Giulio Cesare in Egitto

Giulio Cesare in Egitto

Julius Cäsar in Ägypten
Dramma per musica in drei Akten


Libretto

Fancesco Haym (nach Giacomo Francesco Busani)

Uraufführung

20. Februar 1724, London (King's Theatre, Haymarket)

Besetzung

JULIUS CAESAR (Bassbariton)
CURIO, römischer Tribun (Bass)
SEXTUS POMPEIUS (Tenor)
CORNELIA, seine Mutter (Alt)
CLEOPATRA, ägyptische Königin (Sopran)
PTOLEMAEUS, ihr Bruder, König von Ägypten (Bass)
ACHILLAS, sein Feldherr und Berater (Bassbariton)
NIRENUS, Cleopatras Vertrauter (Bass)

Hofstaat der Könige, römische und ägyptische Edle,
Krieger, Sklaven, Volk

Ort

Ägypten (Alexandria)

Zeit

48 vor Christus

Haendel, Georg Friedrich

Händel [Handel, Hendel], Georg Friedrich [George Frideric]
23.2.1685 Halle - 14.4.1759 London


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Der in Krohnen erlangte Glücks-Wechsel oder Almira, Königin von Castilien (8.1.1705 Hamburg)
Die durch Blut und Mord erlangete Liebe [Nero] (25.2.1705 Hamburg)
Vincer se stesso è la maggior vittoria [Rodrigo] (1707? Firenze)
Der beglückte Florindo; Die verwandelte Daphne (1.1708 Hamburg)
Agrippina (26.12.1709 Venezia)
Rinaldo (24.2.1711 London)
Il pastor fido (22.11.1712 London)
Teseo (10.1.1713 Londo)
Lucio Cornelio Silla (2.6.1713 London)
Amadigi di Gaula (25.5.1715 London)
Radamisto (27.4.1720 London)
Muzio Scevola (15.4.1721 London) [+ Amadei, Bononcini]
Floridante (9.12.1721 London)
Ottone, Rè di Germania (12.1.1723 London)
Flavio, Rè di Longobardi (14.5.1723 London)
Giulio Cesare in Egitto (20.2.1724 London)
Tamerlano (31.10.1724 London)
Rodelinda, Regina de' Longobardi (13.2.1725 London)
Publio Cornelio Scipione (12.3.1726 London)
Alessandro [Rossane] (5.5.1726 London)
Admeto, Rè di Tessaglia (31.1.1727 London)
Riccardo Primo, Rè d'Inghilterra (11.11.1727 London)
Siroe, Rè di Persia (17.2.1728 London)
Tolomeo, Rè di Egitto (30.4.1728 London)
Lotario (2.12.1729 London)
Partenope (24.2.1730 London)
Poro, Rè dell'Indie (2.2.1731 London)
Ezio (15.1.1732 London)
Sosarme, Rè di Media (15.2.1732 London)
Orlando (27.1.1733 London)
Arianna in Creta (26.1.1734 London)
Il pastor fido [rev] (18.5.1734 London)
Ariodante (8.1.1735 London)
Alcina (16.4.1735 London)
Atalanta (12.5.1736 London)
Arminio (12.1.1737 London)
Giustino (16.2.1737 London)
Berenice (18.5.1737 London)
Faramondo (3.1.1738 London)
Serse (15.4.1738 London)
Imeneo (22.11.1740 London)
Deidamia (10.1.1741 London)
rev = Bearbeitung



Julius Cäsar in Ägypten


ERSTER AKT
1. Bild: Ebene am Nil. In einem triumphalen Empfang huldigen die Ägypter dem römischen Feldherrn und Staatsmann Julius Cäsar als Sieger in der Auseinandersetzung mit seinem politischen Gegner Pompejus, der bei Ptolemäus, dem König von Ägypten, Beistand gesucht hatte. Cornelia, die Gattin, und Sextus, der Sohn des Pompejus, bitten Cäsar, sich nunmehr mit seinem Gegner auszusöhnen, wozu dieser bereit ist. Er lässt Pompejus rufen, aber an dessen Stelle erscheint der ägyptische Feldherr Achillas, der Cäsar in einer Schüssel das abgeschlagene Haupt des von Ptolemäus meuchlings ermordeten Pompejus überreicht. Cäsar ist empört über die an einem Römer begangene Freveltat; er befiehlt, dass eine kostbare Urne die Asche verwahren solle; dem Mörder kündet er aber seine Strafe an, während Sextus seinerseits schwört, den Vater zu rächen.
2. Bild: Galerie im Palast des Ptolemäus. Cleopatra, die Schwester des Königs Ptolemäus, erhebt als Erstgeborene Anspruch auf den Thron Ägyptens. Sie beschliesst, Cäsars Herz zu umgarnen, und hofft, auf diese Weise zu ihrem Ziel zu gelangen. Andererseits bietet Achillas Ptolemäus an, um den Preis von Cornelias Hand Cäsar zu ermorden; Ptolemäus ist einverstanden.
3. Bild: Grabmal des Pompejus. An der Urne des Pompejus ergeht sich Cäsar in Betrachtungen über die Nichtigkeit des Daseins. In diesem Augenblick erscheint in einfacher Kleidung Cleopatra. Sie gibt vor, Lydia zu heissen und dem Gefolge Cleopatras anzugehören, und bittet Cäsar um Beistand gegen den brutalen Ptolemäus. Cäsar ist sogleich von ihrem Liebreiz hingerissen und verspricht seine Hilfe. Nachdem er sich entfernt hat, beauftragt Cleopatra ihren Vertrauten Nirenus, Cäsar abends in ihre Gemächer zu führen, wo sie ihm ein Liebesfest bereiten wolle. Dann erscheint in tiefer Trauer Cornelia vor der Urne. Als sie eben aus den Waffen am Sockel der Urne einen Dolch für die Rache an Ptolemäus nehmen will, kommt Sextus herbei, der die Durchführung der Vergeltung für sich beansprucht.
4. Bild: Festsäle im Palast des Ptolemäus. Am Abend bereitet Ptolemäus in seinem Palast zu Ehren Cäsars ein Fest; bei dieser Gelegenheit soll der römische Feldherr, ähnlich wie Pompejus, aus dem Hinterhalt ermordet werden. Cäsar ahnt jedoch die Gefahr und zieht sich lauernd zurück. Da tritt plötzlich Sextus mit Cornelia vor Ptolemäus, den er zum Zweikampf herausfordert. Er wird aber blitzschnell von ägyptischen Soldaten entwaffnet und auf Geheiss des Königs festgenommen; die schöne Cornelia wird von Ptolemäus zur Dienstleistung in seinem Serail gezwungen.

ZWEITER AKT
1. Bild: Terrasse der Cleopatra. Inzwischen ist Cäsar zu Cleopatra geführt worden, die, nunmehr festlich gekleidet, aber immer noch in ihrem Inkognito, ihn mit der ganzen Macht ihrer strahlenden Erscheinung bezaubert. Aufgeregt kommt Nirenus zurück, er warnt Cäsar vor den ihm auflauernden ägyptischen Soldaten. Nun gibt sich Cleopatra Cäsar zu erkennen; sie will ihn selbst beschützen. Aber Cäsar kennt keine Furcht, er zieht sein Schwert und eilt hinweg. Schliesslich bleibt ihm aber als letzter Ausweg nur noch ein Sprung von der Terrasse ins Meer.
2. Bild: Gemach im Serail des Ptolemäus. Unterdessen hat sich Ptolemäus zu Cornelia begeben; er verlangt ihre Liebe, und als sie den Gattenmörder empört abweist, droht er ihr mit Gewalt. Da stürzt Sextus mit gezücktem Schwert herbei, und fast gleichzeitig kommt Achillas mit Soldaten. Man reicht Ptolemäus ein Schwert, und Achillas fordert ihn auf, sich sogleich zu seinen Truppen zu begeben. Cäsar, der Übermacht weichend, sei ins Meer gesprungen und wohl ertrunken, während gleichzeitig Cleopatra die römischen Soldaten alarmiert habe. Als dann Achillas für seine treuen Dienste von Ptolemäus die Hand Cornelias verlangt, die ihm dieser versprochen hatte, wird er von dem König barsch abgewiesen. Empört kündigt ihm darauf Achillas die Treue.

DRITTER AKT
1. Bild: Ebene am Meer. Cleopatra, die von Ptolemäus in Haft genommen worden ist, muss annehmen, dass Cäsar umgekommen sei, und glaubt schon ihre Sache verloren. Aber Cäsar ist glücklich den Fluten entronnen; erschöpft steht er am Ufer. Der Anblick des gewaltigen Meeres erweckt in ihm neuen Mut und neue Kraft. Da führt Sextus den tödlich verwundeten Achillas herbei, der jetzt gesteht, dass er es war, der den Mord an Pompejus angestiftet habe, weil er Cornelia liebte und sie besitzen wollte; sterbend übergibt er Sextus einen Siegelring; beim Vorzeigen dieses Ringes würden ihm hundert in der Nähe sich verborgen haltende Bewaffnete Gefolgschaft leisten. Cäsar hat die Unterredung belauscht; er zieht nun zusammen mit Sextus los, um mit Hilfe der Soldaten Cornelia und Cleopatra zu befreien.
2. Bild: Zelt des Ptolemäus. Caesar befreit die gefangene Cleopatra und eilt fort zum letzten Kampf.
3. Bild: Ebene am Nil. In einem feierlichen Festakt setzt Cäsar Cleopatra die ägyptische Krone auf, während er Sextus, der Ptolemäus erschlagen und dadurch den Tod seines Vaters gerächt hatte, in seine Arme schliesst und ihn zu seinem Freund erklärt.
ACT I

Scene 1. A bridge over the Nile
The people of Egypt acclaim the exultant Giulio Cesare, who has just defeated his rival Pompeo (Pompey) in battle. When Cornelia and Sesto, wife and son of Pompeo, come to beg Cesare for a cessation of hostilities, the Roman tribune Curio confesses that he has long loved Cornelia. Cesare agrees to receive Pompeo if he comes in peace, but Achilla, general of Tolomeo, King of Egypt, brings the head of Pompeo as a token of friendship, offering hospitality at the same time. Cesare angrily rejects the cruel deed and Cornelia faints. Achilla is struck by her beauty. Recovering from her swoon, Cornelia wishes to kill herself, but is restrained by Curio, who offers to avenge her if she will be his wife. She rejects his offer. She can find no source of comfort, but Sesto resolves to seek vengeance.

Scene 2. A room in the Egyptian royal palace
Cleopatra, co-ruler of Egypt with her brother Tolomeo, resolves to be sole ruler. Hearing from her confidant Nireno of Tolomeo's overtures to Cesare, she decides to go to Cesare herself, to press her claim to the throne.
Tolomeo confronts her, suggesting she return to women's weapons, the needle and spindle, and leave Egypt to him, but she answers him spiritedly and sets off with Nireno.
Achilla reports to Tolomeo who is angered at Cesare's rejection. Achilla suggests that Cesare be killed as Pompeo was, and offers to carry out the deed if Tolomeo will grant him Cornelia.

Scene 3. Caesar's camp
Cesare meditates on the transience of life as funeral rites are celebrated for Pompeo.
Cleopatra presents herself, pretending to be Lydia, one of her own attendants. He is bewitched by her beauty and promises her redress against Tolomeo, whom she accuses of having deprived her of her patrimony. She and Nireno watch as Cornelia bids a formal farewell to her dead husband and draws a sword from among his weapons, planning to kill Tolomeo. She is prevented by Sesto, who says it is for him to take revenge. Hoping that Sesto will assist her path to the throne by killing Tolomeo, Cleopatra, without revealing her identity, offers assistance to Sesto, who rejoices in the prospect of revenge. Nireno will guide him. Cleopatra looks forward to power and love.

Scene 4. A hall in the Egyptian palace
Tolomeo welcomes Cesare, who replies politely but makes it clear he disapproves of the murder of Pompeo. Neither trusts the other and Cesare likens himself to the hunter stalking his prey.
Achilla brings Cornelia and Sesto to Tolomeo. They abuse him and Sesto offers single combat, but he orders them imprisoned, promising to reserve Cornelia for Achilla, while having designs on her himself. Cornelia refuses Achilla's offer of freedom for herself and her son if she will marry him. Sesto is taken to prison, Cornelia sent to work in the harem garden. Mother and son bid one another farewell.

ACT II

Scene 1. Cleopatra's apartments
Having fallen in love with Cesare and hoping to arouse a reciprocal passion, Cleopatra stages a pageant (in which she herself takes part, representing Virtue enthroned, surrounded by the muses) for his benefit; he is enchanted.

Scene 2. The garden of the harem
Cornelia laments. Fleeing from the advances of Achilla, she runs into Tolomeo, who offers love on his own account. Her scornful rejection provokes his rage.
Sesto restrains his mother from leaping from the walls to be devoured by the wild beasts outside and swears to avenge their wrongs. Nireno has been ordered to place Cornelia in Tolomeo's harem, but promises to take Sesto as well, so he may kill the king. Both he and his mother look forward to vengeance.

Scene 3. Cleopatra's apartments
When Cesare is shown to Cleopatra's apartments, she pretends to be asleep to find out if he loves her. He is so enraptured he murmurs that she must become his wife, but, still believing her to be Lydia, he is disconcerted when she accepts. They are interrupted by Curio with the warning that Cesare's camp has been attacked by Tolomeo.
Failing in her entreaties to keep Cesare by her side, Cleopatra reveals her identity and declares that her presence will be enough to quell the attack, but finding that this is not so, urges Cesare to flee. Cesare rushes out into the midst of his enemies, leaving Cleopatra a prey to conflicting emotions.

Scene 4. A room in the harem.
Tolomeo is surrounded by his favorites, Cornelia among them. She reacts indignantly when he gives her the handkerchief signifying she is the chosen one for the night. Sesto bursts in, taking the sword Tolomeo has left lying, but Achilla takes it from him and gives it back to Tolomeo. He reports that Cesare and Curio are dead, but Cleopatra has fled to the Roman camp and is rousing the soldiers.
Tolomeo rejects Achilla's request for Cornelia in return for his services and sets off to do battle, leaving Sesto so despairing of the prospect of revenge that he thinks of killing himself, but Cornelia urges him to seek battle with Tolomeo.

ACT III

Scene 1
Achilla has turned on the ungrateful Tolomeo and gathered a band of soldiers.

Scene 2. The Egyptian palace
Defeated and captured by Tolomeo, Cleopatra is still defiant. Tolomeo has her put in chains and threatens to tame her rebellious spirit. She laments her fate.

Scene 3. The harbor of Alexandria
Cesare had saved himself by jumping into the harbor, but he is now alone, without his army.
Achilla, lying mortally wounded on the shore, confesses to Sesto and Nireno that he advised the killing of Pompeo and stirred up the rebellion against Cesare in the hope of winning Cornelia. He gives them a seal which his followers will obey and dies.
Cesare steps forward and takes possession of the seal and sets off with Sesto and Nireno to rescue Cleopatra and Cornelia.

Scene 4. Cleopatra's apartments
Surrounded by her weeping women, Cleopatra fears that Tolomeo is about to kill her, but Cesare frees her.

Scene 5. Tolomeo's apartments
Cornelia again rejects Tolomeo, who tries to embrace her, but Sesto bursts in sword in hand and kills him.

Scene 6. The harbor of Alexandria
Cesare embraces Sesto as the avenger of his father and Sesto swears allegiance to Cesare, who proclaims Cleopatra Queen of Egypt and they rejoice in their love amid general festivities.
L’episodio storico alla base dell’opera è la campagna d’Egitto di Giulio Cesare nel 48-47 a. C.: Cesare giunge in Egitto per inseguire il nemico Pompeo, in fuga dopo la sconfitta di Farsalo. Cornelia, moglie di Pompeo, e suo figlio Sesto invocano clemenza e il condottiero promette una riappacificazione, ma essi ignorano che il re d’Egitto Tolomeo ha fatto uccidere il fuggitivo nella speranza di entrare nelle grazie di Cesare. Questi, però, quando il comandante egiziano Achilla gli porta la testa del nemico, è sdegnato di fronte a un gesto così empio. Achilla riferisce al re la reazione di Cesare e si impegna a ucciderlo in cambio della mano di Cornelia, di cui è innamorato. Cleopatra, sorella di Tolomeo, vede in Cesare un prezioso alleato per conquistare il trono d’Egitto, cui aspira in quanto primogenita; dapprima cerca di sedurre il condottiero romano presentandosi come Lidia, una fanciulla del suo seguito, ma poi si innamora davvero e rivela la propria identità. Nello scontro tra romani ed egiziani la sorte arride inizialmente a Tolomeo: Cornelia e Sesto cadono nelle mani nemiche dopo che il giovane ha tentato di uccidere il re, Cleopatra viene imprigionata e pare che Cesare sia perito in mare. In verità egli è salvo e sconfigge le truppe di Tolomeo con l’aiuto di Sesto e di Achilla, che ha abbandonato il suo re perché gli ha negato la mano di Cornelia e muore sul campo di battaglia. Tolomeo, ancora ignaro dell’esito dello scontro, cerca di conquistare Cornelia ma viene ucciso da Sesto che riesce finalmente a compiere la sua vendetta. Cesare affida a Cleopatra il regno d’Egitto e tutti festeggiano il ritorno della pace.


PERSONEN

Römer:
JULIUS CAESAR (Alt)
CURIO, römischer Tribun (Bass)
SEXTUS POMPEIUS (Sopran)
CORNELIA, seine Mutter (Alt)

Ägypter:
KLEOPATRA, ägyptische Königin (Sopran)
PTOLEMÄUS, ihr Bruder, König von Ägypten (Alt)
ACHILLAS, sein Feldherr und Berater (Bass)
NIRENUS, Kleopatras Vertrauter (Alt)

CHOR
Hofstaat der Könige, römische und ägyptische Edle,
Krieger, Sklaven, Volk

ORT
Alexandria

ZEIT
48 vor Christus




Ouvertüre

ERSTER AKT


ERSTE SZENE
Ägyptische Landschaft. Eine alte Brücke führt über einen Seitenarm des Nils.
(Julius Cäsar und Curio kommen mit ihrem Gefolge über die Brücke.)


Nr. 1 - Chor

CHOR DER ÄGYPTER
Es lebe unser Alkide!
Heute sei ein Freudentag für den Nil!
Alle Ufer lächeln ihm zu,
alles Leid ist nun vorüber.

Nr. 2 - Arie

CÄSAR
Nun soll Ägyptenland
dem Sieger die Palme reichen!

Rezitativ

Curio, Cäsar kam, sah und siegte;
Pompeius ist bereits geschlagen,
und vergebens versucht er,
Verstärkung seiner Truppen
vom ägyptischen König zu erhalten.

CURIO
Herr, du kamst zur rechten Zeit,
den Plan zu vereiteln.
Doch wer nähert sich dort?

ZWEITE SZENE
(Cornelia sind Sextus treten ein.)

Rezitativ

CÄSAR
Es ist Cornelia.

CURIO
O Himmel!
Die edle Gattin unseres Feindes Pompeius?
Cäsar, ihr weihte ich einst
meine Freiheit.

CORNELIA
Herr, Rom ist nun dein.
Die Götter haben heute mit dir die Herrschaft geteilt,
und nach ihrem Willen soll in diesem gewaltigen Kosmos
Jupiter den Himmel und Cäsar die Erde regieren.

CÄSAR
Was begehrst du von Cäsar,
grosse Tochter der Scipionen, edle Cornelia?

CORNELIA
Lass die Waffen ruhen!

SEXTUS
Weihe die Lanze dem Tempel,
gönne dir Ruhe.

CÄSAR
Grosse Menschen besitzen die Stärke, Kränkung zu verzeihen.
Lasst Pompetus kommen, er soll Cäsar umarmen,
und das Feuer des Krieges sei auf immer erloschen:
So sei der Sieger vom Besiegten besiegt.

DRITTE SZENE
(Achillas tritt ein, begleitet von einer Schar Ägypter mit goldenen Schalen.)

Rezitativ

ACHILLAS
Ptolemäus bietet dir seinen Palast zur Wohnung,
in der du ausruhen kannst, grosser Held,
und zum Geschenk alles,
was ein tributpflichtiger Herrscher nur geben kann.

CÄSAR
Was Ptolemäus grossherzig gibt,
ist Cäsar willkommen.

ACHILLAS
Auf dass Italien dich noch mehr bewundere,
legt Ptolemäus dir als Pfand der Freundschaft und der Treue
das stolze Haupt des grossen Pompeius
an deinem Königsthron zu Füssen.

(Ein Ägypter präsentiert eine Schale mit dem abgeschlagenen Haupt des Pompeius.)

CÄSAR
Julius, was musst du erblicken?

SEXTUS
O Gott, was sehe ich?

CORNELIA
Ach, weh mir!
Mein Gemahl! Mein Geliebter!

CURIO
Welche Vermessenheit!

CORNELIA
Ptolemäus, du grausamer Verräter!
Mir schwinden die Sinne, ich sterbe …

(Sie wird ohnmächtig.)

CÄSAR
Rasch, Curio,
hilf der leidenden Cornelia!

(Er weint.)

CURIO
Was sehe ich? O Himmel!
Meine Geliebte totenbleich!

ACHILLAS
(Ist das Cornelia?
Oh, welche Schönheit! Welch ein Antlitz!)

SEXTUS
Vater, Pompeius! Meine Mutter! O Gott!

CÄSAR
In einer kostbaren Urne
soll die edle Asche
seines ruhmreichen Hauptes aufbewahrt werden.

