L'oca del Cairo

L'oca del Cairo

Die Gans von Kairo
Fragment einer opera buffa in zwei Akten, KV 422

Libretto

Giovanni Battista Varesco

Uraufführung

1860, Frankfurt (konzertant)

Besetzung

DON PIPPO, Marchese von Rippasecca (Bass)
CELIDORA, seine Tochter (Sopran)
BIONDELLO, ihr Geliebter (Tenor)
CALANDRINO, eiin Edelmann, Lavinas Geliebter (Tenor)
LAVINA, eine Hofdame, Celidoras Freundin (Sopran)
AURETTA; eine Kammerzofe (Sopran)
CHICHIBIO, Diener des Marchese (Bass)

CHOR
Die türkische Gesandschaft, Wachen, Lakaien, Schuster, Friseure, Schneider, Dienerschaft


Ort

Auf Don Pippos Schloss

Zeit

18. Jahrhundert

Mozart, Wolfgang Amadeus

Mozart, (Johann Chrysostomus) Wolfgang (Theophilus [Gottlieb]) Amadeus
27.1.1756 Salzburg - 5.12.1791 Wien


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Apollo et Hyacinthus (13.5.1767 Salzburg)
La finta semplice (1.5.1769 Salzburg)
Bastien und Bastienne (?9/10.1768 Wien)
Mitridate, rè di Ponto (26.12.1770 Milano)
Ascanio in Alba (17.10.1771 Milano)
Il sogno di Scipione (?1.5.1772 Salzburg)
Lucio Silla (26.12.1772 Milano)
La finta giardiniera (13.1.1775 München)
Il rè pastore (23.4.1775 Salzburg)
Semiramis (?11.1778 Mannheim) [?] [lost]
Zaide (1779 inc; 27.1.1866 Frankfurt)
Idomeneo, rè di Creta (29.1.1781 München)
Die Entführung aus dem Serail (16.7.1782 Wien)
L'oca del Cairo (1784 inc; 4.1860 Frankfurt)
Lo sposo deluso (1784 inc)
Der Schauspieldirektor (7.2.1786 Wien)
Le nozze di Figaro (1.5.1786 Wien)
Il dissoluto punito, ossia Il Don Giovanni (29.10.1787 Praha)
Così fan tutte, ossia La scuola degli amanti (26.1.1790 Wien)
Die Zauberflöte (30.9.1791 Wien)
La clemenza di Tito (6.9.1791 Praha)
inc = Fragment / lost = verschollen

Die Gans von Kairo


Fragment
Celidora liebt Biondello, der von ihrem Vater Don Pippo abgelehnt wird. Pippo sperrt Celidora ärgerlich ein, ebenso wie Lavina, die ihn nicht erhören will. Der ältliche Marchese wettet mit Biondello und Calandrino: Wenn die beiden Mädchen nicht in einem Jahr aus dem Schlossturm befreit werden, muss Lavina ihn und Celidora den Grafen Lanetto heiraten. Der Marchese freut sich, weil das Jahr bald vorbei ist und sämtliche Versuche der Liebhaber, die beiden Damen aus dem Turm zu holen, gescheitert sind. So steht Pippos Hochzeit mit Lavina bevor; die Dienerschaft richtet sich dafür her. Handwerker erscheinen, die Auretta umschmeichelt, um günstige Preise zu erhalten. Dies sieht zornig Chichiblo, ihr eifersüchtiger Liebhaber. Biondello und Calandrino haben eine neue ldee: Calandrino geht als Wahrsager verkleidet ins Schloss und prophezeit dem abergläubigen Marchese Unheil, wenn er mit fünfzig Jahren nochmals heiraten wolle. Pippo ist betroffen und zahlt, um bessere Weissagungen einzuholen. Mit diesem Geld besticht Calandrino Auretta, die ihrem Herrn verkündet, dass eine türkische Gesandtschaft aus Kairo angekommen ist, die Pippo um eine Audienz ersucht. Die »Fremden« bringen als Geschenk eine grosse mechanische Gans mit, in der sich Biondello versteckt hat. Plötzlich prophezeit die Gans, und der Marchese hört zu seinem Schrecken, dass er bald sterben müsse, wenn er sich noch einmal eine Frau suche. Ängstlich verzichtet Pippo auf seine Heiratspläne, erfährt aber dann von einem Diener, dass er betrogen worden ist. Er tobt, lässt sich aber, um eine Blamage zu vermeiden, überreden, auf Lavina zu verzichten und die jungen Paare zusammenzugeben.


