Háry János

Háry János

Singspiel in vier Abenteuern mit Vorspiel und Nachspiel

Libretto

Béla Paulini und Zsolt Harsanyi (nach János Garay)

Uraufführung

16. Oktober 1926, Budapest (Operház)

Besetzung

HARY JANOS (Bariton)
ILKA, seine Braut (Sopran)
DIE KAISERIN (Sopran)
NAPOLEON (Bass)
MARIE-LUISE, seine Gemahlin (Alt)
RITTER VON EBELASZTIN, Kammerherr (Tenor)
MARCZI, kaiserlicher Kutscher (Tenor)
KAISER FRANZ
GRÄFIN MELUSINE
GRÄFIN ESTRELLA
GENERAL DONNERWETTER
GENERAL HINTERLADER
ABRAHAM, der Wirt
DER DORFRICHTER

Artilleristen, Husaren, österreichische, französische und ungarische Soldaten,
Bauern, Mädchen, Dienerschaft, Wachtposten, Volk

Ort

Im Wirtshaus von Gross-Abony, an der russisch ungarischen Grenze; Park vor der Wiener Hofburg; Festung Mailand; in der Hofburg zu Wien

Zeit

Um 1810 zur Zeit der Napoleonischen Kriege

Kodály, Zoltán

Kodály, Zoltán
16.12.1882 Kecskemét - 6.3.1967 Budapest


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Háry János (16.10.1926 Budapest)
Székely fonó (24.4.1932 Budapest)
Czinka Panna (15.3.1948 Budapest)



VORSPIEL
Der Schelm Háry János ist im Wirtshaus von Gross-Abony sehr beliebt, weil er ständig neue Geschichten weiss. Auch an diesem Tag tritt der längst erwartete Grenzsoldat in die Stube und fängt an zu erzählen:

ERSTES ABENTEUER
An der russisch-ungarischen Grenze, die durch ein gemeinsames Wachhaus getrennt ist, löst Háry János, der viel lieber mit seiner Ilka spazierengehen möchte, pflichtbewusst seinen Kameraden ab. Während auf der ungarischen Seite eine Hitzewelle herrscht, ist es auf russischem Gebiet erbärmlich kalt. Neidisch blickt der dortige Posten nach Ungarn hinüber, wo Mädchen singend spazierengehen. Plötzlich sieht Háry, wie Kaiserin Marie-Luise mit ihrem Gefolge die russische Grenze passieren will, aber nicht durchgelassen wird, weil der Wachtposten schlechte Laune hat und sich auch nicht durch die Bitten der Kaiserin umstimmen lässt. Mit gewaltiger Kraft reisst Háry das ganze Schilderhaus auf die ungarische Seite herüber. Die dankbare Kaiserin erfüllt Háry drei Wünsche und nimmt ihn als Leibgardist nach Wien mit. Ilka darf ihren Háry, begleiten, der vorher noch das Schilderhaus auf den alten Platz zurückzerrt.

ZWEITES ABENTEUER
Der auf Háry eifersüchtige Kammerherr Ebelasztin schickt ihn zum Dienst in die Reithalle. Hier bändigt Háry Luzifer, den feurigsten Hengst von ganz Wien, und erhält dafür von Marie-Luise, die neugierig zugesehen hat, eine Rose. Der Kammerherr, noch eifersüchtiger, will sich an Háry rächen und versucht Ilka vergeblich einzureden, MarieLuise habe es auf ihren Háry abgesehen. Als Háry der Kaiserin noch ein Mittel gegen die Gicht ihres Gatten empfiehlt, wird Ebelasztin so wütend, dass er kraft der von Napoleon erhaltenen Vollmachten Österreich den Krieg erklärt. Unter Führung der Generäle Hinterlader und Donnerwetter zieht der zum Hauptmann beförderte Háry in den Kampf.

DRITTES ABENTEUER
Die Österreicher stehen nun vor Mailand und belagern Napoleon. Háry ist Oberst geworden und erklärt zusammen mit dem General die Lage. Als Donnerwetter den Rückzug antreten will, stellt sich Háry mit seinen Husaren zum Kampf und erringt einen glanzvollen Sieg, nimmt Napoleon gefangen und diktiert ihm die Friedensbedingungen. Die von der Niederlage ihres Gemahls enttäuschte Marie-Luise will sich scheiden lassen und den zum General beförderten Háry heiraten. Ilka passt dies nicht; sie streitet sich mit Marie-Luise. Als Háry Frieden stiftet, fallen ihm beide Frauen um den Hals und ziehen mit ihm nach Wien zurück.

VIERTES ABENTEUER
Háry ist in Wien eingetroffen und wird in der Hofburg einquartiert. Nichts ist dem Kaiser für den Helden und zukünftigen Gemahl seiner Tochter zu teuer. Kurz vor der Hochzeit, nachdem alles bereits im Festsaal der Burg versammelt ist, erklärt Háry dem Kaiser und seinen Räten, dass er lieber Ilka heiraten und mit ihr in sein Heimatdorf zurückkehren wolle. Er erhält einen glanzvollen Abschied, gibt Donnerwetter den bei Mailand erhaltenen Marschallstab zurück und schenkt dem von Napoleon ausgelieferten Ebelasztin die Freiheit. Bevor Háry Abschied nimmt, erinnert er den Kaiser an die Nöte des ungarischen Volkes.

NACHSPIEL
Háry ist mit seinen Geschichten zu Ende gekommen, die Wirtshausgäste lassen den »Helden« hochleben.

Il narratore introduce la figura di Háry János, un contadino onesto e generoso che presta fedelmente il servizio di soldato al confine russo-ungherese. La voce del narratore lascia il posto all’ouverture, che illustra la scena ambientata presso la linea di frontiera. Prima una vecchia, poi una famiglia ebrea composta da padre, madre e undici figli, cercano di passare il confine senza che venga loro concesso di farlo. A un tratto si ferma la carrozza sulla quale viaggia Maria Luisa d’Austria; viene fatto intervenire Háry János, «colui che è incaricato di affrontare ogni situazione complessa e pericolosa»; egli goffamente risolve il problema e accompagna la carrozza a Vienna portando con sé la fidanzata Örzse. Nella capitale austriaca Háry riesce a dar prova del suo eroismo domando un cavallo selvaggio, tanto che l’imperatrice Maria Teresa lo vuole assolutamente come sposo della figlia Maria Luisa. Ma il geloso Bombazine, pretendente alla mano della principessa, scrive confidenzialmente a Napoleone perché intervenga col suo esercito contro gli austriaci. I francesi vengono sbaragliati dal coraggio di Háry mentre Napoleone, riconosciuto dal prode guerriero, cerca di nascondere la sua identità, ma invano: viene infatti smascherato e, umiliato, finisce per cadere in un pianto dirotto. Per lui e per l’esercito francese viene eseguita una marcia funebre, mentre Maria Luisa, insieme al popolo austriaco, conduce in trionfo l’eroe magiaro verso il palazzo imperiale di Vienna; Háry può così intonare il canto dell’ussaro vittorioso (“A jo lovas Katonanak”). Nella capitale imperiale il valoroso soldato viene ospitato in una lussuosissima stanza, ma prova nostalgia per la sua terra; durante la cena che l’imperatore e l’imperatrice danno in suo onore egli rifiuta la mano di Maria Luisa e si rivolge a Örzse, sollecitandola a fare i preparativi per ritornare in Ungheria. L’opera si conclude con i canti d’amore di Örzse (“Szegeny derék magyar nep”) e di János e con un coro di commiato.

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