Attila

Attila

Libretto

Temistocle Solera with alterations by Francesco Maria Piave after Zacharias Werner's tragedy

Premiere

17 March 1846, Venice (La Fenice)

Cast

ATTILA (bass)
EZIO (baritone)
ODABELLA (soprano)
FORESTO (tenor)

CHORUS
chieftains, Hun King and soldiers, Huns, Gepids, Ostrogoths, Heruls, Thuringians, Quadi, Druids, priestesses, populace, men and women of Aquileia, maidens of Aquileia in martial dress, Roman officers and soldiers, Roman virgins and children, hermits, slaves

Place

Time

425 AC

Verdi, Giuseppe

Verdi, Giuseppe (Fortunino Francesco)
10.10.1813 Le Roncole, (Busseto) - 27.1.1901 Milano


Works for stage
with date/place of first performance:

Oberto Conte di San Bonifacio (17.11.1839 Milano)
Un giorno di regno [Il finto Stanislao] (5.9.1840 Milano)
Nabucodonosor [Nabucco] (9.3.1842 Milano)
I lombardi alla prima crociata (11.2.1843 Milano)
Ernani (9.3.1844 Venezia)
I due Foscari (3.11.1844 Roma)
Giovanna d'Arco (15.2.1845 Milano)
Alzira (12.8.1845 Napoli)
Attila (17.3.1846 Venezia)
Macbeth (14.3.1847 Firenze)
I masnadieri (22.7.1847 London)
Jérusalem [rev. I lombardi] (26.11.1847 Paris)
Il corsaro (25.10.1848 Trieste)
La battaglia di Legnano (27.1.1849 Roma)
Luisa Miller (8.12.1849 Napoli)
Stiffelio (16.11.1850 Trieste)
Rigoletto (11.3.1851 Venezia)
Il trovatore (19.1.1853 Roma )
La traviata (6.3.1853 Venezia)
Les Vêpres siciliennes (13.6.1855 Paris)
Giovanna de Guzman [I vespri siciliani] [rev. Les vêpres siciliennes] (26.12.1855 Parma)
Simon Boccanegra (12.3.1857 Venezia)
Aroldo [rev. Stiffelio] (16.8.1857 Rimini)
Un ballo in maschera (17.2.1859 Roma)
La forza del destino (10.11.1862 St. Peterburg)
Macbeth [rev] (19.4.1865 Paris)
Don Carlos (11.3.1867 Paris)
La forza del destino [rev] (27.2.1869 Milano)
Aida (24.12.1871 Cairo)
Don Carlo [rev. Don Carlos] (1872 Napoli)
Simon Boccanegra [rev] (24.3.1881 Milano)
La Force du destin [rev La forza del destino] (14.3.1883 Antwerpen)
Don Carlo [rev. 2 Don Carlos] (10.1.1884 Milano)
Don Carlo [rev. 3 Don Carlos] (29.12.1886 Modena)
Otello (5.2.1887 Milano)
Falstaff (9.2.1893 Milano)
rev = revised



PROLOG
Im Jahre 425 ist der Hunnenkönig Attila (Etzel) in Italien eingebrochen, hat Aquilea erobert und den Herrn der Stadt erschlagen. Während die Hunnen und ihre Verbündeten den Sieg feiern, schleppt Uldino eine Anzahl Frauen, die gegen die Hunnen gekämpft haben, herbei. Attila zeigt sich von ihrem Mut beeindruckt und schenkt ihnen entgegen seinen früheren Anordnungen das Leben. Trotzdem schwört Odabella, die Tochter des gefallenen Herrschers von Aquilea, Rache. Attila empfängt General Ezio, den Vertreter des römischen Kaisers Valentinian, und weist dessen Vorschlag, ihm Italien zu überlassen, zurück. Der Hunnenkönig will selbst dieses reiche Land erobern.
Die Überlebenden aus der Schlacht von Aquilea haben auf den Lagunen Zuflucht gefunden. Man drängt Foresto, der seine Braut Odabella tot glaubt, sie anzuführen und eine neue Stadt mit stärkeren Befestigungen zu erbauen.

ERSTER AKT
Foresto hat erfahren, dass Odabella sich bei Attila aufhält, und dringt als Barbar verkleidet in dessen Lager ein. Er findet seine Geliebte, die um ihren Vater trauert, und erklärt, warum sie bei Attila ist. Die beiden Liebenden schwören, Attila zu töten. Der Hunnenkönig erzählt seinem Vertrauten Uldino, dass er im Traum vor Roms Toren stand und von einem alten Mann gewarnt worden sei, weiter zu ziehen. Als er seine Krieger zum Vormarsch ruft, erscheint in einem Gefolge von Mädchen und Kindern Papst Leo, der Mann, den Attila im Traum gesehen hat. Von Entsetzen gepackt, wirft sich der König zu Boden. Die Christen preisen die Macht Gottes.

ZWEITER AKT
Ezio erhält eine Nachricht des Kaisers, dass mit den Hunnen Waffenstillstand geschlossen worden ist. Er solle unverzüglich nach Rom zurückkehren. Erzürnt über die herablassende Behandlung durch den knabenhaften Herrscher, sinnt der Feldherr auf Vergeltung. Während ein Bote der Hunnen eine Einladung zum Bankett bei Attila überbringt, stimmt Foresto Ezios Plan zu, die Hunnen in eine Falle zu locken.
Attila wird durch Druiden gewarnt, seine Feinde zu empfangen, weist aber alle Warnungen zurück. Noch einmal versucht Ezio vergebens, Attila zu überreden, mit ihm gemeinsam gegen Valentinian vorzugehen. Foresto hat erfahren, dass Uldino Attila vergiften will und teilt dies Odabella mit. Um ihre eigene Rache nicht zu gefährden, verrät Odabella dem König, dass der Wein, den er gerade von Foresto erhält, vergiftet ist. Foresto entkommt, Attila erhebt Odabella zur Gattin und Königin.

DRITTER AKT
Früh am Morgen erwartet Foresto in einem Wald Uldino, der ihm von Attilas Hochzeit mit Odabella berichten soll. Uldino erscheint, er kündigt den Hochzeitszug an. Ezio gibt Nachricht, dass seine Krieger im Hinterhalt zum Angriff bereit sind. Inzwischen hat Odabella, bereits mit königlichen Insignien geschmückt, den Hochzeitszug verlassen. Attila, der seiner Braut gefolgt ist, findet sie in Forestos Armen und klagt alle der Untreue an: Foresto, dem er das Leben schenkte, Ezio, den er verschonte und Odabella, die er zur Königin machen wollte. Diese aber zieht einen Dolch und stösst ihn dem König in die Brust. Während Attila zu Boden sinkt, dringen Ezios Krieger auf die führerlosen Hunnen ein.


PROLOGO
Ad Aquileia attorno alla metà del V secolo. Odabella, figlia del signore della città, ha perduto l’intera famiglia in seguito al saccheggio degli Unni e intende vendicarsi di Attila uccidendolo (“Santo di patria indefinito amor”). Il generale romano Ezio, consapevole della debolezza del proprio imperatore, offre ad Attila un’alleanza purché l’Italia sia salva; ma Attila rifiuta sdegnosamente.

ATTO PRIMO
Mentre gli Unni, giunti alle porte di Roma, si preparano a conquistarla, Odabella invoca l’immagine paterna (“Oh! nel fuggente nuvolo”), poi, si ricongiunge al suo amante Foresto e lo informa del suo piano di vendetta. Intanto Attila, già turbato da un sogno, s’imbatte in Leone, accorsogli incontro con tutta la popolazione dell’Urbe, e rinuncia alla conquista e al saccheggio di Roma.

ATTO SECONDO
Attila offre un banchetto in onore di Ezio, che nuovamente gli propone un’alleanza. Odabella, appreso che si congiura per avvelenare il re, lo avverte; non per salvarlo, ma per ucciderlo ella stessa in seguito. Foresto confessa ma Attila lo perdona e, colpito dal gesto di Odabella, che crede generoso, annuncia le sue nozze con la donna. Poi congeda Ezio, assicurandogli che non conquisterà mai Roma (“O sposa, t’allieta”).

ATTO TERZO
Attila è affrontato da Ezio, Foresto e Odabella; intuendo che lo si vuole uccidere, ricorda al generale di avere salvato Roma, a Foresto la grazia ottenuta e a Odabella di volerla sposare; ma le sue colpe e i suoi delitti sono troppi per essere perdonati. Odabella trafigge a morte il re mentre i romani si battono con i barbari.


Personen:
ATTILA, König der Hunnen (Bass)
EZIO, Römischer General (Bariton)
ODABELLA, Tochter des Herrschers von Aquileja (Sopran)
FORESTO, Ritter aus Aquileja (Tenor)
ULDINO, junger Bretone, Sklave Attilas (Tenor)
LEONE, alter Römer Papst Leo I. (Bass)



Vorspiel

PROLOG

Der Hauptplatz von Aquileja

Die zu Ende gehende Nacht wird von zahlreichen Fackeln erhellt. Alles ringsum ist einkläglicher Trümmerhaufen. Da und dort sieht man noch die eine oder andere Flamme aufflackern, Überreste einer schrecklichen, vier Tage anhaltenden Feuersbrunst.
Die Bühne ist voll von Hunnen, Herulern, Ostgoten, etc.