ACHILLAS
O Götter!

CÄSAR
(zu Achillas)
Und du, fort mit dir, geh!
Sag deinem Herrn, dass die Taten der Könige,
seien sie gut oder böse, immer ein Beispiel setzen.

SEXTUS
Dass der kein König ist, der ruchlos, gottlos handelt.

ACHILLAS
Cäsar, mässige deinen Zorn …

CÄSAR
Geh! Ich komme heute noch
vor Sonnenuntergang zum Palast.

Nr. 3 - Arie

Du bist ein Gottloser, werde ich sagen,
fort aus meinen Augen,
du bestehst nur aus Grausamkeit.
Das ist nicht das Herz eines Königs,
wenn es nur Strenge kennt
und kein Mitleid empfindet.

Du bist ein Gottloser, werde ich sagen, usw.

(Er geht mit seinem Gefolge ab; Achillas geht mir den Ägyptern ab.)


VIERTE SZENE

Rezitativ

(Cornelia kommt wieder zu sich.)

CURIO
Sie kommt wieder zu sich.

SEXTUS
Mutter!

CURIO
Cornelia!

CORNELIA
O Himmel!
Und ich lebe noch? Ah!
Diese tödliche Waffe
soll mir das Herz, die Seele aus der Brust reissen.

(Sie will Sextus das Schwert von der Seite reissen, um sich zu töten, doch Curio hält sie zurück.)

CURIO
Halt ein! Vergeblich suchst du
die Klinge in deiner weissen Brust blutig zu färben.
Curio, der dich noch liebt
und dich zur Gemahlin begehrt, wenn du es noch willst,
wird dich mit seinem Schwert zu rächen wissen.

CORNELIA
Deine Gemahlin?

CURIO
Ja.

CORNELIA
Schweig!

SEXTUS
Du, des Pompetus Feind, bist so vermessen?

CURIO
Cornelia, da du mich hasst,
werde ich deinem Blick entfliehen;
nur um dich nicht zu quälen,
wird dieses Herz schwören, dich nicht zu lieben.

(Ab.)

SEXTUS
Mutter!

CORNELIA
Mein Sohn!

SEXTUS
Was sollen wir nun tun, umgeben von Cäsars Truppen,
du ohne den teuren Gemahl, ich ohne Vater?

Nr. 4 - Arie

CORNELIA
Mir ist jeder Trost genommen,
und doch gibt es für mich Unglückliche
keine Hoffnung auf den Tod.
Mein Herz, in Schmerz versunken,
ist des Leidens müde,
und doch darf ich nicht sterben.

Mir ist jeder Trost genommen, usw.

(Ab.)


Rezitativ

SEXTUS
Das Klagen ist sinnlos;
nun ist es Zeit, o Sextus,
den Vater zu rächen;
zur Rache erwache
dies träge Herz,
denn von einem Tyrannen gekränkt,
kann es nicht ruhen.

Nr. 5 - Arie

Erwache im Herzen,
Wut einer gekränkten Seele,
um dich an einem Verräter
bitter zu rächen!
Der Geist meines Vaters
eilt, mir zu helfen,
und spricht: Von dir, meine Sohn,
wird Härte erwartet.

Erwache im Herzen, usw.

(Ab.)


FÜNFTE SZENE
Gemach der Kleopatra

Rezitativ

KLEOPATRA
Kleopatra soll herrschen; und an meinem Thron
soll das Volk Arabiens und Syriens voller Verehrung
den heiligen Reif auf meiner Stirn anbeten;
auf, wer von euch, meine Getreuen,
Herz und Mut hat, mir zur Herrschaft zu verhelfen,
der schwöre nur ewige Treue in die rechte Hand.

(Nirenus tritt ein.)

NIRENUS
Königin, schlimme Kunde!

KLEOPATRA
Was ist geschehen? Warum zögerst du?

NIRENUS
Abschlagen liess Ptolemäus
das Haupt …

KLEOPATRA
Weh mir! Wessen Haupt?

NIRENUS
… des grossen Pompeius.

KLEOPATRA
Himmel! Was berichtest du da?

NIRENUS
Um seinen Thron zu sichern,
schickte er Cäsar neben anderen Geschenken …

KLEOPATRA
Was schickte er ihm?

NIRENUS
Das leblose Haupt.

KLEOPATRA
Rasch, fort, meine Getreuen,
(zu Nirenus)
du bleibst.
Ich bin entschlossen,
in Cäsars Lager zu gehen,
und du, Nirenus, wirst mich begleiten.

NIRENUS
Was wird Ptolemäus dazu sagen?

KLEOPATRA
Sei unbesorgt! Mit meinen Augen
werde ich erfolgreicher,
als er es mit dem Kopf des Pompeius vermochte,
Cäsars Gunst erringen.
Vergebens hofft er auf den Thron,
er ist nur der Bruder, und ich bin die Königin.

(Ptolemäus tritt begleitet von Wachen ein.)

PTOLEMÄUS
Du begehrst zu herrschen,
anmassende, überhebliche Frau?

KLEOPATRA
Ich beanspruche nur, was mein ist;
die Krone steht meinem Haupt zu,
und ich begehre sie zu Recht.

PTOLEMÄUS
Fort, du Närrin, und kehre zu dem zurück,
was Frauen geziemt,
Nadel und Spindel nämlich statt des Zepters!

KLEOPATRA
Und du, verweichlichter Frauenheld,
kümmere dich lieber um die Liebschaften
des unbedarften Jünglings als um die Herrschaft!

Nr. 6 - Arie

Verzweifle nicht, wer weiss,
wenn du mit dem Thron kein Glück hast,
hast du es vielleicht in der Liebe.
Wenn du eine Schöne anschaust,
wirst du in ihr
Trost für dein Herz finden.

Verzweifle nicht, wer weiss, usw.

(Sie geht mit Nirenus ab.)


SECHSTE SZENE

Rezitativ

ACHILLAS
(tritt ein)
Sire, Herr!

PTOLEMÄUS
Achillas!
Wie hat das abgeschlagene Haupt
Cäsar gefallen?

ACHILLAS
Die Tat hat ihn erzürnt.

PTOLEMÄUS
Was höre ich?

ACHILLAS
Er warf dir vor, unklug und vermessen zu sein.

PTOLEMÄUS
Das wagt ein pöbelhafter Römer?

ACHILLAS
Höre meinen Rat, o Ptolemäus:
Cäsar wird an deinen Hof kommen;
und er soll deiner Rache genauso zum Opfer fallen
wie Pompeius.

PTOLEMÄUS
Wer wird die Tat ausführen?
ACHILLAS
Ich verspreche,
dir den Stolzen tot zu deinen königlichen Füssen zu legen,
wenn du mir die Gattin des Pompeius
zur Belohnung geben willst.

PTOLEMÄUS
Ist sie so bezaubernd?

ACHILLAS
Ihre locken sind Fesseln.
Ihr schönes Antlitz verwundet.

PTOLEMÄUS
Freund, dein Ratschlag soll mich leiten;
geh nun, mache einen Plan und kehre dann zurück.
(Achillas ab.)
Stirb Cäsar, stirb; und dein hochmütiges Haupt
soll mir als Fussschemel dienen.
Das von ihm geknechtete Rom wird befreit sein,
und sein Tod wird meine Herrschaft besser festigen,
als es das Schwert vermöchte.

Nr. 7 - Arie

Der Gottlose, Ungetreue, Unwürdige
will mir die Herrschaft rauben
und mir so den Frieden nehmen.
Doch er soll sein leben lassen,
bevor meine Lauterkeit
durch seine Habgier betrogen wird!

Der Gottlose, Ungetreue, Unwürdige, usw.

SIEBTE SZENE
Platz in Cäsars Lager. In der Mitte steht auf zahlreichen Siegestrophäen die Urne mit der Asche von Pompeius' Haupt.

Nr. 8 - Accompagnato

CÄSAR
Seele des grossen Pompeius,
die du unsichtbar
um seine Asche schwebst,
Schatten waren deine Trophäen,
Schatten war deine Grösse,
und ein Schatten bist du selbst.
So endet schliesslich menschlicher Prunk.
Wer gestern noch lebend im Krieg eine Welt eroberte,
dessen Staub liegt heute schon in einer Urne.
Ach, so wird jeder Mensch aus Lehm geboren,
und das Ende ist ein Stein.
Elendes Leben! Oh, wie vergänglich bist du!
Ein Hauch erschafft dich, und ein Atemzug zerstört dich.

(Curio tritt ein.)

Rezitativ

CURIO
Ein edles Mädchen
wünscht Cäsar, dem Römer, zu huldigen.

CÄSAR
Sie soll hereinkommen.

(Als Lydia verkleidet, tritt Kleopatra mit Gefolge ein.)

KLEOPATRA
Mit vielen anderen Mädchen
diene ich Kleopatra,
ich heisse Lydia und wurde in Ägypten
als Kind einer vornehmen Familie geboren;
doch Ptolemäus,
der grausame Thronräuber, nahm mir meinen Besitz.

CÄSAR
(Wie viel Schönheit in einem einzigen Gesicht!)
Ist Ptolemäus solch ein Tyrann?

CURIO
(Wenn Cornelia mich verachtet,
will ich fortan, zu Lydia bekehrt,
mein Herz diesem schönen Antlitz weihen.)

KLEOPATRA
(kniet weinend vor Cäsar nieder)
Vor dir, vor ganz Rom,
flehe ich betrübt, niedergeschlagen und weinend
um Gerechtigkeit.

CÄSAR
(O Gott! Wie reizend sie ist!)
(Er hebt Kleopatra auf)
Unglückliches Mädchen,
bald gehe ich zum Königshof:
Noch heute will ich mich dort um dein Los kümmern.
(Welch schönes Haar!)

CURIO
(Welch schöner Busen!)
KLEOPATRA
Herr, deine Gunstbeweise
schlagen meine Seele in Bande.

CÄSAR
So wie deine Locken die Herzen.

Nr. 9 - Arie

So lieblich und schön
ist keine Blume auf der Wiese,
dass sie deinem schönen Antlitz
an Anmut und Liebreiz gliche.
Eine Blume preist man nur
um ihretwillen allein,
doch ein ganzer herrlicher Frühling
liegt in dir beschlossen.

So lieblich und schön, usw.

(Er geht mit Curio ab.)


Rezitativ

NIRENUS
Kleopatra, du hast gesiegt;
schon ist Cäsars Herz
deiner Schönheit verfallen und brennt in Liebe zu dir,
sein ganzes Wollen steht in deiner Hand.

KLEOPATRA
Soll Ptolemäus nur ruchlos
nach dem Thron streben,
das Reich meiner Vorfahren
wird mir huldvoll der Liebesgott schenken.

Nr. 10 - Arie

Alles kann eine schöne Frau erreichen,
wenn sie verliebt
spricht oder die Augen bewegt.
Jeder Schuss verwundet das Herz,
wenn diejenige ohne Fehler ist,
die den Pfeil abschiesst.

Alles kann eine schöne Frau erreichen, usw.

(Sie gehen beiseite.)


ACHTE SZENE

Nr. 11 - Arioso

CORNELIA
In deiner Brust, freundlicher Marmor,
ist mein Liebster begraben.

Rezitativ

Doch wie! Willst du auf ewig
feige und verachtet bleiben, Cornelia?

KLEOPATRA
(Ist das Cornelia,
die Gattin des Pompeius?)

CORNELIA
Oh nein! Unter diesen Waffen
werde ich eine Klinge wählen: mit kühner Hand
gegen Ptolemäus, im Palast …

(Cornelia hat gerade ein Schwert aus dem Kriegsgerät ergriffen, als Sextus erscheint.)

SEXTUS
Mutter, halt ein! Was tust du?

CORNELIA
Lass mir diese Waffe!
Ich will an dem Tyrannen
und Mörder meines Gatten
Rache üben.

SEXTUS
Diese Rache steht allein Sextus zu.

(Er nimmt Cornelia das Schwert fort.)

CORNELIA
Oh, süsse Worte! Oh, teure Lippen!
So hast du mit deinen jungen Jahren
schon so viel Mut?

SEXTUS
Ich bin Sextus
und habe das Herz des Pompeius geerbt!

CORNELIA
Mut, mein Sohn, und Kühnheit!
Ich will dir tapfer folgen.

SEXTUS
Doch wer, o Gott, wird uns zu diesem
ruchlosen König führen?

KLEOPATRA
(kommt rasch hervor)
Kleopatra …

NIRENUS
(leise zu Kleopatra)
Gib dich nicht zu erkennen!

KLEOPATRA
Und auch Lydia; um den Nichtswürdigen zu stürzen,
werden sie dich schützen und dir den Weg bahnen.

CORNELIA
Und was veranlasst dich, freundliches Mädchen,
tins deine Hilfe anzubieten?

KLEOPATRA
Die Niedertracht eines tyrannischen Königs, das Recht.
Unter dem Namen Lydia
diene ich Kleopatra;
wenn sie durch deine Tat auf den Thron gelangt,
sollst du glücklich sein und erkennen, wer ich bin.

CORNELIA
Wer wird uns führen?

KLEOPATRA
(deutet auf Nirenus)
Jener, ein treuer Diener der Königin,
kann euch umsichtig zum grossen Ziel geleiten.

SEXTUS
Das ist kein Sohn, der nicht verlangte,
den Tod des Vaters zu rächen.
Ich greife zur Waffe, und bestraft wird der schlimme
Tyrann Ägyptens durchbohrt zu Boden sinken.

Nr. 12 - Arie

Teure Hoffnung, du beginnst
mein Herz zu betören.
Der Himmel steht mir offenbar bei,
das erlittene Unrecht zu rächen.

Teure Hoffnung, du beginnst, usw.

(Cornelia, Sextus und Nirenus gehen ab.)


Rezitativ

CLEOPATRA
Nun versuch nur, mein Bruder,
noch dein Leben zu retten,
denn dir fliegen entgegen
mit Cäsar die Waffen,
mit Sextus und mit Cornelia
ein heil'ges Zürnen.
Glaube nicht, Ptolomäus,
du bliebest noch lange
Herr dieses Reiches.

Nr. 13 - Arie
Schon leuchtet wie ein Stern
die Hoffnung, der ich lebe.
Nun ist mir nicht mehr fern,
der Tag, der sie erfüllt.
Sie strahlt wie tausend Sonnen
und lässt das Herz erbeben,
was Liebe mir gewonnen,
verklärt sich mir zu Bild.

Geht ab.

NEUNTE SZENE
Saal im Palast des Ptolemäus

Rezitativ

PTOLEMÄUS
Cäsar, deiner Hand
reicht das Schicksal grosszügig
ganze Bündel eon Zeptern.

CÄSAR
Ptolemäus, angesichts solcher Freundlichkeit
vermag ich nicht zu sagen, was heller leuchtet:
die Sonne am Himmel, wenn sie den Tag beginnt,
oder Ptolemäus hier auf Erden.
Doch wisse, jede Missetat
verdunkelt auch das hellste Licht.

ACHILLAS
(zu Ptolemäus)
Selbst in deiner königlichen Gegenwart beleidigt er dich.
PTOLEMÄUS
(Unverschämter Römer!)

CÄSAR
(Ich weis, dass er mich versteht.)

PTOLEMÄUS
Die Männer, die du hier siehst,
werden dir die Türen der königlichen Gemächer öffnen
und dir als Führer dienen.
(Gottloser, du kamst in die Arme des Todes.)

CÄSAR
(Seine Miene verrät einen geheimen Betrug.)

Nr. 14 - Arie

Still und verborgen
bleibt der listige Jäger,
wenn er dem Wild nachstellt.
Und wer Böses im Schilde führt,
wünscht nicht,
dass man sein betrügerisches Herz erkenne.

Still und verborgen, usw.

(Er geht mit seinem Gefolge ab.)


ZEHNTE SZENE
(Cornelia und Sextus treten ein.)

Rezitativ

ACHILLAS
Sire, hier kommt Cornelia
mit ihrem Sohn Sextus.

PTOLEMÄUS
(O Amor, welch ein Anblick!)

CORNELIA
Undankbarer! Jenem Pompeius, der deinem edlen Vater
die Königskrone aufs Haupt setzte,
liessest du vor den Augen Roms den Kopf abschlagen?

SEXTUS
Ruchloser! Ich fordere dich zum Zweikampf.
Ich werde mit starker Hand
allen im Königreich hier zeigen,
dass du kein Ptolemäer, sondern ein Schurke bist.

PTOLEMÄUS
He da, Wachen! Nehmt diese
tollkühnen Römer in Haft.

ACHILLAS
Edler Herr, verzeih
ihre blinde Wut!

PTOLEMÄUS
Für den Moinent genügt es mir,
dass dieser unverschämte Knabe
Gefangener im Palast ist.
(Er gibt den Wachen ein Zeichen.)
Jene, die es so dreist
an Achtung für den Herrscher fehlen liess,
soll zur Strafe im Garten des Harems
die Blumen pflegen.
(leise zu Achilas)
So bewahre ich für dich
die schöne Despotin deines Herzens.

ACHILLAS
Ich bin überglücklich!

PTOLEMÄUS
(Wie er sich täuscht!)

(Er geht mit seinem Gefolge ab.)

ELFTE SZENE

Rezitativ

ACHILLAS
Cornelia, deine Augen
halten mein Herz gefangen.
Wenn du meine Liebe
mit freundlichen Blicken ansiehst
und der Hochzeit zustimmst,
werden Mutter und Sohn frei sein.

CORNELIA
Grausamer, eine Römerin
als Gattin eines gewöhnlichen Ägypters?

SEXTUS
Deine Gemahlin?
Oh nein! Eher des Todes …

ACHILLAS
Wohlan! Auf königlichen Befehl
wird der verwegene Knabe
nun als Gefangener in den Palast geführt.

CORNELIA
Ich folge
dem geliebten Kind, meinem teuren Sohn.

ACHILLAS
Du bleibst, und hoffe nicht
auf Erbarmen mit deiner Bitte,
wenn du dich nicht zuvor meiner Liebe erbarmst.

Nr. 15 - Arie
Du bist das Herz meines Herzens,
du bist meine Geliebte, zürne nicht!
Für meine Liebe bitte ich um Liebe
ich verlange nichts als dich.

Du bist das Herz meines Herzens, usw.

(Ab.)


Rezitativ

SEXTUS
Mutter!

CORNELIA
Mein Leben!

SEXTUS
Lebewohl …

(Als die Wachen Sextus fortbringen wollen, versucht Cornelia, ihn am Arm festzuhalten.)

CORNELIA
Wohin, wohin, ihr Unmenschen,
führt ihr meine Seele? Ruchlose, lasst ihn,
dass ich mein Herz, meinen geliebten Sohn zumindest
ein letztes Mal küsse. Weh, welch ein Schmerz!

Nr. 16 - Duett

CORNELIA, dann SEXTUS
Zum Weinen hin ich geboren / Zum Seufzen bin ich geboren
und meinen süssen Trost,
ach, werde ich ewig beweinen.
Da das Schicksal uns verriet,
kann ich auf friedvolle, glückliche Tage
niemals mehr hoffen.

Zum Weinen bin ich geboren, usw.


ZWEITER AKT

ERSTE SZENE
Lieblicher Zedernhain. Im Hintergrund ein Bild des Parnass, in dem der Palast der Tugend verborgen ist

Rezitativ

KLEOPATRA
Hast du alles erledigt, was ich dir auftrug, Nirenus?

NIRENUS
Dein Befehl ist ausgeführt.

KLEOPATRA
Ist Cäsar am Hof angekommen?

NIRENUS
Ich selbst habe ihn geführt,
und er lenkt bereits seine Schritte hierher.

KLEOPATRA
Doch sag, ist das Bild
wie geplant vorbereitet?

NIRENUS
Zwischen den Wolken
erglänzt der hehre Palast.
Doch was hast du vor?

KLEOPATRA
Die Liebe
gab meiner Fantasie
eine ungewönliche Idee ein:
Ich will in einer Verkleidung
jenen zum Gefangenen der Liebe machen,
der mein Herz gewann.

NIRENUS
Wirst du dich ihm zu erkennen geben?

KLEOPATRA
Die Zeit ist noch nicht reif dafür.

NIRENUS
Was soll ich tun?

KLEOPATRA
Warte draussen auf Cäsar;
führe ihn an diesen Ort
und geleite ihn dann in meine Gemächer,
und sage ihm, dass Lydia, um ihm zu berichten,
was ihr König gegen sie ihm Schilde führt,
Cäsar vor Sonnenuntergang erwartet.

(Ab.)

ZWEITE SZENE

Rezitativ

NIRENUS
Von Kleopatra
können Amors Jünger Listen und Ränke lernen.

CÄSAR
(tritt ein)
Wo, wo ist meine Geliebte, Nirenus?

NIRENUS
Herr, Lydia wird bald hier sein.

Sinfonia und Rezitativ
(Verschiedene Instrumente spielen eine liebliche Musik.)

CÄSAR
Still!

NIRENUS
Was ist?

Rezitativ

CÄSAR
Himmel, aus welcher Sphäre
kommt diese wundervolle, betörende Musik?

NIRENUS
Wer dabei nicht schmilzt, hat ein Herz von Stein.

Sinfonia
(Erneut ist Musik zu hören; der Parnass öffnet sich, und man sieht die Tugend auf ihrem Thron, umgeben von den neun Musen.)

Rezitativ

CÄSAR
Julius, was erblickst du?
Und wann stiegen in einem Meer von Licht
die Götter zur Erde herab?

