Lo sposo deluso

Lo sposo deluso

unvollständige Oper in 2 Akten

Libretto

Lorennzo da Ponte ??

Uraufführung

wurde nie aufgeführt

Besetzung

SEMPRONIO, ein älterer, reicher Mann (Bass)
EMILIA, eine junge Römerin (Sopran)
ANNIBALE, ein toscanischer Offizier, in Emilia verliebt (Bass)
LAURINA, Sempriones Nichte (Sopran)
FERNANDO, EIN FREUND SEMPRIONES (BASS)
GERONZIO, Vormund Emilias (Bass)
METILDE, Sängerin und Tänzerin (Sopran)

CHOR
Nachbarn, Passanten, Gäste, Dienerschaft

Ort

Genova

Zeit

18th century

Mozart, Wolfgang Amadeus

Mozart, (Johann Chrysostomus) Wolfgang (Theophilus [Gottlieb]) Amadeus
27.1.1756 Salzburg - 5.12.1791 Wien


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Apollo et Hyacinthus (13.5.1767 Salzburg)
La finta semplice (1.5.1769 Salzburg)
Bastien und Bastienne (?9/10.1768 Wien)
Mitridate, rè di Ponto (26.12.1770 Milano)
Ascanio in Alba (17.10.1771 Milano)
Il sogno di Scipione (?1.5.1772 Salzburg)
Lucio Silla (26.12.1772 Milano)
La finta giardiniera (13.1.1775 München)
Il rè pastore (23.4.1775 Salzburg)
Semiramis (?11.1778 Mannheim) [?] [lost]
Zaide (1779 inc; 27.1.1866 Frankfurt)
Idomeneo, rè di Creta (29.1.1781 München)
Die Entführung aus dem Serail (16.7.1782 Wien)
L'oca del Cairo (1784 inc; 4.1860 Frankfurt)
Lo sposo deluso (1784 inc)
Der Schauspieldirektor (7.2.1786 Wien)
Le nozze di Figaro (1.5.1786 Wien)
Il dissoluto punito, ossia Il Don Giovanni (29.10.1787 Praha)
Così fan tutte, ossia La scuola degli amanti (26.1.1790 Wien)
Die Zauberflöte (30.9.1791 Wien)
La clemenza di Tito (6.9.1791 Praha)
inc = Fragment / lost = verschollen

Fragment

Emilia glaubt, ihr Geliebter, Don Annibale, sei nicht mehr am Leben, da er als tollkühner Soldat gilt und verschollen ist. Weil das Mädchen längere Zeit nichts mehr von ihm gehört hat, gibt sie schliesslich nach langem Zögern und unlustig den Liebesbeteuerungen des reichen und ältlichen Sempronio nach. Zum Glück erscheint, bevor Sempronio sein Ziel erreicht, Annibale wieder, wird jetzt aber auch von Metilde und Laurina umworben. Sie wollen ihn glauben machen, dass seine Emilia ihn zugunsten Sempronios verlassen habe. Doch klärt sich alles schnell auf, als Annibale seine Geliebte trifft. Sempronio muss verzichten. Inzwischen hat sich Laurina an den Weiberfeind Fernando herangemacht und der alte Geronzio fällt auf die Schmeicheleien Metildes herein.



Der getäuschte Bräutigam
Fragment



Personen:
BOCCONIO PAPPARELLI, reicher alter Mann, mit Eugenia verlobt (Bass)
EUGENIA, junge adlige Römerin, Verlobte Bocconios, aber in Don Asdrubale verliebt (Sopran)
DON ASDRUBALE, toskanischer Offizier, Liebhaber der Eugenia (Tenor)
PULCHERIO, Weiberfeind, Freund des Bocconio (Tenor)
BETTINA, Nichte des Bocconio, in Don Asdrubale verliebt (Sopran)
GERVASIO, Eugenias Oheim, später verliebt in Metilde
METILDE, Sängerin und Tänzerin, in Don Asdrubale verliebt, vermeintliche Freundin der Bettina

Ouvertüre

ERSTER AKT

Eine vornehme Halle, die zu mehreren Gemächern führt.

ERSTE SZENE
Bocconio erhebt sich von der Frisierkommode, seine Diener kleiden ihn an. Bettina und Don Asdrubale sitzen an einem kleinen Tisch und spielen Karten. Pulcherio steht dabei.

Nr. 1 - Quartett

PULCHERIO
Ach, wie komisch! Ihr seid verlobt?

BOCCONIO
Was ist daran komisch? Was erstaunt Euch daran?
Cupidos Liebespfeile haben mich getroffen,
haben mein Herz verwundet.

PULCHERIO
Die arme junge Frau! Vergeht mir, Freund!
Einen Bräutigam von beträchtlichem Alter wird sie vorfinden.

BOCCONIO
ironischerweise ziemlich böse
Fahrt fort, es ist ja die Wahrheit.

BETTINA, DON ASDRUBALE
Ein noch beschränkteres Gehirn, nein, das gibt es nicht.

PULCHERIO
lachend
Die arme junge Frau! Ich habe Mitleid mit ihr!

