Le Nozze di Figaro

Le Nozze di Figaro

Libretto

Lorenzo da Ponte (nach der Komödie La folle journée ou Le mariage de Figaro von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais)

Uraufführung

1. Mai 1786, Wien (Hofoperntheater)

Besetzung

GRAF ALMAVIVA (Bariton)
DIE GRÄFIN, seine Gemahlin (Sopran)
SUSANNA, deren Kammermädchen (Sopran)
CHERUBINO, Page des Grafen (Sopran)
FIGARO, des Grafen Kammerdiener (Bass)
MARCELLINA, Beschliesserin im gräflichen Schlosse (Mezzosopran)
BARTOLO, Arzt aus Sevilla (Bass)
BASILIO, Musikmeister der Gräfin (Tenor)
DON CURZIO, Richter (Tenor)
ANTONIO, Gärtner des Grafen und Susannas Onkel (Bass)
BARBARINA (Bärbchen), Antonios Tochter (Sopran)

CHOR
Bauern, Bäuerinnen
Jäger, Diener

Ort

Zeit

um 1780


Mozart, Wolfgang Amadeus

Mozart, (Johann Chrysostomus) Wolfgang (Theophilus [Gottlieb]) Amadeus
27.1.1756 Salzburg - 5.12.1791 Wien


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Apollo et Hyacinthus (13.5.1767 Salzburg)
La finta semplice (1.5.1769 Salzburg)
Bastien und Bastienne (?9/10.1768 Wien)
Mitridate, rè di Ponto (26.12.1770 Milano)
Ascanio in Alba (17.10.1771 Milano)
Il sogno di Scipione (?1.5.1772 Salzburg)
Lucio Silla (26.12.1772 Milano)
La finta giardiniera (13.1.1775 München)
Il rè pastore (23.4.1775 Salzburg)
Semiramis (?11.1778 Mannheim) [?] [lost]
Zaide (1779 inc; 27.1.1866 Frankfurt)
Idomeneo, rè di Creta (29.1.1781 München)
Die Entführung aus dem Serail (16.7.1782 Wien)
L'oca del Cairo (1784 inc; 4.1860 Frankfurt)
Lo sposo deluso (1784 inc)
Der Schauspieldirektor (7.2.1786 Wien)
Le nozze di Figaro (1.5.1786 Wien)
Il dissoluto punito, ossia Il Don Giovanni (29.10.1787 Praha)
Così fan tutte, ossia La scuola degli amanti (26.1.1790 Wien)
Die Zauberflöte (30.9.1791 Wien)
La clemenza di Tito (6.9.1791 Praha)
inc = Fragment / lost = verschollen



Die Hochzeit des Figaro


ERSTER AKT
Figaro, der Susanna, die Kammerzofe der Gräfin Almaviva, in Kürze heiraten möchte, hat vom Grafen einen Raum im Schloss erhalten, den er gerade ausmisst (Cinque, dieci, venti). Er findet die Lage des Zimmers - zwischen den Gemächern des Grafen und der Gräfin - ideal für ein Dienerpaar (Se a caso, madama la notte). Seine Braut probiert inzwischen einen neuen Hut und berichtet, dass der Graf ihr nachstellt. Zwar ist das »Jus primae noctis« aufgehoben worden, doch Figaro versteht jetzt, warum er im Schloss wohnen soll und will sich vorsehen (Se vuol ballare, Signor Contino). Als beide gegangen sind, suchen Bartolo und Marcellina nach Figaro, der, wie sie behaupten, für ein Eheversprechen von Marcellina Geld genommen hat. Marcellina will den Kammerdiener verklagen, wozu sich der Arzt gerne bereit erklärt, weil er sich an Figaro wegen der Entführung seines Mündels rächen möchte (La vendetta, oh la vendetta). Susanna kommt zurück, trifft Marcellina und streitet sich mit ihr; die Beschliesserin eilt zornig davon.
Da stürzt der Page des Grafen, Cherubino, herein, der gerade mit Barbarina, der Tochter des Gärtners, ertappt wurde und Susanna um Hilfe bittet. Der Jüngling, der für alle Frauen schwärmt (Non so più cosa son, cosa faccio) ist verzweifelt, denn der Graf will ihn entlassen. Als er den Graf überraschend nahen hört, versteckt er sich hinter einem hohen Lehnstuhl. Der Graf kommt herein und hofiert Susanna, wird dabei aber von Basilio gestört, der nach ihm sucht. Jetzt versteckt sich der Graf hinter dem Sessel, den Cherubino gerade verlassen hat. Cherubino ist auf einen anderen Sessel gesprungen und von Susanna mit einem Kleid zugedeckt worden. Basilio spricht von der Liebe des Grafen zu Susanna und warnt diese vor Cherubinos Schmeicheleien, der allen weiblichen Wesen, sogar der Gräfin, nachstelle. Zornig und eifersüchtig verlässt der Graf sein Versteck und befiehlt, den Pagen aus dem Schloss zu jagen. Er hebt zufällig das Kleid weg und entdeckt den dort versteckten Pagen. Aufgebracht meint der Graf, das ganze Schloss alarmieren zu müssen. Susanna macht ihn darauf aufmerksam, dass Cherubino gesehen hat, wie er ihr den Hof gemacht hat. Zum Glück kommen Figaro, Bauern und Bäuerinnen, die dem Grafen für die Aufhebung des Herrenrechtes danken. Danach wendet sich der Graf wieder Cherubino zu. Er befördert den unangenehmen Mitwisser seiner Verführungsversuche zum Offizier und kommandiert ihn ab ins Feld. Ausserdem verschiebt der Graf Figaros Hochzeit und hofft, dass er Marcellina heiraten muss. Der Kammerdiener ist fröhlicher Dinge und singt dem Pagen ein spöttisches Abschiedslied (Non più andrai).

ZWEITER AKT
Die Gräfin spürt, dass sie ihr Gemahl nicht mehr wie früher liebt (Porgi amor). Figaro und Susanna unterbreiten ihr einen Plan, der den Grafen zurückbringen soll, wobei Figaro hofft, dass dann auch Susanna vor dem Herrn sicher ist. Man beschliesst, dass Susanna dem Grafen ein Stelldichein gewähren soll, aber an ihrer Stelle Cherubino, als Mädchen verkleidet, dorthin geht. Der Page ist damit sofort einverstanden. Gedrängt von Susanna, trägt er er der Gräfin ein selbstverfasstes Lied vor (Voi che sapete) und probiert Kleider an, obwohl er schon längst fort sein müsste (Venite, inginocchiatevi). Plötzlich klopft es, der Graf begehrt Einlass. Schnell eilt Cherubino in das Zimmer der Gräfin und schliesst sich dort ein. Der Graf durchsucht alles und vermutet in dem verschlossenen Zimmer einen Liebhaber seiner Frau, wie er anonym erfahren hat. Während er nach Werkzeugen zum Aufbrechen der Tür sucht, lässt Susanna Cherubino heraus und geht selbst in das Zimmer der Gräfin. Cherubino springt durch das Fenster in den Garten. Der Graf bricht die Türe auf und findet Susanna, die ein Hochzeitskleid anprobiert, wie es die Gräfin geschildert hat. Beschämt bittet der Graf um Verzeihung, wird aber gleich wieder misstrauisch, weil der Gärtner Antonio berichtet, dass jemand aus dem Fenster gesprungen ist und seine Blumen zertreten hat. Figaro behauptet, er sei aus dem Fenster gesprungen. Antonio zeigt das Patent, das der Täter verloren hat. Noch einmal rettet Figaro die Situation, indem er vorgibt, das Papier an sich genommen zu haben, weil es noch nicht gestempelt sei. Die Gräfin ist gerettet, doch Figaro geht es schlecht, weil Marcellina, Bartolo und Basilio eintreten (Voi signor, che giusto siete). Sie verlangen, Figaro solle seine Schulden bezahlen oder Marcellina heiraten, eine Wendung nach dem Geschmack des Grafen.

DRITTER AKT
Die Gräfin hat eine neue Idee: Susanna soll dem Grafen ein Rendezvous versprechen, zu dem die Gräfin in den Kleidern ihrer Zofe gehen werde (Crudel! Perchè finora). Der Graf ist über das bevorstehende Stelldichein sehr erfreut und verspricht Susanna, Figaros Schuld an Marcellina zurückzuzahlen. Als er aber hört, dass Susanna nur Figaro liebt (Hai già vinta la causa!? Vedrò mentr'io sospiro), beschliesst Almaviva wütend, sich an beiden zu rächen, und gibt Don Curzio die Erlaubnis, den Prozess gegen Figaro zu beginnen. Dieser endet anders als der Graf denkt: Es stellt sich heraus, dass Figaro Marcellinas unehelicher Sohn ist. Als Vater wird Bartolo entdeckt, der Marcellina heiraten darf.
In einem Moment der Melancholie sinnt die Gräfin ihrem verlorenen Glück mit dem Grafen nach (E Susanna non vien? Dove sono i bei momenti. Dann diktiert sie Susanna einen Brief, der den Grafen zum Rendezvous mit der Kammerzofe lockt (Sull' aria). Sie signiert das Schreiben mit einer Nadel, die der Graf zum Zeichen seines Einverständnisses zurückschicken soll. Als eine Schar junger Mädchen der Gräfin huldigt, erkennt Antonio unter ihnen den gut verkleideten Cherubino und meldet dies dem Grafen. Barbarina, der Almaviva ebenfalls verpflichtet ist, bittet für Cherubino und bekommt die Zusicherung, dass ihm nichts geschieht. Dann überreicht der Graf Marcellina und Susanna missmutig den Brautschleier und lässt alles für den Abend zu einer Doppelhochzeit vorbereiten. Erfreut steckt er Susannas Briefchen ein, die zum Stelldichein bittet.

VIERTER AKT
Barbarina jammert, weil sie die Nadel, die sie dem Grafen bringen sollte, verloren hat (L'ho perduta). Figaro hat von dem Rendezvous erfahren und meint, dass Susanna ihn betrüge. Marcellina (Il capro e la capretta), die nicht an Susannas Schuld glaubt, kann Figaro nicht beruhigen (Aprite un po' quegli occhi). Er bestellt Bartolo und Basilio zu sich, um den Grafen zu erwischen. Im Dunkel des Parks stellen sich nun alle Personen ein. Barbarino und Cherubino geistern umher. Die Gräfin und Susanna erscheinen mit vertauschter Kleidung (Deh vieni, non tardar). Sie bemerken Figaro, der vor Wut platzt, als der Graf der vermeintlichen Susanna den Hof macht und mit ihr im Pavillon verschwindet. Bald trifft er die wirkliche Susanna, die er zunächst für die Gräfin hält, dann aber seinen Irrtum bemerkt. Er verstellt sich und schwärmt seine Braut als Gräfin an, bis eine kräftige Ohrfeige allem ein Ende macht (Pace, pace mio dolce tesoro). Der Graf sieht den Kammerdiener zu Füssen seiner Frau, ruft um Hilfe; alle eilen herbei. Man bittet den Grafen, Figaro zu verzeihen, was Almaviva so lange verweigert, bis aus einem anderen Pavillon die wirkliche Gräfin, als Susanna angezogen, hervortritt und sich zu erkennen gibt. Der Graf sieht ein, dass er seiner Gemahlin Unrecht getan hat und bittet um Verzeihung. Freudig brechen alle zum doppelten Hochzeitsfest auf.
The Marriage of Figaro
ACT I
Figaro and Susanna, Count Almaviva's servants, are preparing for their imminent wedding, when Susanna reveals that she is being pursued by the count.
Meanwhile Bartolo and Marcellina are trying to hold Figaro to a promise he made to marry Marcellina if he failed to pay back a loan to Bartolo.
The page Cherubino tells Susanna of his love for the countess, just as the count arrives.
Cherubino hides and overhears Almaviva's attempted seduction of Susanna. Don Basilio's arrival forces the count into hiding as well, which, in turn, forces Cherubino to move from his hiding place.
The indiscreet Basilio talks of the count's love for Susanna and of Cherubino's love for the countess. The count then emerges from hiding, precipitating a scene that ends with Cherubino being packed off by the count to join the army.

ACT II
The countess, distressed by her husband's philandering, plots with Susanna to humiliate him: Susanna will write to the count, agreeing to a rendezvous, but they will send Cherubino in her place, dressed in women's clothes. As Cherubino is being disguised, the count arrives, and Cherubino is pushed into an adjoining closet.
The count, hearing noises, leaves to fetch tools with which to break open the door. In the meantime Cherubino leaps out of the window while Susanna takes his place.
When the count returns and finds that it is Susanna
in the closet, he is forced to apologize for his suspicions.To add to the confusion Figaro then arrives, then an irate gardener (Cherubino's leap has destroyed some plants), and finally Bartolo with Marcellina, who wants her claim on Figaro honoured.

ACT III
Figaro stalls Marcellina by telling her that he is of noble birth and cannot marry without his parents' consent. He reveals a birthmark on his arm, whereupon Marcellina realizes that she and Bartolo have found their long-lost son. They embrace just as Susanne enters. She is furious, but once the situation is explained she joins in the celebration.
After the countess has dictated the note that Susanna is to pass to the Count, a double wedding is prepared - Susanna and Figaro being joined by Marcellina and Bartolo.

ACT IV
Figaro encounters Barbarina, the gardener's daughter, who inadvertently reveals that Susanna has received a message from the count. Figaro assumes the worst, and decides to catch his errant wife when she arrives for her tryst in the garden.
The countess and Susanna appear in each other's clothes (Susanne has now taken Cherubino's place in the subterfuge) and much mistaken identity ensues in the darkness (Cherubino is there to meet Barbarina too).
Eventually Figaro realizes his wife is faithful and the count realizes he has been tricked. He begs for his wife's forgiveness, and receives it.
Les Noces de Figaro
ACTE I
Suzanne (soprano), camériste de la comtesse Almaviva, doit épouser Figaro (baryton ou basse), valet du Comte, et l'avertit que celui-ci a des vues sur elle (duo: Cinque, dieci). Figaro médite quelque leçon à donner au Comte (Se vuol ballare). L'ancien tuteur de la Comtesse, Bartholo (basse) rève d'une vengeance (La vendetta) contre Figaro qui le berna jadis: sa gouvernante Marceline possède une promesse en mariage signée en sa faveur par Figaro faute de pouvoir lui rembourser un emprunt.
Marceline (mezzo-soprano) et Suzanne se chamaillent, tandis que survient Chérubin (mezzo-soprano, rôle travesti) le jeune filleul de la Comtesse, amoureux de tout jupon (Non so più) En présence du cauteleux maître de musique Basile (ténor bouffe) le Comte (baryton) découvre Chérubin caché, dans des circonstances qui semblent compromettre Suzanne, mais aussi qui prouvent que l'adolescent a surpris la cour pressante faite par le Comte à cette même Suzanne. Almaviva, pour éloigner Chérubin, lui donne un brevet d'officier avec mission de rejoindre son régiment sur l'heure. Figaro ironise sur la prouesse du jeune capitaine (Non più andrai).

ACTE II
La Comtesse (soprano) déplore avec une noble langueur le dédain de son époux (Porgi amor) . Pour faire pièce aux entreprises du Comte, Figaro imagine un plan compliqué supposant le travestissement de Chérubin en femme. Pour cette opération, l'adolescent - point pressé de rejoindre son régiment - se retrouve dans la chambre de la Comtesse, à laquelle il dédie une chanson emplie d'émoi (Voi che sapete). Suzanne s'attarde avec complaisance à déguiser Chérubin (Venite inginocchiatevi).
Mais le Comte survient et découvre son épouse troublée, cependant que Chérubin a été caché à la hâte. Suzanne parvient à faire évader discrètement l'adolescent, et un vaste imbroglio, impliquant peu à peu tous les personnages, donne lieu à un long finale aux nombreuses articulations, au terme duquel le Comte, apparemment rassuré, soupçonne néanmoins quelque supercherie.

ACTE III
Suzanne feint d'accepter un rendez-vous galant avec le Comte (Crudel! Perchè finira) afin que celui-ci tranche en faveur de Figaro le procès pour dette qui oppose le valet à Marceline. Mais, surprenant une phrase glissée par Suzanne à l'oreille de Figaro, le Comte, convaincu d'avoir encore été berné, clame vengeance (Hai già vinta la causa... Vedrò mentr'io sospiro). Le procès concernant la dette de Figaro se prépare, et le Comte, faisant office de juge, condamnerait volontiers le valet à épouser Marceline s'il ne se révélait pas, par un coup de théâtre, que Figaro est le fils de Marceline et Bartholo.
La Comtesse s'émeut de devoir faire appel à sa camériste pour confondre son volage époux (E Susanna non vien … Dovè sono); la Comtesse dicte à Suzanne une lettre fixant un rendez-vous galant au Comte (Sull'aria), rendez-vous où la Comtesse compte se rendre sous les vêtements de Suzanne. A l'occasion du cortège pour le mariage civil de Figaro et Suzanne, cette dernière glisse au Comte subrepticement la lettre, fermée par une épingle, que la destinataire devra renvoyer pour signifier son accord.

ACTE IV
La nuit, dans le jardin, la jeune paysanne Barberine (soprano), chargée par le Comte de rapporter l'épingle à Suzanne (L'ho perduto), est surprise par Figaro, lequel, ignorant la machination, se croit trahi et se lamente auprès de sa mère, qui le rasssure (Il capro e la capretta). De son côté, Basile apaise les ressentiments de Bartolo (In quegli anni). Resté seul, Figaro médite sur l'infidelité féminine (Tutto è disposto … aprite un po' quegli occhi).
Suzanne feint d'attendre son bien-aimé (Giunse alfin il momento … Deh, vieni, non tardar), mais la Contesse prend son place et reçoit la déclamation enflammée du Comte. La supercherie est démasquée, et le Comte doit demander un pardon public (Contessa perdono) dans un final de caractère quasi sacral.
ATTO PRIMO
In una camera ancor non ammobiliata, Figaro sta prendendo le misure per il letto, mentre la sua promessa sposa Susanna si prova allo specchio un cappello per la festa di nozze, prevista in quel giorno medesimo (“Cinque, dieci, venti”). Quando Susanna viene a sapere che quella è per l’appunto la camera che il conte d’Almaviva ha loro destinato, ha un moto improvviso di disappunto. Meravigliatissimo, Figaro le spiega invece i vantaggi d’essere a due passi dalle camere dell’aristocratica coppia (“Se a caso Madama”). Susanna spiega allora al fidanzato quale sia il rischio cui stanno andando incontro: il conte, stanco ormai delle grazie della consorte, ha preso a far la corte proprio a Susanna e tenta – con l’aiuto di Basilio che gli fa da mezzano – di recuperare in segreto quello ius primae noctis al quale magnanimamente ha rinunciato con illuminato senso di giustizia. La scelta di quella camera sembra allora opportunissima ai progetti del conte, che cercherà in ogni modo di differire le nozze, onde goder per primo delle grazie virginali della sposina. Suona il campanello e Susanna deve correre al servizio. Rimasto solo, Figaro medita sul da farsi e promette di dar battaglia al conte con tutta la sua arguzia (cavatina “Se vuol ballare, signor contino”). Uscito Figaro, entra in scena la vecchia Marcellina, governante a palazzo: è in compagnia del dottor Bartolo al quale espone le sue rivendicazioni di nozze nei confronti di Figaro. Costui le ha infatti firmato, in cambio di denaro, una cambiale di matrimonio, ed ella pretende ora di effettuare il contratto rivolgendosi al conte per aver giustizia. Bartolo la rassicura e si offre di farle da avvocato: avrà infatti il massimo gusto nel vendicarsi di Figaro (“La vendetta, oh, la vendetta”). Rimasta sola, Marcellina s’imbatte proprio in Susanna e la provoca a distanza. Fra le due nasce un comicissimo scambio d’insinuazioni, ma Marcellina, stizzita, è costretta infine ad abbandonare la stanza (“Via resti servita, Madama brillante”). Entra quindi in scena, agitatissimo, il paggio Cherubino, che si querela con Susanna perché il conte ha deliberato di cacciarlo dal castello, avendolo sorpreso in atteggiamento inequivocabile con Barbarina, cugina di Figaro. Preso in giro da Susanna per le sue follie d’adolescente sempre a caccia di fanciulle, Cherubino confessa il suo smarrimento di fronte al sentimento d’amore (“Non so più cosa son, cosa faccio”). Si sente rumore fuor dell’uscio e Cherubino, udendo la voce del conte, si nasconde dietro un seggiolone per non esser sorpreso en tête à tête con Susanna. Entra quindi il conte che, ignaro della presenza del paggio, rinnova a Susanna le sue profferte d’amore, chiedendole un appuntamento in giardino. Si ode ancora fuor della porta la voce di Basilio, ed è allora il conte a rimpiattarsi dietro il seggiolone, mentre Cherubino scivola dal lato opposto e vi si pone sopra, coperto da un lenzuolo. Agitatissima, Susanna deve ascoltare le raccomandazioni di Basilio, che la invita a cedere al conte, rimproverandola di dar troppo spago al giovane paggio, che peraltro si sarebbe fatto troppo notare nelle sue attenzioni addirittura verso la contessa. Infuriato per la maligna insinuazione, il conte si alza dal suo nascondiglio e promette un’immediata punizione per Cherubino, invano difeso da Susanna. Il conte racconta allora di come proprio il giorno prima abbia sorpreso il paggio sotto un tavolo in casa di Barbarina: nel mimare la scena dello scoprimento, solleva distrattamente il lenzuolo dal seggiolone, e si trova così davanti, ancora una volta, lo spaurito Cherubino. Il conte poi è costretto a trattenere la propria ira perché in quel mentre giunge Figaro con una brigata di paesani a pregarlo di porre il velo candido sul capo della sposina, simbolo della sua rinunzia all’ingrato diritto feudale. La provocazione viene incassata da Almaviva, che però ordina segretamente a Basilio di rintracciare Marcellina al fine di bloccare le nozze. Quindi, implorato da Figaro e Susanna di perdonare il paggio, il conte muta l’espulsione dal castello in una promozione militare, e lo nomina ufficiale. Figaro si congeda allora da Cherubino canzonandolo: è finita la sua vita di cicisbeo, comincia la dura carriera di soldato (“Non più andrai, farfallone amoroso”).

ATTO SECONDO
Sola nella sua camera da letto, la contessa lamenta la sua condizione di sposa negletta (“Porgi amor”). Entra Susanna e le racconta dei tentativi di seduzione del conte nei suoi confronti. Giunto nella stanza, Figaro comincia a ordire la trama per smascherare il padrone: decide insieme alle due donne d’inviare al conte un biglietto anonimo che lo faccia ingelosire riguardo alla contessa, e nel contempo d’inviare nottetempo Cherubino travestito da donna in giardino all’appuntamento che Susanna avrà dato al conte, onde la contessa possa sorprendere il marito infedele davanti a tutti. Figaro invia quindi nella camera Cherubino – non ancora partito per Siviglia – in modo che provi gli abiti femminili. Coperto di rossore, il paggio viene poi obbligato dalla contessa a cantarle la canzonetta che ha scritto (“Voi che sapete”), e quindi Susanna comincia a vestirlo, notando fra l’altro la premura con cui era stato redatto il suo brevetto d’ufficiale, al quale manca il necessario sigillo. Mentre la cameriera è andata a prendere un nastro in una camera contigua, il conte bussa alla porta, gettando la contessa e Cherubino nella più grande agitazione. Cherubino si rifugia allora nel guardaroba, chiudendovisi a chiave. La contessa apre al marito, visibilmente imbarazzata, e mentre cerca di giustificare la chiusura della porta s’ode dal guardaroba uno strepito d’oggetti caduti. Il conte, già allarmato per il biglietto anonimo ricevuto, s’insospettisce vieppiù, e la moglie è costretta allora a mentire dicendogli che in guardaroba c’è Susanna che sta provandosi l’abito di nozze (terzetto “Susanna, or via sortite”). Costei è nel frattempo rientrata nella stanza e osserva la scena nascosta dietro il letto. Il conte decide di sfondare la porta e invita allora la consorte a uscir con lui per prendere gli attrezzi necessari. Rimasta sola e chiusa in stanza, Susanna bussa al guardaroba, donde esce Cherubino spaventatissimo. Non c’è per lui altra via di scampo che gettarsi dalla finestra in giardino, mentre Susanna prenderà il suo posto nel guardaroba. Rientra il conte, e la moglie decide di svelargli l’arcano: nel guardaroba non c’è Susanna, ma il paggio seminudo, là convocato per una burla innocente. L’ira del conte perde allora ogni controllo, tanto che questi s’avventa alla porta del guardaroba per uccidere il paggio (“Esci ormai, garzon malnato”). Invece, con sbigottimento d’entrambi, dallo stanzino ecco uscire Susanna. Il conte chiede perdono alla sposa per i sospetti manifestati e le parole grosse che son corse, e tenera di cuore – oltre che non poco sollevata – la contessa lo perdona. Giunge però Figaro, che chiama tutti alla festa. Il conte gli sottopone allora il biglietto anonimo, che le due donne gli hanno rivelato esser stato scritto dal cameriere. Figaro prima nega, poi deve arrendersi all’evidenza e confessa. Le sorprese non sono però finite: sul più bello entra il giardiniere Antonio con un vaso di garofani in pezzi, denunciando la mala creanza di qualcuno che si è buttato dalla finestra sui suoi fiori. Tutta l’architettura d’imbrogli e menzogne sta per crollare: Figaro si autoaccusa allora d’esser saltato egli stesso per paura del conte, e Antonio fa allora per dargli un foglio caduto al saltatore, ma il conte lo intercetta e chiede a Figaro cosa sia quel pezzo di carta che ha perduto. Figaro, disperato, cerca d’inventarsi qualcosa: gli vengono in soccorso le due donne, che riconoscono in quel foglio il brevetto d’ufficiale di Cherubino. Il conte chiede allora perché proprio Figaro ne sia stato in possesso, e di nuovo Susanna e la contessa lo traggono d’imbarazzo suggerendogli che il paggio glielo avrebbe dato perché mancante dell’indispensabile sigillo. Scornato per l’ennesima volta, il conte si vede infine assistito dalla sorte: entrano infatti Marcellina, Bartolo e Basilio a reclamar giustizia per la vecchia governante, che pretende, cambiale alla mano, di sposare Figaro. Il conte gongola soddisfatto e promette una sentenza che lo compensi degli imbrogli subiti.

ATTO TERZO
Nella sala preparata per la festa nuziale di Figaro e Susanna, il conte medita sugli avvenimenti cui ha assistito, senza riuscire a trovarne il bandolo. Entra Susanna che, d’accordo con la contessa, ma ad insaputa di Figaro, dà un appuntamento al conte per quella sera, riaccendendo le sue voglie (“Crudel! Perché finora farmi languir così?”). In realtà, la contessa ha deliberato di recarsi ella stessa all’appuntamento, con gli abiti di Susanna. Uscendo dalla stanza, Susanna incontra Figaro e l’avverte che ha già vinto la causa con Marcellina. Il conte coglie però quest’ultima frase, e giura di vendicarsi (“Vedrò mentr’io sospiro”). Segue quindi la scena del giudizio, nella quale il magistrato Don Curzio intima a Figaro di pagare Marcellina o di sposarla. Figaro tenta allora in extremis di bloccare la sentenza adducendo l’assenza dei suoi genitori per il consenso. Racconta d’esser stato raccolto infante abbandonato, ma d’essere di nascita illustre come testimoniano i panni ricamati trovati nella culla e soprattutto il tatuaggio impresso al braccio destro. Marcellina a quel punto trasalisce e riconosce in Figaro il suo Raffaello, figlio avuto in segreto da Don Bartolo e quindi esposto. Nello sbigottimento generale, Don Curzio sentenzia che il matrimonio non può aver luogo, mentre il conte abbandona la scena scornato per l’ennesima volta (sestetto “Riconosci in questo amplesso”). Sopraggiunge Susanna, pronta a pagare Marcellina con la dote ricevuta dalla contessa, ma con sua gran meraviglia vede Figaro abbracciato teneramente alla vecchia. La promessa sposa ha un moto d’ira e schiaffeggia Figaro, ma Marcellina l’informa dei nuovi sviluppi e dell’insperato riconoscimento. Anch’ella e Bartolo decidono di regolarizzare l’unione, e di rendere così doppia la festa di nozze. Frattanto, Cherubino non è ancor partito per il suo reggimento e viene condotto da Barbarina a travestirsi da donna per confondersi con l’altre contadine. La contessa, sola in attesa di notizie da Susanna, rievoca le dolcezze perdute del suo matrimonio e spera di riconquistare il cuore del marito (“Dove sono i bei momenti”). Raggiunta poi da Susanna, le detta un biglietto da consegnare al conte durante la festa, nel quale si conferma il luogo dell’appuntamento per quella sera (duettino “Che soave zeffiretto”); inoltre, fa scrivere a Susanna sul rovescio del foglio di restituire la spilla che serverà di sigillo, in segno d’accettazione. Arrivano le ragazze del contado, e fra queste c’è anche Cherubino travestito. In breve, però, costui vien smascherato da Antonio che lo denuncia al conte. Figaro arriva per chiamar tutti alla cerimonia e si scontra col conte, che può finalmente accusarlo per tutte le menzogne inventate in camera della contessa. La tensione è al massimo, ma è tempo di celebrare le nozze: entra il corteo dei doppi sposi, al quale segue la danza del fandango. Durante questa, Susanna lascia scivolare in mano al conte il bigliettino. Costui si punge con la spilla e poi si mette a cercarla goffamente per terra. Figaro lo scorge, e crede che sia un biglietto amoroso di qualche contadina. Ritrovato il sigillo, il conte congeda tutti i presenti e li invita alla gran cena di quella sera.

ATTO QUARTO
Di notte, nel giardino del castello, Barbarina cerca la spilla che il conte le ha dato da recare a Susanna (“L’ho perduta”). S’incontra con Figaro, che dalle sue labbra viene così a sapere che la mittente del biglietto altri non era che la sua sposa. Annientato dalla gelosia, chiede conforto alla madre Marcellina, che cerca di placarne i bollenti spiriti (“Il capro e la capretta”); Figaro tuttavia s’allontana per organizzare lo scoprimento dei due fedifraghi. Basilio e Bartolo, convocati da Figaro, riflettono sui pericoli di scontrarsi coi potenti. Rimasto solo, Figaro si lascia andare a considerazioni amare sul suo stato di marito tradito nel giorno stesso delle nozze e accusa le donne d’essere la rovina dell’umanità (“Aprite un po’ quegli occhi”). Giunge in giardino Susanna con la contessa, e comincia la recita degli inganni. Fingendo di restar sola «a prendere il fresco», Susanna eccita la gelosia di Figaro (“Deh vieni non tardar”). In realtà, è la contessa che si appresta a ricevere le avances del conte, ma mentre lo sta aspettando sopraggiunge Cherubino, che scorgendo colei che egli crede esser Susanna decide di importunarla a sua volta con piccanti proposte (“Pian pianin le andrò più presso”). Figaro osserva tutto nascosto dietro una siepe e commenta velenosamente, senza accorgersi che anche Susanna è lì a due passi in sentinella. Arriva il conte, che s’adira nel vedere il suo oggetto del desiderio in compagnia d’un altro uomo. Tira allora un ceffone a Cherubino, ma questi si scosta ed è Figaro a buscarsi la sberla. Rimasto finalmente solo con la finta Susanna, il conte le regala un brillante e l’invita ad appartarsi con lui in un luogo buio. Figaro non si regge più e passa facendo baccano: la contessa allora si ritira in un padiglione a destra, mentre il conte perlustra il giardino per non trovarsi tra i piedi ulteriori scocciatori. Amareggiatissimo, Figaro s’imbatte allora in Susanna, che è vestita col mantello della contessa e simula la sua voce. La sposa lo mette alla prova e offre a Figaro l’occasione di vendicarsi seduta stante dei due consorti infedeli. Figaro dopo poche battute l’ha riconosciuta, ma continua a stare al gioco, finché la situazione si chiarisce e i due si riconciliano felici. Si tratta allora di concludere la commedia ai danni del conte: vedendolo arrivare, Figaro e Susanna continuano perciò la loro scena di seduzione. Il conte, furibondo, vedendo quella ch’egli crede sua moglie corteggiata da Figaro in giardino, chiama tutti a smascherare i due reprobi; frattanto, Susanna si nasconde nel padiglione a sinistra. Davanti ad Antonio, Basilio e Bartolo, il conte accusa Figaro e comincia a trar fuori dal padiglione una vera processione di personaggi: Cherubino, Barbarina, Marcellina e infine Susanna, che tutti credono la contessa e che si copre il volto per la vergogna. L’ira del conte è implacabile e oppone un diniego dopo l’altro ad ogni supplica di perdono da parte di Figaro e della falsa contessa. A questo punto, dall’altro padiglione esce la vera contessa e tutti si rendono conto dell’imbroglio. Ella si scambia il mantello con Susanna e si rivolge al marito dicendogli: «Almeno io per loro perdono otterrò». Il conte s’inginocchia umiliato e consapevole d’aver fatto la corte a sua moglie. Le chiede perdono e l’ottiene, mentre tutti commentano soddisfatti la fine di quel giorno «di capricci e di follia», e invitano a recarsi ai festeggiamenti per quel matrimonio tanto sospirato.


Die Hochzeit des Figaro


Personen:
GRAF ALMAVIVA (Bariton)
DIE GRÄFIN, seine Gemahlin (Sopran)
SUSANNA, deren Kammermädchen (Sopran)
CHERUBINO, Page des Grafen (Sopran)
FIGARO, des Grafen Kammerdiener (Bass)
MARCELLINA, Beschliesserin im gräflichen Schlosse (Mezzosopran)
BARTOLO, Arzt aus Sevilla (Bass)
BASILIO, Musikmeister der Gräfin (Tenor)
DON CURZIO, Richter (Tenor)
ANTONIO, Gärtner des Grafen und Susannas Onkel (Bass)
BARBARINA (Bärbchen), Antonios Tochter (Sopran)

CHOR
Bauern, Bäuerinnen
Jäger, Diener
ERSTER AUFZUG

Ouvertüre

Ein nicht vollständig möbliertes Zimmer mit einem Sessel in der Mitte. Figaro misst den Fussboden aus; Susanna vor einem Spiegel, setzt einen neuen Hut auf.


ERSTER AUFTRITT
Figaro. Susanna.

Nr. 1 - Duett

FIGARO
messend
Fünfe - zehne - zwanzig -
Dreissig - sechsunddreissig -
Ja, ja, es geht.

SUSANNA
in den Spiegel sehend
Deutlich saget mir mein Spiegel,
Dass der Hut mir herrlich steht!

FIGARO
Fünfe!

SUSANNA
Lob' ihn doch, mein lieber Figaro!

FIGARO
Zehne!

SUSANNA
Lob' ihn doch, mein lieber Figaro!

FIGARO
Zwanzig!

SUSANNA
Lob' ihn doch!

FIGARO
Dreissig!

SUSANNA
Lob' ihn doch, es macht mir Freude!

FIGARO
Sechsunddreissig!

SUSANNA
Lob' ihn doch, es macht mir Freude!

FIGARO
Ja, ja, es geht!

SUSANNA
Sieh nur diesen Hut, mein Figaro!
Lob' ihn doch, es macht mir Freude!

FIGARO
Ja, ich sehe, bestes Mädchen,
Wie der Hut so schön dir steht!

SUSANNA
Sieh doch nur!

FIGARO
Ja, ich sehe!

SUSANNA
Sieh doch nur!

FIGARO
Mein bestes Mädchen!

BEIDE
Süssre Wonne bringt der Sonne holder Schein!
An dem glücklichen herrlichen Tage,
Da ich dir am Altar sage:
Ewig bin ich und bleib' ich dein!

SUSANNA
spricht
Was misst du denn da, mein lieber Figaro?

FIGARO
Ich untersuche, ob sich unser Ehebett hier gut ausnehmen wird.

SUSANNA
Hier? Ist das dein Ernst?

FIGARO
Ja freilich! Der Graf räumt uns dieses Zimmer grossmütig ein.

SUSANNA
Ich mag es aber nicht.

FIGARO
Und aus welcher Ursache?

SUSANNA
zeigt auf die Stirn
Meine Ursache steckt hier?

FIGARO
ebenso
Warum lässt du sie nicht auch hierherkommen

SUSANNA
Weil mir's nicht ansteht. Bist du mein gehorsamer Diener, oder bist du es nicht?

FIGARO
Das begreife ich nicht, warum dir das bequemste Zimmer im ganzen Schlosse so sehr missfällt!

SUSANNA
Weil ich Susanna bin und du ein Narr bist!

FIGARO
Danke! Bitte keine Komplimente! Sage nur, wo wir an irgendeinem Orte besser wohnen könnten?

Nr. 2 - Duett

FIGARO
Sollt' einstens die Gräfin des Nachts dir schellen:
Kling, kling! kling, kling!
Nur zwei Sprünge und du bist bei ihr.
Und will nun der Graf mir Geschäfte bestellen,
Husch, husch! husch, husch!
In drei Sprüngen erreich' ich die Tür.

SUSANNA
Und wird eines Tages das Glöckchen ertönen:
Kling, kling! kling, kling!
Schickt der Graf dich nun meilenweit fort,
Husch, husch! husch, husch! husch, husch!
Führt der Teufel ihn eilends zu mir, in drei Sprüngen!

FIGARO
Susanna, gemach! Susanna, gemach! Susanna, gemach!

SUSANNA
Hör' weiter -

FIGARO
Gemach!

SUSANNA
In drei Sprüngen -

FIGARO
Gemach!

SUSANNA
Kling, kling!

FIGARO
Gemach!

SUSANNA
Husch, husch!

FIGARO
Gemach!

SUSANNA
Hör' weiter!

FIGARO
Vollende!

SUSANNA
Willst du mehr noch hören?
So lass mich von bösem Verdacht ungeplagt.

FIGARO
Ich muss mehr noch hören?
Mein Herz wird von Sorgen und Zweifeln zernagt.

SUSANNA
Verbanne die Sorgen, verbanne die Zweifel,
Und lass mich von bösem Verdacht ungeplagt!

FIGARO
Mein Herz wird von Sorgen und Zweifeln zernagt.

SUSANNA
spricht
Nun wohl, so höre und schweige.

FIGARO
Rede, was gibt es Neues?

SUSANNA
Der Graf ist es müde, immer nach fremden Schönheiten herumzujagen; er will auch im Schlosse sein Glück versuchen; er hat Lust -

FIGARO
Zu wem denn?

SUSANNA
Zu deiner Susanna.

FIGARO
Zu dir?

SUSANNA
Zu mir selbst, und er hofft, dass diese Nachbarschaft ihm zu seinen Absichten dienlich sein soll.

FIGARO
Bravo! Nur weiter!

SUSANNA
Deswegen erzeigt er dir soviel Gnade, deswegen trägt er soviel Sorge für dich und deine Frau.

FIGARO
Ei sieh doch, welch eigennützige Güte.

SUSANNA
Schweig! Jetzt kommt das beste! Der saubere Herr Basilio, mein Singmeister, ist sein Unterhändler. Während er mich unterrichtet, wiederholt er alle Tage das alte Lied.

FIGARO
Wer? Basilio? O der Schurke!

SUSANNA
Und du konntest glauben, dass du meine Aussteuer deinen Verdiensten zu danken hättest?

FIGARO
Ich hatte mir damit geschmeichelt.

SUSANNA
Er bestimmte sie dazu, von mir ein gewisses Recht zu erkaufen, welches das alte Lehnsrecht -

FIGARO
Wie? Hat es der Graf im Lehnsbriefe nicht aufgehoben?

SUSANNA
Das wohl! aber es hat ihn gereut, und es scheint, als wenn er es von mir wieder einlösen wollte.

FIGARO
Bravo! Das gefällt mir! welch ein lieber Herr, der Herr Graf! Aber er soll sich täuschen!

Man hört eine Klingel.

FIGARO
Wer schellt?

SUSANNA
Die Gräfin. Adieu! Adieu, mein schöner Figaro!

FIGARO
Gib mir doch erst ein Küsschen.

SUSANNA
Morgen soviel du willst, aber heute wird nichts gereicht.

FIGARO
Warum nicht heute?

SUSANNA
Was würde morgen mein Mann sagen, wenn ich heute meinen Liebhaber küsste?

Sie geht ab.

FIGARO
O du Schelmin!


ZWEITER AUFTRITT
Figaro allein.

FIGARO
Bravo, gnädiger Herr! jetzt versteh' ich das Geheimnis, ich sehe Ihren Plan deutlich ein. Nach London soll die Reise gehen, nicht wahr? Sie werden Ambassadeur, ich Kurier und Susanna geheime Ambassadrice. Aber daraus wird nichts. Wir wollen doch sehen, wer von uns beiden der schlaueste ist; der feine Herr Graf oder der lustige Figaro.

Nr. 3 - Kavatine

Will einst das Gräflein ein Tänzchen wagen,
Mag er's nur sagen, ich spiel' ihm auf.
Soll ich im Springen ihm Unterricht geben,
Auf Tod und Leben bin ich sein Mann.
Man muss im Stillen nach seinem Willen
Menschen zu lenken, die Kunst verstehn.
Mit muntern Scherzen leit' ich die Herzen,
Schweigen und Plaudern, Handeln und Zaudern,
Alles muss so, wie ich's haben will, gehn!
Will einst das Gräflein ein Tänzchen wagen,
Mag er's nur sagen, ich spiel' ihm auf!

Er geht ab.


DRITTER AUFTRITT
Bartolo. Marcellina mit einem Kontrakt in der Hand.

BARTOLO
spricht
Ja, wenn sich die Sache so verhält - Sie konnten bis zum Tag seiner Hochzeit warten, um mich hiervon zu unterrichten?

