Tosca

Tosca

Libretto

Giuseppe Giacosa und Luigi Illica, based on the play "La Tosca"by Victorien Sardou

Premiere

14 January 1900, Rome (Teatro Costanzi)

Cast

FLORIA TOSCA (soprano)
MARIO CAVARADOSSI (tenor)
BARON SCARPIA (baritone)
CESARE ANGELOTTI (bass)
SACRISTAN (baritone)
SPOLETTA (tenor)
SCIARRONE (bass)
GAOLER (bass)
SHEPHERD BOY (treble)

CHORUS
priests, pupils, choir singers, soldiers, police agents, ladies, nobles, bourgeois, populace

Place

Time

17th and 18th June 1800

Puccini, Giacomo

Puccini, Giacomo (Antonio Domenico Michele Secondo Maria)
22.12.1858 Lucca - 29.11.1924 Brussel


Works for stage
with date/place of first performance:

Le Villi (31.5.1884 Milano)
Le Villi [rev] (26.12.1884 Torino)
Edgar (21.4.1889 Milano)
Edgar [rev] (28.2.1892 Ferrara)
Manon Lescaut (1.2.1893 Torino)
La Bohème (1.2.1896 Torino)
Tosca (14.1.1900 Roma)
Madama Butterfly (17.2.1904 Milano)
Madama Butterfly [rev] (28.5.1904 Brescia)
Edgar [rev 2] (8.7.1905 Buenos Aires)
Madama Butterfly [rev 2] (10.7.1905 London)
Madama Butterfly [rev 3] (28.12.1905 Paris)
La fanciulla del West (10.12.1910 New York)
La rondine (27.3.1917 Monte Carlo)
Il trittico (14.12.1918 New York):
- Il tabarro
- Suor Angelica
- Gianni Schicchi
Turandot [inc} (25.4.1926 Milano)
rev = revised / inc = incomplete



Vorgeschichte
Unter dem Eindruck der Französischen Revolution hat sich in Italien ein liberalistischer und republikanischer Geist verbreitet. Nach der Kriegserklärung Ferdinands IV. von Neapel und seiner Frau Maria Carolina an Frankreich gelten solche Überzeugungen jedoch als Hochverrat. Rom wird von den Franzosen eingenommen und zur "Römischen Republik" erklärt, mit Cesare Angelotti als einem der Konsuln. Die Franzosen rücken weiter südwärts vor, besetzen Neapel und proklamieren dort eine verbündete Republik. Königin Maria Carolina, die mit ihrem Mann nach Sizilien geflohen ist, organisiert von dort aus eine Streitmacht, die mit Hilfe Grossbritanniens, Russlands und Österreichs Neapel von den Franzosen befreit. Ihre Truppen marschieren anschliessend auf Rom und nehmen die Stadt in Besitz. Ferdinand bleibt in Sizilien, aber die Königin zieht nach Rom, wo der Baron Vitellio Scarpia einen von Spionen und Spitzeln unterstützten Geheimpolizeiapparat aufgebaut hat. Vor diesem Hintergrund spielt die Oper im Juni des Jahres 1800. Angelotti, den man nach dem Scheitern der Republik wegen Hochverrats eingekerkert hat, ist zu Beginn der Handlung gerade die Flucht aus der Engelsburg gelungen.

ERSTER AKT
In der Kirche Sant' Andrea della Valle. Es ist Mittag, und die Kirche ist leer.
Angelotti hat dort Zuflucht gesucht und lässt sich mit einem Schlüssel, den seine Schwester für ihn versteckt hat, in die Familienkapelle ein, wo er als Fluchthilfe Frauenkleidung für sich findet.
Der Maler Cavaradossi kehrt zurück, um ein Gemälde der Maria Magdalena fortzusetzen. Der Mesner, dem der Freidenker Cavaradossi ohnehin verdächtig ist, erkennt mit Entrüstung, dass der Maler eine Frau, die kürzlich alleine zum Beten in die Kirche gekommen ist (keine andere als Angelottis Schwester) heimlich zum Modell für das Bildnis genommen hat. Cavaradossi vergleicht das Bild mit dem Miniaturporträt seiner Geliebten, der Sängerin Floria Tosca, das er immer bei sich trägt (--> Recondita armonia).
Nach dem Abgang des Mesners kommt Angelotti aus der Kapelle. Cavaradossi und er erkennen sich gegenseitig, werden aber von der Sängerin Floria Tosca, Cavaradossis Geliebter, gestört. Angelotti versteckt sich abermals.
Die grundlos eifersüchtige Tosca beschuldigt ihren Liebhaber der Untreue (--> Non la sospiri la nostra casetta), doch Cavaradossi beruhigt sie, und die beiden verabreden sich für den Abend in der Villa des Malers. Das Gemälde Maria Magdalenas erregt erneut Toscas Misstrauen, aber Cavaradossi beschwichtigt sie (--> Qual' occhio al mondo) und schickt sie fort.
Er bietet Angelotti seine Villa an und beschreibt ihm ein Versteck, das sich im Brunnen des Gartens befindet. Ein Kanonenschuss verkündet, dass die Flucht entdeckt worden ist, und Cavaradossi beschliesst spontan, Angelotti selber zur Villa zu führen.
Der Mesner kehrt mit der Nachricht von der angeblichen Niederlage Napoleons bei Marengo zurück, und während die Chorsänger eintreffen, kündigt er an, dass man den Sieg feiern wird: Floria Tosca wird im Palazzo Farnese eine Kantate singen, und in der Kirche soll ein Tedeum stattfinden.
Scarpia, der von Angelottis Flucht erfahren hat, betritt die Kirche. Beim Verhör des Mesners stellt sich für ihn eine Verbindung zwischen Angelotti, dem Maler und dem Porträt von Angelottis Schwester her; in der offenen Kapelle findet er einen Fächer, der dem Bündel Frauenkleidung entfallen ist.
Tosca kehrt zurück, um Cavaradossi zu erklären, dass sie bei der Siegesfeier in einer Kantate singen muss und ihre Verabredung nicht einhalten kann. Seine Abwesenheit erregt abermals ihre Eifersucht, und Scarpia nutzt den Fächer, um ihren Argwohn noch zu schüren. Als sie sich aufmacht, um Cavaradossi und seine vermeintliche Geliebte in der Villa zu suchen, schickt ihr Scarpia drei seiner Agenten nach. Während das Tedeum beginnt, sinnt Scarpia über sein Vorhaben, Tosca zu gewinnen und ihren Liebhaber hinzurichten (--> Va, Tosca! / Te Deum).

ZWEITER AKT
Am selben Abend in Scarpias Zimmer im oberen Stockwerk des Palazzo Farnese. Allein bei seinem Abendessen, ist Scarpia noch immer mit seinem Plan für Tosca und Cavaradossi beschäftigt (--> Tosca è un buon falco). Er weist einen seiner Agenten an, Tosca bei ihrer Ankunft eine Nachricht zu übergeben.
Ein zweiter Agent, Spoletta, kehrt von Cavaradossis Villa zurück, wo er keine Spur von Angelotti entdeckt hat, besänftigt Scarpia jedoch mit der Mitteilung, Cavaradossi selbst sei verhaftet. Scarpia nimmt den hereingeführten Künstler ins Verhör, aber dieser bestreitet jegliches Wissen von Angelottis Flucht oder Verbleib. Tosca tritt nach dem Ende der Kantate ein; Scarpia schickt Cavaradossi zum weiteren Verhör in einen anderen Raum und wendet sich nun Tosca zu (--> Orsù Tosca, parlate). Auch sie will von nichts wissen, bis Scarpia eröffnet, dass ihr Liebhaber gefoltert wird. Unter diesem Druck gibt Tosca schliesslich nach und enthüllt Angelottis Versteck.
Cavaradossi wird freigelassen und aus der Folterkammer geführt. Als er von Toscas Verrat hört, weist er sie von sich. Plötzlich bringt ein Agent die Nachricht, dass die ersten Siegesmeldungen verfrüht waren und die Franzosen die Schlacht von Marengo gewonnen haben. Cavaradossis begeisterte Reaktion (--> Vittoria! Vittoria!) provoziert Scarpia, ihn zum Tode zu verurteilen, und er wird abgeführt.
Scarpia nennt Tosca das einzige Mittel, mit dem sie Cavaradossi retten kann: Sie muss sich ihm hingeben. (--> Già mi dicon venal). Toscas Flehen (--> Vissi d'arte) rührt ihn nicht, sondern steigert nur seine Begierde. Spoletta unterbricht mit der Nachricht, dass sich Angelotti bei seiner Entdeckung das Leben genommen hat; der Agent will wissen, was nun mit Cavaradossi geschehen soll. Scarpia überlässt Tosca die Entscheidung. Schweigend deutet sie ihr Einverständnis an, verlangt dann jedoch die sofortige Freilassung ihres Liebhabers. Damit man den Maler für tot hält, ordnet Scarpia seine Scheinhinrichtung an und beauftragt damit Spoletta, wobei er betont, genau wie schon bei einer früheren Gelegenheit vorzugehen. Tosca verlangt freies Geleit aus Rom für Cavaradossi und sich selbst. Während Scarpia den Schutzbrief ausstellt, erblickt Tosca auf dem Esstisch ein Messer. Als Scarpia sich erhebt, um sie zu umarmen, stösst sie ihm die Klinge ins Herz. Scarpia stirbt, und Tosca löst den Schutzbrief aus seiner verkrampften Hand. Sie stellt zwei Kerzen neben seinen Kopf, legt ihm ein Kruzifix von der Wand auf die Brust und stiehlt sich davon.

DRITTER AKT
Schauplatz ist die Plattform der Engelsburg, wo Cavaradossi erschossen werden soll. Beim Aufgehen des Vorhangs herrscht noch Dunkelheit. Im ersten Morgengrauen hört man aus der Ferne das Lied eines Hirtenjungen; nahebei läuten Kirchenglocken zur Mette.
Cavaradossi wird herbeigeführt und einem Schliesser übergeben, den er besticht, einen Brief an Tosca weiterzuleiten. Verzweifelt nimmt er Abschied vom Leben (--> E lucevan le stelle).
Plötzlich erscheint Tosca mit dem Schutzbrief, erzählt von der Ermordung Scarpias und erklärt die geplante Scheinhinrichtung mit Platzpatronen. Tief gerührt ergreift Cavaradossi Toscas Hand (--> O dolci mani) und beide begrüssen glücklich den heraufziehenden Tag ihrer Freiheit (--> Amaro sol per te m'era il morire).
Ein Zug Soldaten rückt an und führt die Hinrichtung aus. Nach deren Abzug geht Tosca auf Cavaradossi zu, um ihm aufzuhelfen, aber er ist tot.
Scarpias Leichnam ist entdeckt worden; seine Agenten und die Soldaten eilen herzu, um Tosca festzunehmen, aber sie läuft zur Brüstung und stürzt sich in den Tod.

The action takes place in Rome, in June 1800

ACT I
The church of Sant'Andrea della Valle
Angelotti, a political prisoner who has just escaped from the fortress of Castel Sant'Angelo, runs into the church, looks for a key and uses it to open a private chapel, where he hides. The Sacristan bustles about and the painter Mario Cavaradossi continues work on his picture of Mary Magdalene.
He has used as his model a fair-haired woman who has been frequenting the church. While admiring her fair beauty, he prefers the dark loveliness of his mistress, the celebrated singer Floria Tosca. When the Sacristan goes outside, Angelotti emerges from his hiding place and is recognised by Cavaradossi as a fellow revolutionary. Tosca is heard calling to Cavaradossi and he advises Angelotti to hide again, giving him a basket of food he has brought for his own meal. Tosca, having heard his voice, is suspicious that he has been entertaining a woman. He soothes her and they look forward to being together in his villa after her concert that night. She is about to leave when she sees the painting. Her jealousy is aroused again, particularly when she recognises the model as the Marchesa Attavanti. Cavaradossi assures Tosca that he does not know the lady, but has seen her in the church, and she leaves, warning him playfully henceforth to paint only dark-eyed women. Angelotti, emerging from the chapel, reveals that the Marchesa Attavanti is his sister, her presence in the church due to her part in his escape plan, as she has brought women's clothes for him and hidden them in the family chapel. Cavaradossi offers him refuge in his villa outside the city, but before he can leave, a cannon shot signals that the escape has been discovered, and Cavaradossi leaves with him.
The Sacristan, full of the news of the defeat of Napoleon, calls the choirboys to prepare to sing a celebratory Te Deum. Their riotous celebration is interrupted by the arrival of Scarpia, the chief of police, with some of his agents. A search verifies his suspicions that Angelotti had taken refuge in the church, one clue being a fan which Angelotti has dropped. Tosca, returning to tell her lover that she will be late that night because she has to sing in a victory cantata, is disconcerted to find him gone. Scarpia, who has had a lustful eye on her for some time and suspects Cavaradossi's part in the escape, plays on her jealousy in the hope that she will lead him to Angelotti. He shows her the fan, claiming that he found it near the painter's easel - a sign of an interrupted assignation.
Recognising the Attavanti crest, she is only too easily persuaded that Cavaradossi has been unfaithful and sets off for the villa to confront the supposed lovers. Sending his agents after her, Scarpia congratulates himself on the success of his plans, then joins in the Te Deum.

ACT II
Scarpia's apartment in the Villa Farnese
That night Scarpia eats his supper as he waits for his agents to bring in Angelotti. He sends a note inviting Tosca to visit him after the victory cantata. He is furious when his agent Spoletta confesses that they had found no trace of Angelotti, but mollified when he learns that they have arrested Cavaradossi because of his suspicious behavior. Cavaradossi defies Scarpia and denies knowing anything about Angelotti, so Scarpia orders his interrogation - using any means necessary. He is unsuccessful in his attempt to trick Tosca into revealing Angelotti's whereabouts, but she is unable to resist Cavaradossi's cries of pain as he is tortured, and gives the information.
Cavaradossi reproaches her bitterly. When news is brought that Napoleon had after all been victorious at Marengo, he exultantly taunts Scarpia, who orders his immediate execution. At first Scarpia turns a deaf ear to Tosca's pleas for mercy, but then reveals that the price for Cavaradossi's life is Tosca herself. In despair, she sees no way out, despite her revulsion, which only makes her more desirable in Scarpia's eyes.
In her presence he gives the orders for a fake execution, expressing himself in such a way that it is clear to Spoletta, but not to Tosca, that the execution is in fact to be real. She demands a safe-conduct for herself and Cavaradossi, so that they can leave Rome for ever. As he writes it, she notices a knife on the table, and as Scarpia prepares to embrace her, she stabs him.

ACT III
Castel Sant'Angelo towards dawn
A shepherd sings in the distance and church bells ring as preparations are made for the execution. Cavaradossi tries to write a last letter to Tosca, but is overcome by memories of their happiness.
Tosca runs in with the safe-conduct and tells him that she has killed Scarpia. Telling him about the mock execution, she instructs him how to fall and wait till the soldiers have gone, but when she calls him, Cavaradossi does not move and she discovers that he is dead. Angry cries indicate that Scarpia's death has been discovered and Spoletta leads the soldiers in pursuit of Tosca, but she leaps from the battlements.
ACTE I
A Rome en juin 1800. Dans l'église Sant'Andrea della Valle, un prisonnier évadé, Angelotti (basse), arrive en hâte, prend une clef déposée à son intention et disparaît dans une chapelle latérale. Le peintre Mario Cavaradossi (ténor) vient achever un portrait de madone à laquelle il donne les traits d'une inconnue venue prier récemment, et compare les traits de celle-ci à ceux de sa maîtresse, la cantatrice Floria Tosca (Recondita armonia), au grand scandale du sacristain (baryton), qui n'aime guère ce «voltairien» aux moeurs trop libres, et s'éloigne.
Mario reconnaît en Angelotti l'ancien consul de la république romaine, mais l'arrivée de Tosca (soprano) les interrompe, et le peintre donne au fugitif son panier de victuailles. Tosca convie son amant à la rejoindre le soir (Non la sospiri), et, à son air embarrassé, se prend de soupçons, d'autant qu'elle reconnaît dans les traits de la madone ceux de la marquise Attavanti; Mario la rassure (duo: Qual occhio al mondo), puis, demeuré seul, rejoint Angelotti: que celui-ci revête les atours féminins prévus par sa sour, l'Attavanti, et aille attendre Mario dans la villa de celui-ci, où une cachette est ménagée dans un puits.
Le canon tonne, révélant la fuite: Mario s'éloigne avec Angelotti. Le bruit d'une défaite de Bonaparte à Marengo a couru, et le sacristain fait répéter le Te Deum, mais survient le chef de la police, Scarpia (baryton), certain de la présence du fugitif. Le départ inopiné de Cavaradossi, républicain notoire, le conforte dans ses soupçons. Il ramasse un éventail laissé par Angelotti, et porteur de l'emblème de l'Attavanti, et le montre à Tosca, venue revoir Mario, excitant sa jalousie; puis il la fait suivre par ses sbires. Il joint sa voix au Te Deum, rêvant à la possession de la belle Floria Tosca.

ACTE II
Dans son bureau au Palais Farnese, Scarpia se réjouit d'avance de la pendaison d'Angelotti et Mario et de la conquête de Tosca (Ha più forte sapore). Le policier Spoletta (ténor) revient bredouille, mais il a amené Cavaradossi que Scarpia interroge en vain, cependant qu'on entend au loin la cantate chantée par Tosca à une fête donnée par la reine en l'honneur de la victoire sur Bonaparte. Lorsque Tosca survient, mandée par Scarpia, Mario la conjure, en aparté, de taire ce qu'elle a découvert dans sa villa, puis entre dans la chambre des interrogatoires. Pour la faire avouer, Scarpia lui explique avec cynisme les tortures que subit son amant: on entend un cri déchirant de Mario, et Tosca révèle la cachette d'Angelotti. On amène Mario défaillant: mais lorsque le gendarme Sciarrone (basse) annonce que c'est en fait Bonaparte qui a gagné la bataille à Marengo, Mario se relève, crie victoire et se rit de Scarpia qui, furieux, le fait emporter par ses sbires. Tosca prie le seigneur (Vissi d'arte). Pour sauver son amant, au lieu d'argent, Scarpia lui demande de céder à ses désirs (Già, mi dicon venal). Malgré sa répulsion, Tosca n'a guère d'alternative; Scarpia donne un ordre à mi-mot à Spoletta, rédige pour Tosca et Mario un sauf-conduit, mais lorsqu'il s'avance pour l'enlacer, Tosca lui plonge un couteau dans le corps et s'enfuit avec le sauf-conduit.

ACTE III
La terrasse du château St-Ange; c'est l'aube sur Rome, mêlant ses teintes sonores délicates à la chanson lointaine d'un pâtre (voix d'enfant).
Mario attend son exécution, songeant au bonheur passé (E lucevan le stelle). Tosca survient et lui apprend qu'il est sauf, mais Mario doute d'une clémence possible de Scarpia. Tosca lui révèle son acte; Mario s'émeut qu'elle ait pu, pour le sauver, commettre un geste aussi sanguinaire (O dolci mani) et s'avance vers le peloton pour ce qui, selon la promesse de Scarpia à Tosca, devrait n'être qu'un simulacre d'exécution. Mais Scarpia avait trompe Tosca: c'est un ordre d'exécution réelle qu'il avait donné, et Mario s'effondre sous les balles. Des sbires se précipitent vers Tosca, car le meurtre a été découvert; mais elle se donne la mort en se jetant dans le vide du haut du parapet.
ATTO PRIMO
È il primo pomeriggio del 17 giugno 1800, nella chiesa di Santa Maria degli Angeli. Il pittore Mario Cavaradossi sta ritraendo in un quadro Maria Maddalena e le dà il volto della marchesa Attavanti, che ha visto più volte entrare in una cappella. Da questa cappella esce Cesare Angelotti, già console della repubblica romana soppressa dalle truppe napoletane e fratello della marchesa. Angelotti è evaso poco prima da Castel Sant’Angelo, dove il barone Vitellio Scarpia, capo della polizia, l’aveva imprigionato. Cavaradossi, di sentimenti liberali, gli offre rifugio nella propria villa. Sopraggiunge Tosca, cantante tanto famosa quanto avvenente e amante di Cavaradossi. Il quadro che ritrae l’Attavanti l’ingelosisce, ma, rassicurata da Cavaradossi, Tosca s’allontana. Cavaradossi e Angelotti lasciano la chiesa, nella quale entra poco dopo Scarpia, che ha iniziato le ricerche dell’evaso. Torna Tosca, per avvertire Cavaradossi che la sera dovrà eseguire a Palazzo Farnese una cantata per festeggiare la vittoria che l’esercito austriaco ha riportato a Marengo su Napoleone. Non trovando l’amante è ripresa dalla gelosia, che d’altronde Scarpia rinfocola. Da tempo desidera Tosca, e ordina al poliziotto Spoletta di pedinarla. Rimane quindi nella chiesa per assistere al Te Deum di ringraziamento per la sconfitta subita da Napoleone.

ATTO SECONDO
Scarpia sta cenando in una sala di Palazzo Farnese, residenza romana dei Borbone di Napoli. Gli giunge la voce di Tosca che esegue la cantata celebrativa e decide di convocarla. Apprende poi da Spoletta che Angelotti è irreperibile, ma che certamente Cavaradossi conosce il suo nascondiglio, e quindi lo ha arrestato. Ha inizio l’interrogatorio: il pittore nega di conoscere il nascondiglio di Angelotti e impone il silenzio a Tosca, nel frattempo sopraggiunta. Scarpia lo sottopone a tortura e Tosca, disperata, rivela che Angelotti è nascosto in un pozzo del giardino della villa di Cavaradossi. Sopraggiunge il gendarme Sciarrone, e informa che a Marengo Napoleone non è stato sconfitto, ma ha vinto. L’esultante Cavaradossi è imprigionato. Rimasto solo con Tosca, Scarpia la ricatta: se gli si concederà, potrà salvare Cavaradossi e lasciare Roma con lui. È interrotto da Spoletta, il quale riferisce che Angelotti ha evitato la cattura uccidendosi. Tosca, sempre più sconvolta, chiede a Scarpia, in cambio di ciò che egli pretende, un salvacondotto per Cavaradossi e per sé. Scarpia acconsente, ma precisa che, non avendo egli la facoltà di graziare Cavaradossi, occorrerà simularne la fucilazione, con un plotone che sparerà a salve. Mentre compila il salvacondotto, Tosca impugna un coltello scorto sul tavolo al quale Scarpia stava cenando all’inizio dell’atto, e lo uccide.

ATTO TERZO
Sulla piattaforma di Castel Sant’Angelo. È l’alba, salutata dallo scampanio delle chiese di Roma e anche dal malinconico stornello d’un giovane pastore. Cavaradossi, in attesa di essere giustiziato, inizia una lettera di addio che un carceriere, in cambio di un anello, consegnerà a Tosca. Colto tuttavia dai ricordi dei giorni felici, si interrompe commosso. Ma Tosca giunge di lì a poco, mostra il salvacondotto all’amante, entrambi esultano. Tosca esorta Cavaradossi a fingersi colpito quando il plotone di esecuzione sparerà a salve: ma Scarpia la ha ingannata. La scarica dei soldati uccide Cavaradossi e Tosca, disperata, sfugge a Sciarrone e a Spoletta, che hanno scoperto l’uccisione di Scarpia, e si getta nel Tevere che scorre sotto Castel Sant’Angelo, invocando la giustizia divina.


Personen:
FLORIA TOSCA, berühmte Sängerin (Sopran)
MARIO CAVARADOSSI, Maler (Tenor)
BARON SCARPIA, Polizeichef (Bariton)
CESARE ANGELOTTI (Bass)
Der MESNER (Bariton)
SPOLETTA, Polizeiagent (Tenor)
SCIARRONE, ein Gendarm (Bass)
Ein SCHLIESSER (Bass)
Ein HIRT (Knabenstimme)

CHOR
Ein Kardinal, Der Staatsprokurator, Roberti (Gerichtsbüttel),
Ein Schreiber, Ein Offizier, Ein Sergeant, Soldaten, Sbirren,
Adlige Damen und Herren, Bürger, Volk



ERSTER AKT

Die Kirche Sant Andrea della Valle.

ERSTE SZENE
Rechts die Kapelle der Familie Attavanti. Links ein Gerüst: darüber ein grosses, mit einem Tuch verhängtes Gemälde.
Verschiedenes Malgerät. Ein Esskorb.


ANGELOTTI
in Sträflingskleidern, zerlumpt, erschöpft, vor Furcht zitternd, eilt ausser Atem zur Seitentür herein.
Er wirft einen raschen Blick umher.

Ah! ... Endlich! ... In meiner irrsinnigen Angst
sah ich die Fratzen der Häscher in allen Gesichtern.
Schrickt zusammen, dann späht er wieder aufmerksam umher, um beruhigter den Ort wiederzuerkennen.
Mit einem Seufzer de Erleichterung erblickt er die Säule mit dem Weihwasserbecken und der Madonna.

Das Becken ... die Säule ...
»Zu Füssen der Madonna«,
schrieb mir meine Schwester ...
Nähert sich der Säule und sucht den Schlüssel zu Füssen der Madonnenstatue. Erfindet nichts; erregt sucht er weiter.
Will entmutigt aufgeben und sucht erneut. Endlich, mit einem unterdrückten Freudenschrei, findet er den Schlüssel

Da ist der Schlüssel . . . und da die Kapelle! ...
Weist auf die Kapelle Attavanti; von neuer Angst ergriffen, entdeckt zu werden, sieht er sich um, geht dann zu der Kapelle; äusserst vorsichtig steckt er den Schlüssel ins Schloss, öffnet das Gitter und verschwindet, nachdem er das Tor wieder verschlossen hat.

MESNER
erscheint im Hintergrund: geht von rechts nach links, um die Kirche zu inspizieren; er hält ein Bündel von Pinseln in der Hand.
Er nähert sich dem Gerüst und spricht mit lauter Stimme, als ob er seine Worte an jemand richtete.

Und immer auswaschen! ... Alle Pinsel sind beschmiert,
schlimmer als der Kragen eines Bettelmönches.
Meister ... Nanu! ...
Schaut zum Gerüst hinauf; zu seiner Überraschung findet er es leer.
Niemand. Ich hätte geschworen,
er sei zurück,
der Cavaliere Cavaradossi.
Legt die Pinsel ab, besteigt das Gerüst, sieht in den Korb und sagt.
Nein, ich irre mich. Der Korb ist unberührt.
Steigt wieder herab vom Gerüst. Das Angelus wird geläutet. Der Mesner kniet nieder und betet leise.
Angelus Domini nuntiavit Mariae,
et concepit de Spiritu Sancto. Ecce
ancilla Domini; fiat mihi secundum
Verbum tuum. Et Verbum caro factum
est et habitavit in nobis.


ZWEITE SZENE
Cavaradossi. Der Mesner

CAVARADOSSI
tritt durch die Seitentür und erblickt den knienden Mesner
Was tust du?

MESNER
erhebt sich
Ich bete das Angelus.
Cavaradosst steigt auf das Gerüst und enthüllt das Gemälde. Es ist eine Maria Magdalena mit grossen blauen Augen und goldener Haarpracht. Der Maler steht schweigend davor und prüft es aufmerksam.
Der Mesner wendet sich zu Cavaradosst, um ihm etwas zu sagen, sieht das enthüllte Gemälde und ruft voller Staunen.

Bei den Heiligen! Ihr Bild! ...

CAVARADOSSI
wendet sich zu dem Mesner.
Wessen?

MESNER.
Jener Unbekannten,
die in den letzten Tagen zum Beten hierher kam,
ganz andächtig - und fromm.
Er deutet feierlich nach der Madonna, von der Angelotti den Schlüssel geholt hat.

CAVARADOSSI
lächelnd
Das stimmt. Und so sehr war sie
in ihr Gebet vertieft,
dass ich unbemerkt ihr schönes Gesicht malen konnte.

MESNER
empört, beiseite
Weiche, Satan, weiche!

CAVARADOSSI
zum Mesner
Gib mir die Farben!
Der Mesner gehorcht, Cavaradossi malt rasch und unterbricht sich oft, um sein Werk zu betrachten, während der Mesner hin- und hergeht, dann wieder die Pinsel nimmt, die er in einer Waschschüssel zu Füssen des Gerüsts auswäscht. Plötzlich hört Cavaradossi zu malen auf; er zieht ein Medaillon mit einer Miniatur aus der Tasche, und seine Augen schweifen vom Medaillon zum Gemälde.
Sie gleichen sich auf unergründliche Weise
und sind doch von so unterschiedlicher Schönheit! ...
Braun ist Floria,
meine feurige Geliebte,
und du, unbekannte Schöne,
bist bekränzt mit blonden Locken!
Blaue Augen hast du, Toscas Augen sind schwarz!
Die Kunst verbindet mit ihrem Zauber
so ungleiche Reize zu einem:
doch wenn ich jene male,
bist, Tosca, du mein einziger Gedanke!
Malt weiter

MESNER
halblaut vor sich hinbrummend
Scherze mit den Kindern, und lass die Heiligen in Ruhe.
Geht und holt Wasser, um die Pinsel auszuwaschen, kommt aus dem Hintergrund zurück und sagt, immer noch empört.
Diese ungleichen Weiber,
die den Madonnen Konkurrenz machen,
stinken nach der Hölle.
Trocknet die ausgewaschenen Pinsel und brummt weiter vor sich hin.
Aber mit diesen - Hunden von Voltairianern,
den Feinden unsrer allerheiligsten Regierung,
kann man ja nicht reden…!
Stellt den Wasserbehälter unter das Gerüst und steckt die Pinsel in ein Gefäss neben dem Maler. - Deutet auf Cavaradossi.
Scherze mit den Kindern, und lass die Heiligen inRuhe.
Ja, sie sind ruchlos alle miteinander!
Wir machen am besten ein Kreuz.
Bekreuzigt sich. - Zu Cavaradossi.
Euer Gnaden, ich gehe.

