Don Giovanni

Don Giovanni

Libretto

Lorenzo da Ponte

Premiere

29 October 1787, Prague (Gräflich Nostitzsches Nationaltheatr)

Cast

DON GIOVANNI (baritone)
IL COMMENDATORE (bass)
DONNA ANNA (soprano)
DON OTTAVIO (tenor)
DONNA ELVIRA (sopran)
LEPORELLO (bass)
ZERLINA (soprano)
MASETTO (bass)

CHORUS
peasants, servants

Place

Time

17th century

Mozart, Wolfgang Amadeus

Mozart, (Johann Chrysostomus) Wolfgang (Theophilus [Gottlieb]) Amadeus
27.1.1756 Salzburg - 5.12.1791 Wien


Works for stage
with date/place of first performance:

Apollo et Hyacinthus (13.5.1767 Salzburg)
La finta semplice (1.5.1769 Salzburg)
Bastien und Bastienne (?9/10.1768 Wien)
Mitridate, rè di Ponto (26.12.1770 Milano)
Ascanio in Alba (17.10.1771 Milano)
Il sogno di Scipione (?1.5.1772 Salzburg)
Lucio Silla (26.12.1772 Milano)
La finta giardiniera (13.1.1775 München)
Il rè pastore (23.4.1775 Salzburg)
Semiramis (?11.1778 Mannheim) [?] [lost]
Zaide (1779 inc; 27.1.1866 Frankfurt)
Idomeneo, rè di Creta (29.1.1781 München)
Die Entführung aus dem Serail (16.7.1782 Wien)
L'oca del Cairo (1784 inc; 4.1860 Frankfurt)
Lo sposo deluso (1784 inc)
Der Schauspieldirektor (7.2.1786 Wien)
Le nozze di Figaro (1.5.1786 Wien)
Il dissoluto punito, ossia Il Don Giovanni (29.10.1787 Praha)
Così fan tutte, ossia La scuola degli amanti (26.1.1790 Wien)
Die Zauberflöte (30.9.1791 Wien)
La clemenza di Tito (6.9.1791 Praha)
inc = incomplete



Don Giovanni oder Der bestrafte Bösewicht


ERSTER AKT
Missmutig hält Leporello Wache vor dem Haus des Komturs (--> Notte e giorno faticar), in das sich Don Giovanni eingeschlichen hat, um Donna Anna zu verführen. Plötzlich stürzt Don Giovanni aus dem Palast, von der um Hilfe rufenden Donna Anna verfolgt. Ihr Vater, der Komtur, eilt herbei, stellt den vermummten Frevler und wird von ihm im Zweikampf erstochen. Don Giovanni und Leporello fliehen. Donna Anna und ihr Verlobter, Don Octavio schwören, nachdem sie den Toten gefunden haben, Rache.
Don Giovanni ist wieder auf Abenteuer aus und beobachtet mit Leporello die Ankunft einer Dame aus Burgos (--> Ah, chi mi dice mai). Es stellt sich heraus, dass es sich um Donna Elvira, eine von Don Giovanni verlassene Geliebte handelt. Schleunigst eilt der Edelmann davon und überlässt es Leporello, Elvira zu trösten (--> Madamina, il catalogo è questo).
Don Giovanni trifft auf eine Hochzeitsgesellschaft (--> Giovinette che fate all amore) und da ihm die Braut, Zerlina, gefällt, lädt er alle auf sein Schloss ein. Verständlich, dass der Bräutigam, Masetto, nur widerwillig mitgeht (--> Ho capito, signor, si). Mit einem Heiratsversprechen will Don Giovanni Zerlina gefügig machen (--> Là ci darem la mano). Als der Verführer schon glaubt, bei dem Mädchen am Ziel zu sein, tritt unvermutet Donna Elvira dazwischen und nimmt Zerlina rasch mit sich (--> Ah, fuggi il traditor). Unterdessen kommen Donna Anna und Don Octavio, die nach dem Mörder des Komturs suchen. Don Giovanni verspricht ihnen zu helfen, wird aber von Donna Elvira gestört, die vor ihm warnt (--> Non ti fidar, o misera). Don Giovanni behauptet, sie sei von Sinnen. Er läuft der entrüstet davongehenden Donna Elvira nach, nicht ohne vorher auch die drei in sein Schloss eingeladen zu haben. Donna Anna hat an den Worten und der Stimme den Mörder ihres Vaters erkannt und fordert ihren Verlobten auf, bei der Bestrafung des Übeltäters zu helfen (--> Or sai, chi l'onore). Ottavio ist bereit, alles für sie zu tun (--> Dalla sua pace).
Leporello meldet seinem Herrn, dass er die ganze Hochzeitsgesellschaft eingeladen hat. Don Giovanni ist entzückt, viele junge und schöne Mädchen zu sehen (--> Fin ch'han dal vino).
Zerlina versöhnt sich im Schlosspark mit dem eifersüchtigen Masetto (--> Batti, batti, o bel Masetto). Während des Tanzes im Schloss macht Don Giovanni fast nur Zerlina den Hof und entführt sie in ein Nebenzimmer. Plötzlich hört man Zerlina um Hilfe rufen. Die Tür wird aufgebrochen. Don Giovanni beschuldigt Leporello, Zerlina verführt zu haben, doch man glaubt ihm nicht. Drei Gäste in Masken, Donna Elvira, Donna Anna und Don Ottavio geben sich zu erkennen und drohen Don Giovanni das nahe Ende an (--> Trema, trema, o scellerato!), worauf der Gastgeber, von Leporello gedeckt, schnell davongeht.

ZWEITER AKT
Don Giovanni kann Leporello, der von dem gefahrenreichen Leben an der Seite seines Herrn genug hat, mit einem Beutel Gold zum Bleiben überreden (--> Eh via, buffone). Er tauscht mit ihm Hut und Mantel, um sich unerkannt Elviras Zofe nähern zu können. Leporello muss seine Stelle einnehmen und entfernt sich mit der aus dem Haus kommenden Donna Elvira. Don Giovanni bringt dem Kammermädchen ein Ständchen (--> Deh! vieni alla finestra). Dabei wird er von Masetto gestört, der mit bewaffneten Bauern anrückt, um sich an Don Giovanni zu rächen. Dieser, in Leporellos Hut und Mantel, kann Masetto täuschen und schickt die Bauern auf eine falsche Fährte. Dem allein zurückbleibenden Masetto nimmt Don Giovanni die Waffen ab und verprügelt ihn. Zerlina findet ihren um Hilfe rufenden Bräutigam und tröstet ihn (--> Vedrai carino).
Donna Elvira ist unterdessen mit dem vermeintlichen Don Giovanni in die Nähe des Hauses von Donna Anna gekommen, aus dem jetzt Don Ottavio, Donna Anna und Masetto, mit Fackeln in den Händen, heraustreten. Als sie den wie Don Giovanni gekleideten Leporello sehen, stürzen sie sich auf ihn, merken aber bald ihren Irrtum. Leporello bittet um Gnade und versteht es geschickt, zu entweichen. Don Ottavio will seine Suche nach dem Übeltäter fortsetzen und bittet seine Freunde, unterdessen Donna Anna beizustehen (--> Il mio tesoro). Donna Elvira schwankt in ihren Gefühlen für Don Giovanni zwischen Mitleid und Rache (--> Mi tradì).
Auf dem Friedhof treffen sich Don Giovanni und Leporello wieder. Mäntel und Hüte werden erneut getauscht. Während Don Giovanni von seinem letzten Abenteuer erzählt, ertönt plötzlich eine Stimme, die zur Ruhe mahnt. Don Giovanni erkennt den Komtur und lädt ihn zum Entsetzen Leporellos für diesen Abend in sein Schloss ein (--> O statua gentilissima).
Ottavio bittet Donna Anna in aller Ergebenheit, sie durch die Verbindung mit ihm trösten zu dürfen, aber sie sie kann sich zu diesem Schritt noch nicht entschliessen (--> Non mi dir).
Don Giovanni speist fröhlich zu Abend: Musikanten spielen auf, Leporello bedient ihn. Donna Elvira besucht den ehemaligen Geliebten und bittet ihn, sein Leben zu ändern, doch Don Giovanni spottet nur. Als sich die Verschmähte zum Gehen wendet, prallt sie an der Tür erschreckt zurück und stürzt davon. Don Giovanni schickt Leporello hinaus, der zitternd zurückkommt und meldet, dass das Standbild des Komturs draussen steht. Der Komtur betritt den Saal; Leporello versteckt sich unter dem Tisch. Der Komtur mahnt Don Giovanni, sein bisheriges Leben zu ändern und zu bereuen. Don Giovanni aber bleibt unbeeindruckt und denkt nicht daran, von seinen alten Gewohnheiten zu lassen. Er reicht dem Standbild furchtlos die Hand und schwört, seinen liebgewonnenen Grundsätzen treu zu bleiben. Der Komtur versinkt in die Erde. Ein feuriger Abgrund öffnet sich, in den Don Giovanni hinuntergerissen wird. Seine Opfer und Gegenspieler verkünden die Moral - «Also stirbt, wer Böses tat» - und ziehen ihre eigenen Konsequenzen: Donna Anna bittet Don Ottavio erstaunlicherweise um ein weiteres Jahr Geduld, Donna Elvira geht ins Kloster, Zerlina mit Masetto nach Hause zum Essen und Leporello ins Wirsthaus, um sich einen neuen Herrn zu suchen.
--> Highlights
ACT I
Leporello waits outside a house where his master, Don Giovanni, is forcing himself upon Donna Anna. She cries for help and her father, the Commendatore, runs to her assistance.
In the ensuing fight Don Giovanni kills the Commendatore. Donna Anna and her betrothed, Don Ottavio, vow revenge.
Donna Elvira, recently jilted by Don Giovanni, arrives in search of the Don; he makes good his escape by leaving Leporello to read out his "book of conquests", in which the names of the Don's 2065 lovers are recorded.
Don Giovanni comes across a peasant wedding and promptly begins to charm the bride, Zerlina, but Elvira arrives and alerts her to the Don's intentions.
Donna Anna and Don Ottavio then arrive, and as the Don takes his leave of them, Anna identifies him as the man who had tried to rape her.
At a party hold by Don Giovanni, Zerlina reassures her lover Masetto of her affections, but she begins to weaken in the Don's presence.
Wearing masks, Anna, Elvira and Ottavio arrive at the ball, which is interrupted by Zerlina's scream. She stumbles onto the stage, the Don attempts to blame Leporello for the attack, and Anna, Elvira and Ottavio unmask themselves to publicly denounce the Don.

ACT II
Don Giovanni exchanges his costume with Leporello and serenades Elvira's maid as soon as Elvira has left with Leporello, believing him to be the remorseful Don.
Masetto arrives with a gang of men who are intent on punishing the Don. The Don, pretending to be Leporello, tells Masetto how to find the murderer, then beats Masetto half to death.
The Don and his servant meet in a graveyard, where the statue of the Commendatore addresses them; Don flippantly invites him to supper.
The statue duly arrives and demands the Don's repentance. Unbending, Don Giovanni is finally dragged screaming into hell.
Elvira, Ottavio, Anna and Leporello address the audience with the moral: "Evildoers always come to an evil end."
--> Highlights
ACTE I
Leporello est en faction («Notte e giorno») tandis que son maître Don Giovanni achève la conquête de Donna Anna, qui sort à la poursuite de son séducteur qu'elle voudrait démasquer. Elle s'enfuit à l'arrivée de son père, le Commandeur, qui provoque l'agresseur. Don Giovanni le transperce de son épée et s'éloigne avec son valet. Donna Anna, accompagnée de son fiance Don Ottavio, implore vengeance; Ottavio en fait serment, sans conviction.
Don Giovanni est intrigué par une femme masquée qui cherche aussi vengeance («Ah chi mi dice mai»), mais il reconnaît en elle Donna Elvira dont il a également abusé par un prétendu mariage. Il s'esquive, laissant le soin à Leporello d'expliquer à Elvira la nature véritable de son maître (air du catalogue «Madamina»).
Arrive une noce villageoise, celle de Zerlina et Masetto. Don Giovanni éloigne Masetto, qui renâcle («Ho capito»), et parvient aisément à conquérir Zerlina (duo: «Là ci darem la mano»). Elvira s'interpose, et Don Giovanni s'éclipse, la laissant à sa fureur («Ah, fuggi il traditor»), cependant qu'il retrouve Ottavio et Anna, toujours en quête du meurtrier.
Elvira met ces derniers en garde (quatuor «Non ti fidar»), cependant qu'aux tendres accents du séducteur, Donna Anna reconnaît en lui Don Giovanni, celui qu'elle recherche. Elle révèle à Ottavio les circonstances du meurtre («Don Ottavio, son morta»), puis remet à nouveau entre ses mains le soin de la venger («Or sai chi l'onore») Peu convaincu, Ottavio soupire son amour («Dalla sua pace»).
Don Giovanni donne un bal, et escompte quelques victoires nouvelles à la faveur de l'orgie collective («Fin ch 'han dal vino»), cependant que Zerlina tente d'endormir la méfiance de Masetto («Batti, batti»). Elvira, Anna et Ottavio se présentent, masqués, et chantent («trio des masques») leur désir d'apaisement et de «justice». La cour que poursuit Don Giovanni auprès de Zerlina le confond devant tous; bravant les menaces de l'assistance («Tutto, tutto già si sa»), il brandit l'épée et se fraye un passage.

ACTE II
Afin de séduire la camériste d'Elvira, Don Giovanni échange ses vêtements avec Leporello. Elvira paraissant au balcon, Don Giovanni feint de la courtiser (trio «Ah, taci ingiusto core»), et la livre à Leporello avant d'entonner sa sérénade («Deh vieni»), puis, toujours sous les habits de son valet, d'égarer sur de fausses pistes les paysans amis de Masetto qui le poursuivent («Metà di voi») et de bastonner Masetto lui-même, que Zerlina console tendrement («Vedrai, carino»).
Leporello, qui, entouré par les paysans, risque sa vie sous le costume de son maître, révèle à tous l'imposture («Ah! Pietà signori miei!»).
Ottavio, cette fois convaincu, s'en va quérir - assez comiquement - la justice («Il mio tesoro»), cependant qu'Elvira implore le ciel en faveur du traître («In qual eccessi... Mi tradi»).
Ayant chacun échappé à ses poursuivants, Don Giovanni et Leporello se retrouvent au cimetière: la voix de la statue funéraire du Commandeur arrête le rire blasphématoire du «Dissolu», qui ne craint pas d'inviter à dîner la statue de sa victime.
Anna repousse à nouveau l'échéance de son union avec Ottavio («Non mi dir»).
C'est alors le banquet chez Don Giovanni. L'orchestre de scène fait entendre des airs à la mode (extraits de «Cosa rara» de Martin y Soler, I «Due Litiganti» de Sarti, et le «Non più andrai» des «Noces de Figaro»). Elvira vient implorer Don Giovanni de changer de vie; mais la statue du Commandeur fait son entrée: Don Giovanni lui fait face courageusement. Le spectre invite son hôte à le suivre dans le monde des morts, ce que Don Giovanni accepte, et lui enjoint de se repentir, ce que Don Giovanni refuse avec un héroïque mépris. Le Commandeur l'entraîne alors dans les abîmes.
Dans le finale, tous les autres personnages de l'action se retrouvent, comme sans raison d'être après la disparition de Don Giovanni. L'oeuvre se termine sur une fugue.
ATTO PRIMO
È notte, nel giardino antistante la casa di Donna Anna. Leporello passeggia annoiato in attesa del padrone, che si è introdotto mascherato in casa di Donna Anna per farla sua (introduzione “Notte e giorno faticar”). La tentata violenza però non riesce: Anna insegue il cavaliere cercando di scoprirne l’identità e viene poi soccorsa dal padre, il Commendatore, che sfida Don Giovanni a duello rimanendone mortalmente ferito. Compiuto il misfatto, Don Giovanni e Leporello fuggono. Rientra Donna Anna con un manipolo di servitori e scopre il cadavere del padre. Assistita da Don Ottavio, Anna fa giurare a quest’ultimo di compiere le sue vendette (duetto “Fuggi, crudele, fuggi”). Frattanto Don Giovanni s’appresta a nuove conquiste: scorge di lontano una fanciulla tutta sola e le si avvicina, ma scopre con raccapriccio che è Donna Elvira, una nobile dama da lui sedotta e abbandonata pochi giorni prima (aria “Ah chi mi dice mai”). Ella va cercando disperata d’amore il libertino, e nello scorgerlo chiede ragione del suo comportamento: imbarazzato, Don Giovanni lascia al confuso Leporello il compito di giustificarlo, e quindi fugge. Il servo non può far altro che spiegare a Donna Elvira la natura del suo padrone, e le dà un significativo cenno del catalogo delle sue conquiste (“Madamina, il catalogo è questo”). Elvira non si dà comunque per vinta. Poco oltre, un gruppo di contadini festeggiano le nozze di Zerlina e Masetto. Don Giovanni immediatamente si accinge alla seduzione della sposina, e spedisce il recalcitrante Masetto a casa sua in compagnia di Leporello (“Ho capito, signor sì”): restato solo con Zerlina, la invita a seguirlo e le promette di sposarla (“Là ci darem la mano”). La giovane contadina sembra acconsentire quando sopraggiunge Donna Elvira, che la mette in guardia dalle arti malefiche di Don Giovanni e la porta via con sé. Sopraggiungono poi Donna Anna e Don Ottavio, che chiedono a Don Giovanni di assisterli nella ricerca dell’empio uccisore del Commendatore. Ancora una volta, però, Donna Elvira esorta la nobile coppia a diffidare del cavaliere (quartetto “Non ti fidar, o misera”), che per contro accusa la donna di pazzia. Rimasta sola con Don Ottavio, Anna trasalisce: dalla voce ha riconosciuto in Don Giovanni l’assassino di suo padre, e spinge quindi Ottavio a far giustizia (“Or sai chi l’onore” e aria di Don Ottavio per l’edizione viennese “Dalla sua pace”). Leporello racconta a Don Giovanni come abbia allontanato Donna Elvira e condotto con sé Zerlina alla festa che il padrone gli ha comandato d’organizzare. Compiaciuto, Don Giovanni esprime la sua volontà d’allungare in quella notte la lista delle sue conquiste (“Fin ch’han dal vino”). Nel giardino del palazzo di Don Giovanni, Zerlina cerca di far pace con Masetto (“Batti, batti bel Masetto”). Al giungere del cavaliere, Masetto si nasconde per verificare la fedeltà della moglie, ma è subito scoperto; Don Giovanni li invita allora al ballo. Dal balcone, intanto, Leporello scorge tre persone in maschera e invita anche costoro alla festa a nome del padrone. Si tratta in realtà di Donna Elvira, Donna Anna e Don Ottavio, accorsi per sorprendere il reprobo. Don Giovanni li accoglie inneggiando alla libertà, mentre iniziano le danze. Il cavaliere balla una contraddanza con Zerlina e cerca di trarla i disparte per approfittarne. Zerlina però urla fuori scena e tutti si precipitano in suo soccorso. Don Giovanni cerca allora di scaricare la colpa della tentata violenza su Leporello, ma le tre maschere, rivelando la propria identità lo accusano apertamente di tutti i suoi delitti e si fanno avanti per arrestarlo: il dissoluto riesce tuttavia a fuggire (finale “Presto presto, pria ch’ei venga”).

ATTO SECONDO
Sul far della sera, in una strada vicino a casa di Donna Elvira, Leporello cerca di prendere le distanze dal padrone accusandolo d’empietà (duetto “Eh via buffone”); Don Giovanni lo tacita con un’offerta di danaro, e impone poi al servo di scambiare con lui gli abiti, in modo da permettergli di far la corte alla cameriera di Donna Elvira, mentre Leporello, con gli abiti del cavaliere dovrà tenere occupata la dama. Elvira s’affaccia al balcone e cade nel tranello, pensando che Don Giovanni si sia ravveduto. S’allontana allora con Leporello travestito, mentre Don Giovanni si pone sotto la finestra a far al serenata al suo nuovo oggetto di desiderio (canzonetta “Deh vieni alla finestra”). Sopraggiunge però Masetto che, in compagnia d’altri villici, dà la caccia a Don Giovanni per trucidarlo. Il cavaliere, approfittando del suo travestimento da Leporello, non si fa riconoscere e riesce abilmente a disperdere il gruppo. Rimasto solo con Masetto, lo copre di botte. I lamenti del contadino attirano allora l’attenzione di Zerlina, che soccorre il marito (“Vedrai carino”). Frattanto, Leporello non sa più come reggere il confronto con Donna Elvira e cerca di fuggire: in breve si trova però circondato da Donna Anna, Don Ottavio, Zerlina e Masetto, i quali, credendolo Don Giovanni, vorrebbero giustiziarlo (sestetto “Sola sola in buio loco”). Allora Leporello svela la propria identità e riesce a dileguarsi. Don Ottavio comunica a tutti la sua intenzione di consegnare Don Giovanni alla giustizia, e prega gli amici di prendersi cura della sua fidanzata (“Il mio tesoro intanto”). Elvira rimane sola ed esprime l’amarezza e la confusione del suo animo, oscillante fra amore e desiderio di vendetta (aria per l’edizione di Vienna “Mi tradì quell’alma ingrata”). È ormai notte fonda, e Don Giovanni s’è rifugiato nel cimitero, dove attende Leporello. Quando quest’ultimo arriva, Don Giovanni ride sonoramente al racconto delle sue disavventure. La risata è però interrotta da una voce minacciosa: «Di rider finirai pria dell’aurora». Essa proviene dalla statua funebre del Commendatore. Resosi conto del’evento miracoloso, Don Giovanni non si fa intimorire, e sfida le potenze dell’al di là imponendo a Leporello, terrorizzato, d’invitare a cena la statua parlante (duetto “O statua gentilissima”): l’invito è accettato. In casa di Donna Anna, Don Ottavio cerca di convincerla ad affrettare le nozze, ma ella lo prega d’aspettare che la vendetta su Don Giovanni sia compiuta. Tutto è pronto per la cena nel palazzo di Don Giovanni (finale secondo “Già la mensa è preparata”). Il cavaliere, desinando, si fa intrattenere da un’orchestra di fiati che gli suona un pezzo dell’opera ? Una cosa rara di Martín y Soler, quindi l’aria “Come un agnello” da ? Fra i due litiganti il terzo gode di Giuseppe Sarti, e infine l’aria del ‘farfallone amoroso’ dalle Nozze di Figaro : Leporello commenta «Questa poi la conosco purtroppo...». Irrompe Donna Elvira, e tenta disperatamente d’ottenere il pentimento di Don Giovanni, ma viene solo derisa. Nell’allontanarsi, grida terrorizzata fuori scena. Il libertino ordina allora al servo d’andare a veder cosa è stato. Leporello grida a sua volta e rientra pallido come un morto: alla porta del palazzo c’è la statua del Commendatore. Don Giovanni intima allora d’aprire e fronteggia a testa alta lo straordinario convitato. È la statua che questa volta invita Don Giovanni a cena, e chiede la sua mano in pegno; senza lasciarsi intimorire, il cavaliere gliela porge impavido. La stretta è fatale: pur prigioniero di quella mano gelida, Don Giovanni rifiuta di pentirsi e sprofonda quindi in un abisso di fiamme infernali. Troppo tardi giungono gli altri personaggi: Leporello li informa che il Cielo ha già fatto giustizia; loro non resta che cantare la morale del dramma.
--> Highlights


Don Giovanni oder Der bestrafte Wüstling



Personen:
DON GIOVANNI (Bariton)
DER KOMTUR (Bass)
DONNA ANNA, seine Tochter (Sopran)
DON OTTAVIO, ihr Verlobter (Tenor)
DONNA ELVIRA, vornehme Dame aus Burgos, Don Giovannis verlassene Geliebte (Sopran)
LEPORELLO, Don Giovannis Diener (Bass)
MASETTO, ein Bauer, Bräutigam der Zerlina (Bassbariton)
ZERLINA, seine Braut (Sopran)

CHOR
Bauern, Bäuerinnen, Musikanten, Diener
ERSTER AKT

Ouvertüre

Sevilla; Vorhof und Garten vor dem erleuchteten Palast des Komturs, durch niedriges Gitter mit Tür abgeschlossen. Nacht.

ERSTE SZENE
Leporello allein; später Don Giovanni und Donna Anna, zuletzt der Komtur.

Nr. 1 - Introduktion

LEPORELLO
unmutig auf und abgehend
Keine Ruh' bei Tag und Nacht,
Nichts, was mir Vergnügen macht,
Schmale Kost und wenig Geld,
Das ertrage, wem's gefällt!
Ich will selbst den Herren machen,
Mag nicht länger Diener sein.
Gnäd'ger Herr, Ihr habt gut lachen!
Tändelt Ihr mit einer Schönen,
Dann muss ich als Wache fröhnen.
Ich will selbst den Herren machen,
Mag nicht länger Diener sein.
Doch was gibt's? Ich höre kommen!
Fort in's Dunkel schnell hinein.

Er verbirgt sich.

DONNA ANNA
hält Don Giovanni, welcher sein Gesicht zu verbergen sucht, fest am Arme.
Hoffe nicht, so lang ich atme,
Unerkannt zu fliehn von hier!

DON GIOVANNI
Wer ich bin, du töricht Mädchen,
Nie erfährst du das von mir!

LEPORELLO
Welch' ein Wirrwarr! O Gott, welch' Schreien!
Neue Händel gibt es hier.

DONNA ANNA
Helft, o Leute, helft mir Armen!

DON GIOVANNI
Still, sonst kenn' ich kein Erbarmen!

DONNA ANNA
Ehrvergessner!

DON GIOVANNI
Fort, Verwegne!

DONNA ANNA
Hört mich niemand?

DON GIOVANNI
Schweig' und zittre!

DONNA ANNA
Gleich der Furie will ich rasen,
Dein Verderben werd' ich sein.

DON GIOVANNI
Dieser Furie tolles Rasen,
Mein Verderben wird es sein.

LEPORELLO
Seine tollen Abenteuer
Werden mein Verderben sein.
Welch' ein Wirrwarr, o Gott, welch' Schreien!

Donna Anna lässt, da sie den Komtur kommen sieht, Don Giovanni los und eilt durch die Gittertür hinaus.

KOMTUR
aus dem Palast
Lass' sie, Verworfner, stell' dich zur Wehre!

DON GIOVANNI
Dich zu besiegen wär' wenig Ehre!

KOMTUR
Mit eitlem Vorwand weichst du mir aus?

DON GIOVANNI
Ich mit dir kämpfen? Nein!

LEPORELLO
O könnt' ich heimlich doch fort von hier!

DON GIOVANNI
Wehe dir!

KOMTUR
Her zu mir!

DON GIOVANNI
Wehe dir!
Er stellt sich dem Komtur.
Wohl denn, so sei es:
Du willst den Tod!

Sie fechten, der Komtur sinkt, tödlich getroffen, nieder.

DON GIOVANNI
Ha! Da liegt der Unglücksel'ge ...
Meinem tödlichen Streich erliegend,
Bald aus tiefdurchbohrtem Herzen
Wird sein schwaches Leben fliehn.

KOMTUR
Ach, zu Hilfe! Ach, zu Hilfe!
Aus dem tiefdurchbohrten Herzen
Fühl ich schon das Leben fliehn.

Stirbt.

LEPORELLO
Welch' Verbrechen! Welch ein Frevel!
Ach, vor Schrecken und vor Zagen
Fühl' ich alle Pulse schlagen!
Soll ich bleiben, soll ich fliehn?


ZWEITE SZENE
Don Giovanni. Leporello.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Leporello, wo bist du?

LEPORELLO
Ach leider bin ich hier! Und Ihr?

DON GIOVANNI
Nun hier!

LEPORELLO
Seid Ihr tot oder der Alte?

DON GIOVANNI
Welche Frage, du Dummkopf! Der Alte.

LEPORELLO
Bravo! Zwei recht artige Stückchen!
Die Tochter verführen und den Vater ermorden!

DON GIOVANNI
Er wollte selbst sein Verderben!

LEPORELLO
Doch Donn' Anna ... was wollte die?

DON GIOVANNI
Schweige, reize mich nicht. Komm mit mir!
Oder willst du etwa auch was von mir?
Mit der Gebärde des Schlagens.

LEPORELLO
Ich will nichts, gnäd'ger Herr, bin mäuschenstill.

Sie gehen ab


DRITTE SZENE
Donna Anna, Don Ottavio, Diener mit Fackeln (durch das Parktor).

DONNA ANNA
Schnell dem Vater zu helfen
Lass' uns eilen, o, Freund!
Opfr' ich freudig mein Leben:
Doch wo ist der Verwegne?

DONNA ANNA
Hier muss er weilen.

Nr. 2 - Rezitativ und Duett

DONNA ANNA
Welch' ein graunvolles Bild enthüllt sich meinen Augen,
Gerechter Himmel! Mein Vater!
O mein Vater! Teuerster Vater!

Diener aus dem Palast.

DON OTTAVIO
Dein Vater!

DONNA ANNA
Ach, tödlich traf der mördrische Streich!
Dies Blut ... Diese Wunde ... dies Antlitz,
Bleich und erkaltet durch den Hauch des Todes ...
Kein Odem hebt die Brust! Kalt seine Glieder!
O mein Vater! bester Vater! teuerster Vater!
Ich wanke ... ich sterbe ...
Sinkt in Ohnmacht.

DON OTTAVIO
zu den umstehenden Dienern
Auf, bringet schnelle Hilfe der Heissgeliebten!
O zaudert nicht, bringt Labung ihr, steht mir bei!
Welch ein Jammer! Ach eilt, ich bitte!
Zwei Diener entfernen sich.
O Anna! Freundin! Geliebte!
Des Schmerzes Übermass wird die Ärmste töten.

Die Diener kehren mit Medikamenten zurück.

DONNA ANNA
Ach!

DON OTTAVIO
Sie erholt sich! Reicht ihr noch weit're Stärkung!

DONNA ANNA
Ach, mein Vater!

DON OTTAVIO
Ihr Freunde! dies Opfer unerhörten Frevels
Berget schnell ihren Blicken!

Der Leichnam des Komtur wird fortgetragen.

O, du mein Leben! Erhole dich! Erwache!

DONNA ANNA
im Wahn
Fliehe, Verräter, fliehe!
Lass' mich mein Leben enden!
Er starb von Mörderhänden,
Der mir das Leben gab!

DON OTTAVIO
Hör' mich, o hör', Geliebte!
Der dir sein Leben weihte,
Der Freund steht dir zur Seite,
Dein eigen bis zum Grab!

DONNA ANNA
jetzt erst Ottavio erkennend
Bist du's, o Freund, verzeih' mir!
Der Schmerz, der Jammer entsetzlich
Wo ist mein Vater, sprich?

DON OTTAVIO
Dein Vater? Lass' Geliebte,
Lass' der Erinnrung Leiden!
Dein Gatte beschirmt als Vater dich.

DONNA ANNA
Ach! Mein Vater,
Wo ist mein Vater, sprich?
Auf! Schwöre mir zu rächen
Dieses vergoss'ne Blut!

DON OTTAVIO
Ich schwöre, ich schwöre,
Ich schwör's bei deinen Tränen,
Bei unsrer Liebe Glut!

DONNA ANNA UND DON OTTAVIO
Mög' Gott, zu dem wir schwören,
Der Rache Ruf erhören!
Er spende Trost und Hilfe
Gegen die herbe Pein!
Ach welch' ein Tag des Jammers
Brach über uns herein!

Beide ab.


Verwandlung
Platz bei Sevilla mit Don Giovannis Palast im Hintergrund, einem ländlichen Gasthaus vorn seitlich und einem Lusttempel.

VIERTE SZENE

Rezitativ

DON GIOVANNI
Wohlan, heraus mit der Sprache,
Was begehrst du?

LEPORELLO
Was mir am Herzen liegt,
Ist sehr wichtig.

DON GIOVANNI
Natürlich!

LEPORELLO
Von höchster Wichtigkeit.

DON GIOVANNI
Desto besser, heraus damit!

LEPORELLO
Erst schwört mir, mich ruhig anzuhören.

DON GIOVANNI
Ich schwör's bei meiner Ehre,
Nur den Komtur, den lass' mir aus dem Spiele.

LEPORELLO
Sind wir allein?

DON GIOVANNI
Du siehst es.

LEPORELLO
Und niemand hört uns?

DON GIOVANNI
Nein!

LEPORELLO
Und Ihr erlaubt mir, frei und offen zu sprechen?

DON GIOVANNI
Ja.

LEPORELLO
Nun, wenn dem so ist, mein teuerster Gebieter:
Euer Leben gleicht auf ein Haar dem
ins Ohr, sehr laut.
eines Schelmen.

DON GIOVANNI
Ha, Vermessner, welche Sprache?

LEPORELLO
Wo bleibt der Schwur?

DON GIOVANNI
Ich weiss von keinem Schwur;
Schweige, wo nicht ...

LEPORELLO
Ich bin ja still, sag' nicht ein Sterbenswörtchen.

DON GIOVANNI
So sind wir wieder Freunde.
Jetzt eine Frage:
Kennst du den Grund meines Hierseins?

LEPORELLO
Ich wüsste keinen,
Doch da der Morgen dämmert,
Gilt's vermutlich einer neuen Erob'rung.
Dies wär' wichtig für unser Register.

DON GIOVANNI
Ei, ei, wie schlau du bist!
Nun denn, so wisse:
Ich glühe für eine reizende Donna
Und auch sie liebt mich innig;
Ich sah sie, ich beschwor sie,
Und heute Abend kommt sie zu mir in mein Schlösschen ...
Doch still, mir ist, ich atme süssen Weiberduft.

LEPORELLO
Alle Wetter! Welche feine Nase!

DON GIOVANNI
Die Gestalt, o wie reizend!

LEPORELLO
Und welch' feines Auge!

DON GIOVANNI
Lass' beiseite uns gehen,
Das Terrain zu sondieren.

LEPORELLO
Er brennt schon wieder!


FÜNFTE SZENE
Die Vorigen. Donna Elvira.

Nr. 3 - Arie

DONNA ELVIRA
in Reisekleidern, von ihrer Zofe begleitet.
Ach, werd' ich ihn wohl finden,
Der Liebe mir verhiess,
Der schmeichelnd mich betörte
Und treulos dann verliess.
Find' ich den Ehrvergessnen
Fühllos für all mein Leid,
Dann werd' ihm Schmach und Schande,
Dem Tod sei er geweiht.