MARCELLINA
Lieber Doktor, ich verliere noch nicht allen Mut. Es bedarf ja oft nur eines Verdachtes, um Heiraten rückgängig zu machen, mit denen es schon viel weiter gekommen war, als mit dieser. Der Graf ist in Susanna verliebt. Bringen wir es dahin, dass sie seine Liebe zurückweist, so wird er, schon um sich zu rächen, meinen Einspruch unterstützen, und Figaro wird mein Mann.

BARTOLO
nimmt den Kontrakt
Gut, ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich alles tun werde, um Ihre Wünsche zu erfüllen.
für sich
Ich würde mich freuen, wenn ich dem Spitzbuben, der meine Rosina entführt hat, jetzt zur Strafe meine alte Haushälterin anhängen könnte.

Nr. 4 - Arie

BARTOLO
Süsse Rache, du gewährest hohe Freuden:
Nur die kleinen Seelen leiden,
Dulden, schweigen, wenn man sie kränkt.
Fein und listig, schnell und rüstig,
Wirk' und treib' ich grosse Sachen.
Ich kann Pläne möglich machen,
Die der schwache Kopf kaum denkt.
Und sollt' ich alle Gesetze verdrehen,
Und müsst' ich auch hundert Register durchsehen,
Mit Ränken und Schwänken muss es mir gelingen,
So leit' ich Verderben, Untergang her,
Bald soll sich's zeigen, wer sich muss neigen:
Bartolo, Figaro! - Ich oder er!

Ab.


VIERTER AUFTRITT
Marcellina. Dann Susanna, die eine Haube und ein Damenkleid trägt.

MARCELLINA
Ich habe noch nicht alles verloren, wenn mir die Hoffnung bleibt. Aber Susanna nähert sich.
Leise
Ich will einen Versuch wagen, ich will tun, als sehe ich sie nicht.
Laut
Und dieses schöne Früchtchen will er heiraten?

SUSANNA
für sich
Sie spricht von mir.

MARCELLINA
Aber was kann man auch Besseres von Figaro erwarten? Geld tut alles.

SUSANNA
Welche verleumderische Zunge! Es ist gut, dass jedermann weiss, dass man von ihr nichts Besseres zu erwarten hat.

MARCELLINA
Bravo! das nenne ich mit Verstand gesprochen. Mit diesen sittsamen Augen, mit dieser frommen Miene -

SUSANNA
Es ist besser, ich gehe.

MARCELLINA
laut
Welch eine niedliche Braut!

Nr. 5 - Duett

MARCELLINA
sich verneigend
Nur vorwärts, ich bitte, Sie Muster von Schönheit!

SUSANNA
ebenso
Nein, das ist nicht Sitte, ich ehre die Weisheit!

MARCELLINA
ebenso
Mamsell, Sie vergeben!

SUSANNA
ebenso
Es wird nicht geschehen!

BEIDE
ebenso
Nein, ich weiss zu leben, muss Ihnen nachgehn!

MARCELLINA
ebenso
Das niedliche Bräutchen!

SUSANNA
ebenso
Die Zierde von Spanien!

MARCELLINA
ebenso
Des Grafen Susannchen!

SUSANNA
Das Weisheitskräutchen!

MARCELLINA
Ein holdes -

SUSANNA
Edles -

MARCELLINA
Ein schönes -

SUSANNA
Gesicht!

MARCELLINA
Ich platze vor Ärger, nein, länger bleib' ich hier nicht!

SUSANNA
sie verhöhnend
Mein altes Matrönchen, o ärgre dich nicht!

Marcellina geht wütend ab.


FÜNFTER AUFTRITT
Susanna. Dann Cherubin.

SUSANNA
spricht
Geh, aufgeblasene, gelehrte Dame. Weil du einige Bücher gelesen und die gnädige Frau in ihrer Jugend gequält hast, so bist du so stolz wie ein Pfau!
Legt das Kleid auf den Sessel.

CHERUBIN
Susannchen! Susannchen! Bist du es?

SUSANNA
Ich bin es. Was willst du?

CHERUBIN
Ach, mein armes Herz! welch ein Zufall!

SUSANNA
Dein armes Herz? Was ist geschehen?

CHERUBIN
Der Graf traf mich gestern allein bei Bärbchen. Er hat mir den Abschied gegeben, und wenn die Gräfin, meine schöne Pate, nicht für mich bittet, so muss ich fort und ich werde dich dann nicht wieder sehen, mein Susannchen.

SUSANNA
traurig
Du wirst mich nicht mehr sehen? Und nennst das ein Unglück? Also bin ich es, und nicht die Gräfin, für die dein Herz entbrannt ist?

CHERUBIN
Ach, scherze doch nicht so! Glücklich bist du, die du sie sehen kannst, so oft du willst. Du ziehst sie des Morgens an, du ziehst sie des Abends aus. Ach!
seufzend
wäre ich an deiner Stelle!
Er bemerkt das Band in Susannas Hand.
Was hast du da?

SUSANNA
ironisch
Es ist das Band, welches ich der gnädigen Gräfin um die Haare schlinge.

CHERUBIN
entreisst ihr das Band
O gib es mir, gib es mir!

SUSANNA
Gleich her das Band!

CHERUBIN
Das liebe, das schöne, das glückliche Band! Nur mit meinem Leben soll man es mir entreissen!

SUSANNA
Unverschämtheit! Gib das Band!

CHERUBIN
Ei, so sei doch ruhig.
Er zieht ein Notenblatt aus der Tasche.
Nimm das Liedchen dafür!

SUSANNA
nimmt es
Und was soll ich damit machen?

CHERUBIN
Lies es der gnäd'gen Frau vor, lies es Bärbchen, Marcelline, lies es allen Menschen im Schlosse vor, nur lass mir dieses Band!

SUSANNA
Armer Cherubin! in deinem Kopfe spukt es gewaltig!

Nr. 6 - Arie

CHERUBIN
Neue Freuden, neue Schmerzen
Toben jetzt in meinem Herzen!
Ja, ich bebe, ich bebe, ich zittre,
Feuer rinnt mir durch Bein und Mark.
Bei dem süssen Worte Liebe
Fühl' ich nie empfundne Triebe,
Wo ich nur ein Mädchen sehe,
Schlägt mein Puls noch eins so stark.
Wo ich auch wand'l und gehe,
Wo ich auch lieg' und stehe,
Im Wachen und im Traume,
Im Feld, am Bach, am Baume,
Verlang', begehr' und wünsch' ich;
Es presst, es jagt, es drängt mich
Schmerzensgefühl und Lust;
Und süsses Schmachten, Sehnsucht
Wechseln in meiner Brust.


SECHSTER AUFTRITT
Der Graf. Die Vorigen.

CHERUBIN
Ach, ich bin verloren! der Graf!
Er versteckt sich hinter dem Sessel.

SUSANNA
Der Graf!

GRAF
Susanna! So bestürzt? So furchtsam? Was ist dir? Er setzt sich.

SUSANNA
in Verwirrung
Gnädiger Herr - ich bitte um Verzeihung, aber wenn man uns überraschte - Ich beschwöre Sie, entfernen Sie sich.

GRAF
Einen Augenblick nur und ich will gehen. Höre mich an.

SUSANNA
Ich mag nichts hören.

GRAF
Nur zwei Worte. Du weisst, dass mich der König zum Gesandten nach London ernannt hat, ich wollte Figaro mit mir nehmen.

SUSANNA
Gnädiger Herr, wenn ich bitten dürfte -

GRAF
Was willst du? Rede, liebes Mädchen! Bediene dich des Rechts, welches ich dir von heute an auf ewig über mich einräume. Alles, was du willst, will ich dir gewähren! Fordre, befiehl, verlange!

SUSANNA
Lassen Sie mich, gnädiger Herr! O ich Unglückliche!

GRAF
O nein, Susanna! Ich will dich glücklich machen. Du weisst nicht, wie sehr ich dich liebe. Basi lio hat dir dir schon alles gesagt, doch höre! Wie wäre es, wenn du diesen Abend im Garten mit mir davon reden wolltest.

BASILIO
hinter der Tür
Er ist eben hinausgegangen.

GRAF
steht auf
Wer spricht da?

SUSANNA
O Gott!

GRAF
Geh hinaus und lass niemand herein.

SUSANNA
verwirrt
Wie kann ich Sie hier allein lassen?

BASILIO
wie oben
Er wird wohl bei der gnädigen Frau sein; ich will ihn suchen.

GRAF
Ich will mich hier verstecken.

SUSANNA
Nein, um Gottes willen nicht!

GRAF
Schweig! und suche seiner los zu werden. Er will sich hinter dem Sessel verstecken.
Susanna stellt sich dazwischen. Cherubin kommt hervor und verbirgt sich im Sessel. Susanna bedeckt ihn mit dem Kleide, das sie auf den Sessel gelegt hat.


SIEBENTER AUFTRITT
Basilio. Die Vorigen.

BASILIO
Guten Morgen, Susanna! Hat Sie den Grafen nicht von ungefähr gesehen?

SUSANNA
Was sollte der Graf bei mir? Geh Er hinaus.

BASILIO
Nur Geduld! Nicht so hitzig! Höre Sie mich wenigstens an. Figaro sucht den Herrn.

SUSANNA
O Himmel! Nun, so sucht Er den Mann, der ihn, nächst Ihm, am meisten hasst.

BASILIO
Ich habe nie die Regel gehört, dass der, welcher die Frau liebt, den Mann hasse. Wenn ich sage, dass der Graf Sie liebt -

SUSANNA
Geh, Bösewicht! Ich mag nichts von Seinen Regeln, noch von dem Grafen und seiner Liebe hören.

BASILIO
Nun, nun! nur Geduld! nicht so hitzig! Was ist denn da so Schlimmes dabei. Ist es nicht besser, einen solchen Herrn zum Liebhaber zu haben, als einen jungen, leichtsinnigen Burschen, einen Pagen.

SUSANNA
Cherubin?

BASILIO
Ja, Cherubin, der schon heute ganz früh hier herumkreuzte, um sich gelegentlich zu Ihr zu schleichen.

SUSANNA
Boshafter Mensch! Das ist nur Verleumdung.

BASILIO
Bei Ihr gilt man für einen boshaften Menschen, wenn man Augen im Kopfe hat. Apropos, das Liedchen? Sage Sie mir im Vertrauen, ich bin Ihr bester Freund, und trage nichts aus: ist es für sie, für die gnädige Frau, oder?

SUSANNA
Wer hat Ihm das gesagt?

BASILIO
Weil wir eben davon reden - richte Sie doch den Pagen ein bisschen besser ab, er sieht die Gräfin bei Tisch so oft und so unbescheiden an; dass, wenn der Graf es einmal gewahr wird - Sie weiss, dass der Graf in dem Punkte gewaltig hitzig ist.

SUSANNA
Bösewicht! Warum bringt Er solche Lügen unter die Leute?

BASILIO
Welche Ungerechtigkeit! Ich sage nur nach, was jedermann sagt. Ich setze nicht das mindeste hinzu.

GRAF
zeigt sich
Wie? Was sagt jedermann?

BASILIO
Nun, das ist schön! Der Herr Graf!

SUSANNA
O Himmel!


Nr. 7 - Terzett

GRAF
zu Basilio
Wie? Was hör' ich? Unverzüglich
Geh und jage den Bösewicht gleich fort.

BASILIO
Diesmal kam ich ungelegen.
Sie verzeihen, mein gnäd'ger Herr.

SUSANNA
Welch ein Zufall! O ich Arme,
Halb ohnmächtig
Ich vergehe fast vor Angst.

BASILIO, GRAF
sie unterstützend
Ach, das arme Mädchen zittert,
Wie das Herzchen im Busen pocht.

BASILIO
nähert sich dem Sessel
Still, ich will den Sessel holen.

SUSANNA
Gott! wo bin ich?
Erholt sich.-
Wie, was seh' ich?
Beide von sich abwehrend.
Welche Frechheit! Lasst mich allein!

GRAF
Wir sind hier, um dir zu helfen,
Sei nur ruhig, mein liebes Kind!

BASILIO
Wir sind hier, um Ihr zu helfen,
Sie ist sicher, mein liebes Kind!
zum Grafen
Was ich sagte - von dem Pagen,
War Vermutung - war nur ein Argwohn.

SUSANNA
Tück'sche Bosheit und Verleumdung
Spricht aus dir, du Bösewicht!

GRAF
Er soll fort, der lose Bube!

BASILIO, SUSANNA
Armer Knabe!

GRAF
spöttisch
Armer Knabe? Gestern hab' ich ihn erwischt -

SUSANNA
Wo denn?

BASILIO
Wie?

GRAF
Bei deiner Muhme -
Ich fand ihre Tür verschlossen -
Klopfte - ungern öffnet Bärbchen
Und scheinet seltsam ängstlich -
Ihr Betragen gibt mir Argwohn -
Ich durchsuchte alle Winkel -
Und hob endlich, leise, leise,
So den Teppich von ihrem Tische,
Fand den Pagen!
Um es deutlicher zu machen, hebt er das Kleid auf und erblickt den Pagen. Überrascht.
Nun, was ist dieses?

SUSANNA
furchtsam
Ach, welch ein Unstern!

BASILIO
mit höhnischem Lachen
Ha, immer besser!

GRAF
So, mein unschuldsvolles Mädchen -

SUSANNA
Ärger konnt' es gar nicht kommen!

GRAF
Jetzt begreif' ich, wie es steht.

SUSANNA
Grosser Gott! wie wird das gehn?
Ärger konnt' es gar nicht kommen,
Grossr Gott! wie wird das gehn?

BASILIO
Ja, so machen's alle Schönen,
Das ist keine Seltenheit!

GRAF
So, mein unschuldsvolles Mädchen,
Jetzt begreif' ich, wie es steht!

BASILIO
boshaft zum Grafen
Was ich sagte etc.

GRAF
spricht
Basilio! Hol' Er den Figaro her, er soll sehen -

SUSANNA
Und mich hören. Geh Er.

GRAF
Bleib Er. Nun, was kannst du noch zu deiner Entschuldigung vorbringen, da die Sache so offenbar ist?

SUSANNA
Man hat keine Entschuldigung nötig, wenn man unschuldig ist.

GRAF
Aber wie ist er hierhergekommen?

SUSANNA
Er war bei mir, als Sie kamen, und bat mich, die gnädige Frau zu bewegen, dass sie Gnade für ihn erflehen möchte. Ihre Ankunft machte ihn bestürzt, und er versteckte sich hier.

GRAF
Ich habe ihn aber doch nicht gesehen, als ich auf dem Stuhle sass.

CHERUBIN
Dabei steckte ich hinter dem Sessel.

GRAF
Und als ich mich dahinter versteckte?

CHERUBIN
Da schlüpfte ich darum herum und setzte mich hinein.

GRAF
Verdammt! Also hat er alles gehört, was ich dir gesagt habe.

CHERUBIN
Ich gab mir alle mögliche Mühe, um nichts zu hören.

GRAF
Welche Verräterei!

BASILIO
Mässigen Sie sich, es kommt jemand.

GRAF
zu Cherubin
Und du bleibst so ruhig dasitzen, kleine Schlange? Herunter mit dir!

Er zieht ihn vom Sessel.


ACHTER AUFTRITT
Die Vorigen. Figaro. Bauern und Bäuerinnen, welche Blumen streuen. Figaro trägt einen weissen Schleier in der Hand.

Nr. 8 - Chor

CHOR
Muntere Jugend,
Streue ihm Blumen!
Jauchzt all' mit Tanz und Sang
Vor unserm Herrn!
Er schützt die Unschuld,
Ehret die Tugend;
Dankt ihm, dem besten, gnädigen Herrn!

GRAF
überrascht
Wozu dieses Possenspiel?

FIGARO
leise zu Susanna
Nun geht der Tanz los. Hilf mir nur, mein Kind!

SUSANNA
Ich habe keine Hoffnung!

FIGARO
Gnädiger Herr, verschmähen Sie diesen aufrichtigen und wohlverdienten Zoll unserer Dankbarkeit nicht. Sie geben heute ein Recht auf, das die wahre Liebe empört, und ich und Susanna werden die ersten sein, welche sich dessen erfreuen werden.

GRAF
Ei, wie fein! Ich habe mich dieses Rechts begeben, was wollt ihr mehr?

FIGARO
Wir werden heute die erste Frucht Ihrer Grossmut einernten. Unsere Hochzeit ist schon festgesetzt, und es kommt nur auf Sie an, dies junge, liebenswürdige Mädchen, welches Ihre Enthaltsamkeit unbefleckt erhalten, mit diesem weissen Kleide, dem Sinnbild der Unschuld, zu bedecken.

GRAF
Welche verteufelte List! Doch ich muss mich verstellen! Meine Freunde, ich danke euch für dies ehrenvolle Zeichen eurer Zuneigung. Aber ich verdiene für diese Tat weder Dank noch Lob. Als ich dies unbillige Gesetz aus meinem Lehnsbriefe vertilgte, tat ich nur meine Pflicht und setzte die Natur in ihre Rechte wieder ein.

FIGARO
Es lebe unser gnädiger Herr! er lebe! er lebe!

ALLE
Er lebe; er lebe!

SUSANNA
Welche Tugend!

FIGARO
Welche Gerechtigkeit!

GRAF
Euch verspreche ich, dass ich die Zeremonie vollziehen will. Nur einen kleinen Aufschub. Ich will in Gegenwart meiner treuesten Freunde und mit der grössten Pracht euer Glück feiern. Ich muss Marcellina holen lassen! Geht, meine Freunde!

FIGARO
Es lebe der gnädige Herr! Hoch!

ALLE
Es lebe der gnädige Herr!
Hoch! hoch! hoch!

Chor

CHOR
Muntere Jugend,
Streue ihm Blumen!
Jauchzt all' mit Tanz und Sang
Vor unserm Herrn!
Er schützt die Unschuld,
Ehret die Tugend;
Dankt ihm, dem besten, gnädigen Herrn!

Die Landleute gehen ab.

FIGARO
Nun, wie stehst denn du da? Und du bezeigst keine Freude?

SUSANNA
Der arme Schelm ist betrübt, weil ihn der gnädige Herr wegjagen will.

FIGARO
Ah! an einem so festlichen Tage!

SUSANNA
An unserm Hochzeitstage!

FIGARO
Wo jedermann sich Ihrer Wohltaten freut!

CHERUBIN
kniend
Verzeihung, gnädiger Herr!

GRAF
Er verdient sie nicht.

SUSANNA
Er ist noch ein Kind

GRAF
Ich dächte, das müsstest du besser wissen!

CHERUBIN
Ich gestehe, dass ich gefehlt habe, aber nie habe ich mich in Worten der geringsten Unbedachtsamkeit - Verzeihung!

GRAF
Gut, gut, ich verzeihe ihm. Ich will noch mehr tun. Es ist eine Offiziersstelle in meinem Regimente erledigt, ich gebe sie ihm, aber mit dem Beding, dass er sogleich abreist.

FIGARO, SUSANNA
Nur bis morgen.

GRAF
Nein, er muss gleich fort.

CHERUBIN
seufzend
Wie Sie befehlen, gnädiger Herr! Ich bin bereit, Ihnen zu gehorchen!

GRAF
Nun, so umarme deine Freundin Susanna zum letztenmale!
beiseite
Der Schlag kam ihnen unerwartet!

Graf und Basilio ab.

FIGARO
Nun, mein junger Kriegsheld, gib auch mir die Hand.
leise
Wir sprechen uns noch, ehe du abreisest.
Mit verstellter Freude.
Adieu, kleiner Cherubin! Wie geschwind hat sich dein Schicksal geändert! Jetzt, mein Sohn, wirst du eine ganz andere Lebensart anfangen müssen. Sapperment! Da kannst du nicht mehr den ganzen Tag in den Gemächern der Frauen herumkreuzen; da gibt es weder Butterkuchen noch Milchrahm; da ist weder vom Pfänderspiel noch von Blindekuh die Rede; aber gute Soldaten gibt's da! Braun wie Kastanien, schlecht gekleidet, eine grosse, schwere Flinte! Rechts, links! vorwärts marsch! zum Triumph! Ich gratuliere dir zu deinem neuen Stande und will dir noch einige gute Lehren mit auf den Weg geben!

Nr. 9 - Arie

FIGARO
Dort vergiss leises Flehn, süsses Wimmern,
Da, wo Lanzen und Schwerter dir schimmern,
Sei dein Herz unter Leichen und Trümmern
Nur voll Wärme für Ehre und Mut!
Du erscheinst nicht in seidnen Gewändern,
Nicht geziert mehr mit Blumen und Bändern,
Doch zur Rettung von Städten und Ländern
Gibst du willig dein jugendlich Blut.
Im Geklirre wilder Waffen
Wirst du wenig ruhn und schlafen,
Schlecht gekleidet, ohne Strümpfe,
Über Hecken und durch Sümpfe,
Mit der Flinte auf dem Rücken
Springen bald und bald dich bücken!
Statt der bunten Blumenkränze,
Statt der ländlich muntern Tänze
Wird ein Helm die Stirne zieren;
Du wirst brave Männer führen,
Nicht zum Tanze, nein zum Kampfe,
Und im dicken Pulverdampfe,
Bei dem Donner der Karthaunen
Lockt dich der Trompeten Ton;
Deiner Feinde banges Staunen
Sei der edlen Taten Lohn!

Sie gehen militärisch ab.


ZWEITER AUFZUG

Ein prächtiges Zimmer mit einem Alkoven.
Rechts die Eingangstür, links ein Kabinett. Links im Hintergrunde eine Tür, welche in die Zimmer der Dienerschaft führt; an der Seite ein Fenster.



ERSTER AUFTRITT
Die Gräfin.

Nr. 10 - Kavatine

GRÄFIN
Heil'ge Quelle reiner Triebe,
Gib mir wieder des Gatten Herz!
Lass mich sterben, Gott der Liebe,
Oder lindre meinen Schmerz.


ZWEITER AUFTRITT
Die Gräfin. Susanna. Später Figaro.

GRÄFIN
setzt sich
Komm, liebe Susanna! Erzähle deine Geschichte zu Ende.

SUSANNA
Ich bin zu Ende.

GRÄFIN
Er wollte dich also verführen?

SUSANNA
Er warb um meine Liebe!

GRÄFIN
Ach, der Grausame liebt mich nicht mehr!

SUSANNA
Und doch ist er eifersüchtig.

GRÄFIN
Wie alle Männer; treulos aus natürlichem Hange und eifersüchtig aus Stolz. Aber wenn Figaro dich liebt - er allein kann -

FIGARO
singt hinter der Mitteltür
La, la, la, la!

SUSANNA
Da ist er. Komm, mein Freund, die gnädige Frau ist so unruhig.

FIGARO
Vermutlich war hier die Rede vom Herrn Grafen. Sie brauchen nicht besorgt zu sein. Was ist's denn nun weiter? Meine Braut gefällt dem Herrn Grafen. Er wünscht das Lehnrecht heimlich wieder einzulösen. Die Sache ist möglich und natürlich!

GRÄFIN
Möglich?

SUSANNA
Natürlich?

FIGARO
Sehr natürlich! und wenn Susanna will, auch sehr möglich!

SUSANNA
Wirst du bald aufhören!

FIGARO
Ich bin gleich zu Ende! Deshalb ernennt er mich zum Kurier und Susanna zum geheimen Gesandtschaftsrate. Weil sie sich aber für diese Ehre bedankt, so sucht er Marcellina gegen mich zu hetzen. Darin hat er auch recht; an Leuten, die unsern Plänen hinderlich sind, kann man sich nicht besser rächen, als wenn man die ihrigen vereitelt. Das tut jedermann, und das wollen wir auch tun. Das ist alles.

SUSANNA
Und du kannst von einer so wichtigen Sache so leichtfertig reden?

FIGARO
Weil ich ein kleines Gegenprojekt ersonnen habe! Ist es nicht genug, dass ich mich damit beschäftige? Ich habe ihn durch Basilio ein Billett von unbekannter Hand zugespielt, worin man ihn benachrichtigt, dass Sie diesen Abend einem Liebhaber eine Zusammenkunft versprochen hätten.

GRÄFIN
Himmel! was hör' ich? Einem so eifersüchtigen Mann?

FIGARO
Fürchten Sie nichts! Um so eher gelangen wir ans Ziel. Um Leuten dieser Art zu nützen, muss man ihnen das Blut in Wallung bringen, und das verstehen die Frauen meisterlich. Wenn sie nun tüchtig aufgebracht sind, schnell eine kleine Dosis Intrige, und damit führt man sie an der Nase, so weit man will. Auf diese Art können wir ihn in Verlegenheit bringen, ihn beschämen, argwöhnisch machen und ihm in den Kopf setzen, dass ein anderer ihm dieselbe neumodische Ehre erzeigen will, die er mir zugedacht hat. Indessen verliert er seine Zeit und unsere Spur, und ehe wir es uns versehen, kommt die Stunde unserer Verbindung heran. In Ihrer Gegenwart wird er es nicht wagen, sich meinen Wünschen zu widersetzen.

SUSANNA
Das ist wahr. Aber Marcellina wird sich widersetzen!

FIGARO
Lass dich bedeuten! Leute, die aus nichts nichts machen wollen, machen nichts und sind zu nichts gut! Das ist mein letztes Wort! Du musst dem Herrn Grafen sagen, dass du dich diesen Abend im Garten einfinden würdest; dann wollen wir Cherubin, den ich gebeten habe, noch nicht abzureisen, in Frauenkleider stecken und ihn statt deiner hinschicken. Das ist das einzige Mittel! Wenn die gnädige Frau den Herrn Grafen da ertappt, so wird er beschämt sich unsern heissesten Wünschen nicht widersetzen.

GRÄFIN
zu Susanna
Was denkst du davon?

SUSANNA
Der Einfall ist so übel nicht.

GRÄFIN
In unserer Lage -

SUSANNA
Wenn er nur nichts merkt. Aber wir haben ja nicht Zeit, Cherubin umzukleiden -

FIGARO
Der Graf ist auf die Jagd geritten, er wird nicht so bald wiederkommen; ich will gehen und Cherubin sogleich herschicken. Ich überlasse es dir, ihn anzukleiden.

GRÄFIN
Und dann?

FIGARO
Und dann? - Dann werde ich dem Herrn Grafen ungefähr zu verstehen geben:
er singt
Will einst das Gräflein ein Tänzchen wagen,
Mag er's nur sagen, ich spiel' ihm auf,
Ja, ich spiel' ihm auf.

Er geht ab.


DRITTER AUFTRITT
Die Gräfin. Susanna. Später Cherubin.

GRÄFIN
spricht
Es tut mir sehr leid, Susanna, dass der junge Mensch die Torheiten des Grafen mit angehört hat. Ach! Du weisst nicht! - Aber warum wendet er sich nicht an mich? - Wo ist das Liedchen?

SUSANNA
Hier ist es. Wir wollen es ihn singen lassen.
Cherubin tritt auf
Still! Es kommt jemand! Er ist es! Nur vorwärts, nur vorwärts, kleiner Offizier!

CHERUBIN
Ach, nenne mich nicht bei diesem kränkenden Namen! Er erinnert mich daran, dass ich eine Dame verlassen soll, die so gütig -

SUSANNA
Und so schön ist.

CHERUBIN
seufzend
Ach! - Ja - gewiss -

SUSANNA
seinen Ton nachahmend
Ach - ja - gewiss! - Kleiner Heuchler! Singe Er geschwinde der gnädigen Frau das Lied vor, das Er mir diesen Morgen gegeben hat.

GRÄFIN
nimmt das Blatt
Wer hat es gemacht?

SUSANNA
zur Gräfin
Sehen Sie nicht, wie er rot wird?

GRÄFIN
Nimm eine Gitarre und begleite seinen Gesang.

CHERUBIN
Ich bin so ängstlich; aber wenn Ihro Gnaden befehlen -

SUSANNA
Sie will es, ja, sie will es. Mach nicht so viel Umstände.

Nr. 11 - Kanzone

CHERUBIN
Ihr, die ihr Triebe des Herzens kennt,
Sprecht, ist es Liebe, was hier so brennt?
Ich will's euch sagen, was in mir wühlt;
Euch will ich's klagen, euch, die ihr fühlt.
Sonst war's im Herzen mir leicht und frei,
Es waren Schmerzen und Angst mir neu.
Jetzt fährt wie Blitze, bald Pein, bald Lust.
Bald Frost, bald Hitze durch meine Brust.
Ein heimlich Sehnen zieht, wo ich bin,
Zu allen Schönen mich traulich hin.
Dann wird von Leiden und innerm Harm,
Und dann vor Freuden mein Busen warm.
Es winkt und folgt mir nun überall,
Und doch behagt mir die süsse Qual.
Ihr, die ihr Triebe des Herzens kennt,
Sprecht, ist es Liebe, was hier so brennt?

GRÄFIN
spricht
Bravo! Welch schöne Stimme. Ich wusste nicht, dass er so gut singen kann.

SUSANNA
Er macht alles gut, was er macht. Komm, mein schöner Offizier! Hat dir Figaro gesagt?

CHERUBIN
Er hat mich von allem unterrichtet.

SUSANNA
Lass sehen.
Sie misst sich mit Cherubin
Es wird wohl gehen.
Sie nimmt ihm den Mantel ab
Fort mit dem Mantel!

GRÄFIN
zu Susanna
Was machst du?

SUSANNA
Nichts Schlimmes.

GRÄFIN
Und wenn nun jemand hereinkäme?

SUSANNA
So mag er kommen; tun wir denn etwas Böses? Aber ich will doch die Tür verschliessen. Sie verschliesst die Tür. Was fangen wir mit seinen Haaren an?

GRÄFIN
Hole eine von meinen Hauben aus meinem Zimmer, geschwind.

Susanna geht in das Kabinett.

GRÄFIN
Was ist das für ein Papier?

CHERUBIN
Ach! es ist das Patent.

GRÄFIN
Wie sorgfältig die Leute sind.

CHERUBIN
Basilio hat es mir eben gegeben.

GRÄFIN
Sie haben in der Eile vergessen, das Siegel darunter zu setzen.
Sie gibt das Patent zurück.

SUSANNA
kommt mit einer Haube zurück
Das Siegel? Worunter?

GRÄFIN
Unter sein Patent.

SUSANNA
Potztausend! Welche Eilfertigkeit! - Da ist die Haube.

GRÄFIN
zu Susanna
Eile dich; wir sind verloren, wenn der Graf dazu kommt.

Nr. 12 - Arie

SUSANNA
Komm näher, kniee hin vor mir,
Und sieh mir ins Gesicht! -
Doch halt dich still, das rat' ich dir! -
So recht! - Und rühr' dich nicht. -
Nun wende doch auf mich den Blick,
Nicht auf die Dame dort.
Du kleiner Schelm, schau' nicht zurück,
Sonst jagen wir dich fort. -
Herrlich! - Jetzt lass dich recht besehen! -
Die Arme in der Mitte! -
Wirst du auch zierlich gehen?
Nur hübsche kleine Schritte;
Steh auf und geh herum!
Leise zur Gräfin
Es kann dem Schelm nicht fehlen,
Ein jedes Herz zu stehlen.
Welch Auge, welche Blicke,
So schön und doch voll Tücke!
Wenn den die Mädchen lieben,
So wissen sie, warum!

GRÄFIN
spricht
Welche Neckerei!

SUSANNA
Ich bin selbst eifersüchtig auf ihn Kleiner Schelm, willst du mir wohl den Gefallen tun und nicht so hübsch sein?
Sie fasst Cherubin am Kinn.

GRÄFIN
Lass die Torheiten sein und beende jetzt die Verkleidung. Du musst die Ärmel höher hinaufstreifen und den Kragen etwas weiblicher legen.

SUSANNA
zieht den Ärmel in die Höhe
Es ist geschehen!

GRÄFIN
Was ist das für ein Band?

SUSANNA
Es ist das, welches er mir genommen hat.

GRÄFIN
entreisst es ihm
Und voll Blut? Woher das Blut?

CHERUBIN
verwirrt
Das Blut? Ich weiss es wirklich nicht! Ich habe mich gestochen und die Wunde hier mit dem Bande verbunden.

SUSANNA
Zeig her. - Es ist so schlimm nicht. - Aber sein Arm ist weisser als der meinige.

GRÄFIN
Neckst du dich noch immer mit ihm? Geh in mein Zimmer und hole ein wenig Englischpflaster. Es liegt auf meinem Toilettentisch.

Susanna geht ins Kabinett.

GRÄFIN
Was das Band betrifft, da es meine liebste Farbe ist, möchte ich es nicht gern entbehren.
Sie betrachtet das Band.

SUSANNA
kommt zurück und überreicht der Gräfin das Pflaster
Hier! Und was soll er um seinen Arm binden?

GRÄFIN
zu Susanna
Wenn du das Kleid holst, so bringe eins von meinen andern Bändern mit.

Susanna geht durch die Tür im Hintergrunde und nimmt Cherubins Mantel mit.

CHERUBIN
Ach, dies Band würde mich augenblicklich geheilt haben.

GRÄFIN
Warum nicht gar. Das Pflaster heilt besser als Bänder, mein junger Freund!

CHERUBIN
Wenn ein Band sich um das Haupt geschmiegt, oder die Haut berührt hat von einer Person -

GRÄFIN
unterbricht ihn
Die uns fremd ist, so heilt es Wunden, nicht wahr? Sieh doch! Das habe ich nicht gewusst.

CHERUBIN
Die Frau Gräfin scherzen! Ach, und ich muss fort!

GRÄFIN
Armer Kleiner! welch Schicksal!

CHERUBIN
in Tränen
O ich Unglücklicher!

GRÄFIN
Tränen?

CHERUBIN
Warum kann ich nicht sterben? Wäre ich meines unvermeidlichen Todes gewiss, so würde es vielleicht mein Mund wagen -

GRÄFIN
Sei Er klug! Was soll das?

Es wird an die Tür geklopft.


VIERTER AUFTRITT
Die Vorigen. Der Graf ausserhalb.

GRÄFIN
Wer klopft an meiner Tür?

GRAF
Warum sind Sie eingeschlossen?

GRÄFIN
erhebt sich
Mein Gemahl! O Himmel! ich bin des Todes!
zu Cherubin
Wenn er Sie hier antrifft, ohne Mantel, in diesem Anzuge - und das empfangene Billett! seine heftige Eifersucht!

GRAF
Warum zaudern Sie?

GRÄFIN
Ich bin allein! Ja - ich bin allein!

GRAF
Mit wem reden Sie denn?

GRÄFIN
Mit Ihnen - nur mit Ihnen.

CHERUBIN
Nachdem, was vorgefallen ist, brächte er mich auf der Stelle um! Ich weiss kein anderes Mittel!
Er verbirgt sich im Kabinett.

GRÄFIN
zieht den Schlüssel von der Tür des Kabinetts ab und öffnet dem Grafen
Himmel! Schütze mich in dieser Gefahr.


FÜNFTER AUFTRITT
Gräfin. Graf.

GRAF
Das ist ja ganz etwas Neues. Es war sonst niemals Ihre Gewohnheit, sich einzuschliessen.

GRÄFIN
Das ist wahr. Aber ich war im Begriff, mich umzukleiden. Susanna war bei mir, sie ging soeben in ihr Zimmer.

GRAF
sie ausforschend
Und deshalb sind Sie so bestürzt? Lesen Sie dieses Blatt.

GRÄFIN
Himmel! es ist das Billett, das Figaro ihm geschrieben hat.

Cherubin wirft im Kabinett einen Stuhl um.

GRAF
Was ist das für ein Geräusch?

GRÄFIN
Geräusch?

GRAF
In dem Zimmer fiel etwas.

GRÄFIN
Ich habe nichts gehört.

GRAF
Nichts? Sie müssen an wichtige Dinge zu denken haben.

GRÄFIN
Ich wüsste nicht an was!

GRAF
Es ist jemand in dem Zimmer.

GRÄFIN
Wer sollte denn darin sein?

GRAF
Das frage ich Sie, denn ich bin eben hier hereingekommen.

GRÄFIN
Vermutlich Susanna.

GRAF
Aber Sie sagten ja, dass sie in ihr Zimmer gegangen sei?

GRÄFIN
In ihr Zimmer oder in jenes, ich habe nicht darauf acht gegeben.

GRAF
Also ist es Susanna? Wie kommt es aber, dass Sie so verlegen sind?

GRÄFIN
Verlegen? Wegen meiner Kammerjungfer?

GRAF
Das weiss ich nicht; aber verlegen sind Sie.

GRÄFIN
Ich dächte, wegen Susanna hätten Sie wohl mehr Grund, verlegen zu sein!

GRAF
Meinen Sie? Nun, wir wollen das gleich sehen.

Susanna tritt ein und schlüpft in den Alkoven.


SECHSTER AUFTRITT
Die Vorigen. Susanna, von den anderen ungesehen.

Nr. 13 - Terzett

GRAF
Nun, nun, wird's bald geschehen?
Susanna, komm heraus!

GRÄFIN
Nein, das kann nicht, nicht gehen,
entrüstet
Mein Herr, da wird nichts draus!

SUSANNA
O weh! was ist geschehen?
Ist denn der Pag' heraus?

GRAF
Wer darf sich wiedersetzen? - Wer?

GRÄFIN
Die Ehre und Höflichkeit so gröblich zu verletzen,
Herr Graf, das geht zu weit.

GRAF
Ha, ha! da steckt der Handel!
Bald werd' ich Wunder sehn.

GRÄFIN
Wer hilft mir aus dem Handel?
Vor Angst möcht' ich vergehn.

SUSANNA
Nun merk' ich schon den Handel,
Allein wie wird das gehn?

GRAF
Susanna!

GRÄFIN
Nein! nimmermehr!

GRAF
Wird's bald geschehen?

GRÄFIN
Nein, Herr, nein!

GRAF
Susanna!

GRÄFIN
Das kann nicht sein!

GRAF
So komm heraus!

GRÄFIN
Nein, nein, da wird nichts draus!

GRAF
Wohl! bist du in dem Zimmer,
So lass die Stimme hören.

GRÄFIN
Nein, nein, das leid' ich nimmer,
Ich werd' es ihr verwehren!

GRAF
Frau Gräfin, darf ich bitten?

SUSANNA
O Himmel! welche Sitten!
Was muss die Gräfin leiden,
Und hat schon Gram genug!

GRÄFIN
Herr Graf, darf ich Sie bitten,
Das Aufsehn zu vermeiden,
Sonst geht das Ding nicht klug!

GRAF
Frau Gräfin, darf ich bitten,
Das Aufsehn zu vermeiden,
Sonst geht das Ding nicht klug!

SUSANNA
O Himmel! welche Sitten!
Was muss die Gräfin leiden,
Und hat schon Gram genug!

GRAF
spricht
Sie wollen also die Tür nicht öffnen?

GRÄFIN
Nein! Warum soll ich Ihnen meine Zimmer öffnen?

GRAF
Sie wollen nicht? Nun gut! so werde ich sie wohl ohne Schlüssel öffnen können. Holla! Ist niemand da?

GRÄFIN
Wie? Sie wollen ein solches Aufsehen machen? vor Ihren Dienern die Ehre Ihrer Familie aufs Spiel setzen?

GRAF
Es ist wahr, ich habe das nicht überlegt! Ich kann ja ohne Geräusch, ohne unsern Leuten ein Ärgernis zu geben, selbst das Nötige holen. Damit aber mein Verdacht ganz gehoben werde, muss ich Susannas Tür verschliessen.
Er verschliesst die Türen
Ich gehe, um Werkzeuge zu holen.

GRÄFIN
für sich
Himmel! welche Unbedachtsamkeit!

GRAF
Sie werden die Güte haben, mich zu begleiten, gnädige Frau! Hier ist mein Arm, lassen Sie uns gehen!

GRÄFIN
Lassen Sie uns gehen!

GRAF
mit erhobener Stimme
Susanna wird schon so gut sein, zu warten, bis wir wiederkommen.

Beide ab.


SIEBENTER AUFTRITT
Susanna. Cherubin.

Nr. 14 - Duettino

SUSANNA
kommt schnell aus dem Alkoven. An der Tür des Kabinetts.
Geschwind die Tür geöffnet,
Geschwind, ich bin Susanna!
Geschwinde fort von hier!

CHERUBIN
kommt verwirrt und atemlos heraus
O weh mir, welch ein Missgeschick!
O weh, was wird aus mir!

SUSANNA
Fort, fort von hier!

CHERUBIN
O weh, was wird aus mir!

BEIDE
Der Ausgang ist gesperret,
Wie wird das gehn?
Das will ich sehn!

CHERUBIN
Hier darf ich nicht mehr weilen!

SUSANNA
Man muss von hinnen eilen!

CHERUBIN
nähert sich dem Fenster
Lass mich doch einmal sehen,
Wie tief liegt wohl der Garten?
Er macht Miene hinabzuspringen.

SUSANNA
hält ihn zurück
Lass ab von dem Gedanken,
Das geht nicht, glaube mir!

CHERUBIN
Hier darf ich nicht mehr weilen!

SUSANNA
Lass ab von dem Gedanken!

CHERUBIN
Ich darf nicht länger schwanken!

SUSANNA
Es ist zu hoch zum Springen,
Es geht nicht, glaube mir!

CHERUBIN.
Lasse mich! Lasse mich!
Er reisst sich los.
O es wird mir schon gelingen!
Für sie nimm die Umarmung!
Leb' glücklich! So ist's geschehn!
Er springt hinaus.

SUSANNA
Er springt dem Tod entgegen!
Das heiss' ich doch verwegen!
So bleibe! So bleibe!
spricht
O der kleine Schelm! wie flüchtig er springt. Er ist schon weit weg. - Herr Graf, der Page erwartet Sie.

Sie geht ins Kabinett.


ACHTER AUFTRITT
Die Gräfin. Der Graf mit Werkzeug, die Tür zu sprengen.

GRAF
Es ist noch alles, wie ich es verlassen habe. Wollen Sie nun freiwillig aufmachen oder soll ich -

GRÄFIN
Ehe Sie öffnen, hören Sie mich ruhig an. Halten Sie mich für fähig, meine Pflicht aus den Augen zu setzen.

GRAF
Nach den Umständen. In diesem Zimmer werd' ich es sehen.