Die Gans von Kairo
Fragment



Personen:
DON PIPPO, Marchese von Ripasecca, in Lavina verliebt
DONNA PANTEA, unter der Namen Sandra, seine Gemahlin; von Don Pippo totgelaubt
CELIDORA, einzige Tochter beider; vom Vater zum Gattin des Grafen Lionetto von Casavuota bestimmt, jedoch verliebt in Biondello
BIONDELLO, ein reicher Edelmann aus Ripasecca
CALANDRINO, Donna Panteas Neffe, Freund Biondellos und erhörter Liebhaber der Lavina
LAVINA, Gesellschafterin Celidoras
CHICHIBIO, Haushofmeister bei Don Pippo, Liebhaber der Auretta
AURETTA, Kammerjungfer bei Donna Pantea

ERSTER AKT

DRITTE SZENE
Ein Saal im Palast des Marquis.
Auretta, Chichibio


Nr. 1 - Duett

AURETTA
So macht man das:
zwei Wörtlein,
ein paar kurze Blicke
bringen uns mehr ein,
als man glaubt;
doch es merkt nichts,
wer nicht lieben kann.

CHICHIBIO
So macht man das?
Wenn jemand
unschuldsvollen Kokottchen,
wie dir,
Glauben schenkt,
dann sieht man wohl,
dass er ein Dummkopf ist.

AURETTA
Du tust mir Unrecht,
niemals beleidigte
ich dich.

CHICHIBIO
Du siehtst mich noch
vor Liebesschmerz sterben
schon sterbe ich, o weh!

AURETTA
Stirb' nicht, meine Hoffnung,
das wäre wahrlich eine grosse Dummheit!

CHICHIBIO
Ach, schon ist die Seele gestiefelt und gespornt,
und Hilfe gibt es nicht mehr.

AURETTA
weint
Gib wenigstens meinen Tränen nach.

CHICHIBIO
weint auch
Ganz schwach wird mir das Herz in der Brust.

AURETTA
Sage also ...

CHICHIBIO
Was willst du von mir?

AURETTA, CHICHIBIO
Wir sind Freunde, wir sind Liebende,
dein bin ich von Kopf bis Fuss.
Keine Grimassen mehr, keine Tränen,
es gehe zum Teufel die Eifersucht!
Meine Seele sei Heimstatt
allein für Liebe und Treue.


VIERTE SZENE
Calandrino, Aureita, Chichibio

Rezitativ

CALANDRINO
Meine Auretta, Chichibio, ich grüsse euch.

AURETTA
Eure Dienerin.

CHICHIBIO
Guten Tag, mein Herr.

CALANDRINO
Sagt mir, mein Onkel, der Marquis von Ripasecca, der süsse Bräutigam, Don Pippo, zu dessen Hochzeit die ganze Welt jubelt und sich der blonde Gott schon in Gold kleidet, ist noch nicht aus den Federn?

AURETTA
Gleich werden wir den Weckruf hören.

CALANDRINO
O, tut mir den Gefallen mein lieber Chichibio, und geht nachsehen, ob er noch in Lethes Armen schläft oder ob er schon wach ist.

CHICHIBIO
Das kann ich tun;
zu sich
doch kehr' ich bald zurück.

ab


FÜNFTE SZENE
Auretta, Calandrino

CALANDRINO
Meine reizende Auretta, sagt mir im Vertrauen, wieviel Liebste habt Ihr?

AURETTA
Oh, Sie machen sich über mich lustig; in diese hässliche Fratze verliebt sich niemand, nur Chichibio gefällt das Hässliche.

CALANDRINO
Und darin ist er nicht dumm; Ihr gefallt mir sehr, wunderschön seid Ihr; doch, seid Ihr ihm treu?

AURETTA
Und wie!

CALANDRINO
Und er hält Euch auch die Treue? Er ist nicht eifersüchtig?

AURETTA
Ganz übermässig.

CALANDRINO
Und wenn er uns nun in dieser Haltung vorfände?
Er umarmt sie.

AURETTA
Ach, ich Ärmste! Er kommt, er hat uns gesehen.

CALANDRINO
Verliert nicht die Fassung, bleiben wir so.


SECHSTE SZENE
Chichibio und Vorige

Tun so, als ob sie ihn nicht sehen, Chichibio nähert sich langsam und lauscht.

CALANDRINO
So eng standen sie beisamtnen, wie Daphne und Apollo, die einfältigen Liebenden, und beide, als sie mich sahen, blieben stumm stehen, mit rosenfarbenem und zinnoberrotem Antlitz.

Nr. 2 - Arie

AURETTA
Wenn mein eifersüchtiger Argus
hier versteckt wäre,
ach, ich Ärmste!
Er würde sagen: o du Verfluchte,
Klatschbase, Flittchen!
Wo ist deine Treue?

Und doch bin ich unschuldig.
Wenn er hier wäre,
würde er sich sagen:

Ach, hier ist keine Gefahr,
an einem so lächerlichen Fall
muss man wirklich sein Vergnügen haben.

CHICHIBIO
nähert sich
An einem so lächerlichen Fall
muss man wirklich sein Vergnügen haben!

Rezitativ

CHICHIBIO
Wohl bekomm's, meine Herrschaften.

AURETTA
Lache, ach lache, Chichibio.

CALANDRINO
Die Szene, die du eben sahst, ist die zwischen Lisa und Tirsi.

CHICHIBIO
Sie mag zwar schön sein, doch lachen kann ich nicht.

AURETTA
Sag' mir, ist Chichibio vom Teufel besessen?
ab


Nr. 3 - Arie

CHICHIBIO
Immerzu
sagen die Frauen:
wir sind Säulen
der Treue.