Nr. 17 - Arie

KLEOPATRA
(als Tugend verkleidet)

Ich bete euch an, ihr Augen,
ihr Liebespfeile,
eure Blitze
erfreuen meine Brust.
Um Erbarmen bittet euch
mein trauriges Herz,
das euch stets
sein Allerliebstes nennt.

Rezitativ

CÄSAR
Zeus im Olymp besitzt keine Musik,
die so schön ist wie dieser Gesang.

KLEOPATRA
Ich bete euch an, ihr Augen, usw.

Rezitativ

CÄSAR
Hiege, fliege, mein Herz,
dem süssen Zauber entgegen …
(Während Cäsar auf Kleopatra zueilt, schliesst sich der Parnass, und die Bühne ist wie zuvor.)
Doch wie? Ach, wie eifersüchtig
ist doch der Gott auf mein Entzücken!

NIRENUS
Herr, du hast es gehört, und was denkst du von Lydia?

CÄSAR
So viel Tugend besitzt Lydia?
Ah! Da sie schon mit ihrem Weinen
meine Rüstung durchdrang, erkenne ich wohl,
dass eine solch bezaubernde Schönheit
durch Gesang Fesseln anlegt und durch Tränen verwundet.

NIRENUS
Herr, sei unbesorgt, wenn du in Liebe entflammt bist:
Lydia ist freundlich.
Wenn es dir recht ist,
erwartet sie dich jetzt in ihren Gemächern.

CÄSAR
Lydia verlangt nach mir?

NIRENUS
Und sie wird dich auch
zu Kleopatra führen.

CÄSAR
Bringe mich rasch
in die Arme meiner Geliebten,
dort soll sie meine Qual versüssen.

Nr. 18 - Arie

Wenn auf der lieblichen Blumenwiese
ein Vogel zwischen Blüten und Laub
verborgen ist,
klingt sein Lied
noch angenehmer.
Wenn solcherart die schöne Lydia
ihren frohen Gesang ertönen lässt,
macht sie auf noch reizendere Weise
jedes Herz verliebt.

Wenn auf der lieblichen Blumenwiese, usw.

(Er geht mit Nirenus ab.)
DRITTE SZENE
Garten des Harems, der an ein Raubtiergehege grenzt
(Cornelia erscheint mit einer kleinen Hacke, um die Blumen zu pflegen.)


Nr. 19 - Arioso

CORNELIA
Ach, weint nur, ihr betrübten Augen,
denn für euch gibt es keine Hoffnung mehr.

Rezitativ

ACHILLAS
(tritt ein)
Schönste, weine nicht!
Dein Schicksal wird nicht so hart bleiben.

CORNELIA
Wer zum Seufzen geboren ist, wird immer weinen.

ACHILLAS
Das Versprechen,
Achillas zu lieben,
kann dir die Qua! der Sklaverei ersparen.

CORNELIA
Halt ein! Sprich so nie mehr zu mir!

(Sie wendet sich zum Gehen.)

ACHILLAS
O Gott! Höre! Wohin gehst du?

CORNELIA
Ich fliehe, um dich nicht mehr zu sehen.

VIERTE SZENE
(Die fliehende Cornelia trifft auf Ptolemäus, der sie an der Hand festhält.)

Rezitativ

PTOLEMÄUS
Schönste, nicht so verächtlich!

CORNELIA
Lass mich, nichtswürdiger König!

ACHILLAS
Herr, ich kam hierher,
um diese Grausame, die ich liebe, zu erweichen.

PTOLEMÄUS
Ist sie deinen Worten gefolgt?

ACHILLAS
Sie verachtet mich noch immer, und ich vergehe.

PTOLEMÄUS
(Ich atme auf, o Himmel!)
Schönste, verachte ihn nicht
(Er nimmt Achillas beiseite.)
Nun, mein Freund?

ACHILLAS
Herr, noch heute wirst du
Cäsar tot am Boden, deine Ehre gerächt
und dich als Alleinherrscher sehen.

PTOLEMÄUS
Geh, tu deine Tat, und hoffe;
zur Belohnung erhältst du deine Grausame.
(Ein Narr, wenn er es glaubt!)

Nr. 20 - Arie

ACHILLAS
(zu Cornelia)
Wenn du nicht grausam zu mir bist,
wird mein Herz
dir immer treu sein.
Doch bleibst du erbarmungslos
und änderst dein Verhalten mir gegenüber nicht,
dann hast du nur Strenge zu erwarten!

Wenn du nicht grausam zu mir bist, usw.

(Ab.)


Rezitativ

PTOLEMÄUS
Schönste, verabscheust du jenen so sehr,
der dich um Liebe bittet?

CORNELIA
Ein Verräter
ist der Liebe nicht würdig.

PTOLEMÄUS
So streng?
Aber wenn ein König dich begehrte?

CORNELIA
Ich würde ihm wie eine Furie das Herz zerreissen.

PTOLEMÄUS
Sollte wirklich in diesem Antlitz
kein Erbarmen wohnen? In dieser Brust …
(Er streckt die Hand nach Cornelias Busen aus;
Cornelia weicht entrüstet zurück.)


CORNELIA
Wahnsinniger, bezähme
dein sinnliches Verlangen:
Bedenke, dass ich Cornelia und eine Römerin hin.

(Ab.)

PTOLEMÄUS
So spröde einem König gegenüber? Störrisches Weib!
Ich werde Gewalt anwenden, wenn Bitten nichts fruchtet,
und dir zu rauben wissen, was du mir jetzt verweigerst.

Nr. 21 - Arie

Ja, Erbarmungslose, deine Strenge
weckt den Hass in meiner Brust.
Da du dieses Herz verachtest,
sollst du, Treulose, meinen Zorn spüren!

Ja, Erbarmungslose, deine Strenge, usw.

(Ab.)


FÜNFTE SZENE

Rezitativ

CORNELIA
Auf, warum noch zögern?
Jetzt, wo der Wüstling fort ist,
soll beherzter Mut meine Ehre retten:
Von dieser hohen Mauer
will ich mich den Ungeheuern in den Rachen stürzen
und den Raubtieren zum Frass dienen.
Der Tod birgt für die starke Seele keinen Schrecken!
Lehwohl, Rom! Lebwohl, Sextus! Ich gehe in den Tod.

SEXTUS
(tritt ein)
Halt ein! Was tust du?

CORNELIA
Wee hält mich auf?

SEXTUS
Mutter!

CORNELIA
Mutter? Was sehe ich?
Mein Sohn, Sextus, mein Liebster!
Wie kamst du hierher?

SEXTUS
Um dich dem lüsternen Herrscher zu entreissen,
schlich ich mich, geführt von Nirenus,
heimlich zu dir.

CORNELIA
Mein Sohn, du begibst dich dabei
in viel zu grosse Gefahr.

SEXTUS
Wer Rache will,
hat keine Angst um sein Leben, o Mutter.
Einer wird sterben: Sextus oder der Tyrann.

SECHSTE SZENE

Rezitativ

NIRENUS
(tritt ein)
Cornelia, schlimme Nachricht.
Der König befiehlt,
dass ich dich in seinen Harem führe.

CORNELIA
O Gott!

SEXTUS
Götter, Was höre ich?

NIRENUS
Seid unbesorgt: Ptolemäus hat mir nie misstraut;
ich will euch beide dorthin bringen,
wo der tyrannische König
sich seiner unzüchtigen Lust hingibt;
in seinem Versteck hat Sextus dort
die Rache, die ihm zusteht, in der Hand;
der König, allein und unbewaffnet,
kann keinen Widerstand leisten.

SEXTUS
Ich schulde dir sehr viel.

CORNELIA
Möge der Himmel eine so edle Sache unterstützen!

Nr. 22 - Arie

Seufze nun nicht mehr!
Nicht immer zürnt der Himmel
den Elenden; er übt stets seine Rache,
und sei es auch spät.
Wenn der Himmel wütet, gibt der Seemann
niemals die Hoffnung auf,
und seine Standhaftigkeit
bringt ihm schliesslich die Rettung.

Seufze nun nicht mehr, usw.

(Sie geht mit Nirenus ab.)

Rezitativ

SEXTUS
Das ist kein Sohn, der nicht verlangte,
den ermordeten Vater zu rächen.
Auf denn, bereite dich
zur Rache, starke Seele,
und töte erst jenen, eh du selbst stirbst!

Nr. 23 - Arie

Die aufgestörte Schlange gibt keine Ruhe,
bevor sie nicht ihr Gift
ins Blut des Angreifers fliessen lässt.
Ebenso wagt meine Seele nicht,
sich gross und edel zu nennen,
wenn sie nicht jenes gottlose Herz ausreisst.

Die aufgestörte Schlange gibt keine Ruhe, usw.

(Ab.)


SIEBTE SZENE
Ein Lustgarten

Nr. 24 - Arie

KLEOPATRA
Schöne Venus,
ach, leihe mir
für kurze Zeit
allen Liebreiz
des Liebesgottes!
Du weist doch,
dass mein Anblick
ein königliches Herz
gewinnen muss.

Schöne Venus, usw.

(Sie stellt sich schlafend.)


Rezitativ

CÄSAR
(tritt ein)
Götter, was sehe ich?
Hier ruht meine Schönste im Schlaf?
Geliebte, reizende Lydia,
ach, wenn von all dem Feuer,
das in meiner Brust Ioht,
dir nur ein Funke ins Herz dänge,
dann dürftest du wohl darauf hoffen,
mir eines Tages Braut und Gattin zu sein.

KLEOPATRA
(fährt auf)
Gattin? Ich werde dich lieben bis zum Tod.

CÄSAR
Oho!

KLEOPATRA
Was beunruhigt dich?

CÄSAR
Ein einfaches Mädchen,
eine Dienerin Kleopatras, strebt so hoch hinaus?

KLEOPATRA
Cäsar, sei niche zornig!
Da du mich wach nicht magst,
mich aber lieben sollst, lege ich mich wieder schlafen.

(Sie will auf ihr Lager zurückkehren.)

ACHTE SZENE

Rezitativ

CURIO
(tritt mir gezücktem Schwert ein)
Cäsar, du bist verraten.

CÄSAR
Ich verraten?
(Er zieht das Schwert.)

KLEOPATRA
Was höre ich!

CURIO
Herr, während ich dich in deinen Gemächern erwarte,
höre ich, wie Lärm von Menschen und Schwertern
erschallt und eine Stimme ruft:
Cäsar soll sterben! Und sofort
eile ich zu dir, um dir Meldung zu machen.

CÄSAR
So herrscht also in Ägypten Treulosigkeit?
Schöne, bleibe nur;
diese Gestade bringen uns kein Glück.

KLEOPATRA
Halt, geh nicht fort, wenn du mich nicht töten willst.

CÄSAR
Lass ab, Lydia …

KLEOPATRA
Welche Lydia!
Ich eile in den Kampf; zu deiner Verteidigung
würde Kleopatra selbst in die Hölle hinabsteigen.
(Weh mir, was habe ich gesagt?)

CÄSAR
Kleopatra?

KLEOPATRA
Ja.

CÄSAR
Wo ist sie?

KLEOPATRA
Cäsar, lenke auf mich und niemand sonst
das Licht deiner geliebten Augen:
Ich bin Kleopatra und nicht mehr die falsche Lydia.

CÄSAR
Du bist Kleopatra?

KLEOPATRA
Rasch wird mein königlicher Anblick
die dreiste Kühnheit der Verschwörer zu Fall bringen;
stecke dein Schwert wieder ein, Herr!

(Ab.)

CÄSAR
Curio, angesichts dieser seltsamen Ereignisse
bin ich wie versteinert.

CURIO
Ich bin sprachlos.

CÄSAR
Hast du so etwas je gehört, mein Herz?
Lydia ist Kleopatra? Und du verschmähtest sie?
O Gott!

KLEOPATRA
(kehrt hastig zurück)
Flieh, Cäsar, flieh!
Die Verschwörer eilen schon von deinen Gemächern
im Palast zu diesem Brunnen.

CÄSAR
Wie! Nicht einmal Kleopatra
vermochte dem dreisten Verrat Einhalt zu gebieten?

KLEOPATRA
Der königliche Purpur
ist kein ausreichender Schild gegen Verrat.

CÄSAR
Sie sollen nur kommen, ich bin bereit.
Cäsar hat noch niemals Furcht gekannt.

KLEOPATRA
O Gott! Du zerreisst mir das Herz;
rette dich, o mein Geliebter! Cäsar, flieh!

Nr. 25 - Arie und Chor

CÄSAR
Im Schein der blitzenden Waffen
wird dieses Kriegerherz
Rache nehmen.
Die Kämpferhand
soll nicht durch jene erlahmen,
die ihr Stärke verleiht.

Im Schein der blitzenden Waffen, usw.

(Er geht mit Curio ab.)


VERSCHWÖRER
Cäsar soll sterben, er soll sterben!

Nr. 26 - Accompagnato

KLEOPATRA
Was höre ich? O Gott! Auch Kleopatra wird sterben.
Feige Seele, was redest du nur? Schweig!
Um mich im Kampf zu rächen,
werde ich Bellonas Gestalt,
doch das Herz von Mars besitzen.
Unterdessen, o Götter, ihr Herrscher des Himmels,
beschützt meinen Liebsten,
denn er ist meinem Herzen Trost und Hoffnung.

Nr. 27 - Arie

Wenn du kein Erbarmen mit mir hast,
gerechter Himmel, so sterbe ich.
Beende meine Qualen,
oder ich hauche meine Seele aus.

Wenn du kein Erbarmen nah mir hast, usw.

NEUNTE SZENE
Gemach im Harem

Nr. 28 - Arioso und Rezitativ

PTOLEMÄUS
Schone Göttinnen meines Herzens,
ihr tragt den Himmel in eurem Antlitz,
der Himmel hat keinen schöneren Glanz,
als eure sternengleichen Augen zeigen.
Hier ist ein Ort des Friedens,
an dem ich mein Schwert ablege,
(Er legt sein Schwert auf einen Tisch)
denn im Bereich der Liebe
ist diese schreckliche Waffe unnützer Schmuck.

CORNELIA
(Götter? Was wird aus mir?)

PTOLEMÄUS
Doch da ist Cornelia!
Nimm dieses weisse Leinen
als mein gewohntes Zeichen
für diejenige, die ich bestimme,
des Nachts das königliche Bett mit mir zu teilen.

(Cornelia nimmt das Tuch und wirft es verächtlich auf den Boden.)

SEXTUS
(tritt ein)
(Dies ist die Stunde, o meine Hand!
Dasselbe Schwert, das den Vater tötete,
soll den Gottlosen durchbohren.)

(Als Sextus das Schwert des Ptolemäus nehmen will, wird er von Achillas überrascht, der hereinstürzt und die Waffe ergreift.)

ZEHNTE SZENE

Rezitativ

ACHILLAS
Herr, nimm!

PTOLEMÄUS
Was ist geschehen?

SEXTUS
(Grausame Götter!)

ACHILLAS
Bewaffne dich, jetzt ist nicht Zeit,
sich im Harem mit Liebkosungen aufzuhalten;
verlasse diese Liebesgöttinnen und eile zu Mars!

PTOLEMÄUS
Welch feindliches Schicksal …

ACHILLAS
Während ich noch Cäsar zu vernichten suche,
stürzt er sich auf uns,
doch die Überzahl
bezwingt schliesslich die Tapferkeit eines Einzelnen;
er flieht mit Curio und störet sich plötzlich
von der hohen Brüstung ins Meer,
und einen Augenblick lang sehe ich,
dass Curio untergeht und Cäsar schon tot ist.

CORNELIA
(Cäsar tot?)

SEXTUS
(O Götter!)

ACHILLAS
Dann eilt Kleopatra
zum römischen Lager,
und unter kriegerischen Trompetenklängen
stürmt sie, um Cäsar zu rächen,
mit ihren Leuten bewaffnet auf dein Lager zu.

PTOLEMÄUS
Das Wüten einer feigen Frau
fürchte ich nicht.

ACHILLAS
Du sollst nur nur noch
zum Lohn für soviel Mühen
jene dort zur Gattin geben.

PTOLEMÄUS
Unverschämter! Eine Schönheit ohnegleichen
verlangst du zum Lohn für einen Verrat?

ACHILLAS
Herr …

PTOLEMÄUS
Schweig, und fort mit dir!
Ich bin der König und werde dich zu entlohnen wissen.

ACHILLAS
Ist dies der Dank für meine Dienste?

PTOLEMÄUS
Genug!

ACHILLAS
(Einem Treulosen schuldet man keine Treue.)

(Ab.)

PTOLEMÄUS
Ihr Frauen, geht in eure Gemächer;
ich werde bald siegreich zu euch zurückkehren.

(Er geht mir den Frauen ab.)

ELFTE SZENE

Rezitativ

SEXTUS
Nun ist alle Hoffnung
auf Rache verloren.
Schwert, machtlos erblicke ich dich;
gib mir den Tod, damit ich nicht mehr leide.

(Er zieht das Schwert, um sich zu töten.)

CORNELIA
Halt! Was tust du? Verzweifle nicht, o Sextus,
wenn auch das ruchlose Schicksal den Schlag vereitelt hat.

SEXTUS
Was können wir nun noch erhoffen,
da Cäsar tot ist?

CORNELIA
Mut, Kühnheit!
Nirenus macht dir bereits den Weg frei;
geh ins Lager, dort wirst du den gottlosen Tyrannen wiederfinden,
und beweise ihm dort mit fester Haltung,
dass du dich dem Tod stellst und ihn nicht fürchtest.

(Ab.)

SEXTUS
Ich werde heimlich
jedem Schritt des Tyrannen folgen,
bis ich ihn zugrunde richte
und der Mörder des Vaters
durch die Hand des Sohnes fällt.

Nr. 29 - Arie
Der grausame Tyrann
verdient die Luft nicht,
die er atmet.
Seine Erbarmungslosigkeit
bringt mich in Zorn,
nur sein Tod kann mich besänftigen.

Der grausame Tyrann usw.


DRITTER AKT

ERSTE SZENE
Ein Wald nahe der Stadt Alexandria

Rezitativ

ACHILLAS
Ist dies der Lohn
für meinen langen Dienst, für meine Treue?
Grausamer König, du wirst bald bereuen,
mich gekränkt zu haben.
Auf, mutige Krieger, wir wollen Kleopatra
unsere Dienste anbieten ? und unser Herz,
und unsere Tapferkeit soll unser Zögern wieder gutmachen.

Nr. 30 - Arie

Der Glanz dieses Schwertes
soll den Ruchlosen
gedemütigt niederstrecken.
Der braucht keine Kränkung zu ertragen,
wer das Königreich tapfer verteidigt hat.

Der Glanz dieses Schwertes, usw.

(Ab.)


ZWEITE SZENE

Sinfonia
(Unter den Klängen einer kriegerischen Sinfonia findet die Schlacht zwischen den Puppen Kleopatras und Ptolemäus' statt.
Die Ptolemäer siegen, und nach dem Ende der Sinfonia tritt Ptolemäus mit der gefangenen Kleopatra ein.)


Rezitativ

PTOLEMÄUS
Du bist besiegt, niedergestreckt vom Blitz
meines königlichen Schwertes.

KLEOPATRA
Ptolemäus hat mich nicht besiegt;
mich verriet jenes blinde Schicksal,
das dich ehrlosen, treulosen und gesetzlosen
Tyrann stets beschützt.

PTOLEMÄUS
Oho! So dreist
im Angesicht des Ehrfurcht ggbietenden Siegers?
(zu den Wachen)
Legt sie in Ketten!

(Ein Wachsoldat legt Kleopatra Ketten an.)

KLEOPATRA
Grausamer Verbrecher! Die Götter werden dich strafen.

PTOLEMÄUS
Bringt jene, die ich als Bruder hasse und verachte,
in den Palast; dort soll sie mich
zur Strafe für ihre Vermessenheit
zu Füssen meines Throns auf Knien anbeten.

Nr. 31 - Arie

Ich werde deinen Hochmut zähmen,
der meinen Thron hasst und verachtet,
und ich werde dich gedemütigt sehen.
Wie der aufrührerische Ikarus
wolltest du höher als die Sterne fliegen,
doch ich werde dir die Flügel stutzen.

Ich werde deinen Hochmut zähmen, usw.

(Ab.)


DRITTE SZENE

Rezitativ

KLEOPATRA
Und so verliere ich an einem einzigen Tag
allen Glanz und alle Grösse? Ach, schreckliches Schicksal!
Cäsar, mein schöner Gott, ist vielleicht tot;
Cornelia und Sextus sind waffenlos
und können mir nicht helfen. O Gott!
Mit bleibt keine Hoffnung mehr im Leben.

Nr. 32 - Arie

Ich werde mein so grausames,
schreckliches Schicksal beweinen,
solange noch Leben in mir ist.
Doch wenn ich tot bin, wird mein Geist
den Tyrannen Tag und Nacht überall heimsuchen.

Ich werde mein so grausames, usw.

(Sie geht mitt den Wachen ab.)


VIERTE SZENE

Nr. 33 - Accompagnato und Arie

CÄSAR
Aus den gefährlichen Fluten
trägt mich mein gütiges Schicksal
sicher ans Ufer.
Hier durchtrennt die göttliche Parze
meinen Lebensfaden noch nicht!
Doch wohin soll ich gehen? Und wer wird mir helfen?
Wo sind meine Truppen?
Wo sind die Legionen,
die mir so viele Siege beschert haben?
Soll denn der Herrscher der Welt
allein an diesem einsamen Gestade umherirren?