DON GIOVANNI
heimlich zu Leporello
Vernahmst du, eine Schöne,
Verlassen vom Geliebten.
Armes Mädchen, armes Mädchen!
Es wird schon, sie zu trösten, mir gelingen!

LEPORELLO
So sah ich ihn schon Tausenden Tröstung bringen!

Rezitativ

DON GIOVANNI
Schöne Donna! Schöne Donna!

DONNA ELVIRA
Wer naht?

DON GIOVANNI
Himmel, was seh' ich?

LEPORELLO
O herrlich, Donna Elvira!

DONNA ELVIRA
Don Giovanni, du hier,
Ehrloser Wicht, meineid'ger Frevler!

LEPORELLO
für sich
Ei, was für schöne Titel,
Die kennt meinen Herrn ja vortrefflich!

DON GIOVANNI
Ach, teure Donna Elvira,
Beschwichtigt euren Zorn.
Ich bitte, vergönnt mir nur ein Wort.

DONNA ELVIRA
Was kannst du sagen nach so schwerem Frevel?
Du drängtest schmeichelnd dich in meine Nähe,
Mit tausend Künsten, mit falschen Eiden,
Gelang es, Frevler, dir endlich,
Mein armes Herz zu betören
Und auf immer zu fesseln;
Du nanntest mich Gattin und dann,
Missachtend die heil'gen Rechte des Himmels und der Erde,
Entferntest du dich still wie ein Dieb nach drei
Tagen aus Burgos,
Mich verlassend, entfliehst du,
Und gibst der Reue mich Preis und Tränen,
Mich, die so treu und innig dich geliebt!

LEPORELLO
Ah, sie spricht wie ein gedrucktes Buch!

DON GIOVANNI
O, wenn ihr wüsstet
Welche Gründe mich zwangen.
zu Leporello
Ist's nicht so?

LEPORELLO
Wahrhaftig, die allerstärksten Gründe.

DONNA ELVIRA
Und welche Gründe,
Wenn nicht frevelhafter Leichtsinn
Und Treubruch ohnegleichen?
Aber gerecht ist der Himmel;
Ich fand dich wieder,
Um mich und ihn an dir zu rächen.

DON GIOVANNI
Hör' auf zu schmähen
Und sei vernünftig.
für sich
Wahrhaftig, das Weib macht mir heiss.
zu Donna Elvira
Willst meinen Worten du nicht glauben,
So glaube doch diesem Ehrenmann.

LEPORELLO
für sich
Mit Vorbehalt.

DON GIOVANNI
Komm und erzähle ...

LEPORELLO
leise
Was soll ich denn erzählen?

DON GIOVANNI
Ja, ja, sag' ihr nur alles!
Schleicht sich fort.

DONNA ELVIRA
Wohlan, so rede.

LEPORELLO
Wahrhaftig, schöne Donna,
Sintemalen und alldieweil es männiglich bekannt,
dass ein Viereck nicht rund ist ...

DONNA ELVIRA
Ha, Vermessner! Du wagst es,
Meiner Leiden noch zu spotten!
Zu Don Giovanni, den sie noch anwesend glaubt
Und du .. Himmel, der Frevler entwich,
Wehe mir Armen! Wohin floh er?

LEPORELLO
Ach, so lasst ihn nur laufen,
Nein, er verdient nicht,
Dass Ihr sein noch gedenket.

DONNA ELVIRA
O der Verbrecher,
Der mich Ärmste verriet.

LEPORELLO
Gebt Euch zufrieden,
Denn Ihr seid,
Ihr waret und Ihr werdet
Nicht die Erste noch Letzte sein!
Hier seht nur, dies korpulente Büchlein,
Da sind verzeichnet die Namen seiner Schönen;
Jedes Städtchen, jedes Dörfchen ringsum im Reiche
Kennt meinen Herrn und seine losen Streiche.

Nr. 4 - Arie

LEPORELLO
Schöne Donna! Dies genaue Register,
Es enthält seine Liebesaffären;
Der Verfasser des Werks bin ich selber;
Wenn's gefällig, so gehn wir es durch.
In Italien sechshundertundvierzig,
Hier in Deutschland zweihundertunddreissig,
Hundert in Frankreich und neunzig in Persien,
Aber in Spanien schon tausend und drei.
Hier ein schlichtes Bauernmädchen,
Dort die Schönste aus dem Städtchen,
Kammerzofen, Baronessen,
Hochgeborene Prinzessen,
Mädchen sind's von jedem Stande,
Jeder Gattung und Gestalt,
Schön und hässlich, jung und alt!
Bei Blondinen preist er vor allem
Holde Anmut und sanftes Wesen,
Bei Brünetten feste Treue,
Bei den Blassen süsses Schmachten.
Volle sucht er für den Winter,
Für den Sommer schlanke Kinder.
Grosse liebt er gravitätisch,
Ernst und vornehm, majestätisch.
Doch die Kleine, die sei possierlich,
Die sei manierlich, sei fein und zierlich.
Dass dies Büchlein Stoff erhalte,
Schwärmt er manchmal auch selbst für - Alte.
Doch wofür er immer glühte,
Ist der Jugend erste Blüte.
Elvira bricht zusammen.
Da 's ihm gleich ist, ob sie bleich ist,
Ob sie bettelt oder reich ist,
Kirrt er Weiber jeder Sorte.
Nun, Ihr wisst ja, wie's da geht.
Doch wozu auch all' die Worte,
Kennt ja selbst ihn ganz genau.

Er geht ab.


SECHSTE SZENE
Donna Elvira allein.

Rezitativ

DONNA ELVIRA
So schmählich hinterging mich
Dieser freche Betrüger!
Dies soll der Dank sein,
Dass ich ihm Alles, Alles dahingab?
Rache doch will ich nehmen
Für mein blutendes Herz;
Eh' er entfliehet,
Muss Vergeltung ich finden.
Nur ein Gedanke füllt die Seele mir noch:
Zorn und Verachtung.

Rezitativ und Arie
Nachkomponiert für die Wiener Aufführung 1788.

In welchen Abgrund, o Himmel,
In welchem Pfuhle abscheulicher Verbrechen
Versank der Unglücksel'ge!
Nein, nein, nicht länger wird Gottes Langmut hemmen
Der Gerechtigkeit Arm.
Schon seh' ich flammen den vernichtenden Blitzstrahl,
Ihm das Haupt zu zerschmettern.
Schon seh' ich offen der Hölle grausen Schlund!
Arme Elvira!
Welch ein Kampf der Gefühle bewegt das Herz dir?
Weshalb noch diese Seufzer, dies bange Sehnen?

Mich verriet der Undankbare,
Gab dem Jammer, der Schmach mich hin.
Doch verraten, von ihm verlassen,
Fühl' ich Mitleid noch für ihn.
Wenn ich denke alles Leid's, das ich erfahren,
Dann entflammt die Brust von Rache,
Doch erblick' ich ihn in Gefahren,
Ach, dann zagt dies schwache Herz.

Geht ab ins Wirtshaus.


SIEBENTE SZENE
Masetto und Zerlina mit singenden, spielenden und tanzenden Bauern und Bäuerinnen.

Nr. 5 - Duett

ZERLINA
O ihr Mädchen, zur Liebe geboren,
Auf benützet die blühende Zeit!
Wenn ihr schmachtet, in Sehnen verloren,
Seht die Hilfe, sie ist schon bereit!
Ah! O die Freude, die Freude, ist da!

CHOR DER BÄUERINNEN
Ah! O die Freude, die Freude ist da!
Tralalerala, tralalerala!

MASETTO
O ihr Burschen mit flatterndem Herzen,
Schwärmet ja nicht zu lange umher.
Wohl ergötzet das Tändeln und Scherzen,
Doch ein Weibchen erfreuet noch mehr.
Ah! O die Freude, die Freude ist da,

CHOR DER BAUERN
Ah! O die Freude, die Freude ist da!
Tralalerala, tralalerala!

ZERLINA UND MASETTO
Komm', o komme Geliebter / Geliebte zum Feste,
Lasst uns tanzen und singen, ihr Gäste!
O die Freude, die Freude ist da!

CHOR DER BÄUERINNEN UND BAUERN
Ah! O die Freude, die Freude ist da,
Tralalerala, tralalerala!


ACHTE SZENE
Die Vorigen. Don Giovanni. Leporello.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Gott sei Dank, dass sie fort ist.
Ei sieh da, sieh da, das schmucke junge Volk,
Die hübschen Mädchen!

LEPORELLO
Nun, unter so vielen wird wohl auch für mich sich etwas finden.

DON GIOVANNI
Seid gegrüsst, liebe Freunde!
Lasst Euch nicht stören in eurer Freude,
Singt und spielt immer zu, ihr guten Leutchen.
Hier gibt's wohl eine Hochzeit?

ZERLINA
Ja, gnäd'ger Herr, und ich bin die Braut.

DON GIOVANNI
Ei, das freut mich! Der Bräut'gam?

MASETTO
Ich, Euch zu dienen.

DON GIOVANNI
Vortrefflich! "Mir zu dienen".
Das heisst gesprochen wie ein rechter Ehrenmann.

LEPORELLO
Ja, wie ein richt'ger Ehemann.

ZERLINA
O, mein Masetto hat das beste Herz.

DON GIOVANNI
Ganz wie ich selber.
Darum lasst uns Freunde sein.
Wie ist dein Name?

ZERLINA
Zerlina.

DON GIOVANNI
Der deine?

MASETTO
Masetto.

DON GIOVANNI
Nun denn, mein lieber Masetto und meine teure Zerlina,
Ich versich're euch meiner Huld und Gnade.
Leporello versucht die Bauernmädchen zu küssen, von denen eines aufschreit.
Leporello? Schlingel, was soll das heissen?

LEPORELLO
Auch ich, gnädiger Herr,
Ich versich're die Leutchen meiner Gnade.

DON GIOVANNI
Hurtig, führe sie fort
Und bringe gleich allesamt sie in mein Schlösschen.
Versorge sie reichlich mit Schokolade,
Kaffee, Wein und feinen Speisen,
Sorge für Unterhaltung,
Zeige ihnen den Garten,
Meine Gemälde, die Säle,
Und vor allem gib' mir acht,
Dass Masetto recht vergnügt ist.
Du verstehst mich?

LEPORELLO
Ich verstehe.
Zu den Bauern
Nun kommt!

MASETTO
Doch gnäd'ger Herr ..

DON GIOVANNI
Nun was gibt's?

MASETTO
Ohne mich kann Zerlina nicht bleiben.

LEPORELLO
Die Exzellenz bleibt unterdess' bei Zerlina
Und wird gewiss ganz vortrefflich dich vertreten.

DON GIOVANNI
O, dein Zerlinchen beschützt ein Kavalier;
Drum geh, wir folgen in kurzem dir nach.

ZERLINA
Geh, sei nicht ängstlich,
Dein Zerlinchen beschützt ein Kavalier.

MASETTO
Grade darum.

ZERLINA
Grade darum kannst du ganz ruhig sein.

MASETTO
Nein, alle Teufel.

DON GIOVANNI
Holla! genug der Worte nun!
Wofern du nicht sogleich
Und ohne Widerrede fortgehst,
an den Degen greifend
Masetto, nimm dich in Acht,
Wirst du's bereuen!

Nr. 6 - Arie

MASETTO
Hab's verstanden, gnäd'ger Herr,
Höflich dankend geh' ich fort.
Weil es Euch denn so beliebt,
Sag' ich nicht ein einzig Wort.
O, wie könnt' ich Euch misstraun,
Seid Ihr doch ein Kavalier;
Deutlich sagt mir Eure Huld,
Was Ihr haben wollt von mir.
zu Zerlina
Ha, du Falsche, ha, du Schlange,
Immer war vor dir mir bange.
zu Leporello
Nun, ich komm' schon!
zu Zerlina
Bleib' nur, bleibe!
Ehre solchem braven Weibe!
Sicher macht der gnäd'ge Herr
Dich noch zu seiner gnäd'gen Fran.

Masetto und Leporello mit den Bauern ab ins Schloss.


NEUNTE SZENE
Don Giovanni. Zerlina.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Endlich sind wir befreit,
Du mein reizendes Kind,
Von diesem Tölpel.
Nun was sagst du dazu?
Hab' ich es recht gemacht?

ZERLINA
Gnäd'ger Herr, er ist mein Bräut'gam!

DON GIOVANNI
Wie? der da?
Glaubst du, ein Mann von Ehre,
Ein Kavalier, wie ich,
Der könnt' es dulden,
Dass dieses liebe, goldige Gesichtchen,
Dies zuckersüsse Mündchen,
Die Beute eines plumpen Bauern werde?

ZERLINA
Doch, gnäd'ger Herr, ich gab ihm mein Wort,
Seine Frau zu werden.

DON GIOVANNI
Dieses Wort, es ist null und nichtig,
Du bist nicht geschaffen
Als Bäuerin zu leben;
Ein schön'res Los verdienen diese schelmischen Augen,
Diese schwellenden Lippen, und diese zarten Händchen,
Die so weich wie Samt sind und so duftend wie Rosen.

ZERLINA
Doch ich befürchte ...

DON GIOVANNI
Was kannst du fürchten?

ZERLINA
Am End hintergeht Ihr mich nur;
's ist ja bekannt, dass Ihr vornehmen Herrn
Es mit uns Mädchen nicht immer ehrlich meint.

DON GIOVANNI
Das ist Verleumdung, nur vom Pöbel erfunden.
Dem Adligen blicket die Ehre aus den Augen.
Doch lass' die Zeit uns nützen,
Denn ohne Aufschub will ich dich zur Gattin nehmen.

ZERLINA
So?

DON GIOVANNI
Kannst du zweifeln?
Folge mir in mein Schlösschen:
Dort stört uns Niemand,
Und dort, mein liebes Täubchen,
Wirst du mein Weibchen!

Nr. 7 - Duettino

DON GIOVANNI
Reich' mir die Hand mein Leben,
Komm' auf mein Schloss mit mir;
Kannst du noch widerstreben?
Es ist nicht weit von hier.

ZERLINA
für sich
Ach soll ich wohl es wagen?
Mein Herz, o sag es mir!
Ich fühle froh dich schlagen,
Und steh' doch zitternd hier.

DON GIOVANNI
Lass' nicht umsonst mich werben!

ZERLINA
Masetto würde sterben!

DON GIOVANNI
Glück soll dich stets umgeben!

ZERLINA
Kaum kann ich widerstreben.

DON GIOVANNI
Komm', o folg' mir!
O komm, o komm!

ZERLINA
überwältigt
Wohlan!

DON GIOVANNI UND ZERLINA
So dein zu sein auf ewig,
Wie glücklich, o wie selig,
Wie selig werd' ich sein!

DON GIOVANNI
O komm!

ZERLINA
Wohlan!

DON GIOVANNI UND ZERLINA
Komm lass' uns glücklich sein,
Komm lass' uns selig sein!


ZEHNTE SZENE
Die Vorigen. Donna Elvira.

Rezitativ

DONNA ELVIRA
Schändlicher, keinen Schritt mehr!
Der Himmel führt mich her, dich zu entlarven.
Noch ist es Zeit, diese arme Betrogene
Zu entreissen deinen frevelnden Händen.

ZERLINA
O Gott, was muss ich hören!

DON GIOVANNI
für sich
Hilf mir, Gott Amor.
zu Elvira
Siehst du nicht, o Geliebte,
Dass Alles nur ein Scherz ist?

DONNA ELVIRA
Nur ein Scherz? Wahrhaftig, nur ein Scherz.
Ich weiss, Verworfner, wie grausam du scherzest!

ZERLINA
Aber sagt, gnäd'ger Herr,
Ist's Wahrheit, was sie spricht?

DON GIOVANNI
leise zu Zerlina
Ach, diese Unglücksel'ge, sie liebt mich bis zum Wahnsinn,
Und nur aus Mitleid spiel' ich den Verliebten.
Warum auch ist mein Herz so weich geschaffen!

Nr. 8 - Arie

DONNA ELVIRA
O flieh', Betrog'ne, flieh'
Und trau' dem Falschen nicht;
Sein Blick ist Heuchelei
Und Lüge, was er spricht!
Mein Kummer, meine Zähren,
Sie sagen dir genug,
Sie mögen vor Betrug
Dir Schutz gewähren.

Geht mit Zerlina ab.


ELFTE SZENE
Don Giovanni. Don Ottavio. Donna Anna.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Es ist, als ob ein Dämon sich ergötzte,
All' meine Pläne tückisch zu vereiteln.
Heut' will Nichts mir gelingen.

DON OTTAVIO
zu Donna Anna
Vergeblich sind die Klagen, o Heissgeliebte!
Uns geziemt nur die Rache. Ha, Don Giovanni!

DON GIOVANNI
Das hatte noch gefehlt!

DONNA ANNA
O Freund, Ihr kommt zur rechten Zeit.
Lebt noch in Euch Eur' edles Herz, Eure grosse Seele?

DON GIOVANNI
für sich
Hat der Teufel denn selber sie auf meine Spur gebracht?
zu beiden
Welche Frage! Was soll's?

DONNA ANNA
Mit Eurem Rate sollt als Freund Ihr uns beistehn.

DON GIOVANNI
für sich
Ich atme wieder freier -
O befehlt nur, edle Donna!
All' mein Gut, diese Hand, diesen Degen,
Ja mein Leben bring' ich Euch mit Freuden zum Opfer!
Anna schluchzt
Doch, schöne Donna Anna, warum vergiesst Ihr Tränen?
Wer nur hat es gewagt, der Seele Frieden Euch mitleidlos zu rauben?


ZWÖLFTE SZENE
Die Vorigen. Donna Elvira.

DONNA ELVIRA
Ha, find' ich dich noch hier, ruchloser Frevler!

Nr. 9 - Quartett

DONNA ELVIRA
Traue dem glatten Heuchler nicht,
So schmeichelnd er dir naht!
Mich schon verriet sein falsches Herz,
So droht auch dir Verrat.

DONNA ANNA UND DON OTTAVIO
Himmel, welch' edles Frauenbild,
Welch' holde Majestät!
Wie mir ihr Schmerz, ihr Tränenblick
Tief in die Seele geht.

DON GIOVANNI
Das arme, gute Mädchen,
Ihr Freunde, ist von Sinnen!
Ich bitte, geht von hinnen,
Dann wird sie ruhig sein.

DONNA ELVIRA
O glaubt dem frechen Heuchler nicht!

DON GIOVANNI
Von Sinnen ist die Arme! O eilet!

DONNA ELVIRA
Verweilet hier, verweilet!

DONNA ANNA UND DON OTTAVIO
Auf wen ist hier zu baun,
Wem sollen wir vertraun?
Wie ergreift mich unnennbares Bangen!
O wie fühlt sich die Seele befangen!
Was in mir für die Arme sich reget,
Ach, zu deuten vermag ich es nicht,
Nein, nein!

DON GIOVANNI
Es ergreift mich ein seltsames Bangen!
O wie fühlt sich die Seele befangen!
Was in mir für die Arme sich reget,
Ach, zu deuten vermag ich es nicht,
Nein, nein!

DONNA ELVIRA
Ha, vor Abscheu, Verachtung und Bangen
Fühl' ich ganz meine Seele befangen!
Was noch hält mich, den Frevler zu schonen?
Ach, zu deuten vermag ich es nicht.
Nein!

DON OTTAVIO
beiseite
Nein, nicht eher will ich weichen,
Bis mir Klarheit wird und Licht.

DONNA ANNA
beiseite
Nein, für Wahnsinn spricht kein Zeichen.
Aus dem edlen Angesicht.

DON GIOVANNI
Um dem Argwohn zu entweichen,
Gilt es kecke Zuversicht.

DONNA ELVIRA
zu Donna Anna und Don Ottavio
Glaubt ihm nicht, sein falsches Auge
Kündet Euch den Bösewicht.

DON OTTAVIO
zu Don Giovanni
Sie von Sinnen?

DON GIOVANNI
Ja, ganz von Sinnen.
Unglücksel'ge!

DONNA ANNA
zu Donna Elvira
Also Jener?

DONNA ELVIRA
Ist ein Verräter, Missetäter,
Missetäter, frecher Lügner!

DONNA ANNA UND DON OTTAVIO
Zweifel regen sich in mir.

DON GIOVANNI
zu Donna Elvira
Stille, still, es nahen Leute,
O versuche dich zu fassen!
Lässt du nicht von diesem Streite,
Drohet dir und mir Gefahr.

DONNA ELVIRA
Nicht mehr schweig' ich, du Vermessner,
Hoffe nichts, du Ehrvergessner,
Mein Geschick und dein Verbrechen,
Allen mach' ich's offenbar!

DON GIOVANNI
Leise, leise, nur gelassen,
O versuche dich zu fassen,
Lässt du nicht von diesem Streite,
Drohet dir und mir Gefahr.

DONNA ANNA UND DON OTTAVIO
Dieses Flüstern, dieses Flehen,
Sein Erröten, sein Erbleichen,
Alles ist ein sichres Zeichen:
Seine Schuld, sie wird uns klar.

DONNA ELVIRA
Schweige, schweige, du Vermessner,
Hoffe nichts du Ehrvergessner.
Mein Geschick und sein Verbrechen
Allen werd' es offenbar.

Wird von Don Giovanni weggeleitet.

Rezitativ

DON GIOVANNI
zurückkommend
O, die arme Betörte!
Sie zu beschützen, folg' ich ihr nach,
Wie leicht könnt' ein Unglück sie ereilen:
Drum vergebt mir, schöne Donna Anna,
Kann ich jemals Euch dienen,
Nahe bei ihr
So erwart' ich Euch in meinem Hause!
Lebt wohl denn, ihr Freunde!

Geht ab.


DREIZEHNTE SZENE
Donna Anna. Don Ottavio.

Nr. 10 - Rezitativ und Arie

DONNA ANNA
Ach, Ottavio, ich sterbe!

DON OTTAVIO
Was erschreckt dich?

DONNA ANNA
Hab' Erbarmen, o rette mich!

DON OTTAVIO
Geliebte, Mut nur und Fassung!

DONNA ANNA
O Himmel! Er ist der Mörder meines Vaters!

DON OTTAVIO
Was hör' ich?

DONNA ANNA
O, zweifle länger nicht;
Die letzten Worte, die dieser Freche sprach,
Haltung und Stimme, alles weckt die Erinnrung
An den Frevler, der jüngst in meiner Wohnung.

DON OTTAVIO
O Gott, wärs möglich,
Dass unterm heil'gen Mantel treuer Freundschaft ...
Doch was geschah?
Erzähle mir den unerhörten Vorgang!

DONNA ANNA
Schon warf die Dämmrung ihren Schleier hernieder,
Als in meine Gemächer, wo ich zu meinem Unheil völlig allein war,
Ein Mann hereintritt, gehüllt in einen Mantel.
Im ersten Augenblicke wähnt' ich dich, Freund, mir nahe,
Doch nur zu bald erkannt' ich die schreckliche Täuschung.

DON OTTAVIO
Himmel, vollende!

DONNA ANNA
Schweigend schleicht er mir näher,
Schlingt um mich seinen Arm;
Ich will entfliehen,
Er hält mich fester, ich rufe!
Doch niemand kommt...
Mit einer Hand versucht er,
Meine Rufe zu hindern,
Mit der andern umschlingt er heftiger mich,
Schon glaubt ich mich verloren.

DON OTTAVIO
Schändlicher! Und dann?

DONNA ANNA
Die Todesangst,
Der Abscheu vor dem furchtbaren Frevel,
Erhöhte so mir meine Kräfte,
Dass ich mich durch heft'ges Ringen,
Sträuben und Entwinden
Endlich befreite.

DON OTTAVIO
Ich atme auf, vollende!

DONNA ANNA
Auf's neu' nehm' ich alle Kraft zusammen,
Rufe nach Hilfe. Er aber floh:
In flammender Empörung folg' ich ihm nach bis auf die Strasse,
So wurde aus der Verfolgten eine Verfolg'rin.
Mein Vater tritt dazwischen, stellt zur Rede ihn,
Doch der Bube, überlegen an Kräften dem schwachen Greise,
Häuft noch das Mass des Frevels, raubt ihm das Leben!

Du kennst nun den Frevler,
Der Schande mir drohte,
Mit mördrischem Stahle
Den Vater mir raubte!
Wohlauf denn zur Rache,
Wohlauf denn zur Tat!
Gedenke der Wunde
Im Busen des Toten,
Gedenke des Blutes,
Das tränkte den Boden,
Wenn je dir erkaltet
Der Rache Begier.

Geht ab.


VIERZEHNTE SZENE
Don Ottavio.

DON OTTAVIO
Kaum vermag ich zu glauben,
Dass so schwarzes Verbrechen ein Edelmann begehe!
Klarheit hier zu gewinnen,
Will ich alles versuchen.
Die Pflicht des Freundes, des Verlobten,
Hör' ich mahnend tief im Innersten sprechen:
Ist seine Tat erwiesen,
Werd' ich sie rächen.

Arie des Don Ottavio
Nachkomponiert für die Wiener Aufführung 1788.

DON OTTAVIO
Nur ihrem Frieden weih' ich mein Leben,
Nur ihre Freude kann Ruh' mir geben,
Seh' ich sie leiden,
Sterb' ich vor Pein.
Ja, ihre Seufzer
Sind auch die meinen,
Und mein ihr Zürnen,
Und mein ihr Weinen!
Kein Glück auf Erden
Kenn' ich allein.

Geht ab.


FÜNFZEHNTE SZENE
Leporello. Dann Don Giovanni.

Rezitativ

LEPORELLO
Ich muss den tollen Narren
Noch heute und für immerdar verlassen.
Da kommt er ja ... ei seht nur ...
So harmlos und vergnügt, wie die liebe Unschuld!

DON GIOVANNI
Mein lieber Leporello! Es geht vortrefflich!

LEPORELLO
Mein lieber gnäd'ger Herr, es geht erbärmlich!

DON GIOVANNI
Sage, warum erbärmlich?

LEPORELLO
Ich begab mich, wie Ihr mir befohlen,
Mit Allen nach dem Schlosse.

DON GIOVANNI
Bravo!

LEPORELLO
Durch Plaudern und Scherzen,
Durch Lügen und Geschichten,
Die ich alle in Eurem Dienst erlernt,
Sucht' ich sie zu unterhalten.

DON GIOVANNI
Bravo!

LEPORELLO
Tausend Dinge sag' ich,
Masetto zu zerstreuen,
Und ihn von seiner Eifersucht zu heilen.

DON GIOVANNI
Bravo, bravo, ganz vortrefflich!

LEPORELLO
Ich lass' sie trinken
Die Burschen und die Mädchen;
Bald sind alle benebelt,
Ein'ge singen, andre scherzen,
And're trinken noch fort;
Als es am tollsten war,
Ratet, wer überrascht uns da?

DON GIOVANNI
Zerlina?

LEPORELLO
Bravo! Und an ihrer Seite?

DON GIOVANNI
Donna Elvira!

LEPORELLO
Bravo! Und was sprach sie von Euch?

DON GIOVANNI
Nun, alles Böse, was nur zu erdenken.

LEPORELLO
Bravo, bravo, ganz vortrefflich!

DON GIOVANNI
Und du, sag' was begannst du?

LEPORELLO
Ich schwieg.

DON GIOVANNI
Und sie?

LEPORELLO
Schalt immer fort.

DON GIOVANNI
Und du?

LEPORELLO
Als ihr zuletzt vor Zorn die Worte versagten,
Führt ich sie sachte hinaus aus dem Garten,
Schloss hinter ihr die Tür sorgsam zu,
Machte mich dann aus dem Staub
Und liess sie so allein am Wege stehn.

DON GIOVANNI
Bravo! bravo, bravissimo!
Die Sache geht vortrefflich.
Du hast begonnen, für das Ende sorg' ich.
Gar sehr ergötzen mich die hübschen Bauernmädchen;
Ich will sie bis zur Nacht wohl unterhalten.

Nr. 11 - Arie

DON GIOVANNI
Auf denn zum Feste,
Froh soll es werden,
Bis meine Gäste
Glühen von Wein!
Siehst du ein Mädchen
Nahen dem Garten,
Lass' sie nicht warten,
Führ' sie herein.
Tanzen lass' alle sie
Wirr durcheinander;
Hier Menuette,
Da rasche Walzer,
Dort Allemanden
Spiel' ihnen auf.
Ich aber leise,
Nach meiner Weise,
Führe das Liebchen
In's Kämmerlein.
Drum ohne Sorgen
Deinem Register
Schreibst du schon morgen
Zehne noch ein.

Ab mit Leporello.


Verwandlung
Garten vor Don Giovannis Landschloss.

SECHZEHNTE SZENE
Masetto und Zerlina. Bauern und Bäuerinnen.

Rezitativ

ZERLINA
Masetto, höre doch, lieber Masetto!

MASETTO
Rühr' mich nicht an.

ZERLINA
Warum?

MASETTO
Du kannst noch fragen? Falsche du!
Von deiner ungetreuen Hand lass' ich mich nicht berühren.

ZERLINA
O Gott, sei doch vernünftig,
Ich verdiene nicht solche bittre Kränkung.

MASETTO
Wirklich? Du hast noch den Mut, dich zu entschuld'gen?
Mit einem Manne allein zu bleiben,
Mich zu verlassen am Tag unsrer Hochzeit,
Einen braven und ehrlichen Burschen so frech zu beschimpfen!
Ja glaube nur - wenn das Aufsehn nicht wäre, sowollt' ich Dich ...

ZERLINA
Meine Schuld ist es nicht,
Ward' ich doch selber von ihm hintergangen;
Was kannst du fürchten?
Beruh'ge dich, mein Liebster!
Er berührte nicht die Spitze meines Fingers.
Du willst nicht glauben? Du Böser!
Komm her, schilt mich nur, und schlage mich,
Ja mach' mit mir alles, was du willst,
Doch dann mein lieber Schatz, dann schliess' wieder Frieden!

Nr. 12 - Arie

ZERLINA
Schmäle, schmäle, lieber Junge,
Wie ein Lamm will ich's ertragen,
Fromm, ergeben, ohne Klagen,
Ohne jeden Widerstand.
Jede Strafe will ich dulden,
Schelten magst du mich und schlagen,
Dank dafür will ich dir sagen
Und noch küssen deine Hand,
Die liebe Hand,
Ja, ich seh' es, du vergibst mir,
Friede, Friede lass uns schliessen,
Lass der Liebe Glück geniessen
Uns in Wonne Tag für Tag.

Rezitativ

MASETTO
Ei, da seht diese Hexe,
Die versteht sich auf's Ködern!
Ja, wir Männer sind wahrlich gute Narren!

DON GIOVANNI
hinter der Szene
Nun kann das Fest beginnen, bereit ist alles.

ZERLINA
Ach, Masetto, Masetto, hörst du die Stimme unsers gnädigen Herrn?

MASETTO
Je nun, was tut's?

ZERLINA
Er kommt.

MASETTO
Lass' ihn nur kommen.

ZERLINA
Was fang' ich an, wie kann ich ihm entfliehn?

MASETTO
Was ist zu fürchten, weswegen, sag', entfärbst du dich?
Ha, du Schelmin, ich merke schon,
Du fürchtest, dass ich jetzt wohl erfahre,
Wie zwischen dir und ihm die Sache ablief!

Nr. 13 - Finale

MASETTO
Hurtig, hurtig, eh' er nahet,
Will ich mich bei Seite machen.
In der Nische werd' ich wachen,
Alles hör' ich dort mit an.

ZERLINA
Ach Masetto, was beginnst du?
Ach bitte, bitte, nicht verstecken!
Sicher wird er dich entdecken
Und dann ist's um dich getan.

MASETTO
Sag' und tu' er, was er wolle.

ZERLINA
Ach, er hört mich nicht, der Tolle!

MASETTO
Rede laut und bleib' hier stehen!

ZERLINA
Er ist taub für all' mein Flehen!

MASETTO
Sprich' mir laut und bleib' hier stehen!
Ich will seh'n, ob sie mir treu ist,
So nur komm' ich auf die Spur.

Geht in die Nische.

ZERLINA
O wie grausam, wie abscheulich,
Dass er mir die Falle stellt!


SIEBZEHNTE SZENE
Die Vorigen. Don Giovanni. Diener.

DON GIOVANNI
Auf Ihr Freunde, munter, munter!
Nicht verlegen, liebe Leute!
Nur die Freude herrsche heute!
Tanzt und scherzet, trinkt und lacht.
Auf ihr Diener, führt geschwinde
Mir die Leute hier zum Mahle,
Füllet alle Weinpokale,
Jubel herrsch' in dieser Nacht!

DIE VIER DIENER
Auf ihr Freunde, munter, munter!
Nicht verlegen, liebe Leute!
Nur die Freude herrsche heute,
Tanzt und scherzet, trinkt und lacht!

Gehen ab.


ACHTZEHNTE SZENE
Don Giovanni. Zerlina; dann Masetto.

ZERLINA
Seinem Blick mich zu verbergen,
Eil' ich unter jene Bäume.

DON GIOVANNI
hält sie fest
Ach Zerlinchen, säume, säume;
Holde Kleine, holde Kleine, fliehe nicht!

ZERLINA
Gnäd'ger Herr, o lasst mich gehen!

DON GIOVANNI
Nein, du darfst nicht widerstehen!

ZERLINA
Ich beschwöre Euch mit Tränen ...

DON GIOVANNI
Liebchen, stille dieses Sehnen!
Komm zur Laube, süsse Taube,
Komm, dort sollst du glücklich sein!
Komm mit mir in jene Grotte,
Komm, dort sollst du glücklich sein!

ZERLINA
Ach, wenn er Masetto findet,
Werden wir verloren sein.

DON GIOVANNI
erblickt Masetto
Masetto?

MASETTO
Ja, Masetto!

DON GIOVANNI
Verborgen hier, warum?
Dem Bräutchen wurde bange,
Du bliebst ihr allzulange,
Sie sehnte sich nach dir,
Und dich zu suchen, half ich ihr.

MASETTO
spöttisch
O, zuviel Ehr' erweist ihr mir!

