La Juive

La Juive

Opéra in fünf Akten

Libretto

Eugène Scribe

Uraufführung

23. Februar 1835, Paris (Opéra)

Besetzung

KAISER SIGISMUND (Stumme Rolle)
KARDINAL JOHANNES BROGNI, Präsident des Konstanzer Konzils (Bass)
REICHSFÜRST LEOPOLD (Tenor)
EUDORA, seine Verlobte, Nichte des Kaisers (Sopran)
ELEAZAR, ein reicher jüdischer Juwelier (Tenor)
RECHA, seine Tochter (Sopran)
RUGGIERO, Oberrichter von Konstanz (Bariton)

Hofdamen und -Herren, Geistliche
Offiziere, Soldaten, Wachen,
Herolde, Ausrufer, Henker, Volk

Ort

Konstanz

Zeit

1414

Halévy, Jacques Fromental

Halévy [Levy], Jacques-François-Fromental [Fromentin][-Elie]
27.5.1799 Paris - 17.3.1862 Nice


Bühnenwerke
mit Datum/Ort der Uraufführung:

Les Bohémiennes (1820 np)
Les Deux pavillons, ou Le Jaloux et le méfiant (c.1824 np)
Pygmalion (c.1824 np)
L'Artisan (30.1.1827 Paris)
Le Roi et le batelier (8.11.1827 Paris) [+ Rifaut]
Clari (9.12.1828 Paris)
Le Dilettante d'Avignon (7.11.1829 Paris)
Attendre et courir (28.5.1830 Paris) [+ Ruolz]
La Langue musicale (11.12.1830 Paris)
La Tentation (20.6.1832 Paris) [+ Gide]
Yella (1832 np)
Les Souvenirs de Lafleur (4.3.1833 Paris)
Ludovic (16.5.1833 Paris) [+ Hérold]
La Juive (23.2.1835 Paris)
L'Éclair (16.12.1835 Paris)
Guido et Ginevra, ou La peste de Florence (5.3.1838 Paris)
Les Treizes (15.4.1839 Paris)
Le Shérif (2.9.1839 Paris)
Le Drapier (6.1.1840 Paris)
Le Guitarrero (21.1.1841 Paris)
La Reine de Chypre (22.12.1841 Paris)
Charles VI (15.3.1843 Paris)
Le Lazzarone, ou Le Bien vient en dormant (23.3.1844 Paris)
Les Mousquetaires de la reine (3.2.1846 Paris)
Les Premiers pas (15.11.1847 Paris) [+ Adam, Auber, Carafa]
Le Val d'Andorre (11.11.1848 Paris)
La Fée aux roses (1.10.1849 Paris)
La Tempestà (8.6.1850 London)
La Dame de pique (28.12.1850 Paris)
Le Juif errant (23.4.1852 Paris)
Le Nabab (1.9.1853 Paris)
Jaguarita l'indienne (14.5.1855 Paris)
L'Inconsolable (13.6.1855 Paris)
Valentine d'Aubigny (26.4.1856 Paris)
La Magicienne (17.3.1858 Paris)
Noé [Le déluge] (inc; 5.4.1885 Karlsruhe) [+ Bizet]
inc = Fragment / np = keine Aufführung



Die Jüdin


ERSTER AKT
Kaiser Sigismund gibt in Konstanz, dem Ort des Konzils, ein grosses Fest, weil Reichsfürst Leopold die Hussiten besiegt hat. Ruggiero teilt der aus dem Dom strömenden Menge die frohe Nachricht mit, doch während der Feier hört man Hammerschläge. Empört werden die Störenfriede, der Jude Eleazar und seine Tochter Recha, vor den Oberrichter gebracht. Eleazar verteidigt sich damit, dass er als Jude nicht die Bräuche der Christen achten müsse. Für diesen Frevel will ihn Ruggiero töten lassen. Begütigend greift Kardinal Brogni ein, dem Eleazar bekannt vorkommt, und erlässt ihm die Strafe. Er reicht Eleazar die Hand, doch dieser stösst sie zurück, weil er sich entsetzt erinnert, dass der Kardinal, als er noch nicht der Kirche angehörte, seine beiden Söhne als Ketzer verbrennen liess und ihn selbst aus Rom verbannte. Eleazar hasst den Kardinal seit damals tödlich, hat aber bei einer Feuersbrunst dessen kleine Tochter gerettet und zieht sie in seinem eigenen Haus auf.
Recha, die von alledem nichts weiss, hat sich in Leopold, der sich ihr als Jude Samuel genähert hat, verliebt. Sie vereinbaren, sich am Abend in Eleazars Haus zu treffen. Ruggiero will Eleazar und Recha erneut festnehmen lassen, doch Leopold gibt sich der Wache zu erkennen. Staunend sieht Recha allem zu, der Kaiser zieht feierlich ein.