Doch jedes Lüftchen
eines aufgeputzten Mannes,
der nach Zibet duftet,
wirft sie um.

Ich spreche nicht von den Hässlichen;
die fast alle standhaft sind,
wenn kein Wind weht.

Auch von
den eitlen Hübschen,
spreche ich nicht,
denn man weiss es ja,

denn man sieht es ja,
dass die Treue
bei den Schönen
ganz selten ist.
ab


ACHTE SZENE
In Don Pippos Wohnung.

Don Pippo im Schlafrock, dann Auretta, gefolgt von Chichibio

Rezitativ

DON PIPPO
O verrückter, verrücktester Biondello! Dies ist der Tag, an dem du beschämt, ernüchtert, gerupft wirst. Reichte dir ein ganzes Jahr an Zeit nicht aus, um deine Nase in die Burg zu stecken und meine Tochter zu erobern? O wieviel besser würde sich doch das Motto, das so tiefgründig und so beredt zu sein scheint, über deiner Tür machen: einen, der verrückter ist als ich, sah die Welt noch nie.

AURETTA
Exzellenz, guten Tag!

DON PIPPO
O meine vielgeliebte, o honigsüsse Auretta!

AURETTA
Was befehlen Sie?

DON PIPPO
Du bist meine Dido, und nach meiner Hochzeit will ich sofort Äneas werden, dein Diener.

AURETTA
Donnerwetter! Das wäre ein Glück!

DON PIPPO
Doch was macht Chichibio?

AURETTA
Der benimmt sich ganz seltsam.

DON PIPPO
Er ist der Majestätsbeleidigung schuldig: er widersetzt sich ... ich träumte ...

AURETTA
Vielleicht von der Hochzeit?

DON PIPPO
Genau! Aphrodite, die Grazien und Amoretten feierten ein Fest um mich herum. Es war bei Tagesanbruch, und als ich gerade in süsses Entzücken geriet, weckte mich der Vermaledeite und ich fand mich allein im Bett wieder.

AURETTA
Chichibio hat keine Schuld daran, er wusste nicht ...

DON PIPPO
Es wird wohl so sein, wenn du es sagst; nun denn, meine allerzarteste Auretta, dank deiner Güte und weil ich denn Bräutigam bin, mag er kommen und mir den Saum küssen, dann verzeihe ich ihm.
deutet auf den Saum seines Gewandes

Chichibio tritt auf

AURETTA
Da ist er!

DON PIPPO
Chichibio, was war, das war. Nun hört mir zu, und führet treu alle meine Befehle aus!

Nr. 4 - Arie und Terzett

DON PIPPO
Für die grosse Hochzeitsfeier seien
einhundertundsechsunddreissig Kutschen bereit.
Von den schnellfüssigsten Hippogryphen
seien sie gezogen!
Fragt den Ariost,
wo ihr Stall jetzt ist.

Hunderte von Hemden,
von Strümpfen und Schuhen hundert Paar,
von Perücken aus Strigonia
seien es genau dreiunddreissig.
Schon kommen meine Lakaien mit Federbüschen
aus Babylon.

AURETTA
Und die Kleider, und die Hüte?

DON PIPPO
Zu jeder Zeit neu und schön.

CHICHIBIO
Schmuck, Schnallen, Brillen und Handschuhe?

DON PIPPO
Ich will keinem König nachstehen;
alles sei aus Brillanten
braunvioletten Goldglanzes!
zu Auretta
Dir unterstelle ich
Stall und Keller,
Stallknechte, Knappen
und Kabriolets.
zu Chichibio
Du geh',
Vorratskammer, Küche,
Betten, Konfekt,
Likör und Kaffee vorzubereiten,
und wenn ich es befehle,
dann sei das Souper bereit.
denkt noch weiter nach

AURETTA
O ja, das ist schön,
im Stall wird sich eine Jungfer
wahrlich gut machen.

CHICHIBIO
Oh, das ist wirklich reizend,
ich mache ein Gelee,
ein gutes Frikassee.

DON PIPPO
Geht,
sie wollen gehen
bleibt,
sie bleiben
fort mit euch, hört,
sie entfernen sich lachend
ein jeder kümmere sich nur um sich selbst!
Welch glücklichen Tag
darf ich erleben,
welche Freude, welche Freude
für mich!
ab


ELFTE SZENE
Rechts umringen Mauern die Stadt, deren höchste Gebäude sichtbar
sind. Die Mauern formen einen Halbkreis, der den Blick auf eine
Burg freigibt, von der jedoch nur die Rückseite zu sehen ist; das Gebäude ist alt, hat vier Stockwerke und einen Turm. An der Ecke der Mauer, die bis in den Wald reicht, ist eine Öffnung zu sehen.

Biondello, dann Celidora und Calandrino, gefolgt durch Lavina


Rezitativ

BIONDELLO
Zum letzten Male, angebetete Mauern, sehe ich euch endlich von hinten; und ehe die Sonne sinkt, werde ich euch von vorne sehen. Der Kunst, dem Reichtum, diesen meinen Schönheiten, einfältiger Don Pippo, wirst du heute deinen Turm weichen sehen, und ihn zu plündern ist mir weniger wert als eine Pfeife Tabak.