Ach, ihr Lüfte, habt Erbarmen,
streicht über meine Brust,
um meinen Schmerz, o Gott,
zu lindern.
Sagt, wo ist sie,
was tut die Göttin meiner Seele,
der geliebte, reizende Schatz
meines Herzens.
Doch ringsum sehe ich überall
das unglückselige Gestade
voin Waffen und Leichen bedeckt,
das ist sicher ein schlimmes Omen.

Ach, ihr Lüfte, habt Erbarmen, usw.

(Sextus und Nirenus treten in Rüstung und mit heruntergeklapptem Visier auf.)


Rezitativ

SEXTUS
Vergeblich suche ich Ptolemäus, um mich zu rächen,
mein erbarmungsloses Schicksal verbirgt ihn vor mir.

ACHILLAS
(am Saum des Meeres, tödlich verletzt)
Du hast gesiegt, o Schicksal!

SEXTUS
Welch matte Stimme?

ACHILLAS
Ihr habt gesiegt, o Sterne!

CÄSAR
(Zwei Krieger? Verborgen
will ich sie belauschen
und erfahren, wer sie sind.)

(Er versteckt sich.)
NIRENUS
(zu Sextus)
Das ist Achillas, mit einer Wunde in der Brust.

CÄSAR
(Der Sterbende ist Achillas?)

NIRENUS
(zu Achillas)
Freund, Freund!

ACHILLAS
(zu Nirenus)
O unbekannter Krieger,
der mit Freundesstimme
meinen Namen nennt,
ach, falls das Schicksal dir gewährt,
eines Tages mit Cornelia, der Sonne Roms,
zu sprechen,
sag ihr, dass jener Achillas,
der einst riet, den grossen Pompeius zu töten …

SEXTUS
(Ah, Verbrecher!)

CÄSAR
(Ah, Frevler!)

ACHILLAS
… und, um sie zur Gattin zu gewinnen,
den Anschlag auf Cäsar befahl …

SEXTUS
Ah, Verräter!)

CÄSAR
(Treuloser!)

ACHILLAS
… dass er nur wegen seines Wunsches,
sich eines Tages an König Ptolemäus zu rächen,
in dieser Nacht sein Leben im Kampf verlor.
Nimm dieses Siegel;
ganz in der Nähe warten in einer Höhle
hundert bewaffnete Krieger,
dir auf dieses Zeichen zu gehorchen;
mit ihnen kannst du durch einen unterirdischen Gang
in den Palast eindringen
und Cornelia bald dem Ruchlosen entreissen
und dafür sorgen, dass ich gerächt sterbe.

(Er gibt Sextus das Siege! und stirbt.)

NIRENUS
Er ist tot, der Treulose ...

SEXTUS
Wirf jetzt
den schändlichen Leichnam
des Verräters ins Meer.

FÜNFTE SZENE

Rezitativ

CÄSAR
(tritt hervor und entreisst Sextus das Siegel)
Her mit diesem Siegel!

SEXTUS
(hebt das Visier)
O Götter!

CÄSAR
Was sehe ich!

SEXTUS
Herr!

CÄSAR
Du, Sextus?

SEXTUS
Und wie, Cäsar,
entkamst du lebend und unversehrt
der Parze?

CÄSAR
Ich gelangte schwimmend aus Ufer.
Sorge dich nicht; ich eile zum Palast
und werde mir mit diesem Siegel Zugang verschaffen.
Nirenus folgt mir mit dir:
Entweder entreisse ich Cornelia und Kleopatra ihrem Los,
oder ich sterbe.

Nr. 34 - Arie
Der Wildbach, der vom Berg herabstürzt,
reisst alles nieder, was sich gegen ihn stellt.
Ebenso mache ich es mit jedem,
der sich mir widersetzt:
Mein Schwert wird ihn niederstrecken.

Der Wildbach, der vom Berg herabstürzt, usw.

(Ab.)


SECHSTE SZENE

Rezitativ

SEXTUS
Wir dürfen hoffen, Cäsar lebt.

NIRENUS
Folge ihm, o Sextus.

SEXTUS
Achillas tot? So beginnt der Himmel nun tatsächlich, mich zu rächen.
Ja, ja, mir sagt das Herz,
dass ich die ersehnte Ehre wiedererlangen werde.

Nr. 35 - Arie

Die Gerechtigkeit hält auf ihrem Bogen
schon die Rachepfeile bereit,
um einen Verräter en strafen.
Wenn der Pfeil erst spät trifft,
erwartet das treulose Herz
nur umso grausamere Strafe.

Die Gerechtigkeit hält auf ihrem Bogen, usw.

(Er geht mit Nirenus ab.)


SIEBTE SZENE
Gemach der Kleopatra

Nr. 36 - Accompagnato

KLEOPATRA
(umgeben von ihren weinenden Mädchen)
Ihr, einst meine getreuen Mägde,
weint nun vergeblich, ihr gehört mir nicht mehr.
Der abscheuliche Bruder,
der mir die Herrschaft nahm,
entreisst euch mir und wird mich töten.
(Man hört Waffenlärm hinter der Bühne.)
Doch was ist das für ein Waffenlärm?
Ach ja, ihr gehört mir nicht mehr;
bald werdet ihr Kleopatra sterben sehen.

Rezitativ

CÄSAR
(begleitet von Soldaten, tritt mit gezogenem Schwert ein)
Ich kämpfte den Weg frei,
um dich zu retten, o Liebste!

KLEOPATRA
Bist du Cäsar oder ein Geist?

CÄSAR
(zu den Wachen)
Ihr dort, fort jetzt, abscheuliche Werkzeuge
eines erbarmungslosen Tyrannen!
Cäsar befiehlt es, gehorcht auf der Stelle!

(Die Wachen gehen ab.)

KLEOPATRA
Ah!Jetzt erkene ich dich,
mein Herzallerliebster,
an deiner Kühnheit und Stärke wieder!
Nein, geliebter Cäsar, du bist kein Geist.

(Sie läuft zu ihm, um ihn zu umarmen.)

CÄSAR
Liebste, ich drücke dich an meine Brust;
unser Schicksal hat eine neue Wendung genommen.

KLEOPATRA
Wie kommt es, dass du unversehrt bist?

CÄSAR
Ich werde später Zeit haben,
dir genau zu berichten, wie ich überlebte.
Du bist frei. Geh zum Hafen
und sammle die versprengten Truppen,
dort wirst du mich wiedersehen:
Mars ruft mich zu grössten Heldentaten auf diesem Boden.
Und nicht nur Ägypten, sondern eine Welt zu erobern,
genügt allein die Kühnheit meines Herzens.

(Er geht mit den Soldaten ab.)

Nr. 37 - Arie

KLEOPATRA
Wenn ein Schiff, in Sturm zerschmettert,
doch noch den rettenden Hafen erreicht,
gibt es keine anderen Wünsche mehr.
So ergeht es auch dem Herzen in Qualen und Tränen;
jetzt, wo sie Trost findet,
ist die Seele wieder glücklich.

Wenn ein Schiff, im Sturm zerschmettert, usw.

ACHTE SZENE
Thronsaal des Ptolemäus

Rezitativ

PTOLEMÄUS
Cornelia, es ist nun all der Zeit,
dass du Erbarmen mit einem schmachtenden König hast.

CORNELIA
Du hoffst vergeblich auf meine Gunst.
Wie könnte ich
meinen toten Gatten vergessen?

PTOLEMÄUS
Ägyptens Herrscher will dir ein neuer Gatte sein.
Liebste, ich drücke dich an meine Brust …

(Er will sie umarmen.)

CORNELIA
Zurück, Unwürdiger, und bedenke,
dass Cornelia Römerin ist.

PTOLEMÄUS
Ich habe nichts mehr zu fürchten:
Cäsar ist tot, Kleopatra zu meinen Füssen,
jetzt folge ich nur noch meinem eigenen Willen.

(Er will sich ihr erneut nähern.)

CORNELIA
Wenn du auch niemanden fürchtest,
so fürchte doch diese Klinge,
denn an mir allein ist es jetzt,
den toten Gatten zu rächen!

(Sie zieht einen Dolch hervor. Als sie sich auf Ptolemäus wirft, um ihn zu töten, stürmt Sextus mit gezogenem Schwert herein.)

NEUNTE SZENE

Rezitativ

SEXTUS
Halt ein, o Mutter!
Wende dich zu mir, Tyrann!

PTOLEMÄUS
(zieht das Schwert)
Ich bin verraten, o Götter!

SEXTUS
Wisse, abscheuliches Untier, zu deiner Qual:
Die Götter haben Cäsar sicher und unbesiegt
vor dem Verrat bewahrt, und er befreite Kleopatra
von den ungerechten Ketten. Er kommt selbst hierher; ich eile ihm voraus
und verlange das Blut, das Sextus zusteht.

PTOLEMÄUS
Du wirst deine wahnwitzige Vermessenheit gleich bereuen.

(Sie kämpfen; Ptolemäus wird verwundet und bricht tot zusammen.)

CORNELIA
Jetzt erkenne ich in dir wahrhaft den Sohn des grossen Pompeius
und drücke dich an meine Brust.

SEXTUS
Dort liegt der tote Tyrann;
nun, Vater, hast du, wenn auch bezwungen, doch gesiegt.

(Ab.)

Nr. 38 - Arie

CORNELIA
Meine Seele hat nichts mehr zu fürchten,
nun da sie gerächt ist;
ja, jetzt wird sie glücklich sein,
ich beginne, frei zu atmen.
Jetzt soll sich mein Leiden
in reine Freude verwandeln,
denn alles Klagen ist müssig,
wenn der Himmel mir Hoffnung gibt.

Meine Seele hat nichts mehr zu fürchten, usw.

(Ab.)


LETZTE SZENE
Der Hafen von Alexandria

Sinfonia
(Cäsar und Kleopatra erscheinen, gefolgt von Ägyptern mit Trompeten und Pauken.
Nach dem Ende der Sinfonia treten Curio und Nirenus, dann Sextus und Cornelia ein.
Ein Page trägt das Zepter und die Krone des Ptolemäus.)


Rezitativ

NIRENUS
(zu Cäsar)
Curio hat gesiegt, Ägypten ist dein;
an diesem Meeresstrand
feiern alle Cäsar
als Herrscher der Welt und römischen Kaiser.

CÄSAR
(zu Nirenus)
Für seine treuen Dienst soll Nirenus
angemessen belohnt werden;
(zu Curio)
Curio, deine Kampfeskraft ist schon berühmt.
Doch hier kommt Cornelia?

SEXTUS
(kniet nieder)
Herr, hier kniet zu deinen Füssen
der Sohn von Cornelia und Pompeius;
er hat die tiefe Beleidigung
des ungeheuren Verrats mit seinem Schwert gerächt
und Ptolemäus blutig getötet.

CÄSAR
Ist Ptolemäus tot?

CORNELIA
Wäre Sextus nicht rechtzeitig
zu meiner Verteidigung herbeigeeilt,
so wäre Cornelias Ehre in Gefahr gewesen.

CÄSAR
Den Vater zu rächen, ist das Recht des Sohnes;
erhebe dich, Sextus,
dass ich dich als Freund an die Brust drücke.

SEXTUS
Ich will dir stets treu dienen.

(Sie umarmen einander.)

CORNELIA
Hier sind die königlichen Attribute
des toten Tyrannen; ich überreiche sie dir.

(Sie reicht Cäsar Krone und Zepter des Ptolemäus.)

CÄSAR
Schönste Kleopatra,
dieses Diadem, das du hier siehst, steht dir zu:
Ich setze es dir aufs Haupt.
Als Königin Ägyptens
wirst du dem Volk Regeln und dem Thron Gesetze geben.

KLEOPATRA
Cäsar, diese Herrschaft verdanke ich dir allein.
Als tributpflichtige Königin
werde ich in dir den römischen Kaiser verehren.

CÄSAR
(Amor, wer sah je so schöne Locken?)

Nr. 39 - Duett

KLEOPATRA und CÄSAR
Liehster!/Schönste! Etwas Liebenswerteres
als dein schönes Antlitz
kann es nicht geben.
in dir/In mir wird niemals
eine Liebe oder eine Treue leuchten,
die nicht mir/dir gilt.

Liebster!/Schönste! usw.

Rezitativ

CÄSAR
Möge Ägypten jetzt
in einem friedlicheren Zustand
seine neue Freiheit geniessen:
Cäsar wünscht, dass der Ruhm den grossen Namen Roms
von einem Pol zum anderen verbreite.

Nr. 40 - Chor und Duett

CHOR DER ÄGYPTER
Nun sollen wieder schöne Freude und Lust
in unsere Herzen einkehren;
die Brust ist von allem Leid befreit,
und jeder wendet sich nun wieder dem Vergnügen zu.

KLEOPATRA und CÄSAR
Süsse Zufriedenheit wird mein Herz empfinden,
wenn du mir stets treu bist;
so schwand der bittere Schmerz aus dem Herzen,
und es bleiben dort nur Liebe, Treue und Vertrauen.

CHOR DER ÄGYPTER
Nun sollen wieder schöne Freude und Lust, usw.
Übersetzung: Reinhard Litthje

CAST
GIULIO CESARE (alto)
CLEOPATRA (soprano)
CORNELIA (contralto)
SESTO POMPEO (soprano)
TOLOMEO (alto)
ACHILLA (bass)
NIRENO (alto)
CURIO (bass)

CHORUS
Egyptians, Conspirators

TIME: 48 BC

PLACE: Alexandria




Overture

ACT ONE


SCENE I
An Egyptian plain, with an ancient bridge over a branch of the Nile
(Julius Caesar and Curius crosss the bridge with their followers.)


No. 1 - Chorus

CHORUS OF EGYPTIANS
Long live our Alcides!
Let the Nile rejoice today!
Every shore smiles for him,
every grief has vanished.

No. 2 - Aria

CAESAR
Let the land of Egypt now
offer its palms to the victor!

Recitative

Curius, Caesar came, saw and conquered;
Pompey, already routed,
vainly appeals to the King of Egypt
for reinforcements for his troops.

CURIUS
You arrived, my lord, at exactly the right moment
to foil those plans.
But who is this coming towards us?

SCENE II
(Enter Cornelia and Sextus.)

Recitative

CAESAR
This is Cornelia.

CURIUS
O destiny!
The illustrious consort
of our enemy, Pompey?
Caesar, I once pledged her my liberty.

CORNELIA
My lord! Rome is yours now. The gods today
have shared with you their dominion, and they decree
that over this great globe's fate
Jove shall reign in heaven, Caesar on earth.

CAESAR
What do you ask of Caesar,
noble Cornelia, descendant of the Scipios?

CORNELIA
Put an end to your warfare!

SEXTUS
Give your spear to the temple
and let your right arm rest at your side.

CAESAR
It is a virtue of great men to forgive offences.
Let Pompey come and embrace Caesar,
and let the fury of Mars be quenched
and the vanquished conquer the conqueror.

SCENE III
(Enter Achillas with Egyptian troops carrying golden vessels.)

Recitative

ACHILLAS
Ptolemy offers you his palace,
mighty hero, in which to rest, and as gift
all that which a subject throne can offer.

CAESAR
Caesar is pleased to accept
what royal Ptolemy offers.

ACHILLAS
So that Italy shall learn to revere you,
in token of his friendship and faith
he lays at your feet, before your regal throne,
this proud head of great Pompey.

(One of the Egyptians unveils a golden dish, on which lies the severed head of Pompey.)

CAESAR
Julius, what is this before you?

SEXTUS
Ye gods! What do I see?

CORNELIA
Alas! My husband! My beloved!

CURIUS
Bastardly deed!

CORNELIA
Ptolemy,
barbarous traitor! I swoon, I die …

(She faints.)

CAESAR
Curios, help Cornelia,
who is fainting!

(He weeps.)

CURIUS
What do I see? O heavens!
My fair sun unconscious?
ACHILLAS
(Is that Cornelia? O how lovely, how fair she is!)

SEXTUS
Father! Pompey! Dear mother! O God!

CAESAR
Let a magnificent urn be prepared
for the precious ashes
of this noble head.

ACHILLAS
Ye gods!

CAESAR
(to Achillas)
And you, begone, leave us!
Say to your master that the deeds of kings,
be they good or evil, always set an example.

SEXTUS
A wicked, ruthless king is not a king.

ACHILLAS
Caesar, restrain your anger.

CAESAR
Away! I will conic to the palace
before today's sun is seen to set.

No. 3 - Aria

I will say, "You are pitiless,
wholly cruel ?
away from my sight!
That heart is not a king's
which yields to barbarity
and finds no place for mercy".

I will say, "You are pitiless", etc.

(Exit with followers; exit Achillas with the group of Egyptians.)


SCENE IV

Recitative
(Cornelia regains consciousness.)

CURIUS
She is reviving.

SEXTUS
Mother!

CURIUS
Cornelia!

CORNELIA
O stars!
And I am still alive!
Ah! Let this lethal blade
tear my heart, my soul, from my bosom.

(She attempts to seize the sword at Sextus's side in order to stab herself, but Curius prevents her)

CURIUS
Stay your hand! In vain you seek
to stain the knife with blood within your breast.
Curius who still adores you
and desires you for wife if you will have him,
will avenge you with his sword.

CORNELIA
Wife to you?

CURIUS
Yes.

CORNELIA
No more of this!

SEXTUS
You Pompey's foe, yet you so dare?

CURIUS
Cornelia, if you hate me,
I will flee from your sight;
but only so as not to importune you
will my heart swear not to love you.

(Exit.)

SEXTUS
Mother!

CORNELIA
Son of my womb!

SEXTUS
What shall we do now amidst Caesar's troops,
you deprived of your dear husband, I of my father?

No. 4 - Aria

CORNELIA
I am bereft of all comfort,
yet there is no hope of death
for me, wretched that I am.
My heart, consumed with sorrow,
is weary of suffering,
yet death denies itself to me.

I am bereft of all comfort, etc.

(Exit.)


Recitative

SEXTUS
Laments are all in vain:
now is the time, Sextus,
to avenge your father.
Rouse to revenge your laggard soul
which, assailed by a tyrant,
can find no rest.

No. 5 - Aria

Wake within my breast,
furies of a wounded soul,
to wreak bitter vengeance
upon a traitor!
My father's shade
hastens to my defence,
saying, "My son, from you
severity is expected."

Wake within my breast, etc.

(Exit.)


SCENE V
Cleopatra's chamber

Recitative

CLEOPATRA
Cleopatra shall reign; and around my throne
the adoring peoples of Araby and Syria shall worship
the sacred band upon my brow.
Come, those of you faithful to me
who have courage and heart to raise me to the throne,
and swear by my hand eternal loyalty.

(Enter Nirenus.)

NIRENUS
O Queen, bad tidings!

CLEOPATRA
What has happened? Why do you hesitate?

NIRENUS
Ptolemy has beheaded …

CLEOPATRA
Alas, whom?

NIRENUS
… great Pompey.

CLEOPATRA
O heavens! What do you tell me?

NIRENUS
To secure himself on the throne
he sent Caesar, among his presents …

CLEOPATRA
What did he send?

NIRENUS
… the lifeless head.

CLEOPATRA
Go, leave me, my faithful followers,
(to Nirenus)
but you remain here;
I am resolved to go
to Caesar's camp,
and you, Nirenus, shall serve me as escort.

NIRENUS
What will Ptolemy say?

CLEOPATRA
Do not fear:
Caesar will look
more favourably on me
than he did on Pompey's head.
In vain does he aspire to the throne,
for he is only my brother, and I am the Queen.

(Enter Ptolemy with guards.)

PTOLEMY
You aspire to the throne,
proud and haughty woman?

CLEOPATRA
I strive for what is mine;
and I justly claim the crown
due to my head.

PTOLEMY
Away, madwoman,
and return to what concerns women,
needle and thread, not the sceptre!

CLEOPATRA
And you, debauched philanderer,
return to the days of your first youth
and cultivate dalliance instead of sovereignty!

No. 6 - Aria

Do not despair. Who knows?
Though you shall not enjoy sovereignty
you may be fortunate in love.
Looking upon a beauty,
you may in her find
consolation for your heart.

Do not despair. Who knows? etc.

(Exit with Nirenus.)


SCENE VI

Recitative

ACHIILLAS
(entering)
Sire, my lord!

PTOLEMY
Achillasl
How did the severed head
please Caesar?

ACHILLAS
The deed angered him.

PTOLEMY
What do I hear?

ACHILLAS
He accused you of being imprudent and over-bold.

PTOLEMY
A base?born Roman dares say this?

ACHILLAS
Hear my counsel, o Ptolemy!
Caesar is coming to your Court;
let him fall to your vengeance
as Pompey fell.

PTOLEMY
Who will carry out this plan?

ACHILLAS
I promise to lay
this proud man dead at your feet,
if yoo will deign to grant me
Pompey's widow as reward.

PTOLEMY
Is she so lovely?

ACHILLAS
Her tresses bind tire, her glance pierces me.

PTOLEMY
Friend, your counsel is my guiding star.
Go now, consider well, and then return.
(Exit Achillas.)
Die, Caesar shall die, and his haughty head
shall serve me for a footstool.
Rome, oppressed by him, shall go free,
and his death shall ensure for my reign
more security than would my victorious sword.

No. 7 - Aria

This perfidious, unworthy miscreant
would rob me of my kingdom
and thus disturb my peace.
But he shall lose his life
before faith in me be betrayed
by his greedy heart.

This perfidious, unworthy miscreant etc.