CHOR (HUNNEN, HERULER, OSTGOTEN)
Schreie, Raub,
Stöhnen, Blut, Schändung, Zerstörung,
Gemetzel und Feuer
Sind Attilas Zeitvertreib.
O üppige Tafel,
Die uns solch reicher Boden beschert!
Wotan enttäuscht uns nicht,
Dies hier ist Walhall!
Öffne dich den Helden...
Gelobtes Land, du bist unser.
Es lebe Attila...
Er hat es entdeckt!
Attila rückt mit seinem Gefolge allmählich vor
Der König naht,
Wotan versieht ihn mit seiner Macht.
alle werfen sich zu Boden.
Attila erscheint auf einem Kriegswagen, der von Sklaven gezogen wird

Wir werfen uns zu Boden,
Gott des Krieges!...

ATTILA
steigt vom Wagen
Helden, erhebt euch!
Im Staube liegen soll,
wer als Besiegter stirbt.
Hier!... Schart euch um mich.
Der Lobgesang auf den Sieger
Breite sich aus.
Attilas Söhne kommen und siegen
Mit einem einzigen Streich.
Weder die Spur des Blitzes noch der
Flug des Adlers sind so flink.
er nimmt auf einem Thron aus Lanzen und Schildern Platz.

CHOR
Es lebe der König über tausend Wälder,
Der Minister und Prophet Wotans.
Sein Schwert ist ein blutiger Komet,
Seine Stimme ist das Donnern des Himmels.
Im Getöse von hundert Stürmen
schleudert er Krieg aus den Augen.
An den Gliedern seines Panzerhemdes
Zerbrechen die Schwerter wie am Felsen.

Uldino, Odabella und Jungfrauen von Aquileja treten auf


Szene und Kavatine Odabella

ATTILA
vorn Thron herabsteigend
Was seh' ich da für eine Schar
fremder Jungfrauen?
Wer wagte es, sie gegen
mein Verbot zu verschonen?

ULDINO
Es schien mir ein würdiger Tribut
Für den König.
Die bewundernswerten Kämpferinnen
Verteidigten ihre Brüder...

ATTILA
Was höre ich? Wer flösste feigherzigen
Weibern Mut ein?

ODABELLA
energisch
Die grenzenlose heilige Liebe
Für unser Vaterland!
Während die Helden wie Löwen
Zu den Schwertern eilen,
Bleiben deine Frauen, o Barbar,
In den Wagen und weinen.
Uns italische Frauen hingegen wirst du immer
Mit eisenumgürteter Brust
Auf dem rauchenden Schlachtfeld
Kämpfen sehen.

ATTILA
Schön, Jungfrau, ist der Zorn
In deinen funkelnden Augen.
Attila verehrt die Helden
Und verabscheut den Feigling...
Mutige Frau, erbitte von mir,
Was dir am meisten gefällt.

ODABELLA
Gib mir mein Schwert zurück!...

ATTILA
Gürte dir das meine um!...

ODABELLA
(O Schwert!!)
Von dir ist es mir nun vergönnt,
O hohe, göttliche Gerechtigkeit!
Du hast den Hass des Unterdrückten
Mit dem Schwert des Unterdrückers bewaffnet.
Ruchlose Klinge, errätst du,
für wessen Brust deine Spitze bestimmt ist?
Die Stunde der Rache ist gekommen...
Der Herr hat sie angezeigt.

ATTILA
zu sich
(Welches neuartige Gefühl
Erfüllt unversehens meine Seele,
Die nach Zerstörung trachtet?
Diese Kühnheit, dieses edle Gesicht
Besänftigen mein Herz!)

ULDINO und CHOR
Es lebe der König, der der Erde offenbart,
Mit welchem Glanz ihn Wotan umgibt!
Wenn er geisselt, ist er ein Sturzbach,
Der alles überschwemmt;
Belohnt er Tapferkeit, ist er wie Tau.

Odabella und die Frauen gehen ab.


Duett Ezio und Attila

ATTILA
Uldino, lass nun den Gesandten
Von Rom zu mir bringen...
Uldino geht ab
Beherrscht euch, meine Treuen,
Wir müssen ihn anhören,
Doch dann wird er unsere Antwort
Auf dem Kapitol erhalten.

Ezio und römische Offiziere treten auf.

EZIO
Attila!

ATTILA
Was für ein edler Bote!
Ezio!... Du hier? Ist es wahr?
Erkennt alle in diesem Mann
Den grössten aller Krieger,
Attilas würdigen Widersacher,
Den Beschützer und Stolz von Rom...

EZIO
Attila, ich möchte nun
Mit dir allein sprechen.

ATTILA
Geht!
alle gehen ab
Reich mir die Hand...
Ich hoffe, du sprichst nicht schon
Von Frieden...

EZIO
Den ganzen Erdkreis...
will Ezio in deine Hände legen.
Der Herrscher des Ostens
Ist hochbetagt und zitterig;
Auf dem Thron des Westens sitzt
Ein feigherziger Jüngling.
Alles wird zersplittert werden,
Wenn ich mich mit dir verbünde...
Du sollst das Universum haben,
Doch Italien überlasse mir.

ATTILA
Wo der tapferste Held
Ein Verräter und Eidbrüchiger ist,
Dort ist das Volk verloren,
Und selbst die Luft ist unrein;
Dort sind die Götter machtlos,
Dort ist der König ein Feigling...
Dorthin soll Wotan durch meine
Geissel den Glauben bringen!

EZIO
Wenn du keinen brüderlichen Bund
Mit mir schliessen willst,
Ist Ezio wieder der
Gesandte von Rom.
Ich überbringe dir nun den Willen
Des herrschenden Kaisers...

ATTILA
Umsonst! Wer bändigt nun die Wucht der
Verheerenden Gewitterwolke?
Es ist umsonst! Es ist umsonst!
Angeber!... Die ihr verworfen und müssig die
Macht über die Welt innehabt,..
Mein kühnes Ross wird über Berge
Von Schutt und Gebeinen jagen.
Ich werde die schändliche Asche eurer
Hochmütigen Städte im Wind zerstreuen.

EZIO
Solange Ezio das Schwert verbleibt,
Bleibt der grosse Name Roms unangetastet:
Du hast es auf dem Feld von Châlons erprobt,
Als sich dir der Weg zur Flucht öffnete.
Du führst die gleiche Bande an,
ich befehlige dieselben Krieger.

Sie gehen in verschiedene Richtungen ab.


Verwandlung
Rio-Alto in den Lagunen der Adria

Da und dort ragen auf Pfeilern errichtete Hütten auf, diedurch lange Bretter, welche auf Booten liegen, miteinander verbunden sind. Im Vordergrund erhebt sich auf ähnliche Weise ein steinerner Altar zu Ehren Sankt Jakobs. Etwas weiter entfernt sieht man eine Glocke, die in einem hölzernen Bau hängt, welcher später der Glockenturm von Sankt Jakob wurde.
Zwischen den Gewitterwolken weicht die Dunkelheit allmählich einem rosafarbenen Licht, bis gegen Ende der Szene die Sonnenstrahlen alles überfluten und das Himmelszelt mit dem heitersten, klarsten Blau schmücken. Das langsame Läuten der Glocke begrüsst den Morgen.


Szene und Kavatine

Einige Eremiten treten aus den Hütten und gehen auf den Altar zu.

CHOR DER EREMITEN
Was für eine Nacht!
Noch beben die Wellen
Vom wilden Sturmwind, den Gott
Mit einem Hauch hervorrief.
Lobet den Herrn! Er wühlte
Das stolze Element auf und brachte es
Wieder zur Ruhe.
Ob die Natur stürmisch ist oder ruhig,
Er nährt unsere Herzen mit ewigem Frieden.
Der Atem des Morgens
Klärt bereits die Luft.
Lasst uns beten! Lasst uns beten!
Lobet den Herrn!

STIMMEN
Lobet den Herrn!

EREMITEN
Was sind das für Stimmen!...
Oh, das Meer ist ganz
Mit kleinen Booten bedeckt!...
aus den kleinen Booten, die nach und nach anlegen,steigen Foresto, Frauen, Männer und Kinder aus Aquileja
Sie sind von Aquileja! Gewiss fliehen sie vor
Dem Zorn des Hunnen.

VOLK VON AQUILEJA
Lobet den Herrn!

FORESTO
Hier wollen wir bleiben!
Dieses Kreuz und dieser Altar
Sind ein gutes Vorzeichen für uns.
Jeder soll eine Hütte errichten,
In dieser zauberhaften Gegend
Zwischen Himmel und Meer.

VOLK VON AQUILEJA
Lobet Foresto! Du allein warst
Unser Führer, unser Schild und unsere
Rettung...

FORESTO
Oh! Aber Odabella!...
Sie ist die Beute des Ungeheuers,
Den Tränen überlassen und dem Schmerz.
Sie in der Macht des Barbaren!
Gefesselt unter seinen Sklavinnen!
Ach... Es wäre weniger grausam
Für die Seele, zu wissen, dass du tot bist!
Dann sähe ich dich wenigstens
In meinen Träumen bei den Engeln
Und wünschte den Anbruch des Tages
Meiner Unsterblichkeit herbei.

VOLK VON AQUILEJA
Hab Hoffnung!... Die kühne Jungfrau
Entkam vielleicht dem Grausamen.

CHOR
Nun, da der Sturm endlich vorbei ist,
Wird die Sonne um so heller scheinen.

FORESTO
Ein Verbannter wird immer,
Immer um sein Vaterland seufzen.
Teure Heimat, einst Mutter und Königin
Mächtiger, grossmütiger Söhne,
Nun ein Trümmerhaufen, Öde, Ruinen,
Über denen Schweigen und Finsternis herrscht.
Doch aus den Algen dieser Fluten
Wirst du gleich einem neuen Phönix
Erhabener und schöner auferstehen,
Zum Erstaunen von Erde und Meer!