GRÄFIN
Sie sollen es sehen! Aber hören Sie mich ruhig an.

GRAF
aufgebracht
Susanna ist also nicht darin?

GRÄFIN
Nein; aber jemand, der Ihnen ebensowenig Anlass zum Argwohn geben kann. Wir wollten diesen Abend einen kleinen unschuldigen Scherz machen, und ich schwöre Ihnen, dass die Ehre und der Anstand -

GRAF
Wer ist es denn? Reden Sie. Noch mehr aufgebracht. Ich ermorde ihn!

GRÄFIN
Hören Sie! Ach, ich habe nicht den Mut -

GRAF
Reden Sie!

GRÄFIN
Es ist ein Knabe!

GRAF
Ein Knabe?

GRÄFIN
Ja, Cherubin.

GRAF
Wie? So muss ich diesen Spitzbuben überall treffen? Er ist nicht abgereist? Verräter! Mein Argwohn ist gerechtfertigt! das ist das Komplott, das sind die Betrügereien, wovon das Billett mich benachrichtigte.

Nr. 15 - Finale

GRAF
ungestüm an der Tür des Kabinetts
Komm heraus, verworfner Knabe!
Unglücksel'ger, zaudre nicht!

GRÄFIN
Welch ein Toben! Bester Gatte,
Schon ihn, ach, ich flehe dich!

GRAF
Und du wagst, für ihn zu reden?

GRÄFIN
Nur zwei Worte -

GRAF
Wohl! lass hören!

GRÄFIN
zitternd und erschreckt
Könnt' ich dir nur seine Unschuld -
Zwar sein Anzug scheint verdächtig;
Blosse Arme, offne Haare -

GRAF
Blosse Arme, offne Haare? Immer besser!

GRÄFIN
Nur aus Scherz in Weiberkleider -

GRAF
Schon genug, du falsche Seele,
Strenge Rache wartet sein!

GRÄFIN
Gott, das hab' ich nicht verschuldet,
Und mein Herz ist wahrlich rein!

GRAF
sich zurückwendend
Her den Schlüssel!

GRÄFIN
Schone die Unschuld!

GRAF
Her den Schlüssel!

GRÄFIN
Schone die Unschuld! Lass dir sagen -

GRAF
Geh, und schweige! -
Geh, Verrät'rin, Ungetreue!
Dich verzehre bittre Reue!
Ewig bleiben wir getrennt!

GRÄFIN
Nun denn, sei's!
Sie will ihm den Schlüssel geben.
Doch -

GRAF
Keine Bitte!

GRÄFIN
Doch -

GRAF
Keine Bitte -

GRÄFIN
gibt ihm den Schlüssel
Meine Unschuld --!

GRAF
Soll bald sich zeigen!
Sterben muss er, der Verräter!
Er, der unsre Bande trennt!

GRÄFIN
Ach, wie weit führt blinder Eifer,
Der nicht Ziel noch Grenzen kennt!

Graf zieht den Degen und öffnet das Kabinett.
Susanna erscheint in der Tür und bleibt ernsthaft stehen.



NEUNTER AUFTRITT
Susanna. Graf. Gräfin.

GRAF
erstaunt
Susanna?!

GRÄFIN
erstaunt
Susanna!

SUSANNA
Da bin ich!
Warum dieses Staunen?
ironisch
Den Degen gezogen,
Den Pagen ermordet!
Hier ist der Verräter,
Der Page bin ich!

GRAF
Ist's möglich?
für sich
Da steh' ich und schäme mich sehr!

GRÄFIN
für sich
Susanna! Was seh' ich!
Wie kommt die hierher?

SUSANNA
für sich
Da steht er und schämt sich,
Der gnädige Herr!

GRAF
zu Susanna
Wie aber?

SUSANNA
zum Grafen
Wenn drinnen noch sonst jemand wär'?
So sehn Sie, ob drinnen noch sonst jemand wär'?

GRAF
Lass sehen, wenn drinnen noch sonst jemand wär'!

Er geht ins Kabinett.

GRÄFIN
Susanna - ich zittre,
Nun kommt es heraus!

SUSANNA
zur Gräfin
Nur ruhig, Frau Gräfin,
Er sprang schon hinaus!

GRAF
kommt verwirrt aus dem Kabinett
Wie sehr hatt' ich unrecht;
Kaum kann ich es glauben!
zur Gräfin
Hab' ich dich beleidigt,
So bitt' ich: verzeih mir.
Doch so mich zu necken,
Das war auch nicht recht!

GRÄFIN
Dein sträfliches Misstraun
Verdiente noch mehr.

SUSANNA
Ihr sträfliches Misstraun
Verdiente noch mehr!

GRAF
Dich lieb' ich!

GRÄFIN
Ich merk' es!

GRAF
Ich schwör' es!

GRÄFIN
Vergebens!
Ich bin die Verrät'rin,
Die untreue Gattin!

GRAF
Susanna, hilf bitten!
Was hab' ich gemacht?

SUSANNA
Nein, Strafe verdienet
Ihr schwarzer Verdacht!

GRÄFIN
So muss ich denn leiden!
Zum Lohn meiner Treue
Wird immer statt Freuden
Mir Kummer gebracht!

SUSANNA
bittend
Frau Gräfin!

GRAF
bittend
Rosinchen!

GRÄFIN
O schweige! die Zeit ist verschwunden! -
Du liebtest mich ehmals;
Jetzt bin ich verlassen, verachtet,
Du bringst zur Verzweiflung mich!

GRAF
Du siehst meine Reue,
Ich sage aufs neue
Dir Besserung zu!

SUSANNA
Er ist ja voll Reue,
Er sagt ja aufs neue
Die Besserung zu!

GRÄFIN
Grausamer! Es raubt dein Betragen
Mir Frieden und Ruh!

GRAF
Du schienst mir so ängstlich!

GRÄFIN
Nur um dich zu prüfen!

GRAF
Dein Zagen, dein Zittern?

GRÄFIN
War Scherz, war Verstellung!

GRAF
Allein der verwünschte Brief -

SUSANNA, GRÄFIN
Der war vom schlauen Figaro.
Basilio übergeben.

GRAF
Ha, Bösewicht! wartet, ha, wartet!

SUSANNA, GRÄFIN
Wer andern nicht verzeihen kann,
Verdienet selbst Vergebung nicht.

GRAF
Nun wohl, es sei Friede
Für sie und uns alle,
Wenn nur unerbittlich
Mein Rosinchen nicht ist!

GRÄFIN
Ich fühle, Susanna,
Mein Herz sich erweichen;
Wer glaubt nun noch ferner
An weiblichen Zorn?

SUSANNA
Im Streite mit Männern
Verlieren wir immer,
Man wendet, man dreht sich
Und kommt doch nicht aus!

GRAF
zärtlich
Nur einen Blick!

GRÄFIN
Grausamer!

GRAF
küsst ihre Hand
Mich reuet ja mein Unrecht!

SUSANNA
Nun, das muss ich sagen,
Das heisst doch recht listig
Den Mann hintergehn!

GRÄFIN
Ich will nicht mehr klagen;
Die Sache wird, hoff' ich,
Nie wieder geschehn!

GRAF
Hör' auf, mich zu quälen,
Ich schwöre, ich will mich
Nie wieder vergehn!


ZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Figaro.

FIGARO
Herr Graf, uns erwartet
Der fröhliche Haufe.
Beim Schall der Trompeten,
Mit Geigen und Flöten
Schon singen, schon springen
Die lustigen Bauern.
Zur Hochzeit! zur Hochzeit!
Er will Susanna fortführen.
Die Stunden entfliehn!

GRAF
ihn zurückhaltend
Nun, nun, nicht so eilig!

FIGARO
Man wartet schon unten!

GRAF
Nun, nun, nicht so eilig!
Erst heb' einen Zweifel,
Und dann kannst du gehn!

SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO
jeder für sich
Nun wird sich's wohl finden,
Wer angeführt ist!

GRAF
für sich
Der Zweifel wird schwinden,
Doch brauchen wir List!
zu Figaro
Sag' mir doch, mein lieber Figaro,
Kennst du diesen kleinen Brief?

Er zeigt ihm den Brief.

FIGARO
ausforschend
Ei, wie sollt' ich? Ei, wie sollt' ich?

SUSANNA
zu Figaro
Kennst den Brief nicht?

FIGARO
Nein!

GRÄFIN
zu Figaro
Kennst den Brief nicht?

FIGARO
Nein!

GRAF
Kennst den Brief nicht?

FIGARO
Nein!

SUSANNA, GRÄFIN, GRAF
Kennst den Brief nicht?

FIGARO
Nein, nein, nein!

SUSANNA
Hast ihn nicht Basil gegeben?

GRÄFIN
Zur Besorgung?

GRAF
Du verstehst doch?

FIGARO
Nun ja! nun ja!

SUSANNA
Und du weisst nichts von dem Pagen?

GRÄFIN
Der heut abend hier im Garten -

GRAF
Nun, du hörst doch?

FIGARO
Ich weiss von nichts!

GRAF
Nur vergebens willst du lügen,
Deine Miene kann nicht trügen,
Und dein Auge klagt dich an!

FIGARO
zum Grafen
Nun, so lügen meine Mienen!

SUSANNA, GRÄFIN
zu Figaro
Diesmal weiss man deine Taten,
Dein Geheimnis ist verraten,
Das dein Witz nicht retten kann!

GRAF
Nun, was sagst du?

FIGARO
Nichts, o gar nichts!

GRAF
Du gestehest?

FIGARO
Nichts gesteh' ich!

GRÄFIN, SUSANNA
zu Figaro
So gesteh nur, närr'sches Männchen,
Ist der Spass doch nun geschehn!

FIGARO
Um ihn fröhlicher zu enden,
Wie sich alle Farcen schliessen,
Er fasst Susanna beim Arm.
Lasst uns tanzen, lasst uns küssen,
Und zu unsrer Hochzeit gehn.

FIGARO, SUSANNA
Gnäd'ger Herr, darf ich Sie bitten,
So erfüllen Sie den Wunsch.

GRÄFIN
Lieber Graf, darf ich dich bitten,
So erfülle ihren Wunsch.

GRAF
Marcellina! Marcellina!
O wie lange zauderst du!


ELFTER AUFTRITT
Die Vorigen. Antonio, halb betrunken, trägt einen Nelkenstock.

ANTONIO
entrüstet
Gnäd'ger Herr! Herr Graf!

GRAF
Was gibt's Neues!

ANTONIO
Welche Frechheit! Wer tat das? Wer war's?

DIE ÜBRIGEN
Nun was ist's denn?
Was fehlt dir? Was hast du?

ANTONIO
Jetzt erzähl' ich's!

DIE ÜBRIGEN
Wir hören dir zu!

ANTONIO
Aus dem Fenster hinab in den Garten
Wirft man täglich verschiedene Sachen,
Doch soeben, es ist nicht zum Lachen,
Warf man gar einen Menschen hinab!

GRAF
lebhaft
Aus dem Fenster?

ANTONIO
zeigt ihm die Nelken
Auf unsre besten Blumen!

GRAF
In den Garten?

ANTONIO
Ja!

GRÄFIN, SUSANNA
leise zu Figaro
Figaro, hilf uns!

GRAF
Wie? Was hör' ich?

GRÄFIN, SUSANNA, FIGARO
für sich
Der kommt recht zur Unzeit!
Was will doch dieser Trunkenbold hier?

GRAF
zu Antonio
Also war das ein Mensch, der hinaussprang?

ANTONIO
Ich weiss nicht, war es Sprung oder Fallen,
Aber schnell lief der Gaudieb davon!

SUSANNA
zu Figaro
Unser Page!

FIGARO
Ich weiss es! Ich sah ihn!
laut lachend
Hahahaha!

GRAF
zu Susanna
Sei doch still!

FIGARO
Hahahaha!

ANTONIO
zu Figaro
Warum lachst du?

FIGARO
Hahahaha!

GRAF
zu Figaro
Sei doch still! Sei doch still! Sei doch still!

ANTONIO
Warum lacht er? Warum lacht er?

FIGARO
zu Antonio
Trinkst du dir schon so früh einen Rausch?
Bist schon wieder betrunken, mein Freund!

GRAF
zu Antonio
Sprich noch einmal, wiederhol' es mir:
Ein Mensch aus dem Fenster?

ANTONIO
Aus dem Fenster!

GRAF
In den Garten?

ANTONIO
In den Garten!

GRÄFIN, SUSANNA, FIGARO
Ja, man hört, daß der Wein aus ihm redet!

GRAF
zu Antonio
Sprich nur weiter! sprich nur weiter! -
War er dir nicht kennbar?

ANTONIO
Nein, er eilte -

GRAF
Wie?

GRÄFIN, SUSANNA
zu Figaro
Holla, Figaro, Achtung!

FIGARO
zu Antonio
Nun, so schweige doch einmal, du Schreier!
Welch ein Lärm um die elenden Blumen!
Er zeigt mit Verachtung auf die Nelken.
Muss der Täter sich nennen, so wisse:
Ja, ja, ich sprang zum Fenster hinaus!

GRAF
Wie? Du selber?

FIGARO
Wer denn sonst?

GRÄFIN, SUSANNA
für sich
Der Schalk! o wie listig!

ANTONIO
zu Figaro
Wie? Du selber?

FIGARO
Wer denn sonst? Wer denn sonst?

GRÄFIN, SUSANNA
Der Schalk! O wie listig!

GRAF
Das scheint mir nicht glaublich!

ANTONIO
zu Figaro
Nun, so bist du auf einmal viel grösser!
Vorhin schienst du mir kleiner zu sein!

FIGARO
Ja, beim Springen, da geht das so her!

ANTONIO
Wer das glaubte!

GRÄFIN, SUSANNA
zu Figaro
Und er wagt es, zu zweifeln?

GRAF
zu Antonio
Sprich, was meinst du?

ANTONIO
War's nicht etwa der Page?

GRAF
heftig
Cherubin?

GRÄFIN, SUSANNA
für sich
Zum Verzweifeln! zum Verzweifeln!

FIGARO
Ja, ganz richtig! ja, ganz richtig!
ironisch
Drum kam er von Sevilla zu Pferde,
Denn dahin ist er heute gereist!

ANTONIO
einfältig
Wie, zu Pferde? So war's nicht gemeint.
Nein, er sprang aus dem Fenster zu Fuss!

GRAF
Keine Possen!

GRÄFIN, SUSANNA
für sich
Welche Pein!

GRAF
Ich bin's endlich müde!

GRÄFIN, SUSANNA
Ach, wer hilft uns heraus!

GRAF
zu Figaro
Also du?

FIGARO
Ja, ich sprang!

GRAF
Und warum?

FIGARO
Ei, aus Furcht.

GRAF
Wie, aus Furcht?

FIGARO
Dort im Zimmer sucht' ich heimlich
Dies liebe Gesichtchen, als mich plötzlich
Ihr Kommen erschreckte! -
Ihre Stimme - ich dacht' an das Briefchen -
Sprang hinaus voller Furcht und voll Schrecken,
Und verrenkt' eine Sehne am Fuss.
Er tut, als ob er sich das Bein beschädigt hätte.

ANTONIO
zeigt Figaro das Patent des Pagen
So gehört also Ihm diese Briefschaft,
Die Er verloren?

GRAF
nimmt es ihm weg
Holla! lass mich doch sehn!

FIGARO
leise zur Gräfin und Susanna
Jetzt ist alles aus! Jetzt ist alles aus!

GRÄFIN, SUSANNA
leise
Figaro, hilf uns! Figaro, hilf uns!

GRAF
öffnet das Blatt und macht es schnell wieder zu
Sag' einmal - was ist das für ein Blatt?

FIGARO
nimmt einige Papiere aus der Tasche
Ja, das kann ich -
Doch hab' ich so viele Schriften -

ANTONIO
Ist's vielleicht ein Register von Gläubigern?

FIGARO
Nein, vom Gastwirt die Rechnung.

GRAF
zu Figaro
So sprich denn!
zu Antonio
Und du lass ihn gehn!

GRÄFIN, SUSANNA, FIGARO
zu Antonio
Fort mit dir! Verlass uns!

ANTONIO
Ja, ich geh', aber treff' ich dich wieder -

GRÄFIN, SUSANNA, GRAF
Verlass uns!

FIGARO
zu Antonio
Geh nur, dich fürchtet man nicht!

GRÄFIN, SUSANNA, GRAF
Verlass uns!

ANTONIO
Ja, ich geh', aber treff' ich dich wieder -

GRÄFIN, SUSANNA, GRAF
Fort mit dir, verlass uns!

FIGARO
Geh nur, dich fürchtet man nicht!
Antonio ab.
Graf schlägt das Blatt wieder auf.

GRAF
zu Figaro
Also?

GRÄFIN
leise zu Susanna
O weh! das Patent für den Pagen!

GRAF
Also?

SUSANNA
leise zu Figaro
Das Patent für den Pagen!

GRAF
So rede!

FIGARO
stellt sich, als ob er sich besänne
Ha, jetzt weiss ich's! ha, jetzt weiss ich's! -
Des Pagen Patent ist's,
Das der Kleine vor kurzem mir gab!

GRAF
Und warum denn?

FIGARO
verwirrt
Es fehlte -

GRAF
Was fehlte?

GRÄFIN
leise zu Susanna
Noch das Siegel!

SUSANNA
leise zu Figaro
Das Siegel!

GRAF
Gib Antwort!

FIGARO
tut, als ob er nachdächte
Es ist üblich -

GRAF
Warum so verlegen?

FIGARO
Ei, man pflegt die Patente zu siegeln!

GRAF
zerreisst das Blatt, für sich
Dieser Schelm macht mich toll, macht mich rasend!

SUSANNA
für sich
Kommt sie glücklich aus diesem Gedränge,
Hat sie nichts mehr zu fürchten für sich!

GRÄFIN
für sich
Komm ich glücklich aus diesem Gedränge,
Dann ist nichts mehr zu fürchten für mich!

FIGARO
für sich
Lärme, tobe und stampf' mit dem Fuße,
Du bist doch noch nicht schlauer als ich!

GRAF
Alles dies bleibt ein Rätsel für mich!
Dieser Schelm macht mich toll, macht mich rasend,
Alles dies bleibt ein Rätsel für mich!


ZWÖLFTER AUFTRITT
Die Vorigen. Marcellina. Bartolo. Basilio.

MARCELLINA, BARTOLO, BASILIO
zum Grafen
Gnäd'ger Herr, von Ihren Händen,
Fordern wir Gerechtigkeit!

GRAF
für sich
Endlich kann ich mich noch rächen,
Dies kommt mir zu rechter Zeit!

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
für sich
Diese kommen, sich zu rächen,
Welche neue Verlegenheit!

FIGARO
zum Grafen
Sie sind Narren, sie sind Schelme!
Ihre Frechheit geht zu weit.

GRAF
Ich verbiete alles Lärmen,
Jeder sprech' zu seiner Zeit!

MARCELLINA
Gegen diesen Hauptverräter,
Der mir heut sein Eh'versprechen
Im Begriffe ist, zu brechen,
Bitt' ich um Gerechtigkeit!

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
Wie denn? Wie denn?

GRAF
Holla! Seid ruhig! seid ruhig! seid ruhig!
Antwort mit Bescheidenheit!

BARTOLO
Obbesagtes Eh'versprechen
Ist die Jungfer Marcellina,
Der ich hier als Beistand diene,
Zu erfüllen gern bereit!

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
Hört den Schurken! hört den Schurken!

GRAF
Holla! Seid ruhig! seid ruhig! seid ruhig!
Ehrfurcht und Bescheidenheit!

BASILIO
Ich erscheine hier als Zeuge,
Den bei solchen Eh'standsklagen
Weisen Rat nicht zu versagen,
Fordert Pflicht und Menschlichkeit.

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
Seh' man doch nur die drei Schelme!

GRAF
Holla! seid ruhig! Wir wollen sehen!
Man muss den Kontrakt durchgehen.
Alles nach Gerechtigkeit!

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
Wie sie höhnen, wie sie lachen!

GRAF, MARCELLINA, BARTOLO, BASILIO
Das muss helfen, das muss gehen!

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
Was ist nun für uns zu machen?

GRAF, MARCELLINA, BARTOLO, BASILIO
Wie sie staunen, wie sie stehen!

FIGARO, SUSANNA, GRÄFIN
Hält der Teufel solche Sachen
Denn allein für uns bereit?
Das ist ja ein Höllenstreit!

GRAF, MARCELLINA, BARTOLO, BASILIO
Nichts hilft jetzt ihr Wenden, Drehen,
Figaros Verschlagenheit!


DRITTER AUFZUG

Ein grosser, zur Hochzeitsfeier geschmückter Saal.


ERSTER AUFTRITT
Der Graf allein, auf und ab gehend.

GRAF
Sonderbar! In welcher Verlegenheit bin ich da. Das Billett von einem Unbekannten - die Kammerjungfer in dem Zimmer eingeschlossen, meine Gemahlin in Verwirrung - ein Mensch, der aus dem Fenster springt - ein anderer behauptet, er wäre es gewesen - ich weiss nicht, was ich davon halten soll! Könnte nicht vielleicht einer meiner Untertanen - solche Leute sind gewöhnlich unverschämt. Aber die Gräfin - o ein solcher Verdacht kann nicht auf sie fallen. Sie achtet sich selbst zu sehr und meine Ehre - doch wohin verleitet mich menschliche Schwäche?
Er steht abgewendet links vorn.
Wie komme ich aus diesem Labyrinth.


ZWEITER AUFTRITT
Der Vorige. Gräfin und Susanna im Hintergrunde.

GRÄFIN
leise zu Susanna
Fasse Mut. Sage ihm, dass er dich im Garten erwarten soll.

GRAF
Ich werde erfahren, ob Cherubin in Sevilla angekommen ist. Deshalb hab' ich Basilio abgeschickt -

SUSANNA
Aber was wird Figaro denken?

GRÄFIN
Dem musst du nichts davon sagen; ich will statt deiner hingehen!

GRAF
Er sollte doch diesen Nachmittag wieder zurückkehren!

SUSANNA
O Gott! ich darf es nicht wagen!

GRÄFIN
Bedenke, dass meine Ruhe in deiner Hand liegt!
Sie zieht sich zurück.

GRAF
Und Susanna? Wer weiss, ob sie mein Geheimnis nicht verraten hat? O wenn sie geplaudert hat, so muss er die Alte heiraten.

SUSANNA
Wirklich? Gnädiger Herr!

GRAF
Was willst du?

SUSANNA
Sie scheinen aufgebracht zu sein.

GRAF
Verlangst du etwas?

SUSANNA
Gnädiger Herr - Ihre Frau Gemahlin hat ihre gewöhnlichen Kopfschmerzen, und da soll ich Sie bitten, mir das Riechfläschchen zu geben.

GRAF
Da ist es.

SUSANNA
Ich bringe es Ihnen gleich wieder.

GRAF
O nein, du kannst es für dich behalten.

SUSANNA
Für mich? Verzeihen Sie, diese Krankheiten sind nicht für Mädchen von meinem Stande.

GRAF
Je nun, eine Braut, die eben auf dem Punkte steht, ihren Bräutigam zu verlieren, könnte wohl dergleichen nötig haben.

SUSANNA
Wenn wir aber Marcellina mit dem Brautschatze bezahlen, den Sie mir versprochen haben?

GRAF
Den ich versprochen habe?

SUSANNA
Ich glaube Sie so verstanden zu haben.

GRAF
Ja, wenn du mich hättest verstehen wollen -

SUSANNA
Es ist ja meine Pflicht, den Herrn Grafen immer zu verstehen!

GRAF
Wirklich? Ah!


Nr. 16 - Duett

GRAF
So lang' hab' ich geschmachtet,
Ohn' Hoffnung dich geliebt.

SUSANNA
Die wird gar leicht verachtet,
Die sich zu früh ergibt.

GRAF
Kommst du zu mir in'n Garten?

SUSANNA
Um die bestimmte Zeit.

GRAF
Werd' ich umsonst dein warten?

SUSANNA
Sie finden mich bereit.

GRAF
So kommst du?

SUSANNA
Ja.

GRAF
Lässt mich nicht warten?

SUSANNA
Nein.

GRAF
Umsonst nicht warten?

SUSANNA
Sie finden mich bereit.

GRAF
freudig
So atm' ich denn in vollen Zügen
Der Liebe süsses Glück.

SUSANNA
Wie schwer fällt mir's zu lügen,
Doch will es mein Geschick.

GRAF
Und warum warst du diesen Morgen so widerspenstig?

SUSANNA
Cherubin war ja dabei!

GRAF
Und Basilio, der bei dir für mich sprach?

SUSANNA
Ist es denn nötig, dass Basilio -

GRAF
Das ist wahr! das ist wahr! Und du versprichst mir also? O wenn du nicht Wort hältst! Aber die Gräfin wird das Riechfläschchen erwarten.

SUSANNA
Ohne diesen Vorwand hätte ich Sie ja nicht sprechen können.

GRAF
Liebes Mädchen!

SUSANNA
Es kommt jemand!

GRAF
Sie ist mein!

SUSANNA
im Abgehen, für sich
Wischen Sie sich den Mund, mein schlauer Herr!


DRITTER AUFTRITT
Die Vorigen. Figaro.

FIGARO
Susanna! Wo gehst du hin?

SUSANNA
Still! Komm, mein Freund! Du hast keinen Advokaten mehr nötig! Dein Prozess ist gewonnen.
Sie gehen ab.


VIERTER AUFTRITT
Der Graf allein.

Nr. 17 - Rezitativ und Arie

GRAF
Der Prozess schon gewonnen?
Wie? Was hör' ich?
Also war dies ein Fallstrick?
Treulose! - Ich will euch, will euch
Schon streng genug bestrafen. -
Nach meiner Willkür
Wird der Urteilsspruch sein. -
Doch wenn mit Gelde
Man Marcellina abkauft? -
Mit Gelde? Mit was für Gelde?
Auch muss Antonio jetzt dem Landstreicher Figaro
Verweigern, Susanna, seine Nichte,
Zur Frau zu geben.
Ich erwecke den Hochmut
Des alten, eitlen Toren. -
Sicher wird er mir folgen. -
Es muss gelingen!

Ich soll ein Glück entbehren,
Das mir ein Knecht entziehet?
Der Wonne, die mich fliehet,
Soll sich ein Sklav' erfreun?
Das Herz, das ich begehre,
Verschmähet meine Liebe,
Begünstigt niedre Triebe.
Und ich soll ruhig sein?
Nein, nein! nein, nein! nein, nein! nein, nein!
Du sollst dein Spiel verlieren,
Verräterische Rotte!
Ihr sollt nicht triumphieren,
Noch dien' ich euch zum Spotte;
Doch bald wird über Figaro
Der Stab gebrochen sein.
Ich will durch Marcellina
An euch mich zehnfach rächen,
Das wird mir Wonne sein.


FÜNFTER AUFTRITT
Der Graf. Don Curzio. Marcellina. Figaro. Bartolo. Später Susanna.

CURZIO
stotternd
Nun gut! Wir wo-wollen also wörtlich da-davon reden.

BARTOLO
Es betrifft eine Eheversprechung -

MARCELLINA
Und einen Vorschuss an Geld.

CURZIO
Ich ververstehe, et cetera, das übrige.

MARCELLINA
Nein, mein Herr, keine et cetera.

CURZIO
Ich ver-verstehe ganz gut; sie hat die ganze Summe -

MARCELLINA
Nein, mein Herr! ich habe den Vorschuss getan.

CURZIO
Ich ver-stehe sehr wohl. Sie wi-will Ihr Geld wiederhaben?

MARCELLINA
Nein, mein Herr! ich will, dass er mich heirate.

CURZIO
Nun gut! ich verstehe vollkommen; wi-will er Sie aber heiraten?

MARCELLINA
Nein, mein Herr, darin besteht ja eben meine Klage.

CURZIO
Glaubt Sie, dass ich Sie nicht ver-verstehe, die Klage?

MARCELLINA
Nein, mein Herr!
zu Bartolo
Da kommen wir schön an.
zu Curzio
Sie sind also Richter in der Sache?

CURZIO
Wozu hätte ich denn sonst mein Amt gekauft?

MARCELLINA
Es ist gar nicht gut, dass dergleichen käuflich ist!

CURZIO
Freilich. Man täte besser, es umsonst zu geben! Gegen wen führt Sie denn Klage?

MARCELLINA
Gegen den Bösewicht Figaro da.

FIGARO
für sich
Da ist ja die ganze saubere Rotte beisammen!
laut
Ich störe Sie doch nicht? Mein Herr Richter, der Herr Graf wird gleich hier sein.

CURZIO
Ich habe den Menschen irgendwo gesehen.

FIGARO
In Sevilla bei Ihrer Frau Gemahlin, zu Ihren Diensten.

CURZIO
Ist es schon lange?

FIGARO
Etwas weniger als ein Jahr vor der Geburt Ihres jüngsten Sohnes.

CURZIO
Das ist ein recht hübsches Kind, des kann ich mich rühmen.

FIGARO
Es freut mich, wenn es Ihnen gefällt.

CURZIO
Ja, es ist das hübscheste von allen. Wie ich höre, so machst du hier artige Streiche?

FIGARO
Nichts als Kleinigkeiten!

CURZIO
Ein Eheversprechen eine Kleinigkeit? Er wird bald sehen, ob das eine Kleinigkeit ist. - Ah! der Herr Graf!

GRAF
zu Curzio
Nun, Herr Richter, zur Sache.
Haben Sie alles erwogen? Wollen Sie jetzt das Urteil sprechen?

CURZIO
Ja, da-das Urteil will ich kurz sprechen: - Fi-Figaro muss bezahlen oder heiraten.

MARCELLINA
Ich erhole mich wieder.

FIGARO
Und ich ersticke!

MARCELLINA
für sich
Endlich werd' ich doch den Mann besitzen, den ich anbete.

FIGARO
Ich appelliere! ich bin ein Edelmann!

GRAF
Das Urteil ist gerecht: bezahlen - oder heiraten. Schön, Herr Richter!

BARTOLO
Welch ein schönes Urteil!

FIGARO
Worin besteht das Schöne?

BARTOLO
Wir sind alle gerächt!

FIGARO
Ich werde sie nicht heiraten.

BARTOLO
Du wirst sie heiraten.

CURZIO
Du be-bezahlst oder du hei-heiratest.

MARCELLINA
Ich habe ihm zweitausend Dukaten geliehen.

FIGARO
Ich bin von Adel, und ohne Einwilligung meiner adeligen Eltern -

GRAF
Wo sind sie? Wer sind sie?

FIGARO
Lassen Sie mich sie suchen, ich hoffe sie binnen zehn Jahren gefunden zu haben.

BARTOLO
Es ist ein gefundenes Kind.

FIGARO
Ein verlornes, Herr Doktor, oder vielmehr ein gestohlenes.

GRAF
Wie?

MARCELLINA
Was?

BARTOLO
Den Beweis?

CURZIO
Das - das Zeugnis?

FIGARO
Gold, Edelsteine und gestickte Teppiche, die in meiner zarten Jugend die Räuber bei mir gefunden haben, sind die wahren Beweise meiner vornehmen Geburt, und vor allem ein Mal, das ich hier am Arm habe.

MARCELLINA
Ein Mal am rechten Arm?

FIGARO
Wer hat Ihr das gesagt?

MARCELLINA
O Himmel, er ist's!

FIGARO
Freilich bin ich's.

CURZIO
Wer? Wer?

GRAF
Wer?

MARCELLINA
Emanuel!

BARTOLO
Du bist von Räubern gestohlen worden?

FIGARO
Nahe bei einem Schlosse.

BARTOLO
auf Marcellina zeigend
Dies ist deine Mutter.

FIGARO
Amme?

BARTOLO
Nein, deine Mutter.

GRAF, CURZIO
Seine Mutter?

BARTOLO
Komm in meine Arme, du bist der Sohn deines Vaters!

Nr. 18 - Sextett

MARCELLINA
umarmt Figaro
Lass mein liebes Kind dich nennen,
Lass ans Mutterherz dich drücken.

FIGARO
zu Bartolo
Und auch Sie, Vater, erkennen
Heute mich für Ihren Sohn?

BARTOLO
umarmt Figaro
Lange sprach zu deinem Vorteil
Eine inn're Stimme schon.

CURZIO
Mit dem alten Eh'versprechen
Ist's vorbei, es wird nichts draus!

GRAF
Neue Ränke, neue Schwänke;
Länger halt' ich es nicht aus.

MARCELLINA
Kind der Liebe!

BARTOLO
Sohn der Liebe!

FIGARO
Geliebte Eltern!

Graf will abgehen.

SUSANNA
tritt auf mit einer Börse und hält den Grafen zurück.
Darf ich bitten, nicht zu eilen,
Noch ein wenig zu verweilen?
Ich bezahle tausend Gulden
Lösegeld für Figaro.

GRAF, CURZIO
Nur Geduld, das Ding ist wichtig,
Stille doch, das geht nicht so.

MARCELLINA
Kind der Liebe!

BARTOLO
Sohn der Liebe!

FIGARO
Geliebte Eltern!

SUSANNA
sieht, wie Figaro Marcellina umarmt.
Gott, was seh' ich? Alles richtig?
Ungetreu ist Figaro?
Fort, Verräter!

Sie will abgehen.

FIGARO
hält sie zurück
Lass dich belehren!

SUSANNA
Mag nichts hören!

FIGARO
Lass dich belehren!
Höre, Geliebte! Höre! höre!

SUSANNA
gibt ihm eine Ohrfeige
Du magst fühlen!

FIGARO, BARTOLO
Nur aus liebevollem Herzen
Kommen diese Küsse her.

MARCELLINA
Nur aus reinem Mutterherzen
Kommen diese Küsse her!

GRAF
Vor Verzweiflung, Wut und Schmerzen
Hör' und seh' ich fast nichts mehr!

CURZIO
Vor Verzweiflung, Wut und Schmerzen
Hört und sieht sie fast nichts mehr!

SUSANNA
für sich
Vor Verzweiflung, Wut und Schmerzen
Hör' und seh' ich fast nichts mehr!

MARCELLINA
zu Susanna
Sei ruhig und wisse, ich bin seine Mutter,
Dein Gatte ist mein und ist Bartolos Sohn.

SUSANNA
Die Mutter?

ALLE ANDERN
Die Mutter!

FIGARO
Und der ist mein Vater, er sagt es ja selbst.

SUSANNA
Sein Vater?

ALLE ANDERN
Sein Vater!

FIGARO
Und sie meine Mutter, sie sagt es dir selbst.

CURZIO
Der redet von Freuden,
Der andre von Leiden,
Ich weiss nicht, ist's Ernst,
Oder ist es nur Scherz.

GRAF
Es fliehen die Freuden,
Es drücken mich Leiden.
Es trifft mich Beschämung
Und bitterer Schmerz!

BARTOLO, SUSANNA, FIGARO, MARCELLINA
O Wonne, o Freuden,
Nach Unruh' und Leiden
Schlägt jetzt mir von froher
Empfindung mein Herz.

Der Graf und Don Curzio gehen ab.


SECHSTER AUFTRITT
Susanna. Marcellina. Figaro. Bartolo.

MARCELLINA
Ja, liebster Freund, dies ist die Frucht unserer alten Zärtlichkeit.

BARTOLO
Lassen Sie uns von so lange vergangenen Dingen nicht mehr sprechen. Er ist mein Sohn, und Hochzeit soll sein, sobald Sie wollen.

MARCELLINA
Heute, und es wird ein doppeltes Fest sein.
zu Figaro
Nimm. Dies ist die Verschreibung über das Geld, welches du mir schuldig warst; sie sei dein Heiratsgut.

SUSANNA
Nimm auch dies!

BARTOLO
Und auch diesen!

FIGARO
Schön. Werft nur, ich hebe immer auf!

SUSANNA
Welches Glück ist dem meinigen gleich!

FIGARO
Das meinige!

BARTOLO
Nein, das meinige!

Alle gehen ab.


SIEBENTER AUFTRITT
Cherubin. Bärbchen.

BÄRBCHEN
Lass uns gehen, schöner Page! Komm in unser Haus, da wirst du die schönsten Mädchen des Schlosses versammelt finden und du wirst sicher von allen der Schönste sein!

CHERUBIN
Ach, wenn mich der Graf ertappt, so bin ich verloren. Du weisst, dass er mich in Sevilla glaubt.

BÄRBCHEN
Und was täte das weiter. Wenn er dich auch bei mir findet, so ist es doch nicht das erstemal. Wir wollen dich in eines meiner Kleider stecken und dann alle der gnädigen Frau Blumensträusse bringen Vertraue dich Bärbchen an, Cherubin, ich verrate dich nicht.

CHERUBIN
Wenn du es wünschest, so will ich mit dir gehen; ich weiss, dass du mich liebst, ich will mich dir anvertrauen. Wenn ich nur der Gräfin schönes Antlitz wiedersehe, so fürchte ich keine Gefahr.

Beide gehen ab.


ACHTER AUFTRITT
Die Gräfin allein.

Nr. 19 - Rezitativ und Arie

GRÄFIN
Und Susanna kommt nicht?
Ach, was heisst das?
Wüsst' ich nur, wie mein Gatte
Den Antrag aufgenommen!
Kühn scheint es immer, was ich heut wagen will.
Der Graf ist heftig, voll von Misstraun;
Er wird toben. -
bestimmt
Allein, was tut's? Ich wechsle meine Kleider;
Nehme die von Susanna -
Sie nimmt die meinen, und die Nacht ist uns günstig.
O Himmel! zu welch einer niedrigen Rolle
Bin ich gezwungen durch des Gatten Schuld.
Er macht mir unerhörte Pein,
Hintergeht mein ihm treues Herz, und darf noch eifern?
Einst war ich angebetet,
Dann verabsäumt und nun betrogen;
Jetzt muss ich gar zu unwürd'gen Künsten schreiten!

Nur zu flüchtig bist du verschwunden,
Freudenvolle, o sel'ge Zeit,
Hin sind jene Rosenstunden,
Treuer Liebe nur geweiht!
O dass noch für den Verräter
Dieses Herz so zärtlich spricht;
Schone seiner, grosser Rächer,
Strafe seinen Meineid nicht!
Liebe! führ', ach! aus Erbarmen,
Ihn an meine Brust zurück!
Stehst du mir nicht bei, mir Armen,
O dann stirbt mein ganzes Glück!

Sie geht ab.


NEUNTER AUFTRITT
Der Graf. Antonio.

ANTONIO
Ich sage Ihnen, gnädiger Herr, Cherubin ist gewiss noch im Schlosse; das beweist ja sein Hut, den ich hier habe.

GRAF
Aber wie, wenn er ebenjetzt in Sevilla angekommen wäre?

ANTONIO
Verzeihen Sie, heute ist Sevilla in meinem Hause; dort hat er Weiberkleider angezogen und die seinigen dort liegenlassen.

GRAF
Der Bösewicht!

ANTONIO
Kommen Sie nur mit mir, gnädiger Herr, und Sie werden es selbst sehen!

Beide gehen ab.


ZEHNTER AUFTRITT
Die Gräfin. Susanna.

GRÄFIN
spricht
Nun, was sagte der Graf dazu?

SUSANNA
Zorn und Ärger zeigten sich auf seiner Stirn.

GRÄFIN
Nun, so wird er um so eher in die Falle laufen. Wo soll die Zusammenkunft sein, die du vorgeschlagen hast?

SUSANNA
Im Garten.

GRÄFIN
Bestimme ihm einen Ort. Schreibe ihm.

SUSANNA
Ich soll schreiben? Aber, gnädige Frau!

GRÄFIN
Schreib, sag' ich dir, ich nehme alles auf mich.

Sie diktiert.


Nr. 20 - Duettino

SUSANNA
Nun, soll ich?

GRÄFIN
Wenn die sanften Abendlüfte -

SUSANNA
Sanften Abendlüfte -

GRÄFIN
Über unsre Fluren wehn -

SUSANNA
Über unsre Fluren wehn,

GRÄFIN
Wollen wir durch süsse Düfte -

SUSANNA
fragend
Süsse Düfte?

GRÄFIN
Wollen wir durch süsse Düfte -

SUSANNA
schreibt
Wollen wir durch süsse Düfte -

GRÄFIN
In den stillen Garten gehn.

SUSANNA
In den stillen Garten gehn.

BEIDE
Nun, das kann er schon verstehn.

GRÄFIN
Zeige, was du geschrieben!

SUSANNA
liest
Wenn die sanften Abendlüfte -

GRÄFIN
ebenso
Über unsre Fluren wehn,

SUSANNA
Wollen wir durch süsse Düfte -

GRÄFIN
In den stillen Garten gehn.

BEIDE
Ja, das wird er schon verstehn!

SUSANNA
spricht
Wie soll ich das Billett versiegeln?

GRÄFIN
Hier! nimm diese Nadel! Sie kann zum Siegel dienen. Warte! Schreib auf den Rand des Blattes: Schicken Sie das Siegel zurück.

SUSANNA
Das ist noch wunderbarer als das Siegel unter dem Patent.

GRÄFIN
Verbirg es geschwind, ich höre Leute kommen.

Susanna versteckt den Brief.


ELFTER AUFTRITT
Die Vorigen. Cherubin als Landmädchen gekleidet. Bärbchen und andere Mädchen, alle mit Blumensträussen.

Nr. 21 - Chor

CHOR
Gnäd'ge Gräfin, diese Rosen,
Die wie Sie, so sanft und schön,
Pflückten wir am frühen Morgen,
Dieses Fest heut zu begehn!
Nehmen Sie von unsern Händen,
Was ein armes Bauernmädchen
Voll von Ehrfurcht und voll Liebe,
Voll von Ehrfurcht geben kann,
Diese Blumen huldreich an!

BÄRBCHEN
Gnädige Frau! Das sind junge Mädchen des Ortes, die Ihnen das wenige, was sie haben, anbieten. Verzeihen Sie gnädig unsere Kühnheit!

GRÄFIN
O schön! Ich danke euch, meine lieben Kinder!