DON GIOVANNI
Nun seid nur guten Mutes,
Die Geigen hört ihr klingen,
Zum Tanze kommt mit mir.

ZERLINA UND MASETTO
Zum Feste lasst uns eilen,
Der andern Lust zu teilen,
Zusammen gehen wir!

DON GIOVANNI
Auf, auf und kommt,
Zusammen gehen wir!

ZERLINA, MASETTO UND DON GIOVANNI
Zum Feste, zum Tanze lasst uns gehn.

Sie gehen ab.


NEUNZEHNTE SZENE
Donna Elvira. Donna Anna. Don Ottavio. Dann Leporello. Don Giovanni.

DONNA ELVIRA
als erste
Seid mutig, edle Freunde,
So wird es uns gelingen,
Das Dunkel zu durchdringen,
Entlarvt wird bald der Frevler sein!

DON OTTAVIO
O hör' der Freundin Worte!
Sei standhaft, du mein Leben,
Das Ziel, nach dem wir streben,
Es mag dir Mut verleih'n!

DONNA ANNA
Gefahrvoll' Unterfangen,
Mich fasst ein tiefes Bangen.
Du bist's, für den ich fürchte,
Hier droht auf's neu' uns Pein.

LEPORELLO
am Fenster
O sehet, gnäd'ger Herr doch
Die allerliebsten Masken!

DON GIOVANNI
am Fenster
Lass' sie mir nicht entgehen,
Lade zum Ball sie ein!
Zieht sich zurück.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Wie Mienen doch und Blicke
Den Schändlichen verraten!

LEPORELLO
Pst, pst! Ihr schönen Masken dort, pst, pst!

DONNA ANNA
zu Don Ottavio
Gib du ihm Antwort!

DONNA ELVIRA
zu Don Ottavio
Gebt Ihr ihm Antwort!

LEPORELLO
Pst, pst, ihr schönen Masken dort!

DON OTTAVIO
Sprecht, was begehrt Ihr?

LEPORELLO
Zum Tanz lädt mein Gebieter
Euch alle freundlich ein.

DON OTTAVIO
Dank für so grosse Ehre!
Wohlan! Wir werden kommen.

LEPORELLO
für sich
Mein Büchlein wird schon morgen
Wieder bereichert sein.

DONNA ANNA UND DON OTTAVIO
die Masken abnehmend
Mög' Gott zu unsrem Werke,
Uns Kraft und Mut verleih'n!

Sie legen die Masken wieder an und gehen feierlich ab.


Verwandlung
Ballsaal in Don Giovannis Landschloss.

ZWANZIGSTE SZENE
Don Giovanni, Zerlina, Leporello, Masetto, Bauern, Bäuerinnen, Diener.

Don Giovanni ladet die Mädchen, Leporello die Burschen, die soeben einen Tanz beendet, zum Sitzen ein.

DON GIOVANNI
Ruht ein wenig, ihr reizenden Kinder!

LEPORELLO
Kommt, erfrischt euch, ihr artigen Burschen.

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Dann beginnen wir wieder zu tanzen,
Wirbeln lustig im Kreise herum.

DON GIOVANNI
He, Kaffee!

LEPORELLO
Schokolade!

MASETTO
Ach, Zerlina, behutsam!

DON GIOVANNI
Gefror'nes!

LEPORELLO
Konfekt her!

ZERLINA UND MASETTO
Zwar recht artig beginnet das Spiel hier,
Doch das Ende, wer sieht es voraus?

DON GIOVANNI
O wie bist du so reizend, Zerlina!
Liebkost sie.

ZERLINA
Ei, Ihr scherzet!

MASETTO
Wie die Schelmin vergnügt ist!
Don Giovanni beobachtend.
Rühr' sie an, und es soll dich gereuen.

LEPORELLO
Don Giovanni nachahmend
O, wie bist du so reizend, Gianotta!

ZERLINA
Ach, Masetto verdreht schon die Augen,
Dieser Handel, er endet nicht gut.

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Ha, Masetto verdreht schon die Augen,
Darum Vorsicht und wohl auf der Hut!


EINUNDZWANZIGSTE SZENE
Die Vorigen, Donna Anna, Donna Elvira, Don Ottavio.

LEPORELLO
Nur näher, schöne Masken,
Willkommen hier zum Feste!

DON GIOVANNI
Willkommen, werte Gäste,
Hoch leb' die Freiheit hier!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA UND DON OTTAVIO
Wir danken Eurer Grossmut,
Die Freiheit uns gewährt!

DON GIOVANNI
Seid meine Gäste!
Hoch leb' die Freiheit!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO, DON GIOVANNI, LEPORELLO
Hoch leb' die Freiheit
Hoch, sie lebe hoch!

DON GIOVANNI
zum Hausmarschall
Lasst die Musik beginnen!
zu Leporello
Du ordne neu die Tänze!

Auf dem Theater Musik

LEPORELLO
Nur flink zum muntern Tanze!

DONNA ELVIRA
zu Donna Anna
Das ist die junge Bäu'rin!

DONNA ANNA
Ich sterbe!

DON OTTAVIO
zu Donna Anna
Still, nur Fassung!

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Nicht besser könnt' es gehn'!

MASETTO
spöttisch
Vortrefflich, vortrefflich!
Vortrefflich, muss gestehn!

DON GIOVANNI
zu Leporello
Masetto schaff' beiseite!

LEPORELLO
Willst du nicht auch mit tanzen,
Armer Junge?
O komm doch, Freund Masetto,
Tanze, so wie's die andern tun.

DON GIOVANNI
zu Zerlina
Reich' mir die Hand zum Tanze,
Zerlina, komm mit mir!

MASETTO
Nein, nein, ich mag nicht tanzen!

LEPORELLO
Ei tanze nur, Masetto!

MASETTO
Nein!

LEPORELLO
Ja! Masetto, tanze! Tanze!

MASETTO
Nein, nein, ich mag nicht.

DONNA ANNA
Ich kann mich nicht mehr fassen!

DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Verstellung gilt es hier.

LEPORELLO
Komm tanze, Freund Masetto,
So wie's die andern tun.

DON GIOVANNI
Komm nur mit mir, mein Leben,
Komm, o folge mir!

MASETTO
Lass' mich doch hinweg! Zerlina!

ZERLINA
Ich Arme, bin verloren!

Wird im Tanz von Don Giovanni weggezogen.

LEPORELLO
Jetzt wird es Händel setzen!
Ab.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Im eignen Netze fängt nun
Der Schändliche sich hier!

ZERLINA
von draussen
Ach zu Hilfe, habt Erbarmen!!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Auf, entreisst sie seinen Armen!

Die Musikanten und Bauern entfernen sich im Tumult.

MASETTO
Ach, Zerlina!

ZERLINA
Weh mir Armen!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Ha, sie rief auf jener Seite!

ZERLINA
Weh mir Armen!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Sprengt die Türe, lasst uns eilen!

ZERLINA
Kommt zu Hilfe mir,
Ach, ich sterbe!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO
Wir sind hier zu deinem Schutze!

DON GIOVANNI
führt Leporello am Arme herein und tut, als wolle er ihn erstechen.
Frecher Bube! Sie beleid'gen!
Doch bestrafen werd' ich ihn,
Stirb, Verwegner!
Du musst sterben!

LEPORELLO
Ach, habt Erbarmen!

DON OTTAVIO
richtet eine Pistole auf Don Giovanni
Deine List ist hier vergebens!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA UND DON OTTAVIO
Hoffe nimmer uns zu täuschen
Durch dein schnödes Gaukelspiel.
Sie nehmen die Masken ab.

DON GIOVANNI
Wie, Elvira?

DONNA ELVIRA
Ja, Verräter!

DON GIOVANNI
Don Ottavio?

DON OTTAVIO
Ja, ich bin es!

DON GIOVANNI
Könnt ihr glauben ...

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO, ZERLINA UND MASETTO
Ehrvergessner, schweig und zittre!
Alles, alles wissen wir!
Zittre! Bebe!
Bebe, Missetäter!

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Mir verwirren sich die Sinne!
Kaum vermag ich mich zu fassen.
Wild erregte Stürme rasen,
Drohn von allen Seiten mir!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO UND MASETTO
Bald soll alle Welt mit Grauen
Dein verruchtes Herz durchschauen
Deine grausam wilde Gier.
Hör' des Donners Rachestimme!
Vor dem Blitz des Himmels zage,
Weh' dir, noch an diesem Tage
Treffe dich sein Feuerstrahl.

DON GIOVANNI
Doch soll nie mein Mut erliegen.
Mag die Welt in Trümmer gehen!

LEPORELLO
Doch wird nie sein Mut erliegen.
Mag die Welt in Trümmer gehen!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO, ZERLINA UND MASETTO
Hör den Sturm!
Weh dir, noch heute an diesem Tage
Treffe dich der Rache Strahl!

Als Ottavio den Zweikampf mit Don Giovanni aufnehmen will, wirft sich Elvira dazwischen. Der Kampf wird abgebrochen. Anna sinkt ohnmächtig in Ottavios Arme, Don Giovanni behauptet das Feld.



ZWEITER AKT

Eine einsame Strasse. Einbrechende Dunkelheit.

ERSTE SZENE
Don Giovanni. Leporello.

Nr. 14 - Duett

DON GIOVANNI
Gib dich zufrieden,
Alberner Wicht!

LEPORELLO
Wir sind geschieden,
Ich bleibe nicht!

DON GIOVANNI
Lass' dich belehren ...

LEPORELLO
Mag nichts mehr hören!

DON GIOVANNI
Was hat's gegeben,
Das dir missfiele?

LEPORELLO
Nichts, nur mein Leben
Stand auf dem Spiele!

DON GIOVANNI
Das waren Possen,
Werde doch klug!

LEPORELLO
Von solchen Possen,
Hab' ich genug!

Will abgehen. Don Giovanni hält ihn zurück.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Leporello!

LEPORELLO
Eu'r Gnaden!

DON GIOVANNI
Komm her, wir schliessen Frieden,
Nimm da!

LEPORELLO
Was denn?

DON GIOVANNI
Vier Dublonen.

LEPORELLO
Gut, doch höret:
Für diesmal sei's,
Will das Schmerzensgeld behalten,
Doch merkt Euch:
Nur für diesmal, und glaubt ja nicht,
Dass ihr mich so verführen könnt wie die Weiber,
Durch Geld und schöne Worte.

DON GIOVANNI
Und nun nichts mehr davon!
Bist du jetzt willig,
Zu tun, was ich dir sage?

LEPORELLO
Nur lasst mir von den Weibern!

DON GIOVANNI
Die Weiber lassen? Dummkopf!
So wisse, dass sie mir nötig sind
Wie das Brot, das ich esse,
Wie die Luft, die ich atme.

LEPORELLO
Und dennoch strebt ihr,
Sie alle zu betrügen?

DON GIOVANNI
Aus reiner Liebe.
Wer nur einer getreu ist,
Begeht ein Unrecht an den andern;
In meinem liebebedürftigen Herzen
Ist Raum genug für alle,
Und nur die Frauen, die das nicht begreifen,
Erklären diese Liebe für Betrug.

LEPORELLO
Von einer gar so reichen, unversiegbaren Liebe
Hab' ich gar keine Ahnung.
Nun wohl, was steht zu Diensten?

DON GIOVANNI
Höre! Sahst du noch nicht das Kammerzöfchen von Donn' Elvira?

LEPORELLO
Ich? Nein!

DON GIOVANNI
Dann hast du niemals etwas Schönes gesehen,
Mein guter Leporello.
Ich will mein Glück bei der Kleinen versuchen,
Und hab' beschlossen,
Da der Abend schon hereinbricht,
Um sie leichter noch zu betören,
Mich in deinen Kleidern ihr zu präsentieren.

LEPORELLO
Aber wär es nicht besser,
Ihr behieltet die Euren?

DON GIOVANNI
Bei Leuten niedren Stands
Haben vornehme Kleider selten viel Kredit.
Vorwärts nur, eilig!

Sie wechseln Mäntel und Hüte.

LEPORELLO
O Herr, wenn Ihr bedächtet ...

DON GIOVANNI
Kein Wort mehr,
Ich dulde keinen Widerspruch.


ZWEITE SZENE
Die Vorigen. Donna Elvira.

Nr. 15 - Terzett

DONNA ELVIRA
am Fenster oder auf dem Balkon eines Hauses
Mein Herz, was soll dein Zagen?
Hör' auf für ihn zu schlagen!
Der Falsche hat mich verraten,
Nicht darf ich ihm verzeihn.

LEPORELLO
Das ist ja Frau Elvira,
Wohl hab' ich sie vernommen.

DON GIOVANNI
Das ist mir sehr willkommen,
Nimm meine Stelle ein!
Stellt sich hinter Leporello
Elvira, du mein Leben!

DONNA ELVIRA
Ist das nicht seine Stimme?

DON GIOVANNI
Ja, ich bin's, einzig Geliebte,
Der reuvoll zu dir fleht!

DONNA ELVIRA
Heiss fluten mir im Herzen
Sehnsücht'ger Liebe Schmerzen!

LEPORELLO
Merk' schon, die gute Närrin
Läuft nochmals ihm in's Garn.

DON GIOVANNI
O komm herab, mein Liebchen!
Ich schwöre dir auf's neue
Für Tod und Leben Treue,
Erhöre mein reuig' Flehn!

DONNA ELVIRA
Dir glaub' ich nun und nimmermehr!

DON GIOVANNI
Ach glaube mir, sonst verzweifl' ich!

LEPORELLO
Ich kann nicht mehr vor Lachen,
Ich lache, lache, lache.

DONNA ELVIRA
Gott schenke jetzt mir Gnade,
Zeig' mir die rechten Pfade!
Wie könnt' ich seinem Flehen
Noch länger widerstehn!

Sie verlässt das Fenster.

DON GIOVANNI
Dank dir, o Serenade,
Hilf du nun Maskerade!
Dass ich im Ködern Meister,
Muss jeder zugestehn.

LEPORELLO
Sie glaubt der Maskerade!
Nun schenke Gott ihr Gnade!
Schützt er sie nicht vor Unheil,
Dann ist's um sie geschehn.

Rezitativ

DON GIOVANNI
sehr heiter
Nun, Freund, was sagst du jetzt?

LEPORELLO
Dass Euer Herz
Noch härter ist, als Erz.

DON GIOVANNI
Geh, geh, sei nicht so albern!
Nun gib wohl Achtung:
Siehst du die Tür sie öffnen,
So eilst du ihr entgegen,
Schliesst sie in deine Arme,
Und ahmst meine Stimme nach;
Dann suchest du von hier
Mit Schmeicheln und List
Sie zu entfernen.

LEPORELLO
Doch Eu'r Gnaden!

DON GIOVANNI
Keinen Widerspruch!

LEPORELLO
Wenn sie mich nun erkennt?

DON GIOVANNI
Sie erkennt dich nicht,
Wenn du nicht willst.
Stille: sie kommt schon!
Nun gilt es!


DRITTE SZENE
Donna Elvira, Leporello, Don Giovanni.

DONNA ELVIRA
Ich hab' dich wieder!

DON GIOVANNI
Lass sehen, was er tut!

LEPORELLO
für sich
Schöne Geschichte!

DONNA ELVIRA
Darf ich glauben, dass endlich mein Klagen
Doch dein Herz noch bewegt,
Und dass voll Reue mein heissgeliebter Gatte,
Treu seiner Pflicht,
Zurück in meine Arme kehrt?

LEPORELLO
Ja, Geliebte!

DONNA ELVIRA
Du Böser, wenn du wüsstest,
Wie viel Tränen
Und wie viele Seufzer
Du mich gekostet!

LEPORELLO
Ich dich gekostet?

DONNA ELVIRA
Ja, du!

LEPORELLO
Ach, du Arme, das tut mir sehr leid!

DONNA ELVIRA
Bleibst du nun stets auch mein?

LEPORELLO
Ja, Zuckermäulchen!

DONNA ELVIRA
Und wirst mich nie verlassen?

LEPORELLO
Niemals!

DONNA ELVIRA
Geliebtester!

LEPORELLO
Geliebteste!
für sich
Der Spass ist gar nicht übel.

DONNA ELVIRA
Du mein Alles!

LEPORELLO
Meine Venus!

DONNA ELVIRA
Ach für dich bin ich ganz Flamme!

LEPORELLO
Und ich ganz Asche.

DON GIOVANNI
für sich
Der Schlingel fängt schon Feuer!

DONNA ELVIRA
Und wirst du stets mir treu sein?

LEPORELLO
Das versteht sich!

DONNA ELVIRA
So schwör es mir!

LEPORELLO
Ich schwör's bei diesem Händchen,
Das ich voll Inbrunst küsse,
Bei diesen Augen -

DON GIOVANNI
indem er tut, als ob er jemanden töten wolle
He, hollah, he! Du musst sterben!

DONNA ELVIRA UND LEPORELLO
O Himmel!
Fliehen.

DON GIOVANNI
He, holla, holla, he!
Die Sache geht ja ganz nach Wunsche.
Lass sehen! Dieses hier ist ihr Fenster,
Nun frisch gesungen.

Nr. 16 - Canzonetta

DON GIOVANNI
Feinsliebchen, komm an's Fenster, erhör' mein Flehen!
O eile, meinem Schmerz Balsam zu spenden.
Kannst meine Liebe du grausam verschmähen,
Dann mag ein rascher Tod mein Leben enden.
Dein honigsüsses Mündchen hold mir lachte,
Lieblich strahlt mir dein Auge, wie Maiensonne!
Ach, dass in Liebespein ich nicht verschmachte,
Gönne mir einen Blick, du meine Wonne!

Man sieht die Zofe einen Augenblick am Fenster.


VIERTE SZENE
Don Giovanni, Masetto, Bauern.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Es regt sich was am Fenster,
Ja sie ist es .. Pst, pst ...

MASETTO
zu den Bauern
Nur unverdrossen,
Ihr werdet sehen, wir finden ihn hier.

DON GIOVANNI
für sich
Ich höre sprechen.

MASETTO
Bleibt hier stehen!
Mir scheint, als ob dort sich etwas rege.

DON GIOVANNI
für sich
Irr' ich nicht, ist's Masetto.

MASETTO
Wer ist da? Keine Antwort!
Mut, das Gewehr an die Backen!
Alle legen das Gewehr an.
Wer ist da?

DON GIOVANNI
für sich
Es sind viele, da heisst es klug sein.
Ahmt Leporellos Stimme nach.
Ihr Freunde!
für sich
Kennen darf man mich nicht.
Bist du's Masetto?

MASETTO
zornig
Grade der bin ich, und du?

DON GIOVANNI
Kennst du mich nicht mehr?
Ich bin ja der Diener jenes Don Giovanni.

MASETTO
Leporello! Der Diener
Jenes saubren Kavalieres?

DON GIOVANNI
Freilich, jenes Schurken.

MASETTO
Jenes ehrlosen Buben!
Kannst du mir sagen,
Wo wir ihn finden können?
Wir haben uns vereint,
Ihn tot zu schlagen.

DON GIOVANNI
für sich
Eine Kleinigkeit!
Zu Masetto.
Mein guter Freund Masetto, ich schliesse mich euch an,
Dem schändlichen Patron eins aufzupelzen.
Zuvor doch hört, was ich mir ausgesonnen.

Nr. 17 - Arie

DON GIOVANNI
Ihr geht nach jener Seite hin,
Durch diese Gasse ihr!
Nur klug und still, dann fangt ihr ihn,
Er ist nicht weit von hier.
Seht ihr ein zärtlich Pärchen,
Die Strasse hin spazieren,
Hört unter einem Fenster
Von Liebe ihr parlieren,
Dann habt ihr ihn, dann packt ihn,
Zerschlaget und zerhackt ihn,
Den saubern Kavalier!

Die Bauern wollen abgehn.

DON GIOVANNI
Noch merke sich ein jeder
Am Hut die weisse Feder,
Den grossen, weiten Mantel,
Das Schwert am Bandelier,
Dran kennt ihr, glaubet mir,
Den saubren Kavalier.
Nur hurtig ohne Weilen.
zu Masetto
Nur du, du bleibst bei mir.
Die Bauern gehen ab.
Glaub mir, o Freund Masetto,
Den Rest besorgen wir.


FÜNFTE SZENE
Don Giovanni, Masetto.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Stille, lass' mich erst horchen!
Alles in Ordnung!
Also wir woll'n ihn ermorden?

MASETTO
Versteht sich.

DON GIOVANNI
Doch wär's nicht auch genug
Ihn durchzuprügeln,
Ein paar Rippen ihm zu brechen?

MASETTO
Nein, nein, ich will ihn morden,
In Stücke ihn zerreissen!

DON GIOVANNI
Hast du Waffen?

MASETTO
Ei freilich!
Zuerst hier die Muskete,
Und dann noch die Pistole.

DON GIOVANNI
Was sonst noch?

MASETTO
Genügt's nicht?

DON GIOVANNI
Ei, es genügt schon. So nimm denn:
Dieses für die Pistole,
Dieses für die Muskete.

MASETTO
Au, au, mein Kopf, mein Rücken!

DON GIOVANNI
Schweig, oder stirb!
Nimm dies für das Ermorden
Und dies für das Zerreissen.
Da hast du deinen Lohn, du dummer Tölpel!

Geht ab.

MASETTO
O weh, mein armer Schädel!
O weh, mein Rücken, die Schulter ...


SECHSTE SZENE
Zerlina mit einem Laternchen. Masetto.

ZERLINA
Wenn mein Ohr mich nicht täuschte,
So hört' ich Masetto rufen.

MASETTO
O weh, Zerlina,
O mein Zerlinchen, zu Hilfe.

ZERLINA
Sag', was ist dir?

MASETTO
Der Schurke, der freche Bube,
Hat die Knochen mir zerschlagen!

ZERLINA
Wehe mir armen Frau! Wer?

MASETTO
Leporello,
Wenn nicht der Teufel in seiner Gestalt.

ZERLINA
Da siehst du! Sagt' ich's nicht immer,
Dass dein törichtes, eifersücht'ges Wesen
Dich noch in schreckliche Händel bringen werde?
Wo fühlst du Schmerzen?

MASETTO
Hier!

ZERLINA
Wo sonst noch?

MASETTO
kläglich
Hier, und hier, und - da!

ZERLINA
Sonst fühlst du keine Schmerzen?

MASETTO
Wie, du fragst noch nach mehr?
Ich hab' an denen grade genug!

ZERLINA
Ei nun, das tut nicht viel,
Wenn du sonst nur gesund bist.
Komm schön mit mir nach Hause,
Und wenn du mir versprichst
Deine Eifersucht zu lassen,
Dann will ich dich schon heilen, mein Masetto.

Nr. 18 - Arie

ZERLINA
Ich weiss ein Mittel,
Das dir, mein Schätzchen,
Wenn du fein fromm bist,
Heilung verschafft.
's ist so natürlich,
Mundet so köstlich,
Kein Apotheker
Kennt seine Kraft.
Ja dieser Balsam,
Er wirkte schon Wunder,
Magst du ihn kosten,
Bin ich bereit.
Willst du auch wissen,
Wo ich ihn berge,
Wo ich den Balsam berge?
Masetto nickt.
Fühlst du es klopfen hier?
Das heilt dein Leid!

Ab mit Masetto.


Verwandlung
Dunkle Vorhalle im Hause der Donna Anna.

SIEBENTE SZENE
Leporello, Donna Elvira, Donna Anna, Don Ottavio.

Rezitativ

LEPORELLO
Ich sehe Fackeln schimmern,
Ja, sie kommen hierher;
Lass uns hier warten,
Bis sie vorbeigegangen.

DONNA ELVIRA
Was besorgst du,
Angebeteter Gatte?

LEPORELLO
Nichts, o gar nichts ...
Gewisse Rücksichten,
Drum will ich seh'n,
Ob die Lichter sich entfernen.
für sich
Ach hätt' ich diesen Schatz doch vom Halse!
O bleib' nur, holdes Wesen!

DONNA ELVIRA
Teurer, verlass' mich nicht!

Nr. 19 - Sextett

DONNA ELVIRA
Einsam hier an dunkler Stätte
Pocht mein Herz, erfüllt von Bangen,
Und die Seele, sie bebt befangen,
Neuer Jammer ahnet mir.

LEPORELLO
geht tastend umher
Ach, vergebens, wie ich suche,
Keine Türe ist zu finden ...
Sachte, sachte, ja da ist sie,
Jetzt verschwinde ich von hier ...
Verfehlt die Tür.

Donna Anna und Don Ottavio mit Fackelträgern.


DON OTTAVIO
Heb' empor die feuchten Augen,
O lass ab von deinem Kummer!
Selbst deines Vaters tiefen Schlummer
Stört im Grab der Tränen Flut.

DONNA ANNA
Lass' mich klagen, lass' mich weinen,
Gönne mir den Trost der Tränen!
Erst im Grabe wird mein Sehnen,
Wird mein Schmerz erloschen sein.

DONNA ELVIRA
ohne bemerkt zu werden.
Ach, wo mag der Gatte weilen?

LEPORELLO
Trifft sie mich, bin ich verloren!

DONNA ELVIRA UND LEPORELLO
Hier die Tür', nun will ich eilen,
Sachte, sachte, fort von hier.


ACHTE SZENE
Die Vorigen, Zerlina und Masetto.

ZERLINA UND MASETTO
Halt Missetäter, nicht von der Stelle!

DONNA ANNA UND OTTAVIO
Wie, der Verräter lässt sich hier sehn!?

ZERLINA, MASETTO, DONNA ANNA, DONNA ELVIRA
Tod diesem Schändlichen,
Der mich verraten!

DONNA ELVIRA
Schont meines Gatten,
Erhört mein Flehn!

ZERLINA, MASETTO, DONNA ANNA, DON OTTAVIO
Was muss ich sehen?
Donna Elvira,
Kaum kann ich's verstehen!
Nein, nein, nein, nein!
Er stirbt!

DONNA ELVIRA
Erbarmen!

LEPORELLO
Ach habt Erbarmen
Und schont mich Armen!
Dies hier sind leider
Nur seine Kleider!
Der, den ihr sucht, ist weit.
Barmherzigkeit!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO, ZERLINA, MASETTO
Wie, Leporello?
Welch neue Täuschung!
Staunen erfasst mich,
Was ist zu tun!
O Gott, was ist hier nun zu tun!

DONNA ANNA, ZERLINA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO, MASETTO
Welch ein frevelhaft Beginnen!
Wie soll Fassung ich gewinnen?

LEPORELLO
Weh mir Armen, was beginnen?
Könnt' ich nur von hier entrinnen;
Rett' ich mich aus den Gefahren,
Hat's ein Wunder nur vollbracht.

DONNA ANNA, ZERLINA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO, MASETTO
Neue Frevel an jedem Tage,
Neues Unheil jede Nacht!

Donna Anna geht ab mit den Dienern.


NEUNTE SZENE
Zerlina, Donna Elvira, Don Ottavio, Masetto, Leporello.

ZERLINA
Also du bist der Schuft,
Der diesen Abend mir Masetto so übel zugerichtet?

DONNA ELVIRA
Also du hast so schändlich mich betrogen,
Da du für meinen Gatten dich ausgabst?

DON OTTAVIO
Du also kamst verkleidet in dieses Haus
Zu neuen Missetaten?

DONNA ELVIRA
An mir ist's, ihn zu strafen.

ZERLINA
Nein, an mir.

DON OTTAVIO
Nein, nein, an mir.

MASETTO
Also schlagen wir viere ihn tot!

Nr. 20 - Arie

LEPORELLO
Ach Erbarmen, meine Herrn,
Ach erbarmt euch mein, Ihr Herrn!
Ihr habt recht ja und sie nicht minder,
Doch glaubt, euch zu täuschen liegt mir fern.
Er ist Herr, und er gebot mir,
Ich bin schuldlos, das ist klar.
Helft, o Donna, aus der Not mir!
Wisst ja selber, wie es war.
zu Zerlina
Von Masetto weiss ich gar nichts,
Diese Dame wird dir bezeugen,
Dass wir beide seit zwei Stunden,
Ganz allein und ungesehn,
Stillvergnügt spazieren gehn.
zu Don Ottavio
Euch, lieber Herre, sag' ich kein Wörtlein ...
Ich fand durch Zufall hier dieses Pförtlein,
Da draussen Lichtschein,
Doch hier kein Lichtlein.
Ich fühlte Schauer,
Die Pforte, die Mauer,
Dies Eck hier
Schien ein Versteck mir,
So wider Willen,
Bald da, bald dort,
Dacht' ich im Stillen:
O wär' ich fort.

Läuft fort.


ZEHNTE SZENE
Donna Elvira, Zerlina, Don Ottavio, Masetto.

Rezitativ

DONNA ELVIRA
Halte, Schändlicher, halte!

MASETTO
Der läuft, als hätt' er Flügel.

ZERLINA
Wie der Schurke uns so schlau entwischt ist!

DON OTTAVIO
Hört mich, ihr Freunde!
Nach so schweren Verbrechen
Zweifl' ich länger nicht mehr,
Dass Don Giovanni der verruchte Mörder
Von Donna Anna's Vater
In diesem Hause weilt nur wenige Stunden noch;
Seinem Richter wird nimmer er entrinnen;
In kurzer Zeit wird der Frevel bestraft sein.
So verlangt es die Pflicht, das Mitleid, die Liebe.

Nr. 21 - Arie

DON OTTAVIO
Folget der Heissgeliebten
Und sagt ihr, was Trost ihr bringen kann.
Trocknet die Tränenfluten
Und nehmt euch ihrer an.
O, tröstet die Teure
Und nehmt euch ihrer an.
Dann erst, wenn dem Verbrecher
Lohn seiner Tat geworden,
Als Richter und als Rächer
Werd' ich ihr wieder nahn.

Alle ab.


ZEHNTE SZENE
(nachkomponiert für die Wiener Première vom 30. April 1788)

Donna Elvira (allein)

Nr. 21b - Rezitativ und Arie

DONNA ELVIRA
In welche Abgrund, o Himmel, in welchem Pfuhle
Abscheulicher Verbrecher
Versank der Unglücksel'ge!
Nein, nein! Nicht länger wird Gottes Langmut hemmen
Der Gerechtigkeit Arm.
Schon seh' ich flammen den vernichtenden Blitzstrahl,
Ihm das Haupt zu zerschmettern.
Schon seh ich offen der Hölle grausen Schlund! Arme Elvira!
Welch ein Kampf der Gefühle bewegt das Herz dir?
Weshalb noch diese Seufzer, dies bange Sehnen?

Mich verriet der Undankbare,
Gab dem Jammer, der Schmach mich hin.
Doch verraten, von ihm verlassen
Fühl' ich Mitleid noch für ihn.
Wenn ich denke alles Leid's
Dann entflammt die Brust von Rache,
Doch erblick ich ihn in Gefahren,
Ach, dann zagt dies schwache Herz.

Geht ab


Verwandlung
Geschlossene Kirchhofshalle. Verschiedene Reiterstatuen; die Statue des Komturs.

ELFTE SZENE
Don Giovanni. Leporello. Dann Stimme des Komturs.

Rezitativ

DON GIOVANNI
Ha, ha, ha, ha! Ganz vortrefflich!
Nun mögen sie mich suchen.
Welch' schöne Mondnacht!
Fast so hell wie am Tage,
Wie geschaffen für Abenteuer
Auf Jagd nach schönen Mädchen.
Sieht auf die Uhr, die repetiert.
Wie spät ist's? Zwei volle Stunden noch bis Mitternacht.
Ich möchte wohl gerne erfahren,
Wie Leporello die Sache mit Elvira beendigt!
Wenn der Schlingel gescheit war ...

LEPORELLO
Gott sei Dank! Ei, das lief noch ziemlich gut ab!

DON GIOVANNI
Da ist er. He, Leporello!

LEPORELLO
Wer ruft mich?

DON GIOVANNI
Kennst du nicht deinen Herrn?

LEPORELLO
Ich wollt', ich kennt' ihn nicht!

DON GIOVANNI
Wie, du Schurke?

LEPORELLO
Ihr seid es, Herr? Verzeiht mir!

DON GIOVANNI
Nun, wie ging es?

LEPORELLO
An Eurer Statt wurd' ich beinah' erschlagen.

DON GIOVANNI
Nun, diese grosse Ehre wusstest du doch zu schätzen?

LEPORELLO
Nein Herr, ich danke.

DON GIOVANNI
Schon gut, schon gut, Komm her!
Die schönsten Sachen erzähl' ich dir!

LEPORELLO
Doch was bracht' euch hierher?

DON GIOVANNI
Komm herein, dann sollst du's wissen.
Verschied'ne Abenteuer,
Die ich glücklich bestanden, seit wir schieden,
Sollst du später erfahren,
Aber das Schönste will ich gleich dir erzählen.

LEPORELLO
Wieder mit Frauen?

DON GIOVANNI
Natürlich!
Ein junges Mädchen, frisch und schön wie der Tag,
Begegnet mir auf der Strasse;
Ich folg' ihr eilig und fasse ihre Hand,
Sie will entfliehen, ich sag' ihr ein paar Worte,
Und sie, sie hält mich, rate für wen?

LEPORELLO
Weiss es nicht.

DON GIOVANNI
Für Leporello.

LEPORELLO
Für mich?

DON GIOVANNI
Für dich.

LEPORELLO
Vortrefflich!

DON GIOVANNI
Und nun drückt sie mir zärtlich die Hände ...

LEPORELLO
Ei, immer besser!

DON GIOVANNI
Sie umarmt mich, sie küsst mich:
Mein lieber Leporello! Leporello mein Alles ...
Es war kein Zweifel, es war eins deiner Schätzchen.

LEPORELLO
O, alle Teufel!

DON GIOVANNI
Ich benutze den Irrtum,
Doch als sie endlich mich erkannte schrie sie,
Es kamen Leute, eilig sucht' ich den Rückzug
Und schwang behende mich herab dort über jene Mauer.

LEPORELLO
Und dies alles erzählet Ihr mir mit solchem Gleichmut?

DON GIOVANNI
Warum nicht?

LEPORELLO
Ei, gesetzt, meine Frau wär' es gewesen?

DON GIOVANNI
lacht laut auf
Desto besser!

KOMTUR
Dein Lachen wird vergeh'n, ehe der Tag graut!

DON GIOVANNI
zu Leporello
Wer sprach hier?