CHOR
Doch aus den Algen dieser Fluten
Wirst du gleich einem neuen Phönix
Erhabener und schöner auferstehen,
Zum Erstaunen von Erde und Meer!

ERSTER AKT
Ein Wald in der Nähe von Attilas Lager.

Es ist Nacht. Im nahen Bach glänzen die Strahlen des Mondes.

Szene und Romanze Odabella

ODABELLA
Lass deinen Tränen nun freien Lauf...
Entfessle dich, o Herz.
In dieser friedlichen Stunde, in der selbst die
Tiger Ruhe finden,
Irre ich allein von Ort zu Ort.
Und doch warte ich stets auf diese Stunde und
Flehe sie herbei.

Oh! Ist nicht dein Bild, Vater, in der
Dahineilenden Wolke eingeprägt ?...
Himmel!... Das Bild hat sich verwandelt!...
Das ist mein Foresto.

O Bach, halte ein mit deinem Murmeln,
Luft, höre auf zu wehen...
Damit ich die Stimmen der geliebten Geister
Hören kann.


Szene und Duett

ODABELLA
Was sind das für Schritte?

Foresto tritt als Barbar verkleidet auf

FORESTO
Frau!

ODABELLA
Grosser Gott!!...

FORESTO
Habe ich dich endlich gefunden!

ODABELLA
Ja... es ist seine Stimme!
Du... du! Foresto? Du, mein Geliebter?
Foresto, ich werde ohnmächtig!...
Mein Herz versagt!
Du stösst mich zurück? Du! So grausam?

FORESTO
Fühlst du nicht einmal mir gegenüber Furcht?

ODABELLA
die Fassung wiedererlangend
Himmel!... Was sagst du?

FORESTO
Du heuchelst umsonst:
Ich weiss alles, habe alles ausgekundschaftet!
Aus rasender, törichter Liebe zu dir
Verachtete ich Gefahren, kam hierher!
Wie ich dich vorfinde, Grausame,
Weisst du genau...

ODABELLA
Du!... Du, Foresto, sprichst so?

FORESTO
Ja, schau mich an, ich bin der,
Den du verraten hast, Treulose:
Hier, bei Trank und Gesang,
Lächelst du dem Mörder zu...
Und dein Vaterland, das in Asche liegt,
Kommt dir nicht in den Sinn...
Die Angst und die Verzweiflung
Deines sterbenden Vaters...

ODABELLA
Verwunde mich mit deinem Dolch...
Nicht mit deinen Worten, Foresto.
Verfluche nicht die Elende...
Dies ist eine furchtbare Täuschung!
Vater, du kannst vom Himmel
In meinem Herzen lesen...
Oh! Sage du ihm, ob ich mich im Herzen
Nicht nach Rache sehne.

FORESTO
Geh! Sag dem schändlichen Frevler,
Dass ich allein übrigbleibe, um seine Gier
Zu stillen.

ODABELLA
Ach!... Beim Himmel, bei unseren Verwandten,
Höre mich an oder töte mich, Grausamer!

FORESTO
Was hast du mir zu sagen?

ODABELLA
Foresto, erinnerst du dich an Judith,
Die Israel rettete?
Seit dem Tag, da sie glaubte,
Du wärest mit ihrem Vater
Auf dem Feld des Ruhmes gefallen,
Schwor Odabella dem Herrn, die Geschichte
Von Judith zu wiederholen.

FORESTO
Gott!... Was höre ich!

ODABELLA
Sieh, dies ist das Schwert des Ungeheuers!
Der Herr hat es so gewollt!

FORESTO
Odabella, ich werfe mich zu deinen Füssen...

ODABELLA
An meine Brust! Verdoppeln wir unseren Mut!

FORESTO und ODABELLA
Oh, berausche dich in der Umarmung,
Unermessliches, grenzenloses Glück!
In diesem Augenblick, der uns vergönnt ist,
Vergeht der erlittene Schmerz!
Ah! Hier fliessen die Leben
Zweier Unglücklicher zusammen...
Eine Hoffnung, ein einziger Wunsch
Belebt uns und spendet uns Trost.


Szene und Arie Attila

Attilas Zelt

Uldino liegt mit einem Tigerfell bedeckt am Boden und schläft. Im Hintergrund links sieht man durch einen zur Hälfte angehobenen Vorhang, der eine Art separaten Raum bildet, Attila, der von Schlaf übermannt auf einem niedrigen, orientalischen Bett liegt. Auch er ist mit Tigerfellen zugedeckt.

ATTILA
erschrocken auffahrend
Uldino! Uldino!

ULDINO
Mein König!

ATTILA
Hast du nicht gesehen?

ULDINO
Was denn?

ATTILA
Hast du nicht gehört?

ULDINO
Ich? Nichts.

ATTILA
Und doch strich er grimmig hier umher.
Er sprach zu mir...
Seine Stimme klang wie der Wind in einer Höhle!

ULDINO
O König, ringsumher ist alles still...
Man hört einzig dieSchritte der aufmerksamen Wache.

ATTILA
Mein Getreuer, höre!

Als mein Herz
Vor Rom anzuschwellen schien,
Erschien mir ein schauriger Greis,
Der mich beim Schopf packte...
Meine Sinne waren verwirrt,
Die Hand am Schwert erstarrte.
Er lächelte mir ins Gesicht
Und gab mir folgenden Befehl:
Dein Auftrag lautet einzig,
Die Menschheit zu geisseln.
Weiche zurück?... Der Weg ist nun versperrt.
Dies ist das Reich der Götter?
Die Worte klingen mir noch immer
Dumpf und unheilverkündend nach,
Und die Seele in Attilas Brust
Erstarrt vor Entsetzen zu Eis.

ULDINO
Ich schaudere! Und was gedenkst du zu tun?

ATTILA
die Fassung wiedererlangend
Nun sind meine Sinne frei!
Ich schäme mich meiner Furcht.
Rufe die Druiden, die Führer, die Könige.
Schändliches Rom, schon eile ich
Schneller als der Wind zu dir.
Uldino geht ab
Ich erwarte dich
Jenseits der Grenze, o Geist!
Wer könnte Attila dies verbieten?
Du wirst sehen, ob ich dort furchtsam
Zurückweiche,oder ob ich endlich für die
Welt Rache nehmen werde.


Finale

Uldino, Führer und Könige treten auf.

CHOR
Sprich, befehle.

ATTILA
Alle meine kühnen Truppen sollen sich
Beim Klang der Kriegstrompeten erheben.
Wotan ruft euch zu Ruhmestaten:
Lasst uns sofort aufbrechen!

CHOR
Ruhm sei Wotan.
Beim Trompetenstoss, der uns
Zu blutigen Taten ruft,
Sind deine Getreuen jederzeit bereit.
Ruhm sei Wotan.

JUNGFRAUEN und KNABEN
hinter der Szene, entfernt
Dring ein in unsere Sinne,
o Geist der Schöpfung...

ATTILA
Was ist das!

JUNGFRAUEN und KNABEN
Lass die lebenswichtige Kostbarkeit
von deiner Stirn herniederrieseln.

ATTILA
Dies ist nicht das Echo
Meiner Trompeten! Öffnet, heda!...


Attilas Lager

Vom Hügel im Hintergrund sieht man eine Prozession von Jungfrauen und Kindern in weissen Gewändern sichnähern. Sie tragen Palmzweige und werden angeführt von Papst Leo und sechs Volksältesten.
Die Bühne ist voll von Attilas bewaffneten Truppen. In der Menge erscheinen Foresto mit heruntergeklapptem Visier, Odabella und die Vorigen.


ULDINO und CHOR
Wer kommt da?

JUNGFRAUEN UND KINDER
näherkommend
Erleuchte die irrenden Sinne,
Hauche Liebe in unsere Brust.
Bezwinge das Heer der Feinde
Und lass die schöne Heiterkeit
Des Friedens sich verbreiten.

ATTILA
erschüttert
Uldino! Da ist es, das tückische Gespenst!...
Ich will es herausfordern... Wer hält mich zurück?

PAPST LEO
Dein Auftrag lautet einzig,
Die Menschheit zu geisseln.
Weiche zurück!... Der Weg ist nun versperrt.
Dies ist das Reich der Götter.

ATTILA
Grosser Gott! Dieselben Worte,
Die die schreckliche Erscheinung mir einprägte.
er hebt von plötzlichem Entsetzen gepackt den Kopf zum Himmel
Nein!... Es ist kein Traum, was jetzt die Seele
Heimsucht! Es sind zwei Riesen, die das
Himmelszelt erschüttern...
Ihre Augen sind Flammen, Flammen die
Schwerter... Die glühenden Spitzen kommen
Auf mich zu.
Ah!... Geister, haltet ein.
Der Mensch weicht hier zurück,
Der König wirft sich vor den Göttern zu Boden!

ULDINO
Welches neue Gefühl weckt die
Schwache Stimme einiger Verzagten in mir,
Wo ich selbst für die Klagen
Der Brüder taub bin, lüstern einzig
Nach Blut und nach Kämpfen?
Was ist das für eine Macht!
Der König der Hunnen
Liegt erstmals am Boden!

PAPST LEO, ODABELLA, FORESTO und DIE JUNGFRAUEN
Oh, sieh die Macht des Ewigen!
Ein Hirtenknabe besiegte Goliath,
Eine demütige Jungfrau brachte den
Menschen Heil, Unbekannte haben den
Glauben verbreitet...
Und nun weicht der König der Gottlosen
Vor einer gottesfürchtigen, frommen Menge zurück!