SCENE VII
Quarters in Caesar's camp.
In the centre, above a great pile of trophies, the urn containing the ashes of Pompey's head


No. 8 - Accompanied Recitative

CAESAR
Spirit of great Pompey,
that hovers invisible
around his ashes,
your triumphs were but shadows;
your greatness was a shadow,
as you yourself are but a shadow.
Such is the ultimate end of human pomp.
One who yesterday in life kept a world at war
today lies, reduced to dust, within an urn.
Thus all our beginnings, alas, are of clay
and our ends beneath a stone.
Pitiful life, how frail is your state!
A breath forms you and a breath destroys you.

(Enter Curius.)

Recitative

CURIUS
A noble maiden is here,
seeking to kneel before Roman Caesar.

CAESAR
Let her approach.

(Cleopatra, disguised as Lydia, enters with followers.)

CLEOPATRA
Among a train of maidens
I serve Cleopatra: my name is Lydia,
and I was born of noble blood
under Egyptian skies;
but Ptolemy, a barbarous usurper,
has seized my fortune from me.

CAESAR
(How many beauties are united in a single face!)
Is Ptolemy such a tyrant?

CURIUS
(If Cornelia disdains me,
I will at once turn to Lydia
and entrust my soul to that fair face.)

CLEOPATRA
(kneeling before Caesar and addressing him tearfully)
Before your gaze, before Rome,
wretched, in distress and weeping,
I plead for justice.

CAESAR
Ye gods! How fascinating she is!
(raises Cleopatra)
Unhappy maiden, in a short time
I must go to the court;
there this very day
I will settle your case.
(How lovely her hair!)

CURIUS
(How lovely a bosom!)

CLEOPATRA
My, lord, your gracious favour
moves me deeply.

CAESAR
As your beauty moves my heart.

No. 9 - Aria

Not so fair and lovely
is the meadow flower,
so soft and gentle
is the beauty of your face.
The charm of a flower
derives from itself alone,
but in you is assembled
all the beauty of April.

Not so fair and lovely etc.

(Exit.)


Recitative

NIRENUS
Success, Cleopatra!
Already Caesar's heart,
conquered by your beauty,
beats with love for you,
and his whole will is yours to command.

CLEOPATRA
Let Ptolemy now, with malice in his heart,^
seek to gain the throne,
for the benign god of love
will award me the kingdom of my fathers.

No. 10 - Aria

Everything is possible to a lovely woman,
if she utters honeyed words
or casts an amorous glance.
Every shot pierces a breast,
if she who unleashes the arrow,
is without fault.

Everything is possible to a lovely woman, etc.

(They withdraw.)


SCENE VIII

No. 11 - Arioso

CORNELIA
Within your bosom, friendly marble,
lies buried my treasure.

Recitative

But why must Cornclia remain
forever despised and neglected?

CLEOPATRA
(Is that Conelia, the wife of Pompey?)

CORNELIA
Ah no! From these weapons
I will choose a blade,
and boldly against Ptolemy in his palace …

(immediately after Comelia takes a sword from the weapons, Sextus arrives.)
SEXTUS
Mother, stop What are you doing?

CORNELIA
Let me have this weapon:
I would take vengeance
upon the tyrant
who killed my husband.

SEXTUS
That vengeance belongs to Sextus alone.

(takes the sword from Cornelia)

CORNELIA
Sweet words from your dear lips!
In the dawn of your youth
you are so brave?

SEXTUS
I am Sextus,
and have inherited Pompey's spirit!

CORNELIA
A bold spirit, my son!
I will follow you courageously.

SEXTUS
But who, o God, will lead us
to the wicked king?

CLEOPATRA
(coming forward impetuously)
Cleopatra.

NIRENUS
(aside to Cleopatra)
Do not reveal yourself!

CLEOPATRA
And Lydia too, so that this miscreant shall fall.
They will be your shield and open the way to you.

CORNELIA
Gentle maiden, what prompts you
to offer yourself to help us today?

CLEOPATRA
The villainy of a tyrannical king and justice.
Under the name of Lydia
I serve Cleopatra;
if by virtue of your arm she ascends the throne,
you shall be rewarded and shall know what I am.

CORNELIA
Who shall be our escort?

CLEOPATRA
(indicating Nirenus)
This man, a faithful servant of the Queen,
can discreetly lead you to your great enterprise.

SEXTUS
He is no son who would not seek to avenge
his father's death.
I will arm myself, and Egypt's great tyrant
shall fall to the ground, felled by my death-blow.

No. 12 - Aria

Dear hope, you begin
to comfort my heart,
since heaven favours me
in avenging my wrongs.

Dear hope, you begin etc.

(Exeunt.)


SCENE IX
A hall in Ptolemy's palace

Recitative

PTOLEMY
Caesar, generous fortune
bestows scepters in sheaves
upon your mighty arm.

CAESAR
Ptolemy, before such grace
I cannot say which sheds the greater light,
the sun in heaven when it unlocks the doors of day,
or Ptolemy here on earth.
But know that every misdeed
obscures any bright light.

ACHILLAS
(to Ptolemy)
He insults you in your royal presence?
PTOLEMY
(Insolent Roman!)

CAESAR
(I know he understands me.)

PTOLEMY
These men you see will open to you
the royal apartments,
and will conduct you there.
(Villain, you have walked into the arms of death.)

CAESAR
(I perceive the guile concealed in that face.)

No. 14 - Aria

When intent on his prey,
the shrewd huntsman
moves silently and secretly.
And he who is intent on evil?doing
is not anxious for the deceit
in his heart to be seen.

When intent on his prey, etc.

Exit with attendants.


SCENE X
(Enter Cornelia and Sextus.)

Recitative

ACHILLAS
Sire, here with her son Sextus
is Cornelia.

PTOLEMY
(God of love, what beauty!)

CORNELIA
Ingrate, before the Romans
you beheaded that Pompey
who set the royal diadem
on your noble father's brow?

SEXTUS
Villain, I challenge you to single combat;
with my strong right arm
I will make it clear to this kingdom
that you shame the name of Ptolemy.

PTOLEMY
Ho there, guards!
Arrest these bold Romans.

ACHILLAS
Great lord, forgive
their blind fury!

PTOLEMY
Suffice it then for the present
that this babbling boy
be imprisoned in the palace.
(signalling to the guards)
She who with such assurance
disdains the respect
due to a reigning monarch
shall as punishment tend the flowers
in the garden of the seraglio.
(aside to Achillas)
I have reserved for you
your soul's fair tyrant.

ACHILLAS
How happy I am!

PTOLEMY
(How he deceives himself!)

(Exit with attendants.)

SCENE XI

Recitative

ACHILLAS
Cornelia, vour eyes
hold my heart prisoner.
If you will look with favour on m love
and agree to marry me,
you and your son shall be freed.

CORNELIA
Barbarian, a Roman woman
marry a vile Egyptian?

SEXTUS
She marry you?
Oh no! Sooner death …

ACHILLAS
Ho there! By the king's command
let this audacious youth straightway
be imprisoned within the palace.

CORNELIA
I too will follow
my beloved son, and remain with him.

ACHILLAS
You will stay here, and not expect
compassion for what you ask,
if first you do not take compassion on my love.

No. 15 - Aria

You are the heart of my heart,
you are my beloved. Do not be angry:
I seek for love in return for my love
and long for nothing but you.

You are the heart of my heart, etc.

(Exit.)


Recitative

SEXTUS
Mother!

CORNELIA
My, life!

SEXTUS
Farewell.

(As the guards try to lead Sextus away, Cornelia holds him by the arm.)

CORNELIA
Where, o where, inhuman monsters,
are you taking my very soul?
Wretches, let me at least give my dearest one,
my son, one last kiss. Ah, what sorrow!

No. 16 - Duet

CORNELIA and SEXTUS
I was born to weep,/ I was born to sigh,
and I will ever mourn
for my sweet comfort.
If fate betrays us,
no more can I hope
for days of tranquillity and happiness.

I was born to weep, etc.


ACT TWO

SCENE I
A pleasant cedar grove, with a view of Mount Parnassus and the Palace of Virtue

Recitative

CLEOPATRA
Nirenus, have you done what I asked of you?

NIRENUS
Your orders have been carried out.

CLEOPATRA
Has Caesar arrived at court?

NIRENUS
I myself conducted him,
and now he is turning his steps towards this spot.

CLEOPATRA
Tell me, is the proposed stage
all in readiness?

NIRENUS
The lofty palace sparkles
among the clouds.
But what is your plan?

CLEOPATRA
Love has put into my mind
a mad fancy:
I have decided, in disguise,
to make a prisoner of love
of the man who has won my heart.

NIRENUS
Will you reveal yourself to him?

CLEOPATRA
It is not yet time.

NIRENUS
What must I do?

CLEOPATRA
Wait for Caesar privately;
then guide him to these groves,
and thence again to my apartments,
and tell him that Lydia
will wait for him just before sunset
to inform him of what Ptolemy is plotting against him.

(Exit.)

SCENE II

Recitative

NIRENUS
Front Cleopatra love's followers
may learn craft and guile.

CAESAR
(entering)
Where, Nirenus, where is my fair one?

NIRENUS
In a little while, my lord,
Lydia will be coming to this spot.

Sinfonia and Recitative
(Beautiful music is heard from various instruments.)

CAESAR
Hush!

NIRENUS
What can it be?

Recitative

CAESAR
Heavens, from which of the spheres
descends this sweet music, which ravishes me?

NIRENUS
Only a heart of flint would not be moved.

Sinfonia
(Again music is heard. Parnassus opens, and "Virtue" is seen an a throne, attended by the nine Muses.)

Recitative

CAESAR
Julius, what do you see?
And when did the gods come down to earth,
so bathed in light?

No. 17 - Aria

CLEOPATRA
(dressed as Virtue)
I adore you, dear eyes,
darts of love,
your rays
rejoice my breast.
My sad heart,
which constantly calls you
its beloved,
begs you for merry.

Recitative

CAESAR
Jupiter in heaven
has no melody to rival so sweet a song.

CLEOPATRA
I adore you, dear eyes, etc.

Recitative

CAESAR
Fly, fly, my heart, to this sweet enchantment!
(As Caesar hurries towards Cleopatra, Parnassus closes, and the scene returns to its original appearance.)
But what?
The gods envy use my joy?

NIRENUS
My lord, you heard her. What think you of Lydia?

CAESAR
Does Lydia possess such charm?
Ah, since her tears penetrate my armour,
I perceive that such great beauty
fettersmy heart when she sings
and pierces it when she weeps.

NIRENUS
My lord, if love fires you,
do not distress yourself. No, no, Lydia is kind.
Indeed, if you are willing,
she awaits you now in her apartment.

CAESAR
Lydia desires me?

NIRENUS
And she will also
bring you to Cleopatra.

CAESAR
Lead me at once to the arms
of my beloved, there sweetly
to end my torments.

No. 18 - Aria

If in a pleasant flowery meadow
a songbird conceals itself
among the leaves and flowers,
its song sounds all the sweeter
to the ear.
So if lovely Lydia
lifts her voice in song,
with all the more delight
does she enchant
every heart.

If in a pleasant flowery meadow etc.

(Exit with Nirenus.)


SCENE III
The garden of the seraglio, next to an enclosure for wild animals

(Cornelia, with a small hoe in her hand, is cultivating the flowers.)


No. 19 - Arioso

CORNELIA
Ah weep, sad eyes;
for you no hope remains.

Recitative

ACHILLAS
(entering)
Fair one, do not weep!
Your fate will change its harsh course.

CORNELIA
One who is born to sorrow is forever weeping.

ACHILLAS
If you granted Achillas
consent to his love
it could free you from the hardship of servitude.

CORNELIA
Ah, never again say such things to me!

(makes as if to leave)

ACHILLAS
O God! Listen, where are you going?

CORNELIA
I flee so as to see you no more.

SCENE IV
(As Cornelia flees, she encounters Ptolemy, who seizes her by the hand.)

Recitative

PTOLEMY
Fair one, do not be so scornful!

CORNELIA
Let me be, wicked king!

ACHILLAS
Sire, I came here to soften
the heart of this cruel beauty I love.

PTOLEMY
Was she receptive to your words?

ACHILLAS
She continues to spurn me, and I am in despair.

PTOLEMY
(Heavens, I breathe again!)
Fair one, end your disdain!
(to Achillas, drawing him aside)
Well, my friend?

ACHILLAS
My lord, this day you shall see
Caesar lifeless on the ground,
your majesty avenged, and yourself sole ruler.

PTOLEMY
Go then, fulfil your words, and hope:
as reward you shall have your heartless beauty.
(He must be mad to believe that!)

No. 20 - Aria

ACHILLAS
(to Come/ia)
If you are not heartless to me,
my heart will always
be faithful to you;
but if you remain pitiless
and do not change your tone to me,
then expect only harshness.

If you are not heartless to me, etc.

(Exit.)


Recitative

PTOLEMY
Fair one, do you so detest
one who seeks your love?

CORNELlA
A traitor
is unworthy to be loved.

PTOLEMY
So harsh?
But if a king sought you?

CORNELlA
I should become a fury to affright his heart.

PTOLEMY
Is it possible that in that face
there is no room for pity? That in that bosom …

(He stretches his right hand towards Cornelia's breast; she recoils from him.)

CORNELlA
Bridle your mad passion,
the urge of our lust;
remember that I am Cornelia, and a Roman.

(Exit.)

PTOLEMY
You resist a king? Stubborn woman,
I will use force if my pleas are unavailing,
and will tear from you what you now deny me.

No. 21 - Aria

You are so pitiless, your resistance
rouses hatred in my breast.
Since you spurn this heart,
false one, you shall feel my venom!
You are so pitiless, your resistance etc.

(Exit.)


SCENE V

Recitative

CORNELlA
Come, why hesitate? Now the lecher has gone
let a bold courage save my honour;
I will throw myself from these high walls
into the jaws of the wild beasts,
to become their prey;
death holds no terror for a courageous spirit!
Farewell Rome! Farewell Sextus! I hasten to my death.

SEXTUS
(entering)
Wait! What are you doing?

CORNELlA
Who holds me back?

SEXTUS
Mother!

CORNELIA
Mother? What do I hear?
Sextus, my son, my dear!
How did you get here?

SEXTUS
To save you from the lecherous king
I came here secretly
with Nirenus as escort.

CORNELlA
Too certain is the danger
to which you expose yourself, my son.

SEXTUS
One intent on vengeance, mother,
cares not for life.
Either Sextus or the tyrant shall fall.

SCENE VI

Recitative

NIRENUS
(entering)
Cornelia, unhappy tidings.
The king commands me to lead you
to join his concubines.

CORNELlA
O heavens!

SEXTUS
Ye gods, What do I hear?

NIRENUS
Do not lose heart;
Prolemy has never suspected me;
both of you come to where the tyrant king
takes his pleasure with his wantons;
there, Sextus, in hiding, will have
great revenge within his power;
alone and unatrmed,
he cannot defend himself.

SEXTUS
Great is our debt to you.

CORNELIA
May heaven favour so just an enterprise!

No. 22 - Aria

An end now to sighing!
Heaven is not always incensed
against the wretched: it grants revenge,
however belatedly.
The pilot, if the sea is angry,
never gives up hope,
and as a consequence
his perseverance assures his safety.

An end now to sighing! etc.

(Exit with Nirenus.)


Recitative

SEXTUS
He is no son who would not seek
to avenge the murder of his father.
Come then, stout spirit,
prepare yourself for vengeance;
before you die, bring death to another!

No. 23 - Aria

The angered snake never rests
until it has spilled its poison
into its tormentor's blood.
So my soul cannot dare
to call itself noble or great
till it has torn out that evil heart.

The angered snake never rests etc.

(Exit.)


SCENE VII
A pleasure garden

No. 24 - Aria

CLEOPATRA
Beauteous Venus,
lend me for a while,
I beg,
all the graces
of the god of love.
You can ensure
that my looks
enamour
a royal heart.

Beauteous Venus, etc.

(feigns sleep)


Recitative

CAESAR
(entering)
Ye gods, what do I see? My fairest one asleep?
Beautiful Lydia, beloved,
if some spark of that fire burning
in my bosom could pierce your heart,
you could well expect of fate
perhaps one day
to be my wife and consort.

CLEOPATRA
(arising)
Your wife? I shall love you till I die.

CAESAR
Indeed?

CLEOPATRA
What perturbs you?

CAESAR
A serving?girl to Cleopatra
aspires so high?

CLEOPAIRA
Caesar, do not be angry!
Since you dislike me awake, and you have
to love me, I will go to sleep again.

(returning to her former position)

SCENE VIII

Recitative

CURIUS
(enters with a sword in his hand)
Caesar, you are betrayed.

CAESAR
I betrayed?

(brandishing his sword)

CLEOPATRA
What do I hear?
CURIUS
My lord, as I awaited you
in your apartments, I heard a noise
reverberating of people and of swords,
and a voice crying: "Caesar shall die!"
And at once I flew to you to give you warning.

CAESAR
So perfidy reigns then in Egypt?
Fair one, remain here;
these shores are unpropitious to us.

CLEOPATRA
Stay, do not leave me, or I must die.

CAESAR
Let me go, Lydia!

CLEOPATRA
What Lydia?
I will rush into combat. In your defence
Cleopatra would descend to the abyss
of Hades itself. (Alas! What have I said?)

CAESAR
Cleopatra?

CLEOPATRA
Yes.

CAESAR
Where is she?

CLEOPATRA
Caesar, turn the light
of your eyes, which I love,
on me and nowhere else:
I am Cleopatra, and no longer the disguised Lydia.

CAESAR
You are Cleopatra?

CLEOPATRA
My royal appearance
will soon cause
the conspirators' bold temerity to falter;
return your sword to its scabbard, my lord!

(Exit.)

CAESAR
Curius, I am turned to stone
by these strange happenings.

CURIUS
I am amazed.

CAESAR
What do I hear?
Lydia is Cleopatra? And I slighted her? Ye gods!

CLEOPATRA
(returning in haste)
Fly, Caesar, fly!
The conspirators are rushing
from your rooms in the palace to this fountain.

CAESAR
What! Not even Cleopatra could restrain
such treacherous daring?

CLEOPATRA
The royal purple
is not sufficient shield against treachery.

CAESAR
Let them come, I am not afraid.
Caesar has never known the meaning of fear.

CLEOPATRA
O heavens! You break my heart.
Save yourself, my dearest! Fly, Caesar!

No. 25 - Aria and Chorus

CAESAR
Amid the flashing of arms
this warrior's heart
will wreak vengeance.
My dauntless right arm
shall not be weakened
by the one who gives it strength.

Amid the flashing of arms etc.

(Exit with Curius.)


CONSPIRATORS
Death to Caesar!

No. 26 - Accompanied Recitative

CLEOPATRA
What do I hear? O God! Cleopatra will die too.
Ignoble spirit, what are you saying?
Ah hush! To revenge myself
in battle, I will have
the features of Bellona, the heart of Mars.
Meantime, ye gods who reign in heaven,
protect my love!
For he is the comfort and hope of my heart.

No. 27 - Aria

Just heaven, if for me
you feel no pity, I shall die.
Grant peace to my torments,
or my soul will perish.

Just heaven, if for me etc.

SCENE IX
A room in the seraglio

No. 28 - Aria and Recitative

PTOLEMY
Beauteous goddesses of my heart,
all heaven is in your faces.
Heaven has no greater splendour
than that within your starry eyes.
This is a peaceful abode
where I can lay aside my sword.
(placing his sword on a table)
How useless an ornament now
is this fierce weapon in the field of love!

CORNELIA
(O God! What will become of me?)

PTOLEMY
But Cornelia is here?
Take this white linen.
According to my custom,
it designates the one I destine
for the royal bed, for my nocturnal pleasure.

(Cornelta takes the kerchief and throws it down indignantly.)

SEXTUS
(entering)
(Now is the moment to strike! The same sword
that killed nay father shall run the villain through.)

(As Sextus is in the act of taking Ptolemy's sword, he is surprised by Achillas, who enters in haste and snatches it.)

SCENE X

Recitative

ACHILLAS
Sire, take your sword!

PTOLEMY
What is happening?

SEXTUS
(Cruel stars!)

ACHILLAS
Arm yourself: this is no time
for amorous dalliance;
leave the courts of Venus and hasten to those of Mars!

PTOLEMY
What hostile fortune …?

ACHILLAS
As I was seeking Caesar's destruction
he hurled himself upon us,
but our numbers finally prevailed
against his single strength;
he fled with Curius, and from a high balcony
suddenly leaped into the sea,
and in a moment I saw
Curius in the water, and Caesar already dead.

CORNELIA
(Caesar dead?)

SEXTUS
(O ye gods!)

ACHILLAS
Then Cleopatra
hurried to the Roman camp, and with the trumpets sounding warlike calls
to avenge Caesar now rushes with her men
in arms against your camp.

PTOLEMY
I do not fear
the fury of a feeble woman.

ACHILLAS
It remains only for you
to grant me her
for wife as reward for my pains.

PTOLEMY
Rash man! Do you claim a beauty
without equal as recompense for a betrayal?

ACHILLAS
Sire …

PTOLEMY
Silence! Leave me!
I am king, and know how best to reward you.

ACHILLAS
Is this the thanks I receive for my services?

PTOLEMY
How now!

ACHILLAS
(Fidelity is not due to one who is faithless.)

(Exit.)

PTOLEMY
Let all retire;
after a brief stay
I will return to you victorious.

(Exit with his favourites.)

