heavens! It's her, my beloved!)
to the Chorus
But where is the poor girl now?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
We brought her here ourselves.

DUKE
(Ah, heaven has not stolen everything from me!)
joyfully, rising
(Mighty love calls me,
and I to her must fly:
I would give my crown
to console her heart.
Ah, she shall know at last who loves her
and learn who I really am:
she shall learn that Love counts
among his slaves even those on thrones.)

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Oh, what thought now excites him?
How his mood has changed!

The Duke hurries of fthrougH the centre door. Rigoletto enters, humming to himself and trying to disguise his grief.

No. 9 - Scena and Aria

MARULLO
Poor Rigoletto!

RIGOLETTO
La ra, la ra, la la...

CHORUS
Here he comes!... Be silent!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Good morning, Rigoletto.

RIGOLETTO
(They were all in on it!)

CEPRANO
What news, jester?

RIGOLETTO
What news, jester?
Only that you are more of a bore than usual.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Ha! ha! ha!

RIGOLETTO
La ra, la ra, la la...
restlessly searching everywhere
(Where can they have hidden her?...

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
(See how upset he is!)

RIGOLETTO
La ra, la ra, la la …

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
(Yes! See how upset he is!)

RIGOLETTO
to Marullo
I am glad
that the cold air last night
did not harm you in the least...

MARULLO
Last night!...

RIGOLETTO
Yes! … Ah! it was a fine trick!

MARULLO
But I was asleep all night!

RIGOLETTO
Ah, you were asleep! So I dreamed it!
La ra, la ra, la la …

He moves off. Seeing a handkerchief on the table, he examines the monogram agitatedly.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
(See how he inspects everything!)

RIGOLETTO
throwing down the handkerchief
(It isn’t hers.)
Is the Duke still asleep?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Yes, he is still asleep.

One of the Duchess`s pages enters.

PAGE
The Duchess wishes to speak to the Duke.

CEPRANO
He's asleep.

PAGE
Wasn't he here with you just now?

BORSA
He went hunting.

PAGE
Without his escort! Unarmed!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Don't you understand
that he can't see anyone right now?

RIGOLETTO
standing apart, be has followed the conversation attentively, and now leaps among them, crying out:
Ah, she is there, then! She is with the Duke!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
Who?

RIGOLETTO
The girl you carried off
from my house last night.
But I shall get her back... She's in there!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
If you've mislaid your mistress, look for her elsewhere.

RIGOLETTO
I want my daughter!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
His daughter!

RIGOLETTO
Yes, my daughter! After such a sweet revenge,
what? You're not laughing?
She's in there… I want her… Give her back.

running towards the centre door, but finding it barred by the courtiers

Courtiers, vile, damnable rabble,
how much were you paid for my treasure?
There's nothing you won't do for money,
but my daughter is beyond any price.
Give her back … or this hand, though unarmed,
will prove a dread weapon indeed.
A man will fear nothing on earth
when defending his children's honour.
Assassins, open that door!

He again attacks the door, is dragged away from it by the courtiers, struggles awhile, then gives up, exhausted.

Ah! You're all against me!
weeping
All against me!
Then I'll weep. Marullo, my lord,
you whose soul is as gentle as your heart,
tell me, where have they hidden her?
She’s in there …isn't she? You don't answer…
Alas! My lords, forgive me, have pity!
Give an old man back his daughter!
To give her back can cost you nothing now,
but to me my daughter is everything.
Lords, forgive me …
Give me my daughter back,
to me my daughter is everything.
Lords, forgive me.

Gilda suddenly runs from the room on the left and throws herself into her father's arms.

No. 10 - Scena and Duet

GILDA
Father!

RIGOLETTO
Oh, God! My Gilda!
Sirs, she is all
the family I have … Don't be afraid now,
my angel child
to the courtiers
It was only a joke wasn't it?
I, though I wept before, now laugh.
to Gilda
Why do you still weep?

GILDA
The shame, father!

RIGOLETTO
Good God! What do you mean?

GILDA
To you alone I confess...

RIGOLETTO
to the courtiers
Off with u, all of you!
And if your Duke should dare approach,
tell him not to enter, tell him I am here.

sinks into the chair

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CHORUS
(With children and with madmen,
pretence is often best.
We’ll leave, but still keep watch
to see what he may do.)

They go out through the center and shut the door.

RIGOLETTO
Speak... we are alone.

GILDA
(O Heaven, give me courage!)

Each holy day, in church,
as I prayed to God,
a fatally handsome young man
stood where I could see him...
Though our lips were silent,
our hearts spoke through our eyes.
Furtively, only last night he came
to meet me for the first time.
I am a student and poor,”
he said so tenderly,
and with passionate fervour
told me of his love.
He went... my heart was rapt
in the sweetest dreams,
when suddenly the men broke in
who carried me away;
they brought me here by force,
cruelly afraid.

RIGOLETTO
(Ah! I asked infamy, O God,
only for myself,
so that she might be raised
as high as I had fallen.
Ah, beside the gallows
one must raise an altar!
But all is now lost,
the altar is cast down!)
Weep, my child, and let your tears
fall upon my breast.

GILDA
Father, an angel speaks through you
and consoles me.

RIGOLETTO
When I have finished what I must do here,
we can leave this house of doom.

GILDA
Yes.

RIGOLETTO
(A single day has changed everything!)

Preceded by an usher, Count Monterone enters between two halberdiers and crosses the back of the room.

USHER
Open up: Monterone is to go to the dungeon.

MONTERONE
halting before the Duke's portrait
Since my curse has been in vain,
and neither steel nor thunderbolt has struck
your breast, you will live on, o Duke, in happiness.

He goes out through the center between the guards.

RIGOLETTO
No, old man, you're wrong … you shall be avenged.
passionately addressing the portrait
Yes, revenge, terrible revenge is all that my heart desires.
The hour of your punishment hastens on,
that hour which will be your last.
Like a thunderbolt from the hand of God,
the jester's revenge shall strike you down.

GILDA
O my father, what a fierce joy
flashes in your eyes!
Forgive him: and then we too may hear
the voice of pardon from Heaven.
Forgive him!

RIGOLETTO
Revenge! Revenge! No! No!

GILDA
(He betrayed me, yet I love him; great God,
I ask for pity on this faithless man!)

RIGOLETTO
Like a thunderbolt, etc.

GILDA
Forgive him, etc.

They leave through the main door.

ACT THREE

The right bank of the River Mincio. On the left is a two?storied house, half fallen into ruin. At ground level, beyond an arcade, the interior of a rustic wineshop can be seen and a rough stone staircase leading to a loft with a small bed which, since there are no shutters, is in full view. Downstairs, in the wall facing the road, is a door that opens inwards. The wall itself is so full of cracks and boles here that whatever takes place within is clearly visible. In the background are the deserted fields along the Mincio, which runs behind a crumbling parapet. Beyond the river lies Mantua

It is night. Gilda and Rigoletto, both ill at ease, are standing in the road; Sparafucile is seated at a table in the wineshop.


No. 11 - Scena and Canzone

RIGOLETTO
And you love him?

GILDA
I always will.

RIGOLETTO
Yet I have given you time to forget.

GILDA
I love him.

RIGOLETTO
Poor woman's heart! Ah, the scoundrel!
You shall be avenged, o Gilda.

GILDA
Have pity, my father!

RIGOLETTO
And if you were sure
of his lack of faith, would you still love him?

GILDA
I do not know, but he adores me.

RIGOLETTO
He does?

GILDA
Yes.

RIGOLETTO
Well then, just watch.

He leads her to a crack in the wall. She looks through into the wineshop.

GILDA
I see a man.

RIGOLETTO
Wait a moment.

The Duke, wearing the uniform of a cavalry officer, enters the wineshop through a door on the left.

GILDA
startled
Ah, father!

DUKE
to Sparafucile
Two things
and quickly..

SPARAFUCILE
What things?

DUKE
A room and a bottle of wine!

RIGOLETTO
(These are the fellow's habits.)

SPARAFUCILE
(Oh, the gay blade!)

He goes into an adjoining room.

DUKE
Women are as fickle
as feathers in the wind,
simple in speech,
and simple in mind.
Always the loveable,
sweet, laughing face,
but laughing or crying,
the face is false for sure.

If you rely on her
you will regret it,
and if you trust her
you are undone!
Yet none can call himself
fully contented
who has not tasted
love in her arms!

Women are as fickle, etc.

Sparafucile returns with a bottle of wine and two glasses, which he puts on the table; then he strikes the ceiling twice with the pommel of his sword. At this signal, a buxom young woman in gypsy costume comes jumping down the stairs. The Duke runs to kiss her, but she eludes him. Meanwhile, Sparafucile, having slipped out into the road, speaks softly to Rigoletto:

SPARAFUCILE
Your man's in there. Is he to live or die?

RIGOLETTO
I'll come back later to conclude our business.

Sparafucile moves off behind the house in the direction of the river.

