Acis and Galatea

Acis and Galatea

Acis und Galathea
Masque (Pastoral) in einem Akt,
später auf zwei Akte erweitert

Libretto

John Gay, Alexander Pope und John Hughes,
nach Ovids Metamorphosen

Uraufführung

Sommer 1718, Cannons (Edgware)

Besetzung

ACIS (Tenor)
GALATHEA (Sopran)
DAMON (Tenor oder Sopran)
POLYPHEMUS (Bass)

CHOR
Hirten und Nymphen

Ort

Am Fusse des Ätna, in arkadischen Gefilden

Zeit

Mythische Antike

Haendel, Georg Friedrich

Händel [Handel, Hendel], Georg Friedrich [George Frideric]
23.2.1685 Halle - 14.4.1759 London


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Der in Krohnen erlangte Glücks-Wechsel oder Almira, Königin von Castilien (8.1.1705 Hamburg)
Die durch Blut und Mord erlangete Liebe [Nero] (25.2.1705 Hamburg)
Vincer se stesso è la maggior vittoria [Rodrigo] (1707? Firenze)
Der beglückte Florindo; Die verwandelte Daphne (1.1708 Hamburg)
Agrippina (26.12.1709 Venezia)
Rinaldo (24.2.1711 London)
Il pastor fido (22.11.1712 London)
Teseo (10.1.1713 Londo)
Lucio Cornelio Silla (2.6.1713 London)
Amadigi di Gaula (25.5.1715 London)
Radamisto (27.4.1720 London)
Muzio Scevola (15.4.1721 London) [+ Amadei, Bononcini]
Floridante (9.12.1721 London)
Ottone, Rè di Germania (12.1.1723 London)
Flavio, Rè di Longobardi (14.5.1723 London)
Giulio Cesare in Egitto (20.2.1724 London)
Tamerlano (31.10.1724 London)
Rodelinda, Regina de' Longobardi (13.2.1725 London)
Publio Cornelio Scipione (12.3.1726 London)
Alessandro [Rossane] (5.5.1726 London)
Admeto, Rè di Tessaglia (31.1.1727 London)
Riccardo Primo, Rè d'Inghilterra (11.11.1727 London)
Siroe, Rè di Persia (17.2.1728 London)
Tolomeo, Rè di Egitto (30.4.1728 London)
Lotario (2.12.1729 London)
Partenope (24.2.1730 London)
Poro, Rè dell'Indie (2.2.1731 London)
Ezio (15.1.1732 London)
Sosarme, Rè di Media (15.2.1732 London)
Orlando (27.1.1733 London)
Arianna in Creta (26.1.1734 London)
Il pastor fido [rev] (18.5.1734 London)
Ariodante (8.1.1735 London)
Alcina (16.4.1735 London)
Atalanta (12.5.1736 London)
Arminio (12.1.1737 London)
Giustino (16.2.1737 London)
Berenice (18.5.1737 London)
Faramondo (3.1.1738 London)
Serse (15.4.1738 London)
Imeneo (22.11.1740 London)
Deidamia (10.1.1741 London)
rev = Bearbeitung

EINZIGER AKT
Galathea und Acis lieben sich und wollen einander niemals mehr verlassen. Unversehens stört der Riese Polyphemus, von wilder Leidenschaft für Galathea entbrannt, das Idyll. Vergebens versucht Damon, das liebestrunkene Ungeheuer zurückzuhalten, indem er zu bedenken gibt, dass Liebe nie durch Gewalt gewonnen werden könne. Acis, durch den Riesen gereizt und verletzt, glaubt sich durch den Liebesgott gestärkt und fordert, trotz der Warnungen Damons, Polyphemus zum Kampf. Der Riese erschlägt Acis mit einem Felsblock. Ein grosses Klagen beginnt, Natur, Menschen und selbst die Götter trauern um den Getöteten. Galathea verwandelt den Geliebten in eine Quelle, die ewig um sie sprudelt und Liebesgesänge ertönen lässt.




Personen:
ACIS (Tenor)
GALATHEA (Sopran)
DAMON (Tenor oder Sopran)
POLYPHEMUS (Bass)

CHOR
Hirten und Nymphen



EINZIGER AKT

Eine ländliche Gegend mit Felsen, Baumgruppen und einem Flusse. Acis und Galatea, bei einer Quelle gelagert; Chor der Nymphen und Schäfer, über die Landschaft zerstreut; und Polyphemus, auf einem Berge sitzend

Nr. 1 - Sinfonia

Nr. 2 - Chor

CHOR
O! den Fluren sei der Preis!
Sang und Tanz in frohem Kreis,
Fröhlich, selig, frisch und frei,
Spielt und lacht den Tag vorbei.
Für uns erglänzt die Au',
Für uns bereift vom Tau,
Für uns versüsst die Luft
Der Rose frischer Duft.
Uns freut der Horen Tanz,
Uns lacht des Sommers Glanz,
Des Lenzes milder Schein,
Des Herbstes Frucht und Wein.
O! den Fluren sei der Preis!
Sang und Tanz in frohem Kreis,
Fröhlich, selig, frisch und frei,
Spielt und lacht den Tag vorbei.