LEPORELLO
Ach, gewiss war es ein Geist aus andern Welten,
Der Euch ganz genau kennt.

DON GIOVANNI
Schweige, Dummkopf!
Wer ist da! Wer ist da?

KOMTUR
Verwegner, entweiche,
Gönne Ruhe den Toten!

LEPORELLO
Sagt ich's nicht?

DON GIOVANNI
Mir scheint, ein Tollkopf draussen
Macht sich über uns lustig ...
Ei, ist das nicht das Standbild unsers wackern Komturs?
Gehe hin und lies mir die Inschrift!

LEPORELLO
Entschuldigt ... so weit hab' ich's noch nicht gebracht,
Bei Mondenschein zu lesen.

DON GIOVANNI
Auf, gehorche!

LEPORELLO
liest
Ich ... warte ... hier ... der Rache an jenem Buben,
Der mir das Leben raubte ..
Vernahmt Ihr's? Ich bebe!

DON GIOVANNI
Der alte Possenreisser!
Sag' ihm, dass ich noch heute zum Nachtmahl ihn erwarte.

LEPORELLO
Unerhört! Doch mir scheint ...
O Himmel, seht nur, wie so drohend er auf uns beide blickt.
Er scheint lebend, scheint zu fühlen,
Und scheint sprechen zu wollen!

DON GIOVANNI
Wohlan, mach' vorwärts, sonst bring' ich dich um
Und begrabe dich gleich hier.

LEPORELLO
Nur gemach, gnäd'ger Herr,
Ich will gehorchen!

Nr. 22 - Duett

LEPORELLO
O hochgeschätzte Statue
Des grossen Herrn Komtures.
Weh mir! die Kniee schlottern,
Ich kann nicht, o Herr, verschonet mich!

DON GIOVANNI
Gehorche mir, vollende,
Sonst lehrt's mein Degen dich.

LEPORELLO
Wie gottlos, wie verwegen!

DON GIOVANNI
Der Spass kommt mir gelegen.

LEPORELLO
Zu Eis erstarrt mein Blut.

DON GIOVANNI
Ich kenne seinen Mut.

LEPORELLO
O hochgeschätzte Statue,
Obschon in Stein gehauen,
Gnäd'ger Herr, o Entsetzen, o Grauen,
Ach seht nur, wie finster schaut er drein.

DON GIOVANNI
den Degen ziehend
Stirb denn, stirb denn!

LEPORELLO
Nein, nein, jetzt soll es werden, wartet!
Mein Herr, den dort Ihr sehet,
Nicht ich, dass Ihr's verstehet ...
Lädt Euch zur Tafel ein.
Die Statue nickt.
Weh mir, weh, das ist entsetzlich,
O Gott, ich sah ihn nicken!

DON GIOVANNI
Welch' albernes Gebahren,
Du bist ein rechter Narre!

LEPORELLO
O seht nur, ich bitt' Euch, seht nur selber!

DON GIOVANNI
Was ist denn da zu sehen, sprich?

LEPORELLO
Mit seinem Marmorkopfe verneigte er sich so!

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Mit seinem Marmorkopfe verneigte er sich so!

DON GIOVANNI
zur Statue
Wohlan denn, gib mir Antwort!
Kommst du zur Tafel?

KOMTUR
Ja!

LEPORELLO
Weh, mir ist nicht geheuer,
Der Geist kommt selbst zur Tafel!
Ach, gnäd'ger Herr, Erbarmen,
Lasst uns nach Hause gehen.

DON GIOVANNI
Welch' tolles Abenteuer,
Der gute Alte kommt selbst zur Tafel!
Dass wir sie gut bereiten,
Lass' uns nach Hause gehn!
Er will zur Tafel kommen,
Ich selber hab's vernommen.
Dass wir sie gut bereiten,
Lass' uns nach Hause gehn!

Gehn ab.


Verwandlung
Zimmer in Donna Anna's Hause.

ZWÖLFTE SZENE
Donna Anna. Don Ottavio.

DON OTTAVIO
Auf, tröste dich, o Teure!
Bald wird die Strafe den Verbrecher ereilen,
Und wir alle werden endlich gerächt.

DONNA ANNA
Mein Vater, o Himmel!

DON OTTAVIO
O beuge dich in Demut dem Willen des Herrn!
Sei standhaft, Geliebte!
Alles, was du verloren,
Kann schon morgen ich treulich dir ersetzen;
Dieses Herz, meine Hand hier, meine zärtliche Liebe ...

DONNA ANNA
O Gott, was verlangst du?
In so trauriger Stunde!

DON OTTAVIO
Weh mir! Vermöchtest du durch neue Verzög'rung
Mein Leiden noch zu mehren? Wie grausam!

Nr. 23 - Rezitativ und Arie

DONNA ANNA
Ich grausam? O nein, Geliebter!
Schwer wird's auch mir, zu verzögern ein Glück,
Das schon so lange unsre Herzen ersehnen;
Doch denke, die Sitte, Teurer,
Ehre das Empfinden eines todwunden Herzen!
Immerdar bleibt mein Herz treu dir ergeben!

Sag' mir nicht, o Heissgeliebter,
Mein Verzögern sei Grausamkeit!
Ja du weisst es, dass ich dich liebe,
Dass mein Leben dir geweiht.
Teurer, lass' dein zärtlich Drängen,
Dass vor Leid ich nicht vergehe.
Lass', o lass' mich hoffen,
Dass dem Sturme folge klarer Sonnenschein.
Geht ab.

Rezitativ
Don Ottavio allein

DON OTTAVIO
Ach, ich folg' ihren Schritten,
Ich will getreu die Leiden mit ihr teilen,
Schneller wird dann die Zeit die Schmerzen ihr heilen!
Geht ab.


Verwandlung
Speisesaal im Landschloss Don Giovannis.

Nr. 24 - Finale

DREIZEHNTE SZENE
Don Giovanni. Leporello. Musiker.

DON GIOVANNI
Ha, das Mahl ist schon bereitet!
Macht Musik, ihr lieben Leute!
Fürstlich will ich euch belohnen,
Frohe Weisen spielet mir!
zu Leporello
Leporello trag' die Speisen auf!

LEPORELLO
Euch zu dienen bin ich hier.
Die Musik spielt ein Stück aus "Cosa rara" von Martini.
Bravo! "Cosa rara!"

DON GIOVANNI
Wie behagt dir diese Weise?

LEPORELLO
Wie gemacht zu Eurem Preise.

DON GIOVANNI
Diese Schüssel ist vortrefflich.

LEPORELLO
Er ist gut bei Appetite!
Was sind das für Riesenbissen,
Und vor Hunger sterb' ich schier.

DON GIOVANNI
Wie er mich voll Neid betrachtet,
Er vergeht noch vor Begier.
Ja, er schmauste gern mit mir.
Teller! Zu dienen!

Die Musik spielt ein Stück aus "Fra due litiganti" von Sarti.

LEPORELLO
Wie heisst doch die alte Oper?

DON GIOVANNI
Schenk' mir Wein ein!
Exzellenter Marzimino!

LEPORELLO
Vom Fasan hier diesen Schlegel
Bring' ich sachte ausser Sicht.

DON GIOVANNI
Ei, wie mästet sich der Flegel,
Und er glaubt', ich merk' es nicht.

Die Musiker beginnen das dritte Stück aus "Figaros Hochzeit".

LEPORELLO
Die Musik kommt mir äusserst bekannt vor!

DON GIOVANNI
Leporello!

LEPORELLO
mit vollem Munde
Euch zu dienen.

DON GIOVANNI
Kerl, was steckt dir in der Kehle?

LEPORELLO
verlegen
Habe Schnupfen, habe Husten,
Mit dem Sprechen will's nicht gehn.

DON GIOVANNI
Nun, so pfeife, kürz' die Zeit mir!

LEPORELLO
Kann es nicht!

DON GIOVANNI
Warum?

LEPORELLO
Verzeiht mir!
Schluckt endlich den Bissen herunter.
Euer Koch sucht seinesgleichen,
Der Verführung musst' ich weichen,
Konnte nimmer widerstehn!

DON GIOVANNI
Ja, mein Koch sucht seinesgleichen,
Ihm kann keiner widerstehn.


VIERZEHNTE SZENE
Die Vorigen. Donna Elvira.

DONNA ELVIRA
Sieh mich noch einmal
Bittend dir nahen,
Höre der Liebe
Warnendes Wort.
Alles vergass ich,
Was du verbrochen,
Erbarmen nur fühl' ich!

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Wieso? Sag an!

DONNA ELVIRA
niederkniend
Nicht mehr verlanget
Die Tiefgebeugte
Für Ihre Treue
Zärtlichen Lohn.

DON GIOVANNI
Staunen erfasst mich,
Sag' was begehrst du?
Doch wenn du knieest,
Kniee auch ich!

DONNA ELVIERA
Ach, du verspottest mich,
Lachst meiner Tränen!

DON GIOVANNI
Wie, ich verhöhnte dich?

LEPORELLO
Ach, sie erpresst mir noch bittere Tränen.

DONNA ELVIRA
Ach, du verhöhnest mich.

DON GIOVANNI
Nein, wahrlich nein!
Was soll ich Teure?

DONNA ELVIRA
Entsag' der Sünde!

DON GIOVANNI
Bravo!

DONNA ELVIRA
Ha, Schändlicher!

DON GIOVANNI
Bravo!
Jetzt lass' mich essen!
Wenn's dir beliebet,
Speise mit mir.

DONNA ELVIRA
Nun, so versinke denn
Ganz in dem Pfuhle,
Bleibe ein Vorbild
Der Ruchlosigkeit!

LEPORELLO
Wenn ihre Klagen
Ihn noch nicht rühren,
Dann ist sein Herz
So hart wie Stein.

DON GIOVANNI
Mädchen und Reben nur
Würzen das Leben,
Sie sind das Herrlichste
Auf dieser Welt.

DONNA ELVIRA
will sich durch die Mitteltür entfernen, prallt jedoch mit einem Schrei in den Saal zurück und entflieht eilig durch eine Seitentür.
Ach!

DON GIOVANNI UND LEPORELLO
Was war das für ein Schreien? Was war das?

DON GIOVANNI
Geh' hinaus und sieh' nach, was es wohl sein mag!

LEPORELLO
geht hinaus, man hört seinen Aufschrei.
Oh!
Kommt entsetzt zurück.

DON GIOVANNI
Zum Teufel, dieses Schreien!
Leporello, sag', was gibt's?

LEPORELLO
Gnäd'ger Herr! O Schreck und Graus,
Gehet ja nicht dort hinaus,
's ist der weisse Mann von Steine;
Ach, wie schlottern mir Arme und Beine!
Hättet ihr ihn nur gesehen,
Seinen schweren Tritt gehört:
Tap, tap, tap, tap!

DON GIOVANNI
Wer kann dies Gewäsch verstehen!

LEPORELLO
Tap, tap, tap, tap!

DON GIOVANNI
Furcht und Wein hat dich betört!

Man hört klopfen.

LEPORELLO
Hört Ihr's klopfen?

DON GIOVANNI
Nun, man klopfet.
Öffne!

LEPORELLO
Ich bebe.

DON GIOVANNI
Öffne, sag ich.

LEPORELLO
Ach!

DON GIOVANNI
Öffne!

LEPORELLO
Ach!

DON GIOVANNI
Memme!
Dies Gaukelspiel zu enden,
Will ich selbst zu öffnen gehn.

LEPORELLO
Nun mach' ich mich still beiseite,
Will den Herrn nicht mehr sehn.


FÜNFZEHNTE SZENE
Don Giovanni. Leporello. Komtur.

KOMTUR
Don Giovanni! Du hast zum Nachtmahl
Mich geladen: ich bin gekommen.

DON GIOVANNI
Nimmer hätt' ich Euch erwartet,
Doch willkommen heiss ich Euch.
Leporello, her geschwinde,
Lass auf's neu' die Tafel decken!

LEPORELLO
Gnäd'ger Herr, gnäd'ger Herr,
Bin halb tot vor Angst und Schrecken!

DON GIOVANNI
Auf gehorche!

KOMTUR
Nein, bleibe hier!
Leicht des irdischen Mahles entbehret,
Wer von himmlischen Speisen sich nähret.
Andre Wünsche und höhere Sorgen
Riefen heute herab mich zu dir!

LEPORELLO
Wie vom Fieber, so werd' ich geschüttelt,
Alle Glieder erzittern an mir.

DON GIOVANNI
Nun so rede, was willst du?

KOMTUR
Hör' meine Worte,
Nur kurz hab' ich Zeit.

DON GIOVANNI
Rede, rede,
Du siehst mich bereit.

KOMTUR
Du ludest mich zum Mahle;
Weisst du nun, was dir ziemet?
Gib Antwort mir,
Wirst mein Mahl auch du nun teilen?

LEPORELLO
Entschuldigt Euch, sagt, dass Ihr keine Zeit habt!

DON GIOVANNI
Wer hätte wohl im Leben
Jemals mich feig gesehn?

KOMTUR
Entschliess' dich!

DON GIOVANNI
Ich bin entschlossen!

KOMTUR
So kommst du?

LEPORELLO
O saget nein, o saget nein!

DON GIOVANNI
Noch nie hab' ich gezittert,
Ich fürchte nichts, drum sei's.

KOMTUR
Reich mir die Hand zum Pfande.

DON GIOVANNI
Nimm sie denn!

KOMTUR
Wohlan?

DON GIOVANNI
O weh! Wie kalt fasst sie mich an!

KOMTUR
Öffne dein Herz der Reue,
Dir schlug die letzte Stunde!

DON GIOVANNI
Nicht kenn' ich Buss' und Reue,
Hebe dich weg von hier!

KOMTUR
Beug deinen Sinn, Verruchter!

DON GIOVANNI
Nein, nein, du tör'ger Alter!

KOMTUR
Bess're dich!

DON GIOVANNI
Nein!

KOMTUR
Ja!

DON GIOVANNI
Nein!

KOMTUR
Jetzt naht dein Strafgericht.

Er versinkt. Heftiger Donnerschlag. Feuersglut von verschiedenen Seiten. Sturm und Erdbeben.

DON GIOVANNI
Welch' ungewohntes Angstgefühl
Fesselt und lähmt die Sinne mir,
Gewittersturm umbrauset mich
Und wilde Feuersglut -

UNSICHTBARER CHOR
Furchtbar sind deine Sünden,
Schlimmres noch harret dein!

LEPORELLO
Wie beben ihm die Glieder,
Verzweifelnd sinkt er nieder;
Sein angsterfüllter Jammer
Flösst mir Entsetzen ein.
Stürzt entsetzt hinaus.
Ach!

DON GIOVANNI
Was foltert so die Seele mir,
Was tobt in allen Adern mir?
Ich fühle Höllenqualen,
O grauenvolle Pein!
Donnerschlag.
Ach!
Don Giovanni wird von den Flammen verschlungen.


LETZTE SZENE
Donna Anna, Donna Elvira, Zerlina, Don Ottavio, Masetto, Leporello.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO, MASETTO
Wo ist der Schändliche?
Wo der Verbrecher?
Hier stehn die Rächer
Für ihn bereit.

DONNA ANNA
Ja, wenn gefesselt er
Vor mir sich windet,
Dann erst entschwindet
Mein tiefstes Leid.

LEPORELLO
Ach, den ihr suchet,
Findet ihr nimmer,
Ihr seid auf immer
Von ihm befreit.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO, MASETTO
Wieso? Erzähle!
Rede, erzähle.

LEPORELLO
Da stand ein Riese,
Doch, ach, ich kann nicht,
Die Stimme stockt mir,
Ich kann nicht weiter.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO, MASETTO
Rede, erzähle, rede doch!

LEPORELLO
Hier schlugen Flammen,
Wartet, ich bitte,
Prasselnd zusammen -
Der Mann von Steine -
Hier ohne Gnade
Packt er ihn grade,
Hier ward der Frevler
Vom Teufel geholt.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO, MASETTO
Was muss ich hören?

LEPORELLO
Ich kann's beschwören.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO, MASETTO
Das war der Schatten, den ich gesehn.
Das war der Schatten, den sie gesehn.

DON OTTAVIO
Da der Himmel, o du mein Leben,
Unsre Drangsal selber rächte,
End' auch du nun dein Widerstreben,
Und erhör' mein heisses Flehn!

DONNA ANNA
Gönne Ruhe noch meinen Schmerzen,
Lass' ein Jahr vorübergehn!

DON OTTAVIO, DONNA ANNA
Du nur lebst in meinem Herzen,
Meine Treue wird bestehn.

DONNA ELVIRA
In des Klosters heil'gen Mauern
Hoff' mein Leid ich zu vergessen -

ZERLINA UND MASETTO
Wir, mein Schatz, gehn Arm in Arme
Froh nach Haus zum Abendessen.

ZERLINA, MASETTO, LEPORELLO
In der Hölle tiefstem Schlund
Wird des Frevlers Wohnung sein.
Aber wir, ihr guten Leute,
Stimmen froh zusammen heute
In die alte Weise ein:

ALLE
Also stirbt, wer Böses tat.
Ja, dem Sünder wird Vergeltung,
Wenn die letzte Stunde naht!

Don Giovanni or The Rake Punished


Cast:
DON GIOVANNI (baritone)
IL COMMENDATORE (bass)
DONNA ANNA (soprano)
DON OTTAVIO (tenor)
DONNA ELVIRA (sopran)
LEPORELLO (bass)
ZERLINA (soprano)
MASETTO (bass)

CHORUS
peasants, servants
ACT ONE

Overture

SCENE I
A garden, night.
Leporello, in a cloak, discovered watching before the house of Donna Anna; then Donna Anna and Don Giovanni; afterwards the Commandant


Nr. 1 - Introduction

LEPORELLO
Rest I've none by night or day,
Scanty fare and doubtful pay,
Ev'ry whim I must fulfil;
Take my place whoever will!
I myself will go acourting,
I the gentleman will play,
But with him no more I'll stay,
No, no, but with him no more I'll stay
Gaily he within is sporting,
I must keep off all intrusion,
For his lordship needs seclusion.
Hark, I think, I hear him coming,
I'll keep safe out of his way.
Hides himself

DONNA ANNA
holding Don Giovanni firmly by the arm
I will know unless thou slay me,
Vile intruder who thou art.

DON GIOVANNI
Trying to conceal his features
Stay me not, fair maid I pray thee,
I this instant must depart.

LEPORELLO
('Tis my master! these eyes betray me,
Or to fly he has at heart)

DONNA ANNA
Help, oh heav'n! will none befriend me?

DON GIOVANNI
May the furies all attend thee!

DONNA ANNA
Help assistance!

DON GIOVANNI
Hush, or tremble!
Silence, speak not 'bove thy breath!
Thou shalt rue thy mad resistance!

DONNA ANNA
Heaven come to my assistance,
I'll pursue thee unto death.

Seeing the Commandant approach, she runs into the house

LEPORELLO
('Tis my master makes resistance,
I will list to what he saith)

COMMANDANT
Miscreant, unhand her,
Draw, and defend thee!

DON GIOVANNI
Fly, or I warn thee,
To death I'll send thee.

COMMANDANT
Caitiff, and coward,
Thus wouldst thou fly?

LEPORELLO
How can I safely from hither fly?

DON GIOVANNI
Beware my anger, fly!
Die he must!

They fight.
The Commandant falls mortally wounded.


COMMANDANT
Help, assistance, all is ended!
Oh, to die alone unfriended,
Vile assassin, thou'st undone me,
Heav'n protect and guard my child!

He dies

DON GIOVANNI
Rash old man, I have undone thee!
In the pangs of death thou'rt lying!
Mine's the deed, there's no denying.
Why to fight was I beguil'd?

LEPORELLO
Thou wilt rue this woeful error,
Deed of darkness, deed of terror.
Why to stay was I beguil'd.
He will rue this woeful error.

DON GIOVANNI
Leporello, where are you?

LEPORELLO
I'm here, to my misfortune, and you, Sir?

DON GIOVANNI
I'm here.

LEPORELLO
Who's dead, th'old man, or you Sir?

DON GIOVANNI
O, most stupid of questions, he surely.

LEPORELLO
Well done, the intention was pretty,
Seduce the daughter, and then dispatch the father!

DON GIOVANNI
He insisted on fighting.

LEPORELLO
And Donn'Anna,
did she insist too?

DON GIOVANNI
Silence. I'll not be vex'd, away now,
Unless you too on something insist.

LEPORELLO
Pray, excuse me, from comments I desist.

Exeunt.

Don Octavio, Donna Anna and servants with torches


DONNA ANNA
Ah! My father's in danger,
Let us haste to his aid!

DON OCTAVIO
I will defend him with this sword,
With my lifeblood!
But where is the assassin?

DONNA ANNA
'Twas here I left him.
seeing the corpse
What is this I behold?
Can I believe my senses,
Ah, me unhappy!
My father, oh, my father, look upon me!

DON OCTAVIO
Oh, terror!

DONNA ANNA
Ah, by th'assassin art thou undone!
Thou art wounded, blood is flowing, this pallor!
Silent and pale, thou heedest not my crying!
I cannot hear him breathe! Cold as marble!
Oh, my father, best of fathers,
Oh, help me, I die.

DON OCTAVIO
Assist me, friends, oh, leave us not,
Give me aid - bring some water,
Oh, bring it quickly,
Donn'Anna! Dearest, oh, hear me!
Her grief extreme hath cruelly overwhelm'd her.

DONNA ANNA
Ah!

DON OCTAVIO
She awakens.
Newly revives her sorrow.

DONNA ANNA
Oh, my father!

DON OCTAVIO
Oh, hasten, and bear away ere she perceive it
This memorial of terror, look up, my dearest,
Oh, turn to me! I'm near thee!

Nr. 2 - Duetto

DONNA ANNA
despairingly
Cruel, why art thou near me?
Leave me alone to perish!
Since he I most did cherish
Is lost for evermore!

DON OCTAVIO
Listen to me, oh, listen,
Turn but thy eyes upon me,
I know thou'll not disown me,
Who love thee evermore.

DONNA ANNA
'Tis thou forgive, oh dearest,
Of all now left me the nearest,
My father I would see!

DON OCTAVIO
Your father, … Hush, oh, dearest,
Breathe not the word thou fearest,
Thou'st husband and father in me.

DONNA ANNA
Ah, my father,
my father I would see!

DON OCTAVIO
Hush, oh dearest,
Breathe not the word thou fearest,
Thou'st husband and father in me.

DONNA ANNA
Ah, if thou canst, avenge him,
Swear it by heav'n above.

DON OCTAVIO
I swear it,
By heav'n I will avenge him,
I swear it by our love!

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
Oh, vow of wratch and terror!
Oh, night of dread lamenting!
Oh, when will heav'n relenting,
Grant us for hope a ray.

Exeunt


SCENE II
A street; early morning.
Don Giovanni and Leporello


DON GIOVANNI
Well, speak what would you tell me? Say it quickly.

LEPORELLO
Sir, what I'd say's
A very serious matter.

DON GIOVANNI
It seems so.

LEPORELLO
Of serious consequence.

DON GIOVANNI
All the better, come, out with it.

LEPORELLO
First promise that this time you'll not punish me.

DON GIOVANNI
I promise on my honour,
That is, provided the Commandant's not mentioned.

LEPORELLO
No one listens?

DON GIOVANNI
Of course not.

LEPORELLO
No one's approaching?

DON GIOVANNI
Stuff!

LEPORELLO
Then I can speak out freely,
Safe from your anger?

DON GIOVANNI
Yes.

LEPORELLO
Then at once I'll begin:
Well, my much valued master,
The life that you are leading, is that of a rascal.

DON GIOVANNI
Fool, how dare you? This shall teach you.

LEPORELLO
Think what you promis'd!

DON GIOVANNI
Such promisses I keep not,
Silence, or I'll...

LEPORELLO
Say no more, I will not breathe a whisper.

DON GIOVANNI
Then I restore my favour, something I'll tell you:
Why think you I am here?

LEPORELLO
I think of nothing.
But, as it's just now daylight,
What so likely as some new love-adventure?
You must name her, and I'll record her duly.

DON GIOVANNI
The great recorder, see!
Now let me tell you:
I am in love with the most charming creature,
She returns my devotion,
I saw her, I address'd her,
She is to meet me in the arbour to-night;
Hush! There's odour, th'aroma sweet of woman-kind...

LEPORELLO
(I call that a refin'd sense of smelling!)

DON GIOVANNI
She's handsome at this distance.

LEPORELLO
(What an eyesight, gracious!)

DON GIOVANNI
Let us watch this fair lady,
Step aside here with me.

LEPORELLO
(On fire already!)

Donna Elvira (in a travelling dress), Don Giovanni, and Leporello

Nr. 3 - Aria

DONNA ELVIRA
Where shall I find a token,
To guide my steps to thee?
My heart is nearly broken,
The world is dark to me,
Ah! If he stood before me.
Fiercely his vows I'd spurn,
The love that once he bore me,
Can never more return!

DON GIOVANNI
Look yonder, 'tis a damsel
Who's by her swain forsaken!

DONNA ELVIRA
The love that once he bore me,
Can nevermore return!

DON GIOVANNI
Ah, poor girl, her grief becomes her!

DONNA ELVIRA
Can nevermore return,
No, can nevermore return!

DON GIOVANNI
I think I'll go and try just to console her.

LEPORELLO
No doubt, like many others, you'll cajole her.

DON GIOVANNI
Fair Senora!

DONNA ELVIRA
That voice!

DON GIOVANNI
She? Oh, confusion!

LEPORELLO
How charming! Donna Elvira.

DONNA ELVIRA
Don Giovanni! You here?
Falsest of men! Monster of baseness!

LEPORELLO
(Now compliments are passing!
Waste of words, she by this time ought to know him)

DON GIOVANNI
Elvira dear, I pray you,
Restrain that voice impetuous!
Now listen, and I will tell you all.

DONNA ELVIRA
What can you say that will excuse your falsehood?
First you besought me secretly to receive you,
With vows of fondness, oaths of devotion,
Love eternal profession.
I believed that you loved me,
In your honour confiding
When your wife you declared me;
Then on a sudden,
Casting off ev'ry tie of earth and heaven
That our hearts had united,
After three days from Burgos you departed;
I forsaken, distracted,
Was left a prey to remorse and bitter weeping,
For I, alas, had learnt to love you dearly.

LEPORELLO
(She says it off like a lesson)

DON GIOVANNI
For my departure I had important reasons.
to Leporello
You know them?

LEPORELLO
I know them. Oh, such important reasons!

DONNA ELVIRA
What other reasons
Than your constant heart,
That will follow ev'ry fancy,
But heav'n has led me hither
That I might warn you to stay your wild carreer of folly.

DON GIOVANNI
Come, come, you'll not let me exculpate myself.
(This woman will soon drive me mad).
Since you, alas, will not believe me,
Then let this honest fellow tell you.

LEPORELLO
(Honest, truly)

DON GIOVANNI
Go, tell her plainly.

LEPORELLO
aside to Don Giovanni
Whatever shall I tell her?

DON GIOVANNI
Yes, yes, keep nothing from her.

Don Giovanni escapes

DONNA ELVIRA
Proceed, what is it?

LEPORELLO
Well, Madam, it is certain ... This world we live in...
I mean to say, perhaps, that is, I mean,
You cannot square a circle...

DONNA ELVIRA
Heartless villain!
Dare you thus to insult my just resentment?
Turning as if to Don Giovanni
And you, oh, heav'n! He basely has fled!
Oh, wretched me! Whither? Was it that way?

LEPORELLO
Come, be thankful he's left you;
Waste not your anger, he's not worth a regret.

DONNA ELVIRA
But by his falsehood I'm deceived,
I'm betray'd.

LEPORELLO
Pray, Madam, be comforted,
For you are not, nor have been, and neither will be,
Or the first, or the last of them.
Look here now, see this not too small volume,
'Tis almost full of the names, of his fair ones;
Town and village, distant countries, yes, foreign nations,
Can witness bear to his infatuations.

Nr. 4 - Aria

LEPORELLO
Pretty lady, here's a list I would show you,
Of the fair ones my master has courted,
Here you'll find them all duly assorted,
In my writing, will't please you to look,
Here is Italy, six hundred and forty,
France is down for five hundred and twenty,
Only two hundred the Rhineland supplied him,
But mark the climax, Spain has already one thousand and three,
Here are Countesses in plenty.
Waitingmaids, nineteen or twenty.
Rustic beauties, Marchionesses,
Ev'ry grade his pow'r confesses.
Here are courtly dames and maidens,
Young and handsome, old and plain.
Is a maiden fair and slender,
He will praise her for modest sweetness,
Then the dark ones are so tender!
Lintwhite tresses shew discreetness;
When 'tis cold he likes her portly,
In the summer, slim and courtly,
Tall and haughty, ne'er she alarms him,
If she's tiny, no less she charms him.
Ripe duennas he engages,
That their names may grace these pages,
But what most he's bent on winning,
Is of youth the sweet beginning,
Poor or wealthy, wan or healthy,
Stately dame or modest beauty,
He to win them makes his duty,
And you know it, not in vain.

Exit


SCENE III

Nr. 5 - Chorus

Zerlina, Masetto, and chorus of villagers, dancing and singing

ZERLINA
Let's enjoy, while the season invites us,
'Tis not long that its pleasure will stay,
While the fair dream of youth yet delights us,
While youth yet delights us,
To her swain let no maiden say nay.
To her swain let no maiden say nay!

CHORUS
Ah! To her swain let no maiden say nay,
La, la, re, la, la, la, la, re, la.

MASETTO
Oh, yes swains and young lasses take warning,
Ye lasses take warning,
Lest your true love ye trifle away, away in play,
And the season of joy turn to mourning,
And joy turn to mourning,
When your youth's giddy visions decay.

CHORUS
Ah! Let us carol and dance and be gay,
La, la, re, la, la, la, la, re, la.

ZERLINA AND MASETTO
Ever happy with thee, oh, my treasure,
All our days are contentment and pleasure,
Let us carol and dance and be gay.


Don Giovanni, Leporello and the others

DON GIOVANNI
But softly, see there, in holiday attire,
What pretty faces!

LEPORELLO
(Amongst so many, I, 'pon my faith,
May find something for myself).

DON GIOVANNI
Friends, I bid you good morning,
I am glad to see you so lighthearted,
Pray, continue your singing and your dancing.
This surely is a wedding

ZERLINA
'Tis indeed, Sir, and 'tis I am the bride.

DON GIOVANNI
Much joy I wish you. The bridegroom?

MASETTO
I, at your service

DON GIOVANNI
Oh, charming, at my service;
'Pon my life, that's the word of a true gallant.

LEPORELLO
(Quite like a model husband).

ZERLINA
Yes, my Masetto is always so good natured.

DON GIOVANNI
Just like myself, then; we are good friends already.
How shall I call you?

ZERLINA
Zerlina.

DON GIOVANNI
And you are...

MASETTO
Masetto.

DON GIOVANNI
My very dear Masetto,
My sweetest of Zerlinas!
From this hour you are under my protection.
to Leporello, who is amongst the peasant girls
Leporello! Rascal, what are you doing?

LEPORELLO
I too, my worthy master,
To these charmers am off 'ring my protection.

DON GIOVANNI
These friends of mine you'll conduct straight to my palace,
There with refreshments you will provide them,
With wine, ices, and sweet meats;
Let them all take their pleasure,
Let them roam in the garden,
Shew them the pictures, the furniture,
And above all, let your care be to please my friend Masetto,
You perceive me?

LEPORELLO
I perceive you. Now come.

MASETTO
Your lordship!

DON GIOVANNI
Well, what now?

MASETTO
My Zerlina cannot stay without me.

LEPORELLO
What, not if here instead of you stays his lordship?
You may be sure that he will escort her bravely.

DON GIOVANNI
Oh yes, Zerlina shall be my special care,
Now go, she is in a gentleman's hands.

ZERLINA
Go, and fear nothing,
In a gentleman's hands you can leave me.

MASETTO
And why must I?

ZERLINA
Yes, you must do whatever you are bid.

MASETTO
Not I, confound it!

DON GIOVANNI
Come, come, no more disputing;
At once you go, for if you breathe a word I shall resent it.
touching his sword
Masetto mine, beware, or you'll repent it!

Nr. 6 - Aria

MASETTO
Oh of course, Sir, I perceive, I perceive,
At your wish I'm deaf and dumb,
I will humbly take my leave,
Ne'er to common sense succumb.
No, no, no, nevermore.
You're a gentleman, I know,
That to doubt were wrong indeed,
Vulgar loves you can't allow, gentle wishes to impede.
aside to Zerlina
By the Powers, I will shun thee,
Oh, thou flirt, thou hast undone me,
to Leporello, who wants to lead him off
Yes, directly.
to Zerlina
Stay behind here!
'Tis not what I thought to find here!
Always trust a noble's honour,
This should be the vassal's creed.

Exit with Leporello.

Zerlina and Don Giovanni.


DON GIOVANNI
At last we have dispatch'd him,
Zerlinetta to leave the booby liked not;
Did I manage it well, my pretty daisy?

ZERLINA
My lord, he's my affianc'd.

DON GIOVANNI
Who? that clown?
Think you a man of feeling,
A well-born Cavalier, such ev'n as I am,
Tamely can see such sweet and dainty freshness,
Such delicate perfections,
All thrown away upon a senseless rustic?

ZERLINA
But, my Lord,
I have promis'd to marry him to-morrow.

DON GIOVANNI
Who could help breaking such a promise?
You were not intended by nature for a peasant;
A brighter fortune is in store
For those balmy cheeks of roses,
Where sly Cupid reposes,
That snowy brow where not a shadow lowers
That pretty mouth of coral, that breathes o flowers.

ZERLINA
Ah, but I would not...

DON GIOVANNI
What is't you would not?

ZERLINA
I would not in my love be deceiv'd.
I know how seldom you great lords
With us simple country maidens court with loyal intention.

DON GIOVANNI
That's a vile slander, a malicious invention;
With noble birth, noble manners
Go always hand in hand;
I'll shew you an example;
This very instant I will make you my wife.

ZERLINA
You?

DON GIOVANNI
I, for certain: Come to my quiet dwelling,
Oh, come, my fairest angel,
There I will wed thee.

Nr. 7 - Duettino

DON GIOVANNI
Give me thy hand, oh fairest,
Whisper a gentle 'Yes',
Come, if for me thou carest,
With joy my life to bless.