BOCCONIO
Und Ihr fallt mir lästig; was wollt Ihr eigentlich?
Vergeudet sonstwo Eure Worte;
muss ich noch deutlicher sprechen?

PULCHERIO
lachend, indem er seinen Blick über die Frisierkommode gleiten lässt
Eine sehr schöne Uhr! Schön! Sehr schön!
Und dieser Ring ist doch überaus kostbar:
Er dürfte aus Frankreich sein, will mir scheinen.

BOCCONIO
Entweder aus Frankreich oder Tunis, lasst ihn liegen!
(Dieser Mensch kam hierher, um zu kritisieren,
und mir läuft gleich die Galle über).

PULCHERIO
von einem Diener informiert
Herr, beeilt Euch, schnell!
Die Braut kommt gleich an.

BOCCONIO
zu den Dienern
Macht Schluss, beeilt euch,
meine Diamanten her!

Die verwirrten Diener kommen seiner Aufforderung nach.

DON ASDRUBALE
Freund, ich will ein offenes Wort sprechen:
wenn Ihr Euch nicht etwas gesitteter verhaltet,
werdet ihr der Braut lästig fallen,
und Eure Ordnung wird gestört werden,

BOCCONIO
Schert euch alle zum Teufel!
Schnell, mein Schwert her!

BETTINA
Wenn Ihr mich nicht augenblicklich
dem Bräutigam meiner Wahl zuführt,
Herr Oheim, welch grossen Lärm
findet die Braut hier vor!

BOCCONIO
Teufelsweib!
Schnell, mein Schwert her!

PULCHERIO
Wenn Ihr damit nicht Schluss macht,
wenn Ihr Euch nicht beeilt,
wenn Ihr ihr nicht entgegengeht,
wird die Braut Euch eine Szene machen!

BOCCHONIO
Was für schreckliche Quälgeister!
Menschen ohne jedes Benehmen!
Vermaledeite Diener!
Schnell, mein Schwert her!


DRITTE SZENE
Eugenia, begleitet von ihrem Lehrer Gervasio und ihren Dienern

Nr. 2 - Arie

EUGENIA
Geboren bin ich in der triumphalen Aura
des römischen Kapitols,
und niemand finde ich auf der Treppe vor,
der mir bei der Ankunft entgegenkommt?

Ach, ach, ich bin wie eine rasende Furie!
Diesen Schimpf kann ich nicht ertragen
und werde augenblicklich mit der Eilpost
zum Tarpejischen Felsen zurückkehren!


VIERTE SZENE
Pulcherio und die anderen

Nr. 3 - Arie

PULCHERIO
zu Bocconio, ihn auf Eugenia aufmerksam machend
Wo werde ich jemals solche Augen finden?
Wo so schöne Lippen?
Ach, so ein Antlitz wie dieses
gibt es auf der ganzen Welt nicht.
zu Eugenia
Welch hübscher Bräutigam, welch Gesichtchen,
welch schönes Exemplar von einern Gatten!
Er ist das Muster aller Liebenden,
ist der Adonis dieser Zeit!

Ich stelle mir schon lebhaft vor,
wie in Theatern und bei Festen
Möchtegern-Lebemänner und Pariser
die vor beseligender Liebe Schmachtenden spielen,
affektiert Kusshände werfen
und alle, die da sind,
solch liebenswerter Schönheit Beifall spenden!

(Welchen Streit, wie viele Tränen
sehe ich unter ihnen bereits voraus.)

(Jener schnaubt vor Zorn, diese schweigt,
dieser tobt, jene rast,
und inzwischen geniesse ich in Frieden,
meine teure Freiheit.)
ab


NEUNTE SZENE
Eugenia, Bocconio und Asdrubale

Nr. 4 - Terzett

BOCCONIO
Welche Zufälle! Was für eine Tragödie!
Ich bin durcheinander ... Was soll ich tun?

DON ASDRUBALE
Ich verliere den Verstand, weiss keinen Rat
und kann keinen Entschluss fassen!

BOCCONIO
Es fehlte gerade noch, dass ich im Augenblick schlafe
und alles nur ein Traum ist.

EUGENIA
Lebt er noch, und war er schon tot?

DON ASDRUBALE
Was kann meine Liebe von ihr erhoffen?

BOCCONIO
Sie wird ohnmächtig, er auch!

EUGENIA, DON ASDRUBALE
Düsteres Entsetzen macht mir das Herz schwer,
schon fühl ich es heftig klopfen.

BOCCONIO
Eine Ohnmacht überkommt mich,
hier ist nichts mehr zu entgegnen.