Nr. 3 - Rezitativ und Arie

GALATHEA
Du dunkler Hain, du farb'ge Fläche!
Sprudelquell und Perlenbäche,
Du bunte Herrlichkeit der Au'n,
Reizlos ist mir dein Reiz zu schau'n;
Zu machtlos, zu stillen trüben Muth,
Der Sehnsucht Qual, der Liebe Glut.

Fort, du süsser Sängerchor!
Dein schmetternd Lied
Ruft im Gemüt
Der Liebe Pein hervor.
Stillt den Sang und fort von hier,
Bringt meinen Acis her zu mir!

Nr. 4 - Arie

ACIS
Wo find' ich sie, die mir so lieb?
Geleitet mich, ihr Götter dieser Fluren!
O sagt mir, wisst ihr, wo sie blieb?
Saht ihr im Tal, im Walde ihre Spuren?

Nr. 5 - Rezitativ und Arie

DAMON
Bleib, Schäfer, bleib!
Sieh', wie dir dort die Herde irrend streift!
Was meint dies schwermutsvolle Lied?
erstummt ist deiner Flöte Spiel.

Schäfer, lass dein Liebeswerben!
Achtlos suchst du dein Verderben;
Bleib bei uns und unserm Tanz.
Spar' dein Leiden dir auf morgen,
Heute halt' dich frei von Sorgen,
Frei von Kummer gar und ganz.

Nr. 6 - Rezitativ und Arie

ACIS
O, seht sie dort! o Galathea, blicke her zu mir:
Sieh', wie vor dir dein treuer Acis kniet!
Liebe sitzt gaukelnd ihr im Aug'
Und strahlet tödliche Lust;
Liebe sitzt schaukelnd auf ihrer Brust
Und singend in ihrem Hauch!
Liebe umstrahlt mit Anmut
Der holden Lippen Reiz;
Es wallt, es wogt ihr Busen
Vom Sehnen süssen Leid's.

Nr. 7 - Rezitativ und Arie

GALATHEA
O! kenntest du die Qual einsamer Liebe,
Du weiltest nie von Galathea fern.
So wie die Taube
In einsamer Laube
Nach ihrem Trauten klagt:
Kehrt er zurück,
Ist sie voll Glück
Und kos't so lang' es tagt.
Wohlig Kirren,
Wonnig Girren
Ruft noch summend durch die Nacht,
Summend durch die Ruh' der Nacht.

Nr. 8 - Duett

GALATHEA UND ACIS
Selig wir!

GALATHEA
Wie glänzt dein Aug'!

ACIS
Wie strahlt dein Reiz!

GALATHEA
Aller Knaben Liebster du!

ACIS
Aller Nymphen Schönste du!

BEIDE
Du all mein Heil, du all mein Glück!
Selig wir!

Nr. 9 - Chor

CHOR
Selig wir!
Wie glänzt sein Aug', wie strahlt ihr Reiz!
Selig wir!

Nr. 10 - Chor

CHOR
Armes Paar! ach, hart Geschick,
Das euch bedroht! unstetes Glück!
Armes Paar! ach, eitler Wahn!
O seht das ungeheuer nah'n!
Seht, wie mächt'gen Schritts er strebt!
Der Berg erdröhnt, der Wald erbebt;
Es flieht die Welle, die bang zum Strande prallt:
Horch, wie sein Donnerruf erschallt!

Nr. 11 - Rezitativ

POLYPHEMUS
O Schmach - o Wut - o Scham - o Glut!
Der schmächt'ge Gott hat mir das Herz durchbohrt.
Du treue Pinie,
Du meiner Schritte Stab, hinweg mit dir!
Bringt mir ein hundert Rohre gross und weit
Zum Flötenspiel für meinen mächt'gen Hauch;
Und sanft in Zaubertönen sing' ich ihr,
Der süssen Galathea, meinen Preis.