ZERLINA
I would, and yet I would not,
I dare not give assent,
Alas! I know I should not...
Too late, I may repent.

DON GIOVANNI
Come, dearest, let me guide thee.

ZERLINA
Masetto sure will chide me!

DON GIOVANNI
Danger shall ne'er come nigh thee!

ZERLINA
Ah … that I could deny thee!

ZERLINA and DON GIOVANNI
With thee, with thee, my treasure,
This life is nought but pleasure,
My heart is fondly thine.

Exeunt, arm in arm.

Donna Elvira and the formers.


DONNA ELVIRA
Leave her, thou vile seducer!
By heav'n I'm sent, thy perfidy to witness;
And to prevent thee
From deluding this poor girl's inexperience
With thy treacherous language.

ZERLINA
I wonder says she truly!

DON GIOVANNI
Cupid, inspire me!
softly to Elvira
Can you chide, dear Elvira,
A little harmless pastime?

DONNA ELVIRA
aloud
Harmless pastime? Indeed, Sir!
Harmless pastime! Deceitful man
I know too much of your pastime.

ZERLINA
But, my lord, please to tell me,
Has she the right to say this?

DON GIOVANNI
softly to Zerlina
She's so infatuated!
But I must treat her kindly,
She cannot bear from my side to be parted,
Unfortunately I am too tenderhearted.

Nr. 8 - Aria

DONNA ELVIRA
The traitor means deceit!
His flatt'ry heed thou not,
While yet there's time, retreat,
Or woe befall thee.
From wrong unjust and cruel,
From long remorse and tears,
From wasted lonely years
I would recall thee.

Exit, leading off Zerlina.

Don Giovanni, then Don Octavio and Donna Anna.


DON GIOVANNI
It seems as if the very imp of mischief,
This day were bent on thwarting all my pleasures;
Nothing goes as I wish it.

DON OCTAVIO
Now dearest, weep no more, look to the future;
Let us speak but of vengeance. Ah! Don Giovanni!

DON GIOVANNI
(Here comes the final blow!)

DONNA ANNA
Good, Sir, this meeting is opportune:
I know your courage, have you a heart that can feel compassion?

DON GIOVANNI
(Now I wonder if that same friend
Has set her on to track me)
What a question! And why?

DONNA ANNA
We are in trouble,
And have need of your friendship.

DON GIOVANNI
(This time I'm out of danger)
Pray, command me,
All I can do, friends and vassals,
My right hand, my possessions, my sword...
Nay, life itself I give to your service:
But why, fairest Donn'Anna, why thus for ever mourning?
Who has dar'd to invade the tranquil peace of that heart,
With grief insidious?

Donna Elvira and the others

DONNA ELVIRA
entering
Ah, do we meet again? Monster perfidious!

Nr. 9 - Quartetto

DONNA ELVIRA
Oh, ere thou trust in him, beware,
His heart is cold as stone,
Know that his vows are writ in air,
I their deceit have known.

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
Heaven! A noble lady this!
She sorely seems distraught!
Her warning voice, her mien of woe,
By bitter grief were taught!

DON GIOVANNI
Poor girl, she's quite demented,
I sorely do lament it!
The fit may be prevented
If she's by me besought.

DONNA ELVIRA
The traitor, oh, believe him not!
I pray you, friends, stay near me!

DON GIOVANNI
Poor thing, she's quite demented!

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
Can I believe in aught?
Sure some cause there must be for this raving...
None can tell, none can tell what befell thee,
None can tell what this grief on thee brought.

DONNA ELVIRA
I'll pursue thee, for vengeance craving.
Who will tell thee,
Who'll tell what befell me!
Who this grief, who this grief on me brought.

DON OCTAVIO
aside
Is she injur'd or deceiving,
Ere we part from here, I'd know!

DONNA ANNA
aside
Great her sorrow, past relieving,
But no madness doth she shew.

DON GIOVANNI
While they scan me, unbelieving,
From their presence I'll not go.

DONNA ELVIRA
Friends, his wiles are past conceiving,
Falsehood he will ne'er forego.

DON OCTAVIO
to Don Giovanni
Is this madness?

DON GIOVANNI
To my great sorrow!

DONNA ANNA
to Donna Elvira
I'd befriend thee...

DONNA ELVIRA
Oh, heed my prayer! Vile betrayer!

DON GIOVANNI
Quite demented!

DONNA ELVIRA
Vile betrayer!

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
Soon, me thinks the truth we'll know.

DON GIOVANNI
to Donna Elvira
Hush, be still,
Thy silly raving will a rabble gather round us,
Thy unwomanly behaving
Makes me quite of thee ashamed.

DONNA ELVIRA
to Don Giovanni
Villain, darest thou to blame me?
Through the world I will pursue thee,
As a traitor I'll proclaim thee,
For by thee I am defam'd!

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
aside, observing Don Giovanni
Is he threat'ning? Is he pleading?
Why those loud and angry whispers?
These are signs not hard in reading,
That her griefs by him were fram'd!

DON GIOVANNI
Hush, be silent!
Thou'lt a rabble gather round us!
Hush, and stay thy silly raving,
Thy behaving makes me quite of thee ashamed!

Exit Donna Elvira

Ah, poor afflicted creature!
She needs a friend to watch o'er her steps;
I go, that no evil may befall her.
Then forgive me, dear lady, if I quit you,
Till your summons demand me,
Now and ever, devoted, your servant, command me!

Exit.

Don Octavio and Donna Anna.


Nr. 10 - Recitative and Aria

DONNA ANNA
Don Octavio, oh help me!

DON OCTAVIO
What disturbs thee?

DONNA ANNA
I cannot comprehend it yet!

DON OCTAVIO
My dearest, say, what hath happen'd?

DONNA ANNA
Oh, heaven! Oh, heaven!
That was the murderer of my dear Father!

DON OCTAVIO
What say'st thou?

DONNA ANNA
No longer can I doubt - his words at parting -
His soft and honey'd voice - all bring before me,
Past the chance of a doubt,
The vile intruder, who dar'd into my chamber.

DON OCTAVIO
Heav'n, is't possible,
That 'neath the sacred mantle of long friendship...
But proceed, the whole, oh, tell me,
Of this dark adventure.

DONNA ANNA
Shadows of midnight all around me were gathered;
In my own quiet chamber
Sitting alone,
By misadventure and dreaming,
When all at once there came in, wrapp'd in a mantle,
A man, whom for the moment I had taken for thee.
But soon I had discovered
How great was my error!

DON OCTAVIO
Horror, continue!

DONNA ANNA
Silent he drew near me,
And my hand would caress,
Quick I withdrew it, and then he seized me... I struggled;
No one was near, one hand upon my mouth he placed,
My screaming to stifle, with the other he press'd me
Close in his grasp - I scarcely could resist him.

DON OCTAVIO
Miscreant! And then?

DONNA ANNA
At last my dread,
My horror of the bastardly ruffian lent strength
Unwonted for the moment,
I struggled with tortuous writhings fearfully,
With an effort I flung him from me.

DON OCTAVIO
Oh, joy! That sav'd thee!

DONNA ANNA
Aloud then I clamour'd for assistance,
Call'd on the household, he sought to fly,
But boldly I pursued him into the street,
That we might trace him,
(Becoming of my assailant assailer,)
'Twas there that my father straight-way challeng'd him,
And the villain, by whose strength he was easily overpower'd,
Stay'd not his guilty madness, gave him the deathblow.

The wretch now thou knowest,
Who sought my betraying,
And vengeance thou owest
My father's, my father's foul slaying.
For justice I sue thee;
I ask of thy troth, I ask of thy troth.
Remember when wounded,
His lifeblood was flowing,
Unsolaced, unshriven,
He heard not, he heard not my crying,
My heart will be riven,
If thou break thy oath.

Exit

DON OCTAVIO
alone
I can scarely believe it,
That of crimes so degrading a noble can be guilty!
Closely I will pursue him,
Till the truth is discovered,
Ev'ry emotion, my allegiance to the dear one
Whom my faith I have plighted,
Bids me avenge her wrongs and see her righted.

Nr. 10 a - Aria

On her, my treasure, all joy dependeth,
Life hath no pleasure, but that she sendeth,
Sorrows that grieve her, torture my heart,
E'en when she sigheth, my sighs awaken,
And joy it dieth, by her forsaken;
Oh, worst of torments, from her to part!

Exit.

Leporello alone, then Don Giovanni.


LEPORELLO
I'll stay with him no longer,
I will not have this madman for a master!
See, there he comes, look at him,
So cool, just as if nothing e'er had happened.

DON GIOVANNI
Well, how are matters going, my Leporello?

LEPORELLO
Much worse they scarcely could be, my gay young master.

DON GIOVANNI
Worse say'st thou? How can that be?

LEPORELLO
To your palace I took all those peasants,
According to your orders.

DON GIOVANNI
Bravo!

LEPORELLO
By dint of persuasion, much flatt'ry and some lying,
Which your shining example well has taught me,
I for a while detain'd them...

DON GIOVANNI
Bravo!

LEPORELLO
Then I had some trouble to quiet that Masetto,
No easy task to soothe his jealous anger.

DON GIOVANNI
Bravo! Nothing could be better.

LEPORELLO
Well, there I feasted them, the wine was flowing freely,
They regal'd themselves nobly,
Some were singing, some were dancing,
Some did nothing but drink;
All on a sudden, can you guess who burst in on us?

DON GIOVANNI
Zerlina!

LEPORELLO
Bravo! Now guess who was with her?

DON GIOVANNI
Why, Elvira!

LEPORELLO
Just, so, and speaking of you...

DON GIOVANNI
As of a wretch hanging were too good for.

LEPORELLO
Shrewdly guess'd, nothing could be better.

DON GIOVANNI
What said you to her raving?

LEPORELLO
Nothing.

DON GIOVANNI
She scolded?

LEPORELLO
Yes, that she did.

DON GIOVANNI
And you?

LEPORELLO
When it appear'd
As if the storm were subsiding,
From the house I gently led her conversing,
And there I left her, lock'd fast the door,
Put the key into my pocket,
Outside she may pursue her lamentations.

DON GIOVANNI
Leporello, thou'rt a genius!
'Twas managed to perfection.
Soon I will finish what so well you've begun.
But now these country-girls with their gay sports invite me,
We will return to them. I'll now delight me.

Nr. 11 - Aria

DON GIOVANNI
For a carousal,
Where all is madness
Where all is gladness,
Do thou prepare.
Maids are pretty,
Dames that are witty,
All to my castle
Bid them repair.
I'll have no discipline,
Folly shall rule it,
Some minuetting,
Each one shall fool it
Some a fandango,
So they are fair,
Some minuetting,
So they are fair!
Then in the gloaming,
Pensively roaming,
Some pretty damsel with me will stray...
Beauties in plenty my list adorning,
Will, ere the morning,
Not say me nay, none say me nay.

Exeunt.


SCENE IV
A garden. Two closed doors in the wall.
Two alcoves.
Zerlina, Masetto, chorus of peasants, scattered here and there, sitting or lying on banks of turf.


ZERLINA
Masetto, hear me speak, I say, Masetto...

MASETTO
Let me alone!

ZERLINA
And why?

MASETTO
And why, you ask me? Faithless girl!
No longer I'll bear your caprices,
Since no longer you love me.

ZERLINA
No, no, you are mistaken,
Oh, how can you behave with such unkindness?

MASETTO
How so? And have you the face to make excuses?
A stranger leads you on,
For him you leave me on the eve of our marriage,
Both your faith and my honour forgetting,
You rush on to your ruin! Oh, it is too much,
If I did not contain myself I'd strike you.

ZERLINA
But it was not my fault;
If for the moment his flattery pleased me,
How could I help it?
Now, think of him no longer,
There was no harm, his words I scarcely answered.
Say, you believe me, ungrateful! Come here, strike me then,
I'll bear it all, kill me if you think my fault so heinous,
And then, my own Masetto, peace be between us.

Nr. 12 - Aria

Canst thou see me, unforgiven,
Here in sorrow stand and languish?
Oh, Masetto, end my anguish,
Come, and let's be friends again.
Oh, believe I sore repent it,
But I did not understand.
Come, no longer then resent it,
Give me kindly thy dear hand,
Ah, confess it, thou no longer, canst withstand me.
Peace and joy once more shall bless us,
While united and delighted
All our days shall sweetly glide.

MASETTO
'Tis no use my resting, little witch, you've cajol'd me!
When a woman's determined,
Who can stay her?

DON GIOVANNI
Soon will the guests assemble, let all be ready.

ZERLINA
Ah, Masetto, hark, 'tis his lordship,
How his voice makes me tremble!

MASETTO
Why should it, pray?

ZERLINA
He comes.

MASETTO
I do not mind him.

ZERLINA
Oh, for a corner
To hide myself from him!

MASETTO
Why do you tremble?
Why do you thus change countenance?
Ah, I see it, there is something between you,
And you dread I should know it,
Flirt that you are, your terrors plainly shew it.

Nr. 13 - Finale

MASETTO
Quickly, quickly, I'll outwit him,
In some nook I'll creep and watch him.
None will see me, I will watch him,
Here in safety I can wait.

ZERLINA
Softly, softly, why this hiding?
Oh, dear Masetto, do not grieve me,
Think that if my lord perceive thee,
Sure his anger will be great.

MASETTO
Let him say whate'er he pleases.

ZERLINA
(All he wishes straight he seizes).

MASETTO
Why, speak out, what art thou fearing?

ZERLINA
Do not bawl so in my hearing...

MASETTO
sotto voce
If she would blind me,
And my anger shall be subdued.
Hides in an alcove

ZERLINA
sotto voce
He doth use me - most unkindly,
He's to-day in surly mood.

Enter Don Giovanni with four gaily dressed servants.

DON GiOVANNI
Come, let all be mirth and gladness!
Deeply quaff the draught of pleasure!
Let your revels have no measure,
We will turn the night to day,
to the servants
Those who are for pirouetting,
Give them music in the ballroom,
Those whose turn is for coquetting,
In the garden let them stray, gaily pass the time away.

CHORUS
Come, let all be mirth and gladness!
Deeply quaff the draught of pleasure!
Our delights shall have no measure,
We will turn the night to day.

Exeunt of servants and peasants.

Don Giovanni, Zerlina and Masetto hidden in alcove.


ZERLINA
trying to hide herself
In this arbour I will hide me,
None my presence here perceiving.

DON GIOVANNI
Sweet Zerlina, I'm beside thee.
To escape a lover's glance will ne'er succeed!

detains her

ZERLINA
Ah, my lord, I'm greatly frighten'd!

DON GIOVANNI
Oh, how fair! With colour heighten'd!

ZERLINA
If thou'rt kind, I pray thee, leave me.

DON GIOVANNI
All my heart's thine own, believe me,
To yon arbour let me guide thee,
There a tender tale I'll plead.

ZERLINA
Ah, how would Masetto chide me,
If thy flatt'ries I should heed, he would chide.

Don Giovanni goes towards the alcove, sees Masetto, and stands petrified.

DON GIOVANNI
Masetto?

MASETTO
Yes, Masetto!

DON GIOVANNI
So surly? Wherefore, pray?
Zerlina here, is sighing.
Because the hours are flying.
And thou from her away.

MASETTO
ironically
Your kindness would... I might repay!

DON GIOVANNI
Come, think of no unkindness,
Where music gay invites us,
We'll frolic, dance and play.

ZERLINA and MASETTO
He means us no unkindness,
Where music gay invites us,
Come let us haste away.

Exeunt.

Enter Don Octavio, Donna Anna, and Donna Flvira, masked, then Don
Giovanni and Leporello.


DONNA ELVIRA
We come in night and darkness,
By just resentment guided,
To heav'n we have confided
Our trust, our trust this woe to end.

DON OCTAVIO
His daring crimes resenting,
Her grevious wrongs lamenting,
Allay thy fears, oh, dearest,
Thy cause I will defend.

DONNA ANNA
My heart with hope thou cheerest,
Our path is full of danger,
I tremble for thee, oh, dearest,
And thee, oh, gentle friend!

LEPORELLO
Sir, see those charming maskers,
Here standing just below us!

DON GIOVANNI
Hoping they may not know us,
Ask will they please ascend!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA and DON OCTAVIO
That voice, and manner, surely
'Tis he whom we are seeking!

LEPORELLO
'St, 'st, ye gentle maskers, stay, 'st, 'st.

DONNA ANNA and DONNA ELVIRA
to Don Octavio
What would he ask us?

DON OCTAVIO
What is your pleasure?

LEPORELLO
My master sends t'invite you
An hour with him to spend.

DON OCTAVIO
Thanks, we accept with pleasure,
His courteous invitation.

LEPORELLO
Without premeditation,
Straightway they condescend.

Goes in and shuts the window.

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
Thou Pow'r above be near us,
Our hopes on thee depend!

DONNA ELVIRA
Thou wilt avenge, and hear us.
To me thou'lt justice send!

Exeunt.


SCENE V
A brilliantly lighted ballroom.
Don Giovanni is handing some young girls to seats.
Leporello is amongst the men; a dance is just over.
Zerlina, Masetto.


DON GIOVANNI
Pretty maidens, now rest from your dancing.

LEPORELLO
Cooling drinks ye all want to refresh ye.

DON GIOVANNI and LEPORELLO
If I lose now your presence entrancing,
You must promise me soon to return.

DON GIOVANNI
Here some coffee!

LEPORELLO
Chocolate.

DON GIOVANNI
Here, some ice!

MASETTO
Oh, Zerlina, be prudent!

LEPORELLO
Confectionaries!

ZERLINA and MASETTO
aside
There's too much of this giddy careening,
You will see that to grief it will turn.

DON GIOVANNI
caressingly
Ever charming, my pretty Zerlina!

ZERLINA
You're so kind.

MASETTO
enraged
How the flirt is coquetting!

LEPORELLO
amongst the girls, imitating his master
Always lovely, my fine Alphonsina!

MASETTO
That my cane to thy back I were setting!

ZERLINA
(That Masetto will get into trouble,
All my plans he is sure to o'erturn)

DON GIOVANNI and LEPORELLO
That Masetto will get into trouble,
How to punish this rustic I burn.

Enter Don Octavio, Donna Anna and Donna Elvira, masked.

LEPORELLO
Ye, maskers fair, to greet you.
My master is advancing.

DON GIOVANNI
Come nearer I entreat you,
Welcome I say to all!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA and DON OCTAVIO
We thank your kindly greeting,
We join your festive ball.

DON GIOVANNI
I pray you, enter, come nearer,
Welcome, welcome I say to all.
Now play another measure!
to Leporello
Go thou and place the dancers!

LEPORELLO
Quite joyous they appear not.

DONNA ELVIRA
to Donna Anna
That is the peasant maiden.

DONNA ANNA
I tremble!

DON OCTAVIO
Courage, fear not.

DON GIOVANNI
She's beyond recall!

LEPORELLO and MASETTO
What says he? She's beyond recall?

DON GIOVANNI
to Leporello
Just keep away Masetto.
to Zerlina
Ne'er such a charming partner,
Zerlina, Zerlina, did I see!

begins to dance with Zerlina

LEPORELLO
to Masetto
Come, let us dance a bit together,
Come, man, I say you shall.

MASETTO
No, no, I will not bear it!

LEPORELLO
Come dance, all eyes are on thee!

DONNA ANNA
My terror hath undone me!

DONNA ELVIRA and DON OCTAVIO
Be firm, thy wrongs recall.

DON GIOVANNI
Dearest, a grace concede me, let me lead thee.

leads Zerlina off against her will

ZERLINA
Ah, whither dost thou lead me?

Leporello forces Masetto to dance with him.

MASETTO
Let me go! Let go! - Zerlina!

LEPORELLO
This fellow will undo us!

Exit hastily.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA and DON OCTAVIO
His guilty course fulfilling,
He rushes on his fall!

ZERLINA
from within
Help, oh, help me, friends, oh haste ye!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA and DON OCTAVIO
Not another moment waste we!

Musician: exeunt

MASETTO
Oh, Zerlina!

ZERLINA
her voice is heard at the other side
Oh, thou traitor!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA and DON OCTAVIO
She is there,
Oh let us haste to extricate her!

ZERLINA
Oh, thou traitor! Ah, away from me!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OCTAVIO and MASETTO
We are near, thou art protected!

DON GIOVANNI
comes out holding Leporello by the arm, he pretends as though he would stab him, but does not take his sword out of the scabbard.
Here's the scoundrel! Just detected!
Now receive thy just reward,
Thy just reward! Wretch, thou diest!

LEPORELLO
Oh, pray, have done, Sir!

DON GIOVANNI
Churl, thou liest!

DON OCTAVIO
taking out a pistol
Get you gone, Sir!

DONNA ELVIRA, DONNA ANNA and DON OCTAVIO
unmasking
Falsehood here will not avail thee!
Thou thyself art now ensnared, yes, ensnared.

DON GIOVANNI
Donna Elvira?

DONNA ELVIRA
Shame upon thee.

DON GIOVANNI
Don Ottavio!

DON OCTAVIO
Shame upon thee!

DON GIOVANNI
to Donna Anna
On my honour...

DONNA ANNA
Shame upon thee!

ZERLINA AND MASETTO
Shame upon thee, nought can now thy fate retard.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OCTAVIO, ZERLINA and MASETTO
Tremble, tremble, vile betrayer,
To the world we will proclaim thee,
As a villain men will name thee,
Be evermore abhorr'd!
Fear the wrath of heav'n offended,
Fear its thunders o'er thee breaking,
That thy reckless course o'ertaking,
On thy guilty head will fall.

DON GIOVANNI and LEPORELLO
Not my (his) custom 'tis to tremble
sotto voce
What a storm on me (him) has broken,
I (He) no longer can dissemble,
'Tis a scrape, upon my word.
But my (his) courage ne'er forsook me, (him)
And I'll (He) face the matter boldly,
All their threats shall not withhold me, (him)
Tho' a sign from heav'n should fall.



ACT TWO

SCENE I
A street

Nr. 14 - Duetto

DON GIOVANNI
I'll not believe thee, what e'er thou say!

LEPORELLO
I would not grieve ye, but I'll not stay!

DON GIOVANNI
Do I illuse thee?

LEPORELLO
Pray, sir, excuse me!

DON GIOVANNI
My wrath I'll stifle, say, what has chill'd thee?

LEPORELLO
Oh, a mere trifle, you've nearly kill'd me.

DON GIOVANNI
Thou foolish fellow, 'twas all in fun.

LEPORELLO
Such fun I like not, no, I thank you,
With me you've done!

Tries to go, Don Giovanni detains him.

DON GIOVANNI
Leporello!

LEPORELLO
I hear, sir.

DON GIOVANNI
gives him money
Come here, this will make peace between us.

LEPORELLO
What, sir?

DON GIOVANNI
Four gold pieces.

LEPORELLO
Oh, now listen,
This is the last time
I'll take such compensation,
You'll find yourself mistaken,
If you think to soothe a man of my mettle
Like those poor women, by coin and empty phrases.

DON GIOVANNI
There's enough on that score!
Say, are You ready now to do me a small service?

LEPORELLO
So you give up the women.

DON GIOVANNI
Give up the women! Mad man,
They're my first necessity of life,
More than the bread that feeds me,
Or the air I am breathing.

LEPORELLO
Is't your intention they shall all be deceiv'd thus?

DON GIOVANNI
For love I do it.
Who to one is devoted,
To the rest must be faithless;
Mine is a heart
Of such infinite affection,
There is not one I love not;
And yet the women, dear unreas'ning creatures,
My happy disposition call deceiving.

LEPORELLO
Indeed I cannot follow such a huge disposition
For deeds of kindness,
But what is your small service?

DON GIOVANNI
Listen! Say, have you seen the pretty damsel
Of Donna Elvira?

LEPORELLO
Not I.

DON GIOVANNI
It is your loss then not to see what is charming,
My sober Leporello,
With her this instant I would fain try my fortune,
And it has struck me, as evening is upon us,
'tWould make the jest both new and more diverting,
If I put on thy cloak in this adventure.

LEPORELLO
I can see no occasion
For this strange masquerading.

DON GIOVANNI
Alas, a gentleman is apt
To be suspected by people of her station.
takes off his cloak
Give it me, make haste!

LEPORELLO
Oh, Sir, for sev'ral reasons...

DON GIOVANNI
Delay me not! Delays in love are treasons!
They exchange cloaks.

Donna Elvira (at the window).
Don Giovanni, Leporello.
It gradually becomes dark.


Nr. 15 - Terzetto

DONNA ELVIRA
Oh hush, sad heart, from grieving.
Thy days of joy are over,
The traitor with wiles deceiving,
Hath broke my heart in twain.

LEPORELLO
Softly, 'tis Donna Elvira,
Per change, you might regain her.

DON GIOVANNI
Thou here a while detain her,
I'll soon come back again.
stands behind Leporello
Elvira, hear my sighing!

DONNA ELVIRA
Ah, is it thou, ungrateful?

DON GIOVANNI
'Tis I, and fondly relying,
My love thou'lt not disdain.

DONNA ELVIRA
Strangely his words affect me.
Love, oh, do thou direct me!

LEPORELLO
She must be of the maddest,
In him to trust again.

DON GIOVANNI
Oh come in beauty beaming,
Oh come, through starlight gleaming,
My tender love requiting,
Oh, come, o'er this heart to reign!

DONNA ELVIRA
Oh, ne'er can I believe again!

DON GIOVANNI
Ah, do believe!

LEPORELLO
to Don Giovanni
I cannot keep from laughing!

DON GIOVANNI
I conjure thee!

DONNA ELVIRA
For this my heart has panted,
Shall I refuse or grant it?
By some enchantment spell-bound,
Quite fled is my disdain.

disappears from the window

DON GIOVANNI
She thinks I have recanted.
Poor girl she's quite enchanted.
To trick a thousand others,
I feel quite in the vein.

LEPORELLO
Great is the pow'r of lying!
Truly the trick is clever,
No great endeavour, now needs it,
Her silly heart to gain.

DON GIOVANNI
in great spirits
Well, am I not in luck?

LEPORELLO
You may be lucky, but you've a heart of marble.

DON GIOVANNI
Come, come, you're growing prosy!
Now learn your part, sir;
When she makes her appearance,
Run to her and embrace her,
Do not spare your caresses,
Emulate well your master;
Next you must find a pretext
That calls you both off to some distance.

LEPORELLO
But supposing....

DON GIOVANNI
That is settled then.

LEPORELLO
And should she recognize me?

DON GIOVANNI
If she should recognize you, you're a block- head.
Silence, she's coming, now, attention.

He runs off to the side, leaving Leporello alone.
Donna Elvira enters from the house, she advances to meet Leporello, Don Giovanni watches their movements from the side.


DONNA ELVIRA
Once more we meet then.

DON GIOVANNI
(I'll stay awhile and watch)

LEPORELLO
(Confound it!)

DONNA ELVIRA
Say, oh dare I believe that my devotion
At length touch'd thy heart?
And now repentant, my dearly lov'd Giovanni,
To me returning, once more to joy restores me?

LEPORELLO
Yes, my treasure.

DONNA ELVIRA
Ah, faithless! I'll not tell thee all the misery,
The sighs and the tears
That thou hast cost me!

LEPORELLO
I, lovely creature?

DONNA ELVIRA
Who else?

LEPORELLO
Oh, poor darling. 'Twas too bad to do so.

DONNA ELVIRA
You'll leave me, nevermore?

LEPORELLO
No, pretty creature!

DONNA ELVIRA
And you are mine for ever?

LEPORELLO
Ever!

DONNA ELVIRA
How dear you are!

LEPORELLO
How very dear! (This part is not unpleasant)

DONNA ELVIRA
My belov'd one.

LEPORELLO
Oh yes, my dear.

DONNA ELVIRA
How I love thee, thou knowest.

LEPORELLO
I love you dreadfully.

DON GIOVANNI
(It seems the rascal's warming)

DONNA ELVIRA
You'll never more deceive me?

LEPORELLO
Never, never.

DONNA ELVIRA
Then swear it me.

LEPORELLO
By this white hand I swear it,
Which, if you please, I'll kiss, dear,
By those bright eyes.

DON GIOVANNI
pretends to waylay them
Ih, eh, ah, ah; surrender!

DONNA ELVIRA and LEPORELLO
escapes with Leporello
O, heaven!

DON GIOVANNI
Ih, eh, ih, eh, ah, ah!
Now fortune help me to persuade her, all's quiet.
This, I think, is the window; I'll serenade her.

Nr. 16 - Canzonetta

From out thy casement glancing, oh, smile upon me,
With sighs of hapless love I sing this ditty.
Thy bosom I would move, thou hast undone me,
Oh, grant the pray'r of love, and shew some pity!

Than roses art thou fairer, than honey sweeter,
Balmier 'tis when thou sighest than western breezes,
Oh, come, my fair, descend, I entreat thee!
Death shall my torments end, if death thee pleases.

Don Giovanni; afterwards Masetto, armed with gun and pistol, and some armed villagers.

DON GIOVANNI
There's some one at the window, is 't my charmer? 'st, st...

MASETTO
Come on and fear not;
I have a notion that we may find him here.

DON GIOVANNI
(There's some one speaking)

MASETTO
Hush, what was that?
It seemed as if I heard some one whisper.

DON GIOVANNI
(As I live, that's Masetto!)

MASETTO
Who goes there? No one answers,
Boldly now, gun to shoulder!
Who goes there?

DON GIOVANNI
There are sev'ral, I must be cautious.
imitating the voice of Leporello
Good comrades
That beginning's not bad. Sure that's Masetto?

MASETTO
in a rage
You're not far out there,
and you?

DON GIOVANNI
Why, don't you know me?
The servant am I of Don Giovanni.

MASETTO
Leporello, servant of that dishonorable villain?

DON GIOVANNI
Alas, of that same rascal.

MASETTO
Say: that man lost to all honour;
Ah, then you just can tell me where we may find him;
These friends and I are seeking him to kill him.

DON GIOVANNI
very pleasant
You've a good head, Masetto!
I'll do my best to help you,
And play a trick upon my graceless master;
I have a plan will help to take him faster.

Nr. 17 - Aria

DON GIOVANNI
Go half to left, and half to right,
The road to pioneer,
And by the way look every where,
He can't be far from here,
If any you catch straying,
Some youth and maid delaying,
Or 'neath a window sighing,
An am'rous ditty plying,
Then strike him well and spare not
My master then is near.
Upon his hat a feather,
A cloak his form concealing.
He bears in ev'ry weather,
Ne'er knew he doubt or fear.
Haste away, as I've directed.
Exit villagers
Thou, friend, abide with me,
Somewhat I have relected,
The end you soon shall see.

goes off, holding Masetto

Don Giovanni, Masetto.


DON GIOVANNI
Softly, first let us listen, that no one's coming.
So you're resolv'd on killing him?

MASETTO
Determin'd.

DON GIOVANNI
'Twould do, if with a blow you were to stun him,
Or to give him a hiding.

MASETTO
No, no, I'll surely kill him,
I'll cut him into pieces.

DON GIOVANNI
Shew your weapons.

MASETTO
They're good ones
hands musket and pistol to Don Giovanni
Look here, I have a musket,
Besides there is this pistol.

DON GIOVANNI
Besides these?

MASETTO
I thought that they're quite sufficient...

DON GIOVANNI
beats him with the flat of his sword
They're quite sufficient, we'll try them?
There's something for your pistol,
There's something for your musket.

MASETTO
Oh, my poor head is broken.

DON GIOVANNI
Hush, or you're dead, man!
Here's for your promis'd killing,
Know, ere you cut in pieces,
You spiteful bragging knave, Fortune's caprices!

Exit.

Masetto. Then Zerlina.


MASETTO
crying out
Oh, oh , my head is broken,
Oh, oh, my backbone, my shoulder.

ZERLINA
with a lantern
Did I hear some speaking?
I thought it was Masetto!

MASETTO
Oh, dear Zerlina,
Zerlina dearest, come help me!

ZERLINA
What has happen'd?

MASETTO
The villain, the base assassin
Has left no bone unbroken.

ZERLINA
Oh, dear, what can I do! Who?

MASETTO
Leporello, or else some friend, that looked exactly like him.

ZERLINA
The wretch! Did I not tell you that your jealous
And most unruly temper would surely bring you
Ere long into some trouble?
Where does it hurt you?

MASETTO
Here.

ZERLINA
Besides, where?

MASETTO
Here and also here.

ZERLINA
Is nothing else the matter?

MASETTO
Yes, there's something with this foot,
And this elbow, I cannot bend it.

ZERLINA
Come, come; if that's the worst, there's no great harm done.
Come with me home to supper,
And give your faithful promise, you'll nevermore be jealous;
Those bruises can be cured, where love is zealous.

Nr. 18 - Aria

Come, shall I tell thee,
How what befell thee,
Soon can be cured
By my potent charm?
No garden grows it,
Though it aboundeth,
Like furnace glows it,
Yet none 'twill harm,
All guard and cherish it:
Gold cannot buy it,
Say, wilt thou try it
Soft 'tis, and warm.
Has thy wit flown,
Hear, how it throbs within,
lays his hand on her heart
'Tis all thine own,
Ah, 'tis thine only,

Exit with Masetto.


SCENE II
A dark courtyard, with three doors, before the house of Donna Anna.

LEPORELLO
Lights ev'rywhere surround us,
Some are coming this way, we'll stand aside here,
Where they will not perceive us.

DONNA ELVIRA
My ador'd one, and why should they not see us?

LEPORELLO
Oh, for reasons, certain precautions...
Just let me see, I think they are retreating.
How shall I fly, and she not perceive me?
My dear, wait here a moment.
Leporello goes further away

DONNA ELVIRA
Ah, do not leave me!

Nr. 19 - Sestetto

DONNA ELVIRA
All around so dark and lonely,
O'er my heart a fear is stealing,
Such a tremor, past all concealing,
As if death itself were near.

LEPORELLO
groping his way
Deuce is in it, where's the doorway?
These confounded walls on every side surround it!
Softly, softly, I have found it...
misses it again
Stars be thanked, the coast is clear!

Enter Don Octavio and Donna Anna in mourning.

DON OCTAVIO
Cease from grieving, oh, belov'd one,
Think thy father sees from heaven,
How sore for him thy heart is riven,
Let a smile at last appear.