SUSANNA
Wie hübsch sie sind!

GRÄFIN
Wer ist denn das liebenswürdige Mädchen mit der sittsamen Miene dort?

BÄRBCHEN
Sie ist meine Verwandte und gestern abend hier angekommen, um der Hochzeit beizuwohnen.

GRÄFIN
Wir müssen der schönen Fremden den Vorzug geben. Komm her, mein Kind, gib mir deine Blumen. Wie sie errötet! Susanna, findest du nicht, dass sie jemand ähnlich sieht?

SUSANNA
Ja, sehr ähnlich.


ZWÖLFTER AUFTRITT
Die Vorigen. Graf. Antonio.

ANTONIO
schleicht sacht herbei, nimmt Cherubin die Haube ab und setzt ihm den Offiziershut auf.
Ei, der Henker, da steht der Offizier!

GRÄFIN
O Himmel!

SUSANNA
Der verwünschte Mensch!

GRAF
Nun, gnädige Frau? Was sagen Sie dazu?

GRÄFIN
Ich bin ebenso erstaunt als Sie.

GRAF
Aber diesen Morgen?

GRÄFIN
Diesen Morgen? - Wir wollten ihn zu dem heutigen Feste ebenso ankleiden, wie er jetzt angekleidet ist.

GRAF
Und warum ist er nicht abgereist?

CHERUBIN
Gnädiger Herr!

GRAF
Ich werde seinen Ungehorsam zu bestrafen wissen.

BÄRBCHEN
Gnädiger Herr, Sie sagen so oft, wenn Sie so kommen und mich küssen: Bärbchen, wenn du mich liebst, so will ich dir alles geben, was du verlangst -

GRAF
Ich hätte das gesagt?

BÄRBCHEN
Ja freilich. Geben Sie mir nur Cherubin zum Manne, und ich will Sie recht herzlich liebhaben.

GRÄFIN
Nun, Herr Graf, was sagen Sie dazu?

ANTONIO
Bravo, meine Tochter! Du bist bei einem guten Meister in die Schule gegangen.

GRAF
Ich weiss nicht, welcher Mensch, welcher Teufel mir alles zum Verdruss wendet?


DREIZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Figaro.

FIGARO
Gnädiger Herr! Wenn Sie die Mädchen noch länger aufhalten, dann gute Nacht Fest und Tanz.

GRAF
Wie kannst du an den Tanz denken, da du dir diesen Morgen den Fuss verrenkt hast?

FIGARO
O es geht schon! Er schmerzt nicht mehr. Kommt, meine schönen Kinder!

GRAF
Es war ein rechtes Glück, dass das Erdreich so weich war!

GRÄFIN
zu Susanna
Wie wird er sich aus der Verlegenheit ziehen?

SUSANNA
zur Gräfin
Lassen Sie ihn nur machen.

GRAF
Zum guten Glück standen die Blumentöpfe unten.

FIGARO
Ja, das war sehr gut. Kommt doch, kommt doch mit!

ANTONIO
Und dass er sich beim Hinunterspringen so zuzusamennehmen konnte?

FIGARO
Einer, der geschickter gewesen wäre als ich, wäre in der Luft hängengeblieben, meinst du?

ANTONIO
Und indes galoppierte der Page nach Sevilla.

FIGARO
Galoppierte oder ritt im Schritt! Glückliche Reise!

GRAF
Und sein Patent war in deiner Tasche zurückgeblieben?

FIGARO
Ja freilich! Aber welche Wut zu fragen?

ANTONIO
zu Susanna, die Figaro Zeichen macht
Mache ihm keine Zeichen mehr, er versteht dich nicht. Hier ist jemand, der behauptet, dassmein künftiger Neffe ein Lügner sei.
Er führt Cherubin herbei.

FIGARO
Cherubin.

ANTONIO
Richtig! Ja, er ist es.
Er nimmt Cherubin bei der Hand und führt ihn Figaro zu.

FIGARO
zu dem Grafen
Welch ein Märchen?

GRAF
Kein Märchen. Cherubin sagt selbst, er sei diesen Morgen aus dem Fenster gesprungen.

FIGARO
Er sagt es? - Es kann sein! Wenn ich hinuntergesprungen bin, so ist es möglich, dass er es auch getan hat; denn wenn ein Hammel über die Brücke springt, so springen die übrigen alle nach.

GRAF
So? Wirklich? Meinst du?

FIGARO
Warum nicht? das Springen ist ansteckend. Ich streite nie über Dinge, wovon ich nichts weiss, und am wenigsten mit dem Herrn Grafen!

Nr. 22 - Finale

FIGARO
Lasst uns marschieren! In Ordnung!
Ein jeder trete an seine rechte Stelle!
Gib mir den Arm, Susanna!

SUSANNA
Da hast du ihn.

Sie gehen ab.

GRAF
Unverschämte!

GRÄFIN
Ich Unglücksel'ge!

GRAF
Frau Gräfin -- !

GRÄFIN
Lass uns jetzt schweigen.
Dort nahn sich beide Paare,
Geschmückt zu ihrem Fest,
Sie werden ihnen Ihren Schutz
Nicht versagen! Wir bleiben!

GRAF
Sehr gerne.
für sich
Um Rache auszudenken!

Er reicht der Gräfin die Hand, geleitet sie nach links und beide nehmen auf den Ehrensitzen der Estrade Platz.


VIERZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Jäger mit Büchsen. Gerichtsdiener. Bauern und Bäuerinnen. Zwei Mädchen, die den mit weissen Federn geschmückten Brauthut tragen. Zwei andere mit dem weissen Schleier, noch zwei andere mit Handschuhen und Blumenstrauss. Figaro und Marcellina. Susanna wird von Bartolo zum Grafen geführt, sie kniet nieder, er setzt ihr den Kranz auf; Figaro führt Marcellina zur Gräfin in derselben Absicht. Antonio. Bärbchen usw.

ZWEI MÄDCHEN
Ihr treuen Geliebten, mit Kränzen geschmückt,
Besinget ihn herzlich, der euch so beglückt!
Er schützt eure Ehre, er schont eure Unschuld
Und sichert auf immer das häusliche Glück!

CHOR
Wir singen und danken dem gütigen Herrn,
Er macht uns so glücklich, er hört uns so gern!
Auf, singet dem Herrn, dem gütigen Herrn!

Tanz

Susanna, indem sie vor dem Grafen kniet, zupft ihn am Kleide und zeigt ihm das Briefchen, wobei sie dem Grafen, welcher tut, als befestige er den Kranz, das Briefchen gibt. Der Graf verbirgt es schnell.

Susanna steht auf und verneigt sich. Figaro empfängt sie vom Grafen; Marcellina steht später auf, Bartolo empfängt sie von der Hand der Gräfin.


GRAF
nimmt das Billett hervor und sticht sich mit der Nadel in den Finger.
Ja, so machen's alle Weiber,
Man ritzt sich, wo man hingreift,
An ihren Nadeln!
Doch halt! nun erst begreif' ich's!

FIGARO
zu Susanna
Ganz gewiss war's ein Briefchen,
Das man ihm im Vorbeigehn übergeben,
Ein Liebesbrief, versiegelt mit einer Nadel!
Ha, die stach ihn in den Finger!
Doch jetzt sucht sie der Stutzer;
O welche Torheit!

GRAF
Nun geht, ihr Freunde,
Bestellt auf diesen Abend
Das Nötige zum fröhlichen Feste!
Pracht und Glanz soll da herrschen
Und Überfluss in Getränken und in Essen.
Man schmause, man singe, man tanze, man springe!
Auf meine Kosten sei ein jeder von euch
Heut lust'ger Dinge!

CHOR
Ihr treuen Geliebten, mit Kränzen geschmückt,
Besinget ihn herzlich, der euch so beglückt!
Er schützt eure Ehre, er schont eure Unschuld
Und sichert auf immer das häusliche Glück!
Wir singen und danken dem gütigen Herrn,
Er macht uns so glücklich, er hört uns so gern!
Auf, singet dem Herrn, dem gütigen Herrn!


VIERTER AUFZUG

Garten.
Zur rechten und linken Seite ein Pavillon. Es ist Nacht.



ERSTER AUFTRITT
Bärbchen mit einer Laterne.

Nr. 23 - Kavatine

BÄRBCHEN
sucht etwas auf dem Fussboden.
Unglücksel'ge kleine Nadel,
Dass ich dich nicht finden kann!
Nirgends bist du, nirgends bist du!
Ach! ich habe dich verloren,
Du bist fort, was fang' ich an?
Weh mir Ärmsten! weh mir Ärmsten!
Du bist fort, was fang' ich an?
Und meine Base? Der Herr Graf?
Wie wird mir's gehn? Was fang' ich an?


ZWEITER AUFTRITT
Bärbchen. Marcellina. Figaro.

FIGARO
spricht
Was machst du da, Bärbchen?

BÄRBCHEN
Ich habe etwas verloren, lieber Vetter.

MARCELLINA, FIGARO
Was denn?

BÄRBCHEN
Die Stecknadel, die mir der gnädige Herr gegeben hatte, damit ich sie Susanna bringen sollte.

FIGARO
Susanna? Die Stecknadel? So, du kleines Ding? Du treibst ja schon ein allerliebstes Handwerk in deinen Jahren!
Er fasst sich.
Das heisst alles gut, was du machst!

BÄRBCHEN
Was fehlt Ihm? Warum ist Er denn so böse?

FIGARO
Siehst du nicht, dass ich scherze? Warte ein wenig.
Er nimmt eine Nadel von Marcellinas Kleid.
Dies ist die Stecknadel, die dir der Graf gab, um sie Susanna zu überbringen. Und sie diente zum Siegel eines Billetts, nicht wahr?

BÄRBCHEN
Und warum fragt Er mich denn, wenn Er alles weiss?

FIGARO
Ich wollte nur hören, wie sich der Graf ausdrückte, als er dir den Auftrag gab?

BÄRBCHEN
Als wenn das so etwas Wunderbares wäre! Er sagte: "Hier, mein Kind, bring' diese Stecknadel der schönen Susanna und sage ihr, es sei das Siegel der Rosenlaube."

FIGARO
Ho, ho! Der Rosenlaube?

BÄRBCHEN
Ja, so sprach er und setzte noch hinzu: "Nimm dich in acht, damit dich niemand sieht." Aber, lieber Vetter, Er wird doch schweigen können?

FIGARO
Ganz gewiss.

BÄRBCHEN
Die Sache geht Ihn ja nichts an.

FIGARO
Gar nichts, gar nichts!

BÄRBCHEN
Adieu, mein schöner Vetter! Erst gehe ich zu Susanna und dann zu Cherubin.

Sie hüpft ab.


DRITTER AUFTRITT
Marcellina. Figaro.

FIGARO
Mutter!

MARCELLINA
Sohn!

FIGARO
Ich bin des Todes!

MARCELLINA
Beruhige dich, mein Sohn!

FIGARO
Ich bin des Todes, sage ich!

MARCELLINA
Ruhig, ruhig, sage ich! Die Sache ist ernsthaft, man muss kaltblütig darüber nachdenken. Aber sieh, du weisst ja noch nicht, wer von euch beiden der Betrogene ist: der Graf oder du.

FIGARO
Ach, diese Stecknadel war die nämliche, die er vorhin aufhob.

MARCELLINA
Das ist wahr. Aber das gibt dir höchstens ein Recht, auf deiner Hut zu sein und Verdacht zu hegen.
Aber du weisst nicht, ob wirklich -

FIGARO
Also aufgepasst, Figaro! ich weiss den zu der Zusammenkunft bestimmten Ort.

MARCELLINA
Wo gehst du hin, mein Sohn?

FIGARO
Ich will allen Männern ein Beispiel der Rache geben!

Er geht wütend ab.


VIERTER AUFTRITT
Marcellina allein.

MARCELLINA
Ich muss Susanna von allem benachrichtigen. Ich glaube, dass sie unschuldig ist, denn welch ein Gesichtchen, welche sittsame Miene! Und wenn sie mit dem allen doch nicht unschuldig wäre? Ach, wenn persönliches Interesse uns nicht gegeneinander waffnet, so sind wir immer bereit, uns unseres Geschlechtes anzunehmen, das von den undankbaren Männern unterdrückt wird.

Nr. 24 - Arie

Es knüpfen auf den Fluren und in des Waldes Schatten
Der Liebe sanfte Bande die Gattin an den Gatten.
Den Löwen und die Löwin, den Wolf und seine Wölfin
Sieht freundlich man und friedlich, belebt von Lust und Scherz.
Doch uns lohnet mit Grausamkeit für unsre treue Zärtlichkeit
Das ungetreue Männervolk und täuschet unser Herz!

Sie geht ab.


FÜNFTER AUFTRITT
Bärbchen allein mit einem Körbchen.

BÄRBCHEN
In dem Pavillon zur Linken, sagte er.
Sie zeigt nach links
Dieser ist es. Wenn er aber nun nicht käme? Die garstigen Offizianten. Sie wollten mir nicht einmal eine Orange, eine Birne und einen Kuchen geben "Für wen, Mamsell?" fragten sie. Ei nun, es ist für jemand, meine Herren! "Haha, wir merken schon!" Und was ist denn weiter? Freilich, der gnädige Herr hasst ihn, aber ich bin ihm gut. Es hat mich doch schon einen Kuss gekostet. Was tut's? Vielleicht gibt ihn mir jemand wieder. Himmel!
Sie geht in den Pavillon zur Linken.


SECHSTER AUFTRITT
Figaro. Dann Bartolo und Basilio.

FIGARO
Das war Bärbchen - Wer geht da?

BASILIO
Es sind die, die du dir daherbestellt hast.

BARTOLO
Wozu denn die fürchterlichen Anstalten?

FIGARO
Sie werden es bald sehen. Hier auf diesem Platz wollen wir dem gnädigen Herrn zu Ehren ein Fest feiern!

BASILIO
Aha, ich verstehe! Der gnädige Herr und Susanna sind ohne mich des Handels eins geworden.

FIGARO
Entfernt euch nicht zu weit von hier. Ich gehe, noch einige Aufträge zu geben, werde aber gleich wieder hier sein. Auf ein gewisses Zeichen müsst ihr alle erscheinen.

Er geht ab.

SIEBENTER AUFTRITT
Bartolo. Basilio.

BASILIO
Der Figaro hat den Teufel im Leibe.

BARTOLO
Aber was hat er denn vor?

BASILIO
Nichts! Susanna gefällt dem Grafen, sie versteht sich mit ihm und gibt ihm eine Zusammenkunft, die Figaro nicht ansteht.

BARTOLO
Das finde ich natürlich!

BASILIO
Ach, warum nicht gar! Man muss in der Welt zu leben wissen, sich bücken, kriechen, erniedrigen; das schnellt den Menschen empor. Eine kleine Arie wird euch meine Ansichten über diesen Punkt noch besser auseinandersehen, hört!

Nr. 25 - Arie

In den Jahren, wo die Stimme
Der Vernunft vergebens spricht
War auch ich voll wilden Feuers
Hörte ihre Stimme nicht.
Doch ich lernte durch Erfahrung,
Alles dies sei eitler Dunst;
Mich zu fügen und mich zu schmiegen,
Das ist jetzo meine Kunst.
Lass ein Märchen dir erzählen,
Es bekräftigt meine Sätze.
Einstens träumte ich: ich suchte
In der Erde reiche Schätze,
Gross und schwer war meine Mühe;
Endlich fand ich auch; doch siehe,
Es war eine Eselshaut.
Höhnisch verachtet' ich, was ich gefunden,
Alle meine Hoffnung war verschwunden,
Als schnell am Firmament der Donner krachte,
Es floss ein ganzes Meer von Hagel und Regen
Voll Angst und Sorgen des Wetters wegen
Zog ich die Eselshaut her über mich.
Das Wetter legte sich, ich eilte weiter,
Als ich ein wildes Tier bei mir erblickte!
Ich sah den Rachen, was sollt' ich machen?
Allein das alte Fell half mir auch hier.
Die garst'ge Eselshaut, worin ich steckte,
Hielt von mir abgelenkt, was mich erschreckte;
Denn mit Verachtung ging das Tier vorbei.
Drum ist es doch kein übles Ding,
Sich in die Zeit zu schicken,
Sich krümmen, erniedrigen,
Bescheiden sich bücken.
Dadurch gewinnen wir mehr, als man denkt.

Beide ab.


ACHTER AUFTRITT
Figaro allein.

Nr. 26 - Rezitativ und Arie

FIGARO
Alles ist richtig; auch kann die Stunde
Nicht mehr fern sein.
Ich höre kommen! - Sie ist es.
Nein, 's war nichts. - Die Nacht ist dunkel.
Ich treibe also heute das allerliebste Handwerk
Eines eifersücht'gen Eh'manns!
Verrät'rin, in der Stunde
Vor der Hochzeit mich zu täuschen!
Als er las, schien er fröhlich,
Ich lachte mit ihm, wusste nicht,
Dass die Sache mich selbst anging. -
O Susanna! Susanna!
Hältst du so deine Treue?
Wer hätt' auf deine Augen,
Auf die ehrliche Miene,
Auf dein Herz nicht geschworen?
Ach, einem Mädchen zu trauen
Ist eitle Torheit!

Ach! öffnet eure Augen,
Blinde, betörte Männer,
Und sehet, wie das Weibervolk
Euch durch Bezaub'rung täuscht!
Sie, die ihr so vergöttert,
Sie sind der reichen Opfer,
Sie sind des teuren Weihrauchs
Wahrhaftig gar nicht wert.
Sie fangen durch Hexerei'n
Und martern das Herz,
Sie locken zum Abgrund
Durch Sirenengesang.
Die Hand rupft euch Federn aus,
Die euch so freundlich streichelt.
Ihr Irrlicht verleitet euch
Und stürzt euch dann in Gruben.
Wie Rosen sind sie lieblich,
Doch auch wie sie voll Stacheln;
Bald Tiger und bald Tauben,
Bald Wölfe und bald Lämmer.
Sie leben und weben
In Trug und Verstellung;
Für sie ist nichts heilig,
Nichts fesselt ihr falsches,
Ihr treuloses Herz.
Das Weitre verschweig' ich,
Doch weiss es die Welt!

Er geht ab.


NEUNTER AUFTRITT
Die Gräfin, Susanna, beide verschleiert. Marcellina.

SUSANNA
spricht
Gnädige Frau! Marcellina hat mir gesagt, dass Figaro auch hierher kommen würde.

MARCELLINA
Ja, er ist schon hier. Sprich ein wenig leiser.

SUSANNA
Also werden wir von dem einen behorcht und von dem andern gesucht. Lassen Sie uns anfangen!

MARCELLINA
Ich will mich hier verbergen.

Sie geht in den Pavillon zur Linken.


ZEHNTER AUFTRITT
Die Gräfin. Susanna. Figaro ungesehen.

SUSANNA
Gnädige Frau, Sie zittern? Ist das vor Kälte?

GRÄFIN
Ich glaube, ja. Die Nacht ist kühl. Ich will hineingehen.

FIGARO
beiseite
Jetzt naht der fürchterliche Augenblick heran.

SUSANNA
Wenn die gnädige Frau es erlauben, so bleibe ich noch ein wenig hier.

GRÄFIN
Bleib so lange du willst.

Sie verbirgt sich.

SUSANNA
Der Schelm ist auf der Lauer, ich will ihm den Lohn seines Argwohnes geben.

Nr. 27 - Rezitativ und Arie

SUSANNA
Endlich naht sich die Stunde,
Wo ich dich, o Geliebter,
Bald ganz besitzen werde! -
Ängstliche Sorgen, entfliehet, weicht auf immer!
Störet nicht mehr die Freude meines Herzens! -
Ha, um mich her scheint alles mir so heiter!
Hesperus blickt so freundlich auf meine Liebe!
Komm doch, mein Trauter, Stille der Nacht beschützt uns!

O säume länger nicht, geliebte Seele!
Sehnsuchtsvoll harret deiner hier die Freundin.
Noch leuchtet nicht des Mondes Silberfackel,
Ruh' und Frieden herrschen auf den Fluren!
Des Westwinds Säuseln und des Baches Rieseln
Stimmen jede Nerve zur Entzückung,
Die Blumen duften auf den bunten Wiesen,
Alles lockt uns zur Liebe, Freud' und Wonne.
Komm doch, mein Trauter!
Lass länger mich nicht harren,
Komm, o Trauter, dass ich mit Rosen kränze dein Haupt!

Sie verbirgt sich.


ELFTER AUFTRITT
Susanna. Figaro. Dann Cherubin. Gräfin. Graf.

FIGARO
spricht
Schändliche! in solcher Weise mich zu betrügen! Noch scheint es mir, als träumt' ich.

CHERUBIN
kommt singend
Tralalalala!

GRÄFIN
Der Page!

CHERUBIN
Ah! ich sehe Frauenkleider!

GRÄFIN
Ach, ich bin verloren!

CHERUBIN
Nach der Kleidung zu urteilen, scheint es Susanna zu sein.

GRÄFIN
Wenn der Graf jetzt käme? Ich wäre verloren!

Nr. 28 - Finale

CHERUBIN
Still, nur still, ich will mich nähern,
Eh' der Augenblick verstreicht!

GRÄFIN
Ach, wenn mein Gemahl jetzt käme,
Ja, dann wär's um uns geschehn!

CHERUBIN
zur Gräfin
Mein Susannchen! - Keine Antwort?
Ei, lass dein Gesicht nur sehen!
Er nimmt sie bei der Hand und liebkost sie.
O das ist ja ein lust'ger Spass!

GRÄFIN
sucht sich loszumachen
Unverschämter! Ungezogner!
Gleich entferne dich von mir!

CHERUBIN
Susannchen! Loses Mädchen!Komm nur her und zier' dich nicht!

GRÄFIN
Unverschämter! Ungezogner!
Gleich entferne dich von hier!

CHERUBIN
Susannchen! Loses Mädchen!
Komm nur her und zier' dich nicht!

GRAF
von weitem
Ha, da ist ja mein Susannchen!

SUSANNA, FIGARO
jedes für sich
Ha, da kommt der Vogelsteller!

CHERUBIN
Spiele nicht mit mir die Spröde!

GRAF, SUSANNA, FIGARO
Ach, wie schlägt mein Herz im Busen!

GRÄFIN
Fort von mir, sonst ruf' ich Hilfe!

SUSANNA
Er ist wahrlich nicht allein!

GRAF, FIGARO
Sie ist wahrlich nicht allein!

CHERUBIN
Nur ein Küsschen, dann will ich gehn.

GRAF, SUSANNA, FIGARO
Nach der Stimme ist's der Page.

GRÄFIN
Wie, ein Kuss? O welche Frechheit!

CHERUBIN
Warum willst du mir verweigern,
Was dem Grafen du erlaubst?
Wer wird sich zieren?
Glaube mir, wir kennen uns!

DIE ÜBRIGEN
Unverschämter!

GRAF, SUSANNA, FIGARO, GRÄFIN
Wenn er sich nicht bald entfernet,
So ist alles, alles aus.

CHERUBIN
Nimm indessen -
Er will die Gräfin küssen.
Graf bekommt den Kuss.


GRÄFIN
beiseite
O weh, mein Gatte!

CHERUBIN
O weh, der Graf hier!
Er geht ab.

FIGARO
nähert sich dem Grafen
Ich muss hören, was es gibt.

GRAF
Damit dir die Lust vergehe, So empfange diesen Lohn!

Er glaubt dem Pagen eine Ohrfeige zu geben und gibt sie Figaro.

FIGARO
Ha, da hat denn meine Neugier
Einen schönen Fang getan.

Er zieht sich zurück.

GRAF, GRÄFIN, SUSANNA
lachend
Ha, da hat denn seine Frechheit
Einen schönen Fang getan.

GRAF
Fort ist nun der Verwegne;
Jetzt komm zu mir, mein Herzchen!

GRÄFIN
Sie haben es befohlen,
Hier bin ich, gnäd'ger Herr!

FIGARO
Das nenn' ich recht gefällig sein!
O welch ein treues Weib!

GRAF
Reich' mir dein kleines Händchen.

GRÄFIN
Da ist die Hand.

GRAF
Mein Liebchen!

FIGARO
Sein Liebchen!

GRAF
Wie zart ist dieses Händchen,
Und dieses feine Ärmchen!
O wäre doch die Gräfin
Nur halb so schön wie du!

SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO
Das Vorurteil macht albern,
Es täuscht Gefühl und Augen
Und blendet die Vernunft!

GRAF
Nebst dem versprochnen Brautschatz
Ihr einen Ring an den Finger steckend.
Soll dieser Ring auch dein sein,
Zum Zeugnis meiner Liebe,
Die keine Grenzen kennt.

GRÄFIN
Dankbar empfängt Susanna,
Was Ihre Grossmut schenkt.

SUSANNA, GRAF, FIGARO
Nun geht es recht nach Wunsche,
Doch fehlt das Beste noch.

GRÄFIN
Ich sehe Fackeln schimmern,
Hier sind wir nicht sicher mehr!

GRAF
So komm mit mir, mein Engel,
Dort stört uns niemand mehr!

SUSANNA
O ihr betörten Weiber,
Kommt und lernet Männertreu!

GRAF
So komm mit mir, mein Engelchen,
Dort stört uns niemand mehr!

FIGARO
O ihr betörten Männer,
Lernt kennen Weibertreu!

GRÄFIN
Allein, dort ist's ja dunkel.

GRAF
Je dunkler, desto besser,
Du weisst, dass ich nicht lesen will;
Komm nur getrost mit mir!

GRÄFIN, SUSANNA
Gefangen ist der Bösewicht,
Jetzt geht die Sache gut.

FIGARO
Sie folgt dem frechen Bösewicht,
Mein Unglück ist gewiss.

Figaro geht vorüber.

GRAF
Wer geht da?

FIGARO
aufgebracht
Menschen gehen.

GRÄFIN
Ha, Figaro! Jetzt fort!
Sie geht in den Pavillon rechts.

GRAF
Geh nur, ich folge bald.

Er geht ins Gebüsch.

FIGARO
Es scheint ja alles still zu sein.
Die schöne Venus wird wohl nun
Dem neuen Mars im Arme ruhn;
Dann fang' ich nach Vulkanens Art
Im Garn das Pärchen zart.

SUSANNA
mit verstellter Stimme
He, Figaro, nur ruhig!

FIGARO
Haha! Da ist die Gräfin.
Sie kommen wie gerufen;
Kaum kann ich mich erholen,
Susanna ist mit dem Grafen.
Jedoch Sie sollen alles
Mit eignen Augen sehn.

SUSANNA
vergisst sich, die Stimme zu verändern
So sprech' Er doch nur leiser!
Ich geh' nicht von der Stelle,
Bis ich gerächet bin!

FIGARO
für sich
Susanna!
zu ihr
Wie, gerächet?

SUSANNA
Ja!

FIGARO
Aber - wie wollen Sie sich rächen?

SUSANNA
für sich
Den Bösewicht erwisch' ich jetzt,
Dann weiss ich, was ich tu'!

FIGARO
für sich
Wie schlau sie mir die Falle stellt!
Ich tu', als glaub' ich ihr! -
komisch affektiert
Ach, wüssten Sie, Frau Gräfin -

SUSANNA
für sich
So recht, jetzt fängt er Feuer!

FIGARO
Zu Ihren Füssen schwör' ich,
Mein Herz ist voll von Liebe.
O dürft' ich Hoffnung fassen!
Der Graf hat Sie getäuscht.

SUSANNA
für sich
Wie mich die Hände jucken!

FIGARO
Wie klopft mein Herz im Busen!

SUSANNA
Schon brenne ich vor Wut!

FIGARO
Ich fühle heisse Glut!

SUSANNA
Schon brenne ich vor Wut!
Sie verändert die Stimme.
Wie? Ohne mich zu lieben?

FIGARO
Warum nicht? Bloss aus Rache!
Die Zeit verstreicht. Ich bitte
Nur um dies kleine Händchen.

SUSANNA
mit natürlicher Stimme
Hier ist sie schon, mein Herr!

Sie gibt ihm eine Ohrfeige.

FIGARO
Du schlägst mich?

SUSANNA
ohrfeigt ihn weiter
Zu dienen! - Und nochmals! -
Und hier noch einmal!
Und wieder, und hier noch einmal!

FIGARO
Nun, schlage nicht so heftig!

SUSANNA
Und dies noch, Ungetreuer!
Und nochmals, hier hast du deinen Lohn.

FIGARO
Willkommen sind die Streiche mir -

SUSANNA
Das ist der wohlverdiente Lohn -

FIGARO
Von so geliebter Hand!

SUSANNA
Der den Verführer trifft!

FIGARO
Friede! Friede! Du einzig Geliebte!
O ich kannte die reizende Stimme,
Die die Seele mit Wonne erfüllt!

SUSANNA
überrascht und lachend
Meine Stimme?

FIGARO
Die Engelsstimme.

SUSANNA
Frieden! Frieden! Du ewig Geliebter!

FIGARO
Frieden! Frieden! Du ewig Geliebte!

BEIDE
Frieden kehr' uns nun wieder zurück!
Frieden, o du mein einzig Glück!

GRAF
Nirgends ist sie, ich suche vergebens!

FIGARO, SUSANNA
Jetzt sei stille! Ich höre den Grafen.

GRAF
Pst! Susanna, wo bist du? So sprich doch!

SUSANNA
Gut! Er weiss nicht, wer mit ihm geredet.

FIGARO
Wer?

SUSANNA
Die Gräfin!

FIGARO
Die Gräfin?

SUSANNA
Die Gräfin.

FIGARO, SUSANNA
Lass das Gaukelspiel uns nun beschliessen,
Wie beschämt wird der Liebhaber sein!

FIGARO
fällt Susanna zu Füssen
Ja, Frau Gräfin, ich schwör's,
Sie nur lieb' ich!

GRAF
Wie? Die Gräfin? Ha, ich bin ohne Waffen!

FIGARO
Darf nach langer Pein mein Herz endlich hoffen?

SUSANNA
Nun, es sei denn! Ich will mich ergeben!

GRAF
Ha, Verräter! Verräter!

FIGARO, SUSANNA
Lass uns eilen, die süssesten Freuden
Harren unser! Ich lebe für dich.
Du, du lebest für mich!

Sie gehen nach dem Pavillon links.


LETZTER AUFTRITT
Die Vorigen. Dann Basilio. Don Curzio. Antonio. Bartolo. Bärbchen. Marcellina.

GRAF
Holla! Holla! Hilfe! Hilfe!

FIGARO
Welche Stimme!

GRAF
Zu den Waffen! Hilfe! Hilfe!

FIGARO
Weh mir Armen!

BASILIO, CURZIO, BARTOLO, ANTONIO
Nun was ist's! Was ist geschehen?

GRAF
Sehet den Schurken! Der mich kränket,
Mich beschimpfet! Und mit wem?
Das sollt ihr sehn!

BASILIO, CURZIO, BARTOLO, ANTONIO
Welch ein Aufruhr, welch ein Toben!
Nein, das kann nicht möglich sein!

FIGARO
Welch ein Aufruhr, welch ein Toben!
Schöner kann kein Spass wohl sein!

GRAF
Hier hilft gar kein Sträuben!
Nur hierher, Frau Gräfin! Der Lohn
Ihrer Taten erwartet Sie schon! -

GRAF
Der Page!

ANTONIO
Meine Tochter!

FIGARO
Meine Mutter!

BASILIO, ANTONIO, BARTOLO
Die Gräfin!

GRAF
Entdeckt ist die Schandtat!
Da seht ihr sie knien.

SUSANNA
Verzeihung! Verzeihung!

GRAF
Nein, nein! Keine Hoffnung!

FIGARO
Verzeihung! Verzeihung!

GRAF
Das wird nicht geschehen!

SUSANNA, BÄRBCHEN, CHERUBIN, MARCELLINA, BASILIO, ANTONIO, FIGARO
Verzeihung! Verzeihung! Verzeihung!

GRAF
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein!

GRÄFIN
Wird meine Bitte denn
Auch ohne Wirkung sein?

GRAF, BASILIO, CURZIO, ANTONIO, BARTOLO
O Himmel, was seh' ich!
Verblendung! Verwirrung!
Ist's Wahrheit? Ist's Wahrheit!
Ist's Traum? Ist's Traum? Ist's Traum!

GRAF
O Engel, verzeih mir!

GRÄFIN
Wie könnt' ich denn zürnen?
Mein Herz spricht für dich!

ALLE
Nun blüht für uns alle
Das herrlichste Glück!
Alles, was an diesem Tage
Uns verwirrte, uns betrübte,
Jede Sorge, jede Plage
Tilget jetzt der Liebe Hand!
Lachet und singet, und scherzet und springet,
Kommet Freunde und Geliebte!
Ewig sei aus unserm Herzen
Gram und Traurigkeit verbannt!
Lacht und singet,
Scherzt und springet!
Uns beglückt der Liebe Hand!
Lacht und singet,
Scherzt und springet!
Ewig sei der Gram verbannt!

The Marriage of Figaro



Cast:
CONTE DI ALMAVIVA (baritone)
LA CONTESSA DI ALMAVIVA (soprano)
SUSANNA (soprano)
FIGARO (bass)
CHERUBINO (soprano or mezzo-soprano)
MARCELLINA (mezzo-soprano)
BARTOLO (bass)
BASILIO (tenor)
DON CURZIO (tenor)
BARBARINA (soprano)
ANTONIO (bass)

CHORUS
peasants and the count's tenants

Overture

ACT ONE

SCENE ONE
A partly furnished room, with an easy-chair in the centre.

Figaro with a measure in his hand, Susanna at the mirror, trying on a hat decorated with flowers.


Duettino

FIGARO
measuring the room
Five ... ten ... twenty ... thirty ...
Thirty-six ... forty-three

SUSANNA
to herself, gazing into the mirror
Yes, I'm very pleased with that;
It seems just made for me.
Take a look, dear Figaro,
Just look at this hat of mine.

She continues to gaze at herself

FIGARO
Yes, my dearest, it's very pretty;
It looks just made for you.

SUSANNA and FIGARO
On this morning of our wedding
How delightful to my (your) dear one
Is this pretty little hat
Which Susanna made herself.

Recitative

SUSANNA
What are you measuring,
My dearest Figaro?

FIGARO
I'm seeing if this bed
Which the Count has put aside for us
Will go well just here.

SUSANNA
In this room?

FIGARO
Of course; his lordship's
Generously giving it to us.

SUSANNA
As far as I'm concerned, you can keep it.

FIGARO
What's the matter?

SUSANNA
tapping her forehead
I've my reasons in here.

FIGARO
doing the same
Why can't you
Let me in on them?

SUSANNA
Because I don't choose to.
Are you my slave, or not?

FIGARO
But I don't understand
Why you so dislike
The most convenient room in the palace.

SUSANNA
Because I'm Susanna and you're a dolt.

FIGARO
Thanks, you're too flattering: just see
If it could go better anywhere else.

Duettino

FIGARO
Supposing my lady
Calls you at night:
Ding ding: in two steps
You can be there from here.
Or if it should happen
That his lordship should want me,
Dong dong: in three bounds
I'm there at his service.

SUSANNA
And supposing one morning
The dear Count should ring,
ding ding, and send you
Three miles away,
Dong dong, and the devil
Should lead him to my door?
Dong dong, in three bounds ...

FIGARO
Hush, hush, Susanna.

SUSANNA
Listen.

FIGARO
Quick, tell me!

SUSANNA
If you wish to hear the rest,
Banish those suspicions
Which do me wrong.

FIGARO
I burn to hear the rest:
Doubts and suspicions
Freeze my blood.

Recitative

SUSANNA
Well then, listen and keep quiet.

FIGARO
Speak: what's there to tell?

SUSANNA
The noble Count,
Tired of scouring the countryside
For fresh beauties,
Wants to try his luck again
In his own palace,
Though, let me tell you, it's not his wife
Who wets his appetite.

FIGARO
Well, who then?

SUSANNA
Your little Susanna.

FIGARO
You?

SUSANNA
The very same, and he's hoping
That being so close will be most useful
To his noble project.

FIGARO
Bravo! Go on.

SUSANNA
This is the gracious favour, this the care
He bestows on you and on your wife.

FIGARO
Have you seen such condescension!

SUSANNA
Wait though: there's better to come.
Don Basilio, my singing teacher and his
Factotum, repeats this same theme daily
When he gives me my lesson.

FIGARO
What, Basilio? The scoundrel!

SUSANNA
Did you imagine
He gave me a dowry
For the sake of your beaux yeux?

FIGARO
So I'd flattered myself.

SUSANNA
He intends it
To obtain from me certain half?hours ...
Which feudal privilege ...

FIGARO
What! Didn't the Count
Abolish that in his domain?

SUSANNA
He did, but now regrets it; and it seems
He wants to bring it back for me.

FIGARO
Well! Very pretty:
How charming of his lordship!
He wants some fun: he'll get it ...

A bell rings

FIGARO
Who's ringing? The Countess.

SUSANNA
Goodbye, goodbye, goodbye. Figaro, my dear.

FIGARO
Courage, my dearest.

SUSANNA
And you be wary.

Exit


SCENE TWO

FIGARO
feverishly pacing up and down the room, rubbing his hands
Well done, my noble master! Now I begin
To understand the secret ... and to see
Your whole scheme clearly: to London,
Isn't it, you go as minister, I as courier,
And Susanna ... confidential attachée ...
It shall not be: Figaro has said it.

Cavatina

FIGARO
If, my dear Count,
You feel like dancing,
It's I
Who'll call the tune.
If you'lI come
To my school,
I'll teach you
How to caper.
I'll know how... but wait,
I can uncover
His secret design
More easily by dissembling.
Acting stealthily,
Acting openly,
Here stinging,
There mocking,
All your plots
I'll overthrow.

Exit


SCENE THREE
Bartolo and Marcellina enter.

Recitative

BARTOLO
And you waited until the day
Appointed for his wedding
To tell me this?

MARCELLINA
with a contract in her hand
Oh, my dear doctor,
I'm not giving up:
To break off engagements
Even later than this
A pretext has often sufficed, and besides
This contract he has certain pledges to me
I could mention ... but enough; now
We must frighten Susanna; we must somehow
Make her reject the Count's advances.
To revenge himself,
He'll take my part,
And so Figaro will become my husband.

BARTOLO
taking the contract from Marcellina's hand
Well, I'll do all I can, without reserve.
Tell me everything.
aside
I'd enjoy
Giving him my old servant for a wife
For having stolen my intended from me.

Aria

BARTOLO
Revenge, yes, revenge
Is a pleasure meant for the intelligent;
To forget insults and outrages
Is always low and base.
With astuteness and acuteness,
With judgment and discernment,
I can do it ... The case is serious;
But, believe me, I'll bring it off.
If I have to search the whole legal code,
If I have to read through the whole statute book,
With a quibble or a paraphrase
I'll find some obstacle.
All Seville knows Dr. Bartolo:
That rascal Figaro will lose the day!

Exit


SCENE FOUR

Recitative

MARCELLINA
All is not lost yet;
I still have hopes.

Susanna enters, carrying a lady's cap, a ribbon, and a dress.

But here comes Susanna: I'll make a start.
Let's pretend not to see her.
aside, loudly
And that's the pearl of virtue
He intends to marry!

SUSANNA
holding back, aside
She's talking of me.

MARCELLINA
But, after all, from Figaro
One can't hope for anything better:
Money means everything.

SUSANNA
aside
A spiteful tongue! It's lucky
Everyone knows the worth of what she says.

MARCELLINA
Bravo! such discretion!
And those modest eyes
And demure expression,
As well as ...

SUSANNA
aside
I'd better go.

MARCELLINA
What a charming bride!

Both make to leave at the same time, and meet near the door.

Duettino

MARCELLINA
making a curtsey
After you,
Gracious lady.

SUSANNA
making a curtsey
I'd not be so bold,
Worthy ma'am.

MARCELLINA
No, you go first, pray.

SUSANNA
No, no, after you.

SUSANNA and MARCELLINA
I know my place,
I'd not so presume.

MARCELLINA
A bride?to?be first.

SUSANNA
A lady in waiting.

MARCELLINA
The Count's favourite.

SUSANNA
The toast of Spain.

MARCELLINA
Your qualities.

SUSANNA
Your dress.

MARCELLINA
Your position.

SUSANNA
Your age.

MARCELLINA
aside
I'll fly into a rage
If I stay here any longer.

SUSANNA
Decrepit old witch,
She's a laughing?stock.

Exit Marcellina in a fury


SCENE FIVE

Recitative

SUSANNA
Get away, you old frump!
Putting on high and mighty airs
Because you've read a couple of books
And used to torment my lady in her youth …

She puts the dress over the easy?chair

CHERUBINO
entering hurriedly
Susanna dear, is it you?

SUSANNA
Yes, it's me. What do you want?

CHERUBINO
Oh my dearest, what a misfortune!

SUSANNA
Your dearest! What's happened?

CHERUBINO
Yesterday the Count,
Because he found me all alone
With Barbarina, dismissed me:
And if the Countess,
My lovely godmother, doesn't intercede
To get me pardoned, I'll have to go away
And never see my dear Susanna again!

SUSANNA
Never see me again! Well then!
But isn't your heart secretly sighing
Any longer for the Countess?

CHERUBINO
Ah she fills me with too much respect!
How lucky you are, to be able
To see her whenever you wish!
You dress her in the morning
And undress her at night; you fix
Her pins, her laces ...
sighing
If only I could be in your place ...
What have you got there? Let me see ...

SUSANNA
imitating him
Oh what a pretty ribbon, and the nightcap
Of so lovely a godmother ...

CHERUBINO
Oh give me it, my dear.
Give me it, I beg.

He snatches the ribbon from her hand.

SUSANNA
Give it back at once.

She tries to take it back: he dodges round the easy-chair.

CHERUBINO
O dear, sweet, fortunate ribbon!
I'll not give it up except with my life.

He kisses the ribbon again and again.

SUSANNA
beginning to run after him, but then stopping as if tired
What is this insolence!