ZWEITER AKT
Ezios Lager

In der Ferne sieht man die grosse Stadt der Sieben Hügel (Rom)

Szene und Arie

EZIO
der ein auseinandergefaltetes Pergament in der Hand hält und Ärger zeigt
Es herrscht Waffenstillstand mit den Hunnen.
Ezio, kehre sofort nach Rom zurück...
Valentinian befiehlt es dir.
Er befiehlt es!... Auf diese Weise,
Gekrönter Knabe, rufst du mich zurück?...
Nun gut, mehr als die Heere des Barbaren
Sollst du die meinen fürchten!...
Wird sich ein tapferer, erfahrener Krieger je
vor einem feigen, unterwürfigen Sklaven beugen?
Wir werden ja sehen... Wie schickt
Sich das für einen Helden,
Dessen höchstes Können das Vaterland
Aus soviel Not befreien wird!

Ah, stiegen doch die Geister der Ahnen
Für einen Augenblick nur
Von den schönen, unvergänglichen Gipfeln
Des Ruhms herab!
Von dort trat der siegreiche Adler
Seinen Flug durch die Welt an... Ach!
Wer kann Rom nun in diesem schändlichen
Leichnam wiedererkennen?

Wer kommt da?

Eine Gruppe von Attilas Sklaven tritt auf, angeführt von einigen römischen Soldaten.

CHOR
Attila lässt Ezio durch uns
Grüsse überbringen.
Er wünscht, dass Ezio und seine Heerführer zu
Ihm kommen.

EZIO
Geht! Wir werden sogleich zum Lager kommen.

Die Soldaten gehen ab. Einer bleibt zurück: Es ist Foresto.

EZIO
Was willst du?

FORESTO
Ezio, um das Volk zu retten,
Fehlt uns deine Tapferkeit.

EZIO
überrascht
Was meinst du damit?... Wer bist du?

FORESTO
Es ist unwichtig, das jetzt zu wissen.
Heute wirst du den gottlosen Barbaren
Sterben sehen.

EZIO
Was sagst du?

FORESTO
Danach musst du
Mein Werk vollenden.

EZIO
Wie?

FORESTO
Die römischen Truppen sollen
Auf ein Zeichen bereitstehen.
Wenn du vom Berg her
Ein Feuer aufleuchten siehst,
Sollen sie wie wilde Tiere über die verwirrte
Menge hereinbrechen!
Nun geh...

EZIO
Ich lasse dich nicht im Stich,
ich werde zu beobachten und zu handeln wissen.
Foresto geht rasch ab
Mein Schicksal ist entschieden,
Ich bin zu jedem Krieg bereit.
Wenn ich falle, falle ich als Held,
Und mein Name wird fortbestehen.
Ich werde nicht zusehen, wie mein geliebtes
Vaterland langsam zerfällt und in Stücke bricht...
Ganz Italien wird den letzten Römer beweinen.


Attilas Lager
wie im ersten Akt, hergerichtet für ein prächtiges Festmahl. Die Nacht ist hell erleuchtet von hundert Flammen, die auf grossen, eigens dafür hergerichteten Eichenstümpfen brennen. Hunnen, Ostgoten, Heruler, etc. Während die Krieger singen, setzt sich Attila, gefolgt von den Druiden, Priesterinnen, Führern und Königen, an seinen Platz. Odabella steht als Amazone gekleidet neben ihm.


Zweites Finale

HUNNEN und OSTGOTEN
Das gewaltige Zelt des Himmels,
Das geraubte Land der Feinde
Und die flammende Luft
Sind Attilas Königspalast.
Trinkfreude breite sich ringsherum aus.
Wir wollen uns bis in den Morgen
An abgeschlagenen Gliedern und
Köpfen ergötzen!

Ein Trompetenstoss kündigt die Ankunft der römischen Offiziere an, denen Uldino voranschreitet.

ATTILA
sich erhebend
Ezio, willkommen! Das Festmahl soll unseren
Waffenstillstand besiegeln.

EZIO
Attila, du bist gross im Krieg,
Weit grosszügiger noch
Mit einem feindlichen Gast.

DIE DRUIDEN
gehen zu Attila und sagen leise zu ihm:
O König, es bringt Unheil, mit dem
Fremden zusammenzusitzen.

ATTILA
Und warum?

DIE DRUIDEN
Sieh, am Himmel ziehen
Blutrote Wolken auf...
Von den Bergen heulte der ungläubige Geist,
Vermischt mit dem unheilverheissenden
Schrei unheimlicher Vögel!

ATTILA
Fort, Verkünder des Unheils!

DIE DRUIDEN
Möge Wotan dich beschützen.

ATTILA
zu den Priesterinnen
Heilige Töchter der Hunnen,
schlagt die Zithern und verbreitet
den fröhlichen Gesang meiner Festlichkeiten.

Alle setzen sich. Die Priesterinnen stimmen, in zwei Gruppen geteilt, folgenden Gesang an:

DIE PRIESTERINNEN
Wer gibt dem Herzen Licht?...
Kein schwaches Flackern eines Sterns
Zeigt sich am Himmel.
Wer gibt dem Herzen Licht?...
Kein freundlicher Strahl des lächelnden Monds
Leuchtet unserer gequälten Fantasie...
Doch der Wind pfeift, der Donner grollt,
Einsam erklingt die Trompete.

Ein plötzlicher, heftiger Windstoss löscht einen grossen Teil der Flammen. Alle springen erschrocken auf. Stille und allgemeine Betroffenheit. Foresto ist zu Odabella gelaufen, Ezio hat sich Attila genähert.

ALLE
Ah!

CHOR
Der Geist der Berge
Tost uns ins Gesicht,
Seine Hand bedeckte
Die rauchenden Eichen...
Schrecken und Rätsel
Beherrschen die Seele...
Eine Schar irrender Schatten
Erschien in der Finsternis.

EZIO
zu Attila
Erinnere dich an meinen Pakt,
Kämpfe an Ezios Seite.
Verschmähe nicht die Hand
Des gestandenen Kriegers.
Entscheide dich. Bald wird es
keine Gelegenheit mehr geben.
(Der Stern des stolzen Barbaren
ist bereits am Erlöschen.)

FORESTO
zu Odabella
O Braut, freue dich,
Das Ziel ist erreicht,
Das Blutbad an unseren Vätern
Wird gerächt werden.
Sieh den Becher dort,
als Vollstrecker des Zorns
wird Uldino ihn
den Lippen des Frevlers reichen.

ODABELLA
zu sich
(Durch die Hand der Seinen
Sollen wir Rache erhalten?...
Es darf nicht sein, dass
Er durch ihren Verrat fällt.
Ich habe es Gott geschworen,
Am vorbestimmten Tag
Ist dies das Schwert,
Das ihn töten muss.)

ATTILA
zu Ezio
Du reizt mich, o Römer...
Es ist sinnlos, mich zu überraschen:
Oder glaubst du, der Wind flösse mir Furcht ein?
Wolken und Stürme machen meine Feste erst heiter...
(O Zorn! Ich fühle Attilas Herz nicht mehr!)

ULDINO
zu sich
(Der Augenblick der Schreckensstunde naht...
Uldino, fürchtest du dich?
Bist du nicht ein Bretone?
Oder bedrückt das weinende
Vaterland nicht länger dein Herz?
Die schändliche Knechtschaft?)

der Himmel heitert sich wieder auf

ALLE
Der furchtbare Sturm verschwand wie ein Blitz.
Der Himmel hat sich mit neuer Ruhe überzogen!

ATTILA
sich wiederfassend
Man zünde die Eichen wieder an,
die Sklaven führen den Befehl aus
Nehme Tanz und Spiel wieder auf...
Der heutige Tag soll für alle ein Festtag sein.
Uldino, reich mir den Becher der Gastfreundschaft.

FORESTO
leise zu Odabella
Warum zitterst du?...
Dein Gesicht erbleicht.

ATTILA
den Becher entgegennehmend
Ich trinke auf dich, grosser Wotan,
Den ich anrufe!

ODABELLA
ihn zurückhaltend
König, halte ein!... Es ist Gift!...

CHOR
Was höre ich!

ATTILA
wütend
Wer hat das getan?

ODABELLA
(O schicksalhafter Augenblick!)

FORESTO
entschlossen vortretend
Ich.

ATTILA
ihn erkennend
Foresto!

FORESTO
Ja, der, der einst die
Krone von deinem Haupt riss...

ATTILA
sein Schwert ziehend
Ah Endlich bist du in meine Hände gefallen,
Ich werde dir die Seele aus dem Leib reissen.

FORESTO
höhnisch
Nun ist es dir ein Leichtes...

ATTILA
bei diesen Worten innehaltend
(O mein Zorn! O meine Schande!)

ODABELLA
König, niemand kann mir meine
Beute nehmen.
Ich habe dich gerettet... Ich habe das
Verbrechen aufgedeckt...
Durch mich allein soll der Unwürdige
bestraft werden.

ATTILA
erfreut über die kühne Tat
Ich gebe ihn dir! Doch dich erwartet
Eine würdigere Belohnung, meine Treue:
Morgen wirst du vom Volk
Als Braut des Königs begrüsst werden.
O meine Helden! Ich bitte euch um
Einen Tag nur der Freude und des Gesangs,
Danach wird wieder die rächende Geissel ertönen.
Ezio, verkünde derweilen in Rom,
Dass ich das Geheimnis der Träume gelüftet habe.