No. 12 - Quartet

DUKE
One day, if I remember rightly,
my pretty one, I met you...
I asked someone about you
and was told that you live here.
Let me say that ever since,
my heart has been yours alone.

GILDA
(Deceiver!)

MADDALENA
Ah! Ah! And of twenty others
that maybe you're forgetting?
I think my fine young man
is a bit of a libertine.

DUKE
Yes, I'm a monster.

goes to embrace her

GILDA
Ah, father!

MADDALENA
Leave me alone,
you scatterbrain!

DUKE
Ho, what a fuss!

MADDALENA
Behave yourself!

DUKE
Be nice to me,
don't play hard to get.
Good behaviour doesn't exclude
jollity and love.
caressing ber hand
Pretty white hand!

MADDALENA
You are joking, sir.

DUKE
No, no.

MADDALENA
I'm ugly.

DUKE
Kiss me.

GILDA
(Deceiver!)

MADDALENA
You're drunk!

DUKE
With love.

MADDALENA
If you're trifling with me, sir,
I'm indifferent.

DUKE
No, no. I want to marry you...

MADDALENA
I want your word of honour.

DUKE
ironic
Sweet little maid!

RIGOLETTO
to Gilda, who has seen and heard all
Haven't you seen enough?

GILDA
The wicked deceiver!

DUKE
Fairest daughter of love,
I am a slave to your charms;
with but a single word you could
relieve my every pain.
Come, touch my breast and feel
how my heart is racing.

MADDALENA
Ah! Ah! That really makes me laugh;
talk like that is cheap enough.
Believe me, I know exactly
what such play?acting is worth!
I, my fine sir, am quite accustomed
to foolish jokes like this.

GILDA
Ah, these are the loving words
the scoundrel spoke once to me!
O wretched heart betrayed
do not break for sorrow.

RIGOLETTO
to Gilda
Hush weeping can do no good...
You are now convinced he was lying.
Hush, and leave it up to me
to hasten our revenge.
It will be quick, it will be deadly,
I know how to deal with him.

Listen to me, go home.
Take some money and a horse,
Put on the men's clothes I provided,
then leave at once for Verona.
I shall meet you there tomorrow.

GILDA
Come with me now.

RIGOLETTO
It's impossible.

GILDA
I'm afraid.

RIGOLETTO
Go!

The Duke and Maddalena continue to laugh and talk together as they drink. Gilda having left, Rigoletto goes behind the house and returns with Sparafucile, counting out money into the cut?throat's hands.

No. 13 - Scena, Trio and Storm

RIGOLETTO
Twenty scudi, you said? Here are ten,
and the rest when the work is finished.
He is staying here?

SPARAFUCILE
Yes.

RIGOLETTO
At midnight
I shall return.

SPARAFUCILE
No point:
I can throw him in the river without help.

RIGOLETTO
No, no, I want to do it myself.

SPARAFUCILE
All right; his name?

RIGOLETTO
Do you want to know mine as well?
He is Crime, I am Punishment.

He leaves; the sky darkens, it thunders.

SPARAFUCILE
The storm is getting closer.
The night will be darker.

DUKE
Maddalena?

trying to embrace her

MADDALENA
pushing him away
Wait... my brother
is coming.

DUKE
So?

MADDALENA
Thunder!

SPARAFUCILE
entering
It's going to rain soon.

DUKE
So much the better.
You can sleep in the stable...
or in hell … wherever you like.

SPARAFUCILE
Thank you.

MADDALENA
softly to the Duke
Ah no!... You must leave.

DUKE
to Maddalena
In this weather?

SPARAFUCILE
softly to Maddalena
It means twenty gold scudi.
to the Duke
I'll be glad
to offer you my room.
If you want to see it, let's go up now.

Taking a lamp, he starts up the stairs.

DUKE
Good; I’ll be with you in a moment.

He whispers something to Maddalena, then follows Sparafucile.

MADDALENA
(Poor lad! He's so handsome!
God! What a night this is!)

DUKE
upstairs, noticing that the loft is open on one side
We sleep in the open, eh? Good enough!
Good night.

SPARAFUCILE
Sir, may God protect you.

DUKE
We'll sleep a little; I'm tired.
Oh, women are fickle, etc.
He lays down his hat and sword and stretches out on the bed and falls asleep.

Maddalena, meanwhile, has sat down at the table below. Sparafucile drinks from the bottle which the Duke left unfinished. Both are silent for a moment, lost in their thoughts.


MADDALENA
He is really most attractive, this young man.

SPARAFUCILE
Oh, yes … to the tune of twenty scudi.

MADDALENA
Only twenty!... That's not much! He was worth more.

SPARAFUCILE
His sword: if he's asleep, bring it down to me.

Maddalena goes upstairs and stands looking at the sleeping Duke, then she closes the balcony as best she can and comes down carrying the sword. Gilda, meanwhile, appears in the road wearing male attire, boots and spurs, and walks slowly towards the inn where Sparafucile is still drinking. Frequent thunder and lightning.

GILDA
Ah, my reason has left me!
Love draws me back … Father, forgive me!
thunder
What a terrible night! Great God, what will happen?

MADDALENA
having put the Duke's sword on the table
Brother?

GILDA
peeping through a crack
Who is speaking?

SPARAFUCILE
rummaging in a cupboard
Go to the devil!

MADDALENA
He's an Apollo, that young man; I love him,
he loves me... let him be... let's spare him.

GILDA
listening
Dear God!

SPARAFUCILE
throwing her a sack
Mend this sack!

MADDALENA
Why?

SPARAFUCILE
Because your Apollo, when I've cut his throat,
will wear it when I throw him in the river.

GILDA
I see hell itself!

MADDALENA
But I reckon I can save you the money
and save his life as well.

SPARAFUCILE
Difficult, I think.

MADDALENA
Listen... my plan is simple.
You've had ten scudi from the hunchback;
he's coming later with the rest...
Kill him, and the twenty you've got;
so we lose nothing.

GILDA
What do I hear?... My father!

SPARAFUCILE
Kill the hunchback? What the devil do you mean?
Am I a thief? Am I a bandit?
What client of mine has ever been cheated?
This man pays me, and I shall deliver.

MADDALENA
Ah, have mercy on him!

SPARAFUCILE
He must die.

MADDALENA
I'll see he escapes in time.

She runs towards the stairs.

GILDA
Oh, merciful girl!

SPARAFUCILE
holding her back
We'd lose the money,

MADDALENA
That's true!

SPARAFUCILE
Don't interfere.

MADDALENA
We must save him.

SPARAFUCILE
If someone else comes here before midnight,
they shall die in his place.

MADDALENA
The night is dark, the weather too stormy;
no one will pass by here at this late hour.

GILDA
Oh, what a temptation! To die for the ingrate?
To die! And my father?… Oh, Heaven, have mercy!

A distant clock chimes half?past eleven.

SPARAFUCILE
There's still half an hour.

MADDALENA
weeping
Hait, brother…

GILDA
What! A woman like that weeps, and I do nothing to help him!
Ah, even if he betrayed my love
I shall save his life with my own!

She knocks on the door.

MADDALENA
A knock at the door?

SPARAFUCILE
It was the wind.

Gilda knocks again.

MADDALENA
Someone's knocking, I tell you.

SPARAFUCILE
How strange! Who's there?

GILDA
Have pity on a beggar;
grant him shelter for the night.

MADDALENA
A long night will it be!

SPARAFUCILE
Wait a moment.

searching in the cupboard

MADDALENA
Come on, get on with it, finish the job
I am eager to save one life with another.

SPARAFUCILE
So, I'm ready; open the door;
all I want to save is the gold.

GILDA
(Ah, death is near, and I am so young!
Oh, Heaven, for these sinners I ask thy pardon.
Father, forgive your unhappy child!
May the man I am saving be happy.)

MADDALENA
Get on with it!

SPARAFUCILE
Open up!

MADDALENA
Enter!

GILDA
(God! Forgive them!)

MADDALENA, SPARAFUCILE
Enter!

Dagger in hand, Sparafucile positions himself behind the door; Maddalena opens it, then runs to close the big door under the archway while Gilda enters. Sparafucile closes the door behind her and the rest is darkness and silence.

No. 14 - Scena and Final Duet

Rigoletto comes down the road alone, wrapped in his cloak. The violence of the storm has abated, now there is only the occasional thunderclap and flash of lightning.

RIGOLETTO
At last the moment of vengeance is at hand!
For thirty days I have waited,
weeping tears of blood
behind my fool's mask. This door…
examining the house
is closed!... ah, it is not yet time! I shall wait.

What a night of mystery!
A tempest above,
a murder below!
Oh, how big I feel now!
The clock chimes twelve.
Midnight!

He knocks at the door.

SPARAFUCILE
coming out of the house
Who's there?

RIGOLETTO
about to enter
It is I.