CHERUBINO
Go on, don't be angry!
In exchange for it I'll give you
This little song of mine.

He pulls a song from his pocket

SUSANNA
And what am I to do with it?

CHERUBINO
Read it to my lady,
Read it for yourself,
Read it to Barbarina, Marcellina,
Read it to every woman in the palace.

SUSANNA
Poor Cherubino, have you gone mad?

Aria

CHERUBINO
I no longer know what I am or what I'm doing,
Now I'm burning, now I'm made of ice ...
Every woman makes me change colour,
Every woman makes me tremble.
At the very word love or beloved
My heart leaps and pounds,
And to speak of it fills me
With a longing I can't explain!
I speak of love when I'm awake,
I speak ofit in my dreams,
To the stream, the shade, the mountains,
To the flowers, the grass, the fountains,
To the echo, the air, the breezes,
Which carry away with them
The sound of my fond words ...
And if I've none to hear me
I speak of love to myself.


SCENE SIX
Cherubino, seeing the Count appoaching, hides behind the easy?chair.

Recitative

CHERUBINO
Ah, I'm lost!

SUSANNA
Heavens ...

SUSANNA
The Count!
She tries to conceal Cherubino.
Woe is me!

COUNT
entering
Susanna, you seem to be
Agitated and confused.

SUSANNA
My lord ... pray excuse me
But ... suppose someone caught us ...
I beg you to leave.

COUNT
One moment and I'll leave you.
Listen.

He seats himself in the easy?chair and takes Susanna's hand, which she withdraws with an effort.

SUSANNA
I mustn't listen.

COUNT
Just two words. You know
That the king has appointed me
Ambassador in London: I planned
To take Figaro with me ...

SUSANNA
My lord, if you'd allow me ...

COUNT
rising
Speak, speak, my dear, and with that right
Which today you may assume of me as long as you live,
tenderly, trying to take her hand again
Ask, require, demand.

SUSANNA
Let me go, my lord; I claim no right,
Nor wish, nor intend to ...
I'm so unhappy!

COUNT
But no, Susanna, I want to make you happy!
You well know how much I love you:
Basilio has already told you; now listen.
If you'll give me a few minutes
In the garden at dusk ...
For that favour, ah, I'd pay ...

BASILIO
off?stage
He's just gone out.

COUNT
Who spoke?

SUSANNA
Oh, heavens!

COUNT
Go out, and see no one comes in.

SUSANNA
I’m to leave you here alone?

BASILIO
as before
He'll be with my lady: I'll go and look for him.

COUNT
indicating the easy?chair
I'll get behind here.

SUSANNA
Do not hide there.

COUNT
Hush, and get rid of him.

The count goes to hide behind the chair: Susanna interposes herself between the page and him. The Count pushes her gently aside. She withdraws; the page steals in front of the chair and curls up inside it. Susanna covers him with the dress.

SUSANNA
Alas! What are you doing?


SCENE SEVEN

BASILIO
entering
Susanna, Heaven be with you:
Have you by any chance seen the Count?

SUSANNA
What should the Count be doing here
With me? Please go away.

BASILIO
Just a moment, listen;
Figaro's looking for him.

SUSANNA
aside
Oh heaven!
aloud
He's looking for the one
Who, after you, hates him most.

COUNT
aside
We'll see how I am served.

BASILIO
I've never heard the proposition
That one who loves the wife must hate the husband.
To tell you how the Count loves you ...

SUSANNA
Begone, base agent
for another's lust:
I don't need
Your propositions,
Your Count and his love ...

BASILIO
There's no harm done: everyone
To his own taste: I'd have thought
That for a lover you'd prefer,
Like any other woman,
A generous, prudent, and discreet nobleman
To a youngster, a page?boy ...

SUSANNA
To Cherubino?

BASILIO
To Cherubino, that amorous cherub
Who at daybreak this morning
Was prowling about here
Trying to get in ...

SUSANNA
Slanderer!
It's an invention!

BASILIO
To you, anyone who keeps his eyes open
Is a slanderer. And that little song?
Tell me in confidence: I'm a friend
and won't let it go any further;
Was it for you, or for my lady ...

SUSANNA
bewildered, aside
Who on earth told him about that?

BASILIO
By the way, my daughter,
It would be wise to warn him:
At table he gazes at her so often
And with such avidity,
That if the Count noticed ... On that point,
You know, he's ferocious.

SUSANNA
You wretch!
Why do you go around
Spreading such lies?

BASILIO
I? You wrong me: I sell only what I buy.
I don't add a jot
To what everyone is saying.

COUNT
Emerging from his hiding?place
Really, what is everyone saying?

BASILIO
Very pretty!

SUSANNA
Oh heaven!

Trio

COUNT
to Basilio
What do I hear? Go at once
And send the seducer packing.

BASILIO
My presence is ill?timed.
Pray excuse me, my lord.

SUSANNA
almost fainting
Unhappy me, I'm ruined!
I'm overcome with misery.

BASILIO and COUNT
supporting Susanna
Ah! the poor child's fainted!
Lord, how her heart is beating!

BASILIO
Gently, gently, on to this seat.

They draw her towards the chair to let her sit down.

SUSANNA
reviving
Where am I? What's going on?
How dare you! Go away!

She repulses them both.

COUNT
We're only helping you;
Do not be alarmed, my dear.

BASILIO
We're only helping you;
Your honour is quite safe.
to the Count
What I said about the page
Was only my suspicion.

SUSANNA
It's a plot, it's quite untrue;
Don't believe this deceiver.

COUNT
That young fop must go.

SUSANNA and BASILIO
Poor boy!

COUNT
Poor boy!
I've found him out again.

SUSANNA
How so? What?

BASILIO
What? How so?

COUNT
Yesterday I found
Your cousin's door locked;
I knocked, and Barbarina opened it
More flustered than usual,
My suspicions aroused by her appearance,
I looked and searched in every corner,
And very, very softly
Lifting the tablecloth,
There I saw the page ...
He illustrates his actions with the dress and discovers the page.
Ah, what do I see?

SUSANNA
Oh, cruel heavens!

BASILIO
laughing
Better and better!

COUNT
You paragon of virtue!
Now I see how it is.

SUSANNA
Nothing worse could come about.
Heavens above, what's to happen?

BASILIO
Every woman's alike!
There's nothing new about it.

Recitative

COUNT
Basilio, go off
To Figaro at once.
I want him to see...

pointing to Cherubino, who does not move

SUSANNA
And I want him to hear: go on.

COUNT
to Basilio
Wait!
to Susanna
What assurance! What's your excuse
When your guilt is obvious?

SUSANNA
Virtue has no need of excuses.

COUNT
But when did he come in?

SUSANNA
He was with me
When you came in here,
And was asking me to beg my lady
To intercede for him: your arrival
Threw us into confusion,
And so he did himself in there.

COUNT
But I sat down there myself
When I came into the room!

CHERUBINO
Then I hid myself behind it.

COUNT
And when I placed myself there?

CHERUBINO
Then I quietly crept round and hid here.

COUNT
to Susanna
Heavens! Then he heard
All that I was saying to you?

CHERUBINO
I did everything I could not to hear.

COUNT
Deceitful boy!

BASILIO
Restrain yourself: someone's coming.

COUNT
to Cherubino
And you're still there, you little viper!

dragging him out of the chair


SCENE EIGHT
Enter Figaro with a white veil in his hand; villagers dressed in white scatter before the Count flowers arranged in little baskets.

Chorus

VILLAGERS
Blithe maids,
Scatter flowers
Before our
Noble lord.
His generous heart
Has preserved intact for you
The chaste purity
Of a still fairer flower.

Recitative

COUNT
in surprise to Figaro
What's all this nonsense?

FIGARO
aside to Susanna
Here we go:
Back me up, my dear.

SUSANNA
aside to Figaro
I'm not hopeful.

FIGARO
to the Count
My lord, do not disdain
This humble expression of our affection.
Now that you've abolished
A privilege so painful to lovers...

COUNT
That privilege exists no more: what now?

FIGARO
Today we've come to gather the first fruit
Of your generosity: our wedding
Is already arranged: may it please you
To crown her, whom this gift of yours
Has preserved spotless, with this
White veil, symbol of virtue.

COUNT
aside
Devilish sly!
But I must dissemble.
aloud
My friends, I thank you
For your honest feelings,
But for this I do not deserve
Any tribute or praise:
It was an unjust privilege,
And by abolishing it in my domain
I have restored to nature and duty their rights.

ALL
Hurrah! hurrah! hurrah!

SUSANNA
What nobility!

FIGARO
What justice!

COUNT
to Figaro and Susanna
To you I promise
To perform the ceremony,
But give me leave a while.
I wish to complete your happiness
Before my closest friends and in richest style.
aside
Marcellina must be found.
aloud
Leave me, friends.

Chorus

VILLAGERS
scattering the remaining flowers
Blithe maids,
Scatter flowers
Before our
Noble lord.
His generous heart
Has preserved intact for you
The chaste purity
Of a still fairer flower.

Exeunt villagers.

Recitative

FIGARO
Hurrah!

SUSANNA
Hurrah!

BASILIO
Hurrah!

FIGARO
to Cherubino
And you're not cheering?

SUSANNA
He's unhappy, poor boy,
Because my lord has dismissed him from the palace.

FIGARO
On this happiest of days!

SUSANNA
On a wedding day!

FIGARO
When everyone applauds you!

CHERUBINO
kneeling
Forgive me, my lord..

COUNT
You don't deserve it.

SUSANNA
He's still a child.

COUNT
Less so than you think.

CHERUBINO
I did wrong, I know; but I'll never mention...

COUNT
raising him
Enough, enough: I pardon you.
Nay, I'll do more: there is a vacancy
For an officer in my regiment;
I nominate you; go at once; goodbye.

He turns to go; Susanna and Figaro stop him.

SUSANNA and FIGARO
Ah! just until tomorrow...

COUNT
No, he must go at once.

CHERUBINO
I'm ready, my lord, and will obey you.

COUNT
Then embrace Susanna
For the last time.
aside
That took them by surprise.

Exeunt the Count and Basilio.
Cherubino embraces Susanna, who stands confused.


FIGARO
to Cherubino
Well, captain, won't you give me your hand?
aside
Before you go
I want a word with you.
aloud, with assumed joy
Goodbye, master Cherubino!
How your fate changes in a moment!

Aria

FIGARO
No more, you amorous butterfly,
Will you go fluttering round by night and day,
Disturbing the peace of every maid,
You pocket Narcissus, you Adonis of love.

No more will you have those fine feathers,
That light and dashing cap,
Those curls, those airs and graces,
That roseate womanish colour.

You'll be among warriors, by Bacchus!
Long moustaches, knapsack tightly on,
Musket on your shoulder, sabre at your side,
Head erect and bold of visage,
A great helmet or a head?dress,
Lots of honour, little money,
And instead of the fandango,
Marching through the mud.
Over mountains, through valleys,
In snow and days of listless heat,
To the sound of blunderbusses,
Shells and cannons,
Whose shots make your ears sing
On every note.

Cherubino, on to victory,
On to military glory!

Exeunt omnes to the sound of a march.


ACT TWO

SCENE ONE
A handsome room with an alcove, a dressing-room on the left, a door in the background - leading to theservants' quarters - and a window at the side.

The Countess, alone.


Cavatina

COUNTESS
O love, bring some relief
To my sorrow, to my sighs;
O give me back my loved one
Or in mercy let me die.

Enter Susanna


SCENE TWO

Recitative

COUNTESS
Come in, dear Susanna,
And tell me the rest ofthe story.

SUSANNA
There's no more to tell.

COUNTESS
So he tried to make love to you?

SUSANNA
Oh, his lordship
Doesn't pay such compliment
To girls like me;
He came to offer me money.

COUNTESS
Cruel man, he loves me no longer!

SUSANNA
Yet how
Can he be jealous of you?

COUNTESS
That is the way
Of modern husbands: on principle
Unfaithful, by nature fickle,
And by pride all jealous.
But if Figaro loves you ... Only he could

FIGARO
singing off-stage
La la la ...
La la la ...

entering

SUSANNA
Here he is! Come in, friend:
My lady's getting anxious ...

FIGARO
You've no cause
To be worried about that.
After all, what's it all about?
My bride attracts his lordship.
And so he'd like
Secretly to revive
His feudal right:
It's all possible and natural.

COUNTESS
Possible!

SUSANNA
And natural!

FIGARO
Very natural!

SUSANNA
Have done with you!

FIGARO
I've done.
That's why he decided
To choose me as courier, and Susanna
As confidential attachée to the embassy;
And because she persistently refuses
The post of honour he had planned for her,
He threatens to favour Marcellina.
That's the whole story.

SUSANNA
And you're so bold as to treat lightly
So serious a matter?

FIGARO
Aren't you glad I can
Treat it lightly? Here's my plan.
to the Countess
By Basilio I've sent a letter
Warning his lordship
About an assignation
Which you've made with a lover
For the time of the ball.

COUNTESS
Oh heaven! what do I hear?
To so jealous a man! ...

FIGARO
All the better;
The more easily can we harass him,
Confuse him, embroil him,
Foil his designs,
Fill him with suspicions, and make him
Realise that this new game which
He's trying to play on me can be played on him;
So let him waste his time in fruitless search.
Then, without him having made any plan
To prevent us, the time of our wedding
will suddenly be upon us, and in your presence
indicating the Countess
He 'd not dare to oppose it.

SUSANNA
That's true, but in his stead
Marcellina will oppose it.

FIGARO
Wait: quickly let the Count know
That towards evening
You'll be waiting in the garden:
We'll get young Cherubino,
Whom I advised not to leave just yet,
To go there in your place,
Dressed as a woman.
If monsieur is caught by milady,
This is the only way by which
He can be made to grant her wishes.

COUNTESS
to Susanna
What do you think?

SUSANNA
Not bad.

COUNTESS
In our situation ...

SUSANNA
When he's determined ...

COUNTESS
Have we time enough?

FIGARO
The Count has gone out hunting,
And won't be back for some hours;
He is about to go
I'll go and send Cherubino
To you at once; I leave to you
The task of disguising him.

COUNTESS
And then?

FIGARO
And then ...
If, my dear Count,
You feel Ii ke dancing,
It's I
Who'll call the tune.

Exit


SCENE THREE

Recitative

COUNTESS
I'm grieved, Susanna.
That that youth should have overheard
The Count's follies: you just don't know …
But why ever did he
Not come straight to me?
Where's his song?

SUSANNA
Here it is: and when he comes
Let's make him sing it.
Hush, someone's coming: it's he.
Enter Cherubino
Come in, my gallant captain.

CHERUBINO
Oh don't call me by that
Horrid title! It reminds me
That I am forced to leave
A godmother so kind.

SUSANNA
And so beautiful!

CHERUBINO
sighing
Ah ... yes ... indeed!

SUSANNA
imitating him
Ah ... yes,... indeed ... hypocrite!
Make haste, sing to my lady
The song you gave to me
This morning.

COUNTESS
Who wrote it?

SUSANNA
indicating Cherubino
Look: he's blushing
All over his face.

COUNTESS
Take my guitar
And accompany him.

CHERUBINO
I'm all a-tremble ...
But if my lady wishes ...

SUSANNA
Yes, indeed she does … don't keep her waiting.

She plays the introduction on the guitar

Arietta

CHERUBINO
You ladies
Who know what love is,
See if it is
What I have in my heart.
All that I feel
I will explain;
Since it is new to me,
I don't understand it.
I have a feeling
Full of desire,
Which now is pleasure,
Now is torment.
I freeze, then I feel
My spirit all ablaze,
And the next moment
Turn again to ice.
I seek for a treasure
Outside of myself;
I know not who holds it
Nor what it is.
I sigh and I groan
Without wishing to,
I flutter and tremble
Without knowing why.
I find no peace
By night or day,
But yet to languish thus
Is sheer delight.
You ladies
Who know what love is,
See if it is
What I have in my heart.

Recitative

COUNTESS
Bravo! a charming voice!
I didn't know you sang so well.

SUSANNA
Oh, I must say
Everything he does, he does well.
Come along, handsome soldier;
Figaro will have told you ...

CHERUBINO
He's told me everything.

SUSANNA
Let me see: this will do splendidly.
We are of equal height … Off with your jacket.

She takes off his jacket

COUNTESS
What are you doing?

SUSANNA
There's nothing to fear.

COUNTESS
But if someone should come in?

SUSANNA
Let him, what harm are we doing?
But I'll lock the door.
She does so
But how am l
To dress his hair?

COUNTESS
Take one of my caps
From my dressing-room.
Quickly!

Susanna goes into the dressing-room to get a cap: Cherubino approaches the Countess and shows her his commission, which is sticking out of his breast pocket. The Countess takes it, opens it and notices that the seal is missing.

What is this paper?

CHERUBINO
My commission.

COUNTESS
They're in a hurry!

CHERUBINO
I've just had it from Basilio.

COUNTESS
In their haste they've forgotten the seal.

She returns it to him

SUSANNA
coming back
What seal?

COUNTESS
Of his commission.

SUSANNA
What, so soon!
Here's the cap.

COUNTESS
to Susanna
Hurry! That's right.
Woe betide us if the Count should come.

Aria

SUSANNA
She takes Cherubino with her and makes him kneel before her, a little way from the Countess who sits down.
Come ... kneel down ...
Stay still here ...
Keep quiet; now turn round ...
Bravo ... that's very good.
Now turn and face me,
Cherubino looks tenderly toward the Countess.
Here! your eyes towards me ...
Look straight in front at me ...
My lady isn't here.
That collar a bit higher.
Those eyes cast down,
Your hands folded before you ...
Then let's see how you walk
When you're on your feet.
aside to the Countess
Look at the little rascal,
Isn't he handsome?
What roguish glances,
What airs, what graces!
If women fall in love with him,
They have good reason why.

Recitative

COUNTESS
This is too silly!

SUSANNA
I'm almost inclined
To bejealous myself.
taking Cherubino by the chin
You little scamp,
You've no right to look so pretty!

COUNTESS
No more of this childishness!
Now pull these sleeves up
Above the elbow,
Then the dress will go on
More comfortably.

SUSANNA
doing so
There!

COUNTESS
Still higher,
Like that ...
She discovers a ribbon tied round his arm.
What's this ribbon?

SUSANNA
That's the one he stole from me.

COUNTESS
untying the ribbon
And this blood?

CHERUBINO
Blood? ... I don't know how ...
I slipped a little while ago
And grazed myself against a stone
So I tied up the scratch with this ribbon.

SUSANNA
Let's see: it's nothing much. Look!
His arm's whiter than mine! Like a girl's ...

COUNTESS
Are you still chattering?
Go into my room, and fetch a piece
Of plaster which is on my desk.
Exit Susanna. The Countess looks hard at the kneeling Cherubino.
As for this ribbon ... I'd say ...
examining the ribbon
By the colour ...
I'm sorry to have lost it ...

SUSANNA
re-entering with the plaster and scissors
Here you are.
Now what to tie his arm with?

COUNTESS
Bring another ribbon
Along with my dress.

Exit Susanna by the rear door, taking with her Cherubino's mantle.

CHERUBINO
Ah! that one would have healed me faster.

COUNTESS
Why? This one is better.

CHERUBINO
But when a ribbon
Has bound the hair, or touched the skin
Of some ...

COUNTESS
interrupting him
... other person,
It's good for wounds, is that it?
That's a virtue I was not aware of!

CHERUBINO
My lady mocks me when I must leave her.

COUNTESS
Poor boy, it's hard!

CHERUBINO
I'm so unhappy!

COUNTESS
What, crying?

CHERUBINO
Oh heaven! would that I could die now!
Perhaps near the final moment
These lips would dare ...

COUNTESS
Be sensible: what is this nonsense?
She wipes his eyes with her handkerchief. A knock at the door is heard.
Who's knocking at the door?


SCENE FOUR

COUNT
outside the door
Why is this locked?

COUNTESS
My husband! Oh heavens! I'm lost!
to Cherubino
You here without a coat on!
In this state; he'll have had that letter ...
And he's so jealous!

COUNT
What is delaying you?

COUNTESS
I'm alone ... yes, all alone.

COUNT
To whom were you talking?

COUNTESS
To you ... of course, to you.

CHERUBINO
After what's happened, he'll be furious ...
I don't know what to do!

Cherubino runs into the dressing-room and locks the door; the Countess takes the key.

COUNTESS
Heaven protect me in this danger!

She hurries to open the door to the Count.


SCENE FIVE

COUNT
entering
What does this mean? You never used
To lock yourself in your room!

COUNTESS
I know; but I ...
I was in here trying …

COUNT
Go on, trying ...

COUNTESS
... some clothes on ...
Susanna was with me ...
But now she's gone to her room.

COUNT
In any case,
You seem perturbed:
Look at this letter.

COUNTESS
aside
Heavens! it's the letter
Figaro wrote him!

Cherubino noisily knocks over a table and chair in the dressing-room.

COUNT
What is that noise?
Something fell in your room.

COUNTESS
I heard nothing.

COUNT
You must have weighty matters on your mind.

COUNTESS
Of what?

COUNT
There's someone there.

COUNTESS
Who do you think it could be?

COUNT
I'm asking you ...
I've only just come in.

COUNTESS
Ah yes, Susanna ... of course.

COUNT
But you told me she went to her room.

COUNTESS
To hers or mine, I didn't notice ...

COUNT
Then why, if it's Susanna,
Are you so agitated?

COUNTESS
with a forced smile
About my maid.

COUNT
I don't know;
But certainly you're agitated ...

COUNTESS
Rather than agitating me,
Which she doesn't, my maid is agitating you.

COUNT
That's true indeed, as you'll see.


SCENE SIX
Susanna enters by the door through which she went out, but slops on seeing the Count, who is talking by the dressing-room door.

Trio

COUNT
Susanna, come out of there,
Come out, I command you.

COUNTESS
distressed, to the Count
No, stop ... listen ...
She can't come out.

SUSANNA
aside
What's this row about?
Where has the page got to?

COUNT
And who dares forbid it?

COUNTESS
Decency forbids it.
She's in there
Trying on her wedding dress.

COUNT
aside
It's all too plain:
There's a lover in there.

COUNTESS
aside
It's all too horrible:
Whatever will happen?

SUSANNA
aside
I think I understand:
Let's see how things work out.

COUNT
Well, at least speak,
Susanna, if you're there ...

COUNTESS
No, no, you're not to.
towards the door
I order you, be silent.

Susanna hides in the alcove.

COUNTESS and COUNT
Be careful, pray!
Try to avoid
An open scandal.

SUSANNA
aside
Oh heaven! There's bound to be
A catastrophe,
An open scandal.

Recitative

COUNT
Then you won't open it?

COUNTESS
Why do I have
To open my own room?

COUNT
Very well then; as you please ...
We'll open it without the key ... Ho there!

COUNTESS
What?
Would you hazard
A lady's reputation?

COUNT
That's true; I was in error.
I can go myself and bring the tools
Without any outcry
Or scandal before the servants.
Kindly remain here ...
But so that my suspicions
Shall be completely quieted,
First of all I'll lock the other doors.

He locks the door leading to the servant's quarters.

COUNTESS
aside
What folly!

COUNT
You will have the goodness
To come with me.
Let me offer you my arm. Let's go.

COUNTESS
Let's go.

COUNT
indicating the dressing-room
Susanna will have to stay there till we return.

Exeunt


SCENE SEVEN
Susanna hurries out of the alcove.

Duettino

SUSANNA
at the door of the dressing-room
Open quickly, open;
Open, it's Susanna.
Come out of there ...
You must get away at once.

Cherubino comes out of the dressing-room.

CHERUBINO
Oh dear, what a terrible scene!
What a dreadful thing to happen!

They try first one door, then another, but find them all locked.

SUSANNA
Leave without delay!
That way, that way.

SUSANNA and CHERUBINO
The doors are locked.
Whatever shall we do?

CHERUBINO
We can't give up.

SUSANNA
He'll kill you if he finds you.

CHERUBINO
He'll kill me if he finds me.
Just let me look outside here.
He goes to the window overlooking the garden.
It gives on to the garden.

He is about to jump out; Susanna stops him.

SUSANNA
Stop, Cherubino!
She goes to look, but steps back.
Don't, for pity's sake!

CHERUBINO
Let me go: rather than harm her
I'd leap into the fire.
I embrace her through you.
freeing himself from Susanna.
Farewell; so be it!

SUSANNA
He'll kill himself, for certain.
Stop, for pity's sake!

Cherubino jumps out; Susanna lets out a shriek, sits down for a moment, then goes to the balcony.

Recitative
Just look at the little demon! How he runs!
He's a mile away already.
There's no time to lose, though.
I'll go into the dressing-room:
Let the blusterer come: I'm ready for him.

Susanna goes into the dressing-room and locks the door behind her.


SCENE EIGHT
Re-enter the Countess and the Count with tools for opening the door: he examines all the doors.

COUNT
All is as I left it; so will you
Open it yourself, or must I ...

He is about to force the door open.

COUNTESS
Alas! Stay
And hear me for a moment.
The Count throws the hammer and pincers on a chair.
Do you think me capable
Of failing in my duty?

COUNT
As you please.
I'm going into that room
To see who's locked in there.

COUNTESS
Yes, you'll see ...
But listen to me calmly.

COUNT
So it's not Susanna!

COUNTESS
No, but it's someone else
Whom you could not reasonably
Allow yourself to suspect: for tonight
I was preparing a harmless
Diversion ... and I swear to you
In honour ... in honesty ...

COUNT
Who is it? Tell me ...
I'll kill him.

COUNTESS
Listen.
Oh, I dare not.

COUNT
Speak out.

COUNTESS
He's a child ...

COUNT
A child? ...

COUNTESS
Yes, Cherubino.

COUNT
aside
Has destiny decreed that I'm to find
That page wherever I go?
aloud
What! Hasn't he gone? The scoundrels!
This explains my doubts, the confusion,
The plot of which the letter warned me.

Finale

COUNT
vehemently, at the dressing-room door
Now out you come, you imp of Satan,
You villain, without delay.

COUNTESS
restraining the Count by force
Oh my lord, your anger
Makes my heart tremble for him.

COUNT
You still dare to cross me?

COUNTESS
No, listen ...

COUNT
Go on, speak.

COUNTESS
I swear to heaven that your suspicions ...
The state in which you'll find him ...
His collar untied ... his chest bare ...

COUNT
His collar untied? ... his chest bare? ...
Pray continue ...

COUNTESS
So as to dress him up as a woman.

COUNT
Ah, I see; you shameless creature,
I'll punish him for this!
He goes to the dressing-room, then turns back.

COUNTESS
Your anger does me wrong,
Your suspicion is an insult.

COUNT
Give me the key!

COUNTESS
He is innocent,
And you know it ...
She hands him the key.

COUNT
I know nothing of the sort.
Hence from my sight!
You are faithless, wanton ...
You've sought to disgrace me.

COUNTESS
I'll go ... yes ... but...

COUNT
I'll not hear you.

COUNTESS
I am guiltless.

COUNT
I can read it in your face.
He shall die, die and I'll be rid
Of the source of all my torment!

COUNTESS
Oh, to what extreme will
His blind fury lead him?

The Count opens the dressing-room and Susanna steps out, staying in the doorway.


SCENE NINE

COUNT and COUNTESS
Susanna!

SUSANNA
My lord!
Why this astonishment?
You've drawn your sword
To kill the page,
Well, here you see
That imp of Satan.

COUNT
aside
What do I see?
My head is spinning.

COUNTESS
aside
What can have happened?
Susanna in there?

SUSANNA
aside
They're both baffled
And can't understand.

COUNT
to Susanna
Are you alone?

SUSANNA
Look and see
Who can be hidden there.

COUNT
Let's see, let's see,
Who is hidden in there.

He goes into the dressing-room.

COUNTESS
Susanna, I'm fainting;
I can't breathe.

SUSANNA
gaily, showing the Countess the window from which Cherubino jumped
Don't worry, take heart now,
He's already in safety.

COUNT
coming out in confusion
How could I make such a mistake!
I can hardly believe it.
If I did you wrong,
I beg your forgiveness;
But to play such a jest
Is sheer cruelty.

SUSANNA and COUNTESS
The Countess holds a handkerchief to her lips to cover her perturbation.
Your wild accusations
Do not deserve to be pardoned.

COUNT
I love you!

COUNTESS
Do not say that!

COUNT
I swear it!

COUNTESS
That is untrue!
I'm a faithless, wanton creature
Who's always deceiving you.

COUNT
Help me, Susanna,
To calm her anger.

SUSANNA
This is the punishment
For your suspicions.

COUNTESS
So this is the reward
I can expect
For the loyalty
Of my faithful heart!

SUSANNA
pleading
My lady!

COUNT
Rosina!

COUNTESS
Cruel man!
I am no longer she,
But the wretched object
Of your neglect,
Whom you delight
To make suffer.

SUSANNA and COUNT
Confused and repentant,
I’m (he's) sufficiently punished;
Have pity now.

COUNTESS
Cruel man!
My heart cannot bear
So great a wrong.

COUNT
But the page locked in there? ...

COUNTESS
It was only to test you.

COUNT
And all your trembling? ...

COUNTESS
Only to tease you.

COUNT
But this cruel letter? ...

SUSANNA and COUNTESS
Figaro wrote it,
And sent it by Basilio ...

COUNT
The traitors! I'll ...

SUSANNA and COUNTESS
He who can't forgive others
Doesn't deserve to be forgiven.

COUNT
Well then, ifyou will,
Let's make peace all round;
Rosina, do not be
So harsh to me.

COUNTESS
Oh Susanna,
How soft-hearted I am!
Who would ever believe
In a woman's fury?

SUSANNA
With men, my lady,
You turn and turn about,
But you see it always
Ends like this.

COUNT
Look at me ...

COUNTESS
Ungrateful!

COUNT
I wronged you, and I repent it!
He kisses the Countess's hand repeatedly.

ALL THREE
From this moment
My (his) heart will learn
To know you (me, her) better.


SCENE TEN

FIGARO
entering
My lord and lady,
The musicians are outside:
You can hear
The trumpeters and the pipers.
With the singing and dancing
Of your vassals,
Let us hasten
To celebrate our wedding!

He takes Susanna by the arm and is about to lead her off; the Count detains him.

COUNT
One moment: not so fast.

FIGARO
The crowd is waiting.

COUNT
Before you go,
Remove a doubt of mine.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
aside
This is getting difficult;
How will it end?

COUNT
aside
Now I must
Play my cards carefully.
showing the letter received from Basilio
Master Figaro, do you know
Who penned this letter?

FIGARO
pretending to examine it
I've no idea.

SUSANNA, COUNTESS and COUNT
to Figaro
You've no idea?

FIGARO
No, no.

SUSANNA
Didn't you give it to Don Basilio?

COUNTESS
To deliver?

COUNT
You're deceiving me.

FIGARO
No, no.

SUSANNA
And you don't know about the gallant ...

COUNTESS
This evening in the garden ...

COUNT
You know now ...

FIGARO
I've no idea.

COUNT
In vain you seek a defence or an excuse.
Your very face accuses you;
I can se you're trying to lie.

FIGARO
My face is the liar, not I!

SUSANNA and COUNTESS
to Figaro
You sharpen your wits in vain;
We've revealed the secret,
There's no more to be said.

COUNT
What's your answer?

FIGARO
Nothing, nothing.

COUNT
So you admit it?

FIGARO
No, I don't, sir.

SUSANNA and COUNTESS
to Figaro
Hold your tongue, stupid,
This comedy must be ended.

FIGARO
taking Susanna by the arm
Then to end it happily
According to theatrical practice,
Let a marriage ceremony
Now follow.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
to the Count
Oh my lord, do not refuse;
Grant my (their) wishes.

COUNT
aside
Marcellina, Marcellina,
How slow you are in coming!


SCENE ELEVEN
Antonio the gardener comes in furiously with a broken pot of carnations.

ANTONIO
Oh my lord ... mylord ...

COUNT
What's the matter?

ANTONIO
How dare he! Who did it? What was it?

COUNTESS, SUSANNA, COUNT and FIGARO
What's he saying? What's wrong? What's happened?

ANTONIO
Listen.

COUNTESS, SUSANNA, COUNT and FIGARO
Go on, then, speak.

ANTONIO
Every day I see all kinds of things thrown
From the balcony overlooking the garden;
But just now (it couldn't be worse)
I saw a man, my lord, thrown down!

COUNT
From the balcony?

ANTONIO
D'you see these carnations?

showing them the broken flower-pot

COUNT
Into the garden?

ANTONIO
Yes!

SUSANNA and COUNTESS
aside to Figaro
Figaro, think quickly!

COUNT
What do I hear?

SUSANNA, COUNTESS, and FIGARO
aside
He's taken aback.
aloud
What's this drunkard doing in here?

COUNT
to Antonio
So you saw a man: where did he get to?

ANTONIO
The scroundrel took to his heels
And was out of sight at once.

SUSANNA
aside to Figaro
You must know it was the page ...

FIGARO
aside to Susanna
I know, I saw him.
laughing loudly
Ha, ha, ha!

COUNT
to Figaro
Be quiet,sir.

ANTONIO
to Figaro
What's there to laugh at?

FIGARO
to Anionio
You're drunk from morn till night.

COUNT
to Antonio
Now tell me again, a man from the balcony?

ANTONIO
From the balcony.

COUNT
Into the garden?

ANTONIO
Into the garden.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
My lord, it's the wine in him talking!

COUNT
Go on though: didn't you see his face?

ANTONIO
No, I didn't.

SUSANNA and COUNTESS
aside to Figaro
Figaro, did you hear that?

FIGARO
to Antonio
You whining old fool, do be quiet
Making such a fuss over nothing!
scornfully touching the carnations
Since the fact can't be concealed,
It was I who jumped down from there.

COUNT and ANTONIO
What? It was you?

SUSANNA and COUNTESS
aside
What presence of mind!

FIGARO
Why so surprised?

COUNT
I just can't believe it.

ANTONIO
to Figaro
How have you grown so tall, then?
After the jump you weren't so big.

FIGARO
Jumping does that to one.

ANTONIO
Who'd have thought it?

SUSANNA and COUNTESS
aside
The fool is persistent!

COUNT
to Antonio
You, what do you say?

ANTONIO
It looked like that boy to me.

COUNT
Cherubino!

SUSANNA and COUNTESS
aside
Wretched man!

FIGARO
Of course, it was he,
Back on horseback from Seville,
From Seville where he'd been.

ANTONIO
No, no, that's not so.
I didn't see any horse jump down.

COUNT
Give me patience! Let's have done with this nonsense.

SUSANNA AND COUNTESS
aside
Merciful heaven, how will this end?

COUNT
violently, to Figaro
So it was you ...

FIGARO
... who jumped down.

COUNT
And why?

FIGARO
I was afraid ...

COUNT
Afraid of what?

FIGAR0
indicating the servants' quarters
I was shut up in there
Waiting for that dear little face ...
There was an unusual coming and going
And noise ... you were shouting, there was
That letter ... I lost my nerve and jumped
Down in terror and wrenched a muscle in my foot!

rubbing his foot as if he had hurt it

ANTONIO
Then these letters which you dropped
Will be yours?

He hands some folded papers to Figaro: the Count seizes them.

COUNT
Here, give them to me.

FIGARO
aside to Susanna and the Countess
I'm caught in a trap.

SUSANNA AND COUNTESS
aside to Figaro
Figaro, think quickly!

COUNT
opening the paper, then promptly refolding it
Well, tell me, what's this paper?

FIGARO
Wait just a moment ... I've so many.

He takes some letters from his pocket and pretends to look through them.

ANTONIO
I expect it'll be a list of his debts.

FIGARO
No, alist ofthe tavern-keepers.

COUNT
to Figaro
Speak up.
to Antonio
And you, let him be.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
Let him (me)be and go away!

ANTONIO
All right, I'll go, but if l catch you again! …
Exit

FIGARO
Oh go away: I'm not afraid of you.

COUNT
opening the letter again and then refolding it; to Figaro
Well?

COUNTESS
aside to Susanna
Oh heavens! the page's commission!

SUSANNA
aside to Figaro
Good Lord! the commission!

COUNT
ironically to Figaro
Take courage!

FIGARO
as if recollecting something
Oh what a head! it's the commission
The boy gave me a while ago.

COUNT
What for?

FIGARO
It lacked...

COUNT
It lacked?

COUNTESS
aside to Susanna
The seal!

SUSANNA
aside to Figaro
The seal!

COUNT
to Figaro, who pretends to be thinking
Well, answer!

FIGARO
It'susual ...

COUNT
Go on, why hesitate?

FIGARO
It's usual to seal it.

COUNT
seeing the paper lacks the seal and tearing it up
This rascal's driving me mad.
throwing the paper aside in a fury
The whole thing's a mystery to me.

SUSANNA and COUNTESS
aside
If I survive this storm
I'll fear no further shipwreck.

FIGARO
aside
In vain you fume and stamp, sir,
You'll get nothing out of me.


SCENE TWELVE

MARCELLINA, BASILIO and BARTOLO
entering, to the Count
Oh my just and noble lord,
Hear us now, we pray.

COUNT
aside
They've come to work my vengeance.
I feel consoled.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
aside
They've come to foil me.
What solution can there be?

FIGARO
They're three stupid blockheads.
What are they doing here?

COUNT
Now quiet: without interruption
Let each say what he wishes.

MARCELLINA
This man has made a contract
Promising to marry me;
And I request that the contract
Shall be ratified.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
What'sthis?

COUNT
I will have silence.
This is for me to judge.

BARTOLO
I represent this lady
And appear here as her counsel;
I come to argue
Her legitimate plea.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
He s a rogue!

COUNT
Keep quiet, there;
This is for me to judge.

BASILIO
As a man of standing,
I come here as a witness
Of the promised marriage,
On which she lent him money,

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
They'reall mad.

COUNT
Let's see it,
Let us read the contract.
Everything must be done in proper order.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
aside
I'm stunned and bewildered,
Stupefied and desperate!
he devil in hell for certain
Has brought them here.

MARCELLINA, BASILIO, BARTOLO and COUNT
aside
What a blow, what a splendid stroke,
Everyone is baffled;
Providence, that smiles on us,
Has brought us (them) here.


ACT THREE

SCENE ONE
A rich hall, with two thrones, prepared for the wedding ceremony.

Recitative

COUNT
pacing up and down
What a mix?up this is!
An anonymous letter ...
The maid locked in the dressing?room ...
My lady flustered ... a man jumping down
From the balcony into the garden ...then
Another who claims it was he...
I don't know what to think: it might
Have been one of my vassals ... such rabble
Are bold enough ... but the Countess ...
No, to doubt her is an insult ...
She has too much respect for herself
And for my honour ... my honour ...
In which, dammit, human frailty exists!


SCENE TWO
Enter the Countess and Susanna; they stay in the background, unseen by the Count.

COUNTESS
Go on, tak c courage: tell him
To meet you in the garden.

COUNT
to himself
I'll find out if Cherubino
Went to Seville: I've sent
Basilio to enquire ...

SUSANNA
Oh heavens! if Figaro ...

COUNTESS
Say nothing of it to him: I myself
Intend going in your place.

COUNT
Before this evening he should be back ...

SUSANNA
Oh Lord! I dare not.

COUNTESS
Reflect that my happiness is in your hands.

She hides

COUNT
And Susanna? Who knows if she
Has betrayed my secret? ...If she's spoken
I'll make him marry the old woman.

SUSANNA
aside
Marcellina!
to the Count
My lord I. ...

COUNT
What do you want?

SUSANNA
I believe you're angry!

COUNT
What have you come for?

SUSANNA
My lord ... my lady
Has the vapours, as usual.
And requests your smelling salts.

COUNT
Take them.

SUSANNA
I’ll bring them back at once.

COUNT
No, you may keep them
For yourself.

SUSANNA
For me?
Such ailments are not
For girls in my position.

COUNT
A girl who loses her bridegroom
On the point of winning him ...

SUSANNA
Paying Marcellina off
With the dowry you promised me …

COUNT
That I promised you? When?

SUSANNA
That's what I understood.

COUNT
Yes, if you had cared
To come to an understanding.

SUSANNA
It's my duty,
And my lord's wish is my command.

Duettino

COUNT
Cruel one, why have you
Caused me thus to languish?

SUSANNA
My lord, a woman always
Needs time before she says „Yes“.

COUNT
Then you'll come into the garden?

SUSANNA
If it pleases you, I'll come.

COUNT
You won't fail me?

SUSANNA
No, I won't fail you.

COUNT
You'll come?

SUSANNA
Yes.

COUNT
You'll not fail?

SUSANNA
No.

COUNT
You'll really come?

SUSANNA
No!

COUNT
No?!

SUSANNA
Yes!!
If it pleases you, I'll come.

COUNT
In contentment I feel
My heart full of joy.

SUSANNA
aside
Forgive my deception,
You who truly love.

Recitative

COUNT
Then why were you
So distant to me this morning?

SUSANNA
With the page there ...

COUNT
And to Basilio,
Who spoke on my behalf...

SUSANNA
But what need have we
Of a Basilio ...

COUNT
That's true, indeed.
Promise me again ...
If you fail me, my dear ...
But the Countess
Will be waiting for the smelling salts.

SUSANNA
Oh, that was just a pretext; I couldn't
Have spoken to you without one.

COUNT
taking her hand
Dearest!

SUSANNA
Someone's coming.

COUNT
aside
She's mine, I'm sure now.

SUSANNA
aside
Wipe off that smile, my cunning master.

She is about to leave and near the door meets Figaro


SCENE THREE

FIGARO
Susanna, where are you going?

SUSANNA
Hush. We've won our case
Without a lawyer.

Exit

FIGARO
What's happened?

He follows her


SCENE FOUR

Recitative and Aria

COUNT
We've won our case! What do I hear!
I've fallen into a trap!
The traitors!
I'll punish them so! The sentence
Will be at my pleasure ... But supposing
He has paid off the claims of the old woman?
Paid her? How? ... and then there's Antonio
Who'll refuse to give his niece in marriage
To a Figaro, of whom nothing is known.
If I play on the pride
Of that half-wit ...
Everything favours my plan ...
The dice is cast.