Nr. 4 a - Arie

BIONDELLO
Was dieses Gesicht
eines Verrückten auch sagen möge;
Venus ist mir Freundin,
Cupido steht an meiner Seite.
Um die Dummen kümmere ich mich nicht,
ihre Wut ist nur Geschrei:
einen sichereren Triumph als den meinen
gibt es nicht.

Oh, wie will ich lachen
heut' abend bei dem Souper,
den Alten keifen hören
ist wahrlich ein Heidenlärm.

Rezitativ

BIONDELLO
Mir scheint, dass sich an der Seite dort die Zweige bewegen. In jener schattigen Höhle will ich mich verbergen. Und wenn es Celidora ist, will
ich sie überraschen und ganz leise hervorkommen.
Er versteckt sich.

Nr. 5 - Quartett

CELIDORA
schlüpft durch die Maueröffnung
Wenn ihr mich heute, o Götter,
auf meine teure Freiheit hoffen lasst,
ach, dann habt mich nicht zum besten;
das wäre zuviel der Grausamkeit.

BIONDELLO
kommt hervor
Hier bin ich, mein geliebter Augenstern,
keinerlei Zweifel gibt es mehr.
Don Pippo wird heut' abend
von jedem ausgelacht.

LAVINA
schlüpft durch die Maueröffnung
Wer zeigt mir den, den ich anbete?
Wo ist mein Calandrino?
Wenn er nicht kommt, sterbe ich als Jungfer;
es gibt keinen Arzt für mich.

CALANDRINO
Da ist er, mein schöner Schatz;
ich habe ein gutes Rezept für dich:
gute Neuigkeiten zu deiner Heilung,
bald hörst du das Wie und das Was.

CELIDORA, LAVINA
Doch ist es auch wahr,
oder lügt Ihr?
Gebt acht,
dass Ihr die Wahrheit sagt!

CALANDRINO, BIONDELLO
Aufrichtige Liebe
sagt gewiss keine dreisten,
noch nie
ausgesprochenen Lügen.

BIONDELLO
Auf einen Freund
vertraue und hoffe ich.

CALANDRINO
Ich sage euch:
heute kommt er.

CELIDORA, LAVINA
Doch hier will ich dich.

BIONDELLO
Und wenn er nicht kommt?

ALLE
Ein schöner Reinfall
wäre das wahrlich.

CALANDRINO
Ruhig, ruhig, jetzt erinnere ich mich ...
entweder der Nachen des Charon
oder die Brücke des Cocles ...

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO
Die Brücke gefällt mir besser.

ALLE
Das ist das einzige Mittel.
Gehen wir jetzt, um Leute zu finden.

BIONDELLO, LAVINA
Heraus, heraus!

CELIDORA, LAVINA
Zu den Waffen, zu den Waffen!

ALLE
Hier spare man keine Mühe,
man überlege nicht, man zögere nicht.
Man frage nicht mehr nach dem Grund!

Biondello und Calandrino ab



… SZENE
Auretta, Chichibio

Nr. 5 a - Duett

CHICHIBIO
Ich habe einen Gedanken im Kopf,
aus dem ich schliesse,
dass Biondello jene Türme
mit dem Boot überwinden will.

AURETTA
So hör' den meinen, der noch schöner ist:
du bist doch, du Aufschneider,
ein Eselchen, ein dummes,
das durch die Lüfte fliegen will.

CHICHIBIO
Sehr verbunden, sehr verbunden!
Doch suchen wir den Schlüssel!

AURETTA
Damit bin ich einverstanden.

AURETTA, CHICHIBIO
Doch wo er ist, wer könnte das
in hundert Jahren erraten?

AURETTA
Zu fürchten haben wir die Wächter!

CHICHIBIO
Wenn ich das Horn des Astolfo finde,
ich bin nun mal der, der ich bin,
will ich mit seinem Klang die Wachen verjagen.

AURETTA, CHICHIBIO
Doch an ein Horn denken wir nicht,
das findet sich schon mit der Zeit;
denken wir nun an etwas,
was uns und andere aufheitert.


FÜNFZEHNTE SZENE
Calandrino und Biondello mit Zimmerleuten, die Holz für die Brücke tragen, dann Celidora und Lavina, die mit Hilfe einer Leiter die Mauer erklommen haben, zum Schluss Don Pippo mit den Burgwächtern.

Nr. 6 - Finale

CALANDRINO
Auf denn, Kinder, schnell, schnell!
Errichtet die Gerüste,
und befestigt die Balken
mit den Ankern,
wie es sich gehört.

BIONDELLO
Baurneister, geschwind,
legt nur ein Brett darüber,
ohne Lärm,
damit ich hinübergelange,
ohne zu fallen.

LAVINA
Laufe, laufe, Celidora!
Hier schwitzt und arbeitet man
für unsere Freiheit.