ODABELLA
mit verhaltenem Ungestüm zu Foresto
Zügle den Zorn, der dich täuscht.
Fliehe, rette dich, o Bruder.
Verachte mich, verdamme mich,
Sag, dass ich schändlich und
Niederträchtig bin...
Doch ach, fliehe... Morgen früh
Wirst du mir gänzlich verzeihen.

FORESTO
zu Odabella
Ja, ich gehe, um allein bis
Zum Tag der Rache zu leben:
Doch welche Strafe, welche Qual
Kann man deiner Schuld geben?
Möge die Geissel der Reue, die
Dich erwartet, ewig währen.

EZIO
(Wer konnte das Geheimnis verraten?
Wer konnte es einem liebenden Herzen
anvertrauen?
Geh, weide dich, geh, ergötze dich,
Unseliger Mann, an der Wollust.
Doch morgen, während du feierst,
Wird Ezio bewaffnet über dich herfallen.)

ULDINO
(Ich fühlte, wie mein Blut erstarrte...
Wer konnte uns nur verraten?
Du hast mich vor dem Blitz, vor der
Schlange gerettet, tapferer Krieger...
Ah, Grossmütiger! Ich werde immer deinem
Willen ergeben sein.)

CHOR
O mächtiger König, rüttle dein Herz auf...
Kehre zurück zu Blut und Feuer!
Los, bestrafe, los, vernichte
Diese Horde von Verrätern!
Wir werden nicht länger Spott, nicht
Länger Spielball ihrer Götter sein.

DRITTER AKT
Wald wie im ersten Akt, welcher das Lager Attilas van Lager Ezios trennt.
Es ist Morgen.


Szene und Romanze

FORESTO
Hier ist der vereinbarte Ort...
Hier werde ich von Uldino
den Zeitpunkt der grauenvollen Hochzeit erfahren...
Zügle dich in der Brust, Empörung...
Zu gegebener Zeit werde ich wie ein
Donnerschlag hervorbrechen.

ULDINO
Foresto!

FORESTO
Nun?

ULDINO
Der fröhliche Zug,
der die Braut zu
Attilas Zelt geleitet,
ist nun auf dem Weg.

FORESTO
O meine Wut!
Uldino, geh!... Du weisst,
Dass jenseits des Waldes
Die römischen Truppen in Waffen stehen...
Ezio wartet nur auf dich, damit sie alle
über den Frevler herfallen.
Uldino geht ab
Treulose!
Dies ist der ersehnte Tag:
Du wirst sehen, wie Foresto
Zu dir zurückkehrt!
Was hätte der Unglückliche
Nicht für Odabella gegeben?
Selbst - o Himmel, vergib mir - selbst
Deine unvergängliche Krone.
Warum lässt du deine heiteren Strahlen
Auf die Gesichter der Verräter scheinen?...
Warum setzt du den Engeln gleich,
Wer ein so niederträchtiges Herz hat?


Terzett

EZIO
tritt eilig aus der Richtung des römischen Lagers auf
Was zögerst du noch?...
Meine Krieger warten auf das Zeichen...
Sie werden wie Blitzschläge über
Das schändliche Ungeheuer herfallen.

FORESTO und EZIO
Nicht einer, nicht einer der Barbaren
Wird nach Hause zurückkehren.

CHOR
hinter der Szene
Tritt ein unter Beifall, o Jungfrau,
Das Zelt steht dir offen.
Tritt ein und lass dich vom Blick
Des entzückten Königs umhüllen.
Dein reines Gesicht ist schön
Wie der dämmernde Morgen...
Deine sanfte Seele gleicht der Stunde der
untergehenden Sonne.

FORESTO
Hörst du?... Die Hochzeitshymne!

EZIO
Sie wird zum Grabgesang werden.

FORESTO
Ah, Ruchlose!!

EZIO
Beherrsche dich.
Das grosse Vorhaben verlangt es.

FORESTO
Odabella ist die Braut des Barbaren!...
Sie hat sich seinen Wünschen hingegeben!...

EZIO
Halte dein eifersüchtiges Rasen
noch einen Augenblick zurück.

FORESTO
Alle Dämonen der Unterwelt
quälen meinen Geist und mein Herz.

Odabella flieht entsetzt aus dem Lager des Barbaren.

ODABELLA
aus Attilas Lager
Halte ein.., ah, lass mich,
Schatten meines erzürnten Vaters...
Siehst du?... Ich fliehe vor dem
Hochzeitsbett...
Ja... du wirst gerächt werden...

FORESTO
Spät, o Braut des Attila,
Spät kommt deine Reue.

EZIO
Das Zeichen... das Zeichen... beeile
Dich, sonst wird man uns entdecken.

ODABELLA
Du hier, Foresto?... Hör mich an,
Erbarme dich meiner Qual.

FORESTO
Es ist zu spät.

ODABELLA
Dich, nur dich allein
Liebt meine Seele mit unermesslicher Liebe.
Glaube mir, mein Herz ist rein,
Ich war dir immer treu.

FOR ESTO
Deine lügenhaften Worte
Haben mich genug getäuscht!
Und du wagst es noch, Grausame,
Mir von Liebe zu sprechen?

EZIO
Es ist nicht Zeit für Tränen,
Nicht für eifersüchtige Worte.
Wir wollen unser Vorhaben vorantreiben,
solange der Himmel uns hold ist.

Attila tritt auf


Finale

ATTILA
zu Odabella
Lauf nicht fort, folge mir.
Warum fliehst du den, der dich liebt?...
Doch was sehe ich?... Seid ihr hergekommen,
Verräter, um neue Ränke zu schmieden?
leise zu Odabella
Du, elendes Weib, einst Sklavin,
Jetzt meine Braut;
zu Foresto
Du, Verräter, dem ich das Leben schenkte;
zu Ezio
Du, Römer, für den ich Rom verschonte...
Verschwört ihr euch noch immer
gegen mich?...
Elende... Die blutige Rache des Königs wird
Euch ereilen.

ODABELLA
Im Zelt, dicht neben deinem Bett,
Steht drohend und noch immer blutend
Der riesenhafte Schatten meines Vaters...
Er fiel, ermordet von dir!

ATTILA
Elendes Weib!

FORESTO
Mit was für einem höhnischen Geschenk
Prahlst du?
Du hast mir Heimat und Geliebte geraubt,
Du hast mein Leben, Grausamer,
In einen Abgrund voll Kummer verwandelt!

EZIO
Du verschontest Rom!... Und die
aufgebrachte Welt,
Die dir mit höchster Rache droht?
Hast du das ungesühnte Blut vergessen, das
Ihrer Rache harrt? Fürchte dich, o König.

ODABELLA
Verflucht wäre die Umarmung, die
mich zur Braut des Königs machte.
sie schleudert die Krone weit von sich

FORESTO
O Tyrann... Nur mit dem Tod
Kann dieser Hass gegen dich gestillt werden.

EZIO
Du hast das Mass der Verbrechen
Überschritten. Der Zorn des Himmels
Schwebt über dir.

Man vernimmt hinter der Szene den Lärm eines plötzlichen Überfalls auf Attilas Lager.

CHOR
hinter der Szene
Tod... Tod... Rache!...

ATTILA
Was ist das für ein Lärm?

EZIO und FORESTO
Der Lärm bedeutet deinen Tod.

Die römischen Soldaten stürzen auf die Bühne.

FORESTO
Verräter!

EZIO und FORESTO
Dein Schicksal ist entschieden...

Foresto will Attila durchbohren, aber Odabella kommt ihm zuvor.

ODABELLA
auf Attila einstechend
Vater! Ach, Vater, ich opfere ihn dir.

sie umarmt Foresto

ATTILA
sterbend
Auch du, Odabella?...
er fällt zu Boden

ALLE
Gott, Völker und Könige
Sind vollständig gerächt!!!...

Opera in un Prologo e tre Atti


Personaggi:
ATTILA (basso)
EZIO (baritono)
ODABELLA (soprano)
FORESTO (tenore)
ULDINO (tenore)
LEONE (basso)

N° 1 - Preludio

PROLOGO
Piazza di Aquileja

La notte vicina al termine è rischiarata da una grande
quantità di torcie. Tutta all'intorno è miserando cumulo
di rovine. Qua e là vedesi ancora tratto sollevarsi
qualche fiamma, residuo di un orribile incendio di
quattro giorni.

La scena è ingombra di Unni, Eruli, Ostrogoti, ecc.

CORO (Unni, Eruli, Ostrogoti)
Urli, rapine,
Gemiti, sangue, stupri, rovine,
E stragi e fuoco
D'Attila è gioco.
Oh lauta mensa,
Che a noi sì ricco suol dispensa!
Wodan non falla,
Ecco il Valalla!...
T'apri agli eroi...
Terra beata, tu se' per noi.
Attila viva;...
Ei la scopriva!
a poco a poco Attila s'avanza col seguito
Il re s'avanza,
Wodan lo cinge di sua possanza.
tutti si prostrano. Attila viene condotto sopra un carro
tirato dagli Schiavi

Eccoci a terra,
Dio della guerra!...

ATTILA
scende dal carro
Eroi, levatevi!
Stia nella polvere
Chi vinto muor.
Qui!... circondatemi;
L'inno diffondasi
Del vincitor.
I figli d'Attila vengono e vincono
A un colpo sol.
Non è sì rapido solco di fulmine,
D'aquila il vol.
va a sedersi sopra un trono di lance e scudi

CORO
Viva il re dalle mille foreste
Di Wodano ministro e profeta;
La sua spada è sanguigna cometa,
La sua voce è di cielo tuonar.
Nel fragore di cento tempeste
Vien lanciando dagl'occhi battaglia;
Contro i chiovi dell'aspra sua maglia
Come in rupe si frangon gli acciar.
entrano Uldino, Odabella, e Vergini d'Aquileja


Scena e Cavatina Odobella

ATTILA
scendendo dal trono
Di vergini straniere
Oh quale stuol vegg'io?
Contro il divieto mio
Chi di salvarle osò?