ZWEITER AKT
Eleazar feiert mit seinen Glaubensgenossen, unter denen sich auch Leopold und Recha befinden, das Passah-Fest, Recha sieht erschreckt, dass ihr Geliebter das gesegnete Brot unter den Tisch fallen lässt.
Es klopft, die Gäste entfernen sich, Eudora tritt ein. Sie erkennt ihren Verlobten in der schlechten Beleuchtung nicht und bestellt bei Eleazar eine goldene Kette, die sie ihrem Geliebten beim morgigen Siegesfest überreichen will. Recha, mit Leopold allein gelassen, fordert Aufklärung und hört entsetzt, dass ihr Geliebter Christ ist. Leopold überredet sie, mit ihm zu fliehen, weil sie sich des todeswürdigen Verbrechens, einen Christen zu lieben, schuldig gemacht habe. Ehe die beiden gehen können, tritt Eleazar dazwischen und will Leopold töten, doch Recha ermöglicht ihm die Flucht.

DRITTER AKT
Leopold wird im Festsaal vom Kaiser, den Edlen und Eudora als Rettet des Glaubens gefeiert. Kurz darauf tritt Eleazar mit Recha ein und will Eudora die Ehrenkette übergeben. Recha erkennt Leopold und klagt ihn des Verrats an ihr und seinem Glauben an, obwohl sie sich selbst damit der Todesstrafe ausliefert. Der Kardinal spricht über Leopold, Eleazar und Recha den Bann aus, sie sind dem Tod verfallen und werden in den Kerker geworfen.

VIERTER AKT
Eudora möchte Leopold retten und besucht Recha im Gefängnis. Sie kann sie mit dem Kardinal überreden, alle Schuld auf sich zu nehmen. Brogni will das Mädchen retten und versucht, Eleazar zu bewegen, seinem Glauben abzuschwören, um so dem Tod zu entgehen. Der Jude weist alle Versöhnungsversuche zurück und teilt dem entsetzten Kardinal mit, dass seine totgeglaubte Tochter noch lebt, er aber nicht verraten wolle, wo sie sich aufhält. Umsonst fleht der Kardinal Eleazar um Mitleid an.

FÜNFTER AKT
Eleazar und Recha werden auf einen öffentlichen Platz geführt, wo ein riesiger Kessel mit kochendem Wasser aufgestellt ist. Eleazar fragt nach Leopold und erfährt, dass Recha ihn gerettet hat, er aber verbannt wurde. Wieder bittet der Kardinal den Juden, den Aufenthaltsort seiner Tochter zu verraten, doch Eleazar weigert sich und bietet Recha an, zum Christentum überzutreten, um sich so zu retten. Entrüstet lehnt Recha ab und wird in den Kessel gestossen. Triumphierend ruft Eleazar dem Kardinal zu »Sieh dort dein Kind«! Brogni bricht verzweifelt zusammen.
A Costanza nel 1414. È il giorno d’apertura del consiglio, e la gente è in festa. Il gran prevosto Ruggero ordina l’arresto di Eléazar, gioielliere ebreo, reo di lavorare in giorno solenne e festivo, e preme affinché sia condannato a morte insieme alla figlia Rachel. Esce dalla cattedrale il cardinale Brogni, presidente del consiglio, che conobbe Eléazar a Roma, quando, al tempo in cui non era ancora consacrato, sua moglie e sua figlia perirono in un incendio: lo libera e lo perdona. Léopold, principe dell’Impero, ama Rachel; ella lo crede Samuel, un pittore ebreo, e lo invita al convito pasquale. Il popolo ingombra la piazza, mentre Eléazar e Rachel vengono sospinti sul sagrato della chiesa; Léopold interviene allora in sua difesa, contro le guardie che volevano arrestarli su istigazione di Ruggero. In casa di Eléazar si celebra la Pasqua ed è presente anche Léopold. Arriva la principessa Eudoxie per comprare una catena e farvi incidere le iniziali del suo futuro sposo. Léopold svela a Rachel di essere cristiano e le propone di fuggire. Giunge Eléazar che li sorprende, ma li perdona e acconsente alle nozze; ma questi dice che non può sposarla. Il giorno seguente, mentre si celebra la vittoria conseguita da Léopold contro i seguaci di Huss, Eléazar consegna la catena a Eudoxie, che la offre a Léopold chiamandolo suo sposo. Rachel, che ha compreso d’essere stata ingannata, lo accusa pubblicamente d’aver avuto una relazione con lei, ossia con un’ebrea: sono così entrambi rei di morte. Léopold non si difende. Tutti e tre, Léopold, Eléazar e Rachel sono tradotti in carcere. Eudoxie prega invano Rachel affinché salvi Léopold. Eléazar ricorda a Brogni che la figlia non perì nell’incendio a Roma, ma venne salvata da un ebreo, e non aggiunge altro nonostante le suppliche del cardinale. In piazza il patibolo è pronto. Rachel scagiona Léopold e questi viene esiliato. Eléazar invita Rachel all’abiura per avere salva la vita ma questa, sdegnosamente, rifiuta e si avvia al patibolo. Brogni chiede a Eléazar ove sia sua figlia: l’ebreo indica Rachel proprio mentre ella cade nella caldaia bollente.

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