CAVARADOSSI
Wie es dir beliebt!
Malt weiter.

MESNER
zeigt auf den Esskorb
Der Korb ist gefüllt ...
Fastet Ihr?

CAVARADOSSI.
Ich habe keinen Hunger.

MESNER
ironisch, sich die Hände reibend
Oh! ... Das tut mir leid!
Kann eine Bewegung der Freude nicht unterdrücken und wirft unwillkürlich einen begehrlichen Blick nach dem Korb, den er ein wenig beiseite stellt. Nimmt zwei Prisen Schnupftabak.
Denkt daran, wenn Ihr geht, schliesst ab.

CAVARADOSSI
malend
Geh!

MESNER
Ich geh.
Verschwindet im Hintergrund.

Cavaradossi arbeitet, den Rücken zur Kapelle. Angelotti, der die Kirche verlassen glaubt, erscheint hinter dem Gitter und steckt den Schlüssel ins Schloss, um zu öffnen.


DRITTE SZENE
Cavaradossi. Angelotti.

CAVARADOSSI
wendet sich bei dem Kreischen des Schlosses um
Da drinnen ist jemand!

Bei Cavaradossis Bewegung hält Angelotti erschrocken inne und will sich wieder in die Kapelle zurückziehen, als er aber aufblickt, stösst er einen Freudenschrei aus, den er aus Angst rasch unterdrückt. Er hat den Maler erkannt und streckt ihm wie einem unverhofften Retter die Arme entgegen.

ANGELOTTI
Ihr, Cavaradossi! Euch schickt Gott!
Cavaradosst erkennt Angelotti nicht, er bleibt erstaunt auf dem Gerüst stehen.
Angelotti tritt näher, um erkannt zu werden.

Erkennt Ihr mich nicht?
Das Gefängnis hat mich also so sehr verändert?

CAVARADOSSI
erkennt ihn, legt schnell Palette und Pinsel ab, steigt, vorsichtig um sich blickend, vom Gerüst zu Angelotti herunter
Angelotti! Der Konsul
der ehemaligen Römischen Republik.
Läuft zur Seitentür und schliesst sie ab.

ANGELOTTI
geht Cavaradosst entgegen, geheimnisvoll
Ich bin eben aus der Engelsburg entkommen ...

CAVARADOSSI
grossherzig
Verfügt über mich.

TOSCAS STIMME
von draussen
Mario!

Bei Toscas Ruf gibt Cavaradosst Angelotti einen raschen Wink zu schweigen.

CAVARADOSSI
Versteckt Euch! Es ist eine Frau ... eine eifersüchtige.
Einen kurzen Augenblick, dann schicke ich sie fort.

TOSCAS STIMME
Mario!

CAVARADOSSI
zur Tür, woher Toscas Stimme kommt
Ich komme schon!

ANGELOTTI
von einem Schwächeanfall erfasst, lehnt sich gegen das Gerüst
Ich bin am Ende meiner Kräfte, ich kann nicht mehr.

CAVARADOSSI
stürzt auf das Gerüst, kommt mit dem Esskorb wieder herunter und gibt ihn Angelotti
In diesem Korb habt Ihr Essen und Wein.

ANGELOTTI
Danke!

CAVARADOSSI
ermutigt Angelotti und drängt ihn zur Kapelle
Schnell!
Angelotti geht in die Kapelle.


VIERTE SZENE
Cavaradossi. Tosca.

TOSCAS STIMME
ruft mehrfach, gereizt
Mario!

CAVARADOSSI
öffnet mit gespielter Ruhe
Hier bin ich!

TOSCA
tritt mit einer gewissen Heftigkeit ein, stösst Mario, der sie umarmen will, schroff zurück und sieht sich misstrauisch um
Warum eingeschlossen?

CAVARADOSSI
mit gespielter Gleichgültigkeit
So will's der Mesner.

TOSCA
Mit wem sprachst du?

CAVARADOSSI
Mit dir!

TOSCA
Du hast noch etwas geflüstert. Wo ist sie…?

CAVARADOSSI
Wer?

TOSCA
Sie…! Diese Frau…!
Ich hörte rasche Schritte
und ein Rascheln von Kleidern.

CAVARADOSSI
Du träumst!

TOSCA
Du leugnest?

CAVARADOSSI
leidenschaftlich
Ich leugne, und ich liebe dich!
Will sie küssen.

TOSCA
mit sanftem Vorwurf
Oh! im Angesicht der Madonna…
Nein, mein Mario,
lass mich erst zu ihr beten, sie mit Blumen schmücken
Geht zu der Madonnenstatue, breitet kunstvoll die Blumen vor ihr aus, die sie mitgebracht hat, kniet nieder und betet mit tiefer Andacht, bekreuzigt sich dann und steht auf. -
Zu Cavaradosst, der wieder an die Arbeit gegangen ist.

Nun hör mir zu: heut abend singe ich,
aber es ist eine kurze Aufführung. Warte du auf mich
am Bühnenausgang,
dann gehn wir zur Villa, ganz allein.

CAVARADOSSI
in Gedanken versunken
Heut abend?!

TOSCA
Es ist Vollmond,
und der nächtliche Blütenduft
berauscht das Herz. Freust du dich nicht?
Setzt sich auf die Stufen neben Cavaradossi.

CAVARADOSSI
zerstreut
Sehr!

TOSCA
betroffen von seinem kalten Tonfall
Sag das noch einmal!

CAVARADOSSI
Sehr!

TOSCA
gereizt
Das klingt so hässlich:
Sehnst du dich nicht nach unserm Häuschen,
das ganz versteckt im Grünen uns erwartet?
Nach unserm Nest, uns heilig, aller Welt verborgen,
erfüllt von Liebe und Geheimnis?
An deiner Seite will ich lauschen,
wie im schweigenden,
sternenglänzenden Dunkel die Stimmen
der Natur aufsteigen!
Aus den Wäldern und den Büschen,
aus verdorrten, verbrannten Kräutern, aus der Tiefe
verfallener Grabmäler,
die nach Thymian duften,
dringen nachts das Flüstern
kleiner Liebesgötter
anzüglich
und listige Ratschläge,
die die Herzen erweichen.
Erblüht, ihr weiten Felder; weht,
ihr Meereslüfte, im Schein des Mondes;
ah, regnet Liebeslust, ihr gestirnten Gewölbe!
Mit Hingabe.
Toscas Blut glüht in wahnsinniger Liebe!

CAVARADOSSI
hingerissen, aber wachsam
Ah! Du fängst mich in deinen Schlingen!
Meine Sirene, ich komme!

TOSCA
O mein Geliebter!
Lehnt ihren Kopf an Cavaradossis Schulter, der sich fast augenblicklich von ihr löst und in die Richtung blickt, in der Angelotti verschwunden ist.

CAVARADSSI
Nun lass mich an die Arbeit.

TOSCA
überrascht
Du schickst mich fort?

CAVARADOSSI
Die Arbeit drängt, du weisst!

TOSCA
steht auf, gekränkt
Ich gehe!
Entfernt sich ein wenig von Cavaradossi, dreht sich dann nach ihm um, bemerkt das Gemälde und geht in höchster Erregung wieder zu Cavaradossi zurück.
Wer ist die blonde Frau dort oben?

CAVARADOSSI
ruhig
Magdalena, gefällt sie dir?

TOSCA
Sie ist zu schön!

CAVARADOSSI
verbeugt sich lachend
Ein seltenes Lob.

TOSCA
misstrauisch
Du lachst?
Diese himmelblauen Augen sah ich schon einmal.

CAVARADOSSI
gleichgültig
Davon gibt's viele auf dieser Welt!

TOSCA
sucht sich zu erinnern
Warte ... Warte ...
Steigt auf das Gerüst, dann triumphierend.
Es ist die Attavanti!

CAVARADOSSI
lachend
Bravo!

TOSCA
überwältigt von Eifersucht
Siehst du sie? Liebt sie dich? Liebst du sie? Diese Schritte
und dieses Flüstern . . Ah! Sie war
noch eben hier! Ah, diese Kokotte!
Drohend.
Das mir!

CAVARADOSSI
ernst
Ich sah sie gestern, aber es war reiner
Zufall. Zum Beten kam sie her ...
Heimlich hab ich sie gemalt.

TOSCA
Schwöre!

CAVARADOSSI
ernst
Ich schwöre!

TOSCA
noch immer die Augen auf das Bild gerichtet
Wie sie mich anstarrt!

CAVARADossi
Komm doch ...

TOSCA
steigt rückwärts die Leiter hinab, hält die Hände hoch in denen Cavaradossis, ohne das Bild aus den Augen zu lassen
Sie verlacht mich höhnisch.

CAVARADOSSI
nötigt Tosca sanft, die Leiter hinabzusteigen
Unsinn!

TOSCA
mit leisem Vorwurf
Ah, diese Augen ... diese Augen! ...

CAVARADOSSI
zieht Tosca leidenschaftlich an sich und blickt ihr in die Augen
Welche Augen auf der Welt gleichen
deinen glühenden schwarzen Augen?
In ihnen ruht mein ganzes Wesen.
Augen, in der Liebe sanft, im Zorn wild,
welche andern Augen auf der Welt gleichen
deinen schwarzen Augen?

TOSCA
verzückt, den Kopf an CavaradossiS Schulter lehnend
Oh, wie gut verstehst du
die Kunst, Liebe zu erwecken! ...
boshaft
Aber ... mal ihr schwarze Augen!

CAVARADOSSI
zärtlich
So eifersüchtig!

TOSCA
Ja, ich fühle es ... ich quäl dich
unablässig!

CAVARADOSSI
So eifersüchtig!

TOSCA
Ich bin sicher - du verzeihst,
wenn du meinen Schmerz siehst!

CAVARADOSSI
Tosca, Angebetete,
alles an dir gefällt mir;
der wilde Zorn
und die Qualen der Liebe!

TOSCA
Sag es noch einmal,
das Wort - es tröstet mich ...
sag es noch einmal!

CAVARADOSSI
Mein Alles, meine unruhige Geliebte,
immer werd ich sagen: »Floria, ich liebe dich!«
Ach, beruhige dich,
immer werd ich dir sagen: »Ich liebe dich!«

TOSCA
löst sich von Cavaradossi
Gott! Welch eine Sünde!
Du hast mich ganz zerzaust.

CAVARADOSSI
Nun geh, lass mich!

TOSCA
Du bleibst bis zum Abend
brav bei deiner Arbeit. Und versprichst mir,
ob durch Zufall oder Schicksal,
ob blond oder braun gelockt,
dass keine Frau mehr zum Gebet erscheint?

CAVARADOSSI
Ich schwör's, Geliebte! ... Geh!

TOSCA
Wie du mich drängst!

CAVARADOSSI
mit sanftem Vorwurf
Schon wieder?

TOSCA
fällt ihm in die Arme und bietet ihm die Wange zum Kuss
Nein, verzeih!

CAVARADOSSI
scherzhaft
Vor der Madonna?

TOSCA
auf die Madonna zeigend
Sie ist so gütig!
Sie küssen sich; im Weggehen dreht sich Tosca noch einmal nach dem Bild um und sagt boshaft.
Aber mal ihr schwarze Augen!
Sie verschwindet rasch. Cavaradossi bleibt bewegt und nachdenklich zurück.


FÜNFTE SZENE
Cavaradossi. Angelotti.

Cavaradossi erinnert sich Angelottis, horcht, ob Tosca sich entfernt hat - er öffnet die Tür einen Spalt breit und steht hinaus; da er alles ruhig findet, läuft er zur Kapelle; Angelotti erscheint hinter dem Gitter – Cavaradossi öffnet ihm das Gitter, und beide drücken einander herzlich die Hände.

CAVARADOSSI
zu Angelotti, der natürlich das vorige Gespräch hören musste
Meine Tosca ist lieb, aber gläubig,
und verschweigt dem Beichtvater nichts,
deshalb hab ich geschwiegen. Es ist klüger so.

ANGELOTTI
Sind wir allein?

CAVARADOSSI
Ja. Was habt Ihr vor?

ANGELOTTI
Je nach Lage der Dinge aus dem Staat fliehen
oder mich in Rom verborgen halten. Meine Schwester ...

CAVARADOSSI
Die Attavanti?

ANGELOTTI
Ja ... hat Frauenkleider
da unter dem Altar versteckt ...
Kleider, Schleier, einen Fächer.
Sieht sich ängstlich um.
Sobald es dunkelt,
zieh ich die Sachen an ...

CAVARADOSSI
Nun versteh ich!
Das vorsichtige Gebaren
und das inbrünstige Beten
dieser jungen, schönen Frau
hatten mich eine geheime
Liebschaft vermuten lassen! ...
Nun versteh ich!
Es war schwesterliche Liebe!

ANGELOTTI
Alles hat sie gewagt,
mich dem verdammten Scarpia zu entreissen!

CAVARADOSSI
Scarpia?! Ein bigotter Wüstling,
der hinter frömmelndem Gebaren
seine Lüsternheit stachelt -
und seine Geilheit
immer lauter
mittels Beichtvaters und Henkers stillt!
Koste es auch mein Leben, ich rette Euch!
Aber bis zur Nacht zu zögern ist unvorsichtig.

ANGELOTTI
Ich fürchte das Tageslicht!

CAVARADOSSI
hindeutend
Die Kapelle stösst an einen offenen Garten, dahinter ist ein Schilfweg,
der weit durch die Felder zu meiner Villa führt.

ANGELOTTI
Die ich kenne.

CAVARADOSSI
Hier, der Schlüssel; noch vor dem Abend
bin ich bei Euch; nehmt
die Frauenkleider mit.

ANGELOTTI
holt die von seiner Schwester versteckten Kleider
Soll ich sie anziehen?

CAVARADOSSI
Das ist jetzt nicht nötig, der Pfad ist einsam.

ANGELOTTI
will gehen
Lebt wohl!

CAVARADOSSI
läuft Angelottl noch nach
Wenn Gefahr droht, lauft
zum Brunnen in den Garten. Unten ist Wasser,
aber mitten im Schacht führt eine kleine Öffnung
in eine dunkle Höhle,
ein unauffindbares und sicheres Versteck!

Ein Kanonenschuss: die beiden sehen einander betroffen an.

ANGELOTTI
Die Kanone der Engelsburg!

CAVARADOSSI
Die Flucht ist entdeckt!
Nun lässt Scarpia seine Geheimpolizei los!

ANGELOTTI
Lebt wohl!

CAVARADOSSI
entschlossen
Ich komme mit Euch. Wir müssen aufpassen!

ANGELOTTI
Ich höre jemanden!

CAVARADOSSI
begeistert
Wenn sie uns angreifen, wir kämpfen!

Beide rasch aus der Kapelle ab.


SECHSTE SZENE
Der Mesner. Chorschüler und Kapellsänger Geistliche. Ordensbrüder.

MESNER
stürzt ganz erhitzt herein, ruft laut
Grösster Jubel, Euer Gnaden! ...
Als er den Maler wieder nicht auf dem Gerüst findet, bleibt er sehr überrascht stehen.
Nicht mehr da! jammerschade!
Wer einen Ketzer peinigt,
sich von einer Sünde reinigt!
Hierher die ganze Kantorei!
Schnell! ...
Von allen Seiten eilen Geistliche, Ordensbrüder, Chorschüler und Kapellsänger herbei. Sie alle treten lärmend ein.

CHORSCHULER
in höchstem Durcheinander
Wohin?

MESNER
drängt sie nach der Sakristei
In die Sakristei.

EINIGE SCHÜLER
Aber was ist passiert?

MESNER
Wisst ihr nicht? Bonaparte ... der Schurke . . .
atemlos
Bonaparte ...

ANDERE SCHÜLER
nähern sich dem Mesner und umringen ihn, während weitere hereindrängen, um sich mit ihnen zu vereinigen
Nun? Was war?

MESNER
Aufgerieben, geschlagen
und zum Teufel gejagt!

SCHÜLER, SÄNGER.
Wer sagt das?
- Ein Traum!
- Ein Märchen!

MESNER
Es ist die reine Wahrheit!
Eben traf die Nachricht ein!
Und heut abend
ein grosser Fackelzug
eine festliche Gesellschaft im Palazzo Farnese
und eine eigens geschriebene
neue Kantate
mit Floria Tosca!
Und in den Kirchen
Lobpreisungen des Herrn!
Nun geht euch anziehen,
kein Geschrei mehr!

ALLE
unter fröhlichem Gelächter und Geschrei, ohne auf den Mesner zu achten, der sie vergebens heftig zur Sakristei drängt
Doppelter Lohn ... »Te Deum« ... »Gloria«!
Es lebe der König! ... Feiern wir den Sieg!


SIEBENTE SZENE
Scarpia. Der Mesner Sänger, Schüler usw.; Spoletta. Geheimpolizei.

Scarpia erscheint unerwartet in der Tür. Bei seinem Anblick halten alle wie auf einen Schlag bestürzt inne. Hinter Scarpia stehen Spoletta und einige Geheimpolizisten.


SCARPIA
mit grosser Autorität
Solch ein Aufruhr in der Kirche! Schöner Respekt!

MESNER
ängstlich stotternd
Euer Gnaden, der grosse Jubel ...

SCARPIA.
Beeilt euch für das Tedeum.
Betreten entfernen sich alle: auch der Mesner will davonschleichen, aber Scarpia hält ihn heftig zurück.
Du bleibst!

MESNER
eingeschüchtert, unterwürfig
Ich mache keinen Schritt!

SCARPIA
zu Spoletta
Und du, geh, durchsuche jeden Winkel, verfolge jede Spur!

SPOLETTA
Jawohl!
Gibt zwei Geheimpolizisten Zeichen, ihm zu folgen.

SCARPIA
zu den anderen Geheimpolizisten, die gehorchen
Beobachtet die Türen,
aber ohne Aufsehen!
Zum Mesner
Nun zu dir. Wäge
deine Worte. Ein Staatsgefangener
entfloh soeben aus der Engelsburg…
energisch
er ist hierher geflüchtet.

MESNER
Barmherziger Himmel!

SCARPIA
Vielleicht ist er noch hier. Wo ist die Kapelle
der Attavanti?

MESNER
Dort!
Geht zum Gitter und findet es angelehnt.
Geöffnet! Bei den Erzengeln!
Und ... ein zweiter Schlüssel!

SCARPIA
Ein gutes Zeichen. Treten wir ein.
Sie gehen in die Kapelle, kommen dann wieder heraus: Scarpia, sehr enttäuscht, hält in den Händen einen geschlossenen Fächer, den er nervös bewegt.
Ein grober Fehler
war dieser Kanonenschuss. Der Spitzbube
ist ausgeflogen, aber er hinterliess ein Beutestück ...
ein wertvolles: einen Fächer.
Bewegt ihn hin und her.
Welcher Komplize hat die Untat
vorbereitet?
Er bleibt nachdenklich stehen, dann betrachtet er aufmerksam den Fächer: plötzlich entdeckt er darauf ein Wappen und ruft lebhaft aus.
Die Marchesa
Attavanti! . . . Ihr Wappen ...
Er blickt umher, untersucht jeden Winkel der Kirche: sein Blick fällt auf das Gerüst, das Malgerät, das Bild und das bekannte Gesicht der Attavanti scheint ihm in dem der Heiligen abgebildet.
Ihr Porträt!
Zum Mesner.
Wer hat das gemalt?

MESNER
noch furchtsamer
Der Cavaliere Cavaradossi.

SCARPIA
Der!

MESNER
bemerkt einen Geheimpolizisten, der mit dem Korb in der Hand aus der Kapelle kommt
Gott! Der Esskorb!

SCARPIA
setzt seine Überlegungen fort
Der! Toscas Geliebter! Ein Verdächtiger!
Ein Voltairianer!

MESNER
hat den Korb untersucht, ruft sehr überrascht aus
Leer? Leer!

SCARPIA
Was hast du gesagt?
Erblickt den Geheimpolizisten mit dem Korb.
Was ist?

MESNER
nimmt dem Geheimpolizisten den Korb ab
Man hat in der Kapelle
diesen Korb gefunden.

SCARPIA
Du kennst ihn?

MESNER
Sicher!
Ängstlich stammelnd.
Es ist der Korb des Malers ... aber ... nichtsdestoweniger ...

SCARPIA
Sag, was du weisst.

MESNER
immer furchtsamer und fast weinend zeigt er ihm den leeren Korb
Ich liess ihn hier, gefüllt
mit Delikatessen ...
das Essen des Malers! ...

SCARPIA
suggestiv, im Tone des Untersuchungsrichters
Er wird‘s gegessen haben!

MESNER
winkt ab
In der Kapelle? Er hatte keinen Schlüssel
und wollte auch nichts essen ... sagte er selbst.
Deshalb hatte ich ihn schon
beiseite gestellt.
Zeigt, wohin er den Korb gestellt hatte, und lässt ihn dort. - Beunruhigt von Scarpias strengem, finsteren Schweigen, für sich.
Libera me, domine!

SCARPIA
für sich
Jetzt ist alles klar ...
das Essen - des Mesners
wurde Angelottis Beute!
Tosca tritt ein, sehr nervös. Sie geht geradewegs auf das Gerüst zu, da sie dort aber Cavaradossi nicht findet, sucht sie ihn in grosser Unruhe im Mittelschiff der Kirche. Scarpia hat Tosca kaum eintreten sehen, als er sich geschickt hinter der Säule mit dem Weihwasserbecken versteckt, wobei er dem Mesner, der sich eingeschüchtert und zitternd in der Nähe des Malgerüsts aufhält, gebieterisch zu bleiben winkt.
Tosca? Sie soll mich nicht sehen.
Um einen Eifersüchtigen ins Verderben zu stürzen,
hatte Jago ein Taschentuch, und ich einen Fächer!


ACHTE SZENE
Tosca. Scarpia. Mesner.

TOSCA
kehrt zum Gerüst zurück, ruft ungeduldig mit erhobener Stimme.
Mario?! Mario?!

MESNER
nähert sich Tosca
Der Maler
Cavaradossi?
Wer weiss, wo er ist?
Er verschwand, entschlüpfte
dank seiner Hexerei.
Entfernt sich.

TOSCA
Betrogen? Nein ... nein ...
fast weinend
betrügen kann er mich nicht.

SCARPIA
zu Tosca, einschmeichelnd und höflich
Göttliche Tosca,
meine Hand
erwartet Eure - Euer kleines Händchen,
nicht aus Galanterie,
sondern um Euch Weihwasser zu spenden.

TOSCA
berührt Scarpias Finger und bekreuzigt sich
Danke, mein Herr!

SCARPIA
Ein edles Beispiel gebt Ihr: vom Himmel,
mit frommem Eifer,
erlangt Ihr die Meisterschaft in der Kunst,
die den Glauben stärkt!

TOSCA
zerstreut und besorgt
Zu gütig.
Allmählich kommen mehrere Leute in die Kirche und begeben sich nach dem Hintergrund.

SCARPIA
Fromme Frauen sind selten ...
Ihr steht auf der Bühne ...
mit Nachdruck
und kommt in die Kirche zum Beten.

TOSCA
überrascht
Was meint Ihr damit?

SCARPIA
Und treibt es nicht
wie gewisse dreiste Weiber,
die der Magdalena
auf das Gemälde zeigend
Gesicht und Kostüm leihen ...
mit besonderem Nachdruck
und hier der Liebe frönen.

TOSCA
ausbrechend
Was? Der Liebe? Die Beweise!

SCARPIA
zeigt den Fächer
Ist dies hier
etwa ein Malgerät?

TOSCA
ergreift ihn
Ein Fächer? Wo lag er?

Einige Landleute treten ein.

SCARPIA
Da oben auf dem Gerüst. Jemand muss wohl
die Liebenden gestört haben,
und sie verlor, als sie ausfllog, ihre Federn!

TOSCA
untersucht den Fächer
Die Krone! Das Wappen! Es ist die Attavantl!
Ahnungsvoller Verdacht!

SCARPIA
für sich
Darauf habe ich gewartet!

TOSCA
sehr bewegt, die Tränen kaum zurückhaltend, den Ort und Scarpia vergessend
Und ich kam zu ihm voller Kummer,
um ihm zu sagen: umsonst verdunkelt heute abend sich der Himmel;
die verliebte Tosca
ist Gefangene der königlichen Siegesfeier! ...

SCARPIA
für sich
Schon wirkt das Gift
Eine Gruppe von Hirten und Bäuerinnen tritt ein. - In süsslichem Ton zu Tosca.
O was bedrückt Euch,
schöne Signora?
Eine verräterische
Träne rinnt
über die schönen
Wangen und betaut sie:
schöne Signora,
was betrübt Euch nur?
Mehrere adlige Herren in Begleitung einiger Damen treten ein.

TOSCA
Nichts!

SCARPIA
mit besonderem Nachdruck
Ich gäb mein Leben,
diese Tränen zu trocknen.

TOSCA
ohne ihn zu hören
Ich quäl mich hier, und unterdessen
spottet er in den Armen einer anderen meiner Schmerzen!

SCARPIA
für sich
Das Gift ätzt.

TOSCA
mit grosser Bitterkeit
Wo bin ich? Könnt ich
die Verräter überraschen.
Einige Bürger treten in kleinen Gruppen auf. Immer gequälter
Oh dieser Argwohn!
Die Villa birgt
eine zweifache Liebe.
In tiefem Schmerz.
Oh, mein schönes Nest besudelt!
Rasch entschlossen.
Euch werd‘ ich überraschen.
Wendet sich drohend gegen das Gemälde.
Du bekommst ihn heute abend nicht. Ich schwör es!

SCARPIA
entrüstet, fast vorwurfsvoll
In der Kirche!

TOSCA
weinend
Gott verzeih mir. Er sieht mich weinen
Bricht in Tränen aus. Scarpia stützt sie und führt sie zum Ausgang; tut, als wolle er sie beruhigen.


NEUNTE SZENE
Kaum ist Tosca abgegangen, füllt sich die Kirche mehr und mehr. Scarpia kehrt, nachdem er Tosca hinausbegleitet hat, zu der Säule zurück und gibt ein Zeichen. Sofort tritt Spoletta vor Das Volk versammelt sich im Hintergrund und erwartet den Kardinal; einige beten kniend.

SCARPIA
zu Spoletta
Drei Häscher… einen Wagen… Schnell, folg ihr
wohin sie geht… unbemerkt… sei vorsichtig!

SPOLETTA
Jawohl. Der Treffpunkt?

SCARPIA
Palazzo Farnese!
Spoletta rasch ab. - Mit sardonischem Lächeln.
Geh, Tosca! In deinem Herzen nistet Scarpia sich ein.
Der Kardinal tritt mit Gefolge auf und schreitet zum Hochaltar;
die Schweizergarde bahnt einen Weg durch die Menge, die sich teilt.

Geh, Tosca!
Scarpla lässt ihn aufsteigen,
den Falken deiner Eifersucht. Welch ein Versprechen
in deinem raschen Verdacht!
Scarpia verneigt sich betend, als der Kardinal vorübergeht. Dieser segnet die andächtig kniende Menge.

CHOR
Adjutorum nostrum in nomine Domini.
Qui fecit coelum et terram.
Sit nomen Domini benedictum.
Et hoc nunc et usque in saeculum.

SCARPIA
Ein doppeltes Ziel
strebe ich an, und der Kopf des Rebellen
ist das weniger kostbare. Ah, das Feuer
dieser siegreichen Augen zu sehen,
in sinnlicher Erregung
verglühend in Liebeslust!
Die doppelte Beute werde ich haben. Ihn am Galgen,
sie in meinen Armen

Die Gemeinde wendet sich dem Hochaltar zu; einige knien.

CHOR
Te Deum laudamus,
te Dominum confitemur.

SCARPIA
wie aus einem Traum erwachend
Tosca, du lässt mich Gott vergessen!
Stimmt in den Chorgesang ein.

Rasch fällt der Vorhang.

ZWEITER AKT

Scarpias Zimmer im oberen Stockwerk des Palazzo Farnese.
Eine gedeckte Tafel. Ein grosses Fenster nach dem Innenhof.
Es ist Nacht.


SCARPIA
sitzt am Tisch und speist: Von Zeit zu Zeit unterbricht er das Mahl, um nachzusinnen. Er zieht eine Uhr aus der Tasche und verrät in seinen Gebärden und seiner Ruhelosigkeit eine fieberhafte Aufregung.
Tosca ist ein guter Falke! ...
Wohl zu dieser Stunde
packen meine Bluthunde beide Beutetiere!
Morgen bei Sonnenaufgang werden
Angelotti und der schöne Mario am Galgen hängen.
Er läutet, Sciarrone erscheint.
Ist Tosca im Palast?