ULDINO
Al Re degno tributo ei mi sembrò.
Mirabili guerriere
Difesero i fratelli...

ATTILA
Che sento?... a donne imbelli
Chi mai spirò valor?

ODABELLA
con energia
Santo di patria indefinito amor!

Allor che i forti corrono
Come leoni al brando
Stan le tue donne, o barbaro,
Sui carri lagrimando;
Ma noi, donne italiche,
Cinte di ferro il seno,
Sul fumido terreno
Sempre vedrai pugnar.

ATTILA
Bella è quell'ira, o vergine,
Nel scintillante sguardo;
Attila i prodi venera,
Abbomina il codardo...
O valorosa, chiedimi
Grazia che più t'aggrada.

ODABELLA
Fammi ridar la spada!...

ATTILA
La mia ti cingi!...

ODABELLA
(Oh acciar!!)
Da te questo or m'è concesso,
O giustizia alta, divina!
L'odio armasti dell'oppresso
Coll'acciar dell'oppressor.
Empia lama, l'indovina
Per qual petto è tua punta?
Di vendetta l'ora è giunta...
Fu segnata dal Signor.

ATTILA
da sè
(Qual nell'alma, che struggere anela,
Nuovo senso discende improvviso?

Quell'ardire e quel nobile viso
Dolcemente mi fiedono il cor!)

ULDINO E CORO
Viva il Re che alla terra rivela
Di quai raggi Wodano il circonda!
Se flagella è torrente che innonda;
È rugiada se premia il valor.

Odabella e donne partono


Duetto

ATTILA
Uldino, a me dinanzi
L'inviato di Roma ora si guidi...
Uldino parte
Frenatevi, miei fidi,
Udir si dee,
Ma in Campidoglio poi
Risposta avrà da noi.
entrano Ezio ed ufficiali romani

EZIO
Attila!

ATTILA
Oh il nobil messo!
Ezio!... tu qui? fia vero!
Ravvisi ognuno in esso
L'altissimo guerriero
Degno nemico d'Atilla,
Scudo di Roma e vanto...

EZIO
Attila, a te soltanto
Ora chied'io parlar.

ATTILA
Ite!
escono tutti
La destra porgimi...
Non già di pace
Spero tuoi detti...

EZIO
L'orbe intero...
Ezio in tua man vuol dar.

Tardo per gli anni, e tremulo,
È il regnator d'Oriente;
Siede un imbelle giovine
Sul trono d'Occidente;
Tutto sarà disperso
Ouand'io m'unisca a te...
Avrai tu l'universo,
Resti l'Italia a me.

ATTILA
Dove l'eroe più valido
È traditor, spergiuro,
Ivi perduto è il popolo,
E l'aer stesso impuro;
Ivi impotente è il Dio,
Ivi è codardo il Re...
Là col flagello mio
Rechi Wodan la fè!

EZIO
Ma se fraterno vincolo
Stringer non vuoi tu meco,
Ezio ritorna ad essere
Di Roma ambasciator.
Dell'Imperante Cesare
Ora il voler ti reco...

ATTILA
È van! Chi frena or l'impeto
Del nembo struggitor?
È van! è van!

Vanitosi!... che abbietti e dormenti
Pur del mondo tenete la possa,
Sovra monti di polvere ed ossa
Il mio baldo corsier volerà.
Spanderò la rea cenere ai venti
Delle vostre superbe città.

EZIO
Fin che d'Ezio rimane la spada,
Starà,saldo il gran nome romano:
Di Chalons lo provasti sul piano
Quando a fuga taperse il sentier.
Tu conduci l'eguale masnada,
Io comando gli stessi guerrier.
partono entrambi da opposte parti


Rio-Alto nelle Lagune Adriatiche.

Qua e là sopra palafitte sorgono alcune capanne,
comunicanti fra loro per le lunghe asse sorrette
da barche. Sul davanti sorge in simile guisa un altare
di sassidedicato a San Giacomo. Più in là scorgesi una
campana appesa ad un casotto di legno, che fu poi il
campanile di San Giacomo. Le tenebre vanno diradandosi fra le nubitempestose; quindi a poco a poco una rosea luce, sino a che (sul finir della
scena) il subito raggio del sole innondando per tutto,
riabbella il firmamento del piùsereno e limpido azzurro. Il tocco lento della campana saluta il mattino.



Scena e Cavatina Foresto

Alcuni Eremiti escono dalle capanne e s'avviano
all'altare


CORO DI EREMITI
Qual notte!
Ancor fremono l'onde al fiero
Turbo, che Dio d'un soffio suscitò.

Lode al Signor! L'altero elemento
Ei sconvolse ed acquetò.

Sia torbida o tranquilla la natura,
D'eterna pace Ei nutre i nostri cor.
L'alito del mattin già l'aure appura.
Preghiam! preghiam!
Lode al Creator!

VOCI INTERNE
Lode al Creator!

EREMITI
Ouai voci!... Oh tutto
Di navicelle coperto è il flutto!...

Dalle navicelle, che approdano a poco a poco, escono
Foresto, donne, uomini e fanciulli d'Aquileja, ecc.


Son d'Aquileja! Certo al furor
Scampan dell'Unno.

POPOLO DAQUILEJA
Lode al Creator!

FORESTO
Qui, qui sostiamo!
Propizio augurio
N'è questa croce, n'è quest'altar.
Ognun d'intorno levi un tugurio
Fra quest'incanto di cielo e mar.

POPOLO D'AQUILEJA
Lode a Foresto! tu Duce nostro,
Scudo, salvezza n'eri tu sol...

FORESTO
Oh! ma Odabella!...
Preda è del mostro,
Serbata al pianto, serbata al duol.

Ella in poter del barbaro!
Fra le sue schiave avvinta!
Ahi... che men crudo all'anima
Fora il saperti estinta!
Io ti vedrei fra gl'angelì
Almen ne' sogni allora,
E invocherei l'aurora
Dell'immortal mio dì.

POPOLO D'AQUILEJA
Spera!... l'ardita vergine
Forse al crudel sfuggì.

CORO
Cessato alfine il turbine,
Più il sole brillerà.

FORESTO
Sempre il sospir dell'esule,
Sempre la patria avrà.

Cara patria, già madre e reina
Di possenti magnanimi figli,
Or macerie, deserto, ruina,
Su cui regna silenzio e squallor;
Ma dall'alghe di questi marosi,
Qual risorta fenice novella,
Rivivrai più superba, più bella
Della terra, dell'onde stupor!

CORO
Dall'alghe di questi marosi,
Qual risorta fenice novella,
Rivivrai più superba, più bella
Della terra, dell'onde stupor!

ATTO PRIMO
Bosco presso il campo d'Attila

È notte; nel vicino ruscello bulicano i raggi della luna

Romanza

ODABELLA
Liberamente or piangi...
Sfrenati, o cor.
La queta ora, in che posa
Han pur le tigri, io sola
Scorro di loco in loco.
Eppur sempre quest'ora
Attendo e invoco.

Oh! nel fuggente nuvolo
Non sei tu, padre, impresso?...
Cielo!.., ha mutato immagine!...
Il mio Foresto è desso.

Sospendi, o rivo, il murmure,
Aura, non più fremir...
Ch'io degli amati spiriti
Possa la voce udir.

Duetto

ODABELLA
Qual suon di passi!
Viene Foresto, in costume barbaro

FORESTO
Donna!

ODABELLA
Gran Dio!! ...

FORESTO
Ti colgo alfine!

ODABELLA
Sì... la sua voce!
Tu... tu! Foresto? tu, l'amor mio?
Foresto, io manco!... m'affoga il cor!
Tu mi respingi? tu! sì feroce?

FORESTO
Nè a me dinanzi provi terror?

ODABELLA
riscuotendosi
Ciel!... che dicesti?

FORESTO
T'intingi invano:
Tutto conosco, tutto spiai!
Per te d'amore, furente, insano
Sprezzai perigli, giunto son qui!
Qual io ti trovi, barbara, il sai...

ODABELLA
Tu?... tu, Foresto, parli così?

FORESTO
Sì, quello io son, ravvisami,
Che tu tradisti, infida:
Qui fra le tazze e i cantici
Sorridi all'omicida...
E la tua patria in cenere
Pur non ti cade in mente...
Del padre tuo morente
L'angoscia e lo squallor.

ODABELLA
Col tuo pugnal feriscimi...
Non col tuo dir, Foresto;
Non maledir la misera...
Crudele inganno è questo!
Padre, ben puoi tu leggere
Dentro il mio sen dal cielo...
Oh! digli tu se anelo
D'alta vendetta in cor.

FORESTO
Va! racconta al sacrilego infame,
Ch'io sol resto a sbramar la sua fame.

ODABELLA
Deh!... pel cielo, pei nostri parenti,
Deh! m'ascolta, o m'uccidi, crudele!

FORESTO
Che vuoi dirmi?

ODABELLA
Foresto, rammenti
Di Giuditta che salva Israele?
Da quel dì che ti pianse caduto
Con suo padre sul campo di gloria,
Rinnovar di Giuditta l'istoria
Odabella giurava al Signor.

FORESTO
Dio!.., che intendo!

ODABELLA
La spada del mostro
Vedi, è questa! il Signor l'ha voluto!