CELIDORA
Bravo, bravo, nur frisch voran!
Schon fehlt nicht mehr viel oder gar nichts,
bis ein jeder zufrieden ist.

ALLE
Dem vermaledeiten Alten
werden wir es schon zeigen,
und der Graf Lionetto
zieht dann mit einer langen Nase ab.

Diesen Abend
werden wir geniessen
und mal
richtig lachen.

CELIDORA, LAVINA
Doch wenn der Marquis uns überrascht?

ALLE
Wird man
auf uns're Kosten lachen.

AURETTA
eilig
Meine Herrschaften, welch Unheil!

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO, CALANDRINO
Was sagst du da? Was war denn los?

AURETTA, CHICHIBIO
Der Herr ist schon ausgegangen,
der Marquis ist nicht mehr da.

CALANDRINO
Vielleicht ist er auf den Markt gegangen,
um etwas für Lavina, seine Braut, zu kaufen;
er denkt gar nicht daran,
hierher zu kommen.

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO, CALANDRINO
Aber wenn er doch kommen sollte,
weil der Teufel nicht ruht,
verwette ich meinen Kopf,
dass es jedem übel ergehen wird.

CHICHIBIO
Gehen wir,
meine Auretta,
um in jeder Strasse
der Stadt nachzuschauen.

AURETTA
Gehen wir!
Wenn zufälligerweise
der Wind
ihn hierher wehen sollte.

Auretta und Chichibio gehen ab, kehren aber gleich zurück.

DON PIPPO
zu sich, aus der Ferne
Schockschwerenot!
Was bedeutet dieser Lärm?
Was zum Teufel wird hier gearbeitet?
Was für Leute sind das?

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO, CALANDRINO
atemlos
Und mit der Brücke gehts nicht voran,
obwohl's der Männer viele sind,
sie mühen sich schon über eine Stunde.
Was für Leute sind das hier?

DON PIPPO
zur Tür der Burg gewandt
Heraus, Wächter der Burg,
mit Spiessen und Lanzen,
kommt mit mir,
und haltet jene Gauner auf!

Auretta und Chichibio kommen angerannt.

AURETTA, LAVINA, CELIDORA, CHICHIBIO, BIONDELLO, CALANDRINO
Die Wache kommt!

CELIDORA, CHICHIBIO
Ach, wir sind verraten!
Seien wir flink!

CELIDORA, LAVINA, AURETTA
O weh,o weh!

ALLE
Jetzt ist keine Zeit mehr,
es gibt kein Ausweichen mehr,
ins Gefängnis
heisst es jetzt geh'n.

DON PIPPO
Ich bin beleidigt worden!
Meine Hoheit
darf keine
Anmassung dulden, nein.
zu den Mädchen
Und ihr, ihr schwatzhaften,
werdet dafür büssen.
Ihr werdet es schon merken
nach dem Souper.

LAVINA
Ich suchte nach dem Stieglitz,
der aus dem Käfig mir entfloh.

CELIDORA
Ich hörte einem Kanarienvogel zu,
dessen Gesang mich hinriss.

DON PIPPO
Ihr schweiget, ihr seid verrückt,
das ist alles nur Falschheit.

DIE ANDEREN
Die Mädchen haben keine Schuld,
du bist verrückt, das weiss man ja.

DON PIPPO
Auf denn, Wachen, ergreift sie,
führt sie ins Gefängnis,
und ein jeder wird bereuen.

DIE ANDEREN
Wenn ihr euch, Wachen, bewegt,
werdet ihr den Stock fühlen,
und ein jeder wird's bereun.

DON PIPPO
Auf, zu den Waffen, o meine Soldaten!
Auf denn,
geht endlich zu Taten über.

DIE ANDEREN
Sie werden gefoppt sein,
wir wären ja dumm, wenn wir blieben,

ALLE
Wir werden ja sehen, wer siegt.

(opera incompiuta)
Personaggi:
DON PIPPO (basso)
CELIDORA (soprano)
BIONDELLO (tenore)
CALANDRINO (tenore)
LAVINA (soprano)
CHICHIBIO (basso)
AURETTA (soprano)



ATTO PRIMO

SCENA 3
Camerone nel palazzo del Marchese

Auretta, Chichibio


No. 1 - Duetto

AURETTA
Così si fa;
Due paroline,
Quattro occhiatine,
Ci fruttan più
Che non si crede,
E non s'avvede
Chi amar non sa.

CHICHIBIO
Così si fa?
A civettine
Innocentine,
Come sei tu,
Chi presta fede
Or ben si avvede
Ch'è un baccalà.

AURETTA
Tu mi fai torto,
Non son mai giunta
A offender te.

CHICHIBIO
Mi vedrai morto
Dal mal di punta,
Già crepo ahimè!

AURETTA
Non morir, mia speme amata,
Gran pazzia sarebbe affé!

CHICHIBIO
Ah, già l'alma è stivalata,
E rimedio più non c'è!

AURETTA
piange
Al mio pianto cedi almeno.

CHICHIBIO
piange anch'egli
Di ricotta ho il cor nel seno.

AURETTA
Dunque dì...