SCIARRONE
Ein Kammerdiener ging
soeben, sie zu holen.

SCARPIA
zeigt auf das Fenster
Öffne. Spät in der Nacht ist's.
Vom unteren Stockwerk - wo die Königin von Neapel, Maria Carolina, zu Ehren von Melas ein grosses Fest gibt - hört man Orchesterklänge.
Zur Kantate fehlt noch die Diva,
sie kratzen Gavotten.
Zu Sciarrone.
Du passt Tosca in der Einfahrt ab;
sagst ihr, ich erwarte sie
nach der Kantate ...
Sciarrone will gehen. - Ruft ihn zurück.
Oder, besser ...
steht auf, geht zu einem Schreibtisch und schreibt rasch einige Zeilen; gibt Sciarrone das Briefchen, dieser geht
du gibst ihr dieses Briefchen.

SCARPIA
geht zur Tafel zurück und schenkt sich ein
Sie wird kommen ... aus Liebe zu ihrem Mario!
Aus Liebe zu ihrem Mario wird sie sich meinem Willen ergeben.
So wird aus tiefer Liebe tiefes Leid.
Stärker ist der Genuss einer gewaltsamen Eroberun
als der süsslicher Hingabe. Ich kann Liebesseufzern
und milchigen Mondaufgängen
wenig abgewinnen. Ich mag nicht
Gitarre spielen noch Blumenorakel befragen,
verächtlich
noch verliebte Fischaugen machen
oder turteln wie eine Taube!
Erhebt sich, ohne sich vom Tisch zu entfernen.
Ich begehre. Und was ich begehre,
verfolge ich, sättige mich daran und werf es weg,
neuer Speise zugewandt. Gott schuf verschiedene
Reize, verschiedene Weine. Ich will geniessen,
soviel ich kann, von der göttlichen Schöpfung!
Trinkt.

SCIARRONE
tritt ein
Spoletta ist da.

SCARPIA
sehr erregt, laut rufend
Herein. Zur rechten Zeit.

Sciarrone geht hinaus, um Spoletta zu rufen, begleitet ihn in den Saal und bleibt dann nahe der Tür im Hintergrund stehen.

Scarpia. Spoletta. Sciarrone.

SCARPIA
setzt sich wieder, ganz mit seinem Mahl beschäftigt, befragt Spoletta, ohne ihn anzusehen
O Verehrtester, wie war die Jagd? ...

SPOLETTA
kommt etwas näher, furchtsam, für sich
Heiliger Ignatius, hilf mir!
laut
Wir verfolgten die Spur dieser Dame,
wir kamen zu einem einsamen kleinen Landhaus,
im Wald versteckt,
dort trat sie ein. Bald kam sie allein wieder heraus.
Da kletterte ich rasch
über die Gartenmauer mit meinen Leuten
und drang ins Haus

SCARPIA
Dieser tapfere Spoletta!

SPOLETTA
zögernd
Ich suche! ... wühle! ... stöbere! ...

SCARPIA
bemerkt Spolettas Zögern und richtet sich auf, blass vor Wut, mit zusammengezogenen Augenbrauen
Ah! Angelotti? ...

SPOLETTA
Er war nicht zu finden!

SCARPIA
mit wachsendem Zorn
Ah, Hund! Ah, Verräter!
Schlangenfratze,
schreiend
an den Galgen! ...

SPOLETTA
versucht zitternd, Scarpias Zorn zu besänftigen
Jesus!
furchtsam
Da war der Maler ...

SCARPIA
unterbricht ihn
Cavaradossi?

SPOLETTA
nickt bejahend und fügt schnell hinzu
Er weiss, wo der andere sich versteckt. Sein ganzes Benehmen,
sein Tonfall verrieten
solch höhnische Ironie,
dass ich ihn festnahm!

SCARPIA
atmet erleichtert auf
Schon besser!

SPOLETTA
zeigt auf das Vorzimmer
Er ist da.
Scarpia geht nachdenklich auf und ab; plötzlich bleibt er stehen: Durch das geöffnete Fenster klingt die Chorkantate aus dem Saal der Königin herauf. Also ist Tosca eingetroffen und befindet sich dort unter ihm.

CHOR
hinter der Szene, in den Tosca dann einstimmt
Er steigt, er schwebt empor, der menschliche Gesang,
durch die Räume, durch die Himmel,
vorbei an fremden Sonnen,
von denen das Evangelium spricht,
und dringt zu dir, König der Könige!
Der Gesang steig auf zu dir,
höchster Gott des Sieges;
der Menschen Lobeshymne,
sie vereine sich mit den Liedern der Engel
und steige auf zu dir!

SCARPIA
hat einen Einfall und sagt plötzlich zu Spoletta
Führt den Cavaliere herein.
Spoletta ab. - Zu Sciarrone
Hol mir Roberti und den Untersuchungsrichter.
Sciarrone ab; Scarpia sitzt wieder an der Tafel


Spoletta und drei Geheirnpolizisten führen Mario Cavaradossi herein. Dann treten auf der Gerichtsdiener Roberti, der Untersuchungsrichter mit einem Schreiber und Sciarrone.

CAVARADOSSI
selbstbewusst, tritt heftig näher
Welch ein Gewaltakt! ...

SCARPIA
mit gesuchter Höflichkeit
Cavaliere, vielleicht ist's Euch gefällig,
Platz zu nehmen.

CAVARADOSSI.
Ich will wissen ...

SCARPIA
weist auf einen Stuhl am Tisch ihm gegenüber
Setzt Euch.

CAVARADOSSI
ablehnend
Ich warte.

SCARPIA
Auch gut!
Er fixiert Cavaradossi, bevor er ihn befragt.
Ihr wisst, dass ein Gefangener ...
Man hört Tosca in die Kantate einstimmen.

CAVARADOSSI
hört Toscas Stimme und ruft bewegt
Ihre Stimme! ...

SCARPIA
der sich beim Klang von Toscas Stimme unterbrochen hatte, fährt fort
... Ihr wisst, dass ein Gefangener
heute aus der Engelsburg entflohen ist?

CAVARADOSSI
Das weiss ich nicht.

SCARPIA
Und doch wird behauptet, Ihr hättet
ihn versteckt in Sant' Andrea und versorgt
mit Essen und Kleidung ...

CAVARADOSSI
energisch
Lüge!

SCARPIA
ruhig fortfahrend
…und ihn
in Euer Haus vor der Stadt gebracht.

CAVARADOSSI
Das leugne ich. Die Beweise?

SCARPIA
süsslich
Ein treuer Untertan ...

CAVARADOSSI
Zur Sache. Wer klagt mich an?
ironisch
Eure Geheimpolizei
hat die Villa umsonst durchsucht.

SCARPIA
Das zeigt, dass er gut versteckt ist.

CAVARADOSSI
Der Verdacht eines Schnüfflers!

SPOLETTA
fährt gekränkt dazwischen
Er hat bei unserer Suche gelacht ...

CAVARADOSSI
Und ich lache noch.

SCARPIA
furchterregend, erhebt sich
Hier ist ein Ort der Tränen!
drohend
Hütet Euch!
Sehr nervös.
Genug jetzt! Antwortet!
Irritiert und verwirrt durch die Stimmen der Kantate, geht er und schliesst das Fenster. - Herrisch zu Cavaradossi.
Wo ist Angelotti?

CAVARADOSSI
Weiss ich nicht.

SCARPIA
Leugnet Ihr, dass Ihr ihm zu essen gabt?

CAVARADOSSI
Ich leugne!

SCARPIA
Und die Kleidung?

CAVARADOSSI
Ich leugne!

SCARPIA
Und Unterschlupf in der Villa?
Und dass er dort versteckt ist?

CAVARADOSSI
sehr heftig
Ich leugne! Ich leugne!

SCARPIA
fast väterlich, wieder ruhig
Los, Cavaliere, bedenkt:
Klug ist Eure
Verstocktheit eben nicht.
Ein rasches Geständnis wird grossen Kummer
ersparen! Ich rate Euch, sagt:
Wo also ist Angelotti?

CAVARADOSSI
Weiss ich nicht.

SCARPIA
Zum letzten Mal: Wo ist er?

CAVARADOSSI
Weiss ich nicht!

SPOLETTA
beiseite
Das wird eine schöne Folter!

Tosca tritt atemlos ein. Sie steht Cavaradossi, läuft auf ihn zu und umarmt ihn.

SCARPIA
erblickt Tosca, für sich
Da ist sie!

TOSCA
Mario, du hier?!

CAVARADOSSI
leise zu Tosca, die ihm bedeutet, dass sie verstanden hat
Schweig über das, was du dort gesehen hast,
sonst tötest du mich! ...

SCARPIA
feierlich
Mario Cavaradossi,
als Zeugen erwartet Euch der Richter.
Er winkt Sciarrone, den Eingang zur Folterkammer zu öffnen. - Zu Roberti.
Erst das Übliche. Dann ... nach meinen Anweisungen.
Der Richter geht in die Folterkammer; die anderen folgen ihm, Tosca und Scarpia bleiben zurück. Spoletta zieht sich nach der Tür im Hintergrund zurück.
Sciarrone verschliesst den Eingang zur Folterkammer. Tosca will erstaunt auffahren: Scarpia beruhigt sie mit ausgesuchter Höflichkeit.


SCARPIA
galant
Und jetzt wollen wir als gute Freunde plaudern.
Winkt Tosca, Platz zu nehmen.
Fort mit dieser ängstlichen Miene ...

TOSCA
setzt sich mit gespielter Ruhe
Ich habe keine Angst.

SCARPIA
Die Sache mit dem Fächer?
Tritt hinter das Sofa, auf dem Tosca sitzt, und stützt sich auf die Lehne.

TOSCA
mit geheuchelter Gleichgültigkeit
War dumme Eifersüchtelei.

SCARPIA
Die Attavanti war also nicht in der Villa?

TOSCA
Nein, er war allein.

SCARPIA
Allein?
Boshaft forschend
Seid Ihr ganz sicher?

TOSCA
Nichts entgeht der Eifersucht.
Hartnäckig und gereizt.
Allein! Allein!

SCARPIA
nimmt einen Stuhl, stellt ihn vor Tosca au setzt sich ihr gegenüber und fixiert sie
Wirklich?

TOSCA
sehr gereizt
Allein! ja!

SCARPIA
Welches Feuer! Es scheint, Ihr habt Angst,
Euch zu verraten.
Dreht sich zur Tür der Folterkammer um und ruft.
Sciarrone: was sagt der Cavaliere?

SCIARRONE
erscheint auf der Türschwelle
Er leugnet.

SCARPIA
noch lauter
Weitermachen.
Sciarrone geht wieder hinein und schliesst die Tür

TOSCA
lachend
Oh, das ist sinnlos.

SCARPIA
sehr ernst, steht auf und schreitet umher
Wir werden ja sehen, Signora.

TOSCA
langsam, mit ironischem Lächeln
Also Euch zu gefallen sollte man lügen?

SCARPIA
Nein; aber die Wahrheit könnte ihm eine
recht schmerzvolle Stunde verkürzen ...

TOSCA
überrascht
Eine schmerzvolle Stunde? Das heisst?
Was passiert in dem Zimmer?

SCARPIA
Das Gesetz muss nun einmal erfüllt werden.

TOSCA
Oh! Gott! ... was passiert?

SCARPIA
mit Wildheit und zunehmender Brutalität
Gebunden an Händen und Füssen,
trägt Euer Geliebter einen Stachelring um die Schläfen,
der bei jedem Leugnen das Blut gnadenlos hervortreibt.

TOSCA
aufspringend
Das ist nicht wahr, das ist nicht wahr! Ein teuflischer Scherz…
Lauscht voller Angst, mit den Händen nervös die Sofalehne umklammernd.

CAVARADOSSI
mit einem langen Stöhnen
Ah!

TOSCA
Ein Stöhnen ... Gnade ...

SCARPIA
Es liegt an Euch, ihn zu retten.

TOSCA
Nun gut ... aber hört auf, hört auf!

SCARPIA
geht zur Tür und öffnet sie
Sciarrone, macht ihn los.

SCIARRONE
erscheint auf der Schwelle
Ganz?

SCARPIA
Ganz.
Sciarrone gebt in die Folterkammer zurück und schliesst die Tür - Zu Tosca
Und nun ... die Wahrheit.

TOSCA
Ich will ihn sehen! ...

SCARPIA
Nein!

TOSCA
kann sich allmählich der Tür nähern
Mario!

CAVARADOSSIS STIMME
schmerzlich
Tosca!

TOSCA
Quälen sie dich noch?

CAVARADOSSIS STIMME.
Nein. Hab Mut, schweig. Ich verachte den Schmerz.

SCARPIA
nähert sich Tosca
Nun, Tosca, redet.

TOSCA
wieder gefasst
Ich weiss nichts!

SCARPIA
Reicht diese Probe nicht? ...
Will sich dem Eingang nähern
Roberti, wir machen weiter ...

TOSCA
eilt zwischen die Tür und Scarpia, um seinen Befehl zu verhindern
Nein! Hört auf! ...

SCARPIA
Wollt Ihr reden?

TOSCA
gegen Scarpia
Nein ... Ungeheuer!
Du quälst ihn ... du bringst ihn um!

SCARPIA.
Ihn quält Euer Schweigen noch viel mehr.
Lacht

TOSCA
Du lachst ... du lachst
bei dieser furchtbaren Tortur?

SCARPIA
mit Emphase
Nie war Tosca auf der Bühne
tragischer.
Tosca weicht entsetzt vor Scarpia zurück, dieser wendet sich in einem plötzlichen Wutausbruch an Spoletta. - Schreiend
Öffnet die Tür,
damit man das Jammern höre.
Spoletta öffnet die Tür und stellt sich davor.

CAVARADOSSIS STIMME
Ich trotze Euch.

SCARPIA
zu Roberti, schreiend
Stärker.

CAVARADOSSIS STIMME
Ich trotze Euch.

SCARPIA
zu Tosca
Redet!

TOSCA
Was soll ich sagen?

SCARPIA
Na los!

TOSCA.
Ach! Ich weiss nichts!
Verzweifelt
Ach! Soll ich denn lügen?

SCARPIA
drängend
Sagt, wo ist Angelotti? Redet, na los,
wo ist er versteckt?

TOSCA.
Ach! Ich kann nicht mehr! Ach! Beendet die Tortur!
Das ist zuviel Leid! Ach! Ich kann nicht mehr!
Sie wendet sich noch einmal flehend an Scarpia, der Spoletta einen Wink gibt, sie näherkommen zu lassen: Sie geht zu der geöffneten Tür und wendet sich, entsetzt vom Anblick der furchtbaren Szene, zu Cavaradossi. Schmerzlich, dicht an der Tür der Folterkammer
Mario, erlaubst du, dass ich rede? ...

CAVARADOSSIS STIMME
gebrochen
Nein, nein!

TOSCA
dringlich
Hör doch, ich kann nicht mehr ...

CAVARADOSSIS STIMME.
Närrin, was weisst du? Was kannst du sagen?

SCARPIA
von Cavaradossis Worten aufs äusserste gereizt und in der Befürchtung, Tosca könne durch sie noch zum Schweigen ermutigt werden, schreit Spoletta fürchterlich an.
So bringt ihn doch zum Schweigen! ...
Spoletta geht in die Folterkammer und kommt gleich darauf wieder heraus, während Tosca, von der furchtbaren Aufregung überwältigt, entkräftet auf das Sofa sinkt und mit schluchzender Stimme sich zu Scarpia wendet der unbeweglich und schweigend dasteht.

TOSCA
Was hab ich Euch je in meinem Leben getan?
Ich bin es,
die Ihr so foltert! ... Ihr foltert
meine Seele ...
Sie bricht in ein gequältes Schluchzen aus und flüstert.
Ja, Ihr foltert meine Seele!

SPOLETTA
murmelnd in Gebetshaltung
Judex ergo cum sedebit,
quidquid latet apparebit,
nil inultum rimanebit.

Scarpia, der Toscas Verzweiflung ausnutzen will, geht zur Folterkammer und gibt ein Zeichen, mit der Tortur wieder zu beginnen.

CAVARADOSSIS STIMME
Ah!
ein grässlicher, langer Schrei.

TOSCA
bei Cavaradossis Schrei springt sie mit einem Satz auf und sagt mit erstickter Stimme hastig zu Scarpia
Im Brunnen ... im Garten ...

SCARPIA
Dort ist Angelotti?

TOSCA
Ja…

SCARPIA
laut, zur Folterkammer hin
Schluss jetzt, Roberti.

SCIARRONE
erscheint auf der Schwelle
Er ist ohnmächtig!

TOSCA
zu Scarpia
Mörder! ... Ich will ihn sehen ...

SCARPIA
zu Sciarrone
Tragt ihn her.

Die Polizisten tragen den ohnmächtigen Cavaradossi herein und legen ihn aufs Sofa. Tosca stürzt auf ihn zu, ist aber über den Anblick ihres blutüberströmten Geliebten so entsetzt, dass sie die Hände vor das Gesicht schlägt, um ihn nicht zu sehen; dann schämt sie sich ihrer Schwäche, kniet neben ihm nieder, küsst ihn und weint. Sciarrone, der Richter, Roberti und der Schreiber gehen im Hintergrund ab, während Spoletta und die Polizisten auf einen Wink Scarpias stehenbleiben.

CAVARADOSSI
kommt wieder zu sich
Floria! ...

TOSCA
Geliebter ...

CAVARADOSSI
Bist du es? ...

TOSCA
mit Wärme
Wie sehr hast du gelitten,
mein Geliebter! Aber der gerechte Gott wird ihn strafen!

CAVARADOSSI
Tosca, hast du geredet?

TOSCA
Nein, Geliebter ...

CAVARADOSSI
Wirklich ... ?

SCARPIA
zu Spoletta, mit Nachdruck
Im Brunnen
im Garten. Geh, Spoletta.
Spoletta ab; Cavaradossi erhebt sich drohend gegen Tosca; dann schwinden seine Kräfte, und er lässt sich auf das Sofa fallen; vorwurfsvoll und bitter ruft er Tosca zu.

CAVARADOSSI
Du hast mich verraten! ...
Er lässt sich fallen, gebrochen.

TOSCA
umfängt Cavaradossi fest
Mario!

CAVARADOSSI
sucht sie abzuwehren
Verfluchte!

SCIARRONE
stürzt keuchend herein
Euer Gnaden, welch eine Neuigkeit!

SCARPIA
überrascht
Was soll diese betrübte Miene?

SCIARRONE
Eine Niederlage ist zu melden ...

SCARPIA
Welche Niederlage? Wie? Wo?

SCIARRONE
Bei Marengo ...

SCARPIA
ungeduldig, schreiend
So rede endlich!

SCIARRONE
Bonaparte hat gesiegt ...

SCARPIA
Melas!

SCIARRONE
Nein. Melas ist auf der Flucht! ...

Cavaradossi hat mit wachsender Erregung die Worte Sciarrones vernommen, in seiner Begeisterung findet er die Kraft, sich drohend gegen Scarpia zu erheben.

CAVARADOSSI
in grosser Begeisterung
Sieg! Sieg!
Der Rache Morgenrot bricht an,
das die Feinde zittern lässt!
Freiheit steigt auf, es stürzen
die Tyrannen!

TOSCA
umklammert verzweifelt Cavaradossi und sucht ihn zu beruhigen
Mario, schweig, hab Mitleid mit mir!

CAVARADOSSI
Über die erlittene Qual
siehst du mich hier lachen ...
dein Herz zittert, o Scarpia,
du Henker!

SCARPIA
mit sarkastischem Lächeln
Brüste dich und schrei! Beeil dich
die Tiefen deiner schwarzen Seele
mir zu enthüllen!
Fort! Todeskandidat,
der Galgen erwartet dich!
Und von Cavaradossis Worten gereizt, ruft er den Polizisten zu.
Schafft ihn fort!

Sciarrone und die Polizisten packen Cavaradossi und schleppen ihn zur Tür. Tosca will sich ihnen mit aller Kraft in den Weg stellen; sie klammert sich an Mario fest, widersetzt sich den Polizisten immer entschiedener und versucht, den von Scarpia versperrten Weg sich zu erzwingen.

TOSCA
Mario, Mario ... mit dir

SCARPIA
stösst Tosca zurück und schliesst die Tür
Ihr nicht!



Tosca. Scarpia.

TOSCA
mit einem Seufzer
Rettet ihn!

SCARPIA
Ich? ... Ihr!
Geht zur Tafel zurück, sieht sein unterbrochenes Mahl und dreht sich ruhig lächelnd wieder um.
Meine bescheidene Mahlzeit wurde unterbrochen.
Sieht Tosca erschöpft und unbeweglich noch immer an der Tür stehen.
So niedergeschlagen? . . . Kommt, schöne Signora,
setzt Euch hierher. Wollt Ihr, dass wir gemeinsam
das Mittel suchen, ihn zu retten?
Setzt sich und bedeutet Tosca zugleich, Platz zu nehmen.
Nun setzt Euch ... und wir plaudern ...
Wischt mit der Serviette ein Glas aus und betrachtet es dann vor dem Licht des Kandelabers.
Und vorerst einen Schluck. Es ist ein Wein aus Spanien ...
Schenkt ein.
Einen Schluck,
liebenswürdig
um Euch aufzumuntern.

TOSCA
sitzt Scarpia gegenüber und fixiert ihn; sie stützt die Ellbogen auf den Tisch, hält ihren Kopf zwischen den Händen und fragt Scarpia im Ton tiefster Verachtung
Wieviel?

SCARPIA
gleichmütig, während er sich einschenkt
Wieviel?

TOSCA
Den Preis!

SCARPIA
lacht
Ja. Man nennt mich käuflich, aber einer schönen Frau
einschmeichelnd und mit deutlicher Anspielung
verkaufe ich mich nicht für Geld.
Wenn ich die geschworene Pflicht
brechen soll, will ich einen anderen Lohn dafür.
Auf diese Stunde habe ich gewartet.
Schon verzehrte mich
die Liebe zu der Diva!
Aber soeben sah ich dich,
wie ich dich nie zuvor sah!
Erhebt sich in grosser Erregung.
Deine Tränen waren Lava für meine Sinne,
und dein Blick,
der mich mit Hass durchbohrte,
brachte meine Gier zum Rasen!
Geschmeidig wie ein Leopard
umschlangst du den Geliebten,
ah, in diesem Augenblick
schwor ich, du würdest mein! ...
Nähert sich Tosca mit ausgebreiteten Armen; Tosca, die den zügellosen Worten Scarpias unbeweglich, wie versteinert zugehört hat, springt jäh auf und flüchtet hinter das Sofa.

TOSCA
Ah!
Entsetzt läuft sie zum Fenster.

SCARPIA
sie gleichsam verfolgend
Ja, ich will dich haben!

TOSCA
auf das Fenster zeigend
Ah! Lieber stürz ich mich hinunter!

SCARPIA
kalt
Mir bleibt dein Mario als Pfand! ...

TOSCA
Ah! Elender ... Dieser grässliche Handel! ...
Es durchzuckt sie der Gedanke, sich zur Königin zu begeben, und sie läuft zur Tür.

SCARPIA
errät ihre Absicht, hält sich zurück
Ich tu dir keine Gewalt an.
Du bist frei. Geh nur.
Tosca will mit einem Freudenschrei davongehen: Scarpia hält sie spöttisch lachend mit einer Geste zurück.
Doch die Hoffnung trügt: Die Königin
würde eine Leiche begnadigen!
Tosca weicht entsetzt zurück, starrt Scarpia an und lässt sich auf das Sofa fallen; dann wendet sie den Blick mit einer Gebärde tiefsten Abscheus und Hasses von Scarpia ab.
Wie du mich hasst!

TOSCA
voller Hass und Abscheu
Ah! Gott! ...

SCARPIA
nähert sich ihr
So, ja so will ich dich!

TOSCA
aufgebracht
Rühr mich nicht an, Satan; ich hasse, hasse dich,
du Teufel, Scheusal!
Weicht entsetzt vor Scarpia zurück.

SCARPIA
Was soll das?
Kommt ihr noch näher.
Flammen des Zorns, Flammen der Liebe!

TOSCA
Scheusal!

SCARPIA
Mein!!
Will sie packen.

TOSCA
Scheusal!
Flieht hinter den Tisch.

SCARPIA
heiser
Mein ...

TOSCA
Hilfe! Hilfe! Hilfe!
Ferner Trommelschlag kommt immer näher; entfernt sich dann wieder.

SCARPIA
emphatisch
Hörst du?
Das ist die Trommel. Es geht los. Sie gibt den Verurteilten
das letzte Geleit. Die Zeit eilt!
Tosca, die in schrecklicher Angst gelauscht hat, entfernt sich vom Fenster und lehnt sich kraftlos auf das Sofa.
Weisst du, welch düstre Arbeit da unten erledigt wird?
Man richtet einen Galgen auf.
Tosca macht eine Bewegung der Verzweiflung und der Angst. - Er nähert sich ihr.
Deinem Mario
bleibt nach deinem Willen nur noch eine Stunde zu leben.
Ungerührt stützt er sich auf eine Tischecke, wobei er Tosca unablässig beobachtet.

TOSCA
lässt Sich schmerzgebrochen auf das Sofa fallen. Scarpia schenkt sich Kaffee ein und trinkt, während er Tosca unausgesetzt beobachtet.
Ich lebte für die Kunst, lebte für die Liebe,
tat keinem Lebewesen was zuleide!
Mit diskreter Hand
habe ich, wo ich Elend sah, geholfen.
Immer in aufrichtigem Glauben
sandte ich mein Gebet
hinauf zu den heiligen Tabernakeln,
immer in aufrichtigem Glauben
aufstehend
schmückte ich den Altar mit Blumen.
In dieser Schmerzensstunde
warum, warum, o Herr
warum dankst du mir das so?
Ich gab Juwelen
für den Mantel der Madonna,
gab meinen Gesang
für die Sterne, für den Himmel, noch schöner sollten sie strahlen.
In dieser Schmerzensstunde,
warum, warum, o Herr,
warum dankst du mir das so?
Schluchzt.

SCARPIA
Entschliess dich!

TOSCA
Willst du mich flehend dir zu Füssen?
Wirft sich vor Scarpia nieder
Sieh, die gefalteten Hände streck ich dir entgegen!
Und Gnade
in verzweifeltem Ton, demütig
erwarte ich, besiegt, aus deinem Mund.

SCARPIA
Du bist zu schön, Tosca, und zu liebenswert.
Ich gebe nach. Für einen geringen Preis
forderst du von mir ein Leben, ich von dir nur einen Augenblick!

TOSCA
steht auf, im Gefühl tiefen Abscheus
Fort, fort, mir ekelt vor dir!
Es klopft an der Tür

SCARPIA
Wer ist da?

SPOLETTA
tritt hastig und atemlos ein
Euer Gnaden, Angelotti hat sich,
als wir kamen, selbst getötet.

SCARPIA
Gut, so hängt ihn
tot an den Galgen. Und der andere Gefangene?

SPOLETTA
Der Cavaliere Cavaradossi? Alles
ist bereit, Euer Gnaden.

TOSCA
für sich
Gott! Steh mir bei! ...

SCARPIA
zu Spoletta
Warte.
Leise zu Tosca
Nun? ...
Tosca nickt zustimmend, dann vergräbt sie, weinend vor Scham, den Kopf in den Sofakissen. - Zu Spoletta.
Hör zu ...

TOSCA
ihn jäh unterbrechend
Aber sofort frei will ich ihn haben ..

SCARPIA
zu Tosca
Wir müssen den Schein wahren. Ich kann
nicht öffentlich jemanden begnadigen. Alle müssen
den Cavaliere für tot halten.
Zeigt auf Spoletta
Dieser Getreue wird dafür sorgen.

TOSCA.
Wer bürgt mir dafür?

SCARPIA
Der Befehl, den ich ihm in Eurer Gegenwart gebe.
Zu Spoletta
Spoletta: schliess ab.
Spoletta geht rasch zur Tür und schliesst sie, dann kommt er zurück zu Scarpia.
Scarpia blickt Spoletta bedeutungsvoll an, der mehrmals mit dem Kopf nickt, da er Scarpias Absicht verstanden hat.

Ich habe meine Meinung geändert.
Der Gefangene wird erschossen…
warte…
wie wir es beim Grafen Palmieri machten.

SPOLETTA
Eine Hinrichtung ...

SCARPIA
noch mit besonderer Betonung
... zum Schein! ... Wie
bei Palmieri! ... Du hast verstanden?

SPOLETTA
Ich habe verstanden.

SCARPIA
Geh.

TOSCA
hat gespannt zugehört, tritt dazwischen
Ich will's ihm selber mitteilen.

SCARPIA
Auch gut.
Zu Spoletta, auf Tosca zeigend
Lass sie passieren.
Mit besonderer Betonung
Pass auf: um vier Uhr.

SPOLETTA
betont
Ja. Wie Palmieri.

Spoletta ab. Scarpia steht bei der Tür und horcht, wie Spoletta sich entfernt, dann geht er, in Miene und Haltung verändert, voller Leidenschaft auf Tosca zu.

SCARPIA
Ich hielt mein Versprechen ...