FORESTO
Odabella, a'tuoi piedi mi prostro...

ODABELLA
Al mio seno! s'addoppia il valor!

FORESTO e ODABELLA
Oh t'innebria nell'amplesso,
Gioia immensa, indefinita!
Nell'istante a noi concesso
Si disperde il corso duol!
Ah! qui si effonde in una sola
Di due miseri la vita...
Noi ravviva, noi consola
Una speme, un voto sol.


Tenda d'Attila

Sopra il suolo, coperto da una pelle di tigre, e disteso
Uldino che dorme. In fondo alla sinistra, per mezzo di
una cortina sollevata a mezzo, la quale forma come una stanza appartata, scorgesi Attila in preda al sonno sopraletto orientale assai basso, e coperto egualmente do pelli di tigre


Aria

ATTILA
balzando esterrefatto
Uldino! Uldin!

ULDINO
Mio Re!

ATTILA
Non hai veduto?

ULDINO
Che mai?

ATTILA
Tu non udisti?

ULDINO
Io? nulla.

ATTILA
Eppur feroce
Qui s'aggirava. Ei mi parlò...
Sua voce
Parea vento in caverna!

ULDINO
Oh Re, d'intorno
Tutto è silenzio.., della vigil scolta
Batte soltanto il piè.

ATTILA
Mio fido, ascolta!
Mentre gonfiarsi l'anima
Parea dinanzi a Roma,
M'apparve immane un veglio,
Che m'afferrò la chioma...
Il senso ebb'io travolto,
La man gelò sul brando;
Ei mi sorrise in volto,
E tal mi fe' commando:
Di flagellar l'incarco
Contro i mortali hai sol.
T'arretra!... or chiuso è il varco;
Questo de' Numi è il suol!
In me tai detti suonano
Cupi, fatali ancor,
E l'alma in petto ad Attila
S'agghiaccia pel terror.

ULDINO
Raccapriccio! E che far pensi?

ATTILA
riaccendendosi
Or son liberi i miei sensi!
Ho rossor del mio spavento.
Chiama i druidi, i duci, i re.
Già più rapido del vento,
Roma iniqua, volo a te.
Uldino esce
Oltre quel limite
T'attendo, o spettro!
Vietarlo ad Attila
Chi mai potrà?
Vedrai se pavido
lo là m'arretro,
Se alfin me vindice
Il mondo avrà.


Finale

entrano in scena Uldino, Duci e Re

CORO
Parla, imponi.

ATTILA
L'ardite mie schiere
Sorgan tutte alle trombe guerriere,
È Wodan che a gloria v'appella:
Moviam tosto.

CORO
Sia gloria a Wodan.
Allo squillo, che al sangue ne invita,
Pronti ognora i tuoi fidi saran.
Sia gloria a Wodan.

VERGINI e FANCIULLI
interno e lontano
Vieni, le menti visita,
O spirto creator...

ATTILA
Che fia!

VERGINI e FANCIULLI
Dalla tua fronte piovere
Fanne il vital tesor.

ATTILA
Non questo è l'eco
Delle mie trombe! Aprite, olà!...


Il campo dAttila

dalla collina infondo vedesi avanzare, preceduta da
Leone e da sei Anziani, processionalmente una
schieradi Vergini e Fanciulli in bianche vesti recanti
palme.
La scena è ingombra dalle schiere d'Attila in armi. Fra lamoltitudine appare Foresta con visiera calata, Odabella e Detti


ULDINO e CORO
Chi viene?

VERGINI e FANCIULLI
avanzandosi
I guasti sensi illumina,
Spirane amore in sen.
L'oste debella e spandasi
Di pace il bel seren.

ATTILA
commovendosi a poco a poco
Uldino! è quello il bieco fantasma!...
Il vo' sfidar... Chi mi trattiene?

LEONE
Di flagellar l'incarco
Contro i mortali hai sol.
T'arretra!... or chiuso è il varco;
Questo de' numi è il suol.

ATTILA
Gran Dio! le note istesse
Che la tremenda vision m'impresse.
leva la testa al cielo sopraffatto da subito terrore
No!... non è sogno ch'or l'alma invade!
Son due giganti che investon l'etra...

Fiamme son gl'occhi, fiamme le spade...
Le ardenti punte giungono a me.

Ah!... Spirti, fermate.
Qui l'uom s'arretra;
Dinanzi ai numi prostrasi il Re!

ULDINO
Sordo ai lamenti pur de' fratelli,
Vago di sangue, di pugne solo:
La flebil voce di pochi imbelli
Qual nuovo senso suscita in me?

Qual possa è questa! Prostrato al suolo
La prima volta degli Unni il Re!

LEONE, ODABELLA, FORESTO e VERGINI
Oh, dell'Eterno mira virtute!
Da un pastorello vinto è Golìa,
Da umil fanciulla l'uomo ha salute,
Da gente ignota sparsa è la fè...
Dinanzi a turba devota e pia
Ora degli empi s'arretra il Re!

ATTO SECONDO
Campo d'Ezio

Scorgesi lontana la grande città dei sette colli

Aria

EZIO
tenendo in mano un papiro spiegata e mostrando dispetto
Tregua è cogl'Unni.
A Roma, Ezio, tosto ritorna...
A te l'impone Valentinion.
L'impone!... e in cotal modo,
Coronato fanciut, me tu richiami?...
Or, or, più che del barbaro
Le mie schiere paventi!
Un prode guerrier canuto
piegherà mai sempre
Dinanzi a imbelle, a concubino servo?
Ben io verrò.., ma qual s'addice al forte,
Il cui poter supremo
La patria leverà da tanto estremo!

Dagl'immortali vertici
Belli di gloria, un giorno,
L'ombre degli avi, ah sorgano:
Solo un istante intorno!
Di là vittrice l'aquila
Per l'orbe il vol spiegò... ah!
Roma nel vil cadavere
Chi ravvisare or può?

Chi vien?

preceduta da alcuni saldati romani presentasi uno stuolo di schiavi d'Attila

CORO
Salute ad Ezio,
Attila invia per noi.
Brama che a lui convengano
Ezio, ed i primi suoi.

EZIO
Ite! noi tosto al campo verrem.
i Saldati partono, una è rimastoa: egli è Foresto
Che brami tu?

FORESTO
Ezio, al comune scampo
Manca la tua virtù.

EZIO
sorpreso
Che intendi?... Oh chi tu sei?

FORESTO
Ora saperlo è vano;
Il barbaro profano
Oggi vedrai morir.

EZIO
Che narri?

FORESTO
Allor tu dei
L'opera mia compir.

EZIO
Come?

FORESTO
Ad un cenno pronte
Stian le romane schiere;
Quando vedrai dal monte
Un fuoco lampeggiar,
Prorompano, quai fiere,
Sullo smarrito branco!
Or va...

EZIO
Dite non manco,
Saprò vedere, e oprar.
Foresta parte rapidamente
È gettata la mia sorte,
Pronto sono ad ogni guerra;
S'io cadrò, cadrò da forte,
E il mio nome resterà.
Non vedrò l'amata terra
Svenir lenta e farsi a brano...
Sopra l'ultimo romano
Tutta Italia piangerà.


Campo d'Attila come nell'atto primo, apprestato a solenne convito

La notte è vivamente rischiarata da cento fiamme che
irrompono da grossi tronchi di quercia preparati all'uopo. Unni, Ostrogoti, Eruli, ecc.Mentre i guerrieri
cantano, Attila, seguita dai Druidi, dalle Sacerdotesse, dai Duci e Re, va ad assidersi al posto, Odabella gli è presso in costume d'Amazzone.


Finale Secondo

UNNI ED OSTROGOTI
Del ciel l'immensa volta,
Terra, ai nemici tolta,
Ed aer che fiammeggia
Son d'Attila la reggia.
La gioia delle conche
Or si diffonda intorno;
Di membra e teste tronche
Godremo al nuovo giorno!
una squillo di tromba annuncia l'arriva degli
ufficialiromani preceduti da Uldino


ATTILA
alzandosi
Ezio, ben vieni! Della tregua nostra
Fia suggello il convito.

EZIO
Attila, grande in guerra sei,
Più generoso ancora
Con ospite nemico.

DRUIDI
si avvicinano ad Attila e gli dicano sottovoce
O Re; fatale è
Seder collo stranio.

ATTILA
E che?

DRUIDI
Nel cielo
Vedi adunarsi i nembi
Di sangue tinti... Di sinistri augelli
Misto all'infausto grido
Dalle montagne urlò lo spirto infido!

ATTILA
Via, profeti del mal!

DRUID!
Wodan ti guardi.

ATTILA
alle Sacerdotesse
Sacre figlie degli Unni,
Percuotete le cetre, e si diffonda
Delle mie feste la canzon gioconda.
tutti si assidano. Le
Sacerdotesse, schieratesi nel mezzo, alzano il seguente canto


SACERDOTESSE
Chi dona luce al cor?...
Di stella alcuna
Dal cielo il vago tremolar non pende;
Chi dona luce al cor?..
Non raggio amico di ridente luna
Alla percossa fantasia risplende...
Ma fischia il vento, rumoreggia il tuono,
Sol dan le corde della tromba il suono.
un improvviso e rapido soffio procelloso spegne gran
parte delle fiamme. Tutti si alzano per natural moto di
terrore. Silenzio e tristezza generale. Foresta è corso ad Odabella, Ezio s'è avvicinato ad Attila.


TUTTI
Ah!

CORO
Lo spirto de' monti
Ne rugge alle fronti,
Le quercie fumanti
Sua mano coprì...
Terrore, mistero
Sull'anima ha impero...
Stuol d'ombre vaganti
Nel buio apparì.