CHICHIBIO
Che vuoi da me?

AURETTA, CHICHIBIO
Siamo amici, siamo amanti,
Io son tua (tuo) da capo a piè.
Non più smorfie, non più pianti,
Vanne al diavol gelosia!
Sia ricetto l'alma mia
Sol d'amor e sol di fé!


SCENA 4
Calandrino, Auretta, Chichibio

CALANDRINO
Auretta mia, Chichibio, vi saluto.

AURETTA
Son serva sua.

CHICHIBIO
Buon giorno a voi, signore.

CALANDRINO
Ditemi, il signor zio, di Ripasecca
Il Marchese, Don Pippo, il dolce sposo
Per le cui nozze esulta il mondo tutto,
E dià si veste d'or il biondo Dio,
Non peranco lasciò
Le vedove sue piume?

AURETTA
Sentiremo a momenti
Lo svegliarin.

CALANDRINO
Deh datemi il piacer,
Caro Chichibio mio,
Ite a vedere
Se nuota ancor in Lete
Oppur s'è desto.

CHICHIBIO
Questo lo posso far;
(Ma torno presto.)
parte


SCENA 5
Auretta, Calandrino

CALANDRINO
Auretta mia vezzosa,
Ditemi in confidenza,
Come stiamo d'amanti?

AURETTA
Oh, lei mi burla;
Di questo brutto ceffo
Nissuno s'innamora, al sol Chichibio
Il brutto piace.

CALANDRINO
In questo ei non è stolto;
Voi mi piacete molto,
Bellissima voi siete;
Ma, gli siete fedele?

AURETTA
E come!

CALANDRINO
Ed egli
Serbavi fedeltà? Non è geloso?

AURETTA
All'eccesso.

CALANDRINO
E se mai
In questa positura
Ei ci trovasse?
l'abbraccia

AURETTA
Oh me meschina! ei viene
E ci ha veduti.

CALANDRINO
Non vi scomponete,
Restiam così.


SCENA 6
Chichibio e detti

Fingono non vederlo, Chichibio s'avanza pian piano ascoltando

CALANDRINO
Così stavano stretti
Come Dafne ed Apollo
I semplicetti amanti, e l'una, e l'altro
A vedermi rimase a chiuso labbro
Tinto il volto di rose, e di cinabro.

No. 2 - Aria

AURETTA
Se fosse qui nascoso
Quell'Argo mio geloso,
Oh poverina me!

Direbbe: oh maledetta,
Pettegola fraschetta!
La fedelta dov'è?

Pur sonno innocente.
Se fosse presente
Direbbe fra sé:

Oh qui non c'è pericolo;
Un caso sì ridicolo
Golder si deve affé!

CHICHIBIO
accostandosi
Un caso si ridicolo
Golder di deve affé!


Recitativo

CHICHIBIO
Buon pro', signori.

AURETTA
Ridi, ah ridi, Chichibio.

CALANDRINO
Ecco la secena che vidi poco fa
Tra Lisa e Tirsi.

CHICHIBIO
Bella sarà, ma ridere non posso.

AURETTA
Dimmi, Chichibio ha il demonio addosso?
parte

No. 3 - Aria

CHICHIBIO
Ogni momento
Dicon le donne
Siamo colonne
Di fedeltà.

Ma picciol vento
D'un cincinnato
Inzibettato
Cader le fà.

Non dico delle brutte;
Son sode quasi tutte,
Se vento non ci va.

Delle bella
Vanarelle
Io non parlo;
Già si sa,

Già si vede
Che la fede
Nelle belle
È rarità.


SCENA 4
Appartamento di Don Pippo

Don Pippo in vesti di camera, poi Auretta, indi Chichibio


DON PIPPO
O pazzo,
Pazzissimo Biondello! Il giorno è questo,
Che resterai scornato,
Spolpato, spenacchiato. Un anno intiero
Non ti bastò di tempo
Per ficcar quel tuo naso nella rocca
E conseguir mia figlia? Oh quanto meglio
Direbbe il motto su quel tuo portone,
Che sì erudito par, e sì facondo:
Il più pazzo di me non vide il mondo!

AURETTA
Eccellenza, buongiorno!

DON PIPPO
O mia diletta, o melliflua Auretta!

AURETTA
Che comanda?

DON PIPPO
Tu sei la mia Didone,
E dopo le mie nozze, immantinente
Esser vogl'io Enea, il tuo servente.

AURETTA
Capperi! questa sì sarà fortuna!

DON PIPPO
Ma Chichibio che fa?

AURETTA
Batte la luna.

DON PIPPO
È reo di crimen lese:
Inarca il ciglio... sognai...

AURETTA
Forse le nozze?

DON PIPPO
Appunto! Citerea,
Le Grazie e gli Amoretti
All'Eccellenza mia
Festeggiavano intorno,
Era sul far del giorno, e mentre andavo
In dolce visiblio, il maledetto destommi,
e mi trovai solo nel letto.

AURETTA
Chichibio nonne ha colpa, ei non sapea...