TOSCA
hält ihn zurück
Noch nicht.
Ich will einen Passierschein, um mit ihm
aus dem Staat zu fliehen.

SCARPIA
galant
Ihr wollt also abreisen?

TOSCA
nachdrücklich
Ja, für immer!

SCARPIA
Euer Wunsch soll erfüllt werden.
Er geht zum Schreibtisch: beginnt zu schreiben, hält inne und fragt Tosca
Und welche Route nehmt Ihr?

TOSCA
Die kürzeste!

SCARPIA
Civitavecchia?

TOSCA
Ja.
Während Scarpia schreibt, hat sich Tosca dem Tisch genähert und nimmt mit zitternder Hand das Glas, das Scarpia für sie mit spanischem Wein gefüllt hat; als sie das Glas aber an die Lippen führt, bemerkt sie auf dem Tisch ein scharfes, spitzes Messer; sie blickt rasch zu Scarpia hinüber, der in diesem Moment mit Schreiben beschäftigt ist, und versucht mit grösster Vorsicht, das Messer an sich zu nehmen. Dann verbirgt sie es hinter ihrem Rücken, stützt sich auf den Tisch und beobachtet unentwegt Scarpia. Dieser hat den Passierschein geschrieben, siegelt ihn und faltet das Blatt zusammen. Dann geht er mit ausgebreiteten Armen auf Tosca zu, um sie an sich zu ziehen.

SCARPIA
Tosca, endlich mein!
Aber sein gieriger Tonfall geht in einen furchtbaren Schrei über. - Tosca hat ihm das Messer mitten in die Brust gestossen. - Schreiend.
Verfluchte!

TOSCA
schreiend
Das ist Toscas Kuss!
Scarpia taumelt und sucht sich an Tosca festzuklammern, die entsetzt zurückweicht.

SCARPIA
mit erstickter Stimme
Hilfe ... ich sterbe ... helft mir ... ich sterbe ...

TOSCA
voller Hass zu Scarpia, der vergeblich um sich schlägt und sich am Sofa wieder aufzurichten versucht
Erstickst du im Blut? Ah!
Und von einer Frau getötet ... Hast du mich genug
gequält?! Hörst du noch? ... Rede!
Sieh mich an! ...
Ich bin Tosca, o Scarpia!

SCARPIA
macht eine letzte Anstrengung, dann fällt er rückwärts zu Boden
Helft mir! ... Hilfe!

TOSCA
Erstickst du im Blut? ...
Beugt sich über Scarpias Gesicht
Stirb, Verdammter! Stirb! Stirb!
Sieht, dass er sich nicht mehr bewegt
Er ist tot ... Nun vergebe ich ihm! ...
Ohne den Blick von Scarpias Leiche zu wenden, geht sie zum Tisch, nimmt eine Wasserflasche, befeuchtet eine Serviette und wäscht sich die Finger, dann ordnet sie vor dem Spiegel ihr Haar. Sie erinnert sich an den Passierschein, sucht ihn auf dem Schreibtisch, aber findet ihn nicht, sucht weiter, endlich sieht sie ihn in Scarpias verkrampfter Hand. Sie hebt seinen Arm hoch und lässt ihn wieder fallen, nachdem sie den Passierschein an sich genommen und im Ausschnitt verborgen hat.

Und vor dem zitterte ganz Rom!

Will gehen, zögert aber, nimmt die beiden Kerzen vom kleinen Tisch links, entzündet sie an dem Kandelaber auf der Tafel und löscht sodann dessen Kerzen aus. Sie stellt eine brennende Kerze rechts, die andere links von Scarpias Kopf auf. Suchend blickt sie weiter umher, entdeckt ein Kruzifix, nimmt es von der Wand, trägt es andächtig herbei und kniet nieder, um es auf Scarpias Brust zu legen. Sie erhebt sich und geht mit grosser Vorsicht hinaus, die Tür hinter sich schliessend.

DRITTER AKT

Die Plattform der Engelsburg.

Links eine Kasematte: darin steht ein Tisch, auf dem sich eine Lampe, ein dickes Register und Schreibzeug befinden; eine Bank, ein Stuhl. An einer Wand der Kasematte ein Kruzifix: davor hängt eine Lampe. Rechts die Bodenöffnung einer kleinen Treppe, über die man auf die Plattform gelangt.

Im Hintergrund der Vatikan und die Peterskirche.

Nacht. Der Himmel ist klar, die Sterne funkeln. Man hört in der Ferne die Glocken einer Herde, die nach und nach immer schwächer werden.


EIN HIRT
mit klarer Stimme, aber weit entfernt
Ich send Seufzer
dir so viele,
wie die Blätter,
die im Winde wehen.
Du verschmähst mich,
ich muss leiden;
Sonnenlicht,
bringst mir den Tod!

Ein unbestimmtes graues Dämmerlicht, das dem Tag vorausgeht.
Ein Aufseher mit einer Laterne kommt die Treppe herauf, geht zur Kasematte und entzündet dort die Leuchte vor dem Kruzifix, dann die auf dem Tisch. Dann geht er in den hinteren Teil der Plattform und sieht in den Hof hinab, um nach den Soldaten mit dem Verurteilten Ausschau zu halten. Er trifft auf einen Wachsoldaten, der auf der Plattform umhergeht, und wechselt einige Worte mit ihm, kehrt zur Kasematte zurück, setzt sich und wartet schlaftrunken. Ein Trupp Soldaten, geführt von einem wachhabenden Sergeanten, steigt mit Cavaradossi auf die Plattform; die Soldaten machen Halt, und der Sergeant führt Cavaradossi in die Kasematte. Beim Anblick des Sergeanten erhebt sich der Aufseher und salutiert; der Sergeant überreicht dem Aufseher ein Blatt. Der Aufseher liest es, schlägt das Register auf und schreibt, während er fragt.



Der Aufseher Cavaradosst. Ein Sergeant. Soldaten.

AUFSEHER
Mario Cavaradossi?
Cavaradossi nickt bejahend. Der Aufseher reicht die Feder dem Sergeanten.
Nun Ihr.
Der Sergeant unterschreibt das Register, dann steigt er mit den Soldaten die Treppe wieder hinab. - Zu Cavaradossi.
Euch bleibt noch eine Stunde.
Ein Priester wartet auf Euren Wink.

CAVARADOSSI
Nein. Aber um einen letzten Gefallen
bitte ich Euch.

AUFSEHER
Wenn ich kann ...

CAVARADOSSI
Ich lasse auf Erden
einen geliebten Menschen zurück. Erlaubt,
dass ich ihr eine Zeile schreibe.
Streift einen Ring vom Finger
Der letzte Rest
meines Reichtums ist dieser
Ring ... Wenn Ihr versprecht,
ihr mein letztes Lebewohl
zu bestellen,gehört er Euch ...

AUFSEHER
zaudert einen Moment, dann nimmt er ihn, bedeutet Cavaradossi, sich an den Tisch zu setzen, und setzt sich auf die Bank.
Schreibt.

CAVARADOSSI
verharrt eine Zeitlang in Gedanken, dann beginnt er zu schreiben ... aber nach einigen Zeilen wird er von Erinnerungen überwältigt und hört auf zu schreiben. - Nachdenklich.
Und es leuchteten die Sterne … und es duftete
die Erde … es knarrte
die Gartentür ... und Schritte streiften über den Sand.
Sie trat ein, duftend,
sank mir in die Arme.
Oh! Süsse Küsse, o sehnsüchtiges Kosen,
indes ich bebend
den schönen Körper enthüllte!
Für immer ist mein Liebestraum verflogen ...
Die Stunde ist vorbei
und ich sterbe verzweifelt! ...
Und hab das Leben niemals so sehr geliebt!

Er bricht in Schluchzen aus und bedeckt das Gesicht mit den Händen.
Spoletta kommt die Treppe herauf, begleitet von dem Sergeanten und gefolgt von Tosca; der Sergeant trägt eine Laterne.
Spoletta zeigt Tosca, wo sich Cavaradosst befindet, ruft dann den Aufseher zu sich: mit ihm und dem Sergeanten steigt er wieder hinab, nachdem er einem im Hintergrund stehenden Wachsoldaten befohlen hat, den Gefangenen im Auge zu behalten.)
Tosca, unterdessen in höchster Erregung, steht Cavaradossi weinen; sie eilt zu ihm, hebt, da sie vor Ergriffenheit nicht sprechen kann, seinen Kopf mit beiden Händen und zeigt ihm dabei den Passierschein. Cavaradossi springt, sobald er Tosca sieht, überrascht auf, dann liest er das Schreiben in ihren Händen.


CAVARADOSSI
liest
»Freies Geleit für Floria Tosca…

TOSCA
liest gemeinsam mit ihm, angestrengt, mit keuchender Stimme
…und den Cavaliere,
der sie begleitet.«
Zu Cavaradossi, begeistert
Du bist frei!. . . .

CAVARADOSSI
betrachtet das Blatt; liest die Unterschrift
Scarpia!
Scarpia gibt nach? Das ist
sein erster Gnadenakt
Sieht Tosca befremdet an.

TOSCA
Und der letzte!
Nimmt den Passierschein und steckt ihn in einen Beutel

CAVARADOSSI
Was sagst du?

TOSCA
losbrechend
Dein Blut oder meine Liebe
wollte er. Vergeblich waren Bitten und Tränen.
Vergebens flehte ich, wahnsinnig vor Grauen,
zur Madonna und den Heiligen…
Das gottlose Scheusal
sagte: Schon ragt
der Galgen zum Himmel auf!
Die Trommeln rollten…
Er lachte, das gottlose Scheusal… er lachte…
schon bereit, seine Beute zu verschlingen!
»Bist du mein?« - »Ja.« - Seiner Lust
versprach ich mich. Da blitzte
neben mir ein Messer auf ...
Er schrieb das rettende Blatt,
kam zur grässlichen Umarmung ...
Ich stiess ihm das Messer ins Herz.

CAVARADOSSI
Du? ... Mit eigener Hand hast du ihn getötet! Du Fromme,
du Gütige, und für mich!

TOSCA
Meine Hände waren
ganz blutbeschmiert! ...

CAVARADOSSI
nimmt Toscas Hände liebevoll in die seinen
O zarte Hände, sanft und unschuldig,
o Hände, zu Schönem und Gutem geschaffen,
Kinder zu streicheln, Rosen zu pflücken,
gefaltet für Unglückliche zu beten,
also in Euch, die die Liebe gestärkt,
hat Gerechtigkeit ihre heiligen Waffen gelegt?
Ihr habt getötet, o siegreiche Hände,
o zarte Hände, sanft und unschuldig!

TOSCA
zieht ihre Hände zurück
Hör zu …die Stunde naht; Gold und Juwelen
zeigt ihren Beutel
hab ich schon zusammengerafft… ein Wagen steht bereit.
Aber vorher…lach nur, Liebster… vorher wirst du
erschossen - zum Schein - mit ungeladenen Waffen.
Eine vorgetäuschte Hinrichtung. Beim Schuss…
fällst du.
Die Soldaten gehen, und wir sind gerettet!
Dann nach Civitavecchia …auf ein Boot…
und fort übers Meer!

CAVARADOSSI
Frei!

TOSCA
Wer quält sich
noch auf Erden? Spürst du den Rosenduft?
Ist dir nicht auch, als erwarte
alles ganz verliebt die Sonne?

CAVARADOSSI
mit zärtlicher Rührung
Nur deinetwegen war mir das Sterben bitter,
von dir erhält das Leben allen Glanz;
Lebenslust und Freude entzündest d
in mir, wie die Flamme die Feuersbrunst.
Ich seh den Himmel erstrahlen und verblassen
in deinen belebenden Augen,
und der Reiz der wundervollsten Dinge
erhält durch dich erst Stimme und Farbe.

TOSCA
Die Liebe, die dein Leben rettete,
wird unser Führer sein auf dem Land, unser Lotse auf dem Meer,
sie wird die Welt unserem Blick verschönen.
Bis wir gemeinsam zu den Himmelssphären
aufschweben, wie hoch über dem Meer
bei Sonnenuntergang die leichten Wölkchen!
Sie verharren in entrücktem Schweigen: Dann wendet sich Tosca, in die Wirklichkeit zurückgerufen, unruhig um.
Und sie kommen nicht ...
Mit grosser Zärtlichkeit zu Cavaradossi.
Denk daran! Beim Schuss musst du sofort fallen.

CAVARADOSSI
sie beruhigend
Keine Angst,
ich fall sogleich - und ganz natürlich.

TOSCA
nachdrücklich
Aber gib acht - tu dir nicht weh!
Mit meiner Bühnenerfahrung
wüsst ich wie ...

CAVARADOSSI
unterbricht sie, indem er sie an sich zieht
Sprich noch einmal, wie du vorhin sprachst:
er ist so süss, der Klang deiner Stimme!

TOSCA
in verzückter Hingabe, dann immer hitziger
Vereint und jubelnd
schenken wir der Welt unsere Liebe,
Harmonien der Farben ...

CAVARADOSSI
sich begeisternd
… und Harmonien des Gesanges schenken wir.

TOSCA, CAVARADOSSI
mit grosser Begeisterung
Triumphierend,
neuer Hoffnung,
erbebt die Seele
in göttlicher,
wachsender Glut.
Und in gemeinsamem Flug
steigt sie schon
zum Liebesrausch auf.

TOSCA.
Die Augen werd ich dir mit tausend Küssen schliessen
und dir tausend liebe Worte sagen.

Unterdessen ist eine Abteilung Soldaten die Treppe heraufgestiegen; ein Offizier befehligt sie und lässt sie im Hintergrund antreten. Es folgen Spoletta, der Sergeant und der Aufseher. Spoletta gibt die nötigen Anweisungen. Der Himmel wird immer heller; es wird Tag: Es schlägt die vierte Morgenstunde. Der Aufseher nähert sich Cavaradosst, zieht die Mütze und deutet auf den Offizier.

AUFSEHER
Es ist soweit!

CAVARADOSSI
Ich bin bereit.
Der Aufseher nimmt das Register der Verurteilten und steigt die Treppe hinab.

TOSCA
zu Cavaradossi, sehr leise und mit verstohlenem Lachen
Denk daran: Beim ersten
Schuss fallen ...

CAVARADOSSI
leise, ebenfalls lachend
Fallen.

TOSCA
Und steh nicht auf,
bevor ich dich rufe.

CAVARADOSSI
Nein, Geliebte!

TOSCA
Und fall richtig.

CAVARADOSSI
lächelnd
Wie die Tosca auf der Bühne.

TOSCA
bemerkt Cavaradossis Lächeln
Lach nicht ...

CAVARADOSSI
ernst
So?

TOSCA
So.

Cavaradossi folgt dem Offizier, nachdem er sich von Tosca verabschiedet hat, die nach links in die Kasematte geht, von wo aus sie alles verfolgen kann, was auf der Plattform geschieht. Sie sieht, wie der Offizier und der Sergeant Cavaradossi zu der ihr gegenüberliegenden Mauer führen; der Sergeant will Cavaradossi die Augen verbinden; dieser lehnt lächelnd ab. Diese düsteren Vorbereitungen ermüden Toscas Geduld.

TOSCA
Schon geht die Sonne auf ...
Warum zögern sie noch? ... Es ist eine Komödie,
ich weiss ... aber diese Angst scheint endlos! ...
Der Offizier und der Sergeant stellen das Hinrichtungskommando auf und erteilen die entsprechenden Befehle.
Da! ... Sie heben die Gewehre ... Wie schön
mein Mario ist! . . .

Sieht, dass der Offizier den Säbel senken will, und hält sich die Ohren zu, um die Detonation nicht zu hören. Gewehrsalve.
Dann macht sie Mario mit dem Kopf ein Zeichen, er solle fallen, und sagt

Jetzt! stirb! ...
Steht ihn am Boden liegen, wirft ihm eine Kusshand zu
Das ist ein Künstler! ...
Der Sergeant nähert sich dem Gefallenen und betrachtet ihn aufmerksam: Spoletta kommt auch hinzu, er hält den Sergeanten fern und hindert ihn, den Gnadenschuss zu geben, dann bedeckt er Cavaradossi mit einem Mantel. Der Offizier lässt die Soldaten antreten; der Sergeant zieht den im Hintergrund stehenden Wachsoldaten zurück, dann steigen alle hinter Spoletta die Treppe hinab. Tosca ist höchst erregt: Sie hat die ganze Aktion verfolgt und gefürchtet, Cavaradossi könnte sich aus Ungeduld zu früh bewegen oder sprechen. - Leise zu Cavaradossi.
O Mario, beweg dich nicht.
Sie gehen ... schweig! Sie gehen ... steigen hinunter.
Sie meint, die Soldaten könnten noch einmal auf die Plattform zurückkehren, und wendet sich erneut an Cavaradossi.
Beweg dich noch nicht ...
Sie läuft zur Brüstung, lehnt sich vorsichtig darüber und guckt hinunter. - Sie eilt zu Cavaradossi.
Mario, los, auf! Gehen wir! ... Gehen wir! ... Auf!
Beugt sich hinab, um Cavaradossi beim Aufstehen zu helfen: plötzlich stösst sie einen unterdrückten Schrei des Entsetzens und der Überraschung aus und betrachtet ihre Hände, mit denen sie den Mantel angehoben hat.
Ah!
Kniet nieder, zieht schnell den Mantel weg und springt bleich und entsetzt auf.
Tot! . . . Tot! ...
Mit wirren Worten, Seufzern und Schluchzen wirft sie sich über Cavaradossi.
O Mario ... tot? Du? So? So
stirbst du? ... So? ... Deine arme Floria!

Unterdessen dringen aus dem Hof unterhalb der Plattfform und der kleinen Treppe, zuerst verworren, dann immer näher, die Stimmen Sciarrones, Spolettas und einiger Soldaten herauf.

SCIARRONES STIMME
Ich sag euch, erstochen!

UNDEUTLICHE STIMMEN
Scarpia? ...

SCIARRONES STIMME
Scarpia.

SPOLETTAS STIMME
Die Frau ist Tosca!

VERSCHIEDENE NÄHERE STIMMEN
Sie darf nicht entkommen!

SPOLETTAS STIMME
Bewacht den Treppenabgang ...
Spoletta erscheint auf der Treppe, während Sciarrone hinter ihm auf Tosca zeigt und ihm zuruft.

SCIARRONE
Sie war's!

SPOLETTA
Ah! Tosca, du sollst
sein Leben teuer bezahlen ...

TOSCA
Mit dem meinen!
Spoletta will sich auf Tosca stürzen, aber sie springt auf und stösst ihn so heftig zurück, dass er beinahe rücklings die Treppenöffnung hinunterfällt, dann läuft sie zur Mauerbrüstung und ruft von oben.
O Scarpia, vor Gottes Thron! ...

Sie stürzt sich in die Tiefe, Sciarrone und einige Soldaten, die heraufgestürmt sind, eilen zur Brüstung und schauen hinunter. Spoletta steht starr vor Schrecken.

Der Vorhang fällt schnell.

Cast:
FLORIA TOSCA (Soprano)
MARIO CAVARADOSSI (Tenor)
BARON SCARPIA (Baritone)
CESARE ANGELOTTI (Bass)
SACRISTAN (Baritone)
SPOLETTA (Tenor)
SCIARRONE (Bass)
GAOLER (Bass)
SHEPHERD BOY (Treble)

CHORUS
priests, pupils, choir singers, soldiers, police agents,
ladies, nobles, bourgeois, populace



ACT ONE

The Church of Sant' Andrea della Valle

To the right, the Attavanti Chapel. To the left, a painter's scaffold with a large painting covered with cloth. Painter's tools. A basket.

Enter Angelotti in prisoner's clothes, dishevelled, tired, and shaking with fear, nearly running. Looks quickly about.


ANGELOTTI
Ah! At last! In my stupid fear I thought
I saw a policeman's jowl in every face.
stops to look around more attentively, calmer now that he recognises the place. Sighs with relief as he notices the column with its basin of Holy Water an the Madonna.
The column … and the basin …
"At the base of the Madonna"
My sister wrote me …
Goes up to the Madonna and searches about at the base. Gives a muffled shout of joy as he picks up the key.
This is the key, and this is the chapel!

With the utmost care, he puts the key in the lock of the Attavanti Chapel, opens the gate, goes in, closes the gate and disappears within. Enter the Sacristan from the rear, carrying a bunch of painter's brushes, and muttering loudly as though he were addressing someone.

SACRISTAN
Forever washing! And every brush is filthier
Than an urchin's collar.
Mister Painter … There!
looks toward the scaffold with its painting and is surprised on seeing nobody there
No one … I would have sworn
The Cavalier Cavaradossi
Had come back.
puts down the brushes, mounts the scaffold and examines the basket, remarking:
No. I'm mistaken.
The basket has not been touched.
The Angelus sounds. The Sacristan kneels and prays in hushed voice.
Angelus Domini nuntiavit Mariae,
Et concepit de Spiritu Sancto.
Ecce ancilla Domini;
Fiat mihi secundum Verbum tuum
Ei Verbum carofactum est
Et habitavit in nobis …

Enter Cavaradossi from the side door and sees the Sacristan kneeling

CAVARADOSSI
What are you doing?

SACRISTAN
rising
Reciting the Angelus.
Cavaradossi mounts the scaffold and uncovers the painting: it is of a Mary Magdalene with great blue eyes and a cascade of golden hair. The painter stands in silence before it and studies it closely.
The Sacristan turns to speak to Cavaradossi and cries out in amazement as he sees the uncovered picture.

Oh holy vessels!
Her picture!

CAVARADOSSI
Whose?

SACRISTAN
That strange girl who has been coming here
These past few days to pray
Such devotion… such piety.

waves towards the Madonna from whose base Angelotti has taken the key

CAVARADOSSI
It is so. And she was so absorbed
In fervent prayer that I could paint
Her lovely face unnoticed.

SACRISTAN
to himself
Away, Satan, away!

CAVARADOSSI
Give me my paints.
The Sacristan does so. Cavaradossi paints rapidly, with frequent pauses to observe his work. The Sacristan comes and goes; he carries a small basin in which he continues his job of washing the brushes.
Suddenly Cavaradossi leaves his painting: from his pocket he takes a medallion with a portrait in miniature, and his eyes travel from the miniature to his own work.


Oh hidden harmony
Of contrasting beauties! Floria
Is dark, my love and passion…

SACRISTAN
to himself
Jest with knaves and neglect the saints …

CAVARADOSSI
And you, mysterious beauty…
Crowned with blond locks,
Your eyes are blue
And Tosca's black!

SACRISTAN
to himself
Jest with knaves and neglect the saints…

CAVARADOSSI
Dissimilar beauties are together blended
By the mystery of art,
Yet as I paint her portrait, Tosca,
My sole thought is of you.

SACRISTAN
to himself
These various women
In rivalry with the Madonna
Smell of the devil.
Jest with knaves and neglect the saints …
But we can have no truck
With these agnostic dogs,
Enemies of the Holy Government!
Jest with knaves and neglect the saints …
Yes, they are sinners the whole pack of them!
Let us rather make the sign of the cross.
to Cavaradossi
Excellency, may I go?

CAVARADOSSI
As you wish.

resumes his painting

SACRISTAN
Your basket's full …
Are you fasting?

CAVARADOSSI
I'm not hungry.

SACRISTAN
ironically rubbing his hands
Oh! So sorry!
He cannot contain a gleeful gesture as he glances avidly at the full basket. He picks it up and places it to one side.
Be sure to close up when you leave.

CAVARADOSSI
Run along!

SACRISTAN
I'm going.

Exit at the rear.

Cavaradossi continues working, his back to the chapel.

Angelotti appears at the gate there, and puts the key in the lock, believing the church is still deserted.


CAVARADOSSI
turns at the creaking of the lock
Someone in there!
startled by the painter's movement, Angelotti stops as though to return to his hiding-place, but looks up and cries out in joy as he recognises Cavaradossi.
Smothering his cry, he stretches out his arms towards the painter as toward an unexpected friend in need.


ANGELOTTI
You! Cavaradossi!
Heaven itself has sent you!
Don't you recognise me?
Has prison, then, wrought such a great change in me?

CAVARADOSSI
looks closely at Angelotti’s face and finally remembers. Quickly drops his palette and brushes, and comes down from the scaffold. Looks about wanly as he goes up to Angelotti.
Angelotti! The Consul!
Of the lamented Roman Republic!

runs to close door at right

ANGELOTTI
I have just escaped from Castel Sant'Angelo.

CAVARADOSSI
I am at your service.

TOSCA
from without
Mario!

at Tosca's call, Cavaradossi motions Angelotti to be quiet

CAVARADOSSI
Go and hide! It's a jealous woman!
Only a moment and I'll send her away.

TOSCA
Mario!

CAVARADOSSI
in the direction of her voice
Here I am.

ANGELOTTI
feeling suddenly weak, he leans against the scaffold
I'm faint with exhaustion. I can't stand up.

CAVARADOSSI
fetches the basket from the top of the scaffold and pushes Angelotti towards the chapel with words of encouragement
There's food and wine in this basket.

ANGELOTTI
Thanks!

CAVARADOSSI
Quick now!

Angelotti enters the chapel

TOSCA
still from without, calling angrily
Mario! Mario! Mario!

CAVARADOSSI
opening the gate
I am here …

TOSCA
bursts in with a kind of violence, thrusting Cavaradossi aside as he tries to embrace her, and looks around suspiciously
Why was it locked?

CAVARADOSSI
That was the Sacristan's wish.

TOSCA
With whom were you talking9

CAVARADOSSI
With you!

TOSCA
You were whispering with someone else.
Where is she? …

CAVARADOSSI
Who?

TOSCA
She! That woman!
I heard her quick steps
And her dress rustling.

CAVARADOSSI
You're dreaming!

TOSCA
Do you deny it?

CAVARADOSSI
trying to kiss her
I deny it and I love you!

TOSCA
with gentle reproach
Oh no! Before the gentle, Madonna,
No, Mario!
First let me pray and offert hese flowers.
approaches the Madonna, arranges artfully about her the flowers she has brought, and kneels to pray, then rises to address Mario who has resumed his work
Now listen: tonight I am singing,
But the programme will be brief. Wait for me
At the stage entrance, and we two shall go
Alone together to your villa.

CAVARADOSSI
his thoughts still elsewhere
Tonight?

TOSCA
It is the time of the full moon, when the heart
Is drunk with the nightly fragrance
Of the flowers. Are you not happy?

CAVARADOSSI
still somewhat distraught and thoughtful
So very happy!

TOSCA
struck by his tone
Say it again!

CAVARADOSSI
So very happy!

TOSCA
How faintly you say it'
sits on the steps next to Cavaradossi
Do you not long for our little house
That is waiting for us, hidden in the grove?
Our refuge, sacred to us and unseen by the world,
Protected with love and mystery?
Oh, at your side to listen there
To the voices of the night
As they rise through the starlit,
Shadowed silences:
From the woods, from the thickets
And the dry grass, from the depths
Of shattered tombs
Scented with thyme,
The night murmurs
Its thousand loves
And false counsels
To soften and seduce the heart.
Oh wide fields, blossom! and sea winds throb
In the moon's radiance, ah,
Rain down desire you vaulted stars!
Tosca burns with a mad love!

CAVARADOSSI
Ah! Sorceress, 1 am bound in your toils …

TOSCA
Tosca's blood burns with a mad love!

CAVARADOSSI
Sorceress, I will come!
looks towards where Angelotti went out
But now you must let me work,

TOSCA
You dismiss me?

CAVARADOSSI
You know my work is pressing.

TOSCA
I am going!
glancing up she sees the painting
And who is that blond woman there?

CAVARADOSSI
Mary Magdalene. Do you like her?

TOSCA
She is too beautiful!

CAVARADOSSI
laughing
Ah, rare praise!

TOSCA
suspicious
You laugh?
I have seen those sky-blue eyes before.

CAVARADOSSI
unconcerned
There are so many in the world!

TOSCA
trying to remember
Wait … wait …
It's the young Attavanti!

CAVARADOSSI
Brava!

TOSCA
blindly jealous
Do you see her? She loves you! Do you love her?

CAVARADOSSI
By pure chance …

TOSCA
Those steps and whispers …
Ah … She was here just now …

CAVARADOSSI
Come here!

TOSCA
The shameless flirt! And to me!

CAVARADOSSI
serious
By pure chance I saw her yesterday …
She came here to pray …
And I, unnoticed, painted her.

TOSCA
Swear!

CAVARADOSSI
I swear!

TOSCA
her eyes still on the painting
How intently she stares at me!

CAVARADOSSI
Come away!

TOSCA
She taunts and mocks me.

CAVARADOSSI
What foolishness!

holding her close and gazing at her

TOSCA
insisting
Ah, those eyes …

CAVARADOSSI
What eyes in the world can compare
with your black and glowing eyes?
It is in them that my whole being fastens,
Eyes soft with love and rich with anger
Where in the whole world are eyes
To compare with your black eyes?

TOSCA
won over, resting her head on his shoulder
Oh, how well you know the art
Of capturing women's hearts!
still persisting in her idea
But let her eyes be black ones!

CAVARADOSSI
My jealous Tosca!

TOSCA
Yes, I feel it, I torment you
Unceasingly.

CAVARADOSSI
My jealous Tosca!