EZIO
ad Attila
Rammenta i miei patti,
Con Ezio combatti;
Del vecchio guerriero
La mano non sprezzar.
Decidi. Fra poco
Non fora più loco.
(Del barbaro altiero
Già l'astro dispar.)

FORESTO
ad Odabella
O sposa, t'allieta,
È giunta la meta,
De'padri lo scempio
Vendetta otterrà.
La tazza là mira
Ministra dell'ira,
Al labbro dell'empio,
Uldin l'offrirà.

ODABELLA
da sè
(Vendetta avrem noi
Per mano de' suoi?...
Non fia ch'egli cada
Pel loro tradir.
Nel giorno segnato
A Dio l'ho giurato
È questa la spada
Che il deve colpir.)

ATTILA
ad Ezio
M'irriti, o Romano...
Sorprendermi è vano:
O credi che il vento
M'infonda terror?
Nei nembi e tempeste
S'allietan mie feste...
(Oh rabbia! non sento
Più d'Attila il cor!)

ULDINO
da sè
(Dell'ora funesta
L'istante s'appresta..
.Uldin paventi?
Breton non sei tu?
O il cor più non t'ange
La patria che piange?
La rea servitù?)

II cielo si rasserena

TUTTI
L'orrenda procella
Qual lampo sparì.
Di calma novella
Il ciel si vestì!

ATTILA
riscuotendosi
Si riaccendan le quercie d'intorno,
gli schiavi eseguiscono il cenno
Si rannodi la danza ed il giuoco...
Sia per tutti festivo tal giorno.
Porgi, Uldino, la conca ospitai.

FORESTO
sottovoce ad Odabella
Perchè tremi?... s'imbianca il tuo volto.

ATTILA
ricevendo la tazza
Libo a te, gran Wodano, che invoco!

ODABELLA
trattenendolo
Re, ti ferma!.., è veleno!...

CORO
Che ascolto!

ATTILA
furibondo
Chi 'I temprava?

ODABELLA
(Oh momento fatal!)

FORESTO
avanzandosi con fermezza
lo.

ATTILA
ravvisandolo
Foresto!

FORESTO
Sì, quel che un giorno
La corona strappò dal tuo crine...

ATTILA
traendo la spada
Ah! In mia mano caduto se' alfine,
Ben io l'ama dal sen ti trarrò.

FORESTO
con scherno
Or t'è lieve...

ATTILA
fermandosi a tai parole
(Oh mia rabbia! oh mio scorno!)

ODABELLA
Re, la preda niun toglier mi può.
Io t'ho salvo.., il delitto svelai...
Da me sol fia punito l'indegno.

ATTILA
compiacendosi del fiero atto
Io tel dono! Ma premio più degno,
Mia fedele, riserbasi a te:
Tu doman salutata verrai
Dalle genti qual sposa del re.
Oh miei prodi! un solo giorno
Chiedo a voi di gioia e canto,
Tuonerà di nuovo intorno
Poscia il vindice flagel.
Ezio, in Roma annuncia intanto
Ch'io de' sogni ho rotto il vel.

ODABELLA
con represso impeto o Foresto
Frena l'ira che t'inganna;
Fuggi, salvati, o fratello.
Me disprezza, me condanna,
Di' che vile, infame io son...
Ma, deh, fuggi... al dì novello
Avrò tutto il tuo perdon.

FORESTO
ad Odabella
Parto sì, per viver solo
Fino al dì della vendetta:
Ma qual pena, ma qual duolo
A tua colpa si può dar?
Del rimorso che t'aspetta
Duri eterno il flagellar.

EZIO
(chi l'arcan svelar potea?
Chi fidarlo a core amante?
Va, ti pasci, va, ti bea
Fatal uom, di voluttà
Ma doman su te festante
Ezio in armi piomberà)

ULDINO
(Io gelar m'intesi il sangue...
Chi tradir poteane omai?
Me dal fulmine, dall'angue,
Tu salvasti, o pro' guerrier...
Ah generoso! E tu m'avrai
Sempre fido al tuo voler.)

CORO
Oh Re possente, il cor riscuoti...
Torna al sangue, torna al fuoco!
Su, punisci, su, percuoti
Questo stuolo di traditor!
Non più scherno, non più giuoco
Noi sarem de' numi lor.

ATTO TERZO
Bosco come nell'atto primo

Il quale divide il campo di Attila da quello di Ezio. È il mattino

Romanza

FORESTO
Qui del convegno è il loco...
Qui dell'orrende nozze
L'ora da Uldino apprenderò...
Nel petto frènati, o sdegno...
A tempo, come scoppiar di tuono,
Proromperò.

ULDINO
Foresto!

FORESTO
Ebben!

ULDINO
Si move
Ora il corteo giulivo,
Che d'Attila alla tenda
Accompagna la sposa.

FORESTO
Oh mio furore!
Uldino, va!... ben sai
Di là della foresta
In armi stanno le romane schiere...
Ezio te attende sol, perchè sull'empio
Piombino tutte.
Uldino parte
Infida!
Il dì che brami è questo:
Vedrai come ritorni a te Foresto!
Che non avrebbe il misero
Per Odabella offerto?
Fino, deh, ciel perdonami,
Fin l'immortal tuo serto.
Perchè sul viso ai perfidi
Diffondi il tuo seren?...
Perchè fai pari agli angeli
Chi sì malvagio ha il sen?


Terzetto

EZIO
viene frettoloso della parte del campo romano
Ce più s'indugia?...attendono
I miei guerrieri il segno...
Promoperan, quai folgori,
tutti sul mostro indegno.

FORESTO ed EZIO
Non un, non un de' barbari
Ai lari tornerà.

CORO
interno
Entra fra i plausi, o vergine,
Schiusa è la tenda a te;
Entra, ed il raggio avvolgati
Dell'esultante re.
Bello è il tuo volto candido,
Qual mattutino albor,...
A dolce spirto è simile
Ora di sol che muor.

FORESTO
Tu l'odi?... è il canto pronubo!...

EZIO
Funereo diverrà.

FORESTO
Ah scellerata!!

EZIO
Frenati.
Lo esige l'alta impresa.

FORESTO
Sposa è Odabella al barbaro!...
A' suoi voler s'è resa!...

EZIO
La tua gelosa smania
Frena per poco ancor.

FORESTO
Tutti d'Averno i demoni
M'agitan mente e cor.

Odabella viene spaventata e fuggente dal campo
barbaro


ODABELLA
dal campo di Attila
Cessa, deh cessa... ah lasciami,
Ombra del padre irata...
Lo vedi?... Io fuggo il talamo...
Sarai... sì... vendicata...

FORESTO
È tardo, o sposa d'Attila,
È tardo il tuo pentir.

EZIO
Il segno... il segno... affrettati,
O ci farem scoprir.

ODABELLA
Tu qui, Foresto?... ascoltami,
Pietà del mio martir.

FORESTO
È tardi.

ODABELLA
Te sol, te sol quest'anima
Ama d'immenso amore,
Credimi, è puro il core,
Sempre ti fui fedel.

FORESTO
Troppo mi seppe illudere
Il tuo mendace detto!!
Ed osi ancor d'affetto
Parlare a me, crudel?

EZIO
Tempo non è di lagrime,
Non di geloso accento;
S'affretti l'alto evento,
Finchè ne arride il ciel.

entro Attila

Finale

ATTILA
ad Odabella
Non involarti, seguimi;
Perchè fuggir chi t'ama?...
Che mai vegg'io?... qui, perfidi,
Veniste a nuova trama?
sottovoce ad Odabella
Tu, rea donna, già schiava,
Or mia sposa;
a Foresto
Tu, fellon, cui la vita ha donata;
ad Ezio
Tu, romano, per Roma salvata,
Congiurate tuttor contro me?...
Scellerati...su voi sanguinosa
Piomberà la vendetta del Re.

ODABELLA
Nella tenda, al tuo letto d'appresso,
Minacciosa e tuttor sanguinante
Di mio padre sta l'ombra gigante...
Trucidato ei cadeva per te!

ATTILA
Rea donna!

FORESTO
Di qual dono beffardo fai vanto?
Tu m'hai patria ed amante rapita;
In abisso d'affanni la vita
Hai, crudele, cangiato per me!

EZIO
Roma hai salva!.., e del mondo lo sdegno,
Che t'impreca superna vendetta?
Ed il sangue che inulto l'aspetta
Non rammenti? Paventane, o re.

ODABELLA
Maledetto sarebbe l'amplesso
Che me sposa rendesse del re.
scaglio lungi da sè la corona

FORESTO
O tiranno.., con morte soltanto
Può frenarsi quest'odio per te.

EZIO
De delitti varcasti già il segno;
L'ira pende del cielo su te.


S'ode internamente il rumore dell'improvviso assalto
al campo d'Attila.


CORO
di dentro
Morte... morte... vendetta!...

ATTILA
Qual suono?

EZIO e FORESTO
Suono è questo che segna tua morte.

I soldati romani entrano precipitosamente in scena.

FORESTO
Traditori!

EZIO e FORESTO
Decisa è la sorte...

Foresto va per trafiggere Attila, ma è prevenuto da Odabella.

ODABELLA
ferrendo Attila
Padre! ah padre, il sagrifico a te.
abbraccia Foresto

ATTILA
morente
E tu pure, Odabella?...
cade

TUTTI
Appien sono vendicati
Dio, popoli e re!!!...

Please read and obey the copyright rules before downloading a file!

Vocal Score

download