DON PIPPO
Sarà così se tu lo dici,
Ah dunque, pastosissima Auretta,
In grazia tua, e già che sposo io sonno,
Venga, mi baci il lembo e gli perdonno!
accenna al lembo dalla veste

Entra Chichibio

AURETTA
Eccolo qui!

DON PIPPO
Chichibio, quello ch'è stato
È stato. Ora m'udite
E tutti i cenni miei fidi eseguite!


No. 4 - Aria e Terzetto

DON PIPPO
Siano pronte alle granz nozze
Cento e trenta e sei carrozze.
Da ippogrifi sian tirate,
Che i più lesti son di piè.
All'Ariosto domandate
La lor stalla omai dov'è!

La camicie a centinaia,
Calze e scarpe cento paia,
Le perrucche di strigonia
Siano in punto trentatré.
Già verran di Babilonia
Coi penacchi i miei lacché.

AURETTA
E i vestiti, ed i cappelli?

DON PIPPO
Tutte l'ore nuovi, e belli.

CHICHIBIO
Gioie, fibbie, occhiali e guanti?

DON PIPPO
Non vuò cederla ad un re;
Tutto sia di brillanti
Di colore mordorè.
ad Auretta
A te raccomando
La stalla, e cantina,
Staffieri, scudieri,
E i cabriolè.
a Chichibio
Tu, va preparando
Dispensa, cucina,
I letti, confetti,
Liquori, e caffè,
E quando comando
Sia pronto il suppè.
sta pensando

AURETTA
Oh questa sì ch'è bela,
In stalla una zitella
Farà comparsa affé.

CHICHIBIO
Oh questa è graziosina,
Farò una gelatina,
Farò un buon fricassé.

DON PIPPO
Andate,
sono per partite
Restate,
si fermano
Partite, udite,
partono ridendo
Ognun badi a sé.
Qual giorno felice
Godere mi lice
Qual gioia per me!
parte


SCENA 11
A destra, mura, che rinchiudono la città, di cui si vedranno gli edifici più alti. Queste formano un semicircolo, in quale ha in prospettiva una fortezza, di cui non si vede che la parte di dietro, cioè il rovescio d'una fabricca antinca con una torre alta quattro piani. Nell'angolo della muraglia, che si perde fra il bosco, se vede un pertugio.

Biondello, poi Celidora, Calandrino, poi Lavina


Recitativo

BIONDELLO
L'ultima volta al fin, mura adorate,
Il tergo mi mostrate, e pria che Febo
Agli antipodi scenda,
Vedrovvi il sen. All'arte, alle richezze,
A queste mie belezze la tua torre,
Sciminito Don Pippo,
Oggi ceder vedrai, e darle il sacco
Stimo men d'una pipa di tabacco.


No. 4 a - Aria

BIONDELLO
Che parli, che dica
Quel viso di pazzo;
Ho Venere amica,
Cupido è per me.

De'matti non curo
La furia, e schiamazzo:
Del mio, più sicuro
Trionfo non c'è.

Oh quanto voglio ridere
Stasera a quel suppè;
Sentir quel vecchio stridere
È un gran baccano affè.


Recitativo

BIONDELLO
Ma parmi là in quel lato,
Che si muovan le frondi.
In quell'ombroso speco
Voglio celarmi, e vuo', s'è Celidora,
Sorprenderla, pian pian uscendo fuora.


No. 5 - Quartetto

CELIDORA
esce dal pertugio
S'oggi, oh dei, sperar mi fate
La mia cara libertà;
Ah di me non vi burlate;
Saria troppa crudeltà.

BIONDELLO
uscendo
Qui son io, pupille amate,
Dubbio alcun non vi sarà.
A Don Pippo le risate
Questa sera ognun farà.

LAVINA
uscendo dal pertugio
Che m'addita quel ch'adoro?
Calandrino mio dov'è?
S'ei non vien, zitella io moro;
Non v'è medico per me.

CALANDRINO
Eccol qui, mio bel tesoro,
Ho un buon recipe per te,
Buone nuove a tuo ristoro,
Presto udrai il come, il che.

CELIDORA, LAVINA
Ma fia poi vero
Oppur mentine?
Badate e dite
La verità!

CALANDRINO, BIONDELLO
Amor sincero
Menzogne ardite
Mai proferite
Certo non ha.

BIONDELLO
In un amico
Confido e spero.

CALANDRINO
Io ve lo dico:
Oggi verrà!

CELIDORA, LAVINA
Ma qui ti voglio.

BIONDELLO
E se non viene?

TUTTI
Un bell'imbroglio
Sarebbe affè.

CALANDRINO
Zitti, zitti, or mi sovviene...
O la barca di Caronte,
O di Coclite quel ponte...

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO
Meglio il ponte piace a me.

TUTTI
Questo è l'unico espediente,
Or si vada a trovar gente.

CALANDRINO, BIONDELLO
Fuora, fuora!

CELIDORA, LAVINA
All'armi, all'armi!

TUTTI
Qui fatica non si sparmi,
Non si guardi, non si tardi!
Più non chiedasi il perché!