Must I see a serf of mine made happy
While I am left to sigh,
And him possess a treasure
Which I desire in vain?
Must I see her,
Who has roused in me a passion
She does not feel for me,
United by the hand of rlove to a base stave?
Ah no, I will not give you
The satisfaction of this contentment!
You were not born, bold fellow,
To cause me torment
And indeed to laugh
At my discomfiture.
Now only the hope
Of taking vengeance
Eases my mind
And make me rejoice.

Exit


SCENE FIVE

Recitative

DON CURZIO
Entering; to Marcellina, Bartolo, the Count, and Figaro who follow him.
The case is decided.
"Pay up, or marry her." That's all.

MARCELLINA
I breathe again.

FIGARO
And I'm done for.

MARCELLINA
aside
At last I'll be married to the man I love.

FIGARO
to the Count
My lord, I appeal ...

COUNT
The judgment is fair:
"Pay up, or marry her." Quite right, Don Curzio.

DON CURZIO
Your lordship is too kind.

BARTOLO
An excellent judgment!

FIGARO
In what way excellent?

BARTOLO
We are all avenged.

FIGARO
I won't marry her.

BARTOLO
Oh yes, you will.

DON CURZIO
"Pay up, or marry her. " She lent you
Two thousand pieces of silver.

FIGARO
I am of gentle birth, and without
The consent of my noble parents ...

COUNT
Where are they? Who are they?

FIGARO
Let me goon looking fort hem;
For ten years I've been hoping to find them.

BARTOLO
Were you a founding? ...

FIGARO
No, lost, doctor, or rather stolen.

COUNT
Stolen?

MARCELLINA
What's that?

BARTOLO
Your proof?

DON CURZIO
Your witness?

FIGARO
The gold, the jewels and the embroidered clothes
Which, in my infancy,
The bandits found upon me
Are the true indications
Of my noble birth, and moreover
This mark upon my arm.

MARCELLINA
A spatula on your right arm?

FIGARO
Who told you that?

MARCELLINA
Great heaven!
It's he ...

FIGARO
It's I, indeed.

DON CURZIO
Who?

COUNT
Who?

BARTOLO
Who?

MARCELLINA
Raphael.

BARTOLO
And robbers stole you?

FIGARO
Near a castle.

BARTOLO
There stands your mother.

FIGARO
My nurse? ...

BARTOLO
No, your mother.

COUNT and DON CURZIO
His mother!

FIGARO
Do I hear aright?

MARCELLINA
And there stands your father.

She runs to embrace Figaro

Sextet

MARCELLINA
Dearest son, in this embrace
Recognise your mother.

FIGARO
to Bartolo
Father dear, do the same,
Do not leave me longer here to blush.

BARTOLO
Do not let conscience
Stand in the way of your desire.

He embraces Figaro

DON CURZIO
He's his father, she's his mother:
The wedding can't go forward.

COUNT
I'm astounded, I'm amazed:
To leave here would be for the best.

MARCELLINA
Beloved son!

BARTOLO
Beloved son!

FIGARO
Beloved parents!

The Count makes to leave, but Susanna, entering with a purse in her hand, detains him.

SUSANNA
Just a moment, pray, my lord.
I have the money ready here.
I've come to pay for Figaro
And set him free.

COUNT and DON CURZIO
We don't know where we are.
Just look over there.

SUSANNA
turning and seeing Figaro embracing Marcellina
Already reconciled to her as wife?
Great heaven, how faithless!
to Figaro
Leave me, wretch!
She starts to go

FIGARO
Detains her; she struggles
Stay a moment.
Listen, my dearest.

SUSANNA
Listen to that!
boxing Figaro's ears

MARCELLINA, BARTOLO and FIGARO
It's the result of her full heart;
What she did, she did for love.

COUNT and DON CURZIO
I rage, I burn (he rages, he burns) with fury;
Fate has overcome me (him).

SUSANNA
I rage, I burn with fury;
This old woman has overcome me.

MARCELLINA
to Susanna
Dearest daughter,
Calm your bitterness,
And embrace his mother,
Who now will be yours too.

She runs to embrace Susanna

SUSANNA
His mother?

ALL
His mother.

SUSANNA
Your mother?

FIGARO
And this is my father,
Who'll tell you it's true.

SUSANNA
His father?

ALL
His father.

SUSANNA
Your father?

FIGARO
And this is my mother,
Who'll tell you it's true.

All four embrace

SUSANNA, MARCELLINA, BARTOLO and FIGARO
My heart
Scarcely can support
The bliss
Of this moment.

COUNT and DON CURZIO
My heart
Scarcely can support
The raging torment
Of this moment.

The Count and Don Curzio exeunt


SCENE SIX

Recitative

MARCELLINA
to Bartolo
And t here, my dear, is t he sweet pledge
Of our old love ...

BARTOLO
Let's not talk now
Of so remote a past: he's my son,
You are my consort;
And we'll get married when you wish.

MARCELLINA
Today; it can be a double wedding.
giving the paper to Figaro
Take this; it is the contract for the sum
You owe me; let it be your wedding present.

SUSANNA
throwing down a purse of money
Take this purse too.

BARTOLO
doing the same
And this as well.

FIGARO
Thank you; I'll take all I'm given.

SUSANNA
Let's go and tell my lady
And my uncle all that's happened;
Who could be as happy as I am?

FIGARO
I am.

BARTOLO
I am.

MARCELLINA
I am.

ALL
And I don't care how furious the Count is!

Exeunt arm in arm


SCENE SEVEN
Enter Barbarina and Cherubino.

BARBARINA
Come, dear page, come to our house.
here you'll find
All the prettiest girls of the estate.
And you shall be the prettiest of them all.

CHERUBINO
But woe betide me if the Count
Should find me; you know
He thinks I've left for Seville.

BARBARINA
Oh well, ifhe does find you
It won't be anything new. Listen!
We're going to dress you like one of us
And then all go
To present flowers to my lady.
Cherubino, have faith in Barbarina.

Exeunt


SCENE EIGHT
Enter the Countess.

Recitative and Aria

COUNTESS
Susanna's not come! I'm impatient
To know what the Count said
To her proposal; the plan seems to me
Somewhat rash, and with a husband
So impetuous and jealous ...
But where's the harm?
To change my clothes
With those of Susanna, and hers with mine,
Under cover of darkness ... Oh heavens!
To what humiliation am I reduced
By a cruel husband, who after having
First loved me, then neglected and finally
Deceived me, in a strange mixture
Of infidelity, jealousy and disdain,
Now forces me to seek help from my servant!

Where are those happy moments
Of sweetness and pleasure?
Where have they gone,
Those vows of a deceiving tongue?
Then why, if everything for me
Is changed to tears and grief,
Has the memory oft hat happiness
Not faded from my breast?
Ah! if only my constancy
In yearning lovingly for him always
Could bring the hope
Of changing his ungrateful heart!

Exit


SCENE NINE
Enter the Count and Antonio.

Recitative

ANTONIO
whith a cap in his hand
I tell you, sir, that Cherubino
Is still in the castle;
Look, here's his cap to prove it.

COUNT
But how? By this time
He ought to be in Seville.

ANTONIO
If I may say so, all Seville's in my house.
There he's been dressed as a girl,
And he's left his other clothes there.

COUNT
The traitors!

ANTONIO
Let's go, and you can see for yourself.

Exeunt


SCENE TEN
Enter the Countess and Susanna.

COUNTESS
What things you're telling me!
And what did the Count say then?

SUSANNA
You could read in his face
His indignation and anger.

COUNTESS
Gently now: it will be the easier to catch him,
Where is the rendezvous
That you suggested?

SUSANNA
In the garden.

COUNTESS
Let's fix a place for it. Write to him.

SUSANNA
I write? ... but ... my lady ...

COUNTESS
Write, l tell you,
And I'll take it all upon myself.
Susanna sits down and writes
A song to the zephyr...

Duettino

SUSANNA
To the zephyr ...

COUNTESS
dictating
"How sweet the breeze

SUSANNA
repeating the Countess's words
The breeze ...

COUNTESS
"Will be this evening...

SUSANNA
Will be this evening ...

COUNTESS
"In the pine grove.

SUSANNA
questioning
In the pine grove?
writing
In the pine grove.

COUNTESS
The rest he'll understand.

SUSANNA
I'm sure he'll understand.

Together they re?read what has been written.
Susanna folds the letter.


Recitative

SUSANNA
The letter's folded … how shall I seal it?

COUNTESS
taking out a pin and giving it to her
Here ... take this pin.
It will serve as seal. Wait ... write
On the back of the letter,
„Send back the seal.“

SUSANNA
It's stranger than
The seal on the commission.

COUNTESS
Quick, hide it … I hear people coming.

Susanna puts the note in her bosom


SCENE ELEVEN
Enter Cherubino dressed as a peasant girl, Barbarina, and other village girls dressed in the same way, with bunches of flowers.

Chorus

PEASANT GIRLS
Accept, noble lady,
These roses and these flowers,
Which we have picked this morning
To show you our affection.
We are only humble girls
From the village,
But the little that we can give
We offer with all our hearts.

Recitative

BARBARINA
These, my lady,
Are the girls of the district,
Who have come to offer what little they have
And beg your pardon for being so bold.

COUNTESS
How kind! I thank you.

SUSANNA
Aren't they pretty!

COUNTESS
indicating Cherubino
And who, tell me,
Is that charming girl
Who look so shy?

BARBARINA
That's one of my cousins, who came
Yesterday evening for the wedding.

COUNTESS
We should honour this fair stranger.
to Cherubino
Come here ... let me have your flowers.
She takes the flowers from Cherubino and kisses his forehead. Aside.
How she blushes!
to Susanna
Susanna, don't you think ...
She resembles someone?

SUSANNA
To the life!


SCENE TWELVE
Enter the Count and Antonio. Antonio, holding Cherubino's cap, enters very quietly, pulls off Cherubino's head?dress and puts the cap on him.

ANTONIO
There you are! there's your officer!

COUNTESS
aside
Mercy on us!

SUSANNA
aside
The scamp!

COUNT
to the Countess
Well, madam? ...

COUNTESS
My lord, I am as annoyed
And surprised as you are.

COUNT
But this morning?

COUNTESS
This morning ...
We wanted to dress him up
As he's dressed now
For this evening's party.

COUNT
to Cherubino
And why have you not left?

CHERUBINO
quickly pulling off his cap
My lord ...

COUNT
I shall know
How to punish your disobedience.

BARBARINA
Your lordship, your lordship,
You've told me so often
When you've kissed and caressed me,
„Barbarina, if you'll love me
I'll give you whatever you want“.

COUNT
I said that?

BARBARINA
Yes, you did.
So please give me, sir,
Cherubino for a husband,
And I'll love you as I love my kitten.

COUNTESS
to the Count
Well, now it's your turn ...

ANTONIO
to Barbarina
Well done, my girl!
You've learnt your lesson well.

COUNT
aside
What man, demon or god is it
That turns everything I do against me?


SCENE THIRTEEN
Enter Figaro.

FIGARO
My lord ... if you keep
All these girls here,
There'll be no party, no dancing ...

COUNT
Indeed! You're wanting to dance
With an injured foot?

FIGARO
He pretends to stretch his leg and then tries to dance.
Oh, it doesn't hurt any more.
He calls to the girls and tries to leave, but the Count calls him back.
Come, my pretty ones ...

COUNT
By good fortune,
The flower?pots were only earthenware.

FIGARO
That's right,
Come along now, come along ...

He tries to leave, but Antonio calls him back.

ANTONIO
Meanwhile the page
Was galloping off to Seville?

FIGARO
Galloping or trotting, off he went.
Come along, my dears.

He is about to leave

COUNT
again bringing him back
And his commission
Was left in your pocket ...

FIGARO
Yes indeed,
What a lot of questions!

ANTONIO
to Susanna, who is making signs to Figaro
Stop making signs to him, he doesn't understand.
taking Cherubino by the hand and presenting him to Figaro
Here's someone who claims
That my nephew?to?be is a liar.

FIGARO
Cherubino!

ANTONIO
There you are.

FIGARO
to the Count
What's this story of his?

COUNT
No story; but he says it was he
Who jumped on the carnations this morning ...

FIGARO
He says so! ... well, if I jumped down
It's possible that he too
Could have done the same.

COUNT
He too?

FIGARO
Why not?
I never dispute what I don't know.

A Spanish march is heard in the distance.

Finale

FIGARO
There's the march ... let's go.
Take your places, ladies, take your places.
Susanna give me your arm.

SUSANNA
Here it is.

Figaro takes Susanna's arm; exeunt omnes except the Count and Countess.

COUNT
aside
Such presumption!

COUNTESS
aside
I feel like ice.

COUNT
My lady ...

COUNTESS
Say no more now.
Here are the two couples:
We must receive them;
One especially has your protection.
Let us sit down.

COUNT
Let's sit.
aside
And plan my revenge.
They sit.


SCENE FOURTEEN
Enter hunters with rifles on their shoulders; villagers; two young girls carrying a bridal head?dress with white feathers; two others, a white veil; two more, gloves and bouquet; Figaro with Marcellina, Bartolo with Susanna. Two girls begin the chorus, which the others take up. Bartolo leads Susanna to the Count, and she kneels to receive the head?dress etc. from him. Figaro leads Marcellina to the Countess: similar business.

TWO GIRLS
Faithful and
Honourable girls,
Sing praises
To our wise lord.
By renouncing a right
Which outraged and offended,
He leaves you pure
For your lovers.

ALL
Let us sing praises
To our wise lord.

Susanna, while kneeling during the chorus, pulls the Count's coat, shows him the letter, then lifts her hand on the audience's side to her head, where the Count takes the letter under cover of adjusting her headdress. He puts it furtively in his breast pocket. Susanna rises, making him a curtsey; Figaro comes to receive her, and a fandango is danced. Marcellina rises slightly after; Bartolo comes to receive her from the Countess's hands. The Count moves aside, takes out the letter, and pricks his finger; he shakes it, presses it, sucks it; seeing the letter sealed with a pin, he throws the pin down.

COUNT
Just like a woman,
To stick a pin in everywhere.
Ha, ha! I see her meaning.

FIGARO
watching it all; to Susanna
Some flirt, in passing,
Has slipped him a billet doux
Sealed with a pin,
On which he's pricked his finger.
The Count reads the letter, kisses it, looks for the pin, finds it and puts it in his sleeve.
Our Narcissus is looking for it ? what fun!

Recitative

COUNT
Now go, friends, and let the wedding
Celebration be arranged for this evening
With the richest ceremony. I wish there
To be splendid entertainment, with singing
And fireworks, a grand banquet and ball;
You shall see how I treat those dear to me.

The chorus and march are repeated.
Exeunt omnes



ACT FOUR

SCENE ONE
The garden, with two pavilions. Night.

Cavatina

BARBARINA
Searching for something on the ground
Oh dear me, I've lost it ...
Oh, wherever can it be?
I can't find it ... my cousin
And my lord... what will they say?


SCENE TWO

Recitative

FIGARO
entering with Marcellina
What's the matter, Barbarina?

BARBARINA
Oh cousin, I've lost it.

FIGARO
What?

MARCELLINA
What?

BARBARINA
The pin
His lordship gave me
To take back to Susanna.

FIGARO
To Susanna? The pin?
Even at your age
You know the practices ...
Do you do everything so well?

BARBARINA
Why are you getting angry with me?

FIGARO
Can't you see I'm joking? Look ... this
searching the ground fo ra moment, after having dexterously taken a pin from Marcellina's dress or cap, and giving it to Barbarina
is the pin the Count gave you
To take back to Susanna:
It was used to seal a note.
You see, I know all about it.

BARBARINA
Then why ask me if you know it all?

FIGARO
I wanted to hear how his lordship
Sent you on this errand.

BARBARINA
Nothing remarkable!
"Here, my girl, take this pin
To pretty Susanna, and say
This is the seal oft he pine?grove.

FIGARO
Aha! The pine?grove!

BARBARINA
Oh yes, and then he added:
"Take care no one sees you!
But you won't tell?

FIGARO
Trust me.

BARBARINA
It can't concern you at all.

FIGARO
Oh, not at all.

BARBARINA
Well, goodbye, cousin:
I'm going to Susanna and then to Cherubino.

She dances off


SCENE THREE

FIGARO
Mother...

MARCELLINA
My son?

FIGARO
All is over.

MARCELLINA
Calm yourself, my son.

FIGARO
All is over, I say.

MARCELLINA
Patience, patience and yet more patience;
Things are serious and we must think them out.
But wait, you don't know whom the joke is on.

FIGARO
Oh mother, that pin was the one
He picked up a little while ago.

MARCELLINA
That's true ... but this only
Justified your being on your guard
And keeping your eyes open:
But you don't know if in fact ...

FIGARO
I'll be on the alert! I know
Where the meeting has been arranged for.

MARCELLINA
Where are you going, my son?

FIGARO
To avenge all husbands. Farewell.

Exit furiously


SCENE FOUR

MARCELLINA
Quickly, I must warn Susanna ..
I believe her innocent: that face ...
That air of modesty ... And yet even
Were she not ... Ah! when her heart
Is not personally involved,
Every woman is drawn to the defence
Of her own poor sex,
So unjustly oppressed by these ungrateful men.

Exit


SCENE FIVE
The depths of the garden. Enter Barbarina alone, with some fruit and sweetmeats.

Recitative

BARBARINA
"In the left-hand pavilion," he said: this is it.
Suppose he doesn't come? Oh, these tiresome people!
I could hardly get them to give me an apple,
A pear and a pastry. " Who's it for, my dear?
"It's for someone, sir." " We know that."
Oh well, his lordship hates him, but I love him;
It cost me a kiss, but what does it matter?
Someone's bound to pay it back.
She hears someone coming.
Mercy on us!

She flees in fright into the left pavilion.


SCENE SIX
Enter Figaro alone, with a cloak and dark lantern.

FIGARO
aside
That's Barbarina.
He hears people coming,? aloud
Who goes there?

BASILIO
entering with Bartolo and a group of workmen
Those whom
You invited to come.

BARTOLO
What a sinister scowl!
You look like a conspirator;
What on earth is all this mystery about?

FIGARO
You'll soon see.
In this very spot
There'll be celebrated the union
Of my virtuous bride
And our feudal lord ...

BASILIO
Ah, good, good!
I see now how it is.
aside
They've settled it without me.

FIGARO
Do not go away
From hereabouts: meanwhile
I must go and give some instructions;
I'll be back very shortly;
When I whistle, all of you rush out.

Exeunt all


SCENE SEVEN

Recitative and Aria

FIGARO
re?entering alone, in a cloak
Everything is ready; the hour
Must be at hand; I heard someone ...
Is it she? ... no, no one ... it's very dark
Tonight ... and now I begin
To learn the foolish art
Of being a husband.
Traitress! at the very moment
Of our wedding ...
He reading with pleasure, and I,
Watching him, unwittingly laughing at myself.
Oh Susanna, Susanna,
What anguish you have cost me!
With that sweet face
And those innocent eyes ...
Who would have believed it!
Ah, to trust women is sheer folly.

Just open your eyes,
You rash and foolish men,
And look at these women;
See them as they are,
These goddesses, so called
By the intoxicated senses,
To whom feeble reason
Offers tribute.
They are witches who cast spells
For our torment,
Sirens who sing
For our confusion,
Night owls who fascinate
To pluck us,
Comets who dazzle
To deprive us of light.
They are thorned roses,
Alluring vixens,
Smiling she?bears,
Malign doves,
Masters of deceit,
Friends of distress
Who cheat and lie,
Who feel no love
And have no pity.
The rest I need not say,
For everyone knows it already.


SCENE EIGHT
Enter Susanna and the Countess, both in disguise, and Marcellina.

Recitative

SUSANNA
Marcellina told me, my lady,
That Figaro would be coming.

MARCELLINA
He's here already;
Lower your voice a little.

SUSANNA
So one's listening, the other
Should be coming to find me.
We can begin.

MARCELLINA
I'll hide myself in here.

Enters where Barbarina went.


SCENE NINE

SUSANNA
Madam, you are trembling; are you cold?

COUNTESS
The night is rather chilly ... I'll go in.

FIGARO
aside
Now comes the climax of the drama.

SUSANNA
If your ladyship will allow me,
I'll stay among the pine?trees
To take the air for half an hour.

FIGARO
aside
To take the air!

COUNTESS
Stay, and take your time.
She hides herself.

SUSANNA
aside
The rascal's watching,
So we'll have some fun.
We'll reward him for his doubts,

Recitativ and Aria

SUSANNA
At last comes the moment
When, without reserve, I can rejoice
In my lover's arms: timid scruples,
Hence from my heart,
And do not come to trouble my delight.
Oh how the spirit of this place,
The earth and the sky, seem
To echo the fire of love!
How the night furthers my stealth!

Come, do not delay, oh bliss,
Come where love calls thee to joy,
While night's torch does not shine in the sky,
While the air is still dark and the world quiet.
Here murmurs the stream, here sports the breeze,
Which refreshes the heart with its sweet whispers.
Here flowers smile and the grass is cool;
Here everything invites to the pleasures of love.
Come, my dearest, and amid these sheltered trees
I will wreathe thy brow with roses.


SCENE TEN

Recitative

FIGARO
aside
The traitress! this is how
She was deceiving me. Am I awake or dreaming?

CHERUBINO
entering singing
La la la ...

COUNTESS
aside
The page!

CHERUBINO
I hear someone: I'll go
Where I can find Barbarina.
discovering the Countess
Ah, I see a woman!

COUNTESS
Woe is me!

CHERUBINO
Surely not! By that hat I thought
I recognised Susanna in the darkness.

COUNTESS
If my lord should come now! Cruel fate!

Finale

CHERUBINO
aside
Very softly I'll approach her,
My time will not be wasted.

COUNTESS
Oh, if the Count should arrive now
What confusion there will be!

CHERUBINO
Dear Susanna ... she doesn't answer …
She hides her face with her hand ...
Now I'll really tease her.

He takes her hand and caresses it while the Countess tries to free herself.

COUNTESS
disguising her voice
Impudent fellow,
Be off from here at once.

CHERUBINO
Affected flirt,
I know why you're here.

COUNT
from afar, in the attitude of a watcher
There is my Susanna.

SUSANNA and FIGARO
distant one from the other
Here's the bird?catcher.

CHERUBINO
to the Countess
Don't be so hard on me!

SUSANNA, COUNT and FIGARO
aside
How my heart beats in my breast!
Another man is there with her.

COUNTESS
Go away, or I'll call for help.

CHERUBINO
still holding her hand
Give me a kiss, or you'll do nothing.

SUSANNA, COUNT and FIGARO
By his voice, that's the page.

COUNTESS
What, a kiss? What insolence!

CHERUBINO
And why can't I do
What the Count's about to do?

SUSANNA, COUNTESS, COUNT and FIGARO
each aside
What effrontery!

CHERUBINO
Don't be so prudish!
You know I was behind the sofa.

SUSANNA, COUNTESS, COUNT and FIGARO
as above
If the wretch persists in being obstinate,
He will ruin all our plan.

CHERUBINO
Take a kiss then ...

He tries to kiss the Countess, but the Count intervenes and receives the kiss himself.

COUNTESS and CHERUBINO
Oh heavens! The Count.

The page slips into a recess.

FIGARO
I must see what's going on there.

COUNT
Since you won't behave,
Take that, then.

He goes to slap Cherubino; but Figaro approaches at this moment and receives it himself.

FIGARO and SUSANNA
Susanna, who has seen the slap, laughs.
Ah! That's the reward
My (his) curiosity has brought me (him).

COUNTESS and COUNT
Ah! That's the reward
His temerity has brought him.

COUNT
to the Countess
At last that impudent fellow's gone;
Come nearer, my dear,

COUNTESS
As you wish.
Here I am, my lord.

FIGARO
What an obliging girl!
What an open?hearted bride!

COUNT
Give me your little hand.

COUNTESS
Here it is.

COUNT
My dearest?

FIGARO
His dearest?

COUNT
What slender fingers,
What delicate skin!
They pierce me through and through
And fill me with new ardour.

SUSANNA, COUNTESS and FIGARO
aside
His blind infatuation
Deludes his reason
And deceives all his senses.

COUNT
Besides your dowry, my dearest,
Take this jewel too,
Which a lover gives you
As token of his love.

He gives her a ring.

COUNTESS
Susanna owes everything
To her benefactor.

SUSANNA, COUNT and FIGARO
aside
Everything is going splendidly!
But the best is yet to come.

COUNTESS
to the Count
My lord, I see the glow
Of kindled torches.

COUNT
Come then, my Venus,
Let us conceal ourselves in here.

SUSANNA and FIGARO
aside
Foolish husbands,
Come and learn your lesson.

COUNTESS
In the dark, my lord?

COUNT
That's what I would have:
You know I'm not going there
In order to read.

FIGARO
aside
Now she's followed him,
I cannot doubt her deceit.

SUSANNA and COUNTESS
aside
The rogues are in the trap;
The play is going well.

Figaro passes; the Count disguises his voice.

COUNT
Who's there?

FIGARO
What's it to you?

COUNTESS
softly, to the Count
That's Figaro; I'm going.

COUNT
Go on: I'll rejoin you soon.

He retires among the trees; the Countess goes off to the right.

FIGARO
All is quiet and peaceful;
Fair Venus has gone in;
To take her with her lover Mars,
Like a modern Vulcan
I'll catch them in my net.

SUSANNA
disguising her voice
Hey, Figaro! Keep quiet!

FIGARO
Ah, that is the Countess ...
to Susanna
You came in time.
There you'll see for yourself
The Count and my bride;
You can touch them
With your own hand.

SUSANNA
forgetting to change her voice
Speak a little softer:
I shall not stir from here,
But I will be avenged.

FIGARO
aside
Susanna!
to Susanna
Be avenged?

SUSANNA
Yes.

FIGARO
How can you do this?

SUSANNA
aside
I'll trap the villain,
Then I'll know what to do.

FIGARO
aside
The vixen wants to trap me,
I'll lead her on.
with comic exaggeration
Ah, if my lady wishes it!

SUSANNA
Go on, don't waste words.

FIGARO
as above
Here I kneel at your feet
My heart full of fire.
Look at this spot,
And think how you were betrayed.

SUSANNA
aside
How my hand tingles
With impatience and fury!

FIGARO
aside
How my bosom heaves
With impatience and fire!

SUSANNA
altering her voice a little
Without any love?

FIGARO
Let my indignation be sufficient.
Let's waste no more time in vain;
Give me your hand ...

SUSANNA
Speaking in her own voice, and slapping his face
Take it, sir.

FIGARO
What a blow!

SUSANNA
And that too,
And that, and that as well.

FIGARO
Don't beat me so fast.

SUSANNA
Still slapping his face
And that, you rascal,
And that again.

FIGARO
How sweet these blows!
How happy is my love!

SUSANNA
That'll teach you, false one,
To play the seducer.

FIGARO
kneeling
Now peace, my dearest treasure:
I recognised the voice I love
And which keeps my heart in thrall.

SUSANNA
laughing, in surprise
My voice?

FIGARO
The voice I adore.

SUSANNA and FIGARO
Then peace, my dearest treasure,
Peace, my sweetest love.

COUNT
aside, re?entering
I can't find her, though
I've been through all the wood.

FIGARO and SUSANNA
That's the Count, I recognise his voice.

COUNT
Susanna… are you deaf… are you dumb?
calling towards the recess into which the Countess went

SUSANNA
to Figaro
Oh lovely! He didn't recognise her!

FIGARO
Who?

SUSANNA
My lady.

FIGARO
My lady?

SUSANNA
My lady.

SUSANNA and FIGARO
Let's end this comedy, my dearest.
And console this strange lover.

FIGARO
aloud, at Susanna's feet
Yes, my lady, you are my love.

COUNT
My wife, and I unarmed!

FIGARO
Grant some solace to my heart.

SUSANNA
Here I am: do what you will.

COUNT
How dare they!

SUSANNA and FIGARO
Let us hasten, love,
And let pleasure make up for our pain.

Figaro stands and they go towards the left recess.


SCENE ELEVEN

COUNT
Ho there! Bring your swords!

He stops Figaro.

FIGARO
The master! I'm lost!

Susanna goes into the recess; Figaro feigns extreme fright.

COUNT
Ho there, I say! Help!

Enter Antonio, Basilio and the servants with lit torches.

BASILIO and ANTONIO
What's amiss?

COUNT
The scoundrel:
He's betrayed me, he has shamed me,
And with whom, you shall see.

BASILIO and ANTONIO
aside
I'm astounded, I'm bewildered,
I can't believe it's true.

FIGARO
aside
They're astounded, they're bewildered.
What a scene! oh what joy!

COUNT
In vain you resist:
Come forth, my lady,
And receive the reward
Or your virtue.

The Count pulls out by the arm Cherubino, who attempts to resist and is only half seen; then follow Barbarina, Marcellina, and Susanna, who, dressed in the Countess's clothes and holding a handkerchief to her face, kneels at the Count's feet.

COUNT
The page!

ANTONIO
My daughter!

FIGARO
My mother!

BASILIO and ANTONIO
My lady!

COUNT
The plot is discovered,
The traitress is here.

All kneel one after the other

SUSANNA
Forgive me, forgive me.

COUNT
No, no, do not hope for it.

FIGARO
Forgive me, forgive me.

COUNT
No, no I will not.

ALL
Forgive us, forgive us.

COUNT
No, no, no, no, no.

The Countess emerges from the other recess and tries to kneel, but the Count prevents her.

COUNTESS
At least let me plead
Forgiveness for them.

BASILIO and ANTONIO
Oh heavens! What do I see?
A delusion, a vision,
That I can't believe.

COUNT
My Countess, forgive me.

COUNTESS
I am kinder:
I will say "Yes."

ALL
Then let us all
Be happy.

This day of torment,
Of caprices and folly,
Love can end
Only in contentment and joy.
Lovers and friends, let's round things off
In dancing and pleasure,
And to the sound of a gay march
Let's hasten to the revelry.

Personaggi:
IL CONTE D'ALMAVIVA, grande di Spagna (Basso / Baritono)
LA CONTESSA D'ALMAVIVA, sua moglie (Soprano)
SUSANNA, cameriera della contessa e promessa sposa di Figaro (Soprano)
FIGARO, camariere del conte (Basso / Baritono)
CHERUBINO, paggio del conte (Soprano / Mezzosoprano)
MARCELLINA, già governante a casa di Bartolo, ora al servizio del Conte (Mezzosoprano)
BARTOLO, medico di Siviglia (Basso)
BASILIO, maestro di musica (Tenore)
DON CURZIO, giudice (Tenore)
ANTONIO, giardiniere del conte e zio di Susanna (Basso)
BARBARINA, sua figlia (Soprano)
DUE CONTADINE (Soprano / Contralto)

CORO
paesani, contadinelle



ATTO PRIMO

Ouverture

Camera non affatto ammobiliata, una sedia d'appoggio in mezzo

SCENA I
Figaro con una misura in mano
e Susanna allo specchio che si sta mettendo un capellino ornato di fiori


No. 1 - Duettino

FIGARO
misurando
Cinque... dieci.... venti... trenta... trentasei...quarantatre

SUSANNA
specchiandosi
Ora sì ch'io son contenta;
sembra fatto inver per me.
Guarda un po', mio caro Figaro,
guarda adesso il mio cappello.

FIGARO
Sì mio core, or è più bello,
sembra fatto inver per te.

SUSANNA e FIGARO
Ah, il mattino alle nozze vicino
quanto è dolce al mio/tuo tenero sposo
questo bel cappellino vezzoso
che Susanna ella stessa si fe'.

Recitativo

SUSANNA
Cosa stai misurando,
caro il mio Figaretto?

FIGARO
Io guardo se quel letto
che ci destina il Conte
farà buona figura in questo loco.

SUSANNA
E in questa stanza?

FIGARO
Certo: a noi la cede
generoso il padrone.

SUSANNA
Io per me te la dono.

FIGARO
E la ragione?

SUSANNA
toccandosi la fronte
La ragione l'ho qui.

FIGARO
facendo lo stesso
Perché non puoi
far che passi un po' qui?

SUSANNA
Perché non voglio.
Sei tu mio servo, o no?

FIGARO
Ma non capisco
perché tanto ti spiace
la più comoda stanza del palazzo.

SUSANNA
Perch'io son la Susanna, e tu sei pazzo.

FIGARO
Grazie; non tanti elogi! Guarda un poco
se potriasi star meglio in altro loco.

No. 2 - Duettino

FIGARO
Se a caso madama
la notte ti chiama,
din din; in due passi
da quella puoi gir.
Vien poi l'occasione
che vuolmi il padrone,
don, don; in tre salti
lo vado a servir.

SUSANNA
Così se il mattino
il caro Contino,
din din; e ti manda
tre miglia lontan,
don don; a mia porta
il diavol lo porta,
ed ecco in tre salti ...

FIGARO
Susanna, pian, pian.

SUSANNA
Ascolta ...

FIGARO
Fa presto ...

SUSANNA
Se udir brami il resto,
discaccia i sospetti
che torto mi fan.

FIGARO
Udir bramo il resto,
i dubbi, i sospetti
gelare mi fan.

Recitativo

SUSANNA
Or bene; ascolta, e taci!

FIGARO
Parla: che c'è di nuovo?

SUSANNA
Il signor Conte,
stanco di andar cacciando le straniere
bellezze forestiere,
vuole ancor nel castello
ritentar la sua sorte,
né già di sua consorte, bada bene,
appetito gli viene ...

FIGARO
E di chi dunque?

SUSANNA
Della tua Susanetta

FIGARO
Di te?

SUSANNA
Di me medesma; ed ha speranza,
che al nobil suo progetto
utilissima sia tal vicinanza.

FIGARO
Bravo! Tiriamo avanti.

SUSANNA
Queste le grazie son, questa la cura
ch'egli prende di te, della tua sposa.

FIGARO
Oh, guarda un po', che carità pelosa!

SUSANNA
Chetati, or viene il meglio: Don Basilio,
mio maestro di canto, e suo mezzano,
nel darmi la lezione
mi ripete ogni dì questa canzone.

FIGARO
Chi? Basilio? Oh birbante!

SUSANNA
E tu credevi
che fosse la mia dote
merto del tuo bel muso!

FIGARO
Me n'ero lusingato.

SUSANNA
Ei la destina
per ottener da me certe mezz'ore...
che il diritto feudale...

FIGARO
Come? Ne' feudi suoi
non l'ha il Conte abolito?

SUSANNA
Ebben; ora è pentito, e par che tenti
Riscattarlo da me.

FIGARO
Bravo! Mi piace:
Che caro signor Conte!
Ci vogliam divertir: trovato avete...
Si sente suonare un campanello
Chi suona? La Contessa.

SUSANNA
Addio, addio, Figaro bello ...

FIGARO
Coraggio, mio tesoro.

SUSANNA
E tu, cervello.
parte


SCENA II
Figaro solo

FIGARO
Bravo,signor padrone! Ora incomincio
a capir il mistero... e a veder schietto
tutto il vostro progetto: a Londra è vero?
Voi ministro, io corriero, e la Susanna ...
secreta ambasciatrice.
Non sarà, non sarà. Figaro il dice.


No. 3 - Cavatina

FIGARO
Se vuol ballare
Signor Contino,
il chitarrino
le suonerò.
Se vuol venire
nella mia scuola
la capriola
le insegnerò.
Saprò... ma piano,
meglio ogni arcano
dissimulando
scoprir potrò!
L'arte schermendo,
l'arte adoprando,
di qua pungendo,
di là scherzando,
tutte le macchine
rovescerò.
Se vuol ballare
Signor Contino,
il chitarrino
le suonerò.
parte


SCENA III
Bartolo e Marcellina con un contratto in mano

Recitativo

BARTOLO
Ed aspettaste il giorno
fissato a le sue nozze
per parlarmi di questo?

MARCELLINA
Io non mi perdo,
dottor mio, di coraggio:
per romper de' sponsali
più avanzati di questo
bastò spesso un pretesto, ed egli ha meco,
oltre questo contratto, certi impegni...
so io...basta...convien
la Susanna atterrir. Convien con arte
impuntigliarli a rifiutar il Conte.
Egli per vendicarsi
prenderà il mio partito,
e Figaro così fia mio marito.

BARTOLO
prende il contratto dalle mani di Marcellina
Bene, io tutto farò: senza riserve
tutto a me palesate.
(Avrei pur gusto
di dar per moglie la mia serva antica
a chi mi fece un dì rapir l'amica.)

No. 4 - Aria

BARTOLO
La vendetta, oh, la vendetta!
È un piacer serbato ai saggi.
L'obliar l'onte e gli oltraggi
è bassezza, è ognor viltà.
Con l'astuzia...coll'arguzia...
col giudizio...col criterio...
si potrebbe...il fatto è serio...
ma credete si farà.
Se tutto il codice
dovessi volgere,
se tutto l'indice
dovessi leggere,
con un equivoco,
con un sinonimo
qualche garbuglio
si troverà.
Tutta Siviglia
conosce Bartolo:
il birbo Figaro
vostro sarà.

parte


SCENA IV
Marcellina, poi Susanna con cuffia da donna, un nastro e un abito da donna

Recitativo

MARCELLINA
Tutto ancor non ho perso:
mi resta la speranza.
Ma Susanna si avanza:
io vo' provarmi...
Fingiam di non vederla.
E quella buona perla
la vorrebbe sposar!

SUSANNA
resta indietro
(Di me favella)

MARCELLINA
Ma da Figaro alfine
non può meglio sperarsi: argent fait tout.

SUSANNA
(Che lingua! Manco male
ch'ognun sa quanto vale.)

MARCELLINA
Brava! Questo è giudizio!
Con quegli occhi modesti,
con quell'aria pietosa,
e poi...

SUSANNA
Meglio è partir.

MARCELLINA
Che cara sposa!

Vanno tutte due per partire e s'incontrano alla porta.

No. 5 - Duettino

MARCELLINA
facendo una riverenza
Via resti servita,
Madama brillante.

SUSANNA
facendo una riverenza
Non sono sì ardita,
madama piccante.

MARCELLINA
riverenza
No, prima a lei tocca.

SUSANNA
riverenza
No, no, tocca a lei.

SUSANNA e MARCELLINA
riverenze
Io so i dover miei,
non fo inciviltà.

MARCELLINA
riverenza
La sposa novella!

SUSANNA
riverenza
La dama d'onore!

MARCELLINA
riverenza
Del Conte la bella!

SUSANNA
riverenza
Di Spagna l'amore!

MARCELLINA
I meriti!

SUSANNA
L'abito!

MARCELLINA
Il posto!

SUSANNA
L'età!

MARCELLINA
Per Bacco, precipito,
se ancor resto qua.

SUSANNA
Sibilla decrepita,
da rider mi fa.

Marcellina parte


SCENA V
Susanna e poi Cherubino

Recitativo

SUSANNA
Va' là, vecchia pedante,dottoressa arrogante,perché hai letti due libri
e seccata madama in gioventù...

CHERUBINO
esce in fretta
Susanetta, sei tu?

SUSANNA
Son io, cosa volete?

CHERUBINO
Ah, cor mio, che accidente!

SUSANNA
Cor vostro! Cosa avvenne?

CHERUBINO
Il Conte ieri
perché trovommi sol con Barbarina,
il congedo mi diede;
e se la Contessina,
la mia bella comare,
grazia non m'intercede, io vado via,
io non ti vedo più, Susanna mia!

SUSANNA
Non vedete più me! Bravo! Ma dunque
non più per la Contessa
secretamente il vostro cor sospira?

CHERUBINO
Ah, che troppo rispetto ella m'ispira!
Felice te, che puoi
vederla quando vuoi,
che la vesti il mattino,
che la sera la spogli, che le metti
gli spilloni, i merletti...
Ah, se in tuo loco...
Cos'hai lì?- Dimmi un poco...

SUSANNA
Ah, il vago nastro della notturna cuffia
di comare sì bella.

CHERUBINO
toglie il nastro di mano a Susanna
Deh, dammelo sorella,
dammelo per pietà!

SUSANNA
vuol riprenderglielo
Presto quel nastro!

CHERUBINO
si mette a girare intorno la sedia
O caro, o bello, o fortunato nastro!
Io non te'l renderò che colla vita!

SUSANNA
seguita a corrergli dietro, ma poi s'arresta come fosse stanca
Cos'è quest'insolenza?

CHERUBINO
Eh via, sta cheta!
In ricompensa poi
questa mia canzonetta io ti vo' dare.

SUSANNA
E che ne debbo fare?

CHERUBINO
Leggila alla padrona,
leggila tu medesma;
leggila a Barbarina, a Marcellina;
leggila ad ogni donna del palazzo!

SUSANNA
Povero Cherubin, siete voi pazzo!

No. 6 - Aria

CHERUBINO
Non so più cosa son, cosa faccio,
or di foco, ora sono di ghiaccio,
ogni donna cangiar di colore,
ogni donna mi fa palpitar.
Solo ai nomi d'amor, di diletto,
mi si turba, mi s'altera il petto
e a parlare mi sforza d'amore
un desio ch'io non posso spiegar.
Parlo d'amor vegliando,
parlo d'amor sognando,
all'acque, all'ombre, ai monti,
ai fiori, all'erbe, ai fonti,
all'eco, all'aria, ai venti,
che il suon de' vani accenti
portano via con sé.
E se non ho chi mi oda,
parlo d'amor con me.


SCENA VI
Cherubino, Susanna e poi il Conte

Recitativo

CHERUBINO
vedendo il Conte da lontano, torna indietro impaurito e si nasconde dietro la sedia
Ah, son perduto!

SUSANNA
cerca di mascherar Cherubino
Che timor! - Il Conte! - Misera me!

IL CONTE
Susanna, mi sembri
agitata e confusa.

SUSANNA
Signor ... io chiedo scusa ...
ma ... se mai ... qui sorpresa ...
per carità! Partite.

IL CONTE
si mette a sedere sulla sedia, prende Susanna per la mano
Un momento, e ti lascio,
odi.