TOSCA
I know you would forgive me
If you knew my grief.

CAVARADOSSI
You are my idol Tosca,
All things in you delight me;
Your storming anger
And your pulsing love!

TOSCA
Say again
Those consoling words …
Say them again!

CAVARADOSSI
My life, my troubled one, beloved.
I shall always say, "I love you Floria"
Set your uneasy heart at rest,
I shall always say "I love you."

TOSCA
disengaging, lest she be won completely
Good heavens! What a sin!
You have undone my hair.

CAVARADOSSI
Now you must leave me!

TOSCA
You stay at your work until this evening.
And will you promise that, blond locks
Or black, by chance or otherwise,
No woman shall come here to pray?

CAVARADOSSI
I swear it beloved. Go now!

TOSCA
How you do hurry me along!

CAVARADOSSI
mildly reproving, as he sees her jealousy return
Come, again?

TOSCA
falling into his arms, with upturned cheek
No, forgive me!

CAVARADOSSI
smiling
Before the Madonna?

TOSCA
She is so good!
But let her eyes be black ones!

A kiss and Tosca hurries away. Cavaradossi listens to her withdrawing footsteps, then carefully opens the door half-way and peers out. Seeing that all is clear, he runs to the Chapel, and Angelotti at once appears from behind the gate.

CAVARADOSSI
opening the gate for Angelotti, who has naturally heard the foregoing dialogue
She is good my Tosca, but, as she trusts
Her confessor, she hides nothing.
So I must say nothing. It is wiser so.

ANGELOTTI
Are we alone?

CAVARADOSSI
Yes, What is your plan?

ANGELOTTI
As things stand now, either to flee the State
Or stay in hiding in Rome. My sister …

CAVARADOSSI
Attavanti?

ANGELOTTI
Yes, she hid some women's clothes
Under the altar there,
A dress, a veil, a fan. As soon as it gets dark
I'll put these garments on …

CAVARADOSSI
Now I understand!
That prudent behaviour
And that fervent prayer
In so young and beautitul a woman
Had made me suspect
Some secret love! …
It was the love of a sister!

ANGELOTTI
She has dared all
To save me from that scoundrel Scarpia!

CAVARADOSSI
Scarpia? That licentious bigot who exploits
The uses of religion as refinements
For his libertine lust, and makes
Both the confessor and the hangman
The servant of his wantonness!
I'll save you, should it cost my life!
But delaying until nightfall is not safe.

ANGELOTTI
I fear the sunlight.

CAVARADOSSI
The Chapel gives on a vegetable garden:
Beyond that is a canefield
That winds along through meadows to my villa.

ANGELOTTI
Yes, I know.

CAVARADOSSI
Here is the key. Before evening
I shall join you there. Take
The woman's costume with you.

ANGELOTTI
bundling together the clothes from under the altar
Should I put them on?

CAVARADOSSI
You needn't now, the path's deserted.

ANGELOTTI
about to go
Good-bye!

CAVARADOSSI
running towards him
If there's sign of danger, go
To the garden well. There's water at the bottom,
But half-way down, a little passage
Leads to a dark room. It's a sure,
Impenetrable hiding place!

The report of a cannon. The two men look at each other in alarm.

ANGELOTTI
The cannon of the castle!

CAVARADOSSI
They've discovered your escape! Now Scarpia
Lets loose his pack of spies!

ANGELOTTI
Good-bye!

CAVARADOSSI
with sudden resolve
I will come with you. We must be on guard!

ANGELOTTI
Someone's coming!

CAVARADOSSI
If we're attacked we fight!

They leave quickly by the Chapel. Enter the Sacristan running, hustling and shouting.

SACRISTAN
Joyful news, Excellency!
he looks towards the scaffold, and is surprised that once again the painter is not there
He's gone. I am disappointed.
He who aggrieves a misbeliever
Earns an indulgence!
Priests, pupils and singers of the Chapel enter tumultuously from every direction
The whole choir is here!
Hurry!

Other pupils arrive tardily, and at length all group themselves together.

ALLIEVI
in great confusion
Where?

SACRISTAN
pushing some of the priests along
In the sacristy.

SOME PUPILS
But what's happened?

SACRISTAN
You haven't heard?
Bonaparte … the scoundrel …
Bonaparte …

OTHERS
Well? What?

SACRISTAN
He was plucked and quartered
And thrown to Beelzebub!

CHORUS
Who says so? It’s a dream! It’s nonsense!

SACRISTAN
Its a true report,
The news just reached us.

CHORUS
Let's celebrate the victory!

SACRISTAN
And tonight
A mighty torch procession,
A gala evening at Farnese Palace,
And a new cantata for the great occasion
With Floria Tosca!
And in the churches,
Hymns to the Lord!
Now get along and dress,
And no more shouting.
On with you to the Sacristy!

CHORUS
laughing and shouting gaily
Double pay … Te Deum … Gloria!
Long live the King! Let's celebrate the victory!

Their shouting is at its height when an ironic voice cuts short the uproar of songs and laughter. It is Scarpia. Behind him, Spoletta and several policemen.

SCARPIA
Such a hubbub in church! A fine respect!

SACRISTAN
stammering with fright
Excellency, the joyous news …

SCARPIA
Prepare for the Te Deum.
all depart crest-fallen; even the Sacristan hopes to slip away, but Scarpia brusquely detains him
You stay here!

SACRISTAN
cowering
I shan't move!

SCARPIA
to Spoletta
And you search every corner,
Track down every clue.

SPOLETTA
Very well.

SCARPIA
to other policemen
Keep watch at the doors,
Without arousing suspicion!
to Sacristan
Now, as for you …
Weigh your answers well.
A prisoner of State
Has just escaped from Castel Sant'Angelo.
He took refuge here.

SACRISTAN
Heaven help us!

SCARPIA
He may still be here. Where is the Chapel
Of the Attavanti?

SACRISTAN
That is it there,
goes to the gate and finds it half-open
It's open … Merciful Heaven!
And there's another key!

SCARPIA
A good sign. Let's go in.
They enter the Chapel and then return. Scarpia, balked, has a fan in his hands which he shakes nervously.
It was a bad mistake
To fire the cannon. The cheat
Has flown the roost, but left behind
A precious clue, a fan.
Who was the accomplice
In his flight?
puzzles over the situation, then examines the fan; suddenly notices the coat of arms
The Marchesa Attavanti! Its her crest …
looks around scrutinizing every corner of the church. His gaze rests on the scaffold, the painter's tools, the painting and he recognises the familiar features of the Attavanti in the face of the saint
Her portrait!
to the Sacristan
Who painted that picture?

SACRISTAN
The Cavalier Cavaradossi.

SCARPIA
He!

One of the policemen returns from the Chapel bringing the basket which Cavaradossi gave to Angelotti.

SACRISTAN
Heavens! The basket!

SCARPIA
pursuing his own thoughts
He! Tosca's lover! A suspect character!
A revolutionary!

SACRISTAN
peering into the basket
Empty! Empty!

SCARPIA
What do you say?
on seeing policeman with the basket
What's that?

SACRISTAN
taking the basket
They found this basket
In the Chapel.

SCARPIA
Have you seen it before?

SACRISTAN
Yes, indeed!
hesitant and fearful
It's the painter's basket … but … even so …

SCARPIA
Spit out what you know!

SACRISTAN
I left it for him filled
With excellent food …
The painter's meal!

SCARPIA
attentive, seeking to discover more
Then he must have eaten!

SACRISTAN
In the chapel? No. He had no key,
Nor did he want to eat. He told me so himself.
So I put the basket safely to one side.
Libera me domine!

Shows where he put the basket, and leaves it there.

SCARPIA
to himself
It's all clear now
The Sacristan's food
Became Angelotti's booty!
sees Tosca, who enters in haste
Tosca? She must not see me.
hides behind the column with the basin of Holy Water
Iago had a handkerchief, and I a fan
To drive a jealous lover to distraction!

TOSCA
runs towards the scaffold sure of finding Cavaradossi, and is taken aback on not seeing him there
Mario! Mario!

SACRISTAN
at the foot of the scaffold
The painter Cavaradossi? Who knows
Where the heretic is
And with whom?
He's slipped away, evaporated
By his own witchcraft.

he slips away

TOSCA
Deceived? No …
He could not betray me!

SCARPIA
circling the column, he advances towards the astonished Tosca. Dips his fingerin the basin, and offers her the Holy Water. Bells sound outside, summoning the faithful to the church
DivineTosca,
My hand awaits
Your delicate hand,
Not out of idle gallantry,
But to offer Holy Water.

TOSCA
touching Scarpias hand and crossing herself
Thank you, Sir!

Slowly the central knave of the church fills with the faithful - people of every station, rich and poor, townsmen and peasants, soldiers and beggars. Then a Cardinal, with the head of the Convent, who proceeds to the main altar. Before that altar, the crowd jams into the central nave.

SCARPIA
It is a noble example
That you give, Tosca;
Filled with holy zeal, you draw
From Heaven the mastery of art
To revive the faith of men.

TOSCA
distraught and preoccupied
You are too kind.

SCARPIA
Pious women are so rare …
Your life is the stage …
significantly
Yet you come to church to pray.

TOSCA
surprised
What do you mean?

SCARPIA
And you are not
As other strumpets are
points to the portrait
Who have the dress and face of Magdalene
And come to scheme in love.

TOSCA
at once aroused
What? In love? Your proof!

SCARPIA
showing her the fan
Is this a painter's tool?

TOSCA
grabbing it
A fan! Where was it?

SCARPIA
There on the scaffold. Obviously
Somebody surprised the lovers,
And she lost her feathers in her flight!

TOSCA
studying the fan
The crown! The crest! It’s the Attavanti's!
Oh prophetic doubt!

SCARPIA
to himself
I've hit the mark!

TOSCA
forgetting both the place and Scarpia, tries to hold back her tears
And I came sadly here to tell him
That in vain, tonight, the sky will darken;
For the lovesick Tosca is a prisoner …

SCARPIA
to himself
The poison bites home already!

TOSCA
A prisoner of the royal jubilee!

SCARPIA
to himself
The poison bites home already!
sweetly to Tosca
Oh gracious lady,
What avails you?
For I see
A rebel tear
Mars your fair cheek
And moistens it.
Oh gracious lady,
Why are you grieving?

TOSCA
It is nothing!

SCARPIA
insinuating
I would give my life
To wipe away those tears.

TOSCA
unheeding
Here I am heartbroken, while he
In another's arms, mocks at my anguish.

SCARPIA
to himself
The poison bites deep.

TOSCA
her anger rising
Where are they? Could I but catch
The traitors! Oh dark suspicion!
Double loves now nest
Inside this villa!
Oh traitor!
with immense grief
Oh my fair nest befouled with mud!
with quick resolve
I'll fall upon them unexpected!
turns threateningly towards the portrait
You shall not have him tonight, I swear!

SCARPIA
with a scandalized air and tone of rebuke
In church!

TOSCA
God will pardon me. He sees me weeping!

She leaves in great distress, Scarpia accompanying her and pretending to reassure her. As she leaves, he returns to the column and makes a sign.

SCARPIA
to Spoletta, who emerges from behind the column
Three men and a carriage … Quick, follow
Wherever she goes! And take care!

SPOLETTA
Yes Sir. And where do we meet?

SCARPIA
Farnese Palace!
Spoletta hurries out with three policemen
Go,Tosca!
Now Scarpia digs a nest within your heart!
Go, Tosca. Scarpia now sets loose
The roaring falcon of your jealousy!
How great a promise in your quick suspicions!
Now Scarpia digs a nest within your heart!
Go, Tosca!

Scarpia kneels and prays as the Cardinal passes

CHORUS
Adjutorum nostrum in nomine Domini
Qui fecit coelum et terram
Sit nomen Domini benedictum
Et hoc nunc et usque in saeculum.

SCARPIA
My will takes aim now at a double target,
Nor is the rebel's head the bigger prize …
Ah, to see the flame of those imperious eyes
Grow faint and languid with passion …
For him, the rope,
And for her, my arms …

CHORUS
Te Deum laudamus,
Te Deum confitemur!

SCARPIA
The sacred chant from the back of the church startles him, as though awakening him from a dream. He collects himself, makes the Sign of the Cross
Tosca you make me forget God!
he kneels and prays devoutly

CHORUS, CHORUS
Te aeternum
Patrem omnis terra veneratur!

ACT TWO

Scarpia's apartment on an upper floor of the Farnese Palace

A table set for supper. A wide window opening on the palace courtyard. It is night. Scarpia is at the table taking his supper; every now and again he pauses to reflect. Looks at his watch, he is angry and preoccupied.


SCARPIA
Tosca is a good falcon!
Surely by this time
My hounds have fallen on their double prey!
And tomorrow's dawn will see
Angelotti on the scaffold
And the fine Mario hanging from a noose.
rings a bell. Enter Sciarrone
Is Tosca in the palace?

SCIARRONE
A chamberlain has just gone
To look for her.

SCARPIA
points towards the window
Open the window. It is late.
The sound of an orchestra is heard from the lower floor, where Maria Carolina, the Queen of Naples, is giving a party in honour of Melas.
The Diva is still missing from the concert.
And they strum gavottes.
to Sciarrone
Wait for Tosca at the entrance:
Tell her I shall expect her
After the concert ...
Or better ...
rises and goes to write a note
Give her this note.
exit Sciarrone. Scarpia resumes his seat at the table
She will come for love of her Mario!
And for love of Mario she will yield
To my pleasure. Such is the profound misery
Of profound love ... For myself the violent conquest
Has stronger relish than the soft surrender.
I take no delight in sighs or vows
Exchanged at misty lunar dawn.
I know not how to draw
Harmony from guitars, or horoscopes
From flowers, nor am I apt at dalliance,
Or cooing like the turtle dove. I crave.
I pursue the craved thing, sate myself and cast it by,
And seek new bait. God made diverse beauties
As he made diverse wines, and of these
God-like works I mean to taste my full.

He drinks. Enter Sciarrone.

SCIARRONE
Spoletta's here.

SCARPIA
Show him in. In good time, too.
enter Spoletta. Scarpia questions him without looking up from his supper
Well, my fine man, how did the hunt go?

SPOLETTA
(Saint Ignatius help me!)
We kept on the lady's trail
Following her to a lonely villa
lost in the woods.
She entered there and soon came out alone.
At once with my dogs I vaulted over
The garden wall and
Burst into the house.

SCARPIA
Well done, Spoletta!

SPOLETTA
hesitant
I sniff ... I scratch ... I rummage ...

SCARPIA
sensing Spolettas hesitation, rises scowling and pale with anger
And Angelotti?

SPOLETTA
Nowhere to be found

SCARPIA
in a rage
Ah dog! Traitor!
Snout of a snake,
To the gallows!

SPOLETTA
Jesus!
trying to appease Scarpia's wrath
The painter was there …

SCARPIA
Cavaradossi?

SPOLETTA
nods and quickly adds
And he knows where the other is.
He showed such taunting irony
In every word and gesture
That I arrested him.

SCARPIA
with a sigh of satisfaction
Not bad, not bad.

SPOLETTA
waving towards the antechamber
He is there.

Scarpia paces up and down, pondering. He Stopps abruptly as he hears, through the open window, the choral cantata being sung in the Queen's apartment.

SCARPIA
to Spoletta
Bring in the Cavalier.
Exit Spoletta. To Sciarrone:
Fetch Roberti and the Judge.

Exit Sciarrone. Scarpia sits down again. Spoletta and four bailiffs bring in Mario Cavaradossi; then enter Roberti and the executioner, the Judge with a scribe, and Sciarrone.

CAVARADOSSI
with disdain
Such violence!

SCARPIA
with studied courtesy
Cavalier, please be seated.

CAVARADOSSI
I want to know...

SCARPIA
indicating a chair at the other side of the table
Be seated.

CAVARADOSSI
Declining
I’ll stand.

SCARPIA
As you wish. Are you aware that a prisoner...

Tosca's voice is heard in the cantata

CAVARADOSSI
Her voice!

SCARPIA
who has paused on hearing Toscas voice
You are aware that a prisoner
Fled today from Sant'Angelo Castle?

CAVARADOSSI
I did not know it.

SCARPIA
And yet it is reported
That you sheltered him in Sant'Andrea,
Gave him food and clothing.. .

CAVARADOSSI
unflinching
Lies.

SCARPIA
still quite calm
And took him
To a suburban place of yours.

CAVARADOSSI
I deny that. What proof have you?

SCARPIA
sweetly
A faithful servant...

CAVARADOSSI
The facts! Who is my accuser? In vain
Your spies ransacked my villa.

SCARPIA
Proof that he is hidden well.

CAVARADOSSI
Suspicions of a spy!

SPOLETTA
offended
He laughed at our questions...

CAVARADOSSI
And I laugh still.

SCARPIA
harshly
Beware! This is a place for tears!
Enough now. Answer me!
rises and angrily shuts the window to be undisturbed by the singing from the floor below, then turns imperiously to Cavaradossi
Where is Angelotti?

CAVARADOSSI
I don't know.

SCARPIA
You deny you gave him food?

CAVARADOSSI
I deny it.

SCARPIA
And clothes?

CAVARADOSSI
I deny it.

SCARPIA
And refuge in your villa?
And that he is hidden there?

CAVARADOSSI
vehemently
I deny it! I deny it!

SCARPIA
craftily, becoming calm
Come, Cavalier, you must reflect.
This stubborness of yours is not prudent.
A prompt confession saves enormous pain.
Take my advice and tell me:
Where is Angelotti?

CAVARADOSSI
I don't know.

SCARPIA
Be careful.
For the last time, where is he?

CAVARADOSSI
I don't know.

SPOLETTA
to himself
Oh, for a good whipping!

Enter Tosca breathless

SCARPIA
to himself
Here she is!

TOSCA
sees Cavaradossi, and runs to embrace him
Mario, you, here?

CAVARADOSSI
speaking low
Of what you saw there, say nothing.
Or you will kill me!

Tosca indicates she understands

SCARPIA
solemnly
Mario Cavaradossi,
The judge awaits your testimony
to Roberti
First, the usual formalities. And then … as I shall order.

Sciarrone opens the door to the torture chamber. The judge goes in and the others follow. Spoletta stations himself at the door at the back of the room. Tosca and Scarpia, now alone together.

SCARPIA
And now let's talk together like good friends.
Come now, don't look so frightened.

Beckons Tosca to be seated

TOSCA
with studied calm
I am not afraid

SCARPIA
What about the fan?
passes behind the sofa where Tosca is sitting and leans upon it. He still adopts a gallant air.

TOSCA
with feigned indifference
That was foolish jealousy.

SCARPIA
So, the Attavanti was not at the villa?

TOSCA
No, he was alone.

SCARPIA
Alone? Are you quite sure?

TOSCA
Nothing escapes a jealous eye. Alone. Alone.

SCARPIA
taking a chair he places it in front of Tosca, sits down, and studies her face
Indeed!

TOSCA
annoyed
Yes. Alone!

SCARPIA
You protest too much! Perhaps you fear
You may betray yourself
calling out
Sciarrone, what does the Cavalier have to say?

SCIARRONE
appearing
He denies everything.

SCARPIA
raising his voice, towards the open door
Keep pressing him!

Sciarrone goes out and shuts the door.

TOSCA
laughing
You know it's quite useless.

SCARPIA
serious, pacing back and forth
We shall see, Madam.

TOSCA
It seems that one must lie to please you?

SCARPIA
No, but the truth might shorten
An extremely painful hour for him …

TOSCA
surprised
A painful hour? What do you mean?
What are you doing in that room?

SCARPIA
It is force that carries out the law.

TOSCA
Oh, God! What's happening? What is happening?

SCARPIA
Your lover is bound hand and foot.
A ring of hooked iron at his temples,
So that they spurt blood at each denial.

TOSCA
bounds to her feet
It isn't true! It isn't true!
Oh, leering devil!
a prolonged groan from Cavaradossi
He groans! Oh, pity! Pity!

SCARPIA
It is up to you to save him.

TOSCA
Good, good! But stop it! Stop it!

SCARPIA
shouting
Stop it, Sciarrone!

SCIARRONE
appearing
Stop everything?

SCARPIA
Everything.
Sciarrone returns to the torture chamber, shutting the door
And now the truth!

TOSCA
Let me see him.

SCARPIA
No!

TOSCA
managing to get near the door
Mario!

CAVARADOSSI’S VOICE
Tosca!

TOSCA
Are they still torturing you?

CAVARADOSSI’S VOICE
No. Courage … and be silent. I despise pain!

SCARPIA
Come on Tosca, speak!

TOSCA
strengthened by Mario’s words
I know nothing.

SCARPIA
Wasn't that enough for you?
Roberti, start again …

TOSCA
throwing herself in front of the door, to keep him from giving the order
No! Stop!

SCARPIA
Will you speak?

TOSCA
No, no! Ah, monster!
Murderer … you're killing him!

SCARPIA
lt's your silence
That is killing him.

TOSCA
Monster, do you laugh
At this ghastly torment?

SCARPIA
with fierce irony
Tosca on the stage
Was never more tragic!
to Spoletta
Open the door so she
Can hear his groans better.

Spoletta opens the door and stands stiffly on the threshold.

CAVARADOSSI’S VOICE
I defy you.

SCARPIA
Harder! Harder!

CAVARADOSSI’S VOICE
I defy you all!

SCARPIA
to Tosca
Speak now …

TOSCA
What can I say?

SCARPIA
Come, speak …

TOSCA
Oh, I know nothing!
Must I lie to you?

SCARPIA
Where is Angelotti?

TOSCA
No,no!

SCARPIA
Speak up, come, quickly. Where's he hiding?

TOSCA
I can stand no more. Oh, horror!
Stop this torture … It's more than I can bear …
I can stand no more … no more …

CAVARADOSSI’S VOICE
Ah!

TOSCA
she turns imploringly to Scarpia, who signals to Spoletta to let her come near; she goes to the open door and is overwhelmed by the horrible scene within. She cries out in anguish to Cavaradossi:
Mario, will you let me speak?

CAVARADOSSI’S VOICE
No.

TOSCA
pleading
Listen, I can bear no more …

CAVARADOSSI’S VOICE
Fool! What do you know and what can you say?

SCARPIA
enraged at this, he shouts furiously at Spoletta
Shut him up!

SPOLETTA
goes into the torture chamber, returning after a moment. Tosca overcome with emotion, has fallen prostrate on the sofa. Sobbing she appeals to Scarpia. He stands silent and impassive. Spoletta, meanwhile, mumbles a prayer under his breath:
"Judex ergo cum sedebit
quidquid latet apparebit
nil inultum remanebit".

TOSCA
What have I done to you in my life?
It is I you torture so. It is
My spirit …
bursts into convulsive sobs
Yes, my spirit you are torturing.

SPOLETTA
continues to pray
Nil inultum remanebit!

Scarpia profiting from Tosca’s breakdown goes towards the torture chamber and orders the resumption of the torment. There is a piercing cry, Tosca leaps up, and in a choking voice says rapidly to Scarpia:

TOSCA
In the well, in the garden …

SCARPIA
Angelotti is there?

TOSCA
Yes.

SCARPIA
loudly, towards the torture chamber
Enough, Roberti!

SCIARRONE
re-opening the door
He has fainted!

TOSCA
to Scarpia
Murderer!
I want to see him.

SCARPIA
Bring him here.

Sciarrone re-enters and then Cavaradossi, in a faint, carried by the policemen who lay him on the sofa. Tosca runs up, but on seeing her lover spattered with blood, she covers her face in fright and horror. Then ashamed of her show of weakness, she kneels beside Cavaradossi, kissing him and weeping.

Sciarrone, Roberti, the judge and the scribe go out at the rear. At a sign from Scarpia, Spoletta and the policemen stay behind.


CAVARADOSSI
as he comes to
Floria!

TOSCA
covering him with kisses
Beloved …

CAVARADOSSI
It is you?

TOSCA
How you have suffered,
Oh my soul! But this foul villain
Will pay for it!

CAVARADOSSI
Did you speak?

TOSCA
No, beloved …

CAVARADOSSI
Truly not?

SCARPIA
loudly to Spoletta
In the well …
In the garden. Get him, Spoletta.

Exit Spoletta. Cavaradossi has heard; he rises threateningly towards Tosca, but his strength fails him and he falls back 00 the sofa, bitterly reproachful as he exclaims:

CAVARADOSSI
Ah, you have betrayed me!

TOSCA
beseeching
Mario!

CAVARADOSSI
rejecting her embrace and thrusting her from him
Accursed woman!

SCIARRONE
bursting in, breathless
Excellency! Bad news!

SCARPIA
taken aback
What are you looking so worried about?

SCIARRONE
It is news of defeat!

SCARPIA
How? Where? What defeat?

SCIARRONE
At Marengo.

SCARPIA
impatient
Blockhead!

SCIARRONE
Bonaparte has won!

SCARPIA
And Melas?

SCIARRONE
No. Melas has fled!

Cavaradossi, having listened to Sciarrone with anxious expectation, now, in sheer enthusiasm, finds the strength to rise threateningly towards Scarpia

CAVARADOSSI
Victory! Victory!
The avenging dawn now rises
To make the wicked tremble!
And liberty returns,
The scourge of tyrants!

TOSCA
trying desperately to calm him
Mario, be still!
Have pity on me!

CAVARADOSSI
You see me now rejoice
In my own suffering …
And now your blood runs cold,
Hangman, Scarpia!

Tosca clutches Cavaradossi and with a rush of broken words tries to calm him, while Scarpia answers with a sardonic smile.

SCARPIA
Go, shout your boasts! Pour out
The last dregs of your vile soul!
Go, for you die,
The hangman's noose awaits you.
shouts to the policeman
Take him away!

Sciarrone and the policemen seize Cavaradossi and drag him towards the door. Tosca makes a supreme effort to hold on to him, but they thrust her brutally aside.

TOSCA
Mario, with you …

SCARPIA
Not you!

The door closes and Scarpia and Tosca remain alone.

TOSCA
moaning
Save him!

SCARPIA
I? … You rather!
He goes to the table, notes his supper interrupted midway, and again is calm and smiling
My poor supper was interrupted.
sees Tosca, dejected and motionless, still at the door
So downhearted? Come, my fair lady.
Sit down here. Shall we try to find
Together a way to save him?
Tosca bestirs herself and looks at him. Scarpia, still smiling, sits down and motions to her to do the same.
Well then, sit down, and we shall talk.
And first, a sip of wine. It comes from Spain.
Refils the glass and offers it to Tosca
A sip to hearten you.

TOSCA
still staring at Scarpia, she advances towards the table. She sits resolutely facing him, then asks in a tone of the deepest contempt:
How much?

SCARPIA
imperturbable, as she pours his drink
How much?
laughs

TOSCA
What is your price?

SCARPIA
Yes, they say that I am venal, but it is not
For money that I will sell myself
To beautitul women. I want other recompense
If I am to betray my oath of office.
I have waited for this hour.
Already in the past I burned
With passion for the Diva.
But tonight I have beheld you
In a new role I had not seen before.
Those tears of yours were lava
To my senses and that fierce hatred
Which your eyes shot at me, only fanned
The fire in my blood.
Supple as a leopard
You enrapped your lover. In that instant
I vowed you would be mine!
Mine! Yes, I will have you …

Rises and stretches out his arms towards Tosca. She has listened motionless to his wanton tirade. Now she leaps up and takes refuge behind the sofa.

TOSCA
running towards the window
I’ll jump out first!

SCARPIA
coldly
I hold your Mario in pawn!

TOSCA
Oh, wretch
Oh, ghastly bargain …

It suddenly occurs to her to appeal to the Queen, and she runs to the door.

SCARPIA
ironically
I do you no violence. Go. You are free.
But your hope is vain: the Queen would merely
Grant pardon to a corpse
Tosca draws back in fight and, her eyes fixed on Scarpia, drops on the sofa. She then looks away from him with a gesture of supreme contempt.
How you detest me!

TOSCA
Ah! God!

SCARPIA
approaching
Even so, even so I want you!

TOSCA
with loathing
Don't touch me, devil! I hate you, hate you!
Fiend, base villain!
flees from him in horror

SCARPIA
What does it matter?
Spasms of wrath or spasms of passion …

TOSCA
Foul villain!

SCARPIA
You are mine!
trying to seize her

TOSCA
Wretch!
retreats behind the table

SCARPIA
pursuing her
Mine!

TOSCA
Help! Help!

A distant roll of drums draws slowly near, then fades again into the distance.

SCARPIA
Do you hear?
It is the drum that leads the way
For the last march of the condemned. Time passes!
Tosca listens in terrible dread, and then comes back from the window to lean exhausted on the sofa.
Are you aware of what dark work is done
Down there? They raise a gallows. By your wish,
Your Mario has but one more hour to live.
coldly leans on a corner of the sofa and stares at Tosca

TOSCA
I lived for art. I lived for love:
Never did I harm a living creature! …
Whatever misfortunes I encountered
I sought with secret hand to succour …
Ever in pure faith,
My prayers rose
In the holy chapels.
Ever in pure faith,
I brought flowers to the altars.
In this hour of pain, why,
Why, oh Lord, why
Dost Thou repay me thus?
Jewels I brought
For the Madonna's mantle,
And songs for the stars in heaven
That they shone forth with greater radiance.
In this hour of distress, why,
Why, oh Lord,
Why dost Thou repay me thus?
kneeling before Scarpia
Look at me, oh, behold!
With clasped hands I beseech you!
And, vanquished, I implore
The help of your word!