SPARAFUCILE
Wait.
He goes into the house and returns with the sack.
Here is your man, dead.

RIGOLETTO
Oh joy!... A light!

SPARAFUCILE
A light? No, the gold!
Rigoletto gives him a purse.
Let's throw him into the river quickly

RIGOLETTO
No, I can do it alone.

SPARAFUCILE
As you wish. This is not a good place.
Further on the stream is deeper. Quick,
so that no one sees you. Good night.

He goes back into the house.

RIGOLETTO
He's in there!… Dead! Oh, but I must see him!
But what's the use? …It's him all right!
I can feel his spurs!
Now look upon me, O world!
Here is a buffoon, and his is a mighty prince!
He lies at my feet! It's him! Oh joy!
At last you are avenged, O grief!
Let the river be his tomb,
a sack his winding sheet!
To the river! To the river!

He is about to drag the sack towards the river, when he hears, to his amazement, the voice of the Duke in the distance.

DUKE
Women are as fickle, etc.

RIGOLETTO
His voice! …This is a trick of the darkness!
drawing back in terror
No!… No! This is he!...
shouting towards the house
Damnation! Hola!... You devil of a bandit!
Who can this be, here in his stead?
He cuts open the sack.
I tremble... It's a human body!
lightning
My daughter!... O God!... My daughter!
Ah, no, it cannot be! She has left for Verona!
It was a spectre…
kneeling
It is she!
Oh, my Gilda, child, answer me!
Tell me the murderer's name!... Hola...
knocking desperately at the door
No one?...
No one!
returning to Gilda
My daughter? My Gilda?... Oh, my daughter!

GILDA
Who calls me?

RIGOLETTO
She speaks!… She moves! …She is alive! Oh, God!
Ah, my only joy on earth …
look at me … say who I am …

GILDA
Ah, my father!

RIGOLETTO
I'm mystified!… What happened?… Are you wounded? Tell me...

GILDA
pointing to her heart
The dagger wounded me here.

RIGOLETTO
Who struck you?

GILDA
I deceived you … I was guilty …
I loved him too much … now I die for him!

RIGOLETTO
(Great God in heaven! She was struck by the
bolt that I, in righteous vengeance, loosed!)
Beloved angel! Look at me, listen to me!
Speak, speak to me, dearest child.

GILDA
Let me be silent! Forgive me, and him.
Bless your daughter, O my father –
in heaven above, near my mother,
I shall pray for you evermore.
No more... Farewell!

RIGOLETTO
Do not die, my treasure, have pity!
Oh, my dove, you must not leave me!
If you go away, I shall be alone!
Do not die, or I shall die beside you!
Oh my daughter, my Gilda!

Gilda dies.

Gilda! My Gilda! She is dead!
Ah, the curse!

Tearing his hair in anguish, he falls senseless upon his daughter's body.

Personaggi:
IL DUCA di Mantova (Tenore)
RIGOLETTO, suo buffone di corte (Baritono)
GILDA, figlia di lui (Soprano)
SPARAFUCILE, bravo (Basso
MADDALENA, sorella di lui (Contralto)
GIOVANNA, custode di Gilda (Mezzo-Soprano)
IL CONTE DI MONTERONE (Baritono)
MARULLO, cavaliere (Baritono)
MATTEO BORSA, cortigiano (Tenore)
IL CONTE DI CEPRANO (Basso)
LA CONTESSA, sposa di lui (Mezzo-Soprano)
Un USCIERE di corte (Tenore)
Un PAGGIO della Duchessa (Mezzo-Soprano)

CORO
Cavalieri, Dame, Paggi, Alabardieri



ATTO PRIMO

No. 1 - Preludio

SCENA PRIMA
Mantova. Sala magnifica nel palazzo ducale con porte nel fondo che mettono ad altre sale, pure splendidamente illuminate; folla di cavalieri e dame in gran costume nel fondo delle sale; paggi che vanno e vengono. La festa è nel suo pieno. Musica interna da lontano.
Il Duca e Borsa vengono da una porta del fondo.


No. 2 - Introduzione

DUCA
Della mia bella incognita borghese
Toccare il fin dell'avventura voglio.

BORSA
Di quella giovin che vedete al tempio?

DUCA
Da tre mesi ogni festa.

BORSA
La sua dimora?

DUCA
In un remoto calle;
Misterioso un uom v'entra ogni notte.

BORSA
E sa colei chi sia
L'amante suo?

DUCA
Lo ignora.

Un gruppo di dame e cavalieri attraversano la sala.

BORSA
Quante beltà!… Mirate.

DUCA
Le vince tutte di Cepran la sposa.

BORSA
Non v'oda il Conte, o Duca...

DUCA
A me che importa?

BORSA
Dirlo ad altra ei potria.

DUCA
Né sventura per me certo saria.

Questa o quella per me pari sono
A quant'altre d'intorno mi vedo;
Del mio core l'impero non cedo
Meglio ad una che ad altra beltà.
La costoro avvenenza è qual dono
Di che il fato ne infiora la vita;
S'oggi questa mi torna gradita
Forse un'altra doman lo sarà.

La costanza, tiranna del core,
Detestiamo qual morbo crudele.
Sol chi vuole si serbi fedele;
Non v'è amor se non v'è libertà.
De' mariti il geloso furore,
Degli amanti le smanie derido;
Anco d'Argo i cent'occhi disfido
Se mi punge una qualche beltà.

Entra il Conte di Ceprano, che segue da lungi la sua sposa servita da altro cavaliere; dame e signori che entrano da varie parti.

DUCA
alla signora di Ceprano movendo ad incontrarla con molta galanteria
Partite? … Crudele!

CONTESSA DI CEPRANO
Seguire lo sposo
M'è forza a Ceprano.

DUCA
Ma dee luminoso
In corte tal astro qual sole brillare.
Per voi qui ciascuno dovrà palpitare.
Per voi già possente la fiamma d'amore
Inebria, conquide, distrugge il mio core.

CONTESSA
Calmatevi …

Il Duca le dà il braccio ed esce con lei.
Entra Rigoletto che s'incontra nel signor di Ceprano, poi cortigiani.


RIGOLETTO
In testa che avete,
Signor di Ceprano?
Ceprano fa un gesto d'impazienza e segue il Duca. Rigoletto dice ai cortigiani.
Ei sbuffa, vedete?

BORSA, CORO
Che festa!

RIGOLETTO
Oh sì...

BORSA, CORO
Il Duca qui pur si diverte!

RIGOLETTO
Così non è sempre? che nuove scoperte!
Il giuoco ed il vino, le feste, la danza,
Battaglie, conviti, ben tutto gli sta.
Or della Contessa l'assedio egli avanza,
E intanto il marito fremendo ne va.

Esce. Entra Marullo premuroso.

MARULLO
Gran nuova! Gran nuova!

CORO
Che avvenne? Parlate!

MARULLO
Stupir ne dovrete...

BORSA, CORO
Narrate, narrate...

MARULLO
Ah! ah! Rigoletto...

BORSA, CORO
Ebben?

MARULLO
Caso enorme!

BORSA, CORO
Perduto ha la gobba?
Non è più difforme?

MARULLO
Più strana è la cosa... Il pazzo possiede …

BORSA, CORO
Infine?

MARULLO
Un'amante.

BORSA, CORO
Un'amante! Chi il crede?

MARULLO
Il gobbo in Cupido or s'è trasformato.

BORSA, CORO
Quel mostro? Cupido!...
Cupido beato!

MARULLO
Cupido beato!

Ritorna il Duca seguito da Rigoletto, poi da Ceprano.

DUCA
a Rigoletto
Ah, più di Ceprano importuno non v'è!
La cara sua sposa è un angiol per me!

RIGOLETTO
Rapitela.

DUCA
È detto; ma il farlo?

RlGOLETTO
Stasera.

DUCA
Non pensi tu al Conte?

RIGOLETTO
Non c'è la prigione?

DUCA
Ah, no.

RIGOLETTO
Ebben... s'esilia.

DUCA
Nemmeno, buffone.

RIGOLETTO
Allora la testa...
indicando difarla tagliare

CEPRANO
(Quell'anima nera!)

DUCA
battendo colla mano una spalla al Conte
Che di', questa testa?

RIGOLETTO
È ben naturale …
Che far di tal testa? … A cosa ella vale?

CEPRANO
infuriato, brandendo la spada
Marrano!

DUCA
a Ceprano
Fermate!

RIGOLETTO
Da rider mi fa.

BORSA, MARULLO, CORO
(In furia è montato!)

DUCA
a Rigoletto
Buffone, vien qua.
Ah, sempre tu spingi lo scherzo all'estremo.
Quell'ira che sfidi colpirti potrà.

CEPRANO
ai cortigiani a parte
Vendetta del pazzo! Contr'esso un rancore
Di noi chi non ha? Vendetta!

RIGOLETTO
Che coglier mi puote? Di loro non temo;
Del Duca un protetto nessun toccherà.