DONNA ANNA
Ah, believe, I know thy kindness,
But I cannot cease lamenting,
Ev'ry effort, ev'ry effort, but augmenting
Grief for him I hold so dear, I hold so dear.

DONNA ELVIRA
unseen by the others
Oh, my husband, I have lost thee!

LEPORELLO
by the door, unseen by the others
Not for words, I'd have her find me.

DONNA ELVIRA and LEPORELLO
Sure the door must be behind me.
Ha! The door, escape is near.

as he is going out, Zerlina and Masetto enter.

Zerlina, Masetto and the others.


ZERLINA and MASETTO
Wretch, now we hold thee, whither art going?

DONNA ANNA and DON OCTAVIO
Nought now can save thee, why art thou here?

DONNA ANNA, DON OCTAVIO, ZERLINA and MASETTO
Ah, thou perfidious one!
Death here we swear thee!

DONNA ELVIRA
Oh, heav'n forbear ye! He is my husband dear!

DONNA ANNA, DON OCTAVIO, ZERLINA and MASETTO
'Tis Donna Elvira! She for him pleading?
Her wrongs all unheeding? No, no, no, he dics!

LEPORELLO
as though in tears
Good friends, oh, spare me! You are quite mistaken!
Oh, how you scare me!
But, oh for pity's sake ... for pity's sake...
Oh, kill me not.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OCTAVIO, ZERLINA and MASETTO
What! Leporello? My eyes deceive me!
Who would believe me? This is some plot.

LEPORELLO
Fear and doubting quite distract me,
All my head is in confusion,
Would indeed 'twere a delusion,
And I safely from this spot.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OCTAVIO and MASETTO
Fear and doubting quite distract me,
All my head is in confusion,
'Tis a vision, a vile delusion!
Be this masking, be this masking ne'er forgot!

Exit Donna Anna with servants.

ZERLINA
It was you, then, who with your cruel blows,
This very night, nearly kill'd my poor Masetto!

DONNA ELVIRA
It was you, heartless ribald, who beguil'd me,
Who led me forth as though 'twere Don Giovanni!

DON OCTAVIO
Why dost thou wear those garments?
Thou must be here for some unlawful purpose!

DONNA ELVIRA
'Tis I who will chastise him.

ZERLINA
So will I.

DON OCTAVIO
No, no, 'tis I.

MASETTO
How this viper to crush, we all will try.

Nr. 20 - Aria

LEPORELLO
Ah, be not so hard upon me,
Give me leave, good friends, to speak!
Wrongs like yours surely had undone me.
But, believe me, I am not he you seek.
I will tell you how my master, did from bad to worse descend.
Donna Elvira, do you tell them,
By what arts he gains his end;
As for thee, I've not a notion what befell thee;
As this lady here can tell thee,
For I met her, with him philand'ring,
Well I knew how all would end;
And to your lordship, I will admit it,
I've acted wrongly, not as befitted...
I know I've trespas'd, I ask your pardon,
Lost in the darkness, I entered the garden,
Not thought t'offend. 'Twas a blunder;
Greatly I wonder, how all was known!
Masters, I would now with speed be gone.

Making for the door and runs out.

Donna Elvira, Zerline, Don Octavio and Masetto.


DONNA ELVIRA
Hold, thou shalt not escape me!

MASETTO
He flies like any feather...

ZERLINA
And how neatly, he evaded our question.

DON OCTAVIO
Friends, this confirms me, and the crimes we have witnessed
We no further can doubt,
That Don Giovanni was the villain murd'rer of Donna Anna's father.
Do me the favour here awhile yet to stay with her.
I will go now, and seek the law's assistance.
The day of reck'ning is at hand, oh, thou traitor,
And thy doom is assured, or sooner or later.

Nr. 21 - Aria

DON OCTAVIO
To my beloved, o hasten,
To comfort, to comfort her sad heart.
Sweet are the tears that chasten,
Yet grieve not those who part.
Tell her, to see her righted,
Ne'er will I cease pursuing,
My sword and faith I've plighted.
Nought my resolve shall thwart.

Exeunt.

Nr. 21 b - Recitative and Aria

DONNA ELVIRA
In what abysses of error, into what dangers,
Thy reckless path pursuing,
Have guilt and folly brought thee!
The wrath of heaven will surely overwhelm thee,
It is swift to destroy.
The lightning flash of retribution impendeth,
It will soon be upon thee!
Eternal ruin at last will be thy doom. Wretched Elvira!
What a tempest within thee, thy heart divideth!
Ah, wherefore is this longing? These pangs of sorrow?

Cruel heart, thou hast betray'd me,
Grief unending upon me he cast.
Pity yet lingers, I'll not upbraid thee,
Ne'er can I forget the past, the happy past.
When my wrongs arise before me,
Thoughts of vengeance stir my bosom,
But the love that at first he bore me,
Binds my heart to him at last.
Exit.


SCENE III
An enclosed churchyard, several equestrian statues, statue of the Commandant.

Don Giovanni and Leporello.


DON GIOVANNI
leaps over the wall, laughing
Ha, ha, ha, ha! Most amusing,
They will not seek me here.
What splendid moonlight!
'Tis as light as in daytime;
This is just such a night as suits for the chase of pretty damsels.
What time is't? Ah, not yet two o'clock in the morning;
I wish now I knew how the droll encounter ended
Between that poor Elvira and Leporello.
Let me hope he was prudent!

LEPORELLO
'Faith I think he's determin'd on my ruin.

DON GIOVANNI
I hear him. Well, Leporello?

LEPORELLO
Some one call'd me?

DON GIOVANNI
Don't you yet know my voice?

LEPORELLO
I don't know it at all, sir.

DON GIOVANNI
What has happen'd?

LEPORELLO
On your account I have almost been murdered.

DON GIOVANNI
Indeed? How very lucky, 'twas an honour for you.

LEPORELLO
Pray, keep such honours.

DON GIOVANNI
How now? I spoke in fun.
Come let me tell you a pleasant thing.

LEPORELLO
Whatever brings you here?

DON GIOVANNI
Come down and I will tell you,
I got into some trouble,
Ev'rything has gone wrong since last I saw you,
That we'll leave for the present;
One bit of scandal I must tell you at once.

LEPORELLO
Some new flirtation.

DON GIOVANNI
You're out there. As I was walking,
I espied a fair damsel with the gait of a Juno;
Of course I followed, I tried to take her hand,
She seem'd uncertain, something tender I whisper'd,
And she mistook me,
Guess for whom?

LEPORELLO
I can't think.

DON GIOVANNI
For Leporello.

LEPORELLO
For me?

DON GIOVANNI
For you.

LEPORELLO
How pleasant!

DON GIOVANNI
By the hand,
Then 'twas her turn to seize me.

LEPORELLO
Better and better.

DON GIOVANNI
She caress'd me, embraced me,
'Oh, my dear Leporello! Leporello, my darling!'
At once it struck me,
She was one of your sweethearts.

LEPORELLO
Curses be on you!

DON GIOVANNI
I did not undeceive her, but after a good while she knew me,
Took fright, at her shrieking people came,
I shot by them, nimbly and swiftly,
Espied this wall, and leap'd in safety over.

LEPORELLO
And you dare tell me this
As if it were a good story?

DON GIOVANNI
And why not?

LEPORELLO
What if she were my wife,
Then would you laugh, Sir?

DON GIOVANNI
laughs loudly
All the louder.

THE STATUE
Your jest will turn to woe, ere it is morning.

DON GIOVANNI
Who was speaking?

LEPORELLO
Oh, some soul tormented,
From the land of spirits,
Pays homage to your merits.

DON GIOVANNI
puts his hand to his sword, looks about among the tombs and strikes at some of the statues
Silence, rascal. Who goes there?

THE STATUE
Misguided, perverted,
Anger not the departed!

LEPORELLO
As I told you!

DON GIOVANNI
It must be some one
Hiding by yon wall laughing at us.
Say, can that hideous structure be the Commandant's statue?
That inscription I'd like to hear.

LEPORELLO
Excuse me, my eyesight is indiff'rent bad,
I cannot read by moonlight.

DON GIOVANNI
Read, I tell you.

LEPORELLO
reads
«I here await the vengeance
Decreed by Heaven upon a base assassin». -
You hear it? I tremble!

DON GIOVANNI
An exquisite buffoonery!
Tell the old man
I ask him to sup with me this evening.

LEPORELLO
You are mad! What is that, oh, do you see him?
What a terrible light in his eyes!
He sees us. He can hear us!
Oh, what if he would speak!

DON GIOVANNI
Be quick, obey! Or I will kill you,
And in this churchyard lay you.

LEPORELLO
Oh, unfortunate me! I must obey you.

Nr. 22 - Duetto

LEPORELLO
Oh, thou most noble monument,
Our Commandant resembling,
Oh, sir, see how I'm trembling,
I cannot further go.

DON GIOVANNI
Proceed at once, or I'll spear thee,
I'll kill thee at a blow.
His cowardice diverts me.
How can one tremble so?

LEPORELLO
He's madder now than ever.
If I could only go.
to the statue
Oh, thou most noble monument,
I speak with fear and wonder,
Master, look! Oh, look yonder,
See how his eyeballs glow, see how his eyeballs glow.

DON GIOVANNI
Die then.

LEPORELLO
No, no, oh, wait a moment!
My master here invites thee,
Not I, great sir, it frights me,
To sup with him this night.
the statue nods its head
Ah, ah, ah, I'm not inventing,
He nods, he nods consenting!

DON GIOVANNI
Thou fool, what's there to scare thee?

LEPORELLO
Oh, master, oh look yourself and spare me!

DON GIOVANNI
What is this wondrous sight?

LEPORELLO
See, with his head of marble,
imitates the statue
He nods, just so, just so.

DON GIOVANNI
See, with his head of marble,
He nods just so.
to the statue
Give answer, if thou hear'st me,
Wilt come to supper?

THE STATUE
Yea!

LEPORELLO
Now we are ruin'd truly,
He takes it all so coolly,
Oh, let us go, oh master, my limbs I cannot steady,
To run away is best, oh, come, to run away is best.

DON GIOVANNI
Ah, strange adventure truly,
He hath accepted duly,
Come let us go, make ready,
To meet this stony guest.

Exeunt.


SCENE IV
A darkened chamber

Donna Anna and Don Octavio.


DON OCTAVIO
Yes, all now reassures us;
The hand of justice will soon arrest his course
Of guilt and folly, and we shall be aveng'd.

DONNA ANNA
My father, I've lost him!

DON OCTAVIO
What is decreed by heaven
We must patiently bear,
Oh, rouse thee, my dearest, from the sad recollection;
Brighter days are before thee, say to-morrow
Thou wilt bless my affection,
Let thy hand be the pledge.

DONNA ANNA
Ah, no, how can'st thou speak of joy when I'm weeping?

DON OCTAVIO
Ah then, since faithful love or pray'rs cannot move thee,
Too well I see that thou dost not love me!

Nr. 23 - Recitative and Aria

DONNA ANNA
Not love thee? Ah, ne'er believe it!
Could I accept, while my tears yet freshly flow,
The blest fulfilment of my heart's dearest wishes?
I cannot, I dare not, ah, nor seek to persuade me,
Till my grief is assuaged,
All my heart is thine own, of that be certain.

Tell me not, oh, thou belov'd one,
That thou'rt constant to me in vain,
That I love thee, ah well thou know'st it,
That I'll ever thine remain,
Stay, oh stay thy fond misgiving,
Doubt me not, oh I conjure thee;
Love and hope do both, do both assure me,
That kind heaven yet will smile, will smile again.

Exit.


SCENE V
A lighted hall. The table prepared for a banquet.

Don Giovanni, Leporello. Some musicians.


Nr. 24 - Finale

DON GIOVANNI
Ah, I see the table's ready,
Play a gay and festive measure.
Costly is my cup of'pleasure;
And I'll drain it to the end.
Leporello, serve the supper.

LEPORELLO
All is ready to command.
Musicians begin to play on the stage, Don Giovanni eating
Bravi! «Cosa rara!»

DON GIOVANNI
Is this music to thy liking?

LEPORELLO
I must own I have heard some things more striking.

DON GIOVANNI
Here's a dish to be commended!

LEPORELLO
aside
Would this meal were safely ended!
While I watch his giant mouthfuls,
I his courage comprehend.

DON GIOVANNI
aside
While he watches ev'ry mouthful,
Who on me is to attend?
Wine here!

LEPORELLO
Ready!
Long life to «I litiganti»!

DON GIOVANNI
Fill my goblet!
Leporello pours wine.
Choice aroma, goodly vintage!

Leporello changes Don Giovanni's plate.

LEPORELLO
aside
I'll devour this piece of pheasant,
Softly, softly, while I downwards bend.

DON GIOVANNI
None to serve me, this is pleasant,
Rascal, say, wilt thou attend?

LEPORELLO
That's a song I have heard but too often.

DON GIOVANNI
without looking at him
Leporello!

LEPORELLO
with his mouth full
Yes, sir, coming!

DON GIOVANNI
Well, speak out, man, what art thou mumbling?

LEPORELLO
I beseech you, stay from grumbling,
I've a cold that will not mend.

DON GIOVANNI
I expect thee to amuse me.

LEPORELLO
Sir, I can't.

DON GIOVANNI
Why not?

LEPORELLO
Excuse me! When such viands dainty invite me,
Wonder not if I partake, wonder not if l partake.

DON GIOVANNI
It is clear thou must partake, it is clear thou must partake.

Donna Elvira and the others.

DONNA ELVIRA
rushing in distractedly
Love bids me venture,
One more endeavour,
Ere we forever
Asunder fly.
Though you may scorn me,
I'll not resent,
I come to warn thee!

DON GIOVANNI and LEPORELLO
rising
Pray, why?

DONNA ELVIRA
kneeling
With love I've ended
Joy long hath left me,
Lone and unfriended
I long to die.

DON GIOVANNI
You quite surprise me.
Your wish reveal then!
If you must kneel then,
Why, so must I -
kneels

DONNA ELVIRA
Cruel deride me not,
For thee I'm sueing!

LEPORELLO
Her wrongs are all forgot,
For him she's sueing!

DON GIOVANNI
Come, sweet one, chide me not!
He gets up and raises her.
Nay, sweet one, chide me not
with affected tenderness
Why wilt thou cry?

DONNA ELVIRA
Thy life amend thou!

DON GIOVANNI
Bravo!

DONNA ELVIRA
Misguided one!

DON GIOVANNI
This fooling end now
seats himself again at the table, and begins to eat
When thou hast supped well,
No more thou'lt sigh!

DONNA ELVIRA
Wretch, I abandon thee,
More and more hateful,
Ever detested be,
Thee I disown!

Exit.

LEPORELLO
If he relents not
To see her grieving,
His heart deceiving's hard as stone!

DON GIOVANNI
Maidens both fair and young,
Good wine, and plenty,
To these are praises due,
To these alone!

Donna Elvira returns and rushes out at the opposite side.

DONNA ELVIRA
Ah!

DON GIOVANNI and LEPORELLO
A scream, what can have happen'd?

DON GIOVANNI
Go and see, go and see, what is the matter.

LEPORELLO
goes, and when off the stage cries out
Ah!

DON GIOVANNI
What ever means this clatter?
Leporello art thou mad?

LEPORELLO
Oh, good Sir! For heav'n sake,
Not a step do that way take,
Leporello returns dismayed, and shuts the door
White and stony, he's behind me,
Oh good master, I'm fainting, don't mind me,
If you saw his marble features,
If you heard him nearer draw,
Ta, ta, ta, ta.

DON GIOVANNI
I believe thou art demented.
One could scare thee with a straw!

Knocking heard at the door.

LEPORELLO
Hark! He's coming!

DON GIOVANNI
Some one's knocking
Open.

LEPORELLO
trembling
I dare not!

DON GIOVANNI
Go this instant!

LEPORELLO
Ah!

DON GIOVANNI
Coward, if I would be enlightened,
I must go myself and see, I'll go and see.

takes a light and goes to open the door

LEPORELLO
Oh, to death I sure am frightened,
Here I'll hide where none can see.

Leporello hides under the table.

The Commandant and the others.


THE COMMANDANT
Don Giovanni! Be thee invited,
Here behold me, as thou'st directed.

DON GIOVANNI
Truly I did not expect it,
But anew I'll sup with thee,
Leporello, serve the table,
For my guest another cover!

LEPORELLO
puts his head out from under the table
Sir, be still, say no more!

DON GIOVANNI
Go, directly!

Leporello rises as if to obey.

THE COMMANDANT
No need of that,
Earthly food he no longer desireth,
Who of heavenly food hath partaken,
Cast away from thee now all such trifling,
Heed the sentence I hither have brought.

LEPORELLO
Sure a fit of the ague hath seiz'd me,
Of all motion bereft, I'm distraught!

DON GIOVANNI
Well, what would'st thou? Well, I listen.

THE COMMANDANT
Silence, and mark me, this hour thou hast sought.

DON GIOVANNI
Speak then, tell me, of fear know I nought.

THE COMMANDANT
Thou didst thyself invite me,
For that I must requite thee,
Then answer me, then answer me,
As my guest, when shall I claim thee?

LEPORELLO
standing far off, trembling
Say no, say no;
He is engag'd, excuse him.

DON GIOVANNI
Of fear none shall accuse me,
To none will I succumb!

THE COMMANDANT
Determine!

DON GIOVANNI
I have determined...

THE COMMANDANT
Thou'lt come, then?

LEPORELLO
Say that you can't, that you can't.

DON GIOVANNI
My heart is firm within me,
I have no fear, I'll come.

THE COMMANDANT
Give me thy hand in token!

DON GIOVANNI
Take it then. Ah, me!

THE COMMANDANT
What is't?

DON GIOVANNI
What deadly chill is this!

THE COMMANDANT
Turn thee, ere heav'n hath doom'd thee,
There's time yet for repentance.

DON GIOVANNI
vainly tries to free himself
For me there's no repentance,
Vanish thou from my sight!

THE COMMANDANT
Dread then, the wrath eternal.

DON GIOVANNI
Away, thou spectre infernal!

THE COMMANDANT
Yes, repent!

DON GIOVANNI
No!

THE COMMANDANT
Yes, repent!

DON GIOVANNI
No!

THE COMMANDANT
Yes!

DON GIOVANNI
No!

THE COMMANDANT
Yes! Now must my soul take flight!

Exit.

Flames appear in all directions, the earth trembles.


DON GIOVANNI
Terrors unknown are freezing me,
Demons of doom are seizing me,
Is hell let loose to torture me?
Or does it mock my sight?

CHORUS
from below, with hollow voices
Torments eternal wait thee!
Burning in endless night!

DON GIOVANNI
My soul is rent in agony!
Condemn'd to endless misery,
Oh, doom of wrath and terror,
No more to see the light!

LEPORELLO
The fire of doom surrounds him,
Its fiery glare confounds him,
What sounds, what sights of terror,
Oh, I shall die, oh, I shall die of fright!

The flames increase and engulph Don Giovanni.


SCENE VI
Donna Elvira, Donna Anna, Leporello, Zerlina, Don Octavio and Masetto.

DONNA ELVIRA, DONNA ANNA, ZERLINA and DON OCTAVIO
Where is the miscreant?
Where is the traitor?

MASETTO
By fate o'ertaken.
Now fallen low, now fallen low!

DONNA ANNA
Seize him,
Imprison him,
Who ne'er relented,
No mercy shew.

LEPORELLO
Not here you'll find him,
For ever vanish'd,
Flames went behind him,
He's gone below.

ALL OTHERS
Say, what befell him?
Quick, tell us all you know.

LEPORELLO
That man gigantic, he's driv'n me frantic.
Nothing I'll garble, that man of marble,
Grim and tremendous, oh, heav'n defend us.
Came here and warn'd him. He madly scorn'd him,
'Mid flamings sulphurous he went below in fire and thunder.

THE OTHERS
Truly, a wonder!

LEPORELLO
Truly, a wonder!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OCTAVIO and MASETTO
I saw the spectre with mien of woe.

DON OCTAVIO
Heav'n itself then our cause has righted.
Days of peace now dawn before us,
Grant, oh, grant then the vows plighted,
Now at last may be fulfill'd.

DONNA ANNA
I but ask thee, oh, my belov'd one,
To delay but one short year ...
Lover's pleadings are commandments,
On thy faithful love I build.

DONNA ELVIRA
To a convent I betake me,
There to end my troubled life.

ZERLINA AND MASETTO
Now dear, wait no longer till we two are man and wife.

LEPORELLO
And I'll seek another master,
And begin another life.

ZERLINA, MASETTO AND LEPORELLO
And let him in flames atone,
Who no mercy e'er has shewn,
And now let us all united
Sing the verse of old indited,
Join in chorus ev'ry one.

DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OCTAVIO, MASETTO and LEPORELLO
He who wrought for selfish pleasure,
Shall depart without, yes without a friend.

Personaggi:
DON GIOVANNI, giovane cavaliere estremamente licenzioso (Baritono)
DONNA ANNA, dama promessa sposa di Don Ottavio (Soprano)
DON OTTAVIO (Tenore)
COMMENDATORE (Basso)
DONNA ELVIRA, dama di Burgos, abbandonata da Don Giovanni (Soprano)
LEPORELLO, servo di Don Giovanni (Basso)
MASETTO, contadino, amante di Zerlina (Basso)
ZERLINA, contadina (Soprano)

CORO
contadini, contadine, servitori



ATTO PRIMO

Ouverture

SCENA PRIMA
Giardino - Notte.
Leporello, con ferraiolo, passeggia davanti alla casa di Donn'Anna; indi Don Giovanni e Donn'Anna ed in ultimo il Commendatore.
Leporello, entrando dal lato destro con lanterna in mano, s'avanza cauto e circospetto.


Nr. 1 - Introduzione

LEPORELLO
Notte e giorno faticar,
Per chi nulla sa gradir,
Piova e vento sopportar,
Mangiar male e mal dormir.
Voglio far il gentiluomo
E non voglio più servir...
Oh che caro galantuomo!
Vuol star dentro colla bella,
Ed io far la sentinella!
Voglio far il gentiluomo
E non voglio più servir...
Ma mi par che venga gente;
Non mi voglio far sentir.

Si ritira
Don Giovanni esce dal palazzo del Commendatore inseguito da Donn'Anna; cerca coprirsi il viso ed è avvolto in un lungo mantello.


DONNA ANNA
Trattenendo Don Giovanni
Non sperar, se non m'uccidi,
Ch'io ti lasci fuggir mai!

DON GIOVANNI
sempre cercando di celarsi
Donna folle! indarno gridi,
Chi son io tu non saprai!

LEPORELLO
avanzandosi
Che tumulto! Oh ciel, che gridi!
Il padron in nuovi guai.

DONNA ANNA
Gente! Servi! Al traditore!

DON GIOVANNI
Taci e trema al mio furore!

DONNA ANNA
Scellerato!

DON GIOVANNI
Sconsigliata!

LEPORELLO
Sta a veder che il malandrino
Mi farà precipitar!

DONNA ANNA
Come furia disperata
Ti saprò perseguitar!

DON GIOVANNI
Questa furia disperata
Mi vuol far precipitar!

IL COMMENDATORE
con spada e lume
Lasciala, indegno!
Donn'Anna, udendo la voce del padre, lascia Don Giovanni ed entra in casa.
Battiti meco!

DON GIOVANNI
Va, non mi degno
Di pugnar teco.

IL COMMENDATORE
Così pretendi da me fuggir?

LEPORELLO
Potessi almeno di qua partir!

DON GIOVANNI
Misero, attendi,
se vuoi morir!

Si battono. Il Commendatore è mortalmente ferito

IL COMMENDATORE
Ah, soccorso! son tradito!
L'assassino m'ha ferito,
E dal seno palpitante
Sento l'anima partir.

DON GIOVANNI
Ah, già cade il sciagurato,
Affannoso e agonizzante,
Già dal seno palpitante
Veggo l'anima partir.

LEPORELLO
Qual misfatto! qual eccesso!
Entro il sen dallo spavento
Palpitar il cor mi sento!
Io non so che far, che dir.

Il Commendatore muore.


SCENA SECONDA

DON GIOVANNI
sottovoce
Leporello, ove sei?

LEPORELLO
Son qui, per mia disgrazia, e voi?

DON GIOVANNI
Son qui.

LEPORELLO
Chi è morto, voi o il vecchio?

DON GIOVANNI
Che domanda da bestia! Il vecchio.

LEPORELLO
Bravo, due imprese leggiadre!
Sforzar la figlia ed ammazzar il padre!

DON GIOVANNI
L'ha voluto, suo danno.

LEPORELLO
Ma Donn'Anna, cosa ha voluto?

DON GIOVANNI
Taci, non mi seccar, vien meco, se non
vuoi qualche cosa ancor tu!

LEPORELLO
Non vo'nulla, signor, non parlo più.

alzando da terra la lanterna ed il mantello. Partono.


SCENA TERZA
Don Ottavio, Donn'Anna e Servi con lumi.

DONNA ANNA
Ah, del padre in periglio
in soccorso voliam.

DON OTTAVIO
con ferro ignudo in mano
Tutto il mio sangue verserò, se bisogna.
Ma dov'è il scellerato?

DONNA ANNA
ln questo loco...
vede il cadavere.
ma qual mai s'offre, o Dei,
spettacolo funesto agli occhi miei!
II padre!... padre mio!...mio caro padre!...

DON OTTAVIO
Signora!

DONNA ANNA
Ah, l'assassino mel trucidò.
Quel sangue - quella piaga - quel volto,
tinto e coperto del color di morte -
ei non respira più -
fredde ha le membra -
padre mio!... caro padre!... padre amato!...
io manco... io moro.
Sviene.

DON OTTAVIO
Ah, soccorrete, amici, il mio tesoro!
Cercatemi, recatemi
qualche odor, qualche spirto. Ah! non tardate.
Partono due servi.
Donn'Anna! sposa! amica! II duolo
estremo la meschinella uccide.

DONNA ANNA
Ahi!

DON OTTAVIO
Già rinviene...
ritornano i servi
Datele nuovi aiuti.

DONNA ANNA
Padre mio!

DON OTTAVIO
Celate, allontanate agli occhi suoi
quell'oggetto d'orrore.
Viene portato via il cadavere.
Anima mia, consolati, fa core.

Nr. 2 - Duetto

DONNA ANNA
disperatamente
Fuggi, crudele, fuggi!
Lascia che mora anchi'io
Ora che è morto, oh Dio!
Chi a me la vita die'!

DON OTTAVIO
Senti, cor mio, deh! senti;
Guardami un solo istante!
Ti parla il caro amante,
che vive sol per te.

DONNA ANNA
Tu sei!... perdon, mio bene -
L'affanno mio, le pene...
Ah! il padre mio dov'è?

DON OTTAVIO
Il padre? Lascia, o cara,
la rimembranza amara.
Hai sposo e padre in me.

DONNA ANNA
Ah! Vendicar, se il puoi,
Giura quel sangue ognor!

DON OTTAVIO
Lo giuro agli occhi tuoi,
Lo giuro al nostro amor!

A DUE
Che giuramento, o dei!
Che barbaro momento!
Tra cento affetti e cento
Vammi ondeggiando il cor.

Partono.


SCENA QUARTA
Notte. Strada.
Don Giovanni e Leporello, poi Donn'Elvira in abito da viaggio.


DON GIOVANNI
Orsù, spicciati presto. Cosa vuoi?

LEPORELLO
L'affar di cui si tratta è importante.

DON GIOVANNI
Lo credo.

LEPORELLO
È importantissimo.

DON GIOVANNI
Meglio ancora. Finiscila.

LEPORELLO
Giurate di non andar in collera.

DON GIOVANNI
Lo giuro sul mio onore,
purché non parli del Commendatore.

LEPORELLO
Siamo soli.

DON GIOVANNI
Lo vedo.

LEPORELLO
Nessun ci sente.

DON GIOVANNI
Via!

LEPORELLO
Vi posso dire tutto liberamente?

DON GIOVANNI
Sì.

LEPORELLO
Dunque quando è così,
caro signor padrone,
la vita che menate
all'orecchio, ma forte
è da briccone.

DON GIOVANNI
Temerario, in tal guisa...

LEPORELLO
E il giuramento?

DON GIOVANNI
Non so di giuramenti. Taci, o chi'io...

LEPORELLO
Non parlo più, non fiato, o padron mio.

DON GIOVANNI
Così saremo amici. Ora dì un poco:
Sai tu perché son qui?

LEPORELLO
Non ne so nulla. Ma essendo l'alba chiara, non sarebbe
qualche nuova conquista?
Io lo devo saper per porla in lista.

DON GIOVANNI
Va là, che sei il grand'uom!
Sappi chi'io sono innamorato d'una
bella dama, e son certo che m'ama.
La vidi, le parlai; meco al casino
questa notte verrà...
Viene dal fondo Donna Elvira.
Zitto, mi pare
sentire odor di femmina...

LEPORELLO
(Cospetto, che odorato perfetto!)

DON GIOVANNI
All'aria mi par bella.

LEPORELLO
(E che occhio, dico!)

DON GIOVANNI
Ritiriamoci un poco, e scopriamo terren.

LEPORELLO
Già prese foco!

Vanno in disparte


SCENA QUINTA
Donna Elvira e detti

Nr. 3 - Aria

DONNA ELVIRA
Ah, chi mi dice mai
Quel barbaro dov'è,
Che per mio scorno amai,
Che mi mancò di fe?
Ah, se ritrovo l'empio
E a me non torna ancor,
Vo' farne orrendo scempio,
Gli vo' cavare il cor.

DON GIOVANNI
piano a Leporello
Udisti? Qualche bella dal vago
abbandonata. Poverina! Cerchiam di
consolare il suo tormento.

LEPORELLO
(Così ne consolò mile e ottocento).

DON GIOVANNI
Signorina...

DONNA ELVIRA
Chi è là?

DON GIOVANNI
Stelle! che vedo!

LEPORELLO
(O bella! Donna Elvira!)

DONNA ELVIRA
Don Giovanni!...
Sei qui, mostro, fellon, nido d'inganni!

LEPORELLO
(Che titoli cruscanti! Manco male
che lo conosce bene!)

DON GIOVANNI
Via, cara Donna Elvira,
calmate quella collera... sentite...
Lasciatemi parlar...

DONNA ELVIRA
Cosa puoi dire, dopo azion sì nera? In casa mia
entri furtivamente. A forza d'arte,
di giuramenti e di lushinghe arrivi
a sedurre il cor mio;
m'innamori, o crudele!
Mi dichiari tua sposa, e poi, mancando
della terra e del ciel al santo dritto,
con enorme delitto
dopo tre dì da Burgos t'allontani.
M'abbandoni, mi fuggi, e lasci in preda
al rimorso ed al pianto,
per pena forse che t'amai cotanto!

LEPORELLO
(Pare un libro stampato!)

DON GIOVANNI
Oh, in quanto a questo, ebbi le mie
ragioni.
a Leporello, ironicamente
È vero?

LEPORELLO
È vero.
E che ragioni forti!

DONNA ELVIRA
E quali sono,
se non la tua perfidia,
la leggerezza tua? Ma il giusto cielo
volle ch'io ti trovassi,
per far le sue, le mie vendette.

DON GIOVANNI
Eh via!
siate più ragionevole!...(Mi pone
a cimento costei!). Se non credete
a labbro mio, credete
a questo galantuomo.

LEPORELLO
(Salvo il vero.)

DON GIOVANNI
forte
Via, dille un poco...

LEPORELLO
sottovoce a Don Giovanni
E cosa devo dirle?

DON GIOVANNI
Sì, sì, dille pur tutto.
Parte non visto da Donn'Elvira.

DONNA ELVIRA
Ebben, fa presto.

LEPORELLO
balbettando
Madama... veramente... in questo mondo
Conciòssia cosa quando fosse ché...
il quadro non è tondo...

DONNA ELVIRA
Sciagurato! Così del mio dolor giuoco
ti prendi, Ah! Voi...
verso Don Giovanni che non crede partito
Stelle! L'iniquo fuggì! Misera me!
Dov'è? In qual parte?

LEPORELLO
Eh! lasciate che vada. Egli non merta
che di lui ci pensiate.

DONNA ELVIRA
Il scellerato
m'ingannò, mi tradì...

LEPORELLO
Eh! Consolatevi;
non siete voi, non foste, e non sarete
né la prima, né l'ultima. Guardate:
questo non picciol libro è tutto pieno
dei nomi di sue belle:
Cava di tasca una lista
ogni villa, ogni borgo, ogni paese
è testimon di sue donnesche imprese.

Nr. 4 - Aria

LEPORELLO
Madamina, il catalogo è questo
Delle belle che amò il padron mio;
un catalogo egli è che ho fatt'io;
Osservate, leggete con me.
In Italia seicento e quaranta;
In Almagna duecento e trentuna;
Cento in Francia, in Turchia novantuna;
Ma in Ispagna son già mille e tre.
V'han fra queste contadine,
Cameriere, cittadine,
V'han contesse, baronesse,
Marchesine, principesse.
E v'han donne d'ogni grado,
D'ogni forma, d'ogni età.
Nella bionda egli ha l'usanza
Di lodar la gentilezza,
Nella bruna la costanza,
Nella bianca la dolcezza.
Vuol d'inverno la grassotta,
Vuol d'estate la magrotta;
È la grande maestosa,
La piccina e ognor vezzosa.
Delle vecchie fa conquista
Pel piacer di porle in lista;
Sua passion predominante
È la giovin principiante.
Non si picca - se sia ricca,
Se sia brutta, se sia bella;
Purché porti la gonnella,
Voi sapete quel che fa.

Parte


SCENA SESTA
Donna Elvira sola

DONNA ELVIRA
In questa forma dunque
mi tradì il scellerato! È questo il premio
che quel barbaro rende all'amor mio?
Ah! Vendicar vogl'io
l'ingannato mio cor. Pria ch'ei mi fugga
si ricorra... si vada... Io sento in petto
sol vendetta parlar, rabbia e dispetto.

Parte


SCENA SETTIMA
Zerlina, Masetto e Coro di Contadini d'ambo i sessi, che cantano, suonano e ballano.

Nr. 5 - Coro

ZERLINA
Giovinette che fate all'amore,
Non lasciate che passi l'età!
Se nel seno vi bulica il core,
Il rimedio vedetelo qua!
La ra la, la ra la, la ra la.
Che piacer, che piacer che sarà!