SCENE XI

Recitative

SEXTUS
Now hopes of revenge
are utterly lost!
Sword, I see you powerless:
to avoid further suffering I seek death from you.

(draws his sword to kill himself

CORNELlA
Wait! What are you doing? If fate perversely
foils your plan, vain is your despair, Sextus.

SEXTUS
Now that Caesar is lost,
what more can we hope for?

CORNELlA
Courage! Be bold!
Nirenus already shows you the way.
Go to the camp:
there you will find the inhuman tyrant,
and, strong in spirit, you then can show him
that you know how to meet death fearlessly.

(Exit.)

SEXTUS
I will secretly
dog the tyrant's every step
until, to his cost,
I ensure that the killer of the father
falls lifeless by the hand of the son.

No. 29 - Aria

The cruel tyrant
does not deserve
to draw the air he breathes.
His stony heart
arouses my wrath,
which his death alone can placate.

The cruel tyrant etc.


ACT THREE

SCENE I
A wood near the city of Alexandria

Recitative

ACHILLAS
This is how I am rewarded
for my long service and my loyalty?
Churlish king! Before long you will rue
having affronted me. Let us,
valiant champions, go forth to Cleopatra
and offer her our ensigns and our hearts,
and let our valour make amends for our delay.

No. 30 - Aria

By this bright sword
I intend to humble
and bring down that wicked heart.
One who valorously defended
his kingdom should not have
to suffer his insults.

By this bright sword etc.

(Exit.)


SCENE II

Sinfonia
(To the sound of warlike music there follows a battle between the soldiers of Cleopatra and of Ptolemy, in which the latter are victorious. At the end of the music, Ptolemy enters with Cleopatra as prisoner)

Recitative

PTOLEMY
You are defeated, brought down
by the flashing of my royal sword.

CLEOPATRA
Ptolemy did not defeat me:
it was betrayal
by that blind fate which protects you,
faithless, lawless, dishonourable tyrant.

PTOLEMY
Enough Such effrontery
instead of the respect due to a victor?
(to the guards)
Put her in chains.

(A guard puts Cleopatra in chains.)

CLEOPATRA
Cruel villain! The gods will punish you.

PTOLEMY
Conduct her, whom as her brother
I hate and despise, to the palace;
there it is my wish that, in atonement for her defiance,
she shall worship me on her knees before my throne.

No. 31 - Aria

I shall tame your pride,
which abhors and scorns my throne,
and shall see you humbled.
Like rebellious Icarus
you sought to rise above the stars,
but I will clip your wings.

I shall tame your pride, etc.

(Exit.)


SCENE III

Recitative

CLEOPATRA
Can I thus its a single day
lose all my power and splendour?
Ah, grievous fate!
Caesar, my divinity, is perhaps dead;
Cornelia and Sextus have been unarmed
and can give me no help.
O God! No hope is left in my life.

No. 32 - Aria

I will lament my lot,
so harsh arid cruel,
as long as I have breath in my body.
But when I am dead my ghost
will haunt the tyrant on all sides
by night and day.

I will lament my lot, etc.

(Exit with guards.)


SCENE IV

No. 33 - Accompanied Recitative and Aria

CAESAR
From the perilous billows
My benevolent fate
has brought me safe to shore.
The destiny of heaven
has not yet severed the thread of my life!
But where shall I go? And who will help me?
Where are my troops?
Where are the legions
who opened the way to so many of my victories?
Must the conqueror of the world
wander alone on these deserted sands?

Ye breezes, in pity
blow upon my breast
to give comfort, O God,
to my grief.
Tell me, where is
the idol of my breast,
and what is
my heart's beloved doing?
But all around I see
the hapless sands strewn
with weapons and the dead,
which cannot but be signs of foreboding.

Ye breezes, in pity etc.

(Enter Sextus and Nirenus in an armour and with visor lowered.)


Recitative

SEXTUS
In vain I seek for PtoIemy to take my revenge;
but my perverse destiny hides him from me.

ACHILLAS
(on the edge of the shore, lying mortally wounded)
O fate, You have won!

SEXTUS
What feeble voice was that?

ACHILLAS
O stars, you have won!

CAESAR
(Two warriors? In concealment
I will listen to the sound
of their voices, and discover who they are.)

(he withdraws.)

NIRENUS
(to Sextus)
This is Achillas, wounded in the chest.

CAESAR
(Achillas! Is he dying?)

NIRENUS
(to Achillas)
A friend is here!

ACHILLAS
(to Nirenus)
O unknown warrior
who pronounces my name
in the accents of a friend,
should it ever come to pass
that fate should one day permit you
to speak to lovely Cornelia, to the beauty of Rome,
tell her that Achillas, who counselled
the death of great Pompey …

SEXTUS
(Ah, scoundrel!)

CAESAR
(Ah, villain!)

ACHILLAS
… so as to gain her as wife,
arranged the conspiracy against Caesar …

SEXTUS
(Ah, traitor!)

CAESAR
(Criminal!)

ACHILLAS
… and alone from his desire to revenge himself
one day on King Ptolemy, it happened that this night
he gave up the ghost in battle.
Take this seal;
in a nearby cave
are a hundred armed warriors
ready to obey this sign;
with these you can penetrate
the underground passage into the palace
and soon snatch Cornelia from the villain;
with your help I shall die revenged.

(He gives the seal to Sextus and dies.)

NIRENUS
The villain has given up the ghost.

SEXTUS
Then throw
the traitor's vile corpse
into the water.

SCENE V

Recitative

CAESAR
(appearing and seizing the seal from Sextus)
Give me that seal!
SEXTUS
(raising his visor)
Ye gods!

CAESAR
What do I see?

SEXTUS
My, lord!

CAESAR
Sextus, you?

SEXTUS
But how, Caesar, did you escape your fate,
alive and unharmed?

CAESAR
I reached the shore, swimming through the waves.
Do not be anxious; I will go to the palace
and with this seal effect an entrance.
Nirenus will follow me with you,
and I will either rescue
Cornelia and Cleopatra or die.

No. 34 - Aria

The cascade rushing down the mountainside
sweeps away, all in its path.
So anyone opposing me
shall be swept aside by my sword.

The cascade rushing down the mountainside etc.

(Exit.)


SCENE VI

Recitative

SEXTUS
We can take hope again, if Caesar is alive.

NIRENUS
Follow his steps, Sextus.

SEXTUS
Achillas dead? Then heaven has in fact begun
to wreak my vengeance;
my heart tells me that
this longed?for satisfaction will be mine.

No. 35 - Aria

Justice now has in its bow
arrows ready for vengeance
with which to punish a traitor.
The longer delayed is the arrow,
the harsher is the retribution
which awaits his wicked heart.

Justice now has in its bow etc.

(Exit with Nirenus.)


SCENE VII
Cleopatra's apartment

No. 36 - Accompanied Recitative

CLEOPATRA
(among her weeping maidens)
You who once were my faithful handmaidens
now weep in vain, for you are mine no longer.
My barbarous brother,
who deprived me of the kingdom,
takes you from me, and will take from me my life.
(The sound of arms is heard in the distance.)
But what is this noise of arms?
Alas yes! You are no longer mine,
and now you shall see Cleopatra suffer death.

Recitative

CAESAR
(entering with drawn sword and accompanied by soldiers)
I have forced the gates to save you, beloved.

CLEOPATRA
Is this Caesar or his ghost?

CAESAR
(to the guards)
Ho there, guards! Away,
base servants of a pitiless tyrant!
Caesar commandsyou: obey him at once!

(the guards leave.)

CLEOPATRA
Ah! I recognize you,
my dearest treasure,
by the valour of your, arm!
No, beloved Caesar, you are not a ghost.

(rushing into his arms)

CAESAR
Dearest! I clasp you to my breast;
our fate has changed its course.

CLEOPATRA
How comes it that you are safe?

CAESAR
There will be time enough to reveal to you
all the unknown story of my survival.
But you are free; meanwhile go to the port
and reassemble the scattered troops;
there you will see me again;
Mars calls me to a total campaign for this soil
To conquer, not Egypt but the world,
the daring of this heart alone is sufficient.

(Exit with the soldiers.)

No. 37 - Aria

CLEOPATRA
When a ship, ras aged by storms,
comes safely into harbour,
there is no more to be desired.
So now that my heart finds comfort
after its suffering and tears,
my soul regains its happiness.

When a ship, ravaged by storms, etc.

SCENE VIII
The royal hall

Recitative

PTOLEMY
Cornelia, the time has come to take pity
on a king who languishes for you.

CORNELlA
You hope in vain for me to weaken.
How can I forget my dead husband?

PTOLEMY
The ruler of Egypt offers you another:
dear one, I hold you in my arms.
(tries to embrace her)

CORNELlA
Away from me, base wretch,
and recall that Cornelia is a Roman.

PTOLEMY
I have nothing more to fear; Caesar dead,
Cleopatra humbled, now I follow
only my own desires.

(tries again to accost her)

CORNELlA
If you fear no one,
fear this blade,
which is ready for me alone to take revenge
for my dead husband!

(She draws a dagger from her garment. As she is about to make an attack on PtoIemy's life, Sextus rushes in with a naked sword in his hand.)

SCENE IX

Recitative

SEXTUS
Wait, mother!
Leave the tyrant to me!

PTOLEMY
(unsheathing his sword)
I am betrayed, o gods!

SEXTUS
Know this, perfidious monster, and for your disquiet:
the gods preserved Caesar safe
and unharmed from treachery,
and he freed Cleopatra from her unjust chains;
he is coming here; I have preceded him,
and now demand that blood owed to Sextus!

PTOLEMY
You will very soon rue your mad rashness.

(They fight. Ptolemy is wounded and falls dead.)

CORNELIA
Now indeed I see in you great Pompey 's son,
and clasp you to my breast.

SEXTUS
There lies the tyrant, dead;
now indeed, father, though vanquished you are the victor.

(Exit.)

No. 38 - Aria

CORNELIA
My soul, now avenged,
has no more to fear:
now it can he happy;
I start to breathe again.
Now may all im torment
be changed to pleasure,
for lamenting is not needful
if heaven restores my hopes.

My soul, now avenged, etc.

(Exit.)


FINAL SCENE
The port of Alexandria

Sinfonia
(Enter Caesar, Cleopatra and a following of Egyptians with trumpets and drums.
After the opening music, Curius and Nirenus enter, then Sextus and Cornelia, with a page carrying Ptolemy's sceptre and crown.)


Recitative

NIRENUS
(to Caesar)
Curius is the victor here, Egypt is yours;
in these shores by the sea
all acclaim Caesar
as lord of the world and Roman emperor.

CAESAR
(to Nirenus)
For his faithful service
Nirenus shall be suitably rewarded:
(to Curius)
Curius, the valour of your strong right ar
is already famous.
But you, Cornelia?

SEXTUS
(kneels)
My lord, here at your feet
is the son of Cornelia and Pompey:
he has avenged the stain
of that dreadful treachery with his sword,
and bereft Ptolemy of his soul and his lifeblood.

CAESAR
Is Ptolemy dead?

CORNELIA
Had Sextus not quickly
sprung to my defence,
Cornelia's honour would have been in danger.

CAESAR
To avenge a father
is a son's duty:
arise, Sextus, I embrace you as a friend.

SEXTUS
To you I will give all my loyalty

(They embrace.)

CORNELIA
Here are the royal symbols
of the dead tyrant; I give them to you.

(She gives Ptolemy's crown and sceptre to Caesar.)

CAESAR
Most lovely Cleopatra, that diadem
which you see awaits you:
with it I deck your hair.
As Queen of Egypt you will give order
to the people and law to the throne.

CLEOPATRA
Caesar, this kingdom is your gift alone;
as a tributary queen
I will revere the Emperor of Rome.

CAESAR
(Love, who ever saw more beautiful hair?)

No. 39 - Duet

CLEOPATRA and CAESAR
My dear!/My fair one! More lovable beauty
will never be found
than in your face.
Neither love nor fidelity
apart from me/you
will ever shine in you/me.

My dear!/My fair one! More lovable beauty etc.

Recitative

CAESAR
Let Egypt now
in more tranquil state
enjoy its first liberty.
It is Caesar's wish that fame shall spread
the great name of Rome from one pole to the other.

No. 40 - Chorus and Duet

CHORUS OF EGYPTIANS
Let fair joy and pleasure
now return within our hearts;
our breasts are relieved of all sorrow
and we may rejoice once again.

CLEOPATRA and CAESAR
Sweet content will fill my, breast
if you will always be true to me.
Thus bitter grief has left my heart,
and only love for you, constancy and faith remain.


CHORUS OF EGYPTIANS
Let fair joy and pleasure etc.

Translation: Lionel Salter

PERSONAGGI
?Romani:?
GIULIO CESARE, primo imperatore de' Romani (Contralto)?
CURIO, tribuno di Roma (Basso)?
CORNELIA, moglie di Pompeo (Contralto)?
SESTO, figlio di Pompeo e Cornelia (Soprano)??

Egizii:?
CLEOPATRA, regina d'Egitto (Soprano)?
TOLOMEO, re d d'Egitto, fratello di Cleopatra (Contralto)?
ACHILLA, duce generali dell'armi e consigliere di Tolomeo (Basso)?
NIRENO, confidente di Cleopatra (Contralto)??

CORO?
Seguito di Romani, seguito di Egizii, damigelle egizie, guardie?, le nove Muse, favorite di Tolomeo, soldati egiziani, soldati romani, un paggio

LUOGO?
Egitto (Alessandria e dintorni)

EPOCA?
Anno 48 a. C.




ATTO PRIMO?
Campagna d'Egitto con antico ponte sopra un ramo del Nilo??

Ouverture

SCENA PRIMA?
Cesare, Curio, seguito (Cesare e Curio passano il ponte con il seguito)??

No. 1 - Coro??

SEGUITO?
Viva, viva il nostro Alcide!
?Goda il Nilo di questo dì!?
Ogni spiaggia per lui ride,
?ogni affanno già spari.??

No. 2 - Aria??

CESARE
?Presti ormai l'egizia terra?
le sue palme al vincitor!??

Recitativo??

CESARE?
Curio, Cesare venne, e vide e vinse;?
già sconfitto Pompeo invan ricorre?
per rinforzar de' suoi guerrier lo stuolo
?d'Egitto al re.??

CURIO?
Tu qui, signor, giungesti
?a tempo appunto, a prevenir le trame.?
Ma chi ver' noi sen' viene?

?SCENA SECONDA
?I detti, Cornelia, Sesto?
(Cornelia e Sesto entrano)??


CESARE?
Questa è Cornelia.??

CURIO?
Oh sorte,?
del nemico Pompeo l'alta consorte?
?Cesare, a questa un tempo?
sacrai la libertade.??

CORNELIA?
Signor, Roma è già tua. Teco han gli dei?
oggi diviso il regno, ed è lor legge?
che del grand'orbe al pondo?
Giove regoli il ciel, Cesare il mondo.

??CESARE?
Da Cesare che chiedi,
?gran germe de' Scipioni, alta Cornelia???

CORNELIA
?Dà pace all'armi!??

SESTO
?Dona l'asta al tempio,?
ozio al fianco,?
ozio alla destra.??

CESARE?
Virtù de' grandi è il perdonar le offese.?
Venga Pompeo, Cesare abbracci, e resti
?l'ardor di Marte estinto:
?sia vincitor del vincitore il vinto.

?SCENA TERZA
?I detti, Achilla (con stuolo di Egizii)?
Achilla entra con stuolo di Egizii che portano aurei bacili??


ACHILLA
?La reggia Tolomeo t'offre in albergo,
?eccelso eroe, per tuo riposo, e in dono?
quanto può donare un tributario trono.

??CESARE?
Ciò che di Tolomeo
?offre l'alma regal Cesare aggrada.

??ACHILLA?
Acciò l'Italia ad adorarti impari,
?in pegno d'amistade e di sua fede?
questa del gran Pompeo superba testa?
di base al regal trono offre al tuo piede.

??Uno degli Egizii svela un bacile, sopra il quale sta il capo tronco di Pompeo??

CESARE
Giulio, che miri???

SESTO
?Oh dio, che veggio???

CORNELIA
?Ahi lassa!?
Consorte! Mio tesoro!

??CURIO?
Grand'ardir!??

CORNELIA?
Tolomeo,?
Barbaro traditor! Io manco, io moro...?
si sviene

??CESARE
?Curio, su, porgi aita?
a Cornelia, che langue!?
piange??

CURIO?
Che scorgo? Oh stelle!
Il mio bel sole esangue!??

ACHILLA?
da sé?
(Questa Cornelia? Oh, che beltà!
?Che volto!)??

SESTO
?Padre, Pompeo! mia genitrice! Oh dio!??

CESARE?
Per dar urna sublime
?al suo cenere illustre,
?serbato sia il nobil teschio.??

ACHILLA?
Oh dei!??

CESARE?
Ad Achilla?
E tu involati, parti! Al tuo signore
?di che l'opre de' regi,?
sian di ben o di mal, son sempre esempio.??

SESTO
?Che non è re, chi è re fellon,?
che è un empio.??

ACHILLA?
Cesare, frena l'ire...??

CESARE?
Vanne! Verrò alla reggia,
?pria ch'oggi il sole a tramontar si veggia.??

No. 3 - Aria

??CESARE
?Empio, dirò, tu sei,?
togliti a gli occhi miei,?
sei tutto crudeltà.?
Non è da re quel cuor,
?che donasi al rigor,
?che in sen non ha pietà.

??parte con seguito; parte Achilla con stuolo di Egizii

?SCENA QUARTA?
Curio, Sesto, Cornelia??

Recitativo??

CURIO?
Già torna in se'.??

SESTO?
Madre!??

CURIO?
Cornelia!??

CORNELIA?
che ritorna in se'?
Oh stelle!?
Ed ancor vivo? Ah! tolga
?quest'omicida acciaro
?il cor, l'alma al sen.??

vuol rapire la spada dal fianco di Sesto per?isvenarsi, e Curio la frastorna??

CURIO?
Ferma! Invan tenti?
tinger di sangue in quelle nevi il ferro.?
Curio, che ancor t'adora,?
e sposa ti desia, se pur t'aggrada,?
vendicarti saprà con la sua spada.??

CORNELIA?
Sposa a te?

??CURIO
?Sì.??

CORNELIA
?Ammutisci!

??SESTO?
Tu nemico a Pompeo, e tanto ardisci?

??CURIO
?Cornelia, se m'aborri,?
m'involerò al tuo aspetto;?
sol per non molestarti,?
giurerà questo cor di non amarti.??

parte??

SESTO
?Madre!??

CORNELIA
?Viscere mie!

??SESTO?
Or che farem tra le cesaree squadre,
?tu senza il caro sposo, io senza il padre???

No. 4 - Aria

??CORNELIA
?Priva son d'ogni conforto,?
e pur speme di morire?
per me misera non v'è.?
Il mio cor, da pene assorto,?
è già stanco di soffrire,?
e morir si niega a me.

??parte??

Recitativo

??SESTO?
Vani sono i lamenti;?
è tempo, o Sesto, ormai
?di vendicar il padre;?
si svegli alla vendetta?
l'anima neghittosa,
?che offesa da un tiranno invan riposa.??

Nr. 5 - Aria??

SESTO
?Svegliatevi nel core,?
furie d'un alma offesa,
?a far d'un traditor?
aspra vendetta!?
L'ombra del genitore
?accorre a mia difesa,
?e dice: a te il rigor,?
Figlio si aspetta.??

parte

Cambiamento?
Gabinetto di Cleopatra

SCENA QUINTA
?Cleopatra (con seguito di damigelle egizie),?
poi Nireno, dopo Tolomeo (con guardie)??


Recitativo??

CLEOPATRA?
Regni Cleopatra; ed al mio seggio intorno
?popolo adorator arabo e siro?
su questo crin la sacra benda adori;?
su, che di voi, miei fidi,
?ha petto e cor di sollevarmi al trono,?
giuri su questa destra eterna fede.??

NIRENO?
entra?
Regina, infausti eventi!??

CLEOPATRA?
Che fia? che tardi?

??NIRENO
?Troncar fe' Tolomeo
?il capo...

??CLEOPATRA
?Ohimè! di chi???

NIRENO?
... del gran Pompeo.

??CLEOPATRA
?Stelle! costui che apporta???

NIRENO?Per stabilirsi al soglio?
a Cesare mandò fra' doni involto...??

CLEOPATRA?
Che gli mandò???

NIRENO
?... l'esanimato volto.

??CLEOPATRA?
Su, partite, miei fidi,
?parte seguito?
a Nireno
?E tu qui resta;
?alle cesaree tende
?son risolta portarmi, e tu, Nireno
?Mi servirai da scorta.??

NIRENO?
Cosa dirà Tolomeo?

??CLEOPATRA
?Non paventar; col guardo
?meglio ch'egli non fece
?col capo di Pompeo,
?Cesare obbligherò;
?invan aspira al trono,
?egli è il germano, e la regina io sono.

??TOLOMEO?
entra con guardie?
Tu di regnar pretendi,?
donna superba e altera???

CLEOPATRA
?Io ciò ch'è mio contendo; e la corona
?dovuta alla mia fronte?
giustamente pretendo.??

TOLOMEO?
Vanne, e torna omai, folle,
?a qual di donna è l'uso,
?di scettro invece a trattar l'ago e il fuso!??

CLEOPATRA
?Anzi tu pur, effeminato amante,?
va dell'età sui primi albori,
?di regno invece a coltivar gli amori!??

No. 6 - Aria??

CLEOPATRA?
Non disperar, chi sa??
se al regno non l'avrai,
?avrai sorte in amor.?
Mirando una beltà
?in essa troverai
?a consolar un cor.