BORSA, MARULLO, CORO
a Ceprano
Ma come?

CEPRANO
In armi chi ha core
Doman sia da me. A notte.

BORSA, MARULLO, CORO
Sì. Sarà.

RIGOLETTO
Che coglier mi puote? ecc.

DUCA
Ah, sempre tu spingi lo scherzo, ecc.

BORSA, CEPRANO, MARULLO, CORO
Vendetta del pazzo! Contr'esso un rancore
Pei tristi suoi modi di noi chi non ha?
Sì, vendetta! ecc.

DUCA, RIGOLETTO
Tutto è gioia, tutto è festa!

La folla de' danzatori invade la scena.

TUTTI
Tutto è gioia, tutto è festa!
Tutto invitaci a goder!
Oh, guardate, non par questa
Or la reggia del piacer?

Entra il Conte di Monterone.

MONTERONE
Ch'io gli parli.

DUCA
No.

MONTERONE
avanzando
Il voglio.

BORSA, RIGOLETTO, MARULLO, CEPRANO, CORO
Monterone!

MONTERONE
fissando il Duca, con nobile orgoglio
Sì, Monteron... La voce mia qual tuono
Vi scuoterà dovunque...

RIGOLETTO
al Duca, contraffacendo la voce di Monterone
Ch'io gli parli.
Si avanza con ridicola gravità.
Voi congiuraste contro noi, signore,
E noi, clementi invero, perdonammo...
Qual vi piglia or delirio a tutte l'ore
Di vostra figlia a reclamar l'onore?

MONTERONE
guardando Rigoletto con ira sprezzante
Novello insulto!
al Duca
Ah sì, a turbare
Sarò vostr'orgie... verrò a gridare
Fino a che vegga restarsi inulto
Di mia famiglia l'atroce insulto;
E se al carnefice pur mi darete,
Spettro terribile mi rivedrete,
Portante in mano il teschio mio,
Vendetta chiedere al mondo e a Dio.

DUCA
Non più, arrestatelo.

RIGOLETTO
È matto.

BORSA, MARULLO, CEPRANO
Quai detti!

MONTERONE
al Duca e Rigoletto
Oh, siate entrambi voi maledetti!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Ah!

MONTERONE
Sianciare il cane a leon morente
È vile, o Duca...
a Rigoletto
E tu, serpente,
Tu che d'un padre ridi al dolore,
Sii maledetto!

RIGOLETTO
colpito
(Che sento! orrore!)

DUCA, BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
a Monterone
O tu che la festa audace hai turbato
Da un genio d'inferno qui fosti guidato;
E vano ogni detto, di qua t'allontana,
Va', trema, o vegliardo, dell'ira sovrana, ecc.
Tu l'hai provocata, più speme non v'è,
un'ora fatale fu questa per te.

RIGOLETTO
(Orrore!
Che orrore! ecc.

MONTERONE
Sii maledetto! e tu serpente, ecc.

Monterone parte fra due alabardieri; tutti gli altri seguono il Duca in altra stanza.


SCENA SECONDA

L'estremità d'una via cieca. A sinistra, una casa di discreta apparenza con una piccola corte circondata da mura. Nella corte un grosso ed alto albero ed un sedile di marmo; nel muro, una porta che mette alla strada; sopra il moro, un terrazzo sostenuto da arcate. La porta del primo piano dà sul detto terrazzo, a cui si ascende per una scala di fronte. A destra della via è il muro altissimo del giardino e un fianco del palazzo di Ceprano. È notte.

Entra Rigoletto chiuso nel suo mantello; Sparafucile lo segue, portando sotto il mantello una lunga spada.


No. 3 - Duetto

RIGOLETTO
(Quel vecchio maledivami!)

SPARAFUCILE
Signor?...

RIGOLETTO
Va', non ho niente.

SPARAFUCILE
Né il chiesi... a voi presente
Un uom di spada sta.

RIGOLETTO
Un ladro?

SPARAFUCILE
Un uom che libera
Per poco da un rivale,
E voi ne avete.

RIGOLETTO
Quale?

SPARFUCILE
La vostra donna è là.

RIGOLETTO
(Che sento!) E quanto spendere
Per un signor dovrei?

SPARAFUCILE
Prezzo maggior vorrei.

RIGOLETTO
Com'usasi pagar?

SPARAFUCILE
Una metà s'anticipa,
Il resto si dà poi.

RIGOLETTO
(Demonio!) E come puoi
tanto securo oprar?

SPARAFUCILE
Soglio in cittade uccidere,
Oppure nel mio tetto.
L'uomo di sera aspetto;
Una stoccata e muor.

RIGOLETTO
(Demonio!) E come in casa?

SPARAFUCILE
È facile...
M'aiuta mia sorella …
Per le vie danza ... è bella...
Chi voglio attira ... e allor…

RIGOLETTO
Comprendo.

SPARAFUCILE
Senza strepito...
È questo il mio strumento.
mostra la spada
Vi serve?

RIGOLETTO
No al momento.

SPARAFUCILE
Peggio per voi...

RIGOLETTO
Chi sa?

SPARAFUCILE
Sparafucil mi nomino.

RIGOLETTO
Straniero?

SPARAFUCILE
per andarsene
Borgognone.

RIGOLETTO
E dove all'occasione?

SPARAFUCILE
Qui sempre a sera.

RIGOLETTO
Va'.

SPARAFUCILE
Sparafucil.

Sparafucile parte

No. 4 - Scena e Duetto

RIGOLETTO
guardando dietro a Sparafucile
Pari siamo!…
Io la lingua, egli ha il pugnale.
Uomo son io che ride, ci quel che spegne!
Quel vecchio maledivami…
O uomini! o natura!
Vil scellerato mi faceste voi!…
O rabbia! esser difforme, esser buffone!
Non dover, non poter altro che ridere!
Il retaggio d'ogni uom m'è tolto … il pianto
Questo padrone mio,
Giovin, giocondo, sì possente, bello,
Sonnecchiando mi dice:
Fa' ch'io rida, buffone!
Forzarmi deggio e farlo! Oh dannazione!...
Odio a voi, cortigiani schernitori!
Quanta in mordervi ho gioia!
Se iniquo son, per cagion vostra è solo…
Ma in altr'uomo qui mi cangio...
Quel vecchio maledivami!…Tal pensiero
Perché conturba ognor la mente mia?
Mi coglierà sventura?... Ah no, è follia!
Apre con chiave ed entra nel cortile.
Gilda esce dalla casa e si getta nelle sue braccia.

Figlia!

GILDA
Mio padre!

RIGOLETTO
A te d'appresso
Trova sol gioia il core oppresso.

GILDA
Oh, quanto amore, padre mio!

RIGOLETTO
Mia vita sei!
Senza te in terra qual bene avrei?
Oh, figlia mia!

GILDA
Voi sospirate!... che v'ange tanto?
Lo dite a questa povera figlia …
Se v'ha mistero, per lei sia franto:
Ch'ella conosca la sua famiglia.

RIGOLETTO
Tu non ne hai.

GILDA
Qual nome avete?

RIGOLETTO
A te che importa?

GILDA
Se non volete
Di voi parlarmi...

RIGOLETTO
interrompendola
Non uscir mai.

GILDA
Non vo che al tempio.

RIGOLETTO
Oh, ben tu fai.

GILDA
Se non di voi, almen chi sia
Fate ch'io sappia la madre mia.

RIGOLETTO
Deh, non parlare al misero
Del suo perduto bene.
Ella sentia, quell'angelo,
Pietà delle mie pene.
Solo, difforme, povero,
Per compassion mi amò.
Moria... le zolle coprano
Lievi quel capo amato.
Sola or tu resti al misero...
O Dio, sii ringraziato!

GILDA
singhiozzando
Oh quanto dolor! che spremere
Sì amaro pianto può?
Padre, non più, calmatevi...
Mi lacera tal vista.
Il nome vostro ditemi,
Il duol che sì v'attrista.

RIGOLETTO
A che nomarmi? è inutile!
Padre ti sono, e basti...
Me forse al mondo temono,
D'alcuni ho forse gli asti...
Altri mi maledicono...

GILDA
Patria, parenti, amici
Voi dunque non avete?

RIGOLETTO
Patria!... parenti! amici!
Culto, famiglia, la patria,
Il mio universo è in te!

GILDA
Ah, se può lieto rendervi,
Gioia è la vita a me!

Già da tre lune son qui venuta
Né la cittade ho ancor veduta;
Se il concedete, farlo or potrei...

RIGOLETTO
Mai! mai! Uscita, dimmi, unqua sei?

GILDA
No.

RlGOLETTO
Guai!

GILDA
(Ah! Che dissi!)

RIGOLETTO
Ben te ne guarda!
(Potrien seguirla, rapirla ancora!
Qui d'un buffone si disonora
La figlia, e se ne ride... Orror!)
verso la casa
Olà?

Giovanna esce dalla casa.