SUSANNA
Non odo nulla.

IL CONTE
Due parole. Tu sai
che ambasciatore a Londra
il re mi dichiarò; di condur meco
Figaro destinai.

SUSANNA
Signor, se osassi ...

IL CONTE
sorge
Parla, parla, mia cara, e con quell dritto
ch'oggi prendi su me finché tu vivi
chiedi, imponi, prescrivi.

SUSANNA
Lasciatemi signor; dritti non prendo,
non ne vo',
non ne intendo ... oh me infelice!

IL CONTE
Ah no, Susanna, io ti vo' far felice!
Tu ben sai quanto io t'amo: a te Basilio
tutto già disse. Or senti,
se per pochi momenti
meco in giardin sull'imbrunir del giorno ...
ah, per questo favore io pagherei ...

BASILIO
dentro la scena
È uscito poco fa.

IL CONTE
Chi parla?

SUSANNA
Oh Dei!

IL CONTE
Esci, e alcun non entri.

SUSANNA
Ch'io vi lasci qui solo?

BASILIO
dentro
Da madama ei sarà, vado a cercarlo.

IL CONTE
addita la sedia
Qui dietro mi porrò.

SUSANNA
Non vi celate.

IL CONTE
Taci, e cerca ch'ei parta.

SUSANNA
Oimè! Che fate?

Il Conte vuol nascondersi dietro il sedile: Susanna si frappone tra il paggio e lui: il Conte la spinge dolcemente. Ella rincula, intanto il paggio passa al davanti del sedile, si mette dentro in piedi, Susanna il ricopre colla vestaglia.


SCENA VII
I suddetti e Basilio

BASILIO
Susanna, il ciel vi salvi. Avreste a caso veduto il Conte?

SUSANNA
E cosa
deve far meco il Conte? - Animo, uscite.

BASILIO
Aspettate, sentite,
Figaro di lui cerca.

SUSANNA
(Oh cielo!) Ei cerca
chi dopo voi più l'odia.

IL CONTE
(Veggiam come mi serve.)

BASILIO
Io non ho mai nella moral sentito
ch'uno ch'ami la moglie odi il marito.
Per dir che il Conte v'ama ...

SUSANNA
Sortite, vil ministro
dell'altrui sfrenatezza: Io non ho d'uopo
della vostra morale,
del Conte, del suo amor ...

BASILIO
Non c'è alcun male.
Ha ciascun i suoi gusti: io mi credea
che preferir dovreste per amante,
come fan tutte quante,
un signor liberal, prudente, e saggio,
a un giovinastro, a un paggio ...

SUSANNA
A Cherubino!

BASILIO
A Cherubino! A Cherubin d'amore
ch'oggi sul far del giorno
passeggiava qui d'intorno,
per entrar ...

SUSANNA
Uom maligno,
un impostura è questa.

BASILIO
È un maligno con voi chi ha gli occhi in testa.
E quella canzonetta?
Ditemi in confidenza; io sono amico,
ed altrui nulla dico;
è per voi, per madama ...

SUSANNA
(Chi diavol gliel'ha detto?)

BASILIO
A proposito, figlia,
instruitelo meglio;egli la guarda
a tavola sì spesso,
e con tale immodestia,
che se il Conte s'accorge ... che su tal punto,
sapete, egli è una bestia.

SUSANNA
Scellerato!
E perché andate voi
tai menzogne spargendo?

BASILIO
Io! Che ingiustizia! Quel che compro io vendo.
A quel che tutti dicono
io non aggiungo un pelo.

IL CONTE
sortendo
Come, che dicon tutii!

BASILIO
Oh bella!

SUSANNA
Oh cielo!

No. 7 - Terzetto

IL CONTE
a Basilio
Cosa sento! Tosto andate,
e scacciate il seduttor.

BASILIO
In mal punto son qui giunto,
perdonate, oh mio signor.

SUSANNA
Che ruina, me meschina,
quasi svenuta
son oppressa dal dolor.

BASILIO ed IL CONTE
sostenendola
Ah già svien la poverina!
Come, oh Dio, le batte il cor!

BASILIO
approssimandosi al sedile in atto di farla sedere
Pian pianin su questo seggio.

SUSANNA
Dove sono!
rinviene
Cosa veggio!
staccandosi da tutti due
Che insolenza, andate fuor.

BASILIO
Siamo qui per aiutarvi,
è sicuro il vostro onor.

IL CONTE
Siamo qui per aiutarti,
non turbarti, oh mio tesor.

BASILIO
al Conte
Ah, del paggio quel che ho detto
era solo un mio sospetto.

SUSANNA
È un'insidia, una perfidia,
non credete all'impostor.

IL CONTE
Parta, parta il damerino!

SUSANNA e BASILIO
Poverino!

IL CONTE
Poverino!
Ma da me sorpreso ancor.

SUSANNA e BASILIO
Come! Che!

IL CONTE
Da tua cugina
l'uscio ier trovai rinchiuso;
picchio, m'apre Barbarina
paurosa fuor dell'uso.
Io dal muso insospettito,
guardo, cerco in ogni sito,
ed alzando pian pianino
il tappetto al tavolino
vedo il paggio ...
imita il gesto colla vestaglia e scopre il paggio
Ah! cosa veggio!

SUSANNA
Ah! crude stelle!

BASILIO
Ah! meglio ancora!

IL CONTE
Onestissima signora!
Or capisco come va!

SUSANNA
Accader non può di peggio,
giusti Dei! Che mai sarà!

BASILIO
Così fan tutte le belle;
non c'è alcuna novità!

Recitativo

IL CONTE
Basilio, in traccia tosto
di Figaro volate:
addita Cherubino che non si muove di loco
io vo' ch'ei veda ...

SUSANNA
Ed io che senta; andate!

IL CONTE
Restate: che baldanza! E quale scusa
se la colpa è evidente?

SUSANNA
Non ha d'uopo di scusa un'innocente.

IL CONTE
Ma costui quando venne?

SUSANNA
Egli era meco
quando voi qui giungeste, e mi chiedea
d'impegnar la padrona
a intercedergli grazia. Il vostro arrivo
in scompiglio lo pose,
ed allor in quel loco si nascose.

IL CONTE
Ma s'io stesso m'assisi
quando in camera entrai!

CHERUBINO
Ed allor di dietro io mi celai.

IL CONTE
E quando io là mi posi?

CHERUBINO
Allor io pian mi volsi, e qui m'ascosi.

IL CONTE
a Susanna
Oh ciel, dunque ha sentito
tutto quello ch'io ti dicea!

CHERUBINO
Feci per non sentir quanto potea.

IL CONTE
Ah perfidia!

BASILIO
Frenatevi: vien gente!

IL CONTE
tira Cherubino giù dalla sedia
E voi restate qui, picciol serpente!


SCENA VIII
Figaro, contadine e contadini, i suddetti

Figaro con bianca veste in mano. Coro di contadine e di contadini vestiti di bianco che spargono fiori, raccolti in piccioli panieri, davanti al Conte e cantano il seguente

No. 8 - Coro

CORO
Giovani liete,
fiori spargete
davanti al nobile
nostro signor.
Il suo gran core
vi serba intatto
d'un più bel fiore
l'almo candor.

Recitativo

IL CONTE
a Figaro
Cos'è questa commedia?

FIGARO
piano a Susanna
Eccoci in danza:
secondami cor mio.

SUSANNA
(Non ci ho speranza.)

FIGARO
Signor, non isdegnate
questo del nostro affetto
meritato tributo: or che aboliste
un diritto sì ingrato a chi ben ama ...

IL CONTE
Quel diritto or non v'è più; cosa si brama?

FIGARO
Della vostra saggezza il primo frutto
oggi noi coglierem: le nostre nozze
si son già stabilite. Or a voi tocca
costei che un vostro dono
illibata serbò, coprir di questa,
simbolo d'onestà, candida vesta.

IL CONTE
(Diabolica astuzia!
Ma fingere convien.)
Son grato, amici,
ad un senso sì onesto!
Ma non merto per questo
né tributi, né lodi; e un dritto ingiusto
ne' miei feudi abolendo,
a natura, al dover lor dritti io rendo.

TUTTI
Evviva, evviva, evviva!

SUSANNA
Che virtù!

FIGARO
Che giustizia!

IL CONTE
a Figaro e Susanna
A voi prometto
compier la ceremonia:
chiedo sol breve indugio; io voglio in faccia
de' miei più fidi, e con più ricca pompa
rendervi appien felici.
(Marcellina si trovi.) Andate, amici.

No. 9 - Coro

CORO
Giovani liete,
fiori spargete
davanti al nobile
nostro signor.
Il suo gran core
vi serba intatto
d'un più bel fiore
l'almo candor.

partono

Recitativo

FIGARO, SUSANNA e BASILIO
Evviva!

FIGARO
a Cherubino
E voi non applaudite?

SUSANNA
È afflitto poveretto!
Perché il padron lo scaccia dal castello!

FIGARO
Ah, in un giorno sì bello!

SUSANNA
In un giorno di nozze!

FIGARO
Quando ognun v'ammira!

CHERUBINO
s'inginocchia
Perdono, mio signor ...

IL CONTE
Nol meritate.

SUSANNA
Egli è ancora fanciullo!

IL CONTE
Men di quel che tu credi.

CHERUBINO
È ver, mancai; ma dal mio labbro alfine ...

IL CONTE
lo alza
Ben ben; io vi perdono.
Anzi farò di più; vacante è un posto
d'uffizial nel reggimento mio;
io scelgo voi; partite tosto: addio.

Il Conte vuol partire, Susanna e Figaro l'arrestano.

SUSANNA e FIGARO
Ah, fin domani sol ...

IL CONTE
No, parta tosto.

CHERUBINO
A ubbidirvi, signor, son già disposto.

IL CONTE
Via, per l'ultima volta
la Susanna abbracciate.
(Inaspettato è il colpo.)

FIGARO
Ehi, capitano,
a me pure la mano;
piano a Cherubino
io vo' parlarti
pria che tu parta. Addio,
picciolo Cherubino;
come cangia in un punto il tuo destino.

No. 10 - Aria

FIGARO
Non più andrai, farfallone amoroso,
notte e giorno d'intorno girando;
delle belle turbando il riposo
Narcisetto, Adoncino d'amor.
Non più avrai questi bei pennacchini,
quel cappello leggero e galante,
quella chioma, quell'aria brillante,
quel vermiglio donnesco color.
Tra guerrieri, poffar Bacco!
Gran mustacchi, stretto sacco.
Schioppo in spalla, sciabla al fianco,
collo dritto, muso franco,
un gran casco, o un gran turbante,
molto onor, poco contante!
Ed invece del fandango,
una marcia per il fango.
Per montagne, per valloni,
con le nevi e i sollioni.
Al concerto di tromboni,
di bombarde, di cannoni,
che le palle in tutti i tuoni
all'orecchio fan fischiar.
Cherubino alla vittoria:
alla gloria militar.

Partono tutti alla militare.

ATTO SECONDO

Camera ricca con alcova e tre porte

SCENA I
La Contessa sola: poi Susanna e poi Figaro

No. 11 - Cavatina

LA CONTESSA
Porgi, amor, qualche ristoro
al mio duolo, a' miei sospir.
O mi rendi il mio tesoro,
o mi lascia almen morir.

Recitativo

LA CONTESSA
Vieni, cara Susanna,
finiscimi l'istoria!

SUSANNA
entra
È già finita.

LA CONTESSA
Dunque volle sedurti?

SUSANNA
Oh, il signor Conte
non fa tai complimenti
colle donne mie pari;
egli venne a contratto di danari.

LA CONTESSA
Ah, il crudel più non m'ama!

SUSANNA
E come poi
è geloso di voi?

LA CONTESSA
Come lo sono
i moderni mariti: per sistema
infedeli, per genio capricciosi,
e per orgoglio poi tutti gelosi.
Ma se Figaro t'ama ... ei sol potria ...

FIGARO
cantando entro la scena
La la la ...

SUSANNA
Eccolo: vieni, amico.
Madama impaziente ...

FIGARO
A voi non tocca
stare in pena per questo.
Alfin di che si tratta? Al signor Conte
piace la sposa mia,
indi segretamente
ricuperar vorria
il diritto feudale.
Possibile è la cosa, e naturale.

LA CONTESSA
Possibil!

SUSANNA
Naturale!

FIGARO
Naturalissima.
E se Susanna vuol possibilissima.

SUSANNA
Finiscila una volta.

FIGARO
Ho già finito.
Quindi prese il partito
di sceglier me corriero, e la Susanna
consigliera segreta d'ambasciata.
E perch'ella ostinata ognor rifiuta
il diploma d'onor ch'ei le destina
minaccia di protegger Marcellina.
Questo è tutto l'affare.

SUSANNA
Ed hai coraggio di trattar scherzando
un negozio sì serio?

FIGARO
Non vi basta
che scherzando io ci pensi? Ecco il progetto:
per Basilio un biglietto
io gli fi capitar che l'avvertisca
di certo appuntamento
alla Contessa
che per l'ora del ballo
a un amante voi deste ...

LA CONTESSA
O ciel! Che sento!
Ad un uom sì geloso! ...

FIGARO
Ancora meglio.
Così potrem più presto imbarazzarlo,
confonderlo, imbrogliarlo,
rovesciargli i progetti,
empierlo di sospetti, e porgli in testa
che la moderna festa
ch'ei di fare a me tenta altri a lui faccia;
onde qua perda il tempo, ivi la traccia.
Così quasi ex abrupto, e senza ch'abbia
fatto per frastonarci alcun disegno
vien l'ora delle nozze, e in faccia a lei
segnando la Contessa
non fia, ch'osi d'opporsi ai voti miei.

SUSANNA
È ver, ma in di lui vece
s'opporrà Marcellina.

FIGARO
Aspetta: al Conte
farai subito dir, che verso sera
attendati in giardino,
il picciol Cherubino
per mio consiglio non ancora partito
da femmina vestito,
faremo che in sua vece ivi sen vada.
Questa è l'unica strada
onde monsù sorpreso da madama
sia costretto a far poi quel che si brama.

LA CONTESSA
a Susanna
Che ti par?

SUSANNA
Non c'è mal.

LA CONTESSA
Nel nostro caso ...

SUSANNA
Quand'egli è persuaso ... e dove è il tempo?

FIGARO
Ito è il Conte alla caccia; e per qualch'ora
non sarà di ritorno; io vado e tosto
Cherubino vi mando; lascio a voi
la cura di vestirlo.

LA CONTESSA
E poi? ...

FIGARO
E poi ...
Se vuol ballare
signor Contino,
il chitarrino
le suonerò.

parte


SCENA II
La Contessa, Susanna, poi Cherubino

Recitativo

LA CONTESSA
Quanto duolmi, Susanna,
che questo giovinotto abbia del Conte
le stravaganze udite! Ah tu non sai! ...
Ma per qual causa mai
Da me stessa ei non venne? ...
Dov'è la canzonetta?

SUSANNA
Eccola: appunto
facciam che ce la canti.
Zitto, vien gente! È desso: avanti, avanti,
signor uffiziale.

CHERUBINO
Ah, non chiamarmi
con nome sì fatale! Ei mi rammenta
che abbandonar degg'io
comare tanto buona ...

SUSANNA
E tanto bella!

CHERUBINO
Ah sì ... certo ...

SUSANNA
Ah sì ... certo ...Ipocritone!
Via presto la canzone
che stamane a me deste
a madama cantate.

LA CONTESSA
Chi n'è l'autor?

SUSANNA
additando Cherubino
Guardate: egli ha due braccia
di rossor sulla faccia.

LA CONTESSA
Prendi la mia chitarra, e l'accompagna.

CHERUBINO
Io sono sì tremante ...
ma se madama vuole ...

SUSANNA
Lo vuole, sì, lo vuol. Manco parole.

No. 12 - Arietta

CHERUBINO
Voi che sapete
che cosa è amor,
donne, vedete
s'io l'ho nel cor.
Quello ch'io provo
vi ridirò,
è per me nuovo,
capir nol so.
Sento un affetto
pien di desir,
ch'ora è diletto,
ch'ora è martir.
Gelo e poi sento
l'alma avvampar,
e in un momento
torno a gelar.
Ricerco un bene
fuori di me,
non so chi'l tiene,
non so cos'è.
Sospiro e gemo
senza voler,
palpito e tremo
senza saper.
Non trovo pace
notte né dì,
ma pur mi piace
languir così.
Voi che sapete
che cosa è amor,
donne, vedete
s'io l'ho nel cor.

Recitativo

LA CONTESSA
Bravo! Che bella voce! Io non sapea
che cantaste sì bene.

SUSANNA
Oh, in verità
egli fa tutto ben quello ch'ei fa.
Presto a noi, bel soldato.
Figaro v'informò ...

CHERUBIN
Tutto mi disse.

SUSANNA
si misura con Cherubin
Lasciatemi veder. Andrà benissimo!
Siam d'uguale statura ... giù quel manto.

gli cava il manto

LA CONTESSA
Che fai?

SUSANNA
Niente paura.

LA CONTESSA
E se qualcuno entrasse?

SUSANNA
Entri, che mal facciamo?
La porta chiuderò.
chiude la porta
Ma come poi
acconciargli i cappelli?

LA CONTESSA
Una mia cuffia
prendi nel gabinetto.
Presto!
Susanna va nel gabinetto a pigliar una cuffia:
Cherubino si accosta alla Contessa, e gli lascia veder la patente che terrà in petto:
la Contessa la prende, l'apre: e vede che manca il sigillo.

Che carta è quella?

CHERUBINO
La patente.

LA CONTESSA
Che sollecita gente!

CHERUBINO
L'ebbi or da Basilio.

LA CONTESSA
gliela rende
Dalla fretta obliato hanno il sigillo.

SUSANNA
sorte
Il sigillo di che?

LA CONTESSA
Della patente.

SUSANNA
Cospetto! Che premura!
Ecco la cuffia.

LA CONTESSA
Spicciati: va bene!
Miserabili noi, se il Conte viene.

No. 13 - Aria

SUSANNA
Venite, inginocchiatevi;
prende Cherubino e se lo fa inginocchiare
davanti poco discosto dalla Contessa che siede

Restate fermo lì.
lo pettina da un lato, poi lo prende pel mento
e lo volge a suo piacere

Pian piano, or via, giratevi:
Bravo, va ben così.
Cherubino, mentre Susanna lo sta acconciando
guarda la Contessa teneramente.

La faccia ora volgetemi:
Olà, quegli occhi a me.
seguita ad acconciarlo ed a porgli la cuffia
Drittissimo: guardatemi.
Madama qui non è.
Restate fermo, or via,
giratevi, bravo!
Più alto quel colletto ...
quel ciglio un po' più basso ...
le mani sotto il petto ...
vedremo poscia il passo
quando sarete in pie'.
piano alla Contessa
Mirate il bricconcello!
Mirate quanto è bello!
Che furba guardatura!
Che vezzo, che figura!
Se l'amano le femmine
han certo il lor perché.

Recitativo

LA CONTESSA
Quante buffonerie!

SUSANNA
Ma se ne sono
io medesma gelosa; ehi, serpentello,
volete tralasciar d'esser sì bello!

LA CONTESSA
Finiam le ragazzate: or quelle maniche
oltre il gomito gli alza,
onde più agiatamente
l'abito gli si adatti.

SUSANNA
eseguisce
Ecco.

LA CONTESSA
Più indietro.
Così.
scoprendo un nastro, onde ha fasciato il braccio
Che nastro è quello?

SUSANNA
È quel ch'esso involommi.

LA CONTESSA
E questo sangue?

CHERUBINO
Quel sangue ... io non so come ...
poco pria sdrucciolando ...
in un sasso... la pelle io mi graffiai...
e la piaga col nastro io mi fasciai.

SUSANNA
Mostrate! Non è mal. Cospetto! Ha il braccio
più candido del mio! Qualche ragazza...

LA CONTESSA
E segui a far la pazza?
Va nel mio gabinettto, e prendi un poco
d'inglese taffetà: ch'è sullo scrigno:
Susanna parte in fretta
In quanto al nastro... inver... per il colore
mi spiacea di privarmene.

SUSANNA
entra e le dà il taffetà e le forbici
Tenete,
e da legargli il braccio?

LA CONTESSA
Un altro nastro
prendi insieme col mio vestito.

CHERUBINO
Ah, più presto m'avria quello guarito!

Susanna parte per la porta ch'è in fondo
e porta seco il mantello di Cherubino.


LA CONTESSA
Perché? Questo è migliore!

CHERUBINO
Allor che un nastro...
legò la chioma... ovver toccò la pelle...
d'oggetto...

LA CONTESSA
...forastiero,
è buon per le ferite! Non è vero?
Guardate qualità ch'io non sapea!

CHERUBINO
Madama scherza; ed io frattanto parto..

LA CONTESSA
Poverin! Che sventura!

CHERUBINO
Oh, me infelice!

LA CONTESSA
Or piange...

CHERUBINO
Oh ciel! Perché morir non lice!
Forse vicino all'ultimo momento...
questa bocca oseria!

LA CONTESSA
Siate saggio; cos'è questa follia?
si sente picchiare alla porta.
Chi picchia alla mia porta?

IL CONTE
fuori della porta
Perché è chiusa?

LA CONTESSA
Il mio sposo, oh Dei! Son morta!
Voi qui senza mantello!
In quello stato! Un ricevuto foglio...
la sua gran gelosia!

IL CONTE
Cosa indugiate?

LA CONTESSA
Son sola... anzi son sola...

IL CONTE
E a chi parlate?

LA CONTESSA
A voi... certo... a voi stesso...

CHERUBINO
Dopo quel ch'è successo, il suo furore...
non trovo altro consiglio!
entra nel gabinetto e chiude

LA CONTESSA
prende la chiave
Ah, mi difenda il cielo in tal periglio!
corre ad aprire al Conte


SCENA III
La Contessa ed il Conte da cacciatore

IL CONTE
Che novità! Non fu mai vostra usanza
di rinchiudervi in stanza!

LA CONTESSA
È ver; ma io...
io stava qui mettendo...

IL CONTE
Via, mettendo...

LA CONTESSA
… certe robe...era meco la Susanna ...
che in sua camera è andata.

IL CONTE
Ad ogni modo
voi non siete tranquilla.
Guardate questo foglio!

LA CONTESSA
(Numi! È il foglio
che Figaro gli scrisse...)
Cherubino fa cadere un tavolino, ed una sedia in gabinetto, con molto strepito.

IL CONTE
Cos'è codesto strepito?
In gabinetto
qualche cosa è caduta.

LA CONTESSA
Io non intesi niente.

IL CONTE
Convien che abbiate i gran pensieri in mente.

LA CONTESSA
Di che?

IL CONTE
Là v'è qualchuno.

LA CONTESSA
Chi volete che sia?

IL CONTE
Io chiedo a voi.
Io vengo in questo punto

LA CONTESSA
Ah sì, Susanna ... appunto...

IL CONT
Che passò mi diceste alla sua stanza!

LA CONTESSA
Alla sua stanza, o qui - non vidi bene...

IL CONTE
Susanna! - E donde viene
che siete sì turbata?

LA CONTESSA
Per la mia cameriera?

IL CONTE
Io non so nulla;
ma turbata senz'altro.

LA CONTESSA
Ah, questa serva
più che non turba me turba voi stesso.

IL CONTE
È vero, è vero, e lo vedrete adesso.

La Susanna entra per la porta ond'è uscita, e si ferma vedendo il Conte, che dalla porta del gabinetto sta favellando.

No. 14 - Terzetto

IL CONTE
Susanna, or via, sortite,
sortite, io così vo'.

LA CONTESSA
Fermatevi... sentite...
Sortire ella non può.

SUSANNA
Cos'è codesta lite!
Il paggio dove andò!

IL CONTE
E chi vietarlo or osa?

LA CONTESSA
Lo vieta l'onestà.
Un abito da sposa
provando ella si sta.

IL CONTE
Chiarissima è la cosa:
l'amante qui sarà.

LA CONTESSA
Bruttissima è la cosa,
chi sa cosa sarà.

SUSANNA
Capisco qualche cosa,
veggiamo come va.

IL CONTE
Dunque parlate almeno.
Susanna, se qui siete...

LA CONTESSA
Nemmen, nemmen, nemmeno,
io v'ordino: tacete.

Susanna si nasconde entro l'alcova.

IL CONTE
Consorte mia, giudizio,
un scandalo, un disordine,
schiviam per carità!

SUSANNA
Oh cielo, un precipizio,
un scandalo, un disordine,
qui certo nascerà.

LA CONTESSA
Consorte mio, giudizio,
un scandalo, un disordine,
schiviam per carità!

Recitativo

IL CONTE
Dunque voi non aprite?

LA CONTESSA
E perché degg'io
le mie camere aprir?

IL CONTE
Ebben, lasciate,
l'aprirem senza chiavi. Ehi, gente!

LA CONTESSA
Come?
Porreste a repentaglio
d'una dama l'onore?

IL CONTE
È vero, io sbaglio.
Posso senza rumore,
senza scandalo alcun di nostra gente
andar io stesso a prender l'occorrente.
Attendete pur qui, ma perché in tutto
sia il mio dubbio distrutto anco le porte
io prima chiuderò.

chiude a chiave la porta che conduce alle stanze delle cameriere

LA CONTESSA
(Che imprudenza!)

IL CONTE
Voi la condiscendenza
di venir meco avrete.
Madama, eccovi il braccio, andiamo.

LA CONTESSA
Andiamo.

IL CONTE
Susanna starà qui finché torniamo.

Partono


SCENA IV
Susanna e Cherubino

No. 15 - Duettino

SUSANNA
uscendo dall'alcova in fretta; alla porta del gabinetto
Aprite, presto, aprite;
aprite, è la Susanna.
Sortite, via sortite,
andate via di qua.

CHERUBINO
Oimè, che scena orribile!
Che gran fatalità!

SUSANN
Partite, non tardate
accostandosi or ad una, or ad un'altra porta
di qua, di là.
Cherubino accostandosi or ad una, or ad un'altra porta

SUSANNA e CHERUBINO
Le porte son serrate,
che mai, che mai sarà!

CHERUBINO
Qui perdersi non giova.

SUSANNA
V'uccide se vi trova.

CHERUBINO
affacciandosi alla finestra
Veggiamo un po' qui fuori.
Dà proprio nel giardino.
facendo moto di saltar giù

SUSANNA
trattenendolo
Fermate, Cherubino!
Fermate per pietà!

CHERUBINO
tornando a guardare
Un vaso o due di fiori,
più mal non avverrà.

SUSANNA
trattenendolo sempre
Tropp'alto per un salto,
fermate per pietà!

CHERUBINO
si scioglie
Lasciami, pria di nuocerle
nel fuoco volerei.
Abbraccio te per lei -
addio, così si fa.

salta fuori

SUSANNA
Ei va a perire, oh Dei!
Fermate per pietà; fermate!

Recitativo

SUSANNA
Oh, guarda il demonietto! Come fugge!
È già un miglio lontano.
Ma non perdiamoci invano.
Entriam nel gabinetto,
venga poi lo smargiasso, io qui l'aspetto.

entra in gabinetto e si chiude dietro la porta


SCENA V
La Contessa, il Conte con martello e tenaglia in mano; al suo arrivo esamina tutte le porte.

IL CONTE
Tutto è come il lasciai: volete dunque
aprir voi stessa, o deggio...

LA CONTESSA
Ahimé, fermate;
e ascoltatemi un poco.
Mi credete capace
di mancar al dover?

IL CONTE
Come vi piace.
Entro quel gabinetto
chi v'è chiuso vedrò.

LA CONTESSA
Sì, lo vedrete...
Ma uditemi tranquillo.

IL CONTE
Non è dunque Susanna!

LA CONTESSA
No, ma invece è un oggetto
che ragion di sospetto
non vi deve lasciar. Per questa sera...
una burla innocente...
di far si disponeva... ed io vi giuro...
che l'onor... l'onestà...

IL CONTE
Chi è dunque! Dite...
l'ucciderò.

LA CONTESSA
Sentite!
Ah, non ho cor!

IL CONTE
Parlate.

LA CONTESSA
È un fanciullo...

IL CONTE
Un fanciul!...

LA CONTESSA
Sì... Cherubino ...

IL CONTE
(E mi farà il destino
ritrovar questo paggio in ogni loco!)
Come? Non è partito? Scellerati!
Ecco i dubbi spiegati, ecco l'imbroglio,
ecco il raggiro, onde m'avverte il foglio.


SCENA VI
La Contessa ed il Conte

No. 16 - Finale

IL CONTE
alla porta del gabinetto
Esci omai, garzon malnato,
sciagurato, non tardar.

LA CONTESSA
Ah, signore, quel furore
per lui fammi il cor tremar.

IL CONTE
E d'opporvi ancor osate?

LA CONTESSA
No, sentite...

IL CONTE
Via parlate.

LA CONTESSA
Giuro al ciel ch'ogni sospetto...
e lo stato in che il trovate...
sciolto il collo... nudo il petto...

IL CONTE
Sciolto il collo!
Nudo il petto! Seguitate!

LA CONTESSA
Per vestir femminee spoglie...

IL CONTE
Ah comprendo, indegna moglie,
mi vo' tosto vendicar.

LA CONTESSA
Mi fa torto quel trasporto,
m'oltraggiate a dubitar.

IL CONTE
Qua la chiave!

LA CONTESSA
Egli è innocente.
dandogli la chiave
Voi sapete...

IL CONTE
Non so niente.
Va lontan dagl'occhi miei,
un'infida, un'empia sei
e mi cerchi d'infamar.

LA CONTESSA
Vado... sì... ma...

IL CONTE
Non ascolto.

LA CONTESSA
Non son rea.

IL CONTE
Vel leggo in volto!
Mora, mora, e più non sia,
ria cagion del mio penar.

LA CONTESSA
Ah, la cieca gelosia
qualche eccesso gli fa far.


SCENA VII
I suddetti e Susanna

Il Conte apre il gabinetto e Susanna esce sulla porta, ed ivi si ferma.

IL CONTE
Susanna!

LA CONTESSA
Susanna!

SUSANNA
Signore,
cos'è quel stupore?
Il brando prendete,
il paggio uccidete,
quel paggio malnato,
vedetelo qua.

IL CONTE
(Che scola! La testa
girando mi va.)

LA CONTESSA
(Che storia è mai questa,
Susanna v'è là.)

SUSANNA
(Confusa han la testa,
non san come va.)

IL CONTE
Sei sola?

SUSANNA
Guardate,
qui ascoso sarà.

IL CONTE
Guardiamo, qui ascoso sarà.

entra nel gabinetto


SCENA VIII
Susanna, la Contessa e poi il Conte

LA CONTESSA
Susanna, son morta,
il fiato mi manca.

SUSANNA
addita alla Contessa la finestra onde è saltato Cherubino
Più lieta, più franca,
in salvo è di già.

IL CONTE
esce dal gabinetto
Che sbaglio mai presi!
Appena lo credo;
se a torto v'offesi
perdono vi chiedo;
ma far burla simile
è poi crudeltà.

LA CONTESSA e SUSANNA
Le vostre follie
non mertan pietà.

IL CONTE
Io v'amo.

LA CONTESSA
Nol dite!

IL CONTE
Vel giuro.

IL CONTE
Mentite.
Son l'empia, l'infida
che ognora v'inganna.

IL CONTE
Quell'ira, Susanna,
m'aita a calmar.

SUSANNA
Così si condanna
chi può sospettar.

LA CONTESSA
Adunque la fede
d'un'anima amante
sì fiera mercede
doveva sperar?

SUSANNA
Signora!

IL CONTE
Rosina!

LA CONTESSA
al Conte
Crudele!
Più quella non sono;
ma il misero oggetto
del vostro abbandono
che avete diletto
di far disperar.

IL CONTE
Confuso, pentito,
son troppo punito,
abbiate pietà.

SUSANNA
Confuso, pentito,
è troppo punito,
abbiate pietà.

LA CONTESSA
Soffrir sì gran torto
quest'alma non sa.

IL CONTE
Ma il paggio rinchiuso?

LA CONTESSA
Fu sol per provarvi.

IL CONTE
Ma i tremiti, i palpiti?

LA CONTESSA
Fu sol per burlarvi.

IL CONTE
Ma un foglio sì barbaro?

LA CONTESSA e SUSANNA
Di Figaro è il foglio,
e a voi per Basilio.

IL CONTE
Ah perfidi! Io voglio...

LA CONTESSA e SUSANNA
Perdono non merta
chi agli altri nol da.

IL CONTE
Ebben, se vi piace
comune è la pace;
Rosina inflessibile
con me non sarà.

LA CONTESSA
Ah quanto, Susanna,
son dolce di core!
Di donne al furore
chi più crederà?

SUSANNA
Cogl'uomin, signora,
girate, volgete,
vedrete che ognora
si cade poi là.

IL CONTE
Guardatemi...

LA CONTESSA
Ingrato!

IL CONTE
Ho torto, e mi pento.

LA CONTESSA, SUSANNA ed IL CONTE
Da questo momento
quest'alma a conoscermi/conoscerla/conoscervi
apprender potrà.


SCENA IX
I suddetti e Figaro

FIGARO
Signori, di fuori
son già i suonatori.
Le trombe sentite,
i pifferi udite, tra canti, tra balli
de' nostri vassalli
corriamo, voliamo
le nozze a compir.

prendendo Susanna sotto il braccio

IL CONTE
Pian piano, men fretta;

FIGARO
La turba m'aspetta

IL CONTE
Un dubbio toglietemi
in pria di partir.

LA CONTESSA, SUSANNA e FIGARO
La cosa è scabrosa;
com'ha da finir!

IL CONTE
(Con arte le carte
convien qui scoprir.)
a Figaro
Conoscete, signor Figaro,
mostrandogli il foglio
questo foglio chi vergò?

FIGARO
Nol conosco...

SUSANNA, LA CONTESSA ed IL CONTE
Nol conosci?

FIGARO
No, no, no!

SUSANNA
E nol desti a Don Basilio...

LA CONTESSA
Per recarlo...

IL CONTE
Tu c'intendi...

FIGARO
Oibò, oibò.

SUSANNA
E non sai del damerino...

LA CONTESSA
Che stasera nel giardino...

IL CONTE
Già capisci...

FIGARO
Io non lo so.

IL CONTE
Cerchi invan difesa e scusa
il tuo ceffo già t'accusa,
vedo ben che vuoi mentir.

FIGARO
Mente il ceffo, io già non mento.

LA CONTESSA e SUSANNA
Il talento aguzzi invano
palesato abbiam l'arcano,
non v'è nulla da ridir.

IL CONTE
Che rispondi?

FIGARO
Niente, niente.

IL CONTE
Dunque accordi?

FIGARO
Non accordo.

SUSANNA e LA CONTESSA
Eh via, chetati, balordo,
la burletta ha da finir.

FIGARO
Per finirla lietamente
e all'usanza teatrale
un'azion matrimoniale
le faremo ora seguir.

LA CONTESSA, SUSANNA e FIGARO
al Conte
Deh signor, nol contrastate,
consolate i lor/miei desir.

IL CONTE
(Marcellina, Marcellina!
Quanto tardi a comparir!)


SCENA X
I suddetti ed Antonio giardiniere con un vaso di garofani schiacciato

ANTONIO
Ah, signor...signor...

IL CONTE
Cosa è stato?...

ANTONIO
Che insolenza! Chi'l fece! Chi fu!

LA CONTESSA, SUSANNA, IL CONTE e FIGARO
Cosa dici, cos'hai, cosa è nato?

ANTONIO
Ascoltate...

LA CONTESSA, SUSANNA, IL CONTE e FIGARO
Via, parla, di', su.

ANTONIO
Dal balcone che guarda in giardino
mille cose ogni dì gittar veggio,
e poc'anzi, può darsi di peggio,
vidi un uom, signor mio, gittar giù.

IL CONTE
Dal balcone?

ANTONIO
mostrandogli il vaso
Vedete i garofani?

IL CONTE
In giardino?

ANTONIO
Sì!

SUSANNA e LA CONTESSA
piano a Figaro
Figaro, all'erta.

IL CONTE
Cosa sento!

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
Costui ci sconcerta,
quel briaco che viene far qui?

IL CONTE
ad Antonio
Dunque un uom... ma dov'è, dov'è gito?

ANTONIO
Ratto, ratto, il birbone è fuggito
e ad un tratto di vista m'uscì.

SUSANNA
piano a Figaro
Sai che il paggio...

FIGARO
piano a Susanna
So tutto, lo vidi.
Ah, ah, ah!

IL CONTE
Taci là.

ANTONIO
a Figaro
Cosa ridi?

FIGARO
ad Antonio
Tu sei cotto dal sorger del dì.

IL CONTE
ad Antonio
Or ripetimi: un uom dal balcone...

ANTONIO
Dal balcone...

IL CONTE
In giardino...

ANTONIO
In giardino...

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
Ma, signore, se in lui parla il vino!

IL CONTE
ad Antonio
Segui pure, né in volto il vedesti?

ANTONIO
No, nol vidi.

SUSANNA e LA CONTESSA
piano a Figaro
Olá, Figaro, ascolta!

FIGARO
ad Antonio
Via, piangione, sta zitto una volta,
per tre soldi far tanto tumulto!
Giacché il fatto non può star occulto,
sono io stesso saltato di lì.

IL CONTE
Chi? Voi stesso?

SUSANNA e LA CONTESSA
Che testa! Che ingegno!

FIGARO
al Conte
Che stupor!

ANTONIO
a Figaro
Chi? Voi stesso?

IL CONTE
Già creder nol posso.

ANTONIO
a Figaro
Come mai diventaste sì grosso?
Dopo il salto non foste così.

FIGARO
A chi salta succede così.

ANTONIO
Chi'l direbbe.

SUSANNA e LA CONTESSA
a Figaro
Ed insiste quel pazzo!

IL CONTE
ad Antonio
Tu che dici?

ANTONIO
A me parve il ragazzo.

IL CONTE
Cherubin!

SUSANNA e LA CONTESSA
Maledetto!

FIGARO
Esso appunto
da Siviglia a cavallo qui giunto,
da Siviglia ov'ei forse sarà.

ANTONIO
Questo no, questo no, che il cavallo
io non vidi saltare di là.

IL CONTE
Che pazienza! Finiam questo ballo!

SUSANNA e LA CONTESSA
Come mai, giusto ciel, finirà?

IL CONTE
a Figaro
Dunque tu..

FIGARO
Saltai giù.

IL CONTE
Ma perché?

FIGARO
Il timor...

IL CONTE
Che timor

FIGARO
additando la camera delle serve
Là rinchiuso
aspettando quel caro visetto...
Tippe tappe, un sussurro fuor d'uso...
voi gridaste...lo scritto biglietto...
saltai giù dal terrore confuso...
fingendo d'aversi stroppiato il piede
e stravolto m'ho un nervo del pie'!

ANTONIO
porgendo a Figaro alcune carte chiuse
Vostre dunque saran queste carte
che perdeste...

IL CONTE
togliendogliele
Olà, porgile a me.

FIGARO
piano alla Contessa e Susanna
Sono in trappola.

SUSANNA e LA CONTESSA
piano a Figaro
Figaro, all'erta.

IL CONTE
apre il foglio e lo chiude tosto
Dite un po', questo foglio cos'è?

FIGARO
cavando di tasca alcune carte per guardare
Tosto, tosto ... ne ho tanti - aspettate.

ANTONIO
Sarà forse il sommario de' debiti.

FIGARO
No, la lista degl'osti.

IL CONTE
a Figaro
Parlate.
ad Antonio
E tu lascialo; e parti.

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
ad Antonio
Lascialo/Lasciami, e parti.

ANTONIO
Parto, sì, ma se torno a trovarti...

FIGARO
Vanne, vanne, non temo di te.

IL CONTE
riapre la carta e poi tosto la chiude; a Figaro
Dunque...

LA CONTESSA
piano a Susanna
O ciel! La patente del paggio!

SUSANNA
piano a Figaro
Giusti Dei, la patente!

IL CONTE
a Figaro
Coraggio!

FIGARO
Uh, che testa! Questa è la patente
che poc'anzi il fanciullo mi die'.

IL CONTE
Per che fare?

FIGARO
Vi manca..

IL CONTE
Vi manca?

LA CONTESSA
piano a Susanna
Il suggello.

SUSANNA
piano a Figaro
Il suggello.

IL CONTE
Rispondi.

FIGARO
È l'usanza...

IL CONT
Su via, ti confondi?

FIGARO
È l'usanza di porvi il suggello.

IL CONTE
guarda e vede che manca il sigillo; guasta il foglio e con somma collera lo getta
(Questo birbo mi toglie il cervello,
tutto, tutto è un mistero per me.)

SUSANNA e LA CONTESSA
(Se mi salvo da questa tempesta
più non avvi naufragio per me.)

FIGARO
(Sbuffa invano e la terra calpesta;
poverino ne sa men di me.)


SCENA XI ED ULTIMA
I suddetti , Marcellina, Bartolo e Basilio

MARCELLINA, BASILIO e BARTOLO
al Conte
Voi signor, che giusto siete
ci dovete ascoltar.

IL CONTE
(Son venuti a vendicarmi
io mi sento a consolar.)

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
(Son venuti a sconcertarmi
qual rimedio ritrovar?)

FIGARO
al Conte
Son tre stolidi, tre pazzi,
cosa mai vengono a far?

IL CONTE
Pian pianin, senza schiamazzi
dica ognun quel che gli par.

MARCELLINA
Un impegno nuziale
ha costui con me contratto.
E pretendo che il contratto
deva meco effettuar.

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
Come! Come!

IL CONTE
Olà, silenzio!
Io son qui per giudicar.

BARTOLO
Io da lei scelto avvocato
vengo a far le sue difese,
le legittime pretese,
io qui vengo a palesar.

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
È un birbante!

IL CONTE
Olà, silenzio!
Io son qui per giudicar.

BASILIO
Io, com'uom al mondo cognito
vengo qui per testimonio
del promesso matrimonio
con prestanza di danar.