?parte con Nireno

?SCENA SESTA?
Tolomeo (con guardie), Achilla??

Recitativo??

ACHILLA?
entra?
Sire, Signor!??

TOLOMEO
?Achilla!?
Come fu il capo tronco
?da Cesare gradito?

??ACHILLA
?Sdegnò l'opra.??

TOLOMEO?
Che sento???

ACHILLA
?T'accusò d'inesperto e troppo ardito.

??TOLOMEO
?Tant'osa un vil Romano???

ACHILLA
?Il mio consiglio
?apprendi, oh Tolomeo!?
Verrà Cesare in corte; e in tua vendetta
?cada costui, come cadde Pompeo.??

TOLOMEO
?Chi condurrà l'impresa?

??ACHILLA
?Io ti prometto
?darti estinto il superbo al regio piede,
?se di Pompeo la moglie?
in premio a me il tuo voler concede.??

TOLOMEO?
E' costei tanto vaga???

ACHILLA?
Lega col crine. E col bel volto impiaga.??

TOLOMEO?
Amico, il tuo consiglio è la mia stella;
?vanne, pensa e poi torna.?
parte Achilla?
Muora Cesare, muora, e il capo altero
?sia del mio piè sostegno.?
Roma, oppressa da lui, libera vada,
?e fermezza al mio regno
?sia la morte di lui più che la spada.

??No. 7 - Aria??

TOLOMEO
?L'empio, sleale, indegno?
vorria rapirmi il regno,
?e disturbar così
?la pace mia.?
Ma perda pur la vita,
?prima che in me tradita?
dall'avido suo cor
?la fede sia!

Cambiamento?
Quartieri nel campo di Cesare con l'urna nel mezzo, ove sono le ceneri del capo di Pompeo,?sopra eminente cumulo di trofei

SCENA SETTIMA
?Cesare, poi Curio, Cleopatra (nelle vesti di Lidia), Nireno

??No. 8 - Recitativo accompagnato

??CESARE?
Alma del gran Pompeo,
?che al cenere suo d'intorno
?invisibil t'aggiri,
?fur'ombre i tuoi trofei,
?ombra la tua grandezza, e un'ombra sei.?
Così termina al fine il fasto umano.?
Ieri che vivo occupò un mondo in guerra,
?oggi risolto in polve un'urna serra.?
Tal di ciascuno, ahi lasso!
?il principio è di terra, e il fine è un sasso,
?Misera vita! oh, quanto è fral tuo stato!
?Ti forma un soffio, e ti distrugge un fiato.??

Recitativo

??CURIO
?entra, introduce Cleopatra e Nireno?
Qui nobile donzella?
chiede chinarsi al Cesare di Roma.??

CESARE?
Se n' venga pur.

??CLEOPATRA
?Tra stuol di damigelle
?io servo a Cleopatra,
?Lidia m'appello, e sotto il ciel d'Egitto
?di nobil sangue nata;?
ma Tolomeo mi toglie,
?barbaro usurpator, la mia fortuna.??

CESARE?
da se'
?(Quanta bellezza un sol sembiante aduna!)?
Tolomeo sì tiranno???

CURIO?
da se'?
(Se Cornelia mi sprezza,
?oggi a Lidia rivolto?
collocherò quest'alma in sì bel volto).??

CLEOPATRA
?s'inginocchia avanti Cesare e dice piangendo
?Avanti al tuo cospetto, avanti a Roma,?
mesta, afflitta e piangente?
chieggio giustizia.??

CESARE?
da se'?
(Oh dio! che innamora!)
leva da terra Cleopatra
Sfortunata donzella, in breve d'ora?
deggio portarmi in corte,?
oggi colà stabilirò tua sorte.?
da se'?
(Che bel crin!)??

CURIO?
da se'?
(Che bel sen!)

??CLEOPATRA?
Signor, i tuoi favori?
legan quest'alma.??

CESARE?
E la tua chioma i cori.

??No. 9 – Aria??

CESARE
?Non è sì vago e bello
?il fior nel prato,?
quant'è vago e gentile
?il tuo bel volto.?
D'un fiore il pregio a quello
?solo vien dato,?
ma tutto un vago aprile?
è in te raccolto.?

parte con Curio??

Recitativo??

NIRENO?
Cleopatra, vincesti;
?già di Cesare il core
?tributario al tuo volto amor ti rende,
?e tutto il suo voler da te dipende.

??CLEOPATRA?
Cerchi pur Tolomeo con empietà
?di cor le vie del trono,
?che a me d'avito regno
?farà il Nume d'amor benigno dono.??

No. 10 - Aria??

CLEOPATRA
?Tutto può donna vezzosa,
?se amorosa?
scioglie il labbro, o gira il guardo.?
Ogni colpo piaga un petto,?
se difetto?
non v'ha quel che scocca il dardo.

??mentre Cleopatra vuol partire, vien ritenuta da Nireno??

Recitativo

??NIRENO?
Ferma, Cleopatra, osserva,?
qual femmina dolente?
con grave passo e lacrimoso ciglio?
quivi si porta.

??CLEOPATRA?
Al portamento, al volto
?donna volgar non sembra;?
osserviamo in disparte?
la cagion del suo dolo.

??si ritirano

SCENA OTTAVA
?Cleopatra (nelle vesti di Lidia) e Nireno in disparte, Cornelia, poi Sesto??

No. 11 – Aria??

CORNELIA?
entra?
Nel tuo seno, amico sasso
?sta sepolto il mio tesoro.??

Recitativo??

CORNELIA?
Ma che! vile e negletta?
sempre starai, Cornelia???

CLEOPATRA?
da se'?
(E' Cornelia, costei,?
la moglie di Pompeo?)??

CORNELIA?
Ah no! tra questi arnesi
?un ferro sceglierò, con mano ardita?
contro il Tolomeo dentro la reggia...??

Non sì tosto Cornelia ha preso una spada fuori?degli arnesi di guerra che Sesto sopraggiunge??

SESTO
?Madre, ferma; che fai?

??CORNELIA
?Lascia quest'armi:
?voglio contro il tiranno
?uccisor del mio sposo,
?tentar la mia vendetta.??

SESTO?
Questa vendetta a Sesto sol si aspetta.?
toglie la spada a Cornelia??

CORNELIA?
Oh dolci accenti! oh care labbra! dunque
?sull'alba de' tuoi giorni
?hai tanto cor???

SESTO?
Son Sesto, e di Pompeo?
erede son dell'alma!??

CORNELIA?
Animo, oh figlio, ardire!
Io coraggiosa?ti seguirò.

SESTO?
Ma, oh dio! chi al re fellone
?ci scorterà?

??CLEOPATRA
?che sorte fuori impetuosamente?
Cleopatra??

NIRENO
?in disparte
?Non ti scoprir!

??CLEOPATRA?
E Lidia ancor, per ché quell'empio cada,
?ti saran scudo, e t'apriran la strada.

??CORNELIA?
E chi ti sprona, amabile donzella,?
oggi in nostro soccorso offrir te stessa?

??CLEOPATRA
?La fellonia d'un re tiranno, il giusto.?
Sotto il nome di Lidia
?io serbo Cleopatra;?
se in virtù del tuo braccio ascende al trono,
?sarai felice, e scorgerai qual sono.

??CORNELIA
?Chi a noi sarà di scorta???

CLEOPATRA
?accennando a Nireno?
Questi, che alla regina è fido servo,?
saprà cauto condurvi all'alta impresa.??

SESTO
?Figlio non è, chi vendicar non cura
?del genitor la morte.?
Armerò questa destra, e al suol trafitto
?cadrà punito il gran tiran d'Egitto.

??No. 12 - Aria??

SESTO?
Cara speme, questo core
?tu cominci a lusingar.?
Par che il ciel presti favore
?i miei torti a vendicar.??

partono Cornelia, Sesto e Nireno

??Recitativo??

CLEOPATRA
?Vegli pur il germano
?alla propria salvezza:?
che già gli mossi
?di Cesare la spada,?
di Sesto e Cornelia il giusto sdegno;
?senza un certo periglio
?non creda aver solo d'Egitto il regno.??

No. 13 - Aria

??CLEOPATRA?
Tu la mia stella sei,
?amabile speranza,?
e porgi ai desir' miei?
un grato e bel piacer.
?Qual sia di questo core
?la stabile costanza,?
e quanto possa amore,?
s'ha in breve da veder.

parte

Cambiamento?
Atrio nel palagio de' Tolomei

SCENA NONA
?Tolomeo ed Achilla (con seguito di Egizii?e guardie),
Cesare (con seguito di Romani)


Recitativo

??TOLOMEO
?Cesare, alla tua destra
?stende fasci di scettri?
generosa la sorte.??

CESARE?
Tolomeo, a tante grazie
?io non so dir , se maggior lume apporti,?
mentre l'uscio del giorno egli diserra,?
il sole in cielo o Tolomeo qui in terra.
?Ma sappi, ogni mal'opra?
ogni gran lume oscura.??

ACHILLA?
a Tolomeo?
(Sin al real aspetto egli t'offende?)??

TOLOMEO?
da se'?
(Temerario Latin!)??

CESARE?
da se'?
(So che m'intende).??

TOLOMEO?
Alle stanze reali
?questi che miri t'apriran le porte,
?e a te guida saranno.?
da se'
?(Empio, tu pur venisti in braccio a morte).??

CESARE?
da se'?
(Scorgo in quel volto un simulato inganno).??

No. 14 - Aria??

CESARE?
Va tacito e nascosto,?
quand'avido è di preda,
?l'astuto cacciator.?
E chi è mal far disposto,
?non brama che si veda
?l'inganno del suo cor.??

parte con seguito

SCENA DECIMA?
Achilla, Tolomeo (con seguito e guardie), Cornelia e Sesto??
Cornelia e Sesto entrano


??Recitativo??

ACHILLA
?Sire, con Sesto il figlio
?questa è Cornelia.??

TOLOMEO
?da se'?
(Oh che sembianze, Amore!)??

CORNELIA
?Ingrato, a quel Pompeo, che al tuo gran padre
?il diadema reale?
stabilì sulla chioma,?
tu recidesti il capo in faccia a Roma?

??SESTO?
Empio, ti sfido a singolar certame;?
veder farò con generosa destra
?aperto a questo regno
?che non sei Tolomeo, che un indegno.

??TOLOMEO?
Oh là! da vigil stuol sian custoditi?
questi Romani arditi.??

ACHILLA?
Alto signor, condona
?il lor cieco furor!??

TOLOMEO?
Per or mi basta?
ch'abbia garzon sì folle
?di carcere la reggia.
?accenna alla guardie?
Costei, che baldanzosa
?vilipese il rispetto
?di maestà regnante,
?nel giardin del serraglio abbia per pena
?il coltivar i fiori.
?piano ad Achilla
?Io per te serbo?
questa dell'alma tua bella tiranna.

??ACHILLA?
Felice me!??

TOLOMEO?
da se'
?(Quanto costui s'inganna!)??

parte con seguito

SCENA UNDICESIMA
Achilla (con guardie), Cornelia, Sesto

ACHILLA
Cornelia, in quei tuoi lumi
sta legato il mio cor.
Se all'amor mio
giri sereno il ciglio
e i talami concedi,
sarà la madre in libertà col figlio.

CORNELIA
Barbaro, una Romana
sposa ad un vil Egizio?

SESTO
A te consorte?
Ah no! pria della morte....

ACHILLA
Oh là: per regal legge orma si guidi
prigionier nella reggia
così audace garzon.

CORNELIA
Seguirò anch'io
l'amata prole, il caro figlio mio.

ACHILLA
Tu ferma il piede e pensa
di non trovar pietade acciò che chiedi,
se pietade al mio amor pria non concedi.

No. 15 - Aria

ACHILLA
?Tu sei il cor di questo core,
?sei il mio ben, non t'adirar!?
Per amor io chiedo amore,?
più da te non vo' bramar.??

parte

Recitativo

SESTO
Madre!

CORNELIA
Mia vita!

SESTO
Addio!

mentre le guardie vogliono condur via Sesto,
Cornelia corre a ritenerlo per un braccio


CORNELIA
Dove, dove, inumani,
l'anima mia guidate? Empi, lasciate,
che al mio core, al mio bene
io porga almen gli ultimi baci. Ahi pene!

No. 16 - Duetto

CORNELIA e SESTO?
Son nata/o a lagrimar/sospirar,?
e il dolce mio conforto,?
ah, sempre piangerò.?
Se il fato ci tradì,?
sereno e lieto dì?
mai più sperar potrò.


ATTO SECONDO
Deliziosa selva di cedri con il monte Parnasonel prospetto, il quale contiene in se' la reggia della Virtù.

SCENA PRIMA
Cleopatra, Nireno

Recitativo

CLEOPATRA
Eseguisti, oh Niren, quanto t'imposi?

NIRENO
Adempito è il comando.

CLEOPATRA
Giunto è Cesare in corte?

NIRENO
Io ve'l condussi,
ed ei già a queste soglie il piè rivolge.

CLEOPATRA
Ma dimmi: è in pronto
la meditata scena?

NIRENO
Infra le nubi
l'alta regina sfavilla;
ma che far pensi?

CLEOPATRA
Amore
già suggerì all'idea
stravagante pensier: ho già risolto,
sotto finte apparenze
far prigionier d'amor ch'il cor m'ha tolto.

NIRENO
A lui ti scoprirai?

CLEOPATRA
Non è ancor tempo.

NIRENO
Io che far deggio?

CLEOPATRA
Attendi
Cesare qui in dispare; indi lo guida
in questi alberghi, e poi lo guida ancora
colà nelle mie stanze e a lui dirai,
che per dargli contezza
di quanto dal suo re gli si contende,
pria che tramonti il sol Lidia l'attende.
parte

SCENA SECONDA
Nireno, poi Cesare; Cleopatra (nelle vesti di Virtù)

NIRENO
Da Cleopatra apprenda
chi è seguace d'amor l'astuzie e frodi.

CESARE
entra
Dov'è, Niren, dov'è l'anima mia?

NIRENO
In questo loco in breve
verrà Lidia, signor.

No. 17 - Sinfonia
Qui s'ode vaga sinfonia di vari strumenti

Recitativo

CESARE
Taci!

NIRENO
Che fia?

CESARE
Cieli, e qual delle sfere
scende armonico suon, che mi rapisce?

NIRENO
Avrà di selce il cor chi non languisce.

No. 18 - Sinfonia
S'ode nuovamente una sinfonia; s'apre il Parnasso, e vedesi in trono la Virtù, assistita dalle nove Muse

Recitativo

CESARE
Giulio, che miri? e quando
con abisso di luce
scesero i Numi in terra?

No. 19 - Aria

CLEOPATRA
nelle vesti di Virtù
V'adoro, pupille,
saette d'amore,
le vostre faville
son grate nel sen.
Pietose vi brama
il mesto mio core,
ch'ogn'ora vi chiama
l'amato suo ben.

Recitativo

CESARE
Non ha in cielo il Tonante
melodia che pareggi un sì bel canto.
Vola, mio cor, al dolce incanto...
Mentre Cesare corre a Cleopatra, si chiude il Parnasso, e torna la scena come prima
... e come?
Ah! che del mio gioir invido è il Nume!

NIRENO
Signor, udisti, e che ti par di Lidia?

CESARE
Virtù cantata da Lidia possiede?
Ah! Che se già piangente
mi saettò tra le armi, io ben m'aveggio
che bellezza sì vaga
cantando lega, e lagrimando impiaga.

NIRENO
Signor, se amor t'accese,
non affligger, no, no; Lidia è cortese.
Anzi, se non t'è grave, ella t'attende
nelle sue stanze oror.

CESARE
Lidia mi brama?

NIRENO
Ed ella a Cleopatra
anche ti scorterà.

CESARE
Guidami tosto in seno al mio tesoro,
acciò che dolce rendo il mio martoro.

No. 20 - Aria

CESARE
Se in fiorito ameno prato
l'augellin tra fiori e fronde
si nasconde,
fa più grato il suo cantar.
Se così Lidia vezzosa
spiega ancor notti canore,
più graziosa
fa ogni core innamorar.

Cambiamento?Giardino del serraglio, dove corrisponde quello delle fiere

SCENA TERZA
Cornelia, poi Achilla
Cornelia, con piccola zappa nelle mani, che vien coltivando i fiori


No. 21 - Arioso

CORNELIA
Deh. Piangete, oh mesti lumi,
già per voi non v'è più speme.

Recitativo

ACHILLA
entra
Bella, non lagrimare!
Canterà il tuo destin le crude tempre.

CORNELIA
Chi nacque a sospirar piange per sempre.

ACHILLA
Un consenso amoroso,
che tu presti ad Achilla,
può sottrarti al rigor di servitù.

CORNELIA
Olà! Così non mi parlar mai più.
vuol partire

ACHILLA
Oh dio! ascolta; ove vai?

CORNELIA
Fuggo da te per non mirarti mai.

SCENA QUARTA
I detti, Tolomeo
mentre Cornelia fugge, incontra Tolomeo, che la prende per la mano


Recitativo

TOLOMEO
Bella, placa lo sdegno!

CORNELIA
Lasciami, iniquo re!

ACHILLA
Sire, qua mi portai,
per ammollir questa cruedel, che adoro.

TOLOMEO
Fu pietosa a' tuoi detti?

ACHILLA
Ella mi sprezza ognor, ed io mi moro.

TOLOMEO
da se'
(Respiro, oh ciel!) Bella, lo sdegno
ammorza!
tira da parte Achilla
Amico, e ben?

ACHILLA
Signor, oggi vedrai
Cesare estinto al suolo,
re vendicato, e regnator tu solo.

TOLOMEO
Parti, eseguisci, e spera; avrai in mercede
la tua crudel.
da se'
(Folle è costui se'l crede).

No. 22 - Aria

ACHILLA
a Cornelia
Se a me non sei crudele,
ognor sarà fedele
a te questo cor.
Ma se spietata sempre
ver me non cangi tempre,
aspetta sol rigor!

parte

Recitativo

TOLOMEO
Bella, cotanto aborri
chi ti prega d'amar?

CORNELIA
Un traditore
degno non è d'amor.

TOLOMEO
Tanto rigore?
Ma se un re ti bramasse?

CORNELIA
Sarei una furia in agitargli il core.

TOLOMEO
Possibil che in quel volto
non alberghi pietà? che in questo seno...

stende la destra al seno di Cornelia, che sdegnosa si ritira

CORNELIA
Freni l'anima insana
lo stimolo del senso:
pensa che son Cornelia, e son Romana.

parte

TOLOMEO
Tanto ritrosa a un re? perfida donna!
Forza userò, se non han luogo i prieghi,
e involarti saprò ciò ch'or mi nieghi.

No. 23 - Aria

TOLOMEO
Sì, spietata, il tuo rigore
sveglia l'odio in questo sen,
Giacché sprezzo questo core,
prova, infida, il mio velen!

parte

SCENA QUINTA
Cornelia, poi Sesto

Recitativo

CORNELIA
che rientra
Su, che si tarda? or che partì il lascivo,
un generoso ardir l'onor mi salvi;
tra le fauci de' mostri
mi scaglierò da queste eccelse mura,
cibo sarò di fiere;
non paventa il morir un'alma forte.
Addio Roma, addio Sesto! Io corro a morte.

SESTO
entra
Ferma! che fai?

CORNELIA
Chi mi trattiene il passo?

SESTO
Madre!

CORNELIA
Madre? che veggio?
Figlio, Sesto, mio core!
Come qui ne venisti!

SESTO
Io, per sottrarti al regnato lascivo
di Niren con la scorta
quivi occulto  mi trassi.

CORNELIA
Troppo è certo il periglio
in cui, figlio, t'esponi.

SESTO
Chi alla vendetta aspira
vita non cura, oh madre.
Sì cadrà Sesto, o cadrà il tiranno.

SCENA SESTA
I detti, Nireno

Recitativo

NIRENO
entra
Cornelia, infauste nove. Il re m'impone,
che tra le sue dilette io ti conduca.

CORNELIA
Oh dio!

SESTO
Numi, che sento?

NIRENO
Non vi turbate, no: unqua sospetto
a Tolomeo non fui; ambi verrete
là dove il re tiranno
è in preda alle lascivie;
colà Sesto nascoso
in suo potere avrà l'alta vendetta;
egli solo ed inerme
far non potrà difesa.

SESTO
Molto, molto ti devo.

CORNELIA
Assista il cielo una sì giusta impresa!

No. 24 - Aria

CORNELIA
Cessa omai di sospirare!
Non è sempre irato il cielo
contro i miseri; suol fare
benché tardi, le vendette.
Il nocchier, s'irato  è il mare,
mai non perde la speranza,
onde avvien che la costanza
la salute a lui promette.

parte con Nireno

Recitativo

SESTO
solo
Figlio non è, chi vendicar non cura
del genitor lo scempio.
Su dunque alla vendetta
ti prepara, alma forte,
e prima di morir altrui dà la morte!