GIOVANNA
Signor?

RIGOLETTO
Venendo mi vede alcuno?
Bada, di' il vero.

GIOVANNA
Ah, no, nessuno.

RIGOLETTO
Sta ben... La porta che dà al bastione
È sempre chiusa?

GIOVANNA
Ognor si sta.

RIGOLETTO
Bada, di' il ver.
Ah, veglia, o donna, questo fiore
Che a te puro confidai;
Veglia, attenta, e non sia mai
Che s'offuschi il suo candor.
Tu dei venti dal furore
Ch'altri fiori hanno piegato,
Lo difendi, e immacolato
Lo ridona al genitor.

GILDA
Quanto affetto! quali cure!
Che temete, padre mio?
Lassù in cielo presso Dio
Veglia un angiol protettor.
Da noi stoglie le sventure
Di mia madre il priego santo;
Non fia mai disvelto o franto
Questo a voi diletto fior.

Il Duca in costume borghese viene dalla strada.

RIGOLETTO
Ah, veglia, o donna, questo fiore
Che a te puro confi...
Alcun v'è fuori!

Apre la porta della corte e, mentre esce a guardar sulla strada, il Duca guizza furtivo nella corte e si nasconde dietro l'albero; gettando a Giovanna una borsa la fa tacere.

GILDA
Cielo!
Sempre novel sospetto!

RIGOLETTO
a Giovanna, tornando
Alla chiesa vi seguiva mai nessuno?

GIOVANNA
Mai.

DUCA
(Rigoletto!)

RIGOLETTO
Se talor qui picchian,
Guardatevi d'aprire...

GIOVANNA
Nemmeno al Duca?

RIGOLETTO
Men che ad altri a lui.
Mia figlia, addio.

DUCA
(Sua figlia!)

GILDA
Addio, mio padre.

RIGOLETTO
Ah! veglia, o donna, ecc.
Mia figlia, addio!

GILDA
Oh, quanto affetto! ecc.
Mio padre, addio!

S'abbracciano e Rigoletto parte chiudendosi dietro la porta. Gilda, Giovanna e il Duca restano nella corte.

No. 5 - Scena e Duetto

GILDA
Giovanna, ho dei rimorsi...

GIOVANNA
E perché mai?

GILDA
Tacqui che un giovin ne seguiva al tempio.

GIOVANNA
Perché ciò dirgli? Uodiate dunque
Cotesto giovin, voi?

GILDA
No, no, ché troppo è bello e spira amore …

GIOVANNA
E magnanimo sembra e gran signore.

GILDA
Signor né principe io lo vorrei;
Sento che povero più l'amerei.
Sognando o vigile sempre lo chiamo,
E l'alma in estasi gli dice: t'a...

DUCA
Esce improvviso, fa cenno a Giovanna d'andarsene, e inginocchiandosi ai piedi di Gilda termina la frase
T'amo!
T'amo; ripetilo sì caro accento:
Un puro schiudimi ciel di contento!

GILDA
Giovanna?… Alti, misera! non v'è più alcuno
Che qui rispondami!… Oh Dio! nessuno?

DUCA
Son io coll'anima che ti rispondo...
Ah, due che s'amano son tutto un mondo!

GILDA
Chi mai, chi giungere vi fece a me?

DUCA
Se angelo o demone, che importa a te?
lo t'amo.

GILDA
Uscitene.

DUCA
Uscire! … adesso!...
Ora che accendene un fuoco istesso!
Ah, inseparabile d'amore il Dio
Stringeva, o vergine, tuo fato al mio!

È il sol dell'anima, la vita è amore,
Sua voce è il palpito del nostro core.
E fama e gloria, potenza e trono,
Umane, fragili qui cose sono,
Una pur avvene sola, divina:
È amor che agl'angeli più ne avvicina!
Adunque amiamoci, donna celeste;
D'invidia agli uomini sarò per te.

GILDA
(Ah, de' miei vergini sogni son queste
Le voci tenere sì care a me!)

DUCA
Che m'ami, deh, ripetimi.

GILDA
L'udiste.

DUCA
Oh, me felice!

GILDA
Il nome vostro ditemi...
Saperlo non mi lice?

Ceprano e Borsa compariscono sulla strada

CEPRANO
a Borsa
Il loco è qui.

DUCA
pensando
Mi nomino...

BORSA
a Ceprano
Sta ben.

Ceprano e Borsa partono.

DUCA
Gualtier Maldè.
Studente sono... e povero...

GIOVANNA
tornando spaventata
Rumor di passi è fuori!

GILDA
Forse mio padre...

DUCA
(Ah, cogliere
Potessi il traditore
Che sì mi sturba!)

GILDA
a Giovanna
Adducilo
Di qua al bastione... or ite...

DUCA
Di', m'amerai tu?

GILDA
E voi?

DUCA
L’intera vita... poi...

GILDA
Non più, non più... partite.

TUTT'E DUE
Addio... speranza ed anima
Sol tu sarai per me.
Addio... vivrà immutabile
L'affetto mio per te.

Il Duca esce scortato da Giovanna.
Gilda resta fissando la porta ondè partito.


No. 6 - Aria

GILDA
Gualtier Maldè... nome di lui sì amato,
Ti scolpisci nel core innamorato!

Caro nome che il mio cor
Festi primo palpitar,
Le delizie dell'amor
Mi dei sempre rammentar!
Col pensier il mio desir
A te sempre volerà,
E fin l'ultimo mio sospir,
Caro nome, tuo sarà.
Sale al terrazzo con una lanterna.
Gualtier Maldè!
Marullo, Ceprano, Borsa, corttgiani, armati e mascberati, vengono dalla via. Gilda entra tosto in casa.
Caro nome, ecc.

BORSA
È là.

CEPRANO
Miratela.

CORO
Oh quanto è bella!

MARULLO
Par fata od angiol.

CORO
L’amante è quella
di Rigoletto?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Oh, quanto è bella!

Rigoletto, concentrato, entra

No. 7 - Finale Primo

RIGOLETTO
(Riedo! perché?)

BORSA
Silenzio... All'opra… badate a me.

RIGOLETTO
(Ah, da quel vecchio fui maledetto!)
urta in Borsa
Chi va là?

BORSA
ai compagni
Tacete … c'è Rigoletto.

CEPRANO
Vittoria doppia! l'uccideremo.

BORSA
No, che domani più rideremo.

MARULLO
Or tutto aggiusto...

RIGOLETTO
Chi parla qua?

MARULLO
Ehi, Rigoletto?... Di'?

RIGOLETTO
Chi va là?

MARULLO
Eh, non mangiarci!... Son…

RIGOLETTO
Chi?

MARULLO
Marullo.

RIGOLETTO
In tanto buio lo sguardo è nullo.

MARULLO
Qui ne condusse ridevol cosa...
Torre a Ceprano vogliam la sposa.

RIGOLETTO
(Ahimè! respiro!) Ma come entrare?

MARULLO
a Ceprano
La vostra chiave!
a Rigoletto
Non dubitare.
Non dee mancarci lo stratagemma...
Gli dà la chiave avuta da Ceprano.
Ecco la chiave.

RIGOLETTO
palpando
Sento il suo stemma.
(Ah, terror vano fu dunque il mio!)
N'è là il palazzo... con voi son io.

MARULLO
Siam mascherati...

RIGOLETTO
Ch'io pur mi mascheri;
A me una larva.

MARULLO
Sì, pronta è già.
Gli mette una maschera e nello stesso tempo lo benda con un fazzoletto, e lo pone a reggere una scala, che hanno appostata al terrazzo.
Terrai la scala.

RIGOLETTO
Fitta è la tenebra.

MARULLO
La benda cieco e sordo il fa.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Zitti, zitti, moviamo a vendetta;
Ne sia colto or che meno l'aspetta.
Derisore sì audace, costante
A sua volta schernito sarà!
Cheti, cheti, rubiamgli l'amante
E la Corte doman riderà.

Cheti, cheti, ecc.
Derisore sì audace, ecc.
Zitti... cheti... attenti all'opra.

Alcuni salgono al terrazzo, rompono la porta del primo piano, scendono, aprono ad altri che entrano dalla strada e riescono trascinando Gilda, la quale ha la bocca chiusa da un fazzoletto; nel traversare la scena ella perde una sciarpa.

GILDA
da lontano
Soccorso, padre mio!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
da lontano
Vittoria!

GILDA
più lontano
Aita!

RIGOLETTO
Non han finito ancor! …qual derisione!
Si tocca gli occhi.
Sono bendato! … Gilda!
Si strappa impetuosamente la benda e la maschera, ed al chiarore d'una lanterna scordata riconosce la sciarpa, vede la porta aperta: entra, ne trae Giovanna spaventata; la fissa con istupore, si strappa i capelli senza poter gridare; finalmente, dopo molti sforzi, esclama:
Ah! la maledizione!