CORO
La ra la, ecc.

MASETTO
Giovinetti leggeri di testa,
Mon andate girando di là.
Poco dura de'matti la festa,
Ma per me cominciato non ha.
La ra la. La ra la. La ra la. Che piacer, che piacer che sarà!

CORO
La ra la, ecc.

ZERLINA e MASETTO
Vieni, vieni, carino. godiamo,
E cantiamo e balliamo e suoniamo!
Che piacer, che piacer che sarà!


SCENA OTTAVA
Don Giovanni, Leporello e detti.

DON GIOVANNI
Manco male, è partita. Oh guarda, che
bella gioventù; che belle donne!

LEPORELLO
(Fra tante, per mia fè,
vi sarà qualche cosa anche per me.)

DON GIOVANNI
Cari amici, buon giorno, Seguitate a
stare allegramente, seguite a suonar,
buona gente. C'è qualche sposalizio?

ZERLINA
Sì, signore, e la sposa. son io.

DON GIOVANNI
Me ne consolo. Lo sposo?

MASETTO
Io, per servirla.

DON GIOVANNI
Oh bravo! Per servirmi; questo è vero
parlar da galantuomo.

LEPORELLO
(Basta che sia marito.)

ZERLINA
Oh, il mio Masetto
è un uom d'ottimo core.

DON GIOVANNI
Oh anch'io, vedete!
Voglio che siamo amici. Il vostro nome?

ZERLINA
Zerlina.

DON GIOVANNI
a Masetto
E il tuo?

MASETTO
Masetto.

DON GIOVANNI
O caro il mio Masetto!
Cara la mia Zerlina! v'esibisco
la mia protezione, Leporello?
a Leporello che fa scherzi alle altre contadine
Cosa fai lì, birbone?

LEPORELLO
Anch'io, caro padrone,
esibisco la mia protezione.

DON GIOVANNI
Presto, va con costor; nel mio palazzo
conducili sul fatto. Ordina ch'abbiano
cioccolatta, caffè, vini, prosciutti:
cerca divertir tutti,
mostra loro il giardino,
la galleria, le camere; in effetto
fa che resti contento il mio Masetto.
Hai capito?

LEPORELLO
ai contadini
Ho capito. Andiam!

MASETTO
Signore!

DON GIOVANNI
Cosa c'è?

MASETTO
La Zerlina
senza me non può star.

LEPORELLO
a Masetto
In vostro loco
ci sarà sua eccellenza; e saprà bene
fare le vostre parti.

DON GIOVANNI
Oh, la Zerlina
è in man d'un cavalier. Va pur, fra poco
ella meco verrà.

ZERLINA
Va, non temere.
Nelle mani son io d'un cavaliere.

MASETTO
E per questo...

ZERLINA
E per questo
non c'è da dubitar...

MASETTO
Ed io, cospetto...

DON GIOVANNI
Olà, finiam le dispute! Se subito
senza altro replicar non te ne vai,
mostrandogli la spada
Masetto, guarda ben, ti pentirai.

Nr. 6 - Aria

MASETTO
Ho capito, signor sì!
Chino il capo e me ne vo.
Giacch´ piace a voi così,
Altre repliche non fo.
Cavalier voi siete già.
Dubitar non posso affé;
Me lo dice la bontà
Che volete aver per me.
a Zerlina, a parte
Bricconaccia, malandrina!
Fosti ognor la mia ruina!
a Leporello, che lo vuol condur seco
Vengo, vengo!
a Zerlina
Resta, resta.
È una cosa molto onesta!
Faccia il nostro cavaliere
cavaliera ancora te.

Masetto parte con Leporello ed i contadini


SCENA NONA
Don Giovanni e Zerlina.

DON GIOVANNI
Alfin siam liberati,
Zerlinetta gentil, da quel scioccone.
Che ne dite, mio ben, so far pulito?

ZERLINA
Signore, è mio marito...

DON GIOVANNI
Chi? Colui?
Vi par che un onest'uomo,
un nobil cavalier, com'io mi vanto,
possa soffrir che quel visetto d'oro,
quel viso inzuccherato
da un bifolcaccio vil sia strapazzato?

ZERLINA
Ma, signore, io gli diedi
parola di sposarlo.

DON GIOVANNI
Tal parola
non vale un zero. Voi non siete fatta
per essere paesana; un altra sorte
vi procuran quegli occhi bricconcelli,
quei labretti sì belli,
quelle dituccie candide e odorose,
parmi toccar giuncata e fiutar rose.

ZERLINA
Ah!... Non vorrei...

DON GIOVANNI
Che non vorreste?

ZERLINA
Alfine
ingannata restar. Io so che raro
colle donne voi altri cavalieri
siete onesti e sinceri.

DON GIOVANNI
È un impostura
della gente plebea! La nobilità
ha dipinta negli occhi l'onestà.
Orsù, non perdiam tempo; in questo istante
io ti voglio sposar.

ZERLINA
Voi!

DON GIOVANNI
Certo, io.
Quel casinetto è mio: soli saremo
e là, gioiello mio, ci sposeremo.

Nr. 7 - Duettino

DON GIOVANNI
Là ci darem la mano,
Là mi dirai di sì.
Vedi, non è lontano;
Partiam, ben mio, da qui.

ZERLINA
(Vorrei e non vorrei,
Mi trema un poco il cor.
Felice, è ver, sarei,
Ma può burlarmi ancor.)

DON GIOVANNI
Vieni, mio bel diletto!

ZERLINA
(Mi fa pietà Masetto.)

DON GIOVANNI
Io cangierò tua sorte.

ZERLINA
Presto... non son più forte.

DON GIOVANNI
Andiam!

ZERLINA
Andiam!

A DUE
Andiam, andiam, mio bene.
a ristorar le pene
D'un innocente amor.

Si incamminano abbracciati verso il casino.


SCENA DECIMA
Donna Elvira e detti

DONNA ELVIRA
che ferma con atti disperatissimi Don Giovanni
Fermati, scellerato! II ciel mi fece
udir le tue perfidie. Io sono a tempo
di salvar questa misera innocente
dal tuo barbaro artiglio.

ZERLINA
Meschina! Cosa sento!

DON GIOVANNI
(Amor, consiglio!)
piano a Donna Elvira
Idol mio, non vedete
ch'io voglio divertirmi?

DONNA ELVIRA
Divertirti,
è vero? Divertirti... Io so, crudele,
come tu ti diverti.

ZERLINA
Ma, signor cavaliere,
è ver quel ch'ella dice?

DON GIOVANNI
piano a Zerlina
La povera infelice
è di me innamorata,
e per pietà deggio fingere amore,
ch'io son, per mia disgrazia, uom di buon cuore.

Nr. 8 - Aria

DONNA ELVIRA
Ah, fuggi il traditor!
Non lo lasciar più dir!
Il labbro è mentitor,
fallace il ciglio.
Da' miei tormenti impara
A creder a quel cor,
E nasca il tuo timor
Dal mio periglio.

parte conducendo via Zerlina


SCENA UNDICESIMA
Don Giovanni, poi Don Ottavio e Donn'Anna vestita a lutto.

DON GIOVANNI
Mi par ch'oggi il demonio si diverta
d'opporsi a miei piacevoli progressi
vanno mal tutti quanti.

DON OTTAVIO
a Donn'Anna
Ah! Ch'ora, idolo mio, son vani i pianti,
di vendetta si parli. Oh, Don Giovanni!

DON GIOVANNI
(Mancava questo intoppo!)

DONNA ANNA
Signore, a tempo vi ritroviam: avete
core, avete anima generosa?

DON GIOVANNI
(Sta a vedere
che il diavolo gli ha detto qualche cosa.)
Che domanda! Perchè?

DONNA ANNA
Bisogno abbiamo
della vostra amicizia.

DON GIOVANNI
(Mi torna il fiato in corpo.) Comandate.
I congiunti, i parenti,
questa man, questo ferro, i beni,
con moilto fuoco
il sangue
spenderò per servirvi.
Ma voi, bella Donn'Anna,
perchè così piangete?
II crudele chi fu che osò la calma
turbar del viver vostro?


SCENA DODICESIMA
Donna Elvira e detti

DONNA ELVIRA
a Don Giovanni
Ah, ti ritrovo ancor, perfido mostro!


Nr. 9 - Quartetto

DONNA ELVIRA
a Donn'Anna
Non ti fidar, o misera,
Di quel ribaldo cor;
Me già tradì quel barbaro,
te vuol tradir ancor.

DONNA ANNA e DON OTTAVIO
(Cieli, che aspetto nobile,
Che dolce maestà!
II suo pallor, le lagrime
M'empiono di pietà.)

DON GIOVANNI
a parte; Donna Elvira ascolta
La povera ragazza
È pazza, amici miei;
Lasciatemi con lei,
Forse si calmerà.

DONNA ELVIRA
Ah non credete al perfido!

DON GIOVANNI
È pazza, non badate.

DONNA ELVIRA
Restate ancor, restate!

DONNA ANNA e DON OTTAVIO
A chi si crederà?

DONNA ANNA, DON OTTAVIO, DON GIOVANNI
Certo moto d'ignoto tormento
Dentro l'alma girare mi sento
Che mi dice, per quell'infelice,
Cento cose che intender non sa.

DONNA ELVIRA
Sdegno, rabbia, dispetto, spavento
Dentro l'alma girare mi sento,
Che mi dice, di quel traditore,
Cento cose che intender non sa.

DON OTTAVIO
a Donn'Anna
Io di qua non vado via
Se non so com'è l'affar.

DONNA ANNA
a Ottavio
Non ha l'aria di pazzia
II suo tratto, il suo parlar.

DON GIOVANNI
(Se m'en vado, si potrìa
Qualche cosa sospettar.)

DONNA ELVIRA
a Donn'Anna e Ottavio
Da quel ceffo si dovrìa
La ner'alma guidicar.

DON OTTAVIO
a Don Giovanni
Dunque quella?...

DON GIOVANNI
È pazzarella.

DONNA ANNA
Dunque quegli?...

DONNA ELVIRA
È un traditore.

DON GIOVANNI
Infelice!

DONNA ELVIRA
Mentitore!

DONNA ANNA e DON OTTAVIO
Incomincio a dubitar.
Passano dei contadini

DON GIOVANNI
Zitto, zitto, che la gente
Si raduna a noi d'intorno;
Siate un poco più prudente,
Vi farete criticar.

DONNA ELVIRA
forte, a Don Giovanni
Non sperarlo, o scellerato,
Ho perduta la prudenza;
Le tue colpe ed il mio stato
Voglio a tutti palesar.

DONNO ANNA e DON OTTAVIO
a parte, guardando Don Giovanni
Quegli accenti sì sommessi,
Quel cangiarsi di colore,
Son indizi troppo espressi
Che mi fan determinar.

Donn'Elvira parte

DON GIOVANNI
Povera sventurata! I passi suoi
voglio, seguir; non voglio
che faccia un precipizio:
perdonate, bellissima Donn'Anna;
se servirvi poss'io,
in mia casa v'aspetto. Amici, addio!


SCENA TREDICESIMA
Donn'Anna e Don Ottavio

Nr. 10 - Recitativo ed Aria

DONNA ANNA
Don Ottavio, son morta!

DON OTTAVIO
Cosa è stato?

DONNA ANNA
Per pietà.. soccorretemi!

DON OTTAVIO
Mio bene,
fate coraggio!

DONNA ANNA
Oh dei! Quegli è il carnefice
del padre mio!

DON OTTAVIO
Che dite?

DONNA ANNA
Non dubitate più. Gli ultimi accenti
che l'empio proferì, tutta la voce
richiamar nel cor mio di quell'indegno
che nel mio appartamento ...

DON OTTAVIO
O ciel! Possibile
che sotto il sacro manto d'amicizia...
ma come fu? Narratemi
lo strano avvenimento:

DONNA ANNA
Era già alquanto
avanzata la notte,
quando nelle mie stanze, ove soletta
mi trovai per sventura, entrar io vidi,
in un mantello avvolto,
un uom che al primo istante
avea preso per voi.
Ma riconobbi poi
che un inganno era il mio.

DON OTTAVIO
con affanno
Stelle! Seguite!

DONNA ANNA
Tacito a me s'appressa
e mi vuole abbracciar; sciogliermi cerco,
ei più mi stringe; io grido;
non viene alcun: con una mano cerca
d'impedire la voce,
e coll'altra m'afferra
stretta così, che già mi credo vinta.

DON OTTAVIO
Perfido!.. alfin?

DONNA ANNA
Alfine il duol, l'orrore
dell'infame attentato
accrebbe sì la lena mia, che a forza
di svincolarmi, torcermi e piegarmi,
da lui mi sciolsi!

DON OTTAVIO
Ohimè! Respiro!

DONNA ANNA
Allora
rinforzo i stridi miei, chiamo soccorso;
fugge il fellon; arditamente il seguo
fin nella strada per fermarlo, e sono
assalitrice ed assalita: il padre
v'accorre, vuol conoscerlo e l'indegno
che del povero vecchio era più forte,
compiè il misfatto suo col dargli morte!

Aria

DONNA ANNA
Or sai chi l'onore
Rapire a me volse,
Chi fu il traditore
Che il padre mi tolse.
Vendetta ti chiedo,
La chiede il tuo cor.
Rammenta la piaga
Del misero seno,
Rimira di sangue
Coperto il terreno.
Se l'ira in te langue
D'un giusto furor.

Parte


SCENA QUATTORDICESIMA
Ottavio solo

DON OTTAVIO
Come mai creder deggio,
di sì nero delitto
capace un cavaliero!
Ah! Di scoprire il vero
ogni mezzo si cerchi. Io sento in petto
e di sposo e d'amico
il dover che mi parla:
disingannarla voglio, o vendicarla.

Nr. 10 a - Aria

DON OTTAVIO
Dalla sua pace la mia dipende;
Quel che a lei piace vita mi rende,
Quel che le incresce morte mi dà.
S'ella sospira, sospiro anch'io;
È mia quell'ira, quel pianto è mio;
E non ho bene, s'ella non l'ha.

Parte


SCENA QUINDICESIMA
Leporello, poi Don Giovanni

LEPORELLO
Io deggio ad ogni patto
per sempre abbandonar questo bel matto...
Eccolo qui: guardate
con qual indifferenza se ne viene!

DON GIOVANNI
Oh, Leporello mio! va tutto bene.

LEPORELLO
Don Giovannino mio! va tutto male.

DON GIOVANNI
Come va tutto male?

LEPORELLO
Vado a casa,
come voi m'ordinaste,
con tutta quella gente.

DON GIOVANNI
Bravo!

LEPORELLO
A forza di chiacchiere, di vezzi e di bugie,
ch'ho imparato sì bene a star con voi,
cerco d'intrattenerli...

DON GIOVANNI
Bravo!

LEPORELLO
Dico
mille cose a Masetto per placarlo,
per trargli dal pensier la gelosia.

DON GIOVANNI
Bravo, in coscienza mia!

LEPORELLO
Faccio che bevano
e gli uomini e le donne.
Son già mezzo ubbriachi.
Altri canta, altri scherza,
altri seguita a ber. In sul più bello,
chi credete che capiti?

DON GIOVANNI
Zerlina.

LEPORELLO
Bravo! E con lei chi viene?

DON GIOVANNI
Donna Elvira!

LEPORELLO
Bravo! E disse di voi?

DON GIOVANNI
Tutto quel mal che in bocca le venìa.

LEPORELLO
Bravo, in coscienza mia!

DON GIOVANNI
E tu, cosa facesti?

LEPORELLO
Tacqui.

DON GIOVANNI
Ed ella?

LEPORELLO
Seguì a gridar.

DON GIOVANNI
E tu?

LEPORELLO
Quando mi parve
che già fosse sfogata, dolcemente
fuor dell'orto la trassì, e con bell'arte
chiusa la porta a chiave io di là mi cavai,
e sulla via soletta la lasciai.

DON GIOVANNI
Bravo, bravo, arcibravo!
L'affar non può andar meglio. Incominciasti,
io saprò terminar. Troppo mi premono
queste contadinotte;
le voglio divertir finchè vien notte.

Nr. 11 - Aria

DON GIOVANNI
Finch'han dal vino
Calda la testa
Una gran festa
Fa preparar.
Se trovi in piazza
Qualche ragazza,
Teco ancor quella
Cerca menar.
Senza alcun ordine
La danza sia;
Chi il minuetto,
Chi la follia,
Chi l'alemanna
Farai ballar.
Ed io frattanto
Dall'altro canto
Con questa e quella
Vo' amoreggiar.
Ah! la mia lista
Doman mattina
D'una decina
Devi aumentar!

Partono


SCENA SEDICESIMA
Giardino con due porte chiuse s chiave per di fuori. Due nicchie.
Zerlina, Masetto e Contadini.


ZERLINA
Masetto... senti un po'... Masetto, dico.

MASETTO
Non mi toccar.

ZERLINA
Perchè?

MASETTO
Perchè mi chiedi?
Perfida! Il tocco sopportar dovrei
d'una mano infedele?

ZERLINA
Ah no! taci, crudele,
Io non merto da te tal trattamento.

MASETTO
Come! Ed hai l'ardimento di scusarti?
Star solo con un uom! abbandonarmi
il dì delle mie nozze! Porre in fronte
a un villano d'onore
questa marca d'infamia! Ah, se non fosse,
se non fosse lo scandalo, vorrei...

ZERLINA
Ma se colpa io non ho, ma se da lui
ingannata rimasi; e poi, che temi?
Tranquillati, mia vita;
non mi toccò la punta della dita.
Non me lo credi? Ingrato!
Vien qui, sfogati, ammazzami, fa tutto
di me quel che ti piace,
ma poi, Masetto mio, ma poi fa pace.

Nr. 12 - Aria

ZERLINA
Batti, batti, o bel Masetto,
La tua povera Zerlina;
Starò qui come agnellina
Le tue botte ad aspettar.
Lascerò straziarmi il crine,
Lascerò cavarmi gli occhi,
E le care tue manine
Lieta poi saprò baciar.
Ah, lo vedo, non hai core!
Pace, pace, o vita mia,
In contento ed allegria
Notte e dì vogliam passar,
Sì, notte e dì vogliam passar.

Parte


SCENA DICIASSETTESIMA
Masetto, poi Don Giovanni di dentro e di nuovo Zerlina.

MASETTO
Guarda un po' come seppe
questa strega sedurmi! Siamo pure
i deboli di testa!

DON GIOVANNI
di dentro
Sia preparato tutto a una gran festa.

ZERLINA
rientrando
Ah Masetto, Masetto, odi la voce
del monsù cavaliero!

MASETTO
Ebben, che c'è?

ZERLINA
Verrà...

MASETTO
Lascia che venga.

ZERLINA
Ah, se vi fosse
un buco da fuggir!

MASETTO
Di cosa temi?
Perché diventi pallida? Ah, capisco,
capisco, bricconcella!
Hai timor ch'io comprenda
com'è tra voi passata la faccenda.

Nr. 13 - Finale

MASETTO
Presto, presto, pria ch'ei venga,
Por mi vo' da qualche lato;
C'è una nicchia qui celato,
Cheto cheto mi vo' star.

ZERLINA
Senti, senti, dove vai?
Ah, non t'asconder, o Masetto!
Se ti trova, poveretto,
Tu non sai quel che può far.

MASETTO
Faccia, dica quel che vuole.

ZERLINA
sottovoce
Ah, non giovan le parole!

MASETTO
Parla forte, e qui t'arresta.

ZERLINA
Che capriccio hai nella testa?

MASETTO
(Capirò se m'è fedele,
E in qual modo andò l'affar.)
Entra nella nicchia

ZERLINA
(Quell'ingrato, quel crudele
Oggi vuol precipitar.)


SCENA DICIOTTESIMA
Don Giovanni, Contadini e Servi, Zerlina e Masetto nascosto.

DON GIOVANNI
Sù! svegliatevi da bravi!
Sù! coraggio, o buona gente!
Vogliam star allegramente,
Vogliam ridere e scherzar.
ai servi
Alla stanza - della danza
Conducete tutti quanti,
ed a tutti in abbondanza
Gran rifreschi fate dar.

CORO
partendo co' servi
Sù! svegliatevi da bravi, ecc.


SCENA DICIANNOVESIMA
Don Giovanni, Zerlina e Masetto nascosto.

ZERLINA
Tra quest'arbori celata,
Si può dar che non mi veda.
Vuol nascondersi

DON GIOVANNI
Zerlinetta, mia garbata,
T'ho già visto, non scappar!
La prende

ZERLINA
Ah lasciatemi andar via!

DON GIOVANNI
No, no, resta, gioia mia!

ZERLINA
Se pietade avete in core!

DON GIOVANNI
Sì, ben mio! son tutto amore...
Vieni un poco - in questo loco
fortunata io ti vo' far.

ZERLINA
(Ah, s'ei vede il sposo mio,
So ben io quel che può far.)

Don Giovanni nell'aprire la nicchia scopre Masetto

DON GIOVANNI
Masetto!

MASETTO
Sì, Masetto.

DON GIOVANNI
un po' confuso
È chiuso là, perchè?
La bella tua Zerlina
Non può, la poverina,
Più star senza di te.

MASETTO
ironico
Capisco, sì signore.

DON GIOVANNI
Adesso fate core.
S'ode un'orchestra in lontananza
I suonatori udite?
Venite ormai con me.

ZERLINA e MASETTO
Sì, sì, facciamo core,
Ed a ballar cogli altri
Andiamo tutti tre.
Partono


SCENA VENTESIMA
Si va facendo notte.
Don Ottavio, Donn'Anna e Donna Elvira in maschera; poi Leporello e Don Giovanni alla finestra.


DONNA ELVIRA
Bisogna aver coraggio,
O cari amici miei,
E i suoi misfatti rei
Scoprir potremo allor.

DON OTTAVIO
L'amica dice bene,
Coraggio aver conviene;
a Donn'Anna
Discaccia, o vita mia,
L'affanno ed il timor.

DONNA ANNA
Il passo è periglioso,
Può nascer qualche imbroglio.
Temo pel caro sposo,
a Donna Elvira
E per voi temo ancor.

LEPORELLO
aprendo la finestra
Signor, guardate un poco,
Che maschere galanti!

DON GIOVANNI
alla finestra
Falle passar avanti,
Di' che ci fanno onor.

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
(Al volto ed alla voce
Si scopre il traditore.)

LEPORELLO
Zì, zì! Signore maschere!
Zì, zì...

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA
ad Ottavio
Via, rispondete.

LEPORELLO
Zì, zì...

DON OTTAVIO
Cosa chiedete?

LEPORELLO
Al ballo, se vi piace,
V'invita il mio signor.

DON OTTAVIO
Grazie di tanto onore.
Andiam, compagne belle.

LEPORELLO
(L'amico anche su quelle
Prova farà d'amor.)

Entra e chiude la finestra

DONNA ANNA e DON OTTAVIO
Protegga il giusto cielo
Il zelo - del mio cor.

DONNA ELVIRA
Vendichi il giusto cielo
Il mio tradito amor!

Entrano


SCENA VENTUNESIMA
Sala nella casa di Don Giovanni, illuminata e preparata per una gran festa da ballo.
Don Giovanni, Leporello, Zerlina, Masetto, Contadini e Contadine, servitori con rinfreschi; poi Don Ottavio, Donn'Anna e Donna Elvira in maschera.
Don Giovanni fa seder le ragazze e Leporello i ragazzi che saranno in atto d'aver finito un ballo.


DON GIOVANNI
Riposate, vezzose ragazze.

LEPORELLO
Rinfrescatevi, bei giovinotti.

DON GIOVANNI e LEPORELLO
Tornerete a far presto le pazze.
Tornerete a scherzar e ballar.

DON GIOVANNI
Ehi! caffè!

LEPORELLO
Cioccolata!

DON GIOVANNI
Sorbetti!

MASETTO
piano a Zerlina
Ah, Zerlina, guidizio!

LEPORELLO
Confetti!

ZERLINA e MASETTO
a parte
(Troppo dolce comincia la scena;
In amaro potrìa terminar.)

vengono portati e distribuiti i rinfreschi

DON GIOVANNI
accarezzando Zerlina
Sei pur vaga, brillante Zerlina.

ZERLINA
Sua bontà.

MASETTO
fremendo
La briccona fa festa!

LEPORELLO
imitando il padrone
Sei pur cara, Gionnotta, Sandrina.

MASETTO
guardando Don Giovanni
(Tocca pur, che ti cada la testa!)

ZERLINA
(Quel Masetto mi par stralunato,
Brutto, brutto si fa quest'affar.)

DON GIOVANNI e LEPORELLO
(Quel Masetto mi par stralunato,
Qui bisogna cervello adoprar.)


SCENA VENTIDUESIMA
Don Ottavio, Donn'Anna, Donna Elvira e detti

LEPORELLO
Venite pur avanti,
Vezzose mascherette!

DON GIOVANNI
È aperto a tutti quanti,
Viva la libertà!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
Siam grati a tanti segni
Di generosità.

TUTTI
Viva la libertà!

DON GIOVANNI
Ricominciate il suono!
a Leporello
Tu accoppia i ballerini.

Don Ottavio balla il minuetto con Donn'Anna

LEPORELLO
Da bravi, via ballate!

Ballano

DONNA ELVIRA
a Donn'Anna
Quella è la contadina.

DONNA ANNA
ad Ottavio
Io moro!

DON OTTAVIO
a Donn'Anna
Simulate!

DON GIOVANNI e LEPORELLO
Va bene in verità!

MASETTO
con ironia
Va bene in verità!

DON GIOVANNI
a Leporello
A bada tien Masetto.
a Zerlina
Il tuo compagno io sono,
Zerlina vien pur qua...

si mette a ballare una Controdanza con Zerlina

LEPORELLO
Non balli, poveretto!
Vien quà, Masetto caro,
Facciam quel ch'altri fa.

fa ballare a forza Masetto

MASETTO
No, no, ballar non voglio.

LEPORELLO
Eh, balla, amico mio!

MASETTO
No!

LEPORELLO
Sì, caro Masetto!

DONNA ANNA
a Ottavio
Resister non poss'io!

DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
a Donn'Anna
Fingete per pietà!

DON GIOVANNI
Vieni con me, vita mia!

Ballando conduce via Zerlina

MASETTO
Lasciami! Ah no! Zerlina!

Entra sciogliendosi da Leporello

ZERLINA
Oh Numi! son tradita!...

LEPORELLO
Qui nasce una ruina.

Entra

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
fra loro
L'iniquo da se stesso
Nel laccio se ne va!

ZERLINA
di dentro
Gente... aiuto!... aiuto!... gente!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
Soccorriamo l'innocente!

I suonatori partono

MASETTO
Ah, Zerlina!

ZERLINA
di dentro, dalla parte opposta
Scellerato!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
Ora grida da quel lato!
Ah gettiamo giù la porta!

ZERLINA
Soccorretemi! o son morta!

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA, DON OTTAVIO e MASETTO
Siam qui noi per tua difesa!

DON GIOVANNI
Esce colla spada in mano, conducendo per un braccio Leporello, e finge di non poterla sguainare per ferirlo
Ecco il birbo che t'ha offesa!
Ma da me la pena avrà!
Mori, iniquo!

LEPORELLO
Ah, cosa fate?

DON GIOVANNI
Mori, dico!

DON OTTAVIO
cavando una pistola
Nol sperate...

DONNA ANNA, DONNA ELVIRA e DON OTTAVIO
(L'empio crede con tal frode
Di nasconder l'empietà!)

Si cavano la maschera

DON GIOVANNI
Donna Elvira!

DONNA ELVIRA
Sì, malvagio!

DON GIOVANNI
Don Ottavio!

DON OTTAVIO
Sì, signore!

DON GIOVANNI
a Donn'Anna
Ah, credete...

TUTTI
fuorché Don Giovanni e Leporello
Traditore! Tutto già si sa!
Trema, trema, o scellerato!
Saprà tosto il mondo intero
Il misfatto orrendo e nero
La tua fiera crudeltà!
Odi il tuon della vendetta,
Che ti fischia intorno intorno;
Sul tuo capo in questo giorno
Il suo fulmine cadrà.

LEPORELLO
Non sa più quel ch'ei si faccia
È confusa la sua testa,
E un orribile tempesta
Minacciando, o Dio, lo va
Ma non manca in lui coraggio,
Non si perde o si confonde
Se cadesse ancora il mondo,
Nulla mai temer lo fa.

DON GIOVANNI
È confusa la mia testa,
Non so più quel ch'io mi faccia,
E un orribile tempesta
Minacciando, o Dio, mi va
Ma non manca in me coraggio,
Non mi perdo o mi confondo,
Se cadesse ancora il mondo,.
Nulla mai temer mi fa.


ATTO SECONDO

SCENA PRIMA
Strada
Don Giovanni con un mandolino in mano e Leporello


Nr. 14 - Duetto

DON GIOVANNI
Eh via, buffone, non mi seccar!

LEPORELLO
No, no, padrone, non vo'restar

DON GIOVANNI
Sentimi, amico...

LEPORELLO
Vo'andar, vi dico!

DON GIOVANNI
Ma che ti ho fatto
Che vuoi lasciarmi?

LEPORELLO
O niente affatto,
Quasi ammazzarmi

DON GIOVANNI
Va, che sei matto,
Fu per burlar

LEPORELLO
Ed io non burlo,
Ma voglio andar.

DON GIOVANNI
Leporello!

LEPORELLO
Signore?

DON GIOVANNI
Vien qui, facciamo pace, prendi!

LEPORELLO
Cosa?

DON GIOVANNI
Gli dà del denaro
Quattro doppie.

LEPORELLO
Oh, sentite:
per questa volta la cerimonia accetto;
ma non vi ci avvezzate; non credete
di sedurre i miei pari,
prendendo la borsa
come le donne, a forza di danari.

DON GIOVANNI
Non parliam più di ciò! Ti basta l'animo
di far quel ch'io ti dico?

LEPORELLO
Purchè lasciam le donne.

DON GIOVANNI
Lasciar le donne? Pazzo!
Sai ch'elle per me
son necessarie più del pan che mangio,
più dell'aria che spiro!

LEPORELLO
E avete core d'ingannarle poi tutte?

DON GIOVANNI
È tutto amore!
Chi a una sola è fedele,
verso l'altre è crudele:
io che in me sento
sì esteso sentimento,
vo' bene a tutte quante.
Le donne poiché calcolar non sanno,
il mio buon natural chiamano inganno.

LEPORELLO
Non ho veduto mai
naturale più vasto, e più benigno.
Orsù, cosa vorreste?

DON GIOVANNI
Odi ! Vedesti tu la cameriera di
Donna Elvira?

LEPORELLO
Io? No!

DON GIOVANNI
Non hai veduto
qualche cosa di bello,
caro il mio Leporello; ora io con lei
vo' tentar la mia sorte, ed ho pensato,
giacché siam verso sera,
per aguzzarle meglio l'appetito
di presentarmi a lei col tuo vestito.

LEPORELLO
E perchè non potreste
presentarvi col vostro?

DON GIOVANNI
Han poco credito
con genti di tal rango
gli abiti signorili.
Si cava il mantello
Sbrigati, via!

LEPORELLO
Signor, per più ragioni...

DON GIOVANNI
con collera
Finiscila! Non soffro opposizioni!

Fanno cambio del mantello e del cappello


SCENA SECONDA
Don Giovanni, Leporello e Donna Elvira alla finestra della locanda. Si fa notte a poco a poco.

Nr. 15 - Terzetto

DONNA ELVIRA
Ah taci, ingiusto core!
Non palpitarmi in seno!
È un empio, e un traditore
È colpa di aver pietà.

LEPORELLO
sottovoce
Zitto! di Donna Elvira,
Signor, la voce io sento!

DON GIOVANNI
come sopra
Cogliere io vo' il momento,
Tu fermati un po' là!
Si mette dietro Leporello
Elvira, idolo mio!...

DONNA ELVIRA
Non è costui l'ingrato?

DON GIOVANNI
Si, vita mia, son io,
E chieggo clarità.

DONNA ELVIRA
(Numi, che strano affetto,
Mi si risveglia in petto!)

LEPORELLO
(State a veder la pazza,
Che ancor gli crederà!)

DON GIOVANNI
Discendi, o gioia bella,
Vedrai che tu sei quella
Che adora l'alma mia
Pentito io sono già.

DONNA ELVIRA
No, non ti credo, o barbaro!

DON GIOVANNI
con trasporto e quasi piangendo
Ah credimi, o m'uccido!
Idolo mio, vien qua!

LEPORELLO
sottovoce
Se seguitate, io rido!

DONNA ELVIRA
(Dei, che cimento è questo!
Non so s'io vado o resto!
Ah proteggete voi
La mia credulità.)

DON GIOVANNI
(Spero che cada presto!
Che bel colpetto è questo!
Più fertile talento
Del mio, no, non si dà.)

LEPORELLO
(Già quel mendace labbro
Torna a sedur costei,
Deh proteggete, o dei!
La sua credulità.)

DON GIOVANNI
allegrissimo
Amore, che ti par?

LEPORELLO
Mi par che abbiate
un'anima di bronzo.

DON GIOVANNI
Va là, che sei il gran gonzo! Ascolta bene:
quando costei qui viene,
tu corri ad abbracciarla,
falle quattro carezze,
fingi la voce mia: poi con bell'arte
cerca teco condurla in altra parte.

LEPORELLO
Ma, Signor...

DON GIOVANNI
Non più repliche!

LEPORELLO
Ma se poi mi conosce?

DON GIOVANNI
Non ti conoscerà, se tu non vuoi.
Zitto: ell'apre, ehi giudizio!

Va in disparte


SCENA TERZA
Donna Elvira e detti

DONNA ELVIRA
Eccomi a voi.

DON GIOVANNI
(Veggiamo che farà.)

LEPORELLO
(Che bell'imbroglio!)

DONNA ELVIRA
Dunque creder potrò che i pianti miei
abbian vinto quel cor? Dunque pentito.
l'amato Don Giovanni al suo dovere
e all'amor mio ritorna?

LEPORELLO
alterando sempre la voce
Sì, carina!

DONNA ELVIRA
Crudele, se sapeste
quante lagrime e quanti
sospir voi mi costaste!

LEPORELLO
Io, vita mia?

DONNA ELVIRA
Voi.