SCARPIA
Tosca you are too beautiful and too loving.
I yield to you. And at a paltry price;
You ask me for a life. I ask of you an instant.

TOSCA
rising with great contempt
Go, go, you fill me with loathing!

A knock at the door

SCARPIA
Who's there?

SPOLETTA
enters breathless
Excellency, Angelotti
Killed himself when we arrived.

SCARPIA
Well, then, have him hanged
Dead from the gibbet. The other prisoner?

SPOLETTA
The Cavalier Cavaradossi?
Everything is ready, Excellency.

TOSCA
to herself
God help me!

SCARPIA
to Spoletta
Wait.
to Tosca
Well?
Tosca nods assent. She weeps with shame and hides her face.
to Spoletta

Listen …

TOSCA
suddenly interrupting
But I demand that he be freed this instant …

SCARPIA
to Tosca
We must dissemble. I cannot openly
Grant pardon to him. All must believe
The Cavalier is dead.
points to Spoletta
This trusted man of mine will see to it.

TOSCA
How can I be sure?

SCARPIA
By the orders I give him in your presence.
to Spoletta
Spoletta, shut the door.
Spoletta shuts the door and comes back to Scarpia
I have changed my mind.
The prisoner shall be shot …
Tosca starts with terror
Wait a moment …
He fixes on Spoletta a hard, significant glance and Spoletta nods in reply that he has guessed his meaning
As we did with Count Palmieri.

SPOLETTA
An execution …

SCARPIA
significantly stressing his words
… A sham one! As we did
With Palmieri! You understand?

SPOLETTA
I understand.

SCARPIA
Go.

TOSCA
I want to explain to him myself.

SCARPIA
As you wish.
to Spoletta
You will let her pass …
And remember, at four o'clock.

SPOLETTA
Yes. Like Palmieri.

Exit Spoletta, Scarpia, near the door, listens to his retreating footsteps, and then his whole behaviour changing, advances towards Tosca flushed with passion.

SCARPIA
I have kept my promise.

TOSCA
stopping him
Not yet.
I want a safe conduct, so that he and I
Can flee the State together.

SCARPIA
gallantly
You want to leave?

TOSCA
Yes, for ever.

SCARPIA
Your wish shall be granted.
goes to the desk and begins writing. He stops to ask.
And which road do you prefer?

As he writes, Tosca goes up to the table to take, with shaking hand, the glass of wine that Scarpia has poured: but as she lifts it to her lips, her eye falls on a sharply pointed knife that is lying on the table. She sees that Scarpia at this moment is absorbed in writing, and so, with infinite caution, still answering his questions, and never taking her eye from him, she reaches out for the knife.

TOSCA
The shortest!

SCARPIA
Civitavecchia?

TOSCA
Yes.

Finally, she is able to grasp the knife. Still watching Scarpia, she hides it behind her as she leans against the table. He has now finished making out the pass. He puts his seal upon it and folds the paper, and then, opening his arms, advances towards Tosca to embrace her.

SCARPIA
Tosca, now you are mine at last!
But his shout of lust ends in a cry of anguish: Tosca has struck him full in the breast.
Accursed one!

TOSCA
This is the kiss of Tosca!

Scarpia stretches out an arm towards her, swaying and lurching as he advances, seeking her aid. She eludes him, but is suddenly caught between him and the table, and seeing that he is about to touch her, she thrusts him back in horror. Scarpia crashes to the floor, shrieking in a voice nearly stifled with blood.

SCARPIA
Help! I am dying! Help! I die!

TOSCA
She watches him as he struggles helplessly on the floor and clutches at the sofa, trying to pull himself up
Is your blood choking you?
And killed by a woman!
Did you torment me enough?
Can you still hear me? Speak!
Look at me! I am Tosca! Oh, Scarpia!

SCARPIA
after a last effort he falls back
Help! Help!

TOSCA
bending over him
Is your blood choking you?
Die accursed! Die! Die! Die!
seeing him motionless
He is dead! And now I pardon him!
All Rome trembled before him!

Her eyes still fixed on the body, Tosca goes to the table, puts down the knife, takes a bottle of water, wets a napkin and washes her fingers. She then goes to the mirror to arrange her hair. Then she hunts for the safe-conduct pass on the desk, and not finding it there, she turns and sees the paper in the clenched hand of the dead man. She takes it with a shudder and hides it in her bosom. She puts out the candle on the table and is about to leave when a scruple, detains her. She returns to the desk and takes the candle there, using it to relight the other; and then places one to the right and the other to the left of Scarpia's head. She rises and looks about and notices a crucifix on the wall. She removes it with reverent care, and returning to the dead man, kneels at his side and places it on his breast. She rises, approaches the door cautiously, goes out and closes it.

ACT THREE

The platform of Castel Sant' Angelo

At left, a casemate: there is a lamp, large registry book with writing materials, a bench and a chair. A crucifix hangs on one of the casemate walls with a lamp in front. To the right, the door to a small stairway leading up to the platform. In the distance, the Vatican and the Basilica of St. Peter's. It is still night, but gradually darkness is dispelled by the grey, uncertain light of the hour before dawn. Church bells toll for matins. The voice of a shepherd passing with his flock can be heard.


VOICE OF SHEPHERD
I give you sighs,
There are as many
As there are leaves
Driven by the wind
You may scorn me, and my heart is sick.
Oh lamp of gold, I die for you

A jailer with a lantern mounts the stairs from below. He goes to the casemate and lights the light in front of the crucifix, and then the one on the table He sits down and waits, half drowsing. Soon a picket of guards, led by a Sergeant, emerges from the stairway with Cavaradossi. The picket halts as the Sergeant leads Cavaradossi to the casemate and hands a note to the jailer. The latter examines it, opens the registry book and writes, as he questions the prisoner.

JAILER
Mario Cavaradossi?
Cavaradossi bows his head in acknowledgement. The jailer hands the pen to the Sergeant.
For you
to Cavaradossi
You have one hour.
A priest awaits your call.

CAVARADOSSI
No … but I have a last favour to ask of you.

JAILER
If I can …

CAVARADOSSI
One very dear person
I leave behind me. Permit me
To write her a few lines.
taking a ring from his finger
This ring is all that remains
Of my possessions.
If you will promise to give her
My last farewell,
Then it is yours.

JAILER
hesitates a little, then accepts. He motions Cavaradossi to the chair at the table, and sits down on the bench.
Write.

CAVARADOSSI
begins to write, but after a few lines a flood of memories invades him.
And the stars shone and the earth was perfumed.
The gate to the garden creaked
And a footstep rustled the sand to the path …
Fragrant, she entered
And fell into my arms …
Oh soft kisses, oh sweet abandon,
As I trembling
Unloosed her veils and disclosed her beauty.
Oh vanished forever is that dream of love,
Fled is that hour,
And desperately I die.
And never before have I loved so much!

Bursts into sobs, Spoletta appears at the stairhead, the Sergeant at his side and Tosca following. Spoletta indicates where Cavaradossi is and then calls the Jailer. He warns the guard at the rear to keep careful watch on the prisoner, and then leaves with the Sergeant and the Jailer. Tosca sees Cavaradossi weeping his head in his arms. She lifts his head, and he jumps to his feet in astonishment. Tosca shows him a note but is far too overcome with emotion to speak.

CAVARADOSSI
reading
Ah! A safe-conduct for Floria Tosca …

TOSCA
reading with him in a hoarse and shaken voice
… and for the Cavalier accompanying her.
to Cavaradossi with an exultant cry
You are free!

CAVARADOSSI
studies the pass and sees the signature
Scarpia!
Scarpia yields? This is the first
Act of clemency …

TOSCA
And his last!

CAVARADOSSI
What?

TOSCA
Either your blood or my love
He demanded: my entreaties and my tears were useless.
Wild with horror, I appealed in vain
To the Madonna and the Saints.
The damnable monster told me
That already the gallows
Stretched their arms skyward!
The drums rolled and
He laughed, the evil monster, laughed,
Ready to spring and carry off his prey!
Is it yes? He asked, and yes, I promised
Myself to his lust. But there at hand
A sharp blade glittered:
He wrote out the liberating pass,
And came to claim the horrible embrace -
That pointed blade I planted in his heart.

CAVARADOSSI
You, with your own hand you killed him?
You tender, you gentle - and for me!

TOSCA
My hands were reaking with his blood!

CAVARADOSSI
lovingly taking her hands in his
My Saviour!
Oh sweet hands pure and gentle,
Oh hands meant for the fair works of piety,
Caressing children, gathering roses,
For prayers when others meet misfortune …
Then it was in you, made strong by love,
That justice placed her sacred weapons?
You dealt out death, victorious hands,
Oh sweet hand pure and gentle.

TOSCA
disengaging her hands from his
Listen, the hour is near. I have already
Collected my gold and jewels. A carriage is waiting …
But first … Oh, laugh at this my love … First
You will be shot, in play and pretence, with
Unloaded arms … mock punishment.
Fall down at the shot,
The soldiers leave, and we are safe!
And then to Civitavecchia, and there a ship.
And we're away by sea!

CAVARADOSSI
Free!

TOSCA
Free!

CAVARADOSSI
Away by sea!

TOSCA
Where now have pain and sorrow fled?
Do you smell the aroma of the roses?
Do you feel that all things on the earth
Await the sun enamoured?

CAVARADOSSI
with tender exaltation
Only for you did death taste bitter for me,
And only you invest this life with splendour.
All joy and all desire, for my being,
Are held in you as heat within flame.
I now shall see through your transfiguring eyes,
The heavens blaze and the heavens darken
And the beauty of all things remarkable
From you alone will have their voice and colour.

TOSCA
The love that found the way to save your life
Shall be our quide on earth, our pilot on the waters,
And make the wide world lovely to our eyes;
Until together we shall fade away
Beyond the sphere of earth, as light clouds fade,
At sundown, high above the sea.
They are stirred and silent. Then Tosca recalled to reality, looks about uneasily
They still don't come …
turning to Cavaradossi with affectionate concern
And be careful
When you hear the shot
You must fall down at once.

CAVARADOSSI
reassuring her
Have no fear,
I'll fall on the instant, and quite naturally.

TOSCA
insisting
But be careful not to hurt yourself,
With my experience in the theatre
I should know how to manage it.

CAVARADOSSI
interrupting and drawing her to him
Speak to me again as you spoke before.
So sweet is the sound of your voice.

TOSCA
carried away with rapture
Together in exile
We shall bear our love through the world.
Harmonies of colour...

CAVARADOSSI
And harmonies of song!

TOSCA and CAVARADOSSI
ecstatically
Triumphant …
The soul trembles
With new hope
In heavenly
Increasing ardour.
And in harmonious flight
The spirit soars
To the ecstasy of love.

TOSCA
With a thousand kisses I shall seal your eyes,
And call you by a thousand names of love.

Meanwhile a squad of soldiers has entered from the stairway. The officer in command ranges them to the rear. Enter Spoletta, the Sergeant and the Jailer, Spoletta giving the necessary orders. The sky lightens; dawn appears; a bell strikes four. The Jailer goes to Cavaradossi, removes his cap and nods towards the officer.

JAILER
It is time.

CAVARADOSSI
I am ready.

The Jailer takes the registry of the condemned and leaves by the stairway.

TOSCA
to Cavaradossi, speaking low and laughing secretly:
Remember: at the first shot, down …

CAVARADOSSI
in a low voice, also laughing
Down …

TOSCA
And don't get up before I call you …

CAVARADOSSI
No, beloved!

TOSCA
And fall down properly …

CAVARADOSSI
Like Tosca on the stage …

TOSCA
You mustn't laugh …

CAVARADOSSI
So?

TOSCA
So.

Their farewells over, Cavaradossi follows the officer. Tosca takes her place on the left side of the casemate, in position, however, to observe what is happening on the platform. She sees the officer and the Sergeant lead Cavaradossi towards the wall directly facing her. The Sergeant wishes to blindfold Cavaradossi, who declines with a smile. The grim preparations begin to strain Tosca's patience.

TOSCA
How long is this waiting!
Why are they still delaying? The sun already rises.
Why are they still delaying? It is only a comedy,
I know, but this anguish seems to last for ever!

The officer and the Sergeant marshall the squad of soldiers before the wall and impart their instructions.

TOSCA
There! They are taking aim! How handsome
My Mario is!

The officer lowers his sabre, the platoon fires and Cavaradossi falls.

TOSCA
There! Die! Ah, what an actor!

The Sergeant goes up to examine the fallen man. Spoletta also approaches to prevent the Sergeant from delivering the coup de grace, and he covers Cavaradossi with a cloak. The officer realtigns the soldiers, the Sergeant withdraws the sentinel from his post at the rear and Spoletta leads the group off by the stairway. Tosca follows this scene with the utmost agitation, fearing that Cavaradossi may lose patience and move or speak before the proper moment. In a hushed voice she warns him:

TOSCA
Oh Mario, do not move …
They're going now. Be still. They are going down …

Seeing the platform deserted, she goes to listen at the stairhead. She stands there for a moment in breathless dread as she thinks she hears the soldiers returning. Again in a low voice she warns Cavaradossi:

TOSCA
Not yet, you mustn't move …

She listens: they have all gone. She runs towards Cavaradossi.

TOSCA
Up, Mario. Quickly. Come, come. Quickly.
she bends down to help Mario to his feet. She raises the cloak and suddenly gasps with terror and astonishment as she looks at her hands.
Mario! Mario!
kneels and quickly removes the cloak and leaps to her feet pale and terrified
Dead! Dead!
sobbing she throws herself on Cavaradossi’s body
Oh Mario, dead? You? Like this?
Dead like this? Like this?

From the courtyard below the parapet and from the narrow stairway come the confused voices of Spoletta, Sciarrone and the soldiers. They draw nearer.

CONFUSED VOICES
Scarpia stabbed?
The woman is Tosca!
Don't let her escape.

Spoletta rushes in from the stairway, and behind him Sciarrone shouting and waving at Tosca.

SCIARRONE
There she is!

SPOLETTA
charging towards Tosca
Ah, Tosca you will pay
For his life most dearly!

Tosca springs to her feet, pushing Spoletta violently, answering:

TOSCA
With my own!

Spoletta falls back from the sudden thrust. Tosca escapes and runs to the parapet, she leaps onto it and hurls herself over the ledge, crying:

TOSCA
Oh Scarpia! Before God!

Sciarrone and soldiers rush in confusion to the parapet and look down. Spoletta stands stunned and pale.

Personaggi:
FLORIA TOSCA, celebre cantante (Soprano)
MARIO CAVARADOSSI, pittore (Tenore)
IL BARONE SCARPIA, capo della polizia (Baritono)
CESARE ANGELOTTI (Basso)
IL SAGRESTANO (Baritono)
SPOLETTA, agente di polizia (Tenore)
SCIARRONE, gendarme (Basso)
CARCERIERE (Basso)
UN PASTORELLO (Soprano)
CORO
soldati, sbirri, dame, nobili, borghesi, popolo
Luogo
Roma
Epoca
17 e 18 giugno 1800



ATTO PRIMO
La Chiesa di Sant'Andrea della Valle.
A destra la Cappella Attavanti. A sinistra un impalcato; su di esso un gran quadro coperto da tela. Attrezzi vari da pittore. Un paniere.

SCENA PRIMA

ANGELOTTI
vestito da prigioniero, lacero, sfatto, tremante dalla paura, entra ansante, quasi correndo. Dà una rapida occhiata intorno.
Ah! Finalmente!
Nel terror mio stolto
Vedea ceffi di birro in ogni volto.
torna a guardare attentamente intorno a sé con più calma a riconoscere il luogo. Dà un sospiro di sollievo vedendo la colonna con la pila dell'acqua santa e la Madonna
La pila... la colonna...
"A piè della Madonna"
mi scrisse mia sorella...
vi si avvicina, cerca ai piedi della Madonna e ne ritira, con un soffocato grido di gioia, una chiave
Ecco la chiave!... ed ecco la Cappella!
addita la Cappella Attavanti, febbrilmente introduce la chiave nella serratura, apre la cancellata, penetra nella Cappella, richiude... e scompare.



SCENA SECONDA

SAGRESTANO
appare dal fondo: va da destra a sinistra, accudendo al governo della chiesa: avrà in mano un mazzo di pennelli
E sempre lava!... Ogni pennello è sozzo
peggio d'un collarin d'uno scagnozzo.
Signor pittore... Tò!...
guarda verso l'impalcato dove sta il quadro, e vedendolo deserto, esclama sorpreso:
Nessuno! - Avrei giurato
che fosse ritornato
il Cavalier Cavaradossi.
depone i pennelli, sale sull'impalcato, guarda dentro il paniere, e dice:
No, sbaglio. - Il paniere è intatto.
scende dall'impalcato. Suona l'Angelus. Il Sagrestano si inginocchia e prega sommesso:
Angelus Domini nuntiavit Mariae,
Et concepit de Spiritu Sancto.
Ecce ancilla Domini,
Fiat mihi secundum verbum tuum.
Et Verbum caro factum est,
Et habitavit in nobis...


SCENA TERZA
Cavaradossi - Sagrestano.

CAVARADOSSI
dalla porta laterale, vedendo il Sagrestano in ginocchio
Che fai?

SAGRESTANO
alzandosi
Recito l'Angelus.
Cavaradossi sale sull' impalcato e scopre il quadro. È una Maria Maddalena a grandi occhi azzurri con una gran pioggia di capelli dorati. Il pittore vi sta dinanzi muto attentamente osservando.
Il Sagrestano, volgendosi verso Cavaradossi e per dirigergli la parola, vede il quadro scoperto e dà un grido di meraviglia.

Sante ampolle! Il suo ritratto!

CAVARADOSSI
volgendosi al Sagrestano
Di chi?

SAGRESTANO
Di quell'ignota
che i dì passati a pregar qui venìa...
con untuosa attitudine accennando verso la Madonna dalla quale Angelotti trasse la chiave
Tutta devota - e pia.

CAVARADOSSI
sorridendo
È vero. E tanto ell'era
infervorata nella sua preghiera
ch'io ne pinsi, non visto, il bel sembiante.

SAGRESTANO
scandalizzato
(Fuori, Satana, fuori!)

CAVARADOSSI
al Sagrestano
Dammi i colori!
Il Sagrestano eseguisce. Cavaradossi dipinge con rapidità e si sofferma spesso a riguardare il proprio lavoro: il Sagrestano va e viene, portando una catinella entro la quale continua a lavare i pennelli.
A un tratto Cavaradossi si ristà di dipingere; leva di tasca un medaglione contenente una miniatura e gli occhi suoi vanno dal medaglione al quadro.

Recondita armonia
di bellezze diverse!...
È bruna Floria,
l'ardente amante mia...

SAGRESTANO
a mezza voce, come brontolando
Scherza coi fanti e lascia stare i santi!
s'allontana per prendere l'acqua onde pulire i pennelli

CAVARADOSSI
E te, beltade ignota,
cinta di chiome bionde!
Tu azzurro hai l'occhio,
Tosca ha l'occhio nero!

SAGRESTANO
ritornando dal fondo e sempre scandalizzato:
Scherza coi fanti e lascia stare i santi!
riprende a lavare i pennelli

CAVARADOSSI
L'arte nel suo mistero
le diverse bellezze insiem confonde;
ma nel ritrar costei
il mio solo pensiero, Tosca, sei tu!
continua a dipingere

SAGRESTANO
Queste diverse gonne
che fanno concorrenza alle Madonne
mandan tanfo d'Inferno.
asciuga i pennelli lavati, non senza continuare a borbottare
Scherza coi fanti e lascia stare i santi!
Ma con quei cani di volterriani
nemici del santissimo governo
non s'ha da metter voce!...
pone la catinella sotto l'impalcato ed i pennelli li colloca in un vaso, presso al pittore
Scherza coi fanti e lascia stare i santi!
accennando a Cavaradossi
Già sono impenitenti tutti quanti!
Facciam piuttosto il segno della croce.
eseguisce
a Cavaradossi

Eccellenza, vado?

CAVARADOSSI
Fa il tuo piacere!
continua a dipingere

SAGRESTANO
indicando il cesto
Pieno è il paniere...
Fa penitenza?

CAVARADOSSI
Fame non ho.

SAGRESTANO
con ironia, stropicciandosi le mani
Ah!... Mi rincresce!...
ma non può trattenere un gesto di gioia e uno sguardo di avidità verso il cesto che prende ponendolo un po' in disparte
fiuta due prese di tabacco

Badi, quand'esce chiuda.

CAVARADOSSI
dipingendo
Va!...

SAGRESTANO
Vo!
s'allontana per il fondo
Cavaradossi, volgendo le spalle alla Cappella, lavora. Angelotti, credendo deserta la chiesa, appare dietro la cancellata e introduce la chiave per aprire.




SCENA QUARTA
Cavaradossi - Angelotti


CAVARADOSSI
al cigolio della serratura si volta
Gente là dentro!!...
al movimento fatto da Cavaradossi, Angelotti, atterrito, si arresta come per rifugiarsi ancora nella Cappella - ma - alzati gli occhi, un grido di gioia, che egli soffoca tosto timoroso, erompe dal suo petto. Egli ha riconosciuto il pittore e gli stende le braccia come ad un aiuto insperato.

ANGELOTTI
Voi? Cavaradossi!
Vi manda Iddio!
Cavaradossi non riconosce Angelotti e rimane attonito sull'impalcato
Angelotti si avvicina di più onde farsi riconoscere

Non mi ravvisate?
con tristezza
Il carcere m'ha dunque assai mutato!

CAVARADOSSI
riconoscendolo, depone rapido tavolozza e pennelli e scende dall'impalcato verso Angelotti, guardandosi cauto intorno
Angelotti! Il Console
della spenta repubblica romana!
corre a chiudere la porta a destra

ANGELOTTI
con mistero
andando incontro a Cavaradossi

Fuggii pur ora da Castel Sant'Angelo!...

CAVARADOSSI
generosamente
Disponete di me!

VOCE DI TOSCA
Mario!
alla voce di Tosca, Cavaradossi fa un rapido cenno ad Angelotti di tacere

CAVARADOSSI
Celatevi!
È una donna... gelosa.
Un breve istante e la rimando.

VOCE DI TOSCA
Mario!

CAVARADOSSI
verso la porta da dove viene la voce di Tosca
Eccomi!

ANGELOTTI
colto da un accesso di debolezza si appoggia all'impalcato e dice dolorosamente:
Sono stremo di forze,
più non reggo...

CAVARADOSSI
rapidissimo, sale sull'impalcato, ne discende col paniere e lo dà ad Angelotti
In questo panier v'è cibo e vino!

ANGELOTTI
Grazie!

CAVARADOSSI
incoraggiando Angelotti, lo spinge verso la Cappella
Presto!
Angelotti entra nella Cappella.



SCENA QUINTA
Cavaradossi - Tosca.

VOCE DI TOSCA
chiamando ripetutamente stizzita
Mario!

CAVARADOSSI
fingendosi calmo apre a Tosca
Son qui!

TOSCA
entra con una specie di violenza, allontana bruscamente Mario che vuole abbracciarla e guarda sospettosa intorno a sé
Perché chiuso?

CAVARADOSSI
con simulata indifferenza
Lo vuole il Sagrestano...

TOSCA
A chi parlavi?

CAVARADOSSI
A te!

TOSCA
Altre parole bisbigliavi. Ov'è?...

CAVARADOSSI
Chi?

TOSCA
Colei!... Quella donna!...
Ho udito i lesti
passi ed un fruscio di vesti...

CAVARADOSSI
Sogni!

TOSCA
Lo neghi?

CAVARADOSSI
Lo nego e t'amo!
fa per baciarla

TOSCA
con dolce rimprovero
Oh! Innanzi alla Madonna...
No, Mario mio,
lascia pria che la preghi, che l'infiori...
si avvicina lentamente alla Madonna, dispone con arte, intorno ad essa, i fiori che ha portato con sé, si inginocchia e prega con molta devozione, segnandosi, poi s'alza
a Cavaradossi, che intanto si è avviato per riprendere il lavoro

Ora stammi a sentir - stasera canto,
ma è spettacolo breve. - Tu m'aspetti
sull'uscio della scena
e alla tua villa andiam soli, soletti.

CAVARADOSSI
che fu sempre soprapensieri
Stasera!

TOSCA
È luna piena
e il notturno effluvio floreal
inebria il cor! - Non sei contento?
si siede sulla gradinata presso a Cavaradossi

CAVARADOSSI
ancora un po' distratto e peritoso
Tanto!

TOSCA
colpita da quell'accento
Tornalo a dir!

CAVARADOSSI
Tanto!

TOSCA
stizzita
Lo dici male:
Non la sospiri la nostra casetta
che tutta ascosa nel verde ci aspetta?
Nido a noi sacro, ignoto al mondo inter,
pien d'amore e di mister?
Al tuo fianco sentire
per le silenziose
stellate ombre, salir
le voci delle cose!...
Dai boschi e dai roveti,
dall'arse erbe, dall'imo
dei franti sepolcreti
odorosi di timo,
la notte escon bisbigli
di minuscoli amori
e perfidi consigli
che ammolliscono i cuori.
Fiorite, o campi immensi, palpitate
aure marine nel lunare albor,
piovete voluttà, volte stellate!
Arde a Tosca folle amor!
reclinando la testa sulla spalla di Cavaradossi

CAVARADOSSI
vinto, ma vigilante
Mi avvinci nei tuoi lacci
mia sirena, mia sirena, verrò!
guarda verso la parte d'onde uscì Angelotti
Or lasciami al lavoro.

TOSCA
sorpresa
Mi discacci?

CAVARADOSSI
Urge l'opra, lo sai!

TOSCA
stizzita, alzandosi
Vado! Vado!
s'allontana un poco da Cavaradossi, poi voltandosi per guardarlo, vede il quadro, ed agitatissima ritorna verso Cavaradossi
Chi è quella
donna bionda lassù?

CAVARADOSSI
calmo
La Maddalena.
Ti piace?

TOSCA
È troppo bella!

CAVARADOSSI
ridendo ed inchinandosi
Prezioso elogio!

TOSCA
sospettosa
Ridi?
Quegli occhi cilestrini già li vidi...

CAVARADOSSI
con indifferenza
Ce n'è tanti pel mondo!...

TOSCA
cercando di ricordare
Aspetta... Aspetta...
sale sull'impalcato
trionfante

E l'Attavanti!...

CAVARADOSSI
ridendo
Brava!...

TOSCA
vinta dalla gelosia
La vedi? T'ama?
piangendo
Tu l'ami?...

CAVARADOSSI
procura di calmarla
Fu puro caso...

TOSCA
non ascoltandolo, con ira gelosa
Quei passi e quel bisbiglio...
Ah! Qui stava pur ora!

CAVARADOSSI
Vien via!

TOSCA
Ah, la civetta!
minacciosa
A me, a me!

CAVARADOSSI
serio
La vidi ieri, ma fu puro caso...
A pregar qui venne...
Non visto la ritrassi.

TOSCA
Giura!

CAVARADOSSI
serio
Giuro!

TOSCA
sempre con gli occhi rivolti al quadro
Come mi guarda fiso!

CAVARADOSSI
la spinge dolcemente a scendere dalla gradinata. Essa discende all'indietro tenendo alto le sue mani in quelle di Cavaradossi. Tosca scendendo ha sempre la faccia verso il quadro cui Mario dà le spalle
Vien via!

TOSCA
Di me beffarda, ride.
sono scesi

CAVARADOSSI
Follia!
la tiene presso di sé fissandola in viso
TOSCA
con dolce rimprovero
Ah, quegli occhi!...

CAVARADOSSI
Quale occhio al mondo
può star di paro
all'ardente occhio tuo nero?
È qui che l'esser mio s'affisa intero.
Occhio all'amor soave, all'ira fiero!
Qual altro al mondo può star di paro
all'occhio tuo nero!...

TOSCA
rapita, appoggiando la testa alla spalla di Cavaradossi
Oh, come la sai bene
l'arte di farti amare!
maliziosamente
Ma... falle gli occhi neri!...

CAVARADOSSI
teneramente
Mia gelosa!

TOSCA
Sì, lo sento... ti tormento
senza posa.

CAVARADOSSI
Mia gelosa!

TOSCA
Certa sono - del perdono
se tu guardi al mio dolor!

CAVARADOSSI
Mia Tosca idolatrata,
ogni cosa in te mi piace;
l'ira audace
e lo spasimo d'amor!

TOSCA
Dilla ancora
la parola che consola...
Dilla ancora!

CAVARADOSSI
Mia vita, amante inquieta,
dirò sempre: "Floria, t'amo!"
Ah ! l'alma acquieta,
sempre "t'amo!" ti dirò!

TOSCA
sciogliendosi, paurosa d'esser vinta
Dio! quante peccata!
M'hai tutta spettinata!

CAVARADOSSI
Or va, lasciami!

TOSCA
Tu fino a stassera
stai fermo al lavoro. E mi prometti:
sia caso o fortuna,
sia treccia bionda o bruna,
a pregar non verrà donna nessuna!

CAVARADOSSI
Lo giuro, amore!... Va!