Nr. 12 - Arie

POLYPHEMUS
O rosig wie die Pfirsche,
O süsser als die Kirsche,
O Nymphe, klar
Wie Mondscheinnacht,
Flink wie die schlanken Hirsche!
Reif wie die vollen Trauben
Und munter wie die Tauben;
Doch ungezähmt
Wie Flammenglut,
Und wild wie Sturmesschnauben.

Nr. 13 - Rezitativ

POLYPHEMUS
Warum, Schönste, willst du fliehen,
Meinen Armen dich entziehen?

GALATHEA
Ja, läd't zu seinem Mahl der Leu,
So flieht das Lamm in kluger Scheu.

POLYPHEMUS
Sieh', Polyphemus, gross wie Zeus,
Weihet Liebe dir und Preis,
Läd't zu seinem Felspalast,
Seiner Herde dich zu Gast,
Zu der Traube süssem Blut,
Zu der Pflaume dunkler Glut,
Äpfeln, die erwartend stehn,
Sich von dir gepflückt zu sehn.

GALATHEA
Zur rohen Kost bei deinem Mahle,
Zu Menschenblut aus deiner Schale!
Geh'! lad' dir einen andern Gast:
Mir ist so Wirth, wie Fest verhasst.

Nr. 14 - Arie

POLYPHEMUS
Treffe Fluch dies Liebesschmachten,
All mein Blut wallt in Empörung!
Nur nach Rache sei mein Trachten,
Nur nach Rache und Zerstörung.

Nr. 15 - Arie

DAMON
Willst du dir die Nymphe gewinnen,
Sei gut und freundlich all dein Beginnen:
Leiden ist der Liebe Loos.
Schönheit mit Gewalt bezwingen,
Kann nur halbes Heil dir bringen,
Lebenlos und liebelos.

Nr. 16 - Rezitativ und Arie

ACIS
Das Ungetüm weckt meine Wut:
Schwach wie ich bin, ich fass' ihn an!
Entflammt bin ich von deinem Reiz,
Der Liebe Gott verleiht mir Kraft.
Lass mich zum Kampf,
Und wär's mein Verderben!
Ist Schönheit der Preis,
Wer fürchtet zu sterben?
Dich im Sieg zu erwerben,
Wie glüht mir der Muth,
Im Kampf dich zu schirmen
Mit Leben und Blut.

Nr. 17 - Arie

DAMON
Bedenke, o Knabe,
Wie flüchtig der Reiz ist,
Zu schmeicheln dem Wahn,
Der nach Liebe sich sehnt!
Die Freuden der Liebe
Sie rauschen vorüber,
Ihr Leiden ist lang,
Wie das Leben sich dehnt.

Nr. 18 - Rezitativ

GALATHEA
Bleib, o bleib, mein süsser Freund,
Trau' auf meine Lieb' und Treu',
Meine Treu' und jene Macht,
Die über treue Liebe wacht!

Nr. 19 - Terzett

ACIS UND GALATHEA
Dem Berge mag die Herde,
Dem Wald die Turteltaube,
Dem Quell die Nymph' entsagen,
Doch ich der Liebe nie!

POLYPHEMUS
Rache! Rache! Wut! o Grimm!
Ich trag' es länger nicht!

ACIS UND GALATHEA
Der Tag ist nicht der Biene,
Die Nacht der Nachtigall
So hold nicht und so lieblich,
Wie dieses Lächeln mir.

POLYPHEMUS
Flieg' aus, geflügeltes Geschoss!
Stirb, verruchter Acis, stirb!

Nr. 20 - Rezitativ

ACIS
Hilf, Galathea! helft, ihr Götter all'!
O nehmt mich Toten auf in euer Haus.

Nr. 21 - Chor

CHOR
Klagt all' ihr Musen! wein' alles Volk!
Stimmt euren Sang zum Jammerruf!
Klagt, klagt, und Wehgeschrei erfüll' die Luft:
Ach, der holde Acis ist nicht mehr!

Nr. 22 - Galathea und Chor

GALATHEA
O, ist mein Acis nun dahin,
Vom Felsgeschoss zerschmettert mir!

CHOR
Ach, Galathea, weine nicht!
Beklag' nicht den du kannst befrei'n.

GALATHEA
Ist der holde Knabe tot,
Weil er so treu, so lieb mir war?

CHOR
Ach, Galathea, weine nicht!
Beklag' nicht den du kannst befrei'n;
Sprich über ihn dein Zauberwort,
Die Göttin heilet leicht den Schmerz.

GALATHEA
Sage, welchen Trost du meinst?
Denn dunkle Verzweiflung überschattet mich.

CHOR
Verwandten Göttern mach' ihn gleich,
Zum Silberquell verwandle ihn,
Und unser Tal nun sei sein Reich.