No. 25 - Aria

SESTO
L'angue offeso mai riposa,
se il veleno pria non spande
dentro il sangue all'offensor.
Così l'alma mia non osa
di mostrarsi altera e grande,
se non svelle l'empio cor.

parte

Cambiamento
Luogo di delizie

SCENA SETTIMA
Cleopatra, poi Cesare

Recitativo

CLEOPATRA
Esser qui deve in breve
l'idolo del mio sen, Cesare amato;
ei sa che qui l'attende
Lidia sua, che l'adora;
per discoprir, se porta il sen piagato,
fingerò di dormir, porterò meco,
mascherato nel sonno, Amor ch'è cieco.

si pone a sedere

No 26 – Aria

CLEOPATRA
Venere bella,
per un istante,
Deh, mi concedi
le grazie tutte
del dio d'amor!
Tu ben prevedi
ch'il mio sembiante
dee far amante
d'un regio cor.

finge di dormire

Recitativo

CESARE
entra
Che veggio, oh Numi? il mio bel sol qui dorme?
Vaga Lidia, adorata,
ah! se di tanto incendio
che mi bolle nel seno,
ti penetrasse al cor qualche scintilla,
ben potresti sperar dalla tua sorte
d'essermi forse un dì sposa e consorte.

CLEOPATRA
sporgendo
Sposa? t'adorerò fino alla morte.

CESARE
Olà!

CLEOPATRA
Che ti conturbi?

CESARE
Una donzella,
serva di Cleopatra a tanto aspirar?

CLEOPATRA
Cesare, frena l'ire!
Giacché desta m'aborri,
perché m'abbi ad amar, torno a dormire.

va per tornar al suo luogo

SCENA OTTAVA
I detti, Curio, dopo congiurati (di dentro)

Recitativo

CURIO
entra con spada impugnata
Cesare, sei tradito.

CESARE
snuda il brando
Io tradito.

CLEOPATRA
Che sento?

CURIO
Mentr'io ver le tue stanze,
signor', t'attendo, odo di genti e spade
ripercosso fragor, ed una voce
gridar: «Cesare mora», ed improvviso
a te ne volo, ad arrecar l'avviso.

CESARE
Così dunque in Egitto
regna la fellonia? Bella, rimanti;
sono infausti per noi cotesti lidi.

CLEOPATRA
Fermati, non partir, che tu m'uccidi.

CESARE
Lascia, Lidia!

CLEOPATRA
Che Lidia?
Io volerò al conflitto in tua difesa,
sino agli stessi abissi
scenderia Cleopatra.
da se'
(ohimè, che dissi?)

CESARE
Cleopatra?

CLEOPATRA
Sì.

CESARE
Dov'è?

CLEOPATRA
Cesare, volgi
in questo seno, e non altrove, il lampo
di quegli occhi che adoro:
Son Cleopatra, e non più Lidia in cambio.

CESARE
Sei Cleopatra?

CLEOPATRA
In breve
de' congiurati il temerario ardire
questo aspetto regal farà che cada;
torna al fianco, signor, quella tua spada!

parte

CESARE
Curio, a sì strani eventi
resto immobile sasso.

CURIO
Stupido son.

CESARE
Che udisti mai, cor mio?
Lidia è Cleopatra? e la spregiasti? Oh dio!

CLEOPATRA
che frettolosa ritorna
Fuggi, Cesare, fuggi!
Dalle regie tue stanze a questa fonte
volano i congiurati.

CESARE
Come! nemmen Cleopatra
valse a frenar sì perfido ardimento?

CLEOPATRA
La porpora reale
scudo non è bastante al tradimento.

CESARE
Vengano pure, ho core.
Cesar non sappe mai che sia timore.

CLEOPATRA
Oh dio! tu il mio cor mi struggi;
salvati, o mio bel sol! Cesare, fuggi!

No. 27 - Aria e Coro

CESARE
Al lampo dell'armi
quest'alma guerriera
vendetta farà.
Non fia che disarmi
la destra guerriera
che forza le dà.

parte con Curio

CONGIURATI
di dentro
Mora Cesare, mora!

No. 28 – Recitativo accompagnato

CLEOPATRA
sola
Che sento? Oh dio! Morrà Cleopatra ancora.
Anima vil, che parli mai? Deh taci!
Avrò, per vendicarmi,
in bellicosa parte,
di Bellona in sembianza un cor di Marte.
Intanto, oh Numi, voi che il ciel reggete,
difendete il mio bene!
Ch'egli è del seno mio conforto e speme.

No. 29 - Aria

CLEOPATRA
Se pità di me non senti,
giusto ciel, io morirò.
Tu da pace a' miei tormenti,
o quest'alma spirerò.

Cambiamento
Camera nel serraglio

SCENA NONA
Tolomeo circondato dalle sue favorite,
Cornelia fra loro, poi Sesto


No. 30 - Arioso e Recitativo

TOLOMEO
Belle dee di questo core,
voi portate il ciel nel volto,
non ha il ciel più bel splendore
di quel ch'avete in doppie stelle accolto.
Questo è luogo di pace,
onde il ferro depongo,
pone la spada sopra una tavola
che inutile ornamento
ora è questo in amor fiero stromento.

CORNELIA
da se'
(Numi! che fia di me?)

TOLOMEO?Ma qui Cornelia?
Questo candido lin tu prendi in segno,
secondo il mio costume,
di colei che destino
al regio letto, alle notturne piume.

Cornelia prende il fazzoletto, e poi lo getta con sdegno

SESTO
entra, da se'
(Ora è il tempo, oh mia destra!
il proprio ferro
che uccise il genitore, l'empio trafigga).

SCENA DECIMA
I detti, Achilla mentre Sesto vuol  prendere la spada di Tolomeo, vien sorpreso da Achilla, che entra in furia e la prende

Recitativo

ACHILLA
Sire, prendi!

TOLOMEO
Che fia?

SESTO
da se'
Stelle crudeli!

ACHILLA
Arma la man che non è tempo, o Sire,
di star fra vezzi in amorosa parte;
queste Veneri lascia, e vola a Marte!

TOLOMEO
Qual nemica la fortuna...

ACHILLA
Mentre io cerco di Cesare la strage,
s'avventa egli fra i nostri,
ma il numero di molti
alla virtù d'un solo al fin prevale;
fugge con Curio, e da balcon sublime
si scaglia d'improvviso in mezzo al porto,
ed io miro in un punto Curio sommerso,
e Cesare già morto.

CORNELIA
da se'
Cesare morto?

SESTO
da se'
Oh Numi!

ACHILLA
Or Cleopatra
vola al campo romano,
e delle trombe ai bellicosi carmi,
di Cesare in vedetta, corre co' suoi
contro il tuo campo all'armi.

TOLOMEO
D'una femmina imbelle
non pavento i furori.

ACHILLA
A te sol resta
che in premio di tant'opra
in isposa costei tu mi conceda.

TOLOMEO
Temerario! Beltà che non ha pari
d'un tradimento in guiderdon pretendi?

ACHILLA
Sire...

TOLOMEO
Ammutisci e parti!
Son re, e saprò premiarti.

ACHILLA
Il mio servir questa mercé riceve?

TOLOMEO
Olà!

ACHILLA
da se'
A chi fede non ha, fe' non si deve.

parte

TOLOMEO
Ciascuna si ritiri;
dopo breve soggiorno
vittorioso fra voi farò ritorno.

parte con le favorite

SCENA UNDICESIMA
Sesto, Cornelia

SESTO
Ecco in tutto perduta
la speme di vendetta!
Ferro, inerme ti vedo;
io per non più soffrir morte a te chiedo.
tira la spada per uccidersi

CORNELIA
Fermo? che fai? se perverso il destino
fè vano il colpo, invan disperi, oh Sesto.

SESTO
Or che Cesare è estinto
che più sperar possiamo?

CORNELIA
Animo, ardire!
Niren già t'apre il passo; al campo vanni;
colà tu rivedrai l'empio tiranno,
e a lui fa poi mirar con alma forte,
che incontrar sai, non paventar la morte.

parte 

SESTO
solo
Seguirò tanto con ignoto passo
ogn'orma del tiranno,
finché  nel suo periglio
farò che cada esangue
del padre l'uccisor per man del figlio.

No. 31 - Aria

SESTO
L'aure che spira
tiranno e fiero
egli non merta
di respirar.
Mi sveglia all'ira
quel cor severo,
sua morte solo
mi può placar.


ATTO TERZO
Bosco vicino alla città di Alessandria
(con una parte del porto a margine)


SCENA PRIMA
Achilla con seguito di soldati

Recitativo

ACHILLA
In tal' modi si premia
il mio lungo servir, la fede mia?
Barbaro re! ti pentirai fra breve
d'avermi offeso. Andiamo,
prodi campioni, e a Cleopatra avanti
offriam le nostre insegne, offriamle il core,
e sia menda al tarda l'alto valore.

No. 32 - Aria

ACHILLA
Dal fulgor di questa spada
vo' che cada
umiliato un empio cor.
Già non dee soffrir l'offese
che difese
il suo regno col valor.

parte

SCENA SECONDA
Tolomeo, Cleopatra, soldati di Cleopatra,
soldati e guardie di Tolomeo


No. 33 – Sinfonia
Al suono d'una bellica sinfonia segue la battaglia tra soldati di Cleopatra e di Tolomeo, e questi ultimi hanno la vittoria;
finita la sinfonia, entra Tolomeo con Cleopatra prigioniera


Recitativo

TOLOMEO
Vinta cadesti al balenar di questo
mio fulmine reale.

CLEOPATRA
Tolomeo non mi vinse;
mi tradì quella cieca,
che, tiran, ti protegge,
senz'onor, senza fede, e senza legge.

TOLOMEO
Olà! sì baldanzosa
del vincitor al riverito  aspetto?
alle guardie
S'incateni costei.

Una guardia incatena Cleopatra

CLEOPATRA
Empio crudel! ti puniranno gli dèi.

TOLOMEO
Costei, che per germano aborro e sdegno,
si conduca alla reggia; io colà voglio
che, ad onta del suo ardire,
genuflessa m'adori a piè del soglio.

No. 34 - Aria

TOLOMEO
Domerò la tua fierezza
ch'il mio trono aborre e sprezza,
e umiliata ti vedrò.
Tu qual Icaro ribelle
sormontar brami le stelle,
ma quell'ali io ti tarperò.

parte con i soldati

SCENA TERZA
Cleopatra, con guardie.

Recitativo

CLEOPATRA
E pur così in un giorno
perdo fasti e grandezze? Ahi fato rio!
Cesare, il mio bel nume, è forse estinto;
Cornelia e Sesto inermi son, né sanno
darmi soccorso. O dio!
Non resta alcuna speme al viver mio.

No. 35 – Aria

CLEOPATRA
Piangerò la sorte mia,
sì crudele e tanto ria,
finché vita in petto avrò.
Ma poi morta d'ogn'intorno
il tiranno  e notte  e giorno
fatta spettro agiterò.

parte con le guardie

SCENA QUARTA
Cesare, Achilla, poi Sesto e Nireno
Giulio Cesare, da una parte, poi Sesto dall'altra con Nireno,
ed Achilla, steso sul margine del porto mortalmente ferito


No. 36 – Recitativo accompagnato ed Aria

CESARE
Dall'ondoso periglio
salvo mi porta al lido
il mio propizio fato.
Qui la celeste Parca
non tronca ancor lo stame alla mia vita!
Ma dove andrò? e chi mi porge aita?
Solo in queste erme arene
al monarca del mondo errar conviene?
Aure, deh, per pietà
spirate al petto mio,
per dar conforto, oh dio!
al mio dolor.
Dite, dov'è, che fa
l'idol del mio sen,
l'amato  e dolce ben
di questo cor.
Ma d'ogni intorno i' veggio
sparse d'arme e d'estinti
l'infortunate arene,
segno d'infausto annunzio al fin sarà.

Entrano Sesto e Nireno, in veste bellica e con visiera chiusa

Recitativo

SESTO
Cerco invan Tolomeo per vendicarmi,
e il mio destino spietato a me l'asconde.

ACHILLA
sul margine del porto, mortalmente ferito
Hai vinto, oh fato!

SESTO
Quai tronche voci?

ACHILLA
Avete vinto, oh stelle!

CESARE
da se'
Due guerrieri? in disparte
de' loro accenti il suono
udir io voglio, e penetrar chi sono.

si ritira in disparte

NIRENO
a Sesto
E' questi Achilla, in mezzo al sen piagato.

CESARE
da se'
(Achilla è il moribondo?)

NIRENO
ad Achilla
Amico, amico!

ACHILLA
a Nireno
Oh cavalier ignoto,
che con voci d'amico
articoli il mio nome,
deh, se dia mai che ti conceda il fato
di favellar un giorno
alla bella Cornelia, al sol di Roma,
digli che quell'Achilla,
che consigliò di Pompeo la morte....

SESTO
da se'
(Ah, cellerato!)

CESARE
da se'
(Ah, iniquo!)

ACHILLA
Che per averla in moglie,
contro Cesare ordì l'alta congiura...

SESTO
da se'
(Ah, traditor!)

CESARE
da se'
(Fellone!)

ACHILLA
Sol per cagion di vendicarsi un giorno
contro il re Tolomeo
giunse in tal notte a spirar l'alma in guerra.
Questo sigil tu prendi;
nel più vicino speco
centro armati guerrieri
a questo segno ad ubbidir son pronti;
con questi puoi per sotterranea via
penetrar nella reggia, e in breve d'ora
torre all'empio Cornelia,
e insieme far che vendicato io mora.

dà il sigillo a Sesto e spira

NIRENO
Spirò l'alma il fellon.

SESTO
Tu scaglia intanto
il cadavere indegno
del traditor nell'onde.

SCENA QUINTA
Cesare, Sesto, Nireno

Recitativo

CESARE
Appare e rapisce il sigillo a Sesto
Lascia questo sigillo.

SESTO
alza la visiera
Oh dèi!

CESARE
Che veggio!

SESTO
Signor!

CESARE
Tu Sesto?

SESTO
E come
vivo, Cesare, e illeso
ti sottrasti alla Parca?

CESARE
Io fra l'onde nuotando al lido giunsi
non ti turbar; mi porterò alla reggia,
e m'aprirò con tal sigil l'ingresso.
Teco Niren mi siegua:
o che torrò alla sorte
Cornelia e Cleopatra, o avrò la morte.

No. 37 - Aria

CESARE
Quel torrente, che cade dal monte,
tutto atterra ch'incontro lo sta.
Tale anch'io, a chi oppone la fonte,
dal mio brando atterrato sarà.

parte

SCENA SESTA
Sesto, Nireno

Recitativo

SESTO
Tutto lice sperar, Cesare vive.

NIRENO
Segui, oh Sesto, i suoi passi.

SESTO
Achilla estinto? or sì che il ciel comincia
a far le mie vendette,
sì, sì, mi dice il core
che mio sarà il desiato onore.

No. 38 - Aria

SESTO
La giustizia ha già sull'arco
pronto strale alla vendetta,
per punire un traditor.
Quanto è tarda la saetta,
tanto più crudele aspetta
la sua pena un empio cor.

parte con Nireno

Cambiamento
Appartamento di Cleopatra

SCENA SETTIMA
Cleopatra con guardie, damigelle egizie, poi Cesare con soldati

No. 39 - Recitativo accompagnato

CLEOPATRA
fra le sue damigelle che piangono
Voi che mie fide ancelle un tempo foste,
or lagrimate invan, più mie non siete.
Il barbaro germano
che mi privò del regno,
a me vi toglie, e a me torrà la vita.
S'ode strepito d'armi nella scena
Ma qual strepito d'armi?
Ah  sì! più mie non siete,
spirar l'alma Cleopatra or or vedrete.

Recitativo

CESARE
entra con spada nuda in mano e soldati
Forzai l'ingresso a tua salvezza, oh cara!

CLEOPATRA
Cesare o un'ombra sei?

CESARE
alle guardie
Olà, partite ormai, empi ministri
d'un tiranno spietato!
Cesare così vuol, pronti ubbidite!

partono le guardie

CLEOPATRA
Ah! ben ti riconosco,
amato mio tesoro,
al valor del tuo braccio!
Ombra, no, tu non sei, Cesare amato.

corre ad abbracciarlo

CESARE
Cara, ti stringo al seno;
Ha cangiato vicende il nostro fato.

CLEOPATRA
Come salvo ti vedo?

CESARE
Tempo avrò di svelarti
ogni ascosa cagion del viver mio.
Libera sei, vanne fra tanto al porto,
e le disperse schiere in un raduna;
colà mi rivedrai; Marte mi chiama
all'impresa total di questo suolo.
Per conquistar, non che l'Egitto, un mondo,
basta l'ardir di questo petto solo.

parte con i soldati

No. 40 - Aria

CLEOPATRA
Da tempeste il legno infranto,
se poi salvo giunge in porto,
non sa più che desiar.
Così il cor tra pene e pianto,
or che trova il suo conforto,
torna l'anima a bear.

Cambiamento
Sala reggia di Tolomeo

SCENA OTTAVA
Tolomeo, Cornelia

Recitativo

TOLOMEO
Cornelia, è tempo omai
che tu doni pietade a un re che langue.

CORNELIA
Speri invano mercede.
Come obliar poss'io
l'estinto mio consorte ?

TOLOMEO
Altro ten'offre il regnator d'Egitto;
Cara, al mio sen ti stringo...

va per abbracciarla

CORNELIA
Scostati, indegno, e pensa
che Cornelia è Romana.

TOLOMEO
Non ho più da temer; Cesare estinto,
Cleopatra umiliata, or non ascolto
che il mio proprio volere.

si vuol accostar di nuovo

CORNELIA
Se alcun non temi,
temi pur questo ferro,
che a me sola s'aspetta
far del morto consorte or la vendetta!

estrae un pugnale

SCENA NONA
I detti, Sesto?Mentre Cornelia corre alla vita di Tolomeo, sopraggiunge Sesto con spada nuda in mano

Recitativo
SESTO
T'arresta, o genitrice! a me, oh tiranno!

TOLOMEO
snuda il ferro
Io son tradito, oh Numi!


SESTO
Sappi, perfido mostro, e per tua pena:
Salvo i Numi serbar' dai tradimenti
Cesare invitto, e Cleopatra ei sciolse
dall'ingiuste catene; ei qui sen' viene;
io lo precorro, e questo
chiede quel sangue ch'è dovuto a Sesto.

TOLOMEO
Del folle ardir ti pentirai ben presto.

Si battono, e Tolomeo vien ferito, e cade morto in scena

CORNELIA
Or ti riconosco,
figlio del gran Pompeo, e al sen ti stringo.

SESTO
guardando nella scena
Giace il tiranno estinto;
or padre sì, tu benché vinto, hai vinto.

parte

No. 41 - Aria

CORNELIA
Non ha più che temere
quest'alma vendicata,
or sì beata,
comincio a respirar.
Or vo' tutto in godere
si cangi il mio tormento,
ch'è vano ogni lamento,
se il ciel mi fa sperar.

parte

Cambiamento
Porto di Alessandria

SCENA ULTIMA
Cesare, Cleopatra, Nireno, Sesto, Cornelia,?Curio, seguito di Romani e di Egizii, un paggio

No. 42 - Sinfonia e Marcia

Cesare, Cleopatra e seguito con trombe e timpani. Finita la sinfonia entrano Curio e  Nireno e poi Sesto e Cornelia, con un paggio che porta lo scettro e la corona di Tolomeo

Recitativo

NIRENO
a Cesare
Qui Curio vincitor, qui tuo l'Egitto;
in questo ondoso piano
Cesare ognun acclama
Signor del mondo e imperator romano.

CESARE
a Nireno
Del suo fido servir premio condegno
avrà Nireno;
a Curio
Curio,
già del tuo forte braccio
si conosce il valor.
Sesto e Cornelia s'inginocchiano
Ma qui Cornelia?

SESTO
Signor, ecco a' tuoi piedi
e di Cornelia e di Pompeo il figlio;
egli la grande offesa
del tradimento enorme
vendicò con suo brando,
e tolse a Tolomeo l'alma col sangue.

CESARE
E morì Tolomeo?

CORNELIA
Se Sesto in mia difesa
pronto non accorrea,
di Cornelia l'onor era in periglio.

CESARE
La vendetta del padre
è ben dovuta al figlio;
Sorgi, Sesto, ed amico al sen t'accolgo.

SESTO
Ogni affetto di fede in te rivolgo.

si abbraccian 

CORNELIA
Dell'estinto tiranno
ecco i segni reali, a te  li porgo.

dà la corona e lo scettro di Tolomeo a Cesare

CESARE
Bellissima Cleopatra,
quel diadema che miri, a te s'aspetta;
io te ne cingo il crine;
Regina dell'Egitto
darai norma alle genti, e legge al trono.

CLEOPATRA
Cesare, questo regno è sol tuo dono,
tributaria regina
Imperator t'adorerò di Roma.

CESARE
da se'
(Amor, chi vide mai più bella chioma?)

No. 43 - Duetto

CLEOPATRA
Caro!

CESARE
Bella!

CLEOPATRA e CESARE
Più amabile beltà
mai non si troverà
del tuo bel volto.
In te/In me non splenderà
né amor né fedeltà
da te/da me disciolto.

Recitativo

CESARE
Goda pur or l'Egitto
in più tranquillo stato
la prima libertà. Cesare brama,
dall'uno all'altro polo
ch'il gran nome roman spanda la fama.

No. 44 - Coro

SEGUITO
Ritorni omai nel nostro core
la bella gioia ed il piacer;
sgombrato è il sen d'ogni dolor,
ciascun ritorni ora a goder.

CLEOPATRA e CESARE
Un bel contento il sen già si prepara,
se tu sarai costante ognor per me;
così sortì dal cor la doglia amara,
e sol vi resta amor, costanze e fè.

SEGUITO
Ritorni ormai nel nostro core
la bella gioia ed il piacer;
sgombrato è il sen d'ogni dolore,
ciascun ritorni ora a goder.

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