Sviene

ATTO SECONDO

Salotto nel palazzo ducale. Vi sono due porte laterali, una maggiore nel fondo che si schiude. Ai suoi lati pendono i ritratti, in tutta figura, a sinistra del Duca, a destra della sua sposa. V’ha un seggiolone presso una tavola coperta di velluto e altri mobili.

No. 8 - Scena ed Aria

DUCA
entrando, agitato
Ella mi fu rapita!
E quando, o ciel?... ne' brevi
Istanti, prima che il mio presagio interno
Sull'orma corsa ancora mi spingesse!
Schiuso era l'uscio! e la magion deserta!
E dove ora sarà quell'angiol caro?
Colei che prima poté in questo core
Destar la fiamma di costanti affetti?
Colei sì pura, al cui modesto sguardo
Quasi spinto a virtù talor mi credo!
Ella mi fu rapita!
E chi l'ardiva?... ma ne avrò vendetta.
Lo chiede il pianto della mia diletta.

Parmi veder le lagrime
Scorrenti da quel ciglio,
Quando fra il dubbio e l'ansia
Del subito periglio,
Dell'amor nostro memore
Il suo Gualtier chiamò.
Ned ci potea soccorrerti,
Cara fanciulla amata;
Ei che vorria coll'anima
Farti quaggiù beata;
Ei che le sfere agli angeli
Per te non invidiò.

Marullo, Ceprano, Borsa ed altri cortigian, entrano dal mezzo.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Duca, Duca!

DUCA
Ebben?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
L’amante
Fu rapita a Rigoletto.

DUCA
Come? E d'onde?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Dal suo tetto.

DUCA
Ah! Ah! dite, come fu?

Siede

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Scorrendo uniti remota via,
Brev'ora dopo caduto il dì,
Come previsto ben s'era in pria,
Rara beltà ci si scopri.
Era l'amante di Rigoletto,
Che vista appena si dileguò.
Già di rapirla s'avea il progetto,
Quando il buffone ver noi spuntò;
Che di Ceprano noi la contessa
Rapir volessimo, stolto, credé;
La scala, quindi, all'uopo messa,
Bendato ei stesso ferma tené.
Salimmo, e rapidi la giovinetta
A noi riusciva quindi asportar.
Quand'ei s'accorse della vendetta
Restò scornato ad imprecar.

DUCA
(Cielo!… È dessa, la mia diletta!)
ai cortigiani
Ma dove or trovasi la poveretta?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Fu da noi stessi addotta or qui.

DUCA
(Ah, tutto il ciel non mi rapì!)
alzandosi con gioia
(Possente amor mi chiama,
Volar io deggio a lei:
Il serto mio darei
Per consolar quel cor.
Ah! sappia alfin chi l'ama
Conosca alfin chi sono,
Apprenda ch'anco in trono
Ha degli schiavi Amor.)

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Oh qual pensier or l'agita?
Come cangiò d'umor!

Il Duca esce frettoloso dal mezzo. Rigoletto entra canterellando con represso dolore.

No. 9 - Scena ed Aria

MARULLO
Povero Rigoletto!

RIGOLETTO
La ra, la ra, la la...

CORO
Ei vien… silenzio!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Oh, buon giorno, Rigoletto.

RIGOLETTO
(Han tutti fatto il colpo!)

CEPRANO
Ch'hai di nuovo, buffon?

RIGOLETTO
Ch'hai di nuovo, buffon?
Che dell'usato
Più noioso voi siete.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Ah! ah! ah!

RIGOLETTO
La ra, la ra, la la...
spiando inquieto dovunque
(Ove l'avran nascosta? ... )

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
(Guardate com'è inquieto!)

RIGOLETTO
La ra, la ra, la la...

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
(Sì! Guardate com'è inquieto!)

RIGOLETTO
a Marullo
Son felice
Che nulla a voi nuocesse
L'aria di questa notte...

MARULLO
Questa notte!

RIGOLETTO
Sì … Ah, fu il bel colpo!

MARULLO
S'ho dormito sempre!

RIGOLETTO
Ah, voi dormiste!... Avrò dunque sognato!
La ra, la ra, la la...

S'allontana e vedendo un fazzoletto sopra una tavola ne osserva inquieto la cifra.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
(Ve', ve' come tutto osserva!)

RIGOLETTO
gettandolo
(Non è il suo.)
Dorme il Duca tuttor?

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Si, dorme ancora.

Comparisce un paggio della Duchessa.

PAGGIO
Al suo sposo parlar vuol la Duchessa.

CEPRANO
Dorme.

PAGGIO
Qui or or con voi non era?

BORSA
È a caccia.

PAGGIO
Senza paggi!... senz'armi!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
E non capisci
Che per ora vedere non può alcuno?

RIGOLETTO
che a parte è stato attentissimo al dialogo, balzando improvviso tra loro prorompe:
Ah! Ella è qui dunque! Ella è col Duca!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Chi?

RIGOLETTO
La giovin che stanotte
Al mio tetto rapiste.
Ma la saprò riprender!… Ella è là…

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
Se l'amante perdesti, la ricerca
Altrove.

RIGOLETTO
lo vo'mia figlia!

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
La sua figlia!

RIGOLETTO
Sì, la mia figlia! d'una tal vittoria...
Che? adesso non ridete?
Ella è là... la vogl'io... la renderete.
Corre verso la porta di mezzo, ma i cortigiani gli attraversano il passaggio.

Cortigiani, vil razza dannata,
Per qual prezzo vendeste il mio bene?
A voi nulla per l'oro sconviene,
Ma mia figlia è impagabil tesor.
La rendete! o, se pur disarmata,
Questa man per voi fora cruenta;
Nulla in terra più l'uomo paventa,
Se dei figli difende l'onor.
Quella porta, assassini, m'aprite!
Si getta ancor sulla porta che gli è nuovamente contesa dai gentiluomini; lotta alquanto, poi ritorna spossato.
Ah! voi tutti a me contro venite...
piange
Tutti contro me!...
Ah! Ebben, piango Marullo... Signore,
Tu ch'hai l'alma gentil come il core,
Dimmi tu ove l'hanno nascosta?
È là... non è vero?... Tu taci... ahimè!...
Miei signori... perdono, pietate...
Al vegliardo la figlia ridate...
Ridonarla a voi nulla ora costa,
Tutto al mondo tal figlia è per me.
Signori, perdono, pietà …
Ridate a me la figlia,
Tutto al mondo tal figlia è per me.
Pietà, pietà, Signori, pietà.

Gilda esce dalla stanza a sinistra e si getta nelle paterne braccia.

No. 10 - Scena e Duetto

GILDA
Mio padre!

RIGOLETTO
Dio! mia Gilda!
Signori, in essa è tutta
La mia famiglia... Non temer più nulla,
Angelo mio...
ai cortigiani
Fu scherzo, non è vero?
lo, che pur piansi, or rido …
a Gilda
E tu a che piangi?

GILDA
Ah, l'onta, padre mio!

RIGOLETTO
Cielo! che dici?

GILDA
Arrossir voglio innanzi a voi soltanto...

RIGOLETTO
ai cortigiani
Ite di qua voi tutti!
Se il Duca vostro d'appressarsi osasse,
Ch'ei non entri, gli dite, e ch'io ci sono!

Si abbandona sul seggiolone.

BORSA, MARULLO, CEPRANO, CORO
(Coi fanciulli e co' dementi
Spesso giova il simular;
Partiam pur, ma quel ch'ei tenti
Non lasciamo d'osservar.)

Escono dal mezzo e chiudono la porta.

RIGOLETTO
Parla... siam soli.

GILDA
(Ciel! dammi coraggio!)

Tutte le feste al tempio
Mentre pregava Iddio,
Bello e fatale un giovine
Offriasi al guardo mio...
Se i labbri nostri tacquero,
Dagli occhi il cor parlò.
Furtivo fra le tenebre
Sol ieri a me giungeva...
Sono studente e povero,
Commosso mi diceva,
E con ardente palpito
Amor mi protestò.
Partì… il mio core aprivasi
A speme più gradita,
Quando improvvisi apparvero
Color che m'han rapita,
E a forza qui m'addussero
Nell'ansia più crudel.

RIGOLETTO
(Ah! Solo per me l'infamia
A te chiedeva, o Dio …
Ch'ella potesse ascendere
Quanto caduto er'io.
Ah, presso del patibolo
Bisogna ben l'altare!
Ma tutto ora scompare,
L'altare si rovesciò!)
Ah! piangi, fanciulla, scorrer
Fa il pianto sul mio cor.

GILDA
Padre, in voi parla un angiol
Per me consolator.

RIGOLETTO
Compiuto pur quanto a fare mi resta,
Lasciare potremo quest'aura funesta.

GILDA
Sì.

RIGOLETTO
(E tutto un sol giorno cangiare poté!)

Entra un usciere seguito dal Conte di Monterone, che attraversa il fondo della sala fra gli alabardieri.