Nr. 23 - Rezitativ und Arie

GALATHEA
So sei's: so üb' ich meine Zaubermacht;
Sei du unsterblich, bist du auch nicht mein!
Herz, der Liebe süsser Born,
Sei fortan ein Silberquell!
Purpur sei nicht mehr dein Blut,
Gleite gleich krystall'ner Flut.
Fels, entschliess' den dunkeln Schoss!
Der Sprudelquell, sieh'! er strömt;
Und er rauscht das Tal entlang,
Murmelnd seinen Liebessang.

Nr. 24 - Chor

CHOR
Galathea, stille den Schmerz,
Acis ward zum Gotte nun!
Sieh', er erhebt sich auf vom Bett,
Sieh', ihm umschlingt ein Kranz das Haupt.
Heil dir, holder rauschender Strom,
Hirtenfreude, Musenlust!
Ströme fort das Tal entlang,
Murmelnd deinen Liebessang.

Cast:
GALATEA (soprano)
ACIS (tenor)
DAMON (tenor)
POLYPHEMUS (bass)

CHORUS
of Shepherds and Shepherdesses



PART I

1 - Sinfonia

2 - Chorus

CHORUS
Oh, the pleasure of the plains!
Happy nymphs and happy swains,
Harmless, merry, free and gay,
Dance and sport the hours away.
For us the zephyr blows,
For us distills the dew,
For us unfolds the rose,
And flow'rs display their hue.
For us the winters rain,
For us the summers shine,
Spring swells for us the grain,
And autumn bleeds the wine.
Oh, the pleasure … (da capo)

3 - Accompagnato

GALATEA
Ye verdant plains and woody mountains,
Purling streams and bubbling fountains,
Ye painted glories of the field,
Vain are the pleasures which ye yield;
Too thin the shadow of the grove,
Too faint the gales, to cool my love.

4 - Air

GALATEA
Hush, ye pretty warbling quire!
Your thrilling strains
Awake my pains,
And kindle fierce desire.
Cease your song, and take your flight,
Bring back my Acis to my sight!
Hush … (da capo)

5 - Air

ACIS
Where shall I seek the charming fair?
Direct the way, kind genius of the mountains!
O tell me, if you saw my dear!
Seeks she the grove, or bathes in crystal fountains?
Where … (da capo)

6 - Recitative

DAMON
Stay, shepherd, stay!
See, how thy flocks in yonder valley stray!
What means this melancholy air?
No more thy tuneful pipe we hear.

7 - Air

DAMON
Shepherd, what art thou pursuing?
Heedless running to thy ruin;
Share our joy, our pleasure share,
Leave thy passion till tomorrow,
Let the day be free from sorrow,
Free from love, and free from care!
Shepherd … (da capo)

8 - Recitative

ACIS
Lo, here my love, turn, Galatea, hither turn thy eyes!
See, at thy feet the longing Acis lies.

9 - Air

ACIS
Love in her eyes sits playing,
And sheds delicious death;
Love on her lips is straying,
And warbling in her breath!
Love on her breast sits panting
And swells with soft desire;
No grace, no charm is wanting,
To set the heart on fire.
Love in her eyes … (da capo)

10 - Recitative

GALATEA
Oh, didst thou know the pains of absent love,
Acis would ne'er from Galatea rove.

11 - Air

GALATEA
As when the dove
Laments her love,
All on the naked spray;
When he returns,
No more she mourns,
But loves the live-long day.
Billing, cooing,
Panting, wooing,
Melting murmurs fill the grove,
Melting murmurs, lasting love.
As when … (da capo)

12 - Duet

GALATEA, ACIS
Happy we!
What joys I feel!
What charms I see
Of all youths/nymphs thou dearest boy/brightest fair!
Thou all my bliss, thou all my joy!
Happy … (da capo)

PART II

13 - Chorus

CHORUS
Wretched lovers! Fate has past
This sad decree: no joy shall last.
Wretched lovers, quit your dream!
Behold the monster Polypheme!
See what ample strides he takes!
The mountain nods, the forest shakes;
The waves run frighten'd to the shores:
Hark, how the thund'ring giant roars!

14 - Accompagnato

POLYPHEMUS
I rage — I melt — I burn!
The feeble god has stabb'd me to the heart.
Thou trusty pine,
Prop of my godlike steps, I lay thee by!
Bring me a hundred reeds of decent growth
To make a pipe for my capacious mouth;
In soft enchanting accents let me breathe
Sweet Galatea's beauty, and my love.