TOSCA
Quanto m'affretti!

CAVARADOSSI
con dolce rimprovero vedendo rispuntare la gelosia
Ancora?

TOSCA
cadendo nelle sue braccia e porgendogli la guancia
No - perdona!...

CAVARADOSSI
scherzoso
Davanti alla Madonna?

TOSCA
accennando alla Madonna
È tanto buona!
si baciano. Avviandosi ad uscire e guardando ancora il quadro, maliziosamente gli dice:
Ma falle gli occhi neri!...
fugge rapidamente
Cavaradossi rimane commosso e pensieroso



SCENA SESTA
Cavaradossi - Angelotti

Appena uscita Tosca, Cavaradossi sta ascoltandone i passi allontanarsi, poi con precauzione socchiude l'uscio e guarda fuori. Visto tutto tranquillo, corre alla Cappella. Angelotti appare subito dietro la cancellata.

CAVARADOSSI
aprendo la cancellata ad Angelotti, che naturalmente ha dovuto udire il dialogo precedente
È buona la mia Tosca, ma credente
al confessor nulla tiene celato, ond'io mi tacqui.
È cosa più prudente.

ANGELOTTI
Siam soli?

CAVARADOSSI
Sì. Qual è il vostro disegno?...

ANGELOTTI
A norma degli eventi, uscir di Stato
o star celato in Roma... Mia sorella...

CAVARADOSSI
L'Attavanti?

ANGELOTTI
Sì... ascose un muliebre
abbigliamento là sotto l'altare...
Vesti, velo, ventaglio...
si guarda intorno con paura
Appena imbruni
indosserò quei panni...

CAVARADOSSI
Or comprendo!
Quel fare circospetto
e il pregante fervore
in giovin donna e bella
m'avean messo in sospetto
di qualche occulto amor!
Or comprendo!
Era amor di sorella!

ANGELOTTI
Tutto ella ha osato
onde sottrarmi a Scarpia, scellerato!

CAVARADOSSI
Scarpia?! Bigotto satiro che affina
colle devote pratiche
la foia libertina
e strumento al lascivo talento
con forza crescente
fa il confessore e il boia!
La vita mi costasse, vi salverò!
Ma indugiar fino a notte è mal sicuro...

ANGELOTTI
Temo del sole!...

CAVARADOSSI
indicando
La cappella mette
a un orto mal chiuso, poi c'è un canneto
che va lungi pei campi a una mia villa.

ANGELOTTI
M'è nota...

CAVARADOSSI
Ecco la chiave... - innanzi sera
io vi raggiungo, - portate con voi
le vesti femminili...

ANGELOTTI
raccoglie in fascio le vestimenta sotto l'altare
Ch'io le indossi?

CAVARADOSSI
Per or non monta, il sentier è deserto...

ANGELOTTI
per uscire
Addio!

CAVARADOSSI
accorrendo verso Angelotti
Se urgesse il periglio, correte
al pozzo del giardin. L'acqua è nel fondo,
ma a mezzo della canna, un picciol varco
guida ad un antro oscuro,
rifugio impenetrabile e sicuro!

un colpo di cannone; i due si guardano agitatissimi

ANGELOTTI
Il cannon del castello!...

CAVARADOSSI
Fu scoperta la fuga!
Or Scarpia i suoi sbirri sguinzaglia!

ANGELOTTI
Addio!

CAVARADOSSI
con subita risoluzione
Con voi verrò! Staremo all'erta!

ANGELOTTI
Odo qualcun!

CAVARADOSSI
con entusiasmo
Se ci assalgon, battaglia!

escono rapidamente dalla Cappella.



SCENA SETTIMA
Sagrestano - Allievi e Cantori della Cappella - Chierici - Confratelli.

SAGRESTANO
entra correndo, tutto scalmanato, gridando:
Sommo giubilo, Eccellenza!...
guarda verso l'impalcato e rimane sorpreso di non trovarvi neppure questa volta il pittore
Non c'è più! Ne son dolente!...
Chi contrista un miscredente
si guadagna un'indulgenza!
accorrono da ogni parte chierici, confratelli, allievi e cantori della Cappella. Tutti costoro entrano tumultuosamente
Tutta qui la cantoria!
Presto !...
altri allievi entrano in ritardo e alla fine si radunano tutti

ALLEVI
colla massima confusione
Dove?

SAGRESTANO
spinge alcuni chierici
In sagrestia...

ALCUNI
Ma che avvenne?

SAGRESTANO
Nol sapete?
affannoso
Bonaparte... scellerato...
Bonaparte...

ALTRI ALLEVI
si avvicinano al sagrestano e lo attorniano, mentre accorrono altri che si uniscono ai primi
Ebben? Che fu?

SAGRESTANO
Fu spennato, sfracellato,
è piombato a Belzebù!

ALLEVI, CANTORI
Chi lo dice?
- È sogno!
- È fola!

SAGRESTANO
È veridica parola;
or ne giunse la notizia!

CORO
Si festeggi la vittoria!

SAGRESTANO
E questa sera
gran fiaccolata
veglia di gala a Palazzo Farnese,
ed un'apposita
nuova cantata
con Floria Tosca!...
E nelle chiese
inni al Signore!
Or via a vestirvi,
non più clamor!
Via... via... in sagrestia!

TUTTI
ridendo e gridando gioiosamente, senza badare al Sagrestano che inutilmente li spinge a urtoni verso la sagrestia
Doppio soldo... Te Deum... Gloria!
Viva il Re!... Si festeggi la vittoria!



SCENA OTTAVA
Scarpia - Sagrestano - Cantori - Allievi, ecc. - Spoletta - Sbirri

Le loro grida e le loro risa sono al colmo, allorché una voce ironica tronca bruscamente quella gazzarra volgare di canti e risa. È Scarpia: dietro a lui Spoletta e alcuni sbirri.


SCARPIA
con grande autorità
Un tal baccano in chiesa! Bel rispetto!

SAGRESTANO
balbettando impaurito
Eccellenza! il gran giubilo...

SCARPIA
Apprestate per il te Deum.
tutti s'allontanano mogi; anche il Sagrestano fa per cavarsela, ma Scarpia bruscamente lo trattiene
Tu resta!

SAGRESTANO
impaurito
Non mi muovo!

SCARPIA
a Spoletta
E tu va, fruga ogni angolo,
raccogli ogni traccia

SPOLETTA
Sta bene!
fa cenno a due sbirri di seguirlo

SCARPIA
ad altri sbirri che eseguiscono
Occhio alle porte,
senza dar sospetti!
al Sagrestano
Ora a te! Pesa
le tue risposte. Un prigionier di Stato
fuggì pur ora da Castel Sant'Angelo...
energico
S'è rifugiato qui...

SAGRESTANO
Misericordia!

SCARPIA
Forse c'è ancora.
Dov'è la Cappella degli Attavanti?

SAGRESTANO
Eccola.
va al cancello e lo vede socchiuso
Aperta! Arcangeli!
E un'altra chiave!

SCARPIA
Buon indizio... Entriamo.
entrano nella Cappella, poi ritornano: Scarpia, assai contrariato, ha fra le mani un ventaglio chiuso che agita nervosamente
fra sé

Fu grave sbaglio
quel colpo di cannone! Il mariolo
spiccato ha il volo, ma lasciò una preda...
preziosa... un ventaglio.
agitandolo in aria
Qual complice il misfatto preparò?
resta alquanto pensieroso, poi guarda attentamente il ventaglio; ad un tratto egli vi scorge uno stemma, e vivamente esclama:
La marchesa Attavanti!...
Il suo stemma!...
guarda intorno, scrutando ogni angolo della chiesa: i suoi occhi si arrestano sull'impalcato, sugli arnesi del pittore, sul quadro... e il noto viso dell'Attavanti gli appare riprodotto nel volto della santa
Il suo ritratto!
al sagrestano
Chi fe' quelle pitture?

SAGRESTANO
ancor più invaso dalla paura
Il cavalier
Cavaradossi...

SCARPIA
Lui!
uno degli sbirri che seguì Scarpia, torna dalla Cappella portando il paniere che Cavaradossi diede ad Angelotti

SAGRESTANO
vedendolo
Numi! Il paniere!

SCARPIA
seguitando le sue riflessioni
Lui! L'amante di Tosca!
Un uom sospetto!
Un volterrian!

SAGRESTANO
che avrà esaminato il paniere, con gran sorpresa esclama:
Vuoto?... Vuoto!...

SCARPIA
Che hai detto?
vede lo sbirro col paniere
Che fu?...

SAGRESTANO
prendendo il paniere
Si ritrovò nella Cappella
questo panier.

SCARPIA
Tu lo conosci?

SAGRESTANO
Certo!
è esitante e pauroso
È il cesto del pittor... ma... nondimeno...

SCARPIA
Sputa quello che sai.

SAGRESTANO
sempre più impaurito e quasi piangendo gli mostra il paniere vuoto
Io lo lasciai ripieno
di cibo prelibato...
Il pranzo del pittor!...

SCARPIA
attento, inquirente per scoprir terreno
Avrà pranzato!

SAGRESTANO
Nella Cappella?
facendo cenno di no colla mano
Non ne avea la chiave
né contava pranzar... disse egli stesso.
Onde l'avea già messo...
al riparo.
mostra dove aveva riposto il paniere e ve lo lascia
impressionato dal severo e silente contegno di Scarpia

(Libera me Domine!)

pausa

SCARPIA
(Or tutto è chiaro...
la provvista - del sacrista
d'Angelotti fu la preda!)
scorgendo Tosca che entra nervosissima
Tosca? Che non mi veda.
appena vista entrare Tosca, si è abilmente nascosto dietro la colonna ov'è la pila dell'acqua benedetta, facendo imperioso cenno di rimanere al Sagrestano; il quale, tremante, imbarazzato, si reca vicino al palco del pittore
(Per ridurre un geloso allo sbaraglio
Jago ebbe un fazzoletto... ed io un ventaglio!...)



SCENA NONA
Tosca - Scarpia - Sagrestano

TOSCA
Va dritta all'impalcato, ma non trovandovi Cavaradossi, sempre in grande agitazione va a cercarlo nella navata principale della chiesa.
Mario?! Mario?!

SAGRESTANO
che si trova ai piedi dell'impalco, avvicinandosi a Tosca
Il pittor Cavaradossi?
Chi sa dove sia?
Svanì, sgattaiolò
per sua stregoneria.
se la svigna

TOSCA
Ingannata? No!... no!...
Tradirmi egli non può!
quasi piangendo

SCARPIA
ha girato la colonna e si presenta a Tosca, sorpresa del suo subito apparire. Intinge le dita nella pila e le offre l'acqua benedetta; fuori suonano le campane che invitano alla chiesa
Tosca gentile la mano mia
la vostra aspetta, piccola manina,
non per galanteria
ma per offrirvi l'acqua benedetta.

TOSCA
tocca le dita di Scarpia e si fa il segno della croce
Grazie, signor!

SCARPIA
Un nobile
esempio è il vostro. Al cielo
piena di santo zelo
attingete dell'arte il magistero
che la fede ravviva!

TOSCA
distratta e pensosa
Bontà vostra...
cominciano ad entrare in chiesa ed a recarsi verso il fondo alcuni popolani

SCARPIA
Le pie donne son rare...
Voi calcate la scena...
con intenzione
E in chiesa ci venite per pregar...

TOSCA
sorpresa
Che intendete?...

SCARPIA
E non fate come certe sfrontate
che han di Maddalena
indica il ritratto
viso e costumi...
con intenzione marcata
e vi trescan d'amore!

TOSCA
scatta pronta
Che? D'amore? Le prove!

SCARPIA
mostrandole il ventaglio
È arnese da pittore questo?

TOSCA
lo afferra
Un ventaglio? Dove stava?

entrano alcuni contadini

SCARPIA
Là su quel palco. Qualcun venne
certo a sturbar gli amanti
ed essa nel fuggir perdé le penne!...

TOSCA
esaminando il ventaglio
La corona! Lo stemma! È l'Attavanti!
Presago sospetto!...

SCARPIA
(Ho sortito l'effetto!)

TOSCA
con grande sentimento, trattenendo a stento le lagrime, dimentica del luogo e di Scarpia
Ed io venivo a lui tutta dogliosa
per dirgli: invan stassera,
il ciel s'infosca...
l'innamorata Tosca
è prigioniera... dei regali tripudi.

entra un gruppo di pastori e ciociare

SCARPIA
(Già il veleno l'ha rosa!)
mellifluo a Tosca
O che v'offende,
dolce signora?...
Una ribelle
lagrima scende
sovra le belle
guancie e le irrora;
dolce signora,
che mai v'accora?

TOSCA
Nulla!

vari Nobili Signori accompagnano alcune donne

SCARPIA
con marcata intenzione
Darei la vita
per asciugar quel pianto.

TOSCA
non ascoltandolo
Io qui mi struggo e intanto
d'altra in braccio le mie smanie deride!

SCARPIA
(Morde il veleno!)

entrano alcuni borghesi alla spicciolata

TOSCA
con grande amarezza
Dove son? Potessi
coglierli, i traditori!
sempre più crucciosa
Oh qual sospetto!
Ai doppi amori
è la villa ricetto!
con immenso dolore
Traditor!
Oh mio bel nido insozzato di fango!
con pronta risoluzione
Vi piomberò inattesa!
rivolta al quadro, minacciosa
Tu non l'avrai stasera. Giuro!

SCARPIA
scandalizzato, quasi rimproverandola
In chiesa!

TOSCA
Dio mi perdona... Egli vede ch'io piango!
piange dirottamente; Scarpia la sorregge accompagnandola all'uscita, fingendo di rassicurarla.
Appena uscita Tosca, la chiesa poco a poco va sempre più popolandosi. La folla si raggruppa nel fondo, in attesa del Cardinale; alcuni inginocchiati pregano.


SCARPIA
dopo aver accompagnato Tosca, ritorna presso la colonna e fa un cenno: subito si presenta Spoletta
Tre sbirri... Una carrozza...
Presto!... seguila
dovunque vada!... non visto!... provvedi!

SPOLETTA
Sta bene! Il convegno?

SCARPIA
Palazzo Farnese!
Spoletta parte rapidamente con tre sbirri
con un sorriso sardonico

Va, Tosca! Nel tuo cuor s'annida Scarpia!...
È Scarpia che scioglie a volo
il falco della tua gelosia.
Quanta promessa nel tuo pronto sospetto!

Esce il corteggio che accompagna il Cardinale all'altare maggiore: i soldati svizzeri fanno far largo alla folla, che si dispone su due ali.
.Scarpia s'inchina e prega al passaggio del Cardinale.
Il Cardinale benedice la folla che reverente s'inchina.


CAPITOLO
Adjutorum nostrum in nomine Domini

FOLLA
Qui fecit coelum et terram

CAPITOLO
Sit nomen Domini benedictum

FOLLA
Et hoc nunc et usquem in saeculum.

SCARPIA
con ferocia
A doppia mira
tendo il voler, né il capo del ribelle
è la più preziosa. Ah di quegli occhi
vittoriosi veder la fiamma
con passione erotica
illanguidir con spasimo d'amor,
fra le mie braccia...
ferocemente
L'uno al capestro,
l'altra fra le mie braccia...
resta immobile guardando nel vuoto.

Tutta la folla è rivolta verso l'altare maggiore; alcuni s'inginocchiano.


FOLLA
Te Deum laudamus:
Te Dominum confitemur!

SCARPIA
riavendosi come da un sogno
Tosca, mi fai dimenticare Iddio!
s'inginocchia e prega con entusiasmo religioso

TUTTI
Te aeternum Patrem
omnis terra veneratur!

ATTO SECONDO
La camera di Scarpia al piano superiore del Palazzo Farnese.
Tavola imbandita. Un'ampia finestra verso il cortile del Palazzo. È notte.

SCENA PRIMA

SCARPIA
è seduto alla tavola e vi cena. Interrompe a tratti la cena per riflettere. Guarda l'orologio: è smanioso e pensieroso
Tosca è un buon falco!...
Certo a quest'ora
i miei segugi le due prede azzannano!
Doman sul palco
vedrà l'aurora
Angelotti e il bel Mario al laccio
pendere.
suona - entra Sciarrone
Tosca è a palazzo?...

SCIARRONE
Un ciambellan ne uscia
pur ora in traccia...

SCARPIA
accenna la finestra
Apri. - Tarda è la notte...
dal piano inferiore - ove la Regina di Napoli, Maria Carolina, dà una grande festa in onore di Melas - si ode il suonare di un'orchestra
Alla cantata ancor manca la Diva,
e strimpellan gavotte.
a Sciarrone
Tu attenderai la Tosca in sull'entrata;
le dirai ch'io l'aspetto
finita la cantata...
Sciarrone fa per andarsene
O meglio...
si alza e va a scrivere in fretta un biglietto
Le darai questo biglietto.
Sciarrone esce
torna alla tavola e mescendosi da bere dice:

Ella verrà... per amor del suo Mario!
Per amor del suo Mario... al piacer mio
s'arrenderà. Tal dei profondi amori,
è la profonda miseria. Ha più forte
sapore la conquista violenta
che il mellifluo consenso. Io di sospiri
e di lattiginose albe lunari
poco mi appago. Non so trarre accordi
di chitarra, né oroscopo di fior
sdegnosamente
né far l'occhio di pesce,
o tubar come tortora!
s'alza, ma non si allontana dalla tavola
Bramo. - La cosa bramata
perseguo, me ne sazio e via la getto...
volto a nuova esca. Dio creò diverse
beltà e vini diversi... Io vo' gustar
quanto più posso dell'opra divina!
beve

SCIARRONE
entrando
Spoletta è giunto.

SCARPIA
eccitatissimo, gridando
Entri. In buon punto!

Sciarrone esce per chiamare Spoletta, che accompagna nella sala, rimanendo poi presso la porta del fondo.



SCENA SECONDA
Scarpia - Spoletta - Sciarrone

SCARPIA
si siede e tutt'occupato a cenare, interroga intanto Spoletta senza guardarlo
O galantuomo, come andò la caccia?...

SPOLETTA
avanzandosi un poco ed impaurito
(Sant'Ignazio m'aiuta!)
Della signora seguimmo la traccia.
Giunti a un'erma villetta
tra le fratte perduta...
ella v'entrò. N'escì sola ben presto.
Allor scavalco lesto
il muro del giardin coi miei cagnotti
e piombo in casa...

SCARPIA
Quel bravo Spoletta!

SPOLETTA
esitando
Fiuto!... razzolo!... frugo!...

SCARPIA
si avvede dell'indecisione di Spoletta e si leva ritto, pallido d'ira, le ciglia corrugate
Ah! L'Angelotti?...

SPOLETTA
Non s'è trovato.

SCARPIA
furente
Ah cane! Ah traditore!
Ceffo di basilisco,
gridando
alle forche!

SPOLETTA
tremante, cerca di scongiurare la collera di Scarpia
Gesù!
timidamente
C'era il pittor...

SCARPIA
interrompendolo
Cavaradossi?

SPOLETTA
accenna di sì, ed aggiunge pronto:
Ei sa dove l'altro s'asconde...
Ogni suo gesto,
ogni accento tradìa
tal beffarda ironia,
ch'io lo trassi in arresto!

SCARPIA
con sospiro di soddisfazione
Meno male!

SPOLETTA
accenna all'anticamera
Egli è là.

Scarpia passeggia meditando: ad un tratto si arresta: dall'aperta finestra odesi la Cantata eseguita dai Cori nella sala della Regina.

TOSCA e CORO INTERNO
Sale, ascende l'uman cantico,
Varca spazi, varca cieli,
Per ignoti soli empirei,
Profetati dai Vangeli,
A te giunge o re dei re,
Questo canto voli a te.
A te quest'inno voli
Sommo Iddio della vittoria.
Dio che fosti innanzi ai secoli
Alle cantiche degli angeli
Quest'inno di gloria
Or voli a te!
Sale, ascende l'uman cantico,
Varca spazi, varca cieli,
A te giunge o re dei re.

SCARPIA
dunque Tosca è tornata - è là sotto di lui... gli balena un'idea e subito dice a Spoletta:
Introducete il Cavaliere.
Spoletta esce
a Sciarrone

A me
Roberti e il Giudice del Fisco.

Sciarrone esce. Scarpia siede di nuovo a tavola.



SCENA TERZA
Spoletta e quattro sbirri introducono Mario Cavaradossi. Poi Roberti, esecutore di Giustizia, il Giudice del Fisco con uno Scrivano e Sciarrone.

CAVARADOSSI
altero, avanzandosi con impeto
Tal violenza!...

SCARPIA
con studiata cortesia
Cavalier, vi piaccia accomodarvi...

CAVARADOSSI
Vo' saper...

SCARPIA
accennando una sedia al lato opposto della tavola
Sedete...

CAVARADOSSI
rifiutando
Aspetto.

SCARPIA
E sia!
guarda fisso Cavaradossi, prima di interrogarlo
V'è noto che un prigione...

odesi la voce di Tosca che prende parte alla Cantata

CAVARADOSSI
commosso
La sua voce!...

SCARPIA
che si era interrotto all'udire la voce di Tosca, riprende
... v'è noto che un prigione
oggi è fuggito da Castel Sant'Angelo?

CAVARADOSSI
Ignoro.

SCARPIA
Eppur, si pretende che voi
l'abbiate accolto in Sant'Andrea,
provvisto
di cibo e di vesti...

CAVARADOSSI
risoluto
Menzogna!

SCARPIA
continuando a mantenersi calmo
... e guidato
ad un vostro podere suburbano...

CAVARADOSSI
Nego. - Le prove?

SCARPIA
mellifluo
Un suddito fedele...

CAVARADOSSI
Al fatto. Chi mi accusa?
ironico
I vostri sbirri invan frugâr la villa.

SCARPIA
Segno che è ben celato.

CAVARADOSSI
Sospetti di spia!

SPOLETTA
offeso, interviene
Alle nostre ricerche egli rideva...

CAVARADOSSI
E rido ancor!

SCARPIA
terribile, alzandosi
Questo è luogo di lacrime!
minaccioso
Badate!
nervosissimo
Or basta! Rispondete!
irritato e disturbato dalle voci della Cantata va a chiudere la finestra: poi si rivolge imperioso a Cavaradossi:
Dov'è Angelotti?

CAVARADOSSI
Non lo so.

SCARPIA
Negate avergli dato cibo?

CAVARADOSSI
Nego!

SCARPIA
E vesti?

CAVARADOSSI
Nego!

SCARPIA
E asilo nella villa?
E che là sia nascosto?

CAVARADOSSI
con forza
Nego! nego!

SCARPIA
quasi paternamente, ritornando calmo
Via, Cavaliere, riflettete: saggia
non è cotesta ostinatezza vostra.
Angoscia grande, pronta confessione
eviterà! Io vi consiglio, dite:
dov'è dunque Angelotti?

CAVARADOSSI
Non lo so.

SCARPIA
Ancor,
l'ultima volta: dov'è?

CAVARADOSSI
Nol so!

SPOLETTA
(O bei tratti di corda!)



SCENA QUARTA
Tosca, entra affannosa.

SCARPIA
vedendo Tosca
(Eccola!)

TOSCA
vede Cavaradossi e corre ad abbracciarlo
Mario?! tu qui?

CAVARADOSSI
sommessamente
(Di quanto là vedesti, taci, o m'uccidi!)

Tosca accenna che ha capito.

SCARPIA
con solennità
Mario Cavaradossi,
qual testimone il Giudice vi aspetta.
a Roberti
Pria le forme ordinarie... Indi... ai miei cenni...

Fa cenno a Sciarrone di aprire l'uscio che dà alla camera della tortura. Il Giudice vi entra e gli altri lo seguono, rimanendo Tosca e Scarpia. Spoletta si ritira presso alla porta in fondo alla sala.

SCIARRONE
chiude l'uscio. Tosca fa un atto di grande sorpresa: Scarpia, studiatamente gentile, la rassicura

SCARPIA
con galanteria
Ed or fra noi da buoni amici.
Via quell'aria sgomentata...
accenna a Tosca di sedere

TOSCA
siede con calma studiata
Sgomento alcun non ho...

SCARPIA
La storia del ventaglio?
passa dietro al canapè sul quale è seduta Tosca e vi si appoggia, parlando sempre con galanteria

TOSCA
con simulata indifferenza
Fu sciocca gelosia...

SCARPIA
L'Attavanti non era dunque alla villa?

TOSCA
No: egli era solo.

SCARPIA
Solo?
indagando con malizia
Ne siete ben sicura?

TOSCA
Nulla sfugge ai gelosi. Solo! solo!
con insistenza stizzosa

SCARPIA
prende una sedia, la porta di fronte a Tosca, vi si siede e la guarda fissamente
Davver?!

TOSCA
irritata
Solo, sì!

SCARPIA
Quanto fuoco!
Par che abbiate paura di tradirvi.
rivolgendosi verso l'uscio della camera della tortura chiamando
Sciarrone, che dice il Cavalier?

SCIARRONE
apparendo sul limitare dell'uscio
Nega.

SCARPIA
a voce più alta verso l'uscio aperto
Insistiamo.

Sciarrone rientra nella camera della tortura, chiudendone l'uscio

TOSCA
ridendo
Oh, è inutil!

SCARPIA
seriissimo, si alza e passeggia
Lo vedremo, signora.

TOSCA
lentamente, con sorriso ironico
Dunque, per compiacervi, si dovrebbe
mentir?

SCARPIA
No, ma il vero potrebbe abbreviargli
un'ora assai penosa...

TOSCA
sorpresa
Un'ora penosa? Che vuol dir?
Che avviene in quella stanza?

SCARPIA
È forza che si adempia
la legge.

TOSCA
Oh! Dio!... Che avvien?!!

SCARPIA
con espressione di ferocia e con forza crescente
Legato mani e piè
il vostro amante ha un cerchio uncinato
alle tempia,
che ad ogni niego ne sprizza sangue
senza mercè!

TOSCA
balza in piedi
Non è ver, non è ver!
Sogghigno di demone...
ascolta con grande ansietà, le mani nervosamente avvinghiate alla spalliera del canapè

LA VOCE DI CAVARADOSSI
Ahimè!
gemito prolungato

TOSCA
Un gemito? Pietà, pietà!

SCARPIA
Sta in voi di salvarlo.

TOSCA
Ebben... ma cessate!

SCARPIA
va presso all'uscio
Sciarrone,
sciogliete!

SCIARRONE
si presenta sul limitare
Tutto?

SCARPIA
Tutto.
Sciarrone entra di nuovo nella camera della tortura, chiudendo
a Tosca

Ed or la vertà...

TOSCA
Ch'io lo veda!

SCARPIA
No!

TOSCA
riesce ad avvicinarsi all'uscio
Mario!

LA VOCE DI CAVARADOSSI
dolorosamente
Tosca!

TOSCA
Ti fanno male
ancor?

LA VOCE DI CAVARADOSSI
No - Coraggio! - Taci! - Sprezzo il dolor!

SCARPIA
avvicinandosi a Tosca
Orsù, Tosca, parlate.

TOSCA
rinfrancata dalle parole di Cavaradossi
Non so nulla!

SCARPIA
Non vale
quella prova? Roberti, ripigliamo...
fa per avvicinarsi all'uscio

TOSCA
si mette fra l'uscio e Scarpia, per impedire che dia l'ordine
No! Fermate!

SCARPIA
Voi parlerete?

TOSCA
No... mostro!
Lo strazi... l'uccidi!

SCARPIA
Lo strazia quel vostro
silenzio assai più.

TOSCA
Tu ridi...
all'orrida pena?

SCARPIA
con entusiasmo
Mai Tosca alla scena
più tragica fu!

TOSCA
inorridita, si allontana da Scarpia che, preso da subitaneo senso di ferocia, si rivolga a Spoletta

SCARPIA
gridando
Aprite le porte
che n'oda i lamenti!

Spoletta apre l'uscio e sta ritto sulla soglia.

LA VOCE DI CAVARADOSSI
Vi sfido!

SCARPIA
gridando a Roberti
Più forte! Più forte!

LA VOCE DI CAVARADOSSI
Vi sfido!

SCARPIA
a Tosca
Parlate...

TOSCA
Che dire?

SCARPIA
Su, via!

TOSCA
Ah! non so nulla!
disperata
dovrei mentir?

SCARPIA
insistendo
Dite dov'è Angelotti? parlate
su, via, dove celato sta?

TOSCA
No! - Ah! Più non posso! - Che orror!
Cessate il martîr! È troppo il soffrir!

LA VOCE DI CAVARADOSSI
Ahimè!

TOSCA
si rivolge ancora supplichevole a Scarpia, il quale fa cenno a Spoletta di lasciare avvicinare Tosca: questa va presso all'uscio aperto ed esterrefatta alla vista dell'orribile scena, si rivolge a Cavaradossi col massimo dolore:
Mario, consenti
ch'io parli?

LA VOCE DI CAVARADOSSI
spezzata
No, no.

TOSCA
con insistenza
Ascolta, non posso più...

LA VOCE DI CAVARADOSSI
Stolta, che sai?... che puoi dir?...

SCARPIA
irritatissimo per le parole di Cavaradossi e temendo che da queste Tosca sia ancora incoraggiata a tacere, grida terribile a Spoletta:
Ma fatelo tacere!