SCENA ...
Auretta, Chichibio

No. 5 - Duetto

CHICHIBIO
Ho un pensiero nel cervello
Onde fo la conclusione,
Che Biondello in battello
Quella torre vuol scalar.

AURETTA
Senti il mio ch'è ancor più bello:
Tu sei pur, o fanfarone,
L'asinello, pazzarello,
Che per l'aria vuol volar.

CHICHIBIO
Obbligato, obbligato!
Ma cerchiamo quella chiave.

AURETTA
Io ben l'approvo.

AURETTA, CHICHIBIO
Ma ove sia, chi potria
In cent'anni indovinar?

AURETTA
A temer le guardie abbiamo!

CHICHIBIO
Se d'Astolfo il corno trofo,
Son chi sono, con quel sono
Quelle guardie vuo' scacciar.

AURETTA, CHICHIBIO
Ma ad un corno non pensiamo,
Già col tempo se 'l ritrova;
Or pensiamo a quel che giova
Atri e noi a consolar.


SCENA 15
Calandrino e Biondello con falegnami, che portano la legna per il ponte, poi Celidora, e Lavina salite per mezzo di una scala a mano sopra le mura, indi Chichibio e Auretta, alla fine Don Pippo con guardie della rocca.

CALANDRINO
Su via putti, presto, presto!
Impiantate i cavalletti,
E le travi
Colle chiavi
Rassodatele a dover!

BIONDELLO
Capomastro, siate lesto,
Solo un'asse vi s'assetti
Senza chiassi,
Pirch'io passi
Senz'avervi da ceder.

LAVINA
Corri, corri, Celidora!
Qui si suda, e si lavora
Per la nostra libertà.

CELIDORA
Bravi, bravi, allegramente!
Già vi manca poco o niente,
E contento ognun sarà.

TUTTI
A quel vecchio maledetto,
Mostreremo i fichi freschi;
E quel conte Lionetto
Con gran naso resterà.

Se la godremo
Poi questa sera
E rideremo
In verità.

CELIDORA, LAVINA
Ma se il Marchese ci arriva addosso?

TUTTI
A nostre spese
Si riderà!

AURETTA
frettolosa
Miei signori, oh guai!

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO, CALANDRINO
Cosa dici? Che mai fu?

AURETTA, CHICHIBIO
Il padrone è già sortito,
Il Marchese non c'è più.

CALANDRINO
Sarà forse andato in fiera
A comprare qualche cosa
Per Lavina sua sposa;
Qui venir non penserà.

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO, CALANDRINO
Ma, se pur venirci pensa
Poiché il diavol non fa festa,
Il scommetto la mia testa
Ch'ognun mal la passerà.

CHICHIBIO
Andiamo spiando
Auretta mia
Per ogni via
Della cità.

AURETTA
Andiam! Se a caso
Qui 'l caccia il vento
In un momento
Saremo qua.

Auretta e Chichibio partono, poi ritornano.

DON PIPPO
da sé, di lontano
Corp di Satanasso!
Cosa vuol dir quel chiasso?
Che diavol si lavora?
Che gente è quella lì?

CELIDORA, LAVINA, BIONDELLO, CALANDRINO
sotto voce
Ma il ponte non va avanti,
Pur gl'uomini son tanti,
Travaglian più d'un ora.
Che gente è questa qui?

DON PIPPO
verso la porta della rocca
Fuora, guardie della rocca,
Collo spiedo, e colla rocca,
Ite meco, e quei bricconi
Siate preste ad arrestar!

Auretta e Chichibio corrono.

TUTTI GLI ALTRI
Viene la guardia!

CELIDORA, CHICHIBIO
Ah, siam traditi,
Siamo spediti!

CELIDORA, LAVINA, AURETTA
Ahimè! ahimè!

TUTTI GLI ALTRI
Non c'è più tempo,
Non c'è ragione,
Andar prigione
Convien affè!

DON PIPPO
Io sono offeso!
La mia Eccelenza
La prepotenza
Soffrir non de', no!
alle ragazze
E voi pettegole,
La pagherete,
V'accorgerete
Dopo il suppè!

LAVINA
Il cercavo il cardellino
Che di gabbia mi fuggì.

CELIDORA
Ascoltavo un canarino
In cui canto mi rapì.

DON PIPPO
Voi tacete, siete pazze
Questà è tutta falsità!

TUTTI GLI ALTRI
Non han colpa le ragazze,
Tu sei pazzo, già si sa.

DON PIPPO
Su via, guardie, li predete,
In prigion li conducete,
Ed ognun si pentirà.

TUTTI GLI ALTRI
Se voi guardie vi movete
Il bastone proverete,
Ed ognun si pentirà.

DON PIPPO
Alto, all'armi o miei soldati!
Orsù via, venite a' fatti,
Si vedrà chi vincerà.

TUTTI GLI ALTRI
Resteranno minchionati,
A restar sarenmmo matti.

TUTTI
Si vedrà chi vincerà.

Bitte lesen und beachten Sie die Copyright-Bestimmungen, bevor Sie eine Datei herunterladen!

Partitur

download