15 - Air

POLYPHEMUS
O ruddier than the cherry,
O sweeter than the berry,
O nymph more bright
Than moonshine night,
Like kidlings blithe and merry.
Ripe as the melting cluster,
No lily has such lustre;
Yet hard to tame
As raging flame,
And fierce as storms that bluster!
O ruddier … (da capo)

16 - Recitative

POLYPHEMUS
Whither, fairest, art thou running,
Still my warm embraces shunning?

GALATEA
The lion calls not to his prey,

Nor bids the wolf the lambkin stay.

POLYPHEMUS
Thee, Polyphemus, great as Jove,

Calls to empire and to love,

To his palace in the rock,

To his dairy, to his flock,

To the grape of purple hue,

To the plum of glossy blue,

Wildings, which expecting stand,

Proud to be gather'd by thy hand.

GALATEA

Of infant limbs to make my food,

And swill full draughts of human blood!

Go, monster, bid some other guest!

I loathe the host, I loathe the feast.

17 - Air

POLYPHEMUS
Cease to beauty to be suing,
Ever whining love disdaining.
Let the brave their aims pursuing,
Still be conqu'ring not complaining.
Cease … (da capo)

18 - Air

DAMON
Would you gain the tender creature,
Softly, gently, kindly treat her:
Suff'ring is the lover's part.
Beauty by constraint possessing
You enjoy but half the blessing,
Lifeless charms without the heart.
Would you … (da capo)

19 - Recitative

ACIS
His hideous love provokes my rage.
Weak as I am, I must engage!
Inspir'd with thy victorious charms,
The god of love will lend his arms.

20 - Air

ACIS
Love sounds th'alarm,
And fear is a-flying!
When beauty's the prize,
What mortal fears dying?
In defence of my treasure,
I'd bleed at each vein;
Without her no pleasure,
For life is a pain.
Love sounds … (da capo)

21 - Air

DAMON
Consider, fond shepherd,
How fleeting's the pleasure,
That flatters our hopes
In pursuit of the fair!
The joys that attend it,
By moments we measure,
But life is too little
To measure our care.
Consider … (da capo)

22 - Recitative

GALATEA
Cease, oh cease, thou gentle youth,
Trust my constancy and truth,
Trust my truth and pow'rs above,
The pow'rs propitious still to love!

23 - Trio

GALATEA, ACIS
The flocks shall leave the mountains,
The woods the turtle dove,
The nymphs forsake the fountains,
Ere I forsake my love!

POLYPHEMUS

Torture! fury! rage! despair!

I cannot, cannot bear!

GALATEA, ACIS

Not show'rs to larks so pleasing,

Nor sunshine to the bee,

Not sleep to toil so easing,

As these dear smiles to me.

POLYPHEMUS

Fly swift, thou massy ruin, fly!

Die, presumptuous Acis, die!

24 - Accompagnato

ACIS
Help, Galatea! Help, ye parent gods!
And take me dying to your deep abodes.

25 - Chorus

CHORUS
Mourn, all ye muses! Weep, all ye swains!
Tune, tune your reeds to doleful strains!
Groans, cries and howlings fill the neighb'ring shore:
Ah, the gentle Acis is no more!

26 - Solo & Chorus

GALATEA
Must I my Acis still bemoan,
Inglorious crush'd beneath that stone?

CHORUS

Cease, Galatea, cease to grieve!

Bewail not whom thou canst relieve.

GALATEA

Must the lovely charming youth

Die for his constancy and truth?

CHORUS

Cease, Galatea, cease to grieve!

Bewail not whom thou canst relieve;

Call forth thy pow'r, employ thy art,

The goddess soon can heal thy smart.

GALATEA

Say what comfort can you find?

For dark despair o'erclouds my mind.

CHORUS

To kindred gods the youth return,

Through verdant plains to roll his urn.

27 - Recitative

GALATEA
'Tis done! Thus I exert my pow'r divine;
Be thou immortal, though thou art not mine!

28 - Air

GALATEA
Heart, the seat of soft delight,
Be thou now a fountain bright!
Purple be no more thy blood,
Glide thou like a crystal flood.
Rock, thy hollow womb disclose!
The bubbling fountain, lo! it flows;
Through the plains he joys to rove,
Murm'ring still his gentle love.

29 - Chorus

CHORUS
Galatea, dry thy tears,
Acis now a god appears!
See how he rears him from his bed,
See the wreath that binds his head.
Hail! thou gentle murm'ring stream,
Shepherds' pleasure, muses' theme!
Through the plains still joy to rove,
Murm'ring still thy gentle love.

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Partitur

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Klavierauszug

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