Spoletta entra nella camera della tortura e n'esce poco dopo, mentre Tosca, vinta dalla terribile commozione, cade prostrata sul canapè e con voce singhiozzante si rivolge a Scarpia che sta impassibile e silenzioso.

TOSCA
Che v'ho fatto in vita mia?
Son io che così torturate!...
Torturate l'anima...
scoppia in singhiozzi, mormorando:
Sì, l'anima mi torturate!

SPOLETTA
brontolando in attitudine di preghiera
Judex ergo, cum sedebit,
Quidquid latet apparebit,
Nil inultum remanebit.

Scarpia, profittando dell'accasciamento di Tosca, va presso la camera della tortura e fa cenno di ricominciare il supplizio - un grido orribile si fa udire - Tosca si alza di scatto e subito con voce soffocata dice rapidamente a Scarpia:

TOSCA
Nel pozzo... nel giardino...

SCARPIA
Là è Angelotti?...

TOSCA
soffocato
Sì.

SCARPIA
forte, verso la camera della tortura
Basta, Roberti.

SCIARRONE
che ha aperto l'uscio
E svenuto!

TOSCA
a Scarpia
Assassino!
Voglio vederlo.

SCARPIA
Portatelo qui!...

Sciarrone rientra e subito appare Cavaradossi svenuto, portato dai birri che lo depongono sul canapè. Tosca corre a lui, ma l'orrore della vista dell'amante insanguinato è così forte, ch'essa sgomentata si copre il volto per non vederlo - poi, vergognosa di questa sua debolezza, si inginocchia presso di lui, baciandolo e piangendo. Sciarrone, il Giudice, Roberti, lo Scrivano escono dal fondo, mentre, ad un cenno di Scarpia, Spoletta ed i birri si fermano.

CAVARADOSSI
riavendosi
Floria!

TOSCA
coprendolo di baci
Amore...

CAVARADOSSI
Sei tu?

TOSCA
caldamente
Quanto hai penalo
anima mia!.. Ma il giusto
Iddio lo punirà!

CAVARADOSSI
Tosca, hai parlato?

TOSCA
No, amor...

CAVARADOSSI
Davvero?...

SCARPIA
a Spoletta con autorità
Nel pozzo
del giardino. - Va, Spoletta!
Spoletta esce: Cavaradossi, che ha udito, si leva minaccioso contro Tosca; poi le forze l'abbandonano e si lascia cadere sul canapè, esclamando con rimprovero pieno di amarezza verso Tosca:

CAVARADOSSI
M'hai tradito!

TOSCA
supplichevole
Mario!

CAVARADOSSI
respingendo Tosca che si abbraccia stretta a lui
Maledetta!
Sciarrone, a un tratto, irrompe tutto affannoso

SCIARRONE
Eccellenza! quali nuove!...

SCARPIA
sorpreso
Che vuol dir quell'aria afflitta?

SCIARRONE
Un messaggio di sconfitta...

SCARPIA
Che sconfitta? Come? Dove?

SCIARRONE
A Marengo...

SCARPIA
impazientito, gridando
Tartaruga!

SCIARRONE
Bonaparte è vincitor!

SCARPIA
Melas...

SCIARRONE
No! Melas è in fuga!...
Cavaradossi, che con ansia crescente ha udito le parole di Sciarrone, trova nel proprio entusiasmo la forza di alzarsi minaccioso in faccia a Scarpia.

CAVARADOSSI
Vittoria! Vittoria!
L'alba vindice appar
che fa gli empi tremar!
Libertà sorge, crollan tirannidi!
Del sofferto martîr
me vedrai qui gioir...
Il tuo cor trema, o Scarpia, carnefice!

Tosca, disperatamente aggrappandosi a Cavaradossi, tenta, con parole interrotte, di farlo tacere.

TOSCA
Mario, taci, pietà di me!

SCARPIA
fissa cinicamente Cavaradossi
Braveggia, urla! - T'affretta
a palesarmi il fondo
dell'alma ria!
Va! - Moribondo,
il capestro t'aspetta!
ed irritato per le parole di Cavaradossi, grida ai birri:
Portatemelo via!
Sciarrone ed i birri s'impossessano di Cavaradossi e lo trascinano verso la porta - Tosca con un supremo sforzo tenta di tenersi stretta a Cavaradossi, ma invano: essa è brutalmente respinta.

TOSCA
Mario... con te...
i birri conducono via Cavaradossi; li segue Sciarrone: Tosca si avventa per seguir Cavaradossi, ma Scarpia si colloca innanzi la porta e la chiude, respingendo Tosca.

SCARPIA
Voi no!



SCENA QUINTA
Tosca - Scarpia

TOSCA
come un gemito
Salvatelo!

SCARPIA
Io?... Voi!
si avvicina alla tavola, vede la sua cena lasciata a mezzo e ritorna calmo e sorridente
La povera mia cena fu interrotta.
vede Tosca abbattuta, immobile, ancora presso la porta
Così accasciata?... Via, mia bella
signora, sedete qui. - Volete che
cerchiamo insieme il modo di salvarlo?
Tosca si scuote e lo guarda: Scarpia sorride sempre e si siede, accennando in pari tempo di sedere a Tosca
E allor... sedete... e favelliamo.
forbisce un bicchiere col tovagliolo, quindi lo guarda a traverso la luce del candelabro
E intanto
un sorso. È vin di Spagna...
riempie il bicchiere e lo porge a Tosca
Un sorso
con gentilezza
per rincorarvi.

TOSCA
siede in faccia a Scarpia, guardandolo fissamente. Appoggiando i gomiti sul tavolo, colle mani si sorregge il viso, e coll'accento del più profondo disprezzo chiede a Scarpia:
Quanto?

SCARPIA
imperturbabile, versandosi da bere
Quanto?

TOSCA
Il prezzo!...

SCARPIA
ride
Già - Mi dicon venal, ma a donna bella
insinuante e con intenzione
non mi vendo a prezzo di moneta.
Se la giurata fede
devo tradir... ne voglio altra mercede.
Quest'ora io l'attendeva!
Già mi struggea
l'amor della diva!
Ma poc'anzi ti mirai
qual non ti vidi mai!
eccitatissimo, si alza
Quel tuo pianto era lava
ai sensi miei e il tuo sguardo
che odio in me dardeggiava,
mie brame inferociva!...
Agil qual leopardo
ti avvinghiasti all'amante;
Ah! In quell'istante
t'ho giurata mia!...
Mia!
si avvicina, stendendo le braccia verso Tosca: questa, che aveva ascoltato immobile, impietrita, le lascive parole di Scarpia, s'alza di scatto e si rifugia dietro il canapè

TOSCA
Ah!

SCARPIA
quasi inseguendola
Sì, t'avrò!...

TOSCA
inorridita corre alla finestra
Piuttosto giù mi avvento!

SCARPIA
freddamente
In pegno
il Mario tuo mi resta!...

TOSCA
Ah! miserabile...
l'orribile mercato!
le balena l'idea di recarsi presso la Regina e corre verso la porta

SCARPIA
che ne indovina il pensiero, si tira in disparte
Violenza non ti farò. Sei liberai.
Va pure.
Tosca con un grido di gioia fa per uscire: Scarpia con un gesto e ridendo ironicamente la trattiene
Ma è fallace speranza... la Regina
farebbe grazia ad un cadavere!
Tosca retrocede spaventata, e fissando Scarpia si lascia cadere sul canapè: poi stacca gli occhi da Scarpia con un gesto di supremo disgusto e di odio
Come tu m'odii!
con accento convinto e con compiacenza

TOSCA
con tutto l'odio e il disprezzo
Ah! Dio!...

SCARPIA
avvicinandosele
Così ti voglio!

TOSCA
esasperata
Non toccarmi, demonio!
T'odio, t'odio, abbietto, vile!
fugge da Scarpia inorridita

SCARPIA
Che importa?!
avvicinandosele ancor più
Spasimi d'ira... spasimi d'amore!

TOSCA
Vile!

SCARPIA
cerca di afferrarla
Mia!

TOSCA
si ripara dietro la tavola
Vile!

SCARPIA
inseguendola
Mia!

TOSCA
Aiuto!
un lontano rullo di tamburi a poco a poco s'avvicina, poi si dilegua lontano

SCARPIA
fermandosi
Odi?
È il tamburo. S'avvia. Guida la scorta
ultima ai condannati. Il tempo passa!
Tosca, dopo aver ascoltato con ansia terribile, si allontana dalla finestra e si appoggia, estenuata, al canapè
Sai... quale oscura opra laggiù si
compia?
Là... si drizza un patibolo!...
Tosca fa un movimento di disperazione e di spavento
Al tuo Mario,
per tuo voler, non resta che un'ora di vita.
freddamente si appoggia ad un angolo della tavola, continuando a guardare Tosca.

Tosca affranta dal dolore si lascia cadere sul canapè.
Freddamente Scarpia va ad appoggiarsi ad un angolo della tavola, si versa del caffè e lo assorbe mentre continua a guardare Tosca.


TOSCA
nel massimo dolore
Vissi d'arte, vissi d'amore,
non feci mai male ad anima viva!...
Con man furtiva
quante miserie conobbi, aiutai...
Sempre con fe' sincera,
la mia preghiera
ai santi tabernacoli salì.
Sempre con fe' sincera
diedi fiori agli altar.
alzandosi
Nell'ora del dolore
perché, perché Signore,
perché me ne rimuneri così?
Diedi gioielli
della Madonna al manto,
e diedi il canto
agli astri, al ciel, che ne ridean più belli.
Nell'ora del dolore,
perché, perché Signore,
perché me ne rimuneri così?
singhiozzando

SCARPIA
avvicinandosi di nuovo a Tosca
Risolvi!

TOSCA
Mi vuoi supplice ai tuoi piedi!
inginocchiandosi innanzi a Scarpia
Vedi,
singhiozza
le man giunte io stendo a te!
alzando le mani giunte
Ecco... vedi...
con accento disperato
e mercè d'un tuo detto,
vinta, aspetto...
avvilita

SCARPIA
Sei troppo bella, Tosca, e troppo
amante.
Cedo. - A misero prezzo
tu, a me una vita, io, a te chieggo un istante!

TOSCA
alzandosi, con un senso di gran disprezzo
Va! - Va! - Mi fai ribrezzo!
bussano alla porta

SCARPIA
Chi è là?

SPOLETTA
entrando tutto frettoloso e trafelato
Eccellenza, l'Angelotti al nostro
giungere si uccise.

SCARPIA
Ebbene, lo si appenda
morto alle forche! E l'altro prigionier?

SPOLETTA
Il Cavalier Cavaradossi?
È tutto pronto, Eccellenza!

TOSCA
(Dio m'assisti!)

SCARPIA
a Spoletta
Aspetta.
piano a Tosca
Ebbene?
Tosca accenna di sì col capo e dalla vergogna piangendo affonda la testa fra i cuscini del canapè.
a Spoletta

Odi...

TOSCA
interrompendo subito Scarpia
Ma libero all'istante lo voglio!

SCARPIA
a Tosca
Occorre simular. Non posso
far grazia aperta. Bisogna che tutti
abbian per morto il cavalier.
accenna a Spoletta
Quest'uomo fido provvederà.

TOSCA
Chi mi assicura?

SCARPIA
L'ordin ch'io gli darò voi qui presente.
a Spoletta
Spoletta: chiudi.
Spoletta frettolosamente chiude la porta, poi ritorna presso Scarpia
Ho mutato d'avviso...
Il prigionier sia fucilato.
Tosca scatta atterrita
Attendi...
fissa con intenzione Spoletta che accenna replicatamente col capo di indovinare il pensiero di Scarpia
Come facemmo col Conte Palmieri...

SPOLETTA
Un'uccisione...

SCARPIA
... simulata!... Come
avvenne del Palmieri!
Hai ben compreso?

SPOLETTA
Ho ben compreso.

SCARPIA
Va.

TOSCA
che ha ascoltato avidamente, interviene
Voglio avvertirlo io stessa.

SCARPIA
E sia.
a Spoletta, indicando Tosca
Le darai passo. Bada:
all'ora quarta...
marcando intenzionalmente

SPOLETTA
con intenzione
Sì. Come Palmieri...
esce

Scarpia, ritto presso la porta, ascolta Spoletta allontanarsi, poi trasformato nel viso e nei gesti si avvicina con grande passione a Tosca.


SCARPIA
Io tenni la promessa...

TOSCA
arrestandolo
Non ancora.
Voglio un salvacondotto onde fuggir
dallo Stato con lui.

SCARPIA
con galanteria
Partir dunque volete?

TOSCA
con accento convinto
Sì, per sempre!

SCARPIA
Si adempia il voler vostro.
va allo scrittoio; si mette a scrivere, interrompendosi per domandare a Tosca:
E qual via scegliete?

Mentre Scarpia scrive, Tosca si è avvicinata alla tavola e con la mano tremante prende il bicchiere di vino di Spagna versato da Scarpia, ma nel portare il bicchiere alle labbra, scorge sulla tavola un coltello affilato ed a punta; dà un'occhiata a Scarpia che in quel momento è occupato a scrivere - e con infinite precauzioni cerca d'impossessarsi del coltello, rispondendo alle domande di Scarpia ch'essa sorveglia attentamente.

TOSCA
La più breve!

SCARPIA
Civitavecchia?

TOSCA
Sì.
Finalmente ha potuto prendere il coltello, che dissimula dietro di sé appoggiandosi alla tavola e sempre sorvegliando Scarpia. Questi ha finito di scrivere il salvacondotto, vi mette il sigillo, ripiega il foglio: quindi aprendo le braccia si avvicina a Tosca per avvincerla a sé.

SCARPIA
Tosca, finalmente mia!...
ma l'accento voluttuoso si cambia in un grido terribile - Tosca lo ha colpito in pieno petto
gridando

Maledetta!

TOSCA
gridando
Questo è il bacio di Tosca!

SCARPIA
con voce strozza
Aiuto! muoio!
Scarpia stende il braccio verso Tosca avvicinandosi barcollante in atto di aiuto. Tosca lo sfugge ma ad un tratto si trova presa fra Scarpia e la tavola e, vedendo che sta per essere toccata da lui, lo respinge inorridita. Scarpia cade
Soccorso! Muoio!

TOSCA
con odio a Scarpia
Ti soffoca il sangue?
Scarpia si dibatte inutilmente e cerca di rialzarsi, aggrappandosi al canapè
E ucciso da una donna!
M'hai assai torturata!...
Odi tu ancora? Parla!... Guardami!...
Son Tosca!... O Scarpia!

SCARPIA
fa un ultimo sforzo, poi cade riverso
soffocato

Soccorso, aiuto!
rantolando
Muoio!

TOSCA
piegandosi sul viso di Scarpia
Muori dannato! Muori, Muori!
Scarpia rimane rigido
È morto! Or gli perdono!
senza togliere lo sguardo dal cadavere di Scarpia, va al tavolo, prende una bottiglia d'acqua e inzuppando un tovagliolo si lava le dita, poi si ravvia i capelli guardandosi allo specchio e Quindi cerca il salvacondotto sullo scrittoio; non trovandolo. Si sovviene del salvacondotto... lo cerca sullo scrittoio, ma non lo trova; lo cerca ancora, finalmente vede il salvacondotto nella mano raggrinzita di Scarpia. Solleva il braccio di Scarpia, che poi lascia cadere inerte, dopo aver tolto il salvacondotto che nasconde in petto.
E avanti a lui tremava tutta Roma!
si avvia per uscire, ma si pente, va a prendere le due candele che sono sulla mensola a sinistra e le accende al candelabro sulla tavola spegnendo poi questo. Colloca una candela accesa a destra della testa di Scarpia. Mette l'altra candela a sinistra . Cerca di nuovo intorno e vedendo un crocefisso va a staccarlo dalla parete e portandolo religiosamente si inginocchia per posarlo sul petto di Scarpia. Si alza e con grande precauzione esce, richiudendo dietro a sé la porta.

ATTO TERZO
La piattaforma di Castel Sant'Angelo.

SCENA PRIMA
A sinistra, una casamatta: vi è collocata una tavola, sulla quale stanno una lampada, un grosso registro e l'occorrente per scrivere: una panca, una sedia. Su di una parete della casamatta un crocifisso: davanti a questo è appesa una lampada. A destra, L'apertura di una piccola scala per la quale si ascende alla piattaforma. Nel fondo il Vaticano e San Pietro.

Notte - Cielo sereno, scintillante di stelle.
Si odono, lontane, le campanelle d'un armento: di mano in mano vanno sempre più affievolendosi.


LA VOCE DI UN PASTORE
Io de' sospiri.
Ve ne rimanno tanti
Pe' quante foje
Ne smoveno li venti.

Tu me disprezzi.
Io me ci accoro,
Lampene d'oro
Me fai morir!

La luce incerta e grigia che precede l'alba: le campane delle chiese suonano mattutino.
Un Carceriere con una lanterna sale dalla scala, va alla casamatta e vi accende la lampada sospesa davanti al crocifisso, poi quella sulla tavola. Poi va in fondo alla piattaforma e guarda giù nel cortile sottostante per vedere se giunge il picchetto dei soldati, col condannato. Si incontra con una sentinella che percorre tutt'all'intorno la piattaforma e scambiate colla stessa alcune parole, ritorna alla casamatta, siede ed aspetta mezzo assonnato. Più tardi un picchetto, comandato da un Sergente di guardia, sale sulla piattaforma accompagnando Cavaradossi: il picchetto si arresta e il Sergente conduce Cavaradossi nella casamatta, consegnando un foglio al Carceriere. - Il Carceriere esamina il foglio, apre il registro e vi scrive mentre interroga:




SCENA SECONDA
Il Carceriere - Cavaradossi - un Sergente - Soldati

CARCERIERE
Mario Cavaradossi?
Cavaradossi china il capo, assentendo. Il Carceriere porge la penna al Sergente
A voi.
Il Sergente firma il registro, poi parte coi soldati, scendendo per la scala
Vi resta un'ora...
Un sacerdote i vostri cenni attende.

CAVARADOSSI
No! Ma un'ultima grazia
io vi richiedo...

CARCERIERE
Se posso...

CAVARADOSSI
Io lascio al mondo
una persona cara. Consentite
ch'io le scriva un sol motto.
togliendosi dal dito un anello
Unico resto di mia ricchezza è
questo anel!...
Se promettete di consegnarle il mio
ultimo addio,
esso è vostro...

CARCERIERE
tituba un poco, poi accetta e facendo cenno a Cavaradossi di sedere alla tavola, va a sedere sulla panca
Scrivete...

CAVARADOSSI
rimane alquanto pensieroso, quindi si mette a scrivere... ma dopo tracciate alcune linee è invaso dalle rimembranze, e si arresta dallo scrivere
pensando

E lucevan le stelle...
ed olezzava la terra...
stridea l'uscio dell'orto...
e un passo sfiorava la rena...
Entrava ella, fragrante,
mi cadea fra le braccia...
Oh! dolci baci, o languide carezze,
mentr'io fremente
le belle forme disciogliea dai veli!
Svanì per sempre il sogno mio d'amore...
L'ora è fuggita...
E muoio disperato!
E non ho amato mai tanto la vita!...
scoppia in singhiozzi, coprendosi il volto colle mani

Dalla scala viene Spoletta, accompagnato dal Sergente e seguito da Tosca: il Sergente porta una lanterna - Spoletta accenna a Tosca ove trovasi Cavaradossi, poi chiama a sé il Carceriere: con questi e col Sergente ridiscende, non senza aver prima dato ad una sentinella, che sta in fondo, l'ordine di sorvegliare il prigioniero.




SCENA TERZA
Tosca - Cavaradossi

Tosca che in questo frattempo è rimasta agitatissima, vede Cavaradossi che piange: si slancia presso a lui, e non potendo parlare per la grande emozione gli solleva con le due mani la testa, presentandogli in pari tempo il salvacondotto: Cavaradossi, alla vista di Tosca, balza in piedi sorpreso, legge il foglio che gli presenta Tosca.


CAVARADOSSI
legge
Franchigia a Floria Tosca...
... e al cavaliere che l'accompagna.

TOSCA
leggendo insieme a lui con voce affannosa e convulsa
... e al cavaliere che l'accompagna.
a Cavaradossi con un grido d'esultanza
Sei libero!

CAVARADOSSI
guarda il foglio; ne vede la firma
guardando Tosca con intenzione

Scarpia!...
Scarpia che cede? La prima
sua grazia è questa...

TOSCA
E l'ultima!
riprende il salvacondotto e lo ripone in una borsa

CAVARADOSSI
Che dici?

TOSCA
scattando
Il tuo sangue o il mio amore
volea... Fur vani scongiuri e pianti.
Invan, pazza d'orror,
alla Madonna mi volsi e ai Santi...
L'empio mostro dicea: già nei
cieli il patibol le braccia leva!
Rullavano i tamburi...
Rideva, l'empio mostro... rideva...
già la sua preda pronto a ghermir!
"Sei mia!" - Sì. - Alla sua brama
mi promisi. Lì presso
luccicava una lama...
Ei scrisse il foglio liberator,
venne all'orrendo amplesso...
Io quella lama gli piantai nel cor.

CAVARADOSSI
Tu!?... di tua man l'uccidesti? - tu pia,
tu benigna, - e per me!

TOSCA
N'ebbi le man
tutte lorde di sangue!

CAVARADOSSI
prendendo amorosamente fra le sue le mani di Tosca
O dolci mani mansuete e pure,
o mani elette a bell'opre e pietose,
a carezzar fanciulli, a coglier rose,
a pregar, giunte, per le sventure,
dunque in voi, fatte dall'amor secure,
giustizia le sue sacre armi depose?
Voi deste morte, o man vittoriose,
o dolci mani mansuete e pure!...

TOSCA
svincolando le mani
Senti... l'ora è vicina; io già raccolsi
mostrando la borsa
oro e gioielli... una vettura è pronta.
Ma prima... ridi amor... prima sarai
fucilato - per finta - ad armi scariche...
Simulato supplizio. Al colpo... cadi.
I soldati sen vanno... - e noi siam salvi!
Poscia a Civitavecchia... una tartana...
e via pel mar!

CAVARADOSSI
Liberi!

TOSCA
Chi si duole
in terra più? Senti effluvi di rose?!...
Non ti par che le cose
aspettan tutte innamorate il sole?...

CAVARADOSSI
colla più tenera commozione
Amaro sol per te m'era morire,
da te la vita prende ogni splendore,
all'esser mio la gioia ed il desire
nascon di te, come di fiamma ardore.
Io folgorare i cieli e scolorire
vedrò nell'occhio tuo rivelatore,
e la beltà delle cose più mire
avrà sol da te voce e colore.

TOSCA
Amor che seppe a te vita serbare,
ci sarà guida in terra, e in mar
nocchier...
e vago farà il mondo riguardare.
Finché congiunti alle celesti sfere
dileguerem, siccome alte sul mare
a sol cadente,
fissando come in una visione
nuvole leggere!...
rimangono commossi, silenziosi: poi Tosca, chiamata dalla realtà delle cose, si guarda attorno inquieta
E non giungono...
si volge a Cavaradossi con premurosa tenerezza
Bada!... al colpo egli è mestiere
che tu subito cada...

CAVARADOSSI
triste
Non temere
che cadrò sul momento - e al naturale.

TOSCA
insistendo
Ma stammi attento - di non farti male!
Con scenica scienza
io saprei la movenza...

CAVARADOSSI
la interrompe, attirandola a sé
Parlami ancora come dianzi parlavi,
è così dolce il suon della tua voce!

TOSCA
si abbandona quasi estasiata, quindi poco a poco accalorandosi
Uniti ed esulanti
diffonderem pel mondo i nostri amori,
armonie di colori...

CAVARADOSSI
esaltandosi
Armonie di canti diffonderem!

TOSCA e CAVARADOSSI
con grande entusiasmo
Trionfal, di nova speme
l'anima freme in celestial
crescente ardor.
Ed in armonico vol
già l'anima va
all'estasi d'amor.

TOSCA
Gli occhi ti chiuderò con mille baci
e mille ti dirò nomi d'amor.



SCENA ULTIMA
Frattanto dalla scaletta è salito un drappello di soldati: lo comanda un Ufficiale, il quale schiera i soldati nel fondo: seguono Spoletta, il Sergente, il Carceriere. - Spoletta dà le necessarie istruzioni. Il cielo si fa più luminoso; è l'alba: suonano le 4 del mattino.
Il Carceriere si avvicina a Cavaradossi e togliendosi il berretto gli indica l'Ufficiale.


CARCERIERE
L'ora!

CAVARADOSSI
Son pronto.

Il carceriere prende il registro dei condannati e scende per la scaletta.

TOSCA
a Cavaradossi, con voce bassissima e ridendo di soppiatto
Tieni a mente... al primo colpo... giù...

CAVARADOSSI
sottovoce, ridendo esso pure
Giù.

TOSCA
Non rialzarti innanzi
ch'io ti chiami.

CAVARADOSSI
No, amore!

TOSCA
E cadi bene.

CAVARADOSSI
sorridendo
Come la Tosca in teatro.

TOSCA
vedendo sorridere Cavaradossi
Non ridere...

CAVARADOSSI
serio
Così?

TOSCA
Così.

Cavaradossi segue l' Ufficiale dopo aver salutato Tosca, la quale si colloca a sinistra, nella casamatta, in modo però da poter spiare quanto succede sulla piattaforma. Essa vede l'Ufficiale ed il Sergente che conducono Cavaradossi presso il muro di faccia a lei; il Sergente vuol porre la benda agli occhi di Cavaradossi: questi, sorridendo, rifiuta. - Tali lugubri preparativi stancano la pazienza di Tosca.

TOSCA
Com'è lunga l'attesa!
Perché indugiano ancor?... Già sorge il sole...
Perché indugiano ancora?... è una commedia,
lo so... ma questa angoscia eterna pare!...
l' Ufficiale e il Sergente dispongono il plotone dei soldati, impartendo gli ordini relativi
Ecco!... Apprestano l'armi...
Com'è bello il mio Mario!
vedendo l'Ufficiale che sta per abbassare la sciabola, si porta le mani agli orecchi per non udire la detonazione; poi fa cenno con la testa a Cavaradossi di cadere, dicendo:
Là! Muori!
vedendolo a terra gli invia colle mani un bacio
Ecco un artista!
Il Sergente si avvicina al caduto e lo osserva attentamente: Spoletta pure si è avvicinato; allontana il Sergente impedendogli di dare il colpo di grazia, quindi copre Cavaradossi con un mantello. L'Ufficiale allinea i soldati: il Sergente ritira la sentinella che sta in fondo, poi tutti, preceduti da Spoletta, scendono la scala. Tosca è agitatissima: essa sorveglia questi movimenti temendo che Cavaradossi, per impazienza, si muova o parli prima del momento opportuno.
a voce repressa verso Cavaradossi

O Mario, non ti muovere...
S'avviano... taci! Vanno... scendono.
vista deserta la piattaforma, va ad ascoltare presso l'imbocco della scaletta: vi si arresta trepidante, affannosa, parendole ad un tratto che i soldati anziché allontanarsi, ritornino sulla piattaforma - di nuovo si rivolge a Cavaradossi con voce bassa
Ancora non ti muovere...
ascolta - si sono tutti allontanati, va al prospetto e cautamente sporgendosi, osserva di sotto - corre verso Cavaradossi
Mario, su presto!
Andiamo!... Su!...
si china per aiutare Cavaradossi a rialzarsi: a un tratto dà un grido soffocato di terrore, di sorpresa e si guarda le mani colle quali ha sollevato il mantello
Ah!
si inginocchia, toglie rapidamente il mantello e balza in piedi livida, atterrita
Morto! Morto!
con incomposte parole, con sospiri, singhiozzi si butta sul corpo di Cavaradossi, quasi non credendo all'orribil destino
O Mario... morto... tu.. così... Finire
così!! Così?... povera Floria tua!
intanto dal cortile al disotto del parapetto e su dalla piccola scala arrivano prima confuse, poi sempre più vicine le voci di Sciarrone, di Spoletta e di alcuni soldati.

VOCI CONFUSE
Ah!...

LA VOCE DI SCIARRONE
vi dico pugnalato!

VOCI CONFUSE
Scarpia?

LA VOCE DI SCIARRONE
Scarpia.

LA VOCE DI SPOLETTA
La donna è Tosca!

VARIE VOCI
più vicine
Che non sfugga!

LA VOCE DI SPOLETTA e SCIARRONE
più vicine
Attenti
agli sbocchi delle scale!

Spoletta apparisce dalla scala, mentre Sciarrone dietro a lui gli grida additando Tosca:

SCIARRONE
È lei!

SPOLETTA
gettandosi su Tosca
Ah! Tosca, pagherai
ben cara la sua vita!...

Tosca balza in piedi e invece di sfuggire Spoletta, lo respinge violentemente, rispondendogli:

TOSCA
Colla mia!
all'urto inaspettato Spoletta dà addietro e Tosca rapida gli sfugge, passa avanti a Sciarrone ancora sulla scala e correndo al parapetto si getta nel vuoto gridando:
O Scarpia, avanti a Dio!
Sciarrone ed alcuni soldati, saliti confusamente, corrono al parapetto e guardano giù. Spoletta rimane esterrefatto, allibito.

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