USCIERE
Schiudete! ire al carcere Monteron dee.

MONTERONE
fermandosi verso il ritratto
Poiché fosti invano da me maledetto,
Né un fulmine o un ferro colpiva il tuo petto,
Felice pur anco, o Duca, vivrai.

Esce fra le guardie dal mezzo.

RIGOLETTO
No, vecchio, t'inganni … un vindice avrai.
Si volge con impeto al ritratto.
Sì, vendetta, tremenda vendetta
Di quest'anima è solo desio...
Di punirti già l'ora s'affretta,
Che fatale per te tuonerà.
Come fulmin scagliato da Dio,
Te colpire il buffone saprà.

GILDA
O mio padre, qual gioia feroce
Balenarvi negli occhi vegg'io!
Perdonate: a noi pure una voce
Di perdono dal cielo verrà.
Perdonate, perdonate!

RIGOLETTO
Vendetta! Vendetta! No! No!

GILDA
(Mi tradiva, pur l'amo; gran Dio,
Per l'ingrato ti chiedo pietà!)

RIGOLETTO
Come fulmin scagliato, ecc.

GILDA
Perdonate, ecc.

Escono dal mezzo.

ATTO TERZO

La sponda destra del Mincio. A sinistra è una casa a due piani, mezzo diroccata, la cui fronte lascia vedere per una grande arcata l'interno d'una rustica osteria al pian terreno, ed una rozza scala che mette al granaio, entro cui, da un balcone senza imposte, si vede un lettuccio. Nella facciata che guarda la strada è una porta che s'apre per di dentro; il muro poi è sì pieno difessure, che dal di fuori si può facilmente scorgere quanto avviene nell'interno. Infondo, la deserta parte del Mincio, che scorre dietro un parapetto in mezza ruina; di là dal fiume è Mantova.
È notte. Gilda e Rigoletto inquieti sono sulla strada, Sparafucile nell'interno dell'osteria.


No. 11 - Scena e Canzone

RIGOLETTO
E l'ami?

GILDA
Sempre.

RIGOLETTO
Pure
Tempo a guarirne t'ho lasciato.

GILDA
Io l'amo.

RIGOLETTO
Povero cor di donna! Ah, il vile infame! …
Ma ne avrai vendetta, o Gilda.

GILDA
Pietà, mio padre...

RIGOLETTO
E se tu certa fossi
Ch'ei ti tradisse, l'ameresti ancora?

GILDA
Nol so, ma pur m'adora.

RIGOLETTO
Egli?

GILDA
Sì.

RIGOLETTO
Ebben,
Osserva dunque.

La conduce presso una delle fessure del muro, ed ella vi guarda.

GILDA
Un uomo
Vedo.

RIGOLETTO
Per poco attendi.

Il Duca, in assisa di semplice ufficiale di cavalleria, entra nella sala terrena per una porta a sinistra.

GILDA
trasalendo
Ah, padre mio!

DUCA
a Sparafucile
Due cose
E tosto...

SPARAFUCILE
Quali?

DUCA
Una stanza e del vino!

RIGOLETTO
(Son questi i suoi costumi!)

SPARAFUCILE
(Oh, il bel zerbino!)

Entra nella stanza vicina.

DUCA
La donna è mobile
Qual piuma al vento,
Muta d'accento
E di pensiero.
Sempre un amabile
Leggiadro viso,
In pianto o in riso
È menzognero.

È sempre misero
Chi a lei s'affida,
Chi le confida
Mal cauto il core!
Pur mai non sentesi
Felice appieno
Chi su quel seno
Non liba amore!

La donna è mobile, ecc.

Sparafucile rientra con una bottiglia di vino e due bicchieri che depone sulla tavola: quindi batte col pomo della sua lunga spada due colpi al soffitto. A quel segnale una ridente giovane, in costume di zingara, scende a salti la scala. Il Duca corre per abbracciarla, ma ella gli sfugge. Frattanto Sparafucile, uscito sulla via, dice a parte a Rigoletto:

SPARAFUCILE
È là il vostr'uomo …viver dee o morire?

RIGOLETTO
Più tardi tornerò l'opra a compire.

Sparafucile s'allontana dietro la casa verso il fiume.

No. 12 - Quartetto

DUCA
Un dì, se ben rammentomi,
O bella, t'incontrai…
Mi piacque di te chiedere
E intesi che qui stai.
Or sappi che d'allora
Sol te quest'alma adora.

GILDA
(Iniquo!)

MADDALENA
Ah! Ah!... e vent'altre appresso
Le scorda forse adesso?
Ha un'aria il signorino
Da vero libertino...

DUCA
Sì... un mostro son …
per abbracciarla

GILDA
Ah, padre mio!

MADDALENA
Lasciatemi,
Stordito.

DUCA
Ih, che fracasso!

MADDALENA
Stia saggio!

DUCA
E tu sii docile,
Non farmi tanto chiasso.
Ogni saggezza chiudesi
Nel gaudio e nell'amore.
Le prende la mano.
La bella mano candida!

MADDALENA
Scherzate voi, signore.

DUCA
No, no.

MADDALENA
Son brutta.

DUCA
Abbracciami.

GILDA
(Iniquo!)

MADDALENA
Ebbro!

DUCA
D'amore ardente,

MADDALENA
Signor, l'indifferente
vi piace canzonar?

DUCA
No, no, ti vo' sposar…

MADDALENA
Ne voglio la parola…

DUCA
ironico
Amabile figliuola!

RIGOLETTO
a Gilda che avrà tutto osservato ed inteso
E non ti basta ancor?

GILDA
Iniquo traditor!

DUCA
Bella figlia dell'amore,
Schiavo son dei vezzi tuoi;
Con un detto sol tu puoi
Le mie pene consolar.
Vieni e senti del mio core
Il frequente palpitar.

MADDALENA
Ah! ah! rido ben di core,
Che tai baie costan poco
Quanto valga il vostro gioco,
Mel credete, so apprezzar.
Son avvezza, bel signore,
Ad un simile scherzar.

GILDA
Ah, così parlar d'amore
A me pur intame ho udito!
Infelice cor tradito,
Per angoscia non scoppiar.

RIGOLETTO
a Gilda
Taci, il piangere non vale...
Ch'ei mentiva sei sicura.
Taci, e mia sarà la cura
La vendetta d'affrettar.
Sì, pronta fia, sarà fatale,
Io saprollo fulminar.

M'odi! ritorna a casa.
Oro prendi, un destriero
Una veste viril che t'apprestai,
E per Verona parti.
Sarovvi io pur doman.

GILDA
Or venite...

RIGOLETTO
Impossibil.

GILDA
Tremo.

RIGOLETTO
Va'.

Il Duca e Maddalena stanno sempre fra loro parlando, ridendo, bevendo. Partita Gilda, Rigoletto va dietro la casa, e ritorna parlando con Sparafucile e contandogli delle monete.

No. 13 - Scena, Terzetto e Tempesta

RIGOLETTO
Venti scudi hai tu detto? Eccone dieci,
E dopo l'opra il resto.
Ei qui rimane?

SPARAFUCILE
Sì.

RIGOLETTO
Alla mezzanotte
Ritornerò.

SPARAFUCILE
Non cale;
A gettarlo nel fiume basto io solo.

RIGOLETTO
No, no; il vo' far io stesso.

SPARAFUCILE
Sia... il suo nome?

RIGOLETTO
Vuoi sapere anche il mio?
Egli è Delitto, Punizion son io.

Parte; il cielo si oscura e tuona.

SPARAFUCILE
La tempesta è vicina!...
Più scura fia la notte.

DUCA
Maddalena?

per prenderla

MADDALENA
sfuggendogli
Aspettate... mio fratello
Viene.

DUCA
Che importa?

MADDALENA
Tuona!

SPARAFUCILE
entrando
E pioverà tra poco.

DUCA
Tanto meglio!
Tu dormirai in scuderia...
All'ínferno … ove vorrai.

SPARAFUCILE
Oh, grazie.

MADDALENA
piano al Duca
Ah no! partite.

DUCA
a Maddalena
Con tal tempo?

SPARAFUCILE
piano a Maddalena
Son venti scudi d'oro.
al Duca
Ben felice
D'offrirvi la mia stanza. Se a voi piace
Tosto a vederla andiamo.

Prende un lume e s'avvia per la scala.

DUCA
Ebben, sono con te … presto, vediamo.

Dice una parola all'orecchio di Maddalena e segue Sparafucile.

MADDALENA
(Povero giovin!... grazioso tanto!
Dio! qual notte è questa!)

DUCA
giunto al granaio, vedendone il balcone senza imposte
Si dorme all'aria aperta? bene, bene.
Buona notte,

SPARAFUCILE
Signor, vi guardi Iddio!