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
Son tre matti.

IL CONTE
Olà, silenzio! Lo vedremo,
il contratto leggeremo,
tutto in ordin deve andar.

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
Son confusa/o, son stordita/o,
disperata/o, sbalordita/o.
Certo un diavol dell'inferno
qui li ha fatti capitar.

MARCELLINA, BASILIO, BARTOLO ed IL CONT
Che bel colpo, che bel caso!
È cresciuto a tutti il naso,
qualche nume a noi propizio
qui ci/li ha fatti capitar.

ATTO TERZO

Sala ricca con due troni e preparata a festa nuziale

SCENA I
Il Conte solo

Recitativo

IL CONTE
Che imbarazzo è mai questo!
Un foglio anonimo...
La cameriera in gabinetto chiusa...
La padrona confusa... un uom che salta
dal balcone in giardino...un altro appresso
che dice esser quel desso...
non so cosa pensar. Potrebbe forse
qualcun de' miei vassalli...a simil razza
è comune l'ardir, ma la Contessa...
Ah, che un dubbio l'offende.
Ella rispetta troppo sé stessa:
e l'onor mio... l'onore...
dove diamin l'ha posto umano errore!


SCENA II
Il suddetto, la Contessa e Susanna; s'arrestano in fondo alla scena, non vedute dal Conte

LA CONTESSA
a Susanna
Via, fatti core: digli
che ti attenda in giardino.

IL CONTE
Saprò se Cherubino
era giunto a Siviglia. A tale oggetto
ho mandato Basilio...

SUSANNA
alla Contessa
Oh cielo! E Figaro?

LA CONTESSA
A lui non dei dir nulla: in vece tua
voglio andarci io medesma.

IL CONTE
Avanti sera
dovrebbe ritornar...

SUSANNA
Oh Dio... non oso!

LA CONTESSA
Pensa, ch'è in tua mano il mio riposo.
si nasconde

IL CONTE
E Susanna? Chi sa ch'ella tradito
abbia il segreto mio... oh, se ha parlato,
gli fo sposar la vecchia.

SUSANNA
(Marcellina!) Signor...

IL CONTE
Cosa bramate?

SUSANNA
Mi par che siete in collera!

IL CONTE
Volete qualche cosa?

SUSANNA
Signor... la vostra sposa
ha i soliti vapori,
e vi chiede il fiaschetto degli odori.

IL CONTE
Prendete.

SUSANNA
Or vel riporto.

IL CONTE
Ah no, potete
Ritenerlo per voi.

SUSANNA
Per me?
Questi non son mali
da donne triviali.

IL CONTE
Un'amante, che perde il caro sposo
sul punto d'ottenerlo.

SUSANNA
Pagando Marcellina
colla dote che voi mi prometteste...

IL CONTE
Ch'io vi promisi, quando?

SUSANNA
Credea d'averlo inteso.

IL CONTE
Sì, se voluto aveste
intendermi voi stessa.

SUSANNA
È mio dovere,
e quel di Sua Eccellenza il mio volere.

No. 17 - Duettino

IL CONTE
Crudel! Perché finora
farmi languir così?

SUSANNA
Signor, la donna ognora
tempo ha dir di sì.

IL CONTE
Dunque, in giardin verrai?

SUSANNA
Se piace a voi, verrò.

IL CONTE
E non mi mancherai?

SUSANNA
No, non vi mancherò.

IL CONTE
Mi sento dal contento
pieno di gioia il cor.

SUSANNA
Scusatemi se mento,
voi che intendete amor.

Recitativo

IL CONTE
E perché fosti meco
stamattina sì austera?

SUSANNA
Col paggio ch'ivi c'era...

IL CONTE
Ed a Basilio
che per me ti parlò?

SUSANNA
Ma qual bisogno
abbiam noi, che un Basilio...

IL CONTE
È vero, è vero,
e mi prometti poi...
se tu manchi, oh cor mio... Ma la Contessa
attenderà il fiaschetto.

SUSANNA
Eh, fu un pretesto.
Parlato io non avrei senza di questo.

IL CONTE
le prende la mano
Carissima!

SUSANNA
si ritira
Vien gente.

IL CONTE
(È mia senz'altro.)

SUSANNA
(Forbitevi la bocca, oh signor scaltro.)


SCENA III
Figaro, Susanna ed il Conte

FIGARO
Ehi, Susanna, ove vai?

SUSANNA
Taci, senza avvocato
hai già vinta la causa.

parte

FIGARO
Cos'è nato?

la segue


SCENA IV
Il Conte solo

No. 18 - Recitativo ed Aria

IL CONTE
Hai già vinta la causa! Cosa sento!
In qual laccio io cadea? Perfidi! Io voglio...
Di tal modo punirvi... A piacer mio
la sentenza sarà... Ma s'ei pagasse
la vecchia pretendente?
Pagarla! In qual maniera! E poi v'è Antonio,
che a un incognito Figaro ricusa
di dare una nipote in matrimonio.
Coltivando l'orgoglio
di questo mentecatto...
Tutto giova a un raggiro... il colpo è fatto.

Vedrò mentre io sospiro,
felice un servo mio!
E un ben ch'invan desio,
ei posseder dovrà?
Vedrò per man d'amore
unita a un vile oggetto
chi in me destò un affetto
che per me poi non ha?
Ah no, lasciarti in pace,
non vo' questo contento,
tu non nascesti, audace,
per dare a me tormento,
e forse ancor per ridere
di mia infelicità.
Già la speranza sola
delle vendette mie
quest'anima consola,
e giubilar mi fa.


SCENA V
Il Conte, Marcellina, Don Curzio, Figaro e Bartolo; poi Susanna

Recitativo

DON CURZIO
È decisa la lite.
O pagarla, o sposarla, ora ammutite.

MARCELLINA
Io respiro.

FIGARO
Ed io moro.

MARCELLINA
(Alfin sposa io sarò d'un uom ch'adoro.)

FIGARO
Eccellenza m'appello...

IL CONTE
È giusta la sentenza.
O pagar, o sposar, bravo Don Curzio.

DON CURZIO
Bontà di sua Eccellenza.

BARTOLO
Che superba sentenza!

FIGARO
In che superba?

BARTOLO
Siam tutti vendicati...

FIGARO
Io non la sposerò.

BARTOLO
La sposerai.

DON CURZIO
O pagarla, o sposarla. Lei t'ha prestati
due mille pezzi duri.

FIGARO
Son gentiluomo, e senza
l'assenso de' miei nobili parenti...

IL CONTE
Dove sono? Chi sono?

FIGARO
Lasciate ancor cercarli!
Dopo dieci anni io spero di trovarli.

BARTOLO
Qualche bambin trovato?

FIGARO
No, perduto, dottor, anzi rubato.

IL CONTE
Come?

MARCELLINA
Cosa?

BARTOLO
La prova?

DON CURZIO
Il testimonio?

FIGARO
L'oro, le gemme, e i ricamati panni,
che ne' più teneri anni
mi ritrovaro addosso i masnadieri,
sono gl'indizi veri
di mia nascita illustre, e sopra tutto
questo al mio braccio impresso geroglifico...

MARCELLINA
Una spatola impressa al braccio destro...

FIGARO
E a voi chi'l disse?

MARCELLINA
Oh Dio, è egli...

FIGARO
È ver son io.

DON CURZIO, IL CONTE e BARTOLO
Chi?

MARCELLINA
Raffaello.

BARTOLO
E i ladri ti rapir...

FIGARO
Presso un castello.

BARTOLO
Ecco tua madre.

FIGARO
Balia...

BARTOLO
No, tua madre.

IL CONTE e DON CURZIO
Sua madre!

FIGARO
Cosa sento!

MARCELLINA
Ecco tuo padre.


No. 19 - Sestetto

MARCELLINA
abbracciando Figaro
Riconosci in questo amplesso
una madre, amato figlio!

FIGARO
a Bartolo
Padre mio, fate lo stesso,
non mi fate più arrossir.

BARTOLO
abbracciando Figaro
Resistenza la coscienza
far non lascia al tuo desir.

DON CURZIO
Ei suo padre, ella sua madre,
l'imeneo non può seguir.

IL CONTE
Son smarrito, son stordito,
meglio è assai di qua partir.

MARCELLINA e BARTOLO
Figlio amato!

FIGARO
Parenti amati!

Il Conte vuol partire. Susanna entra con una borsa in mano.

SUSANNA
Alto,alto, signor Conte,
mille doppie son qui pronte,
a pagar vengo per Figaro,
ed a porlo in libertà.

IL CONTE e DON CURZIO
Non sappiam com'è la cosa,
osservate un poco là!

SUSANNA
si volge vedendo Figaro che abbraccia Marcellina
Già d'accordo ei colla sposa;
giusti Dei, che infedeltà!
vuol partire
Lascia iniquo!

FIGARO
trattenendo Susanna
No, t'arresta!
Senti, oh cara!

SUSANNA
dà uno schiaffo a Figaro
Senti questa!

MARCELLINA, BARTOLO e FIGARO
È un effetto di buon core,
tutto amore è quel che fa.

IL CONTE
Fremo, smanio dal furore,
il destino a me la fa.

DON CURZIO
Freme e smania dal furore,
il destino gliela fa.

SUSANNA
Fremo, smanio dal furore,
una vecchia a me la fa.

MARCELLINA
corre ad abbracciar Susanna
Lo sdegno calmate,
mia cara figliuola,
sua madre abbracciate
che or vostra sarà.

SUSANNA
Sua madre?

BARTOLO, IL CONTE, DON CURZIO e MARCELLINA
Sua madre!

SUSANNA
a Figaro
Tua madre?

FIGARO
a Susanna
E quello è mio padre
che a te lo dirà.

SUSANNA
Suo padre?

BARTOLO, IL CONTE, DON CURZIO e MARCELLINA
Suo padre!

SUSANNA
a Figaro
Tuo padre?

FIGARO
a Susanna
E quella è mia madre
che a te lo dirà.

Corrono tutti quattro ad abbracciarsi

SUSANNA, MARCELLINA, BARTOLO e FIGARO
Al dolce contento
di questo momento,
quest'anima appena
resister or sa.

DON CURZIO ed IL CONTE
Al fiero tormento
di questo momento,
quell'/quest'anima appena
resister or sa.

Il Conte e Don Curzio partono.


SCENA VI
Susanna, Marcellina, Figaro e Bartolo

Recitativo

MARCELLINA
a Bartolo
Eccovi, oh caro amico, il dolce frutto
dell'antico amor nostro...

BARTOLO
Or non parliamo
di fatti sì rimoti, egli è mio figlio,
mia consorte voi siete;
e le nozze farem quando volete.

MARCELLINA
Oggi, e doppie saranno.
dà il biglietto a Figaro
Prendi, questo è il biglietto
del danar che a me devi, ed è tua dote.

SUSANNA
getta per terra una borsa di danari
Prendi ancor questa borsa.

BARTOLO
fa lo stesso
E questa ancora.

FIGARO
Bravi, gittate pur ch'io piglio ognora.

SUSANNA
Voliamo ad informar d'ogni avventura
madama e nostro zio.
Chi al par di me contenta!

FIGARO, BARTOLO e MARCELLINA
Io!

SUSANNA, MARCELLINA, BARTOLO e FIGARO
E schiatti il signor Conte al gusto mio.

partendo abbracciati


SCENA VII
Barbarina e Cherubino

Recitativo

BARBARINA
Andiam, andiam, bel paggio, in casa mia
tutte ritroverai
le più belle ragazze del castello,
di tutte sarai tu certo il più bello.

CHERUBINO
Ah, se il Conte mi trova,
misero me, tu sai
che partito ei mi crede per Siviglia.

BARBARINA
Oh ve' che maraviglia, e se ti trova
non sarà cosa nuova...
Odi... vogliamo vestirti come noi:
tutte insiem andrem poi
a presentar de' fiori a madamina;
fidati, oh Cherubin, di Barbarina.

partono


SCENA VIII
La Contessa sola

No. 20 - Recitativo ed Aria

LA CONTESSA
E Susanna non vien! Sono ansiosa
di saper come il Conte
accolse la proposta. Alquanto ardito
il progetto mi par, e ad uno sposo
sì vivace, e geloso!
Ma che mal c'è? Cangiando i miei vestiti
con quelli di Susanna, e i suoi co' miei...
al favor della notte... oh cielo, a quale
umil stato fatale io son ridotta
da un consorte crudel, che dopo avermi
con un misto inaudito
d'infedeltà, di gelosia, di sdegni,
prima amata, indi offesa, e alfin tradita,
fammi or cercar da una mia serva aita!

Dove sono i bei momenti
di dolcezza e di piacer,
dove andaro i giuramenti
di quel labbro menzogner?
Perché mai se in pianti e in pene
per me tutto si cangiò,
la memoria di quel bene
dal mio sen non trapassò?
Ah! Se almen la mia costanza
nel languire amando ognor,
mi portasse una speranza
di cangiar l'ingrato cor.

parte


SCENA IX
Il Conte ed Antonio con cappello in mano

Recitativo

ANTONIO
Io vi dico, signor, che Cherubino
è ancora nel castello,
e vedete per prova il suo cappello.

IL CONTE
Ma come, se a quest'ora
esser giunto a Siviglia egli dovria.

ANTONIO
Scusate, oggi Siviglia è a casa mia,
là vestissi da donna, e là lasciati
ha gl'altri abiti suoi.

IL CONTE
Perfidi!

ANTONIO
Andiam, e li vedrete voi.

Partono.


SCENA X
La Contessa e Susanna

Recitativo

LA CONTESSA
Cosa mi narri, e che ne disse il Conte?

SUSANNA
Gli si leggeva in fronte
il dispetto e la rabbia.

LA CONTESSA
Piano, che meglio or lo porremo in gabbia.
Dov'è l'appuntamento
che tu gli proponesti?

SUSANNA
In giardino.

LA CONTESSA
Fissiamgli un loco. Scrivi.

SUSANNA
Ch'io scriva... ma, signora...

LA CONTESSA
Eh, scrivi dico; e tutto
Susanna siede e scrive
io prendo su me stessa.
"Canzonetta sull'aria..."

No. 21 - Duettino

SUSANNA
scrivendo
"Sull'aria..."

LA CONTESSA
"Che soave zeffiretto..."

SUSANNA
"Zeffiretto..."

LA CONTESSA
"Questa sera spirerà..."

SUSANNA
"Questa sera spirerà..."

LA CONTESSA
"Sotto i pini del boschetto."

SUSANNA
"Sotto i pini..."

LA CONTESSA
"Sotto i pini del boschetto."

SUSANNA
"Sotto i pini...del boschetto..."

LA CONTESSA
Ei già il resto capirà.

SUSANNA
Certo, certo il capirà.

Recitativo

SUSANNA
piega la lettera
Piegato è il foglio... or come si sigilla?

LA CONTESSA
si cava una spilla e gliela dà
Ecco... prendi una spilla:
Servirà di sigillo. Attendi...scrivi
sul riverso del foglio,
"Rimandate il sigillo".

SUSANNA
È più bizzarro
di quel della patente.

LA CONTESSA
Presto nascondi, io sento venir gente.

Susanna si pone il biglietto nel seno.


SCENA XI
Cherubino vestito da contadinella, Barbarina e alcune altre contadinelle vestite nel medesimo modo con mazzetti di fiori e i suddetti

No. 22 - Coro

CONTADINELLE
Ricevete, oh padroncina,
queste rose e questi fior,
che abbiam colti stamattina
per mostrarvi il nostro amor.
Siamo tante contadine,
e siam tutte poverine,
ma quel poco che rechiamo
ve lo diamo di buon cor.

Recitativo

BARBARINA
Queste sono, madama,
le ragazze del loco
che il poco ch'han vi vengono ad offrire,
e vi chiedon perdon del loro ardire.

LA CONTESSA
Oh brave, vi ringrazio.

SUSANNA
Come sono vezzose.

LA CONTESSA
E chi è, narratemi,
quell'amabil fanciulla
ch'ha l'aria sì modesta?

BARBARINA
Ell'è mia cugina, e per le nozze
è venuta ier sera.

LA CONTESSA
Onoriamo la bella forestiera,
venite qui... datemi i vostri fiori.
prende i fiori di Cherubino e lo bacia in fronte
Come arrossì... Susanna, e non ti pare...
che somigli ad alcuno?

SUSANNA
Al naturale.


SCENA XII
I suddetti, il Conte ed Antonio

Antonio ha il cappello di Cherubino: entra in scena pian piano, gli cava la cuffia di donna e gli mette in testa il cappello stesso.

ANTONIO
Ehi! Cospettaccio! È questi l'uffiziale.

LA CONTESSA
Oh stelle!

SUSANNA
(Malandrino!)

IL CONTE
Ebben, madama!

LA CONTESSA
Io sono, oh signor mio,
irritata e sorpresa al par di voi.

IL CONTE
Ma stamane...

LA CONTESSA
Stamane...
Per l'odierna festa
volevam travestirlo al modo stesso,
che l'han vestito adesso.

IL CONTE
a Cherubino
E perché non partiste?

CHERUBINO
Signor!

IL CONTE
Saprò punire
la sua ubbidienza.

BARBARINA
Eccellenza, Eccellenza,
voi mi dite sì spesso
qual volta m'abbracciate, e mi baciate:
Barbarina, se m'ami,
ti darò quel che brami...

IL CONTE
Io dissi questo?

BARBARINA
Voi.
Or datemi , padrone,
in sposo Cherubino,
e v'amerò, com'amo il mio gattino.

LA CONTESSA
al Conte
Ebbene: or tocca a voi.

ANTONIO
Brava figliuola,
hai buon maestro, che ti fa scuola.

IL CONTE
(Non so qual uom, qual demone, qual Dio
rivolga tutto quanto a torto mio.)


SCENA XIII
I suddetti e Figaro

FIGARO
Signor... se trattenete
tutte queste ragazze,
addio feste... addio danza...

IL CONTE
E che, vorresti
ballar col pié stravolto?

FIGARO
finge di drizzarsi la gamba e poi si prova a ballare
Eh, non mi duol più molto.
Andiam, belle fanciulle.

vuol partire, il Conte lo richiama

LA CONTESSA
a Susanna
Come si caverà dall'imbarazzo?

SUSANNA
alla Contessa
Lasciate fare a lui.

IL CONTE
Per buona sorte
i vasi eran di creta.

FIGARO
Senza fallo.
Andiamo dunque, andiamo.

ANTONIO
E intanto a cavallo
di galoppo a Siviglia andava il paggio.

FIGARO
Di galoppo, o di passo... buon viaggio.
Venite, oh belle giovani.

IL CONTE
E a te la sua patente
era in tasca rimasta...

FIGARO
Certamente,
che razza di domande!

ANTONIO
a Susanna che fa de' motti a Figaro
Via, non gli far più motti, ei non t'intende.
prende per mano Cherubino e lo presenta a Figaro
Ed ecco chi pretende
che sia un bugiardo il mio signor nipote.

FIGARO
Cherubino?

ANTONIO
Or ci sei.

FIGARO
al Conte
Che diamin canta?

IL CONTE
Non canta, no, ma dice
ch'egli saltò stamane sui garofani...

FIGARO
Ei lo dice! Sarà... se ho saltato io,
si può dare ch'anch'esso
abbia fatto lo stesso.

IL CONTE
Anch'esso?

FIGARO
Perché no?
Io non impugno mai quel che non so.

S'ode la marcia da lontano

No. 23 - Finale

FIGARO
Ecco la marcia, andiamo;
ai vostri posti, oh belle, ai vostri posti.
Susanna, dammi il braccio.

SUSANNA
Eccolo!

Partono tutti eccettuati il Conte e la Contessa

IL CONTE
Temerari.

LA CONTESSA
Io son di ghiaccio!

IL CONTE
Contessa...

LA CONTESSA
Or non parliamo.
Ecco qui le due nozze,
riceverle dobbiam, alfin si tratta
d'una vostra protetta.
Seggiamo.

IL CONTE
Seggiamo (e meditiam vendetta).

Siedono; la marcia s'avvicina.


SCENA XIV
I suddetti, Figaro, Susanna, Marcellina, Bartolo, Antonio, Barbarina, cacciatori, contadini e contadine.

Due giovinette che portano il cappello verginale con piume bianche, due altre un bianco velo, due altre i guanti e il mazzetto di fiori.
Figaro con Marcellina. Due altre giovinette che portano un simile cappello per Susanna ecc.
Bartolo con Susanna. Due giovinette incominciano il coro che termina in ripieno.
Bartolo conduce la Susanna al Conte e s'inginocchia per ricever da lui il cappello ecc.
Figaro conduce Marcellina alla Contessa e fa la stessa funzione.


DUE DONNE
Amanti costanti,
seguaci d'onor,
cantate, lodate
sì saggio signor.
A un dritto cedendo,
che oltraggia, che offende,
ei caste vi rende
ai vostri amator.

TUTTI
Cantiamo, lodiamo
sì saggio signor!

I figuranti ballano. Susanna essendo in ginocchio durante il duo, tira il Conte per l'abito, gli mostra il bigliettino, dopo passa la mano dal lato degli spettatori alla testa, dove pare che il Conte le aggiusti il cappello, e gli dà il biglietto. Il Conte se lo mette furtivamente in seno, Susanna s'alza, e gli fa una riverenza. Figaro viene a riceverla, e si balla il fandango. Marecellina s'alza un po' più tardi. Bartolo viene a riceverla dalle mani della Contessa.

IL CONTE
cava il biglietto e nel aprirlo si punge il dito
Eh già, la solita usanza,
le donne ficcan gli aghi in ogni loco.
Ah, ah, capisco il gioco.

FIGARO
vede tutto e dice a Susanna
Un biglietto amoroso
che gli diè nel passar qualche galante,
ed era sigillato d'una spilla,
ond'ei si punse il dito
Il Conte legge, bacia il biglietto, cerca la spilla, la trova e se la mette alla manica del saio.
Il Narciso or la cerca; oh, che stordito!

IL CONTE
Andate, amici! E sia per questa sera
disposto l'apparato nuziale
colla più ricca pompa; io vo' che sia
magnifica la feste, e canti e fuochi,
e gran cena, e gran ballo, e ognuno impari
com'io tratto color, che a me son cari.

CORO
Amanti costanti,
seguaci d'onor,
cantate, lodate
sì saggio signor.
A un dritto cedendo,
che oltraggia, che offende,
ei caste vi rende
ai vostri amator.
Cantiamo, lodiamo
sì saggio signor!

Tutti partono.

ATTO QUARTO

Gabinetto

SCENA I
Barbarina sola

No. 24 - Cavatina

BARBARINA
cercando qualche cosa per terra
L'ho perduta... me meschina...
ah, chi sa dove sarà?
Non la trovo... E mia cugina...
e il padron ... cosa dirà?


SCENA II
Barbarina, Figaro e Marcellina

Recitativo

FIGARO
Barbarina, cos'hai?

BARBARINA
L'ho perduta, cugino.

FIGARO
Cosa?

MARCELLINA
Cosa?

BARBARINA
La spilla,
che a me diede il padrone
per recar a Susanna.

FIGARO
A Susanna ... la spilla?
E così, tenerella,
il mestiero già sai...
di far tutto sì ben quel che tu fai?

BARBARINA
Cos'è, vai meco in collera?

FIGARO
E non vedi ch'io scherzo? Osserva...
cerca un momento per terra, dopo aver destramente cavata una spilla
dall'abito o dalla cuffia di Marcellina e la dà a Barbarina

Questa
è la spilla che il Conte
da recare ti diede alla Susanna,
e servia di sigillo a un bigliettino;
vedi s'io sono istrutto.

BARBARINA
E perché il chiedi a me quando sai tutto?

FIGARO
Avea gusto d'udir come il padrone
ti die' la commissione.

BARBARINA
Che miracoli!
"Tieni, fanciulla, reca questa spilla
alla bella Susanna, e dille: Questo
è il sigillo de' pini."

FIGARO
Ah, ah, de' pini!

BARBARINA
È ver ch'ei mi soggiunse:
"Guarda che alcun non veda."
Ma tu già tacerai.

FIGARO
Sicuramente.

BARBARINA
A te già niente preme.

FIGARO
Oh niente, niente.

BARBARINA
Addio, mio bel cugino;
vò da Susanna, e poi da Cherubino.

parte saltando


SCENA III
Marcellina e Figaro

FIGARO
Madre!

MARCELLINA
Figlio!

FIGARO
Son morto!

MARCELLINA
Calmati, figlio mio.

FIGARO
Son morto, dico.

MARCELLINA
Flemma, flemma, e poi flemma!Il fatto è serio;
e pensarci convien, ma pensa un poco
che ancor non sai di chi prenda gioco.

FIGARO
Ah, quella spilla, oh madre, è quella stessa
che poc'anzi ei raccolse.

MARCELLINA
È ver, ma questo
al più ti porge un dritto
di stare in guardia, e vivere in sospetto.
Ma non sai, se in effetto...

FIGARO
All'erta dunque: il loco del congresso
so dov'è stabilito...

MARCELLINA
Dove vai figlio mio?

FIGARO
A vendicar tutti i mariti: addio.

parte


SCENA IV
Marcellina sola


Recitativo

MARCELLINA
Presto avvertiam Susanna:
io la credo innocente: quella faccia,
quell'aria di modestia... è caso ancora
ch'ella non fosse... ah quando il cor non ciurma personale interesse,
ogni donna è portata alla difesa
del suo povero sesso,
da questi uomini ingrati a torto oppresso.

No. 25 - Aria

MARCELLINA
Il capro e la capretta
son sempre in amistà,
l'agnello all'agnelletta
la guerra mai non fa.
Le più feroci belve
per selve e per campagne
lascian le lor compagne
in pace e libertà.
Sol noi povere femmine
che tanto amiam questi uomini,
trattate siam dai perfidi
ognor con crudeltà!

parte


SCENA V
Folto giardino con due nicchie parallele praticabili.
Barbarina sola con alcune frutta e ciambelle.


Recitativo

BARBARINA
Nel padiglione a manca: ei così disse:
è questo ... è questo... e poi se non venisse!
Oh ve' che brava gente! A stento darmi
un arancio, una pera, e una ciambella.
Per chi madamigella?
Oh, per qualcun, signori:
già lo sappiam: ebbene;
il padron l'odia, ed io gli voglio bene,
però costommi un bacio, e cosa importa,
forse qualcun me'l renderà... son morta.

fugge impaurita ed entra nella nicchia a manca


SCENA VI
Figaro con mantello e lanternino notturno, poi Basilio, Bartolo e truppa di lavoratori

FIGARO
È Barbarina... chi va là?

BASILIO
Son quelli
che invitasti a venir.

BARTOLO
a Figaro
Che brutto ceffo!
Sembri un cospirator. Che diamin sono
quegli infausti apparati?

FIGARO
Lo vedrete tra poco.
In questo loco
celebrerem la festa
della mia sposa onesta
e del feudal signor...

BASILIO
Ah, buono, buono,
capisco come egli è,
(Accordati si son senza di me.)

FIGARO
Voi da questi contorni
non vi scostate; intanto
io vado a dar certi ordini,
e torno in pochi istanti.
A un fischio mio correte tutti quanti.

Partono tutti eccettuati Bartolo e Basilio.


SCENA VII
Basilio e Bartolo

BASILIO
Ha i diavoli nel corpo.

BARTOLO
Ma cosa nacque?

BASILIO
Nulla.
Susanna piace al Conte; ella d'accordo
gli die' un appuntamento
che a Figaro non piace.

BARTOLO
E che, dunque dovria soffrirlo in pace?

BASILIO
Quel che soffrono tanti
ei soffrir non potrebbe? E poi sentite,
che guadagno può far? Nel mondo, amico,
l'accozzarla co' grandi
fu pericolo ognora:
dan novanta per cento e han vinto ancora.

No. 26 - Aria

BASILIO
In quegl'anni, in cui val poco
la mal pratica ragion,
ebbi anch'io lo stesso foco,
fui quel pazzo ch'or non son.
Che col tempo e coi perigli
donna flemma capitò;
e i capricci, ed i puntigli
della testa mi cavò.
Presso un piccolo abituro
seco lei mi trasse un giorno,
e togliendo giù dal muro
del pacifico soggiorno
una pella di somaro,
prendi disse, oh figlio caro,
poi disparve, e mi lasciò.
Mentre ancor tacito
guardo quel dono,
il ciel s'annuvola
rimbomba il tuono,
mista alla grandine
scroscia la piova,
ecco le membra
coprir mi giova
col manto d'asino
che mi donò.
Finisce il turbine,
nè fo due passi
che fiera orribile
dianzi a me fassi;
già già mi tocc
l'ingorda bocca,
già di difendermi
speme non ho.
Ma il finto ignobile
del mio vestito
tolse alla belva
sì l'appetito,
che disprezzandomi
si rinselvò.
Così conoscere
mi fè la sorte,
ch'onte, pericoli,
vergogna, e morte
col cuoio d'asino
fuggir si può.

Basilio e Bartolo partono.


SCENA VIII
Figaro solo

No. 27 - Recitativo ed Aria

FIGARO
Tutto è disposto: l'ora
dovrebbe esser vicina; io sento gente.
È dessa... non è alcun... buia è la notte...
ed io comincio omai,
a fare il scimunito
mestiero di marito.
Ingrata! Nel momento
della mia cerimonia
ei godeva leggendo, e nel vederlo
io rideva di me, senza saperlo.
Oh Susanna, Susanna,
quanta pena mi costi,
con quell'ingenua faccia...
con quegli occhi innocenti...
chi creduto l'avria?
Ah, che il fidarsi a donna è ognor follia.

Aprite un po' quegl'occhi,
uomini incauti e sciocchi,
guardate queste femmine,
guardate cosa son!
Queste chiamate Dee
dagli ingannati sensi
a cui tributa incensi
la debole ragion,
son streghe che incantano
per farci penar,
sirene che cantan
per farci affogar,
civette che allettano
per trarci le piume,
comete che brillano
per toglierci il lume;
son rose spinose,
son volpi vezzose,
son orse benigne,
colombe maligne,
maestre d'inganni,
amiche d'affanni
che fingono, mentono,
amore non senton,
non senton pietà,
no, no, no, no!
Il resto nol dico,
già ognun lo sa!

si ritira


SCENA IX
Susanna, la Contessa travestite; Marcellina

Recitativo

SUSANNA
Signora, ella mi disse
che Figaro verravvi.

MARCELLINA
Anzi è venuto.
Abbassa un po' la voce.

SUSANNA
Dunque, un ci ascolta, e l'altro
dee venir a cercarmi,
incominciam.

MARCELLINA
entra dove entrò Barbarina
Io voglio qui celarmi.


SCENA X
I suddetti, Figaro in disparte

SUSANNA
Madama, voi tremate; avreste freddo?

LA CONTESSA
Parmi umida la notte; io mi ritiro.

FIGARO
(Eccoci della crisi al grande istante.)

SUSANNA
Io sotto questi piante,
se madama il permette,
resto prendere il fresco una mezz'ora.

FIGARO
(Il fresco, il fresco!)

LA CONTESSA
si nasconde
Restaci in buon'ora.

SUSANNA
Il birbo è in sentinella.
Divertiamci anche noi,
diamogli la mercé de' dubbi suoi.

No. 28 - Recitativo ed Aria

SUSANNA
Giunse alfin il momento
che godrò senz'affanno
in braccio all'idol mio. Timide cure,
uscite dal mio petto,
a turbar non venite il mio diletto!
Oh, come par che all'amoroso foco
l'amenità del loco,
la terra e il ciel risponda,
come la notte i furti miei seconda!

Deh, vieni, non tardar, oh gioia bella,
vieni ove amore per goder t'appella,
finché non splende in ciel notturna face,
finché l'aria è ancor bruna e il mondo tace.
Qui mormora il ruscel, qui scherza l'aura,
che col dolce sussurro il cor ristaura,
qui ridono i fioretti e l'erba è fresca,
ai piaceri d'amor qui tutto adesca.
Vieni, ben mio, tra queste piante ascose,
ti vo' la fronte incoronar di rose.


SCENA XI
I suddetti e poi Cherubino

Recitativo

FIGARO
Perfida, e in quella forma
ella meco mentia? Non so s'io veglio, o dormo.

CHERUBINO
La la la ...

LA CONTESSA
Il picciol paggio.

CHERUBINO
Io sento gente, entriamo
ove entrò Barbarina.
Oh, vedo qui una donna.

LA CONTESSA
Ahi, me meschina!

CHERUBINO
M'inganno, a quel cappello,
che nell'ombra vegg'io parmi Susanna.

LA CONTESSA
E se il Conte ora vien, sorte tiranna!

No. 29 - Finale

CHERUBINO
Pian pianin le andrò più presso,
tempo perso non sarà.

LA CONTESSA
(Ah, se il Conte arriva adesso
qualche imbroglio accaderà!)

CHERUBINO
alla Contessa
Susanetta... non risponde...
colla mano il volto asconde...
or la burlo, in verità.

le prende la mano e l'accarezza

LA CONTESSA
cerca liberarsi
Arditello, sfacciatello,
ite presto via di qua!

CHERUBINO
Smorfiosa, maliziosa,
io già so perché sei qua!


SCENA XII
I suddetti ed il Conte

IL CONTE
Ecco qui la mia Susanna!

SUSANNA e FIGARO
Ecco qui l'uccellatore.

CHERUBINO
Non far meco la tiranna

SUSANNA, IL CONTE e FIGARO
Ah, nel sen mi batte il core!
Un altr'uom con lei sta;
alla voce è quegli il paggio.

LA CONTESSA
Via partite, o chiamo gente!

CHERUBINO
sempre tenendola per la mano
Dammi un bacio, o non fai niente.

LA CONTESSA
Anche un bacio, che coraggio!

CHERUBINO
E perché far io non posso,
quel che il Conte ognor farà?

SUSANNA, LA CONTESSA, IL CONTE e FIGARO
(Temerario!)

CHERUBINO
Oh ve', che smorfie!
Sai ch'io fui dietro il sofà.

SUSANNA, LA CONTESSA, IL CONTE e FIGARO
(Se il ribaldo ancor sta saldo
la faccenda guasterà.)

CHERUBINO
volendo dar un bacio alla Contessa
Prendi intanto...

Il Conte, mettendosi tra la Contessa ed il paggio, riceve il bacio.

LA CONTESSA e CHERUBINO
Oh cielo, il Conte!

Cherubino entra da Barbarina.

FIGARO
appressandosi al Conte
Vo' veder cosa fan là.

IL CONTE
crede di dar uno schiaffo al paggio e lo dà a Figaro
Perché voi nol ripetete,
ricevete questo qua!

FIGARO, SUSANNA e LA CONTESSA
(Ah, ci ho/ha fatto un bel guadagno
colla mia/sua curiosità!)

IL CONTE
Ah, ci ha fatto un bel guadagno
colla sua temerità!
Figaro si ritira.
alla Contessa

Partito è alfin l'audace,
accostati ben mio!

LA CONTESSA
Giacché così vi piace,
eccomi qui signor.

FIGARO
Che compiacente femmina!
Che sposa di buon cor!

IL CONTE
Porgimi la manina!

LA CONTESSA
Io ve la do.

IL CONTE
Carina!

FIGARO
Carina!

IL CONTE
Che dita tenerelle,
che delicata pelle,
mi pizzica, mi stuzzica,
m'empie d'un nuovo ardor.

SUSANNA, LA CONTESSA e FIGARO
La cieca prevenzione
delude la ragione
inganna i sensi ognor.

IL CONTE
Oltre la dote, oh cara,
ricevi anco un brillante
che a te porge un amante
in pegno del suo amor.

le dà un anello

LA CONTESSA
Tutto Susanna piglia
dal suo benefattor.

SUSANNA, IL CONTE e FIGARO
Va tutto a maraviglia,
ma il meglio manca ancor.

LA CONTESSA
al Conte
Signor, d'accese fiaccole
io veggio il balenar.

IL CONTE
Entriam, mia bella Venere,
andiamoci a celar!

SUSANNA e FIGARO
Mariti scimuniti,
venite ad imparar!

LA CONTESSA
Al buio, signor mio?

IL CONTE
È quello che vogl'io.
Tu sai che là per leggere
io non desio d'entrar.

SUSANNA e LA CONTESSA
I furbi sono in trappola,
comincia ben l'affar.

FIGARO
La perfida lo seguita,
è vano il dubitar.

passa

IL CONTE
Chi passa?

FIGARO
Passa gente!

LA CONTESSA
È Figaro; men vò!

entra a man destra

IL CONTE
Andate; io poi verrò.

si disperde pel bosco


SCENA XIII
Figaro e Susanna

FIGARO
Tutto è tranquillo e placido;
entrò la bella Venere;
col vago Marte a prendere
nuovo Vulcan del secolo
in rete la potrò.

SUSANNA
Ehi, Figaro, tacete.

FIGARO
Oh, questa è la Contessa...
A tempo qui giungete...
Vedrete là voi stessa...
il Conte, e la mia sposa...
di propria man la cosa
toccar io vi farò.

SUSANNA
Parlate un po' più basso,
di qua non muovo il passo,
ma vendicar mi vò.

FIGARO
(Susanna!) Vendicarsi?

SUSANNA
Sì.

FIGARO
Come potria farsi?

SUSANNA
(L'iniquo io vo' sorprendere,
poi so quel che farò.)

FIGARO
(La volpe vuol sorprendermi,
e secondarla vò.)
Ah se madama il vuole!

SUSANNA
Su via, manco parole.

FIGARO
Eccomi a' vostri piedi...
ho pieno il cor di foco...
Esaminate il loco...
pensate al traditor.

SUSANNA
(Come la man mi pizzica,
che smania, che furor!)

FIGARO
(Come il polmon mi s'altera,
che smania, che calor!)

SUSANNA
E senz'alcun affetto?

FIGARO
Suppliscavi il dispetto.
Non perdiam tempo invano,
datemi un po' la mano...

SUSANNA
gli dà uno schiaffo
Servitevi, signor.

FIGARO
Che schiaffo!

SUSANNA
ancor uno
Che schiaffo,
lo schiaffeggia a tempo
e questo, e questo,
e ancora questo, e questo, e poi quest'altro.

FIGARO
Non batter così presto.

SUSANNA
E questo, signor scaltro,
e questo, e poi quest'altro ancor.

FIGARO
O schiaffi graziosissimi,
oh, mio felice amor.

SUSANNA
Impara, impara, oh perfido,
a fare il seduttor.


SCENA XIV
I suddetti e poi il Conte

FIGARO
Pace, pace, mio dolce tesoro,
io conobbi la voce che adoro
e che impressa ognor serbo nel cor.

SUSANNA
La mia voce?

FIGARO
La voce che adoro.

SUSANNA e FIGARO
Pace, pace, mio dolce tesoro,
pace, pace, mio tenero amor.

IL CONTE
Non la trovo e girai tutto il bosco.

SUSANNA e FIGARO
Questi è il Conte, alla voce il conosco.

IL CONTE
parlando verso la nicchia, dove entrò madama, cui apre egli stesso
Ehi, Susanna.. sei sorda... sei muta?

SUSANNA
Bella, bella! Non l'ha conosciuta.

FIGARO
Chi?

SUSANNA
Madama!

FIGARO
Madama?

SUSANNA
Madama!

SUSANNA e FIGARO
La commedia, idol mio, terminiamo,
consoliamo il bizzarro amator!

FIGARO
si mette ai piedi di Susanna
Sì, madama, voi siete il ben mio!

IL CONTE
La mia sposa! Ah, senz'arme son io.

FIGARO
Un ristoro al mio cor concedete.

SUSANNA
Io son qui, faccio quel che volete.

IL CONTE
Ah, ribaldi!

SUSANNA e FIGARO
Ah, corriamo, mio bene,
e le pene compensi il piacer.

Susanna entra nella nicchia.


SCENA ULTIMA
I suddetti, Antonio, Basilio, servitori con fiaccole accese; poi Susanna, Marcellina, Cherubino, Barbarina; indi la Contessa

IL CONTE
arresta Figaro
Gente, gente, all'armi, all'armi!

FIGARO
Il padrone!

IL CONTE
Gente, gente, aiuto, aiuto!

FIGARO
Son perduto!

BASILIO ed ANTONIO
Cosa avvenne?

IL CONTE
Il scellerato
m'ha tradito, m'ha infamato
e con chi state a veder!

BASILIO ed ANTONIO
Son stordito, son sbalordito,
non mi par che ciò sia ver!

FIGARO
Son storditi, son sbalorditi,
oh che scena, che piacer!

IL CONTE
tira pel braccio Cherubino, dopo Barbarina, Marcellina e Susanna
Invan resistete,
uscite, madama,
il premio or avrete
di vostra onestà!
Il paggio!

ANTONIO
Mia figlia!

FIGARO
Mia madre!

BASILIO, ANTONIO e FIGARO
Madama!

IL CONTE
Scoperta è la trama,
la perfida è qua.

SUSANNA
s'inginocchia ai piedi del Conte
Perdono! Perdono!

IL CONTE
No, no, non sperarlo.

FIGARO
s'inginocchia
Perdono! Perdono!

IL CONTE
No, no, non vo' darlo!.

BARTOLO, CHERUBINO, MARCELLINA, BASILIO, ANTONIO, SUSANNA e FIGARO
s'inginocchiano
Perdono! Perdono!

IL CONTE
No, no, no!

LA CONTESSA
esce dall'altra nicchia e vuole inginocchiarsi, il Conte nol permette
Almeno io per loro
perdono otterrò.

BASILIO, IL CONTE e ANTONIO
(Oh cielo, che veggio!
Deliro! Vaneggio!
Che creder non so?)

IL CONTE
Contessa, perdono!

LA CONTESSA
Più docile io sono,
e dico di sì.

TUTTI
Ah, tutti contenti
saremo così.
Questo giorno di tormenti,
di capricci, e di follia,
in contenti e in allegria
solo amor può terminar.
Sposi, amici, al ballo, al gioco,
alle mine date foco!
Ed al suon di lieta marcia
corriam tutti a festeggiar!

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