LEPORELLO
Poverina! Quanto mi dispiace!

DONNA ELVIRA
Mi fuggirete più?

LEPORELLO
No, muso bello.

DONNA ELVIRA
Sarete sempre mio?

LEPORELLO
Sempre.

DONNA ELVIRA
Carissimo!

LEPORELLO
Carissima! (La burla mi dà gusto.)

DONNA ELVIRA
Mio tesoro!

LEPORELLO
Mia Venere!

DONNA ELVIRA
Son per voi tutta foco.

LEPORELLO
Io tutto cenere.

DON GIOVANNI
(Il birbo si riscalda.)

DONNA ELVIRA
E non m'ingannerete?

LEPORELLO
No, sicuro.

DONNA ELVIRA
Giuratelo.

LEPORELLO
Lo giuro a questa mano,
che bacio con trasporto, e a que' bei lumi...

DON GIOVANNI
fingendo di uccidere qualcheduno
Ah! eh! ih! ah! ih! ah, sei morto...

DONNA ELVIRA e LEPORELLO
Oh numi!
Fuggon assieme

DON GIOVANNI
Ha, ha, ha! Par che la sorte
mi secondi; veggiamo!
Le finestre son queste. Ora cantiamo.

Nr. 16 - Canzonetta

DON GIOVANNI
Canta accompagnandosi col mandolino
Deh, vieni alla finestra, o mio tesoro,
Deh, vieni a consolar il pianto mio.
Se neghi a me di dar qualche ristoro,
Davanti agli occhi tuoi morir vogl'io!
Tu ch'hai la bocca dolce più del miele,
Tu che il zucchero porti in mezzo al core!
Non esser, gioia mia, con me crudele!
Lasciati almen veder, mio bell'amore!


SCENA QUARTA
Masetto, armato d'archibuso e pistola, Contadini e detto.

DON GIOVANNI
V'è gente alla finestra,
forse è dessa!
chiamando
zi, zi!

MASETTO
ai contadini armati di fucili e bastoni
Non ci stanchiamo; il cor mi dice che
trovarlo dobbiam.

DON GIOVANNI
(Qualcuno parla!)

MASETTO
ai contadini
Fermatevi; mi pare
che alcuno qui si muova.

DON GIOVANNI
(Se non fallo, è Masetto!)

MASETTO
forte
Chi va là?
a' suoi
Non risponde;
animo, schioppo al muso!
più forte
Chi va là?

DON GIOVANNI
(Non è solo, ci vuol giudizio.)
Amici...
Cerca di imitare la voce di Leporello
(Non mi voglio scoprir.)
Sei tu, Masetto?

MASETTO
in collera
Appunto quello; e tu?

DON GIOVANNI
Non mi conosci? Il servo
son io di Don Giovanni.

MASETTO
Leporello!
Servo di quell'indegno cavaliere!

DON GIOVANNI
Certo; di quel briccone!

MASETTO
Di quell'uom senza onore: ah, dimmi un poco
dove possiam trovarlo?
Lo cerco con costor per trucidarlo!

DON GIOVANNI
(Bagattelle!) Bravissimo, Masetto!
Anch'io con voi m'unisco,
per fargliela a quel birbo di padrone.
Ma udite un po' qual è la mia intenzione.

Nr. 17 - Aria

DON GIOVANNI
accennando a destra
Metà di voi qua vadano,
accennando a sinistra
E gli altri vadan là!
E pian pianin lo cerchino,
Lontan non fia di qua!
Se un uom e una ragazza
Passeggian per la piazza,
Se sotto a una finestra
Fare all'amor sentite,
Ferite pur, ferite,
Il mio padron sarà.
In testa egli ha un cappello
Con candidi pennacchi,
Addosso un gran mantello,
E spada al fianco egli ha.
ai Contadini
Andate, fate presto!
a Masetto
Tu sol verrai con me.
Noi far dobbiamo il resto,
E già vedrai cos'è.

Partono i Contadini da opposte vie


SCENA QUINTA
Don Giovanni, Masetto

DON GIOVANNI
Zitto, lascia ch'io senta! Ottimamente.
essendosi assicurato che i Contadini sono già lontani
Dunque dobbiam ucciderlo?

MASETTO
Sicuro!

DON GIOVANNI
E non ti basterìa rompergli l'ossa,
fracassargli le spalle?

MASETTO
No, no, voglio ammazzarlo,
vo' farlo in cento brani.

DON GIOVANNI
Hai buone armi?

MASETTO
Cospetto!
Ho pria questo moschetto,
e poi questa pistola.
Dà moschetto e pistola a Don Giovanni

DON GIOVANNI
E poi?

MASETTO
Non basta?

DON GIOVANNI
Eh, basta certo. Or prendi:
Batte Masetto col rovescio della spada
questa per la pistola,
questa per il moschetto...

MASETTO
Ahi, ahi!... la testa mia!

DON GIOVANNI
Taci, o t'uccido!
Questi per ammazzarlo,
Questi per farlo in brani!
Villano, mascalzon! Ceffo da cani!

Masetto cade e Don Giovanni parte


SCENA SESTA
Masetto, indi Zerlina con lanterna.

MASETTO
Ahi! ahi! la testa mia!
Ahi, ahi! le spalle e il petto!

ZERLINA
Di sentire mi parve
la voce di Masetto!

MASETTO
O Dio, Zerlina mia,
soccorso!

ZERLINA
Cosa è stato?

MASETTO
L'iniquo, il scellerato
mi ruppe l'ossa e i nervi.

ZERLINA
Oh poveretta me! Chi?

MASETTO
Leporello!
o qualche diavol che somiglia a lui!

ZERLINA
Crudel, non tel diss'io
che con questa tua pazza gelosia
ti ridurresti a qualche brutto passo?
Dove ti duole?

MASETTO
Qui.

ZERLINA
E poi?

MASETTO
Qui, e ancora qui!

ZERLINA
E poi non ti duol altro?

MASETTO
Duolmi un poco
questo pie', questo braccio, e questa mano.

ZERLINA
Via, via, non è gran mal, se il resto è sano.
Vientene meco a casa;
purché tu mi prometta
d'essere men geloso,
io, io ti guarirò, caro il mio sposo.

Nr. 18 - Aria

ZERLINA
Vedrai, carino,
se sei buonino,
Che bel rimedio
ti voglio dar!
È naturale,
non dà disgusto,
E lo speziale
non lo sa far.
È un certo balsamo
Ch'io porto addosso,
Dare tel posso,
Se il vuoi provar.
Saper vorresti
dove mi sta?
Sentilo battere,
toccami qua!

Gli fa toccare il cuore, poi partono


SCENA SETTIMA
Atrio oscuro con tre porte in casa di Donna Anna
Donna Elvira e Leporello.

LEPORELLO
fingendo la voce del padrone
Di molte faci il lume
s'avvicina, o mio ben: stiamo qui un poco
finché da noi si scosta.

DONNA ELVIRA
Ma che temi,
adorato mio sposo?

LEPORELLO
Nulla, nulla...
Certi riguardi, io vo' veder se il lume
è già lontano. (Ah, come
da costei liberarmi?)
Rimanti, anima bella!

s'allontana

DONNA ELVIRA
Ah! non lasciarmi!

Nr. 19 - Sestetto

DONNA ELVIRA
Sola, sola in buio loco
Palpitar il cor mi sento,
E m'assale un tal spavento,
Che mi sembra di morir.

LEPORELLO
andando a tentone
(Più che cerco, men ritrovo
questa porta sciagurata;
Piano, piano, l'ho trovata!
Ecco il tempo di fuggir.)

sbaglia l'uscita


SCENA OTTAVA
Donn'Anna, Don Ottavio, vestiti a lutto. Servi con lumi, e detti.
Donn'Elvira al venire dei lumi si ritira in un angolo, Leporello in un altro


DON OTTAVIO
Tergi il ciglio, o vita mia,
E dà calma a tuo dolore!
L'ombra omai del genitore
Pena avrà de' tuoi martir.

DONNA ANNA
Lascia almen alla mia pena
Questo piccolo ristoro;
Sol la morte, o mio tesoro,
II mio pianto può finir.

DONNA ELVIRA
senza esser vista
Ah dov'è lo sposo mio?

LEPORELLO
dalla porta senza esser visto
(Se mi trova, son perduto!)

DONNA ELVIRA e LEPORELLO
Una porta là vegg'io,
Cheto, cheto, vo'partir!

Leporello, nell'uscire, s'incontra con Masetto e Zerlina.


SCENA NONA
Masetto con bastone, Zerlina e detti.

ZERLINA e MASETTO
Ferma, briccone, dove ten vai?
Leporello s'asconde la faccia

DONNA ANNA e DON OTTAVIO
Ecco il fellone... com'era qua?

QUARTETTO
Ah, mora il perfido che m'ha tradito!

DONNA ELVIRA
È mio marito! Pietà!

QUARTETTO
È Donna Elvira? quella ch'io vedo?
Appena il credo! No, no, Morrà!

Mentre Don Ottavio sta per ucciderlo, Leporello si scopre e si mette in ginocchio

LEPORELLO
quasi piangendo
Perdon, perdono, signori miei!
Quello io non sono - sbaglia costei!
Viver lasciatemi per carità!

QUINTETTO
Dei! Leporello! Che inganno è questo!
Stupido resto! Che mai sarà?

LEPORELLO
(Mille torbidi pensieri
Mi s'aggiran per la testa;
Se mi salvo in tal tempesta,
È un prodigio in verità.)

QUINTETTO
(Mille torbidi pensieri
Mi s'aggiran per la testa:
Che giornata, o stelle, è questa!
Che impensata novità!)

Donn'Anna parte

ZERLINA
a Leporello, con furia
Dunque quello sei tu, che il mio Masetto
poco fa crudelmente maltrattasti!

DONNA ELVIRA
Dunque tu m'ingannasti, o scellerato,
spacciandoti con me per Don Giovanni!

DON OTTAVIO
Dunque tu in questi panni
venisti qui per qualche tradimento!

DONNA ELVIRA
A me tocca punirlo.

ZERLINA
Anzi a me.

DON OTTAVIO
No, no, a me.

MASETTO
Accoppatelo meco tutti e tre.

Nr. 20 - Aria

LEPORELLO
Ah, pietà, signori miei!
Dò ragione a voi, a lei
Ma il delitto mio non è.
II padron con prepotenza,
L'innocenza mi rubò.
piano a Donna Elvira
Donna Elvira, compatite!
Voi capite come andò.
a Zerlina
Di Masetto non so nulla,
accennando a Donna Elvira
Vel dirà questa fanciulla.
È un oretta cirumcirca,
Che con lei girando vo.
a Don Ottavio, con confusione
A voi, signore, non dico niente,
Certo timore, certo accidente,
Di fuori chiaro, di dentro scuro,
Non c'è riparo, la porta, il muro.
additando la porta dov'erasi chiuso per errore
Io me ne vado verso quel lato,
Poi qui celato, l'affar si sa!
Ma s'io sapeva, fuggìa per qua!
fugge precipitosamente


SCENA DECIMA
Don Ottavio, Donna Elvira, Zerlina e Masetto.

DONNA ELVIRA
Ferma, perfido, ferma!

MASETTO
Il birbo ha l'ali ai piedi!

ZERLINA
Con qual arte si sottrasse l'iniquo.

DON OTTAVIO
Amici miei, dopo eccessi sì enormi,
dubitar non possiam che Don Giovanni
non sia l'empio uccisore
del padre di Donn'Anna; in questa casa
per poche ore fermatevi, un ricorso
vo'far a chi si deve, e in pochi istanti
vendicarvi prometto.
Così vuole dover, pietade, affetto!

Nr. 21 - Aria

DON OTTAVIO
Il mio tesoro intanto
Andate a consolar,
E del bel ciglio il pianto
Cercate di asciugar.
Ditele che i suoi torti
A cendicar io vado;
Che sol di stragi e morti
Nunzio vogl'io tornar.

Partono


SCENA UNDICESIMA
Zerlina, con coltello alla mano, conduce fuori Leporello per i capelli.

ZERLINA
Lo ferma pel vestito
Restati qua.

LEPORELLO
Per carità, Zerlina!

ZERLINA
Eh! non c'è carità pei pari tuoi.

LEPORELLO
Dunque cavar mi vuoi...

ZERLINA
I capelli, la testa, il cor e gli occhi!

LEPORELLO
Senti, carina mia!
Vuol farle alcune smorfie.

ZERLINA
Lo respinge
Guai se mi tocchi!
Vedrai, schiuma de' birbi,
qual premio n'ha chi le ragazze ingiuria.

LEPORELLO
(Liberatemi, o Dei, da questa furia!)

ZERLINA
chiamando verso la scena
Masetto, olà, Masetto!
Dove diavolo è ito... servi, gente!
Nessun vien... nessun sente.
Si trascina dietro Leporello per tutta la scena.

LEPORELLO
Fa piano, per pietà, non trascinarmi
a coda di cavallo.

ZERLINA
Vedrai, vedrai come finisce il ballo!
Presto qua quella sedia.

LEPORELLO
Eccola!

ZERLINA
Siedi!

LEPORELLO
Stanco non son.

ZERLINA
Tira fuori dalla saccoccia un rasoio
Siedi, o con queste mani
ti strappo il cor e poi lo getto ai cani.

LEPORELLO
Siedo, ma tu, di grazia,
metti giù quel rasoio:
mi vuoi forse sbarbar?

ZERLINA
Sì, mascalzone!
Io sbarbare ti vo' senza sapone.

LEPORELLO
Eterni Dei!

ZERLINA
Dammi la man!

LEPORELLO
Esita
La mano?

ZERLINA
minacciando
L'altra.

LEPORELLO
Ma che vuoi farmi?

ZERLINA
Voglio far... voglio far quello che parmi!

Lega le mani a Leporello con un fazzoletto.

Nr. 21 a - Duetto

LEPORELLO
Per queste tue manine
candide e tenerelle,
per questa fresca pelle,
abbi pietà di me!

ZERLINA
Non v'è pietà, briccone;
son una tigre irata,
un aspide, un leone
no, no, non v'è pietà.

LEPORELLO
Ah! di fuggir si provi...

ZERLINA
Sei morto se ti movi.

LEPORELLO
Barbari, ingiusti Dei!
In mano di costei
chi capitar mi fe'?

ZERLINA
Barbaro traditore!
Lo lega con una corda, e lega la corda all finestra.
Del tuo padrone il core avessi qui con te.

LEPORELLO
Deh! non mi stringer tanto,
l'anima mia sen va.

ZERLINA
Sen vada o resti, intanto
non partirai di qua!

LEPORELLO
Che strette, o Dei, che botte!
E giorno, ovver è notte?
Che scosse di tremuoto!
Che buia oscurità!

ZERLINA
Di gioia e di diletto
sento brillarmi il petto.
Così, così, cogli uomini,
così, così si fa.

Parte.


SCENA DODICESIMA
Leporello seduto e legato.

LEPORELLO
ad un contadino che passa in fondo della scena:
Amico, per pietà,
un poco d'acqua fresca o ch'io mi moro!
Guarda un po' come stretto
mi legò l'assassina!
Il contadino parte.
Se potessi
liberarmi coi denti... Oh, venga il diavolo
a disfar questi gruppi! Io vo' veder di rompere la corda.
Come è forte! Paura della morte!
E tu, Mercurio, protettor de' ladri,
proteggi un galantuomo Coraggio!
Fa sforzi per sciogliersi, cade la finestra ove sta legato il capo della corda.
Bravo! Pria che costei ritorni
bisogna dar di sprone alle calcagna,
e trascinar, se occorre una montagna.

Corre via trascinando seco sedia e finestra.


SCENA TREDICESIMA
Donna Elvira e Zerlina

ZERLINA
Signora, andiam. Vedrete in qual maniera
ho concio il scellerato.

DONNA ELVIRA
Ah! sopra lui si sfoghi il mio furore.

ZERLINA
Stelle! in qual modo si salvò il briccone?

DONNA ELVIRA
L'avrà sottratto l'empio suo padrone.

ZERLINA
Fu desso senza fallo: anche di questo
informiam Don Ottavio; a lui si spetta
far per noi tutti, o domandar vendetta.

Parte.


SCENA QUATTORDICESIMA
Donna Elvira sola.

Nr 21 b - Recitativo ed Aria

DONNA ELVIRA
In quali eccessi, o Numi, in quai misfatti
orribili, tremendi
è avvolto il sciagurato!
Ah no! non puote tardar l'ira del cielo,
la giustizia tardar. Sentir già parmi
la fatale saetta,
che gli piomba sul capo! Aperto veggio
il baratro mortal! Misera Elvira!
Che contrasto d'affetti, in sen ti nasce!
Perchè questi sospiri? e queste ambascie?

Aria

Mi tradì, quell'alma ingrata,
Infelice, o Dio, mi fa.
Ma tradita e abbandonata,
Provo ancor per lui pietà.
Quando sento il mio tormento,
Di vendetta il cor favella,
Ma se guardo il suo cimento,
Palpitando il cor mi va.

Parte


SCENA QUINDICESIMA
Luogo chiuso in forma di sepolcreto, con diverse statue equestri, tra le quali quella del Commendatore.
Don Giovanni, poi Leporello.


DON GIOVANNI
ridendo entra pel muretto
Ah, ah, ah, questa è buona,
or lasciala cercar; che bella notte!
È più chiara del giorno, sembra fatta
per gir a zonzo a caccia di ragazze.
È tardi?
guardando l'orologio
Oh, ancor non sono
due della notte; avrei
voglia un po'di saper come è finito
l'affar tra Leporello e Donna Elvira,
s'egli ha avuto giudizio!

LEPORELLO
Si affaccia al muretto
Alfin vuole ch'io faccia un precipizio.

DON GIOVANNI
(È desso.) Oh, Leporello!

LEPORELLO
dal muretto
Chi mi chiama?

DON GIOVANNI
Non conosci il padron?

LEPORELLO
Così non conoscessi!

DON GIOVANNI
Come, birbo?

LEPORELLO
Ah, siete voi? Scusate.

DON GIOVANNI
Cosa è stato?

LEPORELLO
Per cagion vostra io fui quasi accoppato.

DON GIOVANNI
Ebben, non era questo
un onore per te?

LEPORELLO
Signor, vel dono.

DON GIOVANNI
Via, via, vien qua,
Che belle cose ti deggio dir.

LEPORELLO
Ma cosa fate qui?

DON GIOVANNI
Vien dentro e lo saprai:
diverse storielle
che accadute mi son da che partisti,
ti dirò un'altra volta: or la più bella
ti vo'solo narrar.

LEPORELLO
Donnesca al certo.
Rende il cappello e il mantello al padrone e riprende quelli che aveva cambiati con lui.

DON GIOVANNI
C'è dubbio? Una fanciulla,
bella, giovin, galante,
per la strada incontrai; le vado appresso,
la prendo per la man, fuggir mi vuole;
dico poche parole, ella mi piglia,
sai per chi?

LEPORELLO
Non lo so.

DON GIOVANNI
Per Leporello.

LEPORELLO
Per me?

DON GIOVANNI
Per te.

LEPORELLO
Va bene.

DON GIOVANNI
Per la mano
essa allora mi prende.

LEPORELLO
Ancora meglio.

DON GIOVANNI
M'accarezza, mi abbraccia:
Caro il mio Leporello!
Leporello, mio caro! Allor m'accorsi
ch'era qualche tua bella.

LEPORELLO
(Oh maledetto!)

DON GIOVANNI
Dell'inganno approfitto; non so come
mi riconosce, grida; sento gente,
a fuggire mi metto, e pronto pronto
per quel muretto in questo loco io monto.

LEPORELLO
E mi dite la cosa
con tanta indifferenza?

DON GIOVANNI
Perché no?

LEPORELLO
Ma se fosse costei stata mia moglie?

DON GIOVANNI
ridendo forte
Meglio ancora!

LA STATUA
Di rider finirai pria dell'aurora!

DON GIOVANNI
Chi ha parlato?

LEPORELLO
estremamente impaurito
Ah! qualche anima
sarà dell'altro mondo,
che vi conosce a fondo.

DON GIOVANNI
Taci, sciocco!
Chi va là?

LA STATUA
Ribaldo, audace!
Lascia a' morti la pace!

LEPORELLO
tremando
Ve l'ho detto!

DON GIOVANNI
Sara qualcun di fuori
che si burla di noi!
con indifferenza e sprezzo
Ehi, del Commendatore
non è questa la statua? Leggi un poco
quella iscrizion.

LEPORELLO
Scusate...
non ho imparato a leggere
ai raggi della luna.

DON GIOVANNI
Leggi, dico!

LEPORELLO
leggendo
«Dell'empio che mi trasse al passo
estremo qui attendo la vendetta…» Udiste? Io tremo!

DON GIOVANNI
O vecchio buffonissimo!
Digli che questa sera
l'attendo a cenar meco!

LEPORELLO
Che pazzia ! Ma vi par?... Oh Dei, mirate,
che terribili occhiate - egli ci dà!
Par vivo! Par che senta... E che voglia parlar!

DON GIOVANNI
Orsù, va là!
O qui t'ammazzo, e poi ti seppellisco!

LEPORELLO
Piano, piano, signore, ora ubbidisco.

Nr. 22 - Duetto

LEPORELLO
O statua gentilissima
Del gran Commendatore...
Padron! Mi trema il core,
Non posso terminar!

DON GIOVANNI
Finiscila, o nel petto
Ti metto questo acciar!

LEPORELLO
Che impiccio, che capriccio!

DON GIOVANNI
Che gusto! Che spassetto!

LEPORELLO
Io sentomi gelar!

DON GIOVANNI
Lo voglio far tremar!

LEPORELLO
O statua gentillissima,
Benchè di marmo siate...
Ah padron mio! Mirate!
Che seguita a guardar!

DON GIOVANNI
Mori...

LEPORELLO
No, no... attendete!
alla statua
Signor, il padron mio...
Badate ben... non io...
Vorria con voi cenar...
Ah che scena è questa!
la statua china la testa
Oh ciel! Chinò la testa!

DON GIOVANNI
Va là, che sei un buffone!

LEPORELLO
Guardate ancor, padrone!

DON GIOVANNI
E che degg'io guardar?

LEPORELLO e DON GIOVANNI
Colla marmorea testa,
Ei fa così, così!

DON GIOVANNI
verso la statua
Parlate, se potete.
Verrete a cena?

LA STATUA
Sì!

DON GIOVANNI
Bizzarra è inver la scena,
Verrà il buon vecchio a cena.
A prepararla andiamo,
Partiamo - via di qua!

LEPORELLO
Mover mi posso appena...
Mi manca, o Dei, la lena...
Per carità... partiamo,
Andiamo via di qua!


SCENA SEDICESIMA
Camera in casa di Donn'Anna
Don Ottavio e Donn'Anna


DON OTTAVIO
Calmatevi, idol mio! Di quel ribaldo
vedrem puniti in breve i gravi eccessi,
vendicati sarem.

DONNA ANNA
Ma il padre, o Dio!

DON OTTAVIO
Convien chinare il ciglio
al volere del ciel. Respira, o cara!
Di tua perdita amara
fia doman, se vuoi, dolce compenso
questo cor, questa mano,
che il mio tenero amor...

DONNA ANNA
O dei, che dite
in sì tristi momenti?

DON OTTAVIO
E che? Vorresti
con indugi novelli accrescer le mie pene?
Ah! Crudele!

Nr. 23 - Recitativo ed Aria

DONNA ANNA
Crudele?
Ah no, giammai mio ben! Troppo mi spiace
allontanarti un ben che lungamente
la nostr'alma desia... Ma il mondo, o Dio!
Non sedur la costanza
del sensibil mio core;
ahbastanza per te mi parla amore

Aria

Non mi dir, bell'idol mio,
Che son io crudel con te.
Tu ben sai quant'io t'amai,
Tu conosci la mia fe'.
Calma, calma il tuo tormento,
Se di duol non vuoi ch'io mora.
Forse un giorno il cielo ancora
Sentirà pietà di me.

Parte.

DON OTTAVIO
Ah si segua il suo passo; io vo' con lei
dividere i martiri.
Saran meco men gravi i suoi sospiri


SCENA DICIASSETTESIMA
Sala in casa di Don Giovanni, con una mensa preparata.
Don Giovanni e Leporello. Servi, alcuni Suonatori.
Una mensa imbandita.


Nr. 24 - Finale

DON GIOVANNI
Già la mensa è preparata.
Voi suonate, amici cari!
Giacché spendo i miei danari,
Io mi voglio divertir.
Siede a mensa.
Leporello, presto in tavola.

LEPORELLO
Son prontissimo a servir.
i suonatori cominciano
Bravi! Bravi! Cosa rara!
alludendo ad un pezzo di musica nell'opera «La cosa rara»

DON GIOVANNI
Che ti par del bel concerto?

LEPORELLO
È conforme al vostro merto.

DON GIOVANNI
mangiando
Ah che piatto saporito!

LEPORELLO
a parte
(Ah che barbaro appetito!
Che bocconi da gigante!
Mi par proprio di svenir.)

DON GIOVANNI
(Nel veder i miei bocconi
Gli par proprio di svenir.)
Piatto!

LEPORELLO
muta il piatto
Servo.
Evvivano i litiganti.
alludendo ad altr'opera di titolo «Fra due litiganti il terzo gode»

DON GIOVANNI
Versa il vino!
Eccellente marzimino!

LEPORELLO
mangiando e bevendo di nascosto
(Questo pezzo di fagiano,
Piano piano vo'inghiottir.)

DON GIOVANNI
(Sta mangiando, quel marrano!
Fingerò di non capir.)

LEPORELLO
ai suonatori che di nuovo cangiano motivo
Questa poi la conosco pur troppo.

DON GIOVANNI
senza guardarlo
Leporello!

LEPORELLO
col boccon in gola
Padron mio!

DON GIOVANNI
Parla schietto, mascalzone.

LEPORELLO
Non mi lascia una flussione
Le parole proferir.

DON GIOVANNI
Mentre io mangio fischia un poco.

LEPORELLO
non so far.

DON GIOVANNI
accorgendosi che mangia
Cos'è?

LEPORELLO
Scusate!
Sì eccellente è il vostro cuoco,
Che lo volli anch'io provar.

DON GIOVANNI
(Sì eccellente è il cuoco mio,
Che lo volle anch'ei provar.)


SCENA DICIOTTESIMA
Donna Elvira e detti.

DONNA ELVIRA
entrando disperata
L'ultima prova
dell'amor mio
Ancor vogl'io
fare con te.
Più non rammento
gl'inganni tuoi,
Pietade io sento.

DON GIOVANNI e LEPORELLO
Cos'è?

DONNA ELVIRA
s'inginocchia
Da te non chiede
quest'alma oppressa
Della sua fede
qualche merce'.

DON GIOVANNI
Mi maraviglio!
Cosa volete?
Per beffarla s'inginocchia
Se non sorgete non resto in pie'.

DONNA ELVIRA
Ah non deridere
gli affani miei!

LEPORELLO
(Quasi da piangere
mi fa costei.)

DON GIOVANNI
alzandosi e facendo alzare Donna Elvira
Io te deridere!
Cielo, e perché?
con affettata tenerezza
Che vuoi, mio bene!

DONNA ELVIRA
Che vita cangi!

DON GIOVANNI
beffandola
Brava!

DONNA ELVIRA
Cor perfido!

DON GIOVANNI
Lascia ch'io mangi,
E se ti piace,
mangia con me.

DONNA ELVIRA
Rèstati, barbaro!
Nel lezzo immondo
Esempio orribile
d'inquinità!

Parte

LEPORELLO
(Se non si muove
al suo dolore,
Di sasso ha il core,
o cor non ha.)

DON GIOVANNI
Vivan le femmine,
Viva il buon vino!
Sostegno e gloria
d'umanità!

DONNA ELVIRA
Ah!
Di dentro: poi rientra, traversa la scena fuggendo, esce da un'altra parte.

DON GIOVANNI e LEPORELLO
Che grido è questo mai?

DON GIOVANNI
Va a veder che cosa è stato.
Leporello esce.

LEPORELLO
Ah!

DON GIOVANNI
Che grido indiavolato!
Leporello, che cos'è?

LEPORELLO
entra spaventato e chiude l'uscio
Ah, signor, per carità!
Non andate fuor di qua!
L'uom di sasso, l'uomo bianco,
Ah padrone! Io gelo, io manco.
Se vedeste che figura,
se sentiste come fa
Ta! Ta! Ta! Ta!
imitando i passi del Commendatore.

DON GIOVANNI
Non capisco niente affatto.
Tu sei matto in verità.

Si batte alla porta.

LEPORELLO
Ah sentite!

DON GIOVANNI
Qualcun batte!
Apri!

LEPORELLO
tremando
Io tremo!

DON GIOVANNI
Apri, dico!

LEPORELLO
Ah!

DON GIOVANNI
Per togliermi d'intrico
Ad aprir io stesso andrò.
Prende il lume e la spada sguainata e va ad aprire.

LEPORELLO
(Non vo' più veder l'amico
Pian pianin m'asconderò.)
Si cela sotto la tavola.


SCENA DICIANNOVESIMA
Il Convitato di Pietra e detti

LA STATUA
Don Giovanni, a cenar teco
M'invitasti e son venuto!

DON GIOVANNI
Non l'avrei giammai creduto;
Ma farò quel che potrò.
Leporello, un altra cena
Fa che subito si porti!

LEPORELLO
facendo capolino di sotto alla tavola
Ah padron! Siam tutti morti.

DON GIOVANNI
tirandolo fuori
Vanne dico!

LA STATUA
a Leporello che è in atto di parlare
Ferma un po'!
Non si pasce di cibo mortale
chi si pasce di cibo celeste;
Altra cure più gravi di queste,
Altra brama quaggiù mi guidò!

LEPORELLO
(La terzana d'avere mi sembra
E le membra fermar più non so.)

DON GIOVANNI
Parla dunque! Che chiedi! Che vuoi?

LA STATUA
Parlo; ascolta! Più tempo non ho!

DON GIOVANNI
Parla, parla, ascoltando ti sto.

LA STATUA
Tu m'invitasti a cena,
Il tuo dover or sai.
Rispondimi: verrai
tu a cenar meco?

LEPORELLO
da lontano, sempre tremando
Oibò;
tempo non ha, scusate.

DON GIOVANNI
A torto di viltate
Tacciato mai sarò.

LA STATUA
Risolvi!

DON GIOVANNI
Ho già risolto!

LA STATUA
Verrai?

LEPORELLO
a Don Giovanni
Dite di no!

DON GIOVANNI
Ho fermo il cuore in petto:
Non ho timor: verrò!

LA STATUA
Dammi la mano in pegno!

DON GIOVANNI
porgendogli la mano
Eccola! Ohimé!

LA STATUA
Cos'hai?

DON GIOVANNI
Che gelo è questo mai?

LA STATUA
Pentiti, cangia vita
È l'ultimo momento!

DON GIOVANNI
vuol scoigliersi, ma invano
No, no, ch'io non mi pento,
Vanne lontan da me!

LA STATUA
Pentiti, scellerato!

DON GIOVANNI
No, vecchio infatuato!

LA STATUA
Pentiti!

DON GIOVANNI
No!

LA STATUA
Sì!

DON GIOVANNI
No!

LA STATUA
Ah! tempo più non v'è!

Fuoco da diverse parti, il Commendatore sparisce, e s'apre una voragine.

DON GIOVANNI
Da qual tremore insolito
Sento assalir gli spiriti!
Dond'escono quei vortici
Di foco pien d'orror?

CORO DI DIAVOLI
di sotterra, con voci cupe
Tutto a tue colpe è poco!
Vieni, c'è un mal peggior!

DON GIOVANNI
Chi l'anima mi lacera?
Chi m'agita le viscere?
Che strazio, ohimé, che smania!
Che inferno, che terror!

LEPORELLO
(Che ceffo disperato!
Che gesti da dannato!
Che gridi, che lamenti!
Come mi fa terror!)

Cresce il fuoco, compariscono diverse furie, s'impossessano di Don Giovanni e seco lui sprofondano.


SCENA ULTIMA
Leporello, Donna Elvira, Donn'Anna, Zerlina, Don Ottavio, Masetto, con ministri di giustizia.

DONNA ELVIRA, ZERLINA, DON OTTAVIO e MASETTO
Ah, dov'è il perfido?
Dov'è l'indegno?
Tutto il mio sdegno
Sfogar io vo'!

DONNA ANNA
Solo mirandolo
Stretto in catene
Alle mie pene
Calma darò.

LEPORELLO
Più non sperate
Di ritrovarlo,
Più non cercate.
Lontano andò.

TUTTI
Cos'è? Favella! Via presto, sbrigati!

LEPORELLO
Venne un colosso... Ma se non posso...
Tra fumo e fuoco... Badate un poco...
L'uomo di sasso... Fermate il passo... Giusto là sotto... Diede il gran botto... Giusto là il diavolo - Sel trangugiò.

TUTTI
Stelle, che sento!

LEPORELLO
Vero è l'evento!

DONNA ELVIRA
Ah, certo è l'ombra
Che m'incontrò.

DONNA ANNA, ZERLINA, DON OTTAVIO e MASETTO
Ah, certo è l'ombra
Che l'incontrò.

DON OTTAVIO
Or che tutti, o mio tesoro,
Vendicati siam dal cielo,
Porgi, porgi a me un ristoro,
Non mi far languire ancor.

DONNA ANNA
Lascia, o caro, un anno ancora
Allo sfogo del mio cor.

DON OTTAVIO
Al desio di chi m'adora
Ceder deve un fido amor.

DONNA ANNA
Al desio di chi t'adora
Ceder deve un fido amor.

DONNA ELVIRA
Io men vado in un ritiro
A finir la vita mia!

ZERLINA
Noi, Masetto, a casa andiamo!
A cenar in compagnia!

MASETTO
Noi, Zerlina, a casa andiamo!
A cenar in compagnia!

LEPORELLO
Ed io vado all'osteria
A trovar padron miglior.

ZERLINA, MASETTO e LEPORELLO
Resti dunque quel birbon
Con Proserpina e Pluton.
E noi tutti, o buona gente,
Ripetiam allegramente
L'antichissima canzon:

TUTTI
Questo è il fin di chi fa mal;
E de' perfidi la morte
Alla vita è sempre ugual.

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