DUCA
Breve sonno dormiam; stanco son io.
Depone il cappello, la spada e si stende sul letto. Maddalena frattanto siede presso la tavola. Sparafucile beve dalla bottiglia lasciata dal Duca. Rimangono ambedue taciturni per qualche istante, e preoccupati da gravi pensieri.
La donna è mobile, ecc.

S'addormenta.

MADDALENA
È amabile invero cotal giovinotto.

SPARAFUCILE
Oh sì … venti scudi ne dà di prodotto.

MADDALENA
Sol venti!… son pochi! …valeva di più.

SPARAFUCILE
La spada, s'ci dorme, va', portami giù.

Maddalena sale al granaio e contempla il dormente, poi ripara alla meglio il balcone e scende portando con sé la spada. Nel frattempo Gilda comparisce dal fondo della via in costume virile, con stivali e speroni, e lentamente si avanza verso l'osteria, mentre Sparafucile continua a bere. Spessi lampi e tuoni.

GILDA
Ah, più non ragiono!
Amor mi trascina … mio padre, perdono!
tuono
Qual notte d'orrore! Gran Dio, che accadrà?

MADDALENA
posata la spada del Duca sulla tavola
Fratello?

GILDA
osservando per la fessura
Chi parla?

SPARAFUCILE
frugando in un credenzone
Al diavol ten vaI

MADDALENA
Somiglia un Apollo, quel giovine …io l'amo ...
Ei m'ama … riposi... né più l'uccidiamo.

GILDA
ascoltando
Oh cielo!

SPARAFUCILE
gettandole un sacco
Rattoppa quel sacco!

MADDALENA
Perché?

SPARAFUCILE
Entr'esso il tuo Apollo, sgozzato da me,
Gettar dovrò al fiume.

GILDA
L’inferno qui vedo!

MADDALENA
Eppure il danaro salvarti scommetto
Serbandolo in vita.

SPARAFUCILE
Difficile il credo.

MADDALENA
M'ascolta... anzi facil ti svelo un progetto.
De' scudi già dieci dal gobbo ne avesti;
Venire cogli altri più tardi il vedrai...
Uccidilo, e venti allor ne avrai:
Così tutto il prezzo goder si potrà.

GILDA
Che sento!... Mio Padre!

SPARAFUCILE
Uccider quel gobbo!... che diavol dicesti!
Un ladro son forse? Son forse un bandito?
Qual altro cliente da me fu tradito?
Mi paga quest'uomo... fedele m'avrà.

MADDALENA
Ah, grazia per esso!

SPARAFUCILE
È d'uopo ch'ei muoia.

MADDALENA
Fuggire il fo adesso.

Va per salire.

GILDA
Oh, buona figliuola!

SPARAFUCILE
trattenendola
Gli scudi perdiamo.

MADDALENA
È ver!

SPARAFUCILE
Lascia fare...

MADDALENA
Salvarlo dobbiamo.

SPARAFUCILE
Se pria ch'abbia il mezzo la notte toccato
Alcuno qui giunga, per esso morrà.

MADDALENA
È buia la notte, il ciel troppo irato,
Nessuno a quest'ora da qui passerà.

GILDA
Oh, qual tentazione!… morir per l'ingrato?
Morire!… e mio padre! … Oh cielo, pietà!

Battono le undici e mezzo.

SPARAFUCILE
Ancor c'è mezz'ora.

MADDALENA
piangendo
Attendi, fratello...

GILDA
Che! piange tal donna! …Né a lui darò aita! …
Ah, s'egli al mio amore divenne rubello,
Io vo' per la sua gettar la mia vita.

Picchia alla porta.

MADDALENA
Si picchia?

SPARAFUCILE
Fu il vento.

Gilda torna a bussare.

MADDALENA
Si picchia, ti dico.

SPARAFUCILE
È strano!... Chi è?

GILDA
Pietà d'un mendico;
Asil per la notte a lui concedete.

MADDALENA
Fia lunga tal notte!

SPARAFUCILE
Alquanto attendete.

Va a cercare nel credenzone.

MADDALENA
Su, spicciati, presto, fa' l'opra compita:
Anelo una vita con altra salvar.

SPARAFUCILE
Ebbene, son pronto; quell'uscio dischiudi,
Più ch'altro gli scudi mi preme salvar.

GILDA
(Ah! presso alla morte, sì giovine sono!
Oh ciel, per quegl'empi ti chieggo perdono!
Perdona tu, o padre, a quest'infelice!
Sia l'uomo felice ch'or vado a salvar.)

MADDALENA
Spicciati!

SPARAFUCILE
Apri!

MADDALENA
Entrate!

GILDA
(Dio! Loro perdonate!)

MADDALENA, SPARAFUCILE
Entrate!

Sparafucile va a postarsi con un pugnale dietro alla porta; Maddalena apre e poi corre a chiudere la grande arcata di fronte, mentre entra Gilda, dietro a cui Sparafucile chiude la porta, e tutto resta sepolto nel silenzio e nel buio.

No. 14 - Scena e Duetto Finale

Rigoletto solo si avanza chiuso nel suo mantello. La violenza del temporale è diminuita, né più si vede e sente che qualche lampo e tuono.

RIGOLETTO
Della vendetta alfin giunge l'istante!
Da trenta dì l'aspetto
Di vivo sangue a lagrime piangendo,
Sotto la larva del buffon... Quest'uscio...
esaminando la casa
È chiuso!... Ah, non è tempo ancor! S'attenda.
Qual notte di mistero!
Una tempesta in cielo!…
In terra un omicidio!
Oh, come invero qui grande mi sento!
Suona mezzanotte.
Mezzanotte!

Picchia alla porta.

SPARAFUCILE
uscendo di casa
Chi è là?

RIGOLETTO
per entrare
Son io.

SPARAFUCILE
Sostate.
Rientra e torna trascinando un sacco.
È qua spento il vostro uomo.

RIGOLETTO
Oh gioia! … un lume!

SPARAFUCILE
Un lume?... No, il danaro.
Rigoletto gli dà una borsa.
Lesti all'onda il gettiam...

RIGOLETTO
No, basto io solo.

SPARAFUCILE
Come vi piace... Qui men atto è il sito.
Più avanti è più profondo il gorgo. Presto,
Che alcun non vi sorprenda. Buona notte.

Rientra in casa.

RIGOLETTO
Egli è là! … morto! ... Oh sì! vorrei vederlo! …
Ma che importa? ... è ben desso!…
Ecco i suoi sproni!
Ora mi guarda, o mondo!
Questi è un buffone, ed un potente è questo!
Ei sta sotto ai miei piedi!... È desso! O gioia!
È giunta alfine! la tua vendetta, o duolo! …
Sia l'onda a lui sepolcro,
Un sacco il suo lenzuolo!
All'onda! All'onda!

Fa per trascinare il sacco verso la sponda, quando è sorpreso dalla lontana voce del Duca, che nel fondo attraversa la scena.

DUCA
La donna è mobile, ecc.

RIGOLETTO
Qual voce!... Illusion notturna è questa!
trasalendo
No!… No! egli è desso...
verso la casa
Maledizione! Olà … dimon bandito!
Chi è mai, chi è qui in sua vece?
Taglia il sacco.
Io tremo … È umano corpo!
Lampeggia
Mia figlia!... Dio! mia figlia!...
Ah no... è impossibil!... per Verona è in via!
Fu vision...
inginocchiandosi
È dessa!
O mia Gilda: fanciulla, a me rispondi!
L’assassino mi svela …Olà?...
Picchia disperatamente alla porta.
Nessuno?
Nessun!...
tornando presso Gilda
Mia figlia?... Mia Gilda?... Oh, mia figlia!

GILDA
Chi mi chiama?

RIGOLETTO
Ella parla! … si muove! … È viva! … oh Dio!
Ah, mio ben solo in terra...
Mi guarda... mi conosci...

GILDA
Ah, padre mio!

RIGOLETTO
Qual mistero!... Che fu?... Sei tu ferita? … Dimmi!...

GILDA
indicando al core
L'acciar qui mi piagò...

RIGOLETTO
Chi t'ha colpita?

GILDA
Vho ingannato... colpevole fui...
L'amai troppo... ora muoio per lui!

RIGOLETTO
(Dio tremendo! Ella stessa fu colta
Dallo stral di mia giusta vendetta!)
Angiol caro, mi guarda, m'ascolta...
Parla … parlami, figlia diletta.

GILDA
Ah, ch'io taccia... a me... a lui perdonate!
Benedite alla figlia, o mio padre ...
Lassù in cielo, vicino alla madre ...
In eterno per voi pregherò.
Non più... Addio!

RIGOLETTO
Non morir, mio tesoro, pietate...
Mia colomba, lasciarmi non dei!
Se t'involi, qui sol rimarrei.
Non morire, o ch'io teco morrò!
Oh, mia figlia! Oh, mia Gilda!
Gilda muore.
Gilda! mia Gilda!... è morta!
Ah, la maledizione!

Strappandosi i capelli, cade sul cadavere della figlia.

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