ZU DRITT
Grausame Liebe! Undankbares Schicksal,
warum hast du mich so unbarmherzig behandelt?
Dieser Schmerz ist zu gross,
das ist zuviel an Grausamkeit.

ossia La rivalità di tre donne per un solo amante
frammento


Personaggi:
BOCCONIO PAPPARELLI, uomo sciocco e facoltoso, promesso in marito a Eugenia (basso)
EUGENIA, giovane romana di nobili natali capricciosa, promesva in consorte a Bocconio ma fida amante di Don Asdrubale (soprano)
DON ASDRUBALE, uffiziale toscano molto coraggioso, amnte di Eugenia (tenore)
PULCHERIO, sprezzator delle donne e amico do Bocconio (tenore)
BETTINA, nipote di Bocconio; ragazza vana, ed innamorata di Don Asdrubale (soprano)
GERVASIO, tutore di Eugenia, che poi innamorasi di Metilde
METILDE, virtuosa di canto e di ballo, anch'esva innamorato di Don Asdrubale, e finta amica di Bettina

Ouvertura

ATTO PRIMO

Anticamera nobile che introduce agli appartamenti.

SCENA PRIMA
Bocconio in atto d'alzarsi dalla toeletta, camerieri che finiscono di vestirlo. Bettina e Don Asdrubale seduti a tavolina, giocando alle carte e Pulcherio in piedi.

N. 1 - Quartetto

PULCHERIO
Ah, ah, che ridere! Voi siete sposo?

BOCCONIO
Che c'è da ridere, quale stupor?
Le frecce amabili del Dio bendato
m'hanno ferito, piagato il cor.

PULCHERIO
Povera giovane! Scusate amico!
Un sposo antico ritroverà.

BOCCONIO
ironicamente alquanto alterato
Séguiti, séguiti, ch'è verità!

BETTINA, DON ASDRUBALE
Cervel più stolido, no, non si dà.

PULCHERIO
ridendo
Povera giovane, mi fa pietà.

BOCCONIO
Ma lei mi secca; che cosa vuole?
Lei sprechi altrove le sue parole;
Con più chiarezza s'ha da parlar?

PULCHERIO
osservando sopra la toeletta, e ridendo
Bell' orologio! bello, bellissimo!
E quest' anello è pur ricchissimo:
Sarà di Francia, così mi par.

BOCCONIO
O Francia, o Tunisi, lo lasci stare!
(Costui qua viene per criticare
E già la bile saltar mi fa).

PULCHERIO
avvisato da un servo
Signor, correte subito,
la sposa arriva già.

BOCCONIO
ai servi
Finitela, sbrigatevi!
I miei brillanti qua!

I camerieri gli recano confusamente le cose ehe richiede.

DON ASDRUBALE
Amico, io parlo chiaro:
Se più civil non siete,
La sposa annoiarete,
Disordin vi sarà.

BOCCONIO
Andate tutti al diavolo.
Presto la spada qua!

BETTINA
Se ora non mi date
lo sposo a genio mio,
gran chiasso, signor zio,
La sposa troverà.

BOCCONIO
Nipote del demonio...
Presto la spada qua!

PULCHERIO
Se voi non la finite,
Se voi non vi sbrigate,
Se incontro non le andate,
la sposa griderà!

BOCCONIO
Che seccature orribili!
Uomini incivilissimi
Servi maledettissimi,
Presto la spada qua!


SCENA TERZA
Eugenia accompagnata da Gervasio, suo tutore, e da di lei servi

N. 2 - Aria

EUGENIA
Nacqui all'aura trionfale
Del Romano Campidoglio,
E non trovo per le scale
Chi mi venga ad incontrar?

Ah, son qual furia delirante,
Quest' ingiuria non sopporto
E al Tarpeo vuo' sull' istante
Per le poste ritornar.


SCENA QUARTA
Pulcherio e detti

N. 3 - Aria

PULCHERIO
a Bocconio, accennandogli Eugenia
Dove mai trovar quel ciglio?
Dove un Iabbro cosi bello?
Ah, che un viso come quello
Sulla terra non si dà.
ad Eugenia
Che sposino, che visino!
Che bel taglio di marito!
È il modello degli amanti,
È l'Adon di quest' età!

Di veder già mi figuro
Nei teatri, e ne' festini
Petitmetri, e Parigini
Far saluti spasimati,
Baciamani caricati,
E far plausi tutti quanti
A sì amabile beltà.

(Che litigi, che gran pianti
lo far lor prevedo già.)

(Quello sbuffa, questa tace,
Questo smania, quella freme,
Ed intanto io godo in pace
La mia cara libertà.)
parte


SCENA NONA
Eugenia, Bocconio e Asdrubale

N. 4 - Terzetto

BOCCONIO
Che accidenti! che tragedia!
Son confuso ... cosa fo?

DON ASDRUBALE
Perdo il senno, son perplesso,
E risolvermi non so.

BOCCONIO
Sta a veder ch'io dormo adesso
E sognando me ne sto.

EUGENIA
Vive ancora, e morto egl'era?

DON ASDRUBALE
Il mio amor da lei che spera?

BOCCONIO
Sviene lei, poi questo qua!

EUGENIA, DON ASDRUBALE
Tetro orror il cOf mi serra,
Già lo sento palpitar.

BOCCONIO
Una sincope ini afferra
Qui non v'è che replicar.

A TRE
Crudo amore! Stetie ingrate
Perché mai così spietate?
Questa pena è troppo barbara,
Quest'è